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Europäischer Pkw-Markt – Neuer Tiefstand beim Diesel

Der Diesel bleibt in Europa in der Krise. Profitieren können unter anderem Autos mit alternativen Antrieben.

Der Dieselanteil bei Europas Neuwagen ist im März auf den tiefsten Monatsstand in diesem Jahrtausend gesunken. Laut Daten der Beratungsagentur Jato hatten 31 Prozent aller in der EU-23 zugelassenen neuen Pkw einen Selbstzünder an Bord, im Vorjahresmonat waren es noch 36 Prozent. Im Gegenzug hat der Anteil der Benziner von 57 Prozent auf 60 Prozent zugelegt, die Quote alternativer Antriebe stieg von 5,3 auf 7,1 Prozent. Erfolgreichstes Modell  dieser Sparte war das Elektroauto Tesla Model 3 mit knapp 16.000 Neuzulassungen, gefolgt vom Hybrid-Kleinwagen Toyota Yaris mit knapp 13.000 Neuzulassungen und dem rund 12.000 Mal verkauften Hybrid-SUV Toyota C-HR.

Concept 508 Peugeot Sport Engineered Neo-Performance

Elektro-Sport für die Mittelklasse

Peugeot bereitet seine Elektro-Offensive vor. Die dürfte auch sportliche Aspekte haben.

Mit der Studie einer Sportlimousine zeigt Peugeot auf dem Genfer Salon (7. bis 17. März) die dynamische Seite seiner anstehenden Elektro-Offensive. Das „Concept 508 Sport Engineered Neo-Performance“ ist eine aerodynamisch und optisch optimierte Variante des Mittelklassemodells 508, die mit einem leistungsstarken Plug-in-Hybridantrieb ausgerüstet wurde. Die Rolle des Verbrenners übernimmt der bekannte 1,6-Liter-Benziner mit 147 kW/200 PS, als Unterstützung kommen zwei Elektromotoren zum Einsatz, jeweils einer pro Achse. Der hintere leistet ebenfalls 147 kW/200 PS, der vordere kommt auf 81 kW/110 PS. So entsteht  Allradantrieb mit insgesamt  294 kW/400 PS Leistung. Das ermöglicht eine Spurtzeit von 4,3 Sekunden auf 100 km/h, maximal sind 250 km/h möglich. Die Reichweite im E-Modus gibt der Hersteller mit den branchenüblichen 50 Kilometern an. 

Peugeot bezeichnet die Studie auf einen Ausblick auf künftige Sportfahrzeuge der Marke. Dass es darunter auch konkret eine 508-Variante mit elektrischer Unterstützung geben wird, scheint wahrscheinlich. Den in dem Showcar montierten PHEV-Antrieb dürfte es aber auch in zivileren Ausführungen geben, etwa in den SUV-Modellen der Konzernmarken. Diese wollen in naher Zukunft zahlreiche elektrifizierte Neuheiten auf den Markt bringen, darunter auch reine Elektroautos. Mit dem E-208 zeigt Peugeot in Genf ein entsprechendes Modell. 

Peugeot 2008 und 308 „Black Edition“ Schwarz statt Chromglanz

Ob Schwarz schicker ist als Chromglanz, sei dahingestellt. Objektiv beeindrucken können die Sondermodelle von Peugeot 2008 und 308 in jedem Fall mit gehobener Ausstattung.

Peugeot bietet ab sofort für die Baureihen 2008 und 308 ein Sondermodell namens Black Edition zu Preisen ab 24.900 beziehungsweise 28.400 Euro an. Beide basieren auf dem mittleren Ausstattungsniveau Allure und beinhalten zusätzlich das Komfort-Paket. Als weitere Besonderheit gibt es zudem einige Schwarzakzente außen. Der Preisvorteil soll laut Peugeot rund 800 Euro betragen.

Was sonst bei 2008 und 308 silbrig glänzt, ist bei den Sondermodellen der Black Edition schwarz gehalten

Zu den äußerlichen Merkmalen gehören unter anderem ein schwarz verchromtes Löwenemblem sowie schwarze Zierleisten und Leichtmetallräder. Dank der Komfort-Pakete sind sowohl bei 2008 als auch 308 Sitzheizungen vorn, Rückfahrkameras und ein Navigationssystem an Bord. Speziell der 308 bietet zudem elektrische Lendenwirbelstützen und eine Massagefunktion für die Vordersitze. Während beim 308 Black Edition ein Benziner und ein Diesel mit jeweils 96 kW/130 PS zur Wahl stehen, gibt es für den 2008 zwei Benziner mit 81 kW/110 PS sowie 96 kW/130 PS und einen 88 kW/120 PS starken Diesel.

Fahrbericht: Peugeot 508 SW

Ein feiner Praktiker

Große Kombis mit jeder Menge Platz hinter den Fondsitzen waren schon immer eine französische Spezialität. Modelle wie der Citroen DS Break oder der Peugeot 503 Kombi sind heute Legenden. Beim ersten Erscheinen des neuen Peugeot 508 im Frühjahr wurde ein „Station Wagon“ noch vermisst. Jetzt liefert die Löwen-Marke, bringt mit dem 508 SW sogar einen Kombi, der nicht nur viel wegpackt, sondern auch noch richtig gut aussieht.

Das angeschrägte Hinterteil wirkt dank der recht dicken Backen um die rückwärtigen Räder und der schmalen Heckleuchten optisch breiter als es ist

In den USA oder Asien bekommen klassische Kombis kein Rad auf den Boden, keiner will sie haben. Alle fliegen auf trendige SUV. Nur der alte Kontinent hält der ansonsten siechenden Autogattung noch einigermaßen die Treue. Während Familienväter, einst Stammkunden von Kombis, inzwischen ebenfalls verstärkt in Richtung Pseudo-Geländewagen abwandern, sind es vor allen die Dienstwagen der Handelsreisenden, die auf ihren Lastesel nicht verzichten wollen. Wobei beim neuen, ab 32.350 Euro erhältlichen Peugeot 508 SW der Vergleich mit einem Esel nun gar nicht passt.

Schließlich ist er eng verwandt mit einer der gelungensten Kreationen französischer Automobilbaukunst der letzten Jahre. Der viertürige 508, der in diesen Tagen auch in Deutschland zu den Händlern kommt, wurde bei seinem Erscheinen hoch gelobt, punktet mit elegant-sportlichem Design zeitgemäßer Coupé-Limousinen und bietet auch im Innenraum mit einem bislang bei französischen Marken selten gesehenen Edel-Ambiente. Alles Vorzüge, die der große Fünftürer mit großer Klappe natürlich übernommen hat.

Drei Dieselvarianten, zwei Benziner stehen zur Wahl

Der „SW“ (steht für „Station Wagon“) überträgt die Coupé-Logik des Schwestermodells auf einen klassischen Kombi. Das angeschrägte Hinterteil wirkt dank der recht dicken Backen um die rückwärtigen Räder und der schmalen Heckleuchten optisch breiter als es ist. Die seitliche Dachkante fällt gen Heck deutlich ab, endet schließlich in von einem über das Rückfenster herausragenden Spoiler. Die Formgebung offenbart allerdings einen kleinen Nachteil für die erwachsenen Mitfahrer, die sich auf die hinteren Plätze schwingen wollen. Um unter der Dachkante hindurch zu tauchen, muss der Kopf eingezogen werden. Hier wäre die hilfreiche Hand nach Art eines Polizisten angebracht, der in jedem TV-Krimi den Kopf eines gerade überführten Bösewichts beim Einsteigen in den Fond des Streifenwagens nach unten drückt. Ist diese Klippe überwunden, gibt es dann aber wieder reichlich Luft über dem Haupthaar.

Der Peugeot bietet all das, was Kombifahrer an dieser Art von Autos seit Jahrzehnten schätzen. Der Laderaum schluckt schon im Fünf-Personen-Betrieb 530 Liter, wird das hintere Gestühl umgeklappt sind es sogar 1.780 Liter. Je nach Version kann bis zu einer halben Tonne an Frachtgut mitgeschleppt werden. Guter Werte, auch im Vergleich mit den direkten Mitstreitern wie VW Passat oder auch dem Renault Talisman. Gegen Aufpreis schwingt die Heckklappe elektrisch angetrieben nach oben, auch Führungsschienen gegen das Verrutschen der Ladung sind zu haben.

Typisch sind die hochgesetzten Instrumente

Der 508 SW hält ansonsten alles bereit, was bereits in der Limousine zu finden ist. Drei Dieselvarianten, zwei Benziner. Im Test-Kombi arbeitet der Motor, für den sich wohl die Mehrheit der künftigen und vernunftorientierten Kunden entscheiden wird. Der Zweiliter-Diesel mit 120 PS/160 kW (ab 39.550 Euro) überzeugt durch Laufruhe, Durchzugskraft und spontanem Ansprechen. Da alle Motoren die EU-6d-Temp-Vorgabe erfüllen, alle modernen Reinigungssysteme an Bord und nach WLTP-Norm praxisnäher als früher auf Abgase und Verbrauch hin untersucht sind, müssen Fahrverbotszonen kein Thema sein.

Auch die lange Liste an Extras und Assistenzsystemen wurde für den Fünftürer übernommen. Neu ist ein Nachtsichtsystem, das mittels einer Wärmekamera 200 Meter weit nach vorn blickt und bei Dunkelheit Tiere oder Fußgänger entdeckt, bevor sie der Scheinwerferkegel erreicht hat. Im Notfall wird automatisch gebremst. Mit 1.200 Euro ist das „Night Vision“ zwar immer noch recht teuer, aber immer noch günstiger als bei den deutschen Premiumherstellern. Wie schon in der Limousine findet sich auch im Cockpit ein 10-Zoll-Motnitor, der ein Tom-Tom-Navi und weitere Funktionen wie das Bild der Heckkamera darstellt. Bei manchen Rivalen ist der Bildschirm größer, hat eine bessere Auflösung und Kartendarstellung und ist dadurch schon rein optisch am Kommandostand des Autos präsenter. Daran ändert auch das digitale i-Cockpit von Peugeot, das vom Fahrer je nach Laune gestaltet werden kann, nicht viel.

Der Laderaum schluckt schon im Fünf-Personen-Betrieb 530 Liter, wird das hintere Gestühl umgeklappt sind es sogar 1.780 Liter

Unterm Strich aber hat sich Peugeot die Meriten verdient, eine vom Aussterben bedrohte Auto-Art am Leben zu erhalten. Die fast liebevolle Anpassung der Limousine an die Kombiform beweist, dass der 508 SW für Ingenieure und Designer alles andere als eine Pflichtaufgabe war. Die Franzosen, aber auch immer noch viele Deutsche, lieben nun mal ihre Kombis. 60 Prozent aller bei uns verkauften 508 werden die fünfte Tür am Heck haben. Schließlich verlangt Peugeot auch nur moderate 730 Euro Aufpreis, um aus dem Viertürer einen schönen Praktiker zu machen.

Peugeot 508 SW Blue HDi 160 – Technische Daten:

Fünftüriger, fünfsitziger Kombi der Mittelklasse; Länge: 4,79 Meter, Breite (mit Spiegeln): 2,08 Meter, Höhe: 1,42 Meter, Radstand: 2,79 Meter, Kofferraumvolumen: 530 – 1.780 Lite
2,0-Liter-Diesel, 120 kW/160 PS, maximales Drehmoment: 400 Nm bei 2.000 U/min, Vmax: 225 km/h, 0-100 km/h: 8,5 s, Achtgang-Automatikgetriebe, Normverbrauch nach WLTP: 5,5 l/100 km, CO2-Ausstoß: 119 g/km, Abgasnorm: Euro 6d-temp<

Preis ab: 39.550 Euro

Weitere Motorisierungen:

1,6-Liter-Benziner, 133 kW/180 PS, maximales Drehmoment: 250 Nm bei 1.650 U/min, Achtgang-Automatikgetriebe, Vmax: 225 km/h, 0-100 km/h: 8.0 s, Normverbrauch: 5,4 l/100 km, CO2-Ausstoß: 127 g/km, Euro 6d-temp
Preis: ab 35.850 Euro

1,6-Liter-Benzier, 165 kW/225 PS, maximales Drehmoment: 300 Nm bei 1.900 U/min, Achtgang-Automatikgetriebe, Vmax: 245 km/h, 0-100 km/h: 7,4 s, Normverbrauch: 7,4 l/100 km, CO2-Ausstoß: 132 g/km, Euro 6d-temp
Preis: ab 46.700 Euro
1,5-Liter-Diesel, 96 kW/130 PS, maximales Drehmoment: 300 Nm bei 1.750 U/min, Sechsgang-Schaltgetriebe, Vmax: 210 km/h, 0-100 km/h: 9,9 s, Normverbrauch: 3,9 l/100 km, CO2-Ausstoß: 103 g/km, Euro 6d-temp
Preis: ab 32.350 Euro (mit Achtgangautomatik 34.650 Euro)
2,0-Liter-Diesel, 130 kW/180 PS, maximales Drehmoment: 400 Nm bei 2.000 U/min, Achtgang-Automatikgetriebe, Vmax: 230 km/h, 0-100 km/h: 8,4 s, Normverbrauch: 4,7 l/100 km, CO2-Ausstoß: 124 g/km, Euro 6d-temp
Preis: ab 47.550 Euro

Kurzcharakteristik:

  • Warum: gut gemacht, praktisch, viel Platz, moderne Abgasreinigung
  • Warum nicht: weil man doch dem SUV-Trend erlegen ist
  • Was sonst: viele andere Kombis der Mittelklasse, oder doch die feine 508-Limousine

Anzeige: Einer wie keiner – Der neue Peugeot 3008

Einer wie keiner – Der neue Peugeot 3008

Jeder will SUV. Doch nicht jeder will es so groß. Im B-SUV-Segment finden die Autohersteller nun eine neue Nische für die kleinen Brüder der SUVs. Peugeot startet aktuell mit dem neuen City-SUV 2008 voll durch und belegt auf Anhieb den zweiten Platz in seinem Segment in Europa. An diesen Erfolg will Peugeot auch im stark ansteigenden C-SUV-Segment anknüpfen. Der französische Autohersteller hat die Relevanz dieses Segments erkannt und geht mit einer starken Positionierung und einer eigenen bald vollständigen Modellreihe (2008, 3008, 5008) ins Rennen. Frisch aus dem französischen Werk Sochaux, feierte der 3008 seine Messepremiere bereits auf dem Pariser Salon. Schon seit Anfang August 2016 kann er bei den deutschen Peugeot-Partnern bestellt werden.

Souverän, Unverwechselbar, Vielseitig

Der neue 3008 überzeugt mit einem dynamischen Auftritt, hoher Variabilität, hervorragender Ausstattung und innovativer Technik. Er beeindruckt dank seiner kurzen Überhänge mit betont kraftvollen Proportionen. Seine Linienführung ist präzise, klar und unverwechselbar. Kein Zweifel, hier handelt es sich um einen echten SUV. Trotz seines markanten, individuellen Auftritts fügt sich der neue 3008 nahtlos in das aktuelle Markendesign von Peugeot ein. Schon jetzt wurde er von 58 Journalisten aus 22 Ländern zum „Auto des Jahres“ 2017 gekürt und ist damit bereits der fünfte Peugeot, der die renommierte Auszeichnung bekommt – und der Zweite innerhalb von drei Jahren. Zuletzt wurde der 308 zum Auto des Jahres 2014 gewählt.

Kein Wunder, haben die Peugeot-Designer mit ihm eine Hommage an Geländewagen alter Schule kreiert. Viel Chrom und ein ausgewogenes Design verleihen ihm einen speziellen Charme, dem man sich nicht entziehen kann. Die Synthese aus Stil, Komfort und Handling geht hier voll auf. Mit dem innovativen i-Cockpit definiert der 3008 den Fahrersitz neu. Es ist nicht nur für jeden Besitzer individuell konfigurierbar, sondern beeindruckt auch durch die perfekte Kombination der drei Bausteine: intuitive Fahrzeugbedienung, Kommunikation und Navigation.

Modern, futuristisch und spektakulär

Im neuen Peugeot 3008 hat auch die klassische Armaturentafel ausgedient und einem futuristischen Ambiente Platz gemacht. Das hoch auflösende, 12,3 Zoll große Kombiinstrument des 3008 ist voll digitalisiert und liegt direkt im Sichtfeld oberhalb des Lenkrads. Fünf unterschiedliche Anzeigemodi können über einen Drehschalter am Lenkrad angewählt werden. Ein weiteres Highlight: ein Duftspender soll das Ambiente noch angenehmer gestalten. Ein Auto für alle Sinne sozusagen.

Da verwundert es nicht, dass der Peugeot 3008 der erste SUV ist, der bereits jetzt zum Auto des Jahres gewählt wurde. Er überzeugte die Jury sowohl mit seinem Gesamtkonzept als auch mit dem Innenraumkonzept und Design. Die Auszeichnung sowie die hohe Zahl von insgesamt 100.000 Vorbestellungen in Europa sind auch Beweis für die erfolgreiche Neupositionierung von Peugeot. Neben dem City-SUV und dem 3008 steht mit dem Adventure-SUV Peugeot 5008 der nächste Neuzugang schon in den Startlöchern.

JETZT den Peugeot 3008 besuchen!

Verbrauchswerte: Kraftstoffverbrauch in l/100 km kombiniert für Peugeot 3008: 6,0 – 4,0*, CO2-Emissionen in g/km kombiniert: 136 – 104*, *Werte mit rollwiderstandsoptimierten Reifen ermittelt, Angaben gemäß den amtlichen Messverfahren.

Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen“ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen kostenlos erhältlich ist oder über www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist. Die Angaben wurden gemäß vorgeschriebenem Messverfahren in der jeweils aktuell geltenden Fassung ermittelt. Weitere Informationen zu den CO2-Effizienzklassen einschließlich der grafischen Darstellungen finden Sie hier.

Peugeot Expert und Citroen Jumpy – Nun auch mit Doppelkabine

Die Nutzfahrzeugmodelle Citroen Jumpy und Peugeot Experte sind ab sofort auch als Kastenwagen mit Doppelkabine bestellbar. An Bord ist Platz für bis zu sechs Personen, das Laderaumvolumen beträgt bei der 4,95 Meter langen Variante 3,2 Kubikmeter, bei der Ausführung mit 5,30 Metern Fahrzeuglänge sind es 4 Kubikmeter. Für den Antrieb stehen vier Dieselmotoren mit Leistungswerten von 70 kW/95 PS bi…

Erste Fahrt: Der neue Peugeot 5008

Peugeot 5008 im Fahrbericht

Französischer Löwe hat alles im Grip

Der neue Peugeot 5008 bewirbt sich nicht nur als SUV Flaggschiff der Franzosen in Europa. Der größte SUV der PSA Group ist zugleich auch das letzte SUV der französischen Strategen weltweit. Den Startschuss gab der im Juni letzten Jahres als City-SUV eingeführte 2008, gefolgt vom mittleren 3008, der im Spätherbst 2016 eingeführt wurde. Die erste Generation des 3008 sowie ein 4008 (aktueller europäischer 3008) komplettieren das Fünfergespann in China für den weltweiten Markt. So möchte der PSA Konzern Flagge zeigen im viel umkämpften globalen SUV Markt. Dass er damit im Trend liegt, belegen die aktuellen europäischen Verkaufszahlen. Demnach verkaufte sich der 2008 bereits 249.000 mal und der 3008 kommt seit Oktober 2016 auf 125.000 Bestellungen. Der Große soll sich nun gegenüber dem Nissan X-Trail, Škoda Kodiaq, Hyundai Santa-Fe und Ranger Rover Discovery beweisen und präsentiert sich mit zwei Benzinern und zwei Diesel Aggregaten dem europäischen Markt. Seinen Einstieg findet er bei noch unter 25.000 Euro.

Vom Kompaktvan zum SUV

Kam die 1. Generation des 5008 ab 2009 noch als Kompaktvan auf Basis des 308 und Citroën C4 Picasso daher, führt er heute die Liste der SUV im C-Segment mit einer Fahrzeuglänge von 4,64 Meter an. Dennoch vertritt er gerade mit seiner äußeren Erscheinung die Marke Peugeot in vollen Zügen. So wie seine beiden „kleineren Brüder“ überzeugt er mit einer langen, fast waagerechten Motorhaube. Die aggressiv nach unten gezogenen Frontscheinwerfer rahmen den hoch sitzenden Kühlergrill ein, der ganz prominent das Markenlogo zur Schau trägt. Vom vorderen Radkasten zieht sich eine markante Sicke bis zum Heck, die direkt an der C-Säule endet. Dort gehören die Heckleuchten mit der Drei-Krallen-Graphik zum Wiedererkennungswert des großen Franzosen. Seine Anmutung von vorn und hinten lässt ihn breit und bestimmend auf der Straße stehen.

Gewachsen und erwachsen – ein ganzer SUV.

Mehr Einsatzzwecke

Ein hohes Maß an Sicherheit, Fahrspaß und Zuverlässigkeit wollen die Ingenieure aus Frankreich im 5008 mit seinen flexiblen Fähigkeiten bieten. Dabei gaben sie sich auch zur Aufgabe, dass sich ein SUV nicht nur über die Vielzahl von Einsatzzwecken definiert, sondern generell auch seinen Nutzern stressfreies Fahren über große Distanzen und unter schwierigen Bedingungen offerieren sollte. Ob dies gelungen ist, konnten wir bei einer ersten Testfahrt durch die kurvenreiche schwäbische Alb für einen Tag genießen. Rund um ein Pferdegestüt der Hofsiedlung nahe Heroldstatt konnten wir auf herrlichen Serpentinen durch die Natur seine dynamischen Eigenschaften nicht nur on-road testen.

Souverän und selbstbewußt im Gelände.

Aggregate mit Effizienz

Zur überschaubaren Motorenpalette gehören zwei Benziner und zwei Dieselaggregate. Der von uns gewählte 2.0 Liter Diesel stellt uns 110 kW (150 PS) zur Verfügung. Dies scheint zwar bei einem Leergewicht von rund 1.7 Tonnen etwas wenig Leistung, aber bei einem Drehmoment von 370 Newtonmeter bei 2.000 Umdrehungen werden wir schnell wieder entschädigt. Die Höchstgeschwindigkeit von ca. 207 km/h konnten wir leider nicht ausfahren, aber dafür kamen wir dem angegebenen kombinierten Verbrauchswert von 4,8 Litern ziemlich nahe. Das Sechs-Gang-Schaltgetriebe arbeitet präzise und ohne Hakeln. Das zweite Dieselaggregat für den 5008  bietet bei einem Hubraum von 1.6 Litern 88 kW (120 PS) und 300 Newtonmeter bei 1.750 Umdrehungen. Sowohl der 1.6 Liter- als auch der 2.0 Liter-Motor kann mit einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe oder einem Sechs-Stufen-Automatikgetriebe bestellt werden. Im Benzinbereich listen die Franzosen einen 1.2 Liter PureTech mit 96 kW (130 PS – 230 Nm) in Verbindung mit einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe und einem Sechs-Stufen-Automatikgetriebe. Der zweite PureTech Benziner bringt sich mit 1.6 Liter Hubraum und 121 kW (165 PS – 240 Nm) ins Portfolio ein. Dieser Motor ist ausschließlich mit einem Sechs-Stufen-Automatikgetriebe ausgerüstet. Alle Motoren erfüllen mittlerweile bereits den 6.1 Standard.

Diesel mit Euro Standard 6.1.

Innenraum mit wohltuendem Ambiente

Beim neuen 5008 steigen wir wie schon beim 2008 und 3008 in ein äußerst geräumiges und angenehmes Ambiente ein. Die Frontscheibe wirkt nicht nur groß, sondern bringt tatsächlich viel Licht ins Fahrzeug. Sowohl Fahrer und Beifahrer als auch die Insassen im Fond haben mehr als ausreichend Platz. Mit breiten Kopfstützen ausgestattet, sind die Vordersitze in der Topausstattung „Allure“ (optional) und „GT“ (Serie) als ergonomische Komfortsitze mit AGR-Gütesiegel bestellbar. In der zweiten Reihe finden sich drei komfortable und in der Breite identische Einzelsitze. Der Siebensitzer verfügt außerdem im Fond über zwei zusätzliche Einzelsitze, die sich nicht nur versenken lassen, sondern auch ganz herausnehmbar sind. Dennoch sind die beiden Sitze  auch nur Notsitze und dienen bei kurzen Wegen mit Freunden sehr gut als zusätzliche Möglichkeit. Das Gepäckraumvolumen im Siebensitzer beträgt bis zu 780 Liter bei voller Bestuhlung. Werden die Rücksitze überdies ebenerdig im Boden versenkt, so steigt die Ladekapazität auf 1.940 Liter bei Beladung bis zum Dach. Zusätzliche Komfort-Features des 5008 sind die sensorgesteuerte Heckklappe, zu der eine Fußbewegung seitlich unter dem hinteren Stoßfänger genügt, und die niedrige Ladekante. Mit einer Höhe von 676 mm erleichtert sie das Be- und Entladen. Einen gewissen Hightech-Charakter kennzeichnet das bereits in der zweiten Generation vorhandene i-Cockpit. Ein 12,3-Zoll Display, das hinter dem niedrig gebauten Lenkrad erscheint. Auf diesem „voll digitalisiertem Cockpit“ lassen sich mittels Drehrad am Lenkrad fünf verschiedene Darstellungsmodi einstellen. Der Anzeigen-Modus stellt Drehzahlmesser und Geschwindigkeitsanzeige analog dar. Über einige Assistenzsysteme informiert im Zentrum des Display der Fahrhilfen-Modus. Beim Minimal-Modus dominiert die digitale Geschwindigkeitsanzeige in der Mitte des Displays. Die mehrfarbigen 3D-Navigationshinweise füllen das Display im Navigations-Modus vollständig aus. Eine Kombination aus allem stellt der „persönliche Modus“ zur Verfügung.

Nach unten abgeflachtes Lenkrad und Klaviatur für den Schnellzugriff der Punkte im Hauptmenü.

Mit GripControl alles im Griff

Einen mutigen Weg beschreitet Peugeot bereits mit Einführung des City-SUV 2008. Der französische Automobilhersteller verzichtet auf die Bereitstellung eines Allradantriebes, was für die Fahranforderungen in den mitteleuropäischen Gegenden nicht von Nöten sei, so die Verantwortlichen von PSA. Auch bieten die Modelle 2008, 3008 und 5008 nicht die Geschwindigkeiten, die einen Vierradantrieb beanspruchen würde. Abhilfe soll statt dessen  die mit einem Aufpreis von 300 Euro erhältliche „Grip Control“ schaffen. Eine vielseitige und flexible Traktionskontrolle. Das Bedienrad auf der Mittelkonsole aktiviert zu jeder Zeit fünf unterschiedliche Fahrmodi. Der Standard-Modus ist auf normale Straßenverhältnisse mit geringem und konstantem Schlupf ausgelegt. Beim Schnee-Modus passt sich der Schlupf der Fronträder den aktuellen Straßenverhältnissen an. Ab 50 km/h schaltet das System automatisch in den Standardmodus um. Ein problemloses Vorankommen in rutschigem Gelände verspricht der Allwege-Modus. Das maximale Drehmoment wird auf das Rad gelenkt, das Haftung besitzt. Der Modus ist bis zu 80 km/h aktiv. Dasselbe Maß an Schlupf, um auf lockerem Untergrund voran zu kommen und ein Festfahren zu vermeiden, garantiert der Sand-Modus. Dieser Modus ist ab 120 km/h inaktiv und schaltet in den Standard-Modus. ESP, ASR und Grip Control werden bei einer Geschwindigkeit bis 50 km/h mit dem ESP-Off-Modus ausgeschaltet.

GripControl macht auch Schräglagefahren möglich.

Fahrerassistenzsysteme mit Sinn und Verstand

Ein breites Aufgebot an radar- und kamerabasierten Assistenzsystemen finden wir im Peugeot 5008. Hierzu zählen ab der Ausstattung „Access“ das Active Safety Brake-System, eine Berganfahrhilfe, ein Frontkollisionswarner, eine Geschwindigkeitsregelanlage mit Geschwindigkeitsbegrenzer, ein Spurhalteassistent und die Verkehrsschildererkennung. Ein automatischer Geschwindigkeitsregler mit Abstandswarner, eine Bergabfahrhilfe sowie eine Rückfahrkamera mit 360-Grad-Umgebungsansicht und ein aktives Parksystem mit Lenkautomatik bei Längs- und Querparklücken sind über Optionspakete bestellbar. Peugeot bietet bereits mit der Einstiegsvariante des 5008, dem „Access“, ein Fahrzeug mit einer langen Ausstattungsliste. Eine moderate Aufpreispolitik von 3.200 Euro zur Ausstattung „Active“ und 2.200 Euro zur Ausstattung „Allure“ präsentieren die Franzosen im 5008 mit einem „Rundum-Sorglos-Paket“. Die Erfahrungen seiner „kleineren“ Mitbewerber lassen die Vertriebsverantwortlichen aus Frankreich eine 80%-tige Bestellung der Ausstattung „Allure+“ prognostizieren. Das Highend-Modell des Peugeot 5008 bildet der 180-PS Diesel mit Sechs-Stufen-Automatikgetriebe und der Ausstattungslinie „GT“ mit 41.550 Euro.

Heckleuchten mit Drei-Krallen-Graphik.

Fazit: Mit einem Einstiegspreis von € 24.650 setzt der Peugeot 5008 einen Fingerzeig an die Mitbewerber, dass Luxus, Komfort und Fahrspaß auch zu moderaten Preisen erhältlich sind.

Großer SUV mit kleinem Einstiegspreis.

Der neue Peugeot 5008 ist ein SUV, nicht nur für die Straße und dem Einkauf im Möbelmarkt. Leichte Passagen im Gelände nimmt er ohne Probleme und rundet das Performance Paket des Franzosen gelungen ab. Als Alternative im C-Segment SUV Bereich schon im Preis-/Leistungssektor ein Muss.

Text: Stefan Beckmann, Beitragsbild: Karl-Heinz Augustin, Bild: Stefan Beckmann und Karl-Heinz Augustin

Peugeot 5008 – Auf Allrad wird verzichtet

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Peugeot 3008 – Der späte Vogel fängt den Wurm

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Peugeot Instinct Concept – Autonom nach Wahl

Nach dem Zehn-Stunden-Job und anschließendem Work-out im Fitness-Center zu müde, um selbst nach Hause zu fahren? Kein Problem. Geht es nach den Visionen der Peugeot-Entwickler, könnte der Fahrer sich jetzt nicht nur entspannt hinters weggeklappte Lenkrad setzen, E-Mails checken oder fernsehen und das autonome System den Chauffeur spielen lassen. Über dessen „Smart-Watch“ weiß das Auto sogar schon vor dem Einsteigen…

Peugeot-Sondermodelle – Preisvorteil zum Achtzigsten

Der Autohersteller Peugeot feiert den 80. Jahrestag des Markteintritts in Deutschland mit drei Sondermodellen. Die Basis bilden der Kleinwagen 208, das Mini-SUV 2008 und der kompakte 308. Letzterer verfügt in de „GT-Line Edition“ unter anderem über beheizbare Massagesitze, Navigationssystem und einige Design-Upgrades außen und innen. Die Preise starten bei 24.370 Euro für die Variante mit dem 96 kW/130 PS starke…

Peugeot Partner Tepee Electric – Der lautlose Familienfreund

Bislang bietet Peugeot neben dem Ion noch den Partner in der Lieferwagen-Ausführung mit rein elektrischem Antrieb an. Zum Genfer Autosalon (9. -19. März 2017) stellt die Löwen-Marke nun zusätzlich den Tepee, also die familientaugliche Pkw-Version des Partner, mit E-Antrieb vor. Wie die anderen Peugeot-Stromer wird sie von einer 49 kW/67 PS und 200 Newtonmeter starken E-Maschine angetrieben, die ihren Stro…

Peugeot 3008 Wintertest – Chic mit Grip

Peugeot positioniert sich neu – wie alle Marken mehr in Richtung SUV. Davon kündet der kompakte Crossover 3008, der in zweiter Generation mit klassischer SUV-Optik wie mächtiger Kühlerfront und hochbeinigem Auftritt imponieren will. Als SUV-Spätstarter muss der Peugeot besonders auffallen und das gelingt ihm zu Preisen ab 22.900 Euro durch eine betont stylishe Linienführung mit hinterem Hüftschwung. Ein Chic, de…

Erste Fahrt: Peugeot 3008 GripControl

Mit der zweiten Generation des 3008 unterstreicht der französische Autobauer das MUST have in seiner Modellpalette in puncto Interieur, Außendesign und Fahrvergnügen. Mit viel Liebe zum Kundenwunsch wurde an den Eigenschaften des neuen 3008, die er haben sollte oder man weglassen kann, gearbeitet. Dass dies mit Erfolg gelang, drückt sich deutlich in den Verkaufszahlen aus. Seit Markteinführung Juni 2016 verbucht der PSA Konzern mehr als 60.000 Bestellungen europaweit, was einem Plus von 70 % entspricht. Die deutschen Händler brachten es immerhin auf 4.000 Einheiten seit Verkaufsstart Ende letzten Jahres. Im Vergleich zur ersten Generation verlängert sich die Karosserie zwar um 8 Zentimeter, dafür spart man 100 Kilogramm Gewicht ein. Darüber hinaus schickt man den 3008 generell ohne Allradantrieb, aber mit preiswerter Alternative „GripControl“ auf den Markt. Für einen Einstiegspreis von € 22.900 gibt es den Peugeot 3008 in der Ausstattung „Access“ mit einem sehr sparsamen 1.2 Liter PureTech Benziner mit 96 kW (130 PS).

Der neue Peugeot 3008 mit GripControl im Fahrbericht

Weniger ist mehr !

Marktforschungen des französischen Autobauers zufolge ist es nur einem sehr geringen Teil seiner Kundschaft wichtig bzw. notwendig, ein Fahrzeug mit Allradantrieb zu nutzen. Aus diesem Grund entschloss man sich, diesen Antrieb gar nicht erst anzubieten. Resultat: Peugeot kann den 3008 mit moderaten Preisen anbieten. Fehlende Entwicklungs- und Produktionskosten machen es möglich. Kunden, die dennoch in schwierigerem Terrain agieren müssen, bietet Peugeot eine kostengünstige Alternative. In Verbindung mit dem Front getriebenen 3008 und dem Paket „GripControl“ soll es möglich sein, das Fahrzeug auch außerhalb von befestigten Straßen zu manövrieren. Nachweislich möglich, denn Sébastian Loeb wurde schließlich mit Peugeot auf einem 2WD-Fahrzeug neunmal Rallye-Weltmeister. Für Tests zumindest auf Schnee und Eis luden die Verantwortlichen von Peugeot ins österreichische Hintersee am Fuschelsee ein. Auf präparierter Strecke des ÖAMTC konnten wir die „GripControl“ des 3008 ausreichend erfahren.

Gute Performance auf Schnee und Eis.

Serienmäßig mit Peugeot i-Cockpit

Auf dem ersten Blick scheint sich gegenüber dem Vorgänger nicht viel getan zu haben, stellen wir nach unserer Ankunft in Salzburg zur Fahrt an die Teststrecke fest. Doch beim näheren Hinsehen ist die zweite Generation des 3008 vor allem an der frischen Frontpartie zu erkennen. Gerade auf dem Fahrersitz Platz genommen, fällt uns das serienmäßige Peugeot i-Cockpit auf, das beim Blick durch den Lenkradkranz sichtbar wird. Individuell konfigurierbar kann der Fahrer außer dem Ablesen der Daten des Bordcomputers auch Kommunikation und Navigation regeln. Der Innenraum offeriert bis zu fünf Personen bequem Platz. Unsere Fahrt führt uns zunächst vorwiegend auf der Autobahn Richtung Süd-Osten. Dabei können wir die Assistenzsysteme, wie die Geschwindigkeitsregelanlage, ausreichend ausprobieren. Die darauf folgenden Alpenstraßen lassen ein Rasen wie in Deutschland so oder so nicht zu. Das müssen wir auch nicht, denn der 3008 bringt uns sehr souverän mit einem BlueHDI 150 PS Diesel Motor bis zur Übungsstrecke des ÖAMTC in Hintersee. Nach kurzer Einweisung auf dem Bildschirm der Instruktoren und den Einführungsrunden darf dann die eine oder andere Übungsrunde mit dem Front getriebenen SUV und seiner GripControll gedreht werden.

Mit Peugeot i-Cockpit und GripControl.

GripControl alternativ zum Allrad

Das System „GripControl“ arbeitet ausschließlich über das Motormanagement. Hierbei ist der Rundregler in der Mitte der Konsole in fünf verschiedene Modi zu drehen. Mit den Funktionen „Normalmodus“, „Modus Schnee“, „Geländemodus“, „Modus Sand“ und „Modus ESP aus“ sind zumindest einige unterschiedliche Fahrbahnsituationen zu bewältigen. Das gleichzeitige Durchdrehen der beiden Antriebsräder wird im „Modus Sand“ gesteuert. Es verringert die Gefahren des Einsinkens des Fahrzeuges. Um die bestmögliche Beschleunigung je nach verfügbarer Haftung zu erzielen, sollte der Fahrer den „Modus Schnee“ wählen. Beim Anfahren passt das System seine Strategie an die vorhandenen Haftungsbedingungen Rad für Rad an. Der „Geländemodus“ regelt beim Anfahren einen hohen Schlupf am Rad mit geringer Haftung, um wieder Haftung zu finden. Wogegen das Rad mit der größten Haftung benutzt wird, Drehmoment zu übertragen. Im „Normalmodus“ sollte man das Fahrzeug bewegen, wenn es in keiner der genannten Geländearten gefahren wird. Selbstredend steht der Modus „Modus ESP aus“ für das komplette Abschalten des Systems, was nicht empfehlenswert ist

Mit „Modus Schnee“ auch als Frontriebler stabil auf Eis.

Sicherheitssysteme dürfen nicht fehlen

Zum Thema Sicherheit bietet der Autobauer aus Frankreich außer den üblichen Features wie sechs Airbags (Fahrer- und Beifahrerairbag, Seitenairbags vorn und hinten, Vorhangairbags vorn und hinten), ESP (eletronischer Bremskraftverteiler und Stabilitätsprogramm) und ASR (Antriebsschlupfregelung), das automatische Verriegeln der Türen beim Anfahren und das Peugeot i-Cockpit, die Sicherheitssysteme Frontkollisionswarner, Active Safety Brake, Geschwindigkeitsregelanlage mit Geschwindigkeitsbegrenzer sowie eine Berganfahrhilfe.

Tolle Heckansicht.

Moderate Preise

Einstieg beim 3008 bildet die Ausstattungslinie „Access“ mit einem Grundpreis von 22.900 Euro. Den Kunden erwartet bereits hier eine üppige Grundausstattung, die so schnell keine Wünsche offen lässt. Über die Ausstattungslinien „Active“ und „Allure“ kann die Topausstattung „GT“ alle Kundenwünsche erfüllen, sodass nur wenig Platz für Zusatzpakete bleibt. Den Schlusspunkt setzt der Diesel 2.0 Liter BlueHDI FAP EAT6 Stop & Start 133 kW (180 PS) in der Ausstattung „GT“ mit 39.700 Euro.

Durchzugsstarker 2.0 Liter Diesel mit 150 PS.

Fazit: Der Peugeot 3008 zeigt, dass Autobauer noch tatsächlich auf Kundenwünsche eingehen. Der nicht erforderliche Allradantrieb, gerade in Gebieten dies- und jenseits der Alpen, kann ein Familienfahrzeug wieder erschwinglich machen. Die Testfahrten auf Eis und Schnee haben gezeigt, dass der Faktor „Sicherheit“ grundsätzlich auf dem Fahrersitz Platz nimmt.

Harte Tests auf Schnee und Eis.

Peugeot 3008 mit GripControl dient als Alternative zum Allradantrieb bei den Franzosen. Aber nicht nur diese preiswerte Lösung macht ihn zur ersten Wahl für Familien und Menschen mit ungewöhnlichen Freizeitaktivitäten.

Text: Stefan Beckmann, Bild: Stefan Beckmann und Hersteller

Citroen Spacetourer und Peugeot Traveller – Französische Familienfreunde

Wenn ein großer Van nicht reicht, muss es ein Kleinbus sein. Auch Peugeot und Citroen haben mit Spacetourer beziehungsweise Traveller wieder ein entsprechendes Modell im Programm. Die französischen Schwestern werden zu Preisen ab 34.380 Euro angeboten. Die beiden Pkw-Varianten der Nutzfahrzeuge Citroen Jumpy und Peugeot Expert gibt es in drei Längen: Als Neunsitzer mit 4,61 Metern Länge sowie als Fünf…

80 Jahre Peugeot in Deutschland – Die Löwen sind los

Startschuss für die Marke Peugeot in Deutschland war die Anmietung einer Werkstatt am 5. November 1936 durch die „Kraftwagen Handelsgesellschaft Kochte & Rech" in Saarbrücken. Die kleine Firma war erster deutscher Peugeot-Importeur zunächst für den kleinen 201 und die stromlinienförmigen Modellreihen 302 und 402. „Raketendesign aus Sochaux“ nannte die Presse die Innovationsträger. Vor allem die Mittelklassereihe 402 schrieb mit dem Co…

Peugeot 3008 – Das etwas andere SUV

Statt als Van ist die zweite Generation des Peugeot 3008 als lupenreiner SUV angetreten. Ab Ende Oktober ist der neue Peugeot ab 22.900 Euro in Deutschland zu haben. Äußerlich kommt der 3008 im typischen SUV-Stil mit bulligem Kühler und kantiger Karosserie daher. Der Innenraum setzt hingegen sehr eigene Akzente. Das Kombiinstrument zum Beispiel ist nicht hinter dem Lenkrad, sondern oberhal…

Peugeot 208, 308, 308 SW Winter Edition – Jahreszeitliches Angebot

Peugeot macht potenziellen Käufern von 208, 308 und 308 SW ein jahreszeitlich passendes Angebot: Den Kleinwagen, kompakten Fünftürer und Kompaktkombi bieten die Franzosen in einer „Winter Edition“ an, unter anderem mit einem Satz Winterkompletträdern zusätzlich zu den standardmäßigen Sommerreifen sowie Sitzheizung. Die Sondermodelle basieren auf dem Ausstattungsniveau Active, bieten aber weitere Extras: So ist beim Kleinwagen 208 zum Beispiel da…

Peugeot 3008 – Es ist nie zu spät

Lange hat’s ja gedauert, bis Peugeot in Sachen SUV die Kurve gekriegt hat. An das boomende Segment dieser Fahrzeugkategorie wollte in Frankreich anfangs keiner so recht glauben, man setzte lieber auf Vans. Und der erste Versuch gemeinsam mit Mitsubishi wurde nach eher mäßigem Erfolg beendet. Jetzt also kommt der 3008, eigentlich ein bekanntes Modell – ein Van. Die Franzosen mache…

Peugeot 5008 – Fit fürs Familienabenteuer

Eigentlich sind sie verdammt praktisch, vielleicht die praktischsten Autos überhaupt: Vans. Viel Platz, auf Wunsch zahlreiche Sitzplätze und mit vielen großen Fenstern und der praktischen Kastenform trotz ihrer Größe noch recht übersichtlich. Dennoch geht es ihnen an den Kragen. Immer öfter verschmäht die Kundschaft im Autohaus die grundsoliden Pampersbomber und wendet sich lieber den rausgeputzten SUV zu. Darauf reagiert auc…

Peugeot 5008 – Lieber Crossover als Van

Der Peugeot 5008 wird vom Van zum Crossover. Wenn die Neuauflage im Frühjahr 2017 zum Händler rollt, hat sich das einst leicht biedere Familienmobil zu einem schmucken Hochbeiner gemausert. Die Monocabform des Vorgängers ist passé, stattdessen gibt es einen bulligen Kühlergrill vor einer klar abgesetzten Motorhaube. Lediglich das kantige Heck erinnert noch an den Vorgänger. Mit 4,64 Metern ist di…

Test: Peugeot 208 GTI

Mit seiner 208-Baureihe dominiert der staatliche PSA Konzern bereits seit Jahren das hart umkämpfte B-Segment. Nach der Wachablösung des Peugeot 207 im April 2012 verkaufte sich der 208 ca. 1.000.000 mal weltweit. Beim Facelift, das Peugeot im Juni 2015 aufgelegt hatte, kamen auch die sportlichen Anleihen aus dem Rallye Sport der Franzosen auf den Markt. Mit der GT-Line und dem GT…

Weltpremiere in Le Bourget/Paris: Der neue Peugeot 3008!

Start einer neuen Ära!

Mit der zweiten Generation des 3008 revolutioniert Peugeot nach eigenen Aussagen das Segment der kompakten SUVs. Mit mehr Innovation am Interieur, Außendesign und Fahrvergnügen unterstreicht der französische Autobauer das MUST-have in seiner Modellpalette. Mit viel Liebe zum Kundenwunsch wurde an den Eigenschaften des neuen 3008 gearbeitet. Im Vergleich zur ersten Generation verlängert sich die Karosserie zwar um 8 Zentimeter, dafür spart man 100 Kilogramm Gewicht ein. Im Windkanal optimierte Peugeot den Cw-Wert auf stattliche 0,76, trotz einer 19-Zoll Bereifung. In Punkte Funktionalität spielt gerade der Faktor Nutzwert eine erhebliche Rolle. Die Ladekante wurde auf den niedrigsten Wert seiner Klasse geschraubt, eine ebenerdige Ladefläche geschaffen und beim Umlegen des Beifahrersitzes ergibt sich eine Gesamtladefläche von 3 Metern. Den nötigen Pfiff verspricht man sich durch das Beilegen – ab Basisausstattung „Allure“ – eines Peugeot-eigenen Elektro-Tretrollers, der gerade beim Parken in Innenstädten bezüglich der Distanz zur Einkaufsmöglichkeit behilflich sein soll. Mögliche Reichweite wären hier bis zu 10 Kilometer.

Peugeot 3008 – Franzose mit viel Selbstvertrauen

Le Bourget, Messegelände vor den Toren Paris` und Peugeot präsentiert sein neues Kompakt SUV 3008 der Weltpresse. Mit sehr viel Selbstvertrauen steht der kompakte Franzose Rede und Antwort gegenüber Journalisten aller Herren Länder. In erster Linie soll er punkten mit Emotion, Effizienz und Funktionalität. Dennoch stellen sich die Fragen nach aktueller und perspektivischer Technologie sowie Preispositionierung und Zielgruppen wie von selbst.

Ob es einen Verkaufsstart noch in diesem Jahr gibt, darf angenommen werden, da die ersten dynamischen Tests ab Oktober 2016 angekündigt sind. Mit etwas höheren Einstiegspreisen gegenüber der ersten Generation muss gerechnet werden, da mit Start des neuen 3008 zum Beispiel sehr viel mehr Fahrerassistentzsysteme Einzug halten werden.

Erstes Probesitzen im neuen Peugeot 3008
Erstes Probesitzen im neuen Peugeot 3008.

Kompakt SUV auch mit Hybrid?

Zum Einsatz kommen werden sowohl die gewohnten Benziner PureTech- als auch die Diesel BlueHDI- Aggregate. Perspektivisch wird der kompakte Franzose wahrscheinlich ab 2017 mit einem Plug-IN (Benzin) Hybrid auf Kundenfang gehen. Aufträge erwartetet sich Peugeot nicht nur aus dem Kreis seiner Bestandskunden, sondern auch von ökologisch denkenden Menschen, die bislang Mitbewerber gefahren sind.

Was bleibt, ist die Vorfreude auf einen neuen Kompakt SUV, der mehr denn je auf die Wünsche seiner Kunden wie ein 12,3 Zoll Touchscreen in der Basisausstattung eingehen wird: seine individuelle Klasse kann das Kraftpaket ab Ende 2016 unter Beweis stellen.

Text: Stefan Beckmann

Bild: Karl-Heinz Augustin und Stefan Beckmann

Peugeot 2008 – Angriffslustiger kleiner Gallier

Sein feistes Grinsen ist das erste, was auffällt. Der neu geformte, markante Kühlergrill mit den vertikalen Streben, den manch Cineasten an den weißen Hai Bruce aus Comic-Film „Findet Nemo“ erinnern mag, ist das offensichtlichste Merkmal einer beabsichtigten Charakter-Veränderung beim Peugeot 2008. Der facegeliftete, kleine Franzose soll sich zu seinem Verkaufsstart am 9. Juni deutlich suv-iger vorstellen. Immerhin bleibt trotz der zahlreichen kosmetischen Maßnahmen dazu der Basispreis von 15.500 Euro der alte.

Natürlich ist unseren gallischen Nachbarn nicht entgangen, dass das Segment der kleinen Sport Utility Vehicles durch die Decke geht. In Deutschland, in Europa, welt-weit. Im B-Segment, dem auch der Peugeot 2008 angehört, hat sich der Absatz in den vergangenen drei Jahren verfünffacht. Anzeichen für ein Ende dieser Entwick-lung gibt es nicht. Weshalb für die vor drei Jahren als „Urban Cruiser“ gestartete Mi-schung aus Geländegänger und Van mit einem robusten, kraftvolleren Design die SUV-Eigenschaften stärker herausgearbeitet wurden. Neben dem steiler im Wind stehenden Kühlergrill zeigt sich das in verbreiterten Radkästen, Schutzbeplankung aus kratzfestem Plastik rundum, Unterfahrschutz, neuen Scheinwerfern und einer krallenförmigen Lichtsignatur der LED-Rückleuchten.

Gegenüber dem deutlich braveren Vorgänger wirkt das angriffslustiger, obwohl der Schein trügt. Wie bei Bruce eben, der als Chef einer Vegetarier-Selbsthilfegruppe auch nur zur Schau die Haifisch-Zähne fletscht. Den Peugeot 2008 gibt es nämlich selbst für Geld und gute Worte nicht mit Allradantrieb. Die Gallier bieten als Alternative lediglich die so genannte „Grip Control“ an, die letztlich aus einem Satz M+S-Reifen für den Ganzjahresbetrieb und einer elektronischen Traktionskontrolle besteht. Dazu hat der Fahrer die Möglichkeit über einen Wählschalter in der Mittelkonsole des i-Cockpits fünf verschiedene Fahrmodi vorzuwählen, die Einstellungen für Standard, Schnee, Sand, Gelände und ESP-off vorsehen. Das taugt sicher nicht für schweres Gelände, ist als Traktionshilfe aber durchaus hilfreich, wie einige Runden im tiefen Sand vor Valencia bewiesen. Und es ist vor allem billiger.

Der 2008 soll stärker nach SUV aussehen
Der 2008 soll stärker nach SUV aussehen

Serienmäßig an Bord ist die Grip Control allerdings nicht. Sie kann in den beiden höheren Ausstattungsstufen Active und Allure für 200 € als Einzeloption extra bestellt werden. Oder es wird gleich das komplette GT-Line-Paket ausgewählt, deren fester Bestandteil die Traktionshilfe ist. Dann sind gleich 1.100 Euro zusätzlich fällig. Diese Wahlmöglichkeit, die ausschließlich in der Allure-Ausführung besteht, bietet in erster Linie optische Anreize. Chrom wird durch schwarze Blenden ersetzt, es sind 17-Zoll-Leichtmetall-Felgen montiert und im Innenraum finden sich rote Kontrastnähte an Fußmatten, Armauflagen, Schaltknauf und Gurten.

Neu auf der Optionsliste steht eine Rückfahrkamera, die in dieser Fahrzeugklasse keine Selbstverständlichkeit ist. Die Möglichkeit, dass über MirrorLink oder Apple Car-Play Android- und iPhone-Kunden nun ihre Smartphones in das neue Infotain-ment-System einzubinden können, gehört ebenfalls zu den Neuerungen des 2008-Facelifts. Die City-Notbrems-Funktion, die bis zu einem Tempo von 30 km/h eine Vollbremsung einleitet, falls der Fahrer in einer kritischen Situation nicht, reagiert, gehört schon in der Basis-Ausstattung Access zum Serienumfang.

Die Motorenpalette ist breit aufgestellt, wurde vom Vorgänger aber unverändert übernommen. Zur Wahl stehen drei Benziner, die allesamt in den Leistungsstufen 60 kW/82 PS, 81 kW/110 PS und 96 kW/130 PS auf dem 1,2-Liter-Dreizylinder basieren, der in den beiden stärkeren Ausführungen turbobeatmet wird, und zwei 1,6-Liter-Blue-HDi-Diesel mit 73 kW/99 PS oder 88 kW/120 PS. Eine Start-Stop-Automatik hilft außer in der Basisversion in allen Varianten den Verbrauch zu zügeln, der im kleinen Diesel mit einem Normwert von 3,5 Litern am günstigsten ist. Dieser Motor zeigte bei ersten Testrunden durchaus ausreichendes Temperament, ist akustisch aber jederzeit präsent. Als sparsamster Benziner überzeugt der 1.2 Pure-Tech mit 4,4 l/100 km Normverbrauch. Er arbeitet ohne Murren und Knurren und sorgt für zügiges Vorankommen, sofern er nicht mit der Sechsgang-Automatik gekoppelt ist, mit der er regelrecht zugeschnürt wirkt.

An den Platzverhältnissen hat sich nichts verändert. Die sind im Fond, dem Segment angemessen, nicht gerade üppig, aber akzeptabel. Auf 4,16 Meter Länge lässt sich eben nicht zaubern. Das Gepäckabteil fasst passable 350 Liter Volumen und kann mit zwei einfachen Handgriffen durch Umlegen der Rücksitze zu einer ebenen Ladefläche mit 1.194 Liter erweitert werden.

Hinter dem Opel Mokka und dem Renault Captur belegte der Peugeot 2008 mit ei-genem Abstand bisher den dritten Platz unter den Mini-SUVs in Deutschland, wurde zuletzt aber vom Mazda CX-3 überholt. Mit dem runderneuerten 2008 wollen die Franzosen zumindest den alten Rang zurückerobern. Das sollte möglich sein, denn das B-Segment ist kein Haifischbecken. Die prognostizierten Zuwachsraten lassen noch genügend Raum für alle. (Michael Lennartz)

Peugeot 2008 – Neues Gesicht, alter Preis

Zum unveränderten Basispreis von 15.500 Euro bietet Peugeot nun die überarbeitete Variante des 2008 an. Neben einer dezent modernisierten Front und LED-Rückleuchten erhält das Mini-SUV neue Assistenzsysteme, unter anderem einen Notbremshelfer für den Stadtverkehr. Darüber hinaus bietet das Infotainment-System nun eine Mirror-Funktion für eine komfortablere Anbietung des Smartphones.

Die Motorenpalette bleibt unverändert. Die drei weiterhin angebotenen 1,2-Liter-Turbobenziner decken ein Leistungsband von 60 kW/82 PS bis 96 kW/130 PS ab, die zwei 1,6-Liter-Diesel kommen auf 74 kW/100 PS und 88 kW/120 PS. Der Anfang des Jahres auf dem Genfer Salon präsentierte kleine Diesel mit 55 kW/75 PS kommt in Deutschland nicht auf den Markt.

Peugeot setzt auf virtuelle Cockpits – Digital für alle

Im Herbst beginnt bei Peugeot eine neue Innenraum-Ära. In Zukunft sollen alle Modelle mit dem Löwen-Logo über ein voll digitales, virtuelles Cockpit bedient werden, das nur noch über wenige klassische Tasten verfügt. Die beiden Monitore werden per Fingerdruck auf dem Display, vom Lenkrad aus oder per Sprachbefehlen gesteuert. Selbst in den Basismodellen haben die vertrauten Instrumente ausgedient. Als erstes wird der Nachfolger des 3008 im neuen Look erscheinen und auf dem Pariser Salon im Oktober seine Premiere feiern.

Die französische Revolution der besonderen Art beginnt in einer stockdunkeln großen Halle, die auf einem abgelegenen Industriegelände in einem Pariser Vorort verborgen ist. Dann zucken Laserblitze, erfassen eine Art Kiste im Zentrum des Düsteren. In ihr ist ein Lenkrad zu erahnen, davor zwei Autositze, Monitore flackern auf, erhellen das Innenleben des geheimnisvollen Rechtecks. Ein Auto also, ohne Räder, ohne Dach, ohne Rücksitze, ohne Front- oder Heckpartie. Mit einer sogenannten Sitzkiste präsentiert Peugeot die neue Art des modernen Autolebens, den Abschied von den klassischen Instrumenten und Anzeigen, die seit mehr als einem Jahrhundert alle Autofahrer vor Augen hatten. Das i-Cockpit genannte System besteht aus einem zentralen Monitor nach I-Pad-Art und einem weiterem hinterm Lenkrad, dort wo Tacho und Co. schon immer zu finden waren.

Neu ist das alles nicht, denn auch eine Mercedes S-Klasse oder diverse Audi-Modelle liefern ihren Eignern alle Informationen über Monitore. Doch Peugeot will die Technik erschwinglich machen, auch die Nutzer von kleineren Fahrzeugen in die virtuelle Welt entführen. Die erste Generation, noch deutlich konventionellere Art von Instrumententafeln, ist bei den Franzosen bereits seit 2012 im Einsatz, mehr als 2,2 Millionen Autos haben sie an Bord, darunter der Bestseller Peugeot 308. „Wir haben viele Kunden befragt“, berichtet Jerome Micheron, Chefstratege bei Peugeot. „Die Autofahrer wollen ein einfach zu bedienendes Cockpit, nur noch wenige Knöpfe und Tasten, aber gleichzeitig den Komfort eines Smartphones“.

Genau diese Wünsche soll das neue i-Cockpit jetzt erfüllen. Es gibt nur noch sieben, nebeneinander angeordnete Schalter. Mit ihnen können die wichtigsten Funktionen des Acht-Zoll-Mittelmonitors oben auf dem Armaturenbrett aufgerufen worden. Navigation, Telefon, Audioanlage, aber auch Klimaanlage, Massagesitze oder Parfüm-Beduftung wie in der Luxusklasse. Micheron: „Man muss sich nicht durch lange Menüs quälen, alles ist mit einem Blick zu erfassen und per Touchscreen zu steuern.“ Das neue Navi nutzt viele Funktionen, die von Tom-Tom stammen und informiert in Echtzeit über Staus und Behinderungen.

Zweites Element des i-Cockpits ist das Farbdisplay vor dem Fahrer. Es ist hochauflösend, misst in der Diagonalen über 31 Zentimeter und kann nach den Wünschen des Nutzers programmiert werden. Da das Lenkrad oben und unten abgeflacht wurde, sind die Anzeigen perfekt im Blickfeld. „Der Tacho ist immer im Bild“, erklärt Jerome Micheron. „Ob in Ziffern oder als nachempfundenes analoges Rundinstrument. Alles andere kann der Fahrer per Lenkradtasten entscheiden“. So kann wie in der Premium-Klasse die Navigationskarte ins Blickfeld gerückt werden, allerdings in einfacherer Graphik als bei Mercedes oder Audi. Man kann aber auch sein Abstandsradar bildlich darstellen, das Cover der gerade eingelegten Musik-CD sehen oder im Nachtmodus eben nur den Tacho aufrufen.

Das Ungewöhnliche an der Peugeot-Strategie: Selbst die Käufer eines Kleinwagens müssen die Technik nicht gegen Aufpreis erwerben, sie ist schon im Basismodell enthalten. Welche Infos man sich darstellen lassen will, hängt dann natürlich von der jeweiligen Ausstattung des Modells ab, welche Assistenzsysteme oder andere Extras beim Kauf mitbestellt wurden. Immer soll aber die Vernetzung mit dem Smartphone möglich sein. Dank Apple-Carplay und anderen Schnittstellen kann das gewohnte Bild des mobilen Begleiters auf den Zentralmonitor gespiegelt werden.
Die gesamte PKW-Palette von Peugeot soll nach und nach mit dem i-Cockpit ausgerüstet werden. Erstmals bestaunt werden kann es im Herbst, wenn der vermutlich 3009 genannte neue SUV auf die Showbühne des Pariser Salons rollt. (Peter Maahn/SP-X)

Peugeot Boxer und Citroen Jumper – Ab sofort Euro 6

Peugeot und Citroen stellen bei ihren großen Transportermodellen auf Euro 6 um. Die Kasten-, Pritsche- und Fahrgestellvarianten von Boxer und Jumpy erhalten zu diesem Zweck einen neuen 2,0-Liter-Dieselmotor, der in den Leistungsstufen 81 kW/110 PS, 96 kW/130 PS und 118 kW/160 PS zur Wahl steht. Für die Minderung des Stickoxid-Ausstoßes soll ein SCR-Katalysator mit Harnstoffeinspritzung sorgen. Zudem sollen die neuen Motoren sparsamer sein als die alten Triebwerke mit 2,2 Litern Hubraum, der Boxer Kastenwagen kommt in der Einstiegsversion demnach mit sechs Litern Kraftstoff aus. Preise nennen die Hersteller nicht.

Die beiden PSA-Marken bereiten sich mit der Umstellung auf den Herbst vor. Ab September nämlich gilt die für Pkw bereits verpflichtende neue Euro-6-Norm auch für Autos mit Nutzfahrzeugzulassung.