Erste Fahrt: Nissan X-Trail 2018

Nissan X-Trail Fahrbericht

Japanischer Crossover gerüstet für die Zukunft

Seinem meistverkauften Modell spendierte der japanische Automobilhersteller einen Generationswechsel und schickt den X-Trail im dritten Anlauf weiter auf Erfolgskurs.  3,7 Millionen Modelle wurden bislang seit seiner Markteinführung 2000 verkauft. Der 2013 auf der IAA präsentierte Crossover ersetzte den bis dato laufenden Pathfinder in Europa. Mitte 2014 durfte sich die Kundschaft über mehr Rundungen freuen und quittierte dies mit bislang 115.000 verkauften Einheiten auf dem europäischen Markt.. Das turnusgemäße Facelift erhielt ab Sommer 2017 noch mehr Sicherheits- und Komfortfunktionen sowie einen weiteren Qualitätssprung im Innenraum und kleinere Modifikationen am Außenkleid. Um den Anschluß zum Thema „autonomes Fahren“ nicht zu verpassen, rüstet Nissan nun seinen Bestseller mit seiner Eigenentwicklung  ProPILOT aus. Damit sollen die ersten Schritte zur Mobilität der Zukunft gemacht werden. Für die leise Markteinführung 2018 bieten die Japaner das Basismodell mit einem 1,6 Liter Benziner und der Ausstattung „VISA“ ab € 25.440 an.

Neuerungen durch Kundenwunsch

Alle Neuerungen im X-Trail will Nissan gemäß einem Feedback seiner Kunden durchgeführt haben. Hierzu gehören unter anderem seine hohen Radhäuser und die geschwungene Linie der Motorhaube. Unterstützung beim dynamischen Auftritt findet er in der neu gestalteten Frontpartie. Dazu zeigt sich der X-Trail mit dem typischen V-förmigen Frontgrill der Marke. Im Bumerang-Motiv strahlen uns seine Frontscheinwerfer an, die bereits bei seinem größeren Bruder Qashqai als LED Scheinwerfer mit adaptiven Lichtsystem angeboten werden. Der gesamte Frontauftritt lässt den Japaner generell sehr selbstbewußt auf der Straße stehen. Mit einer klaren geraden Linie streckt er sich nach hinten und findet mit seinem Heck schon den eindeutigen Abschluss eines SUV, wenn auch im Crossover Segment beschrieben. Von seinen Fahreigenschaften sowie dem neuen Design konnten wir uns im letzten Oktober rund um die bayerische Landeshauptstadt München einen ersten Eindruck verschaffen.

Modernes Design mit flottem Diesel.

Durchzugsstarker Diesel

Die ersten Testkilometer gestalten sich sehr kurzweilig mit dem X-Trail, der  sowohl im Spurt als auch bei schneller Kurvenfahrt einen erstaunlich sicheren Eindruck für einen Crossover hinterlässt. Im Fokus steht für uns der mit der Modellpflege 2016 eingeführte 2.0 Diesel mit seinen 130 kW (177 PS).  Der „starke“ Diesel mit einem Drehmomentmaximum von 380 Newtonmetern bei 2.000 Umdrehungen macht nicht nur im Stadtverkehr eine gute Figur, sondern wirkt auf kürzeren Autobahnstrecken genauso souverän. Die für die neue Generation überarbeitete Fahrwerksabstimmung überzeugt mit strafferen Federn und einer Neuabstimmung von Stoßdämpfern und der Zahnstangenlenkung mit elektronischer Servolenkung, was den X-Trail äußerst agil wirken lässt.

2.0 Liter Diesel mit 177 PS und 380 Newtonmeter.

Allrad Crossover 

Serienmäßig kombiniert wird das 2.0 Diesel Aggregat im Allradmodus sowohl mit einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe, als auch mit dem Xtronic Automatikgetriebe. Sollte es dann doch „nur“ das Vorderrad getriebene Fahrzeug sein, steht ausschließlich die Xtronic-Automatik zur Verfügung. Außerdem serienmäßig im X-Trail ein Stopp-/Start-System, das zur Unterstützung der guten Verbrauchswerte beiträgt. Kombiniert liegen uns vom Hersteller für den 4×4-getriebenen mit Xtronic Automatikgetriebe ausgerüsteten X-Trail Angaben von schlanken 6,1 l (6,7 l innerorts, 5,8 l außerorts) vor. Der damit verbundene Kohlendioxid Emissionswert von 162 Gramm pro Kilometer spricht für sich. Der 2.0 Liter Diesel erfüllt zusätzlich natürlich die Euro 6 Norm.

Klettert auch gern mal im Gelände.

Ab 2018 gerüstet für die Zukunft

Zu den im Trend liegenden Assistenzsystemen wie Querverkehrs-Warner, Einpark-Assistent, Müdigkeitserkennung und Totewinkel-Assistent bieten die japanischen Ingenieure seit Beginn 2018 das System ProPILOT an. Im einspurigen Autobahnverkehr, Kolonnenverkehr oder Stau soll es die Steuerung von Lenkung, Beschleunigung und Abbremsen übernehmen. Es kombiniert die Funktionen des Spurhalte-Assistenten, der adaptiven Geschwindigkeitsregelanlage sowie des Traffic Jam Pilot. Ein Schalter am Lenkrad aktiviert und deaktiviert das System. Alle Statusinformationen hält das Display zwischen den Rundinstrumenten bereit.

X-Trail mit ProPILOT System fürs autonome Fahren.

Außer autonom auch luxuriös

Der X-Trail startet für alle seine Motorisierungen mit der Basis Ausstattung „Visia“, die den Anspruch an einen kompletten Crossover fürs erste erfüllt. Die Preisspanne zieht sich dabei von 24.440 Euro (1.6 Liter Benziner, Ausstattung „Visia“) bis zur Variante „Tekna“ mit dem 2,0-Liter-Diesel für 45.290 Euro. Darüber hinaus stehen zahlreiche optionale Extra-Pakete zu unterschiedlichen Preisen zur Auswahl, die Platz zur Individualisierung lassen. Erhältlich sind dabei 18 und 19-Zoll-Leichtmetallfelgen, Panoramo-Glasschiebedach, Smart-Key-System inkl. Start-Stopp-Knopf sowie ein Premium BOSE Soundsystem mit 8 Lautsprechern, um nur ein paar Features zu nennen. Im Bereich Sicherheitssysteme legt Nissan Features wie Totwinkel-Assistent, Spurhalte-Assistent aktiv mit korrigierendem Bremseingriff, Fußgängererkennung für AEB (Autonomous Emergency Braking), Notbremsassistent, sowie Regensensor, Fernlich-Assisent und Verkehrsteichenerkennung ins Angebot. Eine Rückfahrkamera mit 360 Grad Rundumsicht ist im Paket des Nissan Connect Navigationssystem enthalten.

Mit allen Sicherheit- und Komfort Features.

Fazit: Der 2.0 Liter Diesel X-Trail mit vollem Ausstattungspaket leistet sich keine Schwächen auf den ersten Testkilometern. Beim Startpreis der Motorisierung inklusive Vollausstattung von etwas mehr als 45.000 Euro bleibt kein Wunsch unerfüllt und eine attraktive Alternative für seine Mitbewerber ist er überdies.

Schon fast SUV, der X-Trail.

Der X-Trail mit seinem 2.0 Liter Sahne Diesel hält als Crossover Anschluß zum SUV Segment. Unterstützung findet er dabei auch bei seinen elektronischen Helferlein.

Text: Stefan Beckmann, Beitragsbild: Hersteller Bild: Stefan Beckmann und Hersteller

Test: Nissan X-Trail

Seit 2014 fährt der Nissan X-Trail in der 3. Generation für den japanischen Autohersteller und dies als meistverkauftes Fahrzeug der Marke überhaupt. Zur Modellpflege 2017 bietet Nissan einen neuen Powerdiesel mit 2 Liter Hubraum zur Ergänzung des 1.6 Liter Diesel. Als zusätzliches Kaufargument soll darüber hinaus die Ausstattungslinie „N-Connecta“ dienen, um den SUV weiter auf Dauerbrennerkurs zu halten. Der X-Trail passt sich damit den Wünschen seiner Kunden an. Diese wollen außer einem geländefähigen SUV ein umfangreiches Sicherheitspaket und Komfortausstattung. Bestehen bleibt der seit 2014 auf den Markt gebrachte Mainstream Look, der die Ecken und Kanten der 2. Generation abgelöst hatte. Mit seinem Lifestyle-Charme und drei Motorisierungen startet er ins Modelljahr 2018 durch. Den Einstieg findet der X-Trail bei einem Preis von 24.990 Euro.

Testbericht: Nissan X-Trail 2.0 dCi N-Connecta Xtronic

On- und Off-Road-Mix aus Japan
Nissan X-Trail 2.0-Liter Diesel.

Die Front des sportlichen Kompakt SUVs prägen Stilelemente der aktuellen Murano und Qashqai Modelle. Damit findet Nissan eine Konzernsprache, die zumindest die Crossover Familie einheitlich auftreten lässt. Breit zu den Seiten hochgezogene Schürzen fassen den chrombesetzten Kühlergrill ein, der wiederum das Markenlogo prominent zur Schau trägt. Die seitlichen Enden der Frontscheinwerfer setzten sich in einer geschwungenen Sicke über die gesamte Fahrzeuglänge fort, bevor sie bogenförmig bei den Heckleuchten wieder aufsteigen. Am Heck sorgen die Scheinwerfer für einen dynamischen Auftritt. Die Dachreling ist fest mit dem Dach verbunden. Das verbessert die Aerodynamik. Der Wagen ist zudem mit knapp 1,82 Meter Breite und 1,73 Meter Höhe größer dimensioniert im Vergleich zu seinen Mitbewerbern. Die optimierte Windschlüpfrigkeit macht sich beim Kraftstoffverbrauch (5,8 Liter im Normtest mit 19’’ Rädern) und Abgasemission (152 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer) trotz seines Xtronic-CVT-Automatikgetriebes positiv bemerkbar. Wir erreichen die angegebenen Werte nicht ganz, dafür haben wir gerade durch das Automatikgetriebe viel Spaß an der Performance des X-Trail. Selbst im Gelände macht das frontangetriebene Fahrzeug eine erstaunlich gute Figur und meistert den einen oder anderen unbefestigten Weg. Der ausschließlich als Fünf- und Siebensitzer erhältliche X-Trail ist in der Stadt gleichermaßen bequem unterwegs, obwohl sein Wendekreis sich manchmal als hinderlich erweist. Auf längeren Autobahnstrecken bietet der Japaner zwar einen guten Sitzkomfort, jedoch fallen uns die Innenraumgeräusche unangenehm auf.

Kann auch zur Jagd ausgeführt werden.

Cockpit einfach strukturiert

Das sich selbst erklärende Cockpit gefällt bereits beim ersten Einsteigen. Alle Instrumente, die das Fahrzeug betreffen, sowie das in der Mitte des Armaturenbretts sitzende Navigationssystem mit Smartphone-Anbindung bieten nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig Information. Zudem leistet das Nissan Connect System Zugriff auf die Applikationen des jeweiligen benutzten Smartphones. Die sehr gut zugeschnittenen Vordersitze wirken nicht nur ergonomisch durchgestylt, sondern geben Halt in jeder Fahrsituation. In Sachen Flexibilität liegt der X-Trail deutlich über dem Trend seiner Mitbewerber. Durch den Klappmechanismus für die Rücksitzbank wächst das Laderaumvolumen von 565 Liter auf angemessene 1.996 Liter.

Schlicht, einfach und doch voller Informationen.

Kleiner Diesel mit viel Drehmoment

Eine gehörige Portion Fahrspaß vermittelt der von uns getestete neue 177-PS-Diesel. Denn mit einem maximalen Drehmoment von 380 Newtonmetern bei 2.000 Umdrehungen agiert das Aggregat durchzugsstark. Bei einer Beschleunigung ab 100 km/h indessen wirkt der X-Trail ein wenig schwerfällig. Kombiniert mit dem komfortabel abgestuften Xtronic-CVT-Automatikgetriebe lässt sich der SUV aus Japan effizient durch den Stadt- und urbanen Verkehr steuern. Seine Lenkung ist spursicher ausgelegt, so dass in der Stadt ein sehr entspanntes Einparken in Verbindung mit seiner Rückfahr- und 360-Grad-Kamera möglich ist.

2.0 Liter Diesel mal ganz überzeugend.

N-Connecta steht für Konnektivität

Die Fahrerassistenzsysteme, die wir bereits aus dem neuen Qashqai kennen, finden wir auch im X-Trail wieder. Die japanischen Ingenieure konfigurierten bereits ab dem Basismodell  „VISIA“ ein stark verbessertes ESP-System mit Berganfahrhilfe, das Fahrerassistenz-Paket bestehend aus autonomen Notbrems-Assistent, Spurhalte-Assistent und Verkehrszeichenerkennung, LED-Tagfahrlicht, einer elektronischen Parkbremse und Einparkhilfe vorn und hinten. Zum Einsatz kommen in der von Grund auf neu aufgelegten Version „N-CONNECTA“ unter anderem das NissanConnect System inkl. Round View Monitor für 360 Grad Rundumsicht. Lieferumfang ist hier das Navigationssystem mit Sieben-Zoll-Touch-Farbdisplay inkl. 3 Jahre kostenloser Kartenaktualisierung, USB-Schnittstelle, Rückfahrkamera und Smartphone Integration. Zusätzlich schnürt Nissan für die neue Ausstattungsline das Style-Paket, tertiär aus 19-Zoll-Leichtmetallfelgen und Bereifung, einer elektrisch öffnend und schliessenden Heckklappe und dem Intelligent Key mit Start-/Stopp-Knopf.

Dick bereift mit 19 Zoll Rädern.

SUV zu kleinen Preisen

Der X-Trail, den es sowohl als Fronttriebler als auch mit 4 x 4 Allradantrieb gibt, ist ab einem Preis von 24.990 Euro zu haben. Dafür bietet Nissan einen 1.6-Liter Benziner mit 163 PS. Die Dieselmotorisierung hingegen wartet mit dem 1.6 dCi sowohl als frontgetriebenes als auch 4 x 4 angetriebenes Aggregat mit der Leistungsstufe 96 kW (130 PS) und einem Sechsgang-Schaltgetriebe auf. Der Basispreis beträgt hier 32.630 Euro. Die Preisunterschiede zwischen den fünf Ausstattungslinien VISIA, ACENTA, N-CONNECTA, N-VISION und TEKNA sind moderat gehalten, dabei verführen sie in erster Linie immer zur nächst höheren Ausstattungslinie.

SUV mit viel Potential.

Fazit: Alles in allem trifft den X-Trail eher die Bezeichnung „geländegängiger SUV“, als „Kompakt-SUV“. Zusätzlich sind die Synergien zwischen Raumangebot, Fahrdynamik und nettem Lifestyle Look sehr gut gelungen.

Motor und Getriebe

Nissan

X-Trail 2.0 dCi N-Connecta

Motor Diesel
Hubraum 1.995 ccm³
Leistung 177 PS @ 3.750 U/min
Kraft 380 Nm @ 2.000 U/min
Getriebe Xtronic-CVT-Automatikgetriebe
Antriebsachse Frontantrieb

Abmessungen und Fahrleistungen

Länge, Breite, Höhe 4.690, 1.830, 1.730   mm
Radstand 2.705 mm
Leergewicht 1.823 kg
Wendekreis 11,2 m
Höchstgeschwindigkeit 199 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 9,6 sec
Normverbrauch 5.8 l/100 km

Verbrauch im Test

Alltagsfahrer 6.2 l / 100 km
Öko-Experte 5.9 l / 100 km
Außendienst-Modus 6.8 l / 100km

Text: Stefan Beckmann, Bild: Stefan Beckmann und Hersteller (NISSAN CENTER EUROPE GmbH) – Beitragsbild: Hersteller (NISSAN CENTER EUROPE GmbH)

Erste Fahrten: Nissan Qashqai und X-Trail

Nissan Qashqai und X-Trail im Fahrbericht

Yin und Yang SUV auf japanisch

Seine beiden SUV und Crossover will Nissan auf Erfolgskurs halten und frischt sie nochmals mit mehr Ausstattung auf. Dabei ist der Qashqai nach gut 10 Jahren noch in seiner 2. Generation und der X-Trail nach bereits 16 Jahren in der 3. Generation. Mit ihren Einsatzgebieten decken sie eine große Bandbreite der Kundenwünsche ab und sind so nicht unbegründet für den japanischen Autobauer die Bestseller im Portfolio. Mit seinen gerade für den Stadtverkehr perfekten Maßen als Crossover fand der Qashqai bislang seine Kundschaft bei den Fahrern, die den urbanen Verkehr nutzen. Der X-Trail bediente bislang die Fahrer, die sich auch mal in unwegsame Gebiete getraut haben. Diese Aufteilung möchten die Verantwortlichen von Nissan klar beibehalten. Mit ihren Vorbereitungen zum autonomen Fahren und komfortabler Ausstattung greifen sie jedoch nach den jüngeren Kunden, die sowohl das Angebot von Extrem-Aktivitäten nutzen als auch im Begriff sind, eine Familie zu gründen. Für den Marktstart beider Modelle bietet sich der 19. September 2017 als Tag der offenen Tür in den Autohäusern an. Der Crossover Qashqai startet bei 20.490 Euro und der SUV X-Trail bei 25.440 Euro.

Nissan Qashqai – Verkaufsschlager der letzten 10 Jahre.

Nicht nur als eines der erfolgreichstes Fahrzeuge der Japaner der letzten 10 Jahre, sondern auch als erfolgreichstes Fahrzeug in seinem Segment feiert Nissan seinen Crossover. Dabei erzielte er knapp zehn Jahre nach seiner Einführung auf dem europäischen Markt im März diesen Jahres mit 33.000 verkauften Einheiten immer noch das beste Monatsergebnis des japanischen Automobilherstellers europaweit. Damit das so bleibt, wird er noch mal richtig aufgefrischt und erhält in vier Bereichen eine Aufbesserung. Nissan konzentriert sich beim Qashqai auf die Thematik Außendesign, höhere Qualität im Innenraum, verbesserte Fahrleistungen und die von den Verantwortlichen angekündigte Intelligent Mobility Technologie, die für mehr Komfort und Sicherheit sorgen soll. Das für Nissan meistverkaufte Fahrzeug, der X-Trail, sprengt gemäß den Vertriebsleuten der Europazentrale  alle Rekorde weltweit. Hinterlegt mit Zahlen, wird schnell klar, dass der geländefähige SUV das Verkaufs-Flaggschiff von Nissan seit seiner Einführung im Jahr 2000 ist. Der im Innenraumlayout als Fünf- und Siebensitzer produzierte X-Trail ging mehr als 3,7 Million mal in Kundenhände. Die aktuelle dritte Generation wurde 2014 auf den Markt geschickt und steht allein in Europa mit 115.000 Einheiten in den Auftragsbüchern der Japaner. Dass Nissan auch hier nicht locker lassen will, ist folgerichtig und präsentiert den X-Trail genau wie den Qashqai in vier Punkten verbessert. Um uns von beiden Fahrzeugen einen Überblick zu verschaffen, lud der japanische Autobauer ins wunderschöne Wien ein. An zwei Tagen durften wir uns von den angekündigten Verbesserungen überzeugen.

Nissan Qashqai – Vielseitig einsetzbar.

Allround tauglicher Crossover

Starten durften wir nach einem kurzen Briefing am Flughafen mit dem Qashqai. Im Außendesign immer wieder um Details verbessert, konzentrierten sich die Ingenieure und Designer tatsächlich um den Innenraum des Crossover. Auffällig sind der elektrisch verstellbare Fahrersitz, der mit einer Vier-Wege-Lendenwirbelstütze aufwartet. Das Einsteigen wird besonders für große Menschen erleichtert durch das bereits aus dem Micra bekannte Lenkrad, das mit seiner unten abgeflachten Form Unterstützungsarbeit leistet. Weiter besserte der japanische Autobauer insgesamt mit der Verarbeitung seiner modifizierten Materialien nach, die den Qashqai rein optisch und haptisch ab der Ausstattungslinie N-Connecta sehr erwachsen wirken lassen. Aufgrund permanenter Kundenbefragung wurden seine beiden angebotenen Infotainment-Systeme nochmals optimiert, was die Bedienung des Touchscreens und den Empfang betrifft. Seine Zielgruppen will Nissan mit dem Qashqai weiterhin unter den Singles, Paaren und Familien wissen. Bei einem großzügigen Platzangebot für bis zu fünf Personen bietet der Crossover immerhin noch 430 Liter Kofferraumvolumen. Flexibel zeigt er sich, wenn die Rücksitze im Verhältnis 60:40 umgeklappt werden können. Dann offeriert uns der Qashqai ganze 1.585 Liter, wobei sich der Kofferraumbereich mit optionalen flexiblen Trennwänden und Böden unterschiedlich darstellen kann. Unsere Fahrt führt uns über kleinere Stadtautobahn- und Landstraßenstrecken direkt zurück in die Innenstadt von Wien. Hier macht der Crossover einen klar souveränen und agilen Eindruck. Sein kleiner Wendekreis macht das Manövrieren in der Enge einer Stadt sehr einfach.

Effizienz bei 99 Gramm

Das Thema Antrieb präsentiert uns Nissan ab 99 g/km CO2 als neues effizientes Programm beim Motorenprogramm des Qashqai. Wie bisher sorgen zwei Diesel- und zwei Benzinmotoren im Portfolio des Crossover für den Vortrieb. Die Leistungsstufen der Aggregate liegen zwischen 81 kW (110 PS) und 120 kW (163 PS). Mit kampfbereiten 3,8 Liter Durchschnittsverbrauch bei 99 g/km CO2 Emission steht der 1,5 Liter Einstiegsdiesel in Verbindung mit Frontantrieb und einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe zur Verfügung. Sein großer Bruder, der 1,6 Liter Diesel, kommt mit 96 kW und 130 PS daher. Optional ist er auch mit einem Xtronic Automatikgetriebe erhältlich. Beide Benziner sind turboaufgeladene Aggregate. Der 1,2 Liter DIG T Turbo bringt 85 kW (115 PS) auf die Kurbelwelle und ist wahlweise mit einem Xtronic Getriebe verfügbar, während der 1,6 Liter Benziner mit 120 kW (163 PS) und einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe aufwartet.

Teilautonomes Fahren inbegriffen

Im Laufe der Veranstaltung wird von den Verantwortlichen von Nissan immer wieder vom teilautonomen Fahren mit dem von Nissan entwickelten ProPILOT Fahrsystem gesprochen, das im Frühjahr 2018 Einzug in die Fahrzeugflotte halten soll. Im Zuge dieser Nissan Intelligent Mobility Strategie lotet Nissan die Frage aus, wie die Autos der Zukunft gefahren und angetrieben werden und welche Rolle sie innerhalb der Gesellschaft spielen. Die Japaner wollen gerade im Qashqai nicht nur einen ersten großen Schritt in diese Richtung machen, sondern mit dem Crossover diese Technologie möglichst einem großen Kundenkreis zugänglich machen. Das ProPILOT System umfasst die Funktionen des Spurhalte-Assistenten, der intelligenten Geschwindigkeitsregelanlage und des Staupiloten. Summa summarum soll die Kombination im einspurigen Autobahnverkehr, im Kolonnenverkehr und in Staus die Steuerung von Lenkung, Beschleunigung und Bremsen übernehmen. Eine intuitive Bedienung vorausgesetzt, wird das System per Schalter am Lenkrad aktiviert und deaktiviert. Zu den weiteren Assistenzsystemen zählen der Querverkehrs-Warner, eine Verkehrszeichenerkennung, eine Müdigkeitserkennung, ein Einpark-Assistent, der Around View Monitor für 360-Grad-Rundumsicht sowie ein Spurhalte-Assistent.

Nicht zu aufdringliches Interieur.

Zusätzliche Ausstattungslinie „N-CONNECTA“

Der Einstiegspreis beim Qashqai beginnt in der Basisausstattung „VISIA“ bei 20.490 Euro. Das nächste Ausstattungsprogramm „ACENTA“ erhält der Kunde schon mit Aufpreis von 3.000 Euro. Beide Ausstattungslisten sind bereits üppig besetzt, doch Nissan legt mit der Variante „N-CONNECTA“ noch eine Schippe drauf. Hier liegt der Aufpreis bei 4.000 Euro im Vergleich zum ACENTA. Die Top Variante – das Rund-um-Sorglos-Paket – lässt dann zwar kaum noch ein Wunsch offen, aber dafür muss der Kunde noch weitere 3.000 Euro auf den Ladentisch legen.

SUV Bestseller X-Trail

Zweiter Tag der Präsentation, zu der Nissan nach Wien eingeladen hat. Heute steht der Test des neuen X-Trail auf dem Plan. Der im englischen Sunderland produzierte geländefähige SUV rollt ab Juni 2017 dort vom Band und findet seinen Weg in die deutschen Autohäuser ab August diesen Jahres. Mit dem X-Trail schreibt der japanische Autobauer zum zweiten Mal eine Erfolgsgeschichte und das seit 2001. Mit dem Neuen startet Nissan nun in die 3. Generation und erwartet immerhin noch 10.000 verkaufte Einheiten für das laufende Jahr 2017. Mit leichten Modifikationen im Außendesign, die den X-Trail dennoch von der der 2. Generation klar unterscheidet, sowie den im Trend liegenden Sicherheits- und Komfortfeatures will der SUV aus Japan weiter punkten. Einen weiteren Kaufanreiz setzt Nissan mit der Einführung einer neuen Ausstattungsvariante. „N-CONNECTA“ ist wie schon beim Qashqai eine Linie, die dem Kunden eine Vielzahl von weiteren Features bietet, die sonst nur einzeln bestellbar waren. Wie schon einige Mitbewerber im Segment setzt auch Nissan zukünftig auf pilotiertes Fahren. Unter dem Projekt „Nissan Intelligent Mobility“ stellt der X-Trail ab 2018 hierzu das Fahrsystem ProPILOT zur Verfügung. Das System soll im einspurigen Autobahnverkehr, im Kolonnenverkehr und in Staus die Steuerung der Lenkung, Beschleunigung und Bremsen übernehmen.

Nissans zweites Standbein: Der X-trail.

Abgeflachtes Lenkrad im Trend

Das Interieur des X-Trail präsentiert sich uns, wie schon am Vortag beim Qashqai, mit einem unten abgeflachten Lenkrad, das den Ein- und Ausstieg erleichtert. Darüber bietet es durch ein geändertes Layout mehr Sicht auf die dahinter liegenden Infoelemente. Die zu den Testfahrten zur Verfügung stehende Topversion „TEKNA“ macht mit ihrer Lederausstattung und der damit verbundenen Verarbeitung einen guten Eindruck.Das Motorenkapitel ist beim X-Trail sehr übersichtlich gestaltet. Ein Benziner und zwei Diesel Aggregate treiben den SUV an. Ihre Leistungsstufen erstrecken sich von 120 kW (163 PS) beim 1,6 Liter Benziner über den 1,6 Liter Diesel mit 96 kW (130 PS) bis hin zum 2,0 Liter Diesel mit 130 kW (177 PS). Während der Turbobenziner nur mit einem manuellen Sechs-Gang-Schaltgetriebe erhältlich ist, lassen sich sowohl der kleine als auch der große Diesel mit einem Sechs-Gang-Schaltgtriebe oder mit einem Xtronic Getriebe kombinieren. Darüber hinaus sind die Diesel Motorisierungen mit Front- und Allrad-Antrieb zu bestellen.

Geländetaugliches SUV, der Nissan X-Trail.

Moderate Aufpreispolitik

Der X-Trail startet in den Verkauf, wie schon der Qashqai, mit der Basisausstattung „VISIA“ bei einem Listenpreis von 25.440 Euro. Zweite Ausstattungsvariante bildet der „ACENTA“ zu einem Aufpreis von 3.200 Euro. Der bereits angesprochenen Kaufanreiz findet sich in der Linie „N-CONNECTA“, die zu einem weiteren Aufpreis von 3.700 Euro verfügbar ist. Auch beim X-Trail bildet der „TEKNA“ Ausstattung das High End des Fahrzeuges. Hier bleibt dann aber auch kein Wunsch mehr offen zu einem Aufpreis von 4.640 Euro.

X-Trail mit zusätzlicher Ausstattungslinie „N-CONNECTA“.

Fazit: Sowohl Qashqai als auch X-Trail bilden beim japanischen Autobauer die Sektion „Brot und Butter Auto“. Hier sprechen die verkauften Einheiten eine eindeutige Sprache. Beide Fahrzeuge bestechen durch ein sehr kluges Preis- / Leistungsverhältnis, das sich sehr gut in der Balance hält.

Brot-und-Butter Auto – Der Nissan X-Trail.

Text: Stefan Beckmann, Beitragsbild: Hersteller Bild: Stefan Beckmann

Nissan X-Trail Facelift – Feinschliff zum Finale

Zum Finale der UEFA Champions League Finale in Cardiff war es soweit: Das Facelifte des Nissan X-Trail wurde der Weltöffentlichkeit präsentiert und ist ab September im Handel erhältlich. Der SUV zeigt ein eigenständiges Design und wirkt dabei robust, ohne aber ein harter, unkomfortabler Offroader zu sein. Stattdessen setzt Nissan auf eine hohe Qualität im Innenraum, neue Technologien und auf mehr Sicherheit. Hinzu kommen praktische Features, wie etwa eine sensorgesteuerte Heckklappe. Ausblick auf die Details des Facelifts. Read more

Nissan N-Vision: Extras für alle

… zumindest fast. Nissan N-Vision ist eine Sonderausstattung, die für die Modelle X-Trail, Qashqai, Pulsar und Juke erhältlich ist. Damit will Nissan seiner Vision nachkommen, Innovationen möglichst vielen Kunden zugänglich zu machen. Die ab sofort bestellbaren Modelle sind alle mit dem Nissan Connect Navigationssystem und dem Around View Monitor für 360 Grad Rundumsicht ausgestattet. Sie bauen bereits auf gut ausgestatteten Basisvarianten auf und bieten einen Preisvorteil zwischen 3.000 und 4.800 Euro. Read more

News: Nissan-Konzeptfahrzeuge auf dem Genfer Autosalon – Modisch angezogen

Mit zwei Konzeptfahrzeugen zeigt Autohersteller Nissan auf dem Genfer Salon (3. – 13.März) wie künftige Individualisierungen der Fahrzeuge aussehen könnten. Auf Basis von Qashqai und X-Trail sind im japanischen und europäischen Designstudio zwei optisch spezielle Versionen des Kompakt- und des Mittelklasse-SUV entstanden.

So soll sich der Qashqai an den „Premium-Stadtmenschen“ richten, ist innen mit weißem Nappaleder eingerichtet, außen in mattschwarz gehalten. Einen Kontrast dazu bildet die Modefarbe Gold-Kupfer, die sowohl im In- als auch im Exterieur zu finden ist. Der X-Trail ist nach Angaben des Herstellers dagegen für „Premium-Abenteurer“ gedacht, mit mattweißer Lackierung mit Motorhaube und Dach aus mattschwarzer Karbonfaser. Auch hier findet sich ein goldener Kupferfarbton wieder, am Unterfahrschutz und den Felgen. Die Ledersitze sind mit Goldperlen-Lederpaspeln verziert.

Test: Nissan X-Trail 1.6 dCI All-Mode 4×4

Nissan Qashqai und Nissan X-Trail teilen sich viele Gleichteile und dennoch ist der X-Trail ein ganz eigenständiges Fahrzeug geworden. Natürlich erkennt man an der „Nissan-Chromspangen-Nase“ die Zusammengehörigkeit, aber das ist ja unter Brüdern oft so!

Softer Offroader

Test: Nissan X-Trail 1.6 dCi All-Mode 4×4

So ein echter Geländewagen will der neue X-Trail ja eigentlich gar nicht mehr sein. Warum auch? Der typische SUV-Käufer sucht eigentlich nur einen Kombi für die Familie mit mehr Platz, will etwas höher sitzen und wenn das Auto nicht pseudo-sportlich wäre, dann würde das auch gefallen. Und so gewinnen die SUVs mehr und mehr an Bedeutung. Nissan hat das früh verstanden und nach dem Qashqai mit dem neuen X-Trail nun auch einen „größeren Bruder“ für den Kompakt-SUV im Programm. Dieser löst zugleich den Qashqai+2 ab, der damals als Qashqai mit längeren Radstand und dritter Sitzreihe die Wünsche nach sieben Sitzplätzen befriedigte. Wer heute den Nissan mit 7-Sitzplätzen sucht, der greift nach dem Evalia (oder e-NV200) oder eben nach dem neuen X-Trail.

Mit seiner Familienähnlichkeit wird aus dem ehemals rauhen und pragmatischen X-Trail nun ein schicker Crossover

Großzügig bemessene Platzverhältnisse nicht nur in Sitzreihe eins, ein ganz klar gewachsener Anspruch an die Verarbeitungsqualität und wertigere Materialien im Innenraum.  So präsentiert sich der neue X-Trail. Mit weichen Kunststoffen, einer freundlichen Atmosphäre sowie einem Entertainment-System auf der Höhe der Zeit zeigt er sich innen von seiner Schokoladen-Seite. Cockpit und Armaturen erinnern an den Qashqai, aber das ist nichts, wofür man sich schämen müsste. Man fühlt sich an Bord des X-Trail wohl.

Die ordentlich großen Fensterflächen und das neue, weit nach hinten gezogene Glasdach (mit der Möglichkeit, den vorderen Teil zu öffnen), tun ihr übriges, damit man im X-Trail ein Gefühl von Raumfülle und Weite erhält.

Fahrbericht Test35 Nissan X-Trail dci

Automatik oder Allradantrieb

Unser Testfahrzeug hatte den 1.6 Liter Diesel mit 130 PS und 320 Nm unter der adrett geschwungenen Motorhaube. Den Allradantrieb nennt Nissan „All-Mode 4×4“ ,  bietet ihn aber nur zusammen mit einem manuellen Getriebe an. So muss man sich entscheiden: Entweder Automatik oder Allradantrieb. Das ist ein Kritikpunkt, den man bei Nissan abstellen sollte. Gerade der X-Trail sollte als „SUV“ nicht das „oder“ anbieten, sondern das „und“. Allrad UND Automatik. Aber lassen wir den Japanern noch ein wenig Zeit – mit Sicherheit wird man das selbst auch so sehen und das Angebot auffüllen.

Nach dem Start klingt der kleine Vierzylinder-Diesel ruhig und satt. Die gute Dämmung des X-Trail-Cockpits trägt zur Ruhe bei. Und dann  passiert das Unerwartete. Der X-Trail fährt mit einer gefühlten Souveränität los, die man von ihm nicht erwartet hat. Nicht von dem „kleinen Diesel“. Grummeliger Dieselsound verleitet zum niedertourigen Fahren und der X-Trail spielt mit. Das manuelle Sechsgang-Getriebe erfüllt alle Wünsche nach Präzision und auch die Schaltwege sind für einen SUV völlig in Ordnung.

Der Innenraum

Den Innenraum hat Nissan nicht nur durch ein neues Niveau an Kunststoffen aufgefrischt, auch das Multimedia-Paket wirkt bei der ersten Ausfahrt stimmig. Routenplanung vom Handy zum Navigations-System schicken? Kein Thema. Die Google-Suche im Auto nutzen? Machbar, wenn ein Handy per Bluetooth gekoppelt wurde und die Internetverbindung herstellt.

Durch das Versenken der 3. Sitzreihe lässt sich ein großer Laderaum erschaffen. Von 550 Litern im Normalmodus bis hin zu 1.980 Litern bei umgeklappter Rücksitzbank. Das ist ein gutes Stück mehr als im alten X-Trail. Die Rücksitzbank (Reihe 2) lässt sich zudem um 25 Zentimeter in der Position verschieben. Im Kofferraum wiederum kann man per zusätzlicher Böden eine nützliche Unterteilung schaffen und so verschiedene Gepäckstücke sortiert einräumen.

Wer die Sitzplätze 6+7 nutzen will, der klappt diese aus dem Kofferraumboden heraus, dabei reduziert sich der nutzbare Kofferraum auf nur noch 135 Liter.

Nissan x-trail 1-6dci 31 fotos 02052015

Alltags-Held

Natürlich kann man bei 130 PS und 320 Nm in einem gut zwei Tonnen schweren SUV nicht von einem dominanten Vortrieb sprechen. Doch für den Alltag reicht es eben doch mehr als aus. Und selbst der „kleine“ Turbodiesel punktet im Alltag durch Souveränität. Denn der 130 PS Motor geht wacker an sein Werk, schiebt den großen X-Trail tapfer bis auf Tacho 200 (real 189 km/h) und bleibt dabei so richtig sparsam.

Natürlich ist der X-Trail kein Sportler. Das verkündet er bei schnellen Überland-Etappen frühzeitig, aber seine aktive Fahrkomfortregelung versucht über unmerkliche Bremseingriffe die Wankneigungen des X-Trail auszubügeln. Eine echte Hilfe bei langen Touren ist die Verkehrszeichen-Erkennung von Nissan. Bereits im Test des kleinen Qashqai fiel das System positiv auf und jetzt auch im X-Trail kann man nur von einem echt „nützlichen“ Feature sprechen. Zudem funktioniert die Verkehrsschilder-Erkennung absolut fehlerfrei!

Fahrbericht Test49 Nissan X-Trail dci

Fazit: Nissan X-Trail

Aus dem Marlboro-Cowboy wurde ein fürsorglicher Daddy. Der X-Trail ist, so wie er im Test war, ein extrem gelungener „Familien-Kombi“ – getarnt als SUV. Das „plus“ an Bodenfreiheit und eine gute Rundumsicht dank der erhöhten Sitzposition lassen den X-Trail in der Tat zum „besseren Familienkombi“ werden.

Selbst erfahren? Klicken Sie hier!

Technische Daten: Nissan X-Trail 1.6 dCi Acenta

Hersteller:  Nissan
Typ:  X-Trail / SUV
Kasse:  Mid-Size SUV
Motor:  R4
Getriebe: Sechs-Gang-Schaltgetriebe
Antrieb: Allradantrieb
Hubraum:  1.598 ccm
Leistung:  96 kw / 130 PS @ 4.000 U/min
Drehmoment:  320 Nm @ 1.750 U/min.
Gewicht Fahrfertig:  2.090 kg
Von 0 von 100:  10.5 s
Höchstgeschw.:  188km/h
Verbrauch (NEFZ):  4.9 Liter
CO2-Ausstoß (NEFZ)  129 g/km
Emmissionsklasse  EU 6
Effizienzklasse  A
 ‎
Fotos im Artikel und Titelbild: Bjoern Habegger

Im Test: Nissan X-Trail 1.6 dCI

Mit dem jüngsten Modellwechsel von Qashqai und X-Trail sind die beiden Modelle von Nissan zu Brüdern geworden. Nicht nur wegen der gemeinsamen Plattform, auch die Optik lässt beide näher zusammenrücken. Tschüss, kantiges Offroader-Design. Der Abschied vom Offroad-Gen bringt im Falle des X-Trail allerdings viele positive Nebenwirkungen zu Tage und ganz nebenbei muss der Testwagen auch die Frage beantworten, ob man einen SUV mit Frontantrieb guten Gewissens kaufen kann?

Vom Offroader zum Crossover

Test: Nissan X-Trail 1.6 dCi

Der X-Trail ist äußerlich kaum gewachsen, nur sein Radstand wurde massiv gestreckt. Das schafft Platz für eine dritte Sitzreihe und verwandelt den X-Trail in eine fürstliche Familienkutsche. Die optische Ähnlichkeit wird verständlich, wenn man nachvollzieht, dass der X-Trail auch den Qashqai+ ersetzt. Somit trennt man bei Nissan nun zwischen dem Fünfsitzer Qashqai und dem 5+2 Sitzer X-Trail.

Fahrbericht Test04 Nissan X-Trail dci

Mit seiner Familienähnlichkeit wird aus dem rauen und hemdsärmeligen X-Trail nun ein schicker Crossover.

Wichtiger als die großzügig bemessenen Platzverhältnisse in Sitzreihe eins ist der ganz klar gewachsene Anspruch an die eigene Verarbeitungsqualität und die im Innenraum verwendeten Materialien. Und diesen Anspruch erfüllt der neue X-Trail : Mit weichen Kunststoffen, einer freundlichen Atmosphäre und modernen Formen zeigt er sich innen von seiner charmanten Seite. Cockpit und Armaturen erinnern freilich an den Qashqai, aber das ist wahrhaftig nun nichts, wofür man sich schämen müsste. Das ganz „Feeling“ im Innenraum ist um den Faktor 2 besser geworden.

In Reihe zwei bleibt genug Platz für die Mitfahrer. Dank einer gegenüber der ersten Sitzreihe erhöhten Sitzposition lässt es sich prima nach draußen schauen. Die ordentlich großen Fensterflächen und das neue, weit nach hinten gezogene Glasdach (mit der Möglichkeit, den vorderen Teil zu öffnen), tun ihr übriges, damit man im X-Trail ein Gefühl von Raumfülle und Weite erhält.

Fahrbericht Test35 Nissan X-Trail dci

Der Antrieb

Der Testwagen hat den 1.6 Liter Diesel mit 130 PS und 320 Nm unter der adrett geschwungenen Motorhaube. Zusammen mit dem manuellen Sechsganggetriebe und dem Frontantrieb wird man das Gefühl erst einmal nicht los, hier eine „Mogelpackung“ zu fahren. Sollte so ein SUV-Ding nicht immer mit Allrad und Automatik auf dem Hof stehen?

Nach dem Start klingt der kleine Vierzylinder-Diesel ruhig und satt. Die gute Dämmung des X-Trail-Cockpits trägt zur Ruhe bei. Und dann  passiert das Unerwartete. Der X-Trail fährt mit einer gefühlten Souveränität los, die man von ihm nicht erwartet hat. Nicht von dem „kleinen Diesel“. Grummeliger Dieselsound verleitet zum niedertourigen Fahren und der X-Trail spielt mit.

Effizienz:

[tabgroup]
[tab title=“Alltagsfahrer“] 6.3 Liter sollten im Alltag mit dem großen SUV als „normal“ verstanden werden.[/tab]
[tab title=“Öko-Experte“]Wer sich ständig im Zaum hält und mit mehr Hirn fährt, der drückt den X-Trail unter die 5 Liter Marke. 4.8l Diesel auf 100 km, das ist mehr als beeindruckend.[/tab]
[tab title=“Ohne Rücksicht“]8.8 Liter im Schnitt für den schnellen Galopp. Der X-Trail ist wirklich ein sparsamer Zeitgenosse![/tab]
[/tabgroup]

Der Innenraum

Den Innenraum hat Nissan nicht nur durch ein neues Niveau an Kunststoffen aufgefrischt, auch das Multimedia-Paket wirkt bei der ersten Ausfahrt stimmig. Routenplanung vom Handy zum Navigations-System schicken? Kein Thema. Die Google-Suche im Auto nutzen? Machbar, wenn ein Handy per Bluetooth gekoppelt wurde und die Internetverbindung herstellt.

Durch das Versenken der 3. Sitzreihe lässt sich ein großer Laderaum erschaffen. Von 550 Litern im Normalmodus bis hin zu 1.980 Litern bei umgeklappter Rücksitzbank. Das ist ein gutes Stück mehr als im alten X-Trail. Die Rücksitzbank (Reihe 2) lässt sich zudem um 25 Zentimeter in der Position verschieben. Im Kofferraum wiederum kann man per zusätzlicher Böden eine nützliche Unterteilung schaffen und so verschiedene Gepäckstücke sortiert einräumen.

Wer die Sitzplätze 6+7 nutzen will, der klappt diese aus dem Kofferraumboden heraus, dabei reduziert sich der nutzbare Kofferraum auf nur noch 135 Liter.

Nissan x-trail 1-6dci 31 fotos 02052015

Alltags-Held

Natürlich kann man bei 130 PS und 320 Nm in einem gut 2 Tonnen schweren SUV nicht von einem dominanten Vortrieb sprechen. Doch für den Alltag reicht er aus. Im Test musste uns der X-Trail mehrfach quer durch die Republik kutschieren und hat sich hierbei nicht nur als exzellentes Reiseauto herausgestellt, sondern konnte auch mit dem „kleinen“ Turbodiesel punkten. Denn der 130 PS Motor geht wacker an sein Werk, schiebt den großen X-Trail tapfer bis auf Tacho 200 (real 189 km/h) und bleibt dabei so richtig sparsam.

Natürlich ist der X-Trail kein Sportler. Das verkündet er bei schnellen Überland-Etappen frühzeitig, aber seine aktive Fahrkomfortregelung versucht über unmerkliche Bremseingriffe die Wankneigungen des X-Trail auszubügeln. Eine echte Hilfe bei langen Touren ist die Verkehrszeichen-Erkennung von Nissan. Bereits im Test des kleinen Qashqai fiel das System positiv auf und jetzt auch im X-Trail kann man nur von einem echt „nützlichen“ Feature sprechen. Zudem funktioniert die Verkehrsschilder-Erkennung absolut fehlerfrei!

Fahrbericht Test49 Nissan X-Trail dci

Fazit: Nissan X-Trail – Der sparsame Riese:

Aus dem Marlboro-Cowboy wurde ein fürsorglicher Daddy. Und die Frage, ob es wirklich einer Allradversion bedarf – die wäre ja alternativ möglich – ist während des Tests auch eindeutig geklärt worden. Der X-Trail ist, so wie er im Test war, ein extrem gelungener „Familien-Kombi“, verpackt in einem adretten SUV-Kleid. Mehr Bodenfreiheit und eine gute Rundumsicht dank der erhöhten Sitzposition lassen den X-Trail zum „besseren Familienkombi“ werden. Und der Allradantrieb wurde während der 3.000 km im Test nicht einmal vermisst. Dafür überraschten der Verbrauch und der Antritt des „eigentlich“ zu kleinen Dieselmotors.

Technische Daten: Nissan X-Trail 1.6 dCi Acenta

Hersteller:  Nissan
Typ:  X-Trail / SUV
Kasse:  Mid-Size SUV
Motor:  R4
Getriebe:  Sechs-Gang-Schaltgetriebe
Antrieb:  Frontantrieb
Hubraum:  1.598 ccm
Leistung:  96 kw / 130 PS @ 4.000 U/min
Drehmoment:  320 Nm @ 1.750 U/min.
Gewicht Fahrfertig:  2.090 kg
Von 0 von 100:  10.5 s
Höchstgeschw.:  188km/h
Verbrauch (NEFZ):  4.9 Liter
CO2-Ausstoß (NEFZ)  129 g/km
Emmissionsklasse  EU 6
Effizienzklasse  A
 ‎
Fotos im Artikel und Titelbild: Bjoern Habegger

Nissan-Special: Die Crossover-Familie

Volles Programm: Crossover

Nissan Juke crossover spezial

Crossover und kompakte SUV. Jeder will sie.  Man macht bei Nissan also nichts verkehrt, wenn man die eigene Palette an Crossover und SUV überarbeitet. Neben dem Facelift des Juke, zu Beginn des Jahres, kam erst der neue Qashqai auf den Markt und nun der neue Nissan X-Trail. Während der Juke bei seinem extravaganten Stil blieb, sind Qashqai und X-Trail nicht nur deutlich weniger abgedreht im Design, sondern auch sehr ähnlich. Man sieht den beiden die gemeinsame Plattform an. Doch Nissan hat sich dabei auch etwas gedacht. Während der alte X-Trail ein wenig hemdsärmeliger im Design auftrat, bleibt der neue X-Trail weiterhin der, mit dem man auch gerne mal querfeldein fährt – was dank der Bodenfreiheit auch geht –  nähert sich dem Urbanen-Stil von Crossovern im allgemeinen jedoch an.

Der neue X-Trail übernimmt zudem die Rolle des Nissan Qashqai+2, den es nicht mehr gibt. Wer also im SUV zu siebt zum Auswärtsspiel unterwegs ist, der sitzt zukünftig im X-Trail.

Alle drei Modelle konnte ich bereits fahren. Den Juke kenne ich noch von seiner ersten Generation und auch der Qashqai war bereits zum Test. Der X-Trail war vor ein paar Wochen zu einem ersten Fahrbericht verfügbar. Im Blog findet sich der neue Qashqai im ersten Fahrbericht mit dem neuen Downsizing-Triebwerk 1.2 DIG-T. Ein 115 PS starker Turbo-Benziner, der für „Wenig-Fahrer“ eine interessante Alternative im Crossover darstellt. Den SUV-typischen Diesel, als 1.6 dCi, war vor kurzem zum Test angetreten. Der Fahrbericht hierzu folgt in wenigen Tagen!

Was macht eigentlich die Faszination Crossover und Urban-SUV aus?

[one_third]

So fährt sich der neue Juke

nissan juke 2015

Der junge Wilde. Für Nissan ist der Juke ein Glücksgriff. Der kompakte Crossover bringt eine Eroberungsrate von 80% mit. Das bedeutet, viele Juke-Käufer sind zuvor keinen Nissan gefahren. Das außergewöhnliche Design des Juke ist Freude und Last zugleich. Man mag ihn sofort, oder man wird ihn nie mögen. | So fährt sich der neue Juke – Fahrbericht.

[tabgroup]
[tab title=“Fakten“] [line_list]

  • Startet bei: 15.450 €
  • Leistung: 94 bis 190 PS
  • Für 2 bis 4 Personen

[/line_list] [/tab]
[tab title=“Positiv“] [yes_list]

  • Mit dem Facelift bekam der Juke die Chance auf hochwertiges Xenon-Licht. Zudem ist der neue 1.2 DIG-T Motor ein sparsamer, aber ausreichend kraftvoller Motor für den kompakten Crossover.

[/yes_list] [/tab]
[tab title=“Negativ“] [no_list]

  • Der 190 PS-Motor gehört zu den durstigen Motoren in seiner Klasse. Der Fahrbericht hatte dies gezeigt. [zum ersten Nissan Juke Fahrbericht]. Ansonsten bleibt zu bedenken, der Juke bietet in Reihe zwei nur überschaubaren Platz.

[/no_list] [/tab]
[/tabgroup]

[/one_third][one_third]

So fährt sich der neue X-Trail

Nissan X-Trail 2015

Der Große mit dem Offroad-Gen. Er basiert auf der gleichen Bodengruppe wie der neue Qashqai und sieht diesem auch ähnlich. Doch Nissan hat die jüngste X-Trail Variante gegenüber dem Qashqai massiv wachsen lassen. So wird der neue X-Trail zum 2 in 1. Neben dem SUV-Geländegänger im Programm ist er auch der Ersatz für den Qashqai+2. | Hier geht es zum Fahrbericht.

[tabgroup]
[tab title=“Fakten“] [line_list]

  • Startet bei: 26.790 €
  • Leistung: 130 PS
  • Für 4 bis 7 Personen

[/line_list] [/tab]
[tab title=“Positiv“] [yes_list]

  • Der X-Trail bleibt mit 21 cm Bodenfreiheit ein SUV mit dem man auch mal in das Gelände kann. Der große Kofferraum und die variable Sitzbank lassen den X-Trail zum „großen“ Familienfreund werden.

[/yes_list] [/tab]
[tab title=“Negativ“] [no_list]

  • Nissan bietet derzeit nur einen Motor für den X-Trail an. Das wird sich im kommenden Jahr ändern, bis dahin muss der 1.6 Liter Diesel für Vortrieb sorgen.

[/no_list] [/tab]
[/tabgroup]

[/one_third][one_third last=last]

So fährt sich der neue Qashqai

nissan qashqai 2014

Der „Stadt-SUV“ Crossover. Der Nissan Qashqai überzeugt seit Jahren die zufriedenen Käufer und hat der Marke einen satten Anteil am Markt der erfolgreichen Crossover und SUV gesichert. Der Qashqai will in der jüngsten Generation vor allem praktisch und sparsam sein, ohne deswegen sein Äußeres zu vernachlässigen.  | Hier lang zum Nissan Qashqai 1.2 DIG-T Fahrbericht.

[tabgroup]
[tab title=“Fakten“] [line_list]

  • Startet bei: 19.940 €
  • Leistung: 110 – 150 PS
  • Für 4 bis 5 Personen

[/line_list] [/tab]
[tab title=“Positiv“] [yes_list]

  • Handlich, gut ausgestattet und mit den aktuellen Motoren auch sparsam im Verbrauch. Es gibt keinen Grund, wieso der neue Qashqai nicht ebenso erfolgreich werden sollte, wie sein Vorgänger.

[/yes_list] [/tab]
[tab title=“Negativ“] [no_list]

  • Derzeit gibt es kaum Wahlmöglichkeiten was die Kombination von Allradantrieb, Getrieben und Motoren angeht. Hier muss Nissan dringend für mehr Auswahl sorgen!

[/no_list] [/tab]
[/tabgroup]

[/one_third]

[divider]  [/divider]

[one_half]

Mehr zum Nissan Safety Shield

Nissan 08 Safety shield

Unter dem Begriff des Nissan Safety Shield fasst der Autobauer aus Japan drei Assistenzsysteme zusammen, die man bislang vor allem aus hochpreisigen Fahrzeugen kennt. Den Tot-Winkel-Assistenten, den Spurhalte-Assistenten, eine Verkehrsschild-Erkennung und einen Notbrems-Assistenten.

Neben dem Safety Shield gibt es zusätzlich einen Einpark-Assistenten im X-Trail und eine Müdigkeitserkennung.

Das Safety Shield bekommt man auch im Nissan Note! [klick]

[/one_half][one_half last=last]

NissanConnect & Around View Monitor

NissanConnect

In der neuesten Generation lässt sich das Navigations- und Infotainment-System NissanConnect
(optional ab Ausstattung Acenta) mit dem Smartphone des Fahrers verbinden und bringt
zahlreiche Internet-Funktionen ins Auto. Wo immer der neue X-Trail unterwegs ist: Die mobile
Welt des Internet ist nur einen Klick entfernt. Über den sieben Zoll großen Farb-Touchscreen
(über den sich auch die 360-Grad-Rundumsicht des Around View Monitors abrufen lässt)
können zahlreiche Apps aufgerufen werden: von sozialen Plattformen und Netzwerken bis hin
zu Informations- und Unterhaltungsinhalten.

Mehr Informationen? Klick!

[/one_half]

Und was ist mit dem Vorgänger?

nissan qashqai titelbild

Der Erfolg eines Modells ist niemals zufällig. Es gibt immer verschiedene Faktoren die stimmen müssen. Und wenn ich davon ausgehe, wie oben geschrieben, dass der neue Qashqai die Erfolgsgeschichte des alten Qashqai weiter führt, dann wäre es doch ganz gut zu wissen – wie der „alte Qashqai“ so war.

Und manch einer will keinen Neuwagen kaufen, oder kann sich keinen neuen Qashqai leisten, sondern greift lieber zum Vorgänger. Gut gepflegte Gebrauchtwagen finden sich in den einschlägigen Automobil-Online-Börsen. Also?  Wie fährt sich der „alte Qashqai“?

Der 150 PS Diesel im Fahrbericht. 

Der neue Nissan X-Trail

Erste Ausfahrt im Nissan X-Trail

Der Crossover für Aufsteiger

Zu Beginn des Jahres stellte Nissan den neuen Qashqai vor, jetzt schieben die Japaner den neuen X-Trail und auch eine Facelift-Version des Nissan Juke hinterher (Juke Artikel folgt!) und frischen damit das eigene Portfolio an Crossover und kompakten SUVs auf.

Mit der neuen Modell-Generation des Qashqai (Fahrbericht klick) fiel bei diesem die „+2“ getaufte Version mit verlängertem Radstand weg. Und damit auch die Möglichkeit,  7 Personen im Qashqai zu transportieren. Der neue Nissan X-Trail basiert auf der gleichen Bodengruppe wie der Qashqai und teilt sich auch ansonsten viel mit dem kleineren Bruder. Damit rücken Qashqai und X-Trail zu einem sich ergänzenden Duett zusammen. Um für diese Rolle fit zu sein, wuchs die Gesamtlänge des neuen X-Trail nur um unwichtige 8 Millimeter (gegenüber dem Vorgänger), den Radstand aber, ein Indiz für den Platz im Innenraum, streckte man um stolze 7.6 Zentimeter. Und wer in der Zukunft die Sitzplätze 6+7 im Nissan Crossover sucht, der findet diese im neuen X-Trail.

Nissan X-Trail Namen Detail Fahrbericht

Vom Offroader zum Crossover

Der X-Trail ist ein Weltauto. Er wird in 190 Ländern verkauft und in 9 Fertigungsstätten auf der ganzen Welt montiert.  Als ein solches Weltauto muss er die Designsprache von Nissan klar und deutlich zum Ausdruck bringen. Doch er tut nicht nur das, der X-Trail sieht auch dem Qashqai zumVerwechseln ähnlich. Beide tragen die markante Nissan-Chromspange im Kühlergrill und bei beiden spielen die Designer mit den zu Nissan gehörenden Grafik-Elementen wie zum Beispiel den „boomerangförmigen“ Leuchten und den markanten LED-Tagfahrlichten in der Form von scharfen Zacken.

Anstelle eines nüchternen Box-Designs mit deutlichen Ecken wie bei den Vorgänger-Generationen von 2001 und 2007 tritt der neue X-Trail nun mit einem modernen Schwung und deutlichen Rundungen in der Karosserie auf. Er wirkt seinem zuvor präsentierten kleinen Bruder Qashqai sehr ähnlich im Design – ganz ehrlich, es fällt einem wirklich nicht leicht, die beiden von vorne zu unterscheiden. Doch sieht man dem X-Trail an, dass er eine ganze Nummer größer ist. Sein Raumangebot braucht sich nicht zu verstecken.

Mit dieser Familienähnlichkeit wandelt sich der zuvor eher hemdsärmelige X-Trail zum schicken Crossover.

Wichtiger als die großzügig bemessenen Platzverhältnisse in Sitzreihe eins ist der ganz klar gewachsene Anspruch an die eigene Verarbeitungsqualität und die im Innenraum verwendeten Materialien. Und diesen Anspruch erfüllt de neue X-Trail : Mit weichen Kunststoffe, einer freundliche Atmosphäre und modernen Formen zeigt er sich im Cockpit von seiner charmanten Seite.

In Reihe zwei bleibt genug Platz für die Mitfahrer. Dank einer gegenüber der ersten Sitzreihe erhöhten Sitzposition lässt es sich prima nach draußen schauen. Die ordentlich großen Fensterflächen und das neue, weit nach hinten gezogene Glasdach (mit der Möglichkeit, den vorderen Teil zu öffnen), tun ihr übriges, damit man im X-Trail ein Gefühl von Raumfülle und Weite erhält.

Nissan X-Trail Fahrbericht 130 PS Diesel

 

Der Antrieb

Bei den Motoren ziert sich Nissan derzeit noch ein wenig. Zum Marktstart ist nur ein 1.6 Liter Diesel mit 130 PS und 320 Nm erhältlich. Dieser kann mit einem 4×4-Antrieb und manuellem Sechsgang-Getriebe gekoppelt werden oder mit einem stufenlosen Getriebe und Frontantrieb. Bei Nissan geht man davon aus, dass der X-Trail Käufer eher zum Allradantrieb greift als der Qashqai-Käufer. Wobei sich das “eher” auf einen Mix von 50% beziffern lässt. Es scheint, als wäre auch beim Vorgänger die Geländegängigkeit nicht die wichtigste Eigenschaft gewesen.

Für das kommende Jahr wird ein 163 PS Turbo-Benziner mit Direkteinspritzung angekündigt. Bis dahin muss man sich mit dem 130 PS Diesel zufrieden geben. Bei einer ersten Ausfahrt rund um die Portugiesische Metropole Lissabon zeigte sich der moderne Selbstzünder von seiner ruhigen Seite. Ruhig vor allem was seine Arbeitslaute betrifft. Der X-Trail wirkt souverän gedämmt und lässt vom Motor nur leises grummeln vernehmen.

Für Ruhe sorgt aber auch das in Serie verbaute “Nissan Chassis Control”. Mit gezielten Brems- und Motorsteuer-Eingriffen sorgt dieses System für Handlichkeit im Fahrbetrieb und unterdrückt Wankbewegungen. Entsprechend handlich fährt sich der X-Trail über kurvige Passagen.

Dank eines souveränen Drehmomentverlaufes des Motors und leichter Diät (-90 kg) für die Karosserie, lässt sich der X-Trail mit niedrigen Drehzahlen über die Strecke bewegen. Der moderne Dieselmotor und die Gewichtsreduktion kommen dem Verbrauch zu Gute. Mit guten 6 bis 7 Litern ließ sich der X-Trail auf dieser ersten Ausfahrt zufriedenstellen.  Nissan gibt im NEFZ derweil knappe 5 Liter an. Der Unterschied zwischen NEFZ und Testfahrt ist jedoch überschaubar und üblich.

Sein Leergewicht von 1.500 – 1.600 Kilogramm ist im Fahrbetrieb nicht zu merken. Handlich mag für einen großen Crossover ein kaum zu glaubendes Prädikat sein, doch mit dem Wechsel der Plattform, der Verwendung der Nissan Chassis Control und einer gelungenen Feder-Dämpferabstimmung wirkt der X-Trail tatsächlich “handlich”.

Nissan X-Trail Cockpit

 

Der Innenraum

Den Innenraum hat Nissan nicht nur durch ein neues Niveau an Kunststoffen aufgefrischt, auch das Multimedia-Paket wirkt bei der ersten Ausfahrt stimmig. Routenplanung vom Handy zum Navigations-System schicken, kein Thema. Die Google-Suche im Auto nutzen? Machbar, wenn ein Handy per Bluetooth gekoppelt wurde und die Internetverbindung herstellt.

Lässt man die versenkbare dritte Sitzreihe im Kofferraumboden versteckt, dann bietet der X-Trail fürstliche Laderaum-Verhältnisse. Von 550 Litern im Normalmodus bis hin zu 1.980 Litern bei umgeklappter Rücksitzbank. Das ist ein gutes Stück mehr als im alten X-Trail. Die Rücksitzbank (Reihe 2) lässt sich zudem um 25 Zentimeter in der Position verschieben. Das kommt entweder den Beinen der Mitfahrer oder dem Gepäck zu gute.

In die dritte Reihe einsteigen? Eher etwas für Kinder. Und dann irgendwie auch ein Abenteuer. Aber dafür ist der X-Trail ja gedacht, für das Abenteuer, oder?

 

Nissan X-Trail Testfahrt

 

Nissan X-Trail – Zusammenfassung der ersten Begegnung:

Der X-Trail wird insgesamt sehr stimmig, die Verarbeitung passt, das Geräuschniveau ist gut und auf der Straße wirkt er ungewöhnlich handlich. Mit dem Einzug des Nissan Safety Shield wurden zudem die Assistenzsysteme auf den aktuellen Stand der Technik gehoben.

Also alles bestens?
Nicht ganz. Offroad wirkt er weniger ambitioniert als früher. Wobei das täuschen kann. Der Allradantrieb des X-Trail wird in der gleichen Form auch im Qashqai verwendet und kann wie dort maximal 50% der Kraft an die Hinterachse schicken. Wie beim Qashqai auch, muss der X-Trail zudem ohne mechanische Sperren auskommen. 21 Zentimeter Bodenfreiheit sind nur „normal für diese Klasse“.  Echte Offroader bieten da mehr.

Daher bleibt nach der ersten Ausfahrt folgendes Fazit:

Mit der dritten Generation des X-Trail wurde aus dem markigen Cowboy, ein stilsicherer Crossover für die Stadt – wer den Geländewagen im Nissan-Programm sucht, der wird in der Zukunft zum Pathfinder greifen müssen – der neue X-Trail ist eher der große Bruder des Qashqai und als solcher doch mehr Crossover, denn Offroader.

[notification type=“notification_info“ ]Fakten zum neuen Nissan X-Trail[/notification]

Verkaufsstart:  Juli 2014
Basispreis:  26.550 – 34.650 €
Motorleistung:  Diesel 1.6 dCi 130 PS -320 Nm
Antrieb und Getriebe:  6-Gang manuell, Stufenlose Automatik, 4×4 u. 4×2
Länge, Breite, Höhe, Radstand:  4.633, 1.820, 1.695, 2.706
Normverbrauch: 4,9 – 5,3l / 100km
Höchstgeschwindigkeit:  180- 188 km/h
Beschleunigung von 0 – 100 km/h  10,5 – 11,4 Sekunden