„Benzin im Blut – nachgewiesen“

„In Kooperation mit Shell“

Vernetzung, Cloud und Gadgets mag ich ja in etwa so gerne wie das Auto fahren an sich. Was liegt näher, als beides miteinander zu verbinden? Als SHELL mich fragte, ob ich an der „Shell drives you“ Studie teilnehmen wolle, war daher auch schnell klar: Natürlich will ich.

Shell drives you – Deine Emotionen beim Autofahren?

Kennst du Autofahrer-Tourette? Wenn andere mal wieder saudämlich fahren und einen das aufregt? Eigentlich ist man selbst ein ruhiger Typ, aber wehe da vorne kapiert wieder einer nicht, wie eine Rettungsgasse oder das Reißverschlussverfahren funktioniert? Dann schnellt Dein Blutdruck hoch und du bekommst Autofahrer-Tourette? Ich gestehe – obwohl ich das Autofahren sehr gerne mag, manchmal habe ich auch Autofahrer-Tourette.

Wie also ergeht es einem beim Autofahren?

Um den Unterschied heraus zu finden und mehr über die eigene Gefühlslage beim Autofahren lernen, hat Shell die rund 300 Teilnehmer der Studie mit einem „Armband“ ausgestattet. Dieses „Bracelet 37°“ misst nicht nur den Puls und die Aktivität, sondern soll auch Aussagen über die Gefühlslage und die aktuelle Stimmungslage geben. Da war ich schon ein wenig skeptisch. Aber hey, you never know, was alles funktioniert.
Für 14 Tage ist nun also das Armband mein täglicher Begleiter. Und daran muss man sich erst einmal gewöhnen. Denn die Bedienungsleitung sagt eindeutig, das Band muss eng anliegen und angenehm ist das eben nicht. Während nun also links die Apple-Uhr umgebunden ist, sitzt am rechten Handgelenk auch noch das Wearable von Shell.

Fitnessarmband und APP arbeiten zusammen

Doch das Fitnessarmband ist nur ein Teil des Versuchsaufbaus. Um die Daten des Armbandes mit den Zeiten zu verknüpfen, in denen man im Auto sitzt, sagt man der 37°Bracelet App, dass man seine „Reise“ nun beginnt und auch SHELL besitzt eine APP, die allerdings mehr kann, als nur Fahrten zu tracken. Doch für diese Studie ist vor allem das „Tracken“ der Fahrten besonders wichtig. Die Shell App bietet neben smartpay, clubsmart und anderen Optionen, auch den Bereich „SHELL DRIVE“.
Auch diese App starten die Studien-Teilnehmer vor jeder Fahrt. Benutzen kann diese App jedoch jeder. Denn per GPS-Daten wird die Fahrt aufgezeichnet und ausgewertet. Ich habe, Stand heute, bereits 787 km Fahrtstrecke aufgezeichnet. Aus den GPS-Daten ermittelt die App unter anderem die Beschleunigungswerte und gibt Hinweise auf die Effizienz der Fahrt. Mir wirft die App derzeit noch zu kräftiges Beschleunigen und Bremsen vor. Nun denn – bin ich eben auch jemand, der primär mit Spaß beim Autofahren dabei ist.
In Verbindung mit den Daten vom Fitnessarmband lässt sich nun die biologische Seite des Autofahrens mit den gemessenen Werten des GPS in Verbindung setzen. Die Frage am Ende: Wie fühlst du dich beim Autofahren?
Wenn man nun die Daten aller Teilnehmer einfließen lässt, zudem die Wetterdaten hinzufügt und Experten aus verschiedenen Bereichen an die Auswertung der Daten setzt, erhält man recht valide Ergebnisse über den Zusammenhang von Schlaf, Ernährung, Stimmungen und dem „Spaß am Autofahren“ oder dem Frustpotential der täglichen Fahrt.

 

Daten, Daten, Daten

Viele Menschen fürchten sich davor, die eigenen Daten offenzulegen. Ich persönlich finde das Thema von „SHELL DRIVES YOU“ spannend genug, um 14-Tage lang sogar meine Biodaten zu offenbaren. Dass man zudem meine Fahrstrecken aufzeichnet, es stört mich überhaupt nicht. Im Gegenteil. Ich hoffe, meine Daten liefern mir hinterher ein paar erhellende Informationen über meine Laune beim Fahren – hoffe ich doch, nicht nur unter Autofahrer-Tourette zu leiden, sondern auch leidenschaftlich gerne Auto zu fahren – ob es mir wirklich gut tut 🙂 – sehen wir nach dem Test.

Godzilla und die Entscheidung in den Ardennen

Eigentlich ist es gar nicht die Eau Rouge die den Fahrer des 570 PS starken Godzilla auf die Prüfung stellt. Es sind Stavelot und Blanchimont die dein Gemächt prüfen. Voll auf dem Stempel aus Stavelot raus? Eine sich erst öffnende Rechtskurve, die sich dann in Richtung Blanchimont noch einmal zuzieht. Wie sagte Ron als mir bei geschmeidigen dreistelligen Tachozahlen der Platz ausging und sich Godzilla aufmachte mit dem Hintern über den Kunstrasen auszureiten? „Du warst nicht committed„.  Und wenn Ron das sagt, dann hat er recht. Die Kurve, der Nissan GT-R 2017, seine 570 PS und Vollast – ich hatte mein „Commitment“ für diese brutal schnelle Rechts nichts erteilt. Gezuckt am Gasfuß. Üblicherweise werden solche „Angstzucker“ am Gasfuß mit einem Dreher bestraft, ein Abflug ist auf der Ardennen-Achterbahn nicht so ein großes Problem wie am Nürburgring – aber ernsthaft, erstens schadet auch ein Einschlag in Belgien der Lackoberfläche und zweitens leidet auch das Ego, selbst wenn man sich nicht weh tut. Doch Godzilla möge böse drein schauen in seinem neuen Modelljahr 2017. Grob geschnitzt der Kühler und weiter ausgeformt seine Aerodynamik, aber er zickt nicht herum. Er hilft Dir beim „Commitment“ für die nächste Runde.

Nissan GT-R 2017 010 Spa-Francorchamps

Entscheidung in den Ardennen – Nissan GT-R 2016 in Spa-Francorchamp

Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1780636

Erster Gang, raus auf die Strecke, direkt in die La Source Kurve am Ende von Start/Ziel. Von hier an geht es Berg ab, in Richtung der Weltbekannten Eau Rouge, ein Kurvenscheitelpunkt in einer Senke. Der Tacho des GT-R stürmt hier herunter noch einmal beschwingter und zügiger als er es bereits im Alltag macht. Die Dunlop Sportreifen wurden eben noch einmal im Luftdruck angepasst, rund 2.5 rundherum. 160, 230, die Zahlen schwirren über das Cockpit-Display. Das der GT-R bei Tachostellung 9 Uhr bereits linke Spur-Tempo anliegen hat, man gewöhnt sich daran.

Der Druck des überarbeiteten Triebwerks ist verwirrend und beängstigend. Turboloch? Wer sich aufmerksam auf die Lauer legt, kann es finden – alle anderen lehnen die Köpfe an die Kopfstütze und genießen die G-Kräfte die aus dieser Leistung resultieren. Schnalzend überwindet der 3.8 Liter V6 seine Turbokraft und verwandelt sich oberhalb von 4.000 Umdrehungen in einen Kämpfer.

Nissan GT-R 2017 024 Spa-Francorchamps

Druck und Drehfreude

Um dem 2017er Modelljahr mehr Leistung angedeihen zu lassen, hat Nissan zu einem Trick gegriffen. Ein verschieben des Zündzeitpunktes der beiden vorderen Zylinder in Richtung spät optimiert den Temperaturhaushalt und erlaubt eine größere Füllung. Die unterschiedlich langen Saugrohr- und Abgaskrümmerlängen unterstützen den Effekt der Zündzeitpunktverschiebung – im Ergebnis lässt dieser Feinschliff am Motormanagement einen geringfügig höheren Druck zu, mehr Ladedruck, mehr Zylinderfüllung ist gleich mehr Leistung. Und Leistung dank Ladedruck war noch nie eine dumme Idee.

An der Hardware für den Motor hat man nicht verändert und auch das 6-Gang Doppelkupplungsgetriebe bleibt unverändert. Und dennoch – der GT-R ist in seinem Modelljahr 2017 ein ganzes Stück gereift.

Nissan GT-R 2017 012 Spa-Francorchamps

GT mit R

Er ist leiser. Ja. Er ist leiser. Das Getriebe spielt nicht mehr die Attention-Whore und verabschiedet sich von ihrer Rolle als Drama-Queen. Aber weder wurde das Getriebe neu gelagert, noch wurden Dämmstoffe um das Getriebe gepackt. Der Nissan-Techniker vor Ort ruft noch am Abend der Testfahrt seinen Kollegen in Japan an und gibt mir den Hörer. Software-Adaptionen sind verantwortlich für die völlig neuen Umgangsformen des Getriebes. Wo sich zuvor die Schalträder per Faustschlag verabredet haben, rückt die Schaltgabel jetzt langsamer und mit weniger Druck die Ritzel durch die Mechanik. Das Getriebe wurde auf „brav sein“ programmiert, ohne deswegen zum Softie zu mutieren. Ein Godzilla im Blümchenkleid.

Weitere Dämmstoffe? Nein. Die Windschutzscheibe bekam eine neuen Kunststoff zwischen die Glas-Layer und die A-Säule wurde in ihrem Anker versteift. Ebenso der Rahmen um die Windschutzscheibe. Rund 6 Kilogramm sind so im Bereich der A-Säulen an Versteifung hinzugekommen. Ebenso wurde der Bereich der C-Säule versteift. Fortschritt unter dem Blech, mit dem Ziel die Karosserie-Schwingungen auch bei derbster Behandlung zu minimieren.

Zudem pflasterte man den Innenraum mit neuem Leder, hochwertiger Kunststoff uns weniger Knöpfe – das alles zahlt auf die Wertigkeit des GT-R ein. Das Multimedia- und Entertainment-System ist bekannt aus den Infiniti und Nissan-Modellen der Neuzeit, die Spielekonsolen-Grafiken mit Ladedruck und Wohlfühl-Chronografen für die Drücke und Temperaturen des Fahrzeuges sind aber noch immer vorhanden. Wer sich mit Tempomat, ja, auch sowas hat ein GT-R, über Tempo beschränkte Belgische Autobahnen langweilt, der hat einen Blick dafür – wer jedoch Godzilla zur Ladedruck-Party einlädt und in Spa-Franchorchamps auf Linienfindung geht, der hat keinen Blick für die neue Wertigkeit des 2017er Nissan GT-R. Mehr GT, mehr Gran Turismo, denn Racer? 

(Für die neue Ruhe im Innenraum des GT-R ist im übrigen ein Active Noise Cancelling System verantwortlich..)

Nissan GT-R 2017 021 Spa-Francorchamps

Die richtige Linie für Eau Rouge

Einmal Hardcore, immer Hardcore.  Auch mit Gegenschallsystem, auf zivil getrimmter Getriebesteuerung und strukturellen Verbesserungen am Chassis, bleibt der GT-R, was er immer schon war: Ein „derbes Viech“. Die gewaltige Leistung gepaart mit dem Allradantrieb und dem zum Zwecke der Gewichtsverteilung an der Hinterachse verbauten Doppelkupplungsgetriebe ist kein Sport-Idol heilig. Keine 3 Sekunden auf 100. Je nach Fahrergewicht und Fahrbahnzustand. Das man das Beschleunigungsspiel bis Tempo 315 spielen kann, dürfte auch am Stammtisch für Freunde sorgen.

Die Wahrheit liegt jedoch nicht am Stammtisch. Die Wahrheit findet man in Spa-Franchorchamps. Die rund 7 Kilometer lange Rennstrecke in den belgischen Ardennen fühlt dir und deinem Fahrzeug auf den Zahn. Schwächen werden gnadenlos gefunden. Die Eau Rouge ist der Maßstab für die Größe deines Gemächts und das Können deines Werkzeuges.

„Du musst zur Anfahrt von Eau Rouge die alte Boxenmauer mit deinem rechten Spiegel streicheln“ – die Ansage von Ron ist klar, der Abstand zwischen dem mindestens 99.900 € teuren Nippon-Sportler und dem Boxen-Bollwerk bleibt dennoch zu groß. Hart in die Senke reinbremsen, rechts einen virtuellen Scheitelpunkt treffen, im dritten Gang in Richtung Himmel blicken. Der nächste Scheitelpunkt ist links. Hart staucht dich die Kompression zusammen. Will den GT-R auf Block seiner Bilstein-Dämpfer pressen, nichts da. Ron bestimmt den Einlenkpunkt per gebrüllten Befehl. Du siehst den Himmel über den Ardennen. Und du triffst eine klare Entscheidung: Am Gas bleiben, das aufwendige Allradsystem des Nissan GT-R auf Zug halten, auf der Kuppe findest du den nächsten Scheitelpunkt, Raidillon ruft, hier geht alles voll. Sanft den GT-R der Schwerkraft unterwerfen lassen, raus treiben auf die Kemmel-Straight, jeden Gang ausdrehen – gute 240 stehen am Ende der längsten Gerade an – beim 200 Meter Schild vom Gas, sagte Ron – bei 100 Metern die kinetische Energie des 1.75 Tonnen Sportlers mit der Hilfe der 6-Kolben Bremszangen und 390er Scheiben in Wärme verwandeln. Die Les Combes ist eine enge rechts/links, eine enge Linie am Ausgang gibt dir die Möglichkeit die 637 Nm des schnauffenden Monsters unter dieser mit NACA-Luftöffnungen verzierten Haube wieder stramm an die Zügel zu nehmen und mit Druck aus Malmedy heraus zu stoßen. Die Anfahrt auf die Rivage ist knifflig, eine enge, fast 180°-Links – der süße Nektar des Power-Oversteerings lockt dich am Kurvenausgang. Du musst ihm widerstehen. Godzilla fällt fast die Bergab-Anfahrt zu Pouhon hinunter, der Schub ist einfach immer da. Immer. Aber die weite Doppel-Links erfordert eine sauber und klare Linie. Du spürst die neu adaptierte Lenkung, leichter für den Alltag, leichter für das neue GT-Feeling – aber noch immer deutlich genug im Feedback um die Grenzen der 255er auf der Vorderachse zu erfühlen.

Nissan GT-R 2017 014 Spa-Francorchamps

Volles Commitment für Blanchimont

Wenn du dich langsam an die Grenzen herantastest, wenn Du einen Profi wie Ron Simons neben dir hast, dann kannst du auch Godzilla durch die Ardennen reiten. Die Entscheidung, ob du mit knapp 200 in Richtung Blanchimont hältst, oder nicht, die triffst du ganz bewusst. Die drei Taster für die Kraftverteilung, das ESP und die Dämpfer stehen auf rot, auf RACE.

Nissan GT-R 2017 – Aus Godzilla wird ein GT-Sportler und alle so: YEAH!

Das Modelljahr 2017 hat durch viel Feinschliff an Reife und Reisequalität gewonnen. Klingt komisch für einen Racer, ist aber so. Und es ist gut so. Denn der gestiegene Reisekomfort des GT-R rückt in noch einmal näher an die Alltags-Qualitäten eines Porsche Turbo S heran – ohne deswegen auf der Rennstrecke den Schwächling zu mimen. Und wer ein Track-Tool sucht, weil er mehr auf der Rennstrecke als auf der Autobahn unterwegs ist, für den hat Nissan noch die NISMO-Variante des GT-R im Angebot.

 

Alle Fotos: Stefan Bischoff / addictedtolight.com

Second and last day with the GT-R. #nissangtr #omgtr

Ein von mein-auto-blog (@meinautoblog) gepostetes Foto am

Das SUV mit 5.37 Liter Realverbrauch!

Für mein-auto-blog fahre ich seit über einem Jahr einen Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid im Dauertest und aufgrund der wöchentlichen Berichterstattung habe ich viele neue Kontakte zu PHEV-Fahrern geschlossen. Und ich bin dankbar, wenn ich die Erfahrungen der anderen Outlander PHEV-Fahrer zu hören bekomme! In dieser Woche werfe ich einen Blick auf die Erfahrungswerte von Manfred Frenger.

17 Monate - 58.299 km gefahren - 5.37 Liter Realverbrauch!

So spar…

Leser-Erfahrungen: Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid

[=" " ]mein-auto-blog testet den Mitsubishi Outlander Plug-In Hybrid im Alltag. Reichweite, Zuverlässigkeit der Technik und Nutzen - wir schauen ganz genau hin! 

Leser-Erfahrungen der Woche

Auch in dieser Woche haben wir Feedback von Ihnen bekommen. Darunter ist die sehr spannende Statistik von einem PHEV-Fahrer, der den Outlander PHEV als Pendlerfahrzeug und Firmenwagen nutzt.

Der Mitsubishi Outlander PHEV im Pendler-Alltag

Lese…

Mitsubishi Outlander PHEV – Dauertest-Notizen

26 Artikel zum neuen Outlander Plug-In Hybriden haben wir bereits geschrieben. Seit bald 6 Monaten bringt uns der Dauertester von Mitsubishi Motors leise und immer zuverlässig von A nach B. Oft führen wir an Tankstellen die gleichen Gespräche. Es fängt fast immer mit einem schüchternen "Tankt der auch Strom?" als Frage an. Um dann direkt die nächste Frage zu hören…

Fahrbericht: Nissan Qashqai 1.6dCI Xtronic

Erfolgreich ist er, der Nissan Qashqai. Das war bei seiner ersten Generation durchaus eine Überraschung. Aber Nissan hat damals alles richtig gemacht und früh die Nachfrage nach so genannten Crossover-Modellen bedienen können. Dem Qashqai in seiner zweiten Generation soll alles mit ein wenig mehr Lifestyle von der Hand gehen. Vorbei daher auch die Zeiten eines eher zurückhaltend gezeichneten SUV. De…

Fahrbericht: Škoda Octavia vRS Combi

Sportlicher Alltag für Papas

Škoda Octavia Combi RS im Fahrbericht

Das mit dem Erwachsen werden ist so eine Sache. Plötzlich fährt man ein langweiliges Auto. Am Ende gar ein sinnvolles Auto. Und sobald der Nachwuchs vor der Tür steht, kommt der Pampers-Bomber auf den Parkplatz. Für manch Autofreund dürfte diese Zukunft so düster sein, wie die Erinnerung an die Abi-Party. Vorbei die…

Fahrbericht: Forester XT (240PS)

Einen Boxermotor verwenden, weil das den Schwerpunkt senkt? Gleichzeitig die größte Bodenfreiheit (22 cm!) in der Klasse der Crossover und SUV-Kollegen? Klingt widersprüchlich, ist aber ein Sinnbild für die technische Leidenschaft eines Automobil-Herstellers, der scheinbar völlig ohne Marketing und Lifestyle-Department auskommt. Eine Wohltat für Autotechnik-Freunde.

Weil robuster einfach besser ist.

Im 240 PS starken Forester durch die Welt

Ja …

Fahrbericht: Mercedes-Benz S400 Hybrid

Elektrisch los surren. Das geht. Vorsichtig und mit gedämpftem Elan. Aber es geht. Weil eine S-Klasse aber an sich schon ein sehr leises Auto ist, ist der Verzicht auf den Einsatz des Benziners im S400 Hybrid irgendwie nicht ganz so faszinierend wie in anderen Hybrid-Automobilen. Das ist dann einfach die Last eines bereits mehr als komfortablen Autos. Da wird e…

Fahrbericht: Der Infiniti Q50 mit dem Schwäbischen Herzen.

Als Infiniti im Herbst 2013 den Q50 der internationalen Presse vorstellte, durfte ich bereits zugegen sein. Die Testfahrten fanden damals im spanischen Hinterland statt und der Q50 mit seiner völlig neuen Lenkung (s.u.), dem Diesel-Herzen aus Stuttgart, seinem gelungenen Design und einem aktuellen Multimedia-System, hatte mich überzeugt. Bereits damals habe ich dem Q50 das Potential zur Revolution in der Dienstwagenklasse unterstellt.  Kla…

Erste Ausfahrt im neuen Mitsubishi Outlander PHEV

PHEV?Ein kryptische Abkürzung die für "Plug-In-Hybrid-Electric-Vehicle" steht - und weil man bei Mitsubishi nun Schluss macht mit den Abkürzungen, vermeidet man bei der Präsentation des Plugin-Hybrid Outlander diese Bezeichnung und betont statt dessen lieber die neuen Fähigkeiten und den voll ausgeschriebenen Namen. Eine gute Idee.

Erste Ausfahrt Mitsubishi Outlander Plugin-Hybrid

Der Plugin-Hybrid-Ü-Ei-SUV

Umgewöhnen bei den Fragen der Mobilität? Werden wi…

Fahrbericht: SEAT Mii Erdgas

Jammern. Lautes wehleidiges Jammern. Fangen wir den Fahrbericht mit "Jammern" an. Auto fahren ist so teuer geworden -und stop - denn jetzt kommt der ultimative Fahrbericht für Menschen, die sparen wollen! Der Basispreis des Seat ist bereits der niedrigste im Umfeld der Drillinge aus dem VW-Konzern (VW up, Skoda Citigo, Seat Mii). Wer aber dann noch die täglichen Kraftstoffkosten auf ein längst vergessenes Niveau fallen lassen will…

Mitsubishi gibt den Preis für den Outlander Plug-In Hybrid bekannt.

Ab Mai steht der innovative Outlander Plugin-Hybrid bei den deutschen Mitsubishi-Händlern. Jetzt hat der Importeur die Preise für das Fahrzeug bekannt gegeben.

Mitsubishi Outlander PHEV startet bei 39.900,-- €

Die Grundversion startet unter 40.000 € und damit ist der Outlander Plugin-Hybrid nicht nur der erste SUV der als Hybrid mit Plugin-Technik auf den deutschen Markt kommt, sondern auch besonders günstig…

Fahrbericht: SEAT Leon FR 180 PS DSG

Eco, Comfort oder Sport? Der Taster für das "SEAT Drive Profile" lächelt einen an. Kurz getippt, öffnet sich im Multimedia- Display die Menueauswahl, um die Kennlinien von Motor, Getriebe und Lenkung anzupassen. Was für eine Frage, natürlich wählt man Sport. Immerhin sitzt man hier im spanischen GTI. So fast. 

SEAT LEON FR 180 PS im Fahrbericht

Der spanische Vortänzer

Könnt…

Fahrbericht: Mazda CX-5 Skyactiv-Diesel

"Der Weg ist das Ziel" - so sprach Konfuzius. Und bei Mazda hat man sich vor einigen Jahren auf den Weg gemacht und war dann 2012 in der Lage, einen eigenständigen Kompakt-SUV zu präsentieren. Seitdem gehört der CX-5 zu den erfolgreichsten Kompakt-SUV auf unserem Markt. Dafür gibt es gute Gründe. Um diese zu finden, habe ich mich auf den We…

Fahrbericht: Škoda Octavia Combi 4×4

Den Eiskratzer in den Tankdeckel zu packen ist nur eine simple Idee. Aber im Falle des Octavia zeigt diese Idee, was hinter den Worten zu "simply clever" wirklich steckt. Es sind diese einfachen Ideen, die man sinnvoll umsetzen muss und wenn das ganze dann auch noch auf eine solide Basis trifft, dann bekommt man einen Familien-Kombi der besser ist, al…

Fahrbericht: Renault Espace dCi 175 Initiale

Als der allererste Renault Espace auf den Markt kam, war er eine Innovation. Ein Stück Automobilgeschichte, wie man diese nur in Frankreich schreiben konnte. Lange bevor die Volumen-Hersteller auf dem deutschen Markt an „Vans“ dachten, gab es den Espace von Renault. Das ist nun dreißig Jahre her. Auf die erste Generation folgte die Zweite, die Dritte und mit Ausnahme des Wechsels in der Konstruktionsweise hat sich nicht viel geändert. Einen Espace erkennt man sofort.

Die vierte Generation des Espace ist bereits seit 2002 auf dem Markt und trotz der vier Modellpflege-Maßnahmen, die letzte mit optischen Retuschen im Juni 2012 (Phase IV), ist dies ein besonders langer Modellzyklus.  Mit dem Wechsel 2002 stellte Renault die Produktion des Espace vom Stahlchassis mit Kunststoffaufbau auf eine klassische, selbsttragende Stahlblechkarosserie um. Lohn der Arbeit waren fünf von fünf Sternen im Euro-NCAP Crashtest. Dahingegen hatten die ersten Modelle eine Karosserie aus mehrschichtigen Polyester anstelle von Blech. Das half damals, das Gewicht des 5+2 Sitzers niedrig zu halten. So wog die erste Generation des Espace nur runde 1.200 Kilogramm. Das Gewicht der aktuellen Baureihe startet derzeit bei etwa 1.850 Kilogramm.

Renault Grand Espace dci 175 Fahrbericht silbern

1.170 verkaufte Espace 2013

Wenn von einem Klassiker der Automobilgeschichte unter dem Label eines Volumen-Herstellers monatlich nicht einmal mehr 100 Fahrzeuge verkauft werden, dann muss etwas falsch laufen. Der Espace fand in Deutschland im Jahr 2013 nur noch 1.170 Käufer. Ein Ford S-Max zum Beispiel glänzte mit 8.900 verkauften Fahrzeugen. Dabei ist doch der Renault das Original. Was also läuft falsch?

Zeit für einen Fahrzeug-Check

Der Renault Espace im Fahrbericht

Der Grand Espace  schindet alleine durch seine schiere Größe Eindruck. Er  steht mit einer beeindruckenden Präsenz auf der Straße. Renault hat den Grand Espace dCi 175 mit Automatik in der besten Ausstattungsversion Initiale zum Test geschickt. Das „Glanz- und Gloria-Vorzeigemodell“ der Espace-Baureihe und meine Vorfreude sind entsprechend groß. Es ist zugleich der erste Kontakt mit einem Renault-Testwagen.  Doch bereits bei der Übernahme hadere ich mit dem Weltbild der Franzosen.

Der erste Kontakt

Der Grand Espace ist mit 4.85 Metern nicht länger als eine aktuelle E-Klasse von Mercedes, doch der Van-Aufbau mit knapp 1 Meter 90 Breite und fast 1 Meter 80 Höhe verfehlt seine Wirkung nicht. Was der Espace an Innenraum bereithält, vermag zu beeindrucken. Doch wo sind die Instrumente? Wo das Radio?

Renault Espace cockpit

Der erste Kontakt mit dem Espace sorgt für Aha-Erlebnisse. Vermutlich muss man als französischer Automobil-Hersteller die Konventionen einfach brechen. Der Tacho thront – im Mäusekino platziert – in der Mitte des Armaturenträgers, fernab des üblichen Ortes. Daneben ein buntes Navigationssystem, dem man anmerkt, wie spät es erst Einzug in den Espace hielt. Bereits der erste Kontakt verwirrt. Der Tacho mit seinen LCD-Elementen aus den 80-Jahren und daneben das nachträglich montierte Navigationssystem. Das passt nicht zusammen und vertieft die ersten Verwirrungen. Das Cockpit an sich geizt mit Informationen, zumindest mit denen, die es auf den ersten Blick verrät. Die Sechs-Segment-Anzeige für die Geschwindigkeit, ein kleiner grafischer Balken für die Drehzahl und ein Feld für den Bordcomputer. Daneben noch zwei kleine Säulen für die Wassertemperatur und den Tankinhalt. Es muss einfach anders als bei anderen Autos sein – war vermutlich die Ansage, als man mit der Entwicklung des Espace begann. Das bekam auch das Cockpit zu spüren.

Cockpit des Renault Espace

Renault nutzt das ungewöhnliche Cockpit-Arrangement für praktische Ablagen. Zumindest zum Teil. Die beiden Ablagefächer direkt vor den Anzeigen sind theoretisch echt praktisch für Smartphones oder Zigaretten-Packungen. Aber im Alltag nutzt man diese vermutlich nur für Kleinkram, den man vergessen will. Die üblichen Plastik-Chips für Einkaufswagen, alte Bonbons vom letzten Karneval und Präservative mit abgelaufenem Haltbarkeitsdatum. Denn die beiden Fächer liegen jenseits der Greifweite eines normalen Menschen. Mal eben das Handy dort heraus holen, nicht einmal für den Beifahrer lustig.

Bleiben die praktischen Staufäucher unterhalb des Armaturenbretts. Davon liegt eines vor dem Knie des Beifahrers und eine doppelte Version dort, wo andere Autos mit der Mittelkonsole beginnen. Zusätzlich bleibt hinter der mit Klavierlack beschichteten Blende vor dem Automatikwählhebel noch ein Fach übrig. Praktisch. Doch wo sind die Cupholder? Der Espace ist das ideale Reiseauto für die Familie, da werden doch Cupholder vorhanden sind? Nein? Merkwürdig. Aber der Franzose an sich, der trinkt vermutlich nicht im Auto. Rauchen wird er auch nicht, denn er kommt ja nicht an seine Zigaretten.

Renault Grand Espace mit offener Heckklappe

Wie steht es um das Fahren?

Der Zweiliter große Vierzylinder-Turbodiesel protzt mit 173 PS und 360 Newtonmeter. Seine Kraft gibt er an das optionale Sechsgang-Automatikgetriebe ab und von dort wandert es an die Vorderachse. Ein wenig ungewohnt ist die Handhabung der elektrischen Parkbremse. Am Hebel ziehen und zugleich den kleinen Knopf drücken, dann löst sich die elektrische Feststellbremse. Sie tut das auch automatisch beim Losfahren, aber nie ohne unangenehmen Ruck. Der Rest ist schnell erzählt. Der Dieselmotor bleibt so lange ein Gentlemen, so lange man ihn nicht über Gebühr fordert. Mit leichtem Gasfuß gefahren, arbeiten Motor und Automatikgetriebe gefühlvoll zusammen. Relativ früh drückt der Dieselmotor den großen Van im sechsten Gang über die Straße. Entspanntes Gleiten – Reisen ohne Hektik. Das empfiehlt auch die Lenkung. In der Mittellage reagiert diese noch ein wenig unmotiviert, um dem Wunsch nach einem Richtungswechsel dafür später umso spitzer nachzukommen. Harmonisch? Nein.

Test-Verbrauch:

Öko-Testrunde:

6,7

l/100 km

Alltags-Testrunde:

7,6

l/100 km

Maximal-Testrunde:

12,7

l/100 km

Während man über die Autobahn gleitet – Tempo 130 stellt sich als perfekt heraus, der Diesel brummt dann kaum hörbar vor sich hin, während der Kraftstoffkonsum im Rahmen bleibt (7.4 Liter / 100 km) – während man also so über die Autobahn gleitet, den französischen Fahrkomfort sucht, wandern die Augen durch das Interieur. Doppelte Nähte am Armaturenträger. Klavierlack. Sitze mit Armlehnen. Und dieser viele Platz. Stopp – Stoffnähte am Armaturenträger? Der fühlt sich doch an, als wäre er aus Kunststoff. Die Optik verspricht jedoch, hier wurde ein feines Ambiente aus Tierhäuten vernäht. Der Schwindel fliegt auf, sobald man beim nächsten Tankstopp die Türen öffnet und sich dort das Ende des Armaturenträgers anschaut. Plastik. Kunststoff. Durch und durch. Da wurde nichts vernäht. Die elegante Ledernaht wurde schlicht in das Plastik getrieben. Unfassbar.

SAMSUNG CSC

Das Vögelchen an Bord

Als Autoblogger habe ich mich daran gewöhnt, bei den Testwagen tiefer unter das Blech zu schauen. Da soll es Automobil-Hersteller geben, deren Testwagen haben mit den Serienmodellen nur noch den Namen gemeinsam. Da werden Türen gedämmt, Sportreifen für mehr Grip aufgezogen, Motoren haben plötzlich deutlich mehr Kraft. Was ich allerdings nicht gewohnt bin, ist Nachlässigkeit.

Bereits bei der Übernahme des Grand Espace wunderte ich mich über die Spaltmaße der Heckklappe. Während die rechte Seite plan mit dem Stoßfänger abschloss, stand die linke Seite einen guten Zentimeter über. Eher ungewöhnlich für einen Presse-Testwagen.  Doch auch der Innenraum des Grand Espace war aufregend.

Im Prinzip gab es keine Fahrt, ohne hierbei neue Geräusche zu entdecken. Mal quietschte es aus dem Bereich der B-Säule, mal rappelten die beiden Abdeckungen im Armaturenbrett um die Wette. Dann wieder ein leises Zwitschern während dem Leerlauf an der Ampel. Im Prinzip war es nie wirklich still im Grand Espace.

Renault Espace Grand 175 dci Automatik 09 Fahrbericht

47.840 € – Raumfähre mit Extra

Ich kann mit meiner Meinung nicht hinter dem Berg halten. Der Grand Espace hat mich massiv enttäuscht.

Nun bietet gerade der Grand Espace für 47.840 € extrem viel Auto für sein Geld. Einen geräumigeren Fünfsitzer wird man kaum finden. Die Sitzplätze 6 und 7 kosten einen Aufpreis, alternativ lässt sich der Grand Espace auch als Sechssitzer ordern. Dazu kommt eine umfangreiche Ausstattung, die Xenonlicht ebenso einschließt  wie Keyless-Go und das Navigationssystem.  Gerade als Initiale ist der Grand Espace ein „All-inklusive“ Angebot. Und der 173 PS starke Dieselmotor zieht den nicht gerade leichten Van ordentlich nach vorne. Für die Automatik-Variante wird zudem eine Höchstgeschwindigkeit von 198 km/h angegeben.

Fazit:

Die Qualität stimmt nicht!

Der Espace könnte ein wundervoller Van sein und ich bin mir sicher – die Wiederverkaufspreise und der Absatz an sich wären besser, wäre der Espace nur nicht so lieblos zusammengesteckt. Es fehlt an der wirklichen Detailliebe. Es fehlt an der echten Modellpflege. Alleine dieses Cockpit aus den 80-Jahren.  Der Tempomat wird auf Höhe des Fahrerknies eingeschaltet, die Steuerung der Klimaanlage wurde in die Türverkleidungen gepackt. Der Preis des „anders sein“ ist einfach zu hoch. Dabei sind die Talente des Grand Espace doch sichtbar.

Der Espace soll in nicht allzu ferner Zukunft einen Nachfolger bekommen, der dann auf der CMF-Plattform von Renault-Nissan steht, so meine aktuellen Informationen.  Diesem neuen Espace bleibt zu wünschen, dass man sich bei Renault besinnt. Qualität vor Andersartigkeit. Dem Renault-Motto: „Ist Raum nicht der wahre Luxus“ bleibt mir nur anzumerken: Qualität und Komfort sind elementare Bestandteile, ohne die selbst der größte Raum kein Luxus ist.

 

Zusammenfassung:

Positiv:

Der Grand Espace ist die „Raum-Reise-Limousine“ , die dieses Segment erfunden hat. Das Platzangebot des Grand in der Version als Fünfsitzer ist nur mit „fürstlich“ annähernd korrekt beschrieben.

Negativ:

Der Testwagen vermittelt den Eindruck einer schlechten Verarbeitung. Störgeräusche, Zwitschern, Klappern und ähnliches sind prinzipiell immer präsent. Die Passung der Heckklappe war fehlerhaft. Die Scheinwerfer waren an zwei Tagen von innen angelaufen.

Disclosure:

Getestet wurde der Renault Grand Espace dCi 175 mit Automatik über eine Distanz von knapp 1.200 Kilometern. Der Testwagen wurde von Renault Deutschland zur Verfügung gestellt. Die Kosten trägt Renault Deutschland.

Technischen Daten:

Motor: Vierzylinder-Turbodiesel mit Ladeluftkühlung, DOHC Vierventilkopf aus Leichtmetall, Block aus Guss.1.995 ccm – Bohrung 84 mm – Hub 90 mm – 16.0 : 1
Leistung:  173 PS bei  3.750 U/min Drehmoment:  360 Nm bei  1.750 U/min
Höchstgeschwindigkeit:  198 km/h 0-100 Beschleunigung:  11,1 Sek.
Länge x Breite x Höhe x Radstand  4.856 x 1.894 x 1.746 x 2.868 mm
Leergewicht:  2.030 kg  
Tankvolumen:  83 l Abgasnorm:  Euro 5
Effizienzklasse:  B Co²Emission:  169 g/km
 
Normverbrauch Innerorts:  8,2 l / 100 km Außerorts:  5,4 l/ 100 km
Kombiniert:  6,4 l / 100 km MAB-Testwert:  7,6 l / 100 km
Kaufpreis-Basisfahrzeug  34.590 € Testwagen-Kaufpreis:  47.840 €

Zum Download, der Bewertungsbogen: Testfahrzeug-Bewertung Renault Espace

Mitsubishi Outlander Plug-in Hybrid – PHEV

Hat Mitsubishi jetzt den innovativsten Plug-in-Hybriden? In Form eines praktischen SUV?

Die Antwort muss wohl "ja" lauten, denn was Mitsubishi mit dem Outlander PHEV vorstellt, das übertrifft alle anderen bisher bekannten Lösungen um Längen. Der neue Outlander PHEV ist nicht einfach nur ein SUV der mit einem Hybridantrieb ausgerüstet wurde. Er ist auch kein Hybrid-SUV der nachträglich mit der Plugin-Techni…

Fiat Panda 4×4 – 1.3JTD – Bewertung

Diese drei Fragen müssen noch geklärt werden:

Was sagt der Förster?

Damit kommt man auch zu den entlegenen Hochsitzen. Ein praktischer Kleinwagen, der mehr kann, als man ihm im ersten Moment ansieht. 

Wie schlägt er sich im Wald?

Das geringe Leergewicht und die Möglichkeit den Allradantrieb zu einem permanenten Allradantrieb umzuschalten, lassen den Panda 4×4 munter durch Wald, Wiese und Feld kraxeln. Locker den Berg hinauf. 

Was hat mich besonders überrascht?

Die Verarbeitung im Innenraum. Der Panda wirkt solide wie eine deutsches Fachwerkhaus. Nichts klappert. Nichts scheppert. 

Fiat Panda 4x4 15 Fahrbericht Test Testbericht

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Kaufberatung Citroën C4 Picasso

Kombi Kaufberatung Citroën C4 Picasso

Ein Citroën ist immer ein wenig anders als der Mainstream. Wer den französischen Way of Drive wählt, der zieht den Burgunder dem Pils vor, trägt Baskenmütze anstelle von Basecap und freut sich unbeschwert über das anhaltend Bild vom revolutionären und intellektuellen Franzosen. Mag das auch ein wenig arg verklärt sein.

Doch französische Automobile trugen immer auch ein wenig von diesem „comme ci, comme ça“ in sich. Und ein Neuwagen ist nach zwei Tagen in Paris immer auch ein von Parkplatznot gezeichneter Veteran.  Für den Deutschen ist das schwer zu verstehen. Hier wird das Auto gehegt, es wird mindestens einmal die Woche gewaschen und Parkplatz-Kratzer sind ein Fall für den Anwalt.

Mit dem neuen C4 Picasso, dem ersten Citroën auf der neuen EMP2 Plattform des PSA-Konzerns, präsentierten die Franzosen nun jedoch einen Familien-Van, der ganz neue Talente mitbringt. Er bleibt im Innenraum anders, besticht aber durch excellente Materialwahl und teutonische Verarbeitungsqualität. Eine echte Alternative für Familien?

C4 Picasso – Französisch für Familien-Vans. Eine Kaufberatung für den cleveren neuen Franzosen.

Der C4 Picasso ist die "kurze" Variante des neuen Familien-Vans. Es gibt ihn auch als "Grand Picasso".
Der C4 Picasso ist die „kurze“ Variante des neuen Familien-Vans. Es gibt ihn auch als „Grand Picasso“.
Abmessungen
Länge, Breite, Höhe  4.428 x 1.826 x 1.625 mm
Radstand:  2.785 mm
Sitzplätze:  5
Kofferraumvolumen:  537 Liter

 

Motor

 Die Motorenauswahl

Citroën bietet 5 interessante Motoren für den neuen C4 Picasso an. Darunter befinden sich 2 Benzinmotoren und drei Diesel. Bei den Benzinern ist ein Motor noch ein klassischer Benziner (VTi 120) der andere ein moderner Turbo-Direkteinspritzer (THP155).  Die Diesel-Versionen gehen von 68 kW bis 110 kW. Während alle Diesel (Ausnahme der 92 PS Basis-Diesel) über eine Start & Stopp Automatik verfügen, müssen die Benzinmotoren noch ohne dieses Plus an Öko-Effizienz auskommen.

Die wichtige Euro6-Norm erfüllen bislang nur die C4 Picasso mit dem BlueHDI 150 Triebwerk. Der Top-Motor der Baureihe leistet 150 PS und 370 Nm Kraft. Besonders attraktiv und durchaus mit genug Kraft gesegnet, ist jedoch bereits der e-HDi 115.

Benziner VTi 120
Hubraum:  1.598 ccm
Leistung:  120 PS bei 6.000 U/min
Drehmoment:  160 Nm bei 4.250 U/min
In Verbindung mit:  5-Gang Getriebe manuell
Benziner THP 155
Hubraum:  1.598 ccm
Leistung:  156 PS bei 6.000 U/min
Drehmoment:  240 Nm bei 1.400 U/min
In Verbindung mit: 6-Gang Getriebe manuell

Der Basis-Benziner ist in drei Ausstattungsversionen erhältlich und nur mit einem manuellen 5-Gang Getriebe erhältlich.  Der größere der beiden Benziner ist auch in drei Ausstattungsversionen erhältlich, allerdings verschiebt sich das Ausstattungslevel und während man den Basis-Benziner nicht als „Exclusive“ (Top-Version) erhält, bekommt man den stärkeren Benziner nicht in der Basis-Version „Attraction“.

Gleiches Prinzip gilt auch bei den Diesel-Versionen.  Der HDi 90 ist nicht als Exclusive erhältlich und der BlueHDi 150 nicht als Attraction.

Diesel HDi 90
Hubraum:  1.560 ccm
Leistung:  92 PS bei 4.00 U/min
Drehmoment:  230 Nm bei 1.750 U/min
In Verbindung mit:  5-Gang Getriebe manuell
Diesel e-HDI 115
Hubraum:  1.560 ccm
Leistung:  116 PS bei 3.600 U/min
Drehmoment:  270 Nm bei 1.750 U/min
In Verbindung mit: 6-Gang Getriebe manuell
Diesel BlueHDI 150
Hubraum:  1.997 ccm
Leistung:  150 PS bei 4.000 U/min
Drehmoment:  370 Nm bei 2.000 U/min
In Verbindung mit:  6-Gang Getriebe manuell
Citroën bietet drei Getriebe-Varianten an. Ein manuelles Getriebe mit 6 oder 6-Gängen. Ein automatisiertes 6-Gang Getriebe und eine klassische Automatik mit 6-Gängen. Dieses Wandler-Automatikgetriebe gibt es jedoch nur für den BlueHDi 150. Die Benziner gibt es nur mit manuellen Getrieben.
Citroën bietet zwei Getriebe-Varianten an. Ein manuelles Getriebe mit 5 oder 6-Gängen. Oder ein automatisiertes 6-Gang Getriebe. Die Benziner gibt es nur mit manuellen Getrieben.

 Verbrauchswerte Verbrauch

Die Verbrauchswerte nach NEFZ-Norm sind nützlich für den sterilen Vergleich von Auto A mit Auto B. Über die echten Verbrauchswerte sagt dies jedoch gar nichts aus. Um ein wenig Licht in das dunkle Kapitel „Real-Verbrauch“ zu bekommen, fahre ich meine eigenen Verbrauchstests.  Für meine eigenen Verbrauchs-Testfahrten stand mit der C4 Picasso mit 116 PS Diesel in der Exclusive-Version zur Verfügung. Der C4 hat wieder einmal gezeigt, effiziente Diesel, das können die Franzosen!  Beachtlich gut!  

Die heraus gefahrenen Werte sind extrem gut, auch wenn der sterile EU-Norm-Wert verfehlt wird.

Alltagsfahrer, ohne Sparfuß

5.5

Öko-Experte mit einem grünen Zeh

4.6

Außendienstler mit Vollgas-Lust

6.8

Alle Angaben in Liter auf 100 Kilometer

Getriebe

 Getriebe und Antrieb

Schalten oder schalten lassen? Eine fast philosophische Frage für Autofahrer. Ich persönlich bevorzuge im Alltag die Variante des „schalten lassen“ und nur bei sportlichen Autos will ich selbst eingreifen. Natürlich ist ein Automatik-Getriebe immer auch Gewicht und schlägt ebenso auf den Verbrauch. Die Franzosen machen es in meinen Augen extrem einfach, die Entscheidung pro oder contra Automatik zu fällen.

Bei den Benzinern fehlt die Wahlmöglichkeiten von vorneherein, hier sind nur manuelle Getriebe möglich. Bei den Dieseln wäre es möglich, den e-HDI 90 und e-HDI 115 mit einem automatisierten 6-Ganggetriebe zu bekommen. Ich persönlich bin von automatisierten Schaltgetrieben nicht überzeugt. Die Schaltpausen zu lange, der Komfortgewinn ist marginal.

Dann lieber auf das manuelle Getriebe vertraut, früh geschaltet und das vorhandene Drehmoment für eine niedertourige genutzt. Oder über den Grand C4 Picasso nachgedacht – hier bietet Citroën ein Wandler-Automatikgetriebe an.

Meine Wahl lautet daher: Der französische Fahrstil fordert einen Diesel, die Lust auf lange Touren und der große Innenraum verlangen ein wenig Kraft – die ideale Kombination ist der e-HDI 115.

Der C4 Picasso provoziert die lange Tour. Seine Fahrwerksabstimmung ist gelungen und der Innenraum bietet viel Platz. Zeit für einen Tag am Meer, oder zwei.
Der C4 Picasso provoziert die lange Tour. Seine Fahrwerksabstimmung ist gelungen und der Innenraum bietet viel Platz. Zeit für einen Tag am Meer, oder zwei.

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Kaufberatung Citroën C4 Picasso – Die Empfehlung

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sicherheit Sicherheit

Keine halben Sachen beim Thema Sicherheit. Der C4 Picasso wurde im Euro NCAP Crashtest mit fünf von fünf Sternen ausgezeichnet.

Neben den 6 Airbags bietet der C4 Picasso auch aktive Gurte, einen Bremsassistenten, ESP und einen Warner für den „Toten-Winkel“.  Traktionskontrolle und ein Fernlicht-Assistent komplettieren die Armada der Hilfsmittel.  Der Beifahrer-Airbag ist für die Montage von Rebound-Kindersitzen deaktivierbar und auf der Rücksitzbank finden gleich 3 Kindersitze per Isofix-Halterung Platz.

Die Kopfstützen gehören zur Sorte "französische Sonderlösung". Ausgeformt und an nah an den Hinterkopf zu platzieren.
Die Kopfstützen gehören zur Sorte „französische Sonderlösung“. Ausgeformt und an nah an den Hinterkopf zu platzieren.

 

sonderausstattung Ausstattungsdetails

Attraction, Seduction, Intensive oder Exclusive – der Franzose schätzt die Auswahl. Bereits von Anfang an mit dabei, das LED-Tagfahrlicht, der Tempomat mit Geschwindigkeitslimiter und auch die große Weitwinkel-Panorama-Windschutzscheibe.  Bei der Seduction-Ausstattung kommen Armlehne, eine Voll-Automatische Klimaanlage, der Licht- und Regensensor und auch der vollständig umklappbare Beifahrersitz dazu. Zudem befinden sich an den Rücklehnen der Vordersitze kleine Klapptische für die zweite Reihe.

Bei der Intensive-Version wird es schon zusehends luxuriös im Innenraum des C4 Picasso. Der große 12 Zoll HD-Monitor zieht in die Mittelkonsole ein, die Stoffpolster in Schwarz und Schiefergrau sind inklusive, der Zündschlüssel wird durch ein Keyless-Go System abgelöst und das Kinderpaket mit dem zweiten Innenspiegel, Sonnenrollos an den Seitenscheiben und einer verschiebbaren Rücksitzbank sind inklusive.

Vollends im Genuss des französischen Luxus schwelgen, darf – wer die Exclusive-Version ordert. Die 3D-Rückleuchten am Heck lassen den C4 Picasso edel wirken, die Seitenscheiben sind stärker getönt, in den Radhäusern drehen sich 17 Zoll Leichtmetallräder und der Tempomat bekommt eine aktive Regelungsfunktion. Zudem wird die Heckklappe elektrisch, der Innenraum bekommt einen Parfum-Spender und auch das „Voll-Automatische parken“ wird ermöglicht.  Zudem gibt es das Lounge-Paket mit Massage-funktion für den Fahrer, Relax-Beifahrersitz mit ausklappbarer Unterschenkelauflage und den aufwendigen First-Class Kopfstützen auf allen Sitzplätzen.

So wird der C4 Picasso zur fahrenden Business-Class Lounge!

Kleine Tische an den Rückenlehnen. Per LED-Spot beleuchtet.
Kleine Tische an den Rückenlehnen. Per LED-Spot beleuchtet.
Bequeme Sitze in der ersten Reihe, mit den First Class-Kopfstützen und Armlehnen.
Bequeme Sitze in der ersten Reihe, mit den First Class-Kopfstützen und Armlehnen.
Das große 12 Zoll Multimedia- und Navigationssystem verfügt über eine 16 GB große Festplatte für eigene Musik. Zudem lassen sich über Citroën Connect weitere Apps installieren.
Das große 12 Zoll Multimedia- und Navigationssystem verfügt über eine 16 GB große Festplatte für eigene Musik. Zudem lassen sich über Citroën Connect weitere Apps installieren.

Licht

 Licht & Sicht

Es ist diese riesige Windschutzscheibe des C4 Picasso die einem das Gefühl gibt, unter dem freien Himmel zu sitzen. Kommt dann noch das große Panorama-Glasdach dazu, kann man den Innenraum vom Licht durchfluten lassen. Es entsteht eine wundervoll offene Atmosphäre. Zusätzlich sorgt das Cab-Forward-Design des C4 in Verbindung mit der großen Panorama-Windschutzscheibe für eine sehr gute Übersichtlichkeit. Nach hinten kann man sich mit einer Rückfahrkamera helfen lassen. (Intensive und Exclusive)

Die mitlenkenden Xenon-Scheinwerfer (Abblendlicht und Fernlicht) kostet 990,– € Aufpreis und lassen sich in den Ausstattungsvarianten Attraction und Seduction nicht hinzubestellen. Somit scheiden diese beiden Ausstattungslinien grundsätzlich aus.

Bei jeder Nachtfahrt und noch mehr bei jeder Nachfahrt im Regen, ist Xenonlicht eine große Hilfe und zudem steigert eine aktuelle Lichttechnik die Attraktivität des Fahrzeuges beim späteren Wiederverkauf.

Citroën verbaut eine Xenon-Scheinwerferanlage die mit weniger als 2.000 Lumen Lichtleistung auskommt. So konnte auf die bisher obligatorische Scheinwerfer-Wisch/Waschanlage verzichtet werden.
Citroën verbaut eine Xenon-Scheinwerferanlage die mit weniger als 2.000 Lumen Lichtleistung auskommt. So konnte auf die bisher obligatorische Scheinwerfer-Wisch/Waschanlage verzichtet werden.

 

Fahrleistungen

 Fahrleistungen

Der C4 Picasso besinnt sich auf die Idee des Reisen, nichts des rasen. Auch wenn er jegliche französische Indirektheit, die sagte man den Autos aus Frankreich ja durchaus nach, vermissen lässt. So spricht sein Fahrwerk eher den komfortablen, denn den sportlichen Fahrer an. Und das ist auch gut so. Pseudosportliche Autos gibt es bereits genug.

Die Fahrleistungen der drei wichtigsten Motoren im Überblick:

V/max

209

in km / h – THP 155

V/max

189

in km/h – e-HDI 115

V/max

210

in km/h – BlueHDI 150

 

Die 3D-Rückleuchten-Optik des C4 Picasso.
Die 3D-Rückleuchten-Optik des C4 Picasso.

Wartung und Garantie

 Garantie & Service

Citroën gibt die obligatorischen zwei Jahre Garantie auf den C4 Picasso. Vergleicht man den Erst-Eindruck des neuen C4 Picasso mit dem, wie man vor einigen Jahren neue Citroën empfunden hat, so befindet sich die Marke merklich im Aufwind. Die Themen Verarbeitung im Innenraum sind massiv angegangen worden und die neue EMP2-Plattform scheint ein gelungener Wurf zu sein. (Zeigt sich auch am neuen Peugeot 308 – Fahrbericht)

Die Betriebskosten liegen laut ADAC im positiven Bereich, einzig mit der Wertstabilität haben die Franzosen nach wie vor zu kämpfen.

Während meine Erfahrung und das subjektive Empfinden vor ein paar Jahren noch ganz klar von dem Kauf eines Franzosen abgeraten hätte, liegt der Fall beim neuen C4 Picasso gänzlich anders.

Citroen C4 Picasso 15 Kaufberatung
Ein Citroën war schon immer anders. Jetzt ist er auch so richtig gut!

Performance Zielflage

 Fazit & Empfehlung

Citroën hat einen erfrischenden Familien-Van auf die Räder gestellt. Hier stimmen Materialwahl, Verarbeitung und das Design. Zudem sind die Dieselmotoren der Franzosen extrem effizient und das gesamte Paket des neuen C4 Picasso so richtig stimmig.

So lautet die Kauf-Empfehlung:

Firmenwagen-Fahrer

Attraktive Leasing-Konditionen machen den C4 Picasso auch für Leasingwagen- und Firmenwagenfahrer interessant. Zum Basispreis des e-HDI mit 115 PS in der Exclusive-Version, gesellen sich 500 € für den Spur-Assistenten und das automatische Fernlicht und weitere 990 € für die Xenon-Scheinwerfer. Der 230 Volt-Anschluss ist in der Exclusive-Version bereits inklusive und so werden 31.784 € für den Leasing-Kalkulator angesetzt.

Die junge Familie

Auch hier fällt die Wahl auf den 116 PS starken Diesel, allerdings in der Seduction-Ausstattung. Zum Basispreis von 24.990 € addieren sich 200 € für das Kinderpaket und 250 € für die Sitzheizung.  Für 25.440 € gibt dies einen wundervollen Familien-Van für die junge Familie.

Savoir vivre

Wer kann, der kann und so bleibt beim BlueHDI mit 150 PS Diesel und der Exclusive-Ausstattung kein Wunsch unerfüllt. Zum Basispreis von 32.040 € kommt das volle Paket aus 360 Grad Park Assist, die Leder-Ausstattung für das vollendete Lounge-Feeling, der Spurhalte- und Fernlicht-Assistent und das große Panorama-Glasdach. Die mitlenkenden Xenon-Scheinwerfer und das JBL-Soundsystem dürfen auch nicht fehlen. Für 35.710 € parkt danach ein schicker Franzose vor der Tür, der mit Luxus und Lounge-Feeling verwöhnt. Das nenne ich Savoir vivre.

Demnächst im Test: Mercedes G63 AMG

Acht Zylinder, die Grenzen überschreiten.

AMG – drei magische Buchstaben, die für Spannung, Leidenschaft und Kraft stehen.

Ob der G 63 AMG dieses Versprechen einlösen kann? Eine Testfahrt wird es zeigen.
Der martialische G-Wagon in seiner schärfsten Ausbaustufe mit Bi-Turbo V8 und brutal viel Leistung.

Der normale G ist im Gelände eine echte Bank, was der G63 auf den Asphalt zaubert, das werde ich im Fahrbericht dann hinterfragen.

Fahrbericht: Mitsubishi ASX 4×4 Automatik

Seit 2010 gibt es den erfolgreichen Mitsubishi ASX in Europa. Mit den beiden Schwestermodellen Citroën C4 Aircross und Peugeot 4008 gehört der kompakte SUV in Deutschland zu den meistverkauften Modellen seiner Klasse.  Seit Juni 2013 bietet Mitsubishi-Motors den ASX nun auch in einer Variante mit Automatikgetriebe an.

Es hat sich ausgeschaltet

Mitsubishi ASx 2.2 DI-D 4WD Instyle Automatik im Fahrbericht

Viel zu kritisieren gab es bislang nicht an einem ASX mit 150 PS Dieselmotor und Allradantrieb. Das manuelle Sechsganggetriebe ist gut abgestuft, der Schalthebel liegt perfekt zur Hand und die Schaltwege sind nicht zu lang. Und das der ASX an sich zu den Musterschülern der Klasse der kompakten SUV gehört, konnte man in meinen Fahrberichten heraus lesen, aber auch bei Kollegen, die den ASX gefahren sind.

Mitsubishi ASX 02 2.2 DI-D 4WD Automatik

Das Basis-Fahrzeug:

  • Modellbezeichnung: ASX 2.2 DI-D 4WD Automatik
  • Fahrzeugklasse: Kompakter SUV
  • Auslieferung: seit Juni 2013
  • Leistung: 150 PS Diesel

Basispreis:

28.190 € 

Was also gab es zu verbessern? 

Kleinigkeiten die mit der Modellpflege für 2013 übernommen wurden eventuell?  Das in Details überarbeitete Design wirkt frisch und sportlich, lässt die zwei Modelljahre davor aber auch nicht alt aussehen. Gut gemacht. Anstelle des 4WD Drehschalters zog ein Taster in die Mittelkonsole ein. Weniger wichtig.  Die Mehrlenker-Hinterachse wurde in Details überarbeitet und sorgt nun für mehr Agilität und Fahrkomfort. Eine feine Sache. Man bekommt endlich ein Automatikgetriebe für den ASX. PERFEKT!

Sechs Gänge und ein Schluck mehr Hubraum

Aktive Autofahrer haben kein Problem mit einem manuellen Getriebe, aber gerade die Klasse der SUV ist ideal geeignet um sich mit den Vorteilen eines Automatikgetriebes anzufreunden.  Und so waren es Jahre des Verzichts, die nun vorüber sind. Mit der Sechsstufen-Automatik aus dem größeren Bruder Outlander, kann man das wechseln der Gänge nun an den Automaten delegieren.  Um den Antriebskomfort souverän zu gestalten und weil eine Automatik immer auch ein wenig Kraft frisst, packte Mitsubishi gleich noch 400 ccm mehr Hubraum oben drauf. Wählt man nun den ASX mit Sechsstufen-Automatik, dann bekommt man den noch immer 150 PS starken Vierzylinder-Turbodiesel mit 2.2 Liter, anstelle des bekannten 1.8 DI-D.

Während die Leistung gleich bleibt, drückt der 2.2 DI-D stolze 360 Nm auf die Kurbelwelle und das auch noch früher und einem breiteren Drehzahlband (von 1.500 bis 2.750 Nm).  Mit soviel Kraft lässt es sich locker durch den Asphalt-Dschungel surfen und wer dabei das linke Bein ruhen lassen kann, der wird spüren, wie viel mehr Souveränität man im Alltag gewinnt.

Mitsubishi ASX 03 2.2 DI-D 4WD Automatik

Schaltung im Griff

Der Mitsubishi ASX mit Automatikgetriebe verfügt über Schalt-Paddel am Lenkrad. Wer also meint, er sollte dem Getriebe in seine Arbeit pfuschen, der kann dies jederzeit tun. Eine Testfahrt die nicht nur über Stock und Stein, sondern auch über einige hundert Kilometer Landstraße führte zeigte aber: Das Getriebe weiß genau was es tut.

Den Style im Griff

Wie bei den anderen Modellen, so bietet Mitsubishi auch die Automatik-Version in drei Ausstattungsvarianten an. Invite ist die Basis, Intense die Mitte und Instyle die Top-Variante.

Sieben Airbags, ABS und ESP sind immer mit an Board. Die Ausstattungsvarianten unterscheiden sich eher in Fragen des Komforts. So trägt die gehobene Instyle-Version nicht nur eine praktische Dachreling in Serie, sondern auch ein großes Panorama-Glasdach mit LED-Ambientebeleuchtung. Zudem wurden die hinteren Scheiben abgedunkelt, Privacy-Glas nennen die Jungs von Mitsubishi diese Art von Sonnen- und Sichtschutz.

Und auch auf Xenonlicht muss man in der Basis-Ausstattung verzichten. Ab der Intense-Version sind die Außenspiegel elektrisch einzustellen und einklappbar. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil, denn auch wenn der ASX zu der Klasse der kompakten SUVs gehört – mit knapp 1.80 m Breite kann es schon von Vorteil sein, wenn man mal schnell die Spiegel anklappen kann.

Mitsubishi ASX 01 2.2 DI-D 4WD Automatik

Käufer

Clevere SUV-Fans die hohen Schaltkomfort mit sparsamen aber kraftvollen Motor verbinden wollen und im Winter das Extraportion Traktion zu schätzen wissen.

Lob

Bullenstarker 150 PS Diesel mit guten Manieren und wenig Durst.

Tadel

Die Kunden drei Jahre auf die Automatik-Version warten zu lassen.

Mitsubishi Offroad 4x4 25 Pajero ASX Outlander

Fazit:

Für mich ist der ASX Automatik der perfekte ASX. Ich war bereits ein Fan vom 1.8 DI-D 4WD ASX, habe aber vor allem bei Stadtfahrten und im Stopp-&-Go Verkehr eine Automatikversion vermisst. Mit dem Plus an Hubraum und an Drehmoment hat Mitsubishi nicht einfach nur von „selbst schalten“ auf „schalten lassen“ umgebaut, sondern auch dafür gesorgt, dass der Automatik-ASX im Alltag nicht mit dem Phlegma eines Alt-Herren-SUV belastet ist.  Beide Daumen hoch!

Zum Konfigurator auf der Mitsubishi-Motors Homepage

Bewertungsbogen Mitsubishi ASX 2.2 DI-D 4WD Automatik

Technische Daten:

Hersteller: Mitsubishi Motors
Modellname: ASX 2.2 DI-D 4WD
Karosserievariante: Kompakter SUV
Motor: R4 Turbodiesel-Direkteinspritzer mit Ladeluftkühlung,
Getriebe: 6-Gang Getriebe Automatik
Antrieb: Allrad, variabel per Knopfdruck
Hubraum: 2.268 ccm
Leistung: 150 PS bei 4.000 U/min
Drehmoment: 360 Nm von 1.500 bis 2.750 U/min
Von 0 auf 100 km/h: 10.8 Sekunden
Höchstgeschw.: 190 km/h
Verbrauch nach Norm: 5,8 Liter / 100 km
CO2-Ausstoß nach Norm: 153 g/km
Testverbrauch: 6,5 l/100km
Räder: VA/HA: 215/60-17
Leergewicht: 1.595 kg
Länge, Breite, Höhe, Radstand: 4.295 / 1.770 / 1.625 / 2.670 mm
Lustfaktor / max 10 Punkte:  7 von 10
Preis: ab 28.190,– EUR

Kaufberatung FIAT 500 L Trekking

Kombi Kaufberatung FIAT 500 L Trekking

Wer lieber in der Eifel wandern geht, als zu Fuß durch die Wüste Gobi zu marschieren, der steht vermutlich auch auf den ganz besonderen, neuen, FIAT 500 L Trekking.

Wobei man beim Anblick des 500 L schon kurz an den unsäglichen Multipla denken könnte. Dabei ist der 500 L doch einfach nur ein echter Familien-Typ. Denn der Fiat 500 L bietet viel Platz, ein paar praktische Details und vermittelt dazu auch noch so ein wenig von diesem coolen Retro-Charme a la Fiat 500 und Mini-Cooper.  Seine Erfinder haben dem 500 L Trekking einiges an Make-Up gegönnt, aber für mehr als für Feldwege ist er nicht bestimmt. Dann doch eher als „Taxi Mama“.

Wer sich für den Crossover Fiat 500 L Trekking  interessiert, der sollte diese Kaufberatung durchlesen.

Das Cab-Forward Design des Fiat 500 L bietet für die Insassen schon fast ein "Bus-Gefühl".
Das Cab-Forward Design des Fiat 500 L bietet für die Insassen schon fast ein „Bus-Gefühl“.
Abmessungen
Länge, Breite, Höhe  4.270 x 1.800 x 1.679 mm
Radstand:  2.612 mm
Sitzplätze:  5
Kofferraumvolumen:  412/455 bis 1.480 Liter

 

Motor

 Die Motorenauswahl

Der 500 L Trekking wird mit vier, aus anderen Fiat-Modellen bestens bekannten, Motoren angeboten. Zwei Benziner und zwei Diesel stehen zur Auswahl. Der Basis-Benziner verfügt über knapp 1.4 Liter Hubraum, Vierzylinder und muss ohne Turbo-Aufladung auskommen. Besonders interessant hingegen, der bekannte TwinAir-Zweizylinder-Turbo. Dessen Soundkulisse muss man allerdings mögen.  Bei den Diesel kann man zwischen dem kleinen 1.3 Liter Vierzylinder und dem 1.6 Liter Vierzylinder Multijet II wählen. Während die zwei Benziner Euro 6 eingestuft sind, kommen die Diesel noch mit Euro 5+ aus.

Benziner 1.4 16V
Hubraum:  1.368 ccm
Leistung:  95 PS bei 6.000 U/min
Drehmoment:  127 Nm bei 4.500 U/min
In Verbindung mit:  6-Gang Getriebe manuell
Benziner 0.9 Turbo TwinAir
Hubraum:  875 ccm
Leistung:  105 PS bei 5.500 U/min
Drehmoment:  145 Nm bei 2.000 U/min
In Verbindung mit: 6-Gang Getriebe manuell

Während der Basis-Benziner mit 95 PS ein klassischer Vierzylinder-Saugmotor ist, spielt der 0.9 Liter TwinAir eine ganz besondere Rolle. Das Aggregat war mehrfach „Engine of the Year“ und verfügt neben dem normalen Leistungsmodus über einen so genannten „EcoMode“. Hierbei werden anstelle der 105 PS noch 98 zur Verfügung gestellt und das Drehmoment fällt auf 120 Nm zurück. Dafür soll aber auch der Verbrauch sinken.

Diesel 1.3 16 V Multijet II
Hubraum:  1.248 ccm
Leistung:  85 PS bei 3.500 U/min
Drehmoment:  200 Nm bei 1.500 U/min
In Verbindung mit:  5-Gang Getriebe manuell
Diesel 1.6 16V Multijet II
Hubraum:  2.598 ccm
Leistung:  105 PS bei 3.700 U/min
Drehmoment:  320 Nm bei 1.750 U/min
In Verbindung mit: 6-Gang Getriebe manuell
Mit Ausnahme des kleinen Dieselmotor kommen alle Triebwerke mit einem manuellen 6-Gang Getriebe. Den kleinen Diesel bekommt man zusätzlich auch noch mit einem automatisierten 5-Gang Getriebe.
Mit Ausnahme des kleinen Dieselmotor kommen alle Triebwerke mit einem manuellen 6-Gang Getriebe. Den kleinen Diesel bekommt man zusätzlich auch noch mit einem automatisierten 5-Gang Getriebe.

 Verbrauchswerte Verbrauch

Die Verbrauchswerte nach NEFZ-Norm sind nützlich für den sterilen Vergleich von Auto A mit Auto B. Über die echten Verbrauchswerte sagt dies jedoch gar nichts aus. Um ein wenig Licht in das dunkle Kapitel „Real-Verbrauch“ zu bekommen, fahre ich meine eigenen Verbrauchstests.  Für meine eigenen Verbrauchs-Testfahrten habe ich auf den 1.6 er Multijet Diesel mit 105 PS zurück gegriffen.  Bedenkt man, wie hoch der Fiat 500 L baut, dann sind die Verbrauchswerte beachtlich. Beachtlich gut! 

Alltagsfahrer, ohne Sparfuß

6.2

Öko-Experte mit einem grünen Zeh

5.4

Außendienstler mit Vollgas-Lust

7.3

Alle Angaben in Liter auf 100 Kilometer

Getriebe

 Getriebe und Antrieb

Er sieht so aus, als könnte er. Aber er kann es nicht. Der Fiat 500 L Trekking hat von seinen Erbauern das grobe Make-Up für souveräne Feldherren mitbekommen. Aber sobald es hart auf hart kommt, reichen auch die 10% mehr an Bodenfreiheit nicht aus und ein Allradantrieb fehlt vollständig. Immerhin sieht die Kriegsbemalung gut aus und wirkt glaubwürdig.  Traction+ nennt FIAT die Möglichkeit des Fahrers, per Tastendruck, auf die Regelung der Traktionskontrolle Einfluss zu nehmen. Das ändert nichts an der Tatsache, dass nur zwei Räder angetrieben werden, soll aber auf rutschigem Untergrund wie ein Sperrdifferential wirken.

Beide Benziner werden in Serie mit einem manuellen Sechsganggetriebe ausgeliefert und verfügen über eine Start & Stopp Automatik. Bei den Diesel bekam nur der größere der zwei das Sechsstufen-Getriebe. Der kleinere muss mit fünf Gängen auskommen.  Alternativ kann man den kleinen Dieselmotor mit einem automatisierten Schaltgetriebe koppeln. Hier muss man bedenken, ein automatisiertes Schaltgetriebe erreicht nie den Komfort eines modernen Automatik- oder Doppelkupplungs-Getriebes.

Meine Wahl lautet daher: Wer soviel zuladen kann, wie der Fiat 500 L Trekking, der sollte mit einem kraftvollen Motor ausgestattet sein: 1.6 Diesel Multijet II. 

FIAT 08 500 L Trekking Kaufberatung
Wer viel über Land unterwegs ist und dabei gerne auch die Lade-Kapazitäten des 500 L nutzt, der sollte nicht an der Motorpower sparen! Der kleine Benziner 1.4 ist nur für Wenigfahrer interessant. Der kleine Diesel für Vielfahrer die nur selten die Hütte voll bekommen und der TwinAir ist ein Fall für Individualisten.

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Mitsubishi Outlander Plugin Hybrid PHEV – Technische Daten

Update: Zum Fahrbericht bitte hier klicken!

Update II: Die technischen Daten wurden aktualisiert.

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