Der Cupra Leon: Temperamentvoller Spanier

Der Cupra Leon: Temperamentvoller Spanier
Cupra Leon macht gute Laune

Seat hat seinen Leon nun auch unter dem Namen der Tochterfirma Cupra produziert. Dort hat der Spanier eine sportlichere Linie und ein paar PS extra bekommen.

Wir hatten mal wieder Besuch aus Darmstadt. Der Cupra Leon Sportstourer 2.0 TSI stand bei uns als Testwagen. Das kupferfarbene Logo machte eine klare Ansage. Spanisches Temperament wurde in diesem Fahrzeug gebündelt und ist bereit seine Kraft zu zeigen.

Grauer Stier

Der Testwagen hatte die Farbe Magnetic grau metallic. Keine Mattlackierung, wie der letzte Cupra. Zuerst etwas ernüchternd, doch das Grau passt gut zu den Details in Kupfer und schwarz. Der Stierkopf auf einem schwarzen Kühlergrill, daneben große Lufteinlässe. Auf den 19 Zoll Rädern waren glanzgedrehte Felgen in Black Copper, passend zum Logo. Die Lichtsignatur mit voll LED-Scheinwerfern ist sportlich gestaltet, von hinten mit dem modernen Infinite Light.

Im Inneren geht es stilvoll weiter. Man sitzt in Sportschalensitzen aus Leder, damit man stabil sitzt bei flotteren Kurvenfahrten. Leider konnte man den Sitz nicht enger stellen, sodass schlanke Personen keinen optimalen Halt haben. Die weiteren Sitzeinstellungen kann man per Memory Funktion speichern. Vor einem befindet sich ein Supersportmultifunktionslenkrad. Mittig das Cupra-Logo auf einer gewebten Carbonoptik-Oberfläche passend zum Griff für den Kofferraum. Am Lenkrad finden sich die üblichen Funktionen, zudem jedoch noch rechts unten den Start-Stop Knopf und parallel links dazu den Cupra Mode Selektor.

Der Cupra Leon: Temperamentvoller Spanier
Nachts markiert der Cupra Leon sein Revier

Klingt sehr spektakulär, ist allerdings nur der Drive Mode Selektor. Es gibt Road, Sport, Cupra und Individual. Die einzelnen Modi haben mich jedoch nicht überzeugt. Sportliche Schaltung erreicht man auch durch ein bisschen mehr Druck auf dem Gas oder eben die Schaltwippen. Im Sport- und Cupra Modus bleibt die Drehzahl lediglich hoch, auch wenn man bei gleichbleibender Geschwindigkeit fährt. Dies macht den Cupra nur noch durstiger als er eh bereits ist.

Weitere Ausstattungen waren eine Beats Audio Anlage, die keine Wünsche offen lässt. Die Verbindung mit dem Handy war ebenfalls anstandslos und einfach. Per Wireless Charge wird das auch nicht alle. Das Winterpaket haben wir im August nicht benötigt, Lenkrad und Sitz sind jeweils beheizbar u.a. Was dafür umso schöner im Sommer ist, ist das Panorama Dach mit Sonnenschutz. Ein bisschen schade war nur, dass das Auto meckert, sobald es offen ist aufgrund des Luftwiderstands.

Durstiger Begleiter

Auf der Habby-XXL Verbrauchsrunde hatte der Spanier einen Durchschnittsverbrauch von 8,0 Liter Benzin. Am wenigsten wollte er auf einer ebenen langen Landstraße, dort sind 6,5 Liter das Wenigste gewesen. Sobald es kurviger wird mit ein paar Hügeln kamen wir sogar auf 8,3 Liter, jedoch macht der Fahrspaß den Verbrauch dort wieder gut. An der Tankstelle steht man trotzdem eher ungern mit dem Cupra.

Der Cupra Leon: Temperamentvoller Spanier
Schick unterwegs

Was der Spanier kostet

Den Cupra Leon gibt es in der Basisversion ab 37.420€, unsere Motorisierung ist ab 43.680€ erhältlich. Der Testwagen mit seiner recht luxuriösen Ausstattung inkl. Felgen, Soundsystem, Panoramadach etc kostet fast 50.000€. Seat positioniert sich mit Cupra definitiv nicht im Billigsegment, sondern will eher den Schwesterfirmen eine Ansage machen.

Lohnt sich der Cupra?

Man bekommt einen Sportstourer, der seinem Namen gerecht wird. Das Auto macht großen Spaß beim Fahren, hat genügend PS für spritzige Ausfahrten und kann sich problemlos auf der linken Spur auf der Autobahn sehen lassen. Gleichzeitig ist genügend Platz für 5 Personen und zusätzlich ein Kofferraum, in den 3 große Kartons gepasst haben. Stattdessen passt auch ein vierbeiniger Begleiter hinten rein, wobei der sich ab einer bestimmten Größe eher den Kopf anhaut anstatt die Aussicht nach hinten zu genießen. Alles in einem ist der Leon vielseitig verwendbar, optisch schön gestaltet und dazu noch preisgünstiger als andere Modelle aus der VAG-Group mit ähnlicher PS-Zahl. Der Verbrauch eifert jedoch den leistungsstarken Brüdern nach, weshalb man diesen definitiv nicht vernachlässigen sollte bei der Kaufüberlegung.

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