Autofahren bei Sonnenschein – Vorsicht ist besser als Sonnenbrand

Cabrio-Fahrer wissen meist um die Gefahren der Sonne. Doch auch Nutzer geschlossener Pkw sollten im Sommer nicht leichtfertig werden.

Kaum wagen sich die ersten Sonnenstrahlen heraus, sieht man sie wieder: Cabrios mit geöffnetem Dach. Mittel- und nordeuropäische Autofahrer lieben die Sonne und nutzen ihr Gefährt zum Sonnenbaden. Doch das Frischluft-Sonnen birgt Gefahren.

Besonders nach einem nasskalten Frühjahr sind bei schönem Wetter zahlreiche sonnenhungrige Autofahrer unterwegs. Doch sollte man auch die Strahlkraft der Frühjahrsonne nicht unterschätzen. Vor allem in offenen Autos verliert man aufgrund des Fahrtwinds schnell das Gefühl dafür. Die Folgen sind offensichtlich: Sonnenbrand und Sonnenstich hat man schneller als vermutet. Cabrio-Fahrer sollten daher nie ohne entsprechenden Hautschutz durch Cremes auf Reise gehen. Ganz wichtig: die passende Kopfbedeckung. Diese wird durch Hut, Schal oder Kappe erreicht. Besonders Fahrer mit spärlichem Haarwuchs sollten auf ihre Kopfhaut achten.

Wer glaubt, im geschlossenen Fahrzeug sicher vor den Gefahren der Sonneneinstrahlung zu sein, liegt nicht ganz richtig. Zwar schirmt die Frontscheibe alle UV-Strahlen ab. Die Seitenscheiben sowie die Heckscheibe absorbieren aber nur die aggressiven UVB-Strahlen, die UVA-Strahlung wird hingegen nur wenig abgeschwächt und kann zu einem großen Teil ungefiltert durch die Scheiben dringen.

Um sich zu schützen sollten vor allem Arme und Gesicht mit Sonnenschutzcreme eingerieben werden. Auch langärmelige Kleidung aus leichtem, luftdurchlässigem Stoff hilft. Auf der Rückbank können Insassen durch spezielle Sonnenschutzsegel an den hinteren Seitenfenstern geschützt werden. Dies ist besonders bei kleinen Kindern wichtig, deren Haut viel anfälliger ist.

Besonders wichtig nicht nur auf langen Urlaubsreisen mit dem Auto ist die richtige Sehhilfe. Damit grelles Licht und Reflektionen die Sicht nicht einschränken, benötigen Autofahrer eine Sonnenbrille in der richtigen Stärke. Empfehlenswert sind Modelle mit Gläsern, die braun oder grau getönt sind. Sie verfälschen den Farbeindruck am wenigsten, so dass das Kontrastsehen von Ampeln, Bremslichtern oder Schildern gut gelingt. Trendige Tönungsfarben in Gelb, Grün oder Rot können die Farberkennung erschweren. Natürlich dürfen die Gläser nicht zu stark getönt sein.

Selbsttönende Gläser eignen sich nur bedingt, da die Autoscheiben bereits die UV-Strahlung filtern und so verhindern, dass die Brillengläser sich automatisch abdunkeln. Fahrer ohne Sehschwäche sowie Kontaktlinsenträger können sich für ein herkömmliches Sonnenbrillenmodell entscheiden. Auch Kontaktlinsenträger sollten eine Sonnenbrille tragen. Die kann auch einen positiven Nebeneffekt haben: Denn Zugluft und Luft aus der Klimaanlage können dazu führen, dass Kontaktlinsen austrocken und die Augen dadurch gereizt werden oder ermüden.

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