Infiniti QX30 und Simone Amores

Fahrbericht Infiniti QX30 – GLA auf Japanisch

Infiniti QX30 und Simone Amores Bis zur Unendlichkeit und zurück? Mit Infiniti, einer Premium-Tochter von Nissan, vorstellbar, allerdings mit ein paar kleinen Abstrichen. Basierend auf dem Mercedes GLA begann die Nobelmarke des japanischen Herstellers Ende 2015 in England mit der Produktion des kompakten Q30 und des QX30. Dass sich viele Mercedes Gene unter dem Infiniti QX30 verstecken, erkennen allerdings wirklich nur die Kenner. Dies…

Erste Fahrt: Infiniti Q50S Hybrid

Infiniti Q50S Hybrid Fahrbericht

Straßenkreuzer mit F1-Boost

Der seit 2008 auf dem europäischen Markt agierende japanische Luxus Automobilhersteller Infiniti stellt mit dem Modelljahr 2018 seinen Mittelklassewagen Q50 nicht nur äußerlich als Facelift vor. Gerade unter der Haube präsentiert der Q50 mit der „S“-Version ein neues 3,5 Liter Hybrid Aggregat, das zwar ökonomisch mit kleinen Zahlen daher kommt, aber vor allen Dingen eines tun soll : Spaß machen. Gerade weil der Markt im D-Segment sehr stark umkämpft ist, will Infiniti ein Zeichen der Aufmerksamkeit mal anders setzen. Der Infiniti Q50 Modelljahr 2018 steht ab sofort mit insgesamt 4 Motorisierungen und vier Ausstattungsvarianten beim Infiniti Händler zur Kundenschau parat. Dort zeigt er sich mit einem Einstiegspreis von 38.900 Euro.

Ganz im F1-Fieber

Gleich nach unserer Ankunft in Porto konnten wir uns auf den ersten Testkilometern von der Performance des neuen Q50S Hybrid AWD überzeugen. Enge kurvige Straßen sowie Autobahnstrecken nimmt der Mittelklasse Infiniti, der im japanischen Tochigi produziert werden soll, sehr leicht und souverän. Spurtreu spurtet der Hybrid von Kurve zu Kurve und lässt uns dabei ganz vergessen, dass wir nicht in einem F1-Boliden sitzen. Denn dies wollen uns die japanischen Ingenieure in Zusammenarbeit mit Renault Sport Formula One näher bringen. Nicht wie üblich dient die Hybrid Technologie als Spritsparunterstützer, sondern wie beim DRS-Fenster während der Renntage als Boost für den bereits starken 3.5 Liter V6 Benziner. Wahlweise ist der angehende Bolide mit seinen 364 Pferdestärken Gesamtleistung mit einem permanenten Allradsystem erhältlich. Dass die Verbrauchswerte konträr zu seiner sportlichen Performance stehen, zeigt uns das Datenblatt vom Hersteller. Dort steht eingetragen der kombinierte Wert von 6,8 Liter. Ob wir diese Zahlen auch erreichen können, werden wir zu einem späteren Zeitpunkt testen.

Der Infiniti Q50S mit Genen aus der Formel 1.

Formschöne Kurven

Das angekündigte Facelift in der Außendarstellung des Q50 bezieht sich im großen und ganzen auf drei markante Punkte, die auch für den Nicht-Infiniti Kenner deutlich zu erkennen sind. Während die zentrale Front des Q50 mit einem doppelt geschwungenen Bogen am Kühlergrill aufwartet, kommen die Scheinwerfer mit den deutlichen Zügen eines menschlichen Auges daher. Abschließend finden wir die C-Säule des Fahrzeuges als Darstellung eines Halbmondes. Die von uns getestete Hybridversion steht auf 19-Zoll-Aluminium Rädern sehr breit und selbstbewusst auf der Straße und besticht von der Seite mit kurzen Überhängen. Die Außendynamik übernimmt der Q50 im Interieur gleichermaßen. Materialien und Verarbeitung wirken standesgemäß hochwertig. Sein Cockpit präsentiert sich nicht verspielt und versorgt uns mit allen notwendigen Informationen. Bei voller Bestuhlung  – das Umklappen der Rücksitzlehnen ist nicht vorgesehen – lädt der Q50S bis zu 400 Liter zu. Dies entspricht nicht viel mehr Volumen als für zwei Bordtrolleys, was gerechtfertigt wird durch den dort benötigten Platz für die Batterien.

Geschwungene Formen prägen den Q50S.

 

Interieur stimmig zum Außenkleid.

Wird auch mit konventionellen Motoren geliefert

Außer dem bereits beschriebenen Hybridsystem bietet Infiniti zwei weitere Benzinaggregate und einen Dieselmotor im Q50 zum Kauf an. Beide Benziner stammen aus eigener Entwicklung und werden ausschließlich mit einem Sieben-Stufen-Automatikgetriebe angeboten. Der vom Kooperationspartner Daimler gelieferte Diesel wird sowohl mit dem Sieben-Stufen-Automatikgetriebe als auch mit einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe kombiniert. In allen Fällen der Motorisierungen baut Infiniti auf eine Turbo geladene Version. Der 2.0 Liter Benziner leistet 155 kW (211 PS) und bringt starke 350 Newtonmeter auf die Straße. Beim kombinierten Spritverbrauch von 6,5 Liter pro 100 Kilometer ergeben sich 151 Gramm CO2. Die Listenwerte von 9,1 Liter pro 100 Kilometer und 206 Gramm CO2 sind beim stärkeren 3.0 Liter V6 Benziner notiert. Der 2.2 Liter Diesel mit seiner Leistungsstufe 125 kW (170 PS) bringt ordentliche 400 Newton auf den Asphalt. Beim kombinierten Verbrauch von 5,2 Litern pro 100 Kilometer ergibt sich ein Ausstoß von 123 Gramm Emissionen.

Hybrid mit satten 364 Pferdestärken.

Beim Startpreis von 38.900 Euro liegt der Q50 zwar im oberen Drittel unserer persönlichen Wertungsliste, aber der japanische Automobilhersteller besticht mit besten Materialen und Verarbeitung.

Fazit: Bei der Bereitstellung des Mittelklasse Hybrid ist dem Luxusableger des Automobilherstellers Nissan ein guter Wurf gelungen. Dabei gelingt die Kombination aus Spritersparnis und Fahrspaß.

Q50S als Top Alternative im Mittelklasse Segment.

Mit dem Infiniti Q50S Hybrid durch die Lande zu ziehen macht Spaß und bringt ein tolles Fahrgefühl. Zudem spart er auch noch Sprit, was will man mehr ?

Text: Stefan Beckmann, Beitragsbild: Hersteller Bild: Stefan Beckmann und Hersteller

Das Leben ist schön – Infiniti Q60

Es gibt Autos, die kauft man nur aus einem Grund: Weil man sie schön findet. Die Premium-Marke von Nissan, Infiniti, hat genau so ein Fahrzeug im Programm. Ein zweitüriges Coupé, elegant, sportlich, dynamisch im Design, einfach schön. Mit allen Nachteilen eines Zweitürers - aber hey, wir leben nur einmal. Warum also nicht einfach ein schönes Leben leben Auto fahren?

Fahrberich…

Test: Infiniti Q50

Die 1989 gegründete Luxusmarke des japanischen Autobauers Nissan Motor Co., Ltd. sollte zunächst in den Vereinigten Staaten und Kanada für ein Imagebewusstsein der Marke stehen. Nach getaner Arbeit weitete Nissan das Engagement ab 2008 unter anderem auf Europa aus. Mittlerweile drängt INFINITI mit seinen Modellen Q30, Q50, Q60 und Q70 sowie den analog dazu passenden QX Modellen sehr stark au…

Infiniti QX30 – Jetzt auch als Benziner

Das Kompakt-SUV Infiniti QX30 ist ab sofort auch mit Ottomotor zu haben. Der bereits aus den größeren Modellen der Nissan-Tochter bekannte 2,0-Liter-Turbobenziner leistet 155 kW/211 PS und ist serienmäßig an ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe sowie Allradtechnik gekoppelt. Den Verbrauch gibt der Hersteller mit 6,7 Litern an. Der Preis für die neue Variante beträgt 39.800 Euro und liegt damit um 700 Euro übe…

Erste Fahrt: Das neue Infiniti Q60 Coupé

Mit dem Infiniti Q60 in der zweiten Generation führt der japanische Luxusmarkenhersteller aus dem Hause Nissan eine kleine, wenn auch feine Tradition der Coupés seit 2002 fort. Damals schickte Infiniti den G35 bzw. G37 ins Rennen, um Marktanteile in der Mittelklasse  weltweit zu gewinnen. Anfang 2014 rollte dann die erste Generation des Q60 Coupé auf Basis des Q50 auf den Markt. Nur drei Jahre später präsentiert Infiniti nun die zweite Generation des Q60, der gleichermaßen seinen Ursprung im Q50 Mittelklasse Wagen findet. Mit den Modellen Q30, Q50, Q60 Coupé und Q70 sieht Infiniti sein Portfolio nahezu gedeckt. Der Q60 soll hierbei eine kleine Lücke zwischen Q50 und Q70 schließen. Seine Motorisierung, bestehend aus zwei Benzinern mit 2.0 Liter und 3.0 Liter Hubraum, sind bereits in den vorhandenen Modellen im Einsatz. Das Basispaket des Q60 bietet Infiniti ab sofort seinen Kunden zum Kauf an. Bestellbar ist das Mittelklasse Coupé zu einem Einstiegspreis von € 44.500. Read more

Test: Infiniti Q30

Um die Spreu vom Weizen zu trennen, gründete der japanische Autobauer Nissan 1989 seine „Luxusmarke“ INFINITI. Ab 2008 dann der Verkaufsstart in Europa. Anfänglich wirkten die Versuche Fahrzeuge zu vermarkten eher abwartend. "Erstmal nur anwesend sein“. Mit der Q-Serie allerdings möchte man das Blatt drehen. Zunächst in der Oberklasse mit den Modellen Q50, Q60 und Q70 präsent, runden die Japaner ihr Portfolio, vertrete…

Infiniti Q60 3.0t AWD – Der erste Test

Bevor wir alle in autonom fahrenden Ü-Eiern unterwegs sind, lässt sich der Q60 noch einmal als die pure, die lustvolle Alternative erfahren. Ein Coupé fährt man nicht, weil man muss - sondern weil man es will.

Erste Fahrt und erster Test:

Infiniti Q60 - Weil man es will

Dass man sich bei der Marke Infiniti bei einem Premium-Brand befindet, merkt ma…

Infiniti Q60 – Alte Schule

Schon seit Jahrzehnten versucht Toyotas Edel-Ableger Lexus in Deutschland Fuß zu fassen, und kommt doch nicht so recht auf einen grünen Zweig. Ein Schicksal, das man 2008 auch der Nissan-Nobeltochter Infiniti vorausgesagt hat, als sie meinte, Deutschland erobern zu müssen. In den ersten Jahren schien es, als sollten die Kritiker recht behalten. Doch inzwischen kommen die Japaner in Fahrt: Immerhi…

Infiniti QX50 Concept – Mit Co-Pilot und Spar-Benziner

Bereits im April 2016 hat Infiniti mit der Studie QX Sport Inspiration einen Ausblick auf die Neuauflage des Midsize-SUV QX50 gegeben. Anfang 2017 wird die Nissan-Tochter konkreter und zeigt auf der Detroit Motor Show eine weiterentwickelte, schon bereits seriennahe Variante namens QX50 Concept. Ein mächtiger Kühlergrill flankiert von scharf blickenden Scheinwerfern, schicke Charakterlinien und das nach hinten wie heute üblic…

Infiniti Q60 Coupé – Stolzer Preis

Zum Start im Oktober wird Infiniti das Mittelklasse-Coupé Q60 in Deutschland zunächst nur mit Zweiliter-Turbomotor anbieten. Der Vierzylinder leitet seine 155 kW/211 PS Leistung sowie 350 Newtonmeter Drehmoment allein an die Hinterräder. Für diese Einstiegsversion werden mindestens 44.500 Euro aufgerufen. Zum Vergleich: Das BMW 4er Coupé startet bei knapp über 37.000 Euro. Zu einem späteren Zeitpunkt will Infiniti den zweitürige…

Infiniti: VC-T oder Vorsprung durch Technik

Es ist eine Sensation. Zumindest für Menschen, die sich für die Technik eines Autos interessieren. Infiniti stellt den ersten Motor mit variablem Verdichtungsverhältnis vor. Eigentlich ist das Verdichtungsverhältnis immer fix. Es ergibt sich aus Hubraum und Kolbenweg und bislang konnte man das nicht variieren. Es gibt Forschungs-Triebwerke bei anderen Herstellern (zum Bsp. Audi), aber die Nobel-Tochter von Nissan stellt jetzt diese bahnbrechende Neuheit für die Serie vor. Damit stellt sich Infiniti in die erste Reihe und präsentiert eine Motorentechnik, die den Verbrennungsmotor über ein paar weitere Jahre retten könnte. Leistung wie ein V6, Verbrauch wie ein Vierzylinder.

Sechszylinder-Power, Vierzylinder-Durst

Der VC-T Motor wurde jüngst vom obersten Motoren-Entwickler bei Infiniti, Shinichi Kiga-San, präsentiert. Ein Triebwerk, in dem 20 Jahre Forschungsarbeit und über 300 Patente stecken. Die Abkürzung VC-T steht für „variable compression“ und für „turbo“. Denn das Triebwerk kann nicht nur die Kompression verändern, und das nicht wie bei anderen „Forschungstriebwerken“ zwischen zwei Werten, sondern voll variabel zwischen8:1 und 14:1. Zudem wird der VC-T auch über eine Turboaufladung verfügen. Leistungsdaten sind bislang nicht bekannt. Aber wenn man bei Infiniti von den Leistungswerten eines „Highpower 4 Cyl.-Turbomotors“ spricht, dann wird man wenigstens 280PS, eher knapp 300 PS, vorweisen müssen. Das alles soll dann dennoch den Verbrauch eines „super-effizienten“ Vierzylinders erreichen. Auf Dieselniveau? Erwarten wir 280 PS und 4.5 Liter Verbrauch? Kombinieren will man dies zudem mit der Laufruhe und dem Komfort eines V6-Benziners. Und das in einem SUV? Denn auch das ist ein offenes Geheimnis, Infiniti wird die eigene SUV-Palette weiter ausbauen und als nächstes auf der Agenda steht ein modernes „Midsize-SUV“. Der passende Name? QX50?

Für Infiniti ist dieser Motor ein Durchbruch. Er macht unabhängig vom Dieseltriebwerk, das man in der Welt kaum leiden mag und nur bei uns wirklich braucht. Noch. Der Motor wird die Drehfreude und Kraft eines modernen Turbo-Triebwerkes mit der Sparsamkeit eines Diesels verbinden. So zumindest der Ausblick. Und passt damit ideal in die nächste Generation von SUVs.

Infiniti VC-T Motor 003 variable Vedichtung

Die Wippe machts

Möglich wird dies, vereinfacht dargestellt, über eine Wippe auf der Kurbelwelle. Diese Wippe führt auf der einen Seite das Pleuel und auf der anderen Seite wird der Verstellmechanismus des „Harmonic Drives“ befestigt. Während diese Wippe, genannt Multi-Link, auf der Kurbewelle sitzt und dort die Kraft vom Kolben überträgt, ist sie zugleich variabel in der Position. So verändert sich der mögliche Hub des Kolbens und damit das Verdichtungsverhältnis. Stufenlos und für jeden Zylinder einzeln gesteuert.

Niedrige Verdichtung im Bereich hoher Leistungsanforderung und hohe Verdichtung für maximale Effizienz. Zudem wurde eine Ventilsteuerung umgesetzt, um die Ventilzeiten auf der Einlassseite variabel zu gestalten. Während die Einlass-Seite elektronisch gesteuert wird, erhält die Auslass-Seite eine hydraulische Ventilsteuerung. Der Motor ist somit auch in der Lage, stufenlos zwischen einem Atkinson-Verbrennungsverfahren und dem klassischen Viertakt-Verfahren umzuschalten.Infiniti VC-T Motor 001 variable Vedichtung

Kraft, Verbrauch, Komfort – eine neue Dimension?

Infiniti verspricht die Power eines sportlichen High-End Vierzylinders, den Verbrauch eines Diesels und die Laufruhe eines V6. Für den Chef der Marke, Roland Krüger, ist klar:Der VC-T Motor hat das Zeug, um zum Diesel-Ersatz zu werden. Und natürlich kann man die VC-T Technik mit jedem Hubraum und jeder Zylinderanzahl kombinieren – auch mit einer Hybrid-Technik.“

Das Triebwerk wird seine Weltpremiere auf dem Automobil-Salon in Paris erleben, wir sind gespannt auf weitere Einblicke. In Serie soll das neue Triebwerk ab 2018 gehen, damit wird Infiniti der erste Hersteller mit dieser Technik sein.

Test und Fahrbericht: Infiniti Q30 1.5d (+ 2.0T AWD)

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Premium in zackig

Infiniti Q30 - "Der andere Premium-Kompakte"

Test des 1.5 Liter Diesel und des 2.0 Liter Benziner

Premium-Kompakter. Hört sich gut an. Auf der einen Seite so bescheiden, der Kompakte, auf der anderen Seite so wertig…

Erste Fahrt: Infiniti QX30 – Japanischer Crossover mit Sternennote

Mit Infiniti gründete der japanische Automobilhersteller Nissan 1989 seine Luxusmarke, um die Spreu vom Weizen zu trennen. Damals ursprünglich für Absätze auf dem nordamerikanischen Kontinent geplant, startete Infiniti 2008 mit einer überschaubaren Stückzahl letztendlich in Europa. Anfänglich wirkten die Versuche, Fahrzeuge zu vermarkten, eher abwartend. „Erstmal nur präsent sein“. Mit der Q-Serie allerdings, unterstützt durch den Partner Mercedes-Benz, möchte man das Blatt drehen. Mit den Modellen Q50, Q60 und Q70 schickt Infiniti zunächst die eigene Oberklasse auf den Markt. Der Q30 soll das Portfolio nach „unten“ in die Kompaktklasse abrunden. Seit Januar 2016 geht der auf der Mercedes Benz A-Klasse basierende Japaner auf Europatour und mit dem Q30 Sport sowie dem Crossover QX30 ist das Paket nun komplett. Die Ambitionen der japanischen Luxusingenieure sind selbstbewußt und mutig, wollen sie doch mit nur einer Motorisierung und einem Getriebe aufwarten. Das Gesamtpaket bietet Infiniti ab sofort seinen Kunden zum Kauf an. Bestellbar ist der Klein-SUV zu einem Basispreis von € 38.600.

Der neue Infiniti QX30 im ersten Fahrbericht

Q30 Familie, ready for Europa

Nissan definiert mit seiner Luxusmarke Infiniti eine neue Premium Kundschaft, die es zu binden gilt. So die Aufgabenstellung an den europäischen Vertrieb. Bislang werden diese erst in 7 fertiggestellten Infiniti-Zentren Deutschland weit bedient. Aus diesem Grund möchte der in der Schweiz ansässige Mutterkonzern bis April 2018 drastische Änderungen durchführen. Es sollen bis dorthin insgesamt 25 Zentren im Bundesgebiet installiert sein. Auffallen soll der QX30 mit einem dynamisch progressiven Design. Unübersehbar wirkt dabei der Doppelbogengrill, der den Crossover mit seiner Frontansicht massiv und breit auf der Straße stehen lässt. Die markant geschwungene Sicke, die den Frontbau und das Heck verbindet, verpassen dem QX30 zudem eine gefühlte Coupéansicht. Dennoch liegen gegenüber dem Q30 30 mm und dem Q30 Sport sogar 45 mm Bodenfreiheit Differenz. Dabei bleibt sein Gesamterscheinungsbild sportlich und kraftvoll. Um einen ersten Eindruck seiner Gesamtperformance zu bekommen, lud Infiniti ins Umland von Bonn ein. Dort hat mein-auto-blog Redakteur Stefan Beckmann den neuen QX30 zum ersten Mal auf Herz und Nieren getestet.

Lifestyle Crossover
Lifestyle Crossover – Infiniti QX30.

Elegantes Interieur

Der Innenraum des QX30 Premium Tech ist mit hochwertigem Nappaleder bestückt und mit schwarzen Nähten filigran verarbeitet. Die komplexen Informationen des Fahrzeugs, wie die der Fahrerassistenzsysteme bzw. des Bordcomputers, zeigt das Cockpit übersichtlich und unkompliziert an. Eye-Catcher ist das serienmäßige Navigationssystem, das im Optionspaket „Technik“ eine Rückfahrkamera mit „Around-View“-Ansicht abbildet. Die komfortablen Ledersitze nehmen Fahrer und Beifahrer gut auf und geben beim sportlichen Fahren den nötigen Halt. Für ausreichend Beinfreiheit ist sowohl auf den Vordersitzen als auch im Fond gesorgt. Die gute Rundumsicht beim Fahren gewährleistet die erhöhte Sitzposition des Crossovers.  Bei voller Bestuhlung fasst das Kofferraumvolumen stattliche 430 Liter. Für den Einkauf im Möbel- oder Baumarkt sind die 1.223 Liter bei umgeklappten Rücksitzen völlig ausreichend.

Mit einem Motor an den Start

Beobachtungen und Analysen des Marktes ergaben für die Verantwortlichen von Infiniti nur eine Schlussfolgerung. Zum Verkaufsstart stellt der Automobilhersteller aus dem schweizerischen Rolle bislang nur eine Motorisierung für den QX30 zur Verfügung. Den Antrieb bestreitet ein 2.2 Liter Vierzylinder Turbodiesel. Die Leistung beträgt 125 kW (170 PS), das maximale Drehmoment 350 Newtonmeter bei 1.400 – 3.400 Umdrehungen in der Minute. Das ergibt eine CO2-Emission von 128 Gramm. Diese Leistungsdaten beschleunigen den japanischen Crossover in 8,5 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, bei einer Höchstgeschwindigkeit von 215 km/h. Kombiniert wird der Euro-6 Motor mit einem Sieben-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe und einem adaptiven Allradantrieb, der im Bedarfsfall die Kraft zu 50 % zwischen Vorderachse und Hinterachse verteilt.

Effizienz mit viel Drehmoment

Das Doppelkupplungsgetriebe macht sich bei unserer ersten Fahrt positiv bemerkbar. Direkt ansprechend, sportlich und agil führt es uns quer durch die Gegend um Bonn. Die ausgesuchten Strecken auf der kurzen Fahrpräsentation von Infiniti meistert der QX30 mit einer souveränen Leichtigkeit in Verbindung mit der elektronisch gesteuerten Servolenkung. Trotz des erhöhten Schwerpunkts lässt sich der Crossover zügig über die Landstraßen bewegen und vermittelt eine ebenso erhöhte Fahrfreude. Der Drehmoment starke, zuweilen ein wenig knurrige Motor trägt ebenso zum Fahrspaß bei und besitzt mit seinen 350 Newtonmetern immer ausreichend Kraft. Da wir gleichermaßen im Stadtverkehr von Bonn unterwegs waren, lässt sich der nach NEFZ ermittelte Verbrauchswert von 4,9 Liter an diesem Tag leider nicht bestätigen.

Auch der schöne Rücken kann entzücken
Auch der schöne Rücken kann entzücken.

Preise, kurz und knackig

Den Einstieg findet der „Mini-SUV“ aus dem Hause Infiniti in der Basisversion, dem QX30  „Premium“, bei einem Listenpreis von € 38.600. Im Serienpaket enthalten, liefern die Japaner das Intelligente Allrad System (AWD – All Wheel Drive), ein Stopp-Start-System, Eco Modus-Schalter, Geschwindigkeitsabhängige Servolenkung, Spurverlassenswarner (LDW – Lane Departure Warning), Auffahrwarnsystem mit Stopp-Funktion, Berganfahrhilfe, Sieben-Zoll-Navigationssystem und 18-Zoll-Leichtmetallbereifung. Der Aufpreis zur einzigen Ausstattungsoption „Premium Tech“ von 4.570 Euro beinhaltet unter anderem die Nappalederausstattung, eine Rückfahrkamera, Keyless-Entry-System, LED-Scheinwerfer mit automatischer Niveauregulierung, adaptives Kurvenlicht (AFS – Adaptive Front-lighting System) und das Smart Beam-System, was das automatische Umschalten von Fern- und Abblendlicht steuert. Weitere Optionspakete, wie das „Technikpaket“ (€ 1.170 – Automatischer Parkassistent mit Rundumsicht-Monitor und Bewegtobjekterkennung) und das „Sicherheitspaket“ (€ 2.050 – Toter-Winkel-Assistent und adaptive Geschwindigkeitsregelanlage) runden den QX30 ab.

Eleganter Crossover mit Lifestyle Charakter
Eleganter Crossover mit Lifestyle Charakter.

Infiniti bietet mit dem Crossover Individualisierung pur, nun auch in der Kompaktklasse. Dabei steht nicht nur das Fahrzeug selbst für das Prädikat „Premium“.

Text und Bild: Stefan Beckmann

Titelbild: Matthias Luft und Anja Hager – Vielen Dank

Was macht eigentlich Infiniti? Interview mit Francois Goupil de Bouillé

Infiniti ist auf anderen Märkten eine echte Größe. Nur in Europa und speziell in Deutschland spielt der Premium-Ableger von Nissan nur eine untergeordnete Rolle. In Europa findet man sich mit 0.4% Marktanteil unter „ferner liefen“ wieder. Die Problemstellen sind klar: Mangelnde Flächenabdeckung durch Händler und in den vergangenen Jahren auch eine unstete Führungspolitik. Ob Fintan Knight oder Christian Blank, die Direktoren der Marke für Europa hielten sich oftmals nicht lange genug – um die gegebenen Interviews noch in der gleichen Position zu lesen. Hinzu kommt ein Portfolio an Fahrzeugen, dessen Akzeptanz auf Märkten wie den USA oder Fernost ausgeprägt ist, nicht aber in Europa! Baustellen über Baustellen. Das will François Goupil de Bouillé, seines Zeichen Vice President Infiniti EMEA-Region, nun ändern. Oder bereits zum Teil geändert haben.

Neue Modelle, mehr Händler und eine Zeitenwende

Interview mit François Goupil de Bouillé

Eine der Stärken von Infiniti ist die Kooperation mit Mercedes-Benz. Ein erstes Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen der Renault-Nissan Allianz und dem Deutschen Premium-Hersteller Mercedes-Benz ist der Infiniti Q30. Ein Kompaktmodell mit Wurzeln in Stuttgart und Paris, dennoch eigenständig und entwickelt für den Premium-Markt in Europa. Neben dem Q30 der bereits jetzt ein Großteil der Infiniti-Verkäufe ausmacht, steht noch die Kompakte Crossover-Variante QX30 in den Startlöchern. Gemeinsam mit der etablierten Limousine Q50, dessen Turbo-Benziner und Dieseltriebwerke, sowie das Automatikgetriebe, ebenfalls aus Mercedes-Entwicklung stammt, warten weitere spannende Fahrzeuge auf den Premium-Kunden. Das Q60-Coupé wartet nur noch auf die Markteinführung und wird ein sportlich-eleganter Gegner für den 4er von BMW sein und mit einem SUV-Concept (QX Sport) hat man im April in Peking einen Ausblick auf die nahe SUV-Zukunft bei Infiniti gegeben.

Test Fahrbericht025 Infiniti Q30s Fotos Axel Griesinger
Q30 und QX30 läuten bei Infiniti die Zeitenwende ein.

mein-auto-blog hat den Vice President für die EMEA-Region von Infiniti, François Goupil de Bouillé, in Frankfurt getroffen und über die Zukunft von Infiniti in Europa im allgemeinen und Deutschland im speziellen, gesprochen.

m-a-b: Was unterscheidet einen Infiniti Q30 von einer A-Klasse, mit der er sich so viele Komponenten teilt? 

François Goupil de Bouillé: Als erstes Mal ist es gut zu wissen, dass wir innerhalb der Renault-Nissan Allianz eine starke Basis für moderne Entwicklungen haben. Die Zusammenarbeit mit Herstellern wie Mercedes-Benz erlaubt unseren Entwicklern die Umsetzung von fantastischen Modellen. Ein Q30 lebt vor allem von seinem emotionalen Design und der besonderen Atmosphäre im Innenraum. Aber natürlich ist gerade die Kooperation mit Mercedes-Benz ein spannendes Instrument um den Kunden zu erklären, auf welchem Level sich eine Marke wie Infiniti befindet, aber dennoch möchten wir ein Automobil anbieten, für Menschen die sich vom Mainstream differenzieren wollen.

Mit dem Q30 scheint uns das auch sehr gut zu gelingen. Über 4.000 verkaufte Einheiten im ersten Quartal in Europa. 500 Q30 wurden in Deutschland verkauft. Der März war für Infiniti ein Rekordmonat.

m-a-b: Das größte Problem scheint jedoch die mangelhafte Flächenabdeckung an Händlern zu sein. Fährt man einen Q30 oder Q50 wird man oftmals auf das Fahrzeug angesprochen, doch die Menschen können mit dem Begriff Infiniti noch immer nichts anfangen. Und es gibt zu wenige Händler. 

François Goupil de Bouillé: Wir verfolgen einen eindeutigen Plan und der bedeutet auch, es wird keine Gemischwaren-Verkaufsräume geben. Es gibt eine Vielzahl an Anfragen von etablierten Autohäusern, die sich dafür interessieren, einen Infiniti-Store zu eröffnen. Mit dem Q30 sehen wir nun aber auch eine neue Zeitrechnung für uns. Der Q30 ermöglicht uns einen völlig neuen Zugang, gerade zum Deutschen Markt. Aktuell haben wir 9 Infiniti-Center in Deutschland, wir sehen ein Wachstum auf 20-30 in der nahen Zukunft (binnen 12-19 Monate) als umsetzbar an. Wobei es uns besonders wichtig ist, eine durchgehende Service- und Premium-Dienstleistung zu bieten. Infiniti steht noch immer für eine besondere Exclusivität, bei allen Wünschen nach Wachstum, müssen wir uns diese Exclusivität bewahren. Es wird daher keine gemischten Marken-Erlebnisse geben. Ein Infiniti-Verkaufsraum ist ein Infiniti-Verkaufsraum und auch bei Service & Wartung legen wir viel Wert auf das Infiniti-Erlebnis. In den nächsten 2 bis 4 Wochen soll sich die Anzahl der Service-Werkstätten auf 20 erhöht haben. Die Verträge hierfür sind unterzeichnet. Das Ziel sind rund 20 Händler und 30 Service-Center in der nahen, sehr nahen, Zukunft.

Wir differenzieren zwischen „Stores“ und „Service-Center“ und verfolgen auch einen Plan von so genannten Pop-Up-Stores. Infiniti-Verkaufsräume die in urbanen Gegenden öffnen und den besonderen Infiniti-Stil gekonnt umsetzen.

m-a-b: Manch ein „Herausforderer“ für Deutsche Premiumfahrzeuge will eigentlich nur auf dem Deutschen Markt vertreten sein. Wenn der Erfolg ausbleibt, bleibt er aus und manch dieser „Herausforderer“ akzeptieren dies. Ist das auch die Premium-Strategie von Infiniti?

François Goupil de Bouillé: Niemand hat auf Infiniti gewartet. Der Premium-Markt wird geradezu überrannt. Jeder will jetzt „Premium“ sein. Die Deutschen sind es, die Engländer und Franzosen wollen es sein. Wir sind die Herausforderer, wir müssen unser ganz eigenes Kapitel schreiben.

m-a-b: Ein ganz eigenes Kapitel war auch die Werbung mit der F1-Ikone Sebastian Vettel. Als er noch bei RedBull war, fuhr er dort ein Infiniti-Triebwerk. Was ist ihre Marketing-Strategie in diesem Bereich für die Zukunft? 

François Goupil de Bouillé: In der Formel 1 sind wir auch weiterhin der Hybrid-Experte. Wir bringen die Erfahrungswerte zum Thema Hybrid und entwickeln für die Renault-Triebwerke die Hybrid-Komponenten. Unser Q50 Hybrid ist unter den Hybrid-Fahrzeugen am Markt auch weiterhin der Hybrid mit der stärksten Performance. Wir fokussieren uns hier auf die Technik.  Um diesen Fokus zu kommunizieren und die eigene Wettbewerbsposition zu stärken, haben wir die Engineer Academy ins Leben gerufen. Es ist wie eine „Rennfahrer-Schule“, nur für Hochqualifizierte Techniker und Ingenieure.

Studenten aus Europa und Russland wird die Möglichkeit einer beispiellosen Karriere innerhalb der Formel Eins und im Bereich der Fahrzeugtechnik durch das F1-Werksteam und dem Premium-Automobilhersteller Infiniti geboten.

Über François Goupil de Bouillé:

Der gebürtige Franzose ist seit über 25 Jahren in der Automobilbranche tätig und seit 2014 Infiniti Vice President für Europa, den nahen Osten und Africa.

Vielen Dank François Goupil de Bouillé für das Gespräch

 

 

 

Infiniti QX Sport Inspiration – Ausblick auf das neue Mittelklasse-SUV

Mit dem Konzeptfahrzeug QX Sport Inspiration zeigt Infiniti auf der „Auto China“ (bis 4. Mai) in Peking einen Ausblick auf eine Neuauflage des seit 2009 angebotenen Mittelklasse-SUV QX50. Auf einer Länge von 4,60 Metern weist die seriennahe Studie auf ein deutlich sportlicheres Design als bisher hin.

Mit seiner kraftvollen Front inklusive aufrecht stehendem Kühlergrill, stark modellierter Seitenlinie und zum breiten Heck hin abfallendem Dach mit kleinem Heckfenster wirkt die Studie dynamischer als das aktuelle Modell
Mit seiner kraftvollen Front inklusive aufrecht stehendem Kühlergrill, stark modellierter Seitenlinie und zum breiten Heck hin abfallendem Dach mit kleinem Heckfenster wirkt die Studie dynamischer als das aktuelle Modell

Mit seiner kraftvollen Front inklusive aufrecht stehendem Kühlergrill, stark modellierter Seitenlinie und zum breiten Heck hin abfallendem Dach mit kleinem Heckfenster wirkt die Studie dynamischer als das aktuelle Modell. Der Innenraum wird geprägt von einer breiten Mittelkonsole und ein um den Fahrer herumgebautes Cockpit. Statt Rückbank hat das Konzept zwei Einzelsitze, die Serienversion dürfte aber weiterhin ein Fünfsitzer sein. Sie könnte 2017 auf den Markt kommen. Technische Details hat Infiniti noch nicht veröffentlicht. Beim kleineren QX30 setzen die Japaner dank einer Kooperation mit Mercedes auf die Technik des kompakten Mercedes GLA.

Der Innenraum wird geprägt von einer breiten Mittelkonsole und ein um den Fahrer herumgebautes Cockpit
Der Innenraum wird geprägt von einer breiten Mittelkonsole und ein um den Fahrer herumgebautes Cockpit

Zu den Konkurrenten des QX50 gehören Premium-SUV der Mittelklasse wie Porsche Macan oder Mercedes GLC. Nissans Edeltochter fährt hierzulande noch unter dem Radar, im vergangenen Jahr verkaufte Infiniti in Deutschland nach Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes gerade mal 1.057 Autos.

Infiniti QX30 – Teuer, aber günstiger als ein Mercedes GLA

Mit einem Basispreis von 38.600 Euro steht nun der Infiniti QX30 beim Händler. Der japanische Ableger des Mercedes GLA wird in Deutschland zunächst ausschließlich als Allrader mit starkem 125 kW/170-PS-Diesel und Doppelkupplungsgetriebe angeboten. Die „Premium“ genannte Basislinie umfasst unter anderem Klimaautomatik, Navigationssystem und Rückfahrkamera. Für 43.170 Euro gibt es das Modell „Premium Tech“ mit Nappaleder-Sitzen, Tempomat und Rückfahrkamera. Auf der kurzen Optionsliste finden sich unter anderem ein Premium-Audiosystem, Metallic-Lack und ein Panorama-Glasdach.

Der direkte Wettbewerber Mercedes bietet seinen GLA mit schwächeren Motoren und Frontantrieb schon ab knapp 28.000 Euro an. Infiniti hat sich für einen höheren und exklusiveren Einstieg entschieden. Eine detaillierte Ausstattungsliste liegt noch nicht vor, insgesamt scheint der QX30 aber mehr aufpreisfreie Technik an Bord zu haben als sein Teilespender. Der GLA kostet in der Variante mit vergleichbarem Antrieb 39.710 Euro

So fährt sich der Infiniti Q30 2.2 Diesel mit 170 PS

Stattliche 41.390 Euro kostet dieser Testwagen. Motorisiert mit dem „großen Diesel“ dazu das optionale Premium Tech Paket und die Ausstattungslinie „Gallery White“ gewählt, sowie den knapp 2.000 Euro teuren Allradantrieb geordert. Und selbst geschaltet wird dann auch nicht mehr.

Verwöhnt wird man dann jedoch mit Traktion auf allen Wegen, sowie viel Luxus aus weichem weißem Leder mit roten Nähten im Innenraum. Doch aufgepasst, derartig viel Ausstattung treibt das Gewicht des Q30 auf stattliche 1.622 kg. Da freut sich der Fahrer über 350 Nm aus 2,2 Liter Hubraum. Kaum hörbar nagelnd stehen die schon kurz über der Leerlaufdrehzahl zur Verfügung. Das serienmäßige Doppelkupplungsgetriebe gibt die Kraft geschmeidig in Richtung Asphalt weiter.  Und die Traktionsstarken 235/50er Pneus auf 18-Zoll-Alufelgen garantieren, dass der Q30 nach 8,5 Sekunden Landstraßentempo erreicht. Der Selbstzünder ist ein sehr angenehmer und durchaus sparsamer Begleiter (Infiniti verspricht kombiniert einen Verbrauch von 4,9 Liter) und passt hervorragend zum “Active Compact“ Konzept von Infiniti, das wir interpretieren als: „Hier sitzt Du ein wenig höher, fährst ein wenig entspannter, aber schaust trotzdem coupéartig dynamisch aus“.

Der Fahrzeugschein für den Infiniti Q30 2.2D

Verkaufsstart:  Ende 2015
Basispreis:  Ab 24.200 – 43.700 €
Motorleistung:  170 PS / 350 Nm
Antrieb und Getriebe:  Allradantrieb, 7-Gang Doppelkupplungsgetriebe
Beschleunigung: 8.5 Sekunden für 0-100 km/h
Verbrauch – kombiniert:  4.9l/100km
Höchstgeschwindigkeit:  215 km/h
Länge, Breite, Höhe, Radstand  4.425, 1.805, 1.495, 2.700 mm

Erfahren Sie mehr zum neuen Infiniti Q30 nach dem „klick“.

So fährt sich der Infiniti Q30 2.0 Turbo mit 211 PS

Aufgeladene 2,0l Benzinmotoren, das sind heutzutage so etwas, wie die Brot-und-Butter Antriebe vom Kleinwagen bis hin zu der oberen Mittelklasse. Das Schlagwort „Turbo“ ist dabei schon lange nicht mehr ein Inbegriff für Sportlichkeit, sondern der Garant für viel Drehmoment und wenig Verbrauch. Es ist aber auch nicht mehr dem Zwang zum Nebensatz: „Turbo läuft, Turbo säuft“.

Auch im neuen Q30 2.0T steckt so ein Antrieb. Unscheinbar verrichtet der von Mercedes-Benz übernommene 211 PS Motor im „Active Compact“ seinen Dienst. Hier bläst kein Wastegate spektakulär überschüssigen Ladedruck ab, hier nölt nur etwas belanglos der Vierzylinder seine Abgase zu den zwei Endrohren hinaus. Trotzdem fühlt sich dieser Antrieb genau richtig an.

Unaufgeregt liefert er seine Leistung ab und macht den Q30 bei Bedarf zu einem Landstraßen-Sprinter, um auf kurzen Geraden langsamere Verkehrsteilnehmer zu schnupfen. Da kommt Freude auf, auch wenn die versprochenen 6,7l Verbrauch dann nicht mehr realistisch sind.

Der Fahrzeugschein für den Infiniti Q30 2.0T

Verkaufsstart:  Ende 2015
Basispreis:  Ab 24.200 – 43.700 €
Motorleistung:  211 PS / 350 Nm
Antrieb und Getriebe:  Allradantrieb, 7-Gang Doppelkupplungsgetriebe
Beschleunigung:  7.3 Sekunden für 0-100 km/h
Verbrauch – kombiniert:  6.7 l/100km
Höchstgeschwindigkeit:  230 km/h
Länge, Breite, Höhe, Radstand  4.425, 1.805, 1.475, 2.700 mm

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Yoidesu! Erste Fahrt im neuen Infiniti Q30

Stellen sie sich vor, sie wären Automobilhersteller. Erweitern sie diese Vorstellung um die Tatsache, dass sie ein relativ junges Unternehmen sind, erst 1989 gegründet und dass sie 2015 immerhin etwas mehr als 200.000 Einheiten weltweit verkaufen werden. Seit Anbeginn ist Nordamerika ihr wichtigster Markt und seit ein paar Jahren klappt auch der Verkauf in China immer besser. Kein Wunder, schließlich setzen sie voll und ganz auf Premium. Nur in Europa, da kennt man sie eigentlich gar nicht. Schade, wenn man bedenkt, dass gerade dort der Absatz von Premium Produkten speziell im C-Segment über die nächsten Jahre deutlich wachsen soll. Noch viel ärgerlicher: Sie haben nicht einmal eine Plattform, auf der sie ein solches Fahrzeug entwickeln könnten. Da hilft es ihnen als Luxus-Ableger einer großen japanischen Marke nicht einmal, dass sich ihre Konzernmutter um die Jahrtausendwende mit einem ebenfalls großen französischen Hersteller zu einem richtig großen Konzern verbandelte. Es fehlt einfach eine vernünftige Premium-Plattform. „Ja, aber“ fällt ihnen da ein „da war doch was“. Richtig, die Allianz mit dem Premium-Hersteller Mercedes-Benz. Denn sie heißen Infiniti, sind Tochter von RenaultNissan und wollen mit ihrem neuen Fahrzeug auf der modularen Frontantriebsarchitektur (MFA) von Mercedes endlich auch in Europa durchstarten. Und autohub.de sagt ihnen, ob das mit dem Q30 genannten Kompaktfahrzeug klappen könnte.

Der Japaner mit dem schwäbischen Dialekt – Ein ganz neuer Stil in der Premium-Golfklasse?

Der neue Infiniti Q30 im ersten Fahrbericht

Zugegeben, wir wissen, unsere Herleitung zur Marke Infiniti war nicht einfach, doch sie ist wichtig, um zu verstehen, wo die japanische Edelmarke heute steht und wohin sie möchte. Klar, wie jeder Hersteller will auch Infiniti mit dem Verkauf von Autos Geld verdienen. In Deutschland gelingt das Infiniti mit derzeit rund 1.000 veräußerten Einheiten pro Jahr definitiv nicht. Mit dem ab Januar 2016 erhältlichen Q30 könnte sich das jedoch schlagartig ändern. „Schuld“ daran ist vor allen Dingen ein Gen-Pool aus dem Schwabenland. Infiniti macht keinen Hehl daraus, dass der Q30 auf der Mercedes-Benz Frontantriebsplattform basiert, auf der auch A-Klasse und GLA erfolgreich im Segment der unteren Mittelklasse am Start sind. Und genau zwischen A und GLA positionieren die Japaner ihr jüngstes Produkt auch, wobei Bodenfreiheit, Sitzhöhe und Bauhöhe sich mehr am Daimler Crossover orientieren. Dies verdient durchaus eine Erwähnung, denn 2016 wird auch noch ein QX30 nachgeschoben, der sich dann als echtes SUV mit robusterem Erscheinungsbild oberhalb des GLAs positionieren will.

Test Fahrbericht047 Infiniti Q30s Fotos Axel Griesinger
Links: Das „Kompakt-SUV“ GLA von Mercedes-Benz. Rechts der neue Infiniti Q30. Beide teilen sich viele Komponenten der Plattform.

Respekt und Attacke in der Golfklasse
Diese leichte Positionierungsschwäche deutet vielleicht auf den Respekt hin, den die Japaner vor dem europäischen Kompaktmarkt haben, darum auch keinen Frontalangriff auf Golf & Co. wagen wollen und sich lieber noch ein wenig in der Crossover Ecke ducken. Nur zu gut erinnert sich Mutter Nissan bestimmt noch an das Debakel in Europa mit dem Tiida, von dem man sich mit dem Nachfolger Pulsar nur langsam erholt. Wahrscheinlich waren diese Erfahrungen auch ausschlaggebend, warum man den Q30 nicht einfach auf die äußerst erfolgreiche Plattform von Qashqai und X-Trail für den Angriff ins Premium Segment setzte. Ein Premium Schuss in dieser Klasse muss beim ersten Anlauf sitzen und dafür bieten die Schwaben in ihrem Bauchladen schon eine vorzügliche Auswahl von Motoren und Getrieben, die den Q30 vor allen Dingen eins machen: souverän.

Test Fahrbericht034 Infiniti Q30s Fotos Axel Griesinger
Ein wertiges Cockpit. Der Premium-Anspruch des Q30 wird ganz deutlich!

Getriebe mit Gefühl
Doch der Q30 ist mehr als nur ein umgestalteter GLA. Da man schon früh in die Entwicklung der Plattform mit eingebunden war, konnten auch eigene Wünsche eingebracht werden, die durchaus spür- und fühlbar sind. Beispiel gefällig? Das Doppelkupplungsgetriebe, das mit nahezu allen angebotenen Motorisierungen kombinierbar ist, schaltet spürbar sanfter. Wo speziell die A-Klasse manchmal etwas ruppig eine der sieben Fahrstufen durch die Getriebeglocke rammt, fühlt sich das gleiche Bauteil im Q30 fast so verschliffen an, wie bei einem Wandlergetriebe, was durch eine Drehzahlanhebung beim Gangwechsel auch akustisch untermalt wird.

Test Fahrbericht041 Infiniti Q30s Fotos Axel Griesinger
Prägnante Tagfahrlicht-Signatur am Q30.

Premium Sound
Die Verwandtschaft setzt sich jedoch auch im Innenraum fort. Wer jemals in den letzten drei Jahren in einer A-, B-, CLA- oder GLA-Klasse unterwegs war, wird nun im Q30 viele Bauteile wiedererkennen: Fensterheber, Spiegelverstellung, Lenkrad Multifunktionstasten, elektrische Sitzverstellung, Lenkstockhebel, Bedienleiste in der Mittelkonsole oder Infodisplay im Cockpit sind nahezu 1:1 aus dem Mercedes Teilelager in den Q30 gewandert. Nur der Griff zum Getriebewählhebel geht für die Daimler Fahrer/innen ins Leere, denn die Gangwahl findet im Infiniti auch bei den Automatikvarianten klassisch in der Mittelkonsole statt und nicht rechts hinterm Lenkrad. Jedoch ist auch hier ein überraschender Unterschied fühlbar: die Materialanmutung wirkt stellenweiser hochwertiger als bei den „das Beste oder Nichts“ Vertretern. Dazu zählen vor allen Dingen in den aufpreispflichtigen „Premium“ oder „Sport“ Varianten der Alcantara-Dachhimmel sowie viel feines Leder auf Armaturenbrett und Türverkleidungen. Dadurch wird der Innenraum fast zur Wohlfühloase verwandelt, was zusätzlich noch durch einen auffallend geringen Geräuschpegel im Innenraum unterstrichen wird. Dies haben die Infiniti Entwickler durch den intensiven Einsatz von geräuschabsorbierenden Materialien und einem Active Noise Cancellation System (ausschließlich im 2,2l Diesel Serie) erreicht, das über vier Türlautsprecher aktiv Schallwellen emittiert, um dem Verbrennungsgeräusch des Selbstzünders entgegenzuwirken. Nur das verbaute Gestühl trübt an dieser Stelle das Gesamtbild. Ihm fehlt es an Länge in der Oberschenkelauflage und an Tiefe in der Sitzposition für das völlig relaxte Cruisen. Keinen Abbruch tut die Sitzposition jedoch bei der Bedienung des Infotainment Systems, bei dem die Japaner auf ihre eigene Entwicklung vertrauen. Dies bringt im Vergleich zum Daimler Bedienkonzept Vor- und Nachteile mit sich. Zum einen kann das (heutzutage fast schon klein wirkende) sieben Zoll Display per Sprache, Drehrad und Touchscreen in der Mittelkonsole bedient werden, jedoch wirkt das Navigationssystem etwas träge bei den Routenhinweisen und den Graphikwechseln bei den Detailansichten.

Test Fahrbericht012 Infiniti Q30s Fotos Axel Griesinger
Modernes Design. Mutiges Design.

Dämpft sich gut!
Sehr angenehm fällt hingegen das Fahrwerks Setup auf. Selbst in der 20 mm tiefer gelegten Sport-Variante will der Q30 kein Dynamiker sein und seine Insassen mit grober Härte bestrafen. Trotzdem ist der kompakte Infiniti kein Kurvenverweigerer und zieht speziell als Allradvariante stoisch durch jeden Kurvenradius, so dass einem sogar das eine oder andere Mal ein fahrspassiges Schmunzeln über das Gesicht huscht. In Summe ist der Q30 also ein sehr ausgewogenes Auto, das mit seinem extrovertiertem Design auffallen und mit einer großen Anzahl von Motorisierungsmöglichkeiten glänzen möchte. Los geht es mit einem 1,5l Diesel mit 109 PS. Topmotorisierung ist ein 211 PS starker Turbo-Benziner, der ausschließlich mit Automatik und Allrad angeboten wird. Optional ist der Vierradantrieb ansonsten nur noch für den 2,2l Selbstzünder mit 170 Pferdestärken erhältlich. Dazwischen liegen noch zwei 1,6l Benziner mit 122 bzw. 156 PS. Wer sich bei den kleineren Mercedes-Benz Antrieben auskennt, dem werden all diese Vierzylinder-Aggregate bekannt vorkommen, denn vom Stern oder vom Renault Rombus werden sie beigesteuert.

Premium im Preis
Durchaus selbstbewußt sind dabei die Preise der Japaner. Bei 24.200 Euro geht es mit der Basis beim Q30 los, ausgestattet mit dem kleinsten Benziner. Die Spitze der Fahnenstange ist danach erst bei 43.720 Euro erreicht für den Q30 Sport mit der City Black Edition und dem stärksten Benziner. Infiniti macht sich somit preislich genau zwischen der technischen Verwandtschaft von A- und GLA-Klasse breit. Doch man muss die Preisfindung der Japaner relativieren, denn speziell mit der opulenten City Black Edition erhält der Kunde quasi eine Vollausstattung, die nicht nur auf Luxus setzt, sondern auch auf Sicherheit. Dazu gehören Totwinkel-Warner, Spurhalteassistent, Auffahrwarnsystem mit Notbrems-Assistent, adaptiver Tempomat mit automatischer Einhaltung des gewählten Abstandes zum vorausfahrenden Fahrzeug, Verkehrszeichenerkennung, LED Scheinwerfer und ein automatischer Parkassistent samt Rundumsicht-Monitor, um nur ein paar Highlights zu nennen.

Test Fahrbericht023 Infiniti Q30s Fotos Axel Griesinger

Fazit: Yoidesu!

Der Infiniti Q30 bietet eine polarisierende Abwechslung im C-Segment!
Yoidesu! Das ist japanisch und bedeutet: Gut! Und das ist ganz klar der erste Eindruck. Mindestens!

Eine leicht erhöhten Sitzposition in Verbindung mit einem coupéartigen Erscheinungsbild ist derzeit schwer nachgefragt und weil der Q30 nicht nur diesen Wunsch erfüllt, kann autohub.de dem neuen Infiniti Q30 mit seinem Claim „Active Compact“ durchaus gute Marktchancen attestieren.

Wäre da nicht ein „klitzekleines“ Problem: in Deutschland gibt es aktuell nur sechs(!) Infinti Händler (Bremen, Hamburg, Berlin, Frankfurt, Dresden, Düsseldorf). Dieser Umstand bremst den Erfolg des durchaus gelungenen Q30 vom Start weg. Das weiß man auch in der Firmenzentrale in Hongkong und arbeitet derzeit fieberhaft an der Erweiterung des Händlernetzes. Hoffentlich mit schnellem Erfolg.

 

 

News: Infiniti Q30 – Nach europäischem Geschmack

Nissans Edel-Tochter Infiniti hat auf der Internationalen Automobilausstellung mit dem Q30 ihr erstes Kompakt-Modell vorgestellt und will damit vor allem in Europa auf Kundenfang gehen. Der Fünftürer wird Ende des Jahres hierzulande auf den Markt kommen. Der Einstiegspreis für die Benzinerversion beginnt ab 24.200 Euro, mit Dieselantrieb startet das SUV ab 26.250 Euro.

Entstanden ist der Q30 im Rahmen der Kooperation von Renault-Nissan mit Daimler. Er nutzt die Technik der aktuellen Mercedes A-Klasse, deshalb wird es für den Japaner auch Front- beziehungsweise Allradantrieb, Vierzylindermotoren und Siebengang-Automatik geben. Optisch hat sich Infiniti klar am Q30 Concept orientiert, das bereits vor zwei Jahren auf der IAA gezeigt wurde. Produziert wird der neue Infiniti beim Mutterunternehmen Nissan im britischen Werk Sunderland.

Zum Start bieten die Japaner die vollausgestattete Edition Q30 City Black Edition für 31.670 Euro an. Ab Mitte September beginnt der Verkauf für das nur in Europa erhältliche Sondermodell.

Autor: Adele Moser/SP-X

News: Infiniti QX70 Ultimate – Sondermodell für die letzte Runde

Mit zahlreichen Design-Extras wartet das SUV-Sondermodell Infiniti QX70 Ultimate auf. Erkennungszeichen des großen Allraders sind unter anderem Heckdiffusor, Frontsplitter und 21-Zoll-Felgen. Innen gibt es Ledersitze mit violetten Ziernähten und schwarzen Klavierlack. Für den Antrieb stehen ein 3,7-Liter-V6-Benziner mit 235 kW/320 PS sowie ein 175 kW/238 PS starker 3,0-Liter-Diesel zur Wahl. Die Preise starten bei 64.250 Euro.

Der QX70 ist das Top-Modell von Nissans Edel-Tochter. Bis 2012 hieß der auffällige schwungvoll gestaltete Porsche-Cayenne-Konkurrent noch Infiniti FX. Für die zweite Jahreshälfte 2016 wird ein Nachfolger erwartet.

Autor: Holger Holzer/SP-X

News: Infiniti Q30 – Europa ins Blech geschneidert

Ausdrucksstark und sportlich: So geht Infinitis neuer Q30 zunächst in Europa auf Kundenfang. Premiere feiert das Kompaktmodell auf der IAA in Frankfurt (19. bis 27. September). Ein erstes Bild zeigt ein erwachsenes, leicht verspieltes Design, das aber einen sportlichen Eindruck vermittelt.

Auf den Markt kommt das erste Kompaktfahrzeug der Nissan-Edelmarke Ende des Jahres zunächst in Europa, später im Rest der Welt. Der Fünftürer ist im Rahmen der Kooperation von Renault-Nissan mit Daimler entstanden und nutzt Technik der aktuellen Mercedes-Benz A-Klasse. Entsprechend wartet der Q30 mit Front- beziehungsweise Allradantrieb, Vierzylindermotoren und Siebengang-Automatik auf. Gebaut wird das neue Einstiegsmodell der Marke bei Nissan im englischen Sunderland.

Neben dem Q30 wird Infiniti auch eine SUV-Variante unter dem Namen QX30 anbieten. Preise sind noch nicht bekannt. Üblicherweise bleiben die Japaner in Deutschland in dieser Hinsicht leicht unter Mercedes-Niveau und bieten zudem eine umfangreichere Ausstattung. Die Mercedes A-Klasse startet aktuell bei knapp 25.000 Euro.

Der Q30 ist das erste Infiniti-Modell aus der Kooperation mit Daimler. Aus der Zusammenarbeit mit Renault gibt es schon den Kangoo (Mercedes Citan) und Twingo (Smart Forfour). Zudem nutzt die A-Klasse Motoren der Franzosen. Bereits angekündigt ist darüber hinaus die Produktion eines Mercedes-Pick-ups auf Basis des Nissan Navara.

Autor: Hanne Lübbehüsen/SP-X

News: Infiniti Q30 – Nippon-A-Klasse auf der IAA

Der Infiniti Q30 feiert auf der IAA in Frankfurt (19. bis 27. September) Premiere. Auf den Markt kommt das erste Kompaktmodell der Nissan-Edelmarke Ende des Jahres zunächst in Europa, später im Rest der Welt. Der Fünftürer ist im Rahmen der Kooperation von Renault-Nissan mit Daimler entstanden und nutzt Technik der Mercedes-Benz A-Klasse. Entsprechend wartet der Q30 mit Front- beziehungsweise Allradantrieb, Vierzylindermotoren und Siebengang-Automatik auf. Gebaut wird das neue Einstiegsmodell der Marke bei Nissan im englischen Sunderland.

Vor zwei Jahren auf der IAA gab es bereits eine Studie des Q30 zu sehen
Vor zwei Jahren auf der IAA gab es bereits eine Studie des Q30 zu sehen

Neben dem Q30 wird Infiniti auch eine SUV-Variante des Kompaktmodells unter dem Namen QX30 anbieten. Der Ableger des Mercedes GLA dürfte in der zweiten Hälfte 2016 starten. Preise für die Modelle sind noch nicht bekannt. Üblicherweise bleiben die Japaner in Deutschland in dieser Hinsicht leicht unter Mercedes-Niveau und bieten zudem eine umfangreiche Ausstattung. Die Mercedes A-Klasse startet aktuell bei knapp 25.000 Euro.

Der Q30 ist das erste Infiniti-Modell aus der Kooperation mit Daimler. Bei Renault gibt es in Kangoo (Mercedes Citan) und Twingo (Smart Forfour) bereits gemeinsame Modelle. Zudem nutzt die A-Klasse bereits Motoren der Franzosen. Bereits angekündigt ist darüber hinaus die Produktion eines Mercedes-Pick-ups auf Basis des Nissan Navara.

Autor: Holger Holzer/SP-X

News: Mit dem Infiniti QX80 durch die Emirate – Nashorn im Smoking

BMW plant einen X7, Audi stellt dem neuen Q7 bald einen Q9 zur Seite und Mercedes rückt den GL näher an die S-Klasse – auch diesseits von Bentley und Rolls-Royce können Geländewagen offenbar gar nicht groß und luxuriös sein. Während die deutschen Nobelmarken in dieser Kategorie noch einen gewissen Nachholbedarf haben, sind die vornehmen Töchter der japanischen Massenhersteller für den Boom auf der Buckelpiste bereits gerüstet und profitieren davon entsprechend. Zumindest am anderen Ende der Welt.

Kaum jemand weiß das besser als Jürgen Schmitz. Denn der deutsche Manager ist Statthalter für die noble Nissan-Schwester Infiniti im arabischen Raum und hat entsprechend gut Lachen: Während seine Kollegen in Europa im letzten Jahr gerade einmal 3.900 Autos verkauft haben, stehen in seiner Bilanz rund 7.500 Autos und mit einem Marktanteil von knapp sechs Prozent steht er im Infiniti-Imperium weltweit an Nummer Zwei.

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Diesen Erfolg verdankt er vor nicht zuletzt dem urgewaltigen QX80, der sich Dubai, Abu Dhabi und andernorts in den Emiraten wacker gegen die Übermacht von Range Rovern und G-Klassen behauptet. Denn in einer Region, in der die Straßen breit und die Wüsten weit sind, ist man einfach gut aufgehoben in einem Geländewagen, der außen so imposant ist wie die Hochhäuser in der Sheik Zayed Road, innen so viel Platz bietet wie ein Beduinenzelt, es in Sachen Luxus mit den Palästen der Scheichs aufnehmen kann und sich auf Knopfdruck so weit herunter kühlen lässt wie das Regionallager von Bofrost.

5,3 Meter lang, 2,7 Tonnen schwer und von einem 5,6 Liter großen Achtzylinder angetrieben, mag das Auto für europäische Maßstäbe alle gängigen Dimensionen sprengen. Doch in Dubai, Katar oder dem Oman fühlt man sich darin ausgesprochen gut aufgehoben. Weich gebettet in einem von sieben dicken Ledersessel gefühlte drei Meter über dem Boden steht man buchstäblich über den Dingen und verliert deshalb nie den Überblick. Wie ein Elefant im Streichelzoo wirkt man plötzlich schier unverwundbar, wenn ein paar Kleinwagen um einen herum flitzen. Und es dauert keine 20 Kilometer, schon ist man so tief in die wohlige Welt aus Lack und Leder hinab gesunken, dass der Alltag immer weiter an die Wahrnehmungsgrenze rückt und einen die schläfrige Gelassenheit erfasst, die den Wüstensöhnen zu eigen ist.

Vorn thront man in Ledersesseln von Pullman-Format, hinten hat man mehr Beinfreiheit als in einer Mercedes E-Klasse und selbst die dritte Reihe ist geräumiger als die zweite in einem VW Tiguan. Dazu gibt es quadratmeterweise samtweiches Leder, vornehme Holzkonsolen und für die niedrigen Hilfstätigkeiten so viele Elektromotoren, dass andere damit ganze Autos antreiben könnten. Allein der Fahrersitz lässt sich zehnfach verstellen, die Plätze sechs und sieben falten sich auf Knopfdruck in den Wagenboden, und natürlich verstellt man auch das Lenkrad mit einem leisen Surren. Nur der Fußhebel für die Feststellbremse wirkt da seltsam antiquiert.

Hinter dem wuchtigen Bug und seinem imposanten Chrom-Ornat, das den QX80 aussehen lässt wie ein Nashorn im Smoking, steckt ein traditioneller V8-Motor mit 5,6 Litern Hubraum. Dieses Triebwerk ist wie gemacht für die Emirate. Denn mit 400 PS und 560 Nm kann man hinreichend Eindruck schinden und den Giganten wenn es sein muss unter wütendem Geheul auch überraschend schnell auf Trab bringen. Immerhin wuchtet das Kraftpaket den Koloss in knapp acht Sekunden auf Tempo 100 und schafft zur Not über 200 Sachen. Aber vor allem kann man damit wunderbar gelassen über die breiten Wüstenpisten cruisen und sich dann darüber wundern, dass die Sitzlüftung fast lauter ist als das Kraftwerk unter der Haube.

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Dass der riesige Tank dabei für kaum mehr als 400 Kilometer reicht, dass die Bremsen nicht unbedingt darauf ausgelegt sind, den fast drei Tonnen schweren Koloss in Rekordzeit zu stoppen, dass man beim Lenken die Weitsicht eines Tankerkapitäns braucht und dass die riesigen Sitze und Sofas so wenig Seitenhalt bieten, dass man sich hinten am besten zwischen der Tür und der riesigen Mittelarmlehne festklemmt, wenn es mit dem Fahrer mal durchgehen sollte, das stört dabei keinen. Denn wer wirklich sportlich fahren möchte in den Emiraten, der hat auch genügend Geld, sich neben einem Luxus-SUV noch einen echten Sportwagen als Spielzeug zu leisten. Autos wie der QX80 dagegen sind so etwas wie der VW Golf des gemeinen Scheichs und passen perfekt in ein Land, in dem der schöne Schein wichtiger ist als alles andere, der Liter Sprit keine 50 Cent kostet und man offiziell ohnehin nicht schneller als 120 km/h fahren darf.

Zwar weiß Schmitz um die Bedeutung des QX80 für sein ehrgeiziges Ziel, den weltweit größten Infiniti-Marktanteil zu erreichen. Und natürlich helfen ihm dabei auch der unkonventionelle QX60 als eigenwillige Kreuzung zwischen Van und SUV, der in Dubai fast schon handliche QX70 sowie die Limousinen der Q50 und Q70. Doch damit er es tatsächlich an die Spitze der Tabelle schafft, hat er noch ein paar Wünsche offen. Zum Beispiel eine sportliche Luxuslimousine wie die in Paris gezeigte Studie Q80, die gut zum schillernden Schaulaufen am Golf passen würde. Weil das aber, wenn überhaupt, erst in ein paar Jahren klappt, baut er weniger auf Schützenhilfe aus Japan als auf Unterstützung aus Stuttgart. Schließlich kooperiert Konzernmutter Renault-Nissan mit Daimler und denkt dabei immer wieder auch mal an Infiniti.

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Diese Hoffnung ist eine der wenigen Gemeinsamkeiten mit seinen Infiniti-Kollegen in Europa. Aber sie richtet sich auf ganz unterschiedliche Modelle. Während der Vertrieb bei uns sehnsüchtig auf die ersten Infiniti-Kleinwagen als Ableger von Mercedes A-Klasse und GLA wartet, hofft Schmitz auf ein paar dicke Dinger aus dem Daimler-Imperium und liebäugelt mit stärkeren Motoren, die seinetwegen gerne auch ein AMG-Logo tragen dürften. „Denn ein paar Performance-Modelle würden hier am Golf gut in unser Portfolio passen“, sagt der Deutsche in Dubai und muss darauf womöglich gar nicht mehr lange warten. Im November ist Motorshow in Dubai und eine lose Einladung hat er dazu schon ausgesprochen.

Autor: Benjamin Bessinger/SP-X

News: Infiniti Q70 – Hybrid Elektrisierter Exot

Gegen den VW Golf anzutreten, ist in Deutschland schon schwer. Aber es gibt hierzulande kaum eine größere Herausforderung, als es ausgerechnet in ihrer Heimat mit den noblen Geschäftslimousinen aus dem Süden aufzunehmen. Mercedes E-Klasse, BMW 5er, Audi A6 – das ist eine Bastion, an der sich schon mächtigere Marken als Infiniti die Zähne ausgebissen haben. Doch die Japaner geben nicht klein bei und stellen sich dem aussichtslosen Wettbewerb. Wer also partout mal was anderes fahren will und schon einen Lexus GS für ein gewöhnliches Auto hält, dem sei der Infiniti Q70 empfohlen. Vor drei Jahren noch als M-Serie präsentiert, wurde er jetzt zum Jahreswechsel ein wenig überarbeitet und ist so ziemlich die exotischste und exklusivste Alternative, die man in der gehobenen Business-Klasse fahren kann – nicht umsonst wurden im letzten Jahr gerade einmal 44 Exemplare zugelassen.

Dabei ist das Auto durchaus ein Statement – von außen, weil die Limousine mit ihren 4,98 Metern ein stattliches Format hat und nicht erst seit der serienmäßigen Einführung der LED-Scheinwerfer zur Modellpflege frischen Glanz ins Einerlei der gehobenen Mittelklasse bringt. Von innen, weil alles zwar ein bisschen barock und schwülstig aussieht, aber dafür piekfein gestaltet und auf maximalen Verwöhnkomfort ausgelegt ist. Und unter der Haube, weil dort ein Hybrid-Antrieb steckt, der um Längen mehr Spaß macht als die Doppel-Herzen, die bislang bei Audi und bei Mercedes angeboten wurden. Ein V6-Motor mit 3,5 Litern Hubraum und 225 kW/306PS und eine E-Maschine von 50 kW/68 PS – dieses Paket kann sich sehen lassen.

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Natürlich geht es auch Infiniti beim elektrischen Hilfstriebwerk ums Sparen – nicht umsonst erzählen die Japaner stolz von mageren 6,2 Litern Normverbrauch. Dafür haben sie sogar einen Eco-Modus programmiert, bei dem sich das Gaspedal so zäh und teigig anfühlt, dass man den Fuß gar nicht mehr darauf abstellen möchte. Und wer das Pedal sanft genug streichelt, der kann sogar ein, zwei Kilometer rein elektrisch durch die Stadt surren, wenn er sich nicht am genervten Blick der ungeduldigen Hintermänner stört.

Doch schon wenn man in den Normalmodus wechselt, zeigt der Q70 sein wahres Gesicht und das Tandem spannt merklich die Muskeln an. Dreht man den Fahrregler noch eine Raste weiter, wird es tatsächlich richtig sportlich – dann spürt man die Systemleistung von 268 kW/364 PS und mehr noch das gemeinsame Drehmoment von 546 Nm und der Sparer wird zum Sportler. Von 0 auf 100 in 5,3 Sekunden, spielend auf 250 km/h und Überholen mit einem Wimpernschlag – da soll noch einer sagen, Hybrid-Autos seinen Spaßbremsen. Nur mit dem Sparen ist das dann halt so eine Sache – einstellig jedenfalls fährt den Q70 auf diese Weise natürlich nicht.

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Zwar macht der Hybrid zumindest diesseits des nervigen Öko-Modus einen rund herum gelungenen Eindruck. Doch das beste Argument gegen den Teilzeitstromer liefern die Japaner selbst – mit ihrem Diesel. Erst recht, seitdem sie mit dem Facelift den 238 PS starken V6-Motor hinaus geworfen und durch einen 2,2 Liter-Motor mit 170 PS ersetzt haben. Der ist zwar nicht ganz so stark und spritzig wie der Benzin-Elektrische Doppelpack, ist aber mit einem Normverbrauch von 4,9 Litern noch sparsamer und nach einer Preissenkung um rund 10.000 Euro obendrein deutlich billiger. Denn statt mindestens 57.300 Euro gibt es ihn schon ab 44.500 Euro.

Autor: Benjamin Bessinger/SP-X

Test: Infiniti Q50s Hybrid mit Allradantrieb

Da stellt die Tochter eines großen Automobil-Herstellers eine Limousine auf die Räder, die progressiver im Design ist als die aktuelle C-Klasse. Sich dynamischer fahren lässt als ein Dreier BMW und mehr Fortschritt durch Technik unter das Blech packt als ein Audi - und? Kaum einer kennt diese Limousine. Und beim Absatz bleiben die Zahlen hinter allen Erwartungen zurück. Warum is…