Hey Mercedes!

Wissen Sie auf Anhieb, wo ihr Köpfchen für die Sitzheizung im Auto ist? Oder welche Befehle ihr Navigationssystem, in welcher Reihenfolge erwartet, um eine Adresse per Sprache einzugeben?

Genau das ist das Problem. Eigentlich ist Sprachsteuerung nützlich. Es ist die natürlichste Form der Verständigung unter Menschen. Wäre es nicht toll, wenn das eigene Auto so viel Sprache verstehen würde und dann auch noch deren Sinn, wie ein Mensch? Bislang hält sich das Vermögen der nutzbaren Szenerien bei vielen Herstellern in Grenzen. Bis jetzt.

„Hey Mercedes“

Mit diesem Befehl hört die jüngste Generation von Mercedes Comandsystem auf den Fahrer. MBUX feiert auf der CES in Las Vegas gerade Weltpremiere, wir konnten es bereits beim „Wintertest der A-Klasse in Schweden“ testen.

Mit der Premiere der neuen A-Klasse im Frühjahr, wird Mercedes-Benz auch das derzeit fortschrittlichste Sprachbedienungssystem auf den Markt bringen. Die Liste der möglichen Befehle ist zu lange, um sie einzeln abzuarbeiten und zudem würde das nichts helfen, da die Logik des System ständig weiter entwickelt wird. Man kann es sich vorstellen wie ein kleines Kind. Am Anfang ist der Wortschatz beschränkt, mit der Zeit lernt es mehr und mehr hinzu. Wenn man mit ihm redet.

Mit der neuen „MBUX“ (Mercedes-Benz User Experience) wird das Auto in der Lage sein, logische Aussagen wie „Hey Mercedes, mir ist kalt“, „Hey Mercedes fahre mich zum nächsten Italiener“ und ähnliches direkt in Handlungen umzusetzen. Sei es um die Heizung zu erhöhen oder das nächste italienische Restaurant anzufahren. Die Möglichkeiten für die Zukunft sind immens. MBUX steht dabei auch für ein neues digital aufbereitetes Erlebnis beim Thema „Displays“, Nutzung von Daten und der deren Visualisierung im Cockpit. Der grundsätzliche Ansatz, das Auto lernt vom Fahrer und nicht der Fahrer lernt die Bedienung des Autos wird damit über alle Schnittstellen zwischen „Mensch und Auto“ ausgedehnt.

Mit dem neuen Betriebssystem zieht auch ein neues Ökosystem an Apps in die A-Klasse sein. Kannten Sie zum Beispiel schon „What3Words“?

Mit drei Worten zum Ziel

What3Words ist eine GPS basierte App, die jeden Punkt der Erde, eingegrenzt auf 3×3 Meter, in drei Wörter verpackt. „Seine.Büchse.Wundervoll“ – ist zum Beispiel der Eingang zum Büro von mein-auto-blog. Sicher, wir haben eine Straße mit Namen, eine Hausnummer und wenig Potential für Verwechslungen. Was aber wenn Sie „mitten im Nirgendwo“ sind? Oder in einer fremden Großstadt. An einem von 12 Ein- und Ausgängen einer riesigen Shopping-Mall und wollen jemanden sagen, wo sie abgeholt werden sollen. Genau hier spielt „what3words“ die Brücke. Man könnte einen Link von Endgerät zu Endgerät schicken. Mit der Integration von what3words reicht aber auch die Weitergabe von „drei Wörtern“ per Telefon, die man in das Navi der A-Klasse eingibt und fertig ist die Routenkonfiguration. Zugegeben, das ist schon alles sehr nerdig. Aber genau deswegen so wichtig.

Vom Rentner-Auto zur Heimat der Nerds?

Mercedes-Benz ist bei Rentnern besonders beliebt, eine aktuelle Studie sprach von 17.8% der Käufer eines Mercedes sind Rentner. Mit dem neuen voll digitalen Cockpit und dem fortschrittlichsten Sprachbedienungsprogramm am Markt könnte sich das ein Schritt weit ändern. Ideen die aus dem Silicon Valley kommen, nahtlos integriert in das jüngste Modell der Stuttgarter. Beim voll digitalen Cockpit zeigt Mercedes-Benz auf den ersten Blick in den Innenraum, wie ernst man das Thema „Digitalisierung“ spielen will. Die Nutzung von MBUX ist etwas, auf das man sich einlassen muss und natürlich ist das System, erst einmal, nur über die Aufpreisliste erhältlich .

Alle Highlights, bevor es losgeht: Seat auf der IAA

Es ist noch gut eine Woche hin, bis die IAA 2017 ihre Tore für die Weltöffentlichkeit öffnet. Doch Seat hat es besonders eilig, seine Highlights schon jetzt zu präsentieren. Und diese haben es in sich! Die Kompaktklasse der Spanier wird mit einem neuen Topmodell, dem Seat Leon Cupra R, gekrönt, das natürlich im Mittelpunkt des Messeauftritts steht. Daneben zeigt man aber auch den Seat Arona, ein SUV im B-Segment, das besonders wichtig für die aufstrebende Marke ist. Und auch technisch legen die Spanier ein Pfund auf den Tisch: Der Sprachassistent von Amazon – “Alexa” – soll zukünftig in die Modellpalette integriert werden. Read more

So will Audi dem Tesla Model X Paroli bieten!

Audi bereitet sich vor. Der Erfolg von TESLA macht die deutschen Automobilhersteller nervös – gegen das Modell S und X muss es doch eine Lösung geben – und schon bald will auch Audi auf dem Markt der Premium-E-Fahrzeuge mitmischen. Etliche Studien und Versprechen sollen die Vorfreude schüren! Der jüngste Streich: Das Audi e-Tron Sportback Concept auf der Auto Shanghai.

Auffallend ist die prägnante Frontpartie des knapp fünf Meter langen Viersitzers. An der Front empfindet eine dominante Maske den typischen Audi-Kühlergrill nach. Dazu gibt es eine konkave Fronthaube, prägnant ausgestellte Kotflügel und ein schlankes Fließheck mit durchgehendem Leuchtenband. Ob nun Viersitzer, 5- oder später doch ein Siebensitzer – dem sollte man derzeit nicht zu viel Aufmerksamkeit widmen. Wiedererkennungswert soll auch die ausgeklügelte Fahrzeugbeleuchtung bieten; 500 LEDs an der Front sollen Grafiken und kommunikative Zeichen erzeugen können. Der Innenraum kommt reduziert daher, die Bedienung läuft vor allem über berührungsempfindliche Bildschirme. Aber ist das wirklich wichtig? Eine viel wichtigere Rolle spielen das Antriebssystem und das gesamte Elektro-Ökosystem.

Technisch gleicht das Coupé dem bereits für 2018 angekündigten SUV. Wie schon bei dessen IAA-Studie E-Tron Quattro sorgt auch beim zweiten Konzeptfahrzeug ein elektrisches Motorentrio für bis zu 370 kW/505 PS Leistung, permanenten Allradantrieb und eine Spurtzeit von 4,5 Sekunden. Wer das Beschleunigungspotenzial nicht auslastet, sollte mit einer möglichen 95 kWh Batterie im Alltag mehr als 350 Kilometer weit kommen. Ähnliche Konfigurationen bietet derzeit auch der E-Auto-Pionier TESLA aus den USA.

Den Start macht 2018 das große SUV, der Sportback folgt ein Jahr später und platziert sich innerhalb des Audi-Portfolios in der Nähe des konventionell angetriebenen A7 Sportback. 2020 könnte dann ein Kompaktmodell auf Basis des Volkswagen-Elektrobaukastens das Angebot ergänzen.

 

 

 

(Text: In Zusammenarbeit mit SP-X, Bildbearbeitung: mein-auto-blog)

 

Seoul Motor Show – Aufbruch in Ökorea

Seine Nachbarn kann man sich nicht aussuchen. Kein Volk leidet darunter wohl so wie die Südkoreaner. Im Osten leben die Japaner, die das Land im vorigen Jahrhundert lange besetzt und geknechtet haben. Im Norden droht das Brudervolk unter seinem selbsternannten „großen Führer” beinahe täglich mit atomarer Zerstörung. Und China im Westen? Nimmt den 25 Millionen Bürgern der Hauptstadtregion Seoul einfach die Luft zum Atmen.

Knowhow aus der IT – Cammsys verbaut in seinen E-Autos auch virtuelle Cockpits

Und das wortwörtlich. „Südkorea liegt in der Abwindfahne Chinas, dem weltweit stärksten Luftverschmutzer”, beschreibt ein Team der Universität Innsbruck nach Forschungsflügen das Problem. Seoul muss sich also Herausforderungen stellen, die weit drängender sind als die deutscher Großstädte – und das schnell. Nirgendwo ist das derzeit so gut zu sehen wie auf der Automesse des Landes.

Cammsys-Zweisitzer für 10.000 Euro – der Hersteller will sogar eigene Carsharing-Systeme aufbauen

Noch vor zwei Jahren dominierten PS-starke Traumwagen die Messestände. Jetzt stehen drei neue Brennstoffzellen-Autos von Hyundai, Honda und Lexus, zwölf vollelektrische Fahrzeuge, 23 Hybride und zehn Plug-in-Hybride, einige davon „Made in Korea”, im Mittelpunkt der Messe. Denn auch die früher allmächtigen Konzerne wie Hyundai, Kia oder Samsung sind inzwischen ganz ähnlich wie die Deutschen daheim unter Druck und Beobachtung.

Chevy stellt sich ebenfalls auf strengere Umweltgesetze ein – und launcht den Elektro-Bolt auch in Korea

Selbst auf ihrer wichtigsten eigenen Leistungsschau. Denn auch die nationale Umweltbehörde gehört zu den Ausstellern – und will, dass aus dem Bewusstseinswandel Öko-Autos hervorgehen. Die Jahrzehnte, in denen „freie Fahrt für freie Bürger” auch im aufstrebenden Korea das Lebensgefühl beschrieben hat, sie sind vorbei. Seoul besitzt die schlechteste Luftqualität aller Hauptstädte unter den 35 höchst entwickelten Ländern. Am Tag der Messeeröffnung herrscht nach offiziellen Angaben in Seoul in Sachen Luftverschmutzung Stufe vier von sechs. Heißt: Jedermann ist durch den Smog gesundheitlich beeinträchtigt. Zum Vergleich: In Stuttgart gilt an diesem Tag Stufe eins. Gesunde Luft. In Baden-Württembergs Hauptstadt und anderswo sind dennoch bereits Fahrverbote in Planung oder Kraft. Koreas Hauptstadt hat gerade 17 Quadratkilometer der gesamten Innenstadt zur ersten „speziellen Verkehrszone” Koreas erklärt. Die Stadtregierung kann den Verkehr bei Smog bald „regulieren”.

Twizy-Konkurrent Made in Korea – Daechang will mit dem 8.000-Euro-Zweisitzer auch nach Europa kommen

Das findet sogar Hyundai-Verkäufer Chun Yong Joon ganz richtig: „Ich wohne ja selbst in Seoul – und meine Augen tränen immer, besonders bei Westwind. Wenn es da bald zu Fahreinschränkungen kommt, können wir elektrische Autos anbieten, Plug-in-Hybride oder Brennstoffzellenautos.” Auf der Messe debütieren der Hybrid der großen Limousine Grandeur und das Konzept eines kompakten Brennstoffzellen-SUV, der auch gut in deutsche Citys passen würde. Falls es irgendwann mal genug Tankstellen gibt.

Auch Honda zeigt die neueste Generation seines Brennstoffzellenfahrzeugs Clarity

So haben Vertreter koreanischer Automarken lange nicht gedacht – auch in dieser Hinsicht ist die Situation der in Deutschland nicht unähnlich. Aus der drohenden Beschränkung wollen sie jetzt eine Chance machen. Müssen sie auch: Die Stadtregierung will die Treibhausgase bis 2030 um 40 Prozent eindämmen und den Individualverkehr um 30 Prozent. Das wird auch die deutschen Hersteller massiv treffen, die in den vergangenen Jahren in Korea bedeutende Marktanteile gewonnen haben; besonders bei großen Limousinen und SUV.

Emissionsfrei durch die Umweltzone – darum bringt Toyota den Prius Plug-In nun auch nach Seoul

Neben knalligen Mercedes-AMG-Modellen und der Korea-Premiere des BMW 760Li im M-Trim gibt es darum auch viel Vernünftiges zu sehen. Volkswagen und Audi übrigens lassen die Messe trotz bedeutender Marktanteile dieses Jahr ausfallen: Der amtliche Verkaufsstopp von 80 Modellen im Zug der Abgasaffäre ist erst vor wenigen Wochen aufgehoben worden, umfangreiche Rückrufe und dreistellige Millionenstrafen passen nicht zum Öko-Aufbruch der diesjährigen Messe.

Mehr Reichweite, keine Emissionen – neue Hyundai Brennstoffzellen-Studie FE

Genau wie bei uns bekommen die Platzhirsche am Automarkt aber auch in Korea mehr und mehr Gegenwind von ganz unerwarteter Seite: IT-Firmen und Energieversorger wittern ihre Chance. Dann, wenn zum Beispiel viele Fahrer nur noch mit emissionsfreien Autos in die Innenstadt dürfen. In-Soo Lau etwa stellt auf der Messe Kleintransporter und Miniautos vor, die rein elektrisch angetrieben sind. „Rund 150 Kilometer Reichweite, in drei Stunden geladen, 80 Stundenkilometer Höchstgeschwindigkeit – das reicht für die City”, sagt der Chef der Autosparte des Elektronik-Zulieferers Cammsys. Und bei Kaufpreisen von rund 10.000 Euro für den Pkw und 27.000 Euro für den Laster kann er sich auch Erfolge in Europa vorstellen.

In die feinstaubgeplagten Innenstädte Deutschlands würde gern auch Matthew Oh. Der Konzernchef von Daechang Motors zeigt in Seoul einen Zweisitzer nach Art des Renault Twizzy. Der wird als Samsung auch gerade auf der Messe vorgestellt – ist aber deutlich teurer als die 8.000 Euro, die Oh für seinen Elektrowagen aufruft. Auf der IAA in Frankfurt würde er seine Kleinwagen ebenso gern zeigen wie Do-Gung Park vom Konkurrenten Power Plaza, der elektrische Cabrios und Kleinlaster baut. Früher waren nur Ladegeräte das Kernprodukt. „Aber Elektroantriebe beherrschen wir, und den Rest kaufen wir zu – genau wie viele große Hersteller”, sagt Oh.

Klassiker als Hybrid – Hyundais Renommier-Limousine Grandeur feiert Hybrid-Premiere

Dass wir billige Elektroautos aus Korea bald auch auf Deutschlands Straßen sehen, ist keine Illusion: Denn neben den niedrigen Preisen aus dem Land der wichtigsten Batteriehersteller sind auch die Zulassungsnormen keine unüberwindlichen Hürden: „Was die Behörden hier genehmigen, das entspricht fast hundertprozentig auch den Normen in Europa”, hat Manager Park bereits in Erfahrung gebracht. Und Lau denkt schon an den Aufbau einer eigenen Carsharing-Plattform mit seinen Elektrowagen. Der Testmarkt wird Seoul. „Aber in Deutschland gibt es sicher auch Nachfrage”, sagt Lau und zeigt sein unergründliches asiatisches Lächeln. Was wohl so viel heißen soll wie: Ihr werdet schon sehen. (Peter Weißenberg/SP-X)

Die Leistungsangaben sind noch Wunschdenken – über den Export seines Fiberglas-Cabrios mit Elektroantrieb denkt Power Plaza aber nach
Dicke Luft von Westen – der bedrohliche Smog zwingt auch Seoul zu Verkehrseinschränkungen
Einfach laden für weniger als 20.000 Euro – das ist der Plan von Power Plaza
Korea-Premiere Brennstoffzellen-Lexus LF-FC
Auch Innen auf der Höhe der Zeit – der Brennstoffzellen-Hyundai im Kompaktforma

Mercedes-AMG GTVier – Kommt er auch als Diesel?

Eben erst in Genf auf dem Automobil-Salon präsentiert, zeigt sich das neue Mercedes-AMG GT-Concept jetzt auf mein-auto-blog in einer digitalen Computerretusche, reif für die Straße. Mercedes-AMG GT4, der interne Projektname, der allerdings weniger eine Klassifizierung für den Motorsport darstellt, wie das GT3-Signet seiner Brüder, sondern vielmehr ein Hinweis auf die „pragmatischen“ Seiten des ersten reinen AMG-Sportwagens sein soll. 

Viersitzer AMG mit Dieselschub?

Mercedes-AMG GT-Concept „GTvier“

Politisch korrekt stellte Mercedes-AMG das Concept-Fahrzeug als „EQ Power+“ in Genf vor. Die vermutlich coolste Kombination derzeit. Eigenständiger AMG-Sportwagen mit Platz für bis zu vier Personen, aber mit einem hypermodernen Antrieb, der V8-Power mit lautloser E-Technik kombiniert. Bis zu 815 PS sind im Gespräch, wenn man bei Mercedes-AMG über den zukünftigen Gegner von Porsche Panamera und Audi A7 spricht. Das man die Marke EQ, die im Konzern für die saubere Technik der Zukunft steht, gleich einmal in Verbindung mit einem neuen Supersportler bringt, zeigt aber auch die Ernsthaftigkeit mit der man nun endgültig das Thema „neue Antriebstechniken“ angeht.

Das einem da vor lauter Öko-Correctness nicht der grüne Schauer am Rücken hinab läuft, dafür dürfte der Ausblick auf die Performance eines 800+ PS Sportlers mit Allradantrieb und, ganz sicher, auch Allradlenkung stehen. Allerdings wird damit auch ein Grundsatz von Tobias Moers, dem AMG-Chef mit dem Sportfahrer-Herzen in Frage gestellt. Denn für die richtige Skalierung eines völlig neuen AMG-Sportlers muss eine Bandbreite an Antrieben ermöglicht werden.

Und stehen A7, 6er Grand Coupe und Porsche Panamera im Fadenkreuz, dann muss es den AMG GTVier auch als Diesel geben. Was noch deutlich spektakulärer wäre, als der Viersitzer an sich. Ein R6-Diesel mit dreifach Ladung und – ganz easy – 400 PS?

Wir werden es erleben. Als V8 und Plug-in Hybrid wird man den viersitzigen „Pure AMG“ Sportler ganz sicher erleben, als Diesel? Ich würde da eine Wette eingehen … unser „graue“ Mercedes-AMG GTVier ist eine Computerretusche, aber so könnte er kommen.

 

Und hier die Fotos des Concept-Fahrzeuges:

 

NAIAS 2016 – Der besondere Messerundgang

Anfang des Jahres geht es in die USA. Das war schon lange so. Detroit im Staate Michigan ist im Januar nicht unbedingt verlockend, es ist schlichtweg immer kalt, aber, die NAIAS gehört nun einmal zum Programm. Wenn gleich seit ein paar Jahren die CES in Las Vegas den Auftakt des Arbeitsjahres noch früher setzt. Auch in diesem Jahr zog es uns in die USA. Und während wir die CES noch getrennt erlebten, haben Jens, Jan und ich, die NAIAS wieder mit einem gemeinsamen VIDEO festgehalten. Die „drei von der Tankstelle“, oder wie auch immer man uns nennen möchte. Jeder von uns hatte so seine persönlichen Favoriten. Vorhang auf für die NAIAS 2017 – der Messerundgang.

Paris 2016: Die harte Realität

Mit einiger Verwunderung haben wir bereits vom Salon in Paris berichtet. Wo sie also schon bloß herkömmliche Modelle mit konventionellen Motoren und überschaubarer Technik feilbieten – was bekommt man als Kunde tatsächlich?

Und wir meinen jetzt abseits vollausgestatteter Presse-Testwagen, hochsubventionierter Firmenleasing-Kalkulationen, sondern: echte Autos, bezahlt mit echtem Geld.

Da wären: Nissan Micra, Suzuki Ignis, Opel Karl Rocks und Citroën C3. Alle fischen im Haifischbecken unter 15.000 Euro, alle wollen sie ein bisschen Lifestyle bieten, ein bisschen Show und eine gewisse Andersartigkeit zum Establishment.

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Bei genauerem Hinsehen fällt dir aber der Kitt aus der Brille.

Was dort mittlerweile für Materialien eingesetzt werden, macht sprachlos. Wir sind da jetzt wirklich keine großen Fetischisten, aber wenn eine ganze hintere Türtafel aus einem gepressten Stück Hartplastik besteht? Wir reden da jetzt gar nicht über Anfassqualität, Haptik, Geruch und Geräusch. Alleine so etwas anschauen zu müssen, ist eine Beleidigung – auch (und gerade!) für 15.000 Euro.

Ein bisschen Farbe, ein bisschen Stoff, ja vielleicht sogar etwas Design? Sicher, es kostet Geld. Aber ist es der Kunde nicht wert? Muss man wirklich den Gewinn derart optimieren, dass der Look zwar auf den ersten Blick „cool“ ist, er sich beim zweiten aber als totale Katastrophe entpuppt? Klar, wie oft fahren wir mit Passagieren, wer sitzt in seinem eigenen Auto schon oft hinten – das alles sind Argumente. Und der Hersteller nutzt sie, um schamlos den Preis hoch zu halten, ohne Gegenwert zu bieten.

Früher – und das meinen wir ernst – hat es das so noch nicht gegeben. Alleine, weil es nicht die Möglichkeit gab, solche großen Spritzguss-/Kunststoffformteile in einem Stück in Freiform herzustellen. Damals gab es vielleicht ein bisschen nacktes Blech zu sehen, doch immerhin war es dann: Abwechslung, bunt, fröhlich. Wer dagegen den hinteren Türgriff im Ignis zwei-, dreimal zumacht, der bekommt der Dreck aus dem offenporigen (!), weißen Kunststoff schon gar nicht mehr raus. Hauptsache aber, der Coffee-to-Go-Becher hat seine passgenaue Aussparung bekommen.

Und ja, mögen Karl und Ignis in einem wirklich preisumkämpften Segment antreten, gerade dem neuen Micra hätten wir mehr zugetraut. Von außen ist er ein sehr gelungener Wurf, auch die Fahrerposition sitzt wirklich gut. Feines Lenkrad, gute Ergonomie und vorne eben auch ansprechende Materialien. Nur hinten dann eben die gleiche Katastrophe wie bei einem Dongfeng. fabian-mechtel-paris-019-haptik-verarbeitung fabian-mechtel-paris-021-haptik-verarbeitung fabian-mechtel-paris-020-haptik-verarbeitung

Die wohltuende Ausnahme – und deshalb unser tatsächlich größtes Messehighlight – war der C3 von Citroën. Man muss ihn als geschmacksneutralen Cactus sehen, der all die genialen Ideen des großen Bruders in einen massenverträglichen Look gepackt hat. Hier stimmt wirklich alles: außen nett, tausendfach kombinierbar in den wildesten Farben. Innen mit feinen Bezugsstoffen (und große Auswahl bei selbigen), durchdachtem Armaturenbrett und aufmerksamen Details. Vor allem aber gutem Design und ansprechendem Material.

Kurz: der Citroën C3 ist einfach liebevoll gemacht.

Dieses Attribut geht den anderen Herstellern völlig ab. Der Rubel muss rollen, sonst zählt wenig. Dumm nur, wenn der Kunde irgendwann keine Lust mehr hat, einfach nur Geld für einen schönen Schein aus der Tasche gezogen zu bekommen, am Ende dann aber in der harten (Plastik-)Realität absteigen muss.

Ein bisschen Freude am Auto, ist das wirklich so schwer?

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Welcome to the Hypercar-Club: AMG!

Es ist nur ein Foto. Nein, nicht einmal. Es ist nur eine Silhouette. Die Andeutung einer Form und dennoch eine Nachricht, die im Kreise derer mit dem dicken Geldbeutel und der Lust am perfekten Sportwagen für leichtes Herzkammer-Flimmern sorgt. Mercedes-AMG bestätigt den Bau eines Hypercars. Also, kein Sportwagen, sondern ein Vierrad in der Kategorie darüber. Noch gibt es nur diese eine Zeichnung. Zweidimensional. Le Mans Gene sind sichtbar. Aber Formel 1-Technik soll es sein.

Die Erfahrung aus Jahren der Formel 1-Dominanz soll eingepackt werden in eine erotische Hülle mit vier Gummiwalzen. Nichts soll der Performance im Wege stehen. Wir sind sehr gespannt, denn eigentlich gibt es bislang nichts zu erzählen, abgesehen von der Bestätigung. Das Hypercar aus Affalterbach. Es kommt.

AMG gegen den Rest der Welt! Hypercar-Porno aus der schwäbischen Provinz?

Aston Martin RB 001, Bugatti Chiron, McLaren P1 und Ferrari La Ferrari – aufgepasst, die Schwaben kommen!

Und alles, was wir jetzt über E-Motoren, Hybridantrieb, Allradlenkung, aktive Aerodynamik und Turbolader-Anzahl schwadronieren können, wäre reine Spekulation. 1.000 PS oder mehr? 1 Kilogramm pro PS, oder weniger? WIR HABEN SCHLICHT KEINE AHNUNG! Noch hat niemand eine Ahnung. Wir wissen nur eines: Wenn das Mercedes-AMG Hypercar kommt, dann wird ein Statement sein. Denn dafür steht die Entwicklung der Marke AMG in den letzten 5-6 Jahren. Ein Erfolg jagt den nächsten. Dominanz wird etabliert. Kaum eine Sportwagen-Marke hat sich in den letzten Jahren derart neu positioniert, wie die Marke Mercedes-AMG. Ein C63 ist heute mehr als ein Boulevard-Racer und der AMG GT S ist die Wiedergeburt des klassischen Sportwagen-Traums, nur viel besser. Und mit AMG GT R und den ebenso frisch vorgestellten Roadster-Modellen wird Affalterbach zum Alptraum der Zuffenhauser und das muss man erstmal schaffen.

Wer mag da am AMG-Hypercar zweifeln?

Auto Salon Paris/Paris Motor Show, France, Paris, 28.09.2016: 2016 Mondial de L'Automobile - Copyright Stefan Baldauf / SB-Medien
Die Mercedes-AMG Sportwagen-Familie bekommt ein Oberhaupt. Eines oberhalb des Mercedes-AMG GT3.
Auto Salon Paris/Paris Motor Show, France, Paris, 28.09.2016: 2016 Mondial de L'Automobile - Copyright Stefan Baldauf / SB-Medien
Die Mercedes-AMG GT-Familie besteht aus Roadstern, Coupés und reinrassigen Racern. Und darüber rangiert schon bald ein Hypercar!
Auto Salon Paris/Paris Motor Show, France, Paris, 28.09.2016: 2016 Mondial de L'Automobile - Copyright Stefan Baldauf / SB-Medien
Alles was wir wissen: Eine 2D-Form 😉

 

 

Alle Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf, Guido ten Brink

 

 

Paris 2016: SEAT präsentiert den Ateca X-perience – Das Interview

Der in Paris vorgestellte Seat Ateca X-perience spielt in diesem Artikel nur eine untergeordnete Rolle, denn noch ist es ein Konzeptfahrzeug. Viel wichtiger war uns das Gespräch mit Sven Schawe, dem Leiter Gesamtfahrzeug-Entwicklung von Seat, zu den Themen aktive- und passive Sicherheit. Moderne Fahrzeuge bieten eine Vielzahl an Assistenzsystemen und gerade ein SUV wie der Ateca benötigt ein gewisses Maß an Hirnschmalz in der Entwicklung. In unserem Video erklärt der Leiter der Gesamtfahrzeug-Entwicklung die Vorzüge und die Hintergründe beim Thema Sicherheit, in Bezug auf das urbane Stadt-SUV von SEAT.

Seat Ateca – Sicherheit first?

Das Konzeptfahrzeug der Pariser Messe ist der SEAT x-perience, auch hier glauben wir an einen möglichen Serienstart. Eventuell nicht ganz so martialisch wie gezeigt, aber ganz bestimmt noch ein Stück geländegängiger als bisher! Wir freuen uns auf eine Testfahrt – wie sieht es mit Euch aus? Kommentiert hier oder auf Facebook!

Auto Salon Paris/Paris Motor Show, France, Paris, 29.09.2016: 2016 Mondial de L'Automobile - Copyright Stefan Baldauf / SB-Medien

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Auto Salon Paris/Paris Motor Show, France, Paris, 29.09.2016: 2016 Mondial de L'Automobile - Copyright Stefan Baldauf / SB-Medien

Auto Salon Paris/Paris Motor Show, France, Paris, 29.09.2016: 2016 Mondial de L'Automobile - Copyright Stefan Baldauf / SB-Medien

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Auto Salon Paris/Paris Motor Show, France, Paris, 29.09.2016: 2016 Mondial de L'Automobile - Copyright Stefan Baldauf / SB-Medien

Auto Salon Paris/Paris Motor Show, France, Paris, 29.09.2016: 2016 Mondial de L'Automobile - Copyright Stefan Baldauf / SB-Medien

Auto Salon Paris/Paris Motor Show, France, Paris, 29.09.2016: 2016 Mondial de L'Automobile - Copyright Stefan Baldauf / SB-Medien

(Alle Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf)

Einblicke in die Zukunft der Trucks – ZF Innovation Truck

Wie zeigt man, was man im Alltag nicht sehen kann? Wie erklärt man, was automatisch abläuft? Wie demonstriert man die Kompetenz, wenn die eigenen Produkte immer unter dem Label der großen Marken bekannt werden? So wie es ZF auf der Nutzfahrzeug-Messe 2016 in Hannover getan hat. Mit einem Truck aus Acryl-Glas.

Der ZF Innovation Truck, der Sicherheit unter das Blechkleid geschaut

ZF hat eine Vision. Die „Vision Zero„. Und damit 100% Sicherheit. Die Vision des unfallfreien Fahrens. Aber ZF baut doch gar keine Autos? Stimmt. Die Fahrzeuge kommen von den großen Marken, aber ohne die großen Zulieferer gäbe es keinen Fortschritt. Und ZF ist einer der Schrittmacher für diesen Fortschritt. Man forscht, man entwickelt und dann bietet man komplette Systemlösungen an. Die Automobil-Hersteller bedienen sich an diesen Baukästen.

Global Press Event ZF TRW 002 Truck LKW Sicherheit

SEE. THINK. ACT.

Es sind die Systeme von ZF, die Fahrzeugen dabei helfen, die Umgebung zu erfassen, Situationen zu beurteilen und dann entsprechend zu reagieren. Vom Radarsystem über Kamera-Einheiten bis zur aktiven Hinterachslenkung und den integrierten Bremssystemen. Es ist Know-how aus Deutschland, Know-how von ZF, mit dem Autos seit Jahren sicherer und intelligenter werden. Für den Konzern ZF, groß und bekannt geworden durch aufwendige Mechanik, Präzision und die Expertisen bei der Getriebe-Herstellung, ist der Wandel in der Automobil-Industrie eine spannende Herausforderung. Den Veränderungen trägt man Rechnung. Weg von der reinen Mechanik, hin zu einem Konzern, der alle Disziplinen des modernen Fahrzeugbaus kombiniert. Das Streben nach Effizienz und dem Absenken von Emissionen führt zu elektrischen Antrieben. Die Elektrifizierung steht vor dem Durchbruch. Und gleichzeitig werden unsere Autos immer intelligenter. Clevere Büchsen auf Rädern, die uns schon bald autonom von A nach B bringen werden. Und ZF sieht sich an der vordersten Front in der Entwicklung der Zukunftstechniken.

Vom PKW zum LKW

mein-auto-blog ist als reines Autoblog gestartet, die Welt der Trucks war außen vor. Doch in dieser Welt tut sich noch viel mehr als bei den PKW. Es ist also an der Zeit, sich dort ein wenig mehr umzuschauen! Die berühmte „letzte Meile“, der Stadtlieferverkehr – er nimmt weiter zu und wird immer wichtiger. Gleichzeitig ist die Globalisierung ohne Fernlastverkehr nicht mehr vorstellbar.

Sicherheit im professionellen Lastverkehr? Ein wenig beachtetes Thema. In die Schlagzeilen gerät es nur, wenn wieder einmal ein LKW in ein Stauende fährt. Dass sich beim Thema Sicherheit bei den LKW aber ebenso viel tut, zeigt ZF mit seinem „Innovation-Truck“.

Sicherheit für Brummi-Fahrer

Zusammen mit den Kollegen von rad-ab.com und ausfahrt.tv hat sich mein-auto-blog auf der Nutzfahrzeug-IAA auf dem Stand von ZF umgeschaut. Und ZF hat sich ein besonderes Schaustück einfallen lassen. Einen Truck vollständig aus Acrylglas. An diesem Truck wird einem dann erstmalig bewusst, wo überall ZF drinsteckt. Am besten, ihr schaut Euch das VIDEO an!

Wer mehr zum Thema Sicherheit und Zukunft erfahren möchte, der sollte sich das ZF -Magazin „drive“ herunterladen (klick).

 

 

Techno Classica – Volkswagen im Rausch des Golf GTI

Gran Turisme Injection – abgekürzt GTI – steht für eine ganz besondere Erfolgsgeschichte. Der sportliche Golf sollte eigentlich nur eine Kleinserie werden, doch daraus wurde weit mehr als das. Die Kultgeschichte des Volkswagen Golf GTI jährt sich 2016 zum vierzigsten Mal und das nehmen die Wolfsburger zum Anlass, die Geschichte des GTI mit den verschiedenen Modellen nachzubilden – von der Vergangenheit bis zum neuesten Modell. Read more

Citroen SpaceTourer Hyphen: Wenn man das Ziel aus den Augen verliert

Stellen wir uns mal vor, wir sind ein Autohersteller. Im Volumensegment. Also Supermarkt statt Feinkostladen. Unsere edlen Tropfen haben wir eben ausgegliedert und DS genannt. Jetzt müssen wir also mit Hausmannskost ordentlich Wind machen.

Citroen hat in Europa noch dazu ein kleines Neuheitenloch. Während man in China fröhlich neue DS-Modelle launcht und angeblich sogar die Nullserie eines neuen C6 von den Bändern läuft, muss es hier eine neue Transporterbaureihe richten. Das Nutzfahrzeug wird wie bisher Jumpy heissen (ja, Jumpys gibt’s auch im Supermarkt – das sind Chips in Känguru-Form), neu ist die Personentransporter-Version namens SpaceTourer. PSA-Schwester Peugeot bringt ein gleiches Modell und auch Toyota ist als Kooperationspartner wieder mit an Bord.

Um aufzufallen, hat sich Citroen für den Genfer Salon im März ein ganz besonderes Konzeptauto ausgedacht. Wenn alle Welt von Kompaktwagen und Mittelklasselimousinen auf SUV umsteigt, warum also nicht noch höher denken? Auftritt Citroen SpaceTourer Hyphen.

Zur Erinnerung: Ein Hyphen ist ein Bindestrich (die Pilzzellen gleichen Namens lassen wir mal unerwähnt), auch Trennstrich genannt. Will der Hyphen also den SpaceTourer-Piloten vom Rest der Welt trennen? „Sucht Ihr nur mit Euren Qashqais und Co. Parklücken, wenn ich am Wochenende nichts vorhabe, starte ich spontan bei der Rallye Dakar!“.

Hinten offene Scharniere: Da mussten die Auspuffblenden an die Seite wandern.
Hinten offene Scharniere: Da mussten die Auspuffblenden an die Seite wandern.

Beim Wüstentrip eher hinderlich wären die am Showcar verbauten Schneekrallen an den Offroadreifen. Ansonsten kommt der trennende SpaceTourer einem Expeditionsfahrzeug optisch schon sehr nahe. Wenn man sich länger als gewohnt am Citroen-Stand die Augen reibt, könnte das auch an der grellen Zweifarbenlackierung liegen. Auch im Innenraum geht es grell-bunt weiter. Im Pressetext liest man von „belebendem Design“ und einem „erfrischenden Innenraum“ – so kann man es auch sehen. Patienten mit Herz-Rhythmus-Störungen sollten den SpaceTourer Hyphen aber nur kurz betrachten. Das gilt auch für Fans alternativer Antriebsformen. Denn auch als Konzeptstudie verpasst der SpaceTourer ein Statement in Richtung Elektromobilität. Unter der Motorhaube steckt ein herkömmlicher Diesel mit 150 PS Leistung. Der wird auch den normalen SpaceTourer antreiben, um Hotelgäste vom Flughafen ins Skiressort zu shutteln oder die Großfamilie zur Oma.

Also ein leider halbherziger Messeauftritt. Das gilt auch für den Namen. Das Geheimnis darum lüften wir jetzt: Für die Studie ging Citroen eine Kooperation mit der französischen Elektropop-Gruppe „Hyphen Hyphen“ ein. Nur warum baut man dann keine extravagante Klanganlage in den Bus ein, der doch mit seinem Volumen einen perfekten Resonanzkörper darstellt?

Einen hochgebockten Allradbus, der den Fahrer noch mehr einmauert und von der Außenwelt abkanzelt als die modernen SUV-Trümmer, brauchen wir aber nicht unbedingt. Messeauftritt hin oder her.

Innen geht es auch ohne Menschen wild zu - Pop Art im Citroen-Bus?
Innen geht es auch ohne Menschen wild zu – Pop Art im Citroen-Bus?

News: Volkswagen Amarok und Crafter als mobiler Arbeitsplatz für Handwerker

Volkswagen Nutzfahrzeuge ist auch in diesem Jahr wieder auf der Leitmesse der Dach- und Holzbaubranche in Stuttgart vertreten. Zwischen dem 02. und 05. Februar können sich Messebesucher auf dem 220m² großen Stand in Halle 9 drei vielseitige Umbaumöglichkeiten auf Basis des Volkswagen Amarok oder Crafter anschauen.

Die beiden Nutzfahrzeuge sind dabei für unterschiedliche Einsatzzwecke gedacht. Unterstützt wird Volkswagen von den Partner-Aufbauherstellern Sortimo und Bott. So lassen sich, je nach Modell, verschiedene Holzbau-Materialien und -Werkzeuge in den Volkswagen aus Hannover unterbringen. Dank variabler Module soll das Handwerkszeug mühelos, flexibel und sicher transportiert werden können.

Volkswagen-Amarok-Crafter-Arbeitsplatz-fuer-Handwerker-Mein-Auto-Blog (3)

Der Volkswagen Amarok Atacama zeigt in Stuttgart einen Heckausbau von Sortimo mit drei Schwerlastauszügen, den sogenannten „Jumbo Units“. Sie bieten ein Ladvolumen von je 100 kg auf dem Heck des Pic-Ups. So hat man viel Stauraum für großes Ladegut und kann jederzeit gut darauf zugreifen. Zum einen bieten die Jumbo Units große Griffmulden und robuste Teleskopschienen, zum anderen sind sie variabel und entsprechend den Bedürfnissen zu montieren, was dem modularen Baukasten zu verdanken ist. Zudem bietet der Amarok einen wasserdichten Ladungssicherungsboden, an dem man allerlei schwere Arbeitsgeräte befestigen kann.

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Der Volkswagen Crafter 35 4Motion wird in zwei Varianten gezeigt. Zum einen mit einem integrierten Arbeitsplatz, womit der Transporter als ideales Werkstatt- und Servicefahrzeug durchgeht. Der Partner Bott bietet hier ein umfangreiches, modulares Regalsystem sowie einen kompletten Arbeitsplatz an. Ergänzt wird das Fahrzeug von einem Unterflurgenerator, der eine autarke Energieversorgung ermöglicht. So können Maschinen und elektrische Geräte auch unterwegs problemlos eingesetzt werden. Zum anderen wird ein Volkswagen Crafter 35 mit Hochdach gezeigt. Dieser ist speziell für Tischler und Schreiner gedacht und bietet mit seiner Fahrzeugeinrichtung von Sortimo ein multifunktionales Transport, Ordnungs- und Arbeitssystem. Dazu zählen robuste Schubladengehäuse und Wannen aus pulverbeschichtetem Stahlblech. Die Einzelteile sind frei kombinierbar, damit man sich von seinem Ladegut nicht einschränken lassen muss. Zudem ist eine serienmäßige Ladungssicherung integriert, die das gefährliche Verrutschen der Arbeitsmaterialien verhindern soll. Safety first also – im Arbeits-, wie auch im Privatleben.

News: VW und der bunte IAA-Abend – Zwischen Vision und Wirklichkeit

Am Vorabend großer Automobilschauen lädt Volkswagen traditionell zum Konzernabend, um den in Hundertschaften angereisten Journalisten die Neuheiten der Marken zu präsentieren. Die Stars des Abends waren aber natürlich die automobilen Neuheiten, denen in der Frankfurter Fraport-Arena eine überdimensionale Bühne bereitet und deren Auftritt von aufwendiger Lichttechnik untermalt wurde.

Sachlicher Höhepunkt war zweifelsohne die Neuauflage des VW Tiguan, mit dem sich die Wolfsburger optisch immerhin ein wenig aus der Biedermann-Ecke wagen. Das erste Kompakt-SUV auf MQB-Basis (Modularer Querbaukasten, also VWs Bauteileset für Modelle mit quer eingebautem Motor) glänzt mit dynamischerer Optik und ist sowohl in einer Gelände-Allrad-Ausführung wie auch in einer sportlicheren Variante für die Stadt erhältlich. Außerdem hat VW die Plug-in-Variante GTE vorgestellt, die rund 50 elektrische Kilometer schaffen soll. Aufgeladen wird der Akku an der Steckdose, Solarzellen auf dem Dach sollen zudem, eitel Sonnenschein vorausgesetzt, Strom für bis zu 1.000 zusätzliche Kilometer.

Außerdem hat VW die Plug-in-Variante GTE vorgestellt, die rund 50 elektrische Kilometer schaffen soll.
Außerdem hat VW die Plug-in-Variante GTE vorgestellt, die rund 50 elektrische Kilometer schaffen soll.

Das Thema SUV hat auch Audi besetzt, die Ingolstädter haben neben dem neuen A4 auch die Studie E-tron Quattro mit an den Main gebracht. Technisch markiert das Concept Car Audis erstes reines Elektroauto, mit dem die Ingolstädter Tesla das Fürchten lehren wollen: 500 Kilometer Reichweite, 400 davon nach nur 30 Minuten Ladezeit, sind eine klare Ansage. Optisch gibt die Studie zudem einen Ausblick auf dem kommenden Q6, schließlich will Audi die SUV-Coupé-Nische nicht allein BMW und Mercedes überlassen. 2017 soll der fertige Q6 kommen, dann vielleicht schon, wie die Studie, mit Highend-Lichtern in OLED-Technik und ohne Außenspiegel.

Technisch markiert das Concept Car Audis erstes reines Elektroauto, mit dem die Ingolstädter Tesla das Fürchten lehren wollen.
Technisch markiert das Concept Car Audis erstes reines Elektroauto, mit dem die Ingolstädter Tesla das Fürchten lehren wollen.

Die Krone setzt dem SUV-Segment Bentley auf, die mit dem Bentayga den Range Rover vom Thron des vornehmsten Offroaders stoßen wollen. Der Luxusliner, der technisch mit dem Audi Q7 verwandt ist, stellt alles bisher da gewesene in den Schatten: 2,4 Tonnen bringt er auf die Wage, die ein 608 PS starker Zwölfzylinder in aberwitzigen 4,1 Sekunden auf Tempo 100 katapultiert, erst bei 301 km/h ist Schluss. Dazu gibt es nur die feinsten Materialien –98 Prozent aller Innenraumteile sind beledert. Auch preislich legt Bentley den Maßstab hoch: Für den Bentayga müssen rund 200.000 Euro auf den Tisch gelegt werden.

Die Krone setzt dem SUV-Segment Bentley auf, die mit dem Bentayga den Range Rover vom Thron des vornehmsten Offroaders stoßen wollen.
Die Krone setzt dem SUV-Segment Bentley auf, die mit dem Bentayga den Range Rover vom Thron des vornehmsten Offroaders stoßen wollen.

Deutlich näher am normalen Endkunden zeigen sich VW Nutzfahrzeuge und Skoda. Letztere stellten den Superb Combi vor, der noch mehr Platz bietet als die ohnehin schon äußerst geräumige Limousine. Und die Väter des Multivans haben mit der Edition Panamericana einen VW Bus mit 200 PS starkem Diesel, Allrad und Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe auf die Räder gestellt, der dank Höherlegung auch für schlechte Wege gewappnet ist. In eine ähnliche Kerbe schlägt auch Seats Studie, der Leon Cross Sport –eine Mischung aus Leon Cupra und X-Treme; ein sportlicher Zweitürer mit 300 PS einerseits, der mit Kunststoffplanken, etwas robusterer Optik und Allradantrieb auf Ma(ts)cho macht. Die Studie soll zum einen auf Seats SUV einstimmen, das im Frühjahr 2016 kommt und ist auch der Startschuss für weitere Modellneuheiten der Spanier.

Der Seat Leon Cross Sport – eine Mischung aus Leon Cupra und X-Treme.
Der Seat Leon Cross Sport – eine Mischung aus Leon Cupra und X-Treme.

Ganz und gar nicht auf dem SUV-Trip zeigten sich Volkswagens Supersportler, Lamborghini und Bugatti. Die Italiener schieben mit dem Huracán LP610-4 Spyder die offene Variante ihres „Kleinen“nach und setzen dabei weiterhin auf ein Stoffverdeck. Und Bugatti gibt nach unzähligen Varianten des mittlerweile ausverkauften Veyron in den vergangenen Jahren auf der IAA mit dem Vision Gran Tourismo einen Ausblick auf seinen kommenden Supersportler, der wohl auf den Namen Chiron hört und noch schneller sein soll als der Veyron: mit knapp 1.500 PS wird er in zwei Sekunden auf hundert beschleunigen und bis zu 463 km/h erreichen.

Die IAA-Studie selbst sieht Bugatti als „ein Geschenk an all die Fans“der Marke: Rund 70 Millionen Spieler der Playstation-Rennsimulation Gran Tourismo können damit zukünftig schnelle Runden drehen. Der Chiron dagegen wird für die meisten unerreichbar sein: Er soll 2,2 Millionen Euro kosten.

Bugatti gibt auf der IAA mit dem Vision Gran Tourismo einen Ausblick auf seinen kommenden Supersportler, der wohl auf den Namen Chiron hört und noch schneller sein soll als der Veyron.
Bugatti gibt auf der IAA mit dem Vision Gran Tourismo einen Ausblick auf seinen kommenden Supersportler, der wohl auf den Namen Chiron hört und noch schneller sein soll als der Veyron.

Dagegen dürfte selbst Porsches E-Mobil ein Schnäppchen werden. Die Vision, die die Stuttgarter neben dem gelifteten 911er gezeigt haben, hört auf den Namen Mission E und ist Porsches Vorstellung eines Elektroautos, das den Firmennamen mit Stolz tragen darf. Optisch ist die Studie eine Mischung aus Elfer und Panamera mit einem Hauch VW XL1. Rund 600 rein elektrische PS sollen den Stromer antreiben und für eine Sprintzeit von dreieinhalb Sekunden und eine Vmax jenseits von Tempo 250 gut sein.

Die Vision, die die Stuttgarter neben dem gelifteten 911er gezeigt haben, hört auf den Namen Mission E und ist Porsches Vorstellung eines Elektroautos, das den Firmennamen mit Stolz tragen darf.
Die Vision, die die Stuttgarter neben dem gelifteten 911er gezeigt haben, hört auf den Namen Mission E und ist Porsches Vorstellung eines Elektroautos, das den Firmennamen mit Stolz tragen darf.

Das allein ist kein Hexenwerk, doch verspricht Porsche bei sportlicher Fahrweise eine Reichweite von mehr als 500 Kilometer. Und dank 800-Volt-Anschluss soll der Akku in 15 Minuten zu 80 Prozent gefüllt sein. Damit würde Porsche den Gordischen Knoten der E-Mobilität lösen, so VW-Chef Winterkorn; wann die Technik in Serie gehen könnte, ist allerdings noch völlig offen. Doch hat der Konzernlenker bis 2020 immerhin 20 neue Modelle mit Elektro- oder Plug-in-Hybrid-Antrieb angekündigt, und damit VWs Führungsanspruch auf dem Gebiet der neuen Mobilität betont. Schließlich, so Winterkorn, habe Volkswagen als erster Hersteller den Wandel des Automobils zum Konzern-Thema gemacht.

Autor: Michael Gebhardt/SP-X

News: IAA-Aufbau – Materialschlacht unter dem Messeturm

Auch in diesem Jahr wird es sein wie immer. Noch am Montagabend wird es in den Hallen rund um den Frankfurter Messeturm aussehen wie auf einer riesigen Baustelle: Überall Kabeltrommeln, Kisten und Container, statt neuen Autos sieht man nur alte Gabelstapler, von sauberem Teppichboden keine Spur , in der Luft liegt ein Duft von frischer Farbe, Klebstoff und Putzmittel und dass hier in ein paar Stunden die größte Automobilmesse des Kontinents eröffnet werden soll, können nicht einmal die größten Optimisten glauben. Und trotzdem werden sie genau wie in jedem Jahr auch diesmal wieder rechtzeitig fertig sein: Wenn am Dienstag erst die Presse und ab Donnerstag die Fachbesucher durch die Hallen ziehen, sind die Gabelstapler verschwunden, es riecht nach Champagner und nach Canapés und auf den Bühnen funkelt das polierte Premierenblech in Scheinwerfern, deren summierte Strahlkraft selbst die Sonne in den Schatten stellt.

Opel etwa schafft 160 Lastwagen voll Material in die Messehalle, das mit drei Staplern und 41 Hebebühnen ausgeladen und montiert wird
Opel etwa schafft 160 Lastwagen voll Material in die Messehalle, das mit drei Staplern und 41 Hebebühnen ausgeladen und montiert wird

Für diese Inszenierung treiben die Hersteller einen Aufwand, der alle Vorstellungen sprengt. Nicht nur, dass sie im Prinzip bereits zum Ende der Messe mit den Planungen für die nächste IAA in zwei Jahren beginnen. Auch der konkrete Aufbau dauert oft Wochen, manchmal sogar monatelang. Mercedes zum Beispiel, während der IAA traditionell in der alt ehrwürdigen Festhalle zu Hause, rückt in Frankfurt bereits zwei Monate vor der Messe an und beginnt mit dem Bau einer ganz eigenen Glitzerwelt. Kein Wunder, immerhin montieren die Schwaben mit zeitgleich rund 150 Mitarbeitern auf fast 10.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche unter anderem 1.500 bewegliche und 3.000 fest installierte Scheinwerfer, ziehen in der Festhalle mehrere Zwischenböden ein, die mit einer gigantischen Rolltreppe verbunden werden und verlegen insgesamt 235 Kilometer Kabel. Und das alles, damit am Ende nicht einmal 80 Autos im rechten Licht stehen.

Den vielleicht spektakulärsten Messestand hat mittlerweile BMW.
Den vielleicht spektakulärsten Messestand hat mittlerweile BMW.

Bei der Konkurrenz ist der Aufwand kaum geringer. Opel etwa schafft 160 Lastwagen voll Material in die Messehalle, das mit drei Staplern und 41 Hebebühnen ausgeladen und montiert wird – darunter zum Beispiel 54 Lautsprecher mit zusammen 32.000 Watt, 500 Quadratmeter LED-Displays, 60 Tonnen Stahl, 100 Tonnen Holz und 1.200 Quadratmeter Teppichboden. Und für den VW-Konzern fahren rund 400 Sattelzüge, bis die Halle 3.0 aussieht wie eine Autostadt im Kleinen. Dazu zählen allein für VW 200 Kilometer Kabel und 200 Tonnen Stahl und für Audi im eigenen Haus auf dem Freigelände je 800 Quadratmeter Glas- und Spiegelfläche und 640 Treppenstufen, mit denen die Bayern auf ihrem Stand insgesamt 115 Höhenmeter überwinden.

Den vielleicht spektakulärsten Messestand hat allerdings mittlerweile BMW. Denn zur Premiere von i3 und i8 haben die Bayern erstmals eine echte Fahrbahn in die Halle gezimmert, auf der sie Autos so präsentieren können, wie es sich gehört: In Bewegung. Seitdem hat BMW das Konzept ständig weiterentwickelt, die Teststrecke immer wieder modifiziert und sie auch diesmal wieder aufgebaut. An Dienstag wird dort deshalb auf einer 400 Meter langen Kreisbahn der neue Siebener seine Runden drehen – und bis zum Ende der Messe rund 44.000 Kilometer abgespult haben. Das ist mehr als eine Erdumrundung auf Höhe des Äquators. Kein Wunder, dass diese Straße nicht in ein paar Tagen aufgebaut ist, sondern auch die BMW-Truppe schon vor Wochen von München an den Main gekommen ist.

In diesem Ambiente könnte Rolls-Royce seinen Dawn enthüllen.
In diesem Ambiente könnte Rolls-Royce seinen Dawn enthüllen.

Doch die Uhr tickt und am Dienstagmorgen müssen alle fertig sein. Dann, wenn der letzte Teppich verlegt und der letzte Scheinwerfer eingestellt ist, kommt es auf dem IAA-Gelände zum großen Schichtwechsel. Die Armee der Blaumänner und Overalls rückt ab und macht Platz für Heerscharen von Herren und Damen im feinen Zwirn. Bei BMW zum Beispiel sind für den IAA-Auftritt rund 1.000 Mitarbeiter abgestellt – darunter allein 172 Hostessen. Bei Audi haben jeden Tag 372 Personen Standdienst und selbst bei Hyundai immerhin 110.

Mit dem neuem Personal geht die Materialschlacht während der Messe weiter – nur dass die Aussteller dann mit anderen Waffen kämpfen: Canapés statt Kabel, Prospekte statt Pyrotechnik, Bier statt Bühnenelemente und Gourmetmenüs statt Übersee-Container. Und auch da sind die Zahlen nicht minder imposant: So plant zum Beispiel Hyundai mit 4.000 Tassen Kaffee, 550 Liter Trinkwasser, 2.200 Softdrinks und 1.400 Dreigang-Menüs. Und Audi hat vorsorglich schon einmal 400 Kilo Gummibärchen gebunkert.

Dazu kommt noch die allgemeine Verpflegung durch den Veranstalter. Allein die Messegesellschaft hat ihr Personal für Küche und Kulinarik mehr als verzehnfacht: zu den 100 festangestellten Köchen und Servicekräften kommen während der IAA noch einmal 1.200 Aushilfen – die 2.000 Dienstleister für Reinigung, Service und Bewachung noch nicht mitgerechnet.

So soll der STand von Opel aussehen.
So soll der STand von Opel aussehen.

Während Hostessen und Berater, Köche und Kellner zwei Wochen lang schuften, tun die Messebauer gut daran, die Zeit bis zum Sonntag in einer Woche zur Erholung zu nutzen und den Muskelkater abklingen zu lassen. Denn während die Messe für das Standpersonal am Abend des 27. Septembers tatsächlich gesungen ist und das große Hupkonzert zum Toresschluss den finalen Feierabend markiert, ist es für die Blaumänner das unzweifelhafte Signal zum nächsten Akt der Plackerei. Denn kaum ist der letzte Messegast aus der Halle gekehrt, wandelt sich auf dem Gelände in Frankfurt deshalb wieder das Bild. Eben noch eine Autoshow, erobern dann wieder die Gabelstapler und Lastwagen die Bühne. Wenn das nicht die perfekte Einstimmung für die nächste IAA ist – die Nutzfahrzeugmesse im Herbst 2016 in Hannover.

Autor: Benjamin Bessinger/SP-X

NAIAS 2014 – Porsche 911 Targa

Porsche wird den 911 der Baureihe 991 in Detroit als Targa präsentieren.

Das erste Bild des 911 Targa zeigt bereits den breiten Bügel mit dem Targa Schriftzug auf der Seite und am Heck des Fahrzeugs. Der legendäre Targa kehrt damit zurück. Auch das Glasdach ist eigentlich schon sehr gut zu erkennen und ist nur noch mit einer leichten schwarzen Folie beklebt. Auffallend ist natürlich der Heckscheibenwischer, der auf dem ganzen Glas besonders zur Geltung kommt.

Porsche 911 991 Targa 01 Erlkönig

Der Targa wird, wie der normale 911 mit dem 350 PS starken 3.4 Liter Boxer in der Preisliste auftauchen und als Targa S mit 400 PS aus dem 3.8 Liter Sechszylinder.

bildquelle sbaldauf sb medien

 

 

Skoda Fabia R5 Combi Wörthersee 2015

ŠKODA Wörthersee 2015 – Auf dem GTI-Treffen in Reifnitz

Unser diesjähriger #ŠKODATrip verhieß vor allem mehr. Mehr Zeit, mehr Autos, mehr Pässe, mehr Spaß für alle. Daher wurden aus zwei dann drei Tage – zwei zum reinen Fahren. So hatten wir dieses Mal auch einen Tag lang Zeit, das 34. GTI-Treffen, die Auto News Wörthersee 2015, in aller Ruhe auf uns wirken zu lassen.

34. GTI-Treffen Reifnitz

Aber bei all der endorphingeschwängerten Euphorie, als wir mittels Schnellboot über den Wörthersee bretterten und am GTI-Hafen ankamen, überkam mich auf dem Treffen doch die Ernüchterung.
Wie im vorherigen Jahr war und ist der Weg für mich das Ziel. Von München nach Krumpendorf nach München. Das Alpen-Panorama, die Bergpässe, der Wörthersee – ich könnte hier ewig auf und ab fahren. Aber dazu in einem separaten Artikel mehr.

Und obwohl ich persönlich mit der Tuning-Szene und dem GTI-Kult reichlich wenig anfangen kann, war ich natürlich neugierig auf die Autos, die Leute, die Szene.

GTI-Treffen 2015: Irgendwie wenig GTI

Großveranstaltungen sind ja meine Sache nicht und wenn es mich doch auf eine verschlägt, nehme ich meist die Rolle des Beobachters ein. So ließ ich meine Blicke schweifen. Meist erspähte ich jedoch eher Belangloses, Fragwürdiges und schlichtweg Hässliches. Mein persönliches Highlight erblickte ich kurz nach der Ankunft, wenige Meter von der Anlegestelle entfernt: ein unverbastelter VW Golf I GTI. Schlicht, in jugendlich angehauchter Würde gealtert und inzwischen zeitlos.

Babyblauer Porsche Panamera auf dem 34. GTI-Treffen 2015. Geschmack lässt sich nicht kaufen.Dieser Golf I GTI war es für mich, der an diesem Tag den Geist des Treffens atmete. Es ist schon auffällig, dass erschreckend wenig GTIs unterwegs waren. Klar, viele andere VWs waren präsent, ebenso Modelle von Audi, Seat oder Škoda. Und da wird auch fleißig geschraubt, gebastelt, optimiert.
Aber vorbeifahrende Bentleys, ein Mercedes-AMG GT S oder A 45 AMG wirkten dann doch leicht deplatziert wie auch der babyblaue Porsche Panamera.

Da das eigentliche Szene-Treffen am Wörthersee längst gelaufen ist, wenn der offizielle Part beginnt, sind bereits viele mit ihren Fahrzeugen abgereist. Nun ist es an den Herstellern zu zeigen, was geht und vermutlich nie in Serie gehen wird. Das GTI-Treffen ist immer wieder eine Fingerübung des VW-Konzerns in puncto Design und Performance.

Und genau das ist der Knackpunkt. Das eigentliche GTI-Treffen war atmosphärisch kaum greifbar, nicht zu spüren. Audi, Seat, Škoda und VW präsentieren sich auf ihren Ständen, bieten Rahmenprogramme und sorgen für Unterhaltung. Aber der einstige Geist des Wörthersee-Treffens ist verflogen.

Von Studien, Concept Cars & Fingerübungen

Skoda auf dem GTI-Treffen 2015

Nichtsdestotrotz ist es interessant zu sehen, was die Hersteller bieten. Für mich persönlich am spannendsten waren dabei das Audi TT clubsport turbo concept sowie der Škoda Octavia RS 230. Aber auch der Škoda Fabia R5 Combi hat einen gewissen Reiz, nicht zuletzt, da der R5-Schriftzug am Heck beinahe wie ein RS-Logo anmutet. Und überhaupt scheint inzwischen ein Fabia RS durchaus im Rahmen des Möglichen. Wo letztes Jahr noch dementiert wurde, gab es dieses Jahr nunmehr unkonkrete Aussagen.

Kurzer Schwenk nach Ingolstadt: Auf dem Audi-Stand wurde das Audi TT clubsport turbo concept vorgestellt, das einerseits in technischen Belangen den einen oder anderen Ausblick auf Folgendes gibt, andererseits darf die Studie gern als Vorgeschmack auf den neuen TT RS verstanden werden. Das Concept Car befriedigt bereits mit dem 2.5-TFSI-Fünfzylinder, der aktuell schon im Audi RS Q3 und RS3 zum Einsatz kommt.

Dem TT clubsport turbo concept wurde zusätzlich der E-Turbo (EAV) gegönnt, der bereits im Audi RS5 TDI zeigen durfte, wie viel Potential in der Technik steckt. 441 kW (600 PS) sollen bedarfsgerecht an alle vier Räder verteilt werden. Die Optik ist scharf, die Sidepipe ein feines Gimmick und der Sound, der beim Anwerfen auf dem Stand zu vernehmen war, ein Genuss.
Nur schade, dass das Ganze so wohl nicht in Serie gehen wird.

Sehr wohl in Serie kommt der Škoda Octavia RS 230. Die zehn Mehr-PS fallen kaum ins Gewicht. Wichtiger dagegen ist die Vorderachs-Differentialsperre, die für mehr Dynamik auf Kurvenfahrten sorgen dürfte. Das Paket als solches ist bereits vom Golf VII GTI Performance bekannt und soll dem Vernehmen nach gute Dienste erweisen.

Skoda Octavia RS 230 auf dem GTI-Treffen 2015 in Reifnitz

Daneben zeigen die Tschechen auf ihrem Stand den Škoda Fabia Red & Grey Plus, der mit optischen Aufwertungen punkten kann, dafür jedoch eine Leistungsspritze vermissen lässt. Im letzten Jahr stand ja hier schon der Škoda Rapid Spaceback Red & Grey, der eine angenehm anzusehende Fingerübung für den anstehenden Monte Carlo war.

Wie auch im letzten Jahr gab es ein Azubi Car zu sehen. Die Auszubildenden haben einen Fabia zum Pickup umgebaut. Der Škoda Fabia FUNstar bot neben einer glänzenden Riffelblech-Ladefläche die obligatorisch überdrehte Musikanlage. Ich könnte jetzt schreiben, ich wär’ zu alt für so’n Scheiß, aber ich fand das auch schon mit 18 doof. Aber jedem das Seine.

Was bleibt? Ernüchterung.

Skoda Fabia R5 auf dem GTI-Treffen

Im Großen und Ganzen ist der Geist des traditionellen GTI-Treffens verflogen. Nur noch wenige bunte Vögel treiben sich im Rahmen der offiziellen Veranstaltung herum. Die Hersteller des Volkswagen-Konzerns halten dagegen und zeigen, was zumindest in der Theorie denk- und machbar ist. Auf einem Treffen, das sich dem Tuning und der Individualisierung verschrieben hat, fallen auch die Studien teilweise etwas radikaler aus als auf den gängigen Messen. Immerhin.

Škoda-Stand Wörthersee GTI-Treffen 2015

Bleibt zu hoffen, dass das GTI-Treffen 2016 zum 35. Jubiläum und dem damit einhergehenden 40. Geburtstag des Golf GTI wieder verstärkt zu den eigenen Wurzeln zurück findet.

Auch bei den Kollegen von Autophorie, rad-ab.com und Trendlupe könnt ihr weitere Eindrücke vom diesjährigen GTI-Treffen auf euch wirken lassen.

Text: MvB
Fotos: Škoda Auto Deutschland (Enes Kucevic) / MvB

Glosse Genf 2015: Textbausteine für TV-Berichterstatter von Auto-Messen

Peter Schwerdtmann ist ein Ur-Gestein des dt. Motor-Journalismus. Tagtäglich versorgt sein Team von auto-medienportal.net die dt. Presselandschaft mit Nachrichten aus dem Automobil-Sektor. Mit seiner Glosse zum „Bewegtbild-Jargon“ hat er mich jetzt mindestens zum schmunzeln gebracht 😉

  • Heute öffnete die …. wieder ihre Tore für die Besucher. Bis…zeigt sich in…wieder dasselbe Bild. Prachtkarossen und PS-Protze jagen sich gegenseitig den Rang ab, präsentiert von hübschen Hostessen, die zum Auto nichts sagen können, sich auf ihnen aber in attraktiven Posen den Kameras darbieten. Sex und PS gehören offenbar in unappetitlicher Weise zusammen. Das entlarvt Aussteller ebenso wie Besucher.
  • Auch in diesem Jahr kommt die Zukunft der Mobilität wieder einmal nicht voran.
  • Das Elektroauto muss man mit der Lupe suchen; es hat an Präsenz verloren.
  • Die Aussteller haben das Elektroauto aus dem Blickfeld verbannt. Die ganze Aufmerksamkeit gehört den strahlenden, klimaschädlichen Prachtkarossen, die sich der Normalbürger sowieso nicht leisten kann.
  • Die deutsche Industrie hat schon wieder einen Trend verschlafen.
  • Innovationen zum Auto entstehen nicht mehr in Deutschland.
  • Wer einen Blick in die Zukunft wagen will, der muss sich schon bei den Asiaten umschauen.
  • Das ist eine gefährliche Entwicklung für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft.
  • Die deutschen Hersteller schaffen esnicht einmal, Elektroautos zu Preisen anzubieten, die mit denen von Benzinern oder Dieseln wettbewerbsfähig wären.
  • So wird es jedenfalls nichts mit dem von der Bundeskanzlerin gesetzten Ziel, bis 2020 eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen zu sehen.
  • Statt dessen versucht auch diese Messe, uns mit Tagträumen in sexistischem Umfeld von den wahren Problemen abzulenken.

 

Ich habe noch lange nicht alle Videos vom #siag durch, aber ich glaube Peter liegt mit seinen „Text-Bausteinen“ gar nicht so verkehrt …

 

Danke Peter 😉

 

(ampnet/Sm)

Genf 2015: Alles auf Angriff beim Mercedes-AMG GT3

Mit V8-Sound stimmt Mercedes-AMG die Besucher des Automobilsalons in Genf (3. – 15. März 2015) mit dem neuen Mercedes-AMG GT3 auf die Motorsport-Saison ein. Mit dem GT3 will die Sportwagen- und Performance-Marke von Mercedes-Benz ihr Motorsport-Engagement ausbauen. Dazu wird der nach dem FIA GT3-Reglement entwickelte Rennwagen in den am stärksten umkämpften Kundensportserien der Welt antreten. Der GT3 basiert auf dem Mercedes-AMG GT, der in wenigen Tagen auf den Markt kommt. Der GT3 wird Ende 2015 an Kundenteams ausgeliefert werden.

„Mit dem neuen Mercedes-AMG GT3 starten wir in einem hart umkämpften und dicht besetzten Wettbewerbsfeld. Das hohe technologische Niveau und das faire Reglement motivieren uns, mit unserem neuen Kundenrennwagen hier ganz vorne mitzufahren. Nur wer gegen die Besten gewinnt, stellt seinen Führungsanspruch glaubwürdig unter Beweis“, so Tobias Moers, Vorsitzender der Geschäftsführung der Mercedes-AMG GmbH.

Bereits der serienmäßige Mercedes-AMG GT bietet mit niedrigem Schwerpunkt, perfekter Gewichtsverteilung und breiter Spurweite gute Voraussetzungen für die GT3-Rennversion. Denn dieses Layout garantiert ein präzises Einlenkverhalten, hohe Querbeschleunigungen, hohe Agilität, große Traktion und geringe Massenträgheit bei spontanen Richtungswechseln.

Schon im Stand verkörpert der neue Mercedes-AMG GT3 pure Kraft. Der Mattlack in Designo Selenitgrau Magno, verbreiterte Karosserie, die großen Lufteinlässe, der Diffusor und der riesige Heckflügel signalisieren Angriffslust. Sämtliche Änderungen an der Karosserie dienen dem maximalen Abtrieb und der aerodynamische Performance.

Wie bei der Straßenversion besteht die Fahrzeugstruktur des GT3 aus einem sehr leichten und extrem steifen Aluminium-Spaceframe, der hervorragende Sicherheit für den Fahrer bietet. Der Pilot wird zusätzlich durch die stabile Carbon-Sitzschale und einen integrierten Überrollkäfig aus hochfestem Stahl geschützt. Um das Fahrzeuggewicht zu senken, sind Motorhaube, Türen, vordere Kotflügel, Front- und Heckschürze, Seitenwand, Seitenschweller, Diffusor, Heckdeckel und Heckflügel aus besonders leichtem und gleichzeitig hochfestem Carbon gefertigt.

Für den renntauglichen Vortrieb sorgt der aus dem SLS AMG GT3 bekannte und zusätzlich optimierte AMG 6,3-Liter-V8-Motor, ein hochdrehzahltauglicher Saugmotor mit geringen Betriebskosten beim Renneinsatz. Das sequenzielle Sechs-Gang-Renngetriebe des GT3 ist – wie beim Serien-GT – nach dem Transaxle-Prinzip an der Hinterachse montiert und ermöglicht damit die optimale Gewichtsverteilung. Eine weitere Gemeinsamkeit sind die Doppelquerlenkerachsen, die fast komplett aus Aluminium bestehen. Diese Lösungen zeigen beispielhaft, wie eng Serien- und Rennsporttechnologie bei AMG verwandt sind.

 

(ampnet/Sm)

Genf 2015: Die Premiere des EDAG Cocoon light!

Was wäre, wenn wir uns unsere Autos selbst drucken könnten? Was wäre, wenn wir bei der Konstruktion von Automobilen mehr darauf schauen würden, wie die Natur konstruiert? Was wäre, wenn wir das Auto, seine Materialien und seine Fähigkeiten mal ganz neu denken würden? Was wäre, wenn wir uns auf unsere Ressourcen besinnen?

Automobil-Entwickler EDAG präsentiert den COCOON

Weltpremiere in Genf 2015: Lebendiger leuchtender Leichtbau

Die Zukunft zu gestalten, dafür braucht es Visionen. Als Zulieferer für die Industrie ist eine enorme Weitsicht notwendig, nur so lassen sich die Veränderungen der Zukunft als Chance und nicht als Problem sehen. Um die eigenen Visionen auch Dritten zugänglich zu machen, um zu demonstrieren, wie innovativ man als Entwickler ist, eignen sich Konzeptfahrzeuge sehr gut. Die EDAG Engineering AG mit Hauptsitz in Wiesbaden bringt für den Automobil-Salon 2015 in Genf ein ganz besonderes Konzeptfahrzeug mit.

Deutsche Automobilhersteller schweigen lieber, wenn es um ihre Zulieferer geht

Wussten Sie, wer eine M-Klasse als Pick-Up gebaut hat? Wer dem seligen smart Roadster mit einem neuen Kleid auf die Beine helfen wollte und wo zum Beispiel das BMW Konzept-Fahrzeug „Vision Conncected Drive“ entstand? In den gleichen Räumen, in denen mein-auto-blog  nun dem „COCOON“ bei seiner Verpuppung zuschauen durfte.  Doch über diese Geburtsstätten schweigen die deutschen Edel-Hersteller lieber. Zulieferer? Das klingt nach „Schrauben-Lieferant“. Dabei entsteht die Mehrzahl der echten Technik-Innovationen nicht bei den großen drei deutschen Premium-Herstellern, sondern in den Thinktanks der Zulieferer.

COCOON – Im Netz der Innovation

Leichtbau ist ein Trend der Zukunft. Wohlstands-Extras, Größe, Komfort und Sicherheitsansprüche haben unsere Autos immer schwerer werden lassen. Der Zwang zu mehr Effizienz erfordert einen intelligenten Leichtbau. Material dort einsparen, wo es keinen Zweck erfüllt. Schaut man sich die Künste von Mutter Natur an, dann können wir genau dort lernen. Die ultrafeste Schale einer Schildkröte. Das elastische, aber belastbare Netz einer Spinne. Der logische Leichtbau eines Blattes. Die Evolution findet immer eine Lösung. Warum ihr nicht einfach folgen und sie imitieren? Neue Techniken werden die Veränderungen in der Produktion von Fahrzeugen unter Umständen schneller umkrempeln, als dies der Automobil-Industrie lieb sein kann.

3D-Druck vs. Lagerhaltung

Im Supermarkt bekommt man 3D-Drucker bereits für den kleinen Geldbeutel. Für die Automobil-Industrie wird sich schon bald die Frage stellen: Müssen wir noch Ersatzteile auf Lager halten? Oder kann man einfache Plastikteile nicht bald „on demand“ produzieren? Selbst Metalle lassen sich heute bereits im 3D-Druck-Verfahren herstellen. Zusätzlich sind 3D-Drucker in der Lage, gänzlich neue Konstruktionen zu fertigen. Bionic-Design lautet das Stichwort. Anstelle von teuren und zeitraubenden Konstruktionsprozessen und anstelle von Druckgussformen und Werkzeugbau wird eine Technik treten, die per 3D-Druck auch größere, aufwändige Baugruppen fertigt. Just in time. Dort, wo man sie benötigt.

Das Konzeptfahrzeug Cocoon der EDAG AG demonstriert beide Techniken unter einer eher bekannten Hülle. Doch auch das gehört zur Idee des „Weiterdenkens“.

edag cocoon 23 bionic concept fahrzeug genf 2015

EDAG Light COCOON im Detail

Bionic-Design trifft Jack Wolfskin

Der Edag Light COCOON stammt zu großen Teilen aus einem 3D-Drucker. Moderne bionische Konstruktionsverfahren haben einen extremen Leichtbau ermöglicht. Um das „Skelett“ des COCOON zu verdeutlichen, wurde das BIONIC-Conceptcar mit einer widerstandsfähigen Stoffhülle vom Outdoor-Experten „Jack Wolfskin“ überzogen. Die Ideen, die Innovationen und die Umsetzung der „Bionic-Konstruktion“ stecken im Detail. Aus der Ferne ist der „Light Cocoon“ vor allem ein rattenscharf wirkender Zweisitzer, der ein wenig so aussieht, als wäre er der kürzere, der knuffigere Bruder des BMW i8.

Um den Leichtbau optisch zu verdeutlichen, wird der „Light COCOON“ von innen per LED-Technik ausgeleuchtet. Das ermöglicht tiefe Einblicke in die Idee des „Bionicle-Designs“. In Verbindung mit der widerstandsfähigen, aber lichtdurchlässigen Außenhaut lassen sich zugleich neue Leuchtgrafiken entwickeln. Ein weiteres Highlight ist der integrierte Heckspoiler, dessen Anstellwinkel verändert wird, ohne hierbei die Fläche durch Fugen zu unterbrechen. Zu verdanken ist dies dem flexiblen Überzug des Light Cocoon.

Schaut man sich die Details an, dann glaubt man an ein Auto aus einem Science-Fiction Movie. Skelettförmige Felgenstreben, eine intelligent berechnete Wabenstruktur für die hintere Crashbox. Der gesamte Edag Light COCOON stellt die bisherige Konstruktionsmatrix für Automobile auf den Kopf und zugleich in Frage. Alleine bei der Motorhaube hat der Technologie-Experte aus dem Hessischen – nur durch Bionische-Konstruktionsverfahren – rund 30% an Gewicht eingespart.

 

Galerie: EDAG Light COCOON

Die Premiere erfolgt in Genf auf dem Automobil-Salon 2015

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Über die EDAG Engineering AG:

Die EDAG Engineering AG wurde 1969 gegründet und beschäftigt heute 7.268 Mitarbeiter. Der Jahresumsatz 2013 betrug 632 Millionen Euro. Der Fokus der EDAG AG liegt auf der internationalen Automobil-Industrie. Als Engineering und Technologiepartner ist man Innovationstreiber und beschäftigt sich u.a. mit der Mobilität von morgen.

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News: Ausblick auf Genf 2015: Sparen war gestern

670 PS im Heck des Ferrari 488. 540 PS bis 610 PS an gleicher Stelle der zweiten Generation des Audi R8. Der Aston Martin Vulcan darf seine 800 Pferdchen ausschließlich auf Rundstrecken ausleben. Brabus befeuert seine neue Topversion des S-Klasse-Coupés mit 850 PS: Der 85. Genfer Automobilsalon, der am 5. März seine Pforten für Besucher öffnet, schwelgt in Leistung und Luxus. Doch nicht nur die Mobile der Schönen und Reichen dürfen PS-Orgien feiern. Auch die Großserienhersteller brennen bei Studien und Neuheiten ein Feuerwerk der bürgerlichen Boliden ab.

Da darf sich ein Ford Focus RS mit 320 PS produzieren, der Audi A3 RS mit 270 kW / 367 PS, der Honda Civic Type R mit 206 kW / 280 PS oder der Opel Corsa OPC künftige Kunden mit 152 kW / 207 PS locken. Der preiswerte Kraftstoff verführt die Branche zum Rückfall in alte Sünden: Energiesparen war gestern.

46,25 Dollar sind der magische Betrag, um den derzeit die Autoindustrie und ganze Volkswirtschaften kreisen. Die umgerechnet 39,50 Euro waren vergangene Woche in London für ein Barrel Rohöl der Sorte „Nordsee Brent“ fällig. Nie zuvor in diesem Jahrhundert waren 158,98 Liter Öl (entspricht einem Barrel) so preiswert. Förderländer stöhnen unter dem Preisverfall. In Norwegen haben die drastisch gesunkenen Erlöse aus der Förderung bereits mehr als 10 000 Arbeitsplätze vernichtet, Russlands Kreditwürdigkeit ist auf Ramschniveau gesunken, und die Mullahs in der iranischen Staatsführung wittern im Preisverfall „eine Verschwörung gegen die islamische Welt.“

Des einen Leid, des anderen Freud. Autofahrer auf der ganzen Welt begeistern die tiefen Spritpreise, die positiven Impulse für viele nationale Konjunkturen sind unverkennbar, und die Autoindustrie profitiert vom Sexappeal großer und leistungsstarker Fahrzeuge. Dem kurzen Gedächtnis der Konsumenten sei Dank. Vollkommen vergessen ist das Krisenjahr 2008, als der Ölpreis die Marke von 150 Dollar pro Barrel riss und drohte auf die 200 Dollar zu marschieren. Damals mussten Messe-Premieren in puncto Leistung in Sack und Asche gehen und um jeden Tropfen Verbrauchssenkung ringen.

Nun darf erst einmal wieder gebolzt werden. Den Trend zu Selbstbewusstsein und Status läutete bereits die erste wichtige Automesse des Jahres, die Detroit-Motorshow im Januar ein. Nun geht die Party in Genf weiter.

Audi tritt mit der Studie Prologue Avant an, einem Kombi, nein besser: einem Shooting Break, der den A8 zum A9 befördert, der sich über 5,11 Meter streckt und die Autowelt auf das Vokabular der künftigen Designsprache der Marke einschwört. Mercedes-Benz überlässt die besten Bühnenplätze der Spaß-Tochter AMG. Die enthüllt ihre Interpretation des CLA Shooting Brake (265 kW / 360 PS). Neu sind auch die AMG-Beiträge zur C-Klasse. Mit 350 kW / 476 PS so stark wie keine C-Klasse zuvor. Alpina will mit dem B6, seiner Interpretation des BMW 6er-Gran Coupé glänzen, das 441 kW / 600 PS aus seinem aufgeladenen 4,4-Liter-V8 mobilisiert.

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Mercedes hat für den Dauerbrenner G-Modell ein neues Paket geschnürt. Der G 500 4×4² verdoppelt quasi das bereits legendäre Vermögen des Off-Roaders über Stock und Stein zu fahren. Vorausgesetzt genügend solvente Genf-Besucher skandieren „Haben wollen!“, geht das Modell Ende des Jahres für rund 300 000 Euro in Kleinserie. Mit 310 kW / 422 PS sollen dann auch fast senkrechte Felswände kein unüberwindliches Hindernis für den Kraxler mehr errichten.

Bei den deutschen Premium-Herstellern verhält sich BMW antizyklisch. Der neue 2er Gran Tourer soll den Bayern den Markt der Familien-Vans mit Frontantrieb, variablem Innenraum und sieben Sitzen erschließen. Das Facelift des 1er qualifiziert die kleinste Baureihe der Marke zum Messe-Star. Porsche rückt den Cayman noch ein Stückchen näher an den 911. Das Topmodell des „kleinen“ Porsche bietet als GT4 extreme Sportlichkeit auf Basis von 283 kW / 385 PS.

Die Exoten und extrem Getunten gehören zu Genf wie der See, das Verkehrschaos und Preise, die den Messebesucher selbst am Würstelstand in Schnappatmung versetzen. McLaren toppt mit dem 675LT seine Straßensportler. Der Name ist Programm: 497 kW / 675 PS. Der Supersportler P1 reißt die 1000-PS-Hürde, damit der Augenkontakt zum Ferrari FXX K mit seinen 1050 PS Systemleistung erhalten bleibt. Das neue Lotus-Lebenszeichen ist der aufgefrischte Evora mit 294 kW / 400 PS.

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Geht es denn gar nicht eine Nummer kleiner? Natürlich drehen sich in Genf wichtige Neuheiten für Menschen ohne private Rennstrecken im persönlichen Immobilienportfolio. Bei Opel steht beispielsweise der kleine Karl im Rampenlicht. Ein neuer Mitspieler bei den Kleinsten vom Schlage VW Up und Toyota Aygo, noch unterhalb des Adam angesiedelt. Der Familienliebling Touran geht bei VW in die zweite Runde: Mehr Platz und Allradantrieb sowie Doppelkupplungsgetriebe als Option. Der Klassiker Sharan tritt mit Facelift an. Skoda stellt den neue Superb als Weltpremiere vor, sportlich fit getrimmte Sondermodelle des Fabia und natürlich auch ein Modell, das dem inoffiziellen Genfer Party-Motto huldigt: der Oktavia RS mit 169 kW / 230 PS. Dagegen hält Seat mit dem Sportkombi Leon ST Cupra (195 kW / 265 PS und 206 kW / 280 PS).

Toyota schärft mit einem umfangreichen Facelift den Auris nach, damit sich der Kompakte künftig besser gegen die Platzhirsche des Segments aus Wolfsburg, Köln oder Rüsselsheim behaupten kann.
Wenn schon alternative Antriebe mit Sparpotential, dann fühlen sich die Neuheiten mit Hybridantrieb höchstem Fahrspaß verpflichtet. Die Europapremiere des Honda NSX dreht sich um einen Hybrid-Supersportler mit 368 kW / 500 PS Systemleistung. Volkswagen präsentiert die Studie Sport Coupé Concept GTE. Der Ausblick auf den neuen CC verfügt als Antrieb über einen Plug-in-Hybrid mit V6-Benziner und zwei Elektromotoren mit rund 257 kW / 350 PS Systemleistung.

Der Genfer Autosalon verspricht für seine kalkulieren mehr als 700 000 Besucher ein fröhliches Autofest, eine PS-Party der Superlative. Freilich gilt für auch für die fröhlichste Fete der Grundsatz: Je toller die Party, desto größer der Kater – denn das Menetekel an der Wand kennen alle: 95 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer Flottenverbrauch in fünf Jahren.

 

(ampnet/tl)

Genf 2015: Mehr Freiheit im Volkswagen Passat

Mehr Freiheit beim Fahren verspricht Volkswagen mit dem Passat Alltrack, der auf dem Genfer Automobilsalon (3. – 15.3.2015) sein Debüt gibt. Mit 2,75 Zentimetern mehr Bodenfreiheit, eigenständigen Offroad-Look und dem permanenten Allradantrieb 4Motion ist er auch für unwegsameres Terrain gerüstet, die Fahrprofilauswahl und die adaptive Fahrwerksregelung sorgen für mehr Komfort. Zahlreiche Assistenzsysteme und Smartphone-Anbindung sind ebenso selbstverständlich wie 2,2 Tonnen Anhängelast (Ausnahme: 110 kW /150 PS TSI). Das Leistungsspektrum der fünf Antriebsaggregate reicht von 110 kW / 150 PS bis 176 kW / 240 PS.

(ampnet/jri)

Genf 2015: Mitsubishi mit kompakter Plug-in-Hybrid-Studie

Mitsubishi präsentiert außer dem neuen L 200 auf dem Genfer Automobilsalon (3. – 15.3.2015) den Concept XR-PHEV II. Die Crossover-Studie verfügt über ein neues Plug-in-Hybridsystem, das mit einem Frontantrieb kombiniert ist. Es ist besonders kompakt und leicht. Mit einem CO2-Ausstoß von unter 40 Gramm pro Kilometer zählt es zu den saubersten Antrieben seiner Art. Der Elektromotor leistet 120 kW / 163 PS. Die Frontansicht des 4,49 Meter langen Kompaktfahrzeuges ist vom historischen Motiv des Pajero geprägt und besonders markant. Das Motiv setzt sich auch in der Heckgestaltung fort. Tragendes Element im Innenraum ist ein Aluminiumrahmen, der aus der Mittelkonsole heraus geführt wird.

Zu den in Genf vorgestellten Mitsubishi-Neuheiten zählt auch das fahrzeugintegrierte Kommunikationssystem „Smartphone Link Display Audio“, das die Smartphone-Betriebssysteme Android Auto und Apple Car Play unterstützt.

 

(ampnet/jri)

Genf 2015: Über 130 Welt- und Europapremieren erwartet

Der 85. Internationale Automobil-Salon empfängt die Besucher dieses Jahr vom 5. – 15. März. Vor der offiziellen Eröffnung unter Anwesenheit der Bundesrätin Doris Leuthard, finden die Car of the Year-Preisverleihung sowie zwei Pressetage statt. Die Besucher dürfen sich auf über 130 neue Modelle und Konzept Cars freuen. Die Palexpo-Hallen sind bis auf den letzten Quadratmeter ausgebucht. Rund 900 Fahrzeuge werden zu entdecken sein wovon heute schon fast hundert den Abgasnormen von 2021 entsprechen.

Plakat Genf 2015 automobilsalon

Am Montag findet die Prämierung des „Car oft he Year“ 2015 statt. Darauf folgen zwei Pressetage, die den rund 10 000 Medienvertretern aus der ganzen Welt über 130 Welt- und Europapremieren zeigen. Am Donnerstag findet dann die offizielle Eröffnung in Anwesenheit der Bundesrätin Leuthard statt. Der Salon erwartet 700 000 Besucher, die zu einem großen Teil aus dem Ausland kommen werden.

 

(ampnet/nic)

NAIAS 2015 – Der Infiniti Q60

Die Edelmarke aus dem Hause Nissan findet mehr und mehr zu einer extravaganten und dynamischen Designsprache. Stilvoll, elegant und dennoch sportlich. So präsentiert sich auch die jüngste Studie von Infiniti. In Detroit auf der NAIAS 2015 zeigten die Japaner, wie man sich dort einen BMW 4er Konkurrenten vorstellt.

NAIAS 2015 – Infiniti Q60 Concept

Bis Ende des Jahrzents will man bei Infiniti mehr als neue Modelle auf den Markt bringen. Kein Wunder also, wenn keine Autoshow vergeht, auf der Infiniti nicht mit einem neuen Konzeptfahrzeug glänzt. Das jüngste Modell, der G37-Nachfolger Q60, wirkt betont athletisch und kraftvoll. Das Gesicht erhält einen prägnanten Kühlergrill, die Scheinwerfer sind aggressive Lichtschlitze und die Seitenlinie spannt sich voller Power über die gesamte Fahrzeuglänge. Keine Frage, der Q60 könnte auf Anhieb ein Erfolg werden.

Unter der Haube des neuen sportlichen Mittelklasse-Coupés soll ein neuer V6-Turbomotor pochen. Zum Einsatz können aber auch die Vierzylinder-Triebwerke vom Motorenpartner Mercedes-Benz kommen. Wie bereits im Q50 2.0t und im Q50 2.2d stehen damit sparsame und moderne Aggregate zur Verfügung.

Photos

Paris: Die Galerie der schönsten Messe-Girls

Eine Autoshow ohne hübsche Messe-Girls? Auch zum Ende des Jahres 2014 kaum vorzustellen und so standen sich auch in Paris wieder viele Damen die Füße platt. Und manchmal konnte man sich des Gefühls nicht erwehren, die Damen sollten vom Produkt ablenken.

Messe-Girls – Mondial de l’Automobile 2014

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Alle Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf