Das sind die aktuellen Tuning Trends für 2018

Die Begeisterung für das Tuning in Deutschland nahm in den vergangenen Jahren wieder deutlich zu. Auch für das Jahr 2018 gibt es daher wieder die Maßgabe, das Publikum mit neuen Trends zu überzeugen. Doch welche aktuellen Entwicklungen lassen sich im Hinblick auf die Tuning-Branche feststellen?

Hochklassige Fahrzeuge

Aktuell ist ein Trend festzustellen, der immer teurere Fahrzeuge in den Fokus der Tuner rückt. Während das Tuning noch bis vor wenigen Jahren vorwiegend ein Hobby junger Menschen und der klassischen Mittelschicht war, gibt es immer mehr Spitzenverdiener, die ihre Autos tunen lassen. Neben den vielen Klein- und Mittelklassewagen, die typischerweise in den heiligen Hallen der Tuner landen, gesellen sich aus diesem Grund immer mehr hochpreisige Modelle. Im vergangenen Jahr waren es vermehrt die Produkte von Mercedes und Porsche, welche die Tuner in den Blick nahmen. Häufig nehmen die Besitzer sogar einen Kredit auf, um die Finanzierung über die Bühne zu bringen. Wer die Preise verschiedener Anbieter vergleichen möchte, gelangt hier zur Website, auf der dies möglich ist.
Was auf den ersten Blick die Herausforderung der Tuner schmälert, erweist sich schon nach kurzer Zeit als logische Konsequenz. Denn auf der Grundlage eines teuren Sportwagens fällt es in der Regel noch leichter, die Leistung in neue Sphären zu treiben und persönliche Rekorde zu brechen. Andere Tuner verfolgen nach wie vor die Idee, aus möglichst einfachen Fahrzeugen das Maximum herauszuholen und das Publikum auf diese Art und Weise zu verblüffen.

Die Aerodynamik rückt in den Mittelpunkt

Wieder einmal ist es zudem das breite Feld der Aerodynamik, welches die Tuner in den Blick nehmen. Nach dem der typische Spoiler für lange Zeit nicht mehr die erste Maßnahme war, die an einem Fahrzeug ergriffen wurde, rückt er nun wieder mehr in den Blickpunkt. Auf der einen Seite ist es durch die praktische Anwendung möglich, die Fahreigenschaften eines Autos deutlich zu verbessern. Selbst Laien sind dazu in der Lage, die Unterschiede vor und nach einer Installation am Lenkrad zu spüren.
Weiterhin spielt natürlich die Optik eine große Rolle, was die Integration von aerodynamischen Teilen angeht. Nicht bei jedem Auto ergibt sich auf dieser Grundlage direkt ein vorteilhafter optischer Effekt. Doch in den meisten Fällen handelt es sich um eine gelungene Möglichkeit, um ein Auto noch sportlicher erscheinen zu lassen und dadurch erhebliche Unterschiede zur Version der Hersteller zu erzeugen. Es lohnt sich also in jedem Fall, auch über diese Option nachzudenken und ihren ganz praktischen Nutzen in die Überlegungen einzubeziehen. Kleines Manko des neuen und alten Trends sind derweil die zum Teil hohen Kosten, welche die entsprechenden Teile mit sich bringen. Da sie entweder an die Wagenfarbe angepasst werden müssen, oder aber direkt aus Carbon bestehen, um das Gewicht des Wagens nicht unnötig in die Höhe zu treiben, muss auch dem Beachtung geschenkt werden.

Der Ruf der Szene

Nicht immer gelingt es den Tunern in diesen Tagen, positive Schlagzeilen zu machen. Illegale Autorennen, wie unlängst in Augsburg, sorgen immer wieder für kritische Blicke von außen. Zumindest ein Teil der Fangemeinde des Tunings hat den umstrittenen Ruf aus diesem Grund selbst zu verantworten. Grundsätzlich macht sich die Öffentlichkeit in vielen Fällen ein falsches Bild von der Welt der Autoschrauber und ist dazu geneigt, sie zu schnell in eine bestimmte Ecke zu stellen. Dabei ist es an vielen Punkten allein die Faszination für die Technik, welche im Zentrum des Interesses steht und damit wichtige Grundlage der gesamten Herangehensweise ist. Es bleibt an dieser Stelle nur zu hoffen, dass es im kommenden Jahr gelingt, den Ruf wieder etwas aufzupolieren und die gesamte Szene wieder ein faires Licht zu rücken. Gelingt dies, so wäre bereits viel geholfen.

BMW M4 von G-Power – Starker Bayer

Manchen Autofahrern reicht die serienmäßige Motorleistung ihres sportlichen KFZ einfach nicht aus. Selbst, wenn es sich dabei um ein Topmodell wie den BMW M4 handelt. Dessen Serienleistung von 317 kW/431 PS toppen die Tuner von G-Power nun deutlich.

Die Tuner kitzeln 680 PS aus dem Sechszylinder

Mit Hilfe eines Zusatzsteuergerätes (5.295 Euro), geänderten Turboladern mit größerem Verdichterrad (5.772 Euro), einer neuen Downpipe (2.118 Euro) sowie einer Titan-Abgasanlage mit Carbon-Endrohren (6.373 Euro) erstarkt der M4 auf 500 kW/680 PS. Das Drehmoment steigt von 550 auf 760 Newtonmeter an. Auch die Topspeed- (330 km/h) und Beschleunigungs-Werte (3,5 Sekunden von null auf 100) profitieren von der extremen Leistungskur.

Serienmäßig leistet der Bayer 431 PS

Um die Leistung auch auf die Straße bringen zu können, bietet G-Power ein Gewindefahrwerk für 2.427 Euro und einen Satz Schmiederäder in M4-GTS-Optik mit Sportreifen für 9.384 Euro an. Insgesamt belaufen sich die Tuning-Maßnahmen auf rund 31.400 Euro – viel Geld für viel Leistung, zumal auch der M4 mitzubringen ist. Den gibt es derzeit ab 73.700 Euro. (Max Friedhoff/SP-X)

Die Schmiederäder kosten fast 10.000 Euro

Hennessey The Exorcist – Da kriegt selbst der Teufel Angst

Der amerikanische Leistungsspezialist Hennessey hat sich unter anderem mit dem Venom GT einem Namen gemacht – dem schnellsten straßenzugelassenen Sportwagen der Welt. Jetzt hat der US-Tuner mit The Exorcist einen PS-Hammer auf Basis des Chevrolet Camaro ZL1 auf die Räder gestellt.

Über 110.000 Euro verlangt Hennessey für seinen Exorzisten

Bereits der ZL1 kann mit einem Übermaß an Leistung beeindrucken, denn hier fallen mächtige 485 kW/659 PS und 881 Newtonmeter Drehmoment über die Hinterräder her. Hennessey hat den 6,2-Liter-V8 dennoch einer umfangreichen Leistungskur unterzogen. Ein neuer Kompressor, neue Zylinderköpfe, eine verstärkte Nockenwelle und eine Auspuffanlage mit Edelstahlkrümmern kitzeln zusammen mit einer neuen Motor-Software 746/1.014 PS und 1.310 Newtonmeter aus dem Triebwerk.

Basis für The Exorcist ist ein Chevrolet Camaro ZL1

Wird die Hinterachse mit traktionsstarken Drag-Reifen bestückt, soll der Über-Camaro in unter drei Sekunden den 100-km/h-Sprint meistern. Der Viertelmeilen-Sprint soll weniger als zehn Sekunden dauern. Soviel Kraft hat natürlich ihren Preis. Die Leistungssteigerung allein kostet über 50.000 Euro. Man kann den Exorcist auch als Komplettpaket für knapp über 110.000 Euro ordern. (Mario Hommen/SP-X)

Abarth 695 XSR Yamaha – Ein bisschen Motorrad auf vier Rädern

Fiat-Werkstuner Abart legt gemeinsam mit dem Motorradhersteller Yamaha ein Sondermodell seines sportlichsten Kleinstwagens auf. Als Abarth 695 XSR Yamaha verfügt der Fiat-500-Ableger über die 121 kW/165 PS starke Ausführung des 1,4-Liter-Turbomotors der Baureihe, eine Sportabgasanlage, 17-Zoll-Leichtmetallräder und Teilleder-Sportsitze. Erkennbar ist die auf 695 Einheiten limitierte Auflage des Viersitzers zudem an Alu-Applikationen und roten Zierteilen auf der grauen Karosserie, die an das Design von Moto-GP-Bikes erinnern sollen. Die Preise starten bei 25.000 Euro für die Limousine, das Cabriolet kostet mindestens 27.500 Euro.

Bislang war der Zahlencode 695 bei Abarth dem zweisitzigen Spitzenmodell 695 Biposto mit 139 kW/190 PS vorbehalten. Der Mini-Bolide ist mit knapp 40.000 Euro deutlich teurer als das Sondermodell, das sich eher auf dem Niveau der drei zwischen 107 kW/145 PS und 132 kW/180 PS starken Abarth-595-Modelle einordnet. Abarth zählt zu den Sponsoren des Moto-GP-Teams von Yahama; beide Unternehmen haben bereits mehrfach bei Sondermodellen zusammengearbeitet. (Holger Holzer/SP-X)

Techart GT Street R Cabriolet – Nach oben offene Höllenmaschine

Techart baut sein Tuningprogramm namens GT Street R für das Porsche 911 Turbo Cabriolet aus. Der Tuner hat bereits vier Leistungssteigerungen zwischen 580 und 640 PS für den Porsche 911 Turbo im Programm. Jetzt ist auch ein Upgrade auf 720 PS und 920 Newtonmeter verfügbar. Damit verkürzt sich die Sprintzeit auf 2,7 Sekunden und steigt die Höchstgeschwindigkeit auf 340 km/h. Zum Vergleich: Der werksseitig 580 PS starke Porsche 911 Turbo Cabriolet S sprintet in 3 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h und schafft maximal 330 km/h. Größer ist der Unterschied beim Sprint auf 200 km/h, für den die Serienversion 9,9 Sekunden benötigt, der getunte Elfer 8,5 Sekunden.

Techart bietet für die Offen-Version des Porsche 911 Turbo eindrucksvolle Leistungssteigerungen an

Neben Leistungssteigerungen bietet Techart auch eine optische Überarbeitung an. Über 60 Teile können ausgetauscht werden. Neben einer individuelleren Optik soll dies auch für mehr Abtrieb sorgen. Bei Tempo 300 verspricht der Leistungsspezialist aus Leonberg einen zusätzlichen Anpressdruck von über 300 Kilogramm. Darüber hinaus soll das Aero-Konzept auch eine bessere Luftversorgung von Wasser- und Ölkühlung gewährleisten.

Neben dem Motortuning bietet Techart für den 911er auch ein umfassendes Aero-Tuning an

Außerdem hat der Tuner eine Titanauspuffanlage mit vier Endrohren entwickelt, die über einen stufenlose pneumatische Klappensteuerung verfügt. Auffällige Felgen mit 20 oder 21 Zoll Durchmesser sowie ein Gewindefahrwerk mit Noselift-Funktion runden die Maßnahmen ab. Das Nasenhebe-System erlaubt eine Erhöhung der Bodenfreiheit an der Vorderachse per Knopfdruck um 6 Zentimeter. (Mario Hommen/SP-X)

Pogea Racing Ares – Kleiner Carbon-Kracher

Ares heißt ein neues Tuningprojekt von Pogea Racing, bei dem die Leistung eines Abarth 500 auf über 400 PS angehoben wird. Das kleine Breitbaumonster kommt dank neugefertigter Karosserieteile mit einer eindrucksvollen Optik daher. Unter anderem Front- und Heckschürze, Motorhaube, das Spoilerwerk sowie die massiven Radhausverbreiterungen sind aus Carbon gebacken. Passend zum schwarzen Leichtbaumaterial wurde die restliche Karosserie in Mattschwarz lackiert. Die wuchtigen Radhäuser werden dank des tiefergelegten KW-Fahrwerks von 18-Zoll-Rädern vollständig ausgefüllt. Die Felgen geben den Blick frei auf 322er-Bremsscheiben vorne, die von Sechskolbensätteln in die Zange genommen werden.

Ares heißt der bis zu 404 PS starke Giftzwerg von Pogea Racing

Noch eindrucksvoller ist jedoch das Motortuning. Wie bei Abarth setzt Pogea auf einen 1,4-Liter-Turbobenziner, der allerdings tiefgreifend modifiziert wurde. Das Ergebnis der Mühen sind 297 kW/404 PS und 445 Newtonmeter Drehmoment, die allein über die Vorderachse herfallen. Der Schlupf verhindert einen besseren Sprintwert, den der Tuner mit 4,7 Sekunden angibt. Maximal soll der Eintonner 288 km/h schnell werden.

Der rund eine Tonne wiegende Ares soll bis zu 288 km/h schnell werden

Auch der Innenraum wurde aufgemotzt. Leder und Alcantara bedecken die vielen Plastikteile des Originals. Zudem sitzen die Fahrgäste vorne auf Halbschalensitzen. Das alles hat natürlichen seinen Preis: Rund 70.000 Euro muss man Pogea Racing für einen Ares in der Basisausstattung zahlen. Die Miniauflage könnte allerdings schnell ausverkauft sein, denn es sollen lediglich fünf Fahrzeuge entstehen. (Mario Hommen/SP-X)

Der Innenraum des Ares wurde mit viel Leder und Alcantara aufgehübscht

Ruf CTR 2017 – Sieht nur so aus

Ruf hat in den vergangenen 30 Jahren als Porsche-Veredler vor allem mit Leistungsexzessen auf sich Aufmerksam gemacht. Jetzt hat der Elfer-Spezialist auf dem Genfer Autosalon 2017 sein erstes selbst gebautes Auto vorgestellt, das optisch sehr nach einem alten Porsche 911 aussieht, aber keiner ist.

Der CTR 2017 ist als Hommage an den CTR aus dem Jahr 1987 gedacht, einer von Ruf leistungsgestärkten Version des damaligen Porsche 911 Carrera 3.2. Bei der Retro-Version handelt es sich aber um eine komplett neue Ruf-Entwicklung, die technisch kaum mehr Gemeinsamkeiten mit dem einstigen Porsche-Original aufweist. Beim Unterbau setzen die Allgäuer auf eine Kombination aus Kohlefaser-Monocoque und Stahlrohrrahmen, die Karosserieteile wurden aus Kohlefaserlaminat gefertigt. Dank dieser Leichtbaukonstruktion soll das Fahrzeug insgesamt nur 1,2 Tonnen auf die Waage bringen.

Unter der Retro-Haut steckt eine Leichtbaukonstruktion aus Kohlefaser-Monocoque und Stahlrohrrahmen

Im Heck kommt ein 3,6-Liter-Biturboboxermotor zum Einsatz, der 522 KW/710 PS und 880 Newtonmeter Drehmoment leistet. Gekoppelt an ein manuelles Sechsgang-Schaltgetriebe verspricht Ruf eine Sprintzeit aus dem Stand auf Tempo 100 in 3,5 Sekunden, 200 km/h sollen in weniger als neun Sekunden erreicht werden. Die Höchstgeschwindigkeit wird über 360 km/h angegeben.

Eine Besonderheit der CTR 2017 ist seine Radaufhängung. Hier kommen liegende Federbeine zum Einsatz, die über Umlenkungen angesteuert werden. Vorne sind die Federelemente in Längsrichtung, hinten quer angeordnet. Der CTR steht auf geschmiedeten 19-Zoll-Alufelgen, vorne mit 245er- und hinten mit 305er-Reifen. Bei den Bremsen kommen Keramik-Stopper vorne mit 38 und hinten mit 35 Zentimeter Durchmesser in Kombination mit Sechs- beziehungsweise Vierkolbenzangen zum Einsatz.

Der Biturbo-Boxermotor im Heck des CTR 2017 soll über 700 PS leisten

Im Innenraum setzt Ruf auf ein spartanisches Styling mit viel Leder und Carbon. Die maximal zwei Insassen dürfen auf Leichtbau-Schalensitzen mit Alcantara-Bezügen Platz nehmen. Der Arbeitsplatz bietet ansonsten Leichtmetallpedale, ein Dreispeichenlenkrad und Analoginstrumente mit grün leuchtenden Ziffern.

Insgesamt will Ruf vom CTR 2017 nur 30 Exemplare bauen. Produktionsstart ist für 2018 geplant. Fast 900.000 Euro soll der Retro-Renner dann kosten. (Mario Hommen/SP-X)

Alpina B5 Biturbo – M5 auf Schwäbisch

Eine edle Alternative zum nächsten BMW M5: Alpina hat auf dem Genfer Salon (bis 19. März) den neuen B5 Biturbo als Kombi und Limousine vorgestellt. Die im Allgeäu gebauten Power-Modelle auf Basis des BMW 5er schöpfen aus ihrem 4,4 Liter großen V8-Triebwerk 447 kW/608 PS und 800 Nm, die Kraft wird auf alle vier Räder verteilt. In Zusammenarbeit mit einer Achtgangautomatik soll der Spurt aus dem Stand auf Tempo 100 in 3,5 Sekunden absolviert sein, die Höchstgeschwindigkeit gibt der Hersteller bei der Limousine mit 330 km/h an. Da kann dann wohl auch der für Ende des Jahres erwartete BMW M5 nicht mehr locker mithalten.

Der Innenraum wird aufgewertet

Ausgestattet ist der B5 mit aller Fahrwerkstechnik, die für den Serien-5er zu haben ist, darunter auch Hinterachslenkung und Wankstabilisierung. Neben einem Sportmodus bietet das adaptive Fahrwerk auch einen dezidiert komfortablen Modus, der den B5 langstreckentauglich machen soll. Darüber hinaus zählen Vierzonen-Klimaanlage, 20-Zoll-Leichtmetallräder, LED-Scheinwerfer und Komfortsitze zur Ausstattung. Die Preise starten bei 112.000 Euro für die Limousine, der Kombi kostet 115.300 Euro. Der aktuell stärkste BMW 5er (M550i, 340 kW/462 PS) startet bei 82.700 Euro. (Holger Holzer/SP-X)

Auch hinten sitzt es sich kommod

Bentley Bentayga – Mulliner macht‘s möglich

Auf dem Genfer Autosalon (9. bis 19. März) zeigt Bentley den Bentayga in einer vom hauseigenen Veredler Mulliner überarbeiteten Highend-Version. Das ab Frühjahr 2017 bestellbare Edel-SUV ist limitiert. Einen Preis nennen die Briten nicht.

Besondere Merkmale des Mulliner-Bentayga sind eine Zweifarblackierung und spezielle 22-Zoll-Räder

Ein besonderes Merkmal der Mulliner-Edition ist eine Zweifarblackierung, bei der sich Motorhaube und Dachpartie in heller Farbe von der dunklen Karosserie abheben. Leicht abgehoben ist der Bentayga auch dank spezieller 22-Zoll-Räder im Siebenspeichen-Design.

Vorne bietet der Bentley Bentayga von Mulliner dunkle Ledersitzbezüge

Spektakulärer ist indes die Aufwertung der Fahrgastzelle. Das kontrastreiche Farbschema der Außenhaut spiegelt auch die Bestuhlung wieder, denn die Vordersitze sind mit dunklem, die hinteren mit cremefarbenem Leder bezogen. Für ein besonderes Ambiente sorgen unter anderem Rautensteppungen in den Sitzbezügen, Applikationen aus Walnussholz sowie eine farblich variable LED-Ambientebeleuchtung. An Ausstattungsdetails bietet der Innenraum darüber hinaus ein Kühlfach mit Sektkelchen in der hinteren Mittelkonsole, Fondscheiben mit elektrischer Abdunkelfunktion, eine Standheizung sowie eine Audioanlage, die mit fast 2.000 Watt Leistung 21 Lautsprecher in Schwingungen versetzt. Im Armaturenbrett glänzt zentral eine Golduhr von Breitling.

Im oppulent aufgewerteten Fond sind die Sitzbezüge cremefarben

Beim Antrieb sah man bei Mulliner indes keinen Handlungsbedarf. Der W12-Motor darf mit unverändert 447 kW/608 PS und 900 Newtonmeter Drehmoment die 2,4-Tonner in knapp vier Sekunden auf Tempo 100 schieben und auf über 300 km/h beschleunigen. (Mario Hommen/SP-X)

Abt tunt Audi S4 Avant – Jenseits der 400

Seit gut einem Jahr bietet Audi den A4 Avant auch in der sportlichen Variante S4 an. Wem die 260 kW/354 PS der Sportlimousine nicht ausreichen, kann bei Abt nun ein Leistungskit bekommen, das zum Preis von 3.600 Euro über 20 Prozent mehr PS aus dem Dreiliter-V6 kitzelt.

Zudem bietet Abt für den Audi S4 ein paar Anbauteile und Leichtmetallräder mit 19 oder 20 Zoll Durchmesser an

Das neue Motorsteuergerät der Allgäuer entlockt dem B9, so die interne Bezeichnung der aktuellen A4-Baureihe, 313 kW/425 PS und 550 Newtonmeter. Dank der Leistungsspritze soll sich die Sprintzeit von 4,9 auf 4,7 Sekunden verkürzen. Auch bei Zwischenspurts dürfte die Abt-Variante mit einem zusätzlichen Punch erfreuen. An dem von Audi gesetzten Top-Speed-Limit von 250 km/h hat Abt indes nicht gerüttelt.

Abt bietet jetzt auch für den Audi S4 Avant ein Leistungskit an

Dafür bietet der Fahrzeugveredler einige Optionen für ein optisches Tuning an. So gibt es einen speziellen Frontlippen- und Kühlergrillaufsatz. Zudem sind Kotflügeleinsätze, Carbonanbauteile oder Räder mit 19 oder 20 Zoll Durchmesser bestellbar.
(Mario Hommen/SP-X)

Abt tunt VW Golf GTI Clubsport S – Leistungskit für Super-GTI

Der stärkste Golf GTI aller Zeiten wird noch stärker: Abt bietet für den GTI Clubsport S (228 kW/310 PS), der im Sommer 2016 mit 7:47 Minuten eine neue Rekordmarke für frontgetriebene Fahrzeuge in den Nordschleifenasphalt brannte, ein Leistungskit an.

Durch eine Überarbeitung der Motorsteuerung kitzeln die Tuner aus seinen Zweiliter-Vierzylindermotor nunmehr 272 kW/370 PS und 460 Newtonmeter. Die Zusatzpower wirkt sich auch auf die Fahrleistungen aus: Die Sprintzeit des Serienpendants von 5,8 Sekunden soll die Abt-Variante leicht unterbieten, während die Höchstgeschwindigkeit von 265 auf 268 km/h steigt.

Rund 2.500 Euro dürfte die Leistungssteigerung kosten. Wer mehr investieren möchte, kann außerdem neue Fahrwerksfedern und Sportstabilisatoren ordern. Optisch lässt sich der starke Golf zudem mit einem neuen Frontgrill, Spiegelklappen, Scheinwerferblenden oder einem Heckklappenaufsatz in Szene setzen. (Mario Hommen/SP-X)

Brabus tunt Mercedes E-Klasse – Look und Leistung

Wer die neue Mercedes E-Klasse (Typ W 213) etwas aufpeppen will, kann sich ab sofort an Brabus wenden. Eine kräftige Leistungsspritze macht unter anderem den E 350d deutlich antrittsstärker.

Für die Mehr-PS wird von Brabus ein Zusatzmodul für die Motorsteuerung installiert. Im Fall des E 200 sorgt das Software-Tuning für ein Leistungsplus von 135 kW/184 PS auf 165 KW/225 PS, zudem steigt das Drehmoment von 300 auf 330 Newtonmeter. Beim E 220 d legt der Benz von 143 kW/194 PS auf 163 kW/221 PS sowie von 400 auf 450 Newtonmeter zu. Der E 350 d kann nach der Brabus-Kur 227 KW/309 PS und 720 Newtonmeter statt 190 kW/258 PS und 620 Newtonmeter mobilisieren. Dank dieser Leistungsspritze soll sich die Sprintzeit des 350er-Diesels von 6,2 auf 5,7 Sekunden verkürzen.

Unter anderem gibt es eine Auspuffanlage mit vier Endrohren sowie eine Heckschürze mit Diffusor

Für das optische Tuning bieten die Bottroper Anbauteile, um die E-Klasse kraftvoller zu inszenieren. Neben 18 bis 21 Zoll großen Rädern gibt es eine per elektronischem Zusatzmodul steuerbare Fahrwerkstieferlegung um drei Zentimeter bei Fahrzeugen mit Luftfederung. Eine neue Schürzenoptik vorne und hinten, eine Spoilerlippe für den Heckdeckel sowie eine Edelstahl-Sportauspuffanlage mit vier Endrohren verleihen der E-Klasse runden das Tuning ab. (Mario Hommen/SP-X)

Mercedes-AMG E 63 – Rund 200 Euro pro PS

Wie schon beim Vorgänger kommt der E 63 von AMG in zwei Leistungsvarianten in den Markt. Neben der künftig 420 kW/571 PS starken Standardversion wird es weiterhin den stärkeren S geben. Zusätzlich bieten die Stuttgarter auf Basis des S zum Marktstart noch die mit einigen Feinheiten versehene Edition 1 an.

Die Basisversion heißt künftig E 63 4Matic+, was im Namen bereits auf den grundsätzlich serienmäßigen Allradantrieb hinweist. Aufgrund der Aufrüstung von Antriebstechnik und Motorleistung wird es hier einen deutlichen Preisanstieg geben. Das alte Basismodell kostete rund 104.000 Euro, künftig werden fast 110.000 Euro fällig. Auch bei der 450 kW/612 PS starken S-Version ist der Preis angezogen: Der Vorgänger kostete zur Markteinführung im Jahr 2013 rund 118.400 Euro, künftig müssen Kunden mindestens 121.600 Euro investieren.

Wer einige Ausstattungsbesonderheiten ordert, kann selbstredend auch deutlich tiefer in die Tasche greifen. Mercedes bietet zum Marktstart auf Basis der S-Version zum Beispiel die Edition 1 an, die für rund 137.000 Euro zusätzlich mit Designo-Außenlackierung, 20-Zoll-Schmiederädern, Performance-Sportsitzen mit schwarzem Nappaleder oder Zierelementen aus Carbon vorgefahren kommen. (Mario Hommen/SP-X)

Das Tier in mir: HGP Audi TTS 480 PS

#MotorOli & #FotoRalph sind freudigst einer Einladung von Turbopapst Martin Gräf gefolgt und haben sich Alternativen zum Euch bekannten HGP Golf 7 R mit 480 PS zeigen lassen. Die Wahl für eine kleine Testfahrt fiel auf den brandaktuellen Audi TTS, der bereits in der Serienversion mit 310 PS und einer geilen Form punktet. Nach dem Umbau stehen 480 PS und ein maximales Drehmoment von 615 Nm auf der Habenseite. Damit beantwortet sich die Frage nach Fahrspass wohl von selbst 🙂

Die technischen Änderungen sind quasi identisch mit den hier gezeigten. Somit liegen die Fahrleistungen auf vergleichbarem Niveau (0-100 km/h: 3,2 Sek., 0-200 km/h: 10,8 Sek., V/Max. ca. 300 km/h).

Wie gewohnt alles etwas sinnfrei, aber mit viel Liebe zum Detail umgesetzt. Zieht Euch den Streifen rein und haut mit Feedback nur so um Euch!

Stichtag: RaceChip blickt auf die Essen Motor Show zurück

Wir kennen ihm mittlerweile, den kleinen Tuner aus Göppingen, der eigentlich gar nicht so klein ist. Chiptuning für jeden Geldbeutel und eine Vielzahl von Fabrikaten und Modellen, das sind die Maxime des Leistungsoptimierers. Von welchem Tuner die Rede ist? Ganz klar: RaceChip. Die Göppinger ziehen Bilanz nach der Essener Motorshow – und die fällt sehr positiv aus.

200 Einheiten konnte RaceChip von seinem Chiptuning und Gaspedaltuning auf der diesjährigen Essen Motor Show absetzen – ein neuer Rekord. Ein Grund für den Messe-Erfolg: Das breite Angebot der Göppinger. RaceChip verzichtet darauf, nur eine Marke oder nur spezifische Modelle zu optimieren, sondern legt Hand an viele Marken und Modelle.

Publikumsmagnete: Die beiden Showcars

Das sieht man allein schon an den diesjährigen Showcars, die RaceChip mit nach Nordrheinwestfalen gebracht hat. Mit Kleinkalibern gibt sich der Tuner zwar gerne in der Werkstatt ab, aber für die Messe durften es zwei ganz besondere Exponate sein: Ein McLaren 570S und ein Porsche Panamera. Aus dem Briten machten die Göppinger im Endeffekt einen McLaren 650S, schließlich pushten sie die Leistung des Showcarsvon 570 auf 650 PS und diabolische 666 Nm Drehmoment. Auch dem Zuffenhausener halfen sie auf die Sprünge: Seine Power stieg von 420 auf 505 Pferde an. Viel eindrucksvoller ist aber sein Drehmoment: Satte 1.037 Nm entlässt der Panamera von RaceChip auf alle Viere. Sehr eindrucksvoll.

Der Schlüssel zum Erfolg: Die Nähe zum Kunden

Diese beiden Fahrzeuge waren natürlich Publikumsmagnete. Viele Messebesucher drückten sich an den Exponaten die Nasen platt, in dem Irrglauben, dass es für ihr eigenes Fahrzeug sicherlich keine Möglichkeit zur Leistungssteigerung gebe. Doch weit gefehlt: RaceChip greift vielen Fabrikaten unter die Arme. Und so kommt es auch, dass die Göppinger die Essener Motor Show vor allem unter dem Gesichtspunkt der Kommunikation mit den Kunden sehen. Hier konnte man sich mit den Interessenten austauschen, auf deren Wünsche und Inspiration eingehen und vielleicht das ein oder andere Vorurteil gegen Chiptuning beiseite räumen.

Mercedes S-Klasse Coupé Night Edition – Im AMG-Anzug

Mercedes wird im April 2017 das S-Klasse Coupé in einer leicht aufgewerteten Version namens Night Edition auf den Markt bringen. Zur Wahl stehen die Motorvarianten S 400 oder S 500.

Optisch hat Mercedes das Sondermodell sportlicher getrimmt. So stammen etwa die Front- und Heckschürzen aus dem AMG-Portfolio. Außerdem gibt es schwarz lackierte 20-Zoll-Räder. Darüber hinaus sind Kühlergrill, Schwellereinleger und Außenspiegelkappen in Hochglanzschwarz. Optional ist ein grauer Designo-Mattlack bestellbar.

Mit AMG-Styling und schwarzen Akzenten hat Mercedes das S-Klasse Coupé sportlicher getrimmt

Auch innen bietet das Luxuscoupé ein exklusiveres Styling. Hier sorgen unter anderem Zierteile in schwarz lackiertem Pappelholz, beleuchtete Einstiegsleisten und ein AMG-Sportlenkrad mit Gravurspange für ein besonderes Ambiente. Außerdem kann der Kunde zwischen Leder- oder Nappaleder-Sitzbezügen in verschiedenen Farben wählen.

Das ab Anfang 2017 bestellbare Sonder-Coupé wird Mercedes als S 400 4Matic mit 270 kW/367 PS starkem Dreiliter-V6-Benziner oder als S 500 mit 4,7-Liter-V8-Benziner anbieten. Den 335 kW/455 PS starken Achtender gibt es wahlweise mit Hinterrad- oder Allradantrieb. (Mario Hommen/SP-X)

Very British: RaceChip auf der Essen Motor Show

RaceChip zeigte auf Deutschlands größter Tuning-Messe, was die Motoren-Experten in Petto haben und geizten nicht mit Showcars. Am Preview Day konnte man bereits ein paar besondere Highlights sehen. Auf der vergrößerten Standfläche zeigten die „Chip-Tuning-Experten“ ihr komplettes Produktportfolio. Darüber wurde dies jedoch von einem McLaren 570s überstrahlt. Neben ihm stand außerdem ein Porsche Panamera bereit. Beide Fahrzeuge zeigten die geballte Kompetenz der Göppinger im Bereich des Chip- und Gaspedal-Tunings. Wir haben uns angeschaut was die beiden Boliden unter der Haube haben und warum RaceChip Marktführer in diesen Bereichen der Motoroptimierung ist.

Britisches Understatement meets Leistung pur

Maßgeschneiderte Leistungssteigerungen per Zusatzsteuergerät, nicht nur für Großserien-Fahrzeuge ein interessanter Deal, den RaceChip da im Köcher hat. Das sieht man besonders an den beiden Neuheiten des Fuhrparks am Preview Day auf der Essen Motor Show. Der Supersportler McLaren 570s ist bekanntermaßen von Haus aus schon kein Kind von Traurigkeit und leistet bereits 570 PS und 600 Nm an maximalem Drehmoment. Doch hier haben die Profis von RaceChip noch ein paar Reserven gefunden und entlocken dem Boliden sagenhafte 650 PS und wahrlich diabolische 666 Nm Drehmoment. Damit dürfte der Brite nicht mehr nur eine der Einstiegsversionen sein, sondern schließt leistungstechnisch zum größeren Bruder, dem McLaren 650s auf. Und die Folierung im Design der hauseigenen Designabteilung „SchwabenFolia“ ergänzt den Eindruck, dass mit dem McLaren 570s von RaceChip nicht zu spaßen ist: Hier kommt ein brutaler Flachmann.

Anschließend an die Essener Motor Show bekommt der Brite superleichte Felgen vom Hersteller HRE spendiert. Die Leichtmetallräder im Design R 101 dienen den Michelin Pilot Sport Cup 2 als zu Hause und sollen mit dem neuen Fahrwerk von KW für eine überragende Performance sorgen. Für den nötigen Klang – den recht kleinvolumigen Achtzylindern entfleuchen sonst nur zahme Töne – soll eine Abgasanlage von Akrapovic sorgen. Und diese Jungs wissen, genau wie die Mannschaft von RaceChip, was sie tun. So ergibt sich also ein Triumvirat der Kompetenz, das für den McLaren 570s exklusiv umgesetzt wird.

Drehmoment, das einen umhaut im Porsche Panamera

Ein weiteres Highlight stellt der Porsche Panamera auf dem Messestand dar. Klar: Schwabe und Schwabe gesellen sich gern. Und obwohl der Panamera eine luxuriöse Limousine sein will, soll er auf Augenhöhe mit der britischen Flunder stehen. Dank RaceChip wird die beste Kombination aus Sportlichkeit und Komfort in ihm vereint. Mit der RaceChip Ultimate Connect Leistungssteigerung springt die Leistung von 422 auf 505 PS. Das allein wäre schon beeindruckend, ist aber noch nicht das Ende der Fahnenstange. Jetzt heißt es hinsetzen und durchatmen. Bereit? OK: Das Drehmoment von ohnehin schon mehr als nachdrücklichen 850 Nm steigern die Experten auf 1037 Nm. Welch Wucht!

Zusammen mit dem Gaspedaltuning „Response Control“ und den zusätzlich am Jahresende hinzukommenden Komponenten – einer Abgasanlage und einem Fahrwerk – zeigt sich der Porsche Panamera dann absolut vollendet. Außerdem wird der Zuffenhausener mit eigens für ihn maßgeschneiderten Leichtmetallfelgen von OZ ausgerüstet. Und wer OZ kennt, wird wissen, dass die Superturismo Dakar HLT nicht nur besonders ansehnlich, sondern auch superleicht sind. Dennoch soll das Gesamtpaket eher das Gefühl geben in einer Limousine zu sitzen und nicht in einem bockenden Sportwagen.

Chiptuning hautnah erleben

Auf der EMS wird die Fahrzeugoptimierung durch RaceChip also einmalig erlebbar gemacht. Neben den McLaren und dem Porsche steht auch der Audi RS3 mit 410 PS, 520 Nm und integrierter Response Control bereit, der so etwas wie das aktuelle Aushängeschild der Schwaben ist. Bewundern kann man ihn nicht nur als Hauptdarsteller des TV Spots von RaceChip, sondern natürlich auch das spannende „Plug and Drive“-Prinzip in Essen live erleben.

So bekommt man das Motortuning per Bits und Bytes direkt am Stand gezeigt und wird von den Experten vor Ort beraten. Gaspedal-Tuning? Chip-Tuning? Oder doch gleich beides? Das ist eine individuelle Entscheidung, bei der RaceChip direkt zur Seite steht. Und wer es nicht mehr abwarten konnte sein Schätzchen schnellstmöglich mit der entsprechenden Optimierung zu versehen, konnte direkt auf dem Messestand zuschlagen und eine spezifische Box kaufen.

Für alle Tuningfreunde:

Auf racechip.de kann man sich natürlich vorher informieren und konfigurieren, welches jeweilige Chip-Modul verfügbar ist. RaceChip verkauft die Geräte komplett mit einer anwenderfreundlichen Einbauanleitung, damit der Einbau selbst vorgenommen werden kann. Wer jedoch zu viel Respekt davor hat, kann den Einbauen natürlich auch von einem der zahlreichen Partner durchführen lassen. Wer das macht? RaceChip arbeitet mit Euromaster zusammen, einem Werkstattbetrieb, der weit verbreitet ist. Optimierung war wohl noch nie so einfach.

 

Ford Mustang als Polizeiauto – Ein Wildpferd für den Sheriff

„Tune It! Safe!“ heißt eine 2005 von Bundesverkehrsministerium, ADAC und dem Verband der Automobiltuner gegründete Initiative, die seither jedes Jahr zur Essen Motorshow ein Polizeiauto vorstellt. Ob Audi R8, Porsche 911 oder Corvette – viele Boliden durften sich bereits in silberblauer Aufmachung und mit Blaulichtanlage auf dem Dach präsentieren. Auf der noch bis zum 4. Dezember 2016 stattfindenden Tuningmesse hat dieses Mal ein Ford Mustang die Rolle des Verkehrsrowdy-Schrecks.

Bei dem Ford Mustang in Streifenwagen-Optik handelt es sich um ein Einzelstück
Bei dem Ford Mustang in Streifenwagen-Optik handelt es sich um ein Einzelstück

Damit der Böse-Buben-Jäger respekteinflößend daherkommt, hat ihn der Fahrzeugveredler Wolf Racing mit klassischen Tuning-Accessoires aufgewertet. Dazu gehören unter anderem 20-Zoll-Räder, die dank einer Fahrwerkstieferlegung die Radkästen prall ausfüllen. Außerdem erhielt der Streifenwagen noh eine Leistungsspritze. Der Fünfliter-V8-Motor des Mustang GT leistet 455 statt 421 PS sowie 560 statt 524 Newtonmeter Drehmoment. Fluchtversuch zwecklos, denn mit dieser Power kann der Mustang in knapp vier Sekunden auf Tempo 100 sprinten, die Höchstgeschwindigkeit beträgt knapp 270 km/h.

Noch bis zum 4. Dezember 2016 ist der Ford Mustang GT in Polizeiauto-Aufmachung auf der Essen Motorshow zu bewundern
Noch bis zum 4. Dezember 2016 ist der Ford Mustang GT in Polizeiauto-Aufmachung auf der Essen Motorshow zu bewundern

Und wie es sich gehört, hat der Polizei-Mustang ein Blaulicht. Die entsprechende Sondersignalanlage RTK 7 hat Hella beigesteuert. Auch wenn das Fahrzeug damit authentisch wirkt: Eine Indienststellung wird es, und hier muss die Polizei jetzt stark sein, nicht geben. (Mario Hommen/SP-X)

Mini-Tuning – JCW-Power für Cooper S

Mini stellt auf der Essen Motor Show (bis 4. Dezember 2016) ein umfangreiches Tuningprogramm seine Modellpalette vor. Neben Anbauteilen und Fahrwerksoptimierungen gibt es auch ein Leistungskit, das den Cooper S auf das PS-Niveau des alten John Cooper Works hievt.

Fahrwerksseitig lässt sich der Mini unter anderem mit der 1.650 Euro teuren Sportbremse des John Cooper Works aufrüsten. Für die Motorvarianten Cooper, Cooper S und John Cooper Works gibt es zudem ein höhenverstellbares Sportfahrwerk. Kostenpunkt: 2.660 Euro. Außerdem bietet Mini eine große Auswahl an Leichtmetallrädern mit 17 oder 18 Zoll Durchmesser an.

Unter anderem bietet Mini die JCW-Sportbremse als Nachrüstsatz. Kostenpunkt: 1.650 Euro
Unter anderem bietet Mini die JCW-Sportbremse als Nachrüstsatz. Kostenpunkt: 1.650 Euro

Auch optisch gibt es einige Möglichkeiten, für etwas JCW-Flair zu sorgen. So kostet der John Cooper Works Pro Heckspoiler 103 Euro, einen Frontspoiler gibt es für 310 Euro. Der Innenraum lässt sich zudem mit LED-Einstiegsleisten (ab 207 Euro), einem Leder-Sportlenkrad (ab 441 Euro) oder einem JCW-Sportschaltknauf für 102 Euro aufwerten.

Schließlich kann man auch leistungstechnisch nachrüsten: Zumindest für die Motorvariante Cooper S bietet Mini eine Leistungssteigerung von 141 kW/192 PS auf 155 kW/211 PS und 280 auf 300 Newtonmeter Drehmoment an. Damit steigt die Leistung auf das Niveau des John Cooper Works der alten Mini-Generation. Dieses rund 1.800 Euro teure Tuning-Kit umfasst auch ein Klappenschalldämpfersystem, welches in den beiden Modi Sport und Track einen satteren Auspuffsound bieten soll. (Mario Hommen/SP-X)

Video

Erstkontakt: HGP Golf 7 R 3.6 L Bi-Turbo

#MotorOli und #FotoRalph sind diesmal im Auftrag der Zuschauer unterwegs und haben bei der Performance-Schmiede HGP-Turbo nach dem Rechten gesehen. Nach vielen Spekulationen aufgrund eines ominösen Internetvideos schaffen wir jetzt endlich Klarheit und werden von Motorenlegende Martin Gräf persönlich zum Stand der Dinge aufgeklärt.

Seid bei der weltweit ersten kleinen offiziellen Ausfahrt im brandneuen HGP Golf 7 R 3.6 L Bi-Turbo dabei und lauscht dem sonoren Klang des wohl brachialsten getüvten 6enders in einem 7er Golf. Die Leistung ist atemberaubend und die Geräuschkulisse gibt endlich das her, was die Fans der legendären V(R)6 Modelle in der Serie (leider) schon länger schmerzlich vermissen.

Die Leistung liegt bei 740 PS (+), das max. Drehmoment bei 925 Nm. Die Beschleunigung wird vermutlich unter 3 Sek. 0-100 km/h und unter 8,9 Sek. 0-200 km/h liegen. V/Max. über 330 km/h (alles Schätzwerte!!!).

Bei dem im Video gezeigten Wagen handelt es sich übrigens um ein finalisiertes Entwicklungsfahrzeug, welches von einem Kunden in Auftrag gegeben und bereits an diesen übergeben worden ist. Derzeit arbeitet HGP mit Hochdruck an einem eigenen Fahrzeug mit dem in naher Zukunft auch die echten Messwerte gefahren werden. Dazu folgt dann nochmals ein richtig geiles Fahrvideo. Gebt uns dazu einen Kommentar und Euer Feedback! Was darf auf keinen Fall im Video fehlen, worauf habt Ihr Lust? Wir werden dann versuchen, uns bestmöglich (insofern machbar) daran zu orientieren und Euch mit Infos und Action versorgen!

Stay tuned und viel Spass mit dem Video!

McLaren BP23 – Drei schnelle Stühle

McLaren plant einen Nachfolger für den Supersportwagen F1. Wie der legendäre Vorgänger aus den 90er-Jahren soll der Neue über ein dreisitziges Layout verfügen, der Fahrer sitzt in der Mitte und wird von zwei leicht nach hinten versetzten Beifahrern flankiert. Der Supersportwagen firmiert bei den Briten bislang unter dem Codenamen BP23, für die Entwicklung ist die Tuningabteilung MSO (McLaren Special Operations) zuständig. Die Auslieferung soll 2019 starten. Die 106 geplanten Fahrzeuge sind bereits vorverkauft.

Der zwischen 1993 und 1997 gebaute McLaren F1 war mit einer Höchstgeschwindigkeit von 370 km/h lange Zeit das schnellste Serienauto der Welt. Noch heute gilt er als schnellstes je gebautes Serienauto mit Saugmotor. Für den Antrieb sorgte ein 6,1-Liter-V12 mit bis zu 500 kW/680 PS. Beim BP23 wird hingegen ein Hybridantrieb zum Einsatz kommen, den Part des Verbrennungsmotors wird wahrscheinlich der aktuelle 3,8-Liter-Turbo-V8 der Marke übernehmen. (Holger Holzer/SP-X)

Techart GT Street R – Ganzheitliches Tuning

Techart hat sich den aktuellen Porsche 911 Turbo/Turbo S vorgenommen und ihn nach Art des Hauses radikal umgestaltet und geschärft. Ein umfangreiches Aerodynamik-Kit verleiht dem Elfer eine neue Ästhetik. Ein paar Extra-PS gibt es außerdem.

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In einer ersten verfügbaren Ausbaustufe bieten der Leonberger Tuner eine Steigerung um 60 PS und 130 Newtonmeter an. Im Fall des Turbo S sind somit 471 kW/640 PS und 880 Newtonmeter Drehmoment angesagt. Dies wirkt sich auch positiv auf die Fahrleistungen aus. Statt einer Sprintzeit aus dem Stand auf Tempo 100 von bereits atemberaubend kurzen 2,9 Sekunden sollen laut Techart 2,7 Sekunden möglich sein. Die Höchstgeschwindigkeit steigt zudem von 300 auf 338 km/h.

Damit die Leistung auch beherrschbar bleibt, wurde vor allem die Außenhaut aerodynamisch optimiert. Über 60 Teile hat Techart ausgetauscht beziehungsweise modifiziert. Neben einer kraftvolleren Optik bekommt der Elfer dadurch auch mehr Abtrieb. Bei Tempo 300 sollen 321 Kilogramm das Fahrzeug auf die Straße pressen. Darüber hinaus soll das Aero-Konzept für eine bessere Luftversorgung von Wasser- und Ölkühlung sorgen.

Für das Heck gibt es eine Titan-Auspuffanlage mit vier Endrohren
Für das Heck gibt es eine Titan-Auspuffanlage mit vier Endrohren

Außerdem hat der Tuner eine Titanauspuffanlage mit vier Endrohren entwickelt, die über einen stufenlose pneumatische Klappensteuerung verfügt. Beeindruckende Riesenräder mit 20 oder 21 Zoll Durchmesser sowie ein Gewindefahrwerk mit Noselift-Funktion runden die Maßnahmen ab. Mit dem Nasenhebe-System kann man die Bodenfreiheit an der Vorderachse per Knopfdruck um 6 Zentimeter erhöhen.

Rennschalen und Überrollkäfig runden das Ganze ab
Rennschalen und Überrollkäfig runden das Ganze ab

Wem das Maßnahmenpaket noch nicht reicht, muss sich nur ein wenig gedulden. Im Frühjahr 2017 will Techart noch eine weitere Leistungsstufe für den 911 Turbo vorstellen. Hier wollen die Leonberger den Motor des Turbo S auf 530 kW/720 PS und 920 Newtonmeter pushen, was für nochmals bessere Fahrleistungen sorgen dürfte. (Mario Hommen/SP-X)

Kia Sorento Ski Gondola – Autonomer Gipfelstürmer

SUVs erfreuen sich bei Skitouristen großer Beliebtheit, bieten sie doch viel Platz für Gepäck und Sportgerät und erlauben dank Allradantrieb oft auch eine problemlose Anfahrt bis an den Skilift. Das dort die Fahrt noch nicht enden muss, zeigt Kia jetzt auf der Tuningmesse SEMA in Las Vegas: Mit dem Sorento Ski Gondola kann sich der Alpinsportler direkt bis an den Start der Piste bringen lassen.

Die vorderen Fahrgäste sitzen entgegen der Fahrrichtung und können über ein Table den autonom fahrenden Sorento steuern
Die vorderen Fahrgäste sitzen entgegen der Fahrrichtung und können über ein Table den autonom fahrenden Sorento steuern

Ein klassischer Allradantrieb reicht dafür freilich nicht aus, weshalb die für den Umbau verantwortliche Firma LUX Motorwerks die vier Reifen durch kompakte Kettenantriebe ersetzt hat. Mit diesen Gummiketten-Füßen der Marke Dominator erlangt der Sorento eine Kletterkompetenz auf dem Niveau von Pistenraupen. Darüber hinaus fährt der Korea-Allradler autonom, was es den Insassen erlaubt, sich in den Sorento so entspannt wie in einen Skilift zu setzen. Dank der gegenläufig angeschlagenen Türen und dem Verzicht auf B-Säulen ist der Einstieg in den beheizten Innenraum sehr einfach. Die mit einem wasserfesten Boden ausgekleidete Fahrgastzelle bietet eine Vis-a-vis-Bestuhlung mit vier Sitzplätzen mit jeweils großer Beinfreiheit. Zwischen den beiden vorderen Sitzen gibt es eine Mittekonsole mit einem Tablet, über den sich der Sorento steuern lässt. Da der Ski Gondola autonom fährt, konnte auf ein Lenkrad und andere Cockpit-Komponenten verzichtet werden.

Für die Skier gibt es eine Halterung auf dem Dach, während Skischuhe und anderes Gepäck in den Kofferraum passen. (Mario Hommen/SP-X)

Ford Mustang GT4 – Rennpferd

Auf der Tuningmesse SEMA lässt Ford derzeit die Muskeln spielen: Mit dem GT4 stellen die Amis ihren Mustang in einer neuen Rennversion für Kundenteams vor.

Abgeleitet wurde der Mustang GT4 vom Shelby GT350R-C, von dem unter anderem die krawallige 5,2-Liter-V8-Maschine stammt. Dank einer Flatplane-Kurbelwelle erlaubt dieser einen Hubzapfenversatz von 180 statt der sonst üblichen 90 Grad, was den mit Trockensumpfschmierung ausgestatteten Motor zu mehr Drehfreudigkeit verhilft. Die Kraft gelangt über eine Zwei-Scheiben-Rennkupplung von ZF und ein sequenzielles Sechsganggetriebe an die Hinterräder.

Wie es sich für eine Rennversion gehört, wurde auch das Fahrwerk umfassend auf die besonderen Anforderungen des Motorsports hin optimiert. So stammen Stoßdämpfer, Querlenker hinten sowie die Domstreben für die beiden Achsen von Multimatic Motorsports. Zudem wurden eine Brembo-Bremsanlage sowie leichte 18-Zoll-Räder von Forgeline montiert. Im Innenraum gibt es darüber hinaus einen Überrollkäfig, während umfassende Aerodynamikanpassungen an der Außenhaut für mehr Abtrieb sorgen.

Derart aufgerüstet, soll der angeblich günstige GT4 es privaten Teams erlauben, an der MSA Continental Tire SportsCar Challenge, der Pirelli World Challenge oder der GT4 European Series teilzunehmen. (Mario Hommen/SP-X)

AC Schnitzer BMW M2 – Mehr Feuer für den kleinen M

AC Schnitzer hat den BMW M2 aufgemotzt. Neben einer deutlichen Leistungsspritze lässt der Tuner die Bayern-Granate auch optisch muskulöser auftreten.

Aus den BMW-Produktionshallen kommt der M2 mit üppigen 272 kW/370 PS vorgefahren. AC Schnitzer wirft mithilfe einer knapp über 3.000 Euro teuren Modifikation der Motorsteuerung und einem zusätzlichen Ladeluftkühler 50 weitere Pferdestärken ins Rennen. Wer die Mehrleistung auch akustisch besser zur Geltung bringen will, kann beim Aachener Leistungsspezialisten noch eine vierflutige Auspuffanlage für rund 4.200 Euro ordern.

Zudem bietet AC Schnitzer für den BMW M2 Carbon-Anbauteile sowie ein Sportfahrwerk an
Zudem bietet AC Schnitzer für den BMW M2 Carbon-Anbauteile sowie ein Sportfahrwerk an

Für das optische Tuning hat Schnitzer ebenfalls einige Lösungen im Portfolio. So gibt es aus Carbon gefertigte Anbauteile wie Frontsplitter, Dachspoiler, Seitenschweller und Heckdiffusor. Schließlich stehen dem Kunden noch ein Rennsport-Gewindefahrwerk oder ein Tieferlegungssatz mit Sportfedern sowie spezielle Schmiedefelgen mit 19 oder 20 Zoll Durchmesser zur Wahl. (Mario Hommen/SP-X)

Fiat hat die frühere Kultmarke Abarth wiederbelebt – Spaß und Tradition

Wie das Schicksal manchmal so spielt. Fast wäre in der berühmten italienischen Tuning-Firma Abarth deutsch gesprochen worden. Schließlich lebte der Rennfahrer Karl Abarth in Wien. Als Südtirol aber nach dem Krieg zu Italien kam, entschied sich dessen in Meran wohnender Papa für die neue Staatsbürgerschaft, der Sohnemann zog über die Alpen, aus Karl wurde Carlo. Der junge Tüftler mit Sternzeichen Skorpion wechselte dann nach Bologna und schuf das Unternehmen mit eben jenem Krabbeltier im Firmenlogo. Fast wären Abarth samt Skorpion seit den 70er-Jahren in Vergessenheit geraten. Die Rechte am als typisch italienisch geltenden Namen gehörten längst dem allmächtigen Fiat-Konzern, der sich eher halbherzig um die Kultmarke kümmerte.

Jetzt ist Abarth wieder auferstanden. Natürlich sind alle Modelle mit dem gelb-roten Logo bekannte Fiat-Kreationen. So musste sich der knuddelige 500 gleich viermal im neu geschaffenen Sportstudio einer Kraftkur unterziehen, um sich Abarth nennen zu dürfen. Der Adelstitel ist eine Zahl am Heck, nirgendwo am Blechkleid ist der Name Fiat zu entdecken. Da sich Abarth inzwischen wieder um den Motorraum kümmert, geizt das Kleinwagen-Quartett nicht mit satter Leistung und Rennsporttechnik. Basis ist immer der 1,4-Liter-Turbomotor, der je nach Version zwischen 107 kW/145 PS und 140 kW/190 PS an die Vorderräder schickt. Letzterer ist derzeit das Ende der PS-Fahnenstange, nennt sich 695 Biposto (zwei Sitze), ist 230 km/h schnell und mindestens 39.900 Euro teuer. Aus dem Autodromo di Monza oder dem Nürburgring direkt in öffentlichen Verkehr.

Schon seit einiger Zeit ist der Fiat 500 alias Abarth 595 darum bemüht, den Mythos Abarth wieder aufleben zu lassen
Schon seit einiger Zeit ist der Fiat 500 alias Abarth 595 darum bemüht, den Mythos Abarth wieder aufleben zu lassen

Doch auch die anderen Ableger des Alltagsautos sind keine Kinder von Traurigkeit, spielen aber in einer anderen Preisliga als der erwähnte Rabauke: Zwischen 18.290 bis 24.790 Euro reichen, um sich ein Autochen zu gönnen, das wohl kaum ein Nachbar in der Garage hat. Alle führen die Zahl 595, die durch Zusätze wie „Turismo“ oder „Competizione“ ergänzt werden. Alle sind auch als Cabrios zu haben. Immerhin gelang es der deutschen Fiat-Tochter im letzten Jahr, 1.886 Deutsche vom Kauf eines solchen Abarths zu überzeugen. In den ersten neun Monaten 2016 waren es auch schon wieder 1.626 neue Kunden. Eine Erfolgsstory also, die nach und nach für Präsenz der Traditionsmarke auf den Straßen zwischen Flensburg und Oberbayern sorgt.

Ende dieses Monats nun zündet Abarth die nächste Stufe der Reinkarnation. Eine völlig andere Ansage als die Liliput-Garde. Der zweisitzige Roadster Abarth 124 Spider ist die Sportversion des gleichnamigen Fiat, wird von Mazda in Japan gebaut und ist eine italienisch-japanische Co-Produktion, letztlich aber ein Mazda MX5, dessen Kleid sich zumindest an der Frontpartie deutlich vom fernöstlichen Erfolgsmodell unterscheidet. Auch der schmucke Oben-Ohne-Flitzer vertraut auf den 1,4-Liter-Vierzylinder, der im Spider auf 125 kW/170 PS kommt. Das Spaßmobil kostet 40.000 Euro, ist recht komplett ausgestattet und bietet eine erfreulich kurze Aufpreisliste. Die LED-Scheinwerfer im Paket mit diversen Sensoren fürs Einparken oder automatisches Lichteinschalten bei Dunkelheit ist mit 1.890 Euro das teuerste Goodie.

Mini mit maximaler Leistung: Topmodell der 500-Abarths ist der 695 Biposto, der immerhin 190 PS in den Vortrieb wirft
Mini mit maximaler Leistung: Topmodell der 500-Abarths ist der 695 Biposto, der immerhin 190 PS in den Vortrieb wirft

Der bildschöne Spider, bei Bedarf bis zu 232 km/h flott, wird den Namen Abarth weiter bekanntmachen und die Verkäufe deutlich nach oben treiben. Carlo Abarth, der auf einem Wiener Friedhof seine letzte Ruhe fand, wird vom Tuner-Himmel aus mit alpenländischer Genugtuung gen die Erde blicken. (Peter Maahn/SP-X)

Ford Mustang auf der SEMA – Wilde Herde

Bei der Tuningmesse SEMA in Las Vegas gibt seit vielen Jahren Zeit vor allem ein Auto den Ton an: der Ford Mustang. Anfang November 2016 werden wieder diverse Tuner Vorschläge unterbreiten, wie man den amerikanischen Kultsportler besonders eindrucksvoll in Szene setzen kann. Fünf extrascharfe Entwürfe stellen wir bereits vorab vor.

Als Salut an die amerikanische Luftwaffe ist das kompressorgeladene GT Concept von VMP Performance gedacht. Dank Zwangsbeatmung soll der 2,3-Liter-Motor 851 PS und 953 Newtonmeter Drehmoment mobilisieren. Die heißen Abgase werden seitlich über einen Auspuff von Cervini entlassen. Das tiefergelegte Auto steht zudem auf 19-Zoll-Rädern von Forgestar und ist mit Brembo-Stoppern von Ford Performance bewaffnet. Das Fahrzeug wurde innen zum Zweisitzer mit zwei Recaro-Sportsitzen mit Fünfpunktgurten umgebaut. Die graue Außenoptik mit Airbrush-Motiven soll Assoziationen an die US-Luftwaffe wecken.

Die Tuningvariante von VMP ist als Hommage an die US-Luftwaffe gedacht
Die Tuningvariante von VMP ist als Hommage an die US-Luftwaffe gedacht

Orange ist das neue Schwarz lautet das Motto des von Stitchcraft umgebauten Mustang Cabriolets. Neben der Außenhaut wurde hier auch der Innenraum großflächig mit der grellen Farbe in Szene gesetzt. Eine Lachgaseinspritzanlage von NX Nitrous Express und ein Kühler von AFE dürften zudem dem 2,3-Liter-Ecoboostmotor zu einem gewaltigen Leistungsschub verhelfen. Der Performance zuträglich werden auch die 20-Zoll-Räder von Forgeline oder die Bremsanlage von Wilwood mit Sechskolbenzangen vorne sein.

Bei Stitchcraft setzt man auf grelle Farben und Lachgaseinspritzung
Bei Stitchcraft setzt man auf grelle Farben und Lachgaseinspritzung

Optisch etwas dezenter präsentiert sich der Entwurf von Speedkore. Hier wurde der 5,0-Liter-V8-Benziner mit einem Stage2-Kompressor von Whipple aufgewertet, der den Mustang 825 PS stark machen soll. Die Außenoptik wurde mit diversen Anbauteilen aus Carbon aufgewertet, während ein Eibach-Fahrwerk und 20-Zoll-Räder von HRE ein besseres Handling versprechen.

Bei Speedkore setzt man auf muskulöse Optik und 825 Kompressor-PS
Bei Speedkore setzt man auf muskulöse Optik und 825 Kompressor-PS

Der Tuner MRT hat einen herrlich böse wirkenden, schwarz-rot lackierten Mustang Fastback auf 20-Zoll-Räder von HB Engineering gestellt. Dem 2,3-Liter-Motor soll ein Vortech-Kompressor deutlich mehr Leistung entlocken. Sportfahrwerk und Sportbremsen gehören ebenso wie diverse Carbon-Anbauteile und ein Sporttrimm für den Innenraum zu diesem sehr stimmig wirkenden Tuningpaket.

Der Endzeitracer von CJ Pony wurde vor allem mit Teilen von Ford Performance aufgerüstet
Der Endzeitracer von CJ Pony wurde vor allem mit Teilen von Ford Performance aufgerüstet

Grau lackiert, mit kleinen Akzenten in Neongrün und einer deutlichen Tieferlegung präsentiert sich schließlich der Entwurf von CJ Pony Parts. Dieser kommt dank einiger Carbon-Anbauteile und 20-Zoll-Rädern deutlich aggressiver als das Serienmodell daher. Auch den 2,3-Liter-Motor hat man mit Technik von Ford Performance etwas aufgerüstet, was für bis zu 100 zusätzliche PS sorgen soll. (Mario Hommen/SP-X)