Werbung: Oh lala, Monsieur! – der neue Peugeot 3008

Das ist mal ein Franzose. Bereits jetzt wurde der neue Peugeot 3008 zum „Auto des Jahres“ 2017 gekürt und ist damit bereits der fünfte Peugeot, der die renommierte Auszeichnung bekommt.

Eine bemerkenswerte Leistung und das Jahr hat gerade erst angefangen. Doch was macht den spritzigen Franzosen denn nun eigentlich so unwiderstehlich? Womit entfacht er die „L’amour“? Zum einen ist da die markante Erscheinung. Mit einer Länge von 4,45 Metern zählt der neue Peugeot 3008 zu den kompakten Modellen im C-SUV-Segment. Mit einem Wendekreis von nur 10,7 Meter bleibt er auch in der Stadt handlich und agil.

Kurze Überhänge betonen die kraftvollen Proportionen. Seine Linienführung ist präzise, klar und unverwechselbar. Kein Zweifel, hier handelt es sich um einen echten SUV, ohne die Markensprache von Peugeot zu verlassen. Dank dieses ausgewogenen Designs ist er deutlich weniger massiv und auch niedriger als viele seiner Wettbewerber. Dennoch ist sein Auftreten aufsehenerregend. Nicht nur in der Stadt. Je nach Version wird der neue Peugeot 3008 mit 17-, 18- oder 19-Zoll-Felgen geliefert. Die damit verbundene größere Bodenfreiheit machen ihn zu einem SUV, der auch Abstecher in leichtes Gelände nicht zu fürchten braucht. Aus welcher Perspektive man den neuen Peugeot 3008 auch betrachtet: Das Design wirkt wie aus einem Guss, die Verarbeitungsqualität setzt neue Maßstäbe und macht ihn damit zum trendigsten SUV auf dem Markt.

Mit der Kraft der sieben Herzen

Zur Markteinführung in Deutschland stehen für den 3008 drei Benzin- und vier Dieselmotorisierungen im Leistungsspektrum zwischen 88 kW (120 PS) und 133 kW (180 PS) zur Wahl. Die niedrigen Verbrauchswerte und äußerst geringen CO2-Emissionen können sich sehen lassen. Damit ist Peugeot Marktführer für umweltfreundliche Technologien. Die Kraftübertragung erfolgt je nach Motorisierung über Sechsgang- Schaltgetriebe oder die innovative Sechsstufen-Automatik EAT6. Alle Motoren sind mit einem STOP & START-System der neuesten Generation ausgerüstet.

Wenn das nicht schon das Herz des geneigten Fahrers höher schlagen lässt, das Interieur tut dies bestimmt. Bei der Innenraumgestaltung geht Peugeot mit dem 3008 nämlich völlig neue Wege. Sein voll digitalisiertes PEUGEOT i-Cockpit® der neuesten Generation verschafft ihm nicht nur auf dem SUV-Markt ein Alleinstellungsmerkmal. Peugeot bietet das innovative i- Cockpit in allen 3008-Versionen serienmäßig an. Sämtliche Versionen des neuen Peugeot 3008 sind serienmäßig mit Frontkollisionswarner und Active Safety Brake ausgestattet. Weitere Sicherheitssysteme wie den Automatischen Geschwindigkeitsregler ACC mit Stopp-Funktion, die automatische Verkehrsschilderkennung, die Rückfahrkamera mit 180°-Umgebungsansicht, Park Assist, eine sensorgesteuerte Heckklappe, Müdigkeitswarner, Fernlichtassistenten, Aktive Spurhalteassistent, Aktiver Toter-Winkel-Assistent und Grip Control sind optional dazu bestellbar.

Schöne Aussichten

In den rückenschonenden Komfortsitzen kann man auch das große, optionale Panorama-Ausstell-/Schiebedach mit elektrischer Jalousie, blauer LED-Beleuchtung an der Umrandung und Dachreling genießen. Dank FOCAL®-Soundsystem als Option ab den Versionen Allure und GT will man den 3008 gar nicht mehr verlassen. Das perfekte Wohnzimmer auf Rädern.

Wie bereits auch in anderen Peugeot-Baureihen wird auch beim 3008 die Funktion „Mirror Screendie Spiegelung von Smartphone-Oberflächen auf den Touchscreen bereitgestellt. Dadurch wird die Nutzung digitaler Dienste zum Kinderspiel, und der Fahrer kann sein Smartphone ablenkungsfrei nutzen. Da Käufer eines Premium-SUV im C-Segment großen Wert auf weitere Möglichkeiten zur Individualisierung legen, hat Peugeot für den neuen 3008 optional maßgeschneiderte Ausstattungs-Pakete und ein reichhaltiges Zubehör-Sortiment im Programm.

Schon jetzt gibt es insgesamt 100.000 Vorbestellungen in Europa, was die Bedeutung dieses Segmentes im Automarkt nochmal deutlich hervorhebt. Doch damit will sich Peugeot nicht zufrieden geben. Neben dem City-SUV Peugeot 3008 steht mit dem Adventure-SUV Peugeot 5008 der nächste Neuzugang schon in den Startlöchern. Der Family-SUV ist mit seinem markanten Design, wegweisender Technik und höchster Variabilität exakt auf die Kunden zugeschnitten, die im C-Segment (Kompaktklasse) nach einem ausdrucksstarken, familienfreundlichen Modell suchen. Damit dürfte klar sein, dass Peugeot noch viel mehr L’amour im Jahre 2017 versprühen wird, als erwartet.

 

Mehr Informationen: 

http://www.peugeot.de/modelle/modellberater/neuer-3008.html

http://www.caroftheyear.org/

 

Verbrauchswerte: Kraftstoffverbrauch in l/100 km kombiniert für Peugeot 3008: 6,0 – 4,0*, CO2-Emissionen in g/km kombiniert: 136 – 104*, *Werte mit rollwiderstandsoptimierten Reifen ermittelt, Angaben gemäß den amtlichen Messverfahren.
 Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem "Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen kostenlos erhältlich ist oder über www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist. Die Angaben wurden gemäß vorgeschriebenem Messverfahren in der jeweils aktuell geltenden Fassung ermittelt. Weitere Informationen zu den CO2-Effizienzklassen einschließlich der grafischen Darstellungen finden Sie hier.

Anzeige: Einer wie keiner – Der neue Peugeot 3008

Einer wie keiner – Der neue Peugeot 3008

Jeder will SUV. Doch nicht jeder will es so groß. Im B-SUV-Segment finden die Autohersteller nun eine neue Nische für die kleinen Brüder der SUVs. Peugeot startet aktuell mit dem neuen City-SUV 2008 voll durch und belegt auf Anhieb den zweiten Platz in seinem Segment in Europa. An diesen Erfolg will Peugeot auch im stark ansteigenden C-SUV-Segment anknüpfen. Der französische Autohersteller hat die Relevanz dieses Segments erkannt und geht mit einer starken Positionierung und einer eigenen bald vollständigen Modellreihe (2008, 3008, 5008) ins Rennen. Frisch aus dem französischen Werk Sochaux, feierte der 3008 seine Messepremiere bereits auf dem Pariser Salon. Schon seit Anfang August 2016 kann er bei den deutschen Peugeot-Partnern bestellt werden.

Souverän, Unverwechselbar, Vielseitig

Der neue 3008 überzeugt mit einem dynamischen Auftritt, hoher Variabilität, hervorragender Ausstattung und innovativer Technik. Er beeindruckt dank seiner kurzen Überhänge mit betont kraftvollen Proportionen. Seine Linienführung ist präzise, klar und unverwechselbar. Kein Zweifel, hier handelt es sich um einen echten SUV. Trotz seines markanten, individuellen Auftritts fügt sich der neue 3008 nahtlos in das aktuelle Markendesign von Peugeot ein. Schon jetzt wurde er von 58 Journalisten aus 22 Ländern zum „Auto des Jahres“ 2017 gekürt und ist damit bereits der fünfte Peugeot, der die renommierte Auszeichnung bekommt – und der Zweite innerhalb von drei Jahren. Zuletzt wurde der 308 zum Auto des Jahres 2014 gewählt.

Kein Wunder, haben die Peugeot-Designer mit ihm eine Hommage an Geländewagen alter Schule kreiert. Viel Chrom und ein ausgewogenes Design verleihen ihm einen speziellen Charme, dem man sich nicht entziehen kann. Die Synthese aus Stil, Komfort und Handling geht hier voll auf. Mit dem innovativen i-Cockpit definiert der 3008 den Fahrersitz neu. Es ist nicht nur für jeden Besitzer individuell konfigurierbar, sondern beeindruckt auch durch die perfekte Kombination der drei Bausteine: intuitive Fahrzeugbedienung, Kommunikation und Navigation.

Modern, futuristisch und spektakulär

Im neuen Peugeot 3008 hat auch die klassische Armaturentafel ausgedient und einem futuristischen Ambiente Platz gemacht. Das hoch auflösende, 12,3 Zoll große Kombiinstrument des 3008 ist voll digitalisiert und liegt direkt im Sichtfeld oberhalb des Lenkrads. Fünf unterschiedliche Anzeigemodi können über einen Drehschalter am Lenkrad angewählt werden. Ein weiteres Highlight: ein Duftspender soll das Ambiente noch angenehmer gestalten. Ein Auto für alle Sinne sozusagen.

Da verwundert es nicht, dass der Peugeot 3008 der erste SUV ist, der bereits jetzt zum Auto des Jahres gewählt wurde. Er überzeugte die Jury sowohl mit seinem Gesamtkonzept als auch mit dem Innenraumkonzept und Design. Die Auszeichnung sowie die hohe Zahl von insgesamt 100.000 Vorbestellungen in Europa sind auch Beweis für die erfolgreiche Neupositionierung von Peugeot. Neben dem City-SUV und dem 3008 steht mit dem Adventure-SUV Peugeot 5008 der nächste Neuzugang schon in den Startlöchern.

JETZT den Peugeot 3008 besuchen!

Verbrauchswerte: Kraftstoffverbrauch in l/100 km kombiniert für Peugeot 3008: 6,0 – 4,0*, CO2-Emissionen in g/km kombiniert: 136 – 104*, *Werte mit rollwiderstandsoptimierten Reifen ermittelt, Angaben gemäß den amtlichen Messverfahren.

Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen“ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen kostenlos erhältlich ist oder über www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist. Die Angaben wurden gemäß vorgeschriebenem Messverfahren in der jeweils aktuell geltenden Fassung ermittelt. Weitere Informationen zu den CO2-Effizienzklassen einschließlich der grafischen Darstellungen finden Sie hier.

Peugeot Expert und Citroen Jumpy – Nun auch mit Doppelkabine

Die Nutzfahrzeugmodelle Citroen Jumpy und Peugeot Experte sind ab sofort auch als Kastenwagen mit Doppelkabine bestellbar. An Bord ist Platz für bis zu sechs Personen, das Laderaumvolumen beträgt bei der 4,95 Meter langen Variante 3,2 Kubikmeter, bei der Ausführung mit 5,30 Metern Fahrzeuglänge sind es 4 Kubikmeter. Für den Antrieb stehen vier Dieselmotoren mit Leistungswerten von 70 kW/95 PS bis 130 kW/177 PS zur Wahl. Die Nettopreise starten bei 25.750 Euro (brutto: 30.643 Euro).

Auch den Citroen Jumpy gibt es in einer neuen Variante

Citroen Jumpy und Peugeot Expert sind baugleich und werden gemeinsam mit dem ebenfalls weitgehend identischen Toyota ProAce im französischen Valenciennes gebaut. Die Nutzfahrzeuge gibt es in drei Länge und zwei Höhen, als Fahrgestell, Kastenwagen oder Kombi. Zudem haben alle drei Marken spezielle Pkw-Varianten mit besserer Ausstattung und aufgewerteter Optik im Programm. (Holger Holzer/SP-X)

Erste Fahrt: Der neue Peugeot 5008

Peugeot 5008 im Fahrbericht

Französischer Löwe hat alles im Grip

Der neue Peugeot 5008 bewirbt sich nicht nur als SUV Flaggschiff der Franzosen in Europa. Der größte SUV der PSA Group ist zugleich auch das letzte SUV der französischen Strategen weltweit. Den Startschuss gab der im Juni letzten Jahres als City-SUV eingeführte 2008, gefolgt vom mittleren 3008, der im Spätherbst 2016 eingeführt wurde. Die erste Generation des 3008 sowie ein 4008 (aktueller europäischer 3008) komplettieren das Fünfergespann in China für den weltweiten Markt. So möchte der PSA Konzern Flagge zeigen im viel umkämpften globalen SUV Markt. Dass er damit im Trend liegt, belegen die aktuellen europäischen Verkaufszahlen. Demnach verkaufte sich der 2008 bereits 249.000 mal und der 3008 kommt seit Oktober 2016 auf 125.000 Bestellungen. Der Große soll sich nun gegenüber dem Nissan X-Trail, Škoda Kodiaq, Hyundai Santa-Fe und Ranger Rover Discovery beweisen und präsentiert sich mit zwei Benzinern und zwei Diesel Aggregaten dem europäischen Markt. Seinen Einstieg findet er bei noch unter 25.000 Euro.

Vom Kompaktvan zum SUV

Kam die 1. Generation des 5008 ab 2009 noch als Kompaktvan auf Basis des 308 und Citroën C4 Picasso daher, führt er heute die Liste der SUV im C-Segment mit einer Fahrzeuglänge von 4,64 Meter an. Dennoch vertritt er gerade mit seiner äußeren Erscheinung die Marke Peugeot in vollen Zügen. So wie seine beiden „kleineren Brüder“ überzeugt er mit einer langen, fast waagerechten Motorhaube. Die aggressiv nach unten gezogenen Frontscheinwerfer rahmen den hoch sitzenden Kühlergrill ein, der ganz prominent das Markenlogo zur Schau trägt. Vom vorderen Radkasten zieht sich eine markante Sicke bis zum Heck, die direkt an der C-Säule endet. Dort gehören die Heckleuchten mit der Drei-Krallen-Graphik zum Wiedererkennungswert des großen Franzosen. Seine Anmutung von vorn und hinten lässt ihn breit und bestimmend auf der Straße stehen.

Gewachsen und erwachsen – ein ganzer SUV.

Mehr Einsatzzwecke

Ein hohes Maß an Sicherheit, Fahrspaß und Zuverlässigkeit wollen die Ingenieure aus Frankreich im 5008 mit seinen flexiblen Fähigkeiten bieten. Dabei gaben sie sich auch zur Aufgabe, dass sich ein SUV nicht nur über die Vielzahl von Einsatzzwecken definiert, sondern generell auch seinen Nutzern stressfreies Fahren über große Distanzen und unter schwierigen Bedingungen offerieren sollte. Ob dies gelungen ist, konnten wir bei einer ersten Testfahrt durch die kurvenreiche schwäbische Alb für einen Tag genießen. Rund um ein Pferdegestüt der Hofsiedlung nahe Heroldstatt konnten wir auf herrlichen Serpentinen durch die Natur seine dynamischen Eigenschaften nicht nur on-road testen.

Souverän und selbstbewußt im Gelände.

Aggregate mit Effizienz

Zur überschaubaren Motorenpalette gehören zwei Benziner und zwei Dieselaggregate. Der von uns gewählte 2.0 Liter Diesel stellt uns 110 kW (150 PS) zur Verfügung. Dies scheint zwar bei einem Leergewicht von rund 1.7 Tonnen etwas wenig Leistung, aber bei einem Drehmoment von 370 Newtonmeter bei 2.000 Umdrehungen werden wir schnell wieder entschädigt. Die Höchstgeschwindigkeit von ca. 207 km/h konnten wir leider nicht ausfahren, aber dafür kamen wir dem angegebenen kombinierten Verbrauchswert von 4,8 Litern ziemlich nahe. Das Sechs-Gang-Schaltgetriebe arbeitet präzise und ohne Hakeln. Das zweite Dieselaggregat für den 5008  bietet bei einem Hubraum von 1.6 Litern 88 kW (120 PS) und 300 Newtonmeter bei 1.750 Umdrehungen. Sowohl der 1.6 Liter- als auch der 2.0 Liter-Motor kann mit einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe oder einem Sechs-Stufen-Automatikgetriebe bestellt werden. Im Benzinbereich listen die Franzosen einen 1.2 Liter PureTech mit 96 kW (130 PS – 230 Nm) in Verbindung mit einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe und einem Sechs-Stufen-Automatikgetriebe. Der zweite PureTech Benziner bringt sich mit 1.6 Liter Hubraum und 121 kW (165 PS – 240 Nm) ins Portfolio ein. Dieser Motor ist ausschließlich mit einem Sechs-Stufen-Automatikgetriebe ausgerüstet. Alle Motoren erfüllen mittlerweile bereits den 6.1 Standard.

Diesel mit Euro Standard 6.1.

Innenraum mit wohltuendem Ambiente

Beim neuen 5008 steigen wir wie schon beim 2008 und 3008 in ein äußerst geräumiges und angenehmes Ambiente ein. Die Frontscheibe wirkt nicht nur groß, sondern bringt tatsächlich viel Licht ins Fahrzeug. Sowohl Fahrer und Beifahrer als auch die Insassen im Fond haben mehr als ausreichend Platz. Mit breiten Kopfstützen ausgestattet, sind die Vordersitze in der Topausstattung „Allure“ (optional) und „GT“ (Serie) als ergonomische Komfortsitze mit AGR-Gütesiegel bestellbar. In der zweiten Reihe finden sich drei komfortable und in der Breite identische Einzelsitze. Der Siebensitzer verfügt außerdem im Fond über zwei zusätzliche Einzelsitze, die sich nicht nur versenken lassen, sondern auch ganz herausnehmbar sind. Dennoch sind die beiden Sitze  auch nur Notsitze und dienen bei kurzen Wegen mit Freunden sehr gut als zusätzliche Möglichkeit. Das Gepäckraumvolumen im Siebensitzer beträgt bis zu 780 Liter bei voller Bestuhlung. Werden die Rücksitze überdies ebenerdig im Boden versenkt, so steigt die Ladekapazität auf 1.940 Liter bei Beladung bis zum Dach. Zusätzliche Komfort-Features des 5008 sind die sensorgesteuerte Heckklappe, zu der eine Fußbewegung seitlich unter dem hinteren Stoßfänger genügt, und die niedrige Ladekante. Mit einer Höhe von 676 mm erleichtert sie das Be- und Entladen. Einen gewissen Hightech-Charakter kennzeichnet das bereits in der zweiten Generation vorhandene i-Cockpit. Ein 12,3-Zoll Display, das hinter dem niedrig gebauten Lenkrad erscheint. Auf diesem „voll digitalisiertem Cockpit“ lassen sich mittels Drehrad am Lenkrad fünf verschiedene Darstellungsmodi einstellen. Der Anzeigen-Modus stellt Drehzahlmesser und Geschwindigkeitsanzeige analog dar. Über einige Assistenzsysteme informiert im Zentrum des Display der Fahrhilfen-Modus. Beim Minimal-Modus dominiert die digitale Geschwindigkeitsanzeige in der Mitte des Displays. Die mehrfarbigen 3D-Navigationshinweise füllen das Display im Navigations-Modus vollständig aus. Eine Kombination aus allem stellt der „persönliche Modus“ zur Verfügung.

Nach unten abgeflachtes Lenkrad und Klaviatur für den Schnellzugriff der Punkte im Hauptmenü.

Mit GripControl alles im Griff

Einen mutigen Weg beschreitet Peugeot bereits mit Einführung des City-SUV 2008. Der französische Automobilhersteller verzichtet auf die Bereitstellung eines Allradantriebes, was für die Fahranforderungen in den mitteleuropäischen Gegenden nicht von Nöten sei, so die Verantwortlichen von PSA. Auch bieten die Modelle 2008, 3008 und 5008 nicht die Geschwindigkeiten, die einen Vierradantrieb beanspruchen würde. Abhilfe soll statt dessen  die mit einem Aufpreis von 300 Euro erhältliche „Grip Control“ schaffen. Eine vielseitige und flexible Traktionskontrolle. Das Bedienrad auf der Mittelkonsole aktiviert zu jeder Zeit fünf unterschiedliche Fahrmodi. Der Standard-Modus ist auf normale Straßenverhältnisse mit geringem und konstantem Schlupf ausgelegt. Beim Schnee-Modus passt sich der Schlupf der Fronträder den aktuellen Straßenverhältnissen an. Ab 50 km/h schaltet das System automatisch in den Standardmodus um. Ein problemloses Vorankommen in rutschigem Gelände verspricht der Allwege-Modus. Das maximale Drehmoment wird auf das Rad gelenkt, das Haftung besitzt. Der Modus ist bis zu 80 km/h aktiv. Dasselbe Maß an Schlupf, um auf lockerem Untergrund voran zu kommen und ein Festfahren zu vermeiden, garantiert der Sand-Modus. Dieser Modus ist ab 120 km/h inaktiv und schaltet in den Standard-Modus. ESP, ASR und Grip Control werden bei einer Geschwindigkeit bis 50 km/h mit dem ESP-Off-Modus ausgeschaltet.

GripControl macht auch Schräglagefahren möglich.

Fahrerassistenzsysteme mit Sinn und Verstand

Ein breites Aufgebot an radar- und kamerabasierten Assistenzsystemen finden wir im Peugeot 5008. Hierzu zählen ab der Ausstattung „Access“ das Active Safety Brake-System, eine Berganfahrhilfe, ein Frontkollisionswarner, eine Geschwindigkeitsregelanlage mit Geschwindigkeitsbegrenzer, ein Spurhalteassistent und die Verkehrsschildererkennung. Ein automatischer Geschwindigkeitsregler mit Abstandswarner, eine Bergabfahrhilfe sowie eine Rückfahrkamera mit 360-Grad-Umgebungsansicht und ein aktives Parksystem mit Lenkautomatik bei Längs- und Querparklücken sind über Optionspakete bestellbar. Peugeot bietet bereits mit der Einstiegsvariante des 5008, dem „Access“, ein Fahrzeug mit einer langen Ausstattungsliste. Eine moderate Aufpreispolitik von 3.200 Euro zur Ausstattung „Active“ und 2.200 Euro zur Ausstattung „Allure“ präsentieren die Franzosen im 5008 mit einem „Rundum-Sorglos-Paket“. Die Erfahrungen seiner „kleineren“ Mitbewerber lassen die Vertriebsverantwortlichen aus Frankreich eine 80%-tige Bestellung der Ausstattung „Allure+“ prognostizieren. Das Highend-Modell des Peugeot 5008 bildet der 180-PS Diesel mit Sechs-Stufen-Automatikgetriebe und der Ausstattungslinie „GT“ mit 41.550 Euro.

Heckleuchten mit Drei-Krallen-Graphik.

Fazit: Mit einem Einstiegspreis von € 24.650 setzt der Peugeot 5008 einen Fingerzeig an die Mitbewerber, dass Luxus, Komfort und Fahrspaß auch zu moderaten Preisen erhältlich sind.

Großer SUV mit kleinem Einstiegspreis.

Der neue Peugeot 5008 ist ein SUV, nicht nur für die Straße und dem Einkauf im Möbelmarkt. Leichte Passagen im Gelände nimmt er ohne Probleme und rundet das Performance Paket des Franzosen gelungen ab. Als Alternative im C-Segment SUV Bereich schon im Preis-/Leistungssektor ein Muss.

Text: Stefan Beckmann, Beitragsbild: Karl-Heinz Augustin, Bild: Stefan Beckmann und Karl-Heinz Augustin

Peugeot 5008 – Auf Allrad wird verzichtet

Immer häufiger ersetzen Autobauer ihre Vans durch moderne SUV, deren bulliges, robustes Auftreten den Nerv der Käufer deutlich besser zu treffen scheint, als die Nutzwert-Optik eines Pampers-Bombers. Jüngstes Beispiel ist der schick gezeichnete Peugeot 5008, der sich künftig mit Kandidaten wie Skoda Kodiaq, Nissan X-Trail und sogar Land Rover Discovery Sport messen will. Allerdings geht das ab 24.650 Euro erhältliche Familien-SUV mit einem nicht zu verachtenden Wettbewerbsnachteil an den Start: Er ist weder für Geld noch gute Worte mit Allradantrieb zu haben.

Auf Allrad wird verzichtet

Natürlich greifen in dieser Liga nur wenige Kunden wirklich zur Vierradtechnik, doch ein bisschen von dem Abenteuerimage, das die Allrad-Modelle versprühen, ist bei jedem Tiguan und Co. im Preis dabei. Aber die Franzosen sind überzeugt: Ihre Advanced Grip Control regelt die Momentverteilung an den Vorderrädern derart souverän, dass die Kunden die angetriebene Hinterachse nie vermissen werden; zumal sie mit drei wählbaren Offroad-Modi sogar Geländetauglichkeit suggerieren. Auf ebenerdigem Schotter, Matsch und Waldwegen mag das ausreichen, doch schon beim flotten Beschleunigen bergauf blinkt mitunter die ESP-Leuchte wild. Und wie er sich auf dem verschneiten Weg zum Winter-Chalet schlägt, muss der 5008 auch erst noch unter Beweis stellen.

Peugeot ersetzt den Van 5008 durch ein schickes und geräumiges SUV gleichen Namens

Der Vorteil von nur zwei mit Kraft versorgten Rädern liegt beim Verbrauch: Keiner der drei souveränen Diesel (88 kW/120 PS, 110 kW/150 PS und 133 kW/180 PS) braucht mehr als 4,8 Liter Sprit, und auch die beiden Benziner begnügen sich mit weniger als sechs Litern. Für Sparfüchse ist das SUV dennoch nur bedingt die erste Wahl: Außer dem 1,2-Liter-Einstiegs-Otto ist kein 5008 für unter 30.000 Euro zu haben, und der nur als GT-Modell erhältliche stärkste Diesel treibt den Preis sogar auf stolze 41.550 Euro.

Wer aus Kostengründen zum Basis-Benziner greift, macht aber keinen großen Fehler. Der Dreizylinder läuft überraschend leise und knurrt nur unter Volllast den typischen Nähmaschinen-Klang. Mit 96 kW/130 PS und 230 Newtonmetern wird er bis zu 188 km/h schnell und schafft den Sprint auf Stadttempo in 10,9 Sekunden; das ist nicht sonderlich schnell, aber auch nicht deutlich langsamer als der stärkere 165-PS-Benziner oder der Top-Diesel, die für die gleiche Übung über auch über neun Sekunden brauchen.

Das Cockpit des 5008 entspricht weitgehend dem des 3008

Eine recht sportliche Gangart verbieten aber schon die etwas gefühllose Lenkung und das eher unverbindliche Fahrgefühl des Unterbaus: Zwar sind die Federn so straff gewählt, dass Unebenheiten leicht bis zu den Fahrgästen durchschlagen und auf kleine Anregungen reagiert der Wagen mit einem nervösen Zittern. Besonders agil und direkt wirkt der 5008 deswegen trotzdem nicht, und der 1,65 Meter hohe Aufbau neigt sich in der Kurve spürbar zur Seite. Außerdem sollte man für die Probefahrt gleich die ganze Familie einpacken: Vollbeladen – je nach Ausstattung dürfen bis zu 735 Extra-Kilogramm rein – dürfte der kleine Benziner von seiner Spritzigkeit einiges einbüßen. Einen Eindruck davon bekommt man, wenn es bergauf geht, und dem Motörchen schlicht der Hubraum fehlt, um ordentlich Durchzug zu generieren.

Immer an Bord ist das neue i-Cockpit, ein digitales Kombiinstrument, das individuell konfiguriert werden kann

Gut investiert sind die 2.200 Euro Aufpreis für die zweite Ausstattungslinie Active: Dann sind die Einparkhilfe hinten, Klimaautomatik, Lichtsensor und das Infotainmentsystem mit großem Touchscreen serienmäßig an Bord. Und man erkauft sich die Möglichkeit, Extras wie das Panoramadach, die Sitzheizung, einen Abstandstempomat oder die Sechsgang-Automatik zu ordern, die für die Basis nicht erhältlich sind. Immer an Bord ist das neue i-Cockpit, ein digitales Kombiinstrument, das individuell konfiguriert werden kann. Davor reckt sich dem Fahrer ein kleines, oben und unten abgeflachtes Volant entgegen, das sich leider nicht sonderlich weit verstellen lässt und langen Lenkern so das optimale Justieren der großen und bequemen Sessel erschwert.

Der Gepäckraum ist großzügig geschnitten

In der zweiten Reihe gibt es immer drei separat verschiebbare Einzelsitze, für 800 Euro Aufpreis können dahinter zwei weitere Sessel geordert werden, die bei Nichtgebrauch flach im Kofferraumboden versinken. Auch lassen sich die elf Kilogramm leichten Klappstühle in Reihe drei mit einem Handgriff ausbauen, und sie sollen für alle, die sich beim Bestellen für den Fünfsitzer entscheiden, sogar nachrüstbar sein. Gut sitzen können auf den Notplätzen allerdings nicht mal kleine Passagiere und der gesamte Faltmechanismus wirkt, wie auch die Abdeckungen am Kofferraumboden oder das Gepäckrollo – anders als der Rest des 5008 – nicht sonderlich hochwertig. Sind alle Sitze aufgebaut, gehen dahinter nur noch ein, zwei kleine Reisetaschen in den Fond; als Fünfsitzer schluckt das SUV 780 Liter und werden alle Sessel aus dem Weg geräumt, kann man bis zu 1.940 Liter reinpacken. Legt man dann noch die Beifahrer-Lehne flach, lassen sich sogar Gegenstände mit bis zu 3,18 Meter Länge transportieren – das geht allerdings nur in der höchsten Ausstattungslinie. (Michael Gebhardt/SP-X)

Statt Allradantrieb gibt es verschiedene Traktionsprogramme

Peugeot 3008 – Der späte Vogel fängt den Wurm

Gäbe es für Autofans – ähnlich wie für Pilzsammler oder Ornithologen – sogenannte Bestimmungsbücher, könnte im Kapitel „Kompakt-SUV“ das Bild eines Peugeot 3008 abgedruckt sein. Der bullige Franzose ist vor allem optisch ein prototypischer Vertreter seiner Gattung, ein kompakter Crossover eben wie er im Buche steht. Warum das hier extra erwähnt werden muss? Weil das gut ist. Und weil es nicht immer so war.

In der ersten Generation war der Peugeot 3008 ein schräger Vogel. Die Franzosen hatten lange auf ihre traditionell starken Kombis gebaut und den Trend zum SUV zunächst verschlafen. Vielleicht auch deshalb sollte der erste Wurf dann besonders originell ausfallen: Der 2009 vorgestellte 3008 war mehr Van als SUV, protzte mit viel neuer Elektronik und einem hocheffizienten, aber auch extrem teuren Diesel-Plug-in-Hybrid-Allradantrieb. Die Rechnung mit der Prestige-Technik und dem geräumigen Innenraum ging jedoch nicht auf, der 3008 lockte, wenn überhaupt, eher die alternde Golf-Plus-Kundschaft als einen der immer zahlreicheren Tiguan-Käufer.

Der Peugeot 3008 ist das erste echte Kompakt-SUV der Marke

Generation zwei unterwirft sich im Gegensatz dazu komplett den Klassen-Konventionen. Und tut das so konsequent, dass er mit seiner bulligen Motorhaube und den starken Schultern nicht wie ein Nachzügler wirkt, sondern eher wie eine Blaupause. Das ganze Auto macht einen extrem massiven Eindruck, der sich auch im Innenraum fortsetzt, wo eine breite, wie aus dem Vollen gefräste Mittelkonsole den Fahrer sicher umschließt. Viel Metallisches und kühl glänzende Zierteile verstärken den Eindruck des Geborgenseins noch.

Trotz des kernigen Auftritts gibt es keinen Allradantrieb

Obwohl das 3008-Design im Grunde nur die typischen Genre-Motive aufnimmt, interpretier es sie doch so eigenständig, dass er außen wie innen nie wie eine Kopie erfolgreicher Trends wirkt. Das fängt bei den optisch ansprechenden Tastern und Schaltern an und hört bei dem als Bildschirm ausgeführten Zentralinstrument nicht auf. Auf das sind die Franzosen besonders stolz, kennt man dergleichen doch bislang fast nur von Premiumherstellern. Die Peugeot-Variante fällt ein wenig verspielter aus als bei Audi, erfreut aber mit vielfältigen Einstellungen und vor allem einer gut ablesbaren Navi-Funktion. Außerdem ist sie, anders als bei der Konkurrenz, serienmäßig an Bord. Im Verbund mit der von Peugeot gewohnten eigenwilligen Instrumentenmontage oben auf dem Armaturenbrett ersetzt der Instrumenten-Bildschirm auch gleich das klapprige Head-up-Display aus dem Vorgänger.

Das Heck ist markant gestaltet

Einziger Kritikpunkt: Die Verarbeitung könnte hier und da etwas sorgfältiger ausfallen, zumindest beim getesteten Exemplar. Die ungleichen Spaltmaße passen überhaupt nicht zum ausgesprochen soliden Eindruck des bulligen Peugeot. Eher durchschnittlich sind auch die praktischen Fähigkeiten des 3008. Das Platzangebot ist vorne gut, hinten ordentlich, ohne Maßstäbe zu setzen. Gleiches gilt für den Kofferraum, der trotz vergleichbarer Fahrzeuglänge deutlich hinter den Tiguan-Werten zurückbleibt. Insgesamt ist das Raumangebot aber für die Klasse angemessen.

Der Innenraum ist extrem gut gelungen

Eine weitere Besonderheit bei Peugeot ist das besonders kleine Lenkrad, das zuerst im Kleinwagen 208 für ein agileres Fahrgefühl gesorgt hat. Im großen 3008 bleibt der Effekt aus: Das 4,45 Meter lange und 1,62 Meter hohe SUV ist einfach kein Stadtflitzer. Dabei kann das ausgewogene Fahrverhalten insgesamt durchaus gefallen, der Peugeot liegt so satt und schwer auf der Straße wie er aussieht, federt sanft, wirkt dabei aber auch auf kurviger Strecke oder in der Stadt nie zu schwerfällig. Der 2,0-Liter-Diesel mit 110 kW/150 PS passt mit souveränem Durchzug und guten Manieren ausgezeichnet zum entspannten Charakter des kompakten Reise-SUV. Nicht ganz so stilsicher ist allenfalls die Lenkung abgestimmt, die für solch ein Auto etwas zu nervös wirkt. Der Verbrauch hingegen geht mit rund sechs Litern in Ordnung. Allradtechnik schleppt der 3008 übrigens nicht mit sich rum, alle aktuellen Varianten fahren ausschließlich mit Frontantrieb.

Preislich startet der Peugeot 3008 auf den ersten Blick günstig. 22.900 Euro werden für das Basismodell „Access“ mit dem 96 kW/130 PS starken Benziner fällig, wer ein Auto mit vernünftiger Ausstattung will, wählt aber mindestens die zweite Stufe „Active“ (ab 25.950 Euro). Ästhetisch angeraten ist es zudem, möglichst große Felgen für das massige Auto mit seinen großen Radkästen zu wählen, was fast schon den Griff zur nächsthöheren Variante „Allure“ (ab 28.200 Euro, 18 Zoll) oder die Fahrt zum Zubehörhandel nahelegt. Wer den 150-PS-Diesel will, startet automatisch im Niveau „Active“ und zahlt mindestens 34.400 Euro.

Insgesamt ist der 3008 aktuell sicherlich das beste Auto im Peugeot-Angebot. Und auch innerhalb der kompakten SUV-Flotte zählt der Spätstarter zu den interessantesten Modellen, ohne dem Segment allerdings wesentlich Neues hinzufügen zu können. Das dürfte seinem Erfolg allerdings genauso wenig hinderlich sein wie die gerade verliehene prestigeträchtige Auszeichnung als „Auto des Jahres 2017“. Es fängt halt eben doch nicht immer der frühe Vogel den Wurm.

Technische Daten – Peugeot 3008:
Fünftüriges, fünfsitziges Kompakt-SUV mit Frontantrieb, Länge: 4,45 Meter, Breite: 1,91 Meter (inkl. Außenspiegel 2,10 Meter), Höhe: 1,62 Meter, Radstand: 2,68 Meter, Kofferraumvolumen: 520 bis 1.482 Liter

2,0-Liter-Vierzylinder-Turbodiesel, 110 kW/150 PS bei 4.000 U/min, maximales Drehmoment: 370 Nm bei 2.000 U/min, 0-100 km/h: 9,6 s, Vmax: 207 km/h, Durchschnittsverbrauch: 4,7 l/100 km, CO2-Ausstoß: 121 g/km, Abgasnorm: Euro 6, Effizienzklasse A, Testverbrauch: 6,0 Liter, Preis: ab 34.400 Euro

Kurzcharakteristik – Peugeot 3008:
Warum: weil er gut aussieht und ebenso gemacht ist
Warum nicht: weil Aussehen Geschmackssache und die Konkurrenz stark ist
Was sonst: VW Tiguan, Ford Kuga, Nissan Qashqai (Holger Holzer/SP-X)

Peugeot 5008 – Auf Allrad wird verzichtet

Immer häufiger ersetzen Autobauer ihre Vans durch moderne SUV, deren bulliges, robustes Auftreten den Nerv der Käufer deutlich besser zu treffen scheint, als die Nutzwert-Optik eines Pampers-Bombers. Jüngstes Beispiel ist der schick gezeichnete Peugeot 5008, der noch im März zum Händler rollt und sich mit Kandidaten wie Skoda Kodiaq, Nissan X-Trail und sogar Land Rover Discovery Sport messen will. Allerdings geht das ab 24.650 Euro erhältliche Familien-SUV mit einem nicht zu verachtenden Wettbewerbsnachteil an den Start: Er ist weder für Geld noch gute Worte mit Allradantrieb zu haben.

Auf Allrad wird verzichtet

Natürlich greifen in dieser Liga nur wenige Kunden wirklich zur Vierradtechnik, doch ein bisschen von dem Abenteuerimage, das die Allrad-Modelle versprühen, ist bei jedem Tiguan und Co. im Preis dabei. Aber die Franzosen sind überzeugt: Ihre Advanced Grip Control regelt die Momentverteilung an den Vorderrädern derart souverän, dass die Kunden die angetriebene Hinterachse nie vermissen werden; zumal sie mit drei wählbaren Offroad-Modi sogar Geländetauglichkeit suggerieren. Auf ebenerdigem Schotter, Matsch und Waldwegen mag das ausreichen, doch schon beim flotten Beschleunigen bergauf blinkt mitunter die ESP-Leuchte wild. Und wie er sich auf dem verschneiten Weg zum Winter-Chalet schlägt, muss der 5008 auch erst noch unter Beweis stellen.

Wer aus Kostengründen zum Basis-Benziner greift, macht keinen großen Fehler

Der Vorteil von nur zwei mit Kraft versorgten Rädern liegt beim Verbrauch: Keiner der drei souveränen Diesel (88 kW/120 PS, 110 kW/150 PS und 133 kW/180 PS) braucht mehr als 4,8 Liter Sprit, und auch die beiden Benziner begnügen sich mit weniger als sechs Litern. Für Sparfüchse ist das SUV dennoch nur bedingt die erste Wahl: Außer dem 1,2-Liter-Einstiegs-Otto ist kein 5008 für unter 30.000 Euro zu haben, und der nur als GT-Modell erhältliche stärkste Diesel treibt den Preis sogar auf stolze 41.550 Euro.

Das Cockpit des 5008 entspricht weitgehend dem des 3008

Wer aus Kostengründen zum Basis-Benziner greift, macht aber keinen großen Fehler. Der Dreizylinder läuft überraschend leise und knurrt nur unter Volllast den typischen Nähmaschinen-Klang. Mit 96 kW/130 PS und 230 Newtonmetern wird er bis zu 188 km/h schnell und schafft den Sprint auf Stadttempo in 10,9 Sekunden; das ist nicht sonderlich schnell, aber auch nicht deutlich langsamer als der stärkere 165-PS-Benziner oder der Top-Diesel, die für die gleiche Übung über auch über neun Sekunden brauchen.

Der Gepäckraum ist großzügig geschnitten

Eine recht sportliche Gangart verbieten aber schon die etwas gefühllose Lenkung und das eher unverbindliche Fahrgefühl des Unterbaus: Zwar sind die Federn so straff gewählt, dass Unebenheiten leicht bis zu den Fahrgästen durchschlagen und auf kleine Anregungen reagiert der Wagen mit einem nervösen Zittern. Besonders agil und direkt wirkt der 5008 deswegen trotzdem nicht, und der 1,65 Meter hohe Aufbau neigt sich in der Kurve spürbar zur Seite. Außerdem sollte man für die Probefahrt gleich die ganze Familie einpacken: Vollbeladen – je nach Ausstattung dürfen bis zu 735 Extra-Kilogramm rein – dürfte der kleine Benziner von seiner Spritzigkeit einiges einbüßen. Einen Eindruck davon bekommt man, wenn es bergauf geht, und dem Motörchen schlicht der Hubraum fehlt, um ordentlich Durchzug zu generieren.

Immer an Bord ist das neue i-Cockpit, ein digitales Kombiinstrument, das individuell konfiguriert werden kann

Gut investiert sind die 2.200 Euro Aufpreis für die zweite Ausstattungslinie Active: Dann sind die Einparkhilfe hinten, Klimaautomatik, Lichtsensor und das Infotainmentsystem mit großem Touchscreen serienmäßig an Bord. Und man erkauft sich die Möglichkeit, Extras wie das Panoramadach, die Sitzheizung, einen Abstandstempomat oder die Sechsgang-Automatik zu ordern, die für die Basis nicht erhältlich sind. Immer an Bord ist das neue i-Cockpit, ein digitales Kombiinstrument, das individuell konfiguriert werden kann. Davor reckt sich dem Fahrer ein kleines, oben und unten abgeflachtes Volant entgegen, das sich leider nicht sonderlich weit verstellen lässt und langen Lenkern so das optimale Justieren der großen und bequemen Sessel erschwert.

Statt Allradantrieb gibt es verschiedene Traktionsprogramme

In der zweiten Reihe gibt es immer drei separat verschiebbare Einzelsitze, für 800 Euro Aufpreis können dahinter zwei weitere Sessel geordert werden, die bei Nichtgebrauch flach im Kofferraumboden versinken. Auch lassen sich die elf Kilogramm leichten Klappstühle in Reihe drei mit einem Handgriff ausbauen, und sie sollen für alle, die sich beim Bestellen für den Fünfsitzer entscheiden, sogar nachrüstbar sein. Gut sitzen können auf den Notplätzen allerdings nicht mal kleine Passagiere und der gesamte Faltmechanismus wirkt, wie auch die Abdeckungen am Kofferraumboden oder das Gepäckrollo – anders als der Rest des 5008 – nicht sonderlich hochwertig. Sind alle Sitze aufgebaut, gehen dahinter nur noch ein, zwei kleine Reisetaschen in den Fond; als Fünfsitzer schluckt das SUV 780 Liter und werden alle Sessel aus dem Weg geräumt, kann man bis zu 1.940 Liter reinpacken. Legt man dann noch die Beifahrer-Lehne flach, lassen sich sogar Gegenstände mit bis zu 3,18 Meter Länge transportieren – das geht allerdings nur in der höchsten Ausstattungslinie. (Michael Gebhardt/SP-X)

Peugeot Instinct Concept – Autonom nach Wahl

Nach dem Zehn-Stunden-Job und anschließendem Work-out im Fitness-Center zu müde, um selbst nach Hause zu fahren? Kein Problem. Geht es nach den Visionen der Peugeot-Entwickler, könnte der Fahrer sich jetzt nicht nur entspannt hinters weggeklappte Lenkrad setzen, E-Mails checken oder fernsehen und das autonome System den Chauffeur spielen lassen. Über dessen „Smart-Watch“ weiß das Auto sogar schon vor dem Einsteigen, wie erschöpft sein Passagier ist und ob es in diesem Falle sinnvoller wäre, den autonomen Fahrmodus zu aktivieren. Diese enge Verknüpfung mit seinem Auto, oder besser dem „Smartphone auf Rädern“, soll schon bald zum Alltag gehören. Aude Brille, Strategie-Chef bei Peugeot, sieht dafür einen Zeithorizont von weniger als zehn Jahren. „Mobilität wird so einfach und entspannt wie nie zuvor“, so Brille.

Der Fahrer soll nicht nur entscheiden können, ob und wann er im autonomen Modus unterwegs sein will, sondern auch, auf welche Art er sich autonom fahren lassen möchte

Auf dem Genfer Autosalon wird Peugeot seine Vorstellungen in Form eines gedrungenen und kompakten Sportkombis namens Instinct präsentieren, der mehr einem getunten Shooting Brake als einem praktischen Familienfahrzeug gleicht. Gilles Vidal, Design-Direktor bei Peugeot, weiß darauf natürlich die passende Antwort. „Wir sehen das autonome Fahren nicht automatisch in einer Großraumlimousine, in der sich die Sitze drehen lassen und sich die Passagiere vis-á-vis unterhalten.“ Peugeot fährt im Instinct bewusst einen anderen Kurs. Der Fahrer soll nicht nur entscheiden können, ob und wann er im autonomen Modus unterwegs sein will, sondern auch, auf welche Art er sich autonom fahren lassen möchte. „Wir unterscheiden zwischen soft und sharp“, sagt Matthias Hossann, der Projektleiter der Instinct-Studie. „Das Auto kennt über das Machine Learing die Vorlieben seines Fahrers ganz genau, weiß also auch, wenn es beispielsweise von der Autobahn auf die kurvenreiche und leere Landstraße geht, dass nun automatisch der „Drive-Boost-Modus“ zu empfehlen ist.“ Hier werden dann alle „Sinne“ des Instinct „scharf“ gestellt. Er lässt sich dann fahren wie heute ein jeder Sportkombi auch.

Unter der Haube des 4,54 Meter langen und nur 1,32 hohen Instinct arbeitet ein 300 PS starker Plug-in-Benzin-Hybrid

Als zweiten von vier Modi gibt es „Drive Relax“. Der Instinct assistiert dann seinem Fahrer so viel wie möglich, ohne aber auf autonom umzuschalten. Zum Beispiel werden der Staupilot oder bei Nacht der Lichtassistent aktiviert. Modus Nummer drei heißt „Autonom Soft“, also weiches Beschleunigen, entspanntes Tempo und nicht zwingend der kürzeste Weg. „Der Trip dauert dann zwar etwas länger, aber der Fahrer kann in Ruhe lesen oder sich einen Film anschauen“, sagt Hossann. Wohl ziemlich einzigartig ist der vierte Modus: „Autonom Sharp“. „Hier geht es sportlicher zur Sache, natürlich immer im Rahmen der Verkehrsregeln“, so Hossann. Ob Autofahrer diesen Modus später wirklich nutzen werden, darf allerdings aus heutiger Sicht bezweifelt werden.

Unter der Haube des 4,54 Meter langen und nur 1,32 hohen Instinct arbeitet ein 300 PS starker Plug-in-Benzin-Hybrid, ein Vorläufer der Technik, die Peugeot ab 2019 in Serienfahrzeugen anbieten wird. Debüt soll im SUV 3008 sein. Die Karosserie des Instinct besteht vollständig aus Karbon, ein riesiges Panorama-Glasdach sorgt für bestes Licht im Innenraum.

Karosserie des Instinct besteht vollständig aus Karbon

Bei den Armaturen geht Peugeot unbeirrt den Weg des i-Cockpit weiter. Das sehr kleine Lenkrad wird weiterhin unterhalb der Anzeigen positioniert. Man schaut also nicht durch die Speichen, sondern über den Kranz hinweg. Vier Serienmodelle haben diese Anordnung bereits. Jüngste Neuvorstellung ist der 5008. Wird im Instinct der autonome Fahrmodus aktiviert, klappt das Minivolant nach unten ins Armaturenbrett weg und gibt dem Fahrer deutlich mehr Bewegungsfreiheit. Gleichzeitig fährt der Sitz in eine bequemere Liegeposition.

Bei den Armaturen geht Peugeot unbeirrt den Weg des i-Cockpit weiter.

Bis dahin will der französische Hersteller auch eine Reihe neuer Innenraummaterialen entwickelt haben. Im Instinct stammen viele Teile noch aus dem 3D-Drucker. „Wir haben sogar für einige Verkleidungen hauchdünnen Beton verwendet“, sagt Designchef Gilles Vidal, „mehr Purismus können Oberflächen kaum ausdrücken.“ (Michael Specht/SP-X)

Peugeot-Sondermodelle – Preisvorteil zum Achtzigsten

Der Autohersteller Peugeot feiert den 80. Jahrestag des Markteintritts in Deutschland mit drei Sondermodellen. Die Basis bilden der Kleinwagen 208, das Mini-SUV 2008 und der kompakte 308. Letzterer verfügt in de „GT-Line Edition“ unter anderem über beheizbare Massagesitze, Navigationssystem und einige Design-Upgrades außen und innen. Die Preise starten bei 24.370 Euro für die Variante mit dem 96 kW/130 PS starken 1,2-Liter-Turbobenziner.

In ähnlichem Stil fährt der 2008 „GT-Line Edition“ vor, den es mit 81 kW/110 PS ab 21.370 Euro gibt. Komplettiert wird das Trio durch den 208 „Urban Move“ für 14.140 Euro. Zur Ausstattung zählen unter anderem Audioanlage, Einparkhilfe und Multifunktionslenkrad, den Antrieb übernimmt ein 50 kW/68 PS starker 1,0-Liter-Benziner. Die Preisvorteile der Sondermodelle beziffert der Hersteller zwischen 1.560 Euro und 3.500 Euro. (Holger Holzer/SP-X)

Peugeot Partner Tepee Electric – Der lautlose Familienfreund

Bislang bietet Peugeot neben dem Ion noch den Partner in der Lieferwagen-Ausführung mit rein elektrischem Antrieb an. Zum Genfer Autosalon (9. -19. März 2017) stellt die Löwen-Marke nun zusätzlich den Tepee, also die familientaugliche Pkw-Version des Partner, mit E-Antrieb vor.

Wie die anderen Peugeot-Stromer wird sie von einer 49 kW/67 PS und 200 Newtonmeter starken E-Maschine angetrieben, die ihren Strom aus einer 22,5-kWh-Batterie bezieht. Fahrleistungen nennt Peugeot nicht, doch dürften diese auf Niveau des Nutzwert-Partners liegen, der in knapp unter 20 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 sprintet und bis zu 110 km/h schnell wird.

Die theoretische Reichweite liegt bei 170 Kilometer. An einer 230-Volt-Steckdose dauert das Laden der Akkus 12 bis 15 Stunden, per Chademo-Stecker ist auch ein Schnelladevorgang möglich, bei der die Batterien in 30 Minuten zu 80 % befüllt werden.
Der in zwei Paketen im Heck untergebrachte Stromspeicher soll den Nutzwert des Tepee Partner nicht beeinträchtigen. Der Kofferraum des Fünfsitzers lässt sich wie bei den konventionell angetriebenen Varianten von 1.350 auf 3.000 Liter erweitern.

Die Markteinführung des familientauglichen Stromers soll im September folgen. Preise werden noch nicht genannt, doch dürfte der elektrische Tepee wohl einige tausend Euro mehr als das Nutzfahrzeug-Pendant kosten. Dieses bietet Peugeot derzeit für knapp über 25.000 Euro an. (Mario Hommen/SP-X)

Peugeot 3008 Wintertest – Chic mit Grip

Peugeot positioniert sich neu – wie alle Marken mehr in Richtung SUV. Davon kündet der kompakte Crossover 3008, der in zweiter Generation mit klassischer SUV-Optik wie mächtiger Kühlerfront und hochbeinigem Auftritt imponieren will. Als SUV-Spätstarter muss der Peugeot besonders auffallen und das gelingt ihm zu Preisen ab 22.900 Euro durch eine betont stylishe Linienführung mit hinterem Hüftschwung. Ein Chic, den die Löwenmarke lange vermissen ließ. Auf der Antriebsseite bietet der fünfsitzige SUV zwei Benziner und drei Diesel mit einem Leistungsspektrum von 88 kW/120 PS bis 133 kW/180 PS, was ihm aber fehlt ist ein Allradantrieb. Stattdessen soll die elektronische Traktionshilfe „Grip Control“ inklusive Bergabfahrkontrolle und spezieller M+S-Reifen souveräne Schlechtwege- und Schneequalitäten garantieren. Ein Traktionspaket, für das Peugeot preiswerte 300 Euro berechnet, das aber nur mit den höchsten Ausstattungslinien Allure und GT kombinierbar ist. So kommt es, dass die Grip Control den Basis-3008 am Ende um fast 25 Prozent auf stolze 28.500 Euro verteuert. Deutlich mehr als etwa ein Seat Ateca mit Allradantrieb kostet. Ob Grip Control den Allrad tatsächlich ersetzt, testeten wir im winterlich weißen Salzburger Land.

Für viele Fans ist Vierradantrieb noch immer ein Charakteristikum von SUV

Für viele Fans ist Vierradantrieb noch immer ein Charakteristikum von SUV. Sollen diese doch dort ein Durchkommen ermöglichen, wo das asphaltierte Straßennetz endet oder unter einer Schnee- und Eisdecke verschwindet. So weit die Theorie. Denn wirklich gekauft werden am Ende meist die deutlich billigeren und verbrauchsgünstigeren Frontantriebs-SUV. Für Peugeot Anlass, auf den Allradantrieb gleich ganz zu verzichten und stattdessen die optionale elektronische Fahrhilfe Grip Control anzubieten. Dabei sind über den Drehregler in der Mittelkonsole fünf verschiedene Antriebsmodi möglich. Wichtig im Winter sind vor allem die Profileinstellungen „Schnee“ und „Matsch“, ansonsten gibt es noch „Sand“, „Standard“ oder „ESP off“. Hinzu kommt eine per Drucktaste aktivierbare Bergabfahrhilfe, die das Fahrzeug bei steiler Talfahrt auf rund 3 km/h einbremst und auch ungeübte Fahrer schwierige Passagen bewältigen lässt. Features, die wir auf verschneiten und vereisten Strecken erproben konnten.

Ob Grip Control den Allrad tatsächlich ersetzt, testeten wir im winterlich weißen Salzburger Land

Für die Fahrt über weiße Winterstraßen empfiehlt sich der Schneemodus, der den Schlupf aller Räder an die jeweiligen Bedingungen anpasst. Und dies bisweilen auf überraschend effektive Weise. Verlieren etwa die Vorderräder auf verschneiter steiler Steigung an Traktion, reduziert Grip Control nicht zwangsläufig die Antriebskraft. Im Gegenteil, das System hält den Motor auf Drehzahlen, um über die leicht durchdrehenden Räder den Schnee aus der Spur zu fegen und so wieder Traktion zu gewinnen. Dank der elektronischen Beeinflussung der Gasannahme und Lenkradunterstützung gräbt sich der Fronttriebler also ähnlich wie ein 4×4 nach oben. Im Matsch-Modus hingegen wird das maximale Drehmoment immer nur auf das Rad gelenkt, das die größte Haftung hat.

Für die Fahrt über weiße Winterstraßen empfiehlt sich der Schneemodus

Ebenso souverän verhält sich der 3008 in folgender, typischer Wintersituation: Eine Hälfte der Landstraße ist trocken, aber zwei Räder rollen plötzlich über vereisten Untergrund. Kein Problem, wenn der Fahrer dabei auf dem Gas bleibt. Denn Grip Control regelt Drehmomentverteilung und Bremseingriffe via Sensoren an allen vier Rädern und Gyroskopen so, dass das Fahrzeug bei auftretendem Schlupf stabilisiert wird und sich trotz rutschigem Untergrund sogar kontrolliert durch Kurven dirigieren lässt. Die nächste Herausforderung erwartet den Peugeot im Winterwald bei einer steilen Bergabpassage. Jetzt die Bergabfahrhilfe aktivieren und schon geht es durch radgenauen Einsatz der Bremskraft im Schritttempo talwärts. Gezieltes Blockieren und Lösen einzelner Räder lässt den Peugeot fast ohne Zutun des Fahrers ins Tal kommen.

Auf der Antriebsseite bietet der fünfsitzige SUV zwei Benziner und drei Diesel mit einem Leistungsspektrum von 88 kW/120 PS bis 133 kW/180 PS

Dieses Plus an aktiver Fahrsicherheit auf Schnee und Eis bieten allradangetriebene Fahrzeuge natürlich ebenso gut oder sogar souveräner, dafür glänzt die Grip Control mit Gewichts- und entsprechenden Verbrauchsvorteilen. Tatsächlich zählen alle Peugeot 3008 nach den Normverbrauchswerten zu den sparsamsten Kompakt-SUV überhaupt. Gleich ob es der 96 kW/130 PS leistende, überraschend lebhafte Dreizylinder-Benziner ist (5,1 Liter), der 121 kW/165 PS starke 1,6-Liter-Benziner mit Automatik (5,8 Liter), der ausreichend kräftige 88 kW/120 PS leistende 1,6-Liter-Diesel (4,0 Liter) oder der 2,0-Liter-Diesel mit 110 kW/150 PS (4,4 Liter) bzw. mit 133 kW/180 PS (4,8 Liter). Wer wirklich nur 300 Euro Aufpreis für die Grip-Control zahlen will, sollte einen der beiden Top-Diesel wählen, die serienmäßig über die Allure- bzw. GT-Ausstattung verfügen. So ganz verabschiedet sich die Löwenmarke aber doch nicht vom Vierradantrieb, denn der für 2019 angekündigte 3008 Plug-in-Hybrid wird elektrisch angetriebene Hinterräder haben. (Wolfram Nickel/SP-X)

Erste Fahrt: Peugeot 3008 GripControl

Mit der zweiten Generation des 3008 unterstreicht der französische Autobauer das MUST have in seiner Modellpalette in puncto Interieur, Außendesign und Fahrvergnügen. Mit viel Liebe zum Kundenwunsch wurde an den Eigenschaften des neuen 3008, die er haben sollte oder man weglassen kann, gearbeitet. Dass dies mit Erfolg gelang, drückt sich deutlich in den Verkaufszahlen aus. Seit Markteinführung Juni 2016 verbucht der PSA Konzern mehr als 60.000 Bestellungen europaweit, was einem Plus von 70 % entspricht. Die deutschen Händler brachten es immerhin auf 4.000 Einheiten seit Verkaufsstart Ende letzten Jahres. Im Vergleich zur ersten Generation verlängert sich die Karosserie zwar um 8 Zentimeter, dafür spart man 100 Kilogramm Gewicht ein. Darüber hinaus schickt man den 3008 generell ohne Allradantrieb, aber mit preiswerter Alternative „GripControl“ auf den Markt. Für einen Einstiegspreis von € 22.900 gibt es den Peugeot 3008 in der Ausstattung „Access“ mit einem sehr sparsamen 1.2 Liter PureTech Benziner mit 96 kW (130 PS).

Der neue Peugeot 3008 mit GripControl im Fahrbericht

Weniger ist mehr !

Marktforschungen des französischen Autobauers zufolge ist es nur einem sehr geringen Teil seiner Kundschaft wichtig bzw. notwendig, ein Fahrzeug mit Allradantrieb zu nutzen. Aus diesem Grund entschloss man sich, diesen Antrieb gar nicht erst anzubieten. Resultat: Peugeot kann den 3008 mit moderaten Preisen anbieten. Fehlende Entwicklungs- und Produktionskosten machen es möglich. Kunden, die dennoch in schwierigerem Terrain agieren müssen, bietet Peugeot eine kostengünstige Alternative. In Verbindung mit dem Front getriebenen 3008 und dem Paket „GripControl“ soll es möglich sein, das Fahrzeug auch außerhalb von befestigten Straßen zu manövrieren. Nachweislich möglich, denn Sébastian Loeb wurde schließlich mit Peugeot auf einem 2WD-Fahrzeug neunmal Rallye-Weltmeister. Für Tests zumindest auf Schnee und Eis luden die Verantwortlichen von Peugeot ins österreichische Hintersee am Fuschelsee ein. Auf präparierter Strecke des ÖAMTC konnten wir die „GripControl“ des 3008 ausreichend erfahren.

Gute Performance auf Schnee und Eis.

Serienmäßig mit Peugeot i-Cockpit

Auf dem ersten Blick scheint sich gegenüber dem Vorgänger nicht viel getan zu haben, stellen wir nach unserer Ankunft in Salzburg zur Fahrt an die Teststrecke fest. Doch beim näheren Hinsehen ist die zweite Generation des 3008 vor allem an der frischen Frontpartie zu erkennen. Gerade auf dem Fahrersitz Platz genommen, fällt uns das serienmäßige Peugeot i-Cockpit auf, das beim Blick durch den Lenkradkranz sichtbar wird. Individuell konfigurierbar kann der Fahrer außer dem Ablesen der Daten des Bordcomputers auch Kommunikation und Navigation regeln. Der Innenraum offeriert bis zu fünf Personen bequem Platz. Unsere Fahrt führt uns zunächst vorwiegend auf der Autobahn Richtung Süd-Osten. Dabei können wir die Assistenzsysteme, wie die Geschwindigkeitsregelanlage, ausreichend ausprobieren. Die darauf folgenden Alpenstraßen lassen ein Rasen wie in Deutschland so oder so nicht zu. Das müssen wir auch nicht, denn der 3008 bringt uns sehr souverän mit einem BlueHDI 150 PS Diesel Motor bis zur Übungsstrecke des ÖAMTC in Hintersee. Nach kurzer Einweisung auf dem Bildschirm der Instruktoren und den Einführungsrunden darf dann die eine oder andere Übungsrunde mit dem Front getriebenen SUV und seiner GripControll gedreht werden.

Mit Peugeot i-Cockpit und GripControl.

GripControl alternativ zum Allrad

Das System „GripControl“ arbeitet ausschließlich über das Motormanagement. Hierbei ist der Rundregler in der Mitte der Konsole in fünf verschiedene Modi zu drehen. Mit den Funktionen „Normalmodus“, „Modus Schnee“, „Geländemodus“, „Modus Sand“ und „Modus ESP aus“ sind zumindest einige unterschiedliche Fahrbahnsituationen zu bewältigen. Das gleichzeitige Durchdrehen der beiden Antriebsräder wird im „Modus Sand“ gesteuert. Es verringert die Gefahren des Einsinkens des Fahrzeuges. Um die bestmögliche Beschleunigung je nach verfügbarer Haftung zu erzielen, sollte der Fahrer den „Modus Schnee“ wählen. Beim Anfahren passt das System seine Strategie an die vorhandenen Haftungsbedingungen Rad für Rad an. Der „Geländemodus“ regelt beim Anfahren einen hohen Schlupf am Rad mit geringer Haftung, um wieder Haftung zu finden. Wogegen das Rad mit der größten Haftung benutzt wird, Drehmoment zu übertragen. Im „Normalmodus“ sollte man das Fahrzeug bewegen, wenn es in keiner der genannten Geländearten gefahren wird. Selbstredend steht der Modus „Modus ESP aus“ für das komplette Abschalten des Systems, was nicht empfehlenswert ist

Mit „Modus Schnee“ auch als Frontriebler stabil auf Eis.

Sicherheitssysteme dürfen nicht fehlen

Zum Thema Sicherheit bietet der Autobauer aus Frankreich außer den üblichen Features wie sechs Airbags (Fahrer- und Beifahrerairbag, Seitenairbags vorn und hinten, Vorhangairbags vorn und hinten), ESP (eletronischer Bremskraftverteiler und Stabilitätsprogramm) und ASR (Antriebsschlupfregelung), das automatische Verriegeln der Türen beim Anfahren und das Peugeot i-Cockpit, die Sicherheitssysteme Frontkollisionswarner, Active Safety Brake, Geschwindigkeitsregelanlage mit Geschwindigkeitsbegrenzer sowie eine Berganfahrhilfe.

Tolle Heckansicht.

Moderate Preise

Einstieg beim 3008 bildet die Ausstattungslinie „Access“ mit einem Grundpreis von 22.900 Euro. Den Kunden erwartet bereits hier eine üppige Grundausstattung, die so schnell keine Wünsche offen lässt. Über die Ausstattungslinien „Active“ und „Allure“ kann die Topausstattung „GT“ alle Kundenwünsche erfüllen, sodass nur wenig Platz für Zusatzpakete bleibt. Den Schlusspunkt setzt der Diesel 2.0 Liter BlueHDI FAP EAT6 Stop & Start 133 kW (180 PS) in der Ausstattung „GT“ mit 39.700 Euro.

Durchzugsstarker 2.0 Liter Diesel mit 150 PS.

Fazit: Der Peugeot 3008 zeigt, dass Autobauer noch tatsächlich auf Kundenwünsche eingehen. Der nicht erforderliche Allradantrieb, gerade in Gebieten dies- und jenseits der Alpen, kann ein Familienfahrzeug wieder erschwinglich machen. Die Testfahrten auf Eis und Schnee haben gezeigt, dass der Faktor „Sicherheit“ grundsätzlich auf dem Fahrersitz Platz nimmt.

Harte Tests auf Schnee und Eis.

Peugeot 3008 mit GripControl dient als Alternative zum Allradantrieb bei den Franzosen. Aber nicht nur diese preiswerte Lösung macht ihn zur ersten Wahl für Familien und Menschen mit ungewöhnlichen Freizeitaktivitäten.

Text: Stefan Beckmann, Bild: Stefan Beckmann und Hersteller

Citroen Spacetourer und Peugeot Traveller – Französische Familienfreunde

Wenn ein großer Van nicht reicht, muss es ein Kleinbus sein. Auch Peugeot und Citroen haben mit Spacetourer beziehungsweise Traveller wieder ein entsprechendes Modell im Programm. Die französischen Schwestern werden zu Preisen ab 34.380 Euro angeboten.

Der Citroen Spacetourer kommt ab rund 34.000 Euro auf den Markt
Der Citroen Spacetourer kommt ab rund 34.000 Euro auf den Markt
Die weit aufschwingende Hecktür muss manuell hochgewuchtet werden. Hier kann aber das Fenster separat geöffnet werden
Die weit aufschwingende Hecktür muss manuell hochgewuchtet werden. Hier kann aber das Fenster separat geöffnet werden

Die beiden Pkw-Varianten der Nutzfahrzeuge Citroen Jumpy und Peugeot Expert gibt es in drei Längen: Als Neunsitzer mit 4,61 Metern Länge sowie als Fünf- bis Achtsitzer mit wahlweise 4,96 Meter oder 5,30 Meter. Die mittlere Länge (ab 35.650 Euro) wird das Rennen um die Gunst von Familien und gehobenen Shuttle-Diensten machen. Fahrer und Beifahrer thronen hier auf Einzelsitzen, je nach Ausstattung ist es Ledergestühl, das sich noch elektrisch verstellen lässt. Eine Massagefunktion kann man optional ordern. Hinten kommt bei der fünfsitzigen Konfiguration standardmäßig eine im Verhältnis 60:40 geteilte Dreiersitzbank zum Einsatz. Hier können die Lehnen umgeklappt werden, die Bank lässt sich in Längsrichtung verschieben und ausbauen. Für die Passagiere sechs, sieben und acht bieten die Franzosen verschiedene Sitzkonfigurationen an. Darunter gibt es auch drehbare Einzelsitze für die zweite Reihe. Im Frühjahr 2017 ergänzen Versionen mit vier Einzelsitzen im Fond samt versenkbarem Tisch das Angebot.

Für den Vortrieb stehen die aus dem Nutzfahrzeugprogramm bekannten Dieselaggregate zur Wahl. Die zwei 1,6-Liter-Selbstzünder leisten 70 kW/95 PS oder 85 kW/116 PS, die zwei 2,0-Liter-Triebwerke 110 kW/150 PS oder 130 kW/177 PS.

Der Zugang zum Fond erfolgt über große Schiebetüren, ab der zweiten Ausstattungslinie funktionieren diese elektrisch
Der Zugang zum Fond erfolgt über große Schiebetüren, ab der zweiten Ausstattungslinie funktionieren diese elektrisch
Die zwei französischen Schwestern dürften eine gute Alternative für die Kunden sein, die auf den Preis achten wollen oder müssen
Die zwei französischen Schwestern dürften eine gute Alternative für die Kunden sein, die auf den Preis achten wollen oder müssen

Citroen und Peugeot sparen nicht mit Extras. Neben vielen Komfortfeatures wie zum Beispiel Headup-Display, stehen auch moderne Assistenten wie Müdigkeits- und Verkehrszeichenerkennung, adaptive Geschwindigkeitsregelanlage oder Spurhaltehelfer zur Wahl. Keine Frage, der Preis geht so schnell nach oben, bleibt aber unter dem Niveau der deutschen Platzhirsche. Die zwei französischen Schwestern dürften daher eine gute Alternative für die Kunden sein, die auf den Preis achten wollen oder müssen. Und dafür bereit sind, kleine Abstriche beim Komfort und Wertigkeit hinzunehmen. (Elfriede Munsch/SP-X)

80 Jahre Peugeot in Deutschland – Die Löwen sind los

Startschuss für die Marke Peugeot in Deutschland war die Anmietung einer Werkstatt am 5. November 1936 durch die „Kraftwagen Handelsgesellschaft Kochte & Rech“ in Saarbrücken. Die kleine Firma war erster deutscher Peugeot-Importeur zunächst für den kleinen 201 und die stromlinienförmigen Modellreihen 302 und 402. „Raketendesign aus Sochaux“ nannte die Presse die Innovationsträger. Vor allem die Mittelklassereihe 402 schrieb mit dem Coupé-Cabriolet „Eclipse“ als Star auf der Berliner IAA und mit sparsamen Diesel-Versionen Geschichte. Bis 1939 wurden rund 1.000 Exemplare des Peugeot 402 Diesel verkauft. Der Kleinwagen 201 fand aufgrund seines hohen Preises bei den Deutschen hingegen weniger Anklang.

Mit einem anderen Mini erprobte Peugeot bereits 1941 die Serienfertigung von Elektroautos. Unter der Bezeichnung VLV feierte das City-Cabriolet im Zweiten Weltkrieg Premiere und trotz der dunklen Zeit wurden fast 400 Einheiten des „Stromers“ ausgeliefert, auch nach Deutschland. Nach dem Krieg verbuchte Peugeot einen größeren Erfolg mit dem Vorkriegsmodell 202. 1948 folgte die Mittelklasselimousine 203, die dank legendärer Langlebigkeit zum Bestseller wurde. 1955 folgte mit dem Pininfarina-Kunstwerk 403 ein weiterer Erfolgstyp, auf den sogar die saarländische Polizei und Taxifahrer abfuhren. Ab 1960 setzte der 404 diesen Erfolg fort. Mit einem zunehmend breiteren Modellprogramm aus Pkw und Nutzfahrzeugen wuchs Peugeot unter Kochte & Rech in Deutschland zur drittgrößten Importmarke.

1967 folgte die Gründung der konzerneigenen Importgesellschaft Peugeot Automobile Deutschland GmbH, die bereits im ersten Jahr 20.733 Fahrzeuge absetze. Aufsehen erregte dabei die neue Kompaktklassereihe 204 mit Frontantrieb und als 204 Break Diesel mit dem damals kleinsten Selbstzünder der Welt. 1968 folgt der ultimative Peugeot in Form des geräumigen, zuverlässigen und zeitlos eleganten 504, der auch als Cabriolet begeisterte.

Auf dieser soliden Basis streckte sich der Löwe in den 1970er-Jahren nach den Sternen. Nach der Fusion mit Citroen (1976) und der Übernahme von Simca (1978) stieg das Familienunternehmen Peugeot zum größten Automobilhersteller Europas auf. Gekrönt wurde der Aufstieg mit dem repräsentativen 604, der zudem mit dem ersten französischen Nachkriegs-V6 beeindruckte.

Die Übernahme der maladen Marke Simca wurde jedoch zum finanziellen Fiasko, aus dem Peugeot dank kreativer Modellpolitik der Ausweg gelang.Geschichte schrieb der 1983 vorgestellte Cityflitzer 205, der sich5,3 Millionen Mal verkaufte. Noch erfolgreicher war ab 1998 sein Nachfolger 206. Fünf Jahre lang blieb er meistverkaufter Import-Kleinwagen auf dem deutschen Markt – auch dank des 206 CC, der als weltweit erstes kompaktes Coupé-Cabrio für Furore sorgte.

Noch Anfang des neuen Jahrtausends zählte Peugeot zu den stärksten Importmarken mit einem Modellprogramm, das jede Nische abdeckte, zeitweilig aber auch zu aufgebläht war. So konkurrierten mit 107, 1007, 206 und 207 zwischenzeitlich gleich vier Modelle im Kleinwagensegment miteinander. Mittlerweile ist die gestraffte Palette ganz auf die Reduzierung von Verbrauch und Emissionen ausgerichtet. Während der teure Diesel-Hybridantrieb und der elektrische Kleinstwagen iOn nur wenige Käufer gewannen, punktet Peugeot umso eindrucksvoller durch Downsizing-Benziner und neue Diesel, die mit „Best in Class“-Verbrauchswerten beeindrucken.
(Wolfram Nickel/SP-X)

Peugeot 3008 – Das etwas andere SUV

Statt als Van ist die zweite Generation des Peugeot 3008 als lupenreiner SUV angetreten. Ab Ende Oktober ist der neue Peugeot ab 22.900 Euro in Deutschland zu haben.

Äußerlich kommt der 3008 im typischen SUV-Stil mit bulligem Kühler und kantiger Karosserie daher. Der Innenraum setzt hingegen sehr eigene Akzente. Das Kombiinstrument zum Beispiel ist nicht hinter dem Lenkrad, sondern oberhalb platziert. Diese eigenwillige Lösung hat Peugeot vor einigen Jahren bereits beim 208 eingeführt. Doch statt auf analoge Rundinstrumente wie beim Kleinwagen-Bruder setzen die Franzosen beim 3008 auf das rein digitale i-Cockpit.

Fahrtechnisch hinterlässt der Franzose einen angenehmen, pkw-artigen Eindruck. Trotz erhöhter Bodenfreiheit und Sitzposition hat man eigentlich nicht das Gefühl, in einem SUV zu sitzen. Der 3008 ist handlich und direkt, folgt präzise den Lenkvorgaben und bietet dennoch sehr manierlichen Federkomfort

Bereits der kleine 1,2-Liter-Basisbenziner vermittelt auch längsdynamisch Fahrfreude. Trotz Downsizing mobilisiert der Turbomotor 96 kW/130 PS und 240 Newtonmeter Drehmoment. Damit kann der 3008 in immerhin 10,8 Sekunden aus dem Stand auf 100 sprinten und bis zu 188 km/h schnell werden. Der Normverbrauch ist mit 5,1 Litern hingegen niedrig. Einen halben Liter mehr braucht der 1,6-Liter-Einstiegsdiesel BlueHDi 120, der 88 kW/122 PS und 300 Newtonmeter Drehmoment leistet. Wer den Diesel will, muss im Vergleich zum Einstiegsbenziner mindestens 5.500 Euro Aufpreis hinnehmen. Allerdings gibt es den 1.6 HDi erst mit der nächsthöheren Ausstattung Active, die unter anderem Nettigkeiten wie eine Klimaautomatik oder eine Audioanlage bietet. Neben dem 122-PS-Selbstzünder bietet Peugeot noch Diesel mit 110 kW/150 PS und 132 kW/180 PS an. Allradantrieb ist übrigens für keine Variante im Angebot. Immerhin sorgt die Regelelektronik mit speziellen Fahrprogrammen für Sand, Matsch, Schnee und Asphalt für etwas Offroad-Kompetenz.

Grundsätzlich üppig ist das Platzangebot im 3008, auch für erwachsene Gäste im Fond. Der Kofferraum hat standardmäßig Platz für über 500 Liter Gepäck, zudem gibt es einen verschiebbaren Kofferraumboden. Bei umgeklappter Rückbanklehne wächst der Stauraum auf 1.500 Liter. (Dirk Schwarz/SP-X)

Peugeot 208, 308, 308 SW Winter Edition – Jahreszeitliches Angebot

Peugeot macht potenziellen Käufern von 208, 308 und 308 SW ein jahreszeitlich passendes Angebot: Den Kleinwagen, kompakten Fünftürer und Kompaktkombi bieten die Franzosen in einer „Winter Edition“ an, unter anderem mit einem Satz Winterkompletträdern zusätzlich zu den standardmäßigen Sommerreifen sowie Sitzheizung.

Die Sondermodelle basieren auf dem Ausstattungsniveau Active, bieten aber weitere Extras: So ist beim Kleinwagen 208 zum Beispiel das City-Paket mit Einparkhilfe und Nebelscheinwerfern an Bord, ebenso Sitzheizung und Winterreifen auf Stahlfelge. Als Dreitürer ist der 208 mit dem 50 kW/68 PS-Benziner ab 13.990 Euro, mit dem 60 kW/82 PS-Benziner ab 14.690 Euro erhältlich. Peugeot verspricht einen Preisvorteil von 1.630 Euro.

Beim Peugeot 308 und 308 SW kommen neben zum regulären Active-Ausstattungsumfang unter anderem Sitzheizung, Einparkhilfe vorn und hinten, Nebelscheinwerfer, getönte Heck- und Seitenscheiben sowie Winterräder auf Leichtmetallfelgen hinzu. Mit dem Dreizylinder-Turbobenziner (96 kW/130 PS) kostet der 308 Winter Edition mindestens 19.990 Euro, der Kombi 20.990 Euro. Als Diesel (88 kW/120 PS) ist der 308 ab 22.140 Euro erhältlich, der Kombi ab 23.140 Euro. Den Kundenvorteil beziffern die Franzosen mit3.750 bzw. 3.650 Euro. (Hanne Schweitzer/SP-X)

Peugeot 3008 – Es ist nie zu spät

Lange hat’s ja gedauert, bis Peugeot in Sachen SUV die Kurve gekriegt hat. An das boomende Segment dieser Fahrzeugkategorie wollte in Frankreich anfangs keiner so recht glauben, man setzte lieber auf Vans. Und der erste Versuch gemeinsam mit Mitsubishi wurde nach eher mäßigem Erfolg beendet. Jetzt also kommt der 3008, eigentlich ein bekanntes Modell – ein Van. Die Franzosen machen in der neuen Generation kurzerhand ein SUV aus ihm und bringen es ab Ende Oktober zu Preisen ab 22.900 Euro nach Deutschland.

Was insofern ein wenig pikant ist, als dass der 3008 gemeinsam mit Opel entwickelt wurde. Bei den Rüsselsheimern wird das allerdings in Sachen Design und Innenraum komplett anders aussehende Schwestermodell auf den guten alten Namen Meriva hören, der kommt aber erst im nächsten Jahr auf den Markt.

Die GT-Variante (links) tritt besonders sportlich auf
Die GT-Variante (links) tritt besonders sportlich auf

Apropos Innenraum: Der ist bei Peugeot eigentlich schon ein Unikum. Peugeot-Fahrer kennen das bereits aus 208, 2008 und 308, Neulinge sind überrascht. Denn die Armaturen liegen nicht hinter dem Lenkrad, man schaut also nicht durch die obere Hälfte hindurch, die Anzeigen sind vielmehr oberhalb platziert. Hierzu war es notwendig, das Lenkrad so klein und so tief wie möglich zu positionieren. Man hat sich aber schnell daran gewöhnt. Es vermittelt sogar ein sportliches Gefühl. Die Anzeigen selbst sind bestens abzulesen. Peugeot ergänzt das Cockpit zudem um einen weiteren Bildschirm (8-Zoll-Touchscreen) in Armaturenbrettmitte. Cool wirken auch die sechs Kippschalter darunter. Mit ihnen lassen sich Radio, Klimaanlage, Navigation, Fahrzeugeinstellungen, Telefon und mobile Apps direkt anwählen.

Auch sonst hat Peugeot sich viel Mühe gegeben, den Innenraum des 3008 als kleine Wellness-Lounge zu gestalten. Zum Einsatz kommen neben Leder und Textilien Oberflächen aus satiniertem Chrom oder im Carbon-Look. Alles wirkt sauber verarbeitet und wertig. Und nicht zuletzt soll das sogenannte i-Cockpit die sinnlichen Erblebnisse noch erweitern. Ein Druck auf die „Amplify“-Taste genügt und die Beleuchtung wird gedimmt, der Klang der Soundanlage angepasst, die Sitzmassage eingeschaltet und wohlige Düfte verbreiten sich im Interieur.

Wenn der 3008 Ende Oktober zum Händler rollt, will Peugeot zeigen, dass man nicht einfach nur irgendeinen weiteren SUV auf die Räder gestellt, sondern den Fokus auf ein besonderes Fahrerlebnis setzt. „Der 3008 wird zur neuen Referenz in Sachen Fahrvergnügen“, verspricht Markenchef Jean Philippe Imparato. Ermöglichen soll dies in erster Linie die moderne Konzernplattform EMP2, auf der bereits der Golf-Gegner 308 steht und die auch den 3008 über 100 Kilogramm leichter macht als den Vorgänger.

Bei einer ersten Probefahrt hinterlässt der französische SUV einen harmonischen Eindruck. Trotz der größeren Bodenfreiheit (22 cm), der höheren Sitzposition und des höheren Schwerpunkts gibt einem der Wagen nicht das Gefühl, in einem SUV zu sitzen. Der 3008 lässt sich wunderbar handlich und direkt lenken, durchzieht Kurven wie am Strich, federt trotzdem komfortabel und wirkt insgesamt präzise und professionell abgestimmt.

Die "Tigerkrallen" an den Heckleuchten sind Stil der Marke
Die „Tigerkrallen“ an den Heckleuchten sind Stil der Marke

Das richtige Fahrvergnügen hängt jedoch nicht unwesentlich vom richtigen Motor ab. Gewisse Zweifel könnten da beim kleinen Dreizylinder-Benziner mit 1,2 Liter Hubraum (ab 22.900 Euro) aufkommen. Doch Fehlanzeige, das moderne Turbo-Aggregat mit immerhin 130 PS und 240 Newtonmeter Drehmoment erweist sich als schnurriges und munteres Kerlchen für den Alltag und liegt mit einem Normverbrauch von 5,1 Litern nur einen Liter über dem Einstiegsdiesel BlueHDi 120. Rund 2.500 Euro Aufpreis verlangt Peugeot für den 1,6-Liter-Selbstzünder. Da bedarf es vieler Kilometer, bis sich die Investition amortisiert hat.

Wenn es unbedingt ein Diesel sein muss, dann die stärkere 150-PS-Variante mit dem Zweiliter-BlueHDi und kräftigen 370 Newtonmetern. Allerdings überschreitet man hier bereits die 30.000-Euro-Grenze. Teuerste Version im 3008-Portfolio ist der GT mit 180 Diesel-PS und Automatikgetriebe (EAT6). Preis: ab 39.700 Euro.
Allen Versionen gleich ist das gute Platzangebot. Auch im Fond sitzen Erwachsene bequem. Hinter ihnen bleiben sogar noch 520 Liter fürs Gepäck, ein konkurrenzfähiger Wert im Segment. Zudem gibt es einen verschiebbaren Kofferraumboden. Werden die Rücksitzlehnen umgeklappt, passen bis zu 1.482 Liter in den Laderaum. Gegen Aufpreis gibt es auch eine umklappbare Beifahrersitzlehne.

Dass SUV längst nicht zwangsläufig Allradantrieb haben müssen, zeigt einmal mehr der 3008. Für den Ausflug ins leichte Gelände haben die Entwickler dennoch ein paar Vorkehrungen getroffen. Die Antriebsschlupfregelung lässt sich über ein Bedienrad auf der Mittelkonsole fünffach verstellen, abhängig davon, ob man auf Sand, im Matsch, im Schnee oder auf der Straße unterwegs ist.

Die "Tigerkrallen" an den Heckleuchten sind Stil der Marke
Die „Tigerkrallen“ an den Heckleuchten sind Stil der Marke

Die Basis „Access“ hat Klimaanlage, Spurhalteassistent, Frontkollisionswarner und Verkehrsschilderkennung serienmäßig an Bord. Das ist löblich. Weniger gut: Wer einige nette Extras haben möchte, wie zum Beispiel eine sensorgesteuerte Heckklappe (eine Fußbewegung reicht fürs Öffnen und Schließen) oder eine Rückfahrkamera, kann diese nicht einzeln bestellen, sondern muss die höheren Ausstattungslinien „Active“, „Allure“ oder „GT“ nehmen.

Sorgen um den Erfolg des neuen 3008 macht man sich in der Pariser Zentrale nicht einmal im Ansatz. „Wir haben allein über eine Million Kunden, die derzeit noch einen alten 3008 oder 4008 fahren“, sagt Markenchef Imparato, und ist sich ziemlich sicher, dass nahezu alle auch weiterhin einen Peugeot fahren wollen. (Michael Specht/SP-X)

Peugeot 5008 – Fit fürs Familienabenteuer

Eigentlich sind sie verdammt praktisch, vielleicht die praktischsten Autos überhaupt: Vans. Viel Platz, auf Wunsch zahlreiche Sitzplätze und mit vielen großen Fenstern und der praktischen Kastenform trotz ihrer Größe noch recht übersichtlich. Dennoch geht es ihnen an den Kragen. Immer öfter verschmäht die Kundschaft im Autohaus die grundsoliden Pampersbomber und wendet sich lieber den rausgeputzten SUV zu. Darauf reagiert auch Peugeot mit der Neuauflage des 5008, die im kommenden Frühjahr zu den Händlern rollt: Der Name ist der Alte, doch der biedere Van hat sich zu einem schmucken Hochbeiner gemausert.

Auf 4,64 Meter (elf Zentimeter mehr als der Vorgänger) erstreckt sich der Hausfrauenpanzer, dessen Front ziemlich bullig wirkt: Der Kühlergrill steht senkrecht, die Scheinwerfer sind modern gezeichnet und die zahlreichen Chromapplikationen funkeln hell, als wir den neuen 5008 das erste Mal im Pariser Sonnenlicht live sehen. Ein stimmiger Wurf, zumindest von vorne. Am Heck aber werden sich die Geister scheiden: Scheinbar konnten sich die Designer nicht ganz von der Kastenform trennen und haben an die optisch schräg stehende D-Säule noch einen Rucksack angeflanscht. Nicht ganz so extrovertiert wie SsangYong einst beim Rodius, aber in der Seitenansicht doch recht auffällig. Und schaut man sich den Hintern genauer an, bleibt man auch unweigerlich an der ziemlich wuchtigen Heckschürze hängen, die nicht so ganz zum sonst stimmigen Auftritt passen will.

Der Peugeot 5008 wird vom Van zum Crossover
Der Peugeot 5008 wird vom Van zum Crossover

Aber wer weiß, vielleicht fallen diese Details ja im Großstadtgewusel gar nicht mehr auf. Dort ist der 5008 nämlich zuhause, und wird in der Regel zwischen Supermarkt, Kindergarten und Fußballplatz pendeln. Dass er aber auch anders kann, wollte uns Peugeot bei unserer zweiten Begegnung im französischen Niemandsland, eine gute Stunde westlich von Basel, beweisen. Auf einem einsamen Wald-und-Wiesen-Stück erproben die Ingenieure hier die Geländegängigkeit. Richtig gehört: Auch wenn er nur selten Matsch unter den Rädern haben wird, der 5008 wird mit der optionalen Advanced Grip Control zum richtigen SUV – inklusive verschiedener Offroad-Fahrprogramme. Die arbeiten so talentiert und koordinieren Kraftverteilung und ESP-Eingriffe an der Vorderachse derart geschickt, dass der nicht verfügbare Allradantrieb kaum auffällt. Klar, hin und wieder schlupfen die Pneus ein wenig, doch meistert der 5008 dank seiner Regeltechnik auch steile Querfeldein-Passagen auf rutschigem Untergrund mit Bravour.

Bergauf ist kein Problem, und wieder runter? Auch nicht: Peugeot hat den Bergabfahrassistenten überarbeitet und ihn zur Hill Assist Descent Control gemacht. Während die meisten Systeme den Wagen nicht langsamer als mit Standgas den Hang hinab bringen, da sonst der Motor abgewürgt werden würde, kann man beim 5008 zukünftig durch Treten der Kupplung und/oder Einlegen des Leerlaufs mit nur drei km/h den Berg hinunter kriechen. Die Regeltechnik übernimmt das Bremsen, der Fahrer kann sich voll und ganz aufs Lenken konzentrieren. Der Clou: Gibt man im Neutral-Modus etwas Gas, beschleunigt der 5008 sogar, indem er die Bremskraft reduziert. Erhältlich ist das neue System auch für die Modelle mit Automatik, bauartbedingt ist es hier aber freilich weniger reizvoll, weil man damit sowieso problemlos ganz langsam rollen kann.

Der Peugeot 5008 darf sich trotz fehlenden Allradantriebs zurecht SUV nennen, aber auch um die klassische Van-Tugend Platz steht es mit 2,84 Meter Radstand ordentlich: In der ersten Reihe ist der Freiraum großzügig bemessen und dank des sogenannten i-Cockpits wirkt der Franzose luftig: Der Fahrer hält nur ein kleines, oben und unten abgeflachtes Lenkrad in den Händen, dahinter thront ein großes, digitales Kombiinstrument; in der Mittelkonsole gibt’s dazu ein zeitgemäßes Infotainmentsystem. In der zweiten Reihe können drei nicht allzu lange Passagiere kommod auf Einzelsesseln Platz nehmen; wer häufiger Sitzriesen mitnimmt, sollte aber auf das Panoramadach verzichten, das die Kopffreiheit spürbar reduziert. Dahinter gibt es auf Wunsch zwei weitere, im Ladeboden versenkbare und auch herausnehmbare Sitze. Werden die Plätze in der dritten Reihe nicht benötigt, gehen bei voller fünfsitziger Bestuhlung 1.060 Liter Gepäck in den dank der niedrigen Ladekante gut zu bepackenden Kofferraum. Dass die Heckklappe auf Wunsch per Fußschwenk aufgeht, gehört heutzutage fast schon zu den Standards in der Ausstattungsliste, ebenso wie Spurhalteassistent, Tempolimit-Erkennung, Abstandstempomat oder Parkassistent, die für den 5008 auch zu haben sind.

Bleibt noch die Frage nach den Antrieben: Zum Marktstart im März 2017 plant Peugeot nur bekannte Benziner und Diesel für den 5008 ein. Die Turbo-Ottos leisten etwa 130 (1,2-Liter-Dreizylinder) und 165 PS (1,6-Liter-Vierzylinder), die drei Vierzylinder-Diesel mit 1,6 und 2,0 Liter Hubraum entwickeln rund 120 bis 180 PS. Je nach Triebwerk gibt es ein Fünfgang- oder Sechsgang-Schaltgetriebe oder eine sechsstufige Automatik. Wann die Franzosen eine Hybrid-Version nachreichen, ist noch offen, ebenso wie der Preis. Der dürfte sich aber mindestens auf dem Niveau des Vorgängers bewegen, der aktuell mindestens 26.700 Euro kostet.

Peugeot 5008 – Lieber Crossover als Van

Der Peugeot 5008 wird vom Van zum Crossover. Wenn die Neuauflage im Frühjahr 2017 zum Händler rollt, hat sich das einst leicht biedere Familienmobil zu einem schmucken Hochbeiner gemausert.

Die Monocabform des Vorgängers ist passé, stattdessen gibt es einen bulligen Kühlergrill vor einer klar abgesetzten Motorhaube. Lediglich das kantige Heck erinnert noch an den Vorgänger. Mit 4,64 Metern ist die zweite Generation des Franzosen um elf Zentimeter gewachsen, der Radstand misst üppige 2,84 Meter. In der ersten Reihe ist der Freiraum großzügig bemessen und dank des sogenannten i-Cockpits wirkt der Franzose luftig: Der Fahrer hält nur ein kleines, oben und unten abgeflachtes Lenkrad in den Händen, dahinter thront ein großes, digitales Kombiinstrument; in der Mittelkonsole gibt’s dazu ein zeitgemäßes Infotainment-System. In der zweiten Reihe können drei nicht allzu lange Passagiere kommod auf Einzelsesseln Platz nehmen. Dahinter gibt es auf Wunsch zwei weitere, im Ladeboden versenkbare und auch herausnehmbare Sitze.

Werden die Plätze in der dritten Reihe nicht benötigt, gehen 1.060 Liter Gepäck in den dank der niedrigen Ladekante gut zu bepackenden Kofferraum. Dass die Heckklappe auf Wunsch per Fußschwenk aufgeht, gehört heutzutage fast schon zu den Standards in der Ausstattungsliste, ebenso wie Spurhalteassistent, Tempolimit-Erkennung, Abstandstempomat oder Parkassistent, die für den 5008 auch zu haben sind.

Zum Marktstart im März 2017 plant Peugeot nur bekannte Benziner und Diesel für den 5008 ein. Die Turbo-Ottos leisten etwa 130 (1,2-Liter-Dreizylinder) und 165 PS (1,6-Liter-Vierzylinder), die drei Vierzylinder-Diesel mit 1,6 und 2,0 Liter Hubraum entwickeln rund 120 bis 180 PS. Je nach Triebwerk gibt es ein Fünfgang- oder Sechsgang-Schaltgetriebe oder eine sechsstufige Automatik. Wann die Franzosen eine Hybrid-Version nachreichen, ist noch offen, ebenso wie der Preis. Der dürfte sich aber mindestens auf dem Niveau des Vorgängers bewegen, der aktuell mindestens 26.700 Euro kostet.

Test: Peugeot 208 GTI

Mit seiner 208-Baureihe dominiert der staatliche PSA Konzern bereits seit Jahren das hart umkämpfte B-Segment. Nach der Wachablösung des Peugeot 207 im April 2012 verkaufte sich der 208 ca. 1.000.000 mal weltweit. Beim Facelift, das Peugeot im Juni 2015 aufgelegt hatte, kamen auch die sportlichen Anleihen aus dem Rallye Sport der Franzosen auf den Markt. Mit der GT-Line und dem GTi by Peugeot Sport stellen die französischen Ingenieure nochmals klar, mit welchem Know-how sie zu Werke gehen. Im GTi by Peugeot Sport präsentiert sich jetzt ein überarbeiteter Benziner mit 153 kW (208 PS) und einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe. Kombiniert mit den aktuellen Fahrerassistenzsystemen und noch mehr Individualisierungsmöglichkeiten möchte Peugeot den Absatz weiter steigern. Den Einstieg findet der aggressive Kleinwagen bei einem Preis von 27.790 Euro

Peugeot 208 GTi by Peugeot Sport THP 208

Racing Gene für die Straße
208GTI_01
Potenter Kleinwagen 208

Kleinwagen im Rennsportdesign

Die Designveränderungen des Facelift 2015 waren mehr als nur eine kosmetische Korrektur, wie es oft bei Mitbewerbern gesehen wird. Mit den nach außen gerückten Nebelscheinwerfern, der neuen Frontschürze und dem verbreiterten Kühlergrill kam generell eine gewisse Aggressivität und Dynamik ins Spiel. Mit der Liebe zum Detail fasste man die Frontscheinwerfer mit LED-Tagfahrlicht in die Karosserie ein. Das Seitenprofil unterstützt den sportlichen Look mit den kurzen Überhängen und der niedrigen Dachlinie. Den Bezug zur Marke aber sollen die im Krallendesign nachempfundenen LED-Heckfahrleuchten bringen, was den PSA Ingenieuren gut gelungen ist. Zur Designveränderung seiner „klassischen“ Brüder kann sich der GTi by Peugeot Sport dennoch nicht einordnen. Mit tiefer gelegtem Fahrwerk, Spurverbreiterung, 18-Zoll-Felgen, exklusiver Lackierung Schwarz matt (Coupe Branche) und Schalensitzen sprengt er alle Konventionen. Allein schon die Außendarstellung verspricht Fahrspaß pur.

Schalensitze inbegriffen

Die beiden Seitentüren öffnen weit und zeigen uns einen Mix aus rot / schwarzen Elementen. Die Schalensitze umfangen uns innig und geben Halt von der ersten Sekunde. Beim Platz für Fahrer- und Beifahrer wurde nicht gegeizt. Die Rücksitze wurden zwar installiert, aber Spaß bereiten sie eher nicht groß gewachsenen Insassen. Die optisch unterstützte Instrumenteneinheit und Bedienung im 208 GTi wirken sportlich spartanisch, sind dennoch bereits beim ersten Eindruck selbsterklärend, wirken nicht überladen. Der in der Mitte des Armarturenbretts sitzende 7-Zoll-Touchscreen enthält nicht nur Navigationselemente, sondern verbindet das Mobiltelefon mit der Freisprechanlage oder spiegelt die Oberfläche des verbundenen Handys über „Carplay®“ auf dem Display wider. Das Manövrieren beim Parken und schnellem Lastwechsel des mit einer Länge von ca. 3,96 Metern doch sehr kurzen Fahrzeuges ist bei der direkten und präzisen Lenkung sehr leicht und die Rückmeldung auf Geraden und in langgezogenen Kurven gleichermaßen gut. Das verschafft uns ein Fahren im permanenten „Rennmodus“.

1.6 THP 208 Aggregat

Beim Starten des Motors, das noch mit dem Drehen des Zündschlüssels funktioniert, vernehmen wir das recht böse Knurren des 1,6 Liter Benziner Reihen-Vierzylinders mit seinen 153 kW (208 PS). Das Sechs-Gang-Schaltgetriebe bringt den fast 1,2 Tonnen leichten Boliden mit sehr viel Dynamik nach vorn. Eine Einzelradaufhängung vorn mit Gasdruckstoßdämpfer und Verbundlenkerhinterachse mit Schraubenfedern sind gemäß des Anwendungsbereichs des Fahrzeuges sportlich straff im Setup vermerkt. Das geben uns die Straßenverhältnisse auf den urbanen Teststrecken wieder. Autobahnabschnitte, die wir mit dem 208 GTi natürlich auch befahren, nimmt er im Gegensatz gern mit seinem Hochleistungspaket an. Enthaltene Features sind neben dem spezifisch abgestimmten Fahrwerk, Bremsen aus dem Hause Brembo, einem TORSEN-Sperrdifferenzial mit begrenztem Schlupf und Reifen vom Typ Michelin Pilot Super Sport. Alles in allem ergeben sich Situationen auf unseren Testkilometern, die uns eine souveräne Fahrstabilität geben. Der vom Hersteller angegebene Normverbrauch von 5,4 Litern auf 100 Kilometern ist in der Praxis nicht ganz zu schaffen. Unser Testwagen verlangt gut 6,2 Liter. Der Fahrspaß ist mit dem gering erhöhten Verbrauch allerdings nicht zu ersetzten. Kräftige 300 Newtonmeter Drehmoment bei 3.000 Umdrehungen pro Minute treiben uns ein Dauerlächeln ins Gesicht. Diese Kraft lässt das Fahrzeug in 6,5 Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigen. In der Spitze sind bis zu 230 km/h drin.

Assistenzsysteme dürfen nicht fehlen

PSA Peugeot Citroen legte das Augenmerk nicht nur auf die Performance des Fahrzeuges. Es wurden die bereits zum Standard eines Kleinwagens und darüber hinaus üblichen Sicherheitssysteme gleichermaßen überarbeitet und optimiert. So kommt eine Geschwindigkeitsregelanlage genauso zum Einsatz wie der Active City Brake. Das System ermöglichst es dem Fahrzeug bei bestehendem Kollisionsrisiko im Stadtverkehr bei Geschwindigkeiten bis 30 km/h eine automatische Bremsung durchzuführen. Laser basiert ist der Sensor mit kurzer Reichweite im oberen Teil der Windschutzscheibe mittig angebracht. Hierbei erkennt er sowohl bewegliche als auch stehende Fahrzeuge. Mit der zusätzlich verbauten Rückfahrkamera, die ihr Bild im 7-Zoll-Display darstellt, lassen sich Einparkmanöver spielend leicht durchführen. Bei einem sportlich agilen und dynamisch peppigen Fahrzeug wie dem 208 GTi darf der Kontakt zur Außenwelt nicht fehlen. Weiter über den Touchscreen bedienbar sind MirrorScreen-Funktionen, die es zulassen, dass der Nutzer den Bildschirm seines Mirrorlinks® oder Carplay® kompatiblen Smartphones auf das Display seines Autos spiegeln lässt. Außer den zur Zeit verfügbaren Applikationen ist auch der Peugeot Connect SOS & Assistance zu verwenden. Die Software setzt bei Bedarf einen automatischen Notruf ab und kommuniziert mit ortungsgestützten Organisationen, die fallspezifisch nötige Assistenz Leistungen abrufen. Der vernetzte Dienst wird seit 2010 über ein autonomes Telematiksteuergerät realisiert. Bislang sind bereits über eine Millionen Fahrzeuge der Marke Peugeot in Europa damit ausgerüstet.

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Puristischer Rennsportler mit Assistenzsystemen.

Rennsportler zum „kleinen“ Preis

Der Peugeot 208 GTi by Peugeot Sport THP 208, den es nun auch mit zwei Strukturlackierung gibt, ist ab einem Preis von 27.790 Euro zu haben. Dafür bietet PSA einen 1.6-Liter Benziner mit 208 PS und Sechs-Gang-Schaltgetriebe, inklusive aller optischen Anbauteile. Für Kunden, die sportliche Kosmetik nicht von der Stange kaufen möchten, gibt es eine optisch „abgespeckte“ Version, die dennoch alle technischen Voraussetzungen enthält. Der Grundpreis ohne Optionen beträgt dabei 23.900 Euro. Das optional erhältliche Sicherheits-Paket ist für einen Aufpreis von 520 Euro zu erwerben.

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Eye-Catcher in jeder Hinsicht.
Fazit:

Der Peugeot 208 GTi by Peugeot Sport THP 208 ist der absolute Eye-Catcher im Straßenverkehr, dabei erfüllt er alle Rennsport tauglichen Eigenschaften für ein Auto seiner Klasse. Das Preis- / Leistungsverhältnis liegt dabei im moderaten Bereich.

[toggle title=“Motor und Getriebe“]

Peugeot

208 GTI

Motor R4, Benziner, Turbo
Hubraum 1.598 ccm³
Leistung 208 PS @ 6.000 U/min
Kraft 300  Nm @ 3.000 U/min
Getriebe 6-Gang-Schaltgetriebe
Antriebsachse Vorderradantrieb

[/toggle]

[toggle title=“Abmessungen und Fahrleistungen“]

Länge, Breite, Höhe 3.962, 1.829, 1.450   mm
Radstand 2.538 mm
Leergewicht 1.273 kg
Wendekreis 11,20 m
Höchstgeschwindigkeit 230 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 6,5 sec
Normverbrauch 5.4 l/100 km

[/toggle]

[toggle title=“Verbrauch im Test“]

Alltagsfahrer 6.2 l / 100 km (Diesel)
Öko-Experte 5.6 l / 100 km
Außendienst-Modus 6.9 l / 100km

Text und Fotos: Stefan Beckmann

[/toggle]

Peugeot 2008 – Attraktiver Erfolgs-SUV

B-SUV – wie das schon klingt. So technisch. Kühl. Fremd. Aber sind Autos nicht etwas Emotionales? Interessieren wir uns nicht für ihr Design und ihre Wirkung? Oder ist es uns egal, womit wir von A nach B kommen? Den meisten Autointeressenten ist die Gestaltung ihres Fahrzeugs nicht egal und in der Regel zählt die Linienführung mehr, als die Technik. Aber wirklich verzichten mag man auch nicht auf den neusten Stand. Gut, dass der Peugeot 2008, der jüngst ein Facelift erfuhr, mit seiner frischen Optik und seiner modernen Technik  beide Welten miteinander verknüpft. Und wenn man einen Blick auf die muskulöse Karosserie wirft, kann von kühler Distanziertheit keine Rede mehr sein.

Aggressiv und angriffslustig steht der Peugeot 2008 mit seiner gestrafften Frontpartie da. Stattlich wirkt er, der B-SUV. Was heißt das überhaupt? SUV sind Sports Utility Vehicle und in der Vergangenheit mit alltagstauglichen Geländewagen verwechselt worden. Dabei muss ein Allradantrieb gar nicht installiert sein, schließlich dienen diese Fahrzeuge der sportlichen Fortbewegung und sollen für viele Einsatzzwecke (Utlities) geeignet sein. Vom Gedanken des Geländewagens sollten wir uns also verabschieden. Zurecht, wie ich meine. Oder wie oft waren Sie zuletzt mit ihrem SUV im Wald oder der Kiesgrube? Dementsprechend verkneift sich auch der neue Peugeot 2008 den 4×4-Antrieb. Was aber bedeutet das „B“? Es gruppiert schlicht und ergreifend die Größe ein. Die Basis für den 2008 bildet der Kleinwagen Peugeot 208 und gibt die Größe damit in etwa vor. Ein Opel Mokka beispielsweise hat dasselbe Format und basiert auf dem Kleinwagen Corsa.

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Geschärfter Blick und schwarze Akzente: Peugeot 2008 GT-Line

Praktisch beim Verzicht auf den Allradantrieb sind einige Faktoren. Zum einen können Kosten bei der Entwicklung reduziert werden und der Kunde damit ein günstigeres Fahrzeug bekommen. Sparen wird man zum anderen aber auch beim Benzinkonsum, da die zugeschaltete Achse für gewöhnlich ihren Tribut an der Zapfsäule fordert. Selbst bei der Sicherheit muss man nur wenige Abstriche hinnehmen, sofern es überhaupt welche gibt. Ein Allradantrieb mag zwar helfen, auf schwierigen Untergründen voranzukommen – und das ist der größte Vorteil – doch beim Bremsen auf Schnee, Eis und glattem Belag hilft der 4×4 herzlich wenig. Und bei den aktuellen Wintern wünscht man sich eher, dass die modernen Fahrzeuge sich zu einem Kanu verwandeln können, anstatt alle vier Räder anzutreiben.

Deshalb haben sich die Franzosen auf eine ihrer Hauptkompetenzen konzentriert – das Design. Wer denkt nicht beim Stichwort „Paris“ an Haute Couture, Chanel, Dior und Co? So kommt es also nicht von ungefähr, dass der Peugeot 2008 mit einem attraktiven Äußeren aufwartet. Oftmals werden SUV als klobig oder unförmig verschrien, aber das muss sich dieser Peugeot nicht gefallen lassen. Leicht, filigran aber dennoch stattlich steht der souveräne 2008 auf seinen 17-Zoll-Leichtmetallrädern in der dynamischen GT-Line. Mit dieser neuen Ausstattungslinie wollen die Franzosen den 2008 auch in seiner zweiten Lebenshälfte attraktiv halten. Nicht, dass er es nötig hätte, schließlich avancierte der SUV seit seiner Einführung im Jahr 2012 zum zweiterfolgreichsten Modell von Peugeot. Insgesamt rund 1.000.000 Einheiten konnten verkauft werden – ein großer Erfolg.

Damit das so bleibt, glänzt die GT-Line mit besonders sportlichen Attributen und trifft damit den Kern eines SPORT Utility Vehicles. In sportlich-elegantem Schwarz kommen der Kühlergrill, die Außenspiegel, die Dachreling und sämtliche Zierleisten daher. Außerdem tragen die Nebelscheinwerfer schwarze Umrandungen. Einen kecken Abschluss bildet der ebenfalls schwarze Dachspoiler. Für glänzende Akzente sorgen der rote Peugeot Schriftzug im Kühlergrill und die Einrahmung in Black Chrome.

Hinzu kommen getönte Scheiben ab der B-Säule, die die Dynamik des Exterieurs weiter hervorheben. Zudem spendierten die Franzosen dem 2008 GT-Line Stoßfänger mit Unterfahrschutz, um mit dem Geländewagenlook zu kokettieren. Hinten wurde die Auspuffblende integriert. Für den krönenden Abschluss sorgen die GT-Line-Logos auf den vorderen Kotflügeln und am Kofferraumdeckel. Wer ganz genau hinsieht, wird erkennen, dass die Buchstaben in Rot und Silber gehalten sind.

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Sportlich: Schwarz dominiert das Interieur und wird von roten Akzenten betont

Doch die Ausstattungsumfänge beziehen sich nicht nur auf das Äußere, sondern natürlich auch auf den Innenraum. Die Instrumente tragen eine rote LED-Umrandung und dürfen als echte Eye-Catcher gelten. Damit das Lenkrad satt in den Händen liegt, wurde es aufgepolstert und unterstreicht auf diese Weise noch mehr die Sportlichkeit des Peugeot 2008. Hinzu gesellen sich rote Ziernähte am Schaltknauf, dem Handbremshebel, an den Sitzen und den Türverkleidungen. Abgerundet wird das Farbkonzept von breiten roten Streifen auf den Sicherheitsgurten und Türgriffen, während die Pedalerie aus Aluminium für einen sicheren Tritt sorgt. Den letzten Schliff geben das Armaturenbrett und die Instrumenten-Ziffernblätter in Carbon-Optik.

Aber der Peugeot 2008 kann mehr als nur gut aussehen. Für Sicherheit sorgen moderne Assistenten, wie etwa die Active City Brake, während das aktive Parksystem mit Lenkautomatik den Komfort steigert. Die Grip-Control sorgt zudem dafür, dass man – egal bei welcher Witterung – stets mit der besten Traktion gesegnet ist. Modern ist aber auch das i-Cockpit mit seiner klaren Bedienung über den 7-Zoll-Touchscreen. Die Konnektivität ist auf dem neuesten Stand und lässt kaum Wünsche offen, während das optionale JBL-Soundsystem für ein außergewöhnliches Klangerlebnis sorgt. Und damit man nicht vom Verkehrsgeschehen abgelenkt wird, bietet der Peugeot 2008 eine Sprachsteuerung.

Auf dem neusten Stand zeigen sich selbstverständlich die Aggregate des SUV. Die Benziner verfügen allesamt über 1.2 Liter große Brennräume und verzichten damit gern auf trinkfreudigen Hubraum. Für leistungsverwöhnte Interessenten steht eine Variante mit 131 PS / 96 kW bereit, die mit ihren 230 Nm bereits ab 1.750 Touren für ordentlichen Schub sorgt. Darunter rangieren Aggregate mit 82 und 110 PS, die wahlweise mit einer Handschaltung oder eine Automatik erhältlich sind. Diesel-Freunden stehen zwei Selbstzünder zur Verfügung: Beide bieten 1.6 Liter Hubraum  und leisten 100 bzw. 120 PS. Besonders attraktiv ist, dass beide Diesel  mit 90 bzw. 96 g CO2-Ausstoß pro Kilometer sehr niedrig eingestuft sind. So ist der Peugeot 2008 nicht nur ein hübscher, sondern auch ein dynamischer und umweltschonender SUV.

Mehr über den Peugeot 2008 gibt es hier

Weltpremiere in Le Bourget/Paris: Der neue Peugeot 3008!

Start einer neuen Ära!

Mit der zweiten Generation des 3008 revolutioniert Peugeot nach eigenen Aussagen das Segment der kompakten SUVs. Mit mehr Innovation am Interieur, Außendesign und Fahrvergnügen unterstreicht der französische Autobauer das MUST-have in seiner Modellpalette. Mit viel Liebe zum Kundenwunsch wurde an den Eigenschaften des neuen 3008 gearbeitet. Im Vergleich zur ersten Generation verlängert sich die Karosserie zwar um 8 Zentimeter, dafür spart man 100 Kilogramm Gewicht ein. Im Windkanal optimierte Peugeot den Cw-Wert auf stattliche 0,76, trotz einer 19-Zoll Bereifung. In Punkte Funktionalität spielt gerade der Faktor Nutzwert eine erhebliche Rolle. Die Ladekante wurde auf den niedrigsten Wert seiner Klasse geschraubt, eine ebenerdige Ladefläche geschaffen und beim Umlegen des Beifahrersitzes ergibt sich eine Gesamtladefläche von 3 Metern. Den nötigen Pfiff verspricht man sich durch das Beilegen – ab Basisausstattung „Allure“ – eines Peugeot-eigenen Elektro-Tretrollers, der gerade beim Parken in Innenstädten bezüglich der Distanz zur Einkaufsmöglichkeit behilflich sein soll. Mögliche Reichweite wären hier bis zu 10 Kilometer.

Peugeot 3008 – Franzose mit viel Selbstvertrauen

Le Bourget, Messegelände vor den Toren Paris` und Peugeot präsentiert sein neues Kompakt SUV 3008 der Weltpresse. Mit sehr viel Selbstvertrauen steht der kompakte Franzose Rede und Antwort gegenüber Journalisten aller Herren Länder. In erster Linie soll er punkten mit Emotion, Effizienz und Funktionalität. Dennoch stellen sich die Fragen nach aktueller und perspektivischer Technologie sowie Preispositionierung und Zielgruppen wie von selbst.

Ob es einen Verkaufsstart noch in diesem Jahr gibt, darf angenommen werden, da die ersten dynamischen Tests ab Oktober 2016 angekündigt sind. Mit etwas höheren Einstiegspreisen gegenüber der ersten Generation muss gerechnet werden, da mit Start des neuen 3008 zum Beispiel sehr viel mehr Fahrerassistentzsysteme Einzug halten werden.

Erstes Probesitzen im neuen Peugeot 3008
Erstes Probesitzen im neuen Peugeot 3008.

Kompakt SUV auch mit Hybrid?

Zum Einsatz kommen werden sowohl die gewohnten Benziner PureTech- als auch die Diesel BlueHDI- Aggregate. Perspektivisch wird der kompakte Franzose wahrscheinlich ab 2017 mit einem Plug-IN (Benzin) Hybrid auf Kundenfang gehen. Aufträge erwartetet sich Peugeot nicht nur aus dem Kreis seiner Bestandskunden, sondern auch von ökologisch denkenden Menschen, die bislang Mitbewerber gefahren sind.

Was bleibt, ist die Vorfreude auf einen neuen Kompakt SUV, der mehr denn je auf die Wünsche seiner Kunden wie ein 12,3 Zoll Touchscreen in der Basisausstattung eingehen wird: seine individuelle Klasse kann das Kraftpaket ab Ende 2016 unter Beweis stellen.

Text: Stefan Beckmann

Bild: Karl-Heinz Augustin und Stefan Beckmann

Peugeot 2008 – Angriffslustiger kleiner Gallier

Sein feistes Grinsen ist das erste, was auffällt. Der neu geformte, markante Kühlergrill mit den vertikalen Streben, den manch Cineasten an den weißen Hai Bruce aus Comic-Film „Findet Nemo“ erinnern mag, ist das offensichtlichste Merkmal einer beabsichtigten Charakter-Veränderung beim Peugeot 2008. Der facegeliftete, kleine Franzose soll sich zu seinem Verkaufsstart am 9. Juni deutlich suv-iger vorstellen. Immerhin bleibt trotz der zahlreichen kosmetischen Maßnahmen dazu der Basispreis von 15.500 Euro der alte.

Natürlich ist unseren gallischen Nachbarn nicht entgangen, dass das Segment der kleinen Sport Utility Vehicles durch die Decke geht. In Deutschland, in Europa, welt-weit. Im B-Segment, dem auch der Peugeot 2008 angehört, hat sich der Absatz in den vergangenen drei Jahren verfünffacht. Anzeichen für ein Ende dieser Entwick-lung gibt es nicht. Weshalb für die vor drei Jahren als „Urban Cruiser“ gestartete Mi-schung aus Geländegänger und Van mit einem robusten, kraftvolleren Design die SUV-Eigenschaften stärker herausgearbeitet wurden. Neben dem steiler im Wind stehenden Kühlergrill zeigt sich das in verbreiterten Radkästen, Schutzbeplankung aus kratzfestem Plastik rundum, Unterfahrschutz, neuen Scheinwerfern und einer krallenförmigen Lichtsignatur der LED-Rückleuchten.

Gegenüber dem deutlich braveren Vorgänger wirkt das angriffslustiger, obwohl der Schein trügt. Wie bei Bruce eben, der als Chef einer Vegetarier-Selbsthilfegruppe auch nur zur Schau die Haifisch-Zähne fletscht. Den Peugeot 2008 gibt es nämlich selbst für Geld und gute Worte nicht mit Allradantrieb. Die Gallier bieten als Alternative lediglich die so genannte „Grip Control“ an, die letztlich aus einem Satz M+S-Reifen für den Ganzjahresbetrieb und einer elektronischen Traktionskontrolle besteht. Dazu hat der Fahrer die Möglichkeit über einen Wählschalter in der Mittelkonsole des i-Cockpits fünf verschiedene Fahrmodi vorzuwählen, die Einstellungen für Standard, Schnee, Sand, Gelände und ESP-off vorsehen. Das taugt sicher nicht für schweres Gelände, ist als Traktionshilfe aber durchaus hilfreich, wie einige Runden im tiefen Sand vor Valencia bewiesen. Und es ist vor allem billiger.

Der 2008 soll stärker nach SUV aussehen
Der 2008 soll stärker nach SUV aussehen

Serienmäßig an Bord ist die Grip Control allerdings nicht. Sie kann in den beiden höheren Ausstattungsstufen Active und Allure für 200 € als Einzeloption extra bestellt werden. Oder es wird gleich das komplette GT-Line-Paket ausgewählt, deren fester Bestandteil die Traktionshilfe ist. Dann sind gleich 1.100 Euro zusätzlich fällig. Diese Wahlmöglichkeit, die ausschließlich in der Allure-Ausführung besteht, bietet in erster Linie optische Anreize. Chrom wird durch schwarze Blenden ersetzt, es sind 17-Zoll-Leichtmetall-Felgen montiert und im Innenraum finden sich rote Kontrastnähte an Fußmatten, Armauflagen, Schaltknauf und Gurten.

Neu auf der Optionsliste steht eine Rückfahrkamera, die in dieser Fahrzeugklasse keine Selbstverständlichkeit ist. Die Möglichkeit, dass über MirrorLink oder Apple Car-Play Android- und iPhone-Kunden nun ihre Smartphones in das neue Infotain-ment-System einzubinden können, gehört ebenfalls zu den Neuerungen des 2008-Facelifts. Die City-Notbrems-Funktion, die bis zu einem Tempo von 30 km/h eine Vollbremsung einleitet, falls der Fahrer in einer kritischen Situation nicht, reagiert, gehört schon in der Basis-Ausstattung Access zum Serienumfang.

Die Motorenpalette ist breit aufgestellt, wurde vom Vorgänger aber unverändert übernommen. Zur Wahl stehen drei Benziner, die allesamt in den Leistungsstufen 60 kW/82 PS, 81 kW/110 PS und 96 kW/130 PS auf dem 1,2-Liter-Dreizylinder basieren, der in den beiden stärkeren Ausführungen turbobeatmet wird, und zwei 1,6-Liter-Blue-HDi-Diesel mit 73 kW/99 PS oder 88 kW/120 PS. Eine Start-Stop-Automatik hilft außer in der Basisversion in allen Varianten den Verbrauch zu zügeln, der im kleinen Diesel mit einem Normwert von 3,5 Litern am günstigsten ist. Dieser Motor zeigte bei ersten Testrunden durchaus ausreichendes Temperament, ist akustisch aber jederzeit präsent. Als sparsamster Benziner überzeugt der 1.2 Pure-Tech mit 4,4 l/100 km Normverbrauch. Er arbeitet ohne Murren und Knurren und sorgt für zügiges Vorankommen, sofern er nicht mit der Sechsgang-Automatik gekoppelt ist, mit der er regelrecht zugeschnürt wirkt.

An den Platzverhältnissen hat sich nichts verändert. Die sind im Fond, dem Segment angemessen, nicht gerade üppig, aber akzeptabel. Auf 4,16 Meter Länge lässt sich eben nicht zaubern. Das Gepäckabteil fasst passable 350 Liter Volumen und kann mit zwei einfachen Handgriffen durch Umlegen der Rücksitze zu einer ebenen Ladefläche mit 1.194 Liter erweitert werden.

Hinter dem Opel Mokka und dem Renault Captur belegte der Peugeot 2008 mit ei-genem Abstand bisher den dritten Platz unter den Mini-SUVs in Deutschland, wurde zuletzt aber vom Mazda CX-3 überholt. Mit dem runderneuerten 2008 wollen die Franzosen zumindest den alten Rang zurückerobern. Das sollte möglich sein, denn das B-Segment ist kein Haifischbecken. Die prognostizierten Zuwachsraten lassen noch genügend Raum für alle. (Michael Lennartz)

Peugeot 2008 – Neues Gesicht, alter Preis

Zum unveränderten Basispreis von 15.500 Euro bietet Peugeot nun die überarbeitete Variante des 2008 an. Neben einer dezent modernisierten Front und LED-Rückleuchten erhält das Mini-SUV neue Assistenzsysteme, unter anderem einen Notbremshelfer für den Stadtverkehr. Darüber hinaus bietet das Infotainment-System nun eine Mirror-Funktion für eine komfortablere Anbietung des Smartphones.

Die Motorenpalette bleibt unverändert. Die drei weiterhin angebotenen 1,2-Liter-Turbobenziner decken ein Leistungsband von 60 kW/82 PS bis 96 kW/130 PS ab, die zwei 1,6-Liter-Diesel kommen auf 74 kW/100 PS und 88 kW/120 PS. Der Anfang des Jahres auf dem Genfer Salon präsentierte kleine Diesel mit 55 kW/75 PS kommt in Deutschland nicht auf den Markt.

Peugeot setzt auf virtuelle Cockpits – Digital für alle

Im Herbst beginnt bei Peugeot eine neue Innenraum-Ära. In Zukunft sollen alle Modelle mit dem Löwen-Logo über ein voll digitales, virtuelles Cockpit bedient werden, das nur noch über wenige klassische Tasten verfügt. Die beiden Monitore werden per Fingerdruck auf dem Display, vom Lenkrad aus oder per Sprachbefehlen gesteuert. Selbst in den Basismodellen haben die vertrauten Instrumente ausgedient. Als erstes wird der Nachfolger des 3008 im neuen Look erscheinen und auf dem Pariser Salon im Oktober seine Premiere feiern.

Die französische Revolution der besonderen Art beginnt in einer stockdunkeln großen Halle, die auf einem abgelegenen Industriegelände in einem Pariser Vorort verborgen ist. Dann zucken Laserblitze, erfassen eine Art Kiste im Zentrum des Düsteren. In ihr ist ein Lenkrad zu erahnen, davor zwei Autositze, Monitore flackern auf, erhellen das Innenleben des geheimnisvollen Rechtecks. Ein Auto also, ohne Räder, ohne Dach, ohne Rücksitze, ohne Front- oder Heckpartie. Mit einer sogenannten Sitzkiste präsentiert Peugeot die neue Art des modernen Autolebens, den Abschied von den klassischen Instrumenten und Anzeigen, die seit mehr als einem Jahrhundert alle Autofahrer vor Augen hatten. Das i-Cockpit genannte System besteht aus einem zentralen Monitor nach I-Pad-Art und einem weiterem hinterm Lenkrad, dort wo Tacho und Co. schon immer zu finden waren.

Neu ist das alles nicht, denn auch eine Mercedes S-Klasse oder diverse Audi-Modelle liefern ihren Eignern alle Informationen über Monitore. Doch Peugeot will die Technik erschwinglich machen, auch die Nutzer von kleineren Fahrzeugen in die virtuelle Welt entführen. Die erste Generation, noch deutlich konventionellere Art von Instrumententafeln, ist bei den Franzosen bereits seit 2012 im Einsatz, mehr als 2,2 Millionen Autos haben sie an Bord, darunter der Bestseller Peugeot 308. „Wir haben viele Kunden befragt“, berichtet Jerome Micheron, Chefstratege bei Peugeot. „Die Autofahrer wollen ein einfach zu bedienendes Cockpit, nur noch wenige Knöpfe und Tasten, aber gleichzeitig den Komfort eines Smartphones“.

Genau diese Wünsche soll das neue i-Cockpit jetzt erfüllen. Es gibt nur noch sieben, nebeneinander angeordnete Schalter. Mit ihnen können die wichtigsten Funktionen des Acht-Zoll-Mittelmonitors oben auf dem Armaturenbrett aufgerufen worden. Navigation, Telefon, Audioanlage, aber auch Klimaanlage, Massagesitze oder Parfüm-Beduftung wie in der Luxusklasse. Micheron: „Man muss sich nicht durch lange Menüs quälen, alles ist mit einem Blick zu erfassen und per Touchscreen zu steuern.“ Das neue Navi nutzt viele Funktionen, die von Tom-Tom stammen und informiert in Echtzeit über Staus und Behinderungen.

Zweites Element des i-Cockpits ist das Farbdisplay vor dem Fahrer. Es ist hochauflösend, misst in der Diagonalen über 31 Zentimeter und kann nach den Wünschen des Nutzers programmiert werden. Da das Lenkrad oben und unten abgeflacht wurde, sind die Anzeigen perfekt im Blickfeld. „Der Tacho ist immer im Bild“, erklärt Jerome Micheron. „Ob in Ziffern oder als nachempfundenes analoges Rundinstrument. Alles andere kann der Fahrer per Lenkradtasten entscheiden“. So kann wie in der Premium-Klasse die Navigationskarte ins Blickfeld gerückt werden, allerdings in einfacherer Graphik als bei Mercedes oder Audi. Man kann aber auch sein Abstandsradar bildlich darstellen, das Cover der gerade eingelegten Musik-CD sehen oder im Nachtmodus eben nur den Tacho aufrufen.

Das Ungewöhnliche an der Peugeot-Strategie: Selbst die Käufer eines Kleinwagens müssen die Technik nicht gegen Aufpreis erwerben, sie ist schon im Basismodell enthalten. Welche Infos man sich darstellen lassen will, hängt dann natürlich von der jeweiligen Ausstattung des Modells ab, welche Assistenzsysteme oder andere Extras beim Kauf mitbestellt wurden. Immer soll aber die Vernetzung mit dem Smartphone möglich sein. Dank Apple-Carplay und anderen Schnittstellen kann das gewohnte Bild des mobilen Begleiters auf den Zentralmonitor gespiegelt werden.
Die gesamte PKW-Palette von Peugeot soll nach und nach mit dem i-Cockpit ausgerüstet werden. Erstmals bestaunt werden kann es im Herbst, wenn der vermutlich 3009 genannte neue SUV auf die Showbühne des Pariser Salons rollt. (Peter Maahn/SP-X)

Peugeot Boxer und Citroen Jumper – Ab sofort Euro 6

Peugeot und Citroen stellen bei ihren großen Transportermodellen auf Euro 6 um. Die Kasten-, Pritsche- und Fahrgestellvarianten von Boxer und Jumpy erhalten zu diesem Zweck einen neuen 2,0-Liter-Dieselmotor, der in den Leistungsstufen 81 kW/110 PS, 96 kW/130 PS und 118 kW/160 PS zur Wahl steht. Für die Minderung des Stickoxid-Ausstoßes soll ein SCR-Katalysator mit Harnstoffeinspritzung sorgen. Zudem sollen die neuen Motoren sparsamer sein als die alten Triebwerke mit 2,2 Litern Hubraum, der Boxer Kastenwagen kommt in der Einstiegsversion demnach mit sechs Litern Kraftstoff aus. Preise nennen die Hersteller nicht.

Die beiden PSA-Marken bereiten sich mit der Umstellung auf den Herbst vor. Ab September nämlich gilt die für Pkw bereits verpflichtende neue Euro-6-Norm auch für Autos mit Nutzfahrzeugzulassung.

Adieu mon ami: Absch(l)ussfahrt im Peugeot RCZ-R

Dies ist ein Nachruf auf den Peugeot RCZ-R – das stärkste jemals von Peugeot gebaute Seriencoupé aller Zeiten (seit 2010 als RCZ, seit 2013 als RCZ-R), welches Ende 2015 dem Rotstift des Managements zum Opfer gefallen ist und für das es keinen offiziellen Nachfolger gibt.

Peugeot RCZ-R

Danke für eine geile (Test-) Zeit!

Die Zeit war schön mit Dir. Du warst anders. Aber anders sein ist speziell in den heutigen Tagen nicht immer einfach. Zugegeben war ich bis dato mit Vorurteilen gegenüber französischen Autos belastet. Zu langsam, zu weich, zu wenig Emotion … Vorurteile eben. Aber SACREBLEU!!! Du hast mir gezeigt, dass ich völlig falsch lag. Deinen kleinen Bruder, ohne das zusätzliche „R“ im Namen, habe ich vor einiger Zeit bereits kennengelernt und war zugegeben positiv überrascht. Hat er doch seinem deutschen Gegenstück auf der Rennstrecke ordentlich Paroli bieten können – und das mit einem charmanten französischen Lächeln im Kühlergrill, gepaart mit Eleganz und einer gewissen Leichtigkeit. Doch so richtig ist der Funke damals nicht übergesprungen. Warum, kann ich gar nicht einmal genau sagen. Immerhin hast Du es zu zahlreichen internationalen Auszeichnungen für Deine Form und Deinen optional erhältlichen Dieselmotor geschafft. Die Form war auf alle Fälle sehr cool, aber irgendwie hat mir persönlich das gewisse dynamische und optische Etwas gefehlt. Den Innenraum hatte ich als aufgeräumt, wertig, aber etwas langweilig im Hinterkopf behalten. Das Treffen ist allerdings schon etwas her, denn Dein kleiner Bruder war ja bereits seit 2010 auf dem Markt. Meine Erinnerung ist die letzten Jahre sowieso ziemlich mit automobilen Eindrücken jedweder Art überflutet worden. Ja, ich bin mittlerweile ziemlich versaut! Versaut von allen möglichen „High-Performance-Schleudern“, die mir den Blick vernebelt haben. Also sieh es mir bitte nach.

Peugeot RCZ-R

Außen

Als Du aber als „RCZ-R“ vor mir parktest, war ich hellwach und in meinen Sinnen geschärft. Blickkontakt hattest Du mit Deinen im Titan-Look eingefassten Bi-Xenon-Augen gesucht. Die zahlreichen „R´s“ an Deinem Sportlerdress ließen das Interesse wachsen und mein Herz höher schlagen. Dieser fast schon anrüchige rote Farbton gepaart mit schwarzen Elementen und dem optionalen Carbon-Look-Dach haben Dich in einem ganz neuen Licht erscheinen lassen. Deine breiter ausgestellten Kotflügel gepaart mit diesem knackigen Heck vermittelten endlich den emotionalen Look, den ich mir immer wünschte. Nicht zuletzt dank der fetten Chrom-Auspuffendrohre links und rechts, dem Heckdiffusor und vor allem dem feststehenden Heckspoiler, der das lange Hinterteil nun deutlich sportlicher wirken ließ. Nicht zu vergessen die zweifarbig diamant/schwarzen 19“ Felgen mit dem eingefrästen „R“ und den darunter hervor schimmernden 380 mm großen geriffelten Bremsscheiben an der Vorderachse mit der roten 4-Kolben Festsattelbremse. Peugeot Sport hat da ganze Arbeit geleistet. Wow!

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Peugeot RCZ-R

Peugeot RCZ-R

Innen

Dein Innenraum war edel und sportlich zugleich. Prägnantestes Merkmal waren die Nappa-Leder / Alcantara-Sportschalen. Ein Gestühl vom allerfeinsten und eine gelungene Symbiose aus Seitenhalt und Komfort. Alupedale, ein unten abgeflachtes Lenkrad mit Deinen Initialen und ein komplett im Lederlook überzogenes Armaturenbrett mit roten Nähten zeugten von Deinem sportlichen Charakter. Deine analoge Uhr im edlen Manufakturdesign hätte man unverändert in einer britischen Edelkarosse verbauen können. Was mich allerdings immer zusammenzucken ließ, war Dein eiskalter Aluschaltknauf, wenn ich morgens eingestiegen bin. Ich könnte mir vorstellen, dass Du damit im Hochsommer dicke Brandwunden verursachen kannst, wenn man Dich lange in der Sonne brutzeln lässt. But as we know: Karma is a bitch! Der Rest Deines Cockpits war durchaus wertig, wenngleich schon ein wenig in die Jahre gekommen und von der Bedienung her nicht immer intuitiv. Die Option „Autobahnen meiden“ – existentiell wichtig, wenn man fahrspaßmäßig nur auf der Landstraße unterwegs sein möchte – habe ich in Deinem Navigationsmenü vergeblich gesucht. Bei Bluetooth-Telefonie über Deine Freisprechanlage moserte das Gegenüber regelmäßig über hallende Selbstgespräche. Aber wen kümmert das schon, wenn der Auftrag Fahrspaß im 2+2 Sitzer heißt?

Peugeot RCZ-R

Peugeot RCZ-R

Peugeot RCZ-R

Unter der Haube

Deine Eckdaten dafür klangen vielversprechend, wenngleich zunächst etwas abenteuerlich. Denn Du versprachst, aus einem „normalen“ 4 Zylinder-Motor mit gerade einmal 1.6 Litern Hubraum stolze 270 PS zu mobilisieren. Die wolltest Du lediglich per Frontantrieb in Fahrspaß verwandeln?! Sicher ein wenig das Resultat der Konzernsparflamme, oder? Ein speziell für ein Modell entwickelter Motor oder gar Allradantrieb stellen natürlich Entwicklungsaufwand und Kosten dar, die sich im Preis niederschlagen (müssen). Dein Motor hat es aber immerhin bis zu BMW geschafft, die das Aggregat ebenfalls verbaut haben. Nur eben nicht mit der Leistung. Aber scheiß-die-Wand-an! Ich kann behaupten, dass Du den besten und auf die Literleistung bezogen stärksten Serien-1.6 Liter Motor unter der Haube hattest, den ich je gefahren bin. Dank dem im Ansprechverhalten einem Bi-Turbo ähnlichen Twin-Scroll Lader, der von je 2 Zylindern über getrennte Kanäle mit Abgasen versorgt wird, hat das in einer Weise funktioniert, die ich mir vorher nicht hätte erträumen lassen. Schon bei läppischen 1.900 U/Min. stand Dein max. Drehmoment von 330 Nm an und war bis 5.500 U/Min. verfügbar. Dein zunächst lächerlich erscheinender „Eins-Sechser“ offenbarte sich in Kombination mit der Aufladung, Direkteinspritzung, Sportabgasanlage und dem Feinschliff von Peugeot Sport zu einer kernig klingenden Drecksau, die immer nur das Eine wollte – Fahren, Fahren, Fahren! Dabei war es fast egal, in welchem Gang, bei welcher Drehzahl und ob schnell oder langsam. Die optionale JBL Anlage mit 240 W sorgte für das dazugehörende „Savoir Vivre“ Klangerlebnis auf der Fahrt.

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Peugeot RCZ-R

Fahrmaschine

Dein Motor hat wirklich in jeder Lebenslage beängstigend gut und ohne Zicken oder Stottern funktioniert. Selbst lockeres Cruisen im 6. Gang mit Tempomat hast Du untertourig ebenso beherrscht wie das Fahren bei Autobahnrichtgeschwindigkeit. Hat man Dein adaptiv reagierendes Gaspedal digital gen Horizont gedrückt, hast Du auch ohne Gangwechsel nahezu sofort reagiert und den Befehl von unten heraus in vehementen Vortrieb verwandelt. Bei der Kombination aus Herunterschalten und Vollgas konnte man sich ein Lächeln nicht verkneifen. Ist man doch einmal im Begrenzer gelandet, mündete das in einem erstaunten Freudenschrei und war wie ein multipler Ohr-(Voll)gas-mus – sinnfrei, aber #leider geil. Vortrieb, Soundkulisse, Spurtreue und die kurzen knackigen Schaltwege gepaart mit der direkten Lenkung waren ein Genuss sondergleichen. Rund 5,9 Sek. auf Hundert und selbst erfahrene V/max. von 252 km/h (offiziell 250 km/h abgeregelt) sind auch Grund genug dafür. Identisch lange Antriebswellen und ein exzellent arbeitendes Torson-Differenzial an der Vorderachse sorgten stets dafür, dass die Kraft sauber auf die Straße kommt und das innere Vorderrad in spitzen Kehren nicht vernachlässigt wurde bei der Kraftübertragung. Je nach Fahrweise war auch Deine werkseitige durchschnittliche Verbrauchsangabe von 6,3 Litern auf 100 km/h nicht so unrealistisch wie bei manch anderem Hersteller.

Peugeot RCZ-R

Peugeot RCZ-R

Als Motorradfahrer war ich mit Dir daher eher auf Kurvenhatz, denn Dein super straffes „old-school“ (ohne adaptive Dämpfer oder sonstigen Kram) Fahrwerk schrie förmlich nach Querbeschleunigung und war nicht dafür gemacht, über die Schlaglöcher der Innenstädte zu hoppen. In freier Wildbahn bei schnellen Rechts-Links-Kombinationen hat sich Dein Heck sauber mit eingedreht, aber niemals zum Überholen angesetzt. Selbst mit (den sich normalerweise sehr indirekt anfühlenden) weichen Winterreifen hast Du ein dermaßen direktes Fahrverhalten gezeigt, dass ich kurzzeitig überlegen musste, ob das tatsächlich Winterreifen sind, die Du montiert hattest. Doch Franzosen halten natürlich zusammen und so hat sich der Michelin Pilot Alpin in 235/ 40 R 19 perfekt mit Dir arrangiert. Ich habe selbst bei forscher Fahrweise quasi kein Quietschgeräusch Deiner Pneus vernommen und vor allem keinerlei bevormundende Einbremsung durch das ESP. Magnifique! Wie das wohl auf der Rennstrecke bei warmem Wetter mit entsprechender Bereifung funktioniert hätte?

Peugeot RCZ-R

Du hattest etwas von einem edlen Bordeaux-Wein und Red Bull, von Moulin Rouge und dem Wiener Opernball, von Jean Reno und Arnold Schwarzenegger und überhaupt stehst Du als Sinnbild für eine besondere Liaison; kommst Du doch eigentlich aus den Produktionshallen von Magna Steyr aus Österreich, wo Du teils in Handarbeit gefertigt wurdest, trägst einen französischen Pass und beglücktest mich als guten alten Germanen. Dass Du bei den Frauen gut ankamst, war mir klar. Aber selbst mein australischer Gast (früher bei Nissan als Testfahrer tätig) war begeistert von Dir und sogar mein 70 jähriger Nachbar hat sich eine Mitfahrt gesichert und meinte anschließend nur: „Den würde ich nehmen!“.

Peugeot RCZ-R

Peugeot RCZ-R

Leider kann man Dich nicht mehr bestellen. Dein damaliger Grundpreis ist mit 42.100 € nicht zu üppig ausgefallen. Aber immerhin sind noch einige wenige „R`s“ auf Lager. Daher wünsche ich Dir, dass Du und die verbliebenen Fahrspaßgeräte schnell auf die Straße finden und den neuen Eignern ein Lächeln ins Gesicht zaubern. So wie Du mir.

Ich werde Dich vermissen und auch wenn Du sozusagen seltener als ein Ferrari bist, freue ich mich auf die nächste Begegnung in freier Wildbahn. Au revoir, Du warst der wohl geilste Franzmann, den ich je getroffen habe!

Das Video zum Peugeot RCZ-R wird alsbald live gehen! Am besten daher schon mal unseren Youtube-Kanal hier abonnieren. Für tränende Augen und blutende Ohren wird keine Haftung übernommen 😉

Ein paar mehr XXL Bilder gibt es hier noch sowie klickbar im Originalartikel hier.

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Test & Text: „MotorOli „Gmeinder/ Foto & Graphik: „FotoRalph“ Schirrmeister

News: Peugeot 2008 – Nummer drei wird geliftet

Peugeot liftet das Mini-SUV 2008. Ab dem Sommer gibt es ein aufgefrischtes Design mit stärkeren Offroad-Anleihen und einen neuen Einstiegsdiesel. Der 1,6-Liter-Vierzylinder leistet 55 kW/75 PS und soll mit 3,7 Litern auf 100 Kilometern auskommen.

Das Mini-SUV startet im Sommer
Das Mini-SUV startet im Sommer

Unverändert bleibt die übrige Motorenpalette. Die drei 1,2-Liter-Turbobenziner decken ein Leistungsband von 60 kW/82 PS bis 96 kW/120 PS ab, die beiden weiteren 1,6-Liter-Diesel kommen auf 74 kW/100 PS und 88 kW/120 PS. Angetrieben wird jeweils die Vorderachse, Allradantrieb ist nicht zu haben. Preise nennt der Hersteller noch nicht, das aktuelle Modell startet bei 15.500 Euro.

Der Peugeot 2008 erreichte im vergangenen Jahr Rang drei unter den meistverkauften Mini-SUV in Europa. Die Nummer zwei, der Opel Mokka, zeigt sich auf dem Genfer Salon ebenfalls überarbeitet. Die beiden Modelle wollen so dem Segments-Primus Renault Captur stärkere Konkurrenz machen.