Falschparker einfach per App melden

Für die einen ist es Denunziantentum, für die anderen eine Notwendigkeit: Parksünder anzeigen und zur Kasse bitten. Mit neuen Apps wird es jetzt noch einfacher, diejenigen anzuzeigen, die falsch parken. Wegeheld, i-Ticket und Park Collect heißen die Anbieter dieser Apps, die höchst umstritten sind. Sie wollen mit ihren Apps aber nicht nur gewerbliche Betreiber eines Parkplatzes, sondern auch gezielt Privatpersonen ansprechen.

Die Parkplätze überwachen

Falschparker melden – wer als Privatperson dabei erwischt wurde, konnte sich in der Nachbarschaft nicht mehr sehen lassen. Dabei ist die Reaktion derjenigen, die Parksünder melden, zugleich verständlich. Besonders in den Innenstädten sind Parkplätze rar und wer immer wieder erleben muss, dass sein gemieteter Parkplatz vor dem Haus ständig von anderen Autos besetzt ist, dem platzt irgendwann mal der Kragen. Alle, die sich wehren wollen, müssen sich nur die App auf ihr Smartphone laden und können sich dann registrieren. Wird ein Falschparker gesichtet, wird er mithilfe der App fotografiert und gemeldet.

Es gibt ein „Kopfgeld“

Für den schnellen und unkomplizierten Vorgang verspricht ein Unternehmen wie Euro Collect eine Art „Kopfgeld“ von immerhin 40,- Euro. Diese Kosten werden an den Falschparker weitergegeben, aber wie hoch die eigentliche Strafgebühr fürs falsche Parken ist, wird nicht verraten. Die Idee stammt aus England, wo i-Ticket nach dem gleichen Prinzip „arbeitet“. Einen Unterschied macht nur die Höhe des „Kopfgeldes“, denn in England gibt es nur umgerechnet 11,50 Euro.

Kontroverse Diskussionen

Auch der deutsche Entwickler Wegeheld ist mit im Spiel und das schon seit sechs Jahren. Wegeheld bietet an, Parksünder öffentlich zu machen und anschließend dem Ordnungsamt zu melden. Aber Wegeheld geht noch ein Stück weiter und bietet eine Übersichtskarte, wo überall falsch geparkte Wagen zu finden sind. Die Karte kann sich jeder bei Twitter ansehen, allerdings ist das Kennzeichen der Wagen aus Datenschutzgründen geschwärzt. Die Farbe sowie die Marke des Autos können aber über die App dem zuständigen Amt gemeldet werden.

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