Ganz schön wüst – Mit dem Seat Tarraco in der Sahara

Wer bremst, verliert. Das muss man wissen, wenn man mit dem Auto in tiefem Sand unterwegs ist. Das gilt auch bei einem SUV, das ja bekanntlich in allen Lebenslagen zu gebrauchen sein soll. Um das zu beweisen, schickte Seat den neuen Tarraco jetzt auch noch in die marokkanische Wüste. Drei der insgesamt sieben Baureihen der spanischen Volkswagentochter gehören inzwischen zu der Spezies mit dem Drang ins Gelände.  Der Neueste ist mit einer Länge von 4,74 Metern auch gleich der Größte. Wie seine Brüder, der Tiguan Allspace und der Skoda Kodiaq, läuft auch der nach dem antiken Namen der spanischen Mittelmeerstadt Tarragona benannte Tarraco in Wolfsburg vom Band. Nicht ganz von ungefähr hat sich Seat die Sand- und Geröllwüste in der Region Er Rachidia – im Osten des Landes etwa eine Stunde vom Flughafen Errachidia entfernt – als Standort für sein Wüstencamp 2019 ausgesucht. Zum einen war die Region in den Jahren 2006 und 2007 Teil der Rallye Dakar, zum anderen will die spanische Volkswagentochter ihre Präsenz auch südlich des Mittelmeers weiter ausbauen. Der nordafrikanische Markt ist einer der wichtigsten Regionen für die Globalisierungsstrategie von Seat. Etabliert in Marokko, wollen die Spanier das Wachstum in der gesamten Region inklusive Algerien und Tunesien vorantreiben. Gegenüber 2017 konnte Seat in Algerien seinen Absatz im Jahr 2018 bereits vervierfachen.

„Gas, Gas, Gas“, ruft der spanische Rennfahrer Jordi Gene, der als ehemaliger Formel-1-Testfahrer seit 2005 für Seat in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft antritt. Hier in der Sandwüste Marokkos, nahe der algerischen Grenze, hat er mit einigen spektakulären Drift schon mächtig viel Staub aufgewirbelt, bevor er jetzt auf dem Beifahrersitz sein Können weitergibt. „Den Reifenfülldruck senken wir bis auf 1,2 bar ab, damit die Reifen mehr Grip bekommen. Je mehr Fläche des Reifens Kontakt mit dem Untergrund bekommen, desto besser auf dem weichen Sand.“  Noch ein paar mehr Tipps hat Jordi auf Lager: Den Motor immer schön auf Drehzahl halten, keine zu großen Lenkeinschläge und Anhalten besser nur, wenn es abwärts geht. Den Fahrtmodus stellt man hier natürlich auf „Gelände“, beim elektronischen Stabilitätsprogramm empfiehlt Gordi den Modus Sport  – hier wechselt die Elektronik später – und der DSG-Schalthebel wird auf manuell gestellt. Das Abenteuer kann beginnen.  

Die Wüste ist schwieriges Terrain. Das Fahren auf Sand ist wie Surfen, die optimale Geschwindigkeit liegt bei 30 bis 40 Stundenkilometer im ersten oder zweiten Gang. Die Düne hoch wird das Gaspedal einfach durchgetreten. Die Spurrillen voraus Fahrender sind dabei keine gute Fährte, zu groß ist die Gefahr, aufzusetzen. Also besser eine eigene Spur suchen. Tapfer wühlt sich der Tarraco mit dem Allradantrieb 4Drive durch die unendlichen kupferfarbenen Sandkörner im westlichsten Ausläufer der Sahara.  Die elektronisch gesteuerte hydraulische Haldex-Kupplung verteilt den Kraftfluss ohne Zutun des Fahrers stufenlos auf Vorder- bzw. Hinterachse, bei Bedarf kann sie das Drehmoment auch bis zu 100 Prozent nach vorn oder eben an die Hinterachse leiten.

Auch später, auf den staubigen Geröllstrecken weg von den mächtigen Sanddünen,  gilt es schon wieder einiges zu beachten. Schade, gerade hat das Dakar-Adrenalin im Blut wirken gespürt auf dem Weg jenseits der ausgefahrenen Wege der Zivilisation. Mit vollem Reifendruck und ohne Geschwindigkeitsbegrenzung geht es weiter. Ein Gefühl von Freiraum und Freiheit tut sich hier auf. Ist das Grenzenlosigkeit oder nur ungewohnter Genuss?  Der Blick sucht nun nach einem kleinen weißen Punkt am Horizont: Das Ziel der Etappe. Doch beizeiten bremst Gordi die wilde Fahrt sanft wieder ein. Der Tarraco sei nun mal kein Geländewagen, die Bodenfreiheit mit 20 Zentimetern für urbane Bordsteinkanten zwar ausreichend, für das Gelände aber nicht gerade üppig. Hinzu kommt, dass Seat einen Unterbodenschutz nur andeutet.  Also Vorsicht: Die so harmlos aussehenden Kamelgrashöcker hier sind in Wahrheit betonhart, schnell können sie wie die überall herumliegenden Steine die Plastikabdeckung aufschlitzen. Also eher der gekonnte Slalom als der wilde Vollsprint.  

Und da wären dann ja noch die Esel und Kamele, die die Piste kreuzen und sich selbst in der abendlichen Dämmerung von den vorbeifahrenden Autos nicht wirklich beeindruckt zeigen. Kein Wunder: Zweimal am Tag, kurz vor Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, machen sich Karawanen von Touristen in Geländewagen auf den Weg, um in den endlos zu scheinenden Sanddünen deren grandiose Farbspiele zu erleben. Nicht weniger spektakulär fällt später dann die Unterbringung aus. Die Nacht empfängt die Motortouristen in einem traditionellen Berberzeltcamp, um das sich bei Fackellicht die Karawane der Tarracos niederlässt, nicht ohne sich vorher mit ihren LEDs noch zu verabschieden. Am Ende des Tages fühlt man sich überwältigt, geschafft und beeindruckt, wieviel Talent für dieses harte Gelände in einem SUV doch stecken kann.


Den Seat Tarraco gibt es als Fünf- oder Siebensitzer sowohl mit Front- oder als  Allradantrieb und dabei mit zwei Benzin- und zwei Dieselmotoren zur Wahl (150 und 190 PS) unter der Haube. Der Einstiegspreis liegt bei 29.980 Euro.

Text und Fotos : Solveig Grewe

Test: Seat Arona 1.5 TSI FR – klein, flott, cool?

Man kann ja von SUVs und Crossover halten, was man will, wenn man allerdings als Fahrzeughersteller auf Volumen setzt, dann kann man diese Fahrzeugklasse einfach nicht ignorieren. Und das in allen Größen. Von klein bis ganz groß - ein SUV gehört zum guten Ton. Nach Volkswagen und Skoda, darf mittlerweile auch die Konzerntochter Seat den Markt aufrollen. Nach dem erfolgreiche…

Alle Highlights, bevor es losgeht: Seat auf der IAA

Es ist noch gut eine Woche hin, bis die IAA 2017 ihre Tore für die Weltöffentlichkeit öffnet. Doch Seat hat es besonders eilig, seine Highlights schon jetzt zu präsentieren. Und diese haben es in sich! Die Kompaktklasse der Spanier wird mit einem neuen Topmodell, dem Seat Leon Cupra R, gekrönt, das natürlich im Mittelpunkt des Messeauftritts steht. Daneben zeigt man aber auch den Seat Arona, ein SUV im B-Segment, das besonders wichtig für die aufstrebende Marke ist. Und auch technisch legen die Spanier ein Pfund auf den Tisch: Der Sprachassistent von Amazon – “Alexa” – soll zukünftig in die Modellpalette integriert werden. Read more

Seat Alhambra: Taxi des Jahres 2017

Wer bei Taxen ausschließlich Fahrzeuge mit Stern auf der Haube vor Augen hat, sollte umdenken. Der Seat Alhambra erhielt die Auszeichnung als „Taxi des Jahres 2017“ und ging damit als Gesamtsieger aus einem Testfeld von 21 Fahrzeugen hervor. Das Branchenmagazin „taxi heute“ rief 41 Taxiunternehmer zum vierten Mal zur Wahl, die in Fulda die Fähigkeiten der Fahrzeuge unter die Lupe nahmen. Read more

Test: Seat Ateca

Seit Mitte letzten Jahres präsentiert sich der spanische Ableger der Volkswagengruppe Seat im viel umkämpften SUV Markt mit dem Ateca. Damit wollen die Spanier eine Lücke in ihrem attraktiven Portfolio schließen. Der anfängliche Run auf das Pendant zum Tiguan schlägt seit seiner Markteinführung mit über 7.000 Einheiten in Deutschland zu Buche. Dass der erste SUV aus dem Hause Seat meh…

Skoda Karoq – Das Trio ist komplett

Kaum war die Ankündigung des neuen Skoda Karoq erschienen, flimmerten auch schon die ersten Bilder des getarnten SUV über den Bildschirm. Klar dürfte sein, dass er den Skoda Yeti beerbt, der mit seinem Namen nicht mehr in die SUV-Nomenklatur der Tschechen passt. Eingeleitet wurde diese mit dem Skoda Kodiaq, der seinen Namen ebenfalls aus der Mundart der Ureinwohner Alaskas bezieht. Angesiedelt ist der neue Skoda Karoq auf Augenhöhe mit dem Seat Ateca und dem Volkswagen Tiguan. Ausblick auf dem Kompakt-SUV der Tschechen. Read more

Seat Ateca FR – Sportlicher Mehrwert

Auf der Barcelona International Motor Show wurde es vorgestellt, das sportliche Top-Modell der Baureihe: Der Seat Ateca FR. Die Abkürzung FR kennen wir bereits aus dem Seat-Ausstattungs-Alphabet und übersetzten es mit „Formula Racing“. Was es damit auf sich hat, zeigen die nächsten Zeilen. Klar ist aber, dass der Ateca FR eine Ergänzung der Seat Produktoffensive darstellt, die mit dem Ateca selbst begonnen hat. Nach dem Facelift des Seat Leon und der Neueinführung des Ibiza wurden weitere SUV und Crossover wie der Arona bereits angekündigt. Werfen wir also einen Blick auf den Ausbau der Ateca-Baureihe. Read more

Neues Modell: Seat startet SUV-Offensive

SUV, man sieht sie überall: Der Nachbar fährt eins, der Arbeitskollege, die Eltern und der beste Freund auch. Letzterer braucht es natürlich für seine abenteuerlichen Urlaube abseits befestigter Wege oder für seine Surfbrett-Sammlung. Das will einem zumindest der Name suggerieren: Sports Utility Vehicle, kurz SUV. Das sind Fahrzeuge, die für jeden Anlass gebraucht werden können. Davon bekommt Seat nun einen Dritten im Bunde, der den Seat Leon Xperience und das im letzten Jahr gestartete Modell Seat Ateca nach oben ergänzen soll.

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Seat-Elektroautos – Der Kleinste darf als erster

Seat startet 2019 mit einer elektrifizierten Version des Kleinstwagens Mii in das Elektrozeitalter. Mit dem batteriebetriebenen Stadtauto will die VW-Tochter vor allem junge Kunden locken. Der Preis soll bei rund 20.000 Euro liegen, berichtet das britische Magazin „Auto Express“. Der Elektro-Mii bleibt nicht lange allein. Bereits ein Jahr später soll dem Schwestermodell des VW E-Up ein E-Auto auf Basis de…

Skoda Citigo: Frisch von der Streckbank

Ok, es sind nur drei Zentimeter – dennoch ist das Wachstum erwähnenswert. Oder etwa nicht? Mit seinem Facelift wächst der kleine Tscheche allerdings nur außen, während alle anderen Abmessungen beim alten Maß bleiben. Zurückzuführen ist der gesteigerte Länge auf die neue Front. Was sonst noch erneuert wurde, zeigen die folgenden Zeilen. Read more

Seat Ibiza: Vorhang auf für die fünfte Generation

Der Seat Ibiza ist seit über 30 Jahren auf dem Markt und hat in dieser Zeit einen ganz schönen Wandel hingelegt. Gestartet als kantiger und billiger Kleinwagen, zeigte sich bereits die zweite Generation deutlich reifer. Die dritte Generation wirkte etwas bieder, womit der Nachfolger reichlich aufräumte. Nicht zuletzt das letzte Modell sorgte dafür, dass insgesamt 600.000 Seat Ibiza in Deutschland verkauft werden konnten. Der neue Kleinwagen wirkt nun etwas ernster, greift aber nach den Sternen und streckt sich in Richtung Kompaktklasse. Hier kommen die Details. Read more

Weltpremiere: Seat Ibiza in Barcelona – die fünfte Generation

Wenn der Nachwuchs so langsam flügge wird, dann erwacht in Eltern ein ganz neuer Stolz, gepaart mit ganz neuen Bedenken. Im Fall des neuen Seat Ibiza dürfte der Stolz vor allem bei den Seat-Verantwortlichen liegen, die neuen Bedenken, die erwachsen, vermutlich bei der SEAT-Konzernmutter Volkswagen. Mit der fünften Generation ist der Ibiza so etwas wie „erwachsen“ geworden.

Doch der Reihe nach.

Weltpremiere der fünften Generation des SEAT IBIZA

Flügge wird die fünfte Generation des Ibiza, wobei die Baureihe ja schon seit 33 Jahren am Markt ist, nicht durch immenses Wachstum, zumindest nicht in der Länge, sondern durch eine erstmalige Technologie-Führerschaft im Konzern. Der neue Ibiza ist die erste Generation auf Basis des neuen MQB-Baukasten in der Größe A0. Und Seat darf den wichtigen Baustein Ibiza damit noch vor dem Klassenprimus Polo auf dieser Plattform präsentieren und fertigen.

Bei der Länge haben sich die Iberer zum Glück in Bescheidenheit geübt. Größer geworden ist der Ibiza nur dort, wo man es spürt, sieht, aber nicht einparken muss. Die Länge bleibt also, aber die Spurweite wächst an der Vorderachse zum Beispiel um 6 Zentimeter und der Radstand wächst sogar um 10 Zentimeter, obwohl die Außenlänge sich nicht verändert. Das greift ganz massiv in das Design ein.

Die Überhänge sind stark verkürzt, der Ibiza steht straff auf der Straße, er verkörpert eher einen Sportler denn einen Kleinwagen. Dazu passt auch die weiter progressiv entwickelte Designsprache der Spanier. Die ganz eigene Tagfahrlicht-Signatur findet jetzt auch am Heck die passenden Zitate. Straffe Schultern unterhalb der C-Säule und das charakteristische Design der seitlichen Fensterlinie, mit dem Knick vor der C-Säule, es lässt den Ibiza modern, charaktervoll und agil erscheinen.

Für die Agilität sorgt die moderne Plattform ebenso wie die stark gewachsene Spurweite. Wobei das natürlich Vorschußlorbeeren sind, die der Ibiza bei der ersten Testfahrt einlösen muss.

Sofort spürbar gewonnen hat hingegen der Innenraum. Die 10 zusätzlichen Zentimeter im Radstand merken die Insassen vor allem in Reihe zwei. Hier ist der Mangel selbst dann nicht mehr zu zu Hause, wenn vorne die ganz großen Buben sitzen. Dem Raumgefühl in beiden Reihen spielt die gewachsene Breite des Ibiza in die Karten. Ellbogen-Freiheit vorne für beide und gut Platz für drei Kids in Reihe zwei. Der Kofferraum ist ebenso gewachsen und kann mit 355 Liter Volumen sogar so manche Mitbewerber in der Golf-Klasse schrecken.

Die modernste Plattform des Konzerns spielt natürlich auch eine Rolle, wenn es um den Antrieb und das Entertainment-System des Ibiza geht. Beide Architekturen, sowohl die klassische Hardware für den Antrieb als auch die Technik, mit der man den Insassen die große Welt des Entertainment und der Konnektivität ermöglicht, basieren im Volkswagen-Konzern auf einem Baukasten-System. Und hier spürt man die endgültigen Abnabelungs-Versuche des Ibiza.

Ein optisch schön gemachtes 8-Zoll Multimedia-System wird der Generation Smartphone mit Mirror-Link, Apple CarPlay und Android Auto zur Verfügung stehen, derweil sich das Smartphone induktiv in der Mittelkonsole laden lässt. Beim Sound setzt Seat im Ibiza auf den hippen Partner „Beats“.

Eine moderne Architektur bietet auch bei den Assistenzsystemen die Grundlagen für ein Setup, mit dem man sich nicht verstecken muss. Im Gegenteil. Selbst im Ibiza wird es Voll-LED Scheinwerfer geben, Müdigkeits-Assistenten, Abstandshalter für den Tempomaten und, und, und, und – eben alles, was das Autofahren heute so schön praktisch und sicher macht.

Neben den bekannten Triebwerken, Dreizylinder-Saugmotoren, kommen Dreizylinder-Turbomotoren zum Einsatz und gegen Ende des Jahres auch der neue 1.5 Liter Vierzylinder-Turbo des VW-Konzerns. Gepaart wird das in den kleinen Varianten mit einem manuellen 5-Gang Getriebe, darüber mit einem manuellen Sechsgang-Getriebe und alternativ wird auch das Doppelkupplungs-Getriebe mit sieben Gängen offeriert.

Spannende Alternative zu aufwendigen Hybrid-Techniken ist der 1.0 TSI-Motor, der seine 90 PS aus der Verbrennung von Erdgas holt. Erdgas als effiziente Alternative birgt Vorteile bei den Emissionen. Angedacht sind hier rund 90 Gramm CO2 je Kilometer. In der Klasse des erwachsen gewordenen Ibiza durchaus eine Ansage.

Verzichtet wird jedoch auf eine 3-türige Variante, die mangels Erfolg wohl nicht mehr aufgelegt wird. Sicher hingegen dürften sportliche Ableger a la Cupra sein, eine Kombi-Variante und was gar nicht mehr fehlen darf: Eine SUV-Variante.

Die Markteinführung des Ibiza ist für den Sommer (Juni) geplant, die Preise sind noch nicht bekannt – aber ich rechne mal mit 13.150 € für den Einstieg.

Mehr Informationen zum Ibiza gibt es, sobald er seine offizielle Weltpremiere auf dem Autombil-Salon in Genf (Anfang März) feiert. So ist das mit dem Erwachsen werden – für Seat dürfte der neue Ibiza vor allem eine erfolgreiche Geschichte sein, für die Konzernmutter Volkswagen könnten jedoch Bedenken erwachsen. Neben den Strebern aus der Tschechei ist nun auch die Tochter aus Spanien endlich so richtig erfolgreich …

Erste Fahrt: Der neue Seat Ateca 4Drive

Der spanische Ableger der Volkswagengruppe demonstriert seine Stellung im Konzern mit mehr als 93.000 verkauften Einheiten im letzten Jahr, wobei beim Bestellaufkommen die sechsstellige Marke geknackt wurde. Dazu beigetragen mit 6.900 Einheiten hat seit Mitte 2016 der neue Ateca, mit dem Seat eine Lücke in seinem Portfolio schließt. Die Spanier werden nicht müde. ihren „Verkaufsschlager“ häppchenweise vorzustellen. Dabei hat der erste SUV aus dem Haus Seat einiges mehr zu bieten als „nur“ ausreichend Platz. Seats Ingenieure nutzen ihren SUV als Technologieträger. Ausgestattet mit diversen Fahrerassistenzsystemen, die sowohl der Sicherheit als auch dem Komfort dienen, startet der Ateca nun auch mit den „4Drive Antriebskontrolleinstellungen“ durch. Eingebunden sind weitere Fahrprofile wie „Schnee“ und „Off-road“. Ab sofort bestellbar stehen die neuen Features im neuen Ateca beim Händler zum Einstiegspreis von 26.970 Euro (1.4 EcoTSI 4Drive) zur Verfügung.

Der neue Seat Ateca 4Drive im ersten Off-road Fahrbericht

Spurt mit Allrad auch im Schnee

Entgegen dem Trend einiger Automobilhersteller, ihre Fahrzeuge mit Namen aus einer Kombination von Buchstaben und Zahlen zu betiteln, bleibt der spanische Autohersteller seiner Tradition treu. Seinen Namen bekam der Ateca in guter Seat-Manier aus der spanischen Geographie: Die Gemeinde Ateca liegt in der Provinz Saragossa im Zentrum der iberischen Halbinsel. Seit seiner Markteinführung überzeugt der SUV mit seiner äußeren Erscheinung. Seine Designer gaben ihm dafür einen großen Grill und aggressiv wirkende LED-Scheinwerfer. Allein diese beiden Komponenten lassen den Wagen von vorn breit und selbstbewusst auf der Straße stehen. Die Scheinwerfer bilden zudem den Anfang einer Sicke, die Vorder- und Hinterwagen miteinander verbindet. Am Heck endet diese Sicke wiederum an den Heckleuchten. Auch hier gibt uns das Gesamtbild wieder eine souveräne Note. Zur heutigen Vorstellung möchte Seat aber generell auf die Fahreigenschaften mit seinen unterschiedlichen Fahrprofilen aufmerksam machen, den 4Drive Antriebskontrolleinstellungen „Snow“ und „Off-road“. Zusätzlich steht noch die Hill Descent Control Funktion zur Verfügung, die dafür sorgt, dass jeder Anstieg ohne fahrerische Anstrengung absolviert werden kann. Durch die Unterstützung des Antriebskontrollsystems XDS erhält jedes Rad die erforderliche Leistung, um das Fahrzeug gleichmäßig in Bewegung zu halten. Für diese Tests lud Seat ins Hinterland von Innsbruck ein. Auf verschneiten Steilhängen und präparierten Pisten erfuhren wir das Können des spanischen SUV in verschiedenen Workshops.

Gerüstet für den Schnee mit dem 4Drive Antrieb.

Spitzenperformance im Schnee

Zunächst ging es in geführter Kolonne den nächsten Berg hinauf. Schmale verschneite Wege sind für den Ateca im „Snow“-Modus scheinbar  keine Herausforderung. Mühelos zieht der SUV den Berg hinauf und auch wieder hinunter. Passagen mit tieferem Neuschnee durchwühlt der Ateca mit einem kurzen „Kick-Down“ am Gaspedal. Der Wagen schiebt sich wie von selbst wieder zurück in die Spur. Im „Base-Camp“ angekommen, schickt uns der nächste Instruktor zum sogenannte „Drift-Workshop“. Auf einer riesigen Fläche mit weit auseinander gestellten Pylonentoren werden wir gebeten, beide Modi (Snow und Off-road) auszuprobieren. Immer wieder spielen wir sowohl mit der Gasannahme als auch dem Gegenlenken. Nach zwei Runden verleiht uns das Fahren mit dem Ateca eine gewisse Routine, die uns zielsicher durch den Parcours bringt. Am dritten und letzten Workshop soll uns der SUV aus Spanien zeigen, wie leicht es uns das Fahrzeug macht, einen Abhang sowohl rauf als auch hinunter zu fahren. Nichts leichter als das: rauf geht es im „Snow“-Modus mit ordentlich Schwung am Gaspedal. Über eine ungefähre Strecke von 200 Metern schießt der Ateca sicher nach oben. Dort angelangt, stellen wir die „Hill Descent Control“-Funktion ein. Der Wagen manövriert sich nun selbst. Unterstützt durch die eine oder andere Lenkbewegung unsererseits sowie dem selbstständigen Abbremsen des Fahrzeuges kommen wir wohlbehalten im Tal an. Unsere Tests im Schnee zeigen uns, dass der Seat Ateca absolut für jede Art der Fahrbahnbeschaffenheit gerüstet ist und selbst dem ungeübten Fahrer eine gewisse Sicherheit vermittelt.

Ob auf der Fahrt in die Berge, der Drift Challenge oder der Pisten Auf- und Abfahrt. Es gibt nur Lösungen für den Ateca.

Innenraum mit gutem Ambiente

Der von uns getestete Ateca Xcellence 2.0 TDI 4Drive mit Sieben-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe besticht nicht nur auf den Extremfahrten im Gebirge und den Workshops. Auf der Fahrt vom Flughafen Innsbruck zur Eventlocation legen wir einige Kilometer auf der Landstraße und Autobahn zurück, die mit viel Komfort wie dem gut abgestimmten Fahrwerk und den Fahrerassistenzsystemen wie der Adaptiven Geschwindigkeitsregelanlage gemeistert werden. Das optional erhältliche Panorama-Glasschiebehubdach, das ab der Ausstattungslinie „Style“ für 1.120 Euro angeboten wird, lässt den Ateca nochmals größer erscheinen und bringt ein gewisses Wohlgefühl. Dieses Panorama-Dach bietet somit nicht nur dem Fahrer- und Beifahrer, sondern auch den Passagieren im Fond einen freien Blick. Beim Kofferraumvolumen hat Seat auch nicht gespart und offeriert gleich die „Best-in-Class“-Werte. So bietet das Fahrzeug Platz für die ganze Familie und zusätzlich einen Kofferraum von 485 Litern (4Drive). Bei umgeklappter Bestuhlung sogar 1.579 Liter (4Drive).

Innenraum mit angenehmen Ambiente.

Motorleistung mit reichlich Drehmoment

Die Motorisierungen beim neuen Ateca sind recht übersichtlich. So bietet Seat seinen Kunden außer den beiden Diesel Aggregaten zwei Benziner mit jeweils einer Leistungsstufe. Es performen im Benzinbereich ein 1.0 TSI Ecomotive mit 85 kW (115 PS) und ein 1.4 Eco TSI mit 110 kW (150 PS). Der größere Benziner ist mit der mittleren Ausstattung „Style“ auch im 4Drive-Modus erhältlich. Wird die 1.0 Liter Variante nur mit einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe präsentiert, so kann die 1.4 Eco TSI Motorisierung sowohl mit einem Sieben-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe kombiniert werden als auch im 4Drive Modus mit einem Sechs-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe. Das von uns getestete Diesel Aggregat ist in zwei Leistungsstufen und dem 4Drive Modus zu bestellen. Den Diesel Einstieg bildet ein 1.6 Liter TDI Ecomotive mit 85 kW (115 PS) Motor, der bei einem Drehmoment von 250 Newtonmeter bei 1.500 – 3.250 Umdrehungen bereits ordentliche Kennzahlen liefert. Das Diesel Aggregat mit einem Hubraum von 2.0 Liter und einer Leistungsstufe von 110 kW (150 PS) und 140 kW (190 PS) überzeugt gerade durch das gesteigertes Drehmoment. Kommen beim 150 PS-Motor 340 Newtonmeter bei 1.750 – 3.000 Umdrehungen auf die Straße, schiebt der 190 PS-Motor mit guten 400 Newtonmeter bei 1.750 – 3.250 Umdrehungen nach vorn. Hier lässt Seat allerdings nur eine Kombination mit einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe und einem Sieben-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe zu.

2.0 Liter Diesel mit starkem Drehmoment.

Üppige Sicherheitsausstattung on board

Mit den drei Ausstattungslinien „Reference“, „Style“ und „Xcellence“ gibt uns der Autobauer aus Spanien ausreichend Optionen für jeden Geschmack. Bereits die Basisausstattung „Reference“ umfasst eine Klimaanlage mit Pollenfilter, elektrische Fensterheber vorn und hinten, einen höhenverstellbaren Fahrersitz, Müdigkeitserkennung und Umfeldbeobachtungssystem „Front Assist“ mit City-Notbremsfunktion, Berganfahrassist und Elektronische Parkbremse inkl. Auto-Hold-Funktion. Insgesamt fünf Sicherheits-Optionspakete runden das Angebot des Ateca ab. Das aufwendigste Paket listet mit dem Paket V ab 965 Euro: Stauassistent und Notfallassistent, Fernlichtassistent, Spurhalteassistent, Verkehrszeichenerkennung, Automatische Distanzregelung ACC (bis 210 km/h), Toter Winkel Assistent und Ausparkassistent.

Der Seat Ateca kann einer Fahrt in den Schnee entspannt entgegen sehen.

Fazit: Mit dem Ateca schafft Seat den Einstieg in das Segment der SUV mit einer gewissen Leichtigkeit. Die Kombination zwischen komfortablen Familienfahrzeug mit großzügigem Raumangebot und Fahrzeug mit hoher Fahrdynamik in allen Lagen ist geglückt.

Seat Ateca Kolonne in den Bergen.

Der Seat Ateca beweist sein „Stehvermögen“ auch im Schnee und ist nicht nur als Familienfahrzeug eine gute Wahl beim Neukauf. Dem Einsatz im Gelände steht nichts entgegen.

Text: Stefan Beckmann, Bild: Stefan Beckmann und Rolf Klatt Fotografie

Seat Mii Cosmopolitan – Fashion Victim

Seat feiert auf der Berliner Fashion Week ein kleines Jubiläum: Bereits im dritten Jahr kooperieren die Spanier mit dem Modedesigner Marcel Ostertag. Zwar entstand der Seat Mii Cosmopolitan nicht aus der Kooperation mit dem Modeschöpfer, doch inspirieren sich Ostertag und Seat gegenseitig. Wir schauen uns einmal das Drumherum an. Read more

Erste Fahrt: Seat Leon

Das Erfolgsmodell der Iberer geht seit 1999 bereits in die 4. Generation und möchte seinen Status als meistverkauftes Auto der Marke weiter ausbauen. Dabei bedient sich der Seat Leon genau wie seine Konzernkollegen VW Golf VII, Audi A3 8V und Škoda Octavia III des Modularen Querbaukastens, um Entwicklungskosten zu sparen. Diese möchte der spanische Autobauer mehr in den Ausbau zum Thema „vernetztes“ Fahrzeug stecken. Sein Portfolio an Karosserie-, Motoren- und Antriebsangeboten macht ihn bislang für seine Kundschaft attraktiv. Nun legt der Spanier ab 2017 nach. Mit neuem Design, der Ausstattungslinie XCELLENCE und Technologie des bereits in diesem Jahr vorgestellten ATECA will das C-Segment Fahrzeug neue Kunden gewinnen. Ab nächstem Jahr erhältlich, aber ab sofort bestellbar, stellt sich der Seat Leon dem europäischen Markt mit einem Einstiegspreis für Deutschland von 14.990 Euro.

Der neue Seat Leon im Fahrbericht

Spanischer Löwe mit neuem Design und Technologie

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Mit seinen Eigenschaften könnte er sogar in der Mittelklasse bestehen.

In punkto Ausstattung, Komfort und Fahrspaß würde der Seat Leon bereits jetzt schon eine gute Figur im Mittelklasse Segment machen. Alle Neuerungen sind im Drei- und Fünftürer sowie der Kombi-(ST) Variante verfügbar und ziehen sich über alle Benzin-, Gas- und Dieselmotorisierungen. Die Veränderungen am Design sollen den Leon einmal mehr aus dem Einheitsbrei des C-Segments abheben. Die Motorhaube weit nach vorn gezogen, trägt der chromgerahmte Kühlergrill das Markenlogo „S“ prominent. Darüber hinaus verbindet er die neu gestalteten LED-Scheinwerfer, die sich weit nach außen ziehen. Tagfahrlicht und Blinker bedienen sich der gleichen LED Reihe. Die schmalen Scheinwerfer starten eine Sicke, die sich über das gesamte Fahrzeug hinwegzieht, um an den LED Heckleuchten zu enden. Alles in allem steht der Leon mit seinem neuen „Kleid“ stark und dominant auf der Straße. Sein Auftreten wirkt zumindest optisch sportlich agil. Die gesamte Palette der Leon Familie konnten wir zwar nicht in 24 Stunden testen, aber einen ersten Eindruck bekamen wir vom fünftürigen 1.8 TSI Benziner letzten Freitag und Samstag in und um Barcelona.

Interieur mit Sinn und Verstand
Interieur mit Sinn und Verstand.

Angenehme Materialien und Ambiente

Schon beim ersten Einsteigen in den Wagen empfängt uns ein angenehmes Ambiente aus Material und Verarbeitung. Das Cockpit scheint sich seinem Fahrer zu zuwenden. Dabei sticht das gut proportionierte Acht-Zoll-Display als Schaltzentrale heraus. Alle Informationen rund um das Fahrzeug sind im Display direkt vor dem Fahrer reflektiert. Notwendige Einstellungen vor der ersten Fahrt lassen sich bequem und schnell vornehmen. Die digitale Vernetzung hält mit der neuesten Generation des Seat Easy-Connect-Infotainment-System Einzug. Das System funktioniert sowohl über Stimmenerkennung als auch über Gestenkontrolle.

Mittelkonsole mit Aufladestation für Smartphone und Top Sound
Mittelkonsole mit Aufladestation für Smartphone und Top Sound.

Das kabellose Aufladen des Smartphone erfolgt erstmals im Leon über eine Connectivity-Box in der Mittelkonsole. Zwei USB-Anschlüsse geben Gelegenheit, gleichzeitig ein MirrorLink kompatibles Smartphone und eine externe Musikquelle anzuschließen. Die Passagiere genießen sowohl auf den Frontsitzen als auch im Fond Sitzkomfort mit ordentlicher Beinfreiheit. Selbst ein Reisen mit ausreichend Gepäck ist im Leon gewährleistet. Dies unterstreicht das Kofferraumvolumen des Fünftürers mit 380 Liter bei voller Bestuhlung.

Motorisierung Range ist komplett
Motorisierung Range ist komplett.

Komplettmotorisierung

Der Leon präsentiert sich mit vier Benzin-, zwei Diesel- und einer gasbetriebenen Motorisierungen. Dabei folgt der katalanische Autobauer der Philosophie Aufladung ersetzt Hubraum. Kombiniert werden der TSI 1.0 Liter Dreizylinder (85 kW/115 PS), 1.2 TSI (63 kW / 86 PS und 81 kW / 110 PS), 1.4 TSI (81 kW / 110 PS, 92 kW / 125 PS und 110 kW / 150 PS) und 1.8 TSI (132 kW / 180 PS) sowohl mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe (vollsynchronisiert) als auch einem 7-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe. Bei den Dieselaggregaten (1.6 TDI 66 kW / 90 PS – 85 kW / 115 PS – 2.0 TDI 110 kW / 150 PS – 2.0 TDI 135 kW / 184 PS) zieht Seat die Kombination von 6-Gang-Schalt- und 6-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe vor. Die kleinsten Motorisierungen der Benziner und Diesel werden mit einem 5-Gang-Schaltgetriebe angeboten. Der gasbetriebene Leon ist mit einem 1.4 Liter Motor in der Leistungsstufe 81 kW (110 PS) sowohl mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe als auch 7-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe zu kombinieren. Die ersten Testkilometer führen uns mit dem 1.8 TSI (132 kW / 180 PS) mit 7-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe quer durch das Umland und den Stadtverkehr von Barcelona. Positiv fallen dabei die sportlich agile Performance, aber auch eine souveräne Laufruhe auf. Die Abstimmung des Fahrwerks in Kombination mit der elektromechanischen Servolenkung gibt uns ein permanent positives Gefühl, auch bei schnelleren Kurvenfahrten nicht auszubrechen. Die uns präsentierten Tiefstverbrauchswerte von 5,8 Liter sind an den Tagen der Veranstaltung leider nicht zu prüfen.

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Sicherheitsassistenzsysteme vom großen Bruder ATECA.

Technologie aus dem ATECA

Beim Thema Sicherheit liegen die spanischen Ingenieure voll im Trend. Kunden, die den Down-Size Trend mit gestalten, möchten die Verantwortlichen aus Barcelona binden. Das bereits im ATECA vorgestellte Gesamtpaket der Fahrerassistenzsysteme wird nun auch in den neuen Leon übernommen. Hierzu gehören ein Stau Assistent, ein Abstandsregeltempomat (ACC) mit integriertem Umfeldbeobachtungssystem (Front Assist), eine City-Notbremsfunktion mit Fußgängererkennung, Verkehrszeichenerkennung, ein Notfallassistent sowie ein Fernlichtassistent. Einige der einzelnen Systeme greifen ineinander über. So bindet der Stau Assistent  den Spurhalteassistent und die automatische Geschwindigkeitsregelanlage (ACC) zusammen ein. Beim Notfallassistent, der letztendlich bei nicht Reagieren des Fahrers bis auf 0 km/h abbremst, arbeitet unter anderem der Spurhalteassistent zu.

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Top Ausstattung XCELLENCE.

Neue Top Ausstattung XCELLENCE

Ab Januar nächsten Jahres erwarten die Käufer des Leon vier Ausstattungslinien. Seat bietet hier bereits zum Einstieg „Style“ viele Fahrerassistenzsysteme wie das City-Notbremssystem, Müdigkeitserkennung und Tempomat. Startet der Leon Fünftürer mit dem Basispaket, dem Benziner 1.2 TSI (66 kW/86 PS) bei 15.490 Euro, so endet der Bestseller der Spanier mit dem Topmodell Diesel Leon „XCELLENCE“ (2.0 TDI, 135 kW/184 PS) bei 30.020 Euro. Die drei Ausstattungslinien „Style“, „Reference“ und „FR“ werden erstmals von der Variante „XCELLENCE“ unterstützt. Sie beinhaltet unter anderem eine Polsterung Alcantara oder Leder sowie die Möglichkeit, zwischen unterschiedlichen Ambientebeleuchtungen zu wählen. LED Heckleuchten inklusive LED Heck-Blinker sind ebenso mit der Ausstattung „XCELLENCE“ und „FR“ serienmäßig verbunden wie ein schlüsselloses Schließ- und Startsystem. Einen Aufpreis  zwischen „XCELLENCE“ und „FR“ möchte Seat nicht erheben, da man mit diesen Varianten unterschiedliche Kunden ansprechen wird.

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Macht auch und gerade im urbanen Verkehr eine gute Figur.

Fazit: Neue Massstäbe im C-Segment

Der Leon in Verbindung mit all seinen Karosserie- und Antriebsvarianten bietet ab der 4. Generation noch mehr Fahrkomfort und Fahrspaß. Das neue Design und die angebotenen Fahrerassistenzsysteme  setzten hierbei Massstäbe im C-Segment.

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Gesamtpaket Seat Leon stimmt.

Mit diesem Rundum Paket ist der Seat Leon die bestmögliche Option. 

Text und Bild: Stefan Beckmann

Von der Serie auf die Piste: Seat Leon Cup Racer

Heute wollen wir einmal einen Blick auf den Seat Leon Cup Racer und die Renn-Serie als solche werfen. Bjoern und Jens Stratmann von Rad-Ab.com waren erst kürzlich am Nürburgring und haben sich das Spektakel beim sechsten Lauf höchst persönlich angesehen. Eigentlich wollten sie zu einem kleinen Duell antreten, doch einer von beiden kam nicht mit einem optimalen Sportgerät. So richtete sich der Fokus dann vollends auf den Seat Leon Cup Racer und sein Serien-Pendent den Seat Leon Cupra 290. Read more

Paris 2016: SEAT präsentiert den Ateca X-perience – Das Interview

Der in Paris vorgestellte Seat Ateca X-perience spielt in diesem Artikel nur eine untergeordnete Rolle, denn noch ist es ein Konzeptfahrzeug. Viel wichtiger war uns das Gespräch mit Sven Schawe, dem Leiter Gesamtfahrzeug-Entwicklung von Seat, zu den Themen aktive- und passive Sicherheit. Moderne Fahrzeuge bieten eine Vielzahl an Assistenzsystemen und gerade ein SUV wie der Ateca benötigt ein gewisses Maß an Hirnschmalz in der Entwicklung. In unserem Video erklärt der Leiter der Gesamtfahrzeug-Entwicklung die Vorzüge und die Hintergründe beim Thema Sicherheit, in Bezug auf das urbane Stadt-SUV von SEAT.

Seat Ateca – Sicherheit first?

Das Konzeptfahrzeug der Pariser Messe ist der SEAT x-perience, auch hier glauben wir an einen möglichen Serienstart. Eventuell nicht ganz so martialisch wie gezeigt, aber ganz bestimmt noch ein Stück geländegängiger als bisher! Wir freuen uns auf eine Testfahrt – wie sieht es mit Euch aus? Kommentiert hier oder auf Facebook!

Auto Salon Paris/Paris Motor Show, France, Paris, 29.09.2016: 2016 Mondial de L'Automobile - Copyright Stefan Baldauf / SB-Medien

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(Alle Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf)

Seat erfüllt Träume: Fan Jasper besichtigt Unternehmenszentrale

Wisst Ihr noch, welches Auto Eure Eltern fuhren, als Ihr Kinder wart? Ja? Und, seid Ihr heute noch Fan der Marke? Oder habt zumindest einen positiven Gedanken an das Fahrzeug? So muss es auch Jasper ergehen, dem wohl größten Seat Fan Großbritanniens. Seine Eltern fahren einen Seat und merken schnell, dass sich der Siebenjährige stark für die Marke aus Spanien interessiert. Um ihm eine Freude zu bereiten, arrangieren sie einen Besuch im der örtlichen Niederlassung  – mit Folgen…

Auch der Seat-Händler merkt schnell, dass Jasper nicht nur Interesse an Autos im Allgemeinen oder an Seat selbst hat, sondern mit seinem Herzblut mit Seat verknüpft ist. So geschah es schließlich, dass die Niederlassung sich an die Konzernzentrale wandte und einen Besuch für Jasper und seine Eltern arrangieren konnte. Die Familie folgte der Einladung nach Barcelona natürlich und konnte erleben, wie sich der Siebenjährige verwandelte und aus Jasper „Charlie in der Schokoladenfabrik“ wurde – wie seine Mutter berichtet.

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Auf Erkundungstour: Seat Fan Jasper am Ton-Modell eines Seat Leon.

Bei der Führung durch die Zentrale konnte der Seat Fan all seine Fragen stellen, die bislang unbeantwortet blieben. Zwar wälzt er ununterbrochen die Kataloge und Prospekte – und kann mittlerweile jedes Detail auswendig – doch für seine Detailfragen nahmen sich die Experten viel Zeit und waren begeistert von seinem Wissen.

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Die Experten nahmen sich viel Zeit für die Fragen des Siebenjährigen

Spannend für den Seat Fan waren eigentlich alle Punkte des Besuchs. Ein echtes Highlight aber war beispielsweise das Tonmodell eines Seat Leon, den Jasper gar nicht genug begutachten konnte. Angetan war er zudem von der Produktionsstraße mit all ihren Bändern, Teilen und Robotern. Auch seine Mutter war sichtlich begeistert von der Fertigung und ist sich sicher, dass die Welt für den Menschen durch die Technisierung komfortabler wird. Ganz gleich, ob man nun ein Handicap habe oder nicht.

Heute Fan, morgen Stardesigner: Jasper am Zeichenpult
Heute Fan, morgen Stardesigner: Jasper am Zeichenpult.

Den krönenden Abschluss des Besuchs markierte eine Mitfahrt im Seat Leon Cup Rennwagen, bei der Jasper aus dem Staunen nicht mehr herauskam. Dieses sportliche Potential hatte der kleine Seat Fan nicht von einem Kompaktmodell erwartet – selbst von der Rennversion nicht. Kein Wunder, schließlich drückte der Cup Leon den Siebenjährigen etwas nachdrücklicher in den Sitz, als es der elterliche Seat kann. So nachdrücklich, dass dieser Tag für den kleinen Fan wohl nicht so schnell in Vergessenheit gerät.

Spanier auf der Pole Position: Seat Leon Cupra 290 im Test

Es ist der schärfste GTI im VW-Konzern, nur den Namen GTI, den trägt er nicht. CUPRA steht für CUP RACER, eine gute Gelegenheit, sich den Seat Leon Cupra während des sechsten Laufes zum SEAT Leon Eurocup näher anzuschauen.  Der Nürburgring und seine Grand Prix-Strecke fordert die Cup-Piloten, die Eifel und ihre Straßen drumherum, den Testwagen. Test des 290 PS starken SEA…

SEAT Leon Eurocup auf dem Nürburgring

Einsteigen, anschnallen und die Motoren starten. Am Nürburgring wird es am Wochenende wieder laut und schnell. Die Racer des Seat Leon Eurocup sind zurück. Zum dritten Mal ist der Nürburgring der Austragungsort für den Seat Leon Eurocup.

14 Rennfahrer in ihren 330 PS starken Seat Leon Eurocup-Rennern gehen am Wochenende am Nürburgring an den Start.

Es gibt derzeit drei Fahrer, die bei nur zwei Rennen vor Saisonende alle eine Chance auf den Gesamtsieg haben – die nächsten Rennen werden also nochmal richtig spannend. Der traditionsreiche Nürburgring wird eine Herausforderung für alle. Hier kann der kleinste Fehler über Sieg oder Niederlage entscheiden. Ich bin sehr gespannt darauf, wie die beiden nächsten Rennen ausgehen werden. Und ich bin mir sicher, dass noch mit einigen Überraschungen zu rechnen ist“, so Jaime Puig, Direktor von SEAT Sport.

Der Nürburgring ist eine Rennstrecke von 5,1 Kilometern Länge mit deutlichen Höhenunterschieden und ist als schnellster Kurs im Rennkalender bekannt. Der Kurs verfügt über sieben Links- und zehn Rechtskurven und hält einige Eigenheiten bereit, die den meisten Fahrern gut bekannt sind. Stian Paulsen (Stian Paulsen Racing) hat gute Erinnerungen an die deutsche Strecke, konnte der Norweger doch hier vor zwei Jahren seinen ersten Sieg feiern.

 

Seat DriveApp – die Spanier vernetzen sich

Seat vernetzt sich nicht nur, die VW-Tochter will sogar zum Marktführer in diesem Bereich werden und einen ganz neuen Zweig für sich entdecken, der ein fester Bestandteil des Unternehmensplans für die nächsten Jahre ist. Schließlich habe Seat, nach eigener Aussage, als erster Hersteller überhaupt, Apple CarPlay in seine Fahrzeuge integriert. Nun zeigen die Spanier die Seat DriveApp für Smartphones mit iOS Betriebssystem, die weitreichende Inhalte des iPhones auf das Fahrzeugdisplay spiegelt und die vernetze Welt in die Modelle bringen will. Read more

Die Nase fährt mit – Neuwagengeruch bei Seat

Es ist ganz eigen: Man sitzt in einem Neuwagen und hat dieses wohlige Gefühl. Dieses Gefühl, das man auch hat, wenn man sich neue Schuhe kauft oder einen neuen Haarschnitt verpasst bekommen hat. Man fühlt sich ganz beseelt und möchte diesen Moment gar nicht mehr missen. Bei einem Auto ist es ganz ähnlich: Man hat seinen neuen Liebling beim Händler abgeholt, führt die Jungfernfahrt durch und ist wie in Trance, wenn es in die heimische Garage geht. Schnell verflüchtigt sich das Gefühl, besonders, wenn man ständig ein neues Auto fährt. Gründe gibt es dafür viele, etwa weil man von berufswegen einen Mietwagen fährt oder ein Geschäftsauto zur Verfügung gestellt bekommt. Aber hinter dem Geruch stecken nicht einfach neue Bauteile, sondern viel Entwicklung und Expertise – das weiß natürlich auch Seat. Read more

Interview mit dem Geschäftsführer von SEAT Deutschland

Bernhard Bauer ist Geschäftsführer von SEAT Deutschland und während ich in meiner Anmoderation noch sagen wollte „klein und fein“ und stattdessen die Erfolge von SEAT auf dem deutschen Markt kleiner mache, als sie denn sind – übergeht Bernhard Bauer diesen Faux-Pas und gesteht gleich zu Beginn des Gesprächs: „Er freue sich tierisch, über den neuen SEAT ATECA“.

DAS INTERVIEW mit dem Geschäftsführer von SEAT DEUTSCHLAND

Wie viel PS hat der neue Ateca? In welchen Antriebsvarianten wird es ihn geben? Darf man auf Allradantrieb und Doppelkupplungsgetriebe hoffen? Und welche Ausstattungs-Details gibt es für den spanischen SUV?

Bernahrd Bauer hat als Geschäftsführer von SEAT Deutschland auf jede Frage die passende Antwort. Wer sich für den ersten spanischen SUV interessiert, sollte jetzt das Interview anschauen!

Eine allgemeine Vorstellung zum neuen SEAT ATECA haben wir bereits im Bloghier klicken.

Galerie zum neuen SEAT ATECA

Alle Fotos: SB-Medien / Baldauf / ten Brink

News: Genfer Automobilsalon 2016 – Die Neuheiten von A bis Z

Alfa Romeo:
Auf der IAA in Frankfurt zog die potente Version der Giulia das Publikum an, in Genf präsentiert Alfa nun die zivileren Varianten der Mittelklasse und die überarbeiteten Mito und Giulietta.

Audi:
Die Ingolstädter zeigen ihr neues City-SUV Q2 der Weltöffentlichkeit. Auf Basis des A3 soll es gegen BMW X1 oder Mercedes GLA antreten. Da die Technik aus dem modularen Querbaukasten stammt, dürften die Motorisierungen etwa zwischen 100 und 180 PS liegen, eine Sportversion darüber, und mit Front- und Allradantrieb kombinierbar sein. Darüber hinaus präsentiert Audi in der Schweiz den RS Q3 performance.

Bentley:
Sanft geliftet und auf Wunsch gewachsen präsentiert sich der Bentley Mulsanne. Neben der Standardausführung der Luxuslimousine bieten die Briten erstmals eine Langversion ihres Flaggschiffs an. Mit rund 5,83 Metern Länge überragt sie das kurze Modell um 25 Zentimeter. Beide Längenvarianten verfügen über ein neues Entertainmentsystem mit herausnehmbaren Tablets für die Passagiere auf der Rückbank. Umfassend im Detail überarbeitet zeigt sich das Design. Unter anderem gibt es einen breiteren Kühler, neue seitliche Lufteinlässe und einen geänderten Heckstoßfänger.

BMW:
Der 7er fährt in zwei auf verschiedene Weise elektrisierenden Versionen zum Frühlings-Messeauftakt: Neben dem Topmodell der Reihe, M760Li xDrive, debütiert der Plug-in-Hybrid-7er in drei Varianten. Der 6,6 Liter große Zwölfzylinder-Turbobenziner im M760Li xDrive leistet 441 kW/600 PS und beschleunigt die Langversion in 3,9 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h, maximal auf 250 km/h mit M Driver’s Package ist erst bei 305 km/h Schluss.
Als Plug-in-Hybrid 740e iPerformance feiert der 7er auch in Langversion und Allrad-Modell 740Le in Genf Premiere. Angetrieben werden die Steckdosen-Hybride von einer Kombination aus Vierzylinder-Turbobenziner (190 kW/258 PS) und Elektromotor (83 kW/113 PS). Zusammen bringen sie es auf eine Systemleistung von 240 kW/326 PS. Das E-Aggregat ist in die 8-Gang-Automatik integriert. Mit vollgeladenem Akku verbraucht die Oberklasse-Limousine 2,1 Liter auf den ersten 100 km.

Der 7er fährt in zwei auf verschiedene Weise elektrisierenden Versionen zum Frühlings-Messeauftakt, hier der Plug-in-Hybrid
Der 7er fährt in zwei auf verschiedene Weise elektrisierenden Versionen zum Frühlings-Messeauftakt, hier der Plug-in-Hybrid

Darüber hinaus zeigen die Münchner den Hybrid-Sportwagen i8 in limitierter Auflage. Die i8 Protonic Red Edition ist das erste einer Reihe von Sondermodellen. Es unterscheidet sich durch rote Lackierung mit grauen Akzente, spezielle Leichtmetallräder, Sitze und Seitenverkleidungen mit roten Ziernähten und Carbon-Details von den Standard-Modellen.

Borgward:
Der kürzlich wiederbelebte Autohersteller will ein weiteres Modell präsentieren: Nach der Vorstellung des Prototypen des Mittelklasse-SUV BX7 auf der letztjährigen IAA soll es sich nun nach Medienberichten um ein kleineres SUV handeln.

Bugatti:
Als Nachfolger des Veyron stellt Bugatti in Genf den Über-Sportler Chiron vor, laut Bugatti der „leistungsstärkste, schnellste, luxuriöseste und exklusivste Serien-Supersportwagen der Welt“. Der nach einem erfolgreichen Bugatti-Rennfahrer benannte Wagen soll seinen luxuriösen und am Ende 1.200 PS starken Vorgänger in jeder Hinsicht übertreffen. Berichten zufolge leistet der 16-Zylindermotor nun 1.500 PS und beschleunigt den Chiron damit auf Geschwindigkeiten von deutlich mehr als 400 km/h beschleunigen. Ganz im Zeitgeist soll es den – auf unter 500 Einheiten limitierten – Chiron auch mit Hybridsystem geben. Mehr als 100 Bestellungen für den Boliden liegen bereits vor.

Citroen:
Aus dem Citroen Jumpy Multispace wird der Spacetourer, mit moderner Sicherheitsausstattung und wohnlichem Ambiente soll der Kleinbus nun auch Familien ansprechen. Der Kunde hat die Wahl zwischen drei Längen. Auch die dritte Transporter-Generation entsteht in Gemeinschaftsarbeit mit Peugeot und Toyota. In der Studie Hyphen gibt sich der Spacetourer in der Konzeptfahrzeug-Variante als Abenteuermobil mit robuster Beplankung und Nachrüst-Allradantrieb. Auch ein Sondermodell des C4 Cactus in Zusammenarbeit mit der Surfmarke Rip Curl feiert in Genf Premiere.

Ferrari:
Der FF-Nachfolger Ferrari GTC4 Lusso kommt wieder mit Allrad, erstmals kombiniert mit Hinterradlenkung. Das Design wird nur leicht überarbeitet, unter der langen Haube des Viersitzers bleibt es beim V12-Sauger mit 6,3 Litern Hubraum, der nun aber 507 kW/690 PS leistet, das maximale Drehmoment liegt bei 697 Newtonmetern. So beschleunigt der GTC4Lusso in 3,4 Sekunden auf 100 km/h, maximal wird er 335 km/h schnell. Der weiterentwickelte Allradantrieb und Hinterradlenkung soll den Shooting Brake zusammen mit elektronisch gesteuerten Dämpfern noch dynamischer machen. Im neu gestalteten Cockpit kommt zum ersten Mal der zehn Zoll große Touchscreen zum Einsatz.

Der FF-Nachfolger Ferrari GTC4 Lusso kommt wieder mit Allrad, erstmals kombiniert mit Hinterradlenkung
Der FF-Nachfolger Ferrari GTC4 Lusso kommt wieder mit Allrad, erstmals kombiniert mit Hinterradlenkung

Fiat:
Mit dem Fiat Tipo will Fiat den Kompaktklasse-Markt von unten aufrollen. Nach dem Stufenheck kommt nun die in für Europa gebaute Fließheck-Version. Auch hier dürfte der günstige Preis – die Limousine kostet ab 13.990 Euro – ein wesentliches Verkaufsargument sein.

Nach seinem Debüt bei der Autoshow in Los Angeles zeigt sich der Fiat 124 Spider nun erstmals in Europa, bevor er im Juni zu den Händlern rollt. Zudem dürfte eine Abarth-Version des offenen Sportlers in der Schweiz gezeigt werden.

Ford:
Die Kölner zeigen den gründlich überarbeiteten Kuga. Und unter anderem feiert die neueste Generation des Ford-Infotainment-System Premiere, das vor allem eine bessere Vernetzung mit dem Smartphone und eine komfortablere Sprachsteuerung bieten soll. Das Bediensystem wird darüber hinaus deutlich vereinfacht, die Knöpfchenflut auf dem Armaturenbrett eingedämmt.

Honda:
Die zehnte Generation des Honda Civic kündigt sich in der Schweiz an, wo der sehr seriennahe Prototyp des Fünftürers debütiert. Die Neuauflage wird optisch weniger exzentrisch ausfallen als die letzten Modelle mit ihrem futuristischen Styling.

Mit der Studie Vision S gibt Skoda einen Ausblick auf sein kommendes Mittelklasse-SUV
Mit der Studie Vision S gibt Skoda einen Ausblick auf sein kommendes Mittelklasse-SUV

Hyundai Ionic:
Mit dem Ioniq bringen die Koreaner ihr erstes dezidiertes Öko-Modell und das gleich in drei Varianten: als Hybrid, Plug-In-Hybrid und Elektroauto. Die Elektroversion mit Strom für 250 Kilometer nimmt Batteriefahrzeuge wie Chevrolet Bolt oder Nissan Leaf ins Visier, die Plug-In-Version mit 51 Kilometern elektrischer Reichweite zielt vor allem auf den VW Golf GTE, der konventionelle Hybrid ist speziell auf den Gegner Toyota Prius zugeschnitten.

Jaguar:
Mit 322 km/h Höchstgeschwindigkeit setzt der Jaguar F-Type SVR eine Duftmarke unter den Sportcoupés. Schon als R-Version leistet der 5,0-Liter-V8-Kompressorbenziner 405 kW/550 PS und ist 300 km/h schnell. Die höhere Geschwindigkeit erreichen die Spezialisten durch weiter gesenktes Gewicht und nochmals angehobene Leistung. Der V8 soll nun auf 575 PS kommen und Coupé wie Cabrio in 3,7 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen.

Kia:
Kia bringt mit dem Optima das erste Plug-in-Hybrid-Fahrzeug der Marke mit zur Frühjahrsmesse nach Genf. Das Mittelklasse-Modell fährt dank größerer Batterie 54 Kilometer elektrisch. Für den Antrieb sorgen ein Zweiliter-Benziner mit 113 kW/154 PS und ein 50 kW/67 PS starker Elektromotor. Zusammen schicken sie 149 kW/202 PS an die Vorderräder. Den Verbrauch gibt Kia mit 1,6 Litern (37 g CO2/km) an.

Daneben feiert auch der Optima Kombi Premiere. Während die Limousine bereits seit Januar in Deutschland erhältlich ist, wird die praktischere Variante der koreanischen Mittelklasse erst im September zu den Händlern kommen. Hinter der großen Heckklappe des 4,86 Meter langen Optima verbirgt sich ein Kofferraum mit 553 Litern Volumen.

Zudem zeigt Kia den für Mitte 2016 erwarteten kleinen Hybrid-Crossover Niro. Das Design des 4,36 Meter langen Hybridmodells verrät eine enge Verwandtschaft zum größeren Kompakt-SUV Sportage. Angetrieben wird der Niro von einer Kombination aus 1,6-Liter-Benziner (77 kW/105 PS) und einem 32 kW/44 PS starken Elektromotor, der Crossover soll rund 3,8 Liter auf 100 Kilometern verbrauchen.

Lexus:
Mit dem dynamischen Oberklassecoupé LC 500 hat Lexus bereits zu Jahresbeginn auf der Auto Show in Detroit für Aufsehen gesorgt. Nun wird der 2+2-Sitzer in Europa gezeigt – erstmals in der Hybridversion. Für den 500h nutzen die Japaner auf Verbrennerseite einen 220 kW/299 PS starken 3,5-Liter-V6-Benziner. In Kombination mit einem Elektromotor leitet dieser bis zu 264 kW/354 PS Richtung Hinterachse.

Um das Jahr 2020 will Lexus eine Limousine mit Brennstoffzellen-Antrieb auf den Markt bringen. Das Konzeptauto, das auf der Tokio Motor Show im Oktober debütierte, zeigt die noble Toyota-Tochter nun auch in Genf. Der 5,30 Meter lange, mit Allrad ausgestattete LF-FC gibt darüber hinaus einen Ausblick auf die nächste Generation der Oberklasse-Limousine Lexus LS.

Mazda:
Die Japaner bringen ihren Wankelmotor-Sportwagen RX-Vision mit, der im Oktober in Tokio Premiere feierte. Darüber hinaus bekommt der Bestseller Mazda3 einen neuen, 1,5-Liter-Dieselmotor, der 3,8 Liter je 100 Kilometer verbrauchen soll.

Maserati:
Der erste Offroader in der mehr als 100-jährigen Geschichte der Marke kommt ab Mai zu den Händlern. Der Levante trägt eine aggressive Front ähnlich wie Ghibli und Quattroporte, die allerdings weniger sportlich als bullig gestaltet ist. Zweigeteilte Scheinwerfer reichen bis an den großen, aufrecht stehenden Kühlergrill heran. Von der Seite kann man die sportlichen Proportionen mit niedrigem, nach hinten abfallenden Dach, ansteigender Fensterlinie, breiter C-Säule und stark modellierten hinteren Radhäusern erkennen. Das neue SUV ist serienmäßig unter anderem mit adaptiven Dämpfern, Allradantrieb und Acht-Stufen-Automatikgetriebe ausgestattet.

McLaren:
In der Liga der Supersportler spielt der McLaren 675LT Spider, der ohne Dach und mit 496 kW/675 PS und 700 PS Drehmoment die Herzen der Fans erwärmt. Bis Tempo 100 benötigt der McLaren 2,9 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 326 km/h.

Mit dem 570GT präsentieren die Briten zudem das dritte Modell der Einstiegsbaureihe Sport Series und gleichzeitig die praktischte Variante. Die zur Seite öffnende Heckklappe bietet im Vergleich zu den anderen beiden Sportwagen einen zusätzlichen Stauraum von 220 Litern. Wie bei den anderen Sportwagen der Marke steht auch hier die Zahl in der Modellbezeichnung für die Leistung; in diesem Fall kommt der bereits bekannte 3,8-Liter-V8-Motor auf 419 kW/570 PS. Damit erreicht der zweisitzige Mittelmotor-Renner Tempo 100 in 3,4 Sekunden. Die Preise für den 570GT starten bei 195.350 Euro, ausgeliefert wird ab Ende des Jahres.

Mercedes:
Die Stuttgarter leisten ihren Beitrag zum Traumwagen-Portfolio der Messe: Für Normalsterbliche fährt das viersitzige Cabrio der C-Klasse vor. Das Design der Frischluft-Variante mit Softtop lehnt sich natürlich an das des Coupés an, von dem die offene Variante auch die Motoren übernimmt. Mercedes verspicht im geschlossenen Zustand eine Geräuschkulisse auf dem Niveau des Coupés. Die Luftfederung soll Komfort weit über Klassendurchschnitt garantieren. Daneben debütiert auch das Mercedes-AMG C 43 4MATIC Coupé. Der 3,0-Liter-V6-Biturbo leistet 270 kW/367 PS, die über die neue Neungang-Automatik hecklastig auf alle vier Räder verteilt werden.

Mitsubishi:
Einen ersten Ausblick auf das Facelift des Kompakt-SUV ASX zeigt der Hersteller am Genfer See mit dem neu gestalteten Kühlergrill und überarbeitetem Antriebsprogramm in Form eines auffällig gestalteten Showcars im Abenteuer-Look. In gleichem Stil ist auch der neu aufgelegte Pick-up L200 zu sehen.

Nissan:
Auf dem Stand der Japaner gibt die Studie „IDS“ (Intelligent Driving System) einen Ausblick darauf, wie sich Nissan das autonome Fahren vorstellt. Aktiviert der Fahrer den Autopiloten, verschwindet das Lenkrad, das Kombiinstrument weicht einem großen Touchscreen und die Sitze drehen sich zueinander – aus dem Cockpit wird so eine gemütliche Lounge, in der (nicht nur) der Fahrer entspannen kann, während die Technik sich um das Fahren kümmert. Zudem zeigt wie künftige Individualisierungen von Qashqai und X-Trail aussehen könnten – mit mattschwarzer Karbonfaser, Details in goldigem Kupferton und Goldperlen-Lederpaspeln.

Die Marke mit dem Blitz zeigt eines der aufregendsten Konzept der Messe: das Sportwagen-Showcar Opel GT
Die Marke mit dem Blitz zeigt eines der aufregendsten Konzept der Messe: das Sportwagen-Showcar Opel GT

Opel:
Die Marke mit dem Blitz zeigt eines der aufregendsten Konzept der Messe: das Sportwagen-Showcar Opel GT. Der kleine, leichte Frontmittelmotor-Flitzer steht gleich in mehrfacher Hinsicht in der Tradition der gleichnamigen Ikone aus dem Jahr 1968. Eine entzückende, nicht übermotorisierte Spaßmaschine in bezahlbarem Preisrahmen wie der Ur-GT könnte daraus entstehen, aber nur vielleicht. Der 1,0-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner basiert auf den Triebwerken aus Adam, Corsa und Astra und leistet im Sporttrimm 107 kW/145 PS. Die Kraft wird über ein sequenzielles Sechsganggetriebe an die mit einer mechanischen Differenzialsperre ausgestattete Hinterachse geschickt. Weil der Zweisitzer weniger als 1.000 Kilo auf die Waage bringt, genügt ihm die Leistung um in weniger als acht Sekunden auf Landstraßentempo zu beschleunigen.

Mit etwas eleganterer Optik, LED-Scheinwerfern, der neuesten Infotainment-Generation und einem aktuellen Motor aus dem Astra wappnet Opel den Mokka, nun mit dem Namenszusatz „X“ versehen, für die zweite Lebenshälfte. Von außen wirkt vor allem die Front verändert, eleganter und weniger verspielt als zuvor. Der aus dem Astra bekannte 1,4-Liter-Turbobenziner erweitert das Antriebsportfolio des Mini-SUV als 110 kW/150 PS starke Variante.

Porsche
Offizielle Messepremiere feiert der 718 Boxster. Auch der Einstiegs-Roadster erhält im Zuge seines Facelifts kleine Turbomotoren und wird dabei zum Vierzylinder-Sportler. Leistungseinbußen gibt es durch das Downsizing jedoch nicht – im Gegenteil, der erstmals eingesetzte Turbolader macht bereits die 53.646 Euro teure Basisvariante 220 kW/300 PS stark. Außerdem präsentieren die Zuffenhausener den 911 R, als sehr sportliche Sonderedition ohne Turbo.

Peugeot:
Mit bis zu neun Sitzen, moderner Sicherheitsausstattung und wohnlichem Innenraum soll der neue Peugeot Traveller nicht nur Gewerbetreibende, sondern auch Familien überzeugen. Der Kunde hat die Wahl zwischen drei Längen. Auch die dritte Transporter-Generation entsteht in Gemeinschaftsarbeit mit Citroen und Toyota. Eine Studie des Travellers präsentiert sich als Genf zudem als rollendes Hightech-Büro. Darüber hinaus feiert auch das Facelift des Peugeot 2008 Premiere.

Renault:
Die Grandtour genannte Kombivariante des Renault Mégane kommt im Sommer auf den Markt. Zum Debüt gibt es zunächst die Top-Ausführung GT zu sehen, die mit sportlichem Design, Allradlenkung und 151 kW/205 PS unter anderem gegen Seat Leon ST Cupra und Ford Focus ST Turnier antritt.
Mit der vierten Generation des Scénic feiert ein weiteres Kompaktmodell Premiere. Der Van verabschiedet sich vom nutzwertgetriebene Familienlaster-Design und übernimmt Merkmale des Mini-SUV Captur sowie des Crossover-Vans Espace. Dazu kommen mehr Bodenfreiheit und geringere Karosserieüberhänge. Auf den Markt kommt der Scénic in der zweiten Jahreshälfte.

Bereits im Sommer geht das erste SUV der Spanier in den Verkauf, in der Schweiz ist es zum ersten Mal für die breite Öffentlichkeit zu sehen
Bereits im Sommer geht das erste SUV der Spanier in den Verkauf, in der Schweiz ist es zum ersten Mal für die breite Öffentlichkeit zu sehen

Seat:
Bereits im Sommer geht das erste SUV der Spanier in den Verkauf, in der Schweiz ist es zum ersten Mal für die breite Öffentlichkeit zu sehen. Der Ateca ist 4,36 Meter lang, beim Radstand von 2,64 Metern sitzen auch Erwachsene hinten kommod, der Kofferraum fasst 510 Liter. Viel Technik stammt aus dem VW-Konzernregal. Einstiegsmotorisierung ist der 1,0-Liter-Dreizylinder aus dem Konzern mit 115 PS. Das knackige Kleid hingegen könnte spanischer gar nicht sein, erinnert in der Linienführung an den Leon.

Skoda:
Mit der Studie Vision S gibt Skoda einen Ausblick auf sein kommendes Mittelklasse-SUV. Das 4,70 Meter lange Showcar bietet bis zu sieben Personen in drei Sitzreihen Platz. Optisch orientiert sich der Allrader mit seinen scharf geschnittenen Karosserielinien und dem selbstbewussten Kühlergrill am Design der Modellpalette um Octavia und Superb. Die Technik kommt aus dem VW-Baukasten, den auch der gerade neu aufgelegte VW Tiguan nutzt. Mit 4,43 Metern und fünf Sitzplätzen ist dieser aber eine Nummer kleiner als das tschechische Konzeptfahrzeug.

Smart:
Mit dem Marktstart des neuen Smart Fortwo Cabrio debütiert in der Schweiz das limitierte Sondermodell „BRABUS edition“.

Ssangyong:
In Genf präsentieren die Koreaner die Langversion des Mini-SUV Tivoli: Der XLV ist gut 20 Zentimeter länger, misst 4,40 Meter. Bei unveränderten Radstand kommt der Zuwachs komplett dem Kofferraumvolumen zugute, das auf beachtliche 720 Liter wächst. Das Design des Tivoli bleibt erhalten, die Proportionen verschieben sich zugunsten des großen Heckabteils. Für den Vortrieb stehen die bekannten 1,6-Liter-Motoren zur Wahl.

Darüber hinaus zeigt die Marke einen neuen 48-Volt-Hybrid-Antriebsstrang: Das Konzeptfahrzeug SIV-2 – das das Design des Kompakt-SUV Korando vorweg nimmt – wird von einem 1,5-Liter-Turbobenziner angetrieben, der mit einem 10 kW/14 PS starken E-Motor-Generator und einer 0,5 kWh großen Batterie kombiniert ist.

Subaru:
Wie das kompakte SUV XV künftig aussehen könnte, zeigen die Japaner auf ihrem Stand. Das „XV Concept“ kennzeichnet eine markante Frontpartie, ausgestellte Radkästen und ein Unterfahrschutz betonen den robusten Charakter des Konzeptfahrzeugs. Flankiert wird die Studie von der aktuellen Subaru-Modellpalette, unter anderem dem aktuellen XV in optisch aufgefrischte Version.

Suzuki:
Mit dem Baleno bringt Suzuki ein bisschen Bodenhaftung ins teilweise recht abgehobene Segment der Kleinwagen. Was nicht zwingend Verzicht bedeutet: Als erster Suzuki fährt der Baleno mit automatischer Abstandsregelung und Notbremsfunktion. Eine Touchscreen-Navigation samt iPhone-Integration mit Apple CarPlay ist auf Wunsch an Bord.

Toyota:
Die Serienversion des auf der IAA als Konzept gezeigten Hybrid-SUV C-HR hat am Genfer See ihren ersten Auftritt. Optisch und technisch orientiert sich der kleine Crossover an der IAA-Studie CH-R Concept. Auch deren Hybridantrieb dürfte in die Serie einfließen, alternativ wird es einen Turbobenziner geben. Zudem sollen die steife Struktur und der niedrige Schwerpunkt der neuen Toyota-Plattform TNGA für gute Handling-Eigenschaften sorgen.

Volvo:
Der Nachfolger des großen Kombis V70 heißt nun V90 und kommt im Spätsommer auf den Markt. Optisch orientiert sich der Kombi bis zur B-Säule direkt an der kürzlich vorgestellten Limousinen-Variante S90, dahinter schließt sich ein geräumig wirkendes Gepäckabteil mit einer nur sanft abfallenden Dachlinie an. Als Abschluss am Heck gibt es eine relativ schräge Klappe. Das Antriebsprogramm dürfte weitgehend dem der Limousine und dem technisch ebenfalls verwandten Luxus-SUV XC90 entsprechen, die mit Vierzylindermotoren zwischen 140 kW/190 PS und 235 kW/320 PS zu haben sind. Dazu kommt ein 300 kW/407 PS starkes Plug-in-Hybridmodell mit einer elektrischen Reichweite von rund 50 Kilometern. Traditionell stark ist Volvo bei Assistenzsystemen – da soll auch der große Kombi keine Ausnahme machen. Darüber hinaus zeigen die Schweden das Facelift des Kompakten V40, das sich die 2012 aufgelegte Kompakt-Baureihe vor allem in der Frontansicht verändert: Die mit dem Oberklasse-SUV eingeführten Tagfahrleuchten „Thors Hammer“ zieren nun auch das Gesicht von V40 und der robuster beplankten Version V40 Cross Country.

VW:
Nachdem das in der Planung schon recht weit fortgeschrittene Mini-SUV Taigun nun doch nicht gebaut wird, zeigen die Wolfsburger nun in Genf andere Pläne: Eine SUV-Studie unterhalb des Tiguan soll dort Premiere feiern. Daneben wird das Facelift des Kleinstwagens Up zu sehen sein, das unter anderem mit den neusten Konnektivitäts-Merkmalen ausgestattet ist. Darüber hinaus ergänzt ein 66 kW/90 PS starker Benziner das Antriebsangebot.

Seat Ateca: Alles auf Attacke im SUV-Segment

Eine der wichtigsten News zum neuen Seat Ateca? Der Kampfpreis, mit dem die Spanier den SUV-Markt attackieren. Nicht einmal 20.000 € für einen SUV mit 4.36 Meter Länge. Sicherlich, die Basis-Variante verfügt dann über einen nur 1.0 Liter großen TSI-Motor und Frontantrieb. Aber die 115 PS starke Grundversion macht deutlich: Bei SEAT meint man es mit dem ersten eigenen SUV der Marke nun richtig ernst.

Seat Ateca – Attacke im SUV-Segment

Ganz klar und deutlich als Seat zu erkennen. Das Gesicht wirkt bekannt vom Leon, der Kühlergrill in der Trapezform der aktuellen Designlinie. Dass man auch bei Seat die technoide Formensprache des VW-Konzerns übernimmt, verschafft dem Spanier eine Form von „technischer Eleganz“. Das kann man mögen.

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Fünf Motoren zum Start

Mit drei Dieselmotoren und zwei Benzinern startet der Seat Ateca in den Markt. Bei den Benzinmotoren startet der kleine Turbomotor mit 115 PS das Programm, darüber rangiert der 150 PS starke 1.4 Liter TSI. Die Dieselmotoren kommen entweder mit 1.6 Liter und 115 PS oder mit einem 2.0 Liter TDI mit 150 oder 190 PS. Man sieht es bereits, alle Motoren sind moderne Turbotriebwerke.

Der 1.4 Liter TSI lässt sich als Frontantriebs-Variante mit einem 7-Gang DSG kombinieren, in der Allradversion 4Drive steht optional die bekannte 6-Gang Doppelkupplung zur Wahl. Bei diesen Dieselmotoren lässt sich der 2.0 TDI mit 7-Gang DSG kombinieren, sowohl in der Variante mit Frontantrieb als auch in der Version mit Allradantrieb.

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SEAT-Heartbeat

Nimmt der Fahrer Platz, pulsiert ein Lichtring um den Startknopf im Takt eines Herzschlags: Der Heartbeat zeigt: Der Ateca ist bereit für das nächste Abenteuer auf der Straße. Dabei lässt sich der Ateca per SEAT Drive Profile der aktuellen Fahrsituation, dem Straßenzustand und den persönlichen Vorlieben entsprechend anpassen.

Ateca – Volles Programm bei Assistenzsystemen und Multimedia

Im aufgeräumten Cockpit, dessen Ausrichtung ganz klar dem Fahrer zugewandt ist, fällt das 8-Zoll Multimedia-Display positiv auf. Seat bietet die Integration von Apple Car Play und Androids Mirrorlink an. Natürlich sitzt man im Ateca im SUV-Standard ein wenig höher. Mit bis zu 510 Liter Kofferraumvolumen ist zudem genug Platz für das Gepäck der Familie vorhanden. Die 4Drive-Allradvariante (Haldex-5) kommt auf 485 Liter Kofferraumvolumen.

Mit an Bord des Ateca: Moderne Assistenzsysteme und ein Voll-LED-Licht gegen Aufpreis. Verkehrsschild-Erkennung, ein Stau-Assistent für die Unterstützung von Lenkung und Abstand im Stau, ein Spurhalte-Assistent, ein Tot-Winkel-Assistent und eine „Top-View“ getaufte Kamerasicht für den 360° Rundumblick um das Fahrzeug.

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Safety first

Neu ist die Funktion Notfallassistent: Bleibt der Fahrer über eine bestimmte Zeit hinaus inaktiv, wird er optisch, akustisch und schließlich über einen Bremsruck gewarnt. Zeigt er dann immer noch keine Reaktion, bremst der Ateca bis zum Stillstand, bleibt dabei in der Spur und aktiviert das Warnblinklicht sowie die elektronische Parkbremse.

Seine offizielle Weltpremiere erlebt das erste SEAT-SUV dann auf dem Automobil-Salon in Genf in zwei Wochen. Die ersten Kundenfahrzeuge werden im Spätsommer 2016 an die Kunden ausgeliefert.

Mehr bei: auto-geil.de und rad-ab.com

Kommentar zum Seat Ateca: Pflicht erfüllt. Mehr nicht.

Jeder kennt das aus der Kindheit. Man hat sich zu Weihnachten etwas besonderes gewünscht. Und ist beim Geschenkauspacken dann doch enttäuscht. So ähnlich geht es einigen Seat-Fans wohl heute.

Es muss irgendwann beim Streichholzziehen passiert sein. Bei der lustigen Spielrunde eines Freitags abends in der Wolfsburger Konzernzentrale hat der Vertreter aus Spanien leider den Kürzeren gezogen.

Die Konsequenz: Als erstes parkte man Designer Walter de Silva in Barcelona, damit er seine Rubensphase durchleben kann. Auf den ersten, knackigen Leon – noch heute in meinen Augen der optisch legitime Nachfolger des Alfasud – folgte ein Modelltrio, dass trotz seiner geschwungenen Formen nie richtig rund lief. Kurz nachdem man die „Auto Emocion“ ausgerufen hatte und Seat im Volkswagen-Konzern als sportliche Volumenmarke, in Augen mancher gar als Alfa Romeo – Gegner, positionierte, folgte…ein Kompaktvan! 2003 stand der Altea als Studie auf der IAA, ab 2004 wurde er verkauft. Ein paar bunte Pillen später bastelte man ihm in der Designabteilung noch eine kleine Stufe nebst Panoramascheibe ans Heck. Die gerade in Südeuropa populäre Stufenhecklimousine Toledo bekam damit einen Nachfolger, der sowohl optisch wie auch konzeptionell als Themaverfehlung gelten durfte. Der Leon wurde auch abgelöst, in dem man das Altea-Tonmodell in die Presse steckte. Der einst dynamische Kompaktwagen stand plötzlich mit der Kontur einer Qualle im Showroom. Einzig als FR- oder Cupra-Version machte der Leon dem selbstgesteckten Markenversprechen halbwegs Ehre. Weiterhin musste es der Kleinwagen Ibiza regeln, Seat vor dem Untergang zu bewahren.

Während die Schwestermarke Skoda nach dem Paukenschlag-Comeback mit dem ersten Octavia von einem Rekordjahr zum nächsten eilte, stand sich die Seat-Mannschaft in Spanien selbst auf den Füßen. Zumindest eines hatte man mit dem ausgesuchten Gegner Alfa Romeo gemeinsam: Eine an den Kundenerwartungen vorbeigezielte Modellpalette.

2012 dann endlich die Kehrtwende mit der aktuellen Leon-Baureihe. Die günstigere Alternative zum teutonisch-perfekten Audi A3 zeigt auch optisch wieder die jugendliche Dynamik, die man bei Seat gerne lebt. Endlich gibt es auch einen Kombi für die junge Familie und mit dem Cupra auch einen amtlichen Feierabend-Renner.

Auch vom Profil des Ateca gibts ein Photoshop-Bildchen.
Auch vom Profil des Ateca gibts ein Photoshop-Bildchen.

Und weil man jetzt eben auch Autos bringen kann, will oder darf, die der Markt verlangt, bekommt nun auch Seat sein SUV. Endlich ein Modell mehr im Konzerneinheitsbrei! Um den Altea-Fahrern, da haben sich auch bei und in Deutschland über elf Jahre durchaus ein paar angesammelt, den Umstieg leicht zu machen, heißt das neue Modell ähnlich: Ateca. Wie fast jeder Seat ist der Name der spanischen Geografie entliehen und bitte nicht mit dem Pontiac Aztec zu verwechseln.

Den Kürzeren zieht man jetzt bei Seat erneut: Mit 4,36 Metern Länge ist der Seat Ateca kleiner als der Technikspender VW Tiguan (4,49 Meter) und entspricht in den Abmessungen dem Skoda Yeti. Bei aller Euphorie, endlich auch ein Auto im Wachstumssegment zu haben, blieb aber bei Seat wohl die Kreativität auf der Strecke. Was wurde denn die vielen Jahre gemacht, in denen das Publikum mit Ankündigungen des SUV-Modells vertröstet wurde.

Das Design erinnert extrem an den Ford Kuga, vor allem der Bereich zwischen A- und D-Säule nebst Dachverlauf sollte nach einem Unfall auch mit Ford-Teilen instand zu setzen sein. Vorne lag der Leon unter dem Transparentpapier und das Heck ist halt das Standard-Konzernheck. Langsam kann man es nicht mehr sehen. Die kantige Kennzeichenmulde, die spätestens seit dem letzten Audi A4 sämtliche Modelle haben, die Rückleuchten, die verdammt nach Skoda Superb aussehen und die scharfe Kante im Profil, mit der sämtliche Konzernmarken seit einiger Zeit ihre ach so präzise Karosseriepresse feiern. Auch innen weder Experimente noch viel Hirnschmalz. Es gibt ein fades Cockpit im Leon-Stil, konzeptgemäß etwas höher gebaut aber mit zu vielen Gleichteilen.

Machen wir uns die Mühe, das Motorenprogramm abzuhandeln, auch auf die Gefahr hin, dass dies Sie, lieber Leser, ermüdet. Denn egal, welche MQB-Neuheit (ich ging einfach nicht anders, der Modulare Querbaukasten musste erwähnt werden!) gezeigt wird, die Auswahl ist stets die gleiche: 1.0 TSI Dreizylinder mit 115 PS und der 1.4 TSI mit 150 PS tanken Super. Den Dieselauftrag erfüllen der 1.6 TDI mit 115 PS und der Zweiliter mit 150 oder 190 Pferdchen. Natürlich darf entweder handgeschaltet oder bei den Motoren ab 150 PS doppelgekuppelt werden.

Interessant wird es bei einem Zitat von Luca De Meo, im letzten Herbst vom Audi Marketing zu Seat abgeschobener CEO der Marke: „..der Start des SUV ist wesentlicher Beitrag zur Steigerung unseres Markenimages. Und das ist unsere Kernaufgabe“.

Fällt des Designern am Heck nichts mehr ein? Immerhin: Der Schriftzug in der Mitte ist typisch Seat
Fällt des Designern am Heck nichts mehr ein? Immerhin: Der Schriftzug in der Mitte ist typisch Seat

Aha? Die Kernaufgabe ist also keine Steigerung der Absatzzahlen, Gewinn statt Umsatz? Fakt ist: Die Marke Seat passt mit der aktuellen Ausrichtung nicht so richtig in den Volkswagenkonzern. Das Kostenniveau in Spanien verbietet die Positionierung als Billigmarke, im Mainstream kämpft man mit Skoda oftmals um die gleichen Kunden. Schließen wird man das Werk nebst Marke aufgrund umfangreicher Subventionen auch nicht so einfach können. Die Fabrik in Martorell fertigt aktuell den Audi Q3 und ab 2018 den Audi A1, dient also als Werkbank im Konzerngeflecht. Viele Seat-Modelle laufen nicht mehr in Spanien vom Band: Toledo und Ateca bei Skoda in Tschechien, der Mii zusammen mit VW Up und Skoda Citigo in Bratislava und der Alhambra zusammen mit seinem Zwilling VW Sharan in Portugal.

Was kann also der Plan von VW sein? Man behält die Fertigungskapazitäten im Süden und päppelt die Marke Seat wieder auf. Ja, richtig: Die Marke. Hier kommt Herrn De Meos Aussage zum Image ins Spiel. Denn nur mit einer Fangemeinde wird Seat als Labels für einen Übernahmekandidaten interessant. Die Chinesen dürften erst einmal abwinken, hat doch dort die Markteinführung von Seat kürzlich nicht funktioniert. Also werfen wir mal die Inder in den Ring. Wie man es richtig macht, zeigt das Beispiel Jaguar Land Rover unter dem Deckmantel von Tata. Auch Mahindra ist finanzstark.

Blicken wir einfach mal in die Glaskugel. In ein paar Jahren könnte Seat also verkauft sein und ein penetranter Kopfschüttler ist abgetreten. Wenn Sergio Marchionne nicht mehr Vorstand bei Fiat Chrysler Automobiles und damit oberster Gralshüter von Alfa Romeo ist, braucht Volkswagen keinen sportlichen Gegner für die Italiener mehr. Dieselgate hin, Milliardenstrafen her – der Kauf der italienischen Marke wird sicherlich noch drin sein. Die haben ja dann auch ein SUV im Programm.

Das Ateca-Inteurieur sieht dem Leon sehr ähnlich. Zu ähnlich?
Das Ateca-Inteurieur sieht dem Leon sehr ähnlich. Zu ähnlich?

 

Test: Seat Leon X-Perience TSI

2,7 Zentimeter hat Seat den "XP" - den X-Perience hochgelegt - das ergibt nun eine Bodenfreiheit von 17.1 Zentimetern. Nicht viel für einen Offroader. Wer ernsthaft den Ausflug in das Gelände wagt, der sucht sich lieber einen Allradler mit wenigstens 25 Zentimeter Bodenfreiheit. In Zeiten, in denen unsere Autos immer flacher werden, dem Wind weniger Widerstand bieten, ist der Trend zu…