Skyactiv-X – Erster Test im Selbstzünder-Benziner von Mazda

Es gibt Dieselmotoren und es gibt Benziner. Da weiß jeder Bescheid. Zwei unterschiedliche Kraftstoffsorten, unterschiedliche Technik, unterschiedliche Vorteile. Selbst wenn man CNG und LPG noch hinzunimmt, so sind diese in der Wirkungsweise nur Untergruppen des „Benziners“, des Ottomotors mit Fremdzündung. Der Diesel dagegen ist ein Selbstzünder. Rein technisch war es immer ein Traum von Ingenieuren, die besten Ergebnisse der beiden Welten zu kombinieren. Doch daran sind bereits viele Hersteller gescheitert. Auch ein Konzern wie Mercedes-Benz hatte sich am „Diesotto“ versucht und die Experimente eingestellt. Doch 2019 ist es soweit – eine kleine japanische Automobilmarke präsentiert den ersten „Benzin-Selbstzünder“ in Serie.

Skyactiv-X – Mazdas Antwort auf brennende Fragen

Testfahrt im Prototypen

Unscheinbar in mattem schwarzen Lack steht der Prototyp unter der Sonne Portugals. Er sieht aus wie ein Mazda 3. Und das Blechkleid ist auch entliehen vom aktuellen Mazda3. Unter dem Blech steckt jedoch bereits eine große Portion des Anfang 2019 auf den Markt kommenden Nachfolgers. Und besonders wichtig, es sind 5 der weltweit 6 existenten Prototypen mit Skyactiv-X Technologie unter der Haube, die hier aufgereiht wurden, um Journalisten einen Eindruck von der neuen Technik zu vermitteln. Einer Technologie, von der Mazda nicht weniger verspricht als 20-30% mehr Effizienz – damit locker auf dem Niveau von Mazdas aktuellen Dieseltriebwerken – dazu Fahrspaß über ein breites Drehzahlband und, in den aktuellen Zeiten besonders wichtig, so sauber wie kaum ein anderer Motor. Die Skyactiv-X Motoren werden die kommenden EU-Grenzwerte um den Faktor 10 unterbieten. Und das nicht nur auf dem Prüfstand, sondern im so genannten RDE-Test, also auf der Straße. Um dieses Ziel zu erreichen, hat Mazda auf der Motorenseite ein völlig neues Kapitel aufgeschlagen.

Selbstzündung durch Fremdzündung

Der Weg, den die Ingenieure bei Mazda gingen, ist bemerkenswert. Doch zuerst soll ein kurzer Exkurs in die Technik der Kraftstoffverbrennung helfen, den Fortschritt, den Mazda erreichte, einsortieren zu können. Um Benzin verbrennen zu können, müssen die Moleküle des Treibstoffs und der angesaugten Luft miteinander agieren. Das Verhältnis zwischen Benzin und Sauerstoff nennt man Verbrennungsluftverhältnis oder Lambda. Das ideale Verhältnis, damit alle Benzinatome verbrannt werden können, nennt man Lambda 1.0

Lambda 1 entspricht 1 kg Benzin und (1.34 Liter) und 14.7 kg Atemluft. Dieses Verhältnis, Lambda 1, wird auch als stöchiometrisches Verbrennungsgemisch bezeichnet und bedeutet, dass das Kraftstoff/Sauerstoff-Gemisch vollständig verbrannt wird. Das ist der Idealfall. Theoretisch. Moderne Motoren bedienen sich bei der Verbrennung jedoch auch eines fetten Gemisches zur Leistungsanhebung oder Brennraumkühlung – im Idealfall aber wäre ein Luftüberschuss wünschenswert. Wenn mehr Sauerstoff als Kraftstoff zur Verfügung steht, spricht man von einem mageren Gemisch. Wenn man mit einem mageren Gemisch die gleiche Leistung erreicht wie mit einem Lambda 1 Verhältnis, dann bedeutet dies im Umkehrschluss, man benötigt weniger Treibstoff für die gleiche Arbeit. Das Auto ist also sparsamer. Allerdings hat ein mageres Gemisch eigentlich auch den Effekt einer verringerten Motorleistung zur Folge. Dem gegenüber steht bei einer mageren Verbrennung die niedrigere Brennraum-Temperatur, was mit einer höheren Effizienz einhergeht und die Entwicklung von NOx deutlich senkt. Das Geheimnis einer sauberen Verbrennung liegt also im Luftgemisch.

Die magere Verbrennung hat jedoch andere Probleme. Sobald zu viele Sauerstoff-Moleküle vorhanden sind, besteht die Gefahr, dass nicht das gesamte Gemisch zum gewünschten Zeitpunkt entzündet werden kann. Bei einer Selbstzündung durch hohe Kompression könnte man dieses Problem umgehen. Denn dann geht der Impuls der Verbrennung nicht mehr von der zentral gelegenen Zündkerze aus.

Was also liegt näher, als ein mageres Gemisch durch Selbstzündung zu verbrennen?

Und genau daran sind bisher alle anderen gescheitert. Der neue Ansatz der Skyactiv-X Technologie verbindet die Selbstzündung mit der Fremdzündung, ermöglicht ein Luft-Kraftstoffgemisch deutlich oberhalb von Lambda 1 und vermeidet dennoch die unkontrollierte Selbstzündung (Klopfen) von Benzin. Möglich machen diesen Erfolg zwei Faktoren: Zum einen ist erst jetzt die moderne Motoren-Elektronik in der Lage, zeitgenau und live die Verbrennung je Brennraum zu kontrollieren und zum anderen, das ist der Mazda-Kniff, durch die Verwendung einer Zündkerze umgeht man den Effekt eines kaum kontrollierbaren Zündpunktes. Das mag erst einmal verwirren. Ein „Selbstzünder“ mit Zündkerze?

SPCCI – Ein Durchbruch in der Motorentechnik

Das extrem magere Benzin-Luftgemisch wird im Verhältnis 16 zu 1 verdichtet und steht damit kurz vor der Selbstzündung. Mit einem kleinen zusätzlichen Einspritzvorgang direkt vor die Zündkerze und einem Zünden der Kerze wird der Verbrennungsvorgang eingeleitet. Allerdings ist der Effekt nicht ein „Übergreifen“ der Entzündung über die Kraftstoffmoleküle, wie dies üblich wäre. Vielmehr wird durch die Verbrennung der kleinen Portionierung vor der Zündkerze und der dadurch entstehenden Expansion im Brennraum der Kompressionsdruck Zeitpunkt genau erhöht und das restliche Magergemisch im Motorraum entzündet sich selbst. BÄMM. 

Was hier mehrere hundert Worte zur Erklärung benötigt, geschieht im Motor der neuen Skyactiv-X Generation binnen Millisekunden. Vom gesamten Aufwand bekommt der Fahrer nichts mit. Gar nichts. Mazda verspricht damit einen Benzinmotor, der eine völlig neue Effizienz erreicht. Durch die aufwändige Motorsteuerung ist der neue Skayctiv-X-Motor in der Lage, in einem extrem breit nutzbaren Drehzahlband mit einem Lambdagemisch größer 1 zu fahren. Eine magere Verbrennung, sauber, führt zu einer Effizienz auf dem Niveau von modernsten Dieselmotoren. Ohne NOx-Probleme. Ohne CO2-Probleme. Dafür mit der Drehfreude und der Agilität eines modernen Benzinmotors.

Fährt sich agil

Anders als bei aktuellen Motoren mit magerer Schichtladung, Stichwort Atkinson-Cycle (Miller-Cycle), ist der Skyactiv-X Motor nicht an ein enges Drehzahlband gebunden, um maximal effizient zu sein. Das führt zu einer gänzlich neuen Agilität beim Fahren. Der breite Drehzahlbereich, in dem dank SPCCI-Technik mit magerem Gemisch gefahren werden kann, lässt den Mazda3-Prototypen behände und drehfreudig über Landstraßen wedeln. Mit angestrebten 190 PS und 230 Nm ist der Skyactiv-X Motor in der Leistung der aktuellen Skyactiv-G Generation überlegen – aber dennoch nicht beeindruckend massiv motorisiert. Die Kompressor-Aufladung des Skyactiv-X dient auch nicht der Leistungssteigerung, sondern nur dem Ermöglichen eines maximalen Luftüberschusses. Im niedrigen Drehzahlbereich ist der Kompressor daher auch nicht aktiv. Man hätte hier vermutlich auch mit einem E-Turbo agieren können, aber die Lösung fiel im ersten Schritt auf den bewährten Kompressor.

Das breite nutzbare Drehzahlband lässt die immer komplexer werdenden Getriebe überflüssig werden. Ein Motor, der bei 1.900 Umdrehungen ebenso effizient ist wie bei 3.500 Umdrehungen, den kann man getrost mit sechs Gängen auf die Reise schicken – ohne deswegen Nachteile im Verbrauch in Kauf nehmen zu müssen.

Von der „fremdgesteuerten“ Selbstzündung spürt der Fahrer nichts. Einzig ein leises Klingeln aus einer nicht gänzlich kontrollierten Verbrennung bei sehr niedrigen Drehzahlen dringt vereinzelt an das Ohr auf der 1.5 stündigen Testfahrt. Ansonsten überzeugen der Skyactiv-X und seine neue Fahrwerksplattform mit massiv gesteigertem Geräuschkomfort, einer sauber ansprechenden Dämpfung und einer sensiblen Lenkung.

Der neue Mazda3 könnte also, wenn er 2019 auf den Markt kommt, mit Skyactiv-X Technik, Agilität und Fahrfreude noch ein echter Lichtblick für die Anhänger von Verbrennungsmotoren werden.

Bewusst anders

Mazda geht mit der Skyactiv-X Technik ganz bewusst einen anderen Weg als der Rest der Automobil-Industrie. Man mag dies für einen Fehler halten, wenn man sieht, welche Anstrengungen andere Hersteller unternehmen, um die Flotte auf Plug-in Hybrid-Technik umzurüsten. Doch Mazda glaubt noch nicht an das Ende des Verbrennungsmotors und stellt sich mit der neuen Technik sogar an die Spitze der Motoren-Entwicklung. Es gibt viele gute Argumente, weswegen Mazda damit richtig liegen könnte. Ein klassischer Verbrennungsmotor könnte in der Well-to-Wheel Balance die Führung übernehmen, wenn sein Treibstoff CO2-neutral wäre. Klassisches Benzin ist dies nicht. Aber Mazda arbeitet mit Universitäten in Japan auch an einer Algen-Benzin-Technologie. Also künstlichem Benzin. Und natürlich bereitet man für 2019 ein Elektroauto vor, denn ganz ohne geht es einfach nicht. Und sei es nur aus politischen Gründen.

 

 

 

 

 

 

Test: Mazda MX-5

Die fünfte Generation des japanischen Roadster Klassikers bewirbt sich bereits seit 2015, weiter der meist verkaufte Zweisitzer zu sein. Seit mehr als einem Vierteljahrhundert setzt der MX-5 die Philosophie des japanischen Automobilherstellers um, das Streben nach dem Gleichklang von Fahrer und Fahrzeug zu perfektionieren. „Jinba Ittai“ nennen die Japaner das Gefühl dieser Symbiose. Den nach seiner Modellpflege Ende 2016 aufgefrischten Roadster konnten wir auf „Herz und Nieren“ mit dem 131 PS starken SKYACTIVE-G Benziner für vierzehn Tage testen. Seinen Einstieg findet die Ikone mit der Basisausstattung „Prime-Line“ bei runden 23.000 Euro.

Testbericht: Mazda MX-5 SKYACTIV-G

Nimmermüder Samurai
Elegant auch in der Bergwelt.

Kam die 1. Generation 1989 des MX-5 vom Konzept als Evolution der kleinen britischen und italienischen Sportwagen der 60iger Jahre – z.B. Triumph Spitfire, MG, Fiat 124 Spider – daher, revolutionierte er die Roadster Community und startete durch als meist verkaufter Roadster der Welt. Die aggressiv kleinen nach innen gezogenen Frontscheinwerfer rahmen den tief sitzenden Kühlergrill ein, der ganz prominent das Markenlogo zur Schau trägt. Am Heck machen die schmalen Leuchten dem relativ großen Kofferraumdeckel Platz. Ein hohes Maß an Sicherheit, Fahrspaß und Zuverlässigkeit wollen die Ingenieure aus Japan dem MX-5 trotz seines kleinen Chassis dennoch bieten. Wichtig sind die geraden Träger und eine möglichst durchgängige Rahmenstruktur, der es speziell bei Cabriolets mit Frontmotor und Hinterradantrieb bedarf, wie es der MX-5 ist.

Enge Kurven sind ein Kinderspiel.

131 PS Vollspaß Motor

Von Anfang an hielt Mazda die Motorenpalette des MX-5 übersichtlich und so kommen in der 5. Generation wieder zwei Benziner zum Einsatz. Der von uns getestete SKYACTIVE-G 1,5 Liter Benziner bringt 96 kW (131 PS) bei 7.000/min auf die Kurbelwelle und hängt mit seinem gut abgestimmten Sechs-Gang-Schaltgetriebe immer agil und drehfreudig am Gas. Durch den für einen Roadster typischen tiefen Schwerpunkt ist er zudem sehr wendig, gerade in engen Kurven.

Baugleich mit Fiat 124 Spider

Beim MX-5 steigen wir wie schon wie dem baugleichen Fiat 124 Spider in ein äußerst enges und dennoch angenehmes Ambiente ein. Die große Frontscheibe leitet den Fahrtwind beim Fahren mit offenem Verdeck gekonnt ab. Der Zweisitzer verfügt außerdem für beide Fahrgäste über sportliche Sitze, die uns auch beim Cruisen fest im Griff haben. Das „Gepäckraumvolumen“ des MX-5 ist mit 130 Litern schon fast üppig bemessen für einen Roadster. Die Kofferraumbreite macht es möglich, auch Gepäck mit bis zu 1,10 m Breite einzuladen.

Roadster mit üppigem Kofferraum.

Voll ausgestatteter Roadster für unter 30.000 Euro

Mit der von uns getesteten Ausstattungsvariante „Sport-Line“ bietet Mazda das „Rundum-Sorglos-Paket“. Außer den bereits ab der Basisversion serienmäßigen Features wie LED-Scheinwerfer mit automatischer Leuchtweitenregulierung, einer Klimaanlage und einem Multi-Informations-Display mit Touring-Computer finden sich im Lieferumfang ein SD-Navigationssystem mit 3D-Kartendarstellung und kostenlosem Kartenupdate für 3 Jahre, ein auf den MX-5 zugeschnittenes BOSE® Sound-System mit neun Lautsprechern inklusive Lautsprechern in den Kopfstützen und Lederausstattung in schwarz. Der Listenpreis für das Testfahrzeug beträgt insgesamt 27.890 Euro

Erfolg in der 5. Generation.

Fazit: Auch mit der fünften Generation des Erfolgsmodells von Mazda schreibt der japanische Automobilhersteller seine Erfolgsgeschichte in Punkto Roadster weiter fort. Die Neuauflage verbindet in gekonnter Art und Weise die Tugenden eines puristischen Zweisitzers mit den sicherheitstechnischen Anforderungen eines modernen Fahrzeugs, ohne den Fahrspaß außer Acht zu lassen.

Motor und Getriebe

Mazda

MX-5 Skyactiv-G 131 Sports-Line

Motor Benzin
Hubraum 1.496 ccm³
Leistung 131 PS @ 7.000 U/min
Kraft 150 Nm @ 4.800 U/min
Getriebe Sechs-Gang-Schaltgetriebe
Antriebsachse Frontantrieb

Abmessungen und Fahrleistungen

Länge, Breite, Höhe 3.915, 1.735, 1.225   mm
Radstand 2.310 mm
Leergewicht 1.050 kg
Wendekreis 10,4 m
Höchstgeschwindigkeit 204 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 8,3 sec
Normverbrauch 6.0 l/100 km

Verbrauch im Test

Alltagsfahrer 6.9 l / 100 km
Öko-Experte 6.1 l / 100 km
Außendienst-Modus 7.2 l / 100km

Text: Stefan Beckmann, Bild: Stefan Beckmann und Hersteller (Mazda Motors (Deutschland) GmbH) – Beitragsbild: Hersteller (Mazda Motors (Deutschland) GmbH)

Mazda CX-5 – Zylinderabschaltung erklärt und gefahren

Mazda macht vieles anders als andere Automobil-Hersteller und ist damit auch noch sehr erfolgreich. Bevor man 2019 mit Elektromodellen und Plug-in Hybriden dem aktuellen Trend folgt, wird man mit einem völlig neuen Skyactiv System, dem Skyactiv-X,  noch ein weiteres Ausrufezeichen in der Entwicklung von Verbrennungsmotoren setzen. Nein, Benziner und Diesel sind noch lange nicht „erledigt“. Nicht bei Mazda. Dass der stete Feinschliff und der eingesetzte „Hirnschmalz“ zu spannenden Ergebnissen führt, lässt sich am neuen Mazda CX-5 SKYACTIV-G 194 erfahren.

Test des Mazda CX-5 mit Zylinderabschaltung (hier)

Der stärkste Benziner im CX-5 hat 194 PS und ist ein Teilzeit-Vierzylinder

Mazdas Lösung mit einem großvolumigen Benzinmotor ohne Aufladung ist für sich gesehen schon eine merkwürdige Motorisierung. Glaubt doch ganz SUV-Deutschland, ein solches Auto benötige einen Dieselmotor oder wenigstens einen kleinen Benziner mit Turboaufladung. Downsizing und so. Aber – Mazda hat sich für einen anderen Weg entschieden. Ob sie damit richtig liegen? Das Ergebnis wird es klären. (weiter lesen …)

15.000 Kilometer in 40 Tagen: Mazda 323 anno 1977

In 40 Tagen 15.000 Kilometer zurückzulegen, ist schon ganz ordentlich. Genau die gleiche Distanz hat unser Dauertester Mazda 3 nun in 6 Monaten hinter sich gebracht. Aber es geht nicht um den Dauertester Mazda 3, sondern um zwei Mazda 323, die 1977 die Tour von Hiroshima, dem Mazda Firmensitz, zur IAA nach Frankfurt übernahmen. 15.000 km zu einer Zeit, als GPS und Mobilfunk noch nicht erfunden waren und die Fahrer der asiatischen Kompaktklasse nicht durch Selfie-Pausen abgelenkt waren.

40 Jahre MAZDA 323 – der „Kompakte“ aus Japan

Während sich unser Dauertester vor allem auf gut asphaltierten Straßen in Deutschland bewähren muss, dürfte die Tour des Mazda 323 im Jahre 1977 eine gänzlich andere Nummer gewesen sein. Damals gab es noch einen Eisernen Vorhang und der ab 845 Kilogramm leichte Mazda 323 hatte heute sehr bescheiden wirkende 45 bis 70 PS. Für die Weltpremiere auf der IAA zählten jedoch vor allem die inneren Werte des ersten, rein für Europa konstruierten kompakten Japaner. Unter seiner großen Heckklappe war Platz für bis zu 1.100 Liter Gepäck – bei einer Tour über 40 Tage sicherlich keine schlechte Idee.

Schaut man sich den ’77er Mazda 323 an, dann fällt einem vor allem die optische Entwicklung in die Augen. Verglichen mit unserem 2017er Mazda 3 Testwagen in seinem sportlichen KODO-Design wirken die 40 Jahre alten Mazda 323 auf dem Foto arg klassisch und sogar fast ein wenig schüchtern. Schmale A-Säulen, klare Kanten und große Fensterflächen.

Während wir in unserem Testwagen auf moderne Skyactiv-Diesel Technologie vertrauen und mit G-Vectoringcontrol auch beim Fahrwerk nichts dem Zufall überlassen, war vor 40 Jahren der Frontantrieb mit Einzelradaufhängung gerade die aktuellste Technik-Nummer. Seit der Weltpremiere des Mazda 323 auf der IAA 1977 hat sich viel verändert – nicht nur Facebook und Selfie sind heute unser alltäglicher Begleiter, auch beim Auto verlassen wir uns lieber auf Navigationssysteme, Head-Up Displays und LED-Scheinwerfer.

Die Geschichte des Mazda 323, die letzten 40 Jahre in der Kompaktklasse bei Mazda und wie das damals 1977 so war, kann man im übrigen in einer Sonderausstellung im Mazda Museum in Augsburg erleben!

Lebendige Geschichte in Augsburg im Mazda Classic Museum.

Erste Fahrt: Mazda CX-5 2017 (Skyactiv D-175)

Reden wir mal über Premium. Was macht eigentlich eine Marke zu einer Premium-Marke? Wann wird aus einem Auto ein Premium-Fahrzeug? Das ist so einfach nicht zu beantworten. Ist es das Fahrgefühl? Die Verarbeitung? Oder schlicht ein gutes Marketing über mehrere Jahre?

Testbericht: Mazda CX-5 Sportsline Skyactiv D-175 AWD

Roß und Reiter, oder wie man still und heimlich zum Premium-Hersteller wird

Mit der zweiten Generation des Mazda CX-5 setzen die Japaner eine Erfolgsgeschichte fort und sind ganz klar auf der Gewinnerstraße. Die Absatzzahlen der Marke steigen, und dank einer stetigen Entwicklung der Marke, mit einem eigenständigen Design und noch viel eigenständigeren technischen Lösungen, rackert man sich mehr und mehr in den Vordergrund der Automobilkäufer-Wahrnehmung. Es sind primär zwei Philosophien, auf die sich der Erfolg der Marke aus Hiroshima stützt. Es ist das KODO-Design und Jinba Ittai, die Philosophie von „der Einheit von Reiter und Pferd“. Doch der Reihe nach.

2012 kam der erste Mazda CX-5 auf den Markt. Ein aufgeräumtes Design, klare Kanten, wenige Linien und eine aufgeräumte, sportive Optik prägten den Kompakt-SUV bei seinem Markteintritt. Der gänzlich neu entwickelte CX-5 schreitet in dieser Art fort. Klar zu erkennen als Mazda, klar zu erkennen als CX-5, revolutioniert er nicht das gesamte Design, sondern entwickelt sich innerhalb der Marken-Philosophie weiter. Die Frontscheibe wurde weiter nach hinten gesetzt, eine längere Motorhaube und ein prägnanter frei gestellter Kühlergrill bestimmen die Front. Das Lichtdesign der LED-Scheinwerfer in der Front wiederholt sich am Heck. Und auch die Doppelrohr-Auspuffanlage des gefahrenen Bi-Turbo-Dieseltriebwerks passt zum Gesamteindruck. Die richtige Farbe für den Mazda? Rot. Für den CX-5 wurde der bereits bekannte Rot-Ton noch einmal verändert. Magmarot, noch tiefer, noch stärker in der Wirkung. Ein selbstbewusstes Auto für Menschen mit Charakter steht da vor einem.

Zum ersten Test stand der CX-5 Skyactiv-D 175 zur Verfügung. Das Top-Modell mit Allradantrieb und optionaler 6-Stufen Automatik. Der Voll-Aluminium-Dieselmotor überrascht mit extrem niedriger Verdichtung, zweistufiger Turboaufladung, variablen Ventilsteuerzeiten auf der Auslassseite (- und Hub) und einer 2.000 bar Commonrail-Einspritzung aus Piezo-Injektoren. Dem üblichen Knurren und Nageln von Dieselmotoren wirkt man mit einem speziellen Kolbenbolzen mit Vibrationsdämpfer entgegen. 175 PS und 420 Nm sind spürbar vorhanden, trotz klassischer Wandlerautomatik fühlt sich der CX-5 behände und leichtfüßig an. Jinba-Ittai, das Gefühl der Einheit zwischen Roß und Reiter – es fängt im CX-5 mit der richtigen Sitzposition an. Tief und integriert sitzt man im japanischen SUV. Dass sich auch die erste Fahrt im spanischen Hinterland besonders agil anfühlt, liegt an einem anderen Kniff der Mazda-Techniker. G-Vectoring-Control nennen sie eine Technik, die für eine dynamische Achslastverschiebung zuständig ist. Nicht bewusst wahrnehmbar wird vor dem Kurveneingang ein wenig Last vom Motor genommen, das Fahrzeuggewicht verschiebt sich in Richtung Vorderachse und lässt den 1.610 Kilogramm schweren SUV knackig einlenken. 1.610 Kilogramm? Für das Top-Modell mit Allradantrieb, dem großen Diesel und der Automatik. Wer sich für die Basis-Variante entscheidet, der bekommt nur 1.435 Kilogramm CX-5 auf den Hof gestellt.

Zum Start am 19./20. Mai stehen ein Benziner und zwei Dieselmotoren zur Auswahl, der Benziner mit 160 bzw. 165 PS (160 PS mit Allradantrieb) und die beiden Turbodiesel mit 150 bzw. 175 PS. Beide Triebwerke haben ordentliche 2.2 Liter Hubraum – auch hier ein Mazda-Trend, eben nicht dem Trend nach Downsizing nachzulaufen – und beide Triebwerke mit Bi-Turbo-Aufladung ausgerüstet. Ab dem Sommer wird Mazda zudem ein ganz neues Turbobenziner-Triebwerk mit 2.5 Liter Hubraum, 194 PS und Zylinderabschaltung anbieten.

Bei den Ausstattungsvarianten bleibt die Auswahl zwischen Prime-, Center-, Exclusive-, und Sports-Line. Wobei die Frage nach Allradantrieb oder Automatikgetriebe leider allzu oft nur mit einer speziellen Ausstattungsvariante lieferbar ist. So sind sowohl der kommende Top-Benziner als auch der „große“ Diesel nur in der Sports-Line Variante erhältlich und immer auch mit Allradantrieb ausgerüstet. Das mag die Preise in das „so genannte“ Premium-Segment verschieben, lässt allerdings auch keine Ausstattungswünsche mehr übrig. Die Preise für den neuen CX-5 starten bei 24.990 € für die Prime-Line mit Basismotor. Da sind Voll-LED Scheinwerfer und auch ein Tempomat bereits Serie. So richtig nach oben katapultieren kann einen die Sports-Line Ausstattung mit dem großen Diesel – da stehen dann knapp 40 Kilo in der Preisliste.

Dennoch, der gefahrene CX-5 in der Sportsline-Ausstattung mit dem 175 PS Diesel ist eine klare Kaufempfehlung das gilt vor allem auch wegen den inneren Werten. Denn mit geschlossenen Augen spürt man keine Differenzierung zu den Marken, die man üblicherweise im Hinterkopf hat, wenn man über das Premium-Segment spricht. Weiche Materialien, eine gute Verarbeitung, es klappert nichts, es rüttelt nichts. Ein extrem hohes Niveau im Bereich Fahrkomfort durch Feinarbeit an Dämpfern und Karosserie zahlt sich in einem um 100% gesenkten Innenraumgeräusch bei Tempo 100 gegenüber dem Vorgänger aus.

Bleibt am Ende die Frage nach dem Premium offen. Ist es Premium, nur dann, wenn der Hersteller in seinen Pressemappen davon spricht, oder ist es einfach nur ein Fahrgefühl? Zum Beispiel wie im neuen CX-5.

Achso, wer Premium mag, der kauft auch nicht das Einstiegsmodell, fahren Sie den CX-5 mit dem 175 PS Diesel und wählen Sie die Sportsline-Ausstattung, dann gibt es zudem ein neues Head-Up-Display, ein volles Paket an Assistenzsystemen, Verkehrszeichen-Erkennung und Matrix-LED Licht in Serie. Und eine elektrische Heckklappe auch erstmals im CX-5 und und und … ach, schauen dich doch selbst mal bei Mazda um.

DOWNLOAD Preisliste Mazda CX-5 (2017)

Markenausblick Mazda – Auch in Zukunft Japans Außenseiter

Eigensinnig in Technik und Design, stets ein wenig anders als die übrigen japanischen Fahrzeughersteller: So könnte man Mazda charakterisieren. Die Strategie kommt vor allem auf dem anspruchsvollen deutschen Markt gut an. Hier stieg der Absatz seit 2012 um 56 Prozent. Vergangenes Jahr verbuchte Japans fünftgrößte Automarke bei uns über 63.000 Neuzulassungen (Marktanteil 1,9 Prozent). Die Rangfolge der bestverkauften Modelle lautet CX-5 vor CX-3, Mazda3 und Mazda2.

Doch reines Mengenwachstum steht nicht an erster Stelle. Gefeilt wird am Image. Tendenz: Richtung Premium. „Wir möchten uns zu einer hochwertigen und begehrenswerten Marke entwickeln“, sagt Mazda Deutschland Geschäftsführer Bernhard Kaplan. Seit Januar dieses Jahres läuft die Image-Kampagne „Drive Together“, mit der sich Mazda einmal mehr über Design, Technologie und Fahrspaß definieren will. Letzteres verkörpert vor allem der Roadster MX-5.

Wie weit Mazda seine Rolle als Außenseiter wahrnimmt, zeigt das Thema Dieselmotor. Im Heimatland ist man der einzige japanische Hersteller, der Modelle mit Selbstzündern in nahezu allen Baureihen anbietet. Und dies mit beachtlichem Erfolg. Beim CX-5 liegt der Anteil bei gut 50 Prozent. Der kleinere Bruder CX-3 wird in Japan sogar ausschließlich als Diesel angeboten. Insgesamt verbucht Mazda dort eine Selbstzünder-Quote von knapp 40 Prozent und sorgt fast im Alleingang dafür, dass der japanische Automarkt auf einen Dieselanteil von fünf Prozent kommt.

Für Ende dieses Jahres steht nun Amerika auf dem Plan. Ein mutiger wie riskanter Schritt, denn Volkswagen hat dort durch seinen Abgasbetrug einen Scherbenhaufen hinterlassen. Das Image des Diesels ist im Keller. Ursprünglich hieß es aus der Konzernzentrale in Hiroshima, man schaffe die strengen kalifornischen NOx-Werte auch ohne die aufwendige SCR-Katalysatortechnik. Dabei wären jedoch Leistungsnachteile entstanden. Daher rüstet man den 2,2-Liter-Bi-Turbo-Vierzylinder jetzt mit SCR und NOx-Spreicherkat doch um. Sicher ist sicher. Durch das Upgrade – es beinhaltet außerdem eine variable Turbinengeometrie für den größeren Lader sowie innermotorische Maßnahmen – erfüllt Mazdas Diesel gleichzeitig die neue europäische Abgasnorm EU 6c. Der Verkauf in den USA startet im Herbst dieses Jahres im neuen CX-5. In Deutschland wird das Diesel-Upgrade im Frühjahr 2018 zur Verfügung stehen.

Im Frühjahr 2018 wird Mazda in Deutschland eine neue Diesel-Generation im CX-5 an den Start bringen

Motorentechnisch entwickelt Mazda darüber hinaus in eine weitere Richtung. Stichwort: Skyactiv-2. Das steht intern für eine homogene magere Verbrennung. An ihr arbeiten die Motoren-Ingenieure intensiv, um die mehr als 100 Jahre bestehende Kluft zwischen Diesel- und Ottomotor verschwinden zu lassen. Der zwei Liter große Benziner der nächsten Generation soll mit einer Verdichtung von 18:1 und einem Luftüberschuss des rund 2,5-fachen heutiger Ottomotoren betrieben werden. Das äußerst magere und homogen verteilte Luft-Benzin-Gemisch (keine Schichtladung) soll sich so kontrolliert entzünden. Passieren wird dies – und hier liegt die größte Herausforderung der Entwickler – möglichst über alle Drehzahl- und Lastbereiche hinweg.

Im Ergebnis versprechen sich die Mazda-Ingenieure einen wesentlich höheren Wirkungsgrad, keine Pumpverluste (die Drosselklappe fehlt), niedrigere Verbrennungstemperaturen, geringere Emissionen (so gut wie keine Stickoxide) und einen deutlich niedrigeren Verbrauch – Ziel ist ein 30 Prozent besserer Wirkungsgrad im Teillastbereich als beim heutigen Skyactiv-G Motor. Den Magermotor will Mazda vermutlich Ende 2018 vorstellen. Der Serienanlauf ist für 2019 avisiert. Sein Debüt soll das Aggregat in der nächsten Generation des Mazda3 haben. Bereits dieses Jahr wird Mazda beim aktuellen Skyactiv-G 2.5 eine Zylinderabschaltung zur weiteren Verbesserung des Teillastwirkungsgrades einführen.

Aber nicht nur die Optimierung des Verbrennungsmotors steht bei Mazda auf der Agenda. 2019 plant man die Einführung eines eigenständigen Elektroautos mit Wankel-Range-Extender. Die sehr kompakte Einheit benötigt wenig Platz. Die neue Antriebstechnik soll in Verbindung mit zwei unterschiedlichen Karosserien angeboten werden.

Beim Vierzylinder-Magermotor wird es nicht bleiben. Man hat Größeres vor. Geplant ist die modulare Ableitung eines Sechszylinder-Reihenaggregats. Damit schließt sich Mazda der Mercedes-Motorenstrategie an. Die Stuttgarter beerdigen ebenfalls ihre V6-Motoren. Angeboten werden könnte der Dreiliter-Sechszylinder unter anderem im nächsten Mazda6, der für 2020 auf dem Plan steht. Die künftige Generation der Mittelklasse-Limousine soll, so ist aus Japan zu hören, auf einer komplett neu entwickelten Heckantriebsplattform stehen. Auch Allradantrieb ist möglich. Passen dürfte der R6-Motor zudem in den CX-9. Mazdas großes SUV wird derzeit in den USA und in Russland angeboten. Ein Export nach Deutschland ist nicht vorgesehen.

Etwas im Kreis dreht sich bei Mazda der Rotationskolbenmotor. Fans hoffen seit langem auf den Nachfolger des vor fünf Jahren eingestellten Wankel-Sportler RX-8. Offiziell lässt Hiroshima zu diesem Thema nichts verlauten. Andererseits gibt es Gerüchte, Mazda könnte durchaus seine bildschöne Sportwagen-Studie RX-Vision mit Wankel-Technik unter dem Namen Skyactiv-R zur Serienreife bringen. Immerhin feiert man dieses Jahr sein 50-jähriges Jubiläum. 1967 war Mazda der erste Autohersteller, der mit dem Mazda Cosmo Sport ein Serienfahrzeug mit Zweischeiben-Wankelmotor in den Handel brachte. Gut möglich, dass in Tokio im Herbst der Bau eines neuen Wankelsportwagens bekanntgegeben wird. (Michael Specht/SP-X)

Erste Fahrt: Der neue Mazda MX5 RF

Mit mehr als einer Million verkaufter Fahrzeuge begeistert der MX-5 seit 1989 Kunden in aller Welt. Hierzu entwickelten Mazdas Ingenieure nicht nur vier Generationen. Zahlreiche Sondermodelle und limitierte Auflagen begeistern bis heute seine Anhänger. Die 4. Generation ist seit 2015 auf dem Markt und setzt ab Februar diesen Jahres mit dem RF (Retractable Fastback) Modell die Messlatte unter den Roadstern nochmal nach oben. Das Hardtop Verdeck gibt dem Wagen außer mehr Stabilität einen Fastback Look und sorgt damit für ein elegantes Auftreten. Unterstützt vom zeitlosen KODO-Design, langgezogener Motorhaube, kurzem Radstand und tiefliegenden Scheinwerfern sowohl vorn als auch hinten unterstreicht er außerdem seine sportlichen Gene bei der Neuauflage des MX5 RF. Design mit Kult-Status trifft Technik der Moderne. Das war das Motto der Ingenieure aus Japan. Das Gesamtpaket bietet Mazda zur Verkaufsveranstaltung am 03. und 04. Februar in Deutschland seinen Kunden zum Kauf an. Bestellbar ist die Design- und Roadster-Ikone bereits seit Dezember 2016 zu einem Basispreis von € 29.890.

Der Mazda MX5 RF im ersten Fahrbericht

Japans Vorzeige Roadster mit Falthardtop

Global gesehen muss sich der Mazda MX5 seinen Mitbewerbern im europäischen und deutschen Markt stellen, denen er selbstbewußt entgegentreten kann. Seine Kundschaft findet er dabei nicht nur unter seinen Loyalisten, die in Clubs organisiert sind. Markante Anleihen seiner Vorgänger nahm man bewußt auf, um den Charakter des MX5 nicht zu verändern. Hierzu gehörten unter anderem die hexagonale Form des unten liegenden Kühlergrills sowie die auf einer horizontalen Achse verlaufende Position der Heckscheinwerfer mit ihren runden Bremsleuchten. Der Blick seiner Front mit den aggressiv wirkenden Front- und Nebelscheinwerfern lassen den MX5 RF breit und bestimmend auf der Straße stehen. Dabei bleibt sein Gesamterscheinungsbild aerodynamisch und agil, was sich gerade in den Verbrauchswerten widerspiegeln soll. Um einen ersten Eindruck seiner Gesamtperformance zu bekommen, lud Mazda ins weltoffene Barcelona. Dort konnten wir auf den Serpentinen einer privaten Straße durch ein Naturschutzgebiet seine dynamischen Eigenschaften bestens testen.

Mit aggressiver Front.

Innenraum Puristisch

Die Innenraumausstattung des MX5 RF ist mit hochwertigen Materialen bestückt und filigran gearbeitet. Sein Cockpit bleibt puristisch, aber doch mit allen notwendigen Informationen angelegt, wie dem Durchschnittsverbrauch und der Restweitenanzeige im Bordcomputer oder dem zentral sitzende Drehzahlmesser. Alle Instrumente sind dem Fahrer zugeneigt. Highlight ist das optional erhältliche SD-Navigationssystem, das über seine Touchfunktion bedienbar ist. Die Ledersitze nehmen Fahrer und Beifahrer sehr gut auf und geben zum sportlichen Fahren den nötigen Halt. Die Rundumsicht beim Fahren mit offenem Verdeck gibt uns das typische Roadster Gefühl. Zwar tief sitzend, aber visuell alles im Griff. Das dreiteilige Hardtop lässt sich in 13 Sekunden vollautomatisch öffnen und schließen. Selbst während der Fahrt bei einer Geschwindigkeit bis zu 10 km/h. Der „Kofferraum“ ist eines Roadsters würdig. Er ist ausreichend für einen Bordtrolley sowie einen Pilotenkoffer und eine kleinere Aktentasche. Mehr muss er auch nicht aufnehmen.

Innenraum puristisch minimalistisch.

Mit nur einem Motor

Zum Verkaufsstart stellt der Automobilhersteller aus Hiroshima entgegen den Vorgängern bislang nur eine Motorisierung zur Verfügung. Den Antrieb bestreitet ein 2.0 Liter Vierzylinder  SKYACTIV-G Motor. Die Leistung beträgt 118 kW (160 PS), das maximale Drehmoment 200 Newtonmeter bei 4.600 Umdrehungen in der Minute. Das ergibt eine CO2-Emission von 161 Gramm. Diese Leistungsdaten beschleunigen den Mazda MX5 RF in 7,4 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, bei einer Höchstgeschwindigkeit von 215 km/h. Kombiniert wird der Euro-6 Motor sowohl mit einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe als auch in der Topversion „Sports-Line“ mit einem Sechs-Stufen-Automatikgetriebe. Weiter setzt Mazda durch den kompakteren und leichteren Motor auf einen traditionellen Hinterradantrieb (RWD). Ob es  nachfolgend noch limitierte Auflagen des RF geben wird, konnte man uns im Media Gespräch nicht beantworten.

Klassischer 2.0 Liter Benziner.

Fahren wie an der Schnur gezogen

Das manuelle Schaltgetriebe, das wir ausreichend testen durften, macht sich bei den ersten Fahrten positiv bemerkbar. Direkt ansprechend mit kurzen Schaltwegen, sportlich und agil begleitet es unsere Fahrt durch die Berge des Hinterlandes von Barcelona. Die ausgesuchten Strecken meistert der MX5 RF mit der geschwindigkeitsabhängigen elektrischen Servolenkung mit souveräner Leichtigkeit in Verbindung mit der . Der tiefe Schwerpunkt lässt uns den Roadster ein wenig wie auf Schienen über die Serpentinen bewegen und wir erhalten immer wieder eine positive Rückmeldung. Der drehfreudige, zuweilen knurrige Motor trägt ebenso zum Fahrspaß bei und vermittelt uns mit seinen 200 Newtonmetern immer ausreichend Kraft auf die Straße zu bringen. Der angegebene Verbrauchswert von 6,9 Liter ist zu unseren Tests am Veranstaltungstag leider nicht zu prüfen.

Fahrspaß dank tiefem Schwerpunkt.

Mit Hardtop mehr Möglichkeiten

Den Einstieg ins Roadster Feeling mit Hardtop bestreitet die Basisversion, der Mazda MX5 RF „Exclusive-Line“ mit einem Listenpreis von € 29.890. Im Serienpaket enthalten liefern die Japaner Klimaautomatik, Digitalradio, MZD Connect mit Sieben-Zoll Farb-Touchdisplay und Zugang zum Internet via Smartphone, Freisprecheinrichtung mit Sprachsteuerung und Bluetooth®, Lederlenkrad, Windschott aus Acryl, Spurhalteassistent (LDWS), 17-Zoll-Leichtmetallbereifung, LED-Tagfahrlicht, Motor Start-Stopp-Knopf, verstärkten Dachhimmel sowie eine Geschwindigkeitsregelanlage mit Begrenzer und elektrische Fensterheber. Zur Aufwertung bietet man nur noch eine Ausstattungsvariante – „Sport-Line“ –  an. Für einen Preis von € 32.090 sind zusätzlich ein Fernlichtassistent (HBC), dynamisches Kurvenlicht (AFS), Spurwechselassistent Plus (BSM), Ausparkhilfe (RCTA), Einparkhilfe hinten, schlüsselloses Zugangssystem Login, BOSE® Sound-System mit neun Lautsprechern (inkl. Lautsprecher in den Kopfstützen), sowie das Mazda SD-Navigationssystem mit 3D-Kartendarstellung, i-ELOOP System zur Bremsenergierückgewinnung und i-stop Start-Stopp-System enthalten. Mit nur zwei optionalen Ausstattungspaketen leistet Mazda wenig Spielraum zur Individualisierung des MX5 RF. Es können bestellt werden ein Technik-Paket (€ 750 für „Exclusive-Line“ – Ausparkhilfe (RCTA), Einparkhilfe hinten, dynamisches Kurvenlicht (AFS), Spurwechselassistent Plus (BSM) und ein Sport-Paket (€ 1.800 für „Sports-Line“ – Domstrebe, Sportfahrwerk mit BILSTEIN® Stoßdämpfern, RECARO Sportsitze in Leder-Alcantara® Kombination). Das Sechs-Stufen-Automatikgetriebe wird mit € 1.900 vergütet.

BOSE® Soundsystem on board und in den Kopfstützen.

Fazit: Der Mazda MX5 RF setzt eine sehr lange Tradition der japanischen Roadster-Experten fort und arbeitet dabei weiter an seinem Kult-Status. Design und Fahrspaß bieten Kaufgrund Nummer eins und zwei. Die Macht wird mit ihm sein.

Im Kult-Roadster von Mazda.

Der Mazda MX5 RF unterstreicht mit seinem frischen Design und den im Trend liegenden Fahrerassistenzsystemen seine „Vormachtstellung“ im Roadster Bereich. Dabei ist der MX5 seit  über  25 Jahren erste Wahl beim Neukauf.

Text: Stefan Beckmann, Bild: Stefan Beckmann und Hersteller

Mazda: Erstmals Dieselfahrzeuge für Nordamerika – Dem Selbstzünder eine Chance

Während nicht wenige Hersteller daran zweifeln, ob der Dieselmotor noch eine echte Zukunft hat, setzt Mazda in Nordamerika mit der Einführung des Selbstzünders im CX-5 ein Zeichen. Ab der zweiten Jahreshälfte 2017 soll der bei uns schon bekannte 2,2-Liter für das SUV auch in den USA und Kanada erhältlich sein. Der neue CX-5 ist damit das erste Mazda-Fahrzeug überhaupt, dass dort mit einer Diesel-Motorisierung angeboten wird.

Obwohl der Diesel für die im Vergleich zu einem Pkw schwereren und mit höherem Luftwiderstand kämpfenden SUV eigentlich eine ideale, weil verbrauchsgünstige Antriebsform ist, konnte er sich im Benziner-Markt Nordamerika bisher kaum durchsetzen. Mazda setzt nun darauf, dass das hohe Drehmoment des Diesels in Verbindung mit dessen geringerem Verbrauch die Käufer auch in einer Zeit überzeugt, indem das Vertrauen in diese Technik durch die VW-Affäre gelitten hat.

Gespeist wird dieses Vertrauen von den Erfolgen auf dem Heimatmarkt. In Japan hatte Mazda 2012 mit der Einführung von Diesel-Modellen überrascht. In dem ähnlich wie in Nordamerika klar von den Benzinern dominierten Markt, hat sich in dieser Zeit der Marktanteil des Diesels seitdem von einem auf 5,7 Prozent erhöht. Auf Mazda entfallen in Japan 70 Prozent aller Dieselverkäufe, was im vergangenen Jahr immerhin knapp über 100.000 Einheiten bedeutete. (Peter Eck/SP-X)

Test: Mazda6 Kombi Skyactiv-G 145

Die neue Mazda Ära soll er als lifestyliger und verlässlicher Kombi vertreten, als Aushängeschild zum Modelljahr 2017 im Mittelklasse Bereich avancieren, der Mazda6 Kombi. Das KODO Design (fließende Bewegungen aus der Tierwelt) inspirierte dabei die japanischen Ingenieure. Seine Front und Seitenlinien sollen zusammen mit seinem SUV Kollegen CX-5 Modell für künftige Fahrzeuge aus dem Hause Mazda stehen. Die Kombivariante des D-Segment Fahrzeugs verbindet dabei tatsächlich modernes Design mit Fahrspaß und hohem Nutzwert. Den Skyactiv 145 PS Benziner mit erstmaliger Fahrdynamik-Regelung G-Vectoring Control konnten wir im 14-tägigen Test erfahren. Den Einstieg findet der sportliche Japaner bei einem Preis von 25.690 Euro.

Mazda6 Kombi Skyactiv-G

Zuverlässigkeit made in Japan
Formschöne Kurven mit eindeutiger Handschrift aus dem Hause Mazda
Formschöne Kurven mit eindeutiger Handschrift aus dem Hause Mazda.

Zuverlässigkeit als Markenbotschaft

Seit 2012 und bereits in der 3. Generation auf dem Weltmarkt fährt der Mazda6 zwar seinem Zyklus Ende entgegen, aber mit dem sogenannten Facelift wollen die Japaner nochmals Gas geben. Trotz der Mitbewerber auf dem deutschen Markt behauptet sich der japanische Autobauer immer wieder im Segment der Flottenmanager und Dienstwagen.Dort steigerte Mazda die Zulassungen um 14 Prozent. Selbst im Bereich der Non-Premium-Mittelklasse des Privatmarktes hält er seit seiner Markteinführung 2013 einen Anteil von 4,6 % in Deutschland. Qualität, Haltbarkeit und Zuverlässigkeit sind die Attribute, die den Mazda6 Kombi auf dem Niveau halten. Dies weist zumindest die aktuelle J.D. Power Kundenzufriedenheitsumfrage aus.

Fahrwerksabstimmung dank
Fahrwerksabstimmung gelungen, auch dank: G-Vectoring Control (GVC).

Dynamische Fahrwerksabstimmung

Unebenheiten und auch ab und zu Schlaglöcher der urbanen Straße steckt der Mazda6 Kombi Skyactiv-G Benziner sehr gut weg und auch bei Ausweichmanövern lässt er sich souverän bewegen. Das fällt bereits nach wenigen Kilometern positiv auf. Hohe Stabilität und komfortables Fahrverhalten können als Markenzeichen des sportiven Kombis gelten. Die leicht zu bewegende Servolenkung gibt zudem ein gutes Gefühl der Rückmeldung. So macht das Fahrzeug auch beim Geradeauslauf eine sehr gute Figur. Die dynamische Abstimmung des Fahrwerks reizt zudem zu flotter Kurvenfahrt. Die erstmals im Mazda6 verbaute Dynamik-Regelung G-Vectoring Control (GVC) passt das Motordrehmoment der Situation an, beeinflusst das Einlenkverhalten und trägt somit zur Stabilisation auf Geraden und in Kurven gleichermaßen bei.

Starke 145 Pferdestärken

Der vom Hersteller angegebene Normverbrauch von 5,6 Litern auf 100 Kilometern ist in der Praxis nicht ganz zu schaffen. Unser Testwagen verlangt gute 6,2 Liter. Das ist aber dennoch ein bemerkenswert guter Wert für ein Fahrzeug wie den Mazda6 als Kombi. Der 2.0 Skyactiv liefert ordentliche 210 Newtonmeter Drehmoment bei 4.000 Umdrehungen pro Minute. Die Kraft des 145 PS starken Motors lässt den ca. 1,5 Tonnen schweren Wagen in 9,6 Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigen. In der Spitze sind bis zu 206 km/h drin, wobei die Abgas-Norm 6 pflichtgemäß erreicht wird. Das sehr gut übersetzte manuelle Sechs-Gang-Schaltgetriebe ermöglicht sportlich-dynamisches Fahren mit kurzen und präzisen Schaltwegen.

2.0 Liter Performance mit 145 PS
2.0 Liter Performance mit 145 PS.

Angenehmes Ambiente

Bei einer Fahrzeuglänge von 4,80 Metern finden nicht nur fünf Personen bequem Platz im Mazda6 Kombi. Bei voller Bestuhlung geizt der Mittelklässler selbst nicht beim Kofferraumvolumen. 522 Liter maximales Fassungsvermögen zählen zu den Werten im oberen Drittel der Klasse. Klappt der Mazda-Fahrer die komplette Rückbank um, eröffnet das Fahrzeug ein Stauvolumen von satten 1664 Litern, was ein unproblematisches Transportieren auch von sperrigen Gütern einfach macht. Zum großzügigen Raumgefühl vorn trägt das klar und übersichtlich strukturierte Cockpit mit dem Instrumententräger als Blickfang und Schaltzentrale bei. Die für den Japaner schon charakteristische Kombination der Bedienelemente führt auch ungeübte Fahrer eines Mazda sehr schnell und intuitiv an die Bedienung von Navigation, Telefonie, Medien und Bordcomputer heran. Ein weiteres Plus sind die bequemen Vordersitze, die sich zwar nur manuell, dafür aber in vielerlei Hinsicht einstellen lassen. Lendenwirbelsäule und Rücken danken das gerade bei längerer Fahrt.

 

Nicht überladenes Cockpit
Nicht überladenes Cockpit.

Neue KODO Optik

Gleitende Bewegungen und fließende Formen aus der Tierwelt oder auch elegant präzise Details eines Bogens führten die japanischen Designer zur KODO Optik des Fahrzeuges. Die Front mit der lang nach vorn gezogenen Motorhaube und einem neuen typischen Mazda-Grill mit dominanter Chromspange und großem Emblem sind ein „Hingucker“. Die schmalen Scheinwerfer mit ihrem LED-Tagfahrlicht enden in einer geschwungenen Sicke, die Front und Heck verbindet. Optisch gestreckt mit seinem langen Überhang demonstriert der Mazda6 Kombi auch von der Rückansicht, dass er breit und athletisch auf der Straße steht.

Viel Ausstattung für wenig Preis

Serienmäßig ist die Ausstattungsvariante „Exclusive“ mit den Features wie einer Ausparkhilfe (RCTA – Das System warnt beim Ausparken aus einer Lücke vor links oder rechts ankommenden Fahrzeugen),  dem City-Notbremsassistenten (SCBS – Kollisionen bis zu einer Geschwindigkeit von 80 km/h werden verhindert bzw. deren Folgen verringert), einer Geschwindigkeitsregelanlage mit Geschwindigkeitsbegrenzer sowie einem Spurwechselassistenten (BSM – Gewarnt wird vor Fahrzeugen, die sich auf den benachbarten Fahrspuren von hinten im sogenannten toten Winkel nähern) ausgestattet. Hinzu kommt das „MZD Connect“, Mazdas Tor zur digitalen Welt. Über den 7-Zoll-Farb-Touchdisplay vereint sind dort der mobile Zugriff auf Internet- und Social-Media-Funktionen sowie ein integriertes SD Navigationssystem. Zum Listenpreis unseres Testfahrzeuges von € 30.190 kommt lediglich der Mehrpreis der Metallic Lackierung von € 750.

Großes Ladevolumen
Großes Ladevolumen.
Fazit:

Der Mazda6 Kombi bietet außer einem ansprechenden Äußeren jede Menge Annehmlichkeiten in Punkto Technologie und Komfort Features. Kombiniert mit seinem Nutzwert, präsentiert er sich nicht nur als familientauglich, er bringt auch noch jede Menge Fahrspaß mit.

[toggle title=“Motor und Getriebe“]

Mazda

6 Kombi Skyactive-G 145

Motor R4, Benziner
Hubraum 1.998 ccm³
Leistung 145 PS @ 6.000 U/min
Kraft 210  Nm @ 4.000 U/min
Getriebe Sechs-Gang-Schaltgetriebe
Antriebsachse Frontantrieb

[/toggle]

[toggle title=“Abmessungen und Fahrleistungen“]

Länge, Breite, Höhe 4.805, 1.840, 1.480   mm
Radstand 2.750 mm
Leergewicht 1.492 kg
Wendekreis 11,0 m
Höchstgeschwindigkeit 206 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 9,6 sec
Normverbrauch 5.6 l/100 km

[/toggle]

[toggle title=“Verbrauch im Test“]

Alltagsfahrer 6.2 l / 100 km
Öko-Experte 5.9 l / 100 km
Außendienst-Modus 6.8 l / 100km

Text und Fotos: Stefan Beckmann

[/toggle]

Rückblick: Der Road Trip zum Mazda-Filmfest

„Toll, toll, toll, Kinder!“, oder: „Cut!, Cuuuuut! Gleich nochmal!”. So oder so ähnlich muss es gewesen sein, als Bjoern mit drei Kollegen zum Mazda RoadTrip nach Rom aufgebrochen ist. Bjoern, seines Zeichens Betreiber von Mein-Auto-Blog.de und wandelndes Lexikon, wenn es um Autos geht, hatte die Idee für diesen Road Trip. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen, was aber auch an den Protagonisten liegt: Nicht nur der Mazda MX-5 spielte die Hauptrolle, sondern auch Jan Gleitsmann von ausfahrt.tv und Jens Stratmann von rad-ab.com. Wir blicken zurück auf dieses einmalige Event.

Der Weg, als nicht ganz einfaches Ziel

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Dicke Sachen waren nördlich der Alpen Pflicht

Gut, zugegeben: Ganz so klischeemäßige Regie-Anweisungen kann ich mir von Bjoern auch nicht vorstellen. Doch dieses Mal standen Jens und Jan im Mazda MX-5 Mittelpunkt, während Bjoern im Hintergrund agierte. Gestartet wurde in Bielefeld, dem Heimathafen der beiden Protagonisten. Vom Bilster Berg aus ging es zunächst nach Augsburg in ein privates Mazda-Museum. Nach Begutachtung der zahlreichen Exponate starteten sie schließlich weiter Richtung Österreich, wo der erste Tag nach weit über 1.000 Kilometern endete. Ein luftiges Vergnügen, schließlich fuhren die beiden Bielefelder immer mit offenem Verdeck. Weitaus komfortabler hatten es die Begleiter im Mazda CX-5. Darin saß, im übrigen, kein geringerer als Dean Malay, der dem ein oder anderen gut als Auto-Bild Redakteur und Moderator bekannt sein dürfte.

Offen nach Italien: Bei Wind und Wetter

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It´s never too dark to be cool – oder so

Tag zwei startete mitten in den österreichischen Alpen. Schnee, Kälte und Eis auf den Scheiben sowie auf dem Stoffdach konnten Jens und Jan nicht davon abhalten, offen zu fahren – schließlich galt es eine Mission zu erfüllen: Offen bis zum Ziel. Da es aber weder in Deutschland noch im Bergigen wirklich warm war, zählten mehrere Pullover, dicke Jacken, dicke Strickmützen und Handschuhe zur Pflicht.

Ob die beiden es wirklich geschafft haben, ihr ehrgeiziges Ziel, die gesamte Strecke mit geöffnetem Dach zu bestreiten, sieht man im Video. Hier sind alle Zwischenstopps, unter anderem bei einem Mazda-Sammler in Italien und auch im Augsburger Mazda-Museum, genauso festgehalten, wie die Ankunft in Rom. Hier gaben sich Hollywood-Größen wie Tom Hanks oder Oliver Stone die Klinke in die Hand – alles begleitet von Mazda, die bereits zum vierten Mal in Folge Sponsor des Filmfests in der italienischen Hauptstadt sind. So kam es auch, dass die Japaner viel Spannendes zu bieten hatten, wie etwa ein MX-5 Autokino. Doch jetzt würde Habbi sicherlich „Klappe und Action“ rufen. Also viel Spaß beim Anschauen des Videos.

Großes Kino: Mazda auf dem internationalen Filmfest in Rom

Bereits zum vierten Mal jährt sich die Kooperation von Mazda und dem internationalen Filmfest in Rom. Dort werden, in historischer Kulisse, neben herausragenden Filmen auch aktuelle Mazda Modelle zu finden sein. Allen voran der neuen Mazda MX-5 RF, der Fastback-Roadster. Zudem haben die Japaner ein Autokino für bis zu 100 MX5-Fans arrangiert, die aus aller Herren Ländern anreisen. Insgesamt finden bis zu 800 Personen Platz auf dem Filmfest und können großes Kino auf 30 Leinwänden erleben. Start ist am 13. Oktober in der ewigen Stadt.

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Sechs beim ersten Date. Der neue Mazda6 2017

Vermutlich ist der Mazda6 als Limousine die am meisten unterschätzte Business-Limousine im Land und als Kombi der attraktivste und dynamischste Beitrag Japans zum Thema der Lifestyle-Familienautos und Nicht-SUVs. Mal ganz abseits des SUV-Trubels hat Mazda weiter still – aber wenig heimlich – am Feinschliff des Mazda6 gearbeitet. Herausgekommen ist der schönste und dynamischste BMW-Ersatz, den man bislang im KODO-Design der Japaner kaufen konnte. Ein erstes Date mit dem Underdog in Spanien!

Mazda6 – Es bleibt alles besser!

Ein BMW-Ersatz? Übertreibt der Autoblogger an dieser Stelle nicht ein wenig? Wer nicht glaubt, wie  sauber und knackig sich der Mazda6 schalten lässt, wie spontan und agil der 2.2 Liter Diesel am Gas hängt, wie freudig der Kombi über das verwinkelte Kurvengeläuf hinter Barcelona tanzt und wie wertig er sich dabei anfühlt – der wird hier aufhören müssen zu lesen und beim freundlichen Mazda-Händler um eine Probefahrt bitten müssen. Und dann wird er merken, dieser Mazda6 verkörpert alles, wofür einst der weißblaue Propeller stand. Doch der Reihe nach.

Bereits seit Anfang 2013 auf dem Markt, hat sich der Mazda6 in Deutschland rund 26.700 mal verkauft. Nicht schlecht. Aber nach drei bis vier Jahren darf eben auch mal die Modellpflege ran. Und hier steht er. Der „neue“ Mazda6. Aber der sieht ja aus wie der „alte Mazda6“? Natürlich bleiben die Bleche gleich und unter dem – bevorzugt in Rubinrot Metallic lackierten – Kleid bleibt es auch beim bekannten Strickmuster. Dennoch lohnte sich die Reise zum ersten Date mit dem Japaner. Denn es wäre kein Japaner, würde man nicht fokussiert auf den Fortschritt an den Details arbeiten. Der Mazda6 bietet ab dem Modelljahr 2017 einen noch komfortableren Dieselmotor und eine neue Skyactiv-Komponente, deren Vorteile man erfahren muss.

Test Fahrbericht 023 Mazda 6 2017

Ort der Liebe

„Der Innenraum wurde mit viel Liebe zum Detail aufgewertet.“ Was sich in einer Pressemappe wohlig liest, bedeutet in der Realität, die Überarbeitung hielt sich in Grenzen. Was nicht wundert. Die Konzentration auf den Fahrer, das Verschmelzen von „Reiter und Roß“ zur Einheit. Es gehört zur Philosophie von Mazda. Sitzplatz-Ergonomie und das „sich zurecht finden“ waren seit 2013 schon sehr gut. Dass der Mazda6 nicht zu den Japanern gehört, in denen man sich als Mittel-Europäer fühlt, als wäre man auf den Schleifstein geschnallt, freut und überzeugt. Das Lenkrad haben die Ingenieure dennoch überarbeitet, ein wenig fragiler wirkt es. Griffiger soll es geworden sein und wer den richtigen Haken in der Bestellliste gesetzt hat, freut sich über eine mögliche Lenkradheizung. Das neue Head-Up Display ist mehrfarbig und nicht mehr so pixelig. Das sieht gut aus. Dass sich die Position des Head-Up Display nun auch über die Memory-Taste der Sitzeinstellung mitspeichern lässt, wirkt sehr durchdacht! Im Cockpit meldet sich ein neues TFT-Display in der Zentraleinheit. Gut zu überblicken, logisch in der Bedienung. Der Rest bleibt, wie er war. Ohne sich als Premium-Marke zu verstehen, war man bereits nah dran, an diesem schwer greifbaren Begriff.

Test Fahrbericht 031 Mazda 6 2017

Dynamisch zum Tanz

Die wichtigste Neuheit ist eine, die man nicht spürt. Oder nur indirekt. Eine Fahrdynamik-Regelung, die man zudem nicht ausschalten kann. Ob die „G-Vectoring Control“ funktioniert? Mazda spricht von einer Fahrdynamik-Regelung, die minimale Anpassungen im Motordrehmoment vornimmt. Bei dem von mir gefahrenen 2.2 Liter Diesel wird hierzu die Einspritzmenge in Abhängigkeit verschiedener Fahrdynamik-Informationen, wie der des Lenkwinkels, verändert. Eine Achs- und Radlast-Verschiebung von 0.01 bis 0.05 g oder 20-40 Kilogramm per Rad soll das Ergebnis sein. Diese genau abgestimmte Verschiebung der Radlasten sorgt für eine gestiegene Seitenführung, für mehr Präzision beim Fahren, für mehr Komfort. Auch für mehr Agilität. Mit G-Vectoring Control stellt Mazda einen weiteren Puzzlestein der Skyactiv-Technologien vor. Es ist der Feinschliff im Detail. Das adaptierte Drehmomentverhalten des Motors sorgt für Stabilität, will damit sowohl Dynamik als auch Komfort der Insassen steigern. Kurz: Weniger Lenkrad-Korrekturen, mehr direkte Agilität. Klingt spannend. Klingt logisch. Aber sind im Schnitt 30 Kilogramm Radlastverschiebung ausreichend, um einen Effekt im Fahrverhalten zu spüren?

In Ermangelung einer Vergleichsmöglichkeit muss das geeichte Prüf-Instrument des Auto-Testers auf die aktuellen Eindrücke zurückgreifen. Das Popo-Meter meldet: Der Mazda6 fährt sich erstaunlich handlich, agil und direkt. Punkt. Einen besseren BMW-Kombi der Mittelklasse hat Mazda nie gebaut. Für ein Auto mit Frontantrieb untersteuert er spät, bleibt lange neutral und vermittelt nicht das Gefühl einer überforderten Vorderachse. Auch wenn im Falle des Testwagens 175 PS und 420 Nm an ihr zerren. Dazu passt dieses knackige und eng gestufte Sechsganggetriebe ganz vorzüglich. Der Mazda6 zieht als Skyactiv-D 175 mit Nachdruck aus dem Bummeltempo an und verliert auch oben herum keine Faszination. Locker dreht sich der Diesel in Richtung „Redline“ und knapp 5.000 Umdrehungen. So ein eifriger Diesel und dabei bleibt er sparsam.

Test Fahrbericht 029 Mazda 6 2017

Leise in Richtung Heimat

Und leise. Sparsam sein, Drehfreude und Kraft – das wären schon drei Attribute, die ausreichend für ein Lob sind. Doch Mazda hat dem 2.2 Diesel noch zwei Kniffe angedeihen lassen, die für Ruhe sorgen. Einmal in Fahrt, knurrt der Diesel erst über 3.500 Umdrehungen als Diesel erkennbar. Darunter ist es ein wohliges Brummeln. Souverän im Klang und gut gedämmt. Ein spezieller Vibrationsdämpfer im Kolbenbolzen (Verbindung zwischen Kolben und Pleuel) entkoppelt Schwingungen und eine feiner abgestufte Mehrfach-Einspritzung des Dieseltreibstoffes sorgt für eine weicher Entzündung. Das Ergebnis? Ein Dieselmotor mit der Laufruhe eines sahnigen Benziners.

Test Fahrbericht 002 Mazda 6 2017

Fazit: Jinba-Ittai

Wenn der Mazda6 aus dem Modelljahr 2017 ab dem 16.9./17.9 bei den dt. Mazda-Händlern steht, ist er erneut gereift. Die Philosophie der Japaner, das in den Mittelpunkt Setzen des Fahrers, das Erleben des Auto als Einheit. Die Verschmelzung von „Ross und Reiter“ nennt Mazda Jinbai-Itta. Und es gelingt ihnen gut. So gut, dass dieses „erste Date“ mit dem neuen Jahrgang zu einer echten Beziehung führen könnte.

[notification type=“notification_info“ ]Der Tipp am Schluss: „Was kaufen?“

Über 60% der Mazda-Käufer greifen zu einem Mazda6 in der höchsten Ausstattungsstufe. Das ist auch meine Empfehlung. Gönnen Sie sich die „volle Packung“. So bleibt die Liebe länger frisch. Der 175 PS Diesel ist eine Top-Empfehlung für Autobahn-Experten und Dauervollgas-Fahrer. Wer in den Bergen wohnt, kann den Mazda6 auch als Allrad-Variante ordern – für den Alltag erscheint mir das aber verzichtbar. Empfehlung: Die aktuelle Sonderausstattung „Nakama Intense“ und wenigstens 150 Diesel PS! Einem Dreier, A4 oder Passat fehlen da echt langsam die Argumente …

[/notification]

Mazda 3 Facelift – Verfeinerungen im Detail

Wie es die Autoindustrie so schön eingeführt hat, kommt es im Produktlebenszyklus eines Fahrzeugs irgendwann zu einer Modellpflege. Die BWL spricht von einem Relaunch. So geht es nun auch dem Mazda 3, der ein umfassendes Facelift zum Modelljahr 2017 erfährt. Neu ist nicht nur das Design der Frontpartie und des Hecks. Auch im Innenraum legten die Japaner Hand an und werteten die Materialien spürbar auf. Read more

Zurück in die Zukunft: Der Fiat 124 Spider

Wir denken zurück an die goldenen Tage, als Fiat noch viel Amore, Stil und sogar Sportsgeist verkaufte. Damals durfte ein flottes Cabriolet im Portfolio natürlich nicht fehlen und so kam es, dass die Italiener 1966 den Fiat 124 Spider auf den Markt brachten. Bis 1985 wurde der hübsche Roadster in verschiedenen Ausbaustufen gebaut. Seinerzeit reichten 90 PS noch für flotte Fahrleistungen, doch das ist mittlerweile vorbei. Außerdem ließen die Italiener den Urahn 1985 auslaufen, ohne ihm einen würdigen Nachfolger zu spendieren. Fiat wurde sonderte sportliche Modelle immer weiter aus, bis das Label Abarth wiederbelebt wurde.  Das hat nun ein Ende: Der neue Fiat 124 Spider will da ansetzen, wo das alte Modell aufgehört hat und neben dem typischen „dolce vita“-Feeling auch den puristischen Fahrspaß nicht zu kurz kommen lassen. Und das klappt bestens – sogar ohne die Abarth-Plakette.

Heutzutage ist es fast undenkbar, dass ein Erfolgsmodell keinen würdigen Nachfolger bekommt. Doch Mitte der 1980er Jahre endete die Ära der schönen italienischen Cabriolets jäh. Zwar gab es Mitte der 1990er Jahr den Fiat Barchetta, der sogar recht erfolgreich war, aber so recht passte er nicht ins Schema des 124. Das hat sich mit der Einführung des neuen Fiat 124 Spider geändert, die am 18. Juni stattfand. Welch Segen! Schließlich will der kleine Italiener nicht nur mit seinem Äußeren, sondern auch mit seinen Fahreigenschaften punkten. Werfen wir aber zunächst einen Blick auf das Blechkleid des neuen Roadsters.

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Kurvige Landstraßen sind sein Revier: Der neue Fiat 124 Spider

Design – Vorsichtiger Retro-Chic

Frisch und modern flirtet der 124 Spider mit der Außenwelt, versäumt es aber nicht, auf etwas Retro-Charme zurückzugreifen. Warum auch nicht, schließlich funktioniert das beim Fiat 500 bestens. Doch ganz so nah am der Historie ist der Roadster dann doch nicht gebaut, sondern setzt gekonnt auf Ähnlichkeiten zum Klassiker. Diese zeigen sich etwa an der Front, die mit ihren mandelförmigen Scheinwerfern die Strahler des Urmodells nachahmen will. Auch die separierten Blinker passen in dieses Bild und rahmen den sechseckigen Kühlergrill ein, der ebenfalls eine Reminiszenz an den Ur-124 darstellt. Hinzu gesellt sich das Fiat-Wappen, das von einem historischen Logo herrührt und eine selbstbewusste Größe zeigt.

Erinnerungen weckt auch die Seitenlinie des neuen Italieners: Zwar kann man dem neuen Fiat 124 Spider klassische Roadster-Proportionen – eine lange Hauben-Partie und ein kurzes Heck – zuschreiben, doch finden sich auch hier Stilelemente des Oldies. Beispielsweise erinnert der elegante Hüftschwung, ausgehend vom Türgriff bis hin zu den Rückleuchten, an das Ur-Modell. Schade nur, dass er – je nach Farbe – etwas untergeht. Am Heck nennt Fiat als Parallele die waagerecht angebrachten Rückleuchten, doch das scheint etwas weit hergeholt.

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Klassischer Hüftschwung als Reminiszenz an das Ur-Modell

Schön ist aber dennoch die Eigenständigkeit des Roadsters, schließlich hat er nicht ausschließlich italienische Gene in sich. Als Basis dient der aktuelle Mazda MX5 – und das tut dem Fiat 124 Spider richtig gut, was die gekonnten Proportionen und das Konzept anbelangt. So bietet der offene Zweisitzer etwa einen brauchbaren Kofferraum, in dem man gerne zwei Wasserkisten transportieren kann. Außerdem passt die Sitzposition: Sowohl Groß, wie auch Klein finden auf den Stühlen angenehm Platz. Leider ist das Lenkrad nicht in der Weite, sondern nur in der Höhe einstellbar, doch das lässt sich recht schnell verschmerzen.

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Innen zeigt sich die Verwandschaft zum Mazda MX5

Innenraum – Wie ein Lederhandschuh

So nimmt man also auf gut geschnittenen Ledersitzen Platz, die zur Lusso-Ausstattung – also der höheren der beiden aktuellen Ausstattungsvarianten – gehören , Platz. Die Sessel bieten einen guten Kompromiss aus sportlichem Halt – der für meinen Geschmack noch etwas ausgeprägter sein dürfte – und Komfort. Und auch sonst liegen alle Bedienelemente gut erreichbar: Der Schaltknauf fällt fast von selbst in die Hand und auch das Infotainment, das vom japanischen Plattformspender stammt, lässt sich nach kurzer Eingewöhnung blind bedienen. Schade nur, dass der Lautstärke-Regler auch auf der Mittelkonsole und nicht am Armaturenbrett sitzt, da man hier intuitiv gerne mal daneben greift. Doch die Eingewöhnung ist kurz und als Alternative steht noch das leicht bedienbare Multifunktionslenkrad bereit. Ansonsten haben die Italiener nicht viel gegenüber dem MX5 geändert. Die Materialien sollen feiner sein und das Ambiente mehr „Emozione“ bieten. Davon merkt man nicht sehr viel, da auch der Mazda eine sehr ordentliche Basis stellt. Allerdings fehlt es an Ablagen für den alltäglichen Krimskrams. Das Handy? Bleibt dank Bluetooth-Verbindung besser in der Hosentasche. Ansonsten fliegt es aus dem Fach in der Mittelkonsole und damit um Innenraum umher. Neben diesem Fach bietet der Fiat noch ein paar Ablagen in der Mittelkonsolen, doch diese sind recht klein und nicht unbedingt praktisch zu erreichen. Auf ein Handschuhfach verzichtet der Fiat 124 Spider gänzlich.

Von der praktischen Seite zeigt sich der 124 aber bei der Dachkonstruktion. Nein, das Stoffverdeck bietet keinen elektrischen Antrieb – und das ist auch gut so, pflegte einst ein charismatischer Politiker zu sagen. Zum Öffnen heißt es schlicht und ergreifend: Hebel ziehen und die leichte Konstruktion einfach nach hinten werfen. Dann mit einem sanften Ruck arretieren – fertig. Der Schließvorgang gehen genauso leicht von der Hand und ist in „Windeseile“ erledigt. Zum Öffnen oder Schließen benötigt man etwa fünf bis sieben Sekunden – je nach Dringlichkeit. Das soll mal ein elektrisches Verdeck nachmachen, zumal es ein paar Kilo mehr auf die Waage bringt.

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Kurvige Landstraßen sind das Zuhause des Fiat 124 Spider

Fahreindrücke – Born to drive

Um sein Gewicht muss sich der 124 Spider aber keine Sorgen machen. Etwas über 1.100 kg wirft er ins Spiel. Damit haben die 140 PS natürlich leichtes Spiel und treiben den Roadster zügig voran. Zusammen mit dem agilitätssteigernden Heckantrieb ergeben sich damit flotte Fahrleistungen. Aus dem Stand auf Tempo 100 benötigt der Zweisitzer gerade einmal 7,5 Sekunden und lässt es erst bei 217 km/h bewenden. Doch diese Stammtischwerte sind nicht das, was den Italiener ausmacht.

Da das Windschott recht klein geriet, weht der Wind bei zügigem Tempo durchaus vehement ins Fahrzeuginnere. Gut so! So fühlt man sich viel näher mit der Natur und dem Fahrerlebnis verbunden und ist nicht so stark vom Geschehen entkoppelt, wie man es von anderen Fahrzeugen kennt. Und um möglichst viel davon zu genießen, empfehle ich Zwischenspurts auf winkligen Landstraßen. Der 1.4 Liter Turbo drückt seine 240 Nm bei rund 2.200 Umdrehungen in der Minute auf die Hinterachse und macht Überholvorgänge auf der Landstraße zum echten Vergnügen. Dabei röhrt der Fiat 124 Spider angenehm und vernehmlich aus seinen beiden Endrohren. Meiner Meinung nach dürfte es ruhig etwa ungestümer sein – aber Schwamm drüber. Die Lösung dafür ist ein beherzter Griff zum Schaltknauf des Sechsgang-Getriebes. Trocken und sauber rücken die Gänge in ihre Gassen und benötigen dafür nur kurze Wege. Genau so wünscht man sich eine Schaltung.

Besonders, da der 1.4er bei Laune gehalten werden will. Mit 30 km/h im dritten Gang eine Bergstraße im Rheingau erklimmen? Das wird schwierig. Also schnell einen Gang runterschalten und das Aggregat bis rund 5.000 Touren drehen lassen, bevor man das nächste Zahnrad bemüht. Unterwegs seziert man nahezu telepathisch die nächste Kurve, da die Lenkung eins mit dem Fahrer und seinem Popometer wird. Sauber zieht der Fiat 124 Spider seines Weges und bietet angenehme Rückstellkräfte gepaart mit einem sauberen Feedback. Dabei nervt der Italiener nicht mit Nervosität, sondern bietet genau die richtige Dosis an Präzision, die man sich wünscht. Hinzu kommt der Heckantrieb: Beherzt mit Vollgas in die Kurve – und zack – rückt das Heck für eine Millisekunde nach außen, bevor die Elektronik sanft eingreift. Ein herrliches Vergnügen.

Preise – gut verdaulich

Herrlich ist auch, dass dieser Fahrspaß recht erschwinglich erscheint. 23.990 Euro verlangt Fiat für die bereits ordentlich ausgestattete Basis. Sie bietet Nettigkeiten, wie eine Klimaanlage, ein MP3-fähiges Radio, 16-Zoll-Leichtmetallräder oder eine Geschwindigkeitsregelanlage. Die „Lusso“-Variante kostet 26.490 Euro und hält eine Lederausstattung, eine Klimaautomatik, 17-Zoll-Alufelgen und eine aufgewertete Optik parat. Das empfehlenswerte Infotainment addiert nochmals 1.000 Euro hinzu. So ist man mit rund 27.500 Euro dabei. Klingt nach viel, besonders, da Mazda den MX5 mit dem 131 PS starken 1.5 Liter Aggregat ab 22.590 Euro anbietet. Doch dieser Saugmotor wirkt weniger sportlich. Der Fiat 124 indes bietet mit dem Turbo – wenn er seinen vollen Schub abgibt – einen nachdrücklicheren Vorwärtsdrankg. Damit relativiert sich der moderate Aufpreis für den Italiener und zeigt, dass Fiat ein wirklich guter Roadster gelungen ist.

Fotos: Marc Frauendorf

Test: Mazda CX-3

200 km/h schnell, so groß wie ein Golf und trotzdem völlig anders, was man sonst so in dieser Klasse fährt? Mazda macht mit demCX-3 vieles anders, vor allem aber besser. Test des B-Segment SUVs mit Golf-Format. 

Sie wollten keinen SUV?

Test Mazda CX-3

Es soll noch Menschen geben, die nicht völlig auf den SUV-Trend abfahren. Autofahrer, die sich für einen Kompakten entscheiden wollen. Für die SUVs nicht in Frage kommen. Eigentlich. Doch selbst Menschen, die eigentlich nie einen SUV fahren wollten, sollten sich den Mazda CX-5 anschauen. Wir haben das getan. 14 Tage war der „Kleine“ bei uns im Test. Es fängt ganz banal bei der Größe an: Mit 1,54 Metern Höhe duckt sich der Japaner flacher auf die Straße als viele andere seiner Klasse, beispielsweise Opel Mokka oder Fiat 500X. Seine Länge von 4,28 Metern lässt ihn jedoch zu den größeren Exemplaren der Gattung Mini-SUV zählen. Das streckt das gesamte Erscheinungsbild. Er wächst damit aber auch in die Kompaktklasse hinein, ein VW Golf ist zum Beispiel nur 4,26 Meter lang.

Test Fahrbericht 012 Mazda CX-3

Kleine Basis, großer Auftritt

Erstaunlich, was so alles aus einem Mazda2 werden kann. Sogar ein SUV. Denn mit dem kleinen Kompakten hat der CX-3 rund 80 Prozent der Teile gemein. Wenn man mal von der genial gut gezeichneten Karosserie absieht. Die eigene Design-Linie nennt Mazda „Kodo“. Die lange Motorhaube, die weit hinten sitzende Kabine mit dem nach Art eines Coupés abgerundeten Dach und den stark sich nach hinten verjüngenden Fensterflächen zeigen Kraft und Vorwärtsdrang. So kennt man das von aktuellen SUV. Die besondere Würze bekommt der CX-3 – wie auch sein größerer Bruder CX-5 – von der Linienführung der Seitenteile, den ab- und aufsteigenden Kurven, den breiten Schultern und dem typischen Mazda-Gesicht. Was das Außendesign angeht, hat Mazda mit Kodo einen guten Lauf.

Außen hui. Innen hui. Das Design des CX-3 wirkt auch im Innenraum extrem gelungen. Gut, das Rot und Weiß, Leder hier, Lack da, könnte einen etwas hippelig machen und auch die weißen Lederbezüge der von uns gefahrenen Sports-Line springen einem sofort ins Auge und – vermutlich – verschmutzen sie ebenso schnell.  Aber der Innenraum wirkt spektakulär und modern. Das dicke, lederne Multifunktions-Lenkrad und die Gestaltung der Armaturentafel schaffen ein Ambiente zwischen Eleganz, Moderne und Sportlichkeit. Es fühlt sich zudem hochwertig an. Allerdings kann der Innenraum das Segment dann nicht mehr verleugnen. Es fühlt sich doch alles sehr heimelig eng an. Ellbogenfreiheit, Kopffreiheit, die Grenzen des B-Segmentes werden spürbar.

Test Fahrbericht 025 Mazda CX-3

Ausstattung auf Premium-Niveau

Genauso lang wie die korrekte Modellbezeichnung – „Mazda CX-3 SKYACTIV-G 150 AWD SPORTSLINE“ des Testwagens ist die Liste der Ausstattungsdetails in Serie und der möglichen Optionen: Sie startet beim City-Notbremsassistenten, der bis 30 km/h den Aufprall verhindern kann, über eine adaptive Geschwindigkeits-Regelanlage, den Spurhalte-Assistenten, LED-Scheinwerfer (!!!), -Nebelscheinwerfer und -Rücklichter (ebenso in LED!!), Fernlicht-Assistenten, Licht- und Regensensor, Sitzheizung, Sechs-Gang-Automatik, Fahrmodus-Schalter, 18-Zoll-Räder, Rückfahrkamera, Head up-Display sowie eine Ausparkhilfe, ein Bose-Soundsystem, dynamisches Kurvenlicht und ein breites Spektrum an Infotainment-Möglichkeiten samt Navigation und ist damit reif für das Premium-Segment.

Ernsthaft. Mit den LED-Lichtern, auch für die Nebelscheinwerfer, in Verbindung mit dem aktiven Kurvenlicht macht der kleine CX-3 die Nacht zum Tag. In seinem Segment dürfte das den Maßstab darstellen.

Test Fahrbericht 007 Mazda CX-3

Antrieb und Vortrieb

Einmal entgegen dem aktuellen Trend bitte. Auch unter der Haube: Hier sitzt ein Zwei-Liter-Benziner, genannt „Skyactiv-G 150“, mit 150 PS bei 6.000 Umdrehungen und 205 Newtonmetern Drehmoment. Ein klassischer Saugmotor. Drehzahlstark, aber elastisch zu fahren. Mit seinem Normverbrauch von 6,3 Litern auf 100 km sollte er dennoch in die Zeit passen. Doch wer die Leistung von 150 PS abruft, ist auf hohe Drehzahlen des ebenso hoch verdichteten 16V-Benziners (14:1) angewiesen. Zurück in die gute alte Zeit.

Im Test-Alltag weckt der Skyactiv-G 150 Erinnerungen an „die guten alten Zeiten“. 150 PS Saugmotor, 16V-Ventiltrieb und rund 1350 Kilogramm für Auto und Fahrer. Wer sich flott vorwärts bewegen will, der darf sich nicht scheuen, am gut zu schaltenden 6-Gang Getriebe fleißig in den Übersetzungen zu rühren. Wer sich ranhält, erntet einen beeindruckenden Vorwärtsdrang, ganz nach guter alter „16V-Sitte“ der 90-Jahre.

Obwohl der CX-3 ein wenig nach SUV aussieht, fährt er sich ganz klassisch wie ein Kompakter. Die Vorderachse ist unter Zug etwas unterdämpft, vermutlich Ergebnis der längeren und härteren Federn, die man nutzt, um das Fahrzeug höher zu legen, offenbart aber ansonsten keine Schwächen. Im Gegenteil. Der CX-3 wedelt munter über Landstraßen, scheut sich nicht vor zackigen Kurvenfahrten und lebt von der Drehfreude seines 2-Liter Benzinmotors. Dass es 2016 noch kompakte Autos gibt, im SUV-Segment, die sich so lebendig fahren – eine echte Wonne!

Testverbrauch

Mazda spricht von 6.4 Litern auf 100 Kilometer für den 150 PS Benziner. Ein Wert, den wir nicht erreicht haben. Auf der Minimal-Runde sind wir mit 6.2 Litern zufrieden gewesen. Der Alltag pendelt sich jedoch eher bei 7.7 Litern ein. Allerdings verführt der CX-3 auch zu einer flotten Gangart. Seine lebendige Art, der drehfreudige Motor, das reflexartige Fahrverhalten in Kurven – alles immer bezogen auf die Tatsache, in einem SUV-chen zu sitzen – verpasst einem viel Fahrspaß. Da sind auch 8 Liter in Ordnung. Wer den Alltag jedoch auf der Autobahn verbringt, der kann auch den großen Durst erleben. Tacho 215 sind machbar, angegeben wird der CX-3 G-150 mit 200 km/h. Wer die auf langen Strecken nutzt, landet locker über der 10.5 Liter Marke!

Fazit

Ach? Sie wollten nie einen SUV? Aber Ihnen gefällt die Design-Linie von Mazda so gut wie uns? Ein Kompakter würde ausreichen, die Familie ist noch klein, oder die Kinder bereits aus dem Haus? Und im Alltag fahren Sie kaum mehr als 12.000 Kilometer im Jahr? Bingo. Der CX-3 macht einen auf „putziges“ SUV, ist dabei ein echter Spaßbringer. Die Verarbeitung stimmt ebenso. Gute Gründe, sich einmal die Preisliste genauer anzuschauen und mit dem freundlichen Mazda-Händler einen Termin zu vereinbaren!

[toggle title=“Motor und Getriebe“]

Mazda CX-3 Skyactiv-G 150 AWD 6-Gang
Motor R4, Benziner, Saugmotor, Hoch verdichtet
Hubraum 1.998 ccm³
Leistung 150 PS @ 6.000 U/min
Kraft 204 Nm @ 2.800 U/min
Getriebe 6-Gang Getriebe, manuell
Antriebsachse Allradantrieb, Hang-on, variabel

[/toggle]

[toggle title=“Abmessungen und Fahrleistungen“]

Länge, Breite, Höhe 4.275, 1.765, 1.535  mm
Radstand 2.570 mm
Leergewicht 1.310 kg
Wendekreis 10,6 m
Höchstgeschwindigkeit 200 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 8.7 sec
Normverbrauch 6,4l /100 km

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[toggle title=“Verbrauch im Test“]

Alltagsfahrer 7,0 – 7,5 l / 100 km
Öko-Experte — l / 100 km
Außendienst-Modus 10,5+ l / 100 km
 Neue Normrunde (klein) 6,2 l / 100 km

[/toggle]

(Fotos: Bjoern Habegger)

Mazda präsentiert lebendige Geschichte

  • Projekt von Mazda Händler Auto Frey und Mazda Motors Deutschland GmbH
  • Historisches Straßenbahndepot in Augsburg wird zum Auto-Museum inklusive Eventbereich umgebaut
  • 60 bis 70 historische Mazda Modelle erzählen die eindrucksvolle Mazda Geschichte – Eröffnung im Frühjahr/Sommer 2016

Eine der größten privaten Sammlungen historischer Mazda Fahrzeuge wird ab diesem Jahr zum ersten Mal öffentlich zu bestaunen sein: Der Augsburger Mazda Händler Auto Frey eröffnet mit Unterstützung der Mazda Motors Deutschland GmbH im Frühjahr/Sommer 2016 unter dem Namen „Mazda Classic – Automobil Museum Frey“ ein Automobilmuseum mit angeschlossenem Eventbereich in der Augsburger Innenstadt. Damit wird die eindrucksvolle Geschichte des unkonventionellen Automobilherstellers aus Hiroshima zum ersten Mal außerhalb Japans, wo Mazda ein eigenes Museum betreibt, in vollem Umfang für jedermann sichtbar und erlebbar. Die offizielle Eröffnung ist für Frühjahr/Sommer 2016 geplant.

Bei einem Besuch von Mazda Classic wird der eine oder andere Besucher vielleicht überrascht sein, dass die japanische Marke nicht erst seit kurzem mit ihren SKYACTIV-Modellen im KODO Style durch attraktives Design, innovative Technologie und Fahrspaß überzeugt. Schaut man sich zum Beispiel den Mazda Luce sowie das Mazda Familia 1000 Coupé von 1966 oder den Mazda Cosmo Sport von 1967 an, wird schnell deutlich, dass Mazda auch schon damals für exzellentes Design stand. Technologisch ist die Entwicklung und Produktion der RX-7 Baureihe ab 1978 über drei Generationen mit ihren verschiedenen Ausbaustufen des Zweischeiben-Kreiskolbenmotors nur ein zeitgenössisches Beispiel für außergewöhnliche Mazda Technologie. Und der Mazda MX-5 belebte 1990 nicht nur das Roadster-Segment neu, sondern war schon damals Sinnbild für puren Fahrspaß.

Mazda Museum 002 Frey Augsburg

Das in einem historischen Straßenbahndepot in Entstehung befindliche Projekt Mazda Classic wird auf einer Fläche von mehr als 1.500 m² Platz für 60 bis 70 Fahrzeuge aus der über 140 Mazda Fahrzeuge zählenden Sammlung von Auto Frey bieten. Einen Schwerpunkt werden nahezu alle jemals produzierten Mazda Modelle mit Kreiskolben- bzw. Wankelmotor bilden – angefangen beim legendären Mazda Cosmo Sport über verschiedenste Mazda RX-Modelle aus den 70er, 80er und 90er Jahren bis hin zum einmaligen Mazda Rotary Pick Up Abschleppwagen oder dem Mazda Parkway Bus mit Kreiskolbenmotor. Die Geschichte des Kreiskolbenmotors und dessen erfolgreicher Massenproduktion durch Mazda wird den Besuchern natürlich auch nicht vorenthalten.

Weitere Highlights der Fahrzeugausstellung, die in regelmäßigen Abständen verändert werden wird, sind verschiedene Mazda Modelle, die offiziell nie in Deutschland verkauft worden sind, unter anderem der Mazda K360, ein dreirädriger Leicht-LKW sowie der erste Mazda PKW R360 Coupé von 1960, das Mazda Familia 1000 Coupé von 1966, den Mazda Luce RX87 von 1969 oder der Mazda AZ-1 von 1992. Natürlich werden auch hierzulande bekanntere historische Mazda Modelle, angefangen vom ersten ab 1972 offiziell verkauften Mazda 616 über die Erfolgs-Baureihen Mazda 323 und Mazda 626 bis hin zum Mazda MX-5 der ersten Generation von 1990 oder die Xedos-Modelle aus den 90er Jahren gezeigt.

Neben den Ausstellungsfahrzeugen werden zahlreiche interessante, bemerkenswerte und unterhaltsame Geschichten – auch in Form von großformatigen Displays – über Mazda erzählt, die den Besuchern den Pioniergeist, die unkonventionelle Denkweise und Mazdas Leidenschaft für außergewöhnliche Technik näher bringen.

Direkt angrenzend an das Museum wird sich innerhalb der historischen Bausubstanz ein etwa 650 m² großer, attraktiv gestalteter Eventbereich anschließen, der für Veranstaltungen zur Verfügung stehen wird und das Projekt über den reinen Museumsbetrieb hinaus langfristig erfolgreich gestalten soll. Darüber hinaus wird ein rund 270 m² großer neuer Anbau in passendem historischen Stil errichtet, der unter anderem eine Gastronomie sowie einen Mazda Classic-Shop beherbergen wird.

Geplant ist außerdem, dass sich Mazda Classic auch als Anlaufstelle für Oldtimer-Clubtreffen mit Mazda Fahrzeugen oder für markenübergreifende Oldtimer-Veranstaltungen etabliert und damit zu einer festen Größe in der Oldtimerszene wird.

Mazda3 – Der kleine Diesel vervollständigt das Angebot

Eigentlich halten sie bei Mazda ja dem Saugmotor die Treue. Also auf Seite der Benziner. Bei den Dieselmotoren geht es jedoch ohne Turboaufladung nicht. Allerdings ist der bekannte 2.2 Liter Vierzylinder für den kompakten Mazda3 durchaus eine Ansage. Nicht jeder braucht in einem 4.5 Meter langen Kompakten einen 150 PS Dieselmotor. Jetzt gibt es auch eine kleinere Alternative unter der Motorhaube des im Kodo-Design gezeichneten Japaners.

Downsizing mit Sinn und Verstand

Vorstellung: Mazda3 mit 105 PS Dieselmotor

Mit 1.5 Litern Hubraum ist der neue Dieselmotor noch einmal ein wenig kleiner als die Motoren im Wettbewerbsumfeld. Das macht dem Voll-Aluminiummotor jedoch nichts. Sollen die anderen doch 1.6 Liter im Golf, Auris oder Seat nutzen – hier reichen die 1.5 Liter um 270 Nm bereit zu stellen.

Der kleine Diesel ist unter anderem aus dem CX-3 bekannt
Der kleine Diesel ist unter anderem aus dem CX-3 bekannt

Aber so gänzlich neu ist der Motor ja gar nicht. Man konnte ihn bereits im CX-3 und dem Mazda2 (Polo-Klasse) ordern. Jetzt also nun auch im Mazda aus dem Golf-Segment. Downsizing und Gürtel enger schnallen, lauten ja die Devise. Da klingen die 3.8 Liter die man bei Mazda für den NEFZ-Verbrauch angibt schon ziemlich spannend. Eine 3 vor dem Komma ist doch früher nur etwas für ausgereizte Sparmobile gewesen. Der Mazda3 da hingegen bietet Platz für 5. Und einen ordentlichen Kofferraum. Und natürlich eine Ausstattung die man in dem Segment erwartet. Vom City-Notbremsassistenten bis hin zu den Annehmlichkeiten wie Klimaautomatik und Co.

Der knapp 1.3 Tonnen leichte Mazda3 kann locker den 150 PS Diesel vertragen. Aber auch mit dem neuen Triebwerk ist der Kompakte Japaner ausreichend zügig unterwegs. Wer sich für den kleineren Diesel interessiert, tut dies vermutlich wegen der reizvollen Verbrauchswerte und den damit im Alltag verbundenen Einsparungsmöglichkeiten.

Die 105 PS und 270 Nm reichen aus um den Mazda3, wenn man es darauf anlegt, binnen 11.0 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 zu beschleunigen. Die linke Spur beansprucht der Mazda 3 mit dem cleveren Dieselmotor bis Tempo 185.

Das der neue Dieselmotor mit variabler Turbinengeometrie aufwartet, aufwendig auf leise getrimmt wurde und für einen Diesel sehr niedrig verdichtet (14.8:1) wurde, von alledem bekommt der Fahrer maximal ein knurriges Fahrgeräusch in der Stadt mit.

Einsteigen ab 20.690 €

Der Listenpreis beträgt laut Konfigurator 23.190€ – wer sich den Mazda3 allerdings die Tage zusammenstellt, dem werden 20.690 € in der Center-Line Ausstattung angezeigt. Und 23.890 € in der hochwertigen Sports-Line Ausstattung. Den größeren Diesel gibt es ab 25.590 € (UVP: 28.090,00€). Mit diesen 1.700 € Differenz lässt sich beim kleinen Diesel locker für 22.500 km der Sprit bezahlen.

Ob es am Ende der „kleine“ Diesel sein soll, oder doch der Große? Man muss es bei einer persönlichen Probefahrt entscheiden. Und dann sollte man sich gleich einmal die „Stufenheck“-Variante zeigen lassen. Denn das KODO getaufte Design der Japaner sorgt für die vermutlich attraktivste „Kompakt-Limousine“ die man bislang gesehen hat. Fast schon ein viertüriges Coupé und die sind ja derzeit auch so richtig in Mode.

 

 

Friends of MX-5

Ganz ehrlich. So ein Mazda MX-5 hat natürlich durchaus ein Problem. Ein Image-Problem. Als puristischer Roadster nach britischer Sitte geht er einfach nicht durch. Dafür ist der Japaner viel zu zuverlässig. Zu problemlos in der Handhabung. Weil er aber zugleich klein, leicht und noch viel wichtiger, mit dem klassischen Antriebslayout gesegnet ist, ist er eigentlich sogar viel besser als das Image seiner Vorbilder. Und er ist vor allem etwas, was man heute fast vergessen hat: Ein Drivers-Car. Trotz seines natürlichen Habitats, wegen dessen man ihn gerne in der Nähe von Eisdielen parkt.

So macht man sich Freunde: Das Global Cup Car auf der Rennstrecke

Friends of MX-5

Ab auf die Rennstrecke

Der Gummi klebt auf dem Asphalt. G-Kräfte, die einem jeden Eisbecher aus der Hand rutschen lassen. Wer sich auf dieses Abenteuer einlässt, der hat alle Vorurteile über Bord geworfen. So gut das eben geht, wenn ein grober Sicherheitskäfig und ein Fangnetz den Fahrer im kleinen Cockpit fixieren. Zugegeben: Einsteigen war für „Nicht-Normgrößen“ eine Herausforderung. Die Tür zu öffnen, funktioniert wie bei jedem anderen MX-5 auch. Doch dahinter lauert das Wirrwarr aus Stahlrohren. Und ein großer schwarzer Schalensitz mit Ohren. Das Lenkrad ist zum Glück mit einem Handgriff abnehmbar. Nur so gelingt das Einfädeln in diesen kleinen Roadster. Fangnetz zu. Helm auf. Bereits im Stand bellt sich der 1.6 er unter der Haube in das Herz des Motorsport-Jüngers. Knackig bleibt das Getriebe zu schalten, die Kupplung ist Serie und lässt sich ebenso bedienen. Der MX-5 will den Renn-Novizen nicht blamieren, er will begeistern. Und das tut er einfach.

Messerscharf lässt sich das Global Cup Car an die Curbs zirkeln. Der Scheitelpunkt wird blind getroffen, der Grip der Hinterachse zaubert ein Lächeln in das Gesicht des Piloten. Dank dem glasklaren Feedback der 215er, der speziell für das CupCar gefertigten BF Goodrich-Slicks auf der Vorderachse,  findet sich die Ideallinie auf dem Parcmotor Castelloli easy ein.

PS-Zahlen? Verrät man noch nicht. Noch finden die letzten Verifizierungen des neuen Cup Cars in den USA statt. Aber so 170 PS sollten schon anliegen. Und das ist das Geheimnis des Mazda MX-5 Global Cup Car. Seine DNA. Anstatt einfach nur mit der feisten PS-Schaufel den Fahrer totzuschlagen und zu überfordern, geht man beim Hersteller aus Japan einen anderen Weg.

Ernsthaftigkeit, Spaß und Leidenschaft. Gegossen in die knackige Figur des MX-5. Bereitgestellt für die Rennstrecke. Ohne Hobby- und semi professionelle Rennfahrer zu überfordern. Je weniger Leistung, desto größer ist nun einmal die Lernkurve. Anstatt in jeder Kurve grob das Grip-Limit zu überschreiten, gehört der MX-5 als „Global Cup Car“ zu den Rennfahrzeugen, mit denen man beides kann: Den Zugang zum Motorsport auf finanziell überschaubarer Basis zu stemmen – und dennoch Spaß dabei zu haben. Stunde um Stunde, Runde um Runde an den eigenen Fähigkeiten zu feilen.

Mazda MX-5 05 Global Cup Car

Das macht das MX-5 Global Cup Car aus

Unter seiner Haube röhrt noch immer der Serien-Vierzylinder mit 2,0 Liter Hubraum. Ein spezielles Motorsteuergerät und eine Edelstahl-Auspuffanlage von einem US-Experten stimmen die Klangfarbe des Saugmotors neu ab, heben die Leistung an und sorgen dank Serien-Triebwerk für eine überschaubare Kostenbasis. Größere Kühler sorgen sich jedoch um die thermische Gesundheit. Das manuelle 6-Ganggetriebe wurde nicht angefasst. Das Sperr-Differential an der Hinterachse bekam eine Kühlung verpasst. Die gröbsten Veränderungen muss das Interieur über sich ergehen lassen.Vom Serien-Armaturenbrett abgesehen, gibt es eigentlich auch kein Interieur mehr. Nacktes Blech, meterlange Stahlrohre für den Sicherheitskäfig.

Eine Sitzschale empfängt den Fahrer, Hosenträgergurte fixieren ihn. Erst das aufgesteckte Lenkrad ermöglicht den Ein- und Ausstieg. Die Sitzposition ist mit knackig, fix und exzellent trefflich umschrieben.

Das Fahrwerk ist mit verstellbaren Dämpfern und einem verstellbaren Front-Stabi aufgerüstet, entspricht in seiner sonstigen Geometrie jedoch der Serie. Da bereits der Serien MX-5 eine unfassbar gute Balance bietet, passt auch im Cup-Car das Layout. Die 17-Zoll Leichtmetallfelgen bekommen speziell von BFGoodrich entwickelte 215/60 ZR 17 Slick-Reifen übergezogen. Selbst die Bremsanlage ist nah an der Serie, soweit man dort die Brembo-Bremsanlage ordert. Einzig neue Beläge und eine nachbehandelte Bremsscheibe und Bremsschläuche aus Stahlflex werden ausgerüstet. Damit es der Bremse nicht zu warm wird, fliegen die Nebelscheinwerfer heraus und machen Platz für eine Kühlluft-Öffnung.

Mazda MX-5 19 Global Cup Car

FIA, IMSA, SCCA und NASA – aber nur in den USA

Im Global Cup Car werden alle Regularien erfüllt. Egal, ob FIA-Käfig oder Feuerlösch-System. Der Ansatz der Japaner, aus dem Eisdielen-Racer einen „Racer“ werden zu lassen, wird mit aller Ernsthaftigkeit umgesetzt. Dummerweise und jetzt kommen wir zum „aber“, gibt es das Global Cup Car derzeit nur in den USA. Ein Anruf bei der dt. Presse-Stelle von MAZDA sollte aber Klarheit bringen, welche Kosten für den Import aufgerufen werden. Denn man denkt auch bei MAZDA in DE hart darüber nach, wie man das Global Cup Car auf dt. Rennstrecken bekommt. Der Basis-Preis des MX-5 in seiner Hardcore-Variante liegt bei rund 50.000 $.

Mazda MX-5 34 Global Cup Car

Virtual Racing

Wer sich das „Cup Car“ erst einmal virtuell anschauen will, der kann das tun. Und gleich in den Rennbetrieb einsteigen. Ohne deswegen das heimische Wohnzimmer verlassen zu müssen. Und 50.000 $ stehen dann auch nicht auf der Rechnung.

Um das Thema „Global Cup Car“ zu pushen, hat sich Mazda dazu entschieden, eine virtuelle Rennserie zu starten. Die iRacing-Plattform wurde dazu ausgewählt, eine Challenge zu starten und bietet die Chance, den Sprung vom „virtuellen Racing“ zum echten Racing zu schaffen. Am Ende wartet der „Mazda Laguna Raceway“ in Kalifornien auf die Besten!

Das deutsche Qualifying wird unter dem Motto „Rennen Deines Lebens“ in Kooperation mit  „AUTO BILD“ durchgeführt und folgt der 2015 ins Leben gerufenen Eventreihe „Defining moments“.  Ab dem 22. April startet Mazda hierfür die Bewerbungs-Möglichkeiten. (Wir werden erneut berichten und stellen den Link zur Aktions-Webseite online!)

Friends of MX-5

Das gesamte Programm steht unter dem Motto: „Friends of MX-5“. Mit vier Modellgenerationen MX-5 hat Mazda eine erfahrbare Ikone im Roadster-Bereich geschaffen. Eine riesige Fan-Gemeinde hat sich rund um den japanischen Roadster gebildet und Mazda möchte den Fans etwas zurückgeben. Dem Enthusiasmus der MX-5-Fans will man mit exklusiven Live-Events begegnen. Möglichkeiten schaffen, die Marke und die Leidenschaft zu erleben. Und für den, der es richtig heiß und schnell mag, die Chance auf die Rennstrecke ermöglichen. Oder gleich zum Kauf eines „Global Cup Cars“ verführen. Was wir an dieser Stelle im übrigen nur wärmstens empfehlen können. Für 50.000 $ ist das schon fast ein unmoralisches Angebot …

mazda mx-5 global cup car bjoern habby helm

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Komme mit mir auf eine 360°-Runde im Mazda MX-5 Global Cup Car auf der Rennstrecke von Parcmotor Castellioli.  Am Steuer der Ex-F1 Pilot und Le Mans Gewinner: Johnny Herbert!

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Eine Runde mit Alexander Bonn von ausfahrt.tv, auf dem Parcmotor Rundkurs:


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Test: Mazda CX-5 Skyactiv-G 160 AWD

Ein mächtiges Mazda-Logo prägt den ebenso mächtigen Kühlergrill. Für einen Japaner steht der CX-5 ordentlich dominant auf der Straße. Kodo hat Mazda die Designsprache der aktuellen Modelle getauft und mit dem Facelift des CX-5 gewinnt der SUV der Japaner noch einmal an Schick und Prestige. Man kommt nicht umhin, bereits vor dem ersten Einsteigen ein „Hui, der sieht aber gut aus…“ zu flöten. Doch der Testwagen kam mit einem Benzinmotor zum Test. In einem SUV? Da greift der Deutsche doch lieber zum Diesel. Der Schwerpunkt lag also schnell auf der Frage: Was kann der CX-5 mit seinem „Skyactiv-Benziner“? Und schluckt der nicht ordentlich Sprit?

Sparsamer Schönling?

Mazda CX-5 Skyactiv- G 160 AWD im Test

1.450 Kilogramm! Es ist kein Geheimnis. Je leichter ein Auto, desto sparsamer kann man unterwegs sein. Oder andersherum, jedes Kilogramm Gewicht schlägt auf die CO2-Bilanz. Der CX-5 gehört zu den „Leichtgewichten“ seiner Klasse. In Verbindung mit dem leichten Voll-Aluminium-Benzinmotor wird so die Basis zur Effizienz gelegt. Ganz ohne Diesel. Ganz ohne Batterie-Technik. Und dennoch mit Allradantrieb. Damit geht Mazda einen völlig anderen Weg als die Mitbewerber.

Der von uns gefahrene G-160 Benziner ist jedoch nur eines von vielen Triebwerken. Mazda hat ein buntes Programm davon aufgefahren. Allerdings wird die Auswahl zum Teil an Ausstattungslinien und die Frage nach Front- oder Allradantrieb gekoppelt. Die beiden stärksten Motoren, einen 192 PS Benziner oder den 175 PS Diesel gibt es nur mit Allradantrieb und auch nur in der „Sports-Line“-Ausstattung. Und in der Basis-Ausstattung „Prime-Line“ gibt es weder Allradantrieb noch ein Automatikgetriebe und auch nur zwei Motoren: Entweder den 165 PS Benziner (ein Brüderchen zu unserem Triebwerk, aber mit Allradantrieb verliert der Motor nominal „5 PS“, den Abgaswerten zuliebe), oder dem 150 PS Diesel. (Mehr zum Skyactiv-Diesel gibt es hier / klick)

test fahrbericht 002 mazda cx-5 G-165 awd

Einsteigen und fahren

Dafür kauft man sich einen SUV. Weil man so bequem ein- und aussteigen kann. Und weil man so wunderbar gut über den Dingen sitzt. Der CX-5 macht hier keine Ausnahme. Gute Platzverhältnisse und ein weiträumig verstellbarer Arbeitsplatz. Lenkrad und Sitze lassen sich gut auf die jeweiligen Fahrer einstellen. Die Komfort-Funktion „Keyless-Go“ gehört zu unserem Testwagen dazu. Praktisch ist das auf jeden Fall.

Der recht lange Radstand von 2.70 Metern sorgt für einen Innenraum mit guten Platzverhältnissen sowohl vorne als auch in Reihe zwei. Mit dem Facelift im vergangenen Jahr hat die Materialwahl im Innenraum noch einmal ein wenig vom japanischen Pragmatismus der 80-Jahre abgelegt und wirkt dank vieler weicher Oberflächen angenehm wertig.

test fahrbericht 001 mazda cx-5 G-165 awd

Langstrecken im Benziner-SUV?

Unser Testwagen durfte dieses Mal ordentlich Kilometer schrubben. Und das ganz ohne Dieselmotor. Es gab einige schnelle Autobahn-Etappen und viele Stunden im täglichen Stau-Verkehr. Das Testprogramm des CX-5 mit seinem Benziner war in diesem Fall also ideal gewählt, um dem Verbrauchsverhalten dieser Kombination auf den Zahn zu fühlen.

Skyactiv-Benzinmotor G-160

Die Besonderheit des Benziners im CX-5 ist die Skyactiv-Technologie von Mazda. Hinter dieser Technik versteckt sich beim Benzinmotor eine Kombination aus verschiedenen Maßnahmen. Eine extrem hohe Verdichtung (14:1), eine Benzin-Direkteinspritzung mit Sechslochdüsen und Mehrfacheinspritzung. Ein Motor, dessen Reibung minimiert wurde, dessen Ventiltrieb optimiert wurde, mit effizient arbeitenden Öl- und Wasserpumpen und nicht zuletzt einer sehr sensiblen Klopfregelung, einem ausgefuchstes Thermomanagement und einem „4 in 2 in 1 Abgaskrümmer“ (ähnlich einem Fächerkrümmer im Motorsport). Heraus kommt ein Benziner mit 160 PS und 208 Nm. Am Drehmoment erkennt man jedoch bereits die Schwäche des CX-5. Drehmoment kommt ganz klassisch und nur in überschaubarer Dosis zum Einsatz.

test fahrbericht 008 mazda cx-5 G-165 awd

Start-Stopp-System

Den Motor während der Standzeiten, zum Beispiel vor Ampeln, auszuschalten, gehört heute zum Standard. Bei Mazda hat man jedoch eine besonders clevere und elegante Lösung für die Start-Stopp-Automatik gefunden. Die Motoren stoppen und die Umdrehung der Kurbelwelle wird so kontrolliert, dass immer einer der Zylinder ein zündfähiges Arbeitsgemisch besetzt. Das sorgt nicht nur für ein besonders schnelles „wieder Anspringen“ (binnen 0.35 Sekunden), sondern reduziert auch jedwede Belastung von Peripherie-Komponenten des Motors, wie zum Beispiel dem Anlasser oder der Starterbatterie.

Erstaunlich sparsam, dieser Skyactiv-Motor

Der CX-5 Testwagen wurde bei uns nicht geschont, sein Durchschnittsverbrauch mit rund 7.8 Litern sorgte für Stirnrunzeln. Selbst zügige Autobahn-Etappen nimmt der Benziner nicht übel. Wer sich im Bereich um die 160 km/h hält, bleibt locker unter der 10 Liter Marke. Und wir reden hier noch immer über einen SUV mit ordentlich Stirn-Fläche.

Dass der Benziner ohne Aufladung auskommen muss, merkt man indes am Drehmoment. Wer zügig vorankommen will, der hält den Vierzylinder fleißig auf Drehzahl. Das treibt das Verbrauchsniveau nach oben. Wer sich ein wenig kontrolliert, pendelt zwischen 7 und 8.5 Litern im Alltag. Je nachdem, wie viel Autobahn-Anteil erledigt werden muss. Dass man mit einem Benziner-SUV keine Verbrauchsrekorde aufstellt, war uns vorher klar. Mazda gibt den Normverbrauch mit 6.7 Liter an. Da sind die 7-8 in der Realität dennoch ein fairer Wert.

test fahrbericht 007 mazda cx-5 G-165 awd

Der SUV ersetzt den Kombi

Kompakte SUVs sind die neuen Familienkombis. Heute fährt Papa den SUV und überlässt den Kombi den Vertretern. Sorgen um das Gepäck muss man sich auch beim CX-5 nicht machen. Mit rund 500 Litern im normalen Zustand und bis zu 1.620 Litern bei umgeklappten Rücksitzen wird der CX-5 zum geräumigen Kombi-Ersatzwagen.

Dass sich der CX-5 zudem handlich fahren lässt und sich kaum einer Seitenneigung hingibt, unterstützt zudem das Gefühl, eher in einem normalen Kombi denn in einem SUV zu sitzen. Der Wendekreis ist mit 11.7 Meter nicht besonders klein, die gut unterstützte Servolenkung lindert dieses Problem jedoch wenigstens im Ansatz.

Dass man einen SUV mit Allradantrieb ordert, dürfte klar sein. Welche Schmach müsste man sich ansonsten antun, würde man im Winter mit durchdrehenden Rädern am Hang hängen bleiben wie Nachbars „Standard-Kombi“. Dass man im Falle des CX-5 den Allradantrieb weder auf der Gewichtsseite noch auf der Komfortseite und auch nicht beim Durchschnittsverbrauch als Übeltäter ansehen kann, unterstützt die Wahl des AWD-CX-5.

Nur billig ist das nicht mehr

Den 160 PS-Benziner mit 6-Gang Schaltgetriebe und Allradantrieb gibt es ab der Exclusiv-Line und 31.390 €. Da gehört dann das neue i-Activsense Assistenzsystem bereits zur Grundausstattung. Das umfasst unter anderem eine Ausparkhilfe, die den Querverkehr überwacht, einen Berganfahrassistenten,  den Notbrems-Assistenten für die Stadt und einen Totwinkel-Warner. Tempomat und Start-Stopp-System sind ebenso an Bord. Und auch das 17.8 Zentimeter Multimedia-Display mit Bluetooth-Kopplung für das Smartphone.  Und an der Front leuchten Voll-LED-Scheinwerfer mit Kurvenlichtfunktion. In dieser Klasse ebenso ungewöhnlich: Sogar die Nebelscheinwerfer sind in einer LED-Version ausgeführt. Das LED-Licht ist zudem über alle Zweifel erhaben!

test fahrbericht 006 mazda cx-5 G-165 awd

Fazit:

Mazda macht beim SUV einiges anders. Aber nichts verkehrt.

Der Mazda CX-5 überzeugt sogar als Benziner. Und das auch auf der Langstrecke. Ein fahraktiver SUV mit sparsamem Antrieb, cleveren Technik-Lösungen und gutem Raumgefühl. Sein Design erspart sich Extravaganzen und unter dem Blech brilliert er mit neuen Ideen.

 

SUV und Benzinmotor? Passt.

Alternative zu: Nissan Qashqai, Kia Sportage, Ford Kuga
Passt zu: Menschen, die keinen Diesel mögen
Das überzeugt: Das Design und die Verarbeitung.

Mazda

CX-5 G-160 AWD

Motor Vierzylinder, Benziner, Saugmotor, DI
Hubraum 1.998 cm³
Leistung 160 PS @ 6.000 U/min
Kraft 208 Nm @ 4.000 U/min
Getriebe Manuelles 6-Gang Getriebe
Antriebsachse Allradantrieb mit schlupfunabhängi-er aktiver Drehmomentverteilung „Active Torque Split“ über elektronisch geregelte Lamellen-Ölbadkupplung vor dem Hinterachs-Differenzial

 

Länge, Breite, Höhe 4.555, 1.840, 1.710  mm
Radstand 2.700 mm
Leergewicht 1.450 kg
Wendekreis  11,7
Höchstgeschwindigkeit 197 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 10,5 sec
Normverbrauch 6,7 l/100km

 

Alltagsfahrer  8,3 l/100km
Öko-Experte  7.2 l/100km

Test und Text: Bjoern Habegger

Fotos: Mazda

Weltpremiere in New York: MAZDA MX-5 RF

Deckel drauf

Mazda präsentiert am Vorabend der New York Autoshow die Mazda MX-5 Variante mit versenkbaren Hardtop!

Mit dem versenkbaren Hardtop wird aus dem Mazda MX-5, im geschlossenen Zustand ein sportliches Coupé. So rein von der Optik her. Elektrisch geöffnet, bleibt der MX-5, was er war: Ein „sleeker“ Sport-Roadster.

Offen fahren, praktischer interpretiert

Den MX-5 mit „Hardtop“ oder Blech-Faltdach zu ordern, hat ganz praktische Gründe. Wieder einmal denkt man bei Mazda anders als bei den Mitbewerbern. Einen kleinen Roadster mit Stoffdach anzubieten, ist die Erfüllung der puristischen Ansprüche. Den MX-5 jetzt auch mit einem „versenkbaren Hardtop“ auf den Markt zu bringen, erfüllt die Wünsche der „praktisch“ veranlagten „All-Jahres-Roadster-Fahrer“.

RF steht für „Retractable Fastback“

Bis Tempo 10 km/h lässt sich das Hardtop, dessen optische Nähe zu einem „Fastback“ eindeutig zu erkennen ist, versenken. Das reicht, um noch schnell an der Ampel los zu rollen oder auf dem Parkplatz die Zeit zu nutzen und während des Einparkens das Dach bereits zu schließen.

Offen jetzt auch automatisch

Den „komfortableren“ Aspekt des Hardtop-Roadsters spielt Mazda nun auch mit einer Automatik-Variante des MX-5 RF. Unter der Haube pocht das 160 PS-Aggregat mit zwei Litern Hubraum, bekannt aus dem Roadster mit Stoffdach. Doch nur für den „RF“ gibt es zudem eine Sechsstufen-Automatik in der Auswahl.

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Grau statt bunt

Wem die eindrucksvollen Rot-Töne der Mazda-Palette zu viel Aufmerksamkeit erheischen, der wird sich zudem über die nun verfügbare „Machine Grey“ Farbgebung freuen.

Dieser subtil elegant und zugleich wertig wirkende Farbton setzt sich aus drei Schichten zusammen: einer Farbschicht, einer reflektierenden Schicht mit extrem dünnen, hellen Aluminiumflocken sowie einem Klarlack. Die Aluminiumflocken sorgen für das tiefe Finish, das Schimmern bei Lichteinfall und den metallischen Look, während sichtbare tiefschwarze Pigmente in der Farb- und der reflektierenden Schicht der Lackierung eine schwarze Note verleihen und die kontrastierende Wirkung verstärken.

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Wann der Mazda MX-5 RF zu uns auf den Markt kommt, steht noch nicht fest. Der Herbst wäre ein guter Zeitpunkt für den Roadster mit seinem integrierten Hardtop. 

News: Genfer Automobilsalon 2016 – Die Neuheiten von A bis Z

Alfa Romeo:
Auf der IAA in Frankfurt zog die potente Version der Giulia das Publikum an, in Genf präsentiert Alfa nun die zivileren Varianten der Mittelklasse und die überarbeiteten Mito und Giulietta.

Audi:
Die Ingolstädter zeigen ihr neues City-SUV Q2 der Weltöffentlichkeit. Auf Basis des A3 soll es gegen BMW X1 oder Mercedes GLA antreten. Da die Technik aus dem modularen Querbaukasten stammt, dürften die Motorisierungen etwa zwischen 100 und 180 PS liegen, eine Sportversion darüber, und mit Front- und Allradantrieb kombinierbar sein. Darüber hinaus präsentiert Audi in der Schweiz den RS Q3 performance.

Bentley:
Sanft geliftet und auf Wunsch gewachsen präsentiert sich der Bentley Mulsanne. Neben der Standardausführung der Luxuslimousine bieten die Briten erstmals eine Langversion ihres Flaggschiffs an. Mit rund 5,83 Metern Länge überragt sie das kurze Modell um 25 Zentimeter. Beide Längenvarianten verfügen über ein neues Entertainmentsystem mit herausnehmbaren Tablets für die Passagiere auf der Rückbank. Umfassend im Detail überarbeitet zeigt sich das Design. Unter anderem gibt es einen breiteren Kühler, neue seitliche Lufteinlässe und einen geänderten Heckstoßfänger.

BMW:
Der 7er fährt in zwei auf verschiedene Weise elektrisierenden Versionen zum Frühlings-Messeauftakt: Neben dem Topmodell der Reihe, M760Li xDrive, debütiert der Plug-in-Hybrid-7er in drei Varianten. Der 6,6 Liter große Zwölfzylinder-Turbobenziner im M760Li xDrive leistet 441 kW/600 PS und beschleunigt die Langversion in 3,9 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h, maximal auf 250 km/h mit M Driver’s Package ist erst bei 305 km/h Schluss.
Als Plug-in-Hybrid 740e iPerformance feiert der 7er auch in Langversion und Allrad-Modell 740Le in Genf Premiere. Angetrieben werden die Steckdosen-Hybride von einer Kombination aus Vierzylinder-Turbobenziner (190 kW/258 PS) und Elektromotor (83 kW/113 PS). Zusammen bringen sie es auf eine Systemleistung von 240 kW/326 PS. Das E-Aggregat ist in die 8-Gang-Automatik integriert. Mit vollgeladenem Akku verbraucht die Oberklasse-Limousine 2,1 Liter auf den ersten 100 km.

Der 7er fährt in zwei auf verschiedene Weise elektrisierenden Versionen zum Frühlings-Messeauftakt, hier der Plug-in-Hybrid
Der 7er fährt in zwei auf verschiedene Weise elektrisierenden Versionen zum Frühlings-Messeauftakt, hier der Plug-in-Hybrid

Darüber hinaus zeigen die Münchner den Hybrid-Sportwagen i8 in limitierter Auflage. Die i8 Protonic Red Edition ist das erste einer Reihe von Sondermodellen. Es unterscheidet sich durch rote Lackierung mit grauen Akzente, spezielle Leichtmetallräder, Sitze und Seitenverkleidungen mit roten Ziernähten und Carbon-Details von den Standard-Modellen.

Borgward:
Der kürzlich wiederbelebte Autohersteller will ein weiteres Modell präsentieren: Nach der Vorstellung des Prototypen des Mittelklasse-SUV BX7 auf der letztjährigen IAA soll es sich nun nach Medienberichten um ein kleineres SUV handeln.

Bugatti:
Als Nachfolger des Veyron stellt Bugatti in Genf den Über-Sportler Chiron vor, laut Bugatti der „leistungsstärkste, schnellste, luxuriöseste und exklusivste Serien-Supersportwagen der Welt“. Der nach einem erfolgreichen Bugatti-Rennfahrer benannte Wagen soll seinen luxuriösen und am Ende 1.200 PS starken Vorgänger in jeder Hinsicht übertreffen. Berichten zufolge leistet der 16-Zylindermotor nun 1.500 PS und beschleunigt den Chiron damit auf Geschwindigkeiten von deutlich mehr als 400 km/h beschleunigen. Ganz im Zeitgeist soll es den – auf unter 500 Einheiten limitierten – Chiron auch mit Hybridsystem geben. Mehr als 100 Bestellungen für den Boliden liegen bereits vor.

Citroen:
Aus dem Citroen Jumpy Multispace wird der Spacetourer, mit moderner Sicherheitsausstattung und wohnlichem Ambiente soll der Kleinbus nun auch Familien ansprechen. Der Kunde hat die Wahl zwischen drei Längen. Auch die dritte Transporter-Generation entsteht in Gemeinschaftsarbeit mit Peugeot und Toyota. In der Studie Hyphen gibt sich der Spacetourer in der Konzeptfahrzeug-Variante als Abenteuermobil mit robuster Beplankung und Nachrüst-Allradantrieb. Auch ein Sondermodell des C4 Cactus in Zusammenarbeit mit der Surfmarke Rip Curl feiert in Genf Premiere.

Ferrari:
Der FF-Nachfolger Ferrari GTC4 Lusso kommt wieder mit Allrad, erstmals kombiniert mit Hinterradlenkung. Das Design wird nur leicht überarbeitet, unter der langen Haube des Viersitzers bleibt es beim V12-Sauger mit 6,3 Litern Hubraum, der nun aber 507 kW/690 PS leistet, das maximale Drehmoment liegt bei 697 Newtonmetern. So beschleunigt der GTC4Lusso in 3,4 Sekunden auf 100 km/h, maximal wird er 335 km/h schnell. Der weiterentwickelte Allradantrieb und Hinterradlenkung soll den Shooting Brake zusammen mit elektronisch gesteuerten Dämpfern noch dynamischer machen. Im neu gestalteten Cockpit kommt zum ersten Mal der zehn Zoll große Touchscreen zum Einsatz.

Der FF-Nachfolger Ferrari GTC4 Lusso kommt wieder mit Allrad, erstmals kombiniert mit Hinterradlenkung
Der FF-Nachfolger Ferrari GTC4 Lusso kommt wieder mit Allrad, erstmals kombiniert mit Hinterradlenkung

Fiat:
Mit dem Fiat Tipo will Fiat den Kompaktklasse-Markt von unten aufrollen. Nach dem Stufenheck kommt nun die in für Europa gebaute Fließheck-Version. Auch hier dürfte der günstige Preis – die Limousine kostet ab 13.990 Euro – ein wesentliches Verkaufsargument sein.

Nach seinem Debüt bei der Autoshow in Los Angeles zeigt sich der Fiat 124 Spider nun erstmals in Europa, bevor er im Juni zu den Händlern rollt. Zudem dürfte eine Abarth-Version des offenen Sportlers in der Schweiz gezeigt werden.

Ford:
Die Kölner zeigen den gründlich überarbeiteten Kuga. Und unter anderem feiert die neueste Generation des Ford-Infotainment-System Premiere, das vor allem eine bessere Vernetzung mit dem Smartphone und eine komfortablere Sprachsteuerung bieten soll. Das Bediensystem wird darüber hinaus deutlich vereinfacht, die Knöpfchenflut auf dem Armaturenbrett eingedämmt.

Honda:
Die zehnte Generation des Honda Civic kündigt sich in der Schweiz an, wo der sehr seriennahe Prototyp des Fünftürers debütiert. Die Neuauflage wird optisch weniger exzentrisch ausfallen als die letzten Modelle mit ihrem futuristischen Styling.

Mit der Studie Vision S gibt Skoda einen Ausblick auf sein kommendes Mittelklasse-SUV
Mit der Studie Vision S gibt Skoda einen Ausblick auf sein kommendes Mittelklasse-SUV

Hyundai Ionic:
Mit dem Ioniq bringen die Koreaner ihr erstes dezidiertes Öko-Modell und das gleich in drei Varianten: als Hybrid, Plug-In-Hybrid und Elektroauto. Die Elektroversion mit Strom für 250 Kilometer nimmt Batteriefahrzeuge wie Chevrolet Bolt oder Nissan Leaf ins Visier, die Plug-In-Version mit 51 Kilometern elektrischer Reichweite zielt vor allem auf den VW Golf GTE, der konventionelle Hybrid ist speziell auf den Gegner Toyota Prius zugeschnitten.

Jaguar:
Mit 322 km/h Höchstgeschwindigkeit setzt der Jaguar F-Type SVR eine Duftmarke unter den Sportcoupés. Schon als R-Version leistet der 5,0-Liter-V8-Kompressorbenziner 405 kW/550 PS und ist 300 km/h schnell. Die höhere Geschwindigkeit erreichen die Spezialisten durch weiter gesenktes Gewicht und nochmals angehobene Leistung. Der V8 soll nun auf 575 PS kommen und Coupé wie Cabrio in 3,7 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen.

Kia:
Kia bringt mit dem Optima das erste Plug-in-Hybrid-Fahrzeug der Marke mit zur Frühjahrsmesse nach Genf. Das Mittelklasse-Modell fährt dank größerer Batterie 54 Kilometer elektrisch. Für den Antrieb sorgen ein Zweiliter-Benziner mit 113 kW/154 PS und ein 50 kW/67 PS starker Elektromotor. Zusammen schicken sie 149 kW/202 PS an die Vorderräder. Den Verbrauch gibt Kia mit 1,6 Litern (37 g CO2/km) an.

Daneben feiert auch der Optima Kombi Premiere. Während die Limousine bereits seit Januar in Deutschland erhältlich ist, wird die praktischere Variante der koreanischen Mittelklasse erst im September zu den Händlern kommen. Hinter der großen Heckklappe des 4,86 Meter langen Optima verbirgt sich ein Kofferraum mit 553 Litern Volumen.

Zudem zeigt Kia den für Mitte 2016 erwarteten kleinen Hybrid-Crossover Niro. Das Design des 4,36 Meter langen Hybridmodells verrät eine enge Verwandtschaft zum größeren Kompakt-SUV Sportage. Angetrieben wird der Niro von einer Kombination aus 1,6-Liter-Benziner (77 kW/105 PS) und einem 32 kW/44 PS starken Elektromotor, der Crossover soll rund 3,8 Liter auf 100 Kilometern verbrauchen.

Lexus:
Mit dem dynamischen Oberklassecoupé LC 500 hat Lexus bereits zu Jahresbeginn auf der Auto Show in Detroit für Aufsehen gesorgt. Nun wird der 2+2-Sitzer in Europa gezeigt – erstmals in der Hybridversion. Für den 500h nutzen die Japaner auf Verbrennerseite einen 220 kW/299 PS starken 3,5-Liter-V6-Benziner. In Kombination mit einem Elektromotor leitet dieser bis zu 264 kW/354 PS Richtung Hinterachse.

Um das Jahr 2020 will Lexus eine Limousine mit Brennstoffzellen-Antrieb auf den Markt bringen. Das Konzeptauto, das auf der Tokio Motor Show im Oktober debütierte, zeigt die noble Toyota-Tochter nun auch in Genf. Der 5,30 Meter lange, mit Allrad ausgestattete LF-FC gibt darüber hinaus einen Ausblick auf die nächste Generation der Oberklasse-Limousine Lexus LS.

Mazda:
Die Japaner bringen ihren Wankelmotor-Sportwagen RX-Vision mit, der im Oktober in Tokio Premiere feierte. Darüber hinaus bekommt der Bestseller Mazda3 einen neuen, 1,5-Liter-Dieselmotor, der 3,8 Liter je 100 Kilometer verbrauchen soll.

Maserati:
Der erste Offroader in der mehr als 100-jährigen Geschichte der Marke kommt ab Mai zu den Händlern. Der Levante trägt eine aggressive Front ähnlich wie Ghibli und Quattroporte, die allerdings weniger sportlich als bullig gestaltet ist. Zweigeteilte Scheinwerfer reichen bis an den großen, aufrecht stehenden Kühlergrill heran. Von der Seite kann man die sportlichen Proportionen mit niedrigem, nach hinten abfallenden Dach, ansteigender Fensterlinie, breiter C-Säule und stark modellierten hinteren Radhäusern erkennen. Das neue SUV ist serienmäßig unter anderem mit adaptiven Dämpfern, Allradantrieb und Acht-Stufen-Automatikgetriebe ausgestattet.

McLaren:
In der Liga der Supersportler spielt der McLaren 675LT Spider, der ohne Dach und mit 496 kW/675 PS und 700 PS Drehmoment die Herzen der Fans erwärmt. Bis Tempo 100 benötigt der McLaren 2,9 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 326 km/h.

Mit dem 570GT präsentieren die Briten zudem das dritte Modell der Einstiegsbaureihe Sport Series und gleichzeitig die praktischte Variante. Die zur Seite öffnende Heckklappe bietet im Vergleich zu den anderen beiden Sportwagen einen zusätzlichen Stauraum von 220 Litern. Wie bei den anderen Sportwagen der Marke steht auch hier die Zahl in der Modellbezeichnung für die Leistung; in diesem Fall kommt der bereits bekannte 3,8-Liter-V8-Motor auf 419 kW/570 PS. Damit erreicht der zweisitzige Mittelmotor-Renner Tempo 100 in 3,4 Sekunden. Die Preise für den 570GT starten bei 195.350 Euro, ausgeliefert wird ab Ende des Jahres.

Mercedes:
Die Stuttgarter leisten ihren Beitrag zum Traumwagen-Portfolio der Messe: Für Normalsterbliche fährt das viersitzige Cabrio der C-Klasse vor. Das Design der Frischluft-Variante mit Softtop lehnt sich natürlich an das des Coupés an, von dem die offene Variante auch die Motoren übernimmt. Mercedes verspicht im geschlossenen Zustand eine Geräuschkulisse auf dem Niveau des Coupés. Die Luftfederung soll Komfort weit über Klassendurchschnitt garantieren. Daneben debütiert auch das Mercedes-AMG C 43 4MATIC Coupé. Der 3,0-Liter-V6-Biturbo leistet 270 kW/367 PS, die über die neue Neungang-Automatik hecklastig auf alle vier Räder verteilt werden.

Mitsubishi:
Einen ersten Ausblick auf das Facelift des Kompakt-SUV ASX zeigt der Hersteller am Genfer See mit dem neu gestalteten Kühlergrill und überarbeitetem Antriebsprogramm in Form eines auffällig gestalteten Showcars im Abenteuer-Look. In gleichem Stil ist auch der neu aufgelegte Pick-up L200 zu sehen.

Nissan:
Auf dem Stand der Japaner gibt die Studie „IDS“ (Intelligent Driving System) einen Ausblick darauf, wie sich Nissan das autonome Fahren vorstellt. Aktiviert der Fahrer den Autopiloten, verschwindet das Lenkrad, das Kombiinstrument weicht einem großen Touchscreen und die Sitze drehen sich zueinander – aus dem Cockpit wird so eine gemütliche Lounge, in der (nicht nur) der Fahrer entspannen kann, während die Technik sich um das Fahren kümmert. Zudem zeigt wie künftige Individualisierungen von Qashqai und X-Trail aussehen könnten – mit mattschwarzer Karbonfaser, Details in goldigem Kupferton und Goldperlen-Lederpaspeln.

Die Marke mit dem Blitz zeigt eines der aufregendsten Konzept der Messe: das Sportwagen-Showcar Opel GT
Die Marke mit dem Blitz zeigt eines der aufregendsten Konzept der Messe: das Sportwagen-Showcar Opel GT

Opel:
Die Marke mit dem Blitz zeigt eines der aufregendsten Konzept der Messe: das Sportwagen-Showcar Opel GT. Der kleine, leichte Frontmittelmotor-Flitzer steht gleich in mehrfacher Hinsicht in der Tradition der gleichnamigen Ikone aus dem Jahr 1968. Eine entzückende, nicht übermotorisierte Spaßmaschine in bezahlbarem Preisrahmen wie der Ur-GT könnte daraus entstehen, aber nur vielleicht. Der 1,0-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner basiert auf den Triebwerken aus Adam, Corsa und Astra und leistet im Sporttrimm 107 kW/145 PS. Die Kraft wird über ein sequenzielles Sechsganggetriebe an die mit einer mechanischen Differenzialsperre ausgestattete Hinterachse geschickt. Weil der Zweisitzer weniger als 1.000 Kilo auf die Waage bringt, genügt ihm die Leistung um in weniger als acht Sekunden auf Landstraßentempo zu beschleunigen.

Mit etwas eleganterer Optik, LED-Scheinwerfern, der neuesten Infotainment-Generation und einem aktuellen Motor aus dem Astra wappnet Opel den Mokka, nun mit dem Namenszusatz „X“ versehen, für die zweite Lebenshälfte. Von außen wirkt vor allem die Front verändert, eleganter und weniger verspielt als zuvor. Der aus dem Astra bekannte 1,4-Liter-Turbobenziner erweitert das Antriebsportfolio des Mini-SUV als 110 kW/150 PS starke Variante.

Porsche
Offizielle Messepremiere feiert der 718 Boxster. Auch der Einstiegs-Roadster erhält im Zuge seines Facelifts kleine Turbomotoren und wird dabei zum Vierzylinder-Sportler. Leistungseinbußen gibt es durch das Downsizing jedoch nicht – im Gegenteil, der erstmals eingesetzte Turbolader macht bereits die 53.646 Euro teure Basisvariante 220 kW/300 PS stark. Außerdem präsentieren die Zuffenhausener den 911 R, als sehr sportliche Sonderedition ohne Turbo.

Peugeot:
Mit bis zu neun Sitzen, moderner Sicherheitsausstattung und wohnlichem Innenraum soll der neue Peugeot Traveller nicht nur Gewerbetreibende, sondern auch Familien überzeugen. Der Kunde hat die Wahl zwischen drei Längen. Auch die dritte Transporter-Generation entsteht in Gemeinschaftsarbeit mit Citroen und Toyota. Eine Studie des Travellers präsentiert sich als Genf zudem als rollendes Hightech-Büro. Darüber hinaus feiert auch das Facelift des Peugeot 2008 Premiere.

Renault:
Die Grandtour genannte Kombivariante des Renault Mégane kommt im Sommer auf den Markt. Zum Debüt gibt es zunächst die Top-Ausführung GT zu sehen, die mit sportlichem Design, Allradlenkung und 151 kW/205 PS unter anderem gegen Seat Leon ST Cupra und Ford Focus ST Turnier antritt.
Mit der vierten Generation des Scénic feiert ein weiteres Kompaktmodell Premiere. Der Van verabschiedet sich vom nutzwertgetriebene Familienlaster-Design und übernimmt Merkmale des Mini-SUV Captur sowie des Crossover-Vans Espace. Dazu kommen mehr Bodenfreiheit und geringere Karosserieüberhänge. Auf den Markt kommt der Scénic in der zweiten Jahreshälfte.

Bereits im Sommer geht das erste SUV der Spanier in den Verkauf, in der Schweiz ist es zum ersten Mal für die breite Öffentlichkeit zu sehen
Bereits im Sommer geht das erste SUV der Spanier in den Verkauf, in der Schweiz ist es zum ersten Mal für die breite Öffentlichkeit zu sehen

Seat:
Bereits im Sommer geht das erste SUV der Spanier in den Verkauf, in der Schweiz ist es zum ersten Mal für die breite Öffentlichkeit zu sehen. Der Ateca ist 4,36 Meter lang, beim Radstand von 2,64 Metern sitzen auch Erwachsene hinten kommod, der Kofferraum fasst 510 Liter. Viel Technik stammt aus dem VW-Konzernregal. Einstiegsmotorisierung ist der 1,0-Liter-Dreizylinder aus dem Konzern mit 115 PS. Das knackige Kleid hingegen könnte spanischer gar nicht sein, erinnert in der Linienführung an den Leon.

Skoda:
Mit der Studie Vision S gibt Skoda einen Ausblick auf sein kommendes Mittelklasse-SUV. Das 4,70 Meter lange Showcar bietet bis zu sieben Personen in drei Sitzreihen Platz. Optisch orientiert sich der Allrader mit seinen scharf geschnittenen Karosserielinien und dem selbstbewussten Kühlergrill am Design der Modellpalette um Octavia und Superb. Die Technik kommt aus dem VW-Baukasten, den auch der gerade neu aufgelegte VW Tiguan nutzt. Mit 4,43 Metern und fünf Sitzplätzen ist dieser aber eine Nummer kleiner als das tschechische Konzeptfahrzeug.

Smart:
Mit dem Marktstart des neuen Smart Fortwo Cabrio debütiert in der Schweiz das limitierte Sondermodell „BRABUS edition“.

Ssangyong:
In Genf präsentieren die Koreaner die Langversion des Mini-SUV Tivoli: Der XLV ist gut 20 Zentimeter länger, misst 4,40 Meter. Bei unveränderten Radstand kommt der Zuwachs komplett dem Kofferraumvolumen zugute, das auf beachtliche 720 Liter wächst. Das Design des Tivoli bleibt erhalten, die Proportionen verschieben sich zugunsten des großen Heckabteils. Für den Vortrieb stehen die bekannten 1,6-Liter-Motoren zur Wahl.

Darüber hinaus zeigt die Marke einen neuen 48-Volt-Hybrid-Antriebsstrang: Das Konzeptfahrzeug SIV-2 – das das Design des Kompakt-SUV Korando vorweg nimmt – wird von einem 1,5-Liter-Turbobenziner angetrieben, der mit einem 10 kW/14 PS starken E-Motor-Generator und einer 0,5 kWh großen Batterie kombiniert ist.

Subaru:
Wie das kompakte SUV XV künftig aussehen könnte, zeigen die Japaner auf ihrem Stand. Das „XV Concept“ kennzeichnet eine markante Frontpartie, ausgestellte Radkästen und ein Unterfahrschutz betonen den robusten Charakter des Konzeptfahrzeugs. Flankiert wird die Studie von der aktuellen Subaru-Modellpalette, unter anderem dem aktuellen XV in optisch aufgefrischte Version.

Suzuki:
Mit dem Baleno bringt Suzuki ein bisschen Bodenhaftung ins teilweise recht abgehobene Segment der Kleinwagen. Was nicht zwingend Verzicht bedeutet: Als erster Suzuki fährt der Baleno mit automatischer Abstandsregelung und Notbremsfunktion. Eine Touchscreen-Navigation samt iPhone-Integration mit Apple CarPlay ist auf Wunsch an Bord.

Toyota:
Die Serienversion des auf der IAA als Konzept gezeigten Hybrid-SUV C-HR hat am Genfer See ihren ersten Auftritt. Optisch und technisch orientiert sich der kleine Crossover an der IAA-Studie CH-R Concept. Auch deren Hybridantrieb dürfte in die Serie einfließen, alternativ wird es einen Turbobenziner geben. Zudem sollen die steife Struktur und der niedrige Schwerpunkt der neuen Toyota-Plattform TNGA für gute Handling-Eigenschaften sorgen.

Volvo:
Der Nachfolger des großen Kombis V70 heißt nun V90 und kommt im Spätsommer auf den Markt. Optisch orientiert sich der Kombi bis zur B-Säule direkt an der kürzlich vorgestellten Limousinen-Variante S90, dahinter schließt sich ein geräumig wirkendes Gepäckabteil mit einer nur sanft abfallenden Dachlinie an. Als Abschluss am Heck gibt es eine relativ schräge Klappe. Das Antriebsprogramm dürfte weitgehend dem der Limousine und dem technisch ebenfalls verwandten Luxus-SUV XC90 entsprechen, die mit Vierzylindermotoren zwischen 140 kW/190 PS und 235 kW/320 PS zu haben sind. Dazu kommt ein 300 kW/407 PS starkes Plug-in-Hybridmodell mit einer elektrischen Reichweite von rund 50 Kilometern. Traditionell stark ist Volvo bei Assistenzsystemen – da soll auch der große Kombi keine Ausnahme machen. Darüber hinaus zeigen die Schweden das Facelift des Kompakten V40, das sich die 2012 aufgelegte Kompakt-Baureihe vor allem in der Frontansicht verändert: Die mit dem Oberklasse-SUV eingeführten Tagfahrleuchten „Thors Hammer“ zieren nun auch das Gesicht von V40 und der robuster beplankten Version V40 Cross Country.

VW:
Nachdem das in der Planung schon recht weit fortgeschrittene Mini-SUV Taigun nun doch nicht gebaut wird, zeigen die Wolfsburger nun in Genf andere Pläne: Eine SUV-Studie unterhalb des Tiguan soll dort Premiere feiern. Daneben wird das Facelift des Kleinstwagens Up zu sehen sein, das unter anderem mit den neusten Konnektivitäts-Merkmalen ausgestattet ist. Darüber hinaus ergänzt ein 66 kW/90 PS starker Benziner das Antriebsangebot.

News: Mazda RX-Vision – Liebesgrüße aus Paris

Kaum ist das Konzept-Fahrzeug Mazda RX-Vision auf der Bildfläche erschienen, schon wurde es zum „Most Beautiful Concept Car of the Year“ gekürt. Zunächst wurde die Flunder auf der Tokyo Motor Show Ende Oktober 2015 enthüllt, Ende Januar konnte der Mazda dann eine Jury von Design-Experten überzeugen. Auf dem 31. Festival Automobile International in Paris entschieden Fachleute aus Motorsport, Architektur, Mode und Design und wählten den RX-Vision zur schönsten Design-Studie.

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Mazda-Kaufprämie – Einmal das teuerste Extra wählen

Lederausstattung? Assistenzsysteme? Sitzheizung? Wer mit spitzen Bleistift kalkuliert, spart sich bei seinem Neuwagen die Extras. Bei einer Verkaufsaktion münzen die Mazda-Händler das in einen Vorteil um: Bei Abschluss eines Kaufvertrages bekommt der Kunde die teuerste Ausstattungsoption gratis – allerdings nur am 29. und 30. Januar.

So gibt es zum Beispiel Lederausstattung mit elektrischer Sitzverstellung (Wert: 2.000 Euro) für das Kompakt-SUV CX-5. Für das Mini-SUV CX-3 steht zum Beispiel das Technik-Paket, das unter anderem adaptiven Tempomat, Kurvenlicht und Bose-Sound-System enthält (Wert: 1.300 Euro), zur Wahl.

IAA 2015 – Das Mazda SUV-Concept Koeru

Sie gehören zu den kleinsten Automobil-Herstellern der Welt und sind dennoch enorm innovationsstark. Und konsequent auf dem ganz eigenen Weg unterwegs. Vermutlich gehören genau diese Konsequenz und die Innovationsfreude zu den Erfolgrezepten der Marke. Mazda präsentiert auf der IAA neben dem neuen MX-5 auch eine sehr attraktive Konzept-Studie, allerdings ist diese Studie auf den ersten Blick so realistisch, man muss kaum darüber nachdenken, ob diese nicht bald in Serie gehen könnte.

IAA 2015: Mazda Koeru-Konzept

Trotz der vier Türen könnte der Koeru der Ausblick auf eine CX-5 Variante nach dem Vorbild vom Mercedes GLC Coupé und BMW X4 sein. Ob man bei Mazda dann am Namen CX-5 bleibt oder eine Nummer verschiebt – derzeit kann oder will niemand diese Frage beantworten. Klar ist: Der Radstand der Studie ist ebenso lang wie beim CX-5, dafür ist der Koeru jedoch flacher, klar, aber auch breiter. Wobei das vor allen bei den Konzepten eh gemeinhin üblich ist.  Das sorgt für eine extrem bullige Optik. Das schnittige Heck und die gelungene Front könnten so jedoch direkt in die Serie gehen. Da ist kaum ein Takt zuviel Zukunfts-Musik versteckt.

Ganz privat gesprochen: Dieser SUV sieht so gut aus, den will ich sofort auf der Straße sehen! Da sind BMW X4 und Mercedes GLC Coupé doch ganz lahme Enten…

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[notification type=“notification_info“ ]Alle Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf[/notification]

Mazda MX-5: Leistungsgesellschaft

Es ist an der Zeit die Dinge zu relativieren: Fahrfreude hat nichts mit Motorleistung zu tun. Mag sein, dass das moderne Marketing das anders sieht und doch, es stimmt einfach nicht.

Schnell sein hängt doch viel mehr mit schnell bleiben und weniger mit schnell werden zusammen.Natürlich, dem weniger Begabten hilft der starke Motor ungemein. Auf der Bremse, wie ein Mädchen, durch die Kurve gezockelt und auf der Gerade dann wieder den Hahn aufgedreht – so kann schnell gehen, klar. Doch wie wäre es mit: auf der letzten Rille rein ins Eck, das Chassis bis an den Rutscher durch die Biegung zirkeln und das Gas dabei praktisch gar nicht lupfen?
Mazda MX-5 European Road Trip - Nice to Goodwwod - June 2015Hier kommt nichts von selbst, Du bist verantwortlich für das, was passieren wird. „jinba ittai“ nennen sie es im Land der aufgehenden Sonne – Die Einheit von Fahrer und Gefährt. Und sie haben hart daran gearbeitet, dass Du wirklich mit dem Auto eins wirst. Leichter, kürzer, fokussierter. Kein Teil ist vom Alten geblieben, alles wurde überarbeitet, auch wenn tatsächlich nur ein Gramm Gewicht oder ein Prozent mehr Steifigkeit gewonnen wurde. Die Summe zählt.

Mazda MX-5 European Road Trip - Nice to Goodwwod - June 2015

Einmal auf der Landstraße merkst Du es sofort. Die Leichtigkeit, die von einem Auto, das gerade eine Tonne auf die Waage bringt, haben wir heutzutage beinahe vergessen. Keine Machtspielchen mit großen Turboladern, aktiven Fahrwerken oder hochkomplexen Dynamiksteuergeräten. Im MX5 ist alles ganz leicht. Sogar das Chassis. Keine knüppelharte Dämpfung, die Sportlichkeit bloß durch ihre unnachgiebige Strenge suggeriert, sondern eine Feinfühligkeit und Bewegung, die Dich im ersten Moment sogar überrascht.

In der Kurve scheint es, als hätte das Fahrwerk praktisch keinen Rollwiderstand. Beim Einlenken taucht das ganze Auto ein und legt sich spürbar auf die kurvenäußeren Rädern ab, so als ob man die Stabilisatoren aus Versehen ausgehängt hätte. Es fühlt sich erst wirklich etwas gar locker an, beinahe wacklig wirkt der MX5 und doch, nach der zweiten, dritten saftig durchzogenen Kurve merkst Du: die Kontrolle ist da. Er gibt Dir trotz der Seitenneigung ein wirklich gutes Feedback. Vielleicht liegt hier der größte Vorteil des kleinen Gewichts.

Denn: genau so wollten sie es haben. Die Ingenieure erzählen mit leuchtenden Augen, wie sie genau diese Bewegung in das Setup hineinkonstruiert haben. Er soll sich in die Kurve legen, weil genau dieses Rollen der Kraft entspricht, die während der Kurvenraserei auf den eigenen Körper einwirkt und der MX5 so in totaler Harmonie mit Dir ist. Herrlich kitschig das und doch verstehen wir die Philosophie der Japaner – weil sie wirklich unglaublich gut funktioniert.

Mazda MX-5 European Road Trip - Nice to Goodwwod - June 2015Auf der Landstraße übersetzt der softe Roadster das Kurvensurfen natürlich und sehr vorhersehbar. Er fühlt sich wunderbar balanciert an. Wer beim Einlenken eine gewisse Schärfe vermisst, dem kontert er mit einem wunderbar cremigen Abgang in den Heckschwenk. Keine ultrahohes Gripniveau, stattdessen: laufen lassen. Im Gegensatz zu mancher Sportwagenkonkurrenz, deren Talente man nur noch weit jenseits in der Öffentlichkeit zulässiger Geschwindigkeitsbereiche erfahren kann, ist der MX5 ganz Alltagssportler. Er macht einfach immer Spaß, weil Du ihn schnell dort hast, wo es wirklich kitzelt.

Mazda MX-5 - NiceNatürlich hat diese Philosophie auch Nachteile. Etwa dann, wenn es wirklich grob wird. Wenn Du die letzten zehn Prozent auch noch rausholen willst. Dann gibt er sich ein bisschen überfordert. Die Bewegungen werden zu stark, die Vorderachse kommt nicht mehr mit und auch dem Motor geht dann wirklich der Saft aus.

Doch das war schon immer so. Der MX5 war nie der echte Vollblutracer. Er soll es auch nicht sein. Deshalb braucht es auch den großen 160PS-Motor nicht. Stattdessen den kleinen 1500er nehmen, die Sportsline-Ausstattung buchen , mit den Bilsteins und der zarten Sperre, und: genießen.

Weil wir das in unserer Leistungsgesellschaft nahezu verlernt haben.

Es braucht Verstand und Gefühl, dazu Selbstvertrauen. Wer das mitbringt, der wird Fahrfreude ernten. Weil er das Auto und sich an die Grenze bringt. Dorthin also, wo Fahrfreude wirklich beginnt. Ein Auto, das diesen Stil seit Jahren perfekt unterstützt ist der Mazda MX5: Ein knackiges Chassis, ein knappes Stoffdach und ein fröhlicher Motor, dem Du echte Beschleunigung noch mit Fleißarbeit am Schalthebel abringen musst.

Mazda MX-5 Family

Erster Test: Mazda MX-5

MX-5 = Bullshit minimiert, Fahrspaß maximiert

Die Erwartungen an den Roadster sind klar und sie sind hoch! Nicht viel weniger als eine Steigerung des puren Fahrspaßes. Der Vorgänger war eine Wucht in dieser Disziplin. Das neue Modell darf dem in nichts nachstehen. Mazda hat zur ersten Testfahrt nach Barcelona geladen. Eine gute Voraussetzung, um den Roadster so zu erleben, wie man ihn erleben sollte: Offen! Unter der Sonne Spaniens.

Erste Testfahrt im neuen Mazda MX-5

test fahrbericht 05 mazda mx-5

Die Sonne brennt dir den Schädel weg. Es ist Sommer und in Spaniens Kulturmetropole Barcelona würde vermutlich niemand auf die Idee kommen, zur Siesta-Zeit mit einem offenen Cabrio durch die Gluthitze zu dübeln. Es sei denn, man ist Journalist aus Deutschland. Auf geht es zur ersten Ausfahrt im neuen MX-5, einem Millionen-Erfolg der Japaner. Seit 1990 gibt es den Roadster in Deutschland. Die ersten Modelle sind also bereits astreine Youngtimer und, wie Mazda zu berichten weiß, zum Großteil noch auf der Straße unterwegs. Und MX-5 Fahrer sind treue Kunden. Ihren eigenen Roadster fahren sie gerne über eine ganze Dekade hinweg. Der Wechselgedanke muss also animiert werden. Und dafür fährt der neue ein optisches Feuerwerk auf. Soul Red muss die Farbe sein, dann knallt die Erotik des kleinen Roadsters richtig!

Scharf blinzeln die LED-Scheinwerfer an der Front. LED? Immer! Keine Linie zuviel versaut die Seitenansicht. Kurz ist er geblieben. Unter 4 Metern und damit sogar 8 Zentimeter kürzer als der Vorgänger. Aber auch flacher. Und auch der Radstand wurde geschrumpft. Alles für die Agilität, alles für den Fahrspaß. Die Überhänge sind knackig kurz, der MX-5 eine optische Offenbarung, eine Wohltat für Opfer von Großserien-Langeweile in der Kompaktklasse. Dach runter. Sonne tanken, Hirn brutzeln, schalten und leben!

test fahrbericht 45 mazda mx-5

Jinba Ittai – Gib mir mehr Kurven

Die paar Kilo, die der sexy Roadster mit zum Ausritt bringt-  in der Basis sind es gut unter 1.000 (975 kg) – verteilt er dank des weit hinter der Vorderachse verbauten Motors auch noch paritätisch zwischen den Achsen. 50:50 klingt nach Ideal-Voraussetzungen für ein wenig Fahrspaß von Kurvenscheitel zu Kurvenscheitel.

Jinba Ittai, die japanische Prosa-Philosophie für die „Verschmelzung“ von Ross und Reiter. Eins sollst du werden mit deinem fahrbaren Untersatz und dafür zieht man sich den MX-5 auch an. Einsteigen? Nein, das Gestühl und der Platz zwischen Kardantunnel und Tür wirken mehr wie eine auf Maß geschnittene Jogging-Jacke. Ein Sport-Anzug ohne Schlabber-Look und Fehlschnitt. Das Lenkrad haben sie dem Fahrer zentriert vor die Stirn gepackt und selbst die Sticknaht auf dem Sitz soll dir die nun folgende Linie vorgeben! Geradeaus in Richtung Horizont? Da hakt die PR-Idee – denn geradeaus ist die einzige Disziplin, in der man im MX-5 den Spaß eher leicht überschauen kann. Es muss in die Kurve gehen. Scheitelpunkte erschnüffeln, G-Kräfte spüren, sich an der perfekten Balance des MX-5 ergötzen. Als Sports-Line verfügt der MX-5 sogar über Bilstein-Dämpfer. Da kringelt sich das Sportfahrer-Herz voller Vorfreude. Frühere MX-5 beglückten „Drift-Willige“ mit einem Torsen-Sperr-Differential. Das flog in der jüngsten Entwicklung raus, an seine Stelle trat ein LSD vom Spezialisten GKN. Auch hier wurde die Philosophie konsequent verfolgt: Kleiner, leichter und dennoch effektvoll in der Wirkung. Der MX-5 lässt sich per Tastendruck von der ESP-Leine nehmen und ermöglicht den Tanz um die eigene Hochachse. Wer die Kurve kennt, der kann den MX-5 durch die Seitenscheibe schauend in Richtung Kurvenausgang treiben.

test fahrbericht 10 mazda mx-5

Motor – Wo ist der Sound?

Viel Sonne? Da muss es Schatten geben. In der Tat. Selbst der 2.0 Liter Vierzylinder mit 160 PS ist eher ein Freund der Drehzahlen denn des mächtigen Schubes. Ein Blick in das Datenblatt offenbart das Dilemma. 200 Nm bei 4.600 Umdrehungen. Das ist auch beim Super-Federgewicht des MX-5 eher ein wenig mau. Mazda hilft über die Drehzahl ab. Dabei hilft das famos zu schaltende und mit kurzen und knackigen Wegen gesegnete 6-Gang-Getriebe des MX-5.  Doch die Zulassungs-Kriterien der EU-Kraten haben uns den Motorsound geklaut. Der hoch verdichtete 13:1 Voll-Aluminiummotor verfügt über alle Feinheiten des modernen Motorenbaus von 4-Ventiltechnik bis zur Direkteinspritzung und Ventilen mit variablen Steuerzeiten – nur Sound will man dem Motor nicht zugestehen. Es brummt immer, als wäre der Rasenmäher des Nachbarn auf Drogen – aber es fehlt ein Faktor: Geilheit im Klangbild. Umso betrüblicher, da man Sonntags in der Früh den Zweiliter dann schon gerne mal in Richtung 6.000 jubeln will, damit der MX-5 so zackig vom Startblock wegstempelt, wie es seine scharfe Optik verspricht.

Safety – Ja, aber!

Weil ein Neuwagen nicht mehr ohne auskommt, gibt es auch den MX-5 mit Multimedia-Gedöns, sogar mit Bose-Dingens in den Kopfstützen. Sound sollte beim Roadster aber durch die Verbrennung von Luft und Benzingemisch entstehen, nicht über die Lautsprecher. Weg damit. Her mit dem Puristen-Roadster. Der MX-5 hat alle Talente, das Erbe eines Lotus zu übernehmen. Klein, leicht und verständlich auf das beschränkt, was sinnvoll ist. Dass man einen Spurhalte-Assistenten dazu benötigt, ist eher unwahrscheinlich – zumal das Mazda-System nicht überzeugen kann. Brummiger Warnton aus dem Lautsprecher und das viel zu spät? Der MX-5 braucht das nicht, weg! Was er braucht, ist mehr Sound vom Motor und nur einen Ticken mehr Drehmoment.

test fahrbericht 79 mazda mx-5

Was vom Tage übrig bleibt – Yamamoto-San gibt die Antwort

Nobuhiro Yamamoto ist der „Mr. MX-5“ bei Mazda, der leitende Projektmanager für die jüngste MX-5-Generation.

No Bullshit – Konzentration auf den authentischen Fahrspaß!

Bullshit kommt im Vokabular höflicher Japaner natürlich nicht vor. Aber die Ausführungen von Yamamoto-San sind eindeutig. Der MX-5 verkörpert nicht weniger als die sinnvollste Kombination aus Leistung, Agilität und Fahrspaß. Wer sich zum „Tanz auf die Landstraße“ begibt, der braucht ein ehrliches, ein authentisches Auto. Die lineare Lenkung, die ehrliche Traktion, das unfassbar agile Fahrverhalten – das alles passt perfekt zum 200 Nm-Tröter unter der Motorhaube. Nein, besser, selbst der kleine 1.5 Liter mit 131 PS erfüllt die Ansprüche, die Mazda mit dem MX-5 erfüllen will. Und das ist nicht weniger als den perfekten Roadster – die Basis für die Verschmelzung von Fahrer und Maschine zur Fahrspaß-Einheit – anzubieten.

Mit einem deftigen Sonnenbrand verlässt der Journalist Barcelona und im Herzen gefangen: Der vermutlich ehrlichste Alltags-Roadster, den es auf dem Markt für Geld und gute Worte zu kaufen gibt. Die Basis fängt im übrigen bei 22.990 € an – und die bietet vermutlich bereits viel mehr, als SIE von einem Fahrspaßmobil erwarten!

test fahrbericht 74 mazda mx-5

[toggle title=“Motor und Getriebe“]

Mazda 

MX-5 SKYACTIV -G 160

Bauart Vierzylinder, Direkteinspritzer, Aluminium
Hubraum 1.998 ccm³
Leistung 160 PS / 6.000 U/min
Kraft 200 Nm / 4.600 U/min
Getriebe 6-Gang manuell
Antriebsachse Hinterradantrieb

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[toggle title=“Abmessungen und Fahrleistungen“]

Länge, Breite, Höhe 3.915, 1.735, 1.230 mm
Radstand 2.310 mm
Leergewicht 1.075 kg
 Wendekreis 10.4 m
Höchstgeschwindigkeit 214 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 7,3 sec
Normverbrauch 6,9 – 6,6 l/100 km

[/toggle]

[toggle title=“Kosten“]

Basispreis 26,890 €
Testwagenpreis
Versicherung
KFZ-Steuer  –
Rabatt-Chancen wenig
Wertverlust gering

KFZ-Versicherungsrechner

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News: SUV-Studie von Mazda auf der IAA – Dynamischer Lückenfüller

Auf der IAA in Frankfurt (17. bis 27. September) testet Mazda mit einer SUV-Studie die Kundenresonanz: Das Koeru genannte Konzeptauto hat die typische Front mit dem aufrecht stehenden Kühlergrill. Die Dachlinie fällt zum Heck coupéartig hin ab, was dem Hochbeiner Dynamik verleiht.

Mazda hat seine SUV-Modellpalette zuletzt mit dem ebenfalls sportiv gezeichneten Mini-SUV CX-3 erweitert, daneben haben die Japaner noch den kompakten Hochbeiner CX-5 im Programm. Das Showcar könnte die Nische sportlich wirkender SUV bedienen und Testballon für eine coupéartiges Crossover-SUV sein, das sich zwischen den beiden bestehenden Modellen einordnet.

Autor: Hanne Lübbehüsen/SP-X

Erste Fahrt: Mazda CX-5 Facelift

Wenig ist Mehr – Der überarbeitete Mazda CX-5

Von Frau zu Frau oder Mann: man kennt ihn doch, den Unterschied zwischen der großen und der kleinen Lösung bei einem Facelift. Scheut man die Rundumerneuerung des Gesichts, weil man ja eigentlich noch ganz nett anzuschauen ist, bleibt ja noch die sanfte Variante. Wie beim Menschen taucht der Wunsch nach nochmaliger Perfektionierung auch bei Autoherstellern etwa in der Mitte des Lebenszyklus eines Modells auf. Manchmal auch früher. Der japanische Hersteller Mazda verspricht sich jetzt nach knapp drei Jahren mit einem kleinen Facelift für den erfolgsverwöhnten CX-5 ein noch besseres Durchsetzungsvermögen gegenüber den Rivalen Nissan Quashqai, VW Tiguan und Honda CR-V. Weil Kodo, die Formensprache von Mazda, im CX-5 debütierte und so gut ankommt, bleiben die optischen Veränderungen bei dem SUV sehr behutsam. Die Nasenpartie, pardon, der Kühlergrill, wurde gestrafft und ein wenig plastischer modelliert. Neben neuen Karosseriefarben und aufgepepptem Felgendesign sorgen jetzt Voll-LED-Scheinwerfer mit LED-Tagfahrlicht und LED-Nebelleuchten für den besseren Durchblick; bei Nachtfahrten regulieren adaptive Scheinwerfer auf Wunsch automatisch die Leuchtweite des Fernlichts, um Entgegenkommende nicht zu blenden. Aber das war es auch schon mit den neuen äußerlichen optischen Reizen.

Doch auf die kommt es ja bekanntlich nicht unbedingt an – was auch bei einem Auto mindestens genauso viel zählt, sind die inneren Attribute. Da hat Mazda jetzt noch eins draufgesetzt und die Tür hin zur Premium-Anmutung weiter geöffnet. Im Cockpit wirken Armaturentafel und Mittelkonsole mit Chrom- und Vinylapplikationen hochwertiger und fühlen sich auch so an. Auch der Beifahrer kann sich jetzt auf seinem Sitz rauf und runter beamen und auf Wunsch von einer Sitzheizung verwöhnen lassen. Die Implantation des neuen Infotainment-Systems MZD Connect aus dem Mazda 3 bringt nun auch in den größeren Bruder das Internet. Die Navigation erfüllt ihre Aufgabe mit Verkehrsdaten in Echtzeit, nach Herzenswunsch kann getwittert und gechattet werden. Eingehende mails lässt man sich am besten auch gleich vorlesen, das ist sicherer. Auf ein Head Up-Display, mit dem sich die Augen des Fahrers auf das Gesichtsfeld vor dem Auto konzentrieren sollen, haben die Japaner im CX-5 allerdings verzichtet. Gesteuert wird WZD Connect im stehenden Fahrzeug über das 17,8 Zentimeter große Farb Display mit Touchscreen oder über den Drehregler, für den die mechanische Handbremse auf dem Mitteltunnel Platz machen musste. Ihre Aufgabe übernimmt nun eine elektrische Parkbremse.

Der 2,2 Liter Diesel mit 150 PS, den Mazda auch noch mit 175 PS anbietet, hängt gut am Gas und treibt den CX-5 in Kombination mit dem knackigen Sechsganggetriebe forsch durch das hügelige Umland von Barcelona. Das überarbeitete Fahrwerk wirkt straff, aber nie unkomfortabel. In schneller genommenen Kurven assistiert der Allrad, lenkt bei Bedarf bis zu 50% Kraft auf die Hinterräder und verhilft zu unaufgeregtem Fahrverhalten. Der Spurt aus dem Stand auf 100 km/h hat sich nach 9,5 Sekunden erledigt, in der Spitze sind bis zu 201 km/h drin. Erhöhte Aufmerksamkeit schenkt der neue aktive Spurhalte -Assistent dem Fahrer. Droht der, die Fahrbahn zu verlassen, bringt ihn ein sanfter Lenkeingriff wieder auf den rechten Weg zurück. Zusätzliche wertvolle Unterstützung erhalten CX-5 Fahrer jetzt von dem Assistenten, der auch für Hindernisse beim Rückwärtsfahren bremst und dem, der beim Ausparken vor querendem Verkehr warnt.

Zu den bisher angebotenen beiden 2,0 Liter Benzinern mit 160 PS und 165 PS gesellt sich jetzt ein neuer 2,5 Liter Benziner mit 192 PS – aussschliesslich in Kombination mit einer sechsstufigen Automatik und Allradantrieb – der vor allem mit Laufruhe und weniger mit Temperament glänzt. Die Preise für den aufgefrischten CX-5 beginnen bei 24 190 Euro.

Mazda CX-5 Skyactiv-D 150 Frontantrieb (2015) Exclusive-Line

Verkaufsstart:  -sofort / Marktstart offiziell: 28. Februar 2015
Basispreis:  26.750 €
Motorleistung:  2.191 ccm³ Turbodiesel, 150 PS, 380 Nm @1.800-2.600 U/min
Antrieb und Getriebe:  6-Gang Schaltgetriebe
Beschleunigung:  9.2 Sekunden von 0-100 km/h
Verbrauch – kombiniert:  4.6Liter auf 100 km
Höchstgeschwindigkeit:  202 km/h
Länge, Breite, Höhe, Radstand 4.555, 1.840, 1.710, 2.700 mm