Test: Honda Civic

Vom Traum getrieben, „alle Elemente der Erde anzutreiben“, gründete Soichiro Honda 1946 mit seinem damaligen Geschäftspartner und Freund Takeo Fujisawa die Firma, deren Nachname noch immer mit dem Welt größten Motorenhersteller verbunden ist. Zunächst waren es nur Zweiräder und Sportwagen. 1972 kam der Civic in Japan auf die Straße und mehr als 40 Jahre später führt nun die 10. Generatio…

Test: Alfa Romeo Stelvio

Nach mehr als 100 Jahren Marken Historie starten die Italiener mit dem Rückenwind des Konzerns im SUV-Segment. Im typischen Alfa Design soll der Stelvio mit Charme kombiniert mit der Dynamik aus dem Modell-Portfolio auf Kundenfang gehen. Seit Anfang dieses Jahres spielt Alfa Romeo mit im Segment der SUVs und präsentiert seinen Stelvio in Deutschland mit einem Chic und bequemer Ausstattung…

Test: Mazda MX-5

Die fünfte Generation des japanischen Roadster Klassikers bewirbt sich bereits seit 2015, weiter der meist verkaufte Zweisitzer zu sein. Seit mehr als einem Vierteljahrhundert setzt der MX-5 die Philosophie des japanischen Automobilherstellers um, das Streben nach dem Gleichklang von Fahrer und Fahrzeug zu perfektionieren. „Jinba Ittai“ nennen die Japaner das Gefühl dieser Symbiose. Den nach seiner Modellpflege Ende 2016 aufgefrischte…

Erste Fahrt: BMW 6er Gran Turismo

BMW 6er GT Fahrbericht

 Luxus pur für die Oberklasse

Mit dem Zusatz „Gran Turismo“ versucht BMW seit dem 5er Modell die Schrägheck-Limousine salonfähig zu machen. Was mit der Aera ab 2009 in diesem Jahr geendet ist, startet nun mit dem 6er Modell im Spätherbst 2017 neu. Dabei will der bayerische Automobilhersteller den „Neuen“ leichter, sportlicher, komfortabler und effizienter präsentieren un…

Erste Fahrt: BMW X3

BMW X3 Fahrbericht

Kraftpaket mit Geländeambitionen

Als Spagat zwischen X5 und X1 gedacht, gründete der X3 mit seiner Präsentation auf der IAA 2003 das Segment der Mittelklasse SUV. Der nicht ganz so bullig wirkende X3 kam sportlicher und agiler daher als sein großer Bruder X5. Mittlerweile wird er ab Herbst diesen Jahres in der 3. Generation den Münchener Automobilhersteller weltwei…

Erste Fahrt: Nissan Micra 1.0 Liter

Nissan Micra 1.0 Liter im Fahrbericht

Um die Basis erweitert

Mitte März diesen Jahres präsentierte Nissan seinen Kleinsten in der Flotte, den Micra bereits in der 5. Generation. Das bis dahin mehr als 30 Jahre auf dem Markt existierende B-Segment Fahrzeug des japanischen Herstellers verkaufte sich über 650.000 mal in vier Generationen. Hauptabnehmer ist der deutsche Markt, wo er perfekt als Stadtflitzer für Privat- und Geschäftskunden im mittelständigen Bereich dient. Mit seinem Marktstart 2017 präsentierte sich der Micra mit überarbeitetem Außen- und Innendesign, geänderten Abmessungen, neuem Infotainment und Sound-System, neuen Fahrwerksabstimmungen und den Motoren 0,9 Liter Turbobenziner, sowie 1,5 Liter Diesel. Zusätzliches Versprechen der Japaner war ein Basisaggregat, das sich ein großes Stück vom Kuchen des Kleinwagen-Segments abschneiden soll. Ab sofort bietet Nissan seinen Micra mit dem 1.0 Liter Benziner und der Ausstattung „VISA“ zum Startpreis von 12.990 Euro in seinen Autohäusern an.

Wettbewerbsfähiger Motor

Aufgabenstellung eines jeden Kleinwagen: er muss besonders wendig und agil sein mit jeder Menge Platz für Passagiere und Gepäck. Ein Schuss pfiffige Funktionalität und ein ansprechendes Design sollte der Wagen auch noch haben. Genau diese Eigenschaften haben die Ingenieure des Automobilherstellers Nissan umgesetzt, um den Micra seit seiner Markteinführung wettbewerbsfähig zu machen. Zur 5. Generation macht der Kleine einen bemerkenswert erwachsenen Eindruck. Das markante Frontdesign mit dem Nissan bekannten Kühlergrill, der konturierten Motorhaube und den bumerangförmigen Leuchten mit LED-Tagfahrlicht vermitteln ein selbstbewusstes Auftreten. Der geänderte Stoßfänger am Heck demonstriert ebenfalls eine souveräne Performance. Die sportliche Note bekommt der Micra durch seinen Dachspoiler. Als genereller Fünftürer versteckt er seine Türgriffe hinten sehr galant. Das Gesamtpaket macht ihn seit seiner Markteinführung zum kleinen Eroberer, wie uns die Verantwortlichen bei der Nissan Center Europe GmbH versicherten. Einen großen Teil seiner Käufer konnte der Micra von Fremdmarken generieren. Von den Fahreigenschaften des Basismotors sowie dem neuen Design konnten wir uns Anfang September kurz vor der Internationalen Automobil Ausstellung 2017 rund um der französische Hauptstadt Paris einen ersten Eindruck verschaffen.

Rund um Paris mit dem Nissan Micra.

Dreizylinder in Allianz

Der Dreizylinder, der anders als der bestehende 0,9 Liter Motor ohne Turbolader auskommt, ist zwar neu für den kleinen Japaner, aber nicht unbekannt im Konzern bzw. bei den Kooperationspartnern. In der Allianz dient das Aggregat bereits im Smart fortwo und forfour sowie im Dacia Sandero. Der Sauger kommt mit einer Nennleistung von 52 kW (71 PS) bei 6.300 Umdrehungen daher und bringt 95 Newtonmeter bei 3.500 Umdrehungen auf die Kurbelwelle. In Kombination mit seinem präzise und mit kurzen Schaltwegen arbeitenden Fünf-Gang-Schaltgetriebe klingt der Motor knurrig, was gerade in den höheren Drehzahlen generell die Lautstärke anwachsen lässt. Dies liegt aber in der Natur der Sache und sollte denjenigen nicht stören, der sich bewußt für eine solche Motorisierung entscheidet. Durch die Vororte von Paris bringt uns der Micra unspektakulär. aber sicher von einem Zielpunkt des Navigationsgerätes zum anderen. Die in dieser Gegend vorherrschenden Unebenheiten der Straßen steckt er verhältnismäßig beherrscht weg. Hier kommen die Änderungen und Verbesserungen der Fahrwerksabstimmungen zum Tragen. Längere Autobahnstrecken und schnellere Landstraßenpassagen würden wir mit dem Micra nicht empfehlen, denn der Geräuschpegel wird nach einiger Zeit unangenehm. Wie auch schon beim knurrigen Motor erwähnt, sind diese Kleinwagen nicht für beispielsweise Außendienstmitarbeiter konzipiert. Der Micra findet sein Klientel im Stadtverkehr. Das 1.0 Liter Aggregat arbeitet leider ohne Start-Stopp-System, erzielt aber dennoch beachtlich gute Verbrauchswerte von kombinierten 4,6 Litern. Dabei spricht der damit verbundene Kohlendioxidwert von 103 Gramm pro Kilometer für sich. Wie seine bereits auf dem Markt erhältlichen 0,9 Liter Benzin- und 1,5 Liter Diesel-Motoren erfüllt auch der 1,0 Liter Benziner die Abgasnorm von 6b.

Fahrzeug für jede Freizeitgestaltung.

Nicht nur für Downsizer, sondern auch für Fahreinsteiger gedacht, möchte Nissan die Bedürfnisse seiner Kunden mit Ausstattungsmerkmalen wie einer Berganfahrhilfe, Licht- und Regensensor, Sitzheizung, dem neuen Infotainment-System mit Smartphone-Anbindung „Nissan Connect“ und dem BOSE Personal® Premium Audiosystem gerecht werden. Hinzu kommen zwei zusätzlich überarbeitete und ansprechende Interieurs in Bi-Color mit Klavierlack-Applikationen in verschiedenen Farben und ein Sportlenkrad.

Starker Auftritt. nicht nur am Namenszug.

Einstieg unter 13.000 Euro

Die Ausstattungsvariante „Visia“ dient allen Motorisierungen als Basis, so auch dem 1.0 Liter Sauger. Die Liste der Features ist lang und erfüllt den Anspruch an ein“komplettes“ Auto. Seinen Einstieg startet der Micra bei 12.990 Euro. Was bei den vorangegangenen Motorisierungen bei den technisch aufwendigen „N-Connecta“ und der luxuriösen „Tekna“ Variante gipfelte, endet bei dem Einstiegaggregat bereits bei der Ausstattungslinie „Acenta“. Die Aufpreispolitik von Nissan liegt auf einem moderaten Level. Von der Ausstattungsversion „Visia“ zu „Visia Plus“ erheben die Japaner einen Aufpreis von 1.600 Euro. Die nächste Stufe zur Variante „Acenta“ ist mit 1.400 Euro zu erwerben. Um eine Individualisierung zu gewährleisten, bietet Nissan einige Sonderpakete an, die das Fahrzeug aufwerten.

Dienst als Downgrade oder Zweitwagen.
  1. Fazit: Nissan bietet seinen Kunden auch mit der 5. Generation des Micra ein im Trend liegendes Stadtauto an. Sowohl das Außendesign als auch die Funktionalität und erst recht seine Technik unter der Haube machen den kleinen Japaner zu einer der ersten Kaufoptionen.
Dreizylinder mit Zug am Gas.

Das motorseitige Update des Nissan Micra ist die gelungene Alternative für einen Kleinwagen. Ein MUSS als Downgrade nach dem Job oder Zweitwagen für die Familie. 

Text: Stefan Beckmann, Beitragsbild: Hersteller Bild: Stefan Beckmann

Test: Nissan X-Trail

Seit 2014 fährt der Nissan X-Trail in der 3. Generation für den japanischen Autohersteller und dies als meistverkauftes Fahrzeug der Marke überhaupt. Zur Modellpflege 2017 bietet Nissan einen neuen Powerdiesel mit 2 Liter Hubraum zur Ergänzung des 1.6 Liter Diesel. Als zusätzliches Kaufargument soll darüber hinaus die Ausstattungslinie „N-Connecta“ dienen, um den SUV weiter auf Dauerbrennerkurs zu halten. Der X-Trail pass…

Weltpremiere am Comer See: Der neue VW T-Roc !

Der T-Roc für die nächste SUV Attacke

Innerhalb den nächsten Jahren sollen insgesamt 19 SUVs auf dieser Welt die beiden Buchstaben im Markenlogo präsentieren, die aus Wolfsburg kommen. Nach dem Tiguan, Tiguan Allspace (Tiguan mit verlängertem Radstand) sowie Atlas/Teramont schicken die Wolfsburger nun den T-Roc um die Welt. Nach dem nicht nur hier zu Lande das SUV und Crossover Segment bis auf ein Drittel Marktanteil boomt, verspricht sich VW einen großen Anteil des Kuchens für sich zu beanspruchen. Den schmalen Kühlergrill von seinen großen Brüdern übernommen, zeigt sich der T-Roc mit weit nach unten gezogener Motorhaube, eingepassten aggressiven Scheinwerfern, die nach dem vorderen Radkasten mit einer Sicke starten. Seine Außenmaße mit einer Gesamtlänge von 4.234 mm, einer Breite von 1.819 mm und einer Höhe von 1.573 mm lassen den kleinsten SUV, der im portugiesischen Werk Setúbal (bei Lissabon) produziert werden soll, im Kompakt SUV Segment ganz groß erscheinen. Unterstützung fanden die Ingenieure im bereits im Konzern bekannten Modularen Querbaukasten (MQB), der unter anderem im neuen Polo seine Anwendung findet. Sind die äußeren Proportionen nicht groß geraten, lassen seine „inneren Werte“ aufhorchen. Ganze 445 Liter Gepäck nimmt der vollbestuhlte Klein-SUV auf. Um der digitalen Welt gerecht zu werden, wird der T-Roc serienmäßig mit einem 6,5-Zoll Touchscreen ausgestattet. Optional kommen außerdem ein glasüberbautes 8,0-Zoll Display zum Einsatz, das außer dem Infotainmentsystem auch dem Navigationssystem Platz zur Darbietung lässt. Die im Trend liegenden und im Konzern genutzten Fahrerassistenzsysteme halten im T-Roc ebenfalls Einzug. Das Gesamtpaket des Neuen aus Wolfsburg soll in der 20.000-Euro-Klasse platziert werden.

VW T-Roc – kleiner SUV, ganz groß.

Volkswagen T-Roc, digitalisierter SUV ?

Cernobbio (Italien), Villa Erba, rund 50 Kilometer vom Flughafen Malpensa Mailand am schönen Comer See gelegen. Volkswagen präsentiert seinen neuen Kompakt SUV rund dreihundertfünfzig geladenen Medienvertretern. Spannend für die Verantwortlichen, denn es ist auch für Volkswagen ein Neueinstieg in für sie neues Terrain. Zielgruppen- Ansprache ist nicht, wie üblich bei SUVs, nur der erfahrene Fahrer. Mit dem T-Roc sollen gleichermaßen auch die jungen und unerfahrenen Fahrer begeistert werden. Dazu gehören ein Maß von Funktionalität, Sportlichkeit und peppigem Design, das der T-Roc auf den Laufsteg der Eventlocation der Villa Erba vertreten muss. Der erste Eindruck bringt genau diese Themen rüber. Zusätzlich vertritt der kleine SUV die Philosophie der Digitalisierung aus dem Hause Volkswagen. Der T-Roc wird generell optional mit der von VW neuen Generation des „Active Info Display“ bestellbar sein. Dahinter verbergen sich ein 8,0-Zoll Touch Screen in der Mitte des Armaturenbretts sowie die volldigitale Instrumententafel hinter dem Lenkrad. Seinen Verkaufsstart wird der kleine VW nach der IAA in Frankfurt dieses Jahr ankündigen. Die dynamischen Tests beginnen zeitnah bereits im September. Der verbindliche Einstiegspreis bleibt weiterhin noch offen, soll aber im 20.000 Euro Bereich liegen. Durch die versprochene Digitalisierung und den Einsatz von Fahrerassistenzsystemen vermuten wir Endpreise jenseits der 30.000 Euro Marke.

Gehört in die 20.000-Euro-Klasse.
Volkswagen im SUV-Fieber.

Wolfsburg hält auch mit dem T-Roc am Diesel fest

Mit drei Benzinern (1.0 TSI, 1.5 TSI und 2.0 TSI) und zwei Diesel Aggregaten mit 3 Leistungsstufen (1.6 TSI und 2.0 TSI) kommt der neue T-Roc recht aufgeräumt daher. Alle Motoren erfüllen die neuesten Abgasemissionen und sind serienmäßig mit einem Start-Stopp-System ausgestattet. Dass die „Spritschraube“ nach unten gedreht wird, ist ein Grundversprechen des deutschen Konzern. In Kombination kommen sowohl ein 6-Gang-Schaltgetriebe als auch ein 7-Stufen-DSG-Getriebe zum Einsatz. Bei den Dieselaggregaten wird Volkswagen mit den eingesetzten SCR-Katalysatoren Nachhaltigkeit demonstrieren. Wer seine Fahrkünste im Gelände auch mit einem Frontantrieb bewältigen will, kann dies bei den Benzinern mit einem 1.0 TDI und 1.5 TDI oder bei den Diesel Motoren mit einem 1.6 TDI und 2.0 TDI unter Beweis stellen. Seine Top Motorisierung stellt der T-Roc mit einem 2.0 TDI Diesel bei einer Nennleistung von 140 kW (190 PS) und 400 Newtonmeter zur Verfügung.

T-Roc mit Benzin- und Diesel Aggregaten.

Fazit: Ob der neue T-Roc wie seine SUV Kollegen aus dem Hause Volkswagen ein Verkaufsschlager wird, kann er ab Ende des Jahres unter Beweis stellen. Seine Eckdaten und Aussehen sind jedoch vielversprechend.

Text: Stefan Beckmann

Bild: Stefan Beckmann, Studio-AUTOmativ.de (Danke Benne) und Hersteller (Volkswagen AG)

Test: Subaru XV

Als weltgrößter Allrad-PKW-Hersteller zeigt Subaru seit Anfang 2012 Flagge im Segment der Kompakt SUVs. Marktforschungen der Japaner zufolge schätzen Kunden die typischen Vorteile der SUV Fahrzeugklasse, entscheiden sich aber gern für eine preislich niedrigere Einstiegslösung. Der XV dient dem japanischen Autobauer im Wettbewerb zum  Toyota RAV4, Nissan Qashqai und Volkswagen Tiguan. Äußerlich als Impreza der vierten Generation wahrnehmbar, teilt er sich di…

Test: Alfa Romeo Giulia

Fahrzeuge aus dem Hause Alfa Romeo haben auch im 21. Jahrhundert immer etwas mit Tradition zu tun. So bietet der Autobauer aus Turin seit mehr als fünf Jahrzehnten die Giulia als Repräsentantin der Kompaktklasse an. Mit der 2016er Limousine erweiterte FCA Alfa Romeo das Portfolio der Kompakten über die Karosserievarianten Viertürer, Coupé, Cabriolet und zahlreicher Sondermodelle hinaus. Mit der neuen Giulia verbindet FCA filigrane italienische Autobauerkunst und Technologie, die im Trend liegt…

Test: Infiniti Q50

Die 1989 gegründete Luxusmarke des japanischen Autobauers Nissan Motor Co., Ltd. sollte zunächst in den Vereinigten Staaten und Kanada für ein Imagebewusstsein der Marke stehen. Nach getaner Arbeit weitete Nissan das Engagement ab 2008 unter anderem auf Europa aus. Mittlerweile drängt INFINITI mit seinen Modellen Q30, Q50, Q60 und Q70 sowie den analog dazu passenden QX Modellen sehr stark au…

Technik von morgen: Audi TechDays Antriebskonzept

Ausblick einer Marke in Sachen Antrieb

Richtungsweisende Antriebe

Dass Audi sich mit dem weltweiten Werbeslogan „Vorsprung durch Technik“ verpflichtet hat, wissen alle Beteiligten. Der Kunde erwartet es und die Verantwortlichen in Ingolstadt sind sich ihrer Pflicht bewusst. Nach den jüngsten Ereignissen rund um den Diesel und letztendlich um den Ottomotor stellt der Automobilhersteller aus Oberbayern die Weichen für die nächsten Jahre. Dabei geht es nicht darum, beide Antriebe verschwinden zu lassen. Im Gegenteil, sowohl der Benziner als auch der weltweit viel verschmähte Diesel werden modifiziert und eingebunden. Hierzu holte sich Audi Hilfe von externer Stelle. Dr. Nikolai Ardey, langjähriger Ingenieur beim Mitbewerber aus München, startete am 01.01.2017 das Projekt „Effizienz und Fahrspaß“ in Ingolstadt. Weltweit  arbeiten insgesamt 2.500 Mitarbeiter in den Entwicklungszentren von Audi. Teile des Projekts sind die Weiterentwicklung der traditionsreichen V-Motoren-Strategie, Audis g-tron-Modelle mit Audi e-gas, die Mild-Hybrid-Technologie sowie das Umsetzen neuer Prüfzyklen und Abgasvorschriften. Die im Trend liegende E-Mobilität soll darüber hinaus nicht zu kurz kommen. Erklärtes Ziel im Hause Audi: bis 2025 möchten die Ingolstädter einen Mix aus 1/3 E-Motoren und 2/3 konventionellen Motoren anbieten. Ambitionierte Ziele, die nicht nur bei Kunden in Deutschland Anklang finden. Ihre ersten Ergebnisse zeigten uns die Oberbayern Ende Mai diesen Jahres in einzelnen Workshops und in kleinen Fahrvorstellungen rund um den Flughafen der bayrischen Landeshauptstadt.

Audi A5 Sportback G-Tron.

V-Motoren: Technologie in Kooperation

Seit nunmehr 30 Jahren steht Audi in der Entwicklung der V-Motoren. Den Anfang machte 1988 der 3,6 Liter Achtzylinder im V8. Zwei Jahre später folgte ein 2,8-Liter-V6 im Audi 100. Nach einigen weiteren Schritten setzten die Ingolstädter Ingenieure V6- und V8-Motoren in allen Modellen ein, die auf dem Modularen Längsbaukasten basieren, also in den Baureihen Audi A4, A5, A6, A8 sowie Q5 und Q7. Die V6-Aggregate – Diesel und Ottomotoren – nutzen ihre Kraft aus 3,0 Liter Hubraum, bei den V8-Motoren sind es 4,0 Liter. Die Leistungsspanne reicht von 160 kW (218 PS) bis 445 kW (605 PS). Um die Entwicklungskosten  zu minimieren, ging Audi mit Beginn des letzten Jahrzehnts eine Sinn bringende Kooperation mit der Luxusmarke aus dem eigenem Konzern ein. Porsche unterstützt im gemeinsamen Projekthaus die Ingolstädter beim V8-Aggregat. Im Gegenzug bietet Audi dem Autobauer aus Zuffenhausen Kompetenz und Know-how des V6-Aggregats. Aktueller Stand beider Antriebe sind der V8 im Porsche Panamera und der V6 in der neuen Generation des Audi A8, der pünktlich dieses Jahr zur Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt kommen wird. Den nächsten Schritt im Blick, eignen sich beide Aggregate für eine Hybridisierung auf 12-Volt- und 48-Volt-Basis.

3,0 Liter TFSI Aggregat.

Zwischenschritt mit Elektromotor – Mild Hybrid 

Am Ziel angekommen, fahren nicht nur die Ingenieure des Autobauers rein elektrisch. Bis dorthin wird es noch die eine oder andere Entwicklungsstufe geben. Eine davon ist die nicht mehr ganz so neue, aber effektive Hybridtechnologie. Was ein japanische Autobauer bereits vor der Jahrtausendwende seinen Kunden anbot, will Audi ab Mitte diesen Jahres veredelt in der nächsten Generation seiner Luxuslimousine A8 weiterführen. Im sogenannten Mild-Hybrid (MHEV, Mild Hybrid Electric Vehicle) arbeitet künftig ein 48-Volt-Netz an Bord. In Japan längst als überteuert abgetan, ist das Konzept für Audi scheinbar kein Problem, denn der Hybrid eignet sich laut Dr. Nikolai Ardey sowohl für Benzin- als auch Dieselmotoren. Erste Tests ergaben die Senkung des Verbrauchs beim V6-Benziner unter Berücksichtigung des Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ) von bis zu 0,7 Liter pro 100 Kilometer. Im Gegensatz zu anderen, konventionellen Technologien steigern die MHEV-Antriebe sogar den Komfort, weil sie lautloses Segeln in größeren Geschwindigkeitsbereichen bis zu 160 km/h ermöglichen.

Antriebsstrang mit Elektromotor

Die generelle Arbeitsweise eines Mild-Hybrid ist so simpel wie einfach konzipiert. Elektro- und Verbrennungsmotor sitzen auf einer Kurbelwelle. Das Elektroaggregat unterstützt die „alltägliche“ Arbeit eines Motors. Starten, Boosten und Rekuperieren. Doch Audi wäre nicht Audi, wenn den Ingenieuren dort nicht noch eine Verfeinerung einfallen würde. Das Audi-System setzt sich aus den beiden Bausteinen wassergekühlter Riemen-Starter-Generator (RSG) und Lithium-Ionen-Batterie mit 10h Ladungsträgerkapazität und 48-Volt-Spannungslage zusammen. Der an der Stirnseite des Motors liegende Generator wird mit einem Keilrippenriemen mit der Kurbelwelle verbunden. Damit bringt es der RSG auf bis zu 12 kW Rekuperationsleistung sowie 60 Newtonmeter Drehmoment. Das bislang eingesetzte 12-Volt-Netz ist über einen DC/DC-Wandler an das Hauptbordnetz mit 48-Volt-Spannung gekoppelt. Der im Gepäckraum liegende Lithium-Ionen-Akku hat etwa das Format einer großen Bleibatterie und wird per Luftkühlung permanent gekühlt. Das mit dem Mild-Hybrid einhergehende „Segeln“ war bislang nur mit niedrigen Geschwindigkeiten zu schaffen. Mit der erhöhten Spannung des Bordnetztes erlaubt es nun dem Fahrer zwischen 30 und 160 km/h vom Gas zu gehen, damit das Fahrzeug  bis zu 45 Sekunden mit komplett ausgeschaltetem Motor „rollen“ kann. Beim Segeln mit niedrigem Tempo beginnt die Start-Stopp-Phase schon ab 22 km/h.

MildHybrid mit 48 Volt

Dass die MEHV-Technologie eben nur ein Schritt bleibt, bewies Audi bereits zum diesjährigen Genfer Autosalon. Unter dem Motto „Elektrisch rollen, kraftvoll boosten“ wurde der Q8 Sport concept vorgestellt. Der dort genutzte Startgenerator soll 20 kW und 170 Newtonmeter abgeben. Die stärkere Energieleistung bei der Rekuperation des Systems bringen dem 3.0 TFSI Aggregat in Kombination beim Boost eine Kraftübertragung von bis zu 700 Newtonmeter Drehmoment. Das Showcar beschleunigt mit 350 kW (476 PS) Systemleistung in 4,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h und weiter bis 275 km/h Höchstgeschwindigkeit. Das MHEV-System soll den Verbrauch der Konzeptstudie um etwa einen Liter pro 100 Kilometer senken. Das verspricht zumindest viel Fahrspaß und Souveränität.

Energiewende groß geschrieben 

Auf der Suche nach alternativen Antrieben ist Audi mit seiner Entwicklung 2013 bei den Brennstoffen Erdgas (CNG – compressed natural gas) und dem Konzern internen Audi e-gas (ein synthetisch hergestellter Brennstoff) abgebogen. Die Ingolstädter Ingenieure versprechen sich hierbei eine nahezu CO2-neutrale Mobilität. Eingestiegen mit dem A3 Sportback g-tron (kombinierter Verbrauch  von bis zu 3,6 CNG) folgen im Frühsommer 2017 der A4 Avant und A5 Sportback. Beide Modelle sollen den CNG-Verbrauch von 4,5 nicht überschreiten. Im A5 Sportback wird ein weiterentwickeltes 2.0 TFSI-Aggregat arbeiten, das mit speziell für eine optimale Verdichtung angepassten Kolben und Ventilen bestückt ist. Die Leistung des Motors liegt bei 125 kW (170 PS) und 270 Newtonmetern. Der A4 Avant arbeitet zukünftig mit gleichem Motor im CNG-Betrieb. Sein 2.0-TFSI-Motor beschleunigt das ausschließlich mit einem S-tronic-Getriebe kombinierte Fahrzeug von 0 auf 100 km/h in 8,4 Sekunden bei einer Höchstgeschwindigkeit von satten 221 km/h. Von den Beschleunigungs- und Höchstgeschwindigkeitswerten konnten wir uns rund um den Münchner Flughafen Ende Mai diesen Jahres überzeugen. Dabei fällt uns positiv auf, dass die ursprünglichen knurrigen Motorgeräusche beim CNG-Betrieb denen eines konventionellen Benzinaggregats gewichen sind. Trotz des Fahrspaßes in beiden Audimodellen ist die Effizienz nicht auf der Strecke geblieben. Im Vergleich zum Benzin entsteht bei der Verbrennung von Erdgas rund 25 % weniger CO2.

Audi A4 G-Tron

Beim Betrieb mit dem nachhaltigen Audi e-gas, das chemisch mit Erdgas identisch ist, geht der Automobilhersteller aus Oberbayern einen weiteren Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. Der Kraftstoff entsteht mithilfe von Ökostrom aus Wasser und Kohlendioxid oder auch aus Reststoffen, wie zum Beispiel Stroh und Grünschnitt. Um den Kunden diese Alternative „schmackhaft“ zu machen, bietet Audi diesen Kraftstoff seinen Kunden für drei Jahre serienmäßig an. Der Kunde tankt sein g-tron-Fahrzeug an jeder beliebigen CNG-Tankstelle und bezahlt dafür den regulären Preis. Audi sichert damit die entsprechende CO2-Reduktion, indem das Unternehmen die berechnete Menge in Form von Audi e-gas wieder ins allgemeine Erdgasnetz einspeist. Dies geschieht automatisch auf Basis von Erhebungen und Servicedaten der g-tron Autos. Der TÜV Süd wird dabei das Verfahren überwachen und zertifizieren. Die g-tron-Kunden erhalten außerdem hierfür eine Zertifizierung.

Power-to-Gas-Anlage von Audi

Eine Audi eigene Power-to-Gas-Anlage steht unter anderem in Werlte (Emsland, Niedersachsen). Die ebenfalls 2013 in Betrieb genommene Anlage erzeugt pro Jahr bis zu 1.000 Tonnen e-gas, das insgesamt 2.800 Tonnen CO2 bindet. Mit dieser Menge sollen rund 1.500 Audi g-tron-Fahrzeuge je 15.000 Kilometer im Jahr annähernd CO2-neutral fahren. Bei Audi verspricht man sich die reibungslose Umwandlung von Strom in Treibstoff. Überschüsse an erneuerbaren Energien sollen so langfristig speicherbar sein. Nach Werlte werden neue Kooperationspartner gebunden. Die Thüga-Gruppe und Viessmann GmbH sind die nächsten Partner. Anfang Mai diesen Jahres haben der Mutter-Konzern, Tankstellen-Betreiber und Gasnetzanbieter eine gemeinsame Absichtserklärung bekannt gegeben, weiter an der CNG-Mobilität festzuhalten. Zielsetzung ist der Einsatz von einer Millionen CNG-Fahrzeugen Marken übergreifend bis 2025 auf die Straße zu bringen. 2.000 Tankstellen bundesweit sollen das Vorhaben bis dorthin unterstützen. Der Ausbau auf europäischer Ebene wird nicht außer Acht gelassen.

Globales Prüf- und Abgasprozedere

Der seit nunmehr mehr als 20 Jahren bestehende Europäische Fahrzyklus (NEFZ) zur Ermittlung von Verbrauchs- und Emissionswerten erfährt nicht zuletzt aus den Ereignissen der jüngsten Vergangenheit eine Wachablösung. Er wird ab September 2017 durch das WLTP (Worldwide Harmonized Light Duty Test Procedure) abgelöst. Das globale Verfahren soll mehr realitätsnähere Daten abbilden und den geänderten Verkehrs- und Fahrbedingungen in Europa Gerecht werden. Um den neuen Standards, wie zum Beispiel der neuen Abgasnorm 6c, Rechnung zu tragen, werden zusätzliche Emissionsmessungen notwendig. Unterstützend wird dabei die Messung im laufenden Straßenverkehr (RDE – Real Driving Emissions) vorgeschrieben.

Dass zu einem einheitlichen Testverfahren für PKW und leichter Nutzfahrzeuge führende WLTP wird von Audi ab dem 01. September 2017 verwendet. Bindender Einsatzzeitpunkt für alle Automobilhersteller ist der 01. Januar 2019. Bis dorthin wird für den Kunden weiterhin der NEFZ-Wert die Besteuerungsgrundlage bleiben. Der wesentlich dynamischere WLTP-Wert weist gegenüber dem NEFZ mehr Beschleunigungs- und Bremsvorgänge auf. Er enthält vier Phasen: bis 60, 80, 100 und 130 km/h. Somit werden unterschiedliche Fahrsituationen – vom Innenstadtverkehr bis zur Autobahnfahrt abgebildet. Der WLTP, wie auch schon der NEFZ, wird nach wie vor auf dem Rollenprüfstand ermittelt. Die neue Höchstgeschwindigkeit liegt um 10 km/h höher als der NEFZ auf nunmehr 131 km/h. Zudem übertrifft der neue Testzyklus den alten sowohl bei der Dauer (30 Minuten) als auch bei der Durchschnittsgeschwindigkeit (46,6 km/h). Die Streckenlänge auf dem Rollenprüfstand entspricht rund 23 Kilometer statt bisher 11 Kilometer.

SQ5 mit viel Power und Innovation.

Fazit: Mit neuen Ideen und Innovationen erfindet sich der Autobauer aus Ingolstadt immer wieder neu und das ganz im Dienste seiner Kunden. Dass dies unter Berücksichtigung der Umwelt passiert, ist einmal mehr aller Ehren wert.

Text: Stefan Beckmann, Titelbild: Hersteller, Bild: Stefan Beckmann und Hersteller

Erste Fahrten: 60 Jahre Fiat 500

Die Fiat 500 Familie im Fahrbericht

Alter schützt vor Lifestyle nicht

Will man die Charakteristik eines A-Segment-Fahrzeugs oder neudeutsch „City-Car“ beschreiben, gibt es hierfür nur ein Wort und eine Zahl: FIAT 500. Der bereits seit 1957 in den Bestellbüchern des Turiner Autobauers gelistete Kleinwagen beging am 04. Juli diesen Jahres sein historisches 60-jähriges Jubiläum. Immer wieder mit unterschiedlichen Antrieben und Konzepten modifiziert, machte Fiat 2007 einen Schnitt und vermarktet den Kleinen aus Italien als neuen Fiat 500. Als eines der „Weltfahrzeuge“ verkauft sich der 500er in über 100 Ländern dieser Erde und markierte bereits die 2.000.000 Marke der Verkaufszahlen. Nimmt man die verkauften Einheiten seiner älteren Modelle, kommt die Marke Fiat auf etwas mehr als 6 Million Fahrzeuge, die die unterschiedlichen Produktionsstätten verlassen haben. Hauptabnehmer in Europa ist der deutsche Markt. Hier verkaufte sich der neue Fiat Cinquecento seit 2007 inklusive seiner „Brüder“ 500X und 500L rund 200.000 mal. Mit einigen Sondermodellen, unter anderem beim großen 500L mit den Linien „Urban“, „Cross“ und „Wagon“, will Fiat diese Erfolgsgeschichte weiterschreiben.

Kleiner Lifestyler aus Italien mit und ohne Verdeck.

Generell stehen italienische Marken für Lifestyle und Dolce Vita. Der Italiener gilt als sehr modebewußt und detailverliebt. Demnach konzipierten und produzierten die Turiner Autobauer 1957 als Nachfolger eines ihrer von 1936 – 1955 verkauften Fahrzeuge, dem Fiat 500 „Topolino“, den Fiat 500 „Nuova“. Die viersitzige „Knutschkugel“ begeistert heute wie damals mit ihrem Charme der „Sixties“. So richtet sich auch die diesjährige Kampagne des Konzerns aus und verpackt dies in einen Werbefilm mit Adrian Brody, wie schon zum Sondermodell des 500 Riva. Der Oscar-Preisträger fühlt sich in die Zeit der 60iger Jahre zurückversetzt. An Details aus Chrom in Kombination mit Komfort Features der heutigen Zeit wird dort nicht gespart. So definiert sich der kleine Italiener seit seinem Produktionsstart. Aufgepeppt mit immer wieder neuen Accessoires und Farben für das Interieur und Exterieur. Nach dem „Reset“ im Jahr 2007 findet der Fiat 500 immer wieder neue Kooperationspartner aus der Mode oder anderer branchenfremder Industrie. Das waren in den vergangen Jahren unter anderem die Modelabel „Gucci“ und „Diesel“. Seit letztem Jahr bedient man sich der Designelemente aus dem Bootsbau. Mit dem „RIVA“ verbinden beide Firmen die Eleganz und die Sportlichkeit ihrer Unternehmen. Für einen kleinen Rückblick auf die Feierlichkeiten und natürlich einen Ausblick in die Zukunft sowie kurze Testfahrten lud der FCA Konzern in die bayrische Landeshauptstadt München ein.

Dolce Vita mit dem Fiat 500.

Fahrzeug mit Anpassungspotential

Wirken Exterieur und Interieur permanent erneuert, so passt man die Komfortpunkte wie Fahrerassiatenzsysteme oder Konnektivität über Apple CarPlay oder Android Auto dem Mainstream an. Für den Kunden ist optional das Fiat bekannte System UnconnectTM Link wählbar, das mittels eines Touchscreen mit sieben Zoll Bildschirmdiagonale gesteuert wird. Dort sind die Smartphone Anbindungen für Apple und Android Gerät integriert. Das Navigationssystem kann dann weiter eingebunden werden. Die Sicherheitsfeatures beschränken sich auf das City-Notbremssystem, den Spurhalteassistenten mit aktiver Lenkunterstützung sowie den Totwinkel-Assistenten. Bei der Motorenpalette wird die Qual der Wahl nicht allzu groß, denn mit insgesamt drei Aggregaten stellt sich der kleine 500er puristisch auf. Zwei Benziner mit 1.2 Liter und 51 kW (68 PS) und 0,9 Liter mit 63 kW (84 PS) und 77 kW (105 PS) sowie der 1,3 Liter Diesel mit 70 kW (95 PS) stehen dem Jubilar sowohl in Verbindung mit einem Start&Stopp-System und Fünf-Gang-Schaltgetriebe als auch mit einem Automatikgetriebe zur Verfügung. Bei so viel italienischem Lifestyle ist mehr Motor auch nicht nötig.

Großer Bruder 500L.

Fiat 500 mit bis zu sieben Sitzen

Anders als der kleine Bruder kommt der große 500L daher. Fünf Jahren nach seiner Premiere wird er nun runderneuert auf den Markt geschickt. Gestreckt und gezogen bietet der 500L eine optimale Raumnutzung mit zweckmäßiger Funktionalität für kleine und große Familien. Im Vergleich zum Vorgänger wollen Fiats Ingenieure 40 Prozent aller Bauteile erneuert haben. Rein optisch reicht uns dies leider nur zu einem Facelift. Dennoch selektieren die Italiener ihren „Großen“ nun in drei Charakteristika mit den Zusätzen „Urban“, „Cross“ und „Wagon“. Der „Urban“ soll Kunden bedienen, die das Fahrzeug ausschließlich für den Verkehr in der Stadt nutzen wollen. Für Kunden, die auch mal abseits der Straße unterwegs sein wollen, kann der „Cross“ genutzt werden. Ausgestattet mit einem Unterfahrschutz vorne und hinten und Flankenschutz bei 25 Millimeter erhöhter Bodenfreiheit ist er auch für die Schotterpiste bestens geeignet. Die Großfamilie mit bis zu sieben Mitgliedern würde dann gerade richtig passen für die letzte Variante des 500L, dem „Wagon“. Das eindeutige Plus aller drei Varianten liegt zweifelsohne in der Kapazität ihres Kofferraumes. Während „Urban“ und „Cross“ als ausschließliche Fünfsitzer bei voller Bestuhlung noch 455 Liter fassen, nimmt der „Wagon“ bis zur zweiten Sitzreihe sogar noch 638 Liter auf. Mit der dritten Sitzreihe sind es dennoch 415 Liter. Fallen die Rücksitze, laden die Fünftürer 1.480 Liter zu und der Siebensitzer satte 1.784 Liter. Wie seine Brüder der 500er Familie ist auch der 500L mit zeitgemäßen Konnektivitäts Systemen sowie den Fahrerassistenzsystemen ausgestattet.

Aus eins mach`drei – 500L Urban, Cross und Wagon.

Von Benzin bis Erdgas

Seine Motorenpalette spannt der 500L unter der Emissionsnorm Euro 6. Sie umfasst zwei Benziner mit drei Leistungsstufen sowie zwei Turbo Diesel mit je einer Leistungsstufe. Die Benziner stehen in der Liste mit einem 1.4 Liter Aggregat, das als Sauger 70 kW (95 PS) und als T-Jet 88 kW (120 PS) auf die Kurbelwelle bringt. Der 0,9 Liter TwinAir Turbo produziert hingegen ganze 77 kW (105 PS). Das Dieselangebot rundet das Motorenportfolio mit dem 1,3 Liter MultiJet bei 70 kW (95 PS) und dem 1,6 Liter MultiJet bei 88 kW (120 PS) im vollen Maße ab. Optional kann der 1,3 Liter MultiJet mit einem automatisierten Dualogic-Getriebe ausgestattet werden. Darüber hinaus ist ein bivalentes Triebwerk verfügbar. Der TwinAir-Zweizylinderturbo kann wahlweise mit Benzin und dem effizienten Erdgas (CNG) ausgerüstet werden. Im CNG-Betrieb beträgt die Gesamt-Leistung 59 kW (80 PS).

Der 500L kann auch abseits der Straße.

Start unter 13.000 Euro

Die Preisgestaltung aus Turin gestaltet sich generell sehr moderat. Startet der kleine 500 mit der Ausstattung „POP“ bei 12.590 Euro, bekommt man den sehr bullig wirkenden 500X mit der Variante „POP“ bereits bei 16.290 Euro. Den Start beim 500L macht die Variante „POPSTAR“ mit einem Einstieg bei 16.490 Euro. Die Basisversionen aller drei Varianten des 500er sind bereits ohne Kompromisse ausgerüstet. Über die mittlere Ausstattungslinie „POP STAR“, dessen Preise bei 13.490 Euro, 18.590 Euro (beim 500X) und 17.990 Euro (beim 500L) einige Features mehr auflistet, enden die Topvarianten mit einem Rund-um-Sorglos-Paket. Das resultiert beim 500 in der Linie „LOUNGE“ bei 15.100 Euro und 20.890 Euro beim 500X, sowie 18.490 Euro beim 500L.

Sieht gar nicht aus wie 60 Jahre.

Fazit: Die 500er Familie scheint mit ihren verschiedenen Derivaten jeden Kunden bedienen zu können. Dabei kommen sowohl Raumvolumen, Nutzwert und vor allen Dingen der italienische Lifestyle nicht zu kurz. Nach gut 60 Jahren wird die Erfolgsgeschichte des kleinen großen Italieners bei gleichem Design in jedem Fall weitergehen.

Text: Stefan Beckmann, Beitragsbild: Hersteller Bild: Stefan Beckmann

Erste Fahrten: Nissan Qashqai und X-Trail

Nissan Qashqai und X-Trail im Fahrbericht

Yin und Yang SUV auf japanisch

Seine beiden SUV und Crossover will Nissan auf Erfolgskurs halten und frischt sie nochmals mit mehr Ausstattung auf. Dabei ist der Qashqai nach gut 10 Jahren noch in seiner 2. Generation und der X-Trail nach bereits 16 Jahren in der 3. Generation. Mit ihren Einsatzgebieten decken sie eine große Bandbreite der Kundenwünsche ab und sind so nicht unbegründet für den japanischen Autobauer die Bestseller im Portfolio. Mit seinen gerade für den Stadtverkehr perfekten Maßen als Crossover fand der Qashqai bislang seine Kundschaft bei den Fahrern, die den urbanen Verkehr nutzen. Der X-Trail bediente bislang die Fahrer, die sich auch mal in unwegsame Gebiete getraut haben. Diese Aufteilung möchten die Verantwortlichen von Nissan klar beibehalten. Mit ihren Vorbereitungen zum autonomen Fahren und komfortabler Ausstattung greifen sie jedoch nach den jüngeren Kunden, die sowohl das Angebot von Extrem-Aktivitäten nutzen als auch im Begriff sind, eine Familie zu gründen. Für den Marktstart beider Modelle bietet sich der 19. September 2017 als Tag der offenen Tür in den Autohäusern an. Der Crossover Qashqai startet bei 20.490 Euro und der SUV X-Trail bei 25.440 Euro.

Nissan Qashqai – Verkaufsschlager der letzten 10 Jahre.

Nicht nur als eines der erfolgreichstes Fahrzeuge der Japaner der letzten 10 Jahre, sondern auch als erfolgreichstes Fahrzeug in seinem Segment feiert Nissan seinen Crossover. Dabei erzielte er knapp zehn Jahre nach seiner Einführung auf dem europäischen Markt im März diesen Jahres mit 33.000 verkauften Einheiten immer noch das beste Monatsergebnis des japanischen Automobilherstellers europaweit. Damit das so bleibt, wird er noch mal richtig aufgefrischt und erhält in vier Bereichen eine Aufbesserung. Nissan konzentriert sich beim Qashqai auf die Thematik Außendesign, höhere Qualität im Innenraum, verbesserte Fahrleistungen und die von den Verantwortlichen angekündigte Intelligent Mobility Technologie, die für mehr Komfort und Sicherheit sorgen soll. Das für Nissan meistverkaufte Fahrzeug, der X-Trail, sprengt gemäß den Vertriebsleuten der Europazentrale  alle Rekorde weltweit. Hinterlegt mit Zahlen, wird schnell klar, dass der geländefähige SUV das Verkaufs-Flaggschiff von Nissan seit seiner Einführung im Jahr 2000 ist. Der im Innenraumlayout als Fünf- und Siebensitzer produzierte X-Trail ging mehr als 3,7 Million mal in Kundenhände. Die aktuelle dritte Generation wurde 2014 auf den Markt geschickt und steht allein in Europa mit 115.000 Einheiten in den Auftragsbüchern der Japaner. Dass Nissan auch hier nicht locker lassen will, ist folgerichtig und präsentiert den X-Trail genau wie den Qashqai in vier Punkten verbessert. Um uns von beiden Fahrzeugen einen Überblick zu verschaffen, lud der japanische Autobauer ins wunderschöne Wien ein. An zwei Tagen durften wir uns von den angekündigten Verbesserungen überzeugen.

Nissan Qashqai – Vielseitig einsetzbar.

Allround tauglicher Crossover

Starten durften wir nach einem kurzen Briefing am Flughafen mit dem Qashqai. Im Außendesign immer wieder um Details verbessert, konzentrierten sich die Ingenieure und Designer tatsächlich um den Innenraum des Crossover. Auffällig sind der elektrisch verstellbare Fahrersitz, der mit einer Vier-Wege-Lendenwirbelstütze aufwartet. Das Einsteigen wird besonders für große Menschen erleichtert durch das bereits aus dem Micra bekannte Lenkrad, das mit seiner unten abgeflachten Form Unterstützungsarbeit leistet. Weiter besserte der japanische Autobauer insgesamt mit der Verarbeitung seiner modifizierten Materialien nach, die den Qashqai rein optisch und haptisch ab der Ausstattungslinie N-Connecta sehr erwachsen wirken lassen. Aufgrund permanenter Kundenbefragung wurden seine beiden angebotenen Infotainment-Systeme nochmals optimiert, was die Bedienung des Touchscreens und den Empfang betrifft. Seine Zielgruppen will Nissan mit dem Qashqai weiterhin unter den Singles, Paaren und Familien wissen. Bei einem großzügigen Platzangebot für bis zu fünf Personen bietet der Crossover immerhin noch 430 Liter Kofferraumvolumen. Flexibel zeigt er sich, wenn die Rücksitze im Verhältnis 60:40 umgeklappt werden können. Dann offeriert uns der Qashqai ganze 1.585 Liter, wobei sich der Kofferraumbereich mit optionalen flexiblen Trennwänden und Böden unterschiedlich darstellen kann. Unsere Fahrt führt uns über kleinere Stadtautobahn- und Landstraßenstrecken direkt zurück in die Innenstadt von Wien. Hier macht der Crossover einen klar souveränen und agilen Eindruck. Sein kleiner Wendekreis macht das Manövrieren in der Enge einer Stadt sehr einfach.

Effizienz bei 99 Gramm

Das Thema Antrieb präsentiert uns Nissan ab 99 g/km CO2 als neues effizientes Programm beim Motorenprogramm des Qashqai. Wie bisher sorgen zwei Diesel- und zwei Benzinmotoren im Portfolio des Crossover für den Vortrieb. Die Leistungsstufen der Aggregate liegen zwischen 81 kW (110 PS) und 120 kW (163 PS). Mit kampfbereiten 3,8 Liter Durchschnittsverbrauch bei 99 g/km CO2 Emission steht der 1,5 Liter Einstiegsdiesel in Verbindung mit Frontantrieb und einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe zur Verfügung. Sein großer Bruder, der 1,6 Liter Diesel, kommt mit 96 kW und 130 PS daher. Optional ist er auch mit einem Xtronic Automatikgetriebe erhältlich. Beide Benziner sind turboaufgeladene Aggregate. Der 1,2 Liter DIG T Turbo bringt 85 kW (115 PS) auf die Kurbelwelle und ist wahlweise mit einem Xtronic Getriebe verfügbar, während der 1,6 Liter Benziner mit 120 kW (163 PS) und einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe aufwartet.

Teilautonomes Fahren inbegriffen

Im Laufe der Veranstaltung wird von den Verantwortlichen von Nissan immer wieder vom teilautonomen Fahren mit dem von Nissan entwickelten ProPILOT Fahrsystem gesprochen, das im Frühjahr 2018 Einzug in die Fahrzeugflotte halten soll. Im Zuge dieser Nissan Intelligent Mobility Strategie lotet Nissan die Frage aus, wie die Autos der Zukunft gefahren und angetrieben werden und welche Rolle sie innerhalb der Gesellschaft spielen. Die Japaner wollen gerade im Qashqai nicht nur einen ersten großen Schritt in diese Richtung machen, sondern mit dem Crossover diese Technologie möglichst einem großen Kundenkreis zugänglich machen. Das ProPILOT System umfasst die Funktionen des Spurhalte-Assistenten, der intelligenten Geschwindigkeitsregelanlage und des Staupiloten. Summa summarum soll die Kombination im einspurigen Autobahnverkehr, im Kolonnenverkehr und in Staus die Steuerung von Lenkung, Beschleunigung und Bremsen übernehmen. Eine intuitive Bedienung vorausgesetzt, wird das System per Schalter am Lenkrad aktiviert und deaktiviert. Zu den weiteren Assistenzsystemen zählen der Querverkehrs-Warner, eine Verkehrszeichenerkennung, eine Müdigkeitserkennung, ein Einpark-Assistent, der Around View Monitor für 360-Grad-Rundumsicht sowie ein Spurhalte-Assistent.

Nicht zu aufdringliches Interieur.

Zusätzliche Ausstattungslinie „N-CONNECTA“

Der Einstiegspreis beim Qashqai beginnt in der Basisausstattung „VISIA“ bei 20.490 Euro. Das nächste Ausstattungsprogramm „ACENTA“ erhält der Kunde schon mit Aufpreis von 3.000 Euro. Beide Ausstattungslisten sind bereits üppig besetzt, doch Nissan legt mit der Variante „N-CONNECTA“ noch eine Schippe drauf. Hier liegt der Aufpreis bei 4.000 Euro im Vergleich zum ACENTA. Die Top Variante – das Rund-um-Sorglos-Paket – lässt dann zwar kaum noch ein Wunsch offen, aber dafür muss der Kunde noch weitere 3.000 Euro auf den Ladentisch legen.

SUV Bestseller X-Trail

Zweiter Tag der Präsentation, zu der Nissan nach Wien eingeladen hat. Heute steht der Test des neuen X-Trail auf dem Plan. Der im englischen Sunderland produzierte geländefähige SUV rollt ab Juni 2017 dort vom Band und findet seinen Weg in die deutschen Autohäuser ab August diesen Jahres. Mit dem X-Trail schreibt der japanische Autobauer zum zweiten Mal eine Erfolgsgeschichte und das seit 2001. Mit dem Neuen startet Nissan nun in die 3. Generation und erwartet immerhin noch 10.000 verkaufte Einheiten für das laufende Jahr 2017. Mit leichten Modifikationen im Außendesign, die den X-Trail dennoch von der der 2. Generation klar unterscheidet, sowie den im Trend liegenden Sicherheits- und Komfortfeatures will der SUV aus Japan weiter punkten. Einen weiteren Kaufanreiz setzt Nissan mit der Einführung einer neuen Ausstattungsvariante. „N-CONNECTA“ ist wie schon beim Qashqai eine Linie, die dem Kunden eine Vielzahl von weiteren Features bietet, die sonst nur einzeln bestellbar waren. Wie schon einige Mitbewerber im Segment setzt auch Nissan zukünftig auf pilotiertes Fahren. Unter dem Projekt „Nissan Intelligent Mobility“ stellt der X-Trail ab 2018 hierzu das Fahrsystem ProPILOT zur Verfügung. Das System soll im einspurigen Autobahnverkehr, im Kolonnenverkehr und in Staus die Steuerung der Lenkung, Beschleunigung und Bremsen übernehmen.

Nissans zweites Standbein: Der X-trail.

Abgeflachtes Lenkrad im Trend

Das Interieur des X-Trail präsentiert sich uns, wie schon am Vortag beim Qashqai, mit einem unten abgeflachten Lenkrad, das den Ein- und Ausstieg erleichtert. Darüber bietet es durch ein geändertes Layout mehr Sicht auf die dahinter liegenden Infoelemente. Die zu den Testfahrten zur Verfügung stehende Topversion „TEKNA“ macht mit ihrer Lederausstattung und der damit verbundenen Verarbeitung einen guten Eindruck.Das Motorenkapitel ist beim X-Trail sehr übersichtlich gestaltet. Ein Benziner und zwei Diesel Aggregate treiben den SUV an. Ihre Leistungsstufen erstrecken sich von 120 kW (163 PS) beim 1,6 Liter Benziner über den 1,6 Liter Diesel mit 96 kW (130 PS) bis hin zum 2,0 Liter Diesel mit 130 kW (177 PS). Während der Turbobenziner nur mit einem manuellen Sechs-Gang-Schaltgetriebe erhältlich ist, lassen sich sowohl der kleine als auch der große Diesel mit einem Sechs-Gang-Schaltgtriebe oder mit einem Xtronic Getriebe kombinieren. Darüber hinaus sind die Diesel Motorisierungen mit Front- und Allrad-Antrieb zu bestellen.

Geländetaugliches SUV, der Nissan X-Trail.

Moderate Aufpreispolitik

Der X-Trail startet in den Verkauf, wie schon der Qashqai, mit der Basisausstattung „VISIA“ bei einem Listenpreis von 25.440 Euro. Zweite Ausstattungsvariante bildet der „ACENTA“ zu einem Aufpreis von 3.200 Euro. Der bereits angesprochenen Kaufanreiz findet sich in der Linie „N-CONNECTA“, die zu einem weiteren Aufpreis von 3.700 Euro verfügbar ist. Auch beim X-Trail bildet der „TEKNA“ Ausstattung das High End des Fahrzeuges. Hier bleibt dann aber auch kein Wunsch mehr offen zu einem Aufpreis von 4.640 Euro.

X-Trail mit zusätzlicher Ausstattungslinie „N-CONNECTA“.

Fazit: Sowohl Qashqai als auch X-Trail bilden beim japanischen Autobauer die Sektion „Brot und Butter Auto“. Hier sprechen die verkauften Einheiten eine eindeutige Sprache. Beide Fahrzeuge bestechen durch ein sehr kluges Preis- / Leistungsverhältnis, das sich sehr gut in der Balance hält.

Brot-und-Butter Auto – Der Nissan X-Trail.

Text: Stefan Beckmann, Beitragsbild: Hersteller Bild: Stefan Beckmann

Weltpremiere in Sárnico / Italien: Fiat 695 Rivale

Motorsport trifft auf Designer Werft
Kleiner Italiener mit ganzen 180 Pferdestärken.

Bereits im letzten Jahr hatte Fiat die Kooperation mit der Riva Bootswerft verkündet und so die langjährige Tradition mit kleinsten und italienischen Stil Ikonen gepflegt. Nach den Mode-Labeln DIESEL und GUCCI fanden die Italiener diesmal eine Verbindung mit dem Bootsbauer aus Sarnico in der Lombardai / Italien. Ein Jahr später folgt nun die Symbiose beider sportlichen Linien mit dem 695 Abarth Rivale und der zum 175 jährigen Jubiläum aufgelegten Yacht  56’ Rivale. Sowohl Carlo Abart als auch Carlo Riva stehen hier für ihren Leitspruch: „an ordinary into something extraordinary“. Das Unternehmen Abarth, das 1949 gegründet wurde und seit 1971 als Tuner für Fiat viele Erfolge aufzuweisen hat, veredelt zusammen mit Riva den Cinquecento, um die Anhänger des Motorsports zu bedienen. Für Carlo Riva verkörpert dies das gewisse „Dolce Vita“ Italiens. Der kleine italienische Sportler soll zunächst in einer limitierten Auflage von je 175 Stück (geschlossen und als Cabrio) mit echtem Mahagoni am Armaturenbrett, zweifarbigem Leder (Schwarz / Blau) im Interieur, zweifarbigem Chassis und vielen kleinen Details aus dem Bootsbau loyalen Kunden angeboten werden. Unterstützung findet er dabei im Werbe Clip mit seinem Pendant zu Wasser. Erste Auslieferungen werden in Deutschland für den kommenden Herbst erwartet. Abhängig von der Nachfrage wird dann über die Weitervermarktung einer „normalen“ Linie nachgedacht, die bereits in den Startlöchern steht.

Die Liebe im Detail, Fiat !
Motorsport pur im Innenraum.

Fiat 695 Rivale – Bolide mit Eleganz

Rund 90 Kilometer vor den Toren Mailands liegt am Largo d’ Iseo die Bootswerft RIVA. Fiat präsentiert seine Kooperation zwischen seinem getunten Bestseller, dem Fiat 695 Rivale, und dem Traditions-Bootsbauer einigen ausgesuchten Medienvertretern aus Europa. Noch ist sowohl der Eingang zur Präsentationshalle der Autos als auch zu der Wasserbühne geschlossen. Dies passiert alles auf dem Firmengelände der für ihre mit Mahagoni gefertigten Rennboote bekannten Werft. Wie schon im letzten Jahr angesprochen, war die Aufgabenstellung an die Ingenieure des Autotuners und des Designers der Werft nicht leicht. Das aus dem Schiffsbau bekannte Mahagoni Holz sollte mit gleicher Eleganz und Sportlichkeit auch das Armaturenbrett des kleinen 695 Boliden zieren.

Exklusive Bootswerft am See in Sarnico – RIVA.
Neuentwicklung aus dem Hause Riva – 56′ Rivale.

Skorpion mit der Lizenz zu begeistern

Was genau versteckt sich nun unter der Haube und im Interieur des Skorpions aus Italien ? Die neue Yacht der Werft diente dabei zumindest beim Chassis schon mal Pate. Die „56’ Riva“ Yacht trägt ein spezielles Silber und Blau mit der  mind grünen Farbnuance, die sich im 695er wiederfindet. Die spezielle Kombination der schwarz/blauen Ledersitze und das Mahagoni Holz nahm man auch hier als Anleihe der neuesten Yacht von Riva. Die Zusammenstellung der Technik unter der Haube der Rennsemmel lag einzig in der Verantwortung der Abarth Ingenieure. Das Resultat kann sich zwar im Moment „nur“ sehen lassen, aber es klingt zumindest schon mal nach Motorsport. Den 695 Rivale wird ein 1.4 Liter T-Jet Benziner mit 180 Pferdestärken antreiben. Das macht ein Gewicht von 5,9 Kilogramm pro PS aus, das den kleinen Italiener in 6,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h bringt. Serienmäßige ausgestattet wird der Rivale mit einem „Active Dual Mode“ Akrapovič Auspuff, Brembo Bremsen und Koni Stoßdämpfern. Optional erhältlich sind unter anderem Parksensoren hinten, Xenon Frontscheinwerfer und das von Abarth entwickelte D.A.M (mechanical limited slip) Differential. Die finalen Preise liegen ab einem Listenpreis von ca. € 28.000 bei der geschlossenen Version und  30.000 Euro beim Cabrio. Der konkrete Verkaufsstart beider Karosserievarianten inklusive der Sonder Edition 175 Anniversary ist noch für dieses Jahr terminiert.

Rennsemmel mit eleganten Ambitionen.

Fazit: Mit der Kombination des Rivale aus dem Abarth Stall und den Designern der traditionellen Bootswerft setzt Fiat einmal mehr auf Emotion und Fahrspaß. Dies darf gerade in der heutigen Zeit bei all`den Skandalen rund um die Autobauer dieser Welt nicht vergessen werden.

Text und Bild: Stefan Beckmann und Hersteller (FCA Germany AG), Titelbild: Hersteller (FCA Germany AG)

Weltpremiere: Der neue VW Polo !

Der VW Polo zeigt, wie Kleinwagen geht

Der kleinste VW, der Polo, startet in die 6. Generation und unterstreicht einmal mehr, worauf es ankommt. Mobilität für jedermann. Wie schon im Laufe des Jahres angekündigt, präsentiert der Autobauer aus Wolfsburg jeden Monat eine Weltpremiere. Nach mehr als 40 Jahren und weltweit 14 Millionen verkaufter Einheiten soll der Neue die Erfolgsgeschichte weiterschreiben. Den schmalen Kühlergrill vom großen Bruder Golf übernommen, zeigt sich der Polo mit weit nach unten gezogener Motorhaube und eingepassten aggressiven Scheinwerfern, die am Ende in einer Sicke enden. Der aus dem Konzern allseits bekannte Modulare Querbaukasten (MQB) lässt den Polo gestreckt daherkommen. Ganze 81 mm länger als sein Vorgänger und mehr als 90 mm Radstand lassen sein Auftreten kurz vor dem Golf enden. Mit knapp 4.053 mm Gesamtlänge fällt er dennoch in das Segment der Kleinwagen. So groß wie seine Außenmaße sind die „inneren Werte“ auf 351 Liter Kofferraumvolumen bei voller Bestuhlung gewachsen. Gerüstet für die digitale Welt, haben die Wolfsburger Entwickler ein neues Schalttafel- und Cockpit-Layout konzipiert. Das Infotainment-System wird optional auf einem Acht-Zoll-Display abgebildet und zeigt dabei wahlweise Instrumente und Informationen an. Fahrerassistenzsysteme dürfen auch im Kleinsten nicht fehlen und so unterstützt der Polo seinen Fahrer bereits in der Basis mit dem Umfeldbeobachtungssystem Front Assist mit Fußgängererkennung und bremst im Zusammenspiel mit der City-Notbremsfunktion automatisch ab. Ab einem Einstiegspreis von 12.975 Euro rollt der neue Polo vom Band.

VW Polo startet in die digitale Welt

Der neue Polo in den Versionen RS-Line, Beat und GTI.

Berlin, Event Island, rund 30 Minuten vom Flughafen Tegel im schönen Spandau gelegen. Volkswagen präsentiert seinen neuen Kleinwagen rund fünfhundert geladenen Medienvertretern. Über die Modelle von 1975, 1981, 1994, und 2001 bis hin zum Polo von 2009 blicken die Ingenieure aus Wolfsburg auf eine erfolgreiche Vergangenheit beim Bau von Kleinwagen zurück. Nicht nur funktional, sondern mit sehr viel Sportlichkeit und Pepp fährt der Polo auf dem Laufsteg der Eventlocation des Inselgeländes und steht, vertreten durch Herrn Herbert Diese (VW-Markenchef), Rede und Antwort gegenüber Journalisten aller Herren Länder. Raumgefühl, Digitalisierung sowie Effizienz und Funktionalität sind in erster Linie die Themen, mit denen der Polo punkten soll. Hierzu gehört der Einsatz eines Gas-Antriebs (TGI) auf Basis eines 1.0 Aggregates.

Der Verkaufsstart wird für September diesen Jahres angekündigt. Die dynamischen Tests beginnen zeitnah bereits im Juli/August. Der Einstiegspreis bleibt bei 12.975 Euro auf dem gleichen Niveau des Vorgängers, allerdings ist durch die Digitalisierung und den Einsatz von Fahrerassistenzsystemen mit höheren Preisen zu rechnen.

Frisch präsentiert – der neue VW Polo.

Die GTI – Fangemeinde wird noch dieses Jahr bedient

Mit drei Benzinern (1.0 MPI, 1.5 TSI und 2.0 TSI), einem 1.6 TDI Diesel Aggregat und dem bereits erwähnten Erdgasantrieb ist der Polo gut durchmotorisiert. Alle Motoren erfüllen die neuesten Abgasemissionen und sind serienmäßig mit einem Start-Stopp-System und einem Rekuperationsmodus ausgestattet. Dies soll die ohnehin schon effizienten Antriebe nochmals an der „Spritschraube“ drehen lassen. Bei den Dieselaggregaten will Volkswagen mit den eingesetzten SCR-Katalysatoren Nachhaltigkeit demonstrieren. Etwas später im Jahr soll die Fan-Gemeinde der GTI-Modelle beliefert werden. Hierzu dient der 2.0 TSI Motor, der mit einer Nennleistung von 147 kW (200 PS) und wahlweise mit einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe oder einem Sieben-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe bestellt werden kann.

Der Polo GTI mit satten 200 Pferdestärken.

Fazit: Seine zuletzt an den Ford Fiesta verlorene Führungsposition im Kleinwagen Segment wird der neue Polo mit der vorgestellten Features und Motorisierungen in jedem Fall zurückgewinnen. Dies kann er ab September diesen Jahres unter Beweis stellen.

Stattliche Außenmaße, die fast an den Golf rankommen.

Text und Bild: Stefan Beckmann und Hersteller (Volkswagen AG)

Test: Kia Niro

Seinen Beitrag zur Minimierung des Ausstosses von Kohlenstoffdioxid, um den Klimawandel mit aufzuhalten, leistet der koreanische Autobauer KIA seit April 2016 mit dem neuen Crossover Niro. Der ausschließlich mit einem Hybridantrieb bestückte Koreaner hatte seine Weltpremiere im Februar 2016 auf der Chicago Auto Show. Bereits zwei Wochen nach seinem Marktstart in Korea verbuchten die Verantwortlichen knapp 2.500 Einheiten in den Bestellbüchern. Damit legte KI…

Erste Fahrten: Das Dacia Line-up Update

Dacia Line-up im Fahrbericht

12 Jahre kontinuierlicher Aufstieg

Bereits 1967 wurde das erste Dacia LKW-Komponentenwerk in Pitesti (Rumänien) mit Unterstützung des französischen Herstellers Renault zur Automobilfertigung ausgebaut. Ein Jahr später versuchen sich Franzosen am Lizenzbau und produzieren den Renault 8 und der Namen Dacia 1100. Die Idee wird geboren, Fahrzeuge weitaus billiger zu vermarkten durch Know-how aus Frankreich. Entwicklungs- und Vertriebskosten können beim Vertrieb der Dacia Modelle außen vor gelassen werden und so blieben nur die reinen Produktionskosten. Nach Übernahme der Dacia Anteile 1999 von 51 Prozent und zwei Jahre später sogar von 92,72 Prozent hatte Renault nun auch freie Hand bei der Vermarktung in Gesamteuropa. Mit dem Zitat: „Es erschien vielen unmöglich, ein modernes und zuverlässiges Auto zu einem Basispreis von 5.000 Euro anzubieten. Der Logan beweist, dass Renault die Herausforderung bewältigt hat.“ von Renaults Präsident Louis Schweitzer (2004) begann der kontinuierliche Aufstieg der Marke Dacia auch in Deutschland. Seit diesem Jahr präsentiert Dacia das vierte Modell als Stepway, die Kombivariante des Logan MCV zum Einstiegspreis von 12.200 Euro.

Dacia komplett Line-up inklusive Lodgy StepWay.

Beginnend 2005 konnte der Renault Ableger seine Verkäufe bis auf 463.018 Einheiten im Jahr 2016 steigern. Im laufenden Jahr soll die 500.000 Marke erreicht werden. Die Verkaufszahlen für das erste Quartal 2017 geben zumindest Mut dafür. Die Zulassungen stiegen um 34,7 Prozent auf 14.578 bei den Pkw und bei den leichten Nutzfahrzeugen im erstes Quartal 2016 auf 10.824 Einheiten. Der Dacia Marktanteil wuchs um 0,33 Prozentpunkte auf 1,6 Prozent (Vorjahr: 1,27 Prozent). Um diese Zahlen zu unterstreichen, wurde die komplette Modellpalette „runderneuert“ bzw. bekam die Kombivariante von Dacia ein neues Modell. Es stellte sich bereits zum 87. Genfer Autosalon der Logan MCV im „Stepway“ – Gewand vor. Um der Marke Dacia ein einheitliches Gesicht zu geben, wurde das komplette Portfolio einem Front-Kosmetik-Schliff unterzogen. Im Mittelpunkt steht der Kühlergrill mit Wabenoptik, der das Markenlogo prominent einfasst. Zusätzlich werden die Segmente für Blinker, Fern- und Abblendlicht von vier waagerechten LED-Leuchtbalken für das Tagfahrlicht unterstützt. Die Heckpartie der Dacia Palette  wird ab diesem Jahr ebenfalls im Einheitslook durch die markanten Heckleuchten und Stoßfänger auftreten. Um uns einen Eindruck der technischen Details der einzelnen Modelle zu verschaffen, lud Dacia Deutschland ins bergische Land rund um Engelskirchen bei Bergisch Gladbach ein.

Der neueste im StepWay Portfolio – Lodgy StepWay.

Sandero als günstigster Kleinwagen

Den Anfang macht der „kleinste“ im Dacia Portfolio, der Sandero, mittlerweile der „günstigste“ Kleinwagen Deutschlands mit einem Einstieg von 6.990 Euro. Zu den bereits erwähnten optischen Neuerungen gesellen sich fünf überarbeitete Motorisierungen, die mit neuer Effizienz glänzen sollen sowie ein neues Basistriebwerk. Der 1.0 Liter drei Zylinder SCe 75 liefert eine Nennleistung von 54 kW (73 PS) und ersetzt den 1.2 Liter 16V. Die vom Hersteller angegebenen Verbrauchswerte von kombiniert 5.2 Liter (117 gr. CO2/KM) erfahren wir bei den festgelegten Teststrecken leider nicht. Diese sind kurvenreich und mit kleinen schnelleren Passagen versehen, was für den Sandero ansonsten aber keine Herausforderung darstellt. Bei einer Gesamtlänge von 4,06 m bietet der „Kleine“ bequem Platz für fünf Erwachsene. Das Gepäckraumvolumen von 320 Litern lässt sich durch Umklappen der Rücksitzlehne auf 1.200 Liter erweitern. Die serienmäßige Berganfahrhilfe bleibt nicht das einzige Komfortfeature. Hinzu kommen optional ein Tempopilot mit Geschwindigkeitsbegrenzer sowie akustische Einparkhilfen hinten und einer Rückfahrkamera. Für einen im Verhältnis niedrigen Aufpreis von 250 Euro bieten die Franzosen das Multimedia-Navigationssystem „Media-Nav Evolution“ an. Das Gerät lässt sich über den 7-Zoll (18-Zentimeter)-Touchscreen-Monitor einfach bedienen. Neben der Audioanlage, der Bluetooth-Schnittstelle für die Freisprecheinrichtung und das Abspielen von Dateien externer Musikträger (Audiostreaming) sowie USB- und Klinken-Anschluss bietet das „Media-Nav Evolution“ ein integriertes Navigationssystem mit dynamischer Routenführung per TMC (Traffic Message Channel).

Neu im StepWay Line-up – der Lodgy

Markenzeichen des zweiten Fahrzeuges aus der Dacia Palette, dem Mini-Van Lodgy, ist eine hohe Aufnahmefähigkeit von Personen und Gepäck. Die Länge von 4,50 Metern bildet zusammen mit dem großzügigen Radstand von 2,81 Metern und der Höhe von 1,71 Metern die Basis für Raumgefühl auf allen Plätzen. Wird der Lodgy als Fünfsitzer genutzt, stehen 827 Liter Ladekapazität zur Verfügung. Bei vorgeklappter zweiter Sitzreihe steigt das Kofferraumvolumen auf 2.617 Liter. In siebensitziger Ausführung fasst der Restkofferraum noch 207 Liter. Das Fassungsvermögen aller Staufächer schlägt mit insgesamt 30 Litern zu Buche. Unsere Fahrt führt uns auf gleicher Strecke mit dem Dacia Lodgy durch das bergische Land. Diesmal lässt sich der Dacia nicht ganz so souverän durch die Kurven unserer „Hausstrecke“ manövrieren. Leichtes Untersteuern schleicht sich dabei ein. Dennoch erleben wir den von uns getesteten Turbobenziner TCe 115 mit 85 kW (116 PS) und Direkteinspritzung als drehfreudig und agil. Der vom Hersteller dargestellte Durchschnittsverbrauch von 5,5 Liter pro 100 Kilometer (124 g CO2/km) wird von uns um 0,4 Liter überboten. Die serienmäßigen Front- und Seitenairbags für Fahrer und Beifahrer sowie Dreipunkt-Sicherheitsgurte auf allen fünf Plätzen der beiden vorderen Sitzreihen sorgen im Lodgy für eine hohe passive Sicherheit. Die drei Plätze der zweiten Reihe sind mit dem ISOFIX-Befestigungssystem für Kindersitze ausgestattet. Für die gute Kurvenperformance ist das serienmäßige Elektronische Stabilitätsprogramm ESP mit Untersteuerungskontrolle und Antriebsschlupfregelung (ASR) zuständig. Zur Unterstützung trägt außerdem das Antiblockiersystem bei.

Duster – als SUV das Flaggschiff mit DCT Getriebe

Zur letzten Fahrt auf gleichem Rundkurs nutzen wir das „Flaggschiff“ von Dacia, den Duster, der gemäß einer Befragung der Bild am Sonntag (BamS) das beliebteste SUV-Modell bei Deutschlands Frauen ist. Seine kompakten Abmessungen machen es einfach, ihn sowohl durch dichten Stadtverkehr als auch auf nicht befestigten Wege zu steuern. Seine Bodenfreiheit von bis zu 21 cm macht es möglich. Dank der Böschungswinkel von 29 Grad vorn und 35 Grad hinten, des Rampenwinkels von 23 Grad sowie der knappen Überhänge von 82,2 Zentimetern vorn und 82,0 Zentimetern hinten kann der Dacia SUV selbst steile Anstiege erklimmen. Bei 4,31 Meter Länge und 1,82 Meter Breite bietet er viel Platz für bis zu fünf Personen. Das Kofferraumvolumen beträgt beim Duster je nach Sitzkonfiguration 475 bis 1.636 Liter. Bei den Allrad 4×4-Varianten liegt die Ladekapazität bei 443 bis 1.604 Litern. Highlight bei der Modellpflege für diese Jahr ist allerdings das mit dem dCi 110 Diesel Aggregat kombinierte Sechs-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe, das sehr ruhig im Fahrbetrieb agiert. Dabei leistet der Diesel 80 kW (109 PS) und doch dünne 250 Newtonmeter bei 1.750 Umdrehungen pro Minute. Außer dem optional erhältlichen Multimediasystem „Media-Nav Evolution“ sind wie beim Sandero akustische Einparkhilfen hinten sowie der Tempopilot mit Geschwindigkeitsbegrenzer und eine Rückfahrkamera erhältlich.

Fazit: Allein mit einem unschlagbaren Preis-/Leistungsverhältnis ist Dacia/Renault für dieses und die zukünftigen Jahre gerüstet.

Und zum Schluss darf es der Duster sein.

Dacia modifiziert das gesamte Line-up zum richtigen Zeitpunkt, um seine Erfolgsgeschichte fort zuschreiben. Dabei stellt sich die Marke, wie die Jahre zuvor, über das unschlagbare Preis-/Leistungsverhältnis wegen fehlender Entwicklungs- und Vertriebskosten besonders gut auf. 

Text: Stefan Beckmann, Beitragsbild: Hersteller Bild: Stefan Beckmann

Test: Fiat Spider 124

Mit dem 124 Spider bietet Fiat seit Mitte 2016 seine offen zu fahrende Ikone nach mehr als drei Jahrzehnten Pause wieder zum Kauf an. Allerdings sparen sich die Autobauer aus Italien die Hälfte der Entwicklungs- und Produktionskosten und lassen ihren Roadster zusammen mit dem neuen Mazda MX5 in Hiroshima (Japan) bauen. Mit kleinen, aber feinen kosmetischen Korrekturen repräsentiert der offen…

Erste Fahrt: Renault Captur

Renault Captur im Fahrbericht

Der Crossover Plus

Seit Mitte 2013 präsentiert sich Renault im Segment der Crossover mit dem Captur. Auf gleicher Plattform wie sein kleinerer Bruder Clio fährt er seither jedes Jahr steigende Marktzahlen ein. Allein im Jahr 2016 konnte der französische Autobauer mehr als 215.000 Einheiten in Europa verkaufen. Um diesen Trend weiter fortzuführen erfährt der Captur im Zuge seiner ersten Modellpflege eine deutliche Aufwertung. Nicht verhehlen kann der Captur seine Herkunft aus dem Hause Renault mit dem Rhombus im Markenlogo, wenn gleich die Front dem Markenauftritt mehr zugeschnitten wurde. Kombiniert mit dem Design eines SUV im Bereich des Kühlergrills und den Stossfängern eines Crossover wirkt der Franzose erwachsener. Dennoch kommt er nicht nur chic er daher. Auch unter der Karosse hat sich einiges getan. Die Preisliste beginnt unter der 16.000 Euro Grenze.

Crossover oder SUV ?

Beim ersten Hinsehen versucht sich der Captur noch als Kompakt-SUV, Mini-SUV oder doch Kleinwagen. Seine Maße sprechen dabei eine eindeutige Sprache. Seit seiner Markteinführung  bewirbt sich der Franzose im Segment der Crossover. Sein modernes Äußeres zeigt das Fahrzeug im sportlichen und doch eleganten Look der Renaultfamilie. Beim Thema unterschiedliche Zielgruppen kamen die französischen Designer auf die Erweiterung des Farbspektrums. So bietet der überarbeitete Captur, ohnehin als zweifarbiges Fahrzeug bekannt, mehr als 30 farbliche Kombinationsmöglichkeiten beim Außen- und Innendesign. Das LED-Tagfahrlicht der Frontscheinwerfer des Captur bilden zudem sehr markant die Form eines „C“. Neu im Zuge der Modellpflege sind die optinalen LED-Heckleuchten, die das „C“ in 3D-Optik wiedergeben. Der Crossover bietet mit seiner Plattform, die er sich mit dem Clio teilt, zusätzlich ein neu abgestimmtes Fahrwerk mit einer präzise arbeitenden Lenkung, die zusammen ein völlig souveränes Fahrgefühl ergeben. Bei ersten Tests rund um die romantische Metropole  Kopenhagen des Energy TCe 120 mit 87 kW (118 PS) stellten wir fest, dass der Captur Schlaglöcher und Unebenheiten der Fahrbahn gut wegsteckt, so insgesamt sehr stabil wirkt und ein komfortables Fahrverhalten bietet. Die erhöhte Bodenfreiheit von 170 mm qualifiziert ihn aber genauso für Fahrten auf Feldwegen und Schotterpisten. Die in Kombination gehaltenen Autobahnstrecken meistert er genauso bequem und so verschafft uns das Fahrzeug ein Rundum-Sorglos-Paket.

Auch Urban eine gute Performance

Überschaubare Motorenpalette

Mit jeweils zwei Benzin- und Diesel-Aggregaten ist die Motorenpalette recht übersichtlich gehalten. Im Benzin Bereich arbeiten der ENERGY TCe 90 mit 66 kW (90 PS) und der ENERGY TCe 120 mit 87 kW (118 PS). Wird die 90-PS-Motorisierung ausschließlich mit einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe ausgeliefert, kann der Kunde beim 120-PS-Aggregat zwischen einem Sechs-Gang-Schalt- und Sechs-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe wählen. Die beiden Dieselaggregate ENERGY dCi 90 und dCi 110 mit den Leistungsstufen 66 kW (90 PS) und 81 kW (110 PS) werden beim 90-PS-Motor sowohl mit einem Sechs-Gang-Schalt-, als auch mit einem Sechs-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe geliefert, während der 110-PS-Motor ausschließlich mit einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe bestückt ist. Alle Aggregate erfüllen die Euro-6-Abgasnorm, wobei die von uns gefahrene 118-PS-Benzin-Version mit Sechs-Gang-Schaltgetriebe nur 5,5 Liter pro 100 Kilometer verbrauchen soll, was gerade einmal 125 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer entspricht. Den Angaben des Herstellers kommen wir bei unserer Testfahrt sehr nahe. Der Benziner liefert ordentliche 205 Newtonmeter Drehmoment schon ab 2.000 Umdrehungen pro Minute.

Zwei Benzin- und Diesel-Aggregate

Innenraum mit Platz für Alle

Innen finden bei einer Fahrzeuglänge von 4,12 Metern bis zu fünf Personen bequem Platz. Die Kabine überzeugt mit guter Material- und Verarbeitungsqualität. Das klar gestaltete Cockpit mit langgezogenen horizontalen Linien und dem erweiterten R-Link Evolution® sowie dem Touchscreen-Multimediasystem Media Nav Evolution (7-Zoll-Display) als Blickfang und Schaltzentrale sorgen zudem für ein großzügiges Raumgefühl. Beide Systeme sind optional erhältlich und lassen sich sowohl über das Display und den Bediensatelliten am Lenkrad bedienen. Hinzu kommt das Audiosystem R&GO mit integrierter Smartphone-Halterung, die die Nutzung der gleichnamigen Applikationen möglich machen. Für mehr optischen Raum und Licht sorgt das neu auf der Liste der Optionen stehende Panorama-Glasdach.  Die Innenraumvariabilität des Captur kommt dem eines SUV gleich. Das erleben wir beim herausnehmbaren und höhenverstellbare variablen Kofferraumboden. In der unteren Position steht das maximale Kofferraumvolumen von 455 Litern bei Beladung bis zur Fensterkante zur Verfügung. In der oberen Position ermöglicht er bei umgeklappten Rückbanklehnen einen durchgängig ebenen Ladeboden. Bei dieser verringerten Bestuhlung erreicht das Ladevolumen bei dachhoher Beladung 1.235 Liter. Der variable Gepäckraumboden besteht aus zwei Teilen und lässt sich auch als Gepäckraumteiler verwenden. Hier können einzelne Gepäckstücke besser fixiert werden. Dieses Setup ermöglicht das Transportieren von Gepäckstücken bis zu einer Länge von 1,51 Meter.

Komfortables Ambiente mit Premium Akustik

Captur mit Top Lifestyle Ausstattung

Ein breites Aufgebot an radar- und kamerabasierten Fahrassistenzsystemen erhöht die aktive Sicherheit im Captur. Hierzu zählen unter anderem der Spurhalte-Warner und die Verkehrszeichenerkennung mit Geschwindigkeitswarner. Optional sind darüber hinaus Toter-Winkel-Warner und Notbremsassistent verfügbar. Auch ein Easy Park-Assistent wird es optional geben. Der Fahrer muss lediglich behutsam Gas geben und bremsen, während der Easy Park-Assistent die Lenkarbeit übernimmt. Mit den fünf Ausstattungsvarianten will der französische Autobauer auf unterschiedliche Kundenbedürfnisse eingehen. Startet der Captur mit der Variante „Life“ beim veränderten Innen- und Außendesign, darf sich der „Experience“ Kunde über mehr sportliche Applikationen erwarten. Die mittlere Ausstattung „Intens“ bietet mehr SUV-Look und Komfort. Die Top-Variante des Vorgängers „Crossborder“ soll mehr On-Board-Infotainment liefern. Neu im Programm demonstriert Renault mit der Version „Initiale Paris“ nicht nur die All-In Ausstattung, das Fahrzeug soll eine Brücke zum nächsten Segment mit mehr Ambiente und Infotainment schlagen. Preislich beginnt der Captur seine Reise bei 15.890 Euro. Ende der Fahnenstange bildet ein voll ausgestattetes Fahrzeug mit einem Preis von 27.790 Euro.

Crossover mit Freizeit Charakter

Fazit: Ein klares Zeichen, dass Fahrzeuge mit Fahrspaß, Nutzwert und Freizeitcharakter auch unterhalb der 16.000 Euro-Grenze auf dem deutschen Markt zu vertreiben sind, zeigt der überarbeitete Captur. Dennoch kommt der Kunde mit mehr Anspruch auf Qualität und Verarbeitung nicht zu kurz.

Fahrzeug für jede Aktivität

Das neue Update des Renault Captur  ist Crossover mit Ambitionen zum SUV. Ein MUSS als Familienfahrzeug und für Menschen mit dem Hang zu Extrem Freizeit Aktivitäten.

Text: Stefan Beckmann, Beitragsbild: Hersteller Bild: Stefan Beckmann und Hersteller

Test: Mercedes-Benz A-Klasse

Bereits kurz vor der Jahrtausendwende stand der Autobauer aus Sindelfingen in der Entwicklung und Erprobung der E-Mobilität und Alternative Antriebe. 1997 kam hierzu die erste A-Klasse als Kompaktfahrzeug auf dem Markt. Den Schwerpunkt höher gesetzt, sollte der Unterboden als Staufach der Batterien bzw. Brennstoffzellentanks dienen. 15 Jahre später, als dieses Konzept ausgedient hatte, durften Daimlers Ingenieure ein Fahrzeug mit eine…

Test: Seat Ateca

Seit Mitte letzten Jahres präsentiert sich der spanische Ableger der Volkswagengruppe Seat im viel umkämpften SUV Markt mit dem Ateca. Damit wollen die Spanier eine Lücke in ihrem attraktiven Portfolio schließen. Der anfängliche Run auf das Pendant zum Tiguan schlägt seit seiner Markteinführung mit über 7.000 Einheiten in Deutschland zu Buche. Dass der erste SUV aus dem Hause Seat meh…

Erste Fahrt: Nissan Micra

Nissan Micra im Fahrbericht

Japanischer Stadtflitzer mit Diesel

Seit mehr als 30 Jahren ist der kleinste Nissan, der Micra, auf dem europäischen und deutschen Markt erhältlich. Über 650.000 Einheiten in 4 Generationen konnte der Autobauer aus Japan  weltweit vermarkten. Hauptanteilig fließen diese Zahlen dem für ihn größten europäischen Markt – Deutschland – zu. Mit seinen gerade für den Stadtverkehr perfekten Maßen konnte der Cityflitzer sowohl Privat- als auch Geschäftskunden aus dem mittelständischen Bereich ansprechen. Ab Mitte März diesen Jahres nun möchte Nissan seine kleine Erfolgsgeschichte weiter ausbauen und überarbeitete nicht nur das Design des Kleinwagens, sondern auch seine Maße, Innenraum, Infotainment-System, Motorisierung und Fahrwerksabstimmung. Damit zielt er ganz klar auf seine Mitbewerber im europäischen B-Segment – den großen Markt „erwachsener“ Kleinwagen. Für den Marktstart bietet der Japaner sein Basismodell mit einem 1 Liter Benziner und der Ausstattung „VISA“ ab € 12.990 an.

Stadtflitzer mit Pfiff

Klein und pfiffig kommt der Stadtflitzer von Nissan daher, mit jeder Menge Platz für Passagiere und Gepäck. Das macht ihn seit seiner Markteinführung zum großen Eroberer, wie uns die Verantwortlichen bei der Nissan Center Europe GmbH versicherten. Einen großen Teil seiner Käufer konnte der Micra von Fremdmarken generieren. Das Konzept ist klar: Stadtfahrzeug mit hohem Nutz- und Spaßfaktor. Seine Motorisierung wurde nicht nur überarbeitet, denn zum ersten Mal wird der „Kleine“ auch von einem Diesel angetrieben. Von seinen Fahreigenschaften sowie dem neuen Design konnten wir uns bereits kurz nach Marktstart am 18. März diesen Jahres rund um den Hamburger Fischmarkt und der Hafen City einen ersten Eindruck verschaffen.

Bequemes Reisen im Kleinwagen.

Neues Design

Bei unseren ersten Fahrten mit dem Nissan macht der kleine Stadtflitzer einen bemerkenswert erwachsenen Eindruck. Auffällig ist das markante Frontdesign mit dem für Nissan bezeichnenden V-Motion Kühlergrill, einer konturierten Motorhaube und den Bumerang förmigen Leuchten mit LED-Tagfahrlicht. Eine gute Figur macht der Kleinwagen auch am Heck, dessen geänderte Stoßfänger für eine moderne und fast schon elegante Optik sorgt, zu der der Dachspoiler dann doch noch eine sportliche Note hinzugibt. Als genereller Fünftürer versteckt er seine Türgriffe hinten sehr galant.

Moderne Optik.

Diesel Aggregat inklusive

Zum Thema Antrieb präsentiert uns der japanische Autobauer nicht nur wie üblich Drei-Zylindrige Aggregate. Zum ersten Mal kommt auch ein Diesel Motor zum Einsatz. Zu den Tests in Hamburg stehen uns ein 1 Liter Sauger mit 54 kW (73 PS), ein turboaufgeladener 0,9 Liter Benziner mit 66 kW (90 PS), sowie das Dieselaggregat mit 1.5 Liter Hubraum und 66 kW (90 PS) zur Verfügung. Die 95 (1.0 Liter) und 140 (0,9 Liter) Newtonmeter der Benziner, die bei 3.500 und 2.250 Umdrehungen anliegen, sind für den reinen Stadtverkehr völlig ausreichend. In Verbindung mit einer direkten Lenkung und dem nicht zu großen Wendekreis von 10 Metern lässt sich das Fahrzeug sehr leicht dirigieren und komfortabel fahren. Der „stärkere“ Diesel mit einem Drehmomentmaximum von 220 Newtonmetern bei 2.000 Umdrehungen macht nicht nur im Stadtverkehr eine gute Figur, sondern wirkt auch auf kürzeren Autobahnstrecken souverän. Dennoch kommen alle Motorisierungen knurrig daher, was aber eher der Charakteristik geschuldet ist. Die für die neue Generation überarbeitete Fahrwerksabstimmung überzeugt mit strafferen Federn und einer Neuabstimmung von Stoßdämpfern und elektrischer Servolenkung, was den Micra äußerst agil wirken lässt. Serienmäßig kombiniert werden sowohl Benzin Aggregate, als auch der Diesel mit einem Fünfgang-Schaltgetriebe, das sehr präzise und mit kurzen Schaltwegen arbeitet. Ein automatisches Getriebe wird für den kleinen Japaner leider nicht eingesetzt und ist auch nicht geplant. In Verbindung mit dem leider nur optional erhältlichen Start-Stopp-System erreichen die Motoren im Normtest recht gute Verbrauchswerte von kombinierten 4,6 l (1.0 Liter Benziner), 4,4 l (0,9 Liter Benziner) und 3,2 l (1.5 Liter Diesel) Litern je 100 Kilometer. Die damit verbundenen Kohlendioxidemissionen (107, 99 und 85 Gramm pro Kilometer) sprechen für sich. Alle Aggregate erfüllen die neueste Abgasnorm 6b.

Kleinwagen mit Diesel.

Trendiger Luxus 

Nissan möchte gerade den Bedürfnissen seiner jüngeren Kunden mit Ausstattungsmerkmalen wie einer Berganfahrhilfe, Licht- und Regensensor, Sitzheizung, dem neuen Infotainment-System mit Smartphone-Anbindung „Nissan Connect“ und dem BOSE Personal® Premium Audiosystem gerecht werden. Hinzu kommen ein zusätzlich überarbeitetes und ansprechendes Interieur mit Klavierlack-Applikationen in verschiedenen Farben und ein Sportlenkrad.

Ausstattung mit peppigen Applikationen.

Ordentliche Grundausstattung ab Basismodell

Der Micra startet für alle Motorisierungen mit der Basis Ausstattung „Visia“, die den Anspruch an ein komplettes Auto fürs Erste erfüllt. Die Preisspanne zieht sich dabei von 12.990 Euro (1.0 Liter „Visia“) bis zur Variante „Tekna“ mit dem 1,5-Liter-Diesel für 21.990 Euro. Darüber hinaus stehen zahlreiche optionale Extra-Pakete in unterschiedlichen Preishöhen zur Auswahl, die Platz zur Individualisierung lassen. Erhältlich sind dabei 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, LED-Blinklichter, Digitalradio, Klimaautomatik inkl. Pollenfilter, Smart-Key-System inkl. Start-Stopp-Knopf. Im Bereich Sicherheitssysteme in Kleinwagen legt Nissan Features wie Totwinkel-Assistent, Spurhalte-Assistent aktiv mit korrigierendem Bremseingriff, Fußgängererkennung für AEB (Autonomous Emergency Braking), Notbremsassistent, sowie Regensensor, Fernlich-Assisent und Verkehrsteichenerkennung ins Angebot. Eine Rückfahrkamera ist im Paket des Nissan Connect Navigationssystem enthalten.

Preisstart über 10.000 Euro.

Fazit: Offene Wünsche wird es auch in der 5. Generation des Nissan Stadtflitzers MICRA nicht geben. Preisstart liegt zwar über der magischen 10.000 Euro Grenze, aber hierfür unterstreicht der Autobauer aus Japan seine Kompetenz, auch Kleinwagen produzieren zu können.

Kleinwagen ohne Fragen.

Die neue Generation des Micra lässt keine Frage offen, was ein Kleinwagen leisten muss.  Als Alternative zu den deutschen Mitbewerbern ein absolutes MUSS.

Text: Stefan Beckmann, Beitragsbild: Hersteller Bild: Stefan Beckmann und Hersteller

Erste Fahrt: Alfa Romeo Stelvio

Alfa Romeo Stelvio im Fahrbericht

Filigraner SUV aus Bella Italia

Um das Portfolio des FCA Ablegers Alfa Romeo zu schließen, starten die Turiner mit dem ersten von drei geplanten SUVs im ersten Quartal 2017 in Europa durch. Im zweiten Quartal folgen dann Nordamerika und Asien. Final ist der Verkauf in 60 Ländern weltweit festgesetzt. Kleine Brötchen will FCA nicht von Anfang an backen und platziert den Stelvio gleich neben dem bisherigen Platzhirschen BMW X3. Premium sollte nicht nur die Positionierung sein, denn Alfa Romeo stand und steht bislang für feinste Verarbeitung von hochwertigen Materialien und emotionaler Antriebstechnologie. Seine Kunden möchte der Stelvio genau über diese Eigenschaften generieren. Marktstart war bereits am 18. März und gemäß den ersten KBA-Zahlen gelingt es dem italienischen Autobauer, erste Erfolgspunkte zu setzen. Bis Ende dieses Jahres sollen es dann ca. 5.000 Einheiten werden. Um nicht die Übersicht zu verlieren, startet man mit zwei Ausstattungsversionen und zwei Aggregaten. Den Einstieg findet der erste SUV von Alfa Romeo mit einem 2.0 Liter Turbo Benziner bei 200 PS Leistung und 42.200 Euro.

Der SUV aus den Alpen

Seine Namensgebung ist eine Hommage an den höchsten asphaltierten Pass in den italienischen Alpen und den zweithöchsten in ganz Europa – das Stilfser Joch. Inspiration fanden Alfas Ingenieure zum Thema Fahrspaß und Leistungsfähigkeit auf den letzten 20 Kilometern der Passstraße mit ihren 75 Kehren, mehr als sieben Prozent Steigung und insgesamt 2.758 Höhenmetern bis zur Spitze. Heraus kam ein SUV, das sich seine Plattform mit der bereits im letzten Jahr eingeführten Giulia teilt. Seine Front ganz im Markengesicht mit dreigeteiltem Kühlergrill, prominentem Logo und weit in die Mitte gezogenen Frontscheinwerfern mit Tagfahrlicht lassen den Stelvio sehr breit und selbstbewußt auf der Straße stehen. In der Seitenansicht unterstreicht das Fahrzeug eher den Charakter einer Mittelklasse Limousine mit dem Verhältnis zwei Drittel Aluminium zu einem Drittel Glas. Gepaart mit den Überhängen vorn (859 mm) und hinten (1.007 mm) streckt sich der Mittelklasse SUV auf 4,69 Meter. Durch die aluminiumlastige Karosserie konnte man über den Leichtbau das Leergewicht bei minimalen 1.66 Tonnen definieren, was sich sowohl in den Verbrauchswerten als auch im Cw-Wert von 0,3 widerspiegelt. Um einen ersten Eindruck seiner Gesamtperformance zu bekommen, lud der FCA Konzern ins Hinterland von Innsbruck für einen Tag ein. Dort konnten wir seine Dynamik auf herrlichen Serpentinen rauf zum Stilfser Joch testen.

Namensgebung aus den Alpen.

Elitäres Interieur

Beim Einsteigen fallen uns die hochwertig beispielhaften Alfa Materialien und ihre filigrane Verarbeitung auf. Auch im robust wirkenden SUV sollen diese Eigenschaften nicht fehlen. Das Cockpit, das sich dem Fahrer zuneigt, wirkt generell sehr aufgeräumt und für den Alfaristi sitzt jeder Knopf am richtigen Platz. Zentrales Instrument hinter dem Lenkrad ist das 3,5- bzw. 7-Zoll Display. Hier sind ganz bequem alle vom Fahrzeug abgegebenen Daten abzulesen. Als Schaltzentrale dient das mit Magneti Marelli entwickelte Infotainmentsystem Alfa Connect. Dort werden außer den Karten des Navigationssystems die Informationen zum verbundenen Smartphone, der angeschlossenen Medien und die „gespiegelten“ Applikationen des verbunden Smartphones abgebildet. Passagiere auf den Frontsitzen genießen eine großzügige Beinfreiheit. Wer im Stelvio auf den hinteren Sitzen Platz nehmen muss, darf mit mehr Raum vorlieb nehmen als gedacht. Menschen mit einer Körperlänge von mehr als 1,70 Meter reisen im Alfa SUV äußerst bequem. Die elektrisch zu öffnende Heckklappe legt bei voller Bestuhlung immer noch ein Volumen von 525 Liter frei. Wird ein Großeinkauf zu zweit geplant, stehen 1.600 Liter Kofferraumvolumen zu Verfügung.

Schaltknauf als Joystick.

Motorisierung nicht unter 150 PS

Jeweils ein Benziner- und Dieselmotor treiben den neuen Alfa voran. Dabei vertraut man bei beiden auf die Turbo-Technologie. Kombiniert werden alle Aggregate mit einem Acht-Stufen-Automatikgetriebe von der ZF Friedrichshafen AG. Der Benziner mit Turbo aufgeladenen 2.0 Liter Hubraum präsentiert sich mit den Leistungsstufen 147 kW (200 PS) und 206 kW (280 PS). Satte 400 Newtonmeter bei 2.250 Umdrehungen drücken das 280-PS-Aggregat nach vorn. Der Diesel bietet die Leistungsstufen 132 kW (180 PS) – bekannt aus der in 2016 angelaufenen Giulia – und 154 kW (210 PS) an. Die Drehmomentabgabe beim 210-PS-Motor beträgt hierbei üppige 470 Newtonmeter bei 1.750 Umdrehungen. Gerade der Antrieb von ZF mit seinen acht Stufen machen sich bei den ersten Fahrten positiv bemerkbar. Direkt ansprechend ohne Schaltpause und sportlich agil führen sie uns quer durch das Hinterland von Innsbruck, hinauf zum Stilfser Joch. Highlight unserer Testfahrten ist jedoch das gut abgestimmte Allradsystem AlfaTM Q4. Abhängig vom Gripzustand der einzelnen Räder verteilt der Antrieb das Drehmoment stufenlos zwischen Vorder- und Hinterachse. Bei normalen Fahrbahnbedingungen arbeitet das System im Hinterradantriebsmodus. Erst wenn die Hinterreifen ihre Haftgrenze erreichen, werden bis zu 60 Prozent des Drehmoments zur Vorderachse umgeleitet. Dafür zuständig sind ein zusätzliches Differenzial sowie ein aktives Verteilergetriebe, das sehr hohe Drehmomente in Sekundenbruchteilen bewältigen kann. Mit einem Rändelrad in der Mittelkonsole schalteten wir den Wagen zusätzlich in drei unterschiedliche Fahrmodi (ECO, Normal, und Dynamik). Hier werden die Kennzahlen von Fahrwerk, Motor und Lenkung nochmals verändert. Das Fahrzeug vermittelt das Gefühl, Kraft auf die Straße zu bringen, wann immer es  nötig ist. Der uns präsentierte Tiefst-Verbrauchswert von 4,8 Liter beim „großen“ Diesel und 7,0 Liter beim „großen“ Benziner sind an dem Tag der Veranstaltung leider nicht zu prüfen.

Filigrane Arbeit auch am Außenkleid.

Jede Ausstattung eine Top Variante

Die angebotenen Sicherheitseinrichtungen im Alfa Romeo Stelvio sind je nach Modellversion serienmäßig oder optional erhältlich. Als Beispiel führen die italienischen Ingenieure das Integrierte Bremssystem (IBS) an, das in der Alfa Romeo Giulia Premiere eingeführt wurde. Es kombiniert die Wirkungsweise der elektronischen Regelsysteme mit der mechanischen Bremskraftunterstützung. Resultat sind schnell ansprechende Bremsen ohne störendes ABS-Pulsieren und damit auch kurze Bremswege. Zu den weiteren Sicherheitseinrichtungen zählen außerdem das Kollisionswarnsystem (Forward Collision Warning, FCW) mit autonomer Notbremsfunktion (AEB) und Fußgängererkennung, der Spurhalteassistent (Lane Departure Warning, LDW) sowie der Totwinkel-Assistent (Blind Spot Monitoring, BSM). Die adaptive Geschwindigkeitsregelanlage (Adaptive Cruise Control) passt die eigene Geschwindigkeit nicht nur dem gewählten Wert an. Sie reagiert auch auf andere Fahrzeuge im direkten Umfeld. Bei den Preisen möchte sich FCA nicht ganz mit seinem Mitbewerber aus München messen und setzt seine Preise etwa fünf bis acht Prozent unterhalb fest. So startet das Einstiegmodell „Stelvio“ und dem Benziner bei 42.200 Euro. Die zweite und zugleich „Topvariante“ bei gleicher Motorisierung  findet sich bei 45.000 Euro wieder. Das Preisgefüge der stärkeren Benzinvariante stellt sich mit der Ausstattung „Super“ bei 49.000 Euro und mit einer Vorab Sonderserie „First Edition“ bei 56.000 Euro vor. Das Dieselaggregat beziffert jeweils die Topausstattung „Super“ bei der Leistungsstufe „180 PS“ mit 44.050 Euro und „210 PS“ mit 47.500 Euro. Im Zuge der Modellpflege Ende des Jahres sollen ein Aggregat jenseits der 500 PS Grenze und ein Hybridantrieb folgen.

Einsatz nicht nur in den Alpen souverän.

Fazit: Der Alfa Romeo Stelvio stellt sich als erster SUV der Italiener ordentlich vor. Materialien, Verarbeitung und Technologie stimmen im Großen und Ganzen. Ob es reicht, dem selbsternannten Mitbewerber aus München den einen oder anderen Kunden abspenstig zu machen, wird sich im Laufe diesen Jahres zeigen.

SUV mit Platz nach oben.

Der neue Stelvio lässt in Sachen SUV noch Platz nach oben.  Als Allrounder für Freizeit und Familie dennoch bestens geeignet. Lange Passagen auf kurvenreichen Strecken sind für ihn mit jeder Motorisierung kein Problem. Als Alternative im SUV Bereich schon vom Design her eine echte Kaufoption.

Text: Stefan Beckmann, Beitragsbild: Hersteller Bild: Stefan Beckmann und Hersteller 

Erste Fahrt: Der neue Suzuki Swift

Suzuki Swift im Fahrbericht

Stadtflitzer mit der Kraft der zwei Herzen

Der kleinste Suzuki, der Swift, ist bereits seit 1980 auf dem europäischen und deutschen Markt erhältlich. Über 310.000 Einheiten konnten die Suzuki-Verantwortlichen in Deutschland auf dem für sie größten europäischen Markt  absetzen. Generell hält sich der Autobauer aus Japan mit einem leichten Aufwärtstrend auch in 2016. Mehr als 31.000 Einheiten wurden vermarktet und das mit einem Allradanteil von 47,3 %. Zugpferde sind dabei der Vitara mit 9.700 Einheiten und eben jener Swift in der 5. Generation mit 7.500 Einheiten. Mit seinen gerade für den Stadtverkehr perfekten Maßen von aktuell 3,84 Metern Länge präsentiert sich der Swift in Bestform. Ab Mai diesen Jahres nun möchte Suzuki seine Erfolgsgeschichte rund um den Kleinen weiter ausbauen und stellt ein komplett neues Auto auf die Straße. Für den Marktstart bieten die Japaner zwei Benziner an, unter anderem mit Unterstützung eines Mild Hybrid. Den Einstieg findet der kleine Suzuki bei 13.790 Euro.

Peppiges Chassis

Nicht nur peppig und klein kommt der Stadtflitzer daher, er hat auch noch jede Menge Platz für ein Fahrzeug seiner Kategorie. Obwohl Suzukis Ingenieure den Swift um 10 mm kürzer und 30 mm flacher gegenüber dem Vorgänger bauen, wird er um 40 mm breiter und man kann 54 Liter mehr in den Kofferraum laden. Das Konzept ist klar: Stadtfahrzeug mit hohem Nutz- und Spaßfaktor. Das Außenkleid des Vorgängers nahmen die Designer als Vorbild und brachten die markanten Stellen hervor. Der niedrige Fahrzeugschwerpunkt wird zusätzlich von der B-Säule betont. Frontscheinwerfer und Kühlergrill geben dem Wagen einen breiten und selbstbewußten Auftritt. Die hinteren Türgriffe sind in die C-Säule eingelassen. Seine Motorisierung bleibt, wie schon beim Vorgänger, übersichtlich mit zwei Benzinern. Von seinen Fahreigenschaften sowie seinem frischen Design konnten wir uns bereits vor Marktstart zwischen Nizza und dem Stadtstaat Monaco einen ersten Eindruck verschaffen.

Peppiges Design im Kraftpaket.

Mit Elektrounterstützung

Beim Antrieb konzentriert sich der japanische Autobauer nicht nur auf bestehende Vier-Zylinder-Motoren. Zusätzlich zum Einsatz bringen die Japaner ein Drei-Zylinder Boosterjet Aggregat, das außerdem mit einem Mild Hybrid bestückt werden kann. Eine Dieselvariante ist wie bei anderen Herstellern seiner Kleinwagenklasse kein Thema. Suzuki präsentierte für den dynamischen Test in Südfrankreich den neuen turboaufgeladenen Boosterjet Motor mit einem Liter Hubraum, 82 kW, 111 PS und dem optionalen Mild Hybrid SHVS-System. Es umfasst einen integrierten Startergenerator, der sowohl als Generator als auch als Elektromotor fungiert. Anders als bei den üblichen Mild Hybrid Systemen, die zusätzliche Pferdestärken zur Verfügung stellen, soll dieses System den Boosterjet Motor nur entlasten.

Hybridantrieb im Gepäck.

Später mit GTI-Variante

Die 170 Newtonmeter des „kleinen“ Benziners, die bei 2.000 – 3.500 Umdrehungen anliegen, sind für den reinen Stadtverkehr, für Landstraßen und Stadtautobahnen völlig ausreichend. In Verbindung mit seiner direkten Lenkung und seinem kleinen Wendekreis von 9,60 Metern lässt sich das Fahrzeug sehr leicht dirigieren und komfortabel fahren. Der „stärkere“ 1.2 Liter Dualjet Benziner mit einem Drehmomentmaximum von 120 Newtonmetern bei 4.400 Umdrehungen macht auf kürzeren Autobahnstrecken und urbanem Verkehr eine souveräne Figur. Dennoch kommen beide Motorisierungen naturgemäß knurrig daher. Eine sportliche GTI-Variante ist mit Markteinführung noch nicht vorgesehen, aber zu einem späteren Zeitpunkt vorstellbar, so die Verantwortlichen von Suzuki Deutschland.

Kleinwagen mit Hybridantrieb.

Geschmeidig im Verbrauch

Die für die neue Generation überarbeitete Fahrwerksabstimmung überzeugt mit strafferen Federn und einer Neupositionierung von Stoßdämpfern und Zahnradlenkung, was den Swift äußerst agil wirken lässt. Serienmäßig kombiniert werden beide Aggregate mit einem Fünfgang-Schaltgetriebe, das präzise und mit kurzen Schaltwegen arbeitet. Bestellbar zum 1.0-Liter-Motor ist eine Sechs-Stufen-Automatik. Eine Abwechslung bietet das mit dem 1,2 Liter Motor kombinierte Allrad-Allgrip 4WD-System. In Verbindung mit dem serienmäßig erhältlichen Start-Stopp-System erreichen die Motoren im Normtest recht gute Verbrauchswerte von kombinierten 4,6 (1.0 Liter Motor ohne SHVS-System), 4,3 (1.0 Liter Motor mit SHVS System) und 4,9 (1.2 Liter Motor mit Allgrip) Litern je 100 Kilometer. Die damit verbundenen Kohlendioxidemissionen (97 und 110 Gramm pro Kilometer) sprechen für sich. Beide Aggregate erfüllen die Abgasnorm 6. Gerade den Bedürfnissen seiner zunehmend jüngeren Kunden möchte Suzuki mit Ausstattungsmerkmalen wie einer Berganfahrhilfe, Licht- und Regensensor, Sitzheizung und einem 4,2-Zoll-Farb-TFT-LCD-Multi-informations-Display mit Smartphone-Anbindung „Apple Car Play“ und „Android-Auto“ gerecht werden. Hinzu kommt ein zusätzlich überarbeitetes und ansprechendes Interieur mit Chrom- und Klavierlack-Applikationen und einem nach unten abgeflachtem Multifunktion-Lederlenkrad.

Cockpit und Interieur wie im nächsten Segment.

Fahrerassistenzsysteme im Gepäck

Fahrerassistenzsysteme dürfen auch im Kleinwagen Swift nicht fehlen und so packt Suzuki auch einige Systeme on top. Den Anfang bildet dabei die Dual-Sensor gestützte aktive Bremsunterstützung (DSBS – Dual Sensor Brake Support). Das System warnt den Fahrer sowohl optisch, als auch akustisch vor einem bevorstehenden Risiko des Zusammenpralls. Nimmt das Risiko einer Kollision zu, wird das Fahrzeug automatisch abgebremst. Weiter im Paket erhältlich sind ein Spurhaltewarnsystem, eine Müdigkeitserkennung sowie ein Fernlichtassistent und eine millimeterwellenradar gesteuerte adaptive Geschwindigkeitsregelanlage, die im Regelbereich zwischen 40 und 160 km/h arbeitet. Preise sind zum Zeitpunkt der europäischen Vorstellung diese Woche leider noch nicht verfügbar. Diese werden wir aber zu einem späteren Zeitpunkt nachreichen. Der generell als Fünftürer vorgestellte Swift startet seine Verkaufstour mit der Ausstattung „Basic“ und dem 1.2 Liter DualJet Benziner bei einem Einstiegspreis von 13.790 Euro. Leider ist der effiziente Hybrid erst mit der dritten Ausstattungslinie „Comfort“ bestellbar. Dieser startet bei 16.940 Euro. Voll ausgestattet ist der kleine Japaner mit dem Hybrid Aggregat in der Ausstattung „Comfort +“ gemäß Hersteller bei 19.440 Euro. Dabei würde das optional auswählbare Automatikgetriebe nur noch 700 Euro Aufpreis kosten.

Sonnenverwöhnter kleiner Japaner.

Fazit: Suzuki wird auch mit der neuen Generation des Stadtflitzers SWIFT keine Wünsche für Einsteiger und Zweitwagenbesitzer offen lassen. Sowohl Fahrzeugleistung als auch Verarbeitung aller Materialien überzeugen in jeder Hinsicht.

Macht auch in elitärer Runde eine gute Figur.

Der neue Swift lässt als Kleinwagen keine Fragen offen. Als Allrounder für die Familie bestens geeignet. Nicht zu lange Passagen auf der Autobahn sind für ihn kein Problem. Als Alternative im Kleinwagenbereich schon im Preis-/Leistungssektor ein Muss.

Text: Stefan Beckmann, Beitragsbild: Hersteller Bild: Stefan Beckmann und Hersteller 

Erste Fahrten: VW Nutzfahrzeuge mit Off-road Kompetenz

VW Nutzfahrzeuge im Fahrbericht

Geländefähig ? Mit Sicherheit !

Bereits seit 1984 bietet Volkswagen Nutzfahrzeuge seine Ikone, den „Bulli“ – damals als „T3“ mit einem Allradantrieb mit der Zusatzbezeichnung „syncro“ – an. Eine technische Neuausrichtung des Allradantriebs nahmen die Nutzfahrzeugbauer aus Hannover im Jahr 2003 beim Modellwechsel „T4“ zum „T5“ vor. Die Viscokupplung „syncro“ musste der moderneren Lamellenkupplung  und dem Namen „4MOTION“ weichen. Im laufenden Jahr 2017 wird VW Nutzfahrzeuge sein Portfolio nun um das Thema „4MOTION“ mit dem Caddy, Transporter und Amarok nicht nur ausbauen. Mit verschiedenen Motorisierungen, Getrieben und Zusatzsystemen stellen sie Ihre Geländetauglichkeit künftig unter Beweis.

Nutzfahrzeuge für Geschäfts- und Privatkunden

Im Referat der Verantwortlichen von Volkswagen Nutzfahrzeuge lesen sich die angegeben Verkaufs- und Absatzahlen mit einem gewissen „Wow“-Effekt. Demnach wächst der Kundenstamm von Geschäfts- und Privatkunden gleichermaßen. Von 477.000 ausgelieferten Nutzfahrzeugen der Marke waren 88.500 Fahrzeuge mit einem „4MOTION“-Allradsystem ausgerüstet. Im Umkehrschluss war dies fast jedes fünfte Fahrzeug der Baureihen Caddy, T-Baureihe und Amarok. Die größten Zahlen schreiben dabei die sogenannten Allradmärkte wie Norwegen, Schweiz und Österreich.

Dürfen wir vorstellen: Caddy Edition 35, Transporter Rockton und Amarok.

Transporter Rockton und Co. im schweren Gelände

Zum Test der Allrad- bzw. Off-road-Tauglichkeit seiner Modelle lud das Team der Produktkommunikation um Jens Bobsien, Andreas Gottwald und Miriam Heuchler in die Nähe des beschaulichen Wächtersbach (Main-Kinzig-Kreis in Hessen) ein. Rund um das Hofgut „Weiherhof“, einem privaten Forst mit ca. 9.000 Quadratmeter Waldfläche, gibt es ca. 800 Kilometer Waldwege, die zumindest teilweise zu befahren waren. Aus den zur Wahl stehenden Fahrzeugen Caddy Edition 35 und Alltrack, Transporter Rockton und Amarok wählen wir die letzten beiden Fahrzeuge für jeweils eine geführte Tour durch den Wald. Am Vormittag geht es los mit dem Transporter Rockton, der serienmäßig mit dem „4MOTION“ Allradantrieb vom Band rollt. Weiter serienmäßig an Bord sind ein um 30 mm höher gelegtes Fahrwerk und eine mechanische Hinterachs-Differenzialsperre. Optional erhältlich sind separate Unterfahrschutz-Elemente für Motor, Getriebe, Hinterachs-Differenzial, Hauptschalldämpfer, Seitenschweller und Tank. Zusammengefasst bietet Volkswagen diese Elemente auch im Paket „Protection“ für alle Allrad- Transporter an. Der variabel gestaltete Innenraum des Rockton ist mit optionalen Schienen durchzogen. Hier können zum Beispiel drei weitere Einzelsitze oder eine verschiebbare Gittertrennwand integriert werden. Unsere Kolonnenfahrzeuge präsentieren sich mit einem 2.0 Liter TDI und einer Kombination aus 110 kW (150 PS) und einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe. Die 340 Newtonmeter Drehmoment bei 1.500 – 3.000 Umdrehungen sind für den Straßenverkehr auf allgemein zugelassenen Straßen völlig ausreichend, werden uns aber im Laufe unserer „Off-road-Fahrt“ immer wieder mal an die Grenzen bringen.

Geführte Tour mit dem Transporter Rockton.

Geführte Touren

Die ersten Hinweise für das Fahren im Gelände erteilt uns Heiko Schultze vom „Driving Experience“ –  Team der Volkswagen Nutzfahrzeuge AG. Danach geht es los mit drei Fahrzeugen direkt auf den nächstgelegenen Waldweg, der sich ganz schnell als tiefer Schlammweg entpuppt. Diverse Matschdurchfahrten, Anhöhen und Abfahrten sowie Watfahrten durch größere Wasserlöcher. Mit dem Transporter Rockton eigentlich eher keine Herausforderung. Doch, denn an etwas zu tief geratenen Matschschichten wühlt sich der Lastesel aus Hannover doch ein wenig fest. Unter Anleitung unseres Tourguides Heiko geht es dann doch wieder weiter. Nicht planlos bis zur letzten Minute durchwühlen ist sein Motto. Mit der Regel: rechtzeitig loslassen, nach hinten rollen und mit mehr Schwung wieder drauf los kommt man immer noch ein Stück weiter. Die Fahrt mit dem Rockton ist nach kurzweiligen 90 Minuten zu Ende und wir treffen wieder am Ausgangspunkt ein.

Der Rockton kennt keine Herausforderung.

Amarok mit V6 Aggregat

Die zweite Tour des Tages führt am frühen Nachmittag mit einem Amarok ins Gelände.  Als klassischer Pickup auf den Markt gekommen, verordneten die Hannoveraner Autobauer dem Amarok 2016 einen Sechszylinder Motor, um ihn annähernd zum klassischen SUV-Segment zu führen. Die Kolonne zieht los mit drei Fahrzeugen, die allesamt mit einem V6 TDI mit einer Leistung von 150 kW (204 PS) und 500 Nm Drehmoment ausgerüstet sind. Das 3.0 Liter Diesel Aggregat ist serienmäßig kombiniert mit einem 4MOTION – Antrieb und einem automatischem 8-Gang- Automatikgetriebe. Der permanente Allradantrieb im Amarok verteilt über ein zentrales Torson-Differenzial die Motorkraft automatisch zwischen Vorder- und Hinterachse. Darüber hinaus verfügt der deutsche Pickup über eine elektronische Differentialsperre (EDS). Sie verhindert per aktivem Bremseingriff das einseitige Durchdrehen eines Rades und lenkt die Antriebskraft stets zu dem Rad mit der besten Traktion. Optional bietet Volkswagen Nutzfahrzeuge für alle Amarok eine mechanische Hinterachs-Differenzialsperre an. Die zweistündige Tour mit dem Amarok bleibt genauso kurzweilig wie die vorangegangene Tour. Passagen mit tiefem Boden „durchschwimmt“ der Amarok eher, da er gerade durch den V6 Motor schwergewichtiger als der Rockton durch Gelände kommt.

Der Amarok als echter Allrounder.

Fazit: Mit den zusätzlichen Modellen Caddy Edition 35 und Alltrack, Transporter Rockton und dem Amarok bauen die Volkswagen Nutzfahrzeuge AG ihr Portfolio nochmals sinnvoll aus. Hier geht es nicht nur um Fahrzeuge, die gerade mal einen Feldweg entlang fahren können. Die Nutzfahrzeugschmiede aus Hannover beliefert ihre Kunden mit Highend Fahrzeugen für den professionellen Einsatz.

Nutzfahrzeugflotte completed.

Die geländefähige Nutzfahrzeugflotte ist mit dem Transporter Rockton, Caddy und Amarok nahezu perfekt bestückt. Für den professionellen Alltag ein absolutes MUSS und für Geschäfts- und Privatkunden nicht mehr wegzudenken.

Text: Stefan Beckmann, Beitragsbild: Hersteller, Bild: Stefan Beckmann und Hersteller

Erste Fahrt: Der neue Peugeot 5008

Peugeot 5008 im Fahrbericht

Französischer Löwe hat alles im Grip

Der neue Peugeot 5008 bewirbt sich nicht nur als SUV Flaggschiff der Franzosen in Europa. Der größte SUV der PSA Group ist zugleich auch das letzte SUV der französischen Strategen weltweit. Den Startschuss gab der im Juni letzten Jahres als City-SUV eingeführte 2008, gefolgt vom mittleren 3008, der im Spätherbst 2016 eingeführt wurde. Die erste Generation des 3008 sowie ein 4008 (aktueller europäischer 3008) komplettieren das Fünfergespann in China für den weltweiten Markt. So möchte der PSA Konzern Flagge zeigen im viel umkämpften globalen SUV Markt. Dass er damit im Trend liegt, belegen die aktuellen europäischen Verkaufszahlen. Demnach verkaufte sich der 2008 bereits 249.000 mal und der 3008 kommt seit Oktober 2016 auf 125.000 Bestellungen. Der Große soll sich nun gegenüber dem Nissan X-Trail, Škoda Kodiaq, Hyundai Santa-Fe und Ranger Rover Discovery beweisen und präsentiert sich mit zwei Benzinern und zwei Diesel Aggregaten dem europäischen Markt. Seinen Einstieg findet er bei noch unter 25.000 Euro.

Vom Kompaktvan zum SUV

Kam die 1. Generation des 5008 ab 2009 noch als Kompaktvan auf Basis des 308 und Citroën C4 Picasso daher, führt er heute die Liste der SUV im C-Segment mit einer Fahrzeuglänge von 4,64 Meter an. Dennoch vertritt er gerade mit seiner äußeren Erscheinung die Marke Peugeot in vollen Zügen. So wie seine beiden „kleineren Brüder“ überzeugt er mit einer langen, fast waagerechten Motorhaube. Die aggressiv nach unten gezogenen Frontscheinwerfer rahmen den hoch sitzenden Kühlergrill ein, der ganz prominent das Markenlogo zur Schau trägt. Vom vorderen Radkasten zieht sich eine markante Sicke bis zum Heck, die direkt an der C-Säule endet. Dort gehören die Heckleuchten mit der Drei-Krallen-Graphik zum Wiedererkennungswert des großen Franzosen. Seine Anmutung von vorn und hinten lässt ihn breit und bestimmend auf der Straße stehen.

Gewachsen und erwachsen – ein ganzer SUV.

Mehr Einsatzzwecke

Ein hohes Maß an Sicherheit, Fahrspaß und Zuverlässigkeit wollen die Ingenieure aus Frankreich im 5008 mit seinen flexiblen Fähigkeiten bieten. Dabei gaben sie sich auch zur Aufgabe, dass sich ein SUV nicht nur über die Vielzahl von Einsatzzwecken definiert, sondern generell auch seinen Nutzern stressfreies Fahren über große Distanzen und unter schwierigen Bedingungen offerieren sollte. Ob dies gelungen ist, konnten wir bei einer ersten Testfahrt durch die kurvenreiche schwäbische Alb für einen Tag genießen. Rund um ein Pferdegestüt der Hofsiedlung nahe Heroldstatt konnten wir auf herrlichen Serpentinen durch die Natur seine dynamischen Eigenschaften nicht nur on-road testen.

Souverän und selbstbewußt im Gelände.

Aggregate mit Effizienz

Zur überschaubaren Motorenpalette gehören zwei Benziner und zwei Dieselaggregate. Der von uns gewählte 2.0 Liter Diesel stellt uns 110 kW (150 PS) zur Verfügung. Dies scheint zwar bei einem Leergewicht von rund 1.7 Tonnen etwas wenig Leistung, aber bei einem Drehmoment von 370 Newtonmeter bei 2.000 Umdrehungen werden wir schnell wieder entschädigt. Die Höchstgeschwindigkeit von ca. 207 km/h konnten wir leider nicht ausfahren, aber dafür kamen wir dem angegebenen kombinierten Verbrauchswert von 4,8 Litern ziemlich nahe. Das Sechs-Gang-Schaltgetriebe arbeitet präzise und ohne Hakeln. Das zweite Dieselaggregat für den 5008  bietet bei einem Hubraum von 1.6 Litern 88 kW (120 PS) und 300 Newtonmeter bei 1.750 Umdrehungen. Sowohl der 1.6 Liter- als auch der 2.0 Liter-Motor kann mit einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe oder einem Sechs-Stufen-Automatikgetriebe bestellt werden. Im Benzinbereich listen die Franzosen einen 1.2 Liter PureTech mit 96 kW (130 PS – 230 Nm) in Verbindung mit einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe und einem Sechs-Stufen-Automatikgetriebe. Der zweite PureTech Benziner bringt sich mit 1.6 Liter Hubraum und 121 kW (165 PS – 240 Nm) ins Portfolio ein. Dieser Motor ist ausschließlich mit einem Sechs-Stufen-Automatikgetriebe ausgerüstet. Alle Motoren erfüllen mittlerweile bereits den 6.1 Standard.

Diesel mit Euro Standard 6.1.

Innenraum mit wohltuendem Ambiente

Beim neuen 5008 steigen wir wie schon beim 2008 und 3008 in ein äußerst geräumiges und angenehmes Ambiente ein. Die Frontscheibe wirkt nicht nur groß, sondern bringt tatsächlich viel Licht ins Fahrzeug. Sowohl Fahrer und Beifahrer als auch die Insassen im Fond haben mehr als ausreichend Platz. Mit breiten Kopfstützen ausgestattet, sind die Vordersitze in der Topausstattung „Allure“ (optional) und „GT“ (Serie) als ergonomische Komfortsitze mit AGR-Gütesiegel bestellbar. In der zweiten Reihe finden sich drei komfortable und in der Breite identische Einzelsitze. Der Siebensitzer verfügt außerdem im Fond über zwei zusätzliche Einzelsitze, die sich nicht nur versenken lassen, sondern auch ganz herausnehmbar sind. Dennoch sind die beiden Sitze  auch nur Notsitze und dienen bei kurzen Wegen mit Freunden sehr gut als zusätzliche Möglichkeit. Das Gepäckraumvolumen im Siebensitzer beträgt bis zu 780 Liter bei voller Bestuhlung. Werden die Rücksitze überdies ebenerdig im Boden versenkt, so steigt die Ladekapazität auf 1.940 Liter bei Beladung bis zum Dach. Zusätzliche Komfort-Features des 5008 sind die sensorgesteuerte Heckklappe, zu der eine Fußbewegung seitlich unter dem hinteren Stoßfänger genügt, und die niedrige Ladekante. Mit einer Höhe von 676 mm erleichtert sie das Be- und Entladen. Einen gewissen Hightech-Charakter kennzeichnet das bereits in der zweiten Generation vorhandene i-Cockpit. Ein 12,3-Zoll Display, das hinter dem niedrig gebauten Lenkrad erscheint. Auf diesem „voll digitalisiertem Cockpit“ lassen sich mittels Drehrad am Lenkrad fünf verschiedene Darstellungsmodi einstellen. Der Anzeigen-Modus stellt Drehzahlmesser und Geschwindigkeitsanzeige analog dar. Über einige Assistenzsysteme informiert im Zentrum des Display der Fahrhilfen-Modus. Beim Minimal-Modus dominiert die digitale Geschwindigkeitsanzeige in der Mitte des Displays. Die mehrfarbigen 3D-Navigationshinweise füllen das Display im Navigations-Modus vollständig aus. Eine Kombination aus allem stellt der „persönliche Modus“ zur Verfügung.

Nach unten abgeflachtes Lenkrad und Klaviatur für den Schnellzugriff der Punkte im Hauptmenü.

Mit GripControl alles im Griff

Einen mutigen Weg beschreitet Peugeot bereits mit Einführung des City-SUV 2008. Der französische Automobilhersteller verzichtet auf die Bereitstellung eines Allradantriebes, was für die Fahranforderungen in den mitteleuropäischen Gegenden nicht von Nöten sei, so die Verantwortlichen von PSA. Auch bieten die Modelle 2008, 3008 und 5008 nicht die Geschwindigkeiten, die einen Vierradantrieb beanspruchen würde. Abhilfe soll statt dessen  die mit einem Aufpreis von 300 Euro erhältliche „Grip Control“ schaffen. Eine vielseitige und flexible Traktionskontrolle. Das Bedienrad auf der Mittelkonsole aktiviert zu jeder Zeit fünf unterschiedliche Fahrmodi. Der Standard-Modus ist auf normale Straßenverhältnisse mit geringem und konstantem Schlupf ausgelegt. Beim Schnee-Modus passt sich der Schlupf der Fronträder den aktuellen Straßenverhältnissen an. Ab 50 km/h schaltet das System automatisch in den Standardmodus um. Ein problemloses Vorankommen in rutschigem Gelände verspricht der Allwege-Modus. Das maximale Drehmoment wird auf das Rad gelenkt, das Haftung besitzt. Der Modus ist bis zu 80 km/h aktiv. Dasselbe Maß an Schlupf, um auf lockerem Untergrund voran zu kommen und ein Festfahren zu vermeiden, garantiert der Sand-Modus. Dieser Modus ist ab 120 km/h inaktiv und schaltet in den Standard-Modus. ESP, ASR und Grip Control werden bei einer Geschwindigkeit bis 50 km/h mit dem ESP-Off-Modus ausgeschaltet.

GripControl macht auch Schräglagefahren möglich.

Fahrerassistenzsysteme mit Sinn und Verstand

Ein breites Aufgebot an radar- und kamerabasierten Assistenzsystemen finden wir im Peugeot 5008. Hierzu zählen ab der Ausstattung „Access“ das Active Safety Brake-System, eine Berganfahrhilfe, ein Frontkollisionswarner, eine Geschwindigkeitsregelanlage mit Geschwindigkeitsbegrenzer, ein Spurhalteassistent und die Verkehrsschildererkennung. Ein automatischer Geschwindigkeitsregler mit Abstandswarner, eine Bergabfahrhilfe sowie eine Rückfahrkamera mit 360-Grad-Umgebungsansicht und ein aktives Parksystem mit Lenkautomatik bei Längs- und Querparklücken sind über Optionspakete bestellbar. Peugeot bietet bereits mit der Einstiegsvariante des 5008, dem „Access“, ein Fahrzeug mit einer langen Ausstattungsliste. Eine moderate Aufpreispolitik von 3.200 Euro zur Ausstattung „Active“ und 2.200 Euro zur Ausstattung „Allure“ präsentieren die Franzosen im 5008 mit einem „Rundum-Sorglos-Paket“. Die Erfahrungen seiner „kleineren“ Mitbewerber lassen die Vertriebsverantwortlichen aus Frankreich eine 80%-tige Bestellung der Ausstattung „Allure+“ prognostizieren. Das Highend-Modell des Peugeot 5008 bildet der 180-PS Diesel mit Sechs-Stufen-Automatikgetriebe und der Ausstattungslinie „GT“ mit 41.550 Euro.

Heckleuchten mit Drei-Krallen-Graphik.

Fazit: Mit einem Einstiegspreis von € 24.650 setzt der Peugeot 5008 einen Fingerzeig an die Mitbewerber, dass Luxus, Komfort und Fahrspaß auch zu moderaten Preisen erhältlich sind.

Großer SUV mit kleinem Einstiegspreis.

Der neue Peugeot 5008 ist ein SUV, nicht nur für die Straße und dem Einkauf im Möbelmarkt. Leichte Passagen im Gelände nimmt er ohne Probleme und rundet das Performance Paket des Franzosen gelungen ab. Als Alternative im C-Segment SUV Bereich schon im Preis-/Leistungssektor ein Muss.

Text: Stefan Beckmann, Beitragsbild: Karl-Heinz Augustin, Bild: Stefan Beckmann und Karl-Heinz Augustin

Test: Honda HR-V Diesel

Seit September 2015 ist der japanische Automobilhersteller auch in der Welt der Crossover angekommen, meint man. Trugschluss ! Denn Honda bot mit dem HR-V der ersten Generation bereits 1999 einen Mini SUV an, der als legitimer Vorgänger des ab Dezember 2013 in Japan angebotenen VEZEL gilt. Damals noch als High Rider Vehivle (HR-V). Basierend auf der gleichen Plattform des Hond…