Subaru WRX STi – Damenwahl zum Abschlussball

Rundenzeiten sind beim Wintertraining mit dem Subaru WRX STi heute nicht entscheidend. Schon  eher die Zeit, die man für einen Fahrerwechsel auf spiegelglattem Eis mit zentimeterhoch stehendem Regenwasser braucht. Da bekommt der mächtige Spoiler, den die Fangemeinde der kompakten Sportlimousine liebevoll Theke oder auch Bügelbrett nennt, als Haltegriff mal einen ganz anderen Nutzwert. Eigentlich dient er ja dazu, den 300 PS starken japanischen Krawallbruder bei hohen Geschwindigkeiten Stabilität in Längsrichtung zu verleihen. Leider hat der 2,5 Liter Turbo Boxermotor mächtig Durst (10,9Liter) und mächtig viel Co2-Ausstoß (252 g/100 g/km), was angesichts des ab 2020 geltenden strengeren Abgasgrenzwertes von 95 g/km nicht mehr zeitgemäß ist und von Subaru auch nicht über die Flotte ausgeglichen werden kann. Deshalb verzichten die Japaner nach 25 Jahren und einer letzten Überarbeitung in Europa auf einen Weiterverkauf der ab 44.500 Euro teuren Sportlimousine.

Heute geht es auf dem Übungsgelände im österreichischen Lungau nicht darum, mit dem beachtlichen Drehmoment von 407 Newtonmetern in 5,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h zu spurten, sondern den Japaner mal richtig nett tanzen zu lassen. Permanenter Allradantrieb und reichlich Motorleistung sind ja an für sich schon gute Zutaten für einen Drift. Selbstredend bei ausgeschaltetem ESP. Was den meisten der Teilnehmerinnen des Trainings allerdings fehlt, ist die Übung. Während die Boxermotoren vernehmlich und trotz des strömenden Regens unternehmungslustig vor sich hin brummeln, erklärt Tim Schrick, deutscher Rennfahrer und zusammen mit Werner und Moritz Gusenbauer Moderator und Instruktor des Kurses, die Unterschiede zum Quertreiben mit Hecktrieblern. Die neigen ja anders als ein eher stoischer Allradler ohnehin eher zum Übersteuern, also zum kontrollierten Ausbrechen des Hecks. Doch ist man mit der Kraft an alle vier Räder einmal im richtigen Driftwinkel angekommen, bedarf es viel weniger Lenkeinschlag und weniger Gas als beim Hecktriebler.

„Viel Gefühl am Lenkrad und im Gasfuß ist perfekt, aber da sind Frauen ja ohnehin im Vorteil, schmunzelt Tim. „Dann kriegt ihr den Allradler durch kurzes Einlenken, wir nennen es Impulslenken, und sofortiges Bremsen schnell zum Schwenken des Hecks, dann leichtes Gegenlenken und Gas, und schon klappt das mit dem Tanzen.“ Soviel zur Theorie. Doch am Ende des Tages sind die Instruktoren zufrieden. Nicht nur, weil keiner der Scoobies“ in der Farbe Blue Pearl Schaden gelitten hat trotz einiger Ausrutscher ins Abseits. Sondern auch, weil sie jeder der Teilnehmerinnen bestätigen können, ein würdiger Tanzpartner für den WRZ STi gewesen zu sein. Für den Abschlussball steht dann vielleicht in Bälde eine auf das Viziv Performance Concept Car folgende Sportlimousine von Subaru parat.

Text und Bilder : Solveig Grewe

Aufhören, wenn es am schönsten ist. SUBARU WRX STi

Irgendwann im Laufe seines Lebens – vielleicht auch während seiner Auferstehung? – hat er das „Impreza“ verloren. Doch alleine der immer noch ungeniert große Heckspoiler, das grelle Blau und die goldenen Felgen machen eindeutig klar: WRX STI. „Die letzte Überarbeitung ist eine Weile her. Der Radstand wurde 25mm länger, das Dach liegt 5mm tiefer und das ganze Auto streckt sich um 15mm. Die Basis der A-Säulen wurde um 200 mm nach vorne verschoben, was das Äußere streckt und dem Inneren ein besseres Raumgefühl verleiht.

Die Karosserie ist 140 Prozent steifer als bei der Vorgängergeneration. Und falls es sie interessiert: 16 Prozent weniger Karosseriebewegungen, was vor allem auf die Federraten zurückzuführen ist, die vorne um 22 Prozent und hinten um 6 Prozent steifer sind. Wunderbar antik ist die Lenkung, denn sie arbeitet immer noch hydraulisch. Ihre Übersetzung ist um 15 Prozent schneller, das Übersetzungsverhältnis wurde von 14,8:1 auf 12,7:1 geändert. Das bekannte Multi-Mode-Differenzial ist nach wie vor vorhanden, mit automatischen und manuellen Einstellungen sowie den Modi Auto, Auto- und Auto+. Dabei ist grundlegende Drehmomentverteilung 50:50. Auto+ begrenzt das Drehmoment und erhöht die Stabilität bei rutschigen Verhältnissen, während die Auswahl von Auto – mehr Drehmoment an die Hinterräder schickt und ein bisschen mehr Gelenkigkeit spendiert.“

So sollte man den Subaru WRX STI beschreiben, wenn man dem Geist seiner Erfinder gerecht werden möchte.

Nüchtern, fokussiert und ohne Verzierung.

Doch: er ist nicht nur frei von Design-Klamauk und Lifestyle-Chichi. Er ist vor allem frei von Furcht. Und genau das macht ihn seit Jahrzehnten zu diesem wunderbaren Viech.

Auf dem ersten Meter ist klar: eine Kupplung, die stramm abfedert und auf den Punkt bedient werden möchten, wenn du den WRX fahren und nicht reiten willst. Kein Klick-Klick-zack-brraaap der Doppelkupplungsboxen, stattdessen ein knorrig geführter Hebel für sechs manuelle Gänge. Die Lenkung geht stramm, dafür aber wunderbar scharf in der Reaktion – viel besser als auch schöner, die neue Übersetzung lässt den Subi wirklich herrlich in die Biegung eintauchen.

Dass er dennoch nicht nervös wird, liegt vor allem an seinem Gewicht – der STI ist kein leichtes Auto, sondern ein solides – und an den Unmengen an Grip, die sein Allradantrieb ihm beschert. Er liegt wie ein Brett, sprichwörtlich, nichts zuckt, nicht wischt, nichts scharrt. Am Gas, auf der Bremse und mitten im Scheitel, den WRX juckt es nicht, was du mit ihm anstellst.

Es juckt ihn auch nicht wo. Asphalt, Schotter, Nässe oder Glätte. Er geht einfach nur gnadenlos vorwärts. Natürlich gibt es keine Launch-Control, keine 400PS, keine Soundarien, sondern den gleichen 2.5-Liter-Boxer wie eh und je. Er dreht nicht wirklich willig bis in jubelnde Höhen, er ist kein Ausbund an Kultur und sparsam ist er auch nicht. Aber er hat Saft. In der Mitte, dort also, wo man sich beim harten Fahren so wunderbar an die Kraft des Drehmoments lehnen kann, da ist er wirklich stark.

Dazu passt das Fahrwerk. Hart, aber doch herrlich, blüht es vor allem auf grobem Belag auf. Da wippt nichts nach, der federt nichts durch, es ist ein Fest. Hier merkt man, dass die japanischen Ingenieure nicht zum ersten Mal ein Rallyefahrwerk abgestimmt haben. So auch bei der Bremse: zwar glüht sie gerne mal, läuft blau an und wandert mit dem Druckpunkt, doch sie jammert nie und gibt nie auf.

Und so ist der Subaru WRX STI eine ganz eigene Erfahrung. Nicht zu vergleichen mit den anderen Autos, die man ihm antragen möchte: A45 AMG, RS3, Golf R und Co.

Er ist ein Held, ein Arbeiter. Einer, der dir unglaublich viel zurückgibt, wenn du viel reinsteckst. Einer, der nicht von alleine schnell ist. Aber eben genau der, der pfeilschnell ist, wenn dein Shirt verschwitzt am Sitz festklebt.

Subaru Forester XT 2017 – Der Test mit Habby

Einen Boxermotor verwenden, weil das den Schwerpunkt senkt? Gleichzeitig die größte Bodenfreiheit (22 cm!) in der Klasse der Crossover und SUV-Kollegen? Klingt widersprüchlich, ist aber ein Sinnbild für die technische Leidenschaft eines Automobil-Herstellers, der scheinbar völlig ohne Marketing und Lifestyle-Department auskommt. Eine Wohltat für Autotechnik-Freunde.

Weil robuster einfach besser ist.

Im 240 PS starken Forester durch die Welt .. (hier geht es zum Test-Artikel)

Test: Subaru XV

Als weltgrößter Allrad-PKW-Hersteller zeigt Subaru seit Anfang 2012 Flagge im Segment der Kompakt SUVs. Marktforschungen der Japaner zufolge schätzen Kunden die typischen Vorteile der SUV Fahrzeugklasse, entscheiden sich aber gern für eine preislich niedrigere Einstiegslösung. Der XV dient dem japanischen Autobauer im Wettbewerb zum  Toyota RAV4, Nissan Qashqai und Volkswagen Tiguan. Äußerlich als Impreza der vierten Generation wahrnehmbar, teilt er sich die Plattform mit dem Fünftürer. Demnach wurden die Vorgaben der Verantwortlichen von Subaru im vollen Umfang umgesetzt. Seit Januar 2016 fährt der Kompakte nun im Facelift mit seinen Mitbewerbern auf dem deutschen Markt. Im Portfolio des XV werden fünf Motor- / Getriebekombinationen und fünf Ausstattungsvarianten angeboten. Den Einstieg findet das SUV mit dem 1.6i Benziner und einem Fünf-Gang-Schaltgetriebe bei 19.990 Euro.

Testbericht: Subaru XV 2.0 D Exclusive

SUV Boxer mit zwei Buchstaben
SUV Leichtgewicht mit 1,44 Tonnen.

Der Kompakte stellt uns 108 kW (147 PS) zur Verfügung. Dies scheint bei einem Leergewicht von rund 1.44 Tonnen stimmig, aber bei einem Drehmoment von 350 Newtonmeter bei 1.600 und 2.800 Umdrehungen werden wir schnell eines noch Besseren belehrt. Die Höchstgeschwindigkeit von rund 198 km/h konnten wir auf der einen oder anderen Autobahnfahrt ohne Probleme ausfahren. Dem angegebenen Kombinationswert von 5,4 Litern Diesel im Verbrauch kamen wir sehr nahe. Mit drei Motorisierungen bleibt der Antrieb beim XV übersichtlich. Zu den beiden Benzinmotoren mit 1.6 und 2 Liter Hubraum reiht sich das 2.0 Liter Dieselaggregat. Alle drei Motoren sind vierzylindrige Boxer-Motoren. So behält Subaru seine Boxer-Philosophie bei und kann diese Technologie stets noch optimieren. Aufgrund ihrer Bauweise können die Motoren niedriger eingebaut werden, was zu einem günstigeren Fahrzeugschwerpunkt führt. Dabei liefern der gleichmäßige Motorlauf und die höhere Laufruhe wichtige Argumente. Ob sie überzeugen,   konnten wir bei unserem 14-tägigen Test mit dem XV 2.0D Boxer Exclusive erfahren.

Dynamischer Auftritt auch in der Stadt.

SUV mit viel Komfort

Bereits beim Einsteigen bietet der Subaru XV ein hohes Maß an Komfort. Die sehr tief angebrachten seitlichen Schweller ermöglichen einen bequemen Zugang. Eine zusätzliche Stufe mit rutschfestem Belag macht es auch Kindern beim Ein- und Aussteigen einfacher. Generell haben bei den Abmessungen des Kompakt SUVs 5 Personen bequem Platz. Bei voller Bestuhlung sind die 380 Liter Ladevolumen mehr als komfortabel. Das Ladevolumen bei umgeklappten Sitzen bis zur Dachkante beträgt 1.270 Liter. Das macht einen Einkauf im Möbel- oder Baumarkt sehr einfach. Dabei lassen sich Gegenstände sehr bequem durch die große Heckklappe laden. Diese ist leider entgegen dem derzeitigen Trend der Automobilbranche nicht elektrisch bedienbar und muss stets manuell geöffnet oder geschlossen werden.

Macht gerade beim Großeinkauf eine gute Figur.

On- und Off-Road-Fähigkeiten

Die Front des Kompakt SUVs prägen breite, zu den Seiten hochgezogene Schürzen. Prominent wird das Markenlogo vom chrombesetzten Kühlergrill eingefasst, die seitliche Rundungen der Frontscheinwerfer setzten sich in geraden Sicken über die gesamte Fahrzeuglänge fort, bevor sie genauso gerade bei den Heckleuchten enden. Am Heck sorgen die Scheinwerfer für einen dynamischen Auftritt. Der Wagen ist zudem mit exakt 1,78 Meter Breite und 1,57 Meter Höhe schmaler und niedriger im Vergleich zu seinen Mitbewerbern. Seine optimierte Windschlüpfrigkeit bzw. Aerodynamik macht sich bei Kraftstoffverbrauch und Abgasemission (141 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer) gerade wegen seines Sechs-Gang-Schaltgetriebes positiv bemerkbar. Wir erreichen die angegebenen Werte nicht ganz, dafür haben wir durch das manuelle Schaltgetriebe viel Spaß an der Performance des XV. Der ausschließlich als Fünfsitzer erhältliche Kompakt SUV ist sowohl als Städter als auch als Soft-Offroader unterwegs. Ein hohes Maß an Sicherheit, Fahrspaß und Zuverlässigkeit wollen die Ingenieure aus Japan im XV mit seinen On- und Off-Road Fähigkeiten bieten. Dabei stellen sie sich der Herausforderung, dass sich ein SUV nicht nur über die Vielzahl von Einsatzzwecken definiert, sondern generell seinen Kunden ein stressfreies Fahren über große Distanzen sowie unter schwierigen Bedingungen offerieren sollte.

Schmaler und niedriger als die Mitbewerber.

Allrad für das kleine Portemonnaie 

Um den Ansprüchen und Wünschen seiner Kunden gerecht zu werden, schnürt Subaru insgesamt fünf Ausstattungsvarianten – Trend, Active, Comfort, Exclusive und Exclusive+ – mit fünf Motor-/Getriebekombinationen. Preislich startet der japanische Autobauer mit dem XV 1.6i Trend und Fünf-Gang-Schaltgetriebe bei € 19.990. Hierbei ist, wie bei allen Subaru XV Modellen, serienmäßig der aus der japanischen Schmiede stammende Allradantrieb „Symmetrical AWD“ erhältlich. Unser Testfahrzeug, der XV 2.0D Exclusive mit Sechs-Gang-Schaltgetriebe, ist ab € 29.390 zu bestellen.

Elegante Lederausstattung.

Fazit: Mit dem XV Kompakt SUV bietet Subaru nicht nur irgendeinen Mitbewerber im Segment. Durch seine extreme Alltagstauglichkeit und dem in Verbindung mit dem Boxer Diesel gewonnenen Fahrspaß kann er zu den deutschen Anbietern durchaus eine Alternative sein.

[toggle title=“Motor und Getriebe“]

Subaru

XV 2.0 D Exclusive

Motor Boxer Diesel
Hubraum 1.998 ccm³
Leistung 147 PS @ 3.600 U/min
Kraft 350 Nm @ 1.600 – 2.800 U/min
Getriebe 6-Gang-Schaltgetriebe
Antriebsachse Allradantrieb

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[toggle title=“Abmessungen und Fahrleistungen“]

Länge, Breite, Höhe 4.450, 1.780, 1.570   mm
Radstand 2.635 mm
Leergewicht 1.445 kg
Wendekreis 11,4 m
Höchstgeschwindigkeit 198 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 9,3 sec
Normverbrauch 5.4 l/100 km

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[toggle title=“Verbrauch im Test“]

Alltagsfahrer 5.8 l / 100 km
Öko-Experte 4.9 l / 100 km
Außendienst-Modus 6.1 l / 100km

[=“ “ ]Text: Stefan Beckmann, Bild: Hersteller (SUBARU Deutschland GmbH) – Beitragsbild: Hersteller (SUBARU Deutschland GmbH)

[/toggle]

Das letzte echte Allradtier! SUBARU WRX STi im TEST

Bei 255 km/h wird abgeregelt. Der neue WRX STi hat dieses Limit vom Vorgänger übernommen, hier im Spessart ist das jedoch egal. Denn diese 255 km/h schafft der WRX STi auch bei völligstem Wahnsinn des Fahrers nicht, so lange die kurvigen Straßen des Spessart das lebendige Umfeld sind. Doch das Top-Speed-Thema ist so oder so nicht das, was einen interessieren sollte. Der SUBAU bietet etwas ganz anderes. Es geht um den direkt erfühlbaren, den ehrlichen, den direkten Fahrspaß. Und gerade beim neuen WRX STi hat sich dieser nicht besonders gut versteckt!

SUBARU WRX STi bittet zum Tanz

Ein 300 PS Pragmatiker

255 km/h Höchstgeschwindigkeit sind wie gesagt eine virtuelle Größe, viel wichtiger ist die Abstimmung von Fahrwerk, Antrieb und Lenkung sowie der daraus resultierende Umgang mit dem Boxer-Vieh. Und wenn der Motor schon mit der gleichen Leistung antritt wie beim Vorgänger, wenn das manuelle Sechsgang-Getriebe die Kraft noch immer an den symmetrischen Allradantrieb verteilt, der wiederum maximal paritätisch (41:59 bis 50:50) zwischen den Achsen zuteilt, wenn an der Hinterachse noch immer ein Torsen-Differential für die Verteilung der Kräfte zuständig ist – dann muss der Fortschritt im Detail liegen, oder?

Dass ein SUBARU mit Allradantrieb an den Start gehen muss und seine Kraft aus einem Boxermotor kommen muss, ist eisernes Subaru-Gesetz. Es gibt hier nur wenig Spielraum und der WRX STi beugt sich dem Diktat. Das ist gut so. Das Wissen nicht nur die Fans des ehedem erfolgreichen Rallye-Tiers. Dem WRX STi  wurde einst eine große Aufgabe zugewiesen, damals, als er als Impreza WRX zur Welt kam, davon zeugen heute noch die martialischen Design-Elemente. Der große Heckflügel ist da nur das i-Tüpfelchen im Paket der optischen Eigenheiten. Die Nase des neuen WRX wirkt noch immer, als wolle man auf den Schotterpisten dieser Welt die staubige Luft filtern. Traditionell seine Form mit den sechs Ecken. Ebenso traditionell der Lufteinlass für die Kühlluft des Ladeluftkühlers, prominent auf der Haube platziert. Die Kotflügel wurden kräftiger maskuliner geformt, die Außenspiegel sitzen nun auf der Tür und nicht mehr im Fenstereck. Am Heckflügel wurde nicht herumgespielt, der bleibt, wo er war und verkündet der Außenwelt von den großen Ambitionen des WRX STi.  Auf deutschen Autobahnen motiviert diese optische Präsenz des WRX und der lautmalerisch vorgetragene Ehrgeiz allerdings viele Verkehrsteilnehmer zu Spielchen. Da wird herunter gebremst, beschleunigt, der Fahrer des WRX soll aktiviert werden zum Spielen. So ist mir das während der Abschiedstour mit dem Vorgänger des öfteren passiert.

Ausflug in das Kurvenland

Doch hier – im winkligen Spessart – kann ich nun konzentriert eintauchen in die Welt des WRX. Zeit, um den Fortschritt ausfindig zu machen. Zeit, um heraus zu finden, weswegen der Allradantrieb und der Motor – geht es nur um die Zahlen – gleich blieb, wo der WRX an sich doch eine neue Karosse bekam. Und während die sichtbaren Fakten wie ein flacheres Dach (-5 mm), der längere Radstand (+25 mm) oder die flacher verlaufenden A-Säulen kaum eine Rolle spielen, ist das Chassis  140% steifer geworden. Und das wiederum ist zwar nicht sichtbar, aber spürbar.

Steif ist besser

Der neue WRX STi fühlt sich extrem solide an. Eine steife Karosse hilft aber auch den Technikern bei der Abstimmung eines gutes Fahrwerks. Je weniger sich eine Karosserie verwindet, desto effektiver kann das Fahrwerk arbeiten. Vereinfacht gesprochen: Damit Dämpfer und Federn optimal arbeiten können, müssen sie sich an der Karosse abstützen können. Ist diese steif und solide, dann lässt sich das Fahrwerk besser abstimmen und das ist den SUBARU-Technikern gelungen. Der neue WRX STi folgt dem Gedanken des Fahrers. Die direkter abgestimmte Lenkung (von 14.8:1 auf 12.7:1) trägt ihren Teil dazu bei, aber wie sich der neue WRX STi in die Kurven stürzt, ist schon fast beängstigend. Da bleiben keine Momente der Lenkarbeit ungenutzt.

Sauber den Scheitelpunkt anvisieren, hart auf die Bremse, die Geraden im Spessart lassen den WRX STi zügig beschleunigen, beim Bremsen im ABS-Regelbereich taucht der WRX STi mit der Nase tief in Richtung Asphalt ein. Langsames lösen, einlenken und dann mit dem rechten Fuß, noch vor dem Kurven-Scheitelpunkt, wieder den Druck auf den 2.5 Liter Boxermotor erhöhen. Den Drehschalter für “SI-Drive”, das SUBARU Intelligent-Drive darf man während der Testfahrten getrost in “S#” (sport sharp) stehen lassen. Das sorgt für eine direktere und spontanere Reaktion des Motors auf die Gaspedalbefehle. Die beiden anderen Modi lassen sich im Alltag nutzen und zähmen die Kraftentfaltung des 407 Nm starken Turbo-Benziners auf ein erträgliches Alltagsmaß. Zudem soll der SI-Mode für eine sparsame Gangart hilfreich sein.

Er mag es hart

In mir erwacht die Frage, wie man es geschafft hat, einen 300 PS-Allradler mit einem derart vertrauenerweckenden Fahrverhalten abzustimmen? Der WRX STi erlaubt seinem Fahrer die vollständige Deaktivierung des ESP und wird dennoch nicht zickig. Lastwechsel in der Kurve? Weil man wieder einmal für einen Allradler zu schnell in die Kurve ging? Kein Thema. Auch ohne ESP bleibt es maximal bei einem sanften Eindrehen in die Kurve. Untersteuern sollte man allerdings unter allen Umständen vermeiden. Die speziellen Dunlop-Sportreifen grüßen sonst recht schnell mit jammernden Tönen, während man darüber nachdenkt, wie man die schwere Nase des WRX STi zurück in Richtung Kurve bekommt. Mit 1.505 Kilogramm auf der Waage und einem Plus von 300 Kilogramm für die Vorderachse muss die Hinterachse schon besonders clever agieren, um hier für ein neutrales Fahrverhalten zu sorgen. Mit rund 60 % der Kraft auf der Hinterachse und dem noch immer vorhandenen VDC-System sorgt der Antriebsstrang des WRX STi dafür, dass die Kraft dorthin kommt, wo sie am sinnvollsten wirken kann.

Dass die Vorderräder ordentlich arbeiten, unter dem Fahrer ein hoch intelligenter Allradantrieb die Kraft ständig neu verteilt und am Ende eine Serien-Bremse mit der ganzen Belastung fertig wird, davon spürt man nichts, während ich den –  in WR Blue Pearl lackierten – Japaner spielerisch in die Kurven werfe. Er macht es seinem Fahrer leicht, schnell zu sein. Die direkte Lenkung, der geniale Allradantrieb und das exzellente Fahrwerk – mit den noch immer 300 PS des Turbo-Boxers kommen sie spielerisch leicht zu Recht. Einzig die Reifen in 245/40-18 jammern nach einiger Zeit.

Zeit, den Blick durch den Innenraum wandern zu lassen

Rote STI-Insignien an Schaltknauf und dem nun unten abgeflachten Lenkrad, dazu Carbon-Optik in der Mittelkonsole. Die Sitze haben sich um den Rücken und Schulter des Fahrers geschmiegt und geben soliden Seitenhalt. Das Lenkrad mit der roten Ziernaht lässt sich ordentlich an die Statur des Fahrers anpassen. Viele Details im neuen WRX STi künden vom pragmatischen Anspruch des Sportlers. Hier wird keine Diva bewegt, hier bekommt man eine technisch solide, eine logisch aufgebaute Fahrmaschine. Zufällig sind die Türen ordentlich groß geschnitten und der Kofferraum mit 460 Litern groß genug für den nächsten Roadtrip. Auch zu viert!

Dass der WRX STi von Haus aus mit allem ausgestattet ist, was den Alltag angenehmer macht, dürfte klar sein. Die Aufpreisliste ist dann auch übersichtlich kurz und lässt einem nur die Wahl zwischen dem Active-Modell und der Sport-Version, die dann auch mit Harman-Kardon Soundsystem und Navigationssystem auf die Straße rollt. Für 2.590 € gibt es zudem eine Voll-Leder-Ausstattung und der Blue Pearl-Lack des Testwagens kostet 590 € extra.

Fazit:

Noch einmal zu den Zahlen: Der neue WRX kostet mindestens 41.900 Euro und ist damit deutlich günstiger geworden als sein Vorgänger. Auch ein echtes Argument – obwohl der STi dies eigentlich nicht benötigt hätte – denn fahrdynamisch gibt es in seiner Leistungsklasse nur wenige mit besseren Argumenten. Allerdings einige mit deutlich mehr Leistung.
Und auch wenn weiterhin bei 255 km/h abgeregelt wird, es ist nicht die Höchstgeschwindigkeit, die im neuen SUBARU WRX STi zählt, es ist der Weg dorthin, am besten auf kurvigen Straßen. Geradeaus schnell kann jeder. Der WRX STi schafft es auch zügig ums Eck!

[=“ “ ]Das Video ist eine Produktion für unsere Partnerseite: Autohub.de

 

[=“ “ ]Fakten zum neuen SUBARU WRX STi

Verkaufsstart:  Mai 2014
Basispreis:  41.900,– €
Motorleistung:  300 PS @ 6.000 U/min | 407 Nm @ 4.000 U/min
Antrieb und Getriebe:  Symmatrical Allwheel Drive – Variabel, Torque Vectoring
Länge, Breite, Höhe, Radstand:  4.595, 1.795, 1.475, 2.650 mm
Normverbrauch:  10.4 Liter / 100 km – 242 Gramm CO²/km
Höchstgeschwindigkeit:  255 km/h
Beschleunigung von 0 – 100 km/h  5.2 Sekunden

Test: Subaru Outback 2.5i

Subaru ist uns in Deutschland zwar als Nischenhersteller von allradbetriebenen PKW bekannt, aber weltweit spielte der japanische Konzern schon Ende der 70er Jahre eine große Rolle. Die Japaner starten mit dem Outback bereits in der fünften Generation seit 1996. Mit dem Crossover kombinieren die Ingenieure den Komfort eines PKW mit dem hohen Nutzwert eines SUVs. Außerdem zeigt sein Fahrerassistenzsystem „EyeSight“ eine neue Option der Erfassung von Umgebungsdaten mittels zweier Kameralinsen. Seit März 2015 bietet der Outback neue Motoren und ein neues Design. Die Kombinationen aus Motor und Getriebe versprechen hohen Fahrspaß und Effektivität. Mit seinem 2,5 Liter Benziner aus der Produktion der Boxer Leichtmetallmotoren unter der Haube startet der Outback bei einem Grundpreis von 34.400 Euro.

Subaru Outback 2,5i Sport CVT

Mit dem Zweiten sieht er alles
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Kraftvolle Erscheinung.

Neu entwickelter Crossover

Die fünfte Generation des Crossover aus Japan ist keine komplette Neuentwicklung. Dennoch kommt der Outback mit neuem Design daher. Die Front prägt eine dynamisch zu den Seiten laufende Schürze. Prominent wird das Markenlogo im sechseckigen Kühlergrill präsentiert. Die Frontscheinwerfer laufen seitlich am Kotflügel aus und sollen eine Wiedererkennung zur Modellfamilie herstellen. Die am vorderen Radkasten beginnende Sicke endet an den Heckleuchten, die für einen starken Auftritt sorgen. In seiner Gesamtperformance steht der Subaru Outback sehr robust und breit auf der Straße und serviert uns alle optischen Eigenschaften eines SUV.

Soft-Offroader für die Stadt

Die Dachreling ist fest mit der Karosserie verbunden. Das verbessert die Aerodynamik. Der Wagen ist zwar mit knapp 4,81 Meter Länge und 1,84 Meter Breite länger und breiter im Vergleich zu seinem Vorgänger, was aber seiner Windschlüpfrigkeit nicht abgeht. Seine Verbrauchswerte von kombinierten 7,0 Litern (entspricht einer Abgasemission von 161 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer) erreichen wir zwar im Testverlauf nicht immer, dennoch erzielen wir akzeptable 7,6 Liter. Der ausschließlich als Fünfsitzer erhältliche Outback ist sowohl als Städter als auch als Soft-Offroader einsetzbar, was er durch seinen symmetrischen AllradAntrieb sehr gut meistert.

Angenehmes Ambiente mit Navigationssystem und Rückfahrkamera
Angenehmes Ambiente mit Navigationssystem und Rückfahrkamera.

Ansprechender Ambiente

Im Innenraum sorgen hochwertige Lederbezüge, berührungsfreundliche Softouch-Oberflächen und Applikationen in Klavierlack in 3-D-Optik für ein hochwertiges Ambiente. Beim Einsteigen bekommen wir den Eindruck, dass die Bedienelemente leicht dem Fahrer zugeneigt sind. Zur Grundausstattung der von uns getesteten Variante „Sport“ gehören Klimaautomatik mit Zwei-Zonen-Regelung und Geschwindigkeitsregelanlage, sieben Airbags sowie eine Berg-Abfahrhilfe (elektronisch geregelt). Die Armaturen bieten dem Fahrer sehr viele nützliche Informationen, wobei das Display des Bordcomputers nie überladen wirkt. Das Navigationsgerät in Verbindung mit dem Multimediasystem stellt uns nicht nur Entertainment wie digitales Radio oder eine gute Soundanlage zur Verfügung. Dank ausreichendem Kartenmaterial sind selbst kleinste Ziele leicht zu navigieren.

EyeSight sieht mehr als andere

In Sachen Flexibilität und Assistenzsysteme hat der Outback deutlich zugelegt. Sein ohnehin ausreichendes Kofferraumvolumen bei voller Bestuhlung von 559 Litern erweitert sich auf stattliche 1.848 Liter bis zum Dach bei umgeklappten Rücksitzen, was zu den Bestwerten im Segment gehören dürfte. Die Dreiersitzbank im Fond verfügt über einen praktischen Einstieg, weil die Türen sich weit aufklappen lassen. Die Dachreling bietet eine Schnellmontagevorrichtung für den Dachgepäckträger. Das ausschließlich in Verbindung der Subaru eigenen Lineartronic erhältliche System „EyeSight“ bietet Subaru als weltweit einziger Herstellter an. Im Einzelnen verbindet dieses System ein Notbremssystem mit Kollisionswarner, einen Spurhalte-Assistenten, eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage, einen Anfahr-Kollisionsschutz sowie einen Stop & Go Anfahrassistenten. Das Gesamtsystem „EyeSight“ funktioniert rein optisch. Bei den beiden rechts und links vom Innenspiegel angebrachten Kameralinsen wird ein sogenanntes stereoskopisches Bild erzeugt. Dies entspricht im Großen und Ganzen der Funktion unseres menschlichen Auges. Erkannt werden hierbei Autos, Motorräder, Fahrräder und auch Fußgänger. Diese werden durch das Kamerasystem mit Abstandsmessung und Winkelmessung zuverlässig identifiziert und priorisiert. Die Auswertung dieser Bildinformationen ermöglicht die Konsolidierung der fünf Komponenten des „EyeSight“.

Kraftvoller 2.5 Liter Boxer
Kraftvoller 2.5 Liter Boxer.

Gute Fahrdynamik

Viel Fahrspaß vermittelt der aus dem Motorenprogramm der Boxer-Familie von Subaru bekannte 2.5 Vier-Zylinder-Leichtmetall Benziner auf eine sehr souveräne Weise. Denn mit einem Drehmoment Maximum von 235 Newtonmetern ab 4.000 Umdrehungen kommt das Aggregat aus dem unteren Drehzahlbereich sehr überzeugend nach vorn. Kombiniert ist unser Testwagen mit einem sportlich abgestuftem CVT-Automatikgetriebe, das nie schwerfällig wirkt, auch nicht beim Anfahren. Die Lenkung ist für den europäischen Geschmack ausgesprochen spursicher ausgelegt, so dass auch in der Stadt in Verbindung mit dem kleinen Wendekreis ein sehr entspanntes Fahren möglich ist. Beim Einparken unterstützt die weitwinklige Rückfahrkamera.

Hoher Einstiegspreis

Der Outback, der ausschließlich mit symmetrischem Allrad-Antriebssystem angeboten wird, ist ab einem Preis von 34.400 Euro zu haben. Dafür bietet Subaru einen 2.0-Liter Boxer-Diesel mit 150 PS. Die Benzinmotorisierungen hingegen starten mit dem 2,5i Boxer mit einer Leistungsstufe von 129 kW (175 PS) und Subarus Lineartronic (CVT-Automatikgetriebe) bei einem Basispreis von 35.900 Euro.

Die Preisunterschiede zwischen den drei Ausstattungslinien „Active“, „Comfort“ und „Sport“ sind moderat gehalten. Dabei liegt beim Benziner und Allradantrieb die Differenz zwischen der Ausstattung „Comfort“ und der Topausstattung „Sport“ bei schlanken 2.700 Euro. Enthalten sind bereits dann das Navigationssystem mit 7-Zoll-Multi-Touchscreen-Monitor, LED-Scheinwerfer mit automatischer Niveauregulierung und Nachleucht-Funktion, Lederausstattung und eine elektrische Heckklappenbedienung.

....da passt auch ordentlich etwas rein !
….da passt auch ordentlich etwas rein !
Fazit:

Mit der Eigenentwicklung „EyeSight“ geht Subaru zwar einen einsamen, aber sehr zielstrebigen Weg in der Erfassung von Umgebungsdaten. In Verbindung mit dem 2,5 Boxer Benziner und der Lineartronic vermittelt der Outback ein angenehmes Fahrgefühl.

[toggle title=“Motor und Getriebe“]

Subaru

Outback 2.5i Sport

Motor R4, Benziner, Boxer
Hubraum 2.498 ccm³
Leistung 175 PS @ 5.800 U/min
Kraft 235  Nm @ 4.000 U/min
Getriebe CVT-Automatikgetriebe
Antriebsachse Allradantrieb

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[toggle title=“Abmessungen und Fahrleistungen“]

Länge, Breite, Höhe 4.815, 1.840, 1.605   mm
Radstand 2.745 mm
Leergewicht 1.621 kg
Wendekreis 11,8 m
Höchstgeschwindigkeit 210 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 10,2 sec
Normverbrauch 7.0 l/100 km

[/toggle]

[toggle title=“Verbrauch im Test“]

Alltagsfahrer 7.6 l / 100 km (Diesel)
Öko-Experte 6.9 l / 100 km
Außendienst-Modus 7.8 l / 100km

Text und Fotos: Stefan Beckmann

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Subaru feiert: „50 Jahre durchgeboxt“

Der Geruch der 80er Jahre wabert durch dieses Auto. Unter der langen weißen Haube röhrt der 3.3 Liter Sechszylinderboxermotor. Legendär, möchte man sagen. Sechszylinder-Boxermotoren – das gibt es heute nur noch bei Porsche. Und bis vor einigen Jahren bei SUBARU. 

50 jahre Boxermotor 108 SUBARU

Zeitreise im SUBARU SVX und Impreza GT 2.0 Turbo

Der SVX war seiner Zeit voraus. Ein futuristisch gezeichneter Sportler. Und er war das typisch japanische „all-inclusive“ Modell. Großer Sechszylinder, Allradantrieb, alles elektrisch, vom Spiegel über die SVX-typischen Seitenscheiben. Natürlich mit Klimaautomatik. Als der SVX 1991 auf den Markt kam, war er der Nachfolger des kantigen SUBARU XT. Sein Karosseriekleid wurde in Italien bei Giugiaro gestaltet, es war fließend und stellte dennoch eine dynamische Keilform dar. Unter seiner Haube werkelte der intern als EG33 bekannt gewordene 3.3 Liter Wasserboxer – keine Turboaufladung – aber zwei oben liegende Nockenwellen, Vierventiltechnik und zwischen 220 und 230 PS stark. Der SVX spurtete trotz seiner Vierstufenautomatik in 7.5 Sekunden auf Tempo 100.

SUBARU Deutschland besitzt einen der raren SVX, in Deutschland wurden nur 854 (lt. Wiki) Stück verkauft. Schaut man sich heute die einschlägigen Online-Verkaufsplattformen an, dann findet man nicht einmal eine Handvoll Angebote. Wer einen SVX besitzt, behält ihn. Die 90er Jahre stecken in den SVX plüschige Sitzbezüge. Aus dem Radio erwartet man „I’v been looking for freedom“ von David Hasselhoff dudeln zu hören.

Was Anfang der 90er Jahre spektakulär klang, Allradantrieb und 3.3 Liter Boxermotor mit 230 PS, ist heute, über 25 Jahre später, eine Zeitreise in eine entschleunigte Welt. Große Knöpfe, Plastik, aber über allem der sonore Klang des rauchigen drei-punkt-drei Liter Boxermotors. Überhaupt. Dieser Sound. Nur ein Boxermotor klingt wie ein Boxermotor. Doch der Klang war nicht der Grund für die Wahl des Boxer-Layouts. Es sind die einzigartigen Vorteile, die ein solcher Boxermotor gegenüber anderen Varianten wie Reihenmotoren und V-Triebwerken besitzt. Flacher Schwerpunkt im Fahrzeug, einzigartige Laufruhe und Drehfreude, die perfekte Balance eines Boxermotors lässt Ingenieurs-Herzen höher schlagen und verdeutlicht die Arbeitsweise der Japaner. Geringere Massenkräfte und eine kurze Kurbelwelle führen auch zu niedrigeren Belastungen auf der Materialseite. Dennoch, ein Boxermotor ist garantiert nicht die günstigste Lösung, denn ein Boxermotor ist in der Herstellung immer ein wenig teurer, da sind unter anderem die doppelten Zylinderköpfe schuld. Aber der Boxer ist die technologisch sinnvollste Lösung.

Der Boxer-Vorteil am Modell sichtbar gemacht.
Der Boxer-Vorteil am Modell sichtbar gemacht.

Bei SUBARU und dem Mutterkonzern Fuji Heavy Industries pocht das Herz bereits seit 50 Jahren für diese Motorkonstruktion. Neben dem einzigartigen Commitment in Richtung Allradantrieb, denn der gehört bei SUBARU auch zum guten Ton und dem überzeugenden Technik-Konzept, ist der Boxermotor seit 1966 der rote Faden, der sich durch alle SUBARU-Modelle zieht. Den ersten Boxermotor hat Fuji Heavy Industries für den SUBARU 1000 gefertigt. Und damals auch gleich gegen Reihenmotor und V-Motor getestet. Der damalige Vorstand war vom BOXER-Konzept überzeugt und für SUBARU begann eine einzigartige Erfolgsgeschichte. Im übrigen hat man bereits damals auf Aluminium anstelle von Grauguss gesetzt!

Über 16 Millionen Stück wurden bislang gefertigt und in Ländern wie den USA verkauft die hierzulande so kleine Marke SUBARU drei Mal mehr Fahrzeuge als Volkswagen.

Eine weitere Geschichte kann der Impreza 2.0 GT Turbo erzählen. Auch hier hat SUBARU Deutschland das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite gehabt. Ein Original Impreza GT mit nicht einmal 10.000 Kilometern steht heute im Fuhrpark. Es ist ein Ausflug in eine faszinierende Welt. Der Charme der End neunziger Jahre, ein Youngtimer im Zustand eines Neuwagens. Oder besser:  Der GT erzählt, während man auf den Ladedruck wartet, der sich langsam aber gnadenlos aufbaut, von der Welt der Rallye-Erfolge. Von Safaris, von Schotterpisten und harten Fights an der Weltspitze des Rallye-Sports. Subaru gewann von 1995 an, drei Mal in Folge, die Rallye-Weltmeisterschaft. Immer mit einem Boxertriebwerk. Immer mit Allradantrieb. Es war die wilde Zeit der Gruppe A. Es war die Zeit des Colin McRae. Unvergessen. In der Zwischenzeit ist das Öl im 1998 Impreza 2.0 GT warm, der Lader auf Drehzahl und mit Nachdruck stürmt die rund 215 PS starke silberne Limousine von der Ampel weg. 5 Gänge reichen auch heute noch aus. Jeder Gang passt nahtlos an den vorherigen. Nur die Drehzahl sollte nicht unter 2.800 Umdrehungen fallen, dann stimmt das auch mit dem Vortrieb. Der makellose GT schaltet sich präzise, gefühlvoll geführt. Direkt. So lebendig. Dass dieses Auto bald 20 Jahre alt wird, man mag es nicht glauben. Wie neu fühlt es sich an. Die orangefarbene Tachonadel wandert strebsam über das weiße Tachoblatt. Straff gedämpft, verbindlich gefedert, vermittelt dieser Impreza GT den Neuzustand des Jahres 1998. Zu schade für die wilde Hatz, ein Kultur-Erbe, dessen Bewahrung man sich zum Glück auf die Fahnen geschrieben hat in der deutschen Niederlassung von SUBARU.

50 Jahre – Eine Marke bleibt sich treu

50 Jahre Boxermotor feiert man dort. Zu Recht. Die Autos sind einzigartig. Auch heute noch. Und wenn Volker Dannath, der Geschäftsführer von SUBARU Deutschland, im Gespräch bestätigt: „In Japan planen die Techniker auch für die Zukunft mit dem Boxermotor“, dann mag man beruhigt ausschnaufen, nicht so laut wie das Wastegate des Impreza GT 2.0, aber gerne auch effektvoll. Sollen die Friedberger ruhig merken, auch in Deutschland schätzt man die Technik-Kultur der Japaner!

SUBARU erfolgreich beim 24h-Rennen am Nürburgring

Subaru meistert die „grüne Hölle“: Trotz wechselnder Witterung hat das Motorsport-Team STI (Subaru Tecnica International) seinen Vorjahreserfolg wiederholt und einen weiteren Klassensieg beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring gefeiert. Nach 121 Runden landete der Subaru WRX STI „NBR Challenge 2016“ mit der Startnummer 106 auf dem ersten Platz in der Turbobenziner-Klasse SP3T. Mit dem erneuten Erfolg sichert sich Subaru bereits den vierten Sieg innerhalb von sechs Jahren: Schon 2011, 2012 und 2015 konnte das Team auf der Nordschleife gewinnen.

Die 44. Auflage des Langstreckenklassikers in der Eifel war von tückischen Wetterwechseln und teils chaotischen Zuständen geprägt. Kurz nach dem Start musste das Rennen zeitweise unterbrochen werden, weil Starkregen und Hagel einzelne Streckenabschnitte unpassierbar machten und rund die Hälfte der gestarteten Fahrzeuge geborgen werden musste.

Hideki Yamauchi (Japan), Carlo van Dam (Niederlande) und die beiden deutschen Fahrer Marcel Lasée und Tim Schrick profitierten von ihrer Erfahrung. Das Fahrer-Quartett war bereits im vergangenen Jahr für Subaru gestartet und meisterte in der nochmals verbesserten Rennversion des bekannten Subaru-Sportwagens WRX STI die anspruchsvollste und gefährlichste Rennstrecke der Welt mit Bravour. Nach exakt 23 Stunden, 58 Minuten und 27,533 Sekunden überquerte ihr Fahrzeug die Ziellinie – und sicherte sich neben dem Klassensieg auch einen starken 20. Platz im Gesamtranking.

24h Rennen 2016. EUROPA, Deutschland, Rheinland Pfalz, Nuerburg, Nuerburgring, Nordschleife, 28.05.2016 Copyright Stefan Baldauf / SB-Medien - Kontakt: Stefan Baldauf, Mozartstr. 12, 56220 Bassenheim, T. (+49)171 5290990, info@sbmedien.com

 

Alle Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf, Guido ten Brink

SUBARU: Rückblick auf 50-Jahre Boxer-Karriere

Mit dem Modell 1000 präsentierte Subaru am 14. Mai 1966 die erste kompakte Limousine mit wassergekühltem Boxermotor und Frontantrieb – und läutete damit eine Ära ein, die bis heute den Stil der Marke prägt. Seit 50 Jahren sieht SUBARU daher den Boxermotor stellvertretend für das, was die Marke Subaru ausmachen soll: Technikorientierung und Innovationskraft, klare technische Überzeugungen und das Streben nach vollkommener Harmonie.  

50 Jahre SUBARU 003 Boxermotoren

Subaru hat den Boxermotor zwar nicht erfunden, aber als Shinroku Momose, Entwicklungschef bei Subaru, Mitte der 1960er Jahre dem Motoreningenieur Yoshio Akiyama den Auftrag erteilte, für den Subaru 1000 einen vibrationsarm laufenden, leichtgewichtigen und möglichst flach bauenden Motor zu konstruieren, fiel die Wahl bald auf den Boxermotor. Dessen perfekte Balance und seine laufruhige Leistungsentfaltung gaben im direkten Vergleich zu den parallel entwickelten Reihen- und V-Motoren den Ausschlag.

Die grundsätzlichen Vorteile des Bauartprinzips Boxer gegenüber konventionellen Reihenmotoren gelten damals wie heute. Die horizontalen Bewegungen der flach zu beiden Seiten der Kurbelwelle liegenden Zylinder für einen idealen Massenausgleich, das geringe Gewicht und die reduzierte Baugröße verleihen dem Boxer eine hervorragende Laufruhe, höchste Zuverlässigkeit und einen niedrigen Schwerpunkt mit entsprechenden Vorteilen im Handling und in der Leistung gegenüber Fahrzeugen mit Reihen- oder V-Motor. Kurzum: Der Boxermotor verkörpert die wohl harmonischste Form aller Verbrennungsmaschinen.

Zwar sind Boxermotoren in der Produktion teurer als Reihenmotoren, da für jede Zylinderreihe ein eigener Zylinderkopf gefertigt werden muss. Pluspunkte sammeln sie dafür auf einem weiteren wichtigen Feld: Sie sind ungleich langlebiger und weniger reparaturanfällig als alle anderen vergleichbaren Verbrennungsmotoren – und leisten damit beständig einen wichtigen Beitrag zur hohen Zufriedenheit der Subaru-Kunden.

Seine in vielen Bereichen überlegenen Eigenschaften machen den Boxermotor seit einem halben Jahrhundert zum Herzstück unter der Motorhaube der Subaru-Modelle. Zugleich bildet er die Voraussetzung für eine weitere technische Kernkompetenz von Subaru: den 1972 mit dem Leone Station Wagon erstmals eingeführten symmetrischen Allradantrieb. Vom Boxermotor über das Getriebe, die Kardan-Antriebswelle bis zum Hinterachsdifferential verläuft der gesamte Antriebsstrang dabei in einer geraden Linie mit einer horizontal symmetrischen Auslegung zugunsten neutraler Fahrzeugbalance und höchster Fahrstabilität.

Der auch dank des leichten Boxermotors nur 855 Kilogramm wiegende Leone Station Wagon ist die Keimzelle der Subaru-Allradtechnologie, die in der Folge auch in Limousinen, Coupés, Sportwagen, Pickups, SUV und Crossover-Modellen Einzug hielt. Bis heute hat Subaru weltweit bereits rund 15 Millionen Allrad-Pkw gebaut und ist damit globaler Marktführer in diesem Segment. Keine Überraschung, dass sich Allradantrieb und Boxermotoren rasch als Kerntechnologie und Charakteristikum der Marke Subaru etablierten. Diese Antriebskombination prädestinierte die schnellsten Speerspitzen der Marke auch für den Rallyesport, wo sich Subaru mit insgesamt sechs WM-Titeln in die Geschichtsbücher eintrug.

In der vor 50 Jahren begonnenen Erfolgsstory der Boxermotoren setzt Subaru bis heute immer wieder neue Meilensteine. Etwa mit dem „International Engine of the Year Award“, den die Marke 2006 mit dem 2,5-Liter-Boxermotor mit Turbolader in der Klasse der 2,0- bis 2,5-Liter-Motoren gewann. Es war das erste Mal, dass ein Boxermotor mit diesem „Oscar“ des Motorenbaus ausgezeichnet wurde. Spezielle Anerkennung erfuhren dabei die trotz der hohen Leistung außergewöhnliche Umweltverträglichkeit des Turbo-Boxers und sein problemloser Betrieb im Alltag. Das Gesamtpackage des Motors war so überzeugend, dass der Motor zwei Jahre später noch einmal prämiert wurde.

50 Jahre SUBARU 002 Boxermotoren

2008 folgte mit dem weltweit ersten und bis heute einzigen Boxer-Diesel in Großserie eine weitere technische Besonderheit: Ein Triebwerk, das die typische Laufruhe eines Boxers mit der Effizienz des Selbstzünders verbinden will. Ebenso einzigartig ist die Kombination des Boxer-Diesels mit dem stufenlosen Automatikgetriebe Lineartronic, die 2013 im Subaru Outback debütierte. Eine neue Generation noch effizienterer Vierzylinder-Boxermotoren führte Subaru ab 2011 ein. Die neuen Benziner zeichnen sich durch homogene Kraftentfaltung, spontaneres Ansprechen und geringen Treibstoffverbrauch bei unvermindertem Temperament aus. Damit erfüllt der Boxer die Wünsche ökologisch orientierter und dennoch leistungsbewusster Autokäufer, bewahrt aber gleichzeitig die traditionellen Vorzüge des Boxerprinzips.

Eine noch ausgewogenere Leistungsentfaltung und weitere Verbrauchsreduktion sind das Ergebnis anderer Maßnahmen. So ist der Benziner-Boxer nun als Langhuber ausgelegt, was sich positiv auf den Drehmomentverlauf im unteren bis mittleren Drehzahlbereich sowie auf die Qualität der Verbrennung auswirkt. Trotzdem nahm die Einbaubreite nicht zu – dafür sorgen Veränderungen am Motorblock und kompaktere Zylinderköpfe.

Das jüngste Kapitel in der Boxer-Geschichte hat Subaru mit dem neuen Levorg aufgeschlagen. In dem bewusst dynamisch ausgelegten Sportstourer, der 2015 eingeführt wurde, arbeitet ein 1,6-Liter-Benziner mit Turboaufladung und Direkteinspritzung. Dieser sucht die Balance zwischen Effizienz, kraftvoller Leistungsentfaltung und niedrigen Emissionswerten. Zugleich ist das moderne Downsizing-Aggregat Ausdruck des Zukunftspotenzials, welches auch 50 Jahre nach dem Start des ersten Subaru-Boxers noch immer in dieser einzigartigen Antriebstechnik steckt.

Subarus ohne Allradantrieb: Die E-Bike-Collection

Subaru steht wie sonst fast keine andere Marke vor allem für eines: Allradantrieb. Die Japaner konnten über die Jahre einen wahren Kult um ihre Antriebsart schüren und bieten jedes ihrer Fahrzeuge mit dem bekannten Vierradantrieb an. Aber nicht nur hier zeigt Subaru eine Besonderheit, sondern auch bei seinem Motorenangebot: Typischerweise schlägt unter der Motorhaube des jeweiligen Modells ein Boxer-Herz. Damit brechen die Fahrräder der Japaner gänzlich: Kein Allradantrieb und keine Verbrennungsmotoren. Um voran zu kommen, muss man entweder die eigene Kraft bemühen oder sich auf einen E-Antrieb verlassen. Read more

Auch SUBARU nun mit einer Plattform-Strategie

Den leicht rustikalen Subaru Forester hat man eben erst verfeinert vorgestellt, die Modelle Impreza und XV haben sich auch „frisch gemacht“, da erreicht uns die Meldung von der:

„Subaru Global Platform“

Nun also auch SUBARU. Der Fels in der Brandung des „Automobil-Einerleis“ präsentiert eine Plattform, auf der bis 2020 eine Vielzahl neuer Modelle entstehen wird. Und auch wenn die Basis der Plattform weiterhin der Boxermotor ist und natürlich der permanente Allradantrieb, stehen nun auch Hybrid, Plug-In Hybrid und EV auf der „To Do Liste“.

Plattformen sind nichts besonderes. Was so klingt, als würde man bei einem Lego Duplo Auto immer nur die Bodenplatte austauschen, ist in der Automobil-Industrie dann doch ein wenig komplizierter. Plattformen und Baukasten-Lösungen ermöglichen jedoch die zügige und kostengünstige Entwicklung von unterschiedlichen Fahrzeugen auf eben einer Plattform. Wobei sich Plattform-Techniken auf „Sicherheits- und Assistenzsysteme“ beziehen können.

subaru global plattform 003

3 Ziele verfolge SUBARU mit der Umsetzung der „Global Platform“

  • Ein dynamisches Fahrgefühl
  • Sicherheit
  • Alternative Antriebe

Die neue „Global Platform“ von SUBARU verspricht eine 70 bis 100% steifere Auslegung der Karosserie und des Fahrwerksaufbaus. Das ist die Grundlage für Fahrkomfort, Performance und Fahrspaß. Je steifer die Karosse, desto sensibler lässt sich ein Fahrwerk abstimmen, desto ruhiger und komfortabler wird das Fahrzeug.

Bei der Sicherheit setzt SUBARU unter anderem auf die Verwendung von hochfestem Stahl, geformt im Heißpressverfahren. Neue, auf der „Global Platform“ basierende Fahrzeuge sollen so bis zu 40 % mehr Energie bei einem Unfall absorbieren als aktuelle Fahrzeuge. Damit will man auch 2025 zu den Herstellern mit der höchsten Karosserie-Sicherheit gehören.

Alternative Antriebe sind bei SUBARU noch in der Entwicklung. Aber SUBARU wird mit der Global Plattform auch Hybride, Plug-In Hybride und reine E-Fahrzeuge umsetzen können. Diese sollen dann auf den gleichen Fertigungslinien entstehen wie die klassischen Modelle mit dem SUBARU-Boxermotor, den es aktuell als Saugmotor, Turbomotor und Dieselmotor gibt.

subaru global plattform 001

News: Genfer Automobilsalon 2016 – Die Neuheiten von A bis Z

Alfa Romeo:
Auf der IAA in Frankfurt zog die potente Version der Giulia das Publikum an, in Genf präsentiert Alfa nun die zivileren Varianten der Mittelklasse und die überarbeiteten Mito und Giulietta.

Audi:
Die Ingolstädter zeigen ihr neues City-SUV Q2 der Weltöffentlichkeit. Auf Basis des A3 soll es gegen BMW X1 oder Mercedes GLA antreten. Da die Technik aus dem modularen Querbaukasten stammt, dürften die Motorisierungen etwa zwischen 100 und 180 PS liegen, eine Sportversion darüber, und mit Front- und Allradantrieb kombinierbar sein. Darüber hinaus präsentiert Audi in der Schweiz den RS Q3 performance.

Bentley:
Sanft geliftet und auf Wunsch gewachsen präsentiert sich der Bentley Mulsanne. Neben der Standardausführung der Luxuslimousine bieten die Briten erstmals eine Langversion ihres Flaggschiffs an. Mit rund 5,83 Metern Länge überragt sie das kurze Modell um 25 Zentimeter. Beide Längenvarianten verfügen über ein neues Entertainmentsystem mit herausnehmbaren Tablets für die Passagiere auf der Rückbank. Umfassend im Detail überarbeitet zeigt sich das Design. Unter anderem gibt es einen breiteren Kühler, neue seitliche Lufteinlässe und einen geänderten Heckstoßfänger.

BMW:
Der 7er fährt in zwei auf verschiedene Weise elektrisierenden Versionen zum Frühlings-Messeauftakt: Neben dem Topmodell der Reihe, M760Li xDrive, debütiert der Plug-in-Hybrid-7er in drei Varianten. Der 6,6 Liter große Zwölfzylinder-Turbobenziner im M760Li xDrive leistet 441 kW/600 PS und beschleunigt die Langversion in 3,9 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h, maximal auf 250 km/h mit M Driver’s Package ist erst bei 305 km/h Schluss.
Als Plug-in-Hybrid 740e iPerformance feiert der 7er auch in Langversion und Allrad-Modell 740Le in Genf Premiere. Angetrieben werden die Steckdosen-Hybride von einer Kombination aus Vierzylinder-Turbobenziner (190 kW/258 PS) und Elektromotor (83 kW/113 PS). Zusammen bringen sie es auf eine Systemleistung von 240 kW/326 PS. Das E-Aggregat ist in die 8-Gang-Automatik integriert. Mit vollgeladenem Akku verbraucht die Oberklasse-Limousine 2,1 Liter auf den ersten 100 km.

Der 7er fährt in zwei auf verschiedene Weise elektrisierenden Versionen zum Frühlings-Messeauftakt, hier der Plug-in-Hybrid
Der 7er fährt in zwei auf verschiedene Weise elektrisierenden Versionen zum Frühlings-Messeauftakt, hier der Plug-in-Hybrid

Darüber hinaus zeigen die Münchner den Hybrid-Sportwagen i8 in limitierter Auflage. Die i8 Protonic Red Edition ist das erste einer Reihe von Sondermodellen. Es unterscheidet sich durch rote Lackierung mit grauen Akzente, spezielle Leichtmetallräder, Sitze und Seitenverkleidungen mit roten Ziernähten und Carbon-Details von den Standard-Modellen.

Borgward:
Der kürzlich wiederbelebte Autohersteller will ein weiteres Modell präsentieren: Nach der Vorstellung des Prototypen des Mittelklasse-SUV BX7 auf der letztjährigen IAA soll es sich nun nach Medienberichten um ein kleineres SUV handeln.

Bugatti:
Als Nachfolger des Veyron stellt Bugatti in Genf den Über-Sportler Chiron vor, laut Bugatti der „leistungsstärkste, schnellste, luxuriöseste und exklusivste Serien-Supersportwagen der Welt“. Der nach einem erfolgreichen Bugatti-Rennfahrer benannte Wagen soll seinen luxuriösen und am Ende 1.200 PS starken Vorgänger in jeder Hinsicht übertreffen. Berichten zufolge leistet der 16-Zylindermotor nun 1.500 PS und beschleunigt den Chiron damit auf Geschwindigkeiten von deutlich mehr als 400 km/h beschleunigen. Ganz im Zeitgeist soll es den – auf unter 500 Einheiten limitierten – Chiron auch mit Hybridsystem geben. Mehr als 100 Bestellungen für den Boliden liegen bereits vor.

Citroen:
Aus dem Citroen Jumpy Multispace wird der Spacetourer, mit moderner Sicherheitsausstattung und wohnlichem Ambiente soll der Kleinbus nun auch Familien ansprechen. Der Kunde hat die Wahl zwischen drei Längen. Auch die dritte Transporter-Generation entsteht in Gemeinschaftsarbeit mit Peugeot und Toyota. In der Studie Hyphen gibt sich der Spacetourer in der Konzeptfahrzeug-Variante als Abenteuermobil mit robuster Beplankung und Nachrüst-Allradantrieb. Auch ein Sondermodell des C4 Cactus in Zusammenarbeit mit der Surfmarke Rip Curl feiert in Genf Premiere.

Ferrari:
Der FF-Nachfolger Ferrari GTC4 Lusso kommt wieder mit Allrad, erstmals kombiniert mit Hinterradlenkung. Das Design wird nur leicht überarbeitet, unter der langen Haube des Viersitzers bleibt es beim V12-Sauger mit 6,3 Litern Hubraum, der nun aber 507 kW/690 PS leistet, das maximale Drehmoment liegt bei 697 Newtonmetern. So beschleunigt der GTC4Lusso in 3,4 Sekunden auf 100 km/h, maximal wird er 335 km/h schnell. Der weiterentwickelte Allradantrieb und Hinterradlenkung soll den Shooting Brake zusammen mit elektronisch gesteuerten Dämpfern noch dynamischer machen. Im neu gestalteten Cockpit kommt zum ersten Mal der zehn Zoll große Touchscreen zum Einsatz.

Der FF-Nachfolger Ferrari GTC4 Lusso kommt wieder mit Allrad, erstmals kombiniert mit Hinterradlenkung
Der FF-Nachfolger Ferrari GTC4 Lusso kommt wieder mit Allrad, erstmals kombiniert mit Hinterradlenkung

Fiat:
Mit dem Fiat Tipo will Fiat den Kompaktklasse-Markt von unten aufrollen. Nach dem Stufenheck kommt nun die in für Europa gebaute Fließheck-Version. Auch hier dürfte der günstige Preis – die Limousine kostet ab 13.990 Euro – ein wesentliches Verkaufsargument sein.

Nach seinem Debüt bei der Autoshow in Los Angeles zeigt sich der Fiat 124 Spider nun erstmals in Europa, bevor er im Juni zu den Händlern rollt. Zudem dürfte eine Abarth-Version des offenen Sportlers in der Schweiz gezeigt werden.

Ford:
Die Kölner zeigen den gründlich überarbeiteten Kuga. Und unter anderem feiert die neueste Generation des Ford-Infotainment-System Premiere, das vor allem eine bessere Vernetzung mit dem Smartphone und eine komfortablere Sprachsteuerung bieten soll. Das Bediensystem wird darüber hinaus deutlich vereinfacht, die Knöpfchenflut auf dem Armaturenbrett eingedämmt.

Honda:
Die zehnte Generation des Honda Civic kündigt sich in der Schweiz an, wo der sehr seriennahe Prototyp des Fünftürers debütiert. Die Neuauflage wird optisch weniger exzentrisch ausfallen als die letzten Modelle mit ihrem futuristischen Styling.

Mit der Studie Vision S gibt Skoda einen Ausblick auf sein kommendes Mittelklasse-SUV
Mit der Studie Vision S gibt Skoda einen Ausblick auf sein kommendes Mittelklasse-SUV

Hyundai Ionic:
Mit dem Ioniq bringen die Koreaner ihr erstes dezidiertes Öko-Modell und das gleich in drei Varianten: als Hybrid, Plug-In-Hybrid und Elektroauto. Die Elektroversion mit Strom für 250 Kilometer nimmt Batteriefahrzeuge wie Chevrolet Bolt oder Nissan Leaf ins Visier, die Plug-In-Version mit 51 Kilometern elektrischer Reichweite zielt vor allem auf den VW Golf GTE, der konventionelle Hybrid ist speziell auf den Gegner Toyota Prius zugeschnitten.

Jaguar:
Mit 322 km/h Höchstgeschwindigkeit setzt der Jaguar F-Type SVR eine Duftmarke unter den Sportcoupés. Schon als R-Version leistet der 5,0-Liter-V8-Kompressorbenziner 405 kW/550 PS und ist 300 km/h schnell. Die höhere Geschwindigkeit erreichen die Spezialisten durch weiter gesenktes Gewicht und nochmals angehobene Leistung. Der V8 soll nun auf 575 PS kommen und Coupé wie Cabrio in 3,7 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen.

Kia:
Kia bringt mit dem Optima das erste Plug-in-Hybrid-Fahrzeug der Marke mit zur Frühjahrsmesse nach Genf. Das Mittelklasse-Modell fährt dank größerer Batterie 54 Kilometer elektrisch. Für den Antrieb sorgen ein Zweiliter-Benziner mit 113 kW/154 PS und ein 50 kW/67 PS starker Elektromotor. Zusammen schicken sie 149 kW/202 PS an die Vorderräder. Den Verbrauch gibt Kia mit 1,6 Litern (37 g CO2/km) an.

Daneben feiert auch der Optima Kombi Premiere. Während die Limousine bereits seit Januar in Deutschland erhältlich ist, wird die praktischere Variante der koreanischen Mittelklasse erst im September zu den Händlern kommen. Hinter der großen Heckklappe des 4,86 Meter langen Optima verbirgt sich ein Kofferraum mit 553 Litern Volumen.

Zudem zeigt Kia den für Mitte 2016 erwarteten kleinen Hybrid-Crossover Niro. Das Design des 4,36 Meter langen Hybridmodells verrät eine enge Verwandtschaft zum größeren Kompakt-SUV Sportage. Angetrieben wird der Niro von einer Kombination aus 1,6-Liter-Benziner (77 kW/105 PS) und einem 32 kW/44 PS starken Elektromotor, der Crossover soll rund 3,8 Liter auf 100 Kilometern verbrauchen.

Lexus:
Mit dem dynamischen Oberklassecoupé LC 500 hat Lexus bereits zu Jahresbeginn auf der Auto Show in Detroit für Aufsehen gesorgt. Nun wird der 2+2-Sitzer in Europa gezeigt – erstmals in der Hybridversion. Für den 500h nutzen die Japaner auf Verbrennerseite einen 220 kW/299 PS starken 3,5-Liter-V6-Benziner. In Kombination mit einem Elektromotor leitet dieser bis zu 264 kW/354 PS Richtung Hinterachse.

Um das Jahr 2020 will Lexus eine Limousine mit Brennstoffzellen-Antrieb auf den Markt bringen. Das Konzeptauto, das auf der Tokio Motor Show im Oktober debütierte, zeigt die noble Toyota-Tochter nun auch in Genf. Der 5,30 Meter lange, mit Allrad ausgestattete LF-FC gibt darüber hinaus einen Ausblick auf die nächste Generation der Oberklasse-Limousine Lexus LS.

Mazda:
Die Japaner bringen ihren Wankelmotor-Sportwagen RX-Vision mit, der im Oktober in Tokio Premiere feierte. Darüber hinaus bekommt der Bestseller Mazda3 einen neuen, 1,5-Liter-Dieselmotor, der 3,8 Liter je 100 Kilometer verbrauchen soll.

Maserati:
Der erste Offroader in der mehr als 100-jährigen Geschichte der Marke kommt ab Mai zu den Händlern. Der Levante trägt eine aggressive Front ähnlich wie Ghibli und Quattroporte, die allerdings weniger sportlich als bullig gestaltet ist. Zweigeteilte Scheinwerfer reichen bis an den großen, aufrecht stehenden Kühlergrill heran. Von der Seite kann man die sportlichen Proportionen mit niedrigem, nach hinten abfallenden Dach, ansteigender Fensterlinie, breiter C-Säule und stark modellierten hinteren Radhäusern erkennen. Das neue SUV ist serienmäßig unter anderem mit adaptiven Dämpfern, Allradantrieb und Acht-Stufen-Automatikgetriebe ausgestattet.

McLaren:
In der Liga der Supersportler spielt der McLaren 675LT Spider, der ohne Dach und mit 496 kW/675 PS und 700 PS Drehmoment die Herzen der Fans erwärmt. Bis Tempo 100 benötigt der McLaren 2,9 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 326 km/h.

Mit dem 570GT präsentieren die Briten zudem das dritte Modell der Einstiegsbaureihe Sport Series und gleichzeitig die praktischte Variante. Die zur Seite öffnende Heckklappe bietet im Vergleich zu den anderen beiden Sportwagen einen zusätzlichen Stauraum von 220 Litern. Wie bei den anderen Sportwagen der Marke steht auch hier die Zahl in der Modellbezeichnung für die Leistung; in diesem Fall kommt der bereits bekannte 3,8-Liter-V8-Motor auf 419 kW/570 PS. Damit erreicht der zweisitzige Mittelmotor-Renner Tempo 100 in 3,4 Sekunden. Die Preise für den 570GT starten bei 195.350 Euro, ausgeliefert wird ab Ende des Jahres.

Mercedes:
Die Stuttgarter leisten ihren Beitrag zum Traumwagen-Portfolio der Messe: Für Normalsterbliche fährt das viersitzige Cabrio der C-Klasse vor. Das Design der Frischluft-Variante mit Softtop lehnt sich natürlich an das des Coupés an, von dem die offene Variante auch die Motoren übernimmt. Mercedes verspicht im geschlossenen Zustand eine Geräuschkulisse auf dem Niveau des Coupés. Die Luftfederung soll Komfort weit über Klassendurchschnitt garantieren. Daneben debütiert auch das Mercedes-AMG C 43 4MATIC Coupé. Der 3,0-Liter-V6-Biturbo leistet 270 kW/367 PS, die über die neue Neungang-Automatik hecklastig auf alle vier Räder verteilt werden.

Mitsubishi:
Einen ersten Ausblick auf das Facelift des Kompakt-SUV ASX zeigt der Hersteller am Genfer See mit dem neu gestalteten Kühlergrill und überarbeitetem Antriebsprogramm in Form eines auffällig gestalteten Showcars im Abenteuer-Look. In gleichem Stil ist auch der neu aufgelegte Pick-up L200 zu sehen.

Nissan:
Auf dem Stand der Japaner gibt die Studie „IDS“ (Intelligent Driving System) einen Ausblick darauf, wie sich Nissan das autonome Fahren vorstellt. Aktiviert der Fahrer den Autopiloten, verschwindet das Lenkrad, das Kombiinstrument weicht einem großen Touchscreen und die Sitze drehen sich zueinander – aus dem Cockpit wird so eine gemütliche Lounge, in der (nicht nur) der Fahrer entspannen kann, während die Technik sich um das Fahren kümmert. Zudem zeigt wie künftige Individualisierungen von Qashqai und X-Trail aussehen könnten – mit mattschwarzer Karbonfaser, Details in goldigem Kupferton und Goldperlen-Lederpaspeln.

Die Marke mit dem Blitz zeigt eines der aufregendsten Konzept der Messe: das Sportwagen-Showcar Opel GT
Die Marke mit dem Blitz zeigt eines der aufregendsten Konzept der Messe: das Sportwagen-Showcar Opel GT

Opel:
Die Marke mit dem Blitz zeigt eines der aufregendsten Konzept der Messe: das Sportwagen-Showcar Opel GT. Der kleine, leichte Frontmittelmotor-Flitzer steht gleich in mehrfacher Hinsicht in der Tradition der gleichnamigen Ikone aus dem Jahr 1968. Eine entzückende, nicht übermotorisierte Spaßmaschine in bezahlbarem Preisrahmen wie der Ur-GT könnte daraus entstehen, aber nur vielleicht. Der 1,0-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner basiert auf den Triebwerken aus Adam, Corsa und Astra und leistet im Sporttrimm 107 kW/145 PS. Die Kraft wird über ein sequenzielles Sechsganggetriebe an die mit einer mechanischen Differenzialsperre ausgestattete Hinterachse geschickt. Weil der Zweisitzer weniger als 1.000 Kilo auf die Waage bringt, genügt ihm die Leistung um in weniger als acht Sekunden auf Landstraßentempo zu beschleunigen.

Mit etwas eleganterer Optik, LED-Scheinwerfern, der neuesten Infotainment-Generation und einem aktuellen Motor aus dem Astra wappnet Opel den Mokka, nun mit dem Namenszusatz „X“ versehen, für die zweite Lebenshälfte. Von außen wirkt vor allem die Front verändert, eleganter und weniger verspielt als zuvor. Der aus dem Astra bekannte 1,4-Liter-Turbobenziner erweitert das Antriebsportfolio des Mini-SUV als 110 kW/150 PS starke Variante.

Porsche
Offizielle Messepremiere feiert der 718 Boxster. Auch der Einstiegs-Roadster erhält im Zuge seines Facelifts kleine Turbomotoren und wird dabei zum Vierzylinder-Sportler. Leistungseinbußen gibt es durch das Downsizing jedoch nicht – im Gegenteil, der erstmals eingesetzte Turbolader macht bereits die 53.646 Euro teure Basisvariante 220 kW/300 PS stark. Außerdem präsentieren die Zuffenhausener den 911 R, als sehr sportliche Sonderedition ohne Turbo.

Peugeot:
Mit bis zu neun Sitzen, moderner Sicherheitsausstattung und wohnlichem Innenraum soll der neue Peugeot Traveller nicht nur Gewerbetreibende, sondern auch Familien überzeugen. Der Kunde hat die Wahl zwischen drei Längen. Auch die dritte Transporter-Generation entsteht in Gemeinschaftsarbeit mit Citroen und Toyota. Eine Studie des Travellers präsentiert sich als Genf zudem als rollendes Hightech-Büro. Darüber hinaus feiert auch das Facelift des Peugeot 2008 Premiere.

Renault:
Die Grandtour genannte Kombivariante des Renault Mégane kommt im Sommer auf den Markt. Zum Debüt gibt es zunächst die Top-Ausführung GT zu sehen, die mit sportlichem Design, Allradlenkung und 151 kW/205 PS unter anderem gegen Seat Leon ST Cupra und Ford Focus ST Turnier antritt.
Mit der vierten Generation des Scénic feiert ein weiteres Kompaktmodell Premiere. Der Van verabschiedet sich vom nutzwertgetriebene Familienlaster-Design und übernimmt Merkmale des Mini-SUV Captur sowie des Crossover-Vans Espace. Dazu kommen mehr Bodenfreiheit und geringere Karosserieüberhänge. Auf den Markt kommt der Scénic in der zweiten Jahreshälfte.

Bereits im Sommer geht das erste SUV der Spanier in den Verkauf, in der Schweiz ist es zum ersten Mal für die breite Öffentlichkeit zu sehen
Bereits im Sommer geht das erste SUV der Spanier in den Verkauf, in der Schweiz ist es zum ersten Mal für die breite Öffentlichkeit zu sehen

Seat:
Bereits im Sommer geht das erste SUV der Spanier in den Verkauf, in der Schweiz ist es zum ersten Mal für die breite Öffentlichkeit zu sehen. Der Ateca ist 4,36 Meter lang, beim Radstand von 2,64 Metern sitzen auch Erwachsene hinten kommod, der Kofferraum fasst 510 Liter. Viel Technik stammt aus dem VW-Konzernregal. Einstiegsmotorisierung ist der 1,0-Liter-Dreizylinder aus dem Konzern mit 115 PS. Das knackige Kleid hingegen könnte spanischer gar nicht sein, erinnert in der Linienführung an den Leon.

Skoda:
Mit der Studie Vision S gibt Skoda einen Ausblick auf sein kommendes Mittelklasse-SUV. Das 4,70 Meter lange Showcar bietet bis zu sieben Personen in drei Sitzreihen Platz. Optisch orientiert sich der Allrader mit seinen scharf geschnittenen Karosserielinien und dem selbstbewussten Kühlergrill am Design der Modellpalette um Octavia und Superb. Die Technik kommt aus dem VW-Baukasten, den auch der gerade neu aufgelegte VW Tiguan nutzt. Mit 4,43 Metern und fünf Sitzplätzen ist dieser aber eine Nummer kleiner als das tschechische Konzeptfahrzeug.

Smart:
Mit dem Marktstart des neuen Smart Fortwo Cabrio debütiert in der Schweiz das limitierte Sondermodell „BRABUS edition“.

Ssangyong:
In Genf präsentieren die Koreaner die Langversion des Mini-SUV Tivoli: Der XLV ist gut 20 Zentimeter länger, misst 4,40 Meter. Bei unveränderten Radstand kommt der Zuwachs komplett dem Kofferraumvolumen zugute, das auf beachtliche 720 Liter wächst. Das Design des Tivoli bleibt erhalten, die Proportionen verschieben sich zugunsten des großen Heckabteils. Für den Vortrieb stehen die bekannten 1,6-Liter-Motoren zur Wahl.

Darüber hinaus zeigt die Marke einen neuen 48-Volt-Hybrid-Antriebsstrang: Das Konzeptfahrzeug SIV-2 – das das Design des Kompakt-SUV Korando vorweg nimmt – wird von einem 1,5-Liter-Turbobenziner angetrieben, der mit einem 10 kW/14 PS starken E-Motor-Generator und einer 0,5 kWh großen Batterie kombiniert ist.

Subaru:
Wie das kompakte SUV XV künftig aussehen könnte, zeigen die Japaner auf ihrem Stand. Das „XV Concept“ kennzeichnet eine markante Frontpartie, ausgestellte Radkästen und ein Unterfahrschutz betonen den robusten Charakter des Konzeptfahrzeugs. Flankiert wird die Studie von der aktuellen Subaru-Modellpalette, unter anderem dem aktuellen XV in optisch aufgefrischte Version.

Suzuki:
Mit dem Baleno bringt Suzuki ein bisschen Bodenhaftung ins teilweise recht abgehobene Segment der Kleinwagen. Was nicht zwingend Verzicht bedeutet: Als erster Suzuki fährt der Baleno mit automatischer Abstandsregelung und Notbremsfunktion. Eine Touchscreen-Navigation samt iPhone-Integration mit Apple CarPlay ist auf Wunsch an Bord.

Toyota:
Die Serienversion des auf der IAA als Konzept gezeigten Hybrid-SUV C-HR hat am Genfer See ihren ersten Auftritt. Optisch und technisch orientiert sich der kleine Crossover an der IAA-Studie CH-R Concept. Auch deren Hybridantrieb dürfte in die Serie einfließen, alternativ wird es einen Turbobenziner geben. Zudem sollen die steife Struktur und der niedrige Schwerpunkt der neuen Toyota-Plattform TNGA für gute Handling-Eigenschaften sorgen.

Volvo:
Der Nachfolger des großen Kombis V70 heißt nun V90 und kommt im Spätsommer auf den Markt. Optisch orientiert sich der Kombi bis zur B-Säule direkt an der kürzlich vorgestellten Limousinen-Variante S90, dahinter schließt sich ein geräumig wirkendes Gepäckabteil mit einer nur sanft abfallenden Dachlinie an. Als Abschluss am Heck gibt es eine relativ schräge Klappe. Das Antriebsprogramm dürfte weitgehend dem der Limousine und dem technisch ebenfalls verwandten Luxus-SUV XC90 entsprechen, die mit Vierzylindermotoren zwischen 140 kW/190 PS und 235 kW/320 PS zu haben sind. Dazu kommt ein 300 kW/407 PS starkes Plug-in-Hybridmodell mit einer elektrischen Reichweite von rund 50 Kilometern. Traditionell stark ist Volvo bei Assistenzsystemen – da soll auch der große Kombi keine Ausnahme machen. Darüber hinaus zeigen die Schweden das Facelift des Kompakten V40, das sich die 2012 aufgelegte Kompakt-Baureihe vor allem in der Frontansicht verändert: Die mit dem Oberklasse-SUV eingeführten Tagfahrleuchten „Thors Hammer“ zieren nun auch das Gesicht von V40 und der robuster beplankten Version V40 Cross Country.

VW:
Nachdem das in der Planung schon recht weit fortgeschrittene Mini-SUV Taigun nun doch nicht gebaut wird, zeigen die Wolfsburger nun in Genf andere Pläne: Eine SUV-Studie unterhalb des Tiguan soll dort Premiere feiern. Daneben wird das Facelift des Kleinstwagens Up zu sehen sein, das unter anderem mit den neusten Konnektivitäts-Merkmalen ausgestattet ist. Darüber hinaus ergänzt ein 66 kW/90 PS starker Benziner das Antriebsangebot.

Test: Subaru Outback Diesel

Der Outback war schon ein Crossover, da wusste noch niemand,  dass es ein solches Segment gibt. Die maximale Form des Pragmatismus, so groß wie ein Fünfer Touring von BMW, nur eben viel praktischer. Der Outback als 2.0 Diesel mit stufenloser Automatik im Test von mein-auto-blog.

Macht auch ohne Matsch Spaß

Test des SUBARU Outback 2.0 Diesel

Matsch more Premium. 

Beim neuen Outback hat SUBARU einen spürbaren Schritt nach vorne gemacht. Wo immer man im Cockpit hinlangt, es fühlt sich gut verarbeitet an. Das Schreckens-Szenario von Plastik-Bombern aus Japan, alles trist und trostlos in schwarz gehalten, ist vorbei. Es ist Geschichte.

Man hat sich viel Mühe gegeben, den pragmatischen Habitus des SUBARU nun auch mit Stil, Haptik und so etwas wie einem „Premium-Feeling“ zu krönen. Ach, und komfortabel ist ein Auto mit soviel Federweg sowieso.

Fahrbericht Subaru Outback 1
Mit dem Outback im „hessischen Outback“ unterwegs.

Matsch more Fahrspaß

Neben einer frischen Optik bekam der neue Outback aber auch zum ersten Mal ein neues Paket an Assistenzsystemen, basierend auf einer Stereokamera vom Zulieferer Hitachi. Darunter ein Notbrems-Assistent und ein Assistent gegen ungewollte Fahrspurwechsel. SUBARU nennt dieses neue Assistenzsystem-Paket „Eyesight“ und bringt damit zum ersten Mal ein Sicherheits-Gadget mit an Bord, das so sonst nirgendwo verbaut wird. Und das ist so eine typische Eigenart der Japaner. Der eigene Weg. Besonderheiten, die man anderswo vergeblich sucht. Ein permanenter Allradantrieb ist so eine Sache, die stufenlose Automatik in diesem Segment auch, ebenso der Dieselmotor in Boxer-Bauweise – und alles kombiniert? Einzigartig.

herbst outback subaru 2
Er könnte auch einfach ohne Straße auskommen – aber heute: Wir bleiben auf dem Weg!

Permanenter Allradantrieb, boxender Diesel

Neben den technischen Besonderheiten überzeugt der neue Outback im Test durch sein großartiges Raumgefühl und die wertige Verarbeitung.

Wenngleich sich auch die sechste Generation des Outback nicht dem Diktat des Windkanals und der Aerodynamik entziehen kann. So ein SUBARU ist eben immer ein wenig anders. Von Nonkonformismus sprechen die Kunden gerne. Sprich: Steilere Scheiben, mehr Platz und keine modischen Gags.

Selbst beim Ritt durch den Wald lässt sich der Outback nicht aus der Reserve locken. Fast 70% soll er steifer sein als sein Vorgänger. Hochfesten Stählen und neu konstruierten Blechformen sei Dank. Das Ergebnis? Selbst bei der Hatz über tiefe Furchen im Wald, massive Baumwurzeln und fiese Schotterwege bleibt es still im Outback. Da knarzt nichts, da klappert nix. Nein, es scheppert auch nix.

Und das hilft dem großen Kombi auch im Alltag auf dem Asphaltband. Souverän fährt der Outback geradeaus, fast stoisch, um dann in schnellen Wechselkurven mit einer für einen „Crossover“ beeindruckenden Agilität zu punkten. Dass der permanente Allradantrieb allen „Hang-On“ Lösungen überlegen ist, sobald die Straße nass ist, Laub liegt oder gar Schnee, spürt man. Eindeutiger Sicherheitsgewinn durch die permanent variable Kraftverteilung.

Die im Vergleich zum Vorgänger direktere Lenkübersetzung und die steifere Karosse punkten direkt bei Fahrgefühl und Handling im Outback. Eine ebenso neue Stoßdämpfer-Abstimmung und eine neue Achsgeometrie lassen ihn auf Asphalt fast so behände um Kurven manövrieren wie einen normalen Kombi. Im Gelände sind dann die 20 Zentimeter Bodenfreiheit wieder ein echtes Argument. Denn der Outback marschiert anstandslos über üble Pfade und wühlt sich dank seines permanenten Allradantriebes und dem bis Tempo 40 aktiven X-Mode Offroad-Programms durch Schlammgruben, vor denen viele andere SUV beschämt kneifen würden. Bergab bremst er sich zudem dank seiner im X-Mode integrierten „Bergabfahrkontrolle“ selbst ein.

Matsch more Komfort

Waren die letzten SUBARU-Testwagen alle noch mit reichlich unbrauchbaren Yokohama-Alljahresreifen vom Typ Geolander ausgerüstet, kam der Testwagen nun auf Premium-Winterreifen zum Test. Frostige Temperaturen, matschige Wege, überfrierende Nässe und geflickte Waldwege waren dank der Reifenwahl und dem permanent arbeitenden Allradantrieb kein Thema.

Subaru Outback Diesel Fahrbericht
SUBARU – Die Marke für Förster? Kann sein. Dann haben Förster gute Autos!

Volle Konzentration also auf die jüngste Entwicklungsstufe des stufenlosen Getriebes: Lineartronic

Matsch more Gänge

Es ist aktuell der einzige Boxer-Dieselmotor der Welt. Der 2.0 Liter Vierzylinder-Turbodiesel von SUBARU leistet 150 PS und bringt 350 Nm Kraft mit. Zusammen mit der Lineartronic lässt sich der Outback nun relativ zügig und dennoch ohne Drehzahl-Orgien bewegen. Anders als im Benziner bringt die Lineartronic im Outback jedoch eine Einteilung in sieben virtuelle Stufen mit. Damit lässt sich das schmalere Drehzahlband des Diesels besser nutzen. Mit dem Diesel und seinen 350 Nm Kraft kommt auf der Autobahn dann auch so etwas wie „Durchzug“ auf. Diese Abstimmung des stufenlosen Getriebes ist die bislang beste Vorstellung eines CVT, die ich in den fünf Jahren von mein-auto-blog erfahren konnte.

Subaru Outback Diesel Boxer im Test
Ein wenig Audi-Grill im Gesicht? Stimmt! Der neue Outback bleibt aber ein SUBARU.

Matsch more Platz

Der Outback erfüllt im Alltag seiner Besitzer die Funktion einer eierlegenden Wollmilchsau. Dank seiner fünf Sitzplätze, 559 Liter Kofferraum-Volumen, bis zu 2.0 Tonnen Anhängelast und einer Zuladung bis zu 518 Kilogramm ist der Outback ein echter Familien-Kombi.

Dass man mit vier Erwachsenen plus Kinderwagen fürstlich reisen kann, hat der Testwagen bei uns unter Beweis stellen dürfen. Dass Hund, Kind, und Schwiegermama das Fahren ebenso entspannt finden, hat bei der Dame des Hauses gepunktet. Dass man sich auch nach acht Stunden hinter dem Lenkrad nicht gerädert gefühlt hat, freute jeden, der sich hinter das Steuer geklemmt hat. Sitze, Raum und Platz – auf dem Niveau der oberen Mittelklasse.

Unter der Motorhaube des Subaru Boxer Diesel
Der einzige Boxer-Dieselmotor am Markt!

Matsch more preiswert

Einzigartige Technik, bessere Haptik, neue Assistenzsysteme – eigentlich hätte der neue Outback im Preis einen Aufschlag erhalten müssen. Aber getäuscht, auch in diesem Punkt. Der neue Outback ist sogar günstiger als sein Vorgänger. Der 150 PS starke Diesel startet bei 34.400 € mit dem manuellen 6-Gang Getriebe und bei 38.400 € mit der stufenlosen Lineartronic. Als Comfort in „silber Metallic“ und Leder-Ausstattung und 18-Zoll Felgen stehen rund 45.000 € auf der Bestellung.

Fahrbericht des Subaru Outback mit Dieselmotor
Spazieren? Fahren!
Matsch more Crossover

SUBARU Outback – der Vorzeigepragmatiker im Crossover-Kleid

Eine überzeugende „Matsch more“ Vorstellung, mal ganz ohne Matsch. Kein anderer Hersteller geht so überzeugend den ganz eigenen Weg wie SUBARU. Autos, die ganz klar der Prämisse folgen, die Technik muss stimmen, dann der Rest.

 

 

Daten zum SUBARU Outback 2.0D Lineartronic

Verkaufsstart:  sofort – Auslieferung ab dem 28. März 2015
Basispreis:  38.400 €
Motorleistung:  150 PS aus 1.998 ccm³
Antrieb und Getriebe:  Stufenlose Automatik mit 7 (virtuellen) Schaltstufen
Beschleunigung:  n.a. Sekunden von 0-100 km/h
Normverbrauch:  6.1 Liter auf 100 km
Höchstgeschwindigkeit:  192 km/h
Länge, Breite, Höhe, Radstand  4.815, 1.840, 1.605, 2.745 mm

 

Alle Fotos: Bjoern Habegger

News: Fahrbericht: Subaru Levorg

Wenn viel Auswahl wirklich unglücklich macht, müssten Subaru Levorg-Käufer glückliche Menschen sein. Denn der Nachfolger des mit über einem Vierteljahrhundert Tradition gesegneten Legacy kommt mit nur einem einzigen Triebwerk daher. Und das ist ein zeitgemäß kleiner 1,6-Liter-Benziner mit Direkteinspritzung und Turboaufladung. Und natürlich ist der ab 28.900 Euro erhältliche, 125 kW/170 PS starke Vierzylinder markentypisch ein Boxer.

Was aber die Frage aufwirft: Warum spendieren die Techniker dem Kombi nicht den eigenentwickelten Boxer-Selbstzünder? David Dello Stritto aus dem Europa-Marketing kennt die Antwort: Dieselversionen hätten in Europa zwar einen enorm hohen Anteil, aber für den Privatkundenmarkt gelte das nicht. Und Subaru bediene zum größten Teil Privatkunden – den Anteil beziffert der Hersteller auf 90 Prozent. Insofern klingt die Argumentation der Subaru-Mannschaft schlüssig. Was aber auch heißt: Häufig sehen auf deutschen Straßen wird man den Levorg nicht. So hat der Kunde immerhin ein individuelles Produkt fernab des Mainstream.

Traditionalistische Subaru-Fahrer müssen nun umdenken, denn der Modellname „Legacy“ ist in Europa Geschichte. Allerdings lebt er indirekt weiter, denn „Levorg“ setzt sich aus den Begriffen „Legacy“, „Revolution“ sowie „Touring“ zusammen. Eine Revolution ist der Neuling aber nun wahrlich nicht, stattdessen zeigt er sich eher evolutionär weiterentwickelt. So haben die Ingenieure die Karosserie im Vergleich zum Vorgänger um bis zu 40 Prozent versteift. Der Radstand schrumpfte ebenso wie die Außenlänge um 10 Zentimeter, was den Subaru handlicher machen soll. Trotzdem verspricht der Hersteller, dass der Abstand der Fondsitze zur vorderen Lehne trotz der äußerlichen Verkleinerung sogar um 2,5 auf 8,5 Zentimeter gestiegen sei.

Wie auch immer – eng geht es jedenfalls nicht zu. Und rund 1.450 Liter Kofferraumvolumen sind zwar kein Spitzenwert, aber man kann damit sicher gut leben. Doch ist der Levorg auch so sportlich, wie es Subaru behauptet? Der erste Eindruck: Der Mittelklasse-Kombi ist vor allem komfortabel. Das beginnt mit dem leise und seidig agierenden Boxer, der seine Stimme selbst unter Ausnutzung des vollen Drehzahlbandes nur wenig anhebt, wird fortgesetzt mit geringen Windgeräuschen und abgerundet durch ein kommodes Fahrwerk.

Unebenheiten gekonnt zu schlucken ist die Paradedisziplin der Federung, doch dafür wischt der Levorg nicht besonderes athletisch um die Kurve. Im Gegenteil, man muss schon ordentlich am großen Lenkrad kurbeln, um den Allradler behände um die Ecke zu werfen. Zumal die Lenkung selbst auch eher indirekt ausgelegt ist.

Auch in Sachen Fahrleistung ist der Levorg nicht der Aufreger, den die prominente Lufteinlass-Hutze auf der Motorhaube glauben macht. Der Vorderwagen stamme eben vom WRX STI, erläutert Subaru Deutschland-Geschäftsführer Volker Dannath – okay, da muss es dann offenbar auch dessen Motorhaube sein. Der 1,6er macht seine Sache aber insgesamt recht gut. Nach der Überwindung einer klitzekleinen Anfahrschwäche legt sich der Turbo angemessen ins Zeug und beschleunigt den Japaner druckvoll.

Mit 250 Newtonmeter Drehmoment übertrifft der Motor sogar den 2,5-Liter-Benziner aus dem Outback um 15 Nm. Glaubt man dem Hersteller, vergehen keine 9 Sekunden, um Landstraßentempo zu erreichen. Die Kraft wird ausschließlich über ein CVT-Getriebe übertragen, das im Grunde gut zum Auto passt. Geschmeidiger kann man im moderaten Betrieb kaum unterwegs sein, außerdem stimmt dann auch die Effizienz. Anders sieht es im Volllastbereich aus, wenn hohe Anpressdrücke und die dann energiezehrenden Ölströme den Realverbrauch in die Höhe treiben.

Die Innenarchitektur des Levorg präsentiert sich nüchtern, aber durchaus ordentlich verarbeitet. Ein Kunstwerk aus dem Zusammenspiel edler Hölzer und nobel anmutendem Alu oder Karbon war ja nicht zu erwarten. Der neue Subaru ist ein Funktionsauto ohne großen Schnickschnack. In der Moderne angekommen ist er allerdings schon, wie nicht zuletzt der große Touchscreen beweist. Beim Infotainment müssen die Spezialisten aber noch ein paar Schönheitsfehler ausmerzen. So wäre es fein, wenn statt oder zusätzlich zum Ladedruck auch eine präzise Fahranweisung in graphischer Darstellung auf dem kleinen Display im Armaturenträger eingeblendet würde. Warum taucht die so genannte Eyesight-Kamera inklusive Abstandstempomat und autonomer Bremsung nicht in der Liste auf? Und wieso gibt es Navigation nur in der höchsten Ausstattungsvariante (Sport: ab 34.900 Euro) und für die anderen Varianten noch nicht einmal gegen Aufpreis?

Immerhin stimmt unter dem Strich das Preis-Leistungsverhältnis für den ausgewogenen Levorg. Schließlich sind für deutlich unter 30.000 Euro Automatik, Bluetooth-Freisprechanlage, LED-Hauptlicht, Rückfahrkamera und schlüsselloses Schließsystem immer dabei. Und die Extraportion Individualität, die die Marke Subaru mitbringt, ist auch nicht zu verachten.

News: Subaru Levorg unter 30.000 Euro

Mit einem Basispreis von 28.900 Euro ist nun der Subaru Levorg zu haben. Der Mittelklasse-Kombi wird von einem 125 kW/170 PS starken 1,6-Liter-Boxermotor mit Turbolader angetrieben. Allradtechnik ist genauso Serie wie ein stufenloses Automatikgetriebe. Zur weiteren Ausstattung zählen LED-Licht, Rückfahrkamera und schlüsselloses Schließsystem.

Erste Fahrt: Der neue Subaru Levorg

Kinderwagen oder Bollerwagen?

Erster Test des neuen SUBARU Levorg

Das ist doch ein WRX STi. Ganz klar, erkennt man an der Lufthutze. Dieses Gesicht. Seit Sommer 2014 hat der üblicherweise mit grobem Leitwerk auftauchende Limousinen-Sportler dieses neue Gesicht. Aber – das Heck? Im Falle des Levorg kein Flügelwerk, stattdessen Laderaum für Kinderwagen, Bollerwagen oder das Familien-Gepäck. Richtig verwirrend wird es, wenn man sich bewusst wird, dass hier nicht der 2.5 Liter Boxermotor mit 300 PS anschiebt. Unter der hutzigen Motorhaube arbeitet stattdessen ein 1.6 Liter-Turbo. Ganz neu – aber natürlich ein Boxer. 170 PS müssen für den „WRX-Kombi“ ausreichen.

Subaru Levorg 002 erste Fahrt Test fahrbericht

Fahrbericht: Der neue 1.6 Liter Turbo-Boxer im Levorg

Bereits nach dem Starten des vollständig neu entwickelten 1.6 Liter Vierzylinder-Boxermotors ist es klar. Hier trägt einer zwar das WRX-Gesicht, das Kombiheck hat aber nach Vernunft unter der Motorhaube gerufen. Und die ist eingezogen. Ein solches Triebwerk hat Subaru bislang gefehlt. 1.6 Liter groß, mit Turboaufladung 170 PS und 250 Nm stark. Da stimmt dann auch der CO2-Ausstoß und der Verbrauch sollte im Rahmen bleiben.

Levorg?

Der Levorg trägt eindeutig WRX-STi Gene.Bis zur B-Säule ist er prinzipiell baugleich zum Sports-Bruder, nur mit mehr Dämmung für die Ruhe im Innenraum. Der Levorg ersetzt den Legacy und soll bieten, wonach es SUBARU-Fahrern so verlangt: Non-Konformität und das bei aller Praktikabilität. Der Boxermotor gehört zur kleinen, aber charakterstarken Marke Subaru wie der permanente Allradantrieb. Selbstredend verfügt auch der Levorg über die Kraft der vier Räder. Aber auch über das stufenlose Automatikgetriebe CVT.

Vermutlich kann die CVT-Abstimmung mittlerweile niemand besser als SUBARU. Für den Europäer ist die stufenlose Automatik trotz der simulierten Schaltsprünge wegen dem unnötigen Rucken der größte Hemmschuh. Wer sich aber locker treiben lässt, der kann die CVT schätzen lernen.

Im I-Modus bleibt sie schüchterner bei den Drehzahlen, lädt Fahrer und Fahrzeug zum entspannten Gleiten ein. Der 1.6 Liter Turbo bleibt derweil akustisch extrem im Hintergrund. Typisch Boxermotor spürt man auch keine Vibrationen. Der Komfort ist, das darf man ruhig anmerken, für ein Auto dieser Klasse – das Wort Premium würde SUBARU ja nie in den Mund nehmen – aber genau auf dieser „Premium-Ebene“.

Surrend durch die Berge

Doch die nahe am WRX liegende Wurzel des Levorg bedeutet auch, ein exzellentes Fahrwerk zu besitzen. Die Vorderachse bietet unfassbar viel Grip – die 250 Nm des Turbo-Boxers werden zudem immer permanent an alle Räder verteilt. Da hat die Lenkung viel Verantwortung bekommen. Feinfühlig, mit guten Feedback lässt sich der Levorg durch Berg-Etappen kurven. Wieder einmal Barcelona als erstes Ziel. Wieder einmal ging es früh am Tag raus in das Hinterland. Dass der Levorg in der Basis wenigstens 1.5 Tonnen mitschleppen muss, man spürt es weder in der Lenkung noch bei den Bremsen.

Nur beim Antrieb. War der 1.6 Liter Turbo in der Stadt vor allem eines, nämlich unhörbar, muss das stufenlose Getriebe bei der ersten sportlich genommenen Kurve den kleinen Direkteinspritzer heftig in Richtung Drehzahllimit jagen.

Turbomotoren sind nicht für überragenden Auspuffsound bekannt. Die Turbine im Abgasstrom raubt dem Verbrennungsmotor üblicherweise seine Akustik. Beim Levorg hatte wohl auch niemand Lust, dieses Thema anzugehen.

Es ist ein wenig widersprüchlich, was der Levorg auf den schmalen, extrem kurvigen Landstraßen vollführt. Die Lenkung? Sehr gut. Traktion? Ohne Diskussion. Straßenlage und Eigenlenkverhalten? Sehr, sehr gut! Aber Motor und Getriebe passen überhaupt nicht zu dieser Vorstellung. Der 1.6 Liter Turbo-Boxer surrt weltfremd vor sich hin, während ihn das stufenlose Getriebe bei harter Fahrt am liebsten nahe des Drehzahlbegrenzers festnagelt.

Eventuell ist das auch der Grund, weswegen der Levorg in seinem Heimatland auch mit einem 300 PS-Turbomotor erhältlich ist. Ein WRX STi-Kombi sozusagen.

Für Deutschland hätte sich der Autor den 2.0D Boxerdiesel gewünscht. Auch wenn andere beim 1.6 Liter Turbodiesel angekommen sind. Der 1.6 Liter Turbo-Boxer ist kein schlechtes Triebwerk, aber zu schwach für das, was das Fahrwerk verträgt. Und zu durstig für die flotte Fahrt. Der Diesel wäre da die logische Alternative gewesen.

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Kein Diesel, keine 300 PS!

Vorerst wird es jedoch weder den Diesel noch den Power-Boxer für den deutschen Markt geben. Was es gibt, ist ein Auto für Menschen, die das Besondere suchen. Aber bitte – lasst das „Besondere“ praktisch sein.

Der Levorg kann praktisch sein! Mit seinen bis zu 1.446 Litern Kofferraumvolumen überzeugt er als Familienkombi. Der permanente Allradantrieb verpasst ihm das Sicherheits- und Traktionsplus, speziell für Gebirgsregionen.

Mit 4.69 Metern ist der Levorg überschaubar groß. Und was man SUBARU zudem zugestehen muss: Mit jeder Modellgeneration wird das Niveau der Materialien im Innenraum und deren Verarbeitung besser!

Dennoch bleibt SUBARU eine Marke für Individualisten und Querköpfe. Anders sein gehört dazu. Die große Hutze auf der Motorhaube hat einen praktischen Nutzen: sie führt Kühlluft auf den Ladeluftkühler. Ihre Optik wirkt jedoch – nun sagen wir es so: Wer vorne eine Hutze spazieren fährt, der sollte hinten das Leitwerk montiert haben. Für einen derart sinnvollen Antrieb – ja – sinnvoll, denn auf dem Papier sollen kombiniert um die 7.0 Liter machbar sein, wirkt die sportliche Hutze leider deplatziert.

Bei den Assistenzsystemen ist SUBARU leider sparsam. Ein aktiver Spurhalte-Assistent fehlt, ein Notbrems-Assistent ebenso. Und noch merkwürdiger: Sogar einen adaptiven Tempomaten kann man nicht ordern. Dafür bietet SUBARU einen Totwinkel-Warner und einen Querverkehr-Warner an. Beides funktionierte bei der ersten Fahrt überzeugend.

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Alles bleibt anders: SUBARU Levorg

Ein Bollerwagen ist am Levorg nicht verloren gegangen. Zu friedfertig sein Antrieb. Für die Familie, auch als Kinderwagen, ist er gut geeignet!

Mehr Mut kann man eigentlich nicht haben. Permanenter Allradantrieb, immer, und Motoren, die man vollständig selbst entwickelt. SUBARU ist in der Automobil-Industrie so etwas wie die „Gallier“ unter den Römern. Kooperationen sind minimiert, man ist überzeugend von der eigenen Technik. Das hat Charakter und lässt auch den Levorg zu einer Wahl für Menschen werden, die alles wollen, nur kein 08/15.

Dennoch würde sich der Autor noch mehr Mut wünschen. Den Mut, mehr Getriebe-Varianten und mehr Motoren-Versionen auf dem Markt anzubieten. In den USA verkauft SUBARU mehr Autos als Volkswagen – es gibt also keinen rationalen Grund, eine Nischenmarke bleiben zu wollen.

Fazit: Die Marke mit den Charakter-Autos

[=“ “ ]Der Name Levorg steht im übrigen für: „LEgacy reVOlution touRinG — 😉 Alles klar?

 

Der Fahrzeugschein für den SUBARU Levorg 1.6 DIT „Sport“ | Zur Galerie

Verkaufsstart:  26. September
Basispreis:  Ab 34.900 € (28.900 € – Trend | 31.400 € Comfort)
 Motorleistung:  170 PS
Antrieb und Getriebe:  CVT – Stufenloses Getriebe
Beschleunigung:  8,9 Sekunden für 0-100 km/h
Verbrauch – kombiniert:  7,1 Liter / 100 km NEFZ-Norm (CO2: 164g/km | C)
Höchstgeschwindigkeit:  210 km/h
Länge, Breite, Höhe, Radstand  4.690, 1.780, 1.490, 2.650 mm

 

News: Subaru Levorg: Der boxt sich ganz ruhig durch

Subaru schickt mit dem Levorg den Nachfolger des mit über einem Vierteljahrhundert Tradition gesegneten Legacy auf die Straßen. Erhältlich ist der Mittelklasse-Kombi ausschließlich mit einem 1,6-Liter-Turbobenzine. Und natürlich ist der ab 28.900 Euro erhältliche, 125 kW/170 PS starke Vierzylinder markentypisch ein Boxer.

Die Ingenieure haben die Karosserie im Vergleich zum Vorgänger um bis zu 40 Prozent versteift. Der Radstand schrumpfte ebenso wie die Außenlänge um 10 Zentimeter, was den Subaru handlicher machen soll. Trotzdem verspricht der Hersteller, dass der Abstand der Fondsitze zur vorderen Lehne trotz der äußerlichen Verkleinerung sogar um 2,5 auf 8,5 Zentimeter gestiegen sei. Der Kofferraum des Mittelklasse-Kombis schluckt bis zu 1.450 Liter.

Mit 250 Newtonmeter Drehmoment übertrifft der Motor sogar den 2,5-Liter-Benziner aus dem Outback um 15 Nm. Glaubt man dem Hersteller, vergehen keine 9 Sekunden, um Landstraßentempo zu erreichen. Die Kraft wird ausschließlich über ein CVT-Getriebe übertragen, das im Grunde gut zum Auto passt. Geschmeidiger kann man im moderaten Betrieb kaum unterwegs sein, außerdem stimmt dann auch die Effizienz. Anders sieht es im Volllastbereich aus, wenn hohe Anpressdrücke und die dann energiezehrenden Ölströme den Realverbrauch in die Höhe treiben.

Die Innenarchitektur des Levorg präsentiert sich nüchtern, aber durchaus ordentlich verarbeitet. Ein Kunstwerk aus dem Zusammenspiel edler Hölzer und nobel anmutendem Alu oder Karbon war ja nicht zu erwarten. Der neue Subaru ist ein Funktionsauto ohne großen Schnickschnack. In der Moderne angekommen ist er allerdings schon, wie nicht zuletzt der große Touchscreen beweist. Bei Infotainment und Assistenz müssen die Spezialisten aber noch ein paar Schönheitsfehler ausmerzen. Warum taucht die so genannte Eyesight-Kamera inklusive Abstandstempomat und autonomer Bremsung nicht in der Liste auf? Und wieso gibt es Navigation nur in der höchsten Ausstattungsvariante (Sport: ab 34.900 Euro) und für die anderen Varianten noch nicht einmal gegen Aufpreis?

Immerhin stimmt unter dem Strich das Preis-Leistungsverhältnis für den ausgewogenen Levorg. Schließlich sind für deutlich unter 30.000 Euro Automatik, Bluetooth-Freisprechanlage, LED-Hauptlicht, Rückfahrkamera und schlüsselloses Schließsystem immer dabei.

Fahrbericht: Subaru jetzt im 2.0 Liter Box(er) – Ring

Das Markengesicht von Subaru repräsentiert der Forester auf dem deutschen Markt bereits seit 1997. Seit März diesen Jahres rollt er hierzulande auch auch mit dem Zwei Liter Boxer Diesel und Lineartronic über die Straßen. Der japanische Hersteller, dessen Allradkompetenz unbestritten ist, versteht unter Lineartronic ein kontinuierlich variables Getriebe, kurz auch CVT-Getriebe genannt. Subaru setzt seit 2009 auf diese Art des Automatikgetriebes und stattete erstmals 2013 den Outback damit aus. Der Einstiegspreis für den Forester 2.0 Boxer Diesel liegt nun liegt bei € 32.200

Boxer an der Leine

Test: Subaru Forester 2.0 Boxer-Diesel „Sport“ mit Lineartronic

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Boxer Diesel mit Lineartronic.

Als Subaru den Forester vor 18 Jahren einführte, kam die 1. Generation noch als vierradgetriebener Kombi daher. Erst im Laufe der Zeit, mit Einführung des SUV Segments und veränderten Kundenwünschen, wurde auch der Forester „erwachsen“.  Als Fahrzeug mit permanentem Allrad bildete er stets die Spitze in diesem Segment. Wurden in der 2. Generation (ab Herbst 2002) noch ausschließlich Benzinmotoren verbaut, führte man erstmals mit der 3. Generation (ab Frühjahr 2008) ein Zwei Liter Diesel Aggregat ein. 2013, mit Einführung der 4. Generation, hält ab diesem Jahr nun auch der Boxer Diesel mit Lineartronic Einzug im Forester.

Herzstück des Forester
Herzstück des Forester.

Ein hohes Maß an Sicherheit, Fahrspaß und Zuverlässigkeit wollten die Ingenieure aus Nippon im Forester mit seinen On- und Off-Road Fähigkeiten bieten. Dabei gaben sie sich auch zur Aufgabe, dass sich ein SUV sich nicht nur über die Vielzahl von Einsatzzwecken definiert, sondern generell seinen Nutzern ein stressfreies Fahren über große Distanzen sowie unter schwierigen Bedingungen offerieren sollte. Ob dies gelungen ist, konnten wir bei einem 14-tägigen Test mit dem Forester 2.0 Boxer Diesel mit Lineartronic erfahren.

Das Fahrzeug stellt uns 108 kW (147 PS) zur Verfügung. Dies scheint zwar bei einem Leergewicht von rund 1.6 Tonnen etwas wenig, aber bei einem Drehmoment von 350 Newtonmeter bei 1.600 bis zu 2.400 Umdrehungen werden wir schnell wieder entschädigt. Die Höchstgeschwindigkeit von rund 188 km/h konnten wir auf der einen oder anderen Autobahnfahrt sehr gut ausfahren und dem angegebenen Verbrauchswert von 6,1 Litern kombiniert kamen wir dennoch sehr nahe. Mit drei Motorisierungen bleibt der Antrieb beim Forester übersichtlich. Zu den beiden Benzinmotoren mit jeweils 2 Liter Hubraum reiht sich das 2.0 Liter Dieselaggregat. Alle drei Motoren sind vierzylindrige Boxer-Motoren. Subaru behält also seine Boxer-Philosophie bei und kann diese Technologie weiter optimieren. Aufgrund ihrer Bauweise können die Motoren niedriger eingebaut werden, was zu einem günstigeren Fahrzeugschwerpunkt führt. Dabei liefern der gleichmäßige Motorlauf und die höhere Laufruhe wichtige Argumente.

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Cockpit mit viel Übersicht.

Bereits beim Einsteigen bietet der Subaru Forester ein hohes Maß an Komfort. Die sehr tief angebrachten seitlichen Schweller ermöglichen es, bequem einzusteigen. Eine zusätzliche Stufe mit rutschfestem Belag macht es auch Kindern beim Ein- und Aussteigen einfacher. Generell haben bei den Abmessungen des Forester 5 Personen bequem Platz. Bei voller Bestuhlung sind die 505 Liter Ladevolumen mehr als üppig. Das Ladevolumen bei umgeklappten Sitzen bis zur Dachkante beträgt 1.573 Liter. Das macht einen Einkauf im Möbel- oder Baumarkt sehr einfach. Dabei lassen sich Gegenstände sehr bequem durch die große Heckklappe laden. Diese ist elektrisch bedienbar, entweder über einen Knopf am Armaturenbrett, der Fernbedienung des Fahrzeugschlüssels oder direkt an der Heckklappe.

Viel Platz für`s Geld
Viel Platz für`s Geld.

Um den Ansprüchen und Wünschen seiner Kunden gerecht zu werden, offeriert Subaru insgesamt sechs Ausstattungsvarianten – Trend, Active, Comfort, Exclusive, Platinum und Sport – mit verschiedenen Motor- und Getriebevarianten. Preislich startet der japanische Autohersteller mit dem Forester 2.0X Trend und 6-Gang-Schaltgetriebe bei € 25.900. Hierbei ist, wie bei allen Subaru Forester Modellen, serienmäßig der Allradantrieb „Symmetrical AWD“ erhältlich. Unser Testfahrzeug, den Forester 2.0D Sport Lineartronic, bekommt man man ab € 40.700.

Fazit:

Das 2.0 Liter Boxer Dieselaggregat mit Abgasnorm 6 ist nicht nur völlig ausreichend. Er bildet eine gute Kombination aus Sicherheit, Fahrspaß und Zuverlässigkeit.

Gute Kombination aus Sicherheit, Fahrspaß und Zuverlässigkeit
Gute Kombination aus Sicherheit, Fahrspaß und Zuverlässigkeit.

Subaru Forester 2.0 Boxer-Diesel „Sport“ mit Lineartronic

Hersteller:  Subaru
Typ:  Forester 2.0 Boxer-Diesel
Kasse:  SUV
Motor:  Boxer 4
Getriebe:  CVT-Schaltgetriebe
Antrieb:  Allradantrieb
Hubraum:  1.998 ccm
Leistung:  108 Kw (147 PS)
Drehmoment:  350 Nm bei 1600 – 2400 U/min.
Gewicht Fahrfertig:  1.636 kg
Von 0 von 100:  9.9 s
Höchstgeschw.:  188 km/h
Verbrauch (NEFZ):  6,3 Liter
CO2-Ausstoß (NEFZ)  163 g/km
Emmissionsklasse  EU 6
Effizienzklasse  C
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Fotos im Artikel und Titelbild: Stefan Beckmann

N24h – So lief das Rennen für den SUBARU WRX STi

Subaru konnte beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring (16. und 17. Mai) mit der Rennversion des aktuellen Subaru WRX STI einen riesigen Erfolg feiern. Das Team der Rennsportabteilung Subaru Tecnica International sicherte sich neben dem Sieg in der Klasse SP 3T zudem einen unerwarteten 18. Platz in der Gesamtwertung. Damit knüpfte Subaru nicht nur an die Klassenerfolge aus den Jahren 2011 und 2012 an, sondern STI erzielte mit diesem Gesamtergebnis bei 143 Runden auch seinen persönlichen Rekord seit seiner ersten Teilnahme am Rennen.

Mit den erfahrenen Piloten Carlo van Dam, Marcel Lasée, Tim Schrick und Hideki Yamauchi dominierte der WRX STI von Beginn seine Klassen-Konkurrenz und baute den Vorsprung auf die Zweitplatzierten der SP 3T sukzessive auf 12 Runden aus. Abgesehen von kleineren Zwischenfällen konnte sich das Team im gesamten Rennverlauf aus den zahlreichen Unfällen heraushalten und damit den Grundstein zum Klassensieg legen. Technische Defekte und harte Positionskämpfe in der Spitzengruppe spülten die Mannschaft der Subaru Tecnica International in der Nacht in die Top 20 der Gesamtwertung, wo sie sich bis zum Rennende halten konnte.

Dieser Triumph beim Eifelklassiker ist nicht nur das Ergebnis des Teamworks vor Ort, sondern auch der Beweis für den weltgrößten Hersteller von Allrad-Pkw, mit dem Subaru WRX STI auf das richtige Fahrzeug gesetzt zu haben.

 

 

Foto: Stefan Baldauf SB-Medien / R. Kah imagetrust.de

N24h – Subaru beim 24-h-Rennen auf dem Nürburgring

Subaru schickt beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring am 16. und 17. Mai erneut eine Rennversion des aktuellen Subaru WRX STI auf die Strecke. Der weltgrößte Hersteller von Allrad-Pkw wird 2015 zum achten Mal hintereinander am Eifelklassiker teilnehmen und will an vergangene Erfolge anknüpfen. Die Rennsportabteilung der Marke, Subaru Tecnica International, konnte 2011 und 2012 jeweils die SPT3-Klasse gewinnen. In diesem Jahr werden neben den Stammpiloten Carlo van Dam und Marcel Lasée auch Nürburgring-Experte Tim Schrick sowie der SUPER GT-Pilot Hideki Yamauchi im Fahrerteam vertreten sein.

Basis des diesjährigen Nürburgring-Autos ist erneut der Subaru WRX STI. Die Arbeit der Entwickler begann bereits unmittelbar nach dem Ende des Rennens im vergangenen Jahr. Vorrangiges Entwicklungsziel war dabei die Erhöhung des Abtriebs in Verbindung mit der Optimierung des Luftwiderstandes an der Fahrzeugfront und den Flanken. Dafür wurden unter anderem Position und Dimension des Heckspoilers verbessert, die vorderen und hinteren Kotflügel angepasst sowie die Einlässe für ein optimales Strömungsverhalten der Luft unter der Motorhaube neu gestaltet. Außerdem ist die Verwindungssteifigkeit des Chassis im Vergleich zum Vorjahresauto deutlich höher geworden. Während der gesamten Entwicklungszeit fanden umfangreiche Einsätze auf japanischen Rennstrecken statt, bei denen die technischen Veränderungen ausgiebigen Praxistests unterzogen werden konnten.

Hintergrundberichte und weitere Informationen gibt es auf http://www.subaru-msm.com/global/NBR24H2015/. Alle Fans können dort auch einen Livestream des gesamten Rennens verfolgen.

Fußgänger Notbremse: Nur SUBARU kann es wirklich!

Edit: Leider ist das Video nicht mehr online. ams hat es „gelöscht“?

Fußgänger-Notbremstechnik ist schon lange kein Privileg teuer Luxuslimousinen mehr, sogar Kleinwagen werden inzwischen mit aufwendigen Assistenzsystemen ausgestattet. Der auto, motor und sport Redakteur Heinrich Lingner hat sechs City-Safety-Systeme von teuer bis billig auf ihre Zuverlässigkeit getestet.

Es gibt keine Neuwagen-Präsentation mehr, bei der man nicht über Assistenz- und Sicherheitssysteme spricht. Und wenn es darum geht, über die Vorteile dieser Systeme zu reden, dann wird immer vom schlimmsten Fall ausgegangen: Der Personenschaden. Umso wichtiger sind also die Notbrems-Systeme, die Fußgänger erkennen und dann rechtzeitig den Anker werfen.

Deutschlands renommiertestes Automobil-Magazin hat nun den Test gemacht und die Funktion von „Fußgänger-Notbremssystemen“ geprüft. Das Ergebnis?

Ernüchternd. 

subaru eysight 03

Umso interessanter ist dabei, nur der neue Subaru Outback mit seinem Eyesight-System hat den Fußgänger wirklich „geschont“. Der Rest der Vertreter hat den Dummy mal mehr, mal weniger heftig umgenietet.  Eine Enttäuschung und die Frage ist: Wofür zahlt man den Aufpreis, wenn die Systeme nicht den Erfolg liefern, der versprochen wird?

 

Erste Fahrt: EyeSight jetzt im neuen Subaru Outback auch europaweit

Doppeltes Adlerauge im neuen Subaru Outback

Den 1996 in Deutschland eingeführte Outback gibt es jetzt in seiner fünften Generation. Subaru verpasste dem erfolgreichen Crossover nicht nur eine neue Optik. Vielmehr gehen auch überarbeitete Motoren sowie das in Japan bereits seit 2010 bekannte EyeSight mit an den Start.

5. Generation des Subaru Outback
5. Generation des Subaru Outback

In Verbindung mit der Subaru Lineartronic – einem kontinuierlichen variablen Getriebe (CVT) – setzen die Autobauer aus Nippon ganz auf Fahrerassistenzsysteme. Zusätzlich ermöglichen seine typischen Merkmale wie die große Bodenfreiheit und die kurzen Überhänge dem Outback, die Stärken des permanenten Allrads auch abseits befestigter Wege auszuspielen.

EyeSight – ein System mit 5 Features

Das ausschließlich in Verbindung mit der Subaru eigenen Lineartronic erhältliche System EyeSight steigert die Verkaufsargumente des neuen Outback um ein Vielfaches. Im Einzelnen verbindet dieses System ein Notbremssystem mit Kollisionswarner, einen Spurhalte-Assistenten, eine adaptive Geschwindigkeitsregelung, einen Anfahre-Kollisionsschutz sowie einen Stop & Go Anfahrassistenten. Das Gesamtsystem EyeSight funktioniert rein optisch. Über die beiden rechts und links vom Rückspiegel angebrachten Kameras wird ein sogenanntes stereoskopisches Bild erzeugt. Dies entspricht im Großen und Ganzen der Funktion des menschlichen Auges.

Optische Erfassung durch zwei Kameras
Optische Erfassung durch zwei Kameras

Erkannt werden können Autos, Motorräder, Fahrräder und auch Fußgänger. Diese werden durch das Kamerasystem mit Abstandsmessung und Winkelmessung zuverlässig identifiziert und priorisiert. Die Auswertung dieser Bildinformationen ermöglicht die Konsolidierung der fünf Komponenten des EyeSight.

Ein System mit 5 Features
Ein System mit 5 Features

Im fließenden Verkehr verhindert das Notbremssystem mit Kollisionswarner das Auffahren auf ein Stauende sowie Kollisionen mit Fußgängern oder Radfahrern. Das Eingreifen des Systems funktioniert bis zu einer Geschwindigkeitsdifferenz von 50 km/h. Beim Spurhalte-Assistenten werden links und rechts Begrenzungslinien erfasst. Überfährt der Fahrer sie, ohne vorher den Blinker gesetzt zu haben, wird er über ein optisches und ein akustischen Signal gewarnt. Eine weitere Komfortfunktion ist die adaptive Geschwindigkeitsregelung, die im Regelbereich von 30 bis 180 km/h zum Einsatz kommt. Das Fahrzeug hält nicht nur die vorab eingestellte Geschwindigkeit ein, zusätzlich werden vorausfahrende Fahrzeuge registriert und die eigene Geschwindigkeit wird dem wiederum vorab eingestellten Abstand entsprechend angepasst. Der Stop & Go Anfahrassistent warnt den Fahrer mit einem optischen und akustischen Signal, wenn das vorausfahrende Fahrzeug am Stauende oder vor einer Ampel schon wieder angefahren ist und man selbst den Anschluss verpasst hat.

Ein Crossover von Geburt an 

Das Konzept des Crossover verkörpert der Outback bereits seit seiner Premiere 1995 in Japan, bei der die Entwickler den Komfort eines Kombis mit seinen Langstreckeneigenschaften und höchstmöglicher Ladekapazität mit den Vorzügen eines  SUV kombinierten.

Markantes sechseckiges Kühlergrill und die an Raubvogel-Augen erinnernden Scheinwerfer
Markanter sechseckiger Kühlergrill und die an Raubvogel-Augen erinnernden Scheinwerfer

Optischen erinnert der Outback mit dem sechseckigen Kühlergrill und die an Raubvogel-Augen erinnernden Scheinwerfer an die anderen Subaru-Modelle.

Beim Innenraum wurde auf Komfort und Sportlichkeit geachtet. So hat man als Fahrer das Gefühl, in einem Cockpit zu sitzen. Das in der Mitte des Armaturenbrett sitzende Sieben Zoll Display des Audio- und Navigationssystems lässt sich bequem mit anderen Medien wie einem MP3-Player, einem iPod oder einem Smartphone verbinden. Leider ist die Lackoberfläche des Bildschirms gerade bei einfallendem Sonnenlicht nicht immer gut ablesbar. Die Qualität der verbauten Materialien und deren Haptik überzeugen indes.

Durch die etwas nach vorn versetzte A-Säule wirkt der Fahrgastraum insgesamt größer. Damit haben fünf Personen bequem Platz. Bei voller Bestuhlung sind die 559 Liter Ladevolumen mehr als üppig. Bei umgeklappten Sitzen sind es sogar 1.848 Liter bis zur Dachkante. Gute Vorbedingungen für einen Einkauf im Möbel- oder Baumarkt.

Mit einem Benzin- und einem Dieselmotor erhältlich

Die Motorisierungen beim Outback bleiben übersichtlich. Bei unserer ersten Fahrt in der Nähe des ADAC Fahrsicherheitszentrums in Schlüsselfeld bei Nürnberg konnten wir beide Aggregate testen. Der 2 Liter Diesel stellt uns 110 kW (150 PS) zur Verfügung. Bei einem Drehmoment von 350 Newtonmeter bei 1.600 bis 2.400 Umdrehungen schiebt das Fahrzeug gut nach vorn. Die Höchstgeschwindigkeit von ca. 200 km/h können wir nur kurz auf der Autobahn ausfahren. Dementsprechend kommen wir dem angegebenen kombinierten Verbrauch von 5,6 Litern schon sehr nahe.

Der Benziner kommt mit 2.500 ccm Hubraum daher und leistet 129 kW (175 PS) bei 5.800 Umdrehungen. Bei dieser Zusammensetzung staunen wir angesichts des Verbrauchs nicht schlecht. Auch hier lassen sich die laut Datenblatt vorgegebenen 7 Liter kombiniert bei 100 km/h spielend erreichen.

Sowohl mit 2.0 Liter Boxer Diesel, als auch mit 2.5 Liter Benziner
Sowohl mit 2,0 Liter Diesel als auch mit 2,5 Liter Benziner erhältlich

 

Beide Motoren sind vierzylindrige Boxer-Motoren. So behält Subaru seine Boxer-Philosophie bei und kann diese Technologie stets optimieren. Aufgrund ihrer Bauweise können die Motoren niedriger eingebaut werden, was zu einem günstigeren Fahrzeugschwerpunkt führt. Außerdem liefern der gleichmäßige Lauf und die höhere Laufruhe wichtige Argumente für die Motorenbauweise, an der Subaru unbeirrt festhält.

Preispolitik beinhaltet sogar eine Preissenkung

Den Preis senkt Subaru im Vergleich zum Vorgängermodell im Schnitt um € 2.500. Demnach startet der Outback mit dem 2.0 Liter Boxer-Diesel in der ersten Ausstattungsvariante „Trend“ bei € 34.400. Der 2.5 Liter Benziner mit der Ausstattung „Active“ ist bereits ab € 35.900 erhältlich. Fahrzeuge, die mit Lineartronic ausgestattet sind, erhalten serienmäßig das EyeSight System. Im Vergleich zum Sechs-Gang-Schaltgetriebe erhöht sich der Preis hierbei um € 2.500. Serienmäßig wie bei allen Subaru Modellen ist der Allradantrieb „Symmetrical AWD“.

Fazit:

Das EyeSight, ein durchaus wichtiges System, funktionierte bei unseren Tests auf dem ADAC Fahrsicherheitszentrum zu 100%, was den Aufpreis von € 2.500 durchaus rechtfertigt.

Subaru Outback „Active“ 2.0 Boxer-Diesel mit Lineartronic

Verkaufsstart:  28.03.2015
Basispreis:  34.400 €
Motorleistung:  110 (150 PS)
Antrieb und Getriebe:  CVT-Automatikgetriebe (Lineartronic) inkl. manuellem Schaltmodus
Beschleunigung:  9.9 Sekunden von 0-100 km/h
Verbrauch – kombiniert:  6.1 Liter auf 100 km
Höchstgeschwindigkeit:  192 km/h
Länge, Breite, Höhe, Radstand  4.815, 1.840, 1.605, 2.745 mm
Fotos im Artikel: Stefan Beckmann/Hersteller Titelbild: Stefan Beckmann

NYIAS 2015 – Highlight: Das SUBARU BRZ STI Concept

Die New York Autoshow ist eine Wohltat. Verglichen mit der IAA mutet sie geradezu putzig klein an. Aber das ist ihre Stärke. Die Stände der Hersteller sind demnach auch kleiner und man fokussiert sich auf einzelne Highlights. Mein ganz persönliches Highlight der NYIAS 2015? Ganz klar das als Concept präsentierte SUBARU BRZ-Sportmodell STI.

Subaru STI Performance Concept

Feiste Kühlluftöffnungen in der Front, neue Flipper, neue Schweller, ein fetter Auspuff am Heck und darüber der dreist große Heckflügel mit dem STi-Schriftzug an der Seite. Bereits rein optisch macht der BRZ in dieser Concept-Variante klar: Hier ist nun Schluss mit lustig.

Unter der Haube pocht, obwohl immer geschrieben wurde, es wäre nicht möglich, ein Zwei-Liter-Boxermotor mit Turboaufladung. 350 PS sollten, könnten, wären ausreichend – 305 PS will uns Subaru erst einmal schmackhaft machen. 447 Nm sind dann gleich einmal die konkrete Ansage zum Thema Kraft. Allrad bräuchte dieser Subaru eher nicht, damit bleibt die pure Idee des GT 86 / BRZ erhalten. Dass die Kraft dennoch souverän auf den Asphalt gebracht wird, darum kümmern sich die Sportreifen von Dunlop.

Eine Serienfertigung lässt man derzeit einfach mal ungewiss und ob, falls, wenn doch, dieser Spaßbringer in Serie gehen würde, er dies auch bei uns täte – man verschweigt es. Aber er muss ganz einfach! Punkt.

 

Erste Fahrt: Subaru Forester jetzt mit CVT im überarbeiteten Boxer Diesel

Subaru packt beim Forester die Lineartronic jetzt auch in den Diesel

Das Gesicht der Marke Subaru ist der seit 1997 auf dem deutschen Markt laufende Forester schon längst.  Nun wird es ihn ab dem 28. März auch mit dem Zwei Liter Boxer Diesel in Kombination mit der Lineartronic zu kaufen geben. Der japanische Hersteller, dessen Allradkompetenz unbestreitbar ist, versteht unter Lineartronic ein kontinuierliches variables Getriebe, kurz auch CVT-Getriebe genannt. Subaru setzt seit 2009 auf diese Art des Automatikgetriebes und verbaute sie erstmals 2013 im Outback mit einem Boxer Diesel.

Ein vierradgetriebener Kombi wurde Erwachsen
Ein Allrad getriebener Kombi wurde erwachsen.

Aus dem Kombi wurde ein SUV 

Als Subaru den Forester vor 18 Jahren einführte, kam die 1. Generation noch als Allrad getriebener Kombi daher. Erst im Laufe der Zeit, mit Einführung des SUV Segments und veränderten Kundenwünschen, wurde auch der Forester „erwachsen“.  Als Fahrzeug mit permanentem Allrad bildete er stets die Spitze in diesem Segment. Wurden in der 2. Generation (ab Herbst 2002) noch ausschließlich Benzinmotoren verbaut, führte man erstmals mit der 3. Generation (ab Frühjahr 2008) ein Zwei Liter Boxer  Diesel Aggregat ein. In die 4. Generation ( seit 2013 ) hält jetzt die Lineartronic Einzug in Kombination mit dem gleichzeitig überarbeiteten Dieselmotor.

Ein hohes Maß an Sicherheit, Fahrspaß und Zuverlässigkeit wollten die Ingenieure aus Nippon im Forester mit seinen On- und Off-Road Fähigkeiten bieten. Dabei gaben sie sich auch zur Aufgabe, dass sich ein SUV nicht nur über die Vielzahl von Einsatzzwecken definiert, sondern generell auch seinen Benutzern ein stressfreies Fahren über große Distanzen sowie unter schwierigen Bedingungen offerieren sollte. Ob dies gelungen ist, konnten wir bei einer ersten Testfahrt mit dem Forester 2.0 Boxer Diesel mit Lineartronic von München ins beschauliche Kleinwalstertal  testen.

Mit seinen 350 Newtonmetern Drehmoment treibt der 2.0 Liter Boxer Diesel den Forester gut voran

Der Boxer-Diesel stellt uns 108 kW (147 PS) zur Verfügung. Das scheint zwar bei einem Leergewicht von rund 1.6 Tonnen auf den ersten Blick etwas wenig, aber bei einem Drehmoment von 350 Newtonmeter bei 1.600 bis 2.400 Umdrehungen werden wir schnell eines besseren belehrt. Die Höchstgeschwindigkeit von ca. 188 km/h konnten wir leider nicht ausfahren, kamen aber dem angegebenen Verbrauch von 6,1 Litern kombiniert dafür schon sehr nahe.

2.0 Liter und 350 Newton
2.0 Liter und 350 Newtonmeter.

Mit drei Motorisierungen bleibt der Antrieb beim Forester übersichtlich. Zu den beiden Benzinmotoren mit jeweils 2 Liter Hubraum reiht sich mit gleicher Hubraumzahl das jetzt überarbeitete Dieselaggregat ein. Alle drei Motoren sind vierzylindrige Boxer-Motoren. So behält Subaru seine Motoren-Philosophie bei und optimiert diese Technologie immer noch weiter. Aufgrund ihrer Bauweise können die Motoren niedrig eingebaut werden, was zu einem günstigeren Fahrzeugschwerpunkt führt. Dabei liefern der gleichmäßige Motorlauf und die höhere Laufruhe wichtige Argumente für den Komfort.

Die sehr tief angebrachten seitlichen Schweller ermöglichen ein sehr bequemes Einzusteigen in den Forester. Eine zusätzliche Stufe mit rutschfestem Belag erleichtert Kindern das Zugang.  Generell haben bei den Abmessungen des Forester fünf Personen bequem Platz. Bei voller Bestuhlung sind die 505 Liter Ladevolumen mehr als üppig. Bei umgeklappten Sitzen passen bis zur Dachkante 1.592 Liter. Nach dem Einkauf im Möbel- oder Baumarkt  lassen sich Gegenstände gut durch die große Heckklappe laden, die sich entweder über einen Knopf am Armaturenbrett oder die Fernbedienung des Fahrzeugschlüssels elektrisch bedienen lässt.

Die Ansprüche der Kunden sind für Subaru nicht nur eine Pflicht

Die Ansprüche der Kunden sind für Subaru nicht nur eine Pflicht.

Um den Ansprüchen und Wünschen seiner Kunden gerecht zu werden, schnürte Subaru insgesamt sechs Ausstattungsvarianten –  Trend, Active, Comfort, Exclusive, Platinum und Sport – mit verschiedenen Motor- und Getriebevarianten. Preislich startet der japanische Autobauer mit dem Forester 2.0X Trend und 6-Gang-Schaltgetriebe bei € 25.900. Hier ist wie bei allen Subaru Forester Modellen serienmäßig der Allradantrieb „Symmetrical AWD“ an Bord. Für unser Testfahrzeug, den Forester 2.0D Sport Lineartronic, ruft Subaru ab € 40.700 auf.

Fazit:

Alle Motorisierungen mit Abgasnorm 6 sind nicht nur völlig ausreichend, sie bilden zudem eine gute Kombination aus Komfort, Fahrspaß und Zuverlässigkeit.

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Eine gute Kombination aus Komfort, Fahrspaß und Zuverlässigkeit.

 

Subaru Forester 2.0 Boxer Diesel mit Lineartronic

Verkaufsstart:  28.03.2015
Basispreis:  25.900 €
Motorleistung:  108 (147 PS)
Antrieb und Getriebe:  CVT-Automatikgetriebe (Lineartronic) inkl. manuellem Schaltmodus
Beschleunigung:  9.9 Sekunden von 0-100 km/h
Verbrauch – kombiniert:  6.3 Liter auf 100 km
Höchstgeschwindigkeit:  188 km/h
Länge, Breite, Höhe, Radstand  4.595, 1.795, 1.735, 2.640 mm
Fotos im Artikel: Stefan Beckmann Titelbild: Stefan Beckmann

Pressepräsentation Subaru Forester 2.0 D Lineartronic Sport: Technische Avantgarde für jeden Tag

Für zwei Dinge ist der japanische Hersteller Subaru bekannt. Einmal für den Allradantrieb in allen Baureihen (mit Ausnahme des Sportwagens BRZ) und für zahlreiche technische Sonderwege. So pflegen die Japaner seit jeher die Motorenbaurat des Boxers. Weltweit einzig, neben Porsche. Beim Boxer-Diesel ist Subaru sogar einzigartig. Ebenso bei der Kombination von Diesel-Boxer mit einem stufenlosen Automatikgetriebe, das bei Subaru die Bezeichnung „Lineartronic“ trägt. Nun stattet Subaru mit diesem einzigartigen Antriebkonzept seinen Klassiker, das allradgetriebene SUVe Forester aus. So avantgardistisch das technische Konzept des Subaru Forester 2.0 D Lineatronic Sport ist, so unspektakulär verhält sie sich im Alltag. Und das ist gut so.

Bei Subaru ticken die Uhren seit jeher ein wenig anders als im Rest der Autowelt. Die Automobilsparte des Mischkonzerns Fuji Heavy Industries stellte erst 1958 ihr erstes Auto vor. Über einen serienmäßigen Allradantrieb verfügen die Fahrzeuge seit 1972. Zu einer Zeit, da bei Audi noch niemand überhaupt über den Begriff „Quattro“ nachdachte. Demensprechend gilt Subaru seit jeher als größter Produzent von Allrad-Pkw weltweit. In Deutschland hat sich Subaru bequem in seiner Nische einquartiert, die Marke huldigt nicht dem Mainstream und gilt als Geheimtipp für all jene, die Zuverlässigkeit und Alltagstauglichkeit über Status und Effekte stellen. In allen Statistiken von ADAC (Pannenstatistik) bis zum TÜV-Report gelten Subaru als eingefleischte Musterknaben, deren Vertrauen der Hersteller mit einer umfassenden Fünfjahresgarantie für Neuwagen unterstreicht. 6128 Neukunden konnten die Japaner 2014 hierzulande mit diesem Paket gewinnen.

Der Forester ist quasi der Klassiker im Programm. 1997 bei der Vorstellung der Reihe war auch dieses Konzept einzigartig. Die Mischung aus Offroader und Kombi bot viele variable Nutzungsmöglichkeiten auch fernab befestigter Pfade. Die aktuelle vierte Generation erschien 2012. Subaru bietet den Forester mit zwei Benzin- und einem Diesel an. Die Vierzylinder Boxer leisten 110 kW / 150 PS und 177 kW / 240 PS als Benziner, der Selbstzünder mobilisiert 108 kW / 147 PS.

Das unbeirrte Bekenntnis zum Boxer begründet Subaru, trotz der aufwendigen Konstruktion, einmal mit der flachen Bauweise, die es erlaubt, im Interesse von sicheren Fahreigenschaften des Schwerpunkt des Fahrzeugs tiefer anzusetzen, und mit der besseren Laufruhe im Vergleich zu einem Reihenvierzylinder. Laufruhe gilt in Japan als eine wesentliche Tugend nicht nur bei Motoren, sondern auch bei Kraftübertragungen. Nicht zuletzt darum hatte sich Subaru bei automatischen Kraftübertragungen für ein stufenloses CVT-Getriebe entschieden. Im Gegensatz zu klassischen Automatikgetrieben mit definierten Gangstufen, ermöglicht das CVT-Getriebe eine stufenlose Übersetzung zwischen der treibenden und der angetriebenen Welle.

Vom Aspekt der Komforteigenschaften dürfen somit auch alles Exportmärkte profitieren. Im Forester entsteht dadurch tatsächlich eine ausgesprochen laufruhige und akustisch dezente Antriebseinheit. Die Domäne des 4,56 Meter langen Allradlers ist folgerichtig die Langstrecke. Ruhiges und entspanntes Dahingleiten ist die Paradedisziplin des Diesel-Forrester mit Lineartronic. In der Klasse finden sich sicherlich agilere Vertreter. Die 108 kW /147 PS des Zweiliter-Boxers mit Commonrail-Einspritzung, die den Kraftstoff mit einem Druck von 1800 bar bereitstellt, sind beileibe nicht so üppig eigeschenkt, um mit einem beherzten Tritt auf´s Gaspedal die Brocken aus dem Asphalt zu reißen. Geschwindigkeiten jenseits der 150 km/h verlieren ihren Reiz alleine wegen der Windgeräusche, die sich in Richtung 188 km/h Höchstgeschwindigkeit immer deutlicher in Szene setzen.
Das ganze Wesen des Forester ist schließlich der Zurückhaltung gewidmet. Das Design der Karosserie und des Innenraum verkneift sich jede Exzentrik oder auch nur angedeutete Verbeugungen vor dem Zeitgeist. Das mag für manche etwas wenig frugal erscheinen, doch angesichts der Klarheit der Bedienungselemente und der vielen praktischen Details und Ablagen geht das in Ordnung. Die Beziehung zu diesem Auto ist ebenfalls als Langstrecken-Disziplin ausgelegt.

Bei Preis beginnt der Einstig in die Welt des Forester bei 24 900 Euro für den Basis-Benziner in der Ausstattung „Trend“. Was angesichts der stattlichen Erscheinung und dem serienmäßigen Allradantrieb ein attraktives Angebot darstellt. Immerhin lässt sich der variable Innenraum beim Volumen zwischen 505 und 1573 Liter variieren. Das Topmodell Subaru Forester 2.0 D Lineatronic Sport krönt mit 40 700 Euro die Preisliste. Dafür ist von der Lederausstattung, der elektrisch betätigten Heckklappe, Rückfahrkamera, Navi, bis zu 18-Zöller aus Leichtmetall und der Automatik alles enthalten, was das Haus zu bieten hat. (ampnet/tl)

100PS per Liter Hubraum und die Drehfreude eines Sportmotors

News: Subaru baut 15 Millionen Boxermotoren

Bei Subaru ist der 15-millionste Boxermotor vom Band gelaufen. Die japanische Allradmarke setzt sowohl bei den Otto- als auch bei den Dieselmotoren ausschließlich auf das Boxer-Prinzip, das zusammen mit dem permanenten Allradantrieb Symmetrical AWD sowie den stufenlosen CVT-Automatikgetrieben zum unverwechselbaren Charakter der Subaru-Modelle beiträgt. In Deutschland verkaufte Subaru seit dem Vertriebsstart im Jahr 1980 über den im hessischen Friedberg angesiedelten Importeur bis Ende 2014 insgesamt 360 905 Fahrzeuge.

 

 

(ampnet/nic)