Lotus Exige Cup 380 – Leicht, schnell und selten

380 PS, 282 km/h und in 3,6 Sekunden von null auf hundert – mit diesen Werten lassen sich eingefleischte Sportwagen-Fans heutzutage nicht mehr schocken. Das weiß auch Lotus. Daher setzen die Briten seit jeher auf extremen Leichtbau, der jetzt in der neuen Exige Cup 380 gipfelt. 1.057 Kilogramm ist das britische Federgewicht schwer. Außerdem produziert das Rennstrecken-Spielzeug dank neuem Frontsplitter, Diffusor und Spoiler (wie auch das Dach alles aus Carbon) nun 200 Kilogramm Abtrieb. Neue Luftauslässe in den vorderen Radkästen reduzieren den Auftrieb an der Vorderachse.

Der neue Spoiler liefert 200 Kilogramm Abtrieb

Die Kombination aus hoher Motorleistung, geringem Gewicht und deutlichem Abtrieb können die beiden Passagiere in einem Alcantara-Cockpit mit Carbon-Schalensitzen genießen. Optional gibt es einen Überrollkäfig und Hosenträgergurte. Eine zwölffach verstellbare Traktionskontrolle ist beim Cup 380 serienmäßig an Bord. Genau wie das Nitron-Rennstreckenfahrwerk und die leichten Schmiederäder mit breiteren Reifen als bei der nicht ganz so auf Rennstreckenbetrieb ausgerichteten Exige Sport 380. Das Gesamtpaket ist auf lediglich 60 Exemplare limitiert – weltweit. Dafür liegt der Kaufpreis mit 109.900 Euro unter schwereren Sonder-Modellen wie dem kürzlich vorgestellten BMW M4 „Clubsport“ (rund 117.000 Euro). (Max Friedhoff/SP-X)

Der zentrale Auspuff deutet auf die Rennsport-DNA hin
Im Innenraum gibt es Carbon-Schalen und viel Alcantara

Bringing the baby home – McLaren 570S

Die Zutaten für den Erfolg einer Oper sind schnell aufgezählt. Ein herausragendes Orchester, stimmgewaltige Interpreten und ein abwechselnd leise oder vehement aufgebautes Thema, das am Ende klanggewaltig vom Zuhörer Abschied nimmt. Nicht viel anders sieht das mit den Ingredienzen aus, die die Fahrt mit einem Sportwagen von McLaren zu etwas ganz Besonderem machen. Vom Einstiegsmodell 540c über den 570S, die Ultimate Series P1 und P1 GTR bis zu den Super Series 650S und 675 LT spielen der 3,8 Liter –V8- Mittelmotor mit doppelter Aufladung hinter den Sitzen, das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe mit kunstvoll pointierten Gangwechseln und die Leichtigkeit der Kohlefaser-Monocoque Chassis gewollt und gekonnt das Hohelied einer von vehementer Kraft erfüllten Harmonie beim Fahren. Auf der Rennstrecke oder auf der Straße. Mein.auto.blog hat den „Baby McLaren“ auf einer Testfahrt vom westfälischen Soest heim ins Mutterhaus nach Woking in Großbritannien gebracht.

Der metallene Sound des Achtzylinders läutet den Morgen ein.
Einladend schwingen sich die Schmetterlingstüren dem Fahrer entgegen.

Der Achtzylinder unter der gewölbten Motorhaube des mantis grünen 570S aus der Manufaktur von McLaren erwacht in dem westfälischen Städtchen auf Knopfdruck mit einem blechernen Knallen zum Leben. Für die meisten Bewohner der mittelalterlichen Fachwerkhäuser rund um den verriegelten Parkplatz dürfte die Nacht damit zeitgleich zu Ende sein. In Zeitlupe schieben sich jetzt die Flanken der über zwei Meter breiten und viereinhalb Meter langen Flunder durch das elektrische Parkplatztor. Bei einem zum Zweck der Überführung heim nach England anvertrauten Wert von mehr als 265 000 Euro geht man da schon sehr, sehr vorsichtig zur Sache. Schnell liegen die engen Altstadtgassen hinter uns, auf der gerade mal Tempolimit freien deutschen Autobahn bietet sich jetzt eine letzte Gelegenheit, den 570S nochmal richtig rennen zu lassen, bevor sich die geballte Kraft von 570 PS durch Benelux hin ins nordfranzösische Calais leider die Zügel anlegen lassen muss.

600 Newtonmeter katapultieren den 570S in 6,3 Sekunden von 100 auf 200 km/h 

Ein Push auf das Gaspedal und die Vehemenz von 600 Newtonmetern auf der Hinterachse lässt den Sportwagen unvermittelt nach vorne schießen und drückt einen noch tiefer in die vor dem Cockpit versenkten Performance-Sitze. Fahrwerk und Antrieb des von Carbon umhüllten und damit nur 1440 Kilogramm schweren zweitürigen Coupes lassen sich unabhängig voneinander in Normal, Sport oder Track schalten. Dann ist der McLaren entweder völlig Tiefen entspannt oder schreit auf wie jetzt, als er in wenigen Sekunden (genauer berechnet in 6,3 Sekunden ) auf der Überholspur von 100 auf 200 km/h beschleunigt. Jede einzelne der Rillen zwischen den Asphaltplatten der Autobahn wird unvermindert an den Popometer weitergegeben. 280 km/h müssen für jetzt und heute genug sein und die Höchstgeschwindigkeit von 328 km/h muss einer tatsächlichen Rennstrecke vorbehalten bleiben. Beim Abbremsen vor der Baustelle ziert sich die serienmäßige Kohlefaserkeramikbremse dann etwas, doch ein kräftiger Druck beendet den wortlosen Dialog und bringt den nach Geschwindigkeit gierenden Briten zur Raison.

Ein Monitor in Form großer Smartphones schwebt frei neben dem kleinen feinen Lenkrad. (Foto: McLaren)

McLaren macht seine Rennboliden alltagstauglich

Die langsamere Fahrt lässt es zu, die Blicke schweifen zu lassen, nur kurz bleiben sie bei der Verbrauchsangabe hängen. Das giftgrüne Coupe schlabbert natürlich nur vom Feinsten, aber knapp 12 Liter Super Plus auf 100 km trotz vieler Spurts zum Kennenlernen und auch danach bleiben im moderaten Bereich. Immer wieder gleiten die Finger über das in Alcantara gehüllte Innere. Wen Eitelkeiten plagen, der darf in einen Kosmetikspiegel blicken, wer Platz für das Schminktäschchen sucht, findet ihn in im Handschuhfach. Was zeigt, dass McLaren seine Rennboliden jetzt tatsächlich alltagstauglich machen will. Apropos. So schön diese weit aus holenden Schmetterlingstüren bei Mc Laren auch sein mögen: die schrankenbewehrte Zufahrt zum Eurotunnel in Calais erforderte mangels eines Beifahrers eine gewisse Gelenkigkeit, um unter der halb geöffneten Fahrertür den erforderlichen Zahlencode einzutippen.

Tempolimits schränken den nach Geschwindigkeit gierenden Briten ein.
Etwa 20 Minuten lang wird die Fahrt im Eurotrain den McLaren von der Strasse nehmen.
Für die Felgen bleiben rechts und links nicht all zuviel Platz.
Wegen zu breiter Spur verweist man den „Baby-McLaren“ zwischen die Camper.

Endlich nahe der Wiege aller McLaren in Woking angekommen, lädt der ländliche Südwesten von England mit seinen langen gezogenen Geraden und sanft geschwungenen Hügeln zu einem Umweg und zur Kurvenhatz. Auf Lastwechsel in allzu engen Kurven reagiert der giftgrüne Supersportler gerne auch etwas aufgeregter. Doch das ESP lässt immer ordentlich Spielraum und lässt auch schon mal ein Crescendo zu. Drückt man den Knopf länger und zieht sich die Stabilitätskontrolle hinter einen Vorhang zurück, schnalzt der McLaren mit all seiner Kraft los und wirft seinen gewölbten Hintern herum wie eine zickende Operndiva.

Die 570 PS des 570 S treffen auf gerade mal 1440 Kilogramm Gewicht.        (Foto Craig Pusey)
Die serienmäßige Kohlefaserbremse will mit voller Kraft bedacht werden. (Foto: Craig Pusey)

 

Im verschlafenen Örtchen lammfromm, auf der Landstraße dann auf Wunsch hemmungslos. (Foto: Craig Pusey)
Die Karosserie als aerodynamische Meisterleistung macht einen Spoiler entbehrlich. (Foto: Craig Pusey)
Der Sonne entgegen. Götterdämmerung im Südwesten Englands (Foto: Craig Pusey)

Die Rechnung des Rennwagenbauers „aus der Formel für die Straße“ ist aufgegangen. Der McLaren 570S fährt sich wie im Traum. Das Finale an diesem Tag ist wagneresk und im Zuge der Dämmerung zieht sich die Sonne hinter seiner Silhouette mit den spektakulären Schmetterlingsflügeln langsam zurück.

Text und Bilder : Solveig Grewe, Craig Pusey, McLaren

 

Vanda Dendrobium – Blumiger Bolide

Seit einiger Zeit machen vermehrt fernöstliche Newcomer der E-Mobilitätsszene mit eindrucksvollen Elektrosportwagen auf sich aufmerksam. Jüngster Star in diesem illustren Reigen ist der in Singapur beheimatete Batteriehersteller Vanda Electrics. Mit dem über 300 km/h schnellen Dendrobium haben die Asiaten einen Flachmann auf die Räder gestellt, der möglicherweise sogar in Serie gebaut wird.

Der Dach/Tür-Öffnungsmechanismus soll an das Öffnen einer Orchideen-Blüte erinnern

Da Autobau-Expertise bei Vanda Electrics in eher rudimentärer Form vorhanden sein dürfte, hat sich die Firma für ihr Sportwagenprojekt einen kompetenten Entwicklungspartner aus Europa ins Boot geholt: Williams Advanced Engineering. Unter anderem hat die Tochter des Formel-1-Rennstalls einst den Hybridsportwagen Jaguar CX-75 gebaut. Was die Realisierung avantgardistischer Hightech-Renner betrifft, sind die Briten also keineswegs unbeleckt. Und wie es sich für ein Leuchtturm-Fahrzeug gehört, hat man sich im Fall des Dendrobium für besonders teure Lösungen und Materialien entschieden. So bestehen Unterbau und Karosserie aus einen Leichtbaumix aus Aluminium und Kohlefaserlaminat. Wirklich leicht ist der Dendrobium allerdings nicht, denn vor allem die nicht näher spezifizierte Traktionsbatterie, die von Vanda Electrics kommt, dürfte einen nicht unerheblichen Anteil an den 1.750 Kilogramm Leergewicht haben.

Gebaut hat den Elektrosportwagen Williams Advanced Engineering

Angetrieben wird der E-Renner von jeweils zwei Elektromotoren pro Achse, wobei die vorderen Aggregate an einem einstufigen Direktgetriebe und an der Hinterhand an einem mehrstufigen Getriebe gekoppelt sind. Leistungseckdaten werden von Vanda nicht genannt, doch soll der Dendrobium den Standardsprint in rund 3 Sekunden abhaken und über 320 km/h schnell werden.

Ein spektakuläres Detail ist das schmale und breite Rückleuchtenband

Zu den optischen Besonderheiten gehören die vom Fahrzeugkörper abgetrennten vorderen Radhäuser mit schmalen Scheinwerfereinheiten und sehr langgezogenen LED-Tagfahrleuchten. Auch die hinteren Radhäuser sind separiert und über einen großen Heckflügel miteinander verbunden. Das schmale Rückleuchtenband verläuft über die ganz Breite des Spoilers bis in die unteren Enden der hinteren Radhäuser. Am spektakulärsten ist jedoch der Türöffnungsmechanismus. Dabei klappen die Seitentüren samt Dach automatisch nach oben und hinten. Diese Choreographie soll laut Vanda dem Öffnen einer Orchideenblüte gleichen, weshalb das Fahrzeug nach der vor allem in Südostasien beheimateten Orchideen-Gattung Dendrobium benannt wurde. Über eine Serienfertigung wird nachgedacht. Sollte es ausreichend Kaufinteressenten geben, könnte der Orchideen-Racer ab 2020 auch an zahlungskräftige Kunden gehen. (Mario Hommen/SP-X)

Beim Vanda Dendrobium handelt es sich um einen Zweisitzer. Neckisches Detail: Der Fahrersitz ist rot, der des Beifahrers schwarz
Im Innenraum des Vanda Dendobrium gibt es viel Carbon

Techrules Ren Serienversion – Hypercar mit Jeansstoff

Meist kommt im Autobau die faszinierende Studie, irgendwann später folgt die ernüchternde Serienversion. Bei der chinesischen Firma Techrules läuft das umgekehrt, sofern man bei Handarbeit von Serie sprechen kann: Den über 1.000 PS starken Sportwagen-Studien AT96 und GT96 aus dem Jahr 2016 ist nur ein Jahr später die Serienversion Ren gefolgt, die optisch und technisch die Vorjahres-Konzepte zu Langweilern degradiert.

So soll der von Giugiaro gezeichnete Elektrosportwagen Techrules Ren in Serie gehen

Die Fahrgastzelle bietet eine außergewöhnliche Bestuhlung für drei Passagiere. Während Fahrer und Lenkrad mittig platziert wurden, können nach hinten versetzt links und rechts von ihm zwei Gäste einsteigen. Ein Konzept, dass vom McLaren F1 der neunziger Jahre bekannt ist. Jeder Gast hat dabei im transparenten Dach seine eigene Wölbung. Die Designer-Stühle sind mit braunen Leder im Vintage-Look und Bluejeans-Stoff bezogen. Der Denim hat sogar typische Jeanshosennähte und Hosentaschen-Andeutungen. Wiederum ganz futuristisch wirkt das freischwebende Armaturenbrett im Jetflügel-Stil. Auf Türen hat man beim Ren verzichtet, stattdessen öffnet sich die Triple-Bubble-Kanzel nach oben und hinten.

Eindrucksvoll sind unter anderem die mächtigen Luftöffnungen am Heck des Techrules Ren

Die weiße Abdeckung vom Vorderwagen ist mittig von einem Plexiglasstreifen unterteilt, der den Blick auf die vordere Radaufhängung freigibt. Vorne wie hinten rahmen riesige L-förmige LED-Leuchten jeweils riesige Luftöffnungen. In den Flanken fallen 22-Zoll-Räder im Turbinendesign ins Auge.

Interessante Sitzordnung: Der Fahrer sitzt mittig, während links und rechts von ihm noch Platz für zwei weitere Passagiere ist

Das Design der Räder verrät bereits einiges über den Antrieb. Im Kern handelt es sich um ein Elektrofahrzeug, das neben einer Traktionsbatterie noch einen Range-Extender in Form einer Micro-Turbine an Bord hat. Dabei kann der Kunde zwischen einer Vielzahl von Antriebsvarianten wählen. Das geht mit den Motoren los. Die Basisversion wird von zwei E-Maschinen jeweils an den Hinterrädern angetrieben. Diese Version hat 320 kW/435 PS. Außerdem will Techrules eine Version mit vier Motoren anbieten, bei der zusätzlich die Vorderräder einzeln angetrieben werden. Gleichzeitig verdoppelt sich die Leistung. Schließlich gibt es noch eine sechsmotorige Variante, bei der jeweils zwei Motoren pro Hinterrad und je ein Motor pro Vorderrad verbaut werden. Diese Topversion leistet 960 kW/1.305 PS und 7.800 Newtonmeter Drehmoment. Damit soll der 1,7-Tonner den Standardsprint in 2,5 Sekunden schaffen und maximal 320 km/h erreichen.

Im Heck steckt eine Mikroturbine als Reichweitenverlängerer

Primär kommt der Strom aus einer Traktionsbatterie. Hier bietet Techrules die drei Kapazitätsstufen 14 kWh, 25 kWh und 32 kWh an. Als weiteren Clou verfügt der Ren über einen Range-Extender in Form einer Microturbine. Dabei gibt es einen auf Effizienz getrimmten Reichweitenverlängerer mit 30 kW, oder eine Hochleistungsturbine mit 80 kW. Während eine Batterieladung bis zu 200 Kilometer Reichweite ermöglicht, soll dank der Turbine das Reichweitenfenster auf bis zu 2.000 Kilometer steigen können. Für die Hochleistungsturbine ist dank eines 80 Liter fassenden Dieseltanks in Kombination mit der 25-kWh-Batterie eine Reichweite von 1.170 Kilometer realisierbar.

Kurios: Das Designergestühl mit Vintage-Leder ist auch mit Jeansstoff bezogen

In so ziemlich allen Aspekten wirkt der Ren wie ein Auto, das niemals gebaut wird. Doch noch in diesem Jahr soll die Serienproduktion in Italien anlaufen. Preise werden nicht genannt, vermutlich wird der in kleiner Stückzahl in Handarbeit gefertigte Hightech-Renner jedoch einige Millionen kosten. (Mario Hommen/SP-X)

McLaren 720S – Supersportwagen für Einsteiger

McLarens „Super Series“-Sportwagenbaureihe geht in die zweite Runde. Das neue Modell 720S löst nach zwei Jahren Bauzeit 650S ab. Neben mehr Leistung, weniger Gewicht und neuem Look gibt es auch kleinere Verbesserungen: zum Beispiel einen leichteren Einstieg.

McLaren bringt im Sommer den 720S auf den Markt – hier als Sondermodell „Velocity“

Wie die Modellbezeichnung es bereits andeutet, leistet der hinter den beiden Sitzen platzierte V8-Motor nun 720 PS statt wie bisher 650 PS. Dazu wurde das doppelt aufgeladene Triebwerk zu großen Teilen neu aufgebaut, unter anderem wuchs der Hubraum von 3,8 auf 4,0 Liter. Hinzu kommt ein gründlich modifiziertes Chassis mit hohem Carbonanteil, das mit 1.283 Kilogramm 18 Kilogramm leichter ist als zuvor. Den Spurt von null auf 100 km/h absolviert der Mittelmotor-Sportler in 2,9 Sekunden, Tempo 200 ist nach 7,8 Sekunden erreicht. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 341 km/h. Offizieller, aber wohl höchst theoretischer Verbrauchswert: 10,7 Liter auf 100 Kilometern.

Der Nachfolger des 650S verfügt über 720 PS

Komplett neu ist auch das Cockpit. Schon der Einstieg gelingt dank der neuen Karosseriestruktur leichter. Die nämlich erlaubt einen größeren Öffnungswinkel für die Schmetterlingstüren. Mehr als ein netter Gag sind die versenkbaren Instrumente, die beim Umschalten in den Rennstrecken-Modus im Armaturenbrett verschwinden und über einen kleinen Schlitz nur noch die wirklich relevanten Informationen zeigen. In anderer Hinsicht setzt der McLaren jedoch auf Alltagstauglichkeit: So kann die Front für Fahrten über Parkhausrampen angehoben werden, dank besonders dünner Säulen soll zudem die Übersichtlichkeit beim Rangieren für ein Fahrzeug dieser Klasse ungewöhnlich gut sein.

Das Cockpit wurde komplett neu gestaltet

Auf den Markt kommt der McLaren 720S im Mai. Deutsche Kunden zahlen mindestens 247.350 Euro für den Straßensportwagen – rund 16.000 Euro mehr als für den 650S. Wer sich noch nicht entschließen will, kann auch noch etwas warten. Der 720S ist lediglich der Auftakt für eine Modelloffensive der Briten. In den nächsten fünf Jahren sollen 15 neue Modelle und Derivate auf den Markt kommen. Darunter sicher auch eine Cabriovariante des 720S. (Holger Holzer/SP-X)

Die Flügeltüren schwingen nun weiter auf

Lamborghini Huracan Performante – Flügelstürmer

Lamborghini stellt den Huracan auf dem Genfer Autosalon (bis 19. März 2017) in einer scharf gemachten Version namens Performante vor. Für die rennstreckenoptimierte Version haben die Italiener das Gewicht gesenkt und die Leistung angehoben. Im Sommer werden die ersten Exemplare des rund 232.000 Euro teuren Sportwagens in Kundenhand übergeben.

Auf dem Genfer Autosalon 2017 feiert der Lamborghini Huracan Performante Premiere

40 Kilogramm haben die Italiener unter anderem dank des Einsatzes von Kohlefaserlaminat-Bauteilen eingespart. Damit soll der Zweisitzer 1.382 statt bisher 1.422 Kilogramm leer auf die Waage bringen. Im Gegenzug ist die Leistung des 5,2-Liter-V10-Motors von 449 kW/610 PS auf 470 kW/640 PS sowie 560 auf 600 Newtonmeter Drehmoment angestiegen. Der Standardsprint auf 100 km/h dauert 2,9 Sekunden, bis 200 km/h vergehen 8,9 Sekunden, maximal sind 325 km/h drin. Um dem sportlichen Anspruch gerecht zu werden, hat Lamborghini außerdem das Fahrwerk versteift, die Lenkung überarbeitet und die Aerodynamik verbessert.

Eindrucksvoll: Das Spoilerwerk des Huracan Performante

Letzteres wirkt sich auch auf das Design aus. Zu den optischen Erkennungsmerkmalen gehören ein neuer Frontsplitter, ein Riesenspoiler am Heck, ein neues Diffusordesign sowie bronzefarbene 20-Zoll-Leichtmetallfelgen, die den Blick auf Carbon-Keramik-Stopper freigeben. Eine Besonderheit ist das aktive Aerodynamiksystem ALA. Unter anderem sorgen per Elektromotor verstellbare Klappen am Frontspoiler für eine Optimierung der aerodynamischen Last in Abhängigkeit zur Fahrsituation. Der Heckspoiler erlaubt zudem bei Kurvenfahrten eine Erhöhung des Anpressdrucks für die jeweils kurveninneren Räder.

In 2,9 Sekunden kann der Huracan Performante aus dem Stand auf Tempo 100 stürmen

Der Innenraum des Performante trägt unter anderem mit dunklem Alcantara dem sportlichen Ansinnen Rechnung. Ein neues digitales Kombiinstrument gibt Auskunft über die Arbeitsweise des aktiven Aerodynamiksystems ALA und zeigt die klassischen fahrrelevanten Daten an. (Mario Hommen/SP-X)

Im Innenraum des Lamborghini Huracan Performante gibt es reichlich dunkles Alcantara

Aston Martin in Genf – Top-Versionen und Todesengel

Auf dem Genfer Autosalon (9. bis 19. März) gibt sich Aston Martin sportlicher denn je. Mit der Präsentation zweier Extrem-Varianten vom Rapide und Vantage führen die Briten das neue Sportlabel AMR ein. Außerdem hat das für 2019 geplante Hypercar AM-RB001 einen richtigen Namen bekommen.

Mit AMR nimmt Aston Martin ab sofort eine Submarke für künftige Performance-Modelle ins Programm. Fahrzeuge mit AMR-Kürzel markieren das leistungstechnisch obere Ende einer jeden Baureihe. Darüber hinaus gibt es das Label AMR Pro. Bei diesen Fahrzeugen handelt es sich um extrem ausgelegte Varianten allein für den Rennstreckeneinsatz.

Das für 2019 angekündigte Hypercar von Aston Martin wird Valkyrie heißen

Beim ersten straßenzugelassenen Modell mit AMR-Kennung handelt es sich um den Viertürer Rapide. Sein 6,0-Liter-V12-Motor soll 441 kW/600 PS leisten und eine Höchstgeschwindigkeit von 338 km/h erlauben. Nach Aussage von Aston Martin handelt es sich damit um den schnellsten Viertürer der Welt. Zu den äußeren Erkennungsmerkmalen gehören unter anderem einige Farbakzente in Limettengrün, 21-Zoll-Räder, Frontsplitter, Heckdiffusor, eine Auspuffanlage mit vier Endrohren, Carbonapplikationen und eine kleine Spoilerlippe am Heckdeckel. Im Innenraum gibt es unter anderem Carbon-Sitze, schwarzes Alcantara sowie Akzente in Limettengrün. Vom Rapide AMR sollen 210 Fahrzeuge gebaut werden.

Parallel zeigt Aston Martin in Genf das erste AMR-Pro-Modell: einen Vantage, der für den Rennstreckeneinsatz optimiert wurde. Der Zweitürer trägt ein dramatisch wirkendes Aerodynamikkleid mit vielen Carbon-Anbauteilen. Auf auffälligsten ist der mächtige Heckflügel. Der Wagen steht auf 19-Zoll-Zentralverschlussrädern. Zudem ist das Fahrwerk mit einstellbarer Federung für den Rennstreckeneinsatz optimiert. Unter der stark geschlitzten Motorhaube arbeitet ein 373 kW/507 PS starker V8-Rennmotor, den Aston bereits im Rennfahrzeug GT4 einsetzt. Vom Vantage AMR Pro sollen maximal sieben Fahrzeuge entstehen.

Der Aston Martin Rapide AMR leistet 600 PS und ist auf 210 Exemplare limitiert. Der Vantage AMR Pro ist ein reines Rennfahrzeug, von dem maximal 7 Fahrzeuge gebaut werden sollen

Außerdem hat Aston Martin in Genf den Namen seines mit Red Bull Advanced Technologies entwickelten Supersportlers verraten, der bisher unter dem Codenamen AM-RB001 firmierte. Valkyrie heißt der Exremsportler. Der Name kommt aus der nordischen Mythologie und steht für eine Art Todesengel. Angestrebt wird bei dem auf 150 Exemplare limitierten und angeblich bereits ausverkauften Flachmann ein Gewicht von 900 Kilogramm. Entsprechend leichtes Spiel wird der voraussichtlich 900 PS starke 6,5-Liter-V12-Motor haben, der zudem über ein Energierückgewinnungssystem verfügen soll. (Mario Hommen/SP-X)

Autos, die es in sich haben – Die alternativen Antriebe von Genf

Okay, 2017 geht es auf dem Genfer Salon sowieso deutlich weniger alternativ und grün zu, als in manch anderen Jahren zuvor. Klar gibt es ein paar Elektroautos und Plug-ins zu bestaunen – die echten Alternativen zu der Armada von Drei- und Vierzylinder-Motoren stehen aber auf ganz anderen Messeständen. Dort zum Beispiel, wo man noch 1.000 PS unter nur einer Motorhaube finden kann. Gerne auch mit Elektro-Unterstützung.

Sehr eindrucksvoll ist auch ein erstes Kundenfahrzeug des Koenigsegg Regera

So etwa beim schwedischen Hersteller Koenigsegg, der mit dem Regera ein Fahrzeug anbietet, das einen Achtzylinder-Verbrenner mit drei E-Maschinen kombiniert. Diese Form eines alternativen Antriebs kommt auf eine Systemleistung von 1.103 kW/1.500 PS. Spitze: 411 km/h – wir haben es allerdings nicht ausprobieren können. Preis: Zwei Millionen Dollar. Ganz im Gegensatz zur Politik anderer Hersteller in dieser Preisklasse, muss man auch nicht bereits zehn Fahrzeuge der Marke sein eigen nennen, um den Zuschlag zu bekommen. Da sind die Schweden bekanntermaßen fair. Aber dreieinhalb Jahre Lieferzeit müssen schon eingeplant werden.

Artega zeigt in Genf mit dem Scalo einen Sportwagen, der von gleich vier E-Motoren angetrieben wird

Ein Traumauto im engeren Sinn ist der Artega Scalo Superelletra. Der soll in einer Auflage von 50 Einheiten produziert werden, aber ob es so kommt, steht noch in den Sternen. Wenn er denn wirklich käme, dürfen seine vier Elektromotoren rund 750 kW/1.020 PS leisten und ein Drehmoment von 1.600 Newtonmetern produzieren. Da werden der Fahrer und seine zwei Passagiere gut vorankommen, zumal die Karosserie aus Alu und Kohlefaser nicht allzu viel Masse auf die Waage bringt. Über das Gewicht spricht man nicht, aber immerhin über die Höchstgeschwindigkeit: Maximal 300 km/h sind drin. Und was wird er kosten? Vermutlich einen sehr hohen sechsstelligen oder einen knapp siebenstelligen Betrag. Artega verspricht übrigens, dass die Akkus des Scalo Superelletra per Gleichstrom-Netz binnen weniger als 20 Minuten wieder 80 Prozent ihrer Kapazität erreichen sollen. Noch so ein schöner Traum.

Auf dem Genfer Autosalon 2017 zeigt Zenvo erstmalig den GT TS1

Der Zenvo GT TS1 hingegen ist zwar ein Traumwagen, aber kein Traum, denn Zenvo-Fahrzeuge kann man kaufen – einen entsprechenden Kontostand vorausgesetzt. Für umgerechnet etwas mehr als eine Million Euro offeriert die exotische dänische Automanufaktur zu ihrem zehnjährigen Jubiläum einen optisch recht extrovertierten Supersportler mit konventionellem 5,8-Liter-V8. Die Motorleistung fällt mit 867 kW/1.180 PS allerdings alles andere als konventionell aus. Der kompressorbeatmete Achtzylinder verfügt über Trockensumpfschmierung, damit der Hecktriebler auch ohne Ölfilm-Abriss so schnell um die Kehren witschen darf, wie es seiner Optik entspricht und wie man es erwartet.

Ebenfalls etwas dauern wird es noch mit der Serienversion einer Sportwagen-Studie von Techrules

Bis man das bei der Techrules-Studie ausprobieren darf, wird wohl noch etwas Zeit ins Land gehen – wenn sie überhaupt als Serienwagen realisiert wird. Dafür haben sich die Chinesen eine originelle Technik einfallen lassen, um den Sportler als seriellen Hybriden auszulegen. So wird der Strom für die Elektroaggregate (768 kW/1.044 PS) von einer Turbine erzeugt. Und die Turbine kann quasi mit jedem fossilen Brennstoff befeuert werden, der auf dem Markt verfügbar ist – recht umweltfreundlich wäre es wohl mit Biogas. Diesel oder Kerosin gingen ebenso. Mit abgeregelten 350 km/h ist die Studie in der Theorie wahrlich atemberaubend schnell. Man darf gespannt sein, ob solche Rand-Technologien im Zuge der immer strengeren gesetzlichen CO2-Limitierung den Weg in die Serie finden. Das chinesische Start-Up jedenfalls hat sich vorgenommen, mit seinem Hybrid-Strang auch in erschwinglichere Segmente vorzudringen.

Bugattis Chiron leistet ebenfalls 1.103 kW/1.500 PS, allerdings allein aus einem Benzinmotor. Der hat allerdings 16 Zylinder

Ganz und gar nicht erschwinglich ist dagegen der Bugatti Chiron, mit 2,86 Millionen Euro sogar noch teurer als der exakt gleich starke (1.103 kW/1.500 PS) Koenigsegg Regera. Im Gegensatz zur schrulligen schwedischen Manufaktur haben sich die Elsässer mit finanzieller und technischer Unterstützung aus Wolfsburg bereits beim Vorgänger Veyron die Höchstgeschwindigkeit von mehr als 400 km/h im Guinness-Buch verewigen lassen. Bugatti-Chef Wolfgang Dürheimer möchte diesen Rekord mit dem Chiron natürlich wieder knacken. Um so schnell sicher fahren zu können, braucht es Reifen, die eigens für das Modell der Superlative entwickelt und produziert werden. Perfektion ist es, die der Chiron aus jedem Winkel ausstrahlt und die den Chiron für manche so attraktiv macht. Das Heck des allradgetriebenen Achtliter-W16-Turbos mutet nun nicht mehr ganz so clean an wie jenes des Vorgängers und bringt ein bisschen Aufregung in das sonst eher kühl wirkende Ingenieur-Produkt. Rund die Hälfte der auf 500 Stück limitierten Chirons sollen übrigens noch verfügbar sein. Hier in Genf werden Bestellungen gerne entgegengenommen, und vorher kann man sein Wunschauto sogar per konventionellem Konfigurator auf der Homepage zusammenstellen. Fast schon ein bisschen zu profan für diese Liga. (Patrick Broich/SP-X)

Koenigsegg – Drei Mal ultraschnell

Geht es um spektakuläre Autos auf dem Genfer Autosalon, ist auf Koenigsegg auch in diesem Jahr Verlass. Vom 9. bis 19. März 2017 werden die Schweden gleich drei eindrucksvolle PS-Kracher auf der Schweizer Messe zeigen.

Sind alle Türen und Deckel offen, wirkt der Gryphon wie ein Transformer im Transformationsmodus

Als Einzelstück und Kundenfahrzeug steht in Genf unter anderem ein Agera RS mit dem Beinamen Gryphon. Gryphon ist der Name eines Fabelwesens mit Löwenkörper und Adlerkopf. Das Fahrzeug ist weitgehend schwarz, allerdings mit einigen Blattgoldverzierungen aufgepeppt. Besonders spektakulär wirkt der V8-Renner mit offenen Türen sowie offener Front- und Heckklappe, denn dann erinnert der Agera an einen Transformer im Transformationsmodus. Auch fahrtechnisch imponiert der Hardtop-Roadster, da sein Achtzylinder 1.000 kW/1.360 PS leistet, die lediglich 1,4 Tonnen in Schwung bringen müssen.

Koenigsegg zeigt in Genf unter anderem einen Regera in British-Racing-Green

Doch es geht noch schneller. Zusätzlich zeigt Koenigsegg in Genf vom Regera die ersten beiden Kundenfahrzeuge. Beide haben neben einem Twinturbo-V8 auch drei E-Motoren an Bord. Das Motorenquartett ermöglicht mit einer Gesamtleistung von 1.103 kW/1.500 PS und 2.000 Newtonmetern Drehmoment eine Sprintzeit in unter 10 Sekunden. Für die Beschleunigung von null auf 300 (!) km/h. Sogar 400 km/h sind möglich, die nach weniger als 20 Sekunden fallen – und zwar mit oder ohne Dach, wie der Hersteller betont.

Passend dazu ist bei dem Regera der Innenraum mit hellbraunem Leder ausgekleidet

Außen und innen sind die beiden Regera ziemlich individuell gestaltet. Der eine bietet eine Vollcarbon-Außenhaut in British-Racing-Green. Passend dazu präsentiert sich der Innenraum mit einer hellbraunen Lederausstattung. Der zweite Regera ist zweifarbig gehalten. Während die Flanken blutrot leuchten, ist der Mittelstreifen der Karosserie in Carbonschwarz ausgeführt. Die Fahrgastzelle nimmt das Farbthema der Außenhaut auf. Auch viele Technikdetails der Fahrzeuge sind exklusiv. So stehen beide Regera auf Carbonrädern, die eine Gewichtsersparnis von 40 Prozent im Vergleich zu klassischen Leichtmetallrädern bringen sollen. (Mario Hommen/SP-X)

Zusätzlich steht der 1.500 PS starke Regera in einer Version mit rot-schwarzer Außenhaut in Genf

Italdesign Supercar – Eine Handvoll Spaß

Auf dem Genfer Autosalon (9. bis 19. März 2017) wird Italdesign einen eigenen Supersportwagen nebst eigener Marke vorstellen. Unter dem Namen „Automobili Speciali“ soll künftig jedes Jahr ein neues Automodell in Kleinstserie entstehen. Das Debüt ist ein Supersportler auf Basis des Lamborghini Huracan, von dem nur fünf Exemplare gebaut werden sollen.

In besonders dramatischer Weise wurde das Heck des neuen Sportwagenmodells von Italdesign inszeniert

Seit 2010 gehört Italdesign der Audi-Tochter Lamborghini. Insofern darf die Designschmiede sich aus dem Technikregal der Sportwagenmarke bedienen. Die Huracan-Basis ist allerdings kaum mehr erkennbar, da die Außenhaut in dramatischer Weise umgestaltet wurde. Dank diverser Luftöffnungen, Lüftungsschlitzen, Wings, Flaps, Blades und anderem Aero-Hilfsmitteln ist der Auftritt deutlich martialischer als der des Lambo-Pendants. Speziell designte LED-Leuchten vorne und hinten verstärken die eigene Note des Fahrzeugs.

Wer genau hinschaut, könnte an der ein oder anderen Stelle auch gewisse Ähnlichkeiten zum Lamborghini Huracan beziehungsweise Audi R8 erkennen

Angetrieben wird der Sportler von einem 5,2-Liter-V10-Motor, vermutlich in der 449 kW/610 PS starken Top-Version. Damit sprintet der rund 4,85 Meter lange Italo-Racer in 3,2 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und soll über 330 km/h schnell werden. Der Lambo im Italdesign-Kleid soll sich gleichermaßen für den Einsatz auf Rennstrecken und im Alltag eignen.

Über den Preis der fünf Exemplare schweigen sich die Italiener aus, er dürfte aber siebenstellig sein. (Mario Hommen/SP-X)

Techrules zeigt Serienversion – Mit 96.000 Umdrehungen

Im Jahr 2016 stellte sich mit Techrules eine neue Automarke auf dem Genfer Autosalon vor. Mit einem damals noch als Studie deklarierten Extremsportler mit Mikro-Gasturbinen-Hybridantrieb sorgten die Newcomer für großes Aufsehen. Dem spektakulären Showcar soll schon bald eine Serienversion folgen. Vom 9. bis 19. März 2017 feiert sie ihre Weltpremiere – erneut auf dem Genfer Autosalon.

Hinter Techrules steckt ein in Peking beheimatetes Elektroauto-Start-up, welches sich allerdings zur Entwicklung des Fahrzeugs mit dem Codenamen GT96 kompetente Schwergewichte ins Boot holte. Für das futuristische wie sportliche Design sind Fabrizio und Giorgetto Giugiaro verantwortlich. Sie haben sich für eine von Jets inspirierte Flunder mit futuristischer Außenhaut entschieden. So sollen die Insassen wie bei einem Düsenjäger ein- und aussteigen. Das ebenfalls vom Flugzeugbau inspirierte Cockpit soll neben hochwertigen Materialien seinen Insassen außerdem eine besonders gute Rundumsicht bieten. Zu den weiteren technischen Besonderheiten gehören Laser-Scheinwerfer und Starburst-LED-Rückleuchten. Letztere sollen besonders scharfe, mehrfarbige Lichtstrahlen ermöglichen. Damit das dramatische Design nicht durch Außenspiegel verunstaltet wird, vermitteln Rückfahrkameras dem Fahrer einen Eindruck vom rückwärtigen Verkehr.

Auch beim Chassis setzt Techrules auf italienische Expertise. In diesem Fall hat L.M. Gianetti das Fahrgestell entwickelt. Dabei sollen hochwertige Komponenten den Anforderungen eines Supercars gerecht werden.

Bei dem 2016er-Konzept sorgen wohl auch in der Kleinserie gleich mehrere E-Motoren an beiden Achsen für insgesamt 768 kW/1.044 PS. Die Beschleunigung aus dem Stand auf 100 km/h soll 2,5 Sekunden dauern, die Höchstgeschwindigkeit bei 350 km/h liegen. Der Clou: Als Range-Extender ist eine Mikro-Turbine an Bord, die mit Kerosin gefüttert und mit bis zu 96.000 Umdrehungen Strom zum Vortrieb generiert.
Über die Preise schweigt man sich aus, die 25 Exemplare der geplanten Miniserie dürften jeweils mehrere Millionen Euro kosten. (Mario Hommen/SP-X)

Pagani Huayra Roadster – Ciao, Flügeltüren

2011 sorgte Pagani auf dem Genfer Autosalon mit der Präsentation des Flügeltürers Huayra für Aufsehen. Exakt sechs Jahre später kommt nun die Roadster-Version an den Lac Léman. Die bietet für knapp 2,7 Millionen Euro ein Höchstmaß an Exklusivität, atemberaubende Performance und zwei abnehmbare Dächer. Denen fielen allerdings die Flügeltüren zum Opfer.

Mit spektakulären Flügeltüren ist es beim Huayra Roadster vorbei

Die beim Huayra Roadster konventionell angeschlagenen Portale bieten allerdings auch Vorteile, denn in Tiefgaragen drohen die Türen nicht mehr an die Decke zu stoßen. Außerdem spart die offene Konstruktion Gewicht ein, denn mit 1.280 Kilogramm unterbietet der Oben-ohne-Flitzer das Coupé gleich um 80 Kilogramm.

Nur 1.280 Kilogramm soll der offene V12-Renner auf die Waage bringen

Entsprechend leichtes Spiel wird das V12-Biturbo-Triebwerk von Mercedes-AMG haben, das 562 kW/764 PS und 1.000 Newtonmeter über eine Siebengang-Automatik und ein elektronisch gesteuertes Sperrdifferenzial auf die mächtigen 21-Zoll-Pirellis an der Hinterachse loslässt. Fahrwerte nennt Pagani noch nicht, doch dürfte der Roadster ähnlich schnell wie der geschlossene Huayra sein. Die Sprintzeit aus dem Stand auf 100 km/h wird also knapp über drei Sekunden betragen, die Höchstgeschwindigkeit bei mindestens 360 km/h liegen.

764 PS und 1.000 Newtonmeter Drehmoment dürften die 21-Zoll-Räder an der Hinterachse mächtig unter Druck setzen

Offen wird man sich allerdings wohl kaum in solche Geschwindigkeitsregionen vorwagen. Um sich vor dem Fahrtwind zu schützen, bietet der Huayra Roadster gleich zwei Dachvarianten. Neben einem im Fahrzeug verstaubarem Notstoffdach gibt es auch ein Carbon-Hardtop mit Glaseinsatz, welches man allerdings demontiert nicht im Fahrzeug unterbringen kann.

Beim Hardtop handelt es sich um eine Carbon-Konstruktion mit großflächigem Glaseinsatz

Doch bei Pagani legt man weniger Wert auf längsdynamische Rekordmarken, als vielmehr auf Kurvenperformance. Diese sollen unter anderem speziell abgestimmte Pirelli-Reifen garantieren, die bis zu 1,8 g Querkräfte aufbauen können. Zudem gibt es Carbon-Keramik-Stopper mit 380er-Scheiben vorne und hinten. Darüber hinaus verfügt die Carbon-Titan-Flunder über ein Fahrdynamiksystem, bei dem sich wahlweise die fünf Modi Regen, Komfort, Sport, Rennen und „ESC aus“ einstellen lassen.

100 Huarya Roadster wird Pagani in seiner kleinen Manufaktur im norditalienischen San Cesario sul Panaro bauen. Die Auflage soll bereits ausverkauft sein. (Mario Hommen/SP-X)

Aston Martin AM-RB 001 – Hubraum statt Turbo

Aston Martin hat weitere Details zu seinem geplanten Supersportwagen AM-RB 001 bekannt gegeben. Der für 2019 erwartete Bolide wird über einen 6,5 Liter großen V12-Saugbenziner verfügen, der vom renommierten Motorenbauer Cosworth zugeliefert wird. Angaben zur Leistung machen die Briten noch nicht, mindestens 900 PS dürften es aber sein. Für einen Zusatz-Boost soll ein Energierückgewinnungssystem sorgen.

Mit dem AM-RB 001 will Aston Martin neue Maßstäbe für Straßensportwagen setzen. Mitverantwortlich für das Projekt ist der Chefdesigner des Red-Bull-Rennstalls Adrian Newby. Dieser soll der Außenhaut des RB 001 ein bislang einzigartiges Abtriebsniveau einhauchen. Dazu will der RB 001 noch alltagstauglichen Komfort bieten, also selbst im Stop-and-go-Verkehr gut fahrbar sein. Dank zeitgemäßer Regelsysteme soll die Flunder zudem noch entsprechend viel Sicherheit bieten.

Produziert werden im Aston-Martin-Stammwerk in Gaydon lediglich 150 Fahrzeuge. Dazu kommen 25 Exemplare allein für den Rennstreckeneinsatz. Alle Autos sind trotz des Basispreises von rund 2,8 Millionen Euro bereits vergriffen. (Holger Holzer/SP-X)

Ford GT – Schneller als die Europäer

Mit der Neuauflage des GT hat Ford ein eindrucksvolles Statement auf die Räder gestellt. Was die Leistungseckdaten betraf, waren die Amerikaner bislang allerdings nur zu vagen Andeutungen bereit. Jetzt gibt es erstmals harte Fakten. Demnach mobilisiert der 3,5-Liter-Biturbo-V6 656 PS und 745 Newtonmeter Drehmoment. 90 Prozent des Drehmoments liegen bereits bei 3.500 U/min an. Die Höchstgeschwindigkeit gibt Ford mit 348 km/h an.

Nach Fords Einschätzung wird der GT damit Hochkarätern wie dem McLaren 675LT und dem Ferrari 458 Speciale davoneilen. Bei Testfahrten auf dem Calabogie Motorsports Park in Kanada fuhr die rund 1.380 Kilogramm leichte Ami-Flunder demnach bessere Rundenzeiten heraus als die europäischen Mitbewerber. (Mario Hommen/SP-X)

Lamborghini Aventador S – Scharf gemacht für den Ego-Trip

Lamborghini frischt zum Frühjahr 2017 den Aventador auf und verpasst ihm gleich noch den Namenszusatz S. Das in vielen Details modernisierte Modell bietet unter anderem mehr Leistung, eine bessere Aerodynamik und ein neues Infotainmentsystem.

Künftig fegt der Standard-Aventador mit 740 PS über die Piste

Wichtigstes neues Detail ist eine ordentliche Leistungsspritze. Im Vergleich zur bisherigen Standardversion steigt die Leistung des 6,5-Liter-V12-Saugbenziners von 515 kW/700 PS auf 544 kW/740 PS. Zugleich wurde die maximale Motordrehzahl von 8.350 auf 8.500 U/min angehoben. In Kombination mit der bekannten Siebengang-Automatik soll das Allradcoupé wie bisher in 2,9 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 stürmen und bis zu 350 km/h schnell werden.

Unter anderem sorgt ein neuer Heckdiffusor für bessere Abtrieb beim Aventador

Damit die Kraft besser auf die Straße kommt, hat Lamborghini unter anderem die Radaufhängung und die Aerodynamik verbessert. So sollen neue Varianten von Frontsplitter, Heckdiffusor und Heckflügel neben einer aggressiveren Optik mehr Abtrieb garantieren. Zudem wird sich der S dank einer mitlenkenden Hinterachse und neuen Pirelli-Reifen wahrscheinlich noch einen Tick agiler und mit mehr Seitenstabilität durch Kurven scheuchen lassen.

Der Fahrer kann künftig auf Knopfdruck zudem zwischen vier Fahrprofilen mit den Bezeichnungen Strada, Sport, Corsa und Ego wählen. Unter anderem werden dabei die Parameter für Dämpfung, Lenkung und Antrieb verändert. Im Ego-Modus hat der Pilot die Möglichkeit, eine individuelle Abstimmung aller Parameter nach seinen bevorzugten Kriterien aufrufen.

Der Aventador S hat ein neues Infotainmentsystem mit größerem Display sowie ein TFT-Display als Kombiinstrument

Dank einer neuen digitalen, programmierbaren TFT-Instrumententafel wird es möglich, dass das Kombiinstrument in einen auf das Fahrprofil abgestimmten Anzeigemodus wechselt. Im Innenraum fällt zudem ein neues Infotainmentsystem mit einem größeren Display in der Mittelkonsole ins Auge. Dieses bietet unter anderem eine Sprachsteuerung, Apples CarPlay und ein optionales Telemetriesystem. Verfügbar ist der neue Aventador S ab Frühjahr 2017. Der Preis liegt bei rund 330.000 Euro. (Mario Hommen/SP-X)

Faraday Future FF91 – Der Elektro-Supersportwagen für die ganze Familie

Extrem schnell, dabei außergewöhnlich geräumig und dazu auch noch emissionsfrei im Betrieb – der amerikanische-chinesische Elektroauto-Newcomer Faraday Future hat sein erstes Serienauto vorgestellt. Der nun im Rahmen der Elektronikmesse CES in Las Vegas (5. bis 8. Januar) präsentierte FF 91 soll 2018 auf den Markt kommen und vor allem Teslas Model X alt aussehen lassen.

Die Heckleuchten ziehen sich über die gesamte Fahrzeugbreite

Äußerlich präsentiert sich der 5,25 Meter lange FF 91 als Mischung aus SUV und Van, prägendes Stilelement ist neben einer an BMW i-Modelle erinnernden Designsprache das durchgängige Scheinwerferband an der Front. Auch die Heckleuchten ziehen sich über die gesamte Fahrzeugbreite. Innen sollen zwei Liegesessel im Fond zusammen mit einem gigantischen Radstand von 3,20 Metern für Business-Class-Ambiente sorgen, ein abdunkelndes Glasdach schützt die Ruhenden vor Blicken. Zudem sollen alle Insassen von der laut Hersteller bislang schnellsten Internetanbindung im Auto profitieren.

Die Elektromotoren des Allrad-Crossovers leisten zusammen 772 kW/1.050 PS und stellen ein Drehmoment von 1.500 Nm zur Verfügung

Der FF 91 will aber mehr sein als eine Luxuslounge auf Rädern. Der Antrieb etwa würde auch einem Supersportwagen Ehre machen: Die Elektromotoren des Allrad-Crossovers leisten zusammen 772 kW/1.050 PS und stellen ein Drehmoment von 1.500 Nm zur Verfügung. Tempo 100 wird so bereits nach 2,4 Sekunden erreicht. Die nötige Energie kommt aus einem extra großen Akku im Fahrzeugboden, der mit einer Kapazität von 130 kWh auch den größten Tesla-X-Akku um 30 Prozent überbietet. Dank eines schnellen Bordladers soll das Auftanken im Idealfall in einer Stunde erledigt sein, an der Haushaltssteckdose gibt der Hersteller eine Ladedauer von 4,5 Stunden für 50 Prozent der Akkukapazität an.

Auch bei Sicherheits- und Komfortelektronik geht Faraday Future in die Vollen. Der FF 91 verfügt über eine ganze Reihe an Sensoren, deren spektakulärster Teil ein Lidar-System ist, das aus der Motorhaube als drehbarer Zylinder ausfährt und die Umfelderkennung für autonome Fahrfunktionen verbessern soll. Außerdem zählen ein automatischer Parkassistent und ein Gesichtserkennungssystem zu den Highlights. Letzteres soll das Starten des Fahrzeugs ohne Schlüssel ermöglichen.

Der Lidar-Sensor auf der Fronthaube ist bei Bedarf ausfahrbar

Welchen Betrag der erste Kunde investieren muss, um in den Genuss des FF 91 zu kommen, ist noch unklar. Bislang nennt das Unternehmen nur den Preis für die Vorab-Reservierung; 5.000 Dollar werden dafür fällig. Wie viele Autos pro Jahr gebaut werden sollen, ist ebenfalls noch unbekannt. Interessenten sollten wohl nicht allzu euphorisch sein. Auch, weil die Firma zuletzt eher negative Schlagzeilen gemacht hat, etwa mit Gerüchten um Geldknappheit und dem Weggang von Führungskräften. Auch einer der Unternehmensgründer ist wenige Tage vor der Premiere abgesprungen. (Holger Holzer/SP-X)

Mazzanti Evantra 771 – Kleiner Nachschlag

Seit 2013 bietet die italienische Sportwagenschmiede Mazzanti mit dem Evantra V8 einen Sportwagen der Sonderklasse an. Mit stolzen 552 kW/751 PS ermöglicht das Hypercar atemberaubende Fahrleistungen. Erstmalig auf der Bologna Motor Show stellt Mazzanti Anfang Dezember 2016 eine neue Variante namens 771 vor, die neben einer Leistungsspritze eine auffälligere Optik bietet.

Sein Name ist Programm: Der Mazzanti Evantra 771 leistet 771 PS
Sein Name ist Programm: Der Mazzanti Evantra 771 leistet 771 PS

Wie es bereits der Namenszusatz 771 andeutet, kann der Sonder-Evantra dank 20 zusätzlicher Pferdestärken die Hinterräder noch stärker unter Druck setzen. Seine üppige Leistung trägt der 1,3-Tonner unter anderem in den Flanken spazieren. Von den goldenen Streifen in den seitlichen Einbuchtungen hebt sich deutlich die Zahl 771 in der blauen Außenfarbe ab. Goldakzente bietet der Evantra außerdem noch in der Front, an den Spiegelgehäusen sowie den mächtigen Felgen. Darüber hinaus hat Mazzanti die Aerodynamik leicht optimiert. Im Vergleich zum Standardmodell wurden beim 771 der Frontsplitter, die Luftöffnung auf dem Dach sowie die Spiegelgehäuse verändert.

Optisch fällt der Evantra 771 durch seine blaue Lackierung und Goldakzente auf
Optisch fällt der Evantra 771 durch seine blaue Lackierung und Goldakzente auf

Die Fahrleistungen dürften sich trotz Leistungsspritze und Aero-Feinschliff allenfalls marginal verbessern. Schneller muss auch nicht sein, denn bereits der Standard-Evantra ist mit einer Sprintzeit von drei Sekunden und einer Höchstgeschwindigkeit von 360 km/h über jeden Zweifel erhaben. Billig wird der ab Anfang 2017 verfügbare 771 nicht, denn bereits der Evantra V8 kostet rund 800.000 Euro. (Mario Hommen/SP-X)

Rezvani Beast Alpha – Turbokracher mit tollkühnen Türen

Seit 2015 bietet die noch junge amerikanische Sportwagen-Manufaktur Rezvani mit dem Beast einen spektakulären Roadster an. Jetzt hat Rezvani sein Angebot um eine Coupé-Variante namens Beast Alpha erweitert, die als schrullige Besonderheit sogenannte Sidewinder-Türen bietet.

Als Besonderheit bietet der Rezvani Beast Alpha sogenannte Sidewinder-Türen
Als Besonderheit bietet der Rezvani Beast Alpha sogenannte Sidewinder-Türen

Die Türen sind nicht unbedingt praktisch, dafür sehen sie in jedem Fall spektakulär aus
Die Türen sind nicht unbedingt praktisch, dafür sehen sie in jedem Fall spektakulär aus

Was man den spektakulär gezeichneten Rezvani-Modellen nicht ansieht, ist ihre technische Basis: Unter der dramatisch inszenierten, scharfkantigen Kunststoffhaut steckt nämlich ein Ariel Atom. Mit dem Alpha will Rezvani komfortorientierte Kunden locken, denn der bisherige Roadster ist fast so puristisch wie seine technische Basis. Das neue Modell bietet ein abnehmbares Targadach, Ledersitze, eine Klimaanlage, Airbags und bereits erwähnte Sidewinder-Türen. Letztere zeichnen sich durch einen ungewöhnlichen Mechanismus aus: Will man einsteigen, muss man die Portale zunächst seitlich herausziehen und anschließend nach vorne schieben.

Mit dem Beast Alpha bietet Rezvani nun auch ein Modell mit Dach
Mit dem Beast Alpha bietet Rezvani nun auch ein Modell mit Dach
Im Vergleich zum offenen Beast bietet das Rezvani-Coupé Alpha einen komfortablen Innenraum
Im Vergleich zum offenen Beast bietet das Rezvani-Coupé Alpha einen komfortablen Innenraum
Angetrieben wird der Rezvani Beast Alpha von einem 500 PS starken Honda-Motor
Angetrieben wird der Rezvani Beast Alpha von einem 500 PS starken Honda-Motor

Antriebstechnisch sind Alpha und der offene Roadster identisch. Auch in der Coupéversion steckt ein 2,4-Liter-Benzinmotor von Honda, der es dank Turboaufladung auf 368 kW/500 PS bringen soll. Da der Zweisitzer nur 884 Kilogramm auf die Waage bringt, kann er in 3,2 Sekunden aus dem Stand auf 96 km/h sprinten. Für solche Fahrleistungen muss man etwas tiefer in die Tasche greifen: 200.000 US-Dollar kostet der Alpha, was umgerechnet rund 190.000 Euro entspricht. (Mario Hommen/SP-X)

McLaren 570 S Design Edition – Bunte Boliden

McLaren erweitert sein Angebot an Individualisierungsoptionen für den 570S. Unter dem Namen Design-Edition bieten die Briten fünf neue Außenfarben in Kombination mit weiteren Optikdetails und Innenraumpaketen.

Unter anderem fällt der McLaren 570S Design Edition 1 durch seine in den Heckdiffusor integrierten Stealth-Auspuffrohre auf
Unter anderem fällt der McLaren 570S Design Edition 1 durch seine in den Heckdiffusor integrierten Stealth-Auspuffrohre auf

Die Variante Design Edition 1 zeichnet sich unter anderem durch die Außenfarbe Zinnoberrot aus. Weitere Erkennungsmerkmale sind ein Stealth-Auspuff, glanzgedrehte Fünfspeichen-Räder und rot lackierte Bremssättel. Der Innenraum bietet zudem Sitze mit schwarzen Alcantara-Bezügen und rotem Nappa-Leder-Akzenten. Das rote Leder findet sich auch in den Türen, am Lenkrad und am Armaturenbrett wieder.

Im Innenraum bietet der McLaren 570S Design Edition 1 unter anderem rote Nappalederakzente
Im Innenraum bietet der McLaren 570S Design Edition 1 unter anderem rote Nappalederakzente

Die vier anderen Design-Edition-Modelle bietet McLaren in den Farben Ventura Orange, Storm Grey, Silica White oder Onyx Black an. Für die bereits bestellbaren Ausstattungspakete verlangt McLaren einen Aufpreis von umgerechnet rund 9.700 Euro. Im Vergleich zu Einzeloptionen soll damit ein deutlicher Preisvorteil einhergehen. Die Basisversion des 570S kostet rund 182.000 Euro (Mario Hommen/SP-X)

NextEV Nio EP9 – Chinas Super-Stromer

Nio heißt auf Chinesisch „Weilai“ und bedeutet „Der Himmel wird blau“. Das Markenlogo ziert ein Symbol aus Himmel und Erde. Es prangt auf einem Supersportwagen mit dem Namen EP9 (Electric Performance). Unter dessen flacher Karbon-Karosserie stecken vier Elektromotoren mit zusammen 1.360 PS. Genug, um sich in 7,1 Sekunden auf Tempo 200 katapultieren zu lassen und 313 km/h über die Autobahn zu fegen. So stellt sich Chinas neue Automarke den Eintritt in eine saubere und bessere Welt vor.

Ein bekanntes Szenario, bei dem Skepsis angebracht ist. Anfang Januar präsentierte bereits der chinesische Milliardär Jia Yueting auf der CES in Las Vegas eine Elektrosportwagen-Studie mit 1.000 PS, ernannte sich flugs zum Tesla-Gegner und versprach, schon bald in der Wüste Nevadas eine Fabrik für E-Fahrzeuge zu errichten. Ausgerüstet werden sollen die Stromer mit Batterien, die doppelt so leistungsfähig seien wie jene renommierter Hersteller. Große Ankündigungen, geschehen ist wenig. Zwar fahren einige Prototypen in den USA herum, doch die versprochene Fabrik steht noch nicht. Angeblich stockt der Geldfluss.

Nio kündigt den EP9 als schnellstes Elektrofahrzeug (313 km/h) der Welt an
Nio kündigt den EP9 als schnellstes Elektrofahrzeug (313 km/h) der Welt an

NextEV will es anders, vor allem besser machen. Der EP9 stellt keine Studie dar. Es ist das fertige Serienauto. „Wir gehen nicht mit einem unfertigen Versprechen auf den Markt“, sagt Managing Director Hui Zhang. Kaufen und fahren können werden den sportlichen Super-Stromer allerdings nur Kunden in China. Fünf Exemplare sollen bereits verkauft sein. Den Preis hält man geheim, spricht stattdessen von einem Produktionswert von 1,2 Millionen Dollar.

Nio kündigt den EP9 als schnellstes Elektrofahrzeug (313 km/h) der Welt an. Es soll in erster Linie die technische Kompetenz des jungen Unternehmens unter Beweis stellen. Verwendet wird Renntechnik aus der Formel E, die NextEV voriges Jahr gewonnen hat. Doch einige wenige Modelle als „Eye-Catcher“ auf die Räder zu stellen, ist die eine Seite der Medaille. Ob die chinesische Firma wirklich in der Lage ist, eine Serienfertigung bezahlbarer Elektroautos sicher zu stellen, die andere Seite.

NextEV ist damit ein weiterer Quereinsteiger, der seine Zeit nicht mit der Entwicklung konventioneller Autos mit Verbrennungsmotoren verschwenden will. Man weiß schließlich, dass die 130-jährige Erfahrung der etablierten Autoindustrie niemals aufzuholen ist. Also setzt man gleich auf Elektromobilität. Hinter dem Unternehmen steckt ein ganzes Investoren-Konglomerat. Hauptgeldgeber sind unter anderem Tencent (so etwas wie Facebook in China), der Computer-Hersteller Lonovo sowie eine Reihe von Kapitalgesellschaften und Internet-Millionären. Zu letzteren gehört William Li, der Gründer von NextEV. Der 42-jährige gründete in China 2010 die Plattform bitauto.com, die heute zu den größten Anbietern von Online-Inhalten und Marketing-Dienstleistungen für die chinesische Automobilindustrie zählt.

NextEV ist damit ein weiterer Quereinsteiger, der seine Zeit nicht mit der Entwicklung konventioneller Autos mit Verbrennungsmotoren verschwenden will
NextEV ist damit ein weiterer Quereinsteiger, der seine Zeit nicht mit der Entwicklung konventioneller Autos mit Verbrennungsmotoren verschwenden will

Die Zentrale von NextEV sitzt in Shanghai. Gebaut wird der EP9 in Nanjing. Die Konstruktions-, Forschungs- und Entwicklungszentren sind in San José, Peking, Hongkong und London angesiedelt. München beherbergt das Design sowie die Marken- und Produktentwicklung. Im vornehmen Stadtteil Bogenhausen arbeiten derzeit 75 Designer aus 26 Nationen. NextEV hat weltweit knapp 2.000 Mitarbeiter rekrutiert. Nicht wenige kommen von Audi, BMW, Bentley, Aston Martin, Mercedes, Alfa Romeo.

Der EP9 verblüfft die Autowelt zunächst mit Leistungsdaten jenseits aller Normalität. Vier Elektromotoren sollen exakt 1.000 kW liefern. Der Physiker würde von einem Megawatt sprechen, die Stammtisch eher von 1.360 PS. Jede E-Maschine liefert unglaubliche 1.480 Newtonmeter Drehmoment aus dem Stand heraus. Es gehört nicht viel Fantasie dazu zu erahnen, was passiert, wenn das Fahrpedal niedergetreten wird. 2,7 Sekunden sollen für den Sprint von null auf 100 km/h reichen. Nach 7,1 Sekunden sind 200 km/h erreicht. Hier könnte nicht einmal ein Porsche 911 Turbo S mithalten. Die Rücklichter des EP9 würden die Zuffenhausener auch auf der Nordschleife des Nürburgrings sehen. Kürzlich unterbot der China-Kracher dort den Rundenrekord für Elektrofahrzeuge um über 16 Sekunden auf 7:05,12 Minuten. Zum Vergleich: Die Bestzeit des Turbo S liegt bei 7:18 Minuten.

Die geballte Energie des Nio EP9 sitzt in den breiten Seitenschwellern. Jedes Batterie-Paket wiegt 320 Kilogramm und lässt sich bei Bedarf in acht Minuten austauschen. Die Reichweite gibt NextEV mit 427 Kilometern an, mag aber den Zulieferer nicht nennen. Zumindest die Elektromotoren sollen eine Eigenentwicklung sein.

Die Produktion des 4,89 Meter langen und 2,23 Meter breiten EP9 ist limitiert. Auf wie viele, darauf will man sich noch nicht festlegen. „Je nach Auftragseingängen werden es 100 bis 200 Einheiten sein“, sagt Designchef Kris Tomasson, zuvor bei Ford und BMW unter Vertrag. Parallel bereitet die neue chinesische Automarke den Launch eines zweiten Modells vor, deutlich volksnaher als der EP9. Vermutlich handelt es sich um einen viertürigen Crossover. Er soll Ende 2017 vorgestellt werden und 2018 in den Markt gehen. Ebenfalls nur lokal in China. „Obwohl wir bereits global arbeiten, ist unser Bestreben, die Marke zunächst in der Heimat zu etablieren“, sagt William Li. Vor 2020, so ein Insider, wird in Europa kein Nio-Modell auf der Straße sein. (Michael Specht/SP-X)

McLaren BP23 – Drei schnelle Stühle

McLaren plant einen Nachfolger für den Supersportwagen F1. Wie der legendäre Vorgänger aus den 90er-Jahren soll der Neue über ein dreisitziges Layout verfügen, der Fahrer sitzt in der Mitte und wird von zwei leicht nach hinten versetzten Beifahrern flankiert. Der Supersportwagen firmiert bei den Briten bislang unter dem Codenamen BP23, für die Entwicklung ist die Tuningabteilung MSO (McLaren Special Operations) zuständig. Die Auslieferung soll 2019 starten. Die 106 geplanten Fahrzeuge sind bereits vorverkauft.

Der zwischen 1993 und 1997 gebaute McLaren F1 war mit einer Höchstgeschwindigkeit von 370 km/h lange Zeit das schnellste Serienauto der Welt. Noch heute gilt er als schnellstes je gebautes Serienauto mit Saugmotor. Für den Antrieb sorgte ein 6,1-Liter-V12 mit bis zu 500 kW/680 PS. Beim BP23 wird hingegen ein Hybridantrieb zum Einsatz kommen, den Part des Verbrennungsmotors wird wahrscheinlich der aktuelle 3,8-Liter-Turbo-V8 der Marke übernehmen. (Holger Holzer/SP-X)

Ferrari LaFerrari – Comeback für Erdbebenopfer

Ferrari baut entgegen früherer Pläne ein weiteres Exemplar des Supersportwagens LaFerrari. Eigentlich war die Produktion des Coupés bereits 2015 nach 499 gebauten Einheiten eingestellt worden. Das 500. Fahrzeug soll nun jedoch zugunsten der Opfer des schweren Erdbebens Ende August in Mittelitalien versteigert werden. Dabei dürfte locker ein siebenstelliger Betrag zusammenkommen. Für die ursprünglichen Exemplare haben die Italiener nie einen offiziellen Preis genannt, sie dürften jedoch um die 1,1 Millionen Euro gekostet haben. Gebrauchte Modelle werden mittlerweile für den vierfachen Wert angeboten – auch wenn Ferrari offiziell den Weiterverkauf der Autos verbietet.

Der Ferrari LaFerrari wurde 2013 als Nachfolger des legendären Ferrari Enzo vorgestellt. Als erstes Modell der Marke verfügt der Zweisitzer über einen von der Formel Eins inspirierten Hybridantrieb; Elektromotoren und V12-Benziner kommen gemeinsam auf 708 kW/963 PS. Auf dem Pariser Salon im Oktober wird Ferrari eine offene Version seines Supersportlers präsentieren. Das limitierte Cabrio wird mit einem Hardtop aus Carbon sowie einem Softtop ausgestattet. Wie viele Exemplare man bauen will, wie die genaue Spezifikation und der Name des Hybridsportlers sein werden, verrät Ferrari noch nicht, nur dass er bereits ausverkauft ist.

Premiere: ASTON MARTIN AM-RB 001

Die Welt der Supercars ist um eine Marke reicher!

Aston Martin betritt mit dem AM-RB 001 die Weltbühne. Weltpremiere des neuen Supersportwagens auf mein-auto-blog.

A star is born: „Nebula“

Nicht viel weniger als der schnellste Seriensportwagen mit Straßenzulassung soll der AM-RB 001 sein, den Aston Martin heute in Gaydon der Öffentlichkeit präsentiert hat. Zusammen mit dem Formel 1-Rennstall von Red Bull will Aston Martin damit die Krone der absoluten Supersportwagen erobern.

Frühjahr 2017

Mit Technik-Komponente aus der Formel 1, aber einem nicht reglementierten Antriebsstrang, soll der neue Supersportwagen auf der Strecke schneller als ein aktueller Formel 1 Rennwagen sein. Die Linien des „Projekt Nebula“ stammen aus der Feder von Adrian Newey und Aston Martin Design-Direktor Marek Reichman.

Weniger als 100 Stück sollen produziert werden. Entwickelt mit der Hilfe der gesamten Formel 1 Technik-Power, die das Red Bull Racing F1-Team zu bieten hat. Man darf vermuten, der AM-RB 001 wird auch beim Thema Antrieb auf die Erfahrungen von Red Bull Racing zurückgreifen.

Wir haben die ersten Fotos!

Weltpremiere Aston Martin Red Bull 001 AM-RB 001

Schön. Charismatisch und effektvoll.

Ein Sportwagen für die Straße, mit den Fähigkeiten eines Le Mans-Rennwagens. Die Ansprüche, die man erfüllen will, sind riesig. Der AM-RB 001 basiert auf einer Kohlefaser-Struktur mit einer radikalen Aerodynamik. Aerodynamik und Design-Genie Newey zeichnet sich verantwortlich für die Umsetzung.

Weltpremiere Aston Martin Red Bull 002 AM-RB 001

Kompromisslos in allen Belangen

Das Herz des AM-RB 001 wird ein V12-Saugmotor sein. Das angestrebte Leistungsgewicht beträgt 1 zu 1. Ein PS Leistung für ein Kilogramm an Gewicht. Keine Kompromisse auch bei der Aufhängung des AM-RB 001. Die Erfahrung aus 30 Jahren Formel 1-Motorsport, die Kompetenz von Red Bull Racing und Adrian Newey, vereint in einem Supersportwagen.

Weltpremiere Aston Martin Red Bull 003 AM-RB 001

Extreme Leistung

Adrian Newey bestätigt im Gespräch seinen lange bestehenden Wunsch, einmal ein Straßenfahrzeug zu konstruieren, dessen Wurzeln auf der Rennstrecke zu finden sind. Ein Fahrzeug, in dessen Mittelpunkt die Umsetzung der maximalen Möglichkeiten steht. Kompromisslos und extrem leistungsfähig.

Weltpremiere Aston Martin Red Bull 004 AM-RB 001

Red Bull Racing und Aston Martin, die „one-in-a-lifetime-chance“

Wunderschönes Design und unfassbare Leistung. Die Verbindung des genialen Konstrukteurs Adrian Newey, die Erfahrung und Engineering-Power des Red Bull Teams und das ganze gepaart mit der Leidenschaft der Marke ASTON MARTIN. Einzigartig die Kombination. Und ein Projekt, das von allen Beteiligten mit viel Stolz voran getrieben wird.

Weltpremiere Aston Martin Red Bull 005 AM-RB 001

2018 – Die Geburt eines neuen Supersportwagens

99 bis 150 Straßenfahrzeuge sind geplant. 25 AM-RB 001 sollen reine Rennstrecken-Varianten werden. 2018 will ASTON MARTIN Performance die ersten Fahrzeuge ausliefern.

2018 – das Jahr, in dem Bugatti, Porsche und Ferrari entzaubert werden? Vermutlich.

Weltpremiere Aston Martin Red Bull 006 AM-RB 001 Weltpremiere Aston Martin Red Bull 007 AM-RB 001 Weltpremiere Aston Martin Red Bull 008 AM-RB 001 Weltpremiere Aston Martin Red Bull 009 AM-RB 001 Weltpremiere Aston Martin Red Bull 010 AM-RB 001

 

Nissan GT-R Nismo – Für noch bessere Rundenzeiten

Gerade erst hat Nissan den Supersportwagen GT-R geliftet, nun ist die Nismo-Version dran: Auf dem Nürburgring im Rahmen des 24-Stunden-Rennens präsentiert der japanische Hersteller den überarbeiteten Sportler. Angetrieben wird er weiterhin vom 441 kW/600 PS starken 3,8-Liter-V6, der von den beiden Turboladern des GT3 beatmet wird, das Sechsstufen-Doppelkupplungsgetriebe übernimmt die Kraftübertragung. Seine Power soll der GT-R Nismo so noch besser auf die Straße bringen können.

Slalomzeiten und Kurveneigenschaften haben sich um je fast zwei Prozent verbessert, verspricht Nissan. Ein Grund ist, dass die verstärkte Karosseriestruktur des normalen GT-R Modifikationen an Stoßdämpfern, Federn und Stabilisatoren ermöglichte. Das aktive Bilstein-Fahrwerk verfügt im GT-R Nismo zum Beispiel über speziell modifizierte Stoßdämpfer.

Zum optimierten Handling kommt ein erhöhter Abtrieb durch den Frontstoßfänger aus Karbonfaser. Die neu gestalteten Frontspoilerlippen optimieren den Luftstrom um das Fahrzeug, was für die Hochgeschwindigkeits-Stabilität sorgt. Laut Nissan ist der Abtrieb, die der GT-R Nismo dank der Modifikationen erzeugt, so hoch wie bei keinem anderen Serienmodell in der Geschichte des japanischen Herstellers. Passend dazu ist die Optik unter anderem durch den größeren Kühlergrill, nun noch martialischer.

Im Innenraum orientiert sich der GT-R Nismo am jüngst gelifteten normalen GT-R: Unter anderem durch den großflächigen Einsatz von Leder soll das Interieur nun höheren Ansprüchen genügen. Neben Armaturenbrett und Instrumententafel ist auch das Mittelkonsolen-Layout zeitgemäßer gestaltet, mit reduzierter Knöpfchenzahl (von 27 auf elf) und größerem Touchscreen. Exklusiv dem GT-R Nismo vorbehalten sind die mit Leder bezogenen Karbon-Schalensitze von Recaro mit roten Alcantara-Einsätzen.
(Hanne Schweitzer/SP-X)

Ford GT – Käufer brauchen eine halbe Million – und Glück

Ford startet das Bewerbungsverfahren für Kaufinteressenten des Supersportwagens GT. Wer eines der 250 jährlich gebauten Exemplare ergattern will, muss sich bis zum 12. Mai 23.59 Uhr unter www.fordgt.com anmelden. Der Hersteller entscheidet im Anschluss über die Zuteilung, die Auslieferung soll Ende des Jahres erfolgen. Die besten Karten für den Zuschlag haben langjährige Kunden der Marke sowie Besitzer eines der GT-Vorgängermodelle. Der Preis für den Ford GT wird in Deutschland zwischen 500.000 und 550.000 Euro inklusive Mehrwertsteuer und Überführungskosten liegen.

Der Supersportwagen mit den spektakulären Flügeltüren wird von einem 3,5-Liter-Turbobenziner mit 441 kW/600 PS angetrieben, der Verbrauch ist mit voraussichtlich 9,7 Litern angegeben. Für den Sprint von 0 auf 100 wird der Zweisitzer nicht viel mehr als drei Sekunden brauchen und vor 330 km/h wird ihm kaum die Puste ausgehen.

Ford will mit dem GT nicht in erster Linie Geld verdienen, sondern erhofft sich ein sportlicheres Markenimage. Vorbild bei Design und Namensgebung ist der Rennwagen GT40, mit dem Ford 1966 die Vormachtstellung von Ferrari bei den 24 Stunden von Le Mans gebrochen hat. Von dem flachen Mittelmotorwagen wurden auch einige Exemplare mit Straßenzulassung gebaut. Anlässlich der 100-Jahr-Feier der Marke gab es bereits einmal eine Neuauflage unter dem Namen GT. Nun geht der Klassiker zum dritten Mal an den Start.

News: Aston Martin – Supersportwagen vom Superhirn

Aston Martin und der Formel-1-Konstrukteur Adrian Newey wollen gemeinsam einen Supersportwagen entwickeln. Das Projekt ist Teil der frisch geschlossenen Kooperation des britischen Autoherstellers mit dem Rennstalls Red Bull. Der Supersportwagen mit dem Projektnamen AM-RB 001 soll Formel-1-Technik sowie die Design-DNA Aston Martins verbinden und neue Maßstäbe in der obersten Leistungsliga setzen. Die ersten Fahrzeuge dürften frühestens 2018 ausgeliefert werden.

Adrian Newey gilt als erfolgreichster Formel-1-Konstrukteur der Gegenwart, gilt unter anderem als Superhirn hinter den Weltmeistertiteln von Sebastian Vettel. Vor seiner Zeit bei Red Bull Racing war er unter anderem für die Rennställe McLaren und Williams tätig. Die von ihm entwickelten Rennwagen gewannen insgesamt zehn Fahrer- und zehn Konstrukteurs-Weltmeisterschaften. Aufgrund dieser Erfolge ist Newey auch bei der Konkurrenz begehrt; das neue Supersportwagen-Projekt dürfte daher für Red Bull nicht zuletzt die Funktion haben, ihren Ingenieurs-Star bei Laune zu halten. Denn die Entwicklung eines Straßensportwagens ist dem Vernehmen nach ein Traum des Briten.

News: Supersportwagen AT96 und GT96 – Die chinesische Revolution

Das junge und hierzulande nahezu unbekannte Unternehmen Techrules aus China hat auf dem Genfer Salon zwei Supersportwagen präsentiert, die neben einem beeindruckenden Datenblatt auch neuartige Technik präsentieren. Die E-Autos setzen auf ein patentiertes Turbinen-Lade-System und wollen damit allen aktuellen Problemen der Elektromobilität davonfahren.

Der AT96 und der GT96 werden jeweils von einem 768 kW/1.044 PS starken Elektromotor angetrieben. Das neue daran: Als Range-Extender fungiert kein Kolbenmotor sondern eine Gasturbine. Deshalb werden die Fahrzeuge als Turbine-Recharging-Electric-Vehicle (TREV) bezeichnet und sollen enorme Leistungs- und Verbrauchswerte realisieren. Laut Hersteller sind mehr als 2.000 Kilometer Reichweite möglich. Der Verbrauch soll bei nur 0,18 Litern je 100 Kilometern liegen. Auch die Fahrleistungen lesen sich beeindruckend: Auf Tempo 100 geht es in 2,5 Sekunden, erst bei 350 km/h wird abgeregelt.

Das junge und hierzulande nahezu unbekannte Unternehmen Techrules aus China hat auf dem Genfer Salon zwei Supersportwagen präsentiert, die neben einem beeindruckenden Datenblatt auch neuartige Technik präsentieren.
Das junge und hierzulande nahezu unbekannte Unternehmen Techrules aus China hat auf dem Genfer Salon zwei Supersportwagen präsentiert, die neben einem beeindruckenden Datenblatt auch neuartige Technik präsentieren.

Das Range-Extender-System erzeugt Strom über eine Mikroturbine, die wiederum einen Akkupack lädt. Der Antrieb der Räder erfolgt dann über E-Motoren. Die neu entwickelte Batterietechnik verspricht höhere Ladeeffizienz und benötigt zudem weniger Akkuzellen, wodurch Gewicht und Platz gespart werden. Eine komplette Ladung soll nur rund 40 Minuten dauern.

Bei der Technik des Hybridantriebssystems hat sich William Jin, Gründer von Techrules, von der Luftfahrttechnik beziehungsweise der Stromerzeugung beeinflussen lassen. Die Mikroturbine ist im Vergleich zum Hubkolbenmotor effizienter, da weniger Energie durch Reibungsverluste verloren geht und die Energie des Kraftstoffes besser genutzt wird. In den Sportwagen ist die Turbine hinter dem Fahrzeuginnenraum und vor den Hinterrädern angeordnet.

Zu den Nachteilen von E-Autos gehört neben der geringen Reichweite aktuell noch die schlechte Versorgung durch zu wenige Ladestationen. Um Investitionen in neue Netze zu vermeiden, wird die Turbine des TREV-Systems in verschiedenen Varianten getestet und kann mit Erdgas, Biogas, Diesel, Benzin und dem Flugzeugtreibstoff Kerosin betrieben werden.

Das neue daran: Als Range-Extender fungiert kein Kolbenmotor sondern eine Gasturbine.
Das neue daran: Als Range-Extender fungiert kein Kolbenmotor sondern eine Gasturbine.

Aktuell gibt es zwei Ausführungen der Turbinen-Lader-Renner, die einen Ausblick auf die künftigen Serienmodelle geben könnten. Der GT96 – GT für Gasturbine – ist für gasförmige Kraftstoffe wie Biogas und Erdgas ausgelegt und als straßentaugliches Fahrzeug konzipiert. Der AT96 ist eine Rennstreckenversion mit großem Heckflügel. Die Abkürzung AT steht für „Aviation Turbin“ und macht deutlich, dass die Turbine auf den Betrieb mit einem flüssigen Kraftstoff wie Diesel, Benzin oder Kerosin ausgelegt ist.

Die Supersportwagen sollen bereits in wenigen Jahren serienreif und dann in einer kleinen Auflage erhältlich sein. Danach soll die Technik in Stadtautos des Klein- und Kompaktwagensegments zum Zuge kommen, die in größeren Stückzahlen produziert werden können.

News: Hennessey Camaro HPE 700 – Der strotzt vor Kraft

Noch in diesem Jahr schickt Chevrolet die sechste Generation seiner Ikone Camaro auf den heimischen amerikanischen Markt. Grund genug für den Tuner und Supersportwagenbauer Hennessey aus Houston, Texas, sich des neuen Camaro anzunehmen.

Ein Tuner spendiert dem neuen Chevrolet Camaro eine derart gewaltige Leistungsspritze, dass der Begriff Muscle Car eine ganz neue Bedeutung bekommt.
Ein Tuner spendiert dem neuen Chevrolet Camaro eine derart gewaltige Leistungsspritze, dass der Begriff Muscle Car eine ganz neue Bedeutung bekommt.

Hennessey hebt die Leistung von fast noch dezenten 432 PS auf 700 PS an. Der Camaro HPE 700 rennt damit in nur 3,4 Sekunden auf Tempo 100, nur 10,1 Sekunden reichen für 200 km/h. Die 850 Newtonmeter Drehmoment sorgen für Schub, der erst bei der abgeriegelten Höchstgeschwindigkeit von 320 km/h ein Ende findet. Der Camaro HPE 700 bildet allerding lediglich das Basis-Modell. Mit dem HPE 1000 soll künftig auch eine überpotente Variante mit 1.015 PS angeboten werden. Für die noch aktuellen Modelle gibt es diese Versionen bereits.

Die Firma US66 ist der europäische Importeur von Hennessey-Produkten und passt das Muscle Car den deutschen Anforderungen an, auf dass sie auch auf deutschen Autobahnen vollgasfest sind. So wird unter anderem das Kühlsystem vergrößert und die Software optimiert. Zusätzlich werden noch in Deutschland entwickelte und hergestellte Teile montiert, wie eine speziell für aufgeladene Motoren konzipierte und TÜV-konforme Auspuffanlage.

Die 850 Newtonmeter Drehmoment sorgen für Schub, der erst bei der abgeriegelten Höchstgeschwindigkeit von 320 km/h ein Ende findet.
Die 850 Newtonmeter Drehmoment sorgen für Schub, der erst bei der abgeriegelten Höchstgeschwindigkeit von 320 km/h ein Ende findet.

Wenn die ersten neuen Camaro-Modelle in den Staaten erhältlich sein werden, beginnt die Firma US66 mit der Überführung der Fahrzeuge, so dass die gestärkten Varianten im zweiten Quartal des nächsten Jahres erhältlich sein werden. Je nach Umbau werden dann für die 700-PS-Modelle rund 30.000 Euro fällig.

Autor: Adele Moser/SP-X