Genf: Audi Q4 E-Tron Concept

Neben elektrischen Luxus-SUV und Sportwagen will Audi künftig auch Massenautos mit E-Antrieb bauen. Ein erstes Modell gibt es als Studie in Genf zu sehen – wenn auch noch nur in einer teuren Hochleistungsvariante.

Audi setzt bei seiner Elektro-Offensive auch auf Konzerntechnik. Wie das erste Modell der Ingolstädter auf Basis des VW-Elektrobaukastens aussehen könnte, zeigt auf dem Genfer Salon (7. bis 17. März) die Studie Q4 E-Tron. Das Serienauto soll Ende 2020 als dann bereits fünftes E-Auto der Marke starten – und das erste E-Tron-Modell sein, das den europäischen Normalfahrer im Auge hat

Wie das erste Modell der Ingolstädter auf Basis des VW-Elektrobaukastens aussehen könnte, zeigt auf dem Genfer Salon die Studie Q4 E-Tron

Optisch wird sich das kompakte E-SUV am bereits gestarteten Audi E-Tron orientieren, der noch nicht auf dem Elektrobaukasten basiert, sondern im Kern ein auf Elektroantrieb umgebauter Q5 ist. Anders als dieser dürfte der Q4 die Platzvorteile der neuen Antriebstechnik voll ausnutzen und aus einer Grundfläche von 4,59 x 1,90 Metern ein überdurchschnittliches Raumangebot schöpfen. Dem Sitzkomfort für die Passagiere soll dabei auch zugute kommen, dass anders als bei Modellen mit Verbrennungsmotor auf den Kardantunnel verzichtet werden kann.

Dem Sitzkomfort für die Passagiere soll dabei auch zugute kommen, dass anders als bei Modellen mit Verbrennungsmotor auf den Kardantunnel verzichtet werden kann

Als Antrieb kommen in der Studie zwei E-Motoren zum Einsatz, einer an der Vorder-, der andere an der Hinterachse. Zusammen bilden sie einen Allradantrieb und stellen 225 kW/306 PS Leistung zur Verfügung. Strom erhalten sie aus einem 82 kWh großen Akku, der eine Reichweite von mehr als 450 Kilometern ermöglichen soll. Geladen wird der Energiespeicher mit bis zu 125 kW Leistung. In der Serienvariante könnte eine derartige Technik-Kombination die Spitze des Angebots bilden, dank modularer Bauweise wird es mit Sicherheit aber auch zivilere Varianten mit kleinerem Akku und nur einem Motor geben.

Das Serienauto soll Ende 2020 als dann bereits fünftes E-Auto der Marke starten – und das erste E-Tron-Modell sein, das den europäischen Normalfahrer im Auge hat

Der Q4 E-Tron zählt zu den wichtigsten Bausteinen der E-Auto-Strategie der VW-Tochter. Mit dem E-Tron auf Q5-Basis haben die Ingolstädter seit kurzem ihr erstes Modell am Start, das in Kürze von dem Crossover-Coupé E-Tron Sportback flankiert wird. Dann folgt das nur für China vorgesehenen Mini-SUV Q2L E-Tron, bevor 2020 der gemeinsam mit Porsche entwickelte E-Tron GT startet. Kurz darauf folgt dann der Q4 E-tron, der von allen Modellen das absatzträchtigste sein dürfte. Weitere Autos auf Basis des VW-Elektrobaukastens sowie der Audi-Porsche-Architektur sollen bald darauf folgen. Bis 2025 will Audi zwölf reine Elektromobile auf der Straße haben.

Der Neue: Audi RS 5 Sportback

Fahrspaß, der seinen Preis hat

Die Sportversion des Ende 2016 gestarteten A5 Sportback bringt Audi im Sommer auf den Markt. Der RS 5 bietet Sportwagendynamik, kostet allerdings auch mehr als das Doppelte des Basis-A5.

Cockpit

Audi nimmt ab sofort Bestellungen für die rund 83.000 Euro teure Performance-Variante des A5 Sportback namens RS 5 entgegen. Herzstück der ab Mitte 2019 verfügbaren Sportversion ist ein 2,9-Liter großer V6-Biturbo-Benziner mit 331 kW/450 PS und 600 Newtonmetern Drehmoment. In Kombination mit Achtgang-Automatik und Allradantrieb (jeweils Serie) soll der Bolide in 3,9 Sekunden aus dem Stand Tempo 100 erreichen, der Vortrieb endet bei 280 km/h.

Optisch unterstreichen Details wie der breite und flache Kühlergrill sowie zusätzliche Luftöffnungen mit Wabengitterstruktur den dynamischen Anspruch. Diffusoreinsatz, ovale Auspuffendrohre und Spoilerlippe verleihen dem Heck optisch mehr Kraft. Zudem steht das Fahrzeug auf 19-Zoll-Schmiederädern. Optional bietet Audi verschiedene 20-Zöller sowie die exklusive Lackierung Sonomagrün-Metallic an.

Dynamic photo, Colour: Sonoma Green Metallic

Zur Verbesserung der Fahrdynamik verfügt der RS 5 serienmäßig unter anderem über ein selbstsperrendes Mittendifferenzial, das für eine bedarfsgerechte Momentenverteilung zwischen den Achsen sorgt. Optional ist außerdem ein Sportdifferenzial verfügbar, das zusätzlich die Kraftverteilung zwischen den Hinterrädern reguliert. Das serienmäßige Sportfahrwerk setzt an Vorder- und Hinterachse auf eine Fünflenker-Konstruktion. Aufrüsten lässt es sich noch um das Sportfahrwerk Plus mit Dynamic Ride Control, Keramikbremsen und Dynamiklenkung. Wer diese und ein paar weitere Extras ordert, kann den Preis des RS 5 locker auf sechsstelliges Niveau treiben. Zum Vergleich: Die Basisversion des A5 Sportback kostet rund 38.000 Euro.

Der Neue: Audi SQ5 TDI

Mit neuer Technik ganz der Alte

Audis Q5 darf ab Sommer wieder mit überbordender Dieselpower auf Sport-SUV machen. Künftig helfen dabei E-Verdichter und Hybridtechnik.

Der Anfang 2017 eingestellte SQ5 TDI kehrt im Sommer zurück. Audi nimmt bereits Bestellungen für die mindestens gut 68.000 Euro teuren Neuauflage seines Performance-Diesels entgegen. Im Vergleich zur Anfang 2017 eingestellten Plus-Version bietet sie etwas mehr Motorleistung, die Fahrwerte und Verbrauch verharren indes auf unverändert hohem Niveau.

Herz des Diesel-SQ5 ist wie bisher ein 3.0 V6 TDI, dessen Leistung um 5kW/7 PS auf 255 kW/347 PS gestiegen ist. Das Drehmoment beträgt wie zuletzt 700 Newtonmeter. Technisch hat sich beim Motor dennoch einiges getan. Neuerungen für den Selbstzünder sind ein elektrisch angetriebener Verdichter (EAV) und ein 48-Volt-Mildhybrid-System. Während der Verdichter dafür sorgt, das Turboloch zu stopfen, erlaubt das Kernstück des Hybridsystems, der Riemen-Starter-Generator, Energierückgewinnung. Der dabei produzierte Strom wird in einer Lithium-Ionen-Batterie zwischengeparkt, um beim Vortrieb den Verbrenner elektrisch zu unterstützen. In Kombination mit der serienmäßigen Achtgangautomatik kann der Allradler den Standardsprint in 5,1 Sekunden abhaken, die Höchstgeschwindigkeit wird auf 250 km/h begrenzt. Damit sind die Fahrleistungen mit denen des SQ5 TDI Plus identisch. Den Verbrauch gibt Audi mit 6,6 bis 6,8 Litern auf 100 Kilometer im NEFZ-Zyklus an, beim Vorgänger waren es 6,7.  

Zur Serienausstattung des neuen SQ5 TDI gehören 20-Zoll-Aluräder, LED-Scheinwerfer, Sportfahrwerk mit S-spezifischer Dämpferregelung, Achtstufen-Automatik, Allradantrieb, Sportsitze in Leder/Alcantara sowie ein Dreispeichen-Multifunktions-Lederlenkrad. Optional bietet Audi unter anderem ein Sportdifferenzial für die Hinterachse, 21-Zoll-Räder, Adaptivfahrwerk oder Head-up-Display an.

Best of Habby 2018!

Das Beste kommt zum…? Anfang! 2018 ist vorüber, aber auch noch nicht so lange, als dass man sich nicht beim Datum-Schreiben irren würde. So nah noch, dass man sich an vieles erinnert. Und genau das haben wir heute vor: Zum Anfang des neuen blicken wir zurück auf die Highlights des letzten Jahres. Und es waren einige Glanzlichter dabei: Mercedes-Ben…

Der neue Audi A6 Avant (C8) im Autohub-Test

In Neckarsulm läuft der neue Audi A6 Avant vom Band, wir haben uns die Zeit genommen und das neue Fahrzeug mit seinem eigenen Vorgänger, aber auch mit den beiden härtesten Marktbegleitern / Wettbewerbern verglichen. Bei Audi sagt man, dass man schöne Kombis Avant nennt, aber schließlich gibt es ja auch noch Touring oder T-Modelle, oder? Ihr nennt es Vergleich? Wi…

Technik von morgen: Audi TechDays Antriebskonzept

Ausblick einer Marke in Sachen Antrieb

Richtungsweisende Antriebe

Dass Audi sich mit dem weltweiten Werbeslogan „Vorsprung durch Technik“ verpflichtet hat, wissen alle Beteiligten. Der Kunde erwartet es und die Verantwortlichen in Ingolstadt sind sich ihrer Pflicht bewusst. Nach den jüngsten Ereignissen rund um den Diesel und letztendlich um den Ottomotor stellt der Automobilhersteller aus Oberbayern die Weichen für die nächsten Jahre. Dabei geht es nicht darum, beide Antriebe verschwinden zu lassen. Im Gegenteil, sowohl der Benziner als auch der weltweit viel verschmähte Diesel werden modifiziert und eingebunden. Hierzu holte sich Audi Hilfe von externer Stelle. Dr. Nikolai Ardey, langjähriger Ingenieur beim Mitbewerber aus München, startete am 01.01.2017 das Projekt „Effizienz und Fahrspaß“ in Ingolstadt. Weltweit  arbeiten insgesamt 2.500 Mitarbeiter in den Entwicklungszentren von Audi. Teile des Projekts sind die Weiterentwicklung der traditionsreichen V-Motoren-Strategie, Audis g-tron-Modelle mit Audi e-gas, die Mild-Hybrid-Technologie sowie das Umsetzen neuer Prüfzyklen und Abgasvorschriften. Die im Trend liegende E-Mobilität soll darüber hinaus nicht zu kurz kommen. Erklärtes Ziel im Hause Audi: bis 2025 möchten die Ingolstädter einen Mix aus 1/3 E-Motoren und 2/3 konventionellen Motoren anbieten. Ambitionierte Ziele, die nicht nur bei Kunden in Deutschland Anklang finden. Ihre ersten Ergebnisse zeigten uns die Oberbayern Ende Mai diesen Jahres in einzelnen Workshops und in kleinen Fahrvorstellungen rund um den Flughafen der bayrischen Landeshauptstadt.

Audi A5 Sportback G-Tron.

V-Motoren: Technologie in Kooperation

Seit nunmehr 30 Jahren steht Audi in der Entwicklung der V-Motoren. Den Anfang machte 1988 der 3,6 Liter Achtzylinder im V8. Zwei Jahre später folgte ein 2,8-Liter-V6 im Audi 100. Nach einigen weiteren Schritten setzten die Ingolstädter Ingenieure V6- und V8-Motoren in allen Modellen ein, die auf dem Modularen Längsbaukasten basieren, also in den Baureihen Audi A4, A5, A6, A8 sowie Q5 und Q7. Die V6-Aggregate – Diesel und Ottomotoren – nutzen ihre Kraft aus 3,0 Liter Hubraum, bei den V8-Motoren sind es 4,0 Liter. Die Leistungsspanne reicht von 160 kW (218 PS) bis 445 kW (605 PS). Um die Entwicklungskosten  zu minimieren, ging Audi mit Beginn des letzten Jahrzehnts eine Sinn bringende Kooperation mit der Luxusmarke aus dem eigenem Konzern ein. Porsche unterstützt im gemeinsamen Projekthaus die Ingolstädter beim V8-Aggregat. Im Gegenzug bietet Audi dem Autobauer aus Zuffenhausen Kompetenz und Know-how des V6-Aggregats. Aktueller Stand beider Antriebe sind der V8 im Porsche Panamera und der V6 in der neuen Generation des Audi A8, der pünktlich dieses Jahr zur Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt kommen wird. Den nächsten Schritt im Blick, eignen sich beide Aggregate für eine Hybridisierung auf 12-Volt- und 48-Volt-Basis.

3,0 Liter TFSI Aggregat.

Zwischenschritt mit Elektromotor – Mild Hybrid 

Am Ziel angekommen, fahren nicht nur die Ingenieure des Autobauers rein elektrisch. Bis dorthin wird es noch die eine oder andere Entwicklungsstufe geben. Eine davon ist die nicht mehr ganz so neue, aber effektive Hybridtechnologie. Was ein japanische Autobauer bereits vor der Jahrtausendwende seinen Kunden anbot, will Audi ab Mitte diesen Jahres veredelt in der nächsten Generation seiner Luxuslimousine A8 weiterführen. Im sogenannten Mild-Hybrid (MHEV, Mild Hybrid Electric Vehicle) arbeitet künftig ein 48-Volt-Netz an Bord. In Japan längst als überteuert abgetan, ist das Konzept für Audi scheinbar kein Problem, denn der Hybrid eignet sich laut Dr. Nikolai Ardey sowohl für Benzin- als auch Dieselmotoren. Erste Tests ergaben die Senkung des Verbrauchs beim V6-Benziner unter Berücksichtigung des Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ) von bis zu 0,7 Liter pro 100 Kilometer. Im Gegensatz zu anderen, konventionellen Technologien steigern die MHEV-Antriebe sogar den Komfort, weil sie lautloses Segeln in größeren Geschwindigkeitsbereichen bis zu 160 km/h ermöglichen.

Antriebsstrang mit Elektromotor

Die generelle Arbeitsweise eines Mild-Hybrid ist so simpel wie einfach konzipiert. Elektro- und Verbrennungsmotor sitzen auf einer Kurbelwelle. Das Elektroaggregat unterstützt die „alltägliche“ Arbeit eines Motors. Starten, Boosten und Rekuperieren. Doch Audi wäre nicht Audi, wenn den Ingenieuren dort nicht noch eine Verfeinerung einfallen würde. Das Audi-System setzt sich aus den beiden Bausteinen wassergekühlter Riemen-Starter-Generator (RSG) und Lithium-Ionen-Batterie mit 10h Ladungsträgerkapazität und 48-Volt-Spannungslage zusammen. Der an der Stirnseite des Motors liegende Generator wird mit einem Keilrippenriemen mit der Kurbelwelle verbunden. Damit bringt es der RSG auf bis zu 12 kW Rekuperationsleistung sowie 60 Newtonmeter Drehmoment. Das bislang eingesetzte 12-Volt-Netz ist über einen DC/DC-Wandler an das Hauptbordnetz mit 48-Volt-Spannung gekoppelt. Der im Gepäckraum liegende Lithium-Ionen-Akku hat etwa das Format einer großen Bleibatterie und wird per Luftkühlung permanent gekühlt. Das mit dem Mild-Hybrid einhergehende „Segeln“ war bislang nur mit niedrigen Geschwindigkeiten zu schaffen. Mit der erhöhten Spannung des Bordnetztes erlaubt es nun dem Fahrer zwischen 30 und 160 km/h vom Gas zu gehen, damit das Fahrzeug  bis zu 45 Sekunden mit komplett ausgeschaltetem Motor „rollen“ kann. Beim Segeln mit niedrigem Tempo beginnt die Start-Stopp-Phase schon ab 22 km/h.

MildHybrid mit 48 Volt

Dass die MEHV-Technologie eben nur ein Schritt bleibt, bewies Audi bereits zum diesjährigen Genfer Autosalon. Unter dem Motto „Elektrisch rollen, kraftvoll boosten“ wurde der Q8 Sport concept vorgestellt. Der dort genutzte Startgenerator soll 20 kW und 170 Newtonmeter abgeben. Die stärkere Energieleistung bei der Rekuperation des Systems bringen dem 3.0 TFSI Aggregat in Kombination beim Boost eine Kraftübertragung von bis zu 700 Newtonmeter Drehmoment. Das Showcar beschleunigt mit 350 kW (476 PS) Systemleistung in 4,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h und weiter bis 275 km/h Höchstgeschwindigkeit. Das MHEV-System soll den Verbrauch der Konzeptstudie um etwa einen Liter pro 100 Kilometer senken. Das verspricht zumindest viel Fahrspaß und Souveränität.

Energiewende groß geschrieben 

Auf der Suche nach alternativen Antrieben ist Audi mit seiner Entwicklung 2013 bei den Brennstoffen Erdgas (CNG – compressed natural gas) und dem Konzern internen Audi e-gas (ein synthetisch hergestellter Brennstoff) abgebogen. Die Ingolstädter Ingenieure versprechen sich hierbei eine nahezu CO2-neutrale Mobilität. Eingestiegen mit dem A3 Sportback g-tron (kombinierter Verbrauch  von bis zu 3,6 CNG) folgen im Frühsommer 2017 der A4 Avant und A5 Sportback. Beide Modelle sollen den CNG-Verbrauch von 4,5 nicht überschreiten. Im A5 Sportback wird ein weiterentwickeltes 2.0 TFSI-Aggregat arbeiten, das mit speziell für eine optimale Verdichtung angepassten Kolben und Ventilen bestückt ist. Die Leistung des Motors liegt bei 125 kW (170 PS) und 270 Newtonmetern. Der A4 Avant arbeitet zukünftig mit gleichem Motor im CNG-Betrieb. Sein 2.0-TFSI-Motor beschleunigt das ausschließlich mit einem S-tronic-Getriebe kombinierte Fahrzeug von 0 auf 100 km/h in 8,4 Sekunden bei einer Höchstgeschwindigkeit von satten 221 km/h. Von den Beschleunigungs- und Höchstgeschwindigkeitswerten konnten wir uns rund um den Münchner Flughafen Ende Mai diesen Jahres überzeugen. Dabei fällt uns positiv auf, dass die ursprünglichen knurrigen Motorgeräusche beim CNG-Betrieb denen eines konventionellen Benzinaggregats gewichen sind. Trotz des Fahrspaßes in beiden Audimodellen ist die Effizienz nicht auf der Strecke geblieben. Im Vergleich zum Benzin entsteht bei der Verbrennung von Erdgas rund 25 % weniger CO2.

Audi A4 G-Tron

Beim Betrieb mit dem nachhaltigen Audi e-gas, das chemisch mit Erdgas identisch ist, geht der Automobilhersteller aus Oberbayern einen weiteren Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. Der Kraftstoff entsteht mithilfe von Ökostrom aus Wasser und Kohlendioxid oder auch aus Reststoffen, wie zum Beispiel Stroh und Grünschnitt. Um den Kunden diese Alternative „schmackhaft“ zu machen, bietet Audi diesen Kraftstoff seinen Kunden für drei Jahre serienmäßig an. Der Kunde tankt sein g-tron-Fahrzeug an jeder beliebigen CNG-Tankstelle und bezahlt dafür den regulären Preis. Audi sichert damit die entsprechende CO2-Reduktion, indem das Unternehmen die berechnete Menge in Form von Audi e-gas wieder ins allgemeine Erdgasnetz einspeist. Dies geschieht automatisch auf Basis von Erhebungen und Servicedaten der g-tron Autos. Der TÜV Süd wird dabei das Verfahren überwachen und zertifizieren. Die g-tron-Kunden erhalten außerdem hierfür eine Zertifizierung.

Power-to-Gas-Anlage von Audi

Eine Audi eigene Power-to-Gas-Anlage steht unter anderem in Werlte (Emsland, Niedersachsen). Die ebenfalls 2013 in Betrieb genommene Anlage erzeugt pro Jahr bis zu 1.000 Tonnen e-gas, das insgesamt 2.800 Tonnen CO2 bindet. Mit dieser Menge sollen rund 1.500 Audi g-tron-Fahrzeuge je 15.000 Kilometer im Jahr annähernd CO2-neutral fahren. Bei Audi verspricht man sich die reibungslose Umwandlung von Strom in Treibstoff. Überschüsse an erneuerbaren Energien sollen so langfristig speicherbar sein. Nach Werlte werden neue Kooperationspartner gebunden. Die Thüga-Gruppe und Viessmann GmbH sind die nächsten Partner. Anfang Mai diesen Jahres haben der Mutter-Konzern, Tankstellen-Betreiber und Gasnetzanbieter eine gemeinsame Absichtserklärung bekannt gegeben, weiter an der CNG-Mobilität festzuhalten. Zielsetzung ist der Einsatz von einer Millionen CNG-Fahrzeugen Marken übergreifend bis 2025 auf die Straße zu bringen. 2.000 Tankstellen bundesweit sollen das Vorhaben bis dorthin unterstützen. Der Ausbau auf europäischer Ebene wird nicht außer Acht gelassen.

Globales Prüf- und Abgasprozedere

Der seit nunmehr mehr als 20 Jahren bestehende Europäische Fahrzyklus (NEFZ) zur Ermittlung von Verbrauchs- und Emissionswerten erfährt nicht zuletzt aus den Ereignissen der jüngsten Vergangenheit eine Wachablösung. Er wird ab September 2017 durch das WLTP (Worldwide Harmonized Light Duty Test Procedure) abgelöst. Das globale Verfahren soll mehr realitätsnähere Daten abbilden und den geänderten Verkehrs- und Fahrbedingungen in Europa Gerecht werden. Um den neuen Standards, wie zum Beispiel der neuen Abgasnorm 6c, Rechnung zu tragen, werden zusätzliche Emissionsmessungen notwendig. Unterstützend wird dabei die Messung im laufenden Straßenverkehr (RDE – Real Driving Emissions) vorgeschrieben.

Dass zu einem einheitlichen Testverfahren für PKW und leichter Nutzfahrzeuge führende WLTP wird von Audi ab dem 01. September 2017 verwendet. Bindender Einsatzzeitpunkt für alle Automobilhersteller ist der 01. Januar 2019. Bis dorthin wird für den Kunden weiterhin der NEFZ-Wert die Besteuerungsgrundlage bleiben. Der wesentlich dynamischere WLTP-Wert weist gegenüber dem NEFZ mehr Beschleunigungs- und Bremsvorgänge auf. Er enthält vier Phasen: bis 60, 80, 100 und 130 km/h. Somit werden unterschiedliche Fahrsituationen – vom Innenstadtverkehr bis zur Autobahnfahrt abgebildet. Der WLTP, wie auch schon der NEFZ, wird nach wie vor auf dem Rollenprüfstand ermittelt. Die neue Höchstgeschwindigkeit liegt um 10 km/h höher als der NEFZ auf nunmehr 131 km/h. Zudem übertrifft der neue Testzyklus den alten sowohl bei der Dauer (30 Minuten) als auch bei der Durchschnittsgeschwindigkeit (46,6 km/h). Die Streckenlänge auf dem Rollenprüfstand entspricht rund 23 Kilometer statt bisher 11 Kilometer.

SQ5 mit viel Power und Innovation.

Fazit: Mit neuen Ideen und Innovationen erfindet sich der Autobauer aus Ingolstadt immer wieder neu und das ganz im Dienste seiner Kunden. Dass dies unter Berücksichtigung der Umwelt passiert, ist einmal mehr aller Ehren wert.

Text: Stefan Beckmann, Titelbild: Hersteller, Bild: Stefan Beckmann und Hersteller

Weltpremiere in Barcelona: Der neue Audi A8 !

Audis Flaggschiff A8 komplett digitalisiert

Nicht nur mit ihrem Größten in der Fahrzeugflotte wollen die Autobauer aus Ingolstadt ihre Vormachtstellung reflektieren. Dennoch tun sie es wieder und das natürlich vor der größten und renommiertesten Automobilmesse der Welt, der IAA 2017 in Frankfurt am Main. Gemäß den Verantwortlichen von Audi präsentiert der neue A8 die Zukunft in der Luxusklasse. Die vierte Generation ist einmal mehr nicht nur High End Produkt, sondern die Referenz des Firmenslogans „Vorsprung durch Technik“. Zusätzlich soll mit dem A8 eine neue Designsprache eingeführt werden, was uns beim ersten Hinschauen allerdings nicht sofort auffällt. Beim exklusiven Treffen unter den ersten deutschen Medienvertretern weisen uns die Designer und Ingenieure aus dem oberbayerischen Ingolstadt dann auf die besonders auffälligen fließenden Linien und Formen hin, die dem A8 ein besonders Attribut verleihen sollen,  ein formschönes Auto zu sein. Wer Audi kennt, der weiß, dass diese Marke nicht still steht und ihr größtes Fahrzeug mit ins neue Jahrtausend nimmt. Dort wollen die Ingenieure des A8 das Flaggschiff als erstes Serienfahrzeug der Welt ab 2018 für ein hoch automatisiertes Fahren mit den Fahrfunktionen Parkpilot, Garagenpilot und Staupilot sukzessive bereitstellen.

Der erste Blick im Studio auf das neue Flaggschiff.

….inklusive der ersten Sitzprobe.

Audi A8 – Elegante Oberklasse wird zum Smartphone

Barcelona. Ein Fotostudio für Fahrzeuge rund 30 Kilometer vor den Toren der katalanischen Hauptstadt. Audi präsentiert sein neues Flaggschiff rund zwanzig weltweit ausgesuchten Medienvertretern. In kleinen Gruppen wird uns der A8 im Detail und in aller Ruhe vorgestellt. Die Frontpartie spricht die klare Audi Konzernsprache, sehr breit und selbstbewusst. Von den integrierten Scheinwerfern läuft eine Sicke hin zum Heck, die ab der A-Säule von einer zweiten Linie begleitet wird. Die großen 20-Zöller betonen die angesprochene Quattro-Sprache der Marke. Am Heck angekommen, zeichnen die Heckleuchten mit LED- und OLED-Technologie eine 3-D-Perspektive. Über die komplette Breite zieht sich außerdem ein weiteres LED Band. Das Heck steht etwas nach vorn gedrückt und betont eine gewisse Dynamik. Der Innenraum des großen Audi stellt sich uns wie ein übergroßes Smartphone dar. Keine Taster, keine Knöpfe. Alle Bedienelemente sind zu wischen. Schaltzentrale sind zwei Bildschirme im Armaturenbrett, wobei sich das oben gelegene Display beim Abschalten komplett in die Struktur des Cockpits integriert, visuell verschwindet. Der Verkaufsstart wird für den Spätherbst dieses Jahres angekündigt. Die dynamischen Tests beginnen zeitnah nach der diesjährigen IAA in Frankfurt am Main. Mit einem Einstiegspreis ab 90.000 Euro ist zu rechnen.

Der Audi A8 im Front View.

Der Audi A8 im Real View.

Die Oberklasse startet mit 3.0 Liter V6 Aggregaten

Mit je zwei TFSI- und TDI-Aggregaten ist der A8 in der Kurz- und Langversion überschaubar und dennoch ausreichend motorisiert. Dabei schraubte man die Leistungsstufen deutlich nach oben. Der Diesel leistet 210 kW (286 PS), der Benziner 250 kW (340 PS). Die später folgenden 4,0 Liter V8 Aggregate leisten beim TDI 320 kW (435 PS) und beim TFSI 338 kW (460 PS). Eine 6,0 Liter Hubraum-Variante mit 12 Zylindern soll dann den Abschluss der konventionellen Motorisierungen bilden. Weit nach der Markteinführung steht zusätzlich ein A8 L e-tron Quattro Fahrzeug zur Verfügung, von dem Audi noch nicht viel an Information weitergeben kann und will. Nur so viel: Ein 3,0 Liter TFSI und ein starkes E-Aggregat sollen 330 kW (449 PS) Systemleistung bei 700 Newtonmeter Drehmoment auf die Straße bringen.

Der Audi A8 mit dynamischen 3.0 Liter TFSI oder TDI.

Fazit: Mit dem neuen A8 Flaggschiff im Portfolio präsentiert sich der Ingolstädter Autobauer einmal mehr als einer der Marktführer beim Thema Design, Technologie und Innovation. Allein die Kennwerte des Fahrzeuges versprechen, dass Audis Ingenieure ihre Hausaufgaben gemacht haben.

Der Audi A8 in der Quattro Design Sprache.

Text: Stefan Beckmann

Bild: Hersteller (Audi AG)

Videotest: Audi A3 e-tron

Bei einem Grundpreis von 37.900 € darf man die Sinnfrage zuerst stellen. Macht es Sinn noch eine Antriebsvariante anzubieten? Braucht es neben dem bereits extrem sparsamen Audi A3 1.6 TDI ultra auch noch eine Plug-In Hybridversion?
Für AUTOHUB habe ich den Audi A3 e-tron getestet. Das Video ist nun online. 

Leisetreter

AUDI A3 e-tron – Die Stecker-Alternative

(Disclaimer: Der folgende Artikel ist ein wenig älter und wurde bei der Premiere damals erstellt. Details zum im Video gefahrenen Modell sind möglich!) Effizienz muss nicht teuer sein. Wer den A3 Sportback mit 1.6 Liter Dieselmotor und Doppelkupplungsgetriebe ordert, der fängt nach dem bezahlen des Grundpreis von 29.500 € bereits mit dem sparen an. Kombinierte 3.9 Liter Diesel auf 100 Kilometer und nur 102 g/km CO² sind die Öko-Kennziffern für den Spar-A3. Wer weniger fährt, der greift zum A3 mit 150 PS 1.4 TFSI Motor, Doppelkupplungsgetriebe und Zylinderabschaltung inklusive, zahlt sogar noch einmal knapp 1.000 € weniger – deren 28.700 € und freut sich über einen NEFZ-Wert von 4.7 Liter auf 100 Kilometer. Das der Diesel immer ein wenig effizienter ist, der Benziner immer ein wenig günstiger in der Anschaffung, das scheinen Grundgesetze des Automobilbaus zu sein.

Ebenso ein Grundgesetz: Mehr sparen, bedeutet mehr Aufwand.
Audi präsentierte mit dem A3 e-tron den ersten Plugin-Hybriden im Konzern, noch vor dem VW Golf GTE. Und lange nachdem andere Hersteller ihre Modelle bereits in die Showrooms der Händler geschoben haben. Wer später kommt, der sollte wenigstens besser sein. Und damit ist dann auch die erste Aufgabe des A3 e-tron klar umrissen. Gut sein, reicht nicht. Perfekt muss er sein.

Wie man es gewohnt ist, es klickert, es rastet, es schmachtet die Anmut der Verarbeitung über die Insassen herein, sobald man sich im A3 breit gemacht hat. Wie oft werde ich es noch schreiben müssen? Vermutlich so oft es stimmt. Die Sache mit der Verarbeitung, mit der unbedingten Qualität im Innenraum, dass können die Ingolstädter einfach. Auch in der Golf-Klasse. Auch bei ihrem neuen Technologie-Träger.

Von der aufwendigen Hybrid-Technik inklusive 8.8 kWh-Akku und Netzstecker bekommt man erst einmal nicht viel mit. Von außen wurde dezent das Öko-Make-Up aufgelegt. Chrom-Querstreben im Kühlergrill, dezente Chromstriche im Stoßfänger vorne und ein Auspuff der sich versteckt. Der Rest wirkt nach Ingolstädter-Manier straff gezeichnet, eher technologisch denn emotional. Eine sympathische Lösung hat man für den Ladestecker des A3 gefunden. Die vier Ringe wurden plastisch herausgestellt und bilden eine Klappe, die eine dahinter liegende Ladebuchse freigibt.
Das 125 Kilogramm schwere Batteriepaket wird über die Nase geladen, versteckt sich jedoch vor der Hinterachse, tief und flach im Unterboden. Wer den A3 e-tron zu Hause ganz normal laden möchte, bekommt von Audi eine durchgestylte Wandhalterung für das in Serie gelieferte 230 Volt-Ladekabel angeboten. Die Lithium-Ionen Batterie soll an der normalen Hausversorgung binnen 3 Stunden und 45 Minuten wieder geladen sein.

Voller Akku, gute Laune
Bis zu 50 Kilometer rein elektrische Reichweite verspricht Audi. Und wer es wissen will, lässt den A3 e-tron binnen 4.9 Sekunden auf Tempo 60 beschleunigen. Elektrisch und damit nur von einem leichten Surren begleitet. Der Ansatz der Entwickler war, den e-tron so viel wie möglich elektrisch laufen zu lassen. So startet der A3 e-tron quasi immer im elektrischen Modus und schaltet erst bei Kickdown, leeren Akku oder einem von 5 bewusst eingestellten Betriebsmodi den 1.4 Liter Turbobenziner hinzu. Das schöne daran: Die Wechsel zwischen dem reinen e-Betrieb, einem reinen Benzin-Betrieb oder der Kombination aus beiden, erfolgen extrem geschmeidig. Der technische Aufbau des e-tron A3 umfasst eine Kombination aus Doppelkupplungsgetriebe, den in die Kupplungsglocke integrierten 34 Kilogramm schweren Elektromotor und den bekannten 1.4 Liter TFSI-Motor. Per Kupplung wird der e-Motor vom Benzinmotor getrennt, laufen beide, geben beide ihre Kraft über das Doppelkupplungsgetriebe weiter. Läuft nur der e-Motor, gibt eben nur er seine Kraft an das 6-Gang DSG ab. Mit diesem Aufbau löst Audi die Frage nach der maximalen E-Effizienz recht geschickt. Der maximal 75 kW leistende E-Motor ist bei 2.200 Umdrehungen am effizientesten – dank der möglichen Getriebeübersetzungen lassen sich dennoch kraftvolle Sprints und eine maximale elektrische Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h erreichen.

Bei einer ersten Ausfahrt rund um Wien waren gute 40 Kilometer mit dem A3 e-tron im rein elektrischen Betrieb möglich. Dabei fährt er sich, wie sich ein Auto mit Elektromotor fahren soll. Er zieht ordentlich von der Ampellinie weg, rollt fast geräuschlos durch den Stop-and-Go Verkehr und demonstriert aufgrund der Abwesenheit von motorischen Zwischentönen, was für ein beeindruckendes Level an Fahrqualitäten (Geräusche, Vibrationen, ect.) der A3 Sportback an sich bereits erreicht hat.

Als Plugin-Hybrid muss der A3 e-tron aber mehr können als nur die tägliche Pendlerstrecke geräuschlos zurück zu legen, er muss den Alltag eines echten Vielzweckmobils unaufgeregt meistern, eben ganz wie seine Brüder mit klassischen Antriebsquellen.

Man kann im e-tron A3 Sportback mit den Hybrid-Funktionen und Tasten spielen, man muss aber nicht. Wer den Plugin-Hybrid A3 als Mietwagen bekommt, der wird sich in das Auto setzen, fahren – sich über die Geräuschkulisse freuen – später bemerken, dass auch der e-tron nach alter Autositte brummen kann und sich dabei wundern, wie magisch das Zusammenspiel des Hybrid-Antriebs mit dem unvorbereiteten Autofahrer funktioniert. Natürlich kann man als Fahrer den Alltag im e-tron weiter optimieren. EV-Taster drücken und als Herrscher über die Ladelogik und Fahrprofile die Oberhand über die Technik zurück gewinnen. So lässt der ausgewählte Modus EV dem E-Antrieb die Oberhand. Wählt man “charge” ist die oberste Priorität des Antriebsstranges das zurück gewinnen von elektrischer Energie. Im “Hybrid hold” Modus lässt sich die Batterieladung für einen späteren Einsatz (Innenstadt) aufheben. Belässt man den Schalthebel im Fahrmodus D, fängt der A3 Sportback e-tron das “segeln” an, sobald der Fahrer den Fuß vom Gaspedal nimmt. Schubst man den Schalthebel in den Modus S, rekuperiert der e-tron. Dem Spieltrieb kann man also freien Lauf lassen. Und wer sich daran ausgelebt hat, der findet zusätzliche Anzeigen im Bordcomputer-Menü. Und wer gar nicht mehr von seinem e-tron lassen kann, der spielt eben mit der passenden Audi e-tron connect-App auf seinem Smartphone, kontrolliert aus dem Bett heraus den Ladezustand, stellt bereits beim morgendlichen Zähneputzen per App die Heizung oder Kühlung des Innenraums ein und freut sich bei der Abfahrt über die neue moderne Technik-Welt.

Braucht man das? Nein. Fasziniert es einen? Ja.

Warum fasziniert es einen?

Weil dies alles so perfekt funktioniert. Der Audi A3 Sportback e-tron ist mit Abstand der beste Plugin-Hybrid den ich bislang gefahren bin. Das Zusammenspiel von TFSI-Benziner, E-Motor und Doppelkupplungsgetriebe funktioniert brillant. Der restliche A3 verkörpert dennoch die gewohnte Qualität, es mangelt an nichts. Und es funktioniert auch dann perfekt, wenn man sich einfach nur in das Fahrzeug setzt, von Steckdose zu Steckdose elektrisch fährt und sich abseits des elektrischen Alltags über die 40 Liter Benzin im Tank freut, mit denen man locker weitere 800 Kilometer zurück legt.

Die erste Tour führte über 112 Kilometer und wurde mit maximaler elektrischer Reichweite gestartet. Am Ende standen, nach einer bunten Mischung aus Stadt, Land und kurvigen Bergpassagen ein Verbrauch von 3.1 Liter im Schnitt laut Bordcomputer an und 8.1 verbrauchte kW/h. Die Normwerte von 1.5 Liter sind indes Augenwischerei, denn dann müsste man den e-tron jeden Tag so fahren, wie es die Norm ECE R101 vorschreibt.

 

Macht es Sinn?
Puh. Eine schwere Frage. Nein. Eigentlich macht es keinen Sinn. Derzeit ist die ganze Technik extrem aufwendig und teuer. Der Kaufpreis des Plugin-Hybriden damit entsetzlich hoch. 37.900 € ohne sich an der sündigen Aufpreisliste vergangen zu haben. Schmerzlich. Aber eben der Preis den man für neue Techniken zahlt. Mehr als je zuvor wird man bei den kommenden Generationen des Automobils ganz genau schauen müssen, welche Antriebstechnik für welchen Typus Autofahrer geeignet ist.

Der Plugin-Hybrid A3 e-tron Sportback ist ein Auto für wohlhabende Technik-Nerds. Ein Auto für Menschen die bereits zuvor einen A3 Sportback, einem pragmatischeren Automobil vorgezogen haben und nun eben auch rein elektrisch fahren wollen. Menschen die den „Kick“ moderner Technik zum glücklich sein benötigen. Aber eben nicht nur.

Fazit:

Der A3 e-tron (Plugin Hybrid Sportback) ist die bislang überzeugendste Brücke in eine neue Automobile Zukunft. Und er wird bei Audi ganz gewiss nur der Anfang sein. Der spät kommende A4 dürfte ab Start (oder kurz danach), auch als A4 e-tron erhältlich sein. Doch darüber dann mehr, wenn es soweit ist.

Fakten zum neuen Audi A3 e-tron

Verkaufsstart:  Juli 2014
Basispreis:  37.900 €
Motorleistung:  1.4l TFSI: 150 PS / 250 Nm, E-Motor 75 kW / 330 Nm, Gesamtleistung 204 PS
Antrieb und Getriebe:  6-Gang Doppelkupplungsgetriebe
Länge, Breite, Höhe, Radstand:  4.312 / 1.785 / 1.424 / 2.630
Normverbrauch:  1,5l / 100 km – 35 Gramm CO² / KM
Höchstgeschwindigkeit:  222 km/h im Hybridbetrieb, 130 km/h elektrisch
Beschleunigung von 0 – 100 km/h  Hybrid 0-100 km/h: 7.6 Sekunden

Shanghai 2017: Lichte’Blick für Audi

Was habe ich das Audi-Design der letzten 10 Jahre und der letzten 10 Konzeptfahrzeuge kritisiert. Eine Sackgasse des perfektionierten „dt. Designs“. Sprachrohr der technologischen Überlegenheit, derer man sich in Ingolstadt wähnte. In Shanghai nun endlich ein Lichtblick. Audis Chefdesigner Marc Lichte überraschte mit dem „Concept e-tron Sportback“ und setzt endlich auf eine Revolution. Vergessen die Evolution der ewig gleichen Schattenkanten. Das Armageddon des Geodreick-Designs. Es könnte zu einem Ende kommen.

Audi e-tron Sportback Concept

500 Kilometer Reichweite, ein 95 kWh Akkupaket und Sprintwerte eines Sportlers. Klingt nach TESLA, soll ab 2019 jedoch aus Ingolstadt kommen. Und endlich einmal verpackt Audi die Zukunftsversprechen in ein neues Design. Endlich.

Das nun in Shanghai präsentierte Concept-Fahrzeug soll einen Ausblick geben auf das ab 2019 zweite, in Serie gehende E-Fahrzeug der Ingolstädter. Wie üblich voll mit Technik-Gimmicks – zählen für die Studie jedoch vor allem zwei Dinge: A) Es gibt doch noch eine Design-Alternative aus Ingolstadt und B) Es kommt Druck auf den E-Kessel!

Audi Q4 und Q8 – Zwei neue Modelle schon ab 2018

Das Segment der SUVs boomt. Grund genug für Audi, zwei neue Q-Modelle auf Kiel zu legen. Den Anfang macht das bereits als Studie gezeigte Oberklasse-Fahrzeug Q8. Dieser entsteht ab 2018 im Werk in Bratislava (Slowakei). Der Q8 soll mit neuesten Technologien bei Assistenz- und Infotainment-Systemen aufwarten. Zusätzlich zum Q8 baut Audi ab dem Jahr 2019 den Q4. Das CUV (Compac…

Audi S5 Coupé – Der Preis der Schönheit

So sagt man doch: Die Frau (wahlweise: den Mann) seines Lebens trifft man nicht in der Disco oder auf Tinder, sondern im Supermarkt oder im Nachbarbüro. Soll heißen, die Liebe kommt, wenn man sie am wenigsten erwartet. Ein wenig so ging es uns mit dem Audi S5. Warum das? Eigentlich sollte zum Test ein Q2 kommen, also das neue klein…

Elektropläne bei Audi – Drei Neue bis 2020

Drei neue Elektroautos will Audi bis 2020 auf den Markt bringen. Den Start macht 2018 das bereits angekündigte Elektro-SUV, das den Namen E-Tron tragen wird, wie Vorstandschef Rupert Stadler auf der Jahrespressekonferenz des Unternehmens erklärte. 2019 soll ein E-Tron Sportback mit Fließheck und erhöhter Sitzposition folgen 2020 startet ein elektrisches Kompaktmodell, das auf dem neuen Elektro-Baukasten des VW-Konzerns basiert. Anschließen…

Audi RS 3 – Doppeltes Flottchen

So stark ist nicht mal jeder Porsche 911: Mit 294 kW/400 PS markiert der überarbeitete Audi RS 3 die neue Leistungsspitze in der Kompaktklasse. Mit dem kräftigsten Fünfzylinder der Firmengeschichte und in zwei Karosserieversionen ist er im Sommer zu Preisen ab 54.600 Euro zu haben. Außer als fünftürigen Sportback gibt es Audis stärksten Kompakten nun erstmals auch als 55.900 Eur…

Audi RS 3 – Knallbonbon mit 400 PS

Audi bietet erstmals auch die Limousine des kompakten A3 in der bärenstarken RS-Version an. Der viertürige RS3 kommt mit seinem legendären Fünfzylinder-Turbomotor auf gewaltige 294 kW/400 PS. Das nicht einmal 4,50 Meter lange Kraftpaket hat natürlich serienmäßig Quattro-Allradantrieb und Siebengang-Automatik. Wer will, kann bis zu 280 km/h schnell sein und in 4,1 Sekunden auf Tempo 100 spurten. Die Preise beginne…

Audi RS5 – Mächtig geladen

Die Zeiten potenter V8-Maschinen in der A4/A5-Familie sind endgültig vorbei. Auf dem Genfer Autosalon (9. bis 19. März) präsentiert Audi den stärksten Spross der Mittelklasse-Baureihe, den RS5, in einer Neuauflage mit Sechszylinder. Trotz Downsizing ist das Sportcoupé dynamischer denn je. Im Juni kommt es für rund 81.000 Euro in Deutschland auf den Markt. Wie der Vorgänger mit 4,2-Liter-Achtzylinder leistet de…

Audi A5/S5 Cabriolet – Zwischen Säuseln und Brüllen

Im März zieht frischer Wind in Audis A5-Familie ein: Dann ergänzt das Cabriolet das bisher aus dem Coupé und der Fließhecklimousine „Sportback“ bestehende Programm. Das Angebot reicht vom 44.000 Euro teuren Vernunftmodell mit Vierzylinderbenziner bis zum bärenstarken Sechszylinder-S5 für 67.800 Euro. Technisch und optisch entspricht das A5 Cabriolet weitgehend dem Coupé. Mit einer offensichtlichen Ausnahme: Statt des Blechs spannt sic…

Test: Audi A3 Limousine

Mehr als zwei Jahrzehnte bedient uns der Autobauer aus Ingolstadt mit seinem Vertreter in der Kompaktklasse, dem A3. Seit 2012 fährt er nun in der 3. Generation und hat die drei Millionen Marke verkaufter Fahrzeuge bereits im Juli 2013 überschritten. Mit der Limousine erweiterte Audi im gleichen Jahr das Portfolio des Kompakten aus Oberbayern. Gab es ihn bis dahin doc…

Audi A5 Cabriolet – Locker und leicht in den Frühling

Passend zum anstehenden Frühjahr öffnet Audi mit dem A5 Cabriolet im März 2017 den letzten Akt in der Erneuerung der A5-Familie. Optisch gibt es viele Detailveränderungen, einen modernen Innenraum sowie neue Antriebe. Preislich geht es ab 44.000 Euro los. Wie bisher verfügt das Cabrio über ein automatisch öffnendes Stoffdach. Ein neuer Mechanismus soll eine komfortablere Bedienung des serienmäßigen Akustikverdecks gewährleisten…

Audi RS 3 Sportback – Hochleistung mit fünf Türen

Audi bringt nun auch den fünftürigen RS 3 Sportback auf das Leistungsniveau der Limousine. Der überarbeitete Kompaktsportler auf A3-Basis feiert auf dem Genfer Salon Premiere (9. bis 19. März). Die Markteinführung erfolgt im August zu Preisen ab 54.600 Euro, Bestellstart ist bereits im April. Wie schon beim Ende 2016 erstmals aufgelegten Viertürer kommt nun auch in der zweiten Karosserievariante de…

Abt tunt Audi S4 Avant – Jenseits der 400

Seit gut einem Jahr bietet Audi den A4 Avant auch in der sportlichen Variante S4 an. Wem die 260 kW/354 PS der Sportlimousine nicht ausreichen, kann bei Abt nun ein Leistungskit bekommen, das zum Preis von 3.600 Euro über 20 Prozent mehr PS aus dem Dreiliter-V6 kitzelt. Das neue Motorsteuergerät der Allgäuer entlockt dem B9, so die interne Bezeichnung de…

Überragende Effizienz – der neue Audi Q5 (Anzeige)

Überragende Effizienz – Der neue Audi Q5

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Größer, schneller, weiter – Jeder Hersteller versucht seine Kunden stets mit neuen Antrieben  zu umschmeicheln. Dabei stehen Effizienz und Stärke im Vordergrund. Spaß sollen sie machen, aber dabei sparsam und günstig sein. Zum Verkaufsstart bietet Audi den neuen Q5 mit vier kultivierten, starken und hocheffizienten Motoren an, drei TDI und ein TFSI. Die Leistungsspanne liegt hierbei zwischen 150 PS (110 kW) und 252 PS (185 kW) und natürlich halten alle die Euro 6-Abgaslimits ein. Zudem gibt es für das Additiv AdBlue neben dem Standard-Tank mit zwölf Liter Volumen optional noch einen 24-Liter-Tank. Der ebenso bestellbare SQ5 TFSI kommt als Top-Modell zur Auswahl oben drauf und leistet satte 354 PS.

Immense Durchzugskraft – der TDI
Der 2.0 TDI wartet mit vielen Technik-Features auf. In den zum Marktstart erhältlichen Versionen mit 163 PS (120 kW) und 190 PS (140 kW) ist der 2.0 TDI ein besonders effizienter Motor. Die Einstiegsmotorisierung schöpft aus 1.968 ccm3 Hubraum 150 PS (110 kW) Leistung und 320 Nm Drehmoment, die zwischen 1.500 bis 3.250 Umdrehungen pro Minute anliegen. Der Spurt aus dem Stand dauert für die Motorvariante mit 120 kW 8,9 Sekunden. Er erreicht bei 211 km/h die Spitzengeschwindigkeit. Der 2.0 TDI mit 140 kW Leistung schafft den Sprint von 0 auf 100 km/h in nur 7,9 Sekunden.

Für jeden die richtige Lösung – Kraftübertragung
Der 2.0 TFSI leistet 252 PS (185 kW), zwischen 1.600 und 4.500 1/min stemmt er 370 Nm Drehmoment. Er beschleunigt den neuen Audi Q5 in 6,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h und weiter bis 237 km/h Höchstgeschwindigkeit. Der Verbrauch im NEFZ-Zyklus beträgt nur 7,2-6,8 Liter . Ob Schaltgetriebe, S tronic und tiptronic, mit Front- und quattro-Antrieb – für jede Motorisierung steht die ideale Kraftübertragung bereit, denn alle Getriebe sind neu entwickelt oder tiefgreifend überarbeitet.

Der 2.0 TDI mit 150 PS (110 kW) arbeitet fest mit dem manuellen Sechsganggetriebe zusammen. Für die Versionen mit 163 PS (120 kW) und 190 PS (140 kW) ist serienmäßig die Siebengang S tronic erhältlich, beim 2.0 TFSI, dem 2.0 TDI (120 kW) mit quattro-Antrieb und der 140 kW-Variante ist sie ebenfalls Standard. Der kommende 3.0 TDI im neuen Audi Q5 fährt serienmäßig mit der Achtstufen-Tiptronic vom Band. Sowohl die Achtstufen-Tiptronic als auch die Siebengang S tronic demonstrieren dabei den jüngsten Stand der Technik. Ihre unteren Gänge sind sportlich-kurz, die oberen Gänge drehzahl- und verbrauchssenkend lang übersetzt. Beide Automatikgetriebe sind in das Thermomanagement der Motoren eingebunden und für den Start-Stopp-Betrieb ausgelegt. Der Fahrer kann zwischen den Modi D, S und E wählen und die Gänge mit dem Wählhebel oder den serienmäßigen Wippen am Lenkrad wechseln. Alle Kommandos gelangen by wire, also rein elektrisch, an das Getriebe.

Richtig sportlich wird es mit dem Sportdifferenzial, das für den kommenden 3.0 TDI lieferbar ist. Bei dynamischer Fahrweise drückt dieses das Auto förmlich in die Kurve hinein, womit es jeden Ansatz von Untersteuern eliminiert. Es spricht noch schneller als beim Vorgängermodell an und liefert den gewohnten Fahrspaß eines Audis. So muss das sein.

Verbrauchsangaben:

Q5 2.0 TFSI: Kraftstoffverbrauch in l/100 km: innerorts 8,6 – 8,3, außerorts 6,3 – 5,9, kombiniert 7,1 – 6,8; CO2-Emissionen in g/km: kombiniert 162 – 154 (Werte variieren in Abhängigkeit Räder/Reifen)

Q5 2.0 TDI: Kraftstoffverbrauch in l/100 km: innerorts 5,5 – 5,2, außerorts 4,4 – 4,0, kombiniert 4,8 – 4,5; CO2-Emissionen in g/km: kombiniert 127 – 117 (Werte variieren in Abhängigkeit Räder/Reifen)

Q5 2.0 TDI Quattro: Kraftstoffverbrauch in l/100 km: innerorts 5,5 – 5,3, außerorts 5,0 – 4,7, kombiniert 5,2 – 4,9; CO2-Emissionen in g/km: kombiniert 136 – 129 (Werte variieren in Abhängigkeit Räder/Reifen)

Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer PKW können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen“ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der DAT Deutschen Automobil Treuhand GmbH, Hellmut-Hirth-Str. 1, 73760 Ostfildern-Scharnhausen oder im Internet unter http://www.dat.de/ unentgeltlich erhältlich ist.

Audi prägt Motive in den Lack – Hier könnte Ihr Name stehen

Karosserie-Folie und Rallyestreifen waren gestern: Audi prägt auf Wunsch mattierte Schriftzüge und Bilder in den Lack seiner Sportwagen. Zunächst gibt es die neuartige Design-Individualisierung allerdings nur für den R8. Und auch dort können nur die sogenannten Sideblades - die Abdeckungen der seitlichen Lufteinlässe hinter den Türen - verziert werden. Der Kunde hat bei der Gestaltung allerdings nahezu freie Hand …

Das Tier in mir: HGP Audi TTS 480 PS

#MotorOli & #FotoRalph sind freudigst einer Einladung von Turbopapst Martin Gräf gefolgt und haben sich Alternativen zum Euch bekannten HGP Golf 7 R mit 480 PS zeigen lassen. Die Wahl für eine kleine Testfahrt fiel auf den brandaktuellen Audi TTS, der bereits in der Serienversion mit 310 PS und einer geilen Form punktet. Nach dem Umbau stehen 480 PS und ein maximales Drehmoment von 615 Nm auf der Habenseite. Damit beantwortet sich die Frage nach Fahrspass wohl von selbst 🙂

Die technischen Änderungen sind quasi identisch mit den hier gezeigten. Somit liegen die Fahrleistungen auf vergleichbarem Niveau (0-100 km/h: 3,2 Sek., 0-200 km/h: 10,8 Sek., V/Max. ca. 300 km/h).

Wie gewohnt alles etwas sinnfrei, aber mit viel Liebe zum Detail umgesetzt. Zieht Euch den Streifen rein und haut mit Feedback nur so um Euch!

Audi Q8 Concept – Start einer neuen Design-Ära

Nach BMW X6 und Mercedes GLE Coupé kommt mit dem Q8 bald auch aus dem Hause Audi ein auf optische Dynamik getrimmtes SUV. Einen ersten Ausblick gibt nun auf der Detroit Auto Show (8. bis 22. Januar 2017) die Studie Q8 Concept. Die Serienversion wird für Anfang 2018 erwartet. Das SUV-Coupé ist gleichzeitig das erste Modell, das komplett unter de…

Audi SQ5 – Benzin statt Diesel für das Sport-SUV

Audi krönt seine neu aufgelegte Q5-Baureihe mit einem Topmodell. Der SQ5 wird in der zweiten Generation nicht mehr von einem V6-Diesel mit drei Litern Hubraum angetrieben, sondern erhält den gleich großen Benziner, der beim Vorgänger noch den Märkten in Amerika und Asien vorbehalten war. Das Turbo-Triebwerk leistet 260 kW/354 PS und stellt ein Drehmoment von 500 Nm zur Verfügung. De…

Die Wüste lebt – Mit dem neuen Audi Q5 in Mexiko

Wenn bei Audi ein Q drauf steht, ist da auch ein Weg. Oder man bahnt ihn sich. Die Ingolstädter präsentieren die zweite Generation des Q5 nicht ohne Stolz zwischen Kakteen auf staubigen Pisten. 1,6 Millionen verkaufte Modelle machten ihn weltweit zum erfolgreichen Mittelklasse-SUV der Premiumklasse. Der Nachfolger kommt zum Jahresstart 2017 erstmals aus dem neuen Audi-Werk im mexikanischen San Chiapa. Pro Jahr sollen mindestens 150.000 Fahrzeuge in alle Welt verkauft werden. Das kann heiß werden für die Konkurrenz, allen voran der BMW X3, der Mercedes GLC und der neue Jaguar F-Pace. 

Dürre Q?

Erster Test des neuen Audi Q5 – in Mexico

Aufmerksam verfolgen dürre Kühe aus den Augenwinkeln die Herde Autos, die sich mit gedrosselter Geschwindigkeit einen Weg sucht. Kein alltägliches Ereignis in der einsamen, von meterhohen Kakteen und struppigem Buschwerk geprägten staubigen Wüste in der mexikanischen Baha California. Ausgerechnet hier im Nirgendwo zwischen dem Golf von Kalifornien und dem Pazifik soll der neue Audi Q5 seine Offroadfähigkeiten unter Beweis stellen. Doch die Auswahl des Testgeländes ist gar nicht so willkürlich, wie es scheint. Die zweite Generation des Ingolstädter SUV läuft nämlich erstmals nicht in Deutschland vom Band, sondern in Mexiko. In dem Land, in dem der Käfer fast fünfzig Jahre gebaut wurde und in das es inzwischen auch Daimler und BMW zieht, hat Audi vor knapp vier Jahren den Grundstein für eine moderne Autofabrik in der mexikanischen Hochebene nordöstlich von Puebla gelegt. Mindestens 150 000 Stück des vom Start 2008 weg erfolgsverwöhnten SUV sollen dort von rund 4200 Arbeitern gebaut werden. Im Oktober lief der erste neue Q5 vom Band.

Gewinner-Q?

Ganz nach der Devise „Never change a winning team“, ließen die Ingolstädter Designer das Äußere des SUV weitestgehend unangetastet. Der plastisch ausgeformte Single-Frame-Grill mit massivem Rahmen dominiert die flache Front und leicht geschärfte Kanten sollen den SUV moderner und dynamischer erscheinen lassen. Das leichte Plus in allen Abmessungen verschafft Augenhöhe mit einem BMW X3 und einem Mercedes GLC. Neuerdings lässt sich beim Q5 auch die Rückbank verschieben, dadurch wächst das Laderaumvolumen von 550 Liter auf 610 Liter, das Umklappen der dreigeteilten Rücksitzlehne eröffnet hinter den Passagieren gute 1550 Liter Stauvolumen. In Europa startet der Fünfsitzer mit vier Dieselmotoren (dem 2,0 Liter TDI mit 150,163 und 140 PS und dem 286 PS starken 3,0 TDI ) sowie dem weiterentwickelten Benziner 2,0 TFSI mit 252 PS.

Foto: Audi

Die Autorin am neuen Q5, vor DEM „Hotel California“. Foto: Audi

Komfort-Vieh

Viehtransporter und die Pickups der Rancher haben tiefe Furchen in dem rötlich schimmernden Wüstenboden hinterlassen. In einer verlockend langen Geraden und in gebührendem Anstand von den zurückgebliebenen Kühen nehmen die nagelneuen Q5 ihre ambitionierte Fahrt wieder auf. Das Gaspedal kräftig durchtreten – ein Signal, was der quatro mit ultraTechnologie bei dieser Bodenbeschaffenheit als akuten Bedarf an Grip versteht. Innerhalb von zwei Zehntelsekunden wird der bislang abgekoppelte Hinterachsantrieb zugeschaltet. Das neue Konzept, was für alle Motorisierungen bis auf den Sechszylinder Diesel angeboten wird – für den gibt es auf Wunsch das Sportdifferential an der Hinterachse – steigert die Effizienz, macht aber nicht im geringsten Abstriche bei der Fahrdynamik. Im dichten Staub verschwimmen die Umrisse der vorausfahrenden Fahrzeuge, nur ihre Rückleuchten lassen den Fahrbahnverlauf erkennen. Die tiefen Bodenwellen bügelt die neue Luftfederung mühelos hinweg, Dämpferregelung und Karosseriehöhe können nach Bedarf variiert werden. Um gefährlich spitze Steine lässt sich der Q5 ebenso leicht dirigieren wie um die überlebensgroßen Kakteen, die schon mal im Weg stehen. Das Abenteuer auf und abseits des Asphalts gibt es ab dem kommenden Frühjahr zum Preis ab 45 100 Euro. Mit den vielen Helfern, die im Stau, beim Parken, Abbiegen, Überholen und Bremsen unterstützen, dem neuen head-Up Display und vielen anderen Annehmlichkeiten für die Zivilisation lässt sich der Preis aber noch beliebig anheben.

 

Text : Solveig Grewe // Fotos: Solveig Grewe/Audi

Erste Fahrt: Audi Q5

Der Q5 geht ab Januar 2017 in seine zweite Amtszeit. Eigens hierfür errichteten die Ingolstädter eine neue Produktionsstätte in San José Chiapa / Mexiko. Auf einer Fläche von 460 Hektar entstand die moderne Fabrik mit einem Investitionsvolumen von einer Milliarde Euro. Bis Ende 2016 werden dort etwa 4.200 Menschen arbeiten. Die Kapazität von 150.000 Fahrzeugen pro Jahr soll bereits in 201…

Audi R8 Spyder – Raus aus dem Alltag

Es ist einer dieser Tag: Die Tropfen prasseln gegen die Scheibe, die Wolken wollen und wollen nicht aufreißen und die Sonne durchdringen lassen und die Heizung läuft mittlerweile auch schon auf Stufe vier. Es ist Herbst, die Laune weitestgehend dem Wetter entsprechend und das Stimmungshoch durch den späten Sommer längst verfolgen. Vor allem dann, wenn vor einem der Alltag mi…