Skoda Octavia Drive – Sondermodell zum erfolgreichen Lifting

Skoda offeriert den frisch gelifteten Octavia nun auch als Sondermodell „Drive“. Zur Ausstattung von Kombi und Limousine zählen 17-Zoll-Felgen, Klimaautomatik und ein Infotainment-System mit Smartphone-Anbindung. Darüber hinaus gibt es kostenlos nach Ablauf der zweijährigen Herstellergarantie eine dreijährige Anschlussgarantie. Das Motorenprogramm der Kompaktmodelle umfasst vier Benziner mit Leistungswerten zwischen 63 kW/86 PS und 132 kW/180 PS sowie drei Diesel mit 6…

Skoda Kodiaq – Ein SUV macht auf Sportler

Skoda betont beim Kodiaq das „S“ in SUV. Mit dynamischer Optik soll die neue Variante „Sportline“ Kunden locken, denen das Standardmodell zu gewöhnlich und die kürzlich vorgestellte „Scout“-Variante zu rustikal rüberkommt. Zu den besonderen Merkmalen der Ausstattungslinie zählen spezielle Stoßfänger, bis zu 20 Zoll große Räder und schwarz lackierte Karosseriezierteile. Das Zentralinstrument im Cockpit stellt zudem G-Kräfte und Turboladedruck dar…

Skoda Octavia Combi Scout – Gelifteter Allrad-Tscheche für 31.000 Euro

Zu Preisen ab 31.110 Euro ist ab sofort der geliftete Skoda Octavia Combi Scout bestellbar. Die Offroad-Version des kompakten Kombis verfügt serienmäßig über Allradantrieb, zur Ausstattung zählen außerdem 17-Zoll-Räder, ein beheizbares Lederlenkrad und atmungsaktive Sitzbezüge. Basismotor ist ein 132 kW/180 PS starke 1,8-Liter-Turbobenziner, alternativ gibt es zwei Diesel mit 110 kW/150 PS und 135 kW/184 PS. Parallel zum Scout habe…

Skoda Octavia RS – Mehr PS zum kleinen Preis

Zu Preisen ab 30.900 Euro ist ab sofort der Skoda Octavia RS bestellbar. Die frisch geliftete Sportvariante von Limousine und Kombi (700 Euro Aufpreis) ist wahlweise mit einem 135 kW/184 PS starken 2,0-Liter-Diesel oder einem gleich großen Benziner mit 169 kW/230 PS erhältlich. Bei der Kraftübertragung besteht die Wahl zwischen einer manuellen Sechsgang-Handschaltung und einem Doppelkupplungsgetriebe mit sechs Gängen. Letztere…

Skoda Octavia-Facelift – Augen auf und durch

Licht aus, Scheinwerfer an: Da rollt doch ein bekanntes Auto aus dem Dunkeln auf den Betrachter zu - die Vorgänger-Generation von Mercedes´ E-Klasse. Unverkennbar am eckigen Vieraugengesicht. Nur … LED-Scheinwerfer hatte der Benz doch gar nicht? Licht an, Scheinwerfer aus: Hier steht der frisch geliftete Skoda Octavia. Und der zeigt nun den markanten Augenaufschlag, den die Stuttgarter nach nur eine…

Erster Test des neuen Skoda Kodiaq

Kuschelbär am Ballermann

Ist der Skoda Kodiaq „mein“ Auto und passt er zu mir? Zu wem passt der Skoda Kodiaq und was muss man beim Kauf beachten? Welche Stellen sollte man sich anschauen, vor allem auch auf der Optionalitäten-Liste? Fragen über Fragen! Die Antworten gibt es in diesem Skoda Kodiaq Fahrbericht.

Zunächst zu meiner Person: Baujahr 1979, glücklicher Familienvater, zwei Kinder, ein Hund – also ein 4-Personen Haushalt mit Anhang. Wir brauchen im Auto also viel Platz. Dazu kommt noch, dass unser einziges Hobby ebenfalls viel Platz in Anspruch nimmt, denn meine Frau und ich fahren – wenn es die Zeit zulässt – gerne mit dem Mountainbike durch den Wald. Den Kopf frei machen, auf neue Gedanken kommen, ausspannen und sich auspowern.

Im Winter trainiert man dafür in der Regel in der Sonne und so habe ich mich während der ersten Ausfahrt mit dem Skoda Kodiaq auf der Sonneninsel Mallorca sehr über die zahlreichen Radfahrer, Rennradfahrer und Mountainbiker auf der Insel gefreut. Nein, die darf man nicht über einen Kamm scheren. Das geht bei den Autos ja auch nicht, nicht einmal alle SUVs sind gleich.

Mallorca ist „die größere Insel“, der Skoda Kodiaq der größere SUV! Länger als der aktuelle VW Tiguan. Zur Not Platz für 7 Personen. Nutzt man die hinteren beiden Sitzplätze nicht, bietet er einen richtig großen Kofferraum und vier Personen mehr als nur ausreichend Platz. Wer sich für die genauen Fakten und Abmessungen interessiert, der darf etwas weiter nach unten scrollen, dort gibt es die Tabelle mit den technischen Daten vom Skoda Kodiaq.

Jetzt im Test: Der Skoda Kodiaq

Mit dem großen SUV von Skoda ging es fast über die komplette Insel. An der Hauptstadt Palma vorbei bis zum nördlichsten Punkt, dem Cap Formentor. Immer wieder vorbei an wunderschönen Pflanzen, über tolle kurvige Straßen, deren Fahrbahnbelag ich allerdings als leicht kariös bezeichnen würde. Das bügelte das Fahrwerk vom Skoda Kodiaq locker weg. Doch kommen wir nun endlich zum Fahreindruck, den wir uns nach knapp 500 km gut verschaffen konnten.

Solider Bär

Der Skoda Kodiaq bietet solide Technik, gepaart mit einem meiner Meinung nach zeitlosem Design und wirklich viel Platz. Die Länge kommt vor allem den Passagieren, aber auch dem Gepäckabteil zu Gute. Doch was treibt den Kodiaq überhaupt an? Wir sind die 190 PS Version gefahren, den Selbstzünder. Einen Diesel und ja, die Leistung braucht der SUV schon, vor allem, wenn man das S noch einmal unterstreichen möchte, denn das steht ja für sportlich.

Der Innenraum präsentiert sich aufgeräumt und klar strukturiert. „Typisch Skoda!“, war mein erster Gedanke, mit zahlreichen Ablagen versehen und gut verarbeitet. Das Infotainmentsystem verfügt über die akuellsten Konnektivitätsmöglichkeiten. Ohne Probleme verbindet man die gängigen Smartphones dank Apple Carplay, Android Auto oder Mirror Link.

Die Sitze vorne lassen sich sehr gut verstellen, mit meiner Größe von 1,75 m hatte ich schnell eine ideale Sitzposition gefunden und die Passagiere in der zweiten Reihe hätten hinter meinem Sitz noch Tango tanzen können. Loungefeeling in der zweiten Reihe durch viel Beinfreiheit.

Ideal für Kinder? Nicht nur der Einklemmschutz der elektrischen Fensterheber, sondern nun auch die Türkanten-Schoner. Diese fahren jautomatisch an allen Türen aus. Das kennen wir bereits von Ford, aber warum sollte man gute Ideen nicht einfach auch mal übernehmen?

Auf den Plätzen 6 und 7 fühlen sich vermutlich nur Kinder wohl, die sind nichts für die lange Strecke. Aber kauft man sich sein Fahrzeug nicht sowieso nur für Eventualitäten: Wenn man vielleicht mal zwei weitere Personen mitnehmen muss, dann geht das im Kodiaq und man hat dahinter sogar noch mehr Platz als im VW Caddy.

Die Rücksitzlehnen lassen sich in der Neigung verstellen, die komplette Rücksitzbank sich um 18 cm in der Länge verschieben. Mehr Platz im Kofferraum oder mehr Beinfreiheit, die Besitzer haben die Wahlmöglichkeit.

Die Lenkung vom Skoda Kodiaq zeigt sich leichtgängig und sogar ansatzweise direkt. Das in unserem Testfahrzeug verbaute DSG (Doppelkupplungs-Getriebe) übernahm die Schaltaufgaben hervorragend und auch die Bremsanlage zeigte sich ausreichend groß dimensioniert. Die aufzuwendende Kraft beim Lenken und Bremsen ist minimal, man muss also nicht mit einem Braunbären ringen, um mit dem Skoda Kodiaq die Berge zu bezwingen.

Die 190 Pferdestärken reichen. Das maximale Drehmoment von 400 Nm lässt auch den ein oder anderen Überholvorgang zu. Gefreut habe ich mich über den adaptiven Tempomaten mit dem aktiven Spurhaltesystem. Ich persönlich hasse nichts mehr als das Autofahren im Stau. Da kann einem die moderne Technik ruhig mal die Arbeit abnehmen. Das kann der neue Skoda Kodiaq.
Er kommt zunächst übrigens in drei Ausstattungslinien. Da lohnt es sich nachzurechnen. Ich empfehle die LED Scheinwerfer, auch wenn diese über kein adaptives Fernlichtsystem verfügen. Für mich ist die LED Technologie in den Scheinwerfern State of the Art und ein Sicherheitsgewinn.

Baukasten-Brummer

Die anderen Assistenzsysteme stammen aus dem VW-Technologie-Baukasten. Auch wenn Skoda aus Konzern politischen Gründen noch nicht alle Bauteile benutzen darf, fährt der Kodiaq im Notfall automatisch seine Krallen aus, verfügt über einen Tot-Winkel-Warner und kommt auch mit einer 360° Kamera. Optional gibt es auch den Trailer-Assist. Wer das alles nicht mag, kann die Systeme auch passiv schalten, hier wird man nicht bevormundet.

Laut NEFZ laufen hier kombiniert 5,7 Liter durch die Brennkammern, auf 100 km versteht sich. Den Wert konnten wir auf Mallorca nicht erreichen, zu weit hatten wir uns vom Prüfstand-Fahrzyklus entfernt. Über den Verbrauch möchte ich nichts sagen, dafür muss man das Fahrzeug hier mal über mehrere Tage in Deutschland im Alltag bewegen.

Kommen wir zum Fazit: Äußerlich besticht der Kodiaq durch seine scharfen Linien, im Innenraum durch das sehr großzügige Platzangebot und die gute Verarbeitung. Der Skoda Kodiaq hält, was er verspricht. Viel Platz für Kind und Kegel und dann natürlich auch noch für das Gepäck. Je nach dem, wie man misst, hat man hier ein Volumen von 270 – ja, dann mit 7 Sitzplätzen – bis hin zu 2065 Liter zur Verfügung. Die Sitze 6 und 7 sind optional, wer diese nicht wählt, hat ein Fahrzeug mit einem richtig großen Kofferraum und viel Platz im Fond. Dachte ich bis dato,  der Skoda Superb wäre hier führend, wird dieser nun gefühlt vom Kodiaq abgelöst.

Dank dem optionalen Allradantrieb und dem Snow- bzw. Offroad-Modus dürfte es kaum Traktionsprobleme geben, aber immer dran denken: Wer zügig unterwegs ist, darf den Bremsweg nicht außer acht lassen. Wer mag, darf mit dem Skoda Kodiaq bis zu 2,5 Tonnen ziehen. Somit empfiehlt sich der Skoda Kodiaq auch als Zugfahrzeug. Preislich geht es ab 25.490 Euro los, dafür bekommt man dann allerdings nur einen kleinen 1.4 Liter TSI unter die Haube.

Das Revier des Bären

Für den derzeitig stärksten Kodiaq, sprich den 2.0 Liter TDI mit 190 PS, muss man mindestens 39.440 Euro auf den Verkaufstresen legen. Inkl. Allradantrieb, zzgl. Spesen. Denn natürlich findet sich auch in der höchsten Ausstattungslinie „Style“ noch etwas in der Aufpreisliste. Gegen Aufpreis gibt es den proaktiven Sicherheitsschutz für die Insassen, die Seitenairbags für die zweite Reihe, die technischen Assistenzsysteme, die Fahrprofilauswahl, und ,und, und schnell landet man bei 45.000 Euro.
Dennoch: Der Skoda Kodiaq wird sich verkaufen wie geschnitten Brot, eine Bereicherung für den SUV-Markt und das Skoda Portfolio und bis der VW Tiguan XL auf den Markt kommt, wird dieser Braunbär in dem Revier schon gewildert haben.

Kritikpunkte: Ein paar Bauteile aus dem VW-Konzern bleiben dann doch dem VW Tiguan vorbehalten, so das digitale Cockpit, die Progressiv-Lenkung, der 220 PS Benziner oder aber auch der 240 PS starke Diesel. Gerade die großen Motoren vermisse ich im Portfolio von Skoda, weil ein untermotorisiertes Fahrzeug mit einem Leergewicht von knapp zwei Tonnen halt einfach kein Sinn macht, schon gar nicht, wenn man es auch als Zugmaschine einsetzen möchte.

Ich hatte eingangs die Frage gestellt, ob der Skoda Kodiaq zu mir und meinem Anforderungsprofil passt. Ja, das tut er, der Skoda Kodiaq könnte zum Familienfreund werden und wie viele weitere SUVs auch demnächst die Einfahrten von Kindergärten und Schulen dominieren. Er ist, wie jeder Kuschelbär, ein Familienfreund. Ein Ballermann ist er leider nicht, dafür ist er zu groß, zu schwer und zu unsportlich

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Test: Škoda Yeti Outdoor 2.0 TDI

Nach weltweit ca. 580.000 verkauften Einheiten schickt Škoda seit 2013 seinen Dauerbrenner Yeti mit zwei verschiedenen Karosserie Styles auf den globalen Markt. Der Kompakt SUV mit herausnehmbaren Rücksitzen begann 2009 als Neueinsteiger seinen Siegeszug und entwickelte sich mit den Ansprüchen seiner Käufer zum Lifestyle- und Gelände-Fahrzeug. Ausgestattet mit dem Škoda 4X4 permanentem Allradantrieb, zeitgemäßen Sicherheitssystemen und jeder Menge Individualisierungsmöglichkeiten a…

Skoda Superb Combi Sportline – Flaggschiff aufgewertet

Skoda schwimmt seit Jahren auf einer Erfolgswelle, zu der nicht zuletzt auch das Flaggschiff Superb speziell in der Kombi-Version einiges beiträgt. Schon bisher orderten die Kunden der tschechischen Mittelklasse auch immer viel Zusatzausstattung. Ein Grund für die VW-Tochter, mit „Sportline“ nun eine besonders hochwertige Version des Superb Combi fest in die Preisliste aufzunehmen. Die in erster Linie optisch aufgepeppte Variant…

Skoda Kodiaq – Gamechanger oder nur ein SUV?

Skoda Vorstand Bernhard Maier sprach von einem Gamechanger. Die Premiere des „großen“ Kompakt-SUV Kodiaq in Berlin war perfekt vorbereitet. Alles sollte einen Sinn ergeben. Hippe Videos, Live-Musik, Bären und die weite Welt auf der riesigen Leinwand im riesigen Event-Ort, dem Berliner Kraftwerk. Industrie-Habitat und Botschafter für die Faszination von „think big“. Dass man mit den Kodiak-Bären zudem die Natur einbinden konnte – ein genialer Marketing-Move. Überhaupt: „Kodiaq“, benannt nach dem Bären und der Insel vor der Küste Kanadas. Nur mit Q anstelle des zweiten K im Namen. Aber auch dafür gab es eine Erklärung und einen flotten Film. Selbst die Bürgermeisterin von Kodiak war vor Ort. Für den Schutz der Kodiak-Bären hat Skoda dann auch gleich einmal einen Spenden-Scheck ausgepackt. Ein Schauspiel der PR, fein abgestimmt und stimmig in sich. Doch was ist der „Gamechanger“, von dem der Vorstand sprach? Ein weiteres SUV? Oder das erste SUV der Tschechen?

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Kann 2017, wenn der Kodiaq zu den Händlern kommt, ein SUV noch etwas Besonderes sein? Wohl kaum. Dann ist der Kodiaq ein Elektro-SUV? Oder wenigstens ein Plug-in Hybrid? Nein. Nichts davon. Der Kodiaq ist einfach nur ein SUV. Drei Benziner, zwei Diesel und selbst fahren kann er auch nicht. Wenn der Vorstand vom „Gamechanger“ spricht, dann muss er wohl eher die Absatzzahlen im Blick haben.

Der Abend der Weltpremiere in Berlin stand unter der Headline: Discover new grounds. Auch das muss man eher metaphorisch verstehen. Damit sind nicht die Offroad-Talente gemeint, nicht die SUV-Gene, auch nicht der Besuch auf der kurzerhand in „KodiaQ“ umgetauften Insel Kodiak, es sind die neuen Absatzmärkte, die sich mit diesem SUV erschließen lassen sollen. Auf geht es in fremde Gefilde. Neue Märkte und eventuell auch der Eintritt auf den US-Markt? Dort wäre man mit Fabia & Co verloren, ein Superb und ein Kodiaq könnten in den USA jedoch einen starken Start hinlegen.

Was also macht den Kodiaq aus? – Die Weltpremiere im Rückblick

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Auch wenn der Kodiaq erst einmal vor allem ein typisches SUV ist, so bringt er doch einige Details mit, die für Skoda an sich neu sind. Wie es typisch ist für den tschechischen Automobilbauer, macht er aus den gebotenen Möglichkeiten das Maximale. Der Kodiaq basiert auf dem MQ-Baukasten des VW-Konzerns und ist somit ein enger Verwandter von Volkswagen Tiguan und Seat Ateca. Das zeigt die Marschrichtung. Denn auch wenn der Kodiaq größer ist als der Tiguan, er hält einen konstruktiven Respektabstand zum Touareg. Dass der Kodiaq ein „Kompakt-SUV“ ist, lässt sich bei gut 4.7 Meter Länge kaum noch einsortieren. Aber so läuft das bei den Tschechen. Dort gab es schon immer etwas mehr Auto für das Geld. Da sich der Kodiaq der „Kompakt-SUV-Klasse“ anheim fühlt, sind seine 720 bis 2.065 Liter Kofferraumvolumen von nun auch der Maßstab in der Klasse.

Auch die serienmässig weit verschiebbare Rückbank ergibt einen Sinn. Mehr Platz im Kofferraum, oder maximale Beinfreiheit für die Reihe zwei? Gegen Aufpreis lassen sich 2 weitere Sitzplätze im Kofferraum aus dem Boden falten.

Der Kodiaq erhält auch als erster Skoda überhaupt das neue verstärkte 7-Gang Doppelkupplungsgetriebe. Jetzt sind Motoren bis 600 Nm mit dem 7-Gang DSG verwendbar. Bei den Motoren muss man sich erst einmal in Geduld üben. Wer den großen 240 PS TDI sucht, der sucht vergebens. Hier wird man einen zeitlichen Respektabstand zur Konzernmutter einhalten. Und so spannt sich die Palette bei den Benzinern von 125 über 150 bis 180 PS und bei den Dieseln kann man zwischen 150 und 190 PS wählen.

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Die Kombination aus „starkem“ Diesel, 4×4-Antrieb und DSG erlaubt dann auch den Einsatz als Zugfahrzeug mit bis zu 2.5 Tonnen Anhängelast. Doch ein nicht unerheblicher Anteil der Kodiaq-Käufer wird sich mit weniger zufrieden geben. Der 125 und der 150 PS Benziner sind als reine Frontantriebsvarianten erhältlich, ebenso der 150 PS Diesel. Der 4×4-Kodiaq wird über rund 20 Zentimeter Bodenfreiheit verfügen. Nicht spektakulär, aber ausreichend, um sich auch mal abseits der Trampelpfade zu bewegen.

Neu ist auch die Chance zum virtuellen Rundumblick. Areal View nennt Skoda die Kombination aus vier Außenkameras und einer virtuellen 360°-Umsicht im Monitor des 8-Zoll Multimediasystems. Überhaupt hat Skoda bei den Sicherheits- und Assistenzsystemen aufgerüstet. Der Tow-Assist lenkt den Kodiaq mit Anhänger rückwärts, die Einparkhilfe bremst nun auch bei der rückwärtigen Fahrt und der Sparhalte-Assistent ermöglicht einen „Traffic-Jam Assist“, der bis Tempo 65 die nervige Fahrt im Stau erleichtert. Allerdings nur in Kombination mit dem DSG und dem adaptiven Tempomaten. Driver Alert überwacht zudem den Fahrer auf Müdigkeitserscheinungen und mahnt wenn notwendig zur Pause. Neu auch die Option des Emergency Assist, der  im Falle eines Fahrer-Notfalls den Kodiaq selbstständig in der Spur hält und bis zum Stillstand abbremst. Insgesamt hat sich Skoda großzügig an den Sicherheits- und Assistenzsystemen der gehobenen Mittel- und Oberklasse bedient. Und natürlich befindet sich der Eiskratzer im Tankdeckel. Simply clever nennt es Skoda, einfach praktisch sagen wir. Mittlerweile hat Skoda rund 30 solcher „simply clever“ Lösungen. Der Kodiaq ist zum Beispiel der erste Skoda, der nun auch einen ausklappbaren Türkantenschutz besitzt. Eine schmale Plastikschiene, die beim Öffnen der Türen ausklappt und so vor Parkschäden schützt.

Dass man für die zweite Reihe kleine ausklappbare Tische bekommt, eine Möglichkeit, um Tablets an den Vordersitzen zu befestigen oder auch die kleine herausnehmbare Taschenlampe, die ansonsten als Kofferraumbeleuchtung dient. Dazu der Regenschirm in der Türverkleidung. Es sind genau diese Kleinigkeiten, die man zu schätzen lernt.

Offizielle Preise hat Skoda noch nicht verkündet, aber wir rechnen mit 24.900 € für den Einstieg und gute 39.800 € für die Top-Varianten mit großen Diesel, DSG und Allrad. Nein, der Kodiaq erfindet das Thema SUV nicht neu. Er bietet auch keine Antworten auf Fragen die noch nicht gestellt wurden – er ist, einfach nur, mal wieder, ein wenig mehr SUV als dies andere Marken in seiner Klasse anbieten können. Ein Gamechanger? Nein, nur ein Garant für Verkaufserfolge und das war bei Skoda ja bereits bislang Teil des Spiels …

Ach ja, da war noch was: Die Plug-in Hybridtechnik und E-Mobilität sollen greifbar nah sein bei Skoda, immerhin eine Botschaft, die wirklich neu war.

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Skoda Citigo-Sondermodell – Da ist mehr drin

Skoda legt ein reichhaltig ausgestattetes Sondermodell seines Kleinstwagens Citigo auf. An Bord sind unter anderem Klimaanlage, ein Infotainmentsystem mit Freisprecheinrichtung sowie 16-Zoll-Felgen. Dazu gibt es Folienbeklebung an Motorhaube, Türen und Heckklappe. Für den Antrieb stehen Dreizylinderbenziner mit 44 kW/60 PS und 55 kW/75 PS sowie ein 50 kW/68 PS starker Erdgasmotor zur Wahl. Die Preise für das Sondermodell „Fun“ starte…

Weltpremiere Skoda Kodiaq – Der Innenraum

Nur noch wenige Tage bis zur Weltpremiere des neuen Skoda Kodiaq und Skoda lässt uns bereits in den Innenraum schauen! Das ist der Innenraum des neuen SUV der Tschechen:

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Der Innenraum des ŠKODA KODIAQ wirkt kraftvoll und robust, zugleich empfängt das Interieur die Passagiere mit einem freundlichen Charakter. Wie in allen Modellen von ŠKODA ist es modern und elegant gehalten und entspricht den funktionalen Ansprüchen eines SUV. Jedes Detail vermittelt Klarheit und Präzision, Form und Funktion stehen miteinander im Einklang.

Die ausdrucksvoll und elegant gestaltete Instrumententafel ist auf Übersichtlichkeit ausgelegt. Sie ist in zwei symmetrische Zonen für Fahrer und Beifahrer unterteilt. Markante vertikale Elemente wie die vier großen Luftausströmer sind für den Innenraum charakteristisch. Die mittleren flankieren den Bordmonitor. Ihre Kanten laufen auf der Oberseite der Instrumententafel weiter und bilden hier ein Trapez, das an den Verlauf der Motorhaube des ŠKODA KODIAQ erinnert. Das große Display ist in edlem Glasdesign gehalten. Die Bedienung ist ,Simply Clever‘: Sie erfolgt logisch und intuitiv. Alle Schalter und Funktionen sind leicht erreichbar und selbsterklärend gestaltet. Die Sitze sind aus hochwertigen Materialien und bieten Fahrer wie Beifahrer ein komfortables Sitzgefühl.

Typisch ŠKODA ist auch das überdurchschnittliche Platzangebot, das Maßstäbe in seiner Klasse setzt: Die Entwickler des ŠKODA KODIAQ haben aus den Außenabmessungen von 4,70 Meter Länge und 1,88 Meter Breite ein Maximum an Innenraum herausgeholt.

Erstmalig in einem ŠKODA fährt das SUV auf Wunsch auch mit sieben Sitzen vor. Durch längs- und neigungsverstellbare Sitze kann variabel auf die unterschiedlichsten Sitz- und Ladungsanforderungen reagiert werden. Mit 720 bis 2.065 Liter Volumen (bei umgeklappter Rücksitzbank) bietet der ŠKODA KODIAQ als Fünfsitzer den größten Kofferraum seiner Optionale Ausstattungsfeatures wie das beheizbare Lenkrad sorgen für hohen Komfort. Dasselbe gilt für die mehr als 30 ,Simply Clever‘-Lösungen, wie den Türkantenschutz, die elektrische Kindersicherung oder aber Schlafkopfstützen.

Der neue ŠKODA KODIAQ feiert am 1. September 2016 seine Weltpremiere in Berlin. Die eindrucksvolle Inszenierung aus Film, Musik und Choreografie überträgt ŠKODA ab 19 Uhr live im Internet.

Die rund 45-minütige Fahrzeugpräsentation kann (hier) via Livestream verfolgt werden. 

 

Erste Fahrt: Der neue Škoda Octavia 1.0 TSI – 3 Zylinder

Beim Werben um mehr verkaufte Stückzahlen wird das Angebot an attraktiven Einstiegsmodellen immer größer. Škoda rüstet in diesem Fall seinen Bestseller Octavia, der sich seit 2013 bereits in der dritten Generation auf dem europäischen Markt präsentiert, mit dem im Volkswagen Konzern bekannten 1.0 Liter TSI Aggregat auf und setzt ein deutliches Ausrufezeichen. Aus Sicht der Autobauer aus Tschechien möchte man hier einem Trend entsprechen, der sich seit einiger Zeit abzeichnet. „Der Kunde entscheidet sich eher für ein gut ausgestattetes Modell im nächst niedrigeren Segment, als für das Basismodell eines höheren Modells“, so die Verantwortlichen aus der Nähe von Prag. Die ab sofort bestellbare technische Konstellation des Octavia ist für € 19.090 bei der Limousine und € 19.750 beim Kombi erhältlich.

Der neue Škoda Octavia 1.0 TSI im Fahrbericht

Großes Auto, großer Motor, Schnee von gestern

Der Wagen steht wie schon von Beginn seines Zyklus` 2013 betont kräftig auf der Straße, denn am Design wurde auch im Hinblick auf das Modelljahr 2017 nichts geändert. Schmale Scheinwerfer enden in einer feinen Sicke, die sich über das gesamte Fahrzeug hinwegzieht. Beide Karosserievarianten – Limousine und Kombi – standen im Schnelldurchlauf zu Beginn dieser Woche vor den Toren Prags zum Test parat. Beim Einsteigen treffen wir außer eine solide Verarbeitung auf hochwertig wirkende Materialien. Das Armaturenbrett zeigt sich stets aufgeräumt und bietet alle wichtigen Informationen für den Fahrer. Das bereits zur zweiten Generation gehörende Infotainmentsystem lässt sich auch für nicht geübte Škoda-Fahrer intuitiv bedienen. Über die integrierte WLAN Anbindung lassen sich Apps des Škoda Media Command per Tablett oder Smartphone steuern. Die diversen Services dienen gemäß interner Marktforschung nachhaltig der Kundenbindung. Das großzügige Raumgefühl bleibt dem Octavia in der dritten Generation weiterhin erhalten. Passagiere auf den Frontsitzen wie auch im Fond genießen Sitzkomfort mit ordentlicher Beinfreiheit. Selbst ein Reisen mit ausreichend Gepäck wäre in der Limousine gewährleistet. Dies unterstreicht  das Kofferraumvolumen des Viertürers mit 590 Liter bei voller Bestuhlung.

Auch mit nur einem Liter ein starker Auftritt
Auch mit nur einem Liter ein starker Auftritt

Der 1.2 Liter 110 PS fällt weg

Die bisherige Einstiegsmotorisierung mit dem 1.2 Liter TSI und der Leistungsstufe 81 kW  (110 PS) wird mit sofortiger Wirkung ersetzt. Die zweite Leistungsstufe des 1.2 TSI mit 63 kW (86 PS) bleibt dem Kunden als absolutes Basismodell noch erhalten. Nach Auslastung des Werkes in der Nähe von Prag wird auch für dieses Aggregat das „Aus“ kommen. Dann soll für die neue Motorisierung des immerhin 50.000 Einheiten mal im Jahr verkauften Octavias ein Anteil von 15 Prozent erzielt werden. Demnach präsentiert sich der Octavia mit vier Benzin- und zwei Diesel Motorisierungen. Zu den bereits erhältlichen Benzin Aggregaten 1.2 TSI (63 kW / 86 PS), 1.4 TSI (81 kW/110 PS und 110 kW/150 PS) und 1.8 TSI (132 kW/180 PS) reiht sich das Einstiegs-Highlight, der 1.0 TSI (85 kW/115 PS). Der neue Turbo-aufgeladene Dreizylinder kann sowohl mit einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe als auch mit einem Sieben-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe kombiniert werden. Beide Antriebe sind Škoda Eigenproduktionen aus Tschechien. Die Dieselvarianten blieben von jeglichen Veränderungen verschont. Der 1.6 TDI (66 kW/90 PS und 81 kW/110 PS) und 2.0 TDI (110 kW/150 PS) können mit einem Fünf-Gang- und Sechs-Gang-Schaltgetriebe sowie einem Sechs-Stufen- und Sieben-Stufen-Doppelkupplungstetriebe  ausgerüstet werden.

Škoda Museum in Mladá Boleslav
Škoda Museum in Mladá Boleslav

Auf unseren Testfahrten zwischen Prag und dem in Mladá Boleslav gelegenen Škoda Museum fuhren wir ausschließlich den neuen 1 Liter Dreizylinder, der uns ein um das andere mal durch seinen sehr guten Anzug mit knorrigem Sound überrascht. Dabei führt er dank seiner direkt ansprechenden Lenkung sehr agil durch den urbanen Verkehr. Er meistert sowohl die schlechten Straßenverhältnisse als auch schnelle Lastwechsel und vermittelt ein souveränes Gefühl. Die präsentierten Tiefst-Verbrauchswerte von 4,5 Liter (entsprechen 105 Gramm CO2 Ausstoss) sind an dem Tag der Veranstaltung leider nicht zu prüfen.

1 Liter Motor in allen Ausstattungsvarianten

Die neue 1.0 TSI Motorisierung findet sich in den drei angebotenen Ausstattungslinien „Active“, „Ambition“ und „Style“ wieder.  Serienmäßig wird der Hubraum kleinste Motor mit einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe ausgestattet. Wer mit einem Sieben-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe entspannt cruisen möchte, muss einen Aufpreis von  € 1.800 in Kauf nehmen. Der Preisunterschied zwischen 4-Türer und Kombivariante liegt bei ca. € 660.

Eine Limousine mit viel Platz im Kofferraum
Eine Limousine mit viel Platz im Kofferraum

Fazit: Einsteiger mit höherem Niveau !

Mit dem 1.0 Liter Dreizylinder bietet Škoda einen bestechend guten Einstieg ins viel umkämpfte C-Segment. Dabei trumpft der Octavia nicht nur mit Effizienz und Fahrspaß auf. Das Preis-/Leistungsverhältnis des Tschechen wird es seinen Kunden leicht machen, eine positive Kaufentscheidung zu treffen.

Gutes Einstiegsniveau - der 1.0 Liter Octavia mit drei Zylinder
Gutes Einstiegsniveau – der 1.0 Liter Octavia mit drei Zylinder

Wer beim Motor, aber nicht bei der Ausstattung sparen will, ist mit dem Škoda 1.0 Liter Dreizylinder – TSI gut beraten.  

Text und Bild: Stefan Beckmann

Reportage : Im Skoda Octavia Scout von Sibiu bis zum Schwarzen Meer

Leider sieht man so oft den Wald vor lauter Bäumen nicht. Rumänien besteht nicht nur aus der sonnenverwöhnten Schwarzmeerküste. Nirgendwo sonst gibt es noch ein so großes zusammenhängendes Waldgebiet wie hier. Die Karpatenwälder sind das letzte Gebiet in Europa, das noch echte Urwälder zu bieten hat. Schotterpisten führen vorbei an unberührter Natur und an Dörfern, in denen Menschen noch so leben wie vor hundert Jahren. Ideales Terrain, um dem Schlechtwegepaket des Skoda Octavia Scout mit Allrad, Unterbodenschutz und größerem Böschungswinkel mal auf den Zahn zu fühlen.  

Apropos Zahn. Graf Dracula hätte an einem Geschmacksverstärker vermutlich keine Freude gefunden. Da wuseln doch tatsächlich potentielle Opfer für den blutsaugenden Vampir unterhalb seines Schlosses in den Karpaten umher. Aber alle haben Benzin, pardon, Diesel im Blut. Auch die Teilnehmer der zweiten Auflage des Skoda Euro Treks gehören zur Gruppe der Autoenthusiasten. Immerhin geht es in zweieinhalb Tagen etwa 800 Kilometer weit von der transsilvanischen Metropole Sibiu quer durch die Südkarpaten bis zum Donaudelta am Schwarzen Meer. Pausen für Mensch und Maschine resultieren meist aus natürlichen Bedürfnissen oder dem Wunsch, Eindrücke mit Smartphone oder richtiger Kamera festzuhalten. So wie jetzt. Kein anderer Bau in Transsilvanien passt so gut auf die Beschreibung des Dracula-Schlosses in Bram Stokers Roman wie Schloss Bran in der Ortschaft mit dem gleichen Namen. Es bietet mit seinen hohen Mauern und Türmchen eine eindrucksvolle Kulisse, die Fahrer und Beifahrer der beiden Kolonnen von insgesamt 21 speziell lackierten Skoda Octavia Scout mit metallisch glänzenden Bug – und Heckschürzen und bulligen Beplankungen jetzt für einen Fotostopp nutzen.

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Mit dem serienmäßigen Schlechtwegepaket und weiterem paktischen Zubehör kostet der Octavia Scout 30 550 Euro.

Mit dem zusätzlichen Reservereifen auf dem Dach wirkt der „Scout“ als Offroad-taugliche Version des „normalen“ tschechischen Mittelklasse Kombis einen Hauch verwegener. Die 31 Millimeter mehr Bodenfreiheit sieht man ihm dagegen nicht auf den ersten Blick an. Da kommt uns eine vom Regen der letzten Tage gefüllte Wasserpfütze doch ganz gelegen, durch die wir unseren „Scout“ jagen und der hingebungsvoll gepflegten Patina noch einige dicke Schlammspritzer zusätzlich verpassen. Den Fluss unterhalb des Schlosses überqueren wir aber lieber klassisch über eine Brücke, der „Scout“ ist mangels ausreichender Wattiefe doch nicht ganz der richtige Partner für eine Durchfahrt. Doch auf den Schotterwegen und glitschigen Bergstrecken hat er sich bis jetzt wacker geschlagen. Die Tschechen haben vorgesorgt und alle Fahrzeuge nicht nur mit Autan, sondern auch mit automatisch zuschaltbarem Allrad ausgerüstet. Das System basiert auf einer elektronisch geregelten Lamellenkupplung, die je nach Situation die Kraft an die vier Räder verteilt. Per Knopfdruck lässt sich neben den üblichen Fahrmodi zwischen „Eco“ und „Sport“ auch ein Offroad-Modus einstellen.

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Einundzwanzig Octavia Scout auf dem Weg zum Donaudelta am Schwarzen Meer.

Rumänische Straßen bieten viel Abwechslung. Auf der Fahrt über die frisch asphaltierte Landstraße entlang dem Fãgãraș-Gebirge bis nach Bran rauben einem die Aussichten auf die immer noch schneebedeckten und über 2500 Meter hohen Gipfel vor dem knallblauen Himmel fast den Atem. Zwischendurch lässt dann der Blick an den zahllosen Lastwagen vorbei immer wieder ein Überholen zu, aber bitte mit Schmackes. Kein Problem für den 2,0 Liter Diesel mit dem maximalen Drehmoment von 380 Nm und 6-Gang-DSG. Doch Vorsicht, denn gerne setzen die Einheimischen auch schon mal aus der dritten oder vierten Reihe zum Spurt an. Jeden noch so kleinen Ort kündigt die glänzende gold- oder kupferfarbene Kuppel einer orthodoxen Kirche an. Meist sorgt eine Herde Schafe, Ziegen, Esel oder ein Pferdefuhrwerk auf natürlichem Weg dafür, dass man die Geschwindigkeit vorher schon drosselt. Schlaglöcher sind entweder nicht zu übersehen oder so versteckt, dass sich Fahrten in der Dämmerung oder gar im Dunkeln schon fast von selbst verbieten. Dutzende von Straßenhunden, die meisten von ihnen dösen glücklicherweise nur, liegen reglos in der warmen Sonne am Straßenrand.

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Der Höchstgeschwindigkeit von 219 km/h bedarf es natürlich nicht, um die zwei PS des Pferdegespanns zu überholen.

Für den zweiten Tag ruft das Roadbook 499 Kilometer in neun Stunden auf. Doch bevor wir das Donaudelta erreichen, wartet noch ein Abenteuer der besonderen Art. Die Überquerung von schwankenden Hängebrücken über schwer einschätzbare Tiefen ist schon auf den eigenen Beinen nicht gerade jedermanns Sache. Aber in einem knapp 1,6 Tonnen schweren Auto? Einfache Holzbretter beplanken die 289 Meter lange Brücke, die die beiden Ortschaften Ursoaia und Viperesti über den Fluss Buzau hinweg verbindet. Dem sonst so hilfreichen Parkassistenten in unserem „Scout“ verbieten wir jetzt mal den Mund, denn die Brücke ist so schmal, dass das ständige Piepsen dann doch genervt hätte. Mit eingeklapptem Seitenspiegeln wagen wir uns auf die schmalen Bretter, die hier die Welt bedeuten. Am anderen Ende der Brücke wartet geduldig der Gegenverkehr : ein paar alte Dacias, ein Pferdefuhrwerk und ein Hirte, der die Kühe vom anderen Ufer zurück holen wird.

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Die Holzplanken knirschen verdächtig, aber der „Scout“ schafft seinen Weg bei vorsichtigem Gasfuß zuverlässig.

Aus dem Infotainment-System tönt jetzt ein lokaler Sender mit volkstümlicher Musik. Uns ist nach Cold Play oder Bruce Springsteen zu Mute. Geeinigt haben wir uns dann ausnahmsweise mal auf Peter Maffay, nicht nur, weil er aus der Gegend stammt, sondern wegen seiner Interpretation des Songs “ Über sieben Brücken musst du gehen“, problemlos abrufbar über Apple CarPlay. Beschwingt geht es durch weite Ebenen und sanfte Hügel vorbei an der im 14. Jahrhundert von Kaufleuten aus Genua gebauten und später von den Osmanen als Militärbastion genutzten Festung Enisala in Richtung Osten bis ins weitläufige Donaudelta, der weltweit größten von Schilfrohr bedeckten Fläche.

Das Ende der Euro Trek Tour 2016 naht. Ein letztes Mal ziehen die Staubfahnen hinter den Fahrzeugen in den blauen Himmel, eine letzte Schotterstrecke, bevor der Flieger wieder in Richtung Deutschland startet.

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Skoda Euro Trek 2016 – Abenteuer Donau

„Ich seh‘ schon die Welt“, jauchzt das Kind vor mir im Flugzeug und drückt sich die Nase an der ziemlich stumpfen Scheibe der alten Boenig 737 platt. Schon beim Landeanflug auf Sibiu, dem ehemaligen Hermannstadt, wird deutlich, warum Skoda sich die touristisch eher weniger beachtete Region zwischen Siebenbürgen, Transsilvanien und der Walachei für die EuroTrek-Tour 2016 ausgesucht hat: Wald, Berge, kurzum Natur, in der sich vermutlich nicht nur Has’ und Igel „Gute Nacht“ sagen. Und das soweit das Auge reicht.

Diese Natur will der Skoda Octavia bezwingen, von Sibiu bis ans Schwarze Meer führt unsere Route. Dafür hat sich der Mittelklässer extra seinen Abenteuer-Anzug namens Scout angezogen. Die nur als Kombi erhältliche Version setzt, sichtbar und gattungstypisch, auf etwas Offroad-Chic in Form von Plasteanbauteilen. Die allein helfen allerdings abseits der befestigten Wege – und auch auf so manchen offiziellen rumänischen Straßen – nicht viel. Hier machen sich die drei Zentimeter mehr Bodenfreiheit gegenüber dem Standard-Octavia bezahlt. Auch die damit einhergehenden größeren Böschungswinkel schaden nicht, wenn man durch tiefe Schlaglöcher und vom Regen ausgespülte Pfade braust, die gleichermaßen die Feder-Dämpfer-Abstimmung und die Rückenmuskeln der Passagiere auf eine harte Probe stellen. Damit den Kombi Split, Schotter und hohes Gras nicht zu sehr am Bauch kitzeln, setzt der Octavia Scout außerdem serienmäßig auf ein Schlechtwege-Paket, das für besseren Unterbodenschutz sorgt.

Der Skoda Euro Trek führte 2016 von Sibiu ans Schwarze Meer
Der Skoda Euro Trek führte 2016 von Sibiu ans Schwarze Meer

Am meisten aber profitiert der 4,69 Meter lange Skoda vom beim Scout serienmäßigen Allradantrieb, der die Kraft des 135 kW/184 PS starken Zwei-Liter-Diesels (ab 32.950 Euro) mittels Lamellenkupplung bedarfsgerecht auf alle vier Räder verteilt. Alternativ stehen zwei schwächere Selbstzünder (81kW/110 PS und 110 kW/150 PS) sowie eine Benziner mit 132 kW/180 PS in der Scout-Variante beim Händler. Die Top-Version stellt 380 Newtonmeter bereit, die, verwaltet von einem Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe, bei 1.750 Umdrehungen bereit stehen und dafür sorgen, dass der 1,6 Tonnen schwere Tscheche auch im unwegsamen Gelände seinen Weg geht. Ein spezieller Offroad-Modus, der die bekannten Fahrprogramm Eco, Normal und Sport ergänzt, bereitet Motor, Getriebe und vor allem die Regelsysteme auf den Ausflug ins Gelände vor.

Sein Talent unter Beweis stellen kann der Octavia Scout schon kurz hinter der Stadtgrenze Sibius. Die vor fast 900 Jahren von deutschen Siedlern gegründete Stadt ist das kulturelle Zentrum Siebenbürgens, das sich bis zu den Karpaten erstreckt und von dieser massiven Bergkette nahezu umschlossen ist. Was für die ersten Siebenbürger Sachsen ein schier unüberwindbares Hindernis auf dem Weg zum Schwarzen Meer gewesen sein muss, ist für den Skoda der perfekte Abenteuerspielplatz. Zahlreiche Schotterpisten und Feldwege schlängeln sich querfeldein durch die Berge, deren über zweieinhalbtausend Meter hohe Gipfel auch im Frühjahr noch schneeweiß glitzern. Der Regen der vergangenen Tage hat sein Übriges getan, den Skoda auf die Probe zu stellen. Tiefe Pfützen und matschige Pfade meistert der Kombi aber mit Bravour und einer ordentlichen Portion Souveränität. Von der profitiert Otto-Normal-Fahrer freilich auch zuhause, sei es auf dem Weg zur Skihütte oder einfach nur auf nasser oder verschneiter Fahrbahn.

Vorbei an Schloss Bran, wo der Erzählung Bram Stockers nach Graf Dracula hausen soll, geht es über die mitunter stark ausbesserungsbedürftigen Straßen transsilvanischer Dörfer
Vorbei an Schloss Bran, wo der Erzählung Bram Stockers nach Graf Dracula hausen soll, geht es über die mitunter stark ausbesserungsbedürftigen Straßen transsilvanischer Dörfer

Vorbei an Schloss Bran, wo der Erzählung Bram Stockers nach Graf Dracula hausen soll, geht es über die mitunter stark ausbesserungsbedürftigen Straßen transsilvanischer Dörfer immer weiter in Richtung Osten. Spurhalteassistent und Abstandstempomat braucht man hier nicht – allenfalls der City-Notbremsassistent könnte helfen, wenn wieder einmal einer der unzähligen freilaufenden Hunde meint, vor’s Auto rennen zu müssen. Mit jedem Meter verschwinden die hohen Berge mehr und mehr im Rückspiegel und weichen sanften Hügeln – und einer Hängebrücke, die nur minimal breiter ist, als der Skoda. Mit reichlich Augenmaß und noch mehr Mut überwinden wir auf knarzenden Holzplanken den Abhang, um kurz drauf vorgeführt zu bekommen, wie man’s richtig macht. Egal ob mit dem alten Dacia-Pick-up oder einem der zahlreichen Pferde- und Eselfuhrwerke, die hier zum alltäglichen Straßenbild zählen: Die Einheimischen brettern über die rund 300 Meter lange Brücke, als wäre sie eine bestens ausgebaute Autobahn.

Ein paar hundert Kilometer liegen noch vor uns. Auf staubigen Pisten, die auch dem Skoda-Navigationssystem größtenteils fremd sind, geht es ans Ufer der Donau, die hier nur per Fähre zu überqueren ist. Kaum haben wir wieder festen Boden unter den Füßen, tut sich die weite Landschaft des Donaudeltas auf. Ein schier unendliches Sumpfgebiet – die größte von Schilfrohr bedeckte Fläche der Welt – und Heimat unzähliger Mücken. Die Gegend ist durchzogen von den inzwischen drei Armen des längsten europäischen Flusses: Chilia, Sulina und Sfantu Gheorghe, die sich immer weiter verzweigen und die Landschaft wie ein Netz überspannen. Wüsste man es nicht besser, könnte man sich fast in den Everglades im Süden Floridas wähnen.

Am meisten aber profitiert der 4,69 Meter lange Skoda vom beim Scout serienmäßigen Allradantrieb
Am meisten aber profitiert der 4,69 Meter lange Skoda vom beim Scout serienmäßigen Allradantrieb

Der einst so mächtige Strom hat von seinem Ursprung östlich von Donaueschingen, wo Brigach und Breg zusammenfließen, bis hier, ins weitverzweigte Donaudelta, über 2.800 Kilometer zurückgelegt hat. Und so langsam keimt ins uns die Frage auf: Warum haben wir die Donau eigentlich nicht auf ihrer gesamten Reise begleitet? Auf den langstreckentauglichen Sesseln des Skoda Octacia Scout wäre das sicher kein Problem gewesen. Und mit einem Verbrauch von nur fünf Litern Diesel je 100 Kilometer wäre uns die Reise sogar noch ausgesprochen günstig gekommen.

Skoda Azubi Car Atero – Schnittiges Lehrstück

Zum dritten Mal hat Skoda seinen Azubis freie Hand gelassen und den jungen Nachwuchs-Ingenieuren, -Designern und -Entwickler die Chance gegeben, ihr Wunschfahrzeug auf die Räder zu stellen. Nach einer Cabrio-Variante des Citigo vor zwei Jahren und einem Pick-up auf Fabia-Basis 2015 hat sich der diesjährige Jahrgang für eine elegante Coupé-Version des sonst eher schlichten Rapid Spacebacks entschieden – und setzt damit auf Tradition: Schon 1985 gab es einmal ein Rapid Coupé.

Für das Azubi-Car III haben die Lehrlinge die B-Säulen des 4,30 Meter langen Rapids um zehn Zentimeter nach hinten versetzt und die Vordertüren entsprechend in die Länge gestreckt; die hinteren haben sie komplett verbannt
Für das Azubi-Car III haben die Lehrlinge die B-Säulen des 4,30 Meter langen Rapids um zehn Zentimeter nach hinten versetzt und die Vordertüren entsprechend in die Länge gestreckt; die hinteren haben sie komplett verbannt

Fast 900 Lehrlinge lernen in der 1927 gegründeten Ausbildungsstätte derzeit alles über den Automobilbau. Das Projektteam, das den Atero getauften Zweitürer verantwortet, besteht aus 26 Azubis, darunter vier Frauen. Damit liegt die Frauenquote zwar immer noch niedrig, aber höher als in den vergangenen Jahren. Unterstützung erfahren die jungen Talente, die sich Ende des vergangenen Jahres in einem Auswahl-Wettbewerb mit insgesamt 93 Teilnehmern durchgesetzt hatten, von Experten aus den Abteilungen Technische Entwicklung, Design und Produktion. Freigestellt werden sie für ihre Arbeit am Azubi-Auto allerdings nicht, sie „muss mit den schulischen Pflichten in Einklang gebracht werden“, betont Teamleiter Zdenek Stanke.

Dafür gibt es aber Anerkennung von ganz oben: Der Skoda-Vorsitzende Bernhard Maier, Produktionsvorstand Oeljeklaus und Personalchef Wojnar ließen sich den Atero persönlich vorführen und lobten ihn als „ein außergewöhnliches Auto“, das zeige, wie groß das technische und handwerkliche Know-how der Azubis sei.
Für das Azubi-Car III haben die Lehrlinge die B-Säulen des 4,30 Meter langen Rapids um zehn Zentimeter nach hinten versetzt und die Vordertüren entsprechend in die Länge gestreckt; die hinteren haben sie komplett verbannt. Dazu kam ein großes Glasdach, das sich über den Köpfen der Fondpassagiere erstreckt und deutlich flacher als sonst verläuft. Alle Scheiben des Ateros sind allerdings aus Plexiglas, entsprechend dimensionierte Glasfenster gab das Skoda-Regal nicht her. Der Nachtteil: Die Fensterheber funktionieren nicht.

Neu sind unter anderem rote LED-Akzente in den Scheinwerfern und ebenfalls rotbeleuchtete Lufteinlässe auf der Motorhaube
Neu sind unter anderem rote LED-Akzente in den Scheinwerfern und ebenfalls rotbeleuchtete Lufteinlässe auf der Motorhaube

Neu sind außerdem die Auspuffanlage (sie stammt aus dem Octavia RS), die Heckschürze und die Kofferraumklappe, rote LED-Akzente in den Scheinwerfern und ebenfalls rotbeleuchtete Lufteinlässe auf der Motorhaube. Und auch innen geht es mit rot-schwarzen Sitzbezügen und Dekorelementen sportlich zu. Allesamt Details, in denen rund 1.700 Stunden Arbeit stecken – und die dem Coupé durchaus einen Hauch Tuningcharme verleihen.

Die Qualität allerdings ist fast auf Serienniveau. Zwar würde der ehemalige Konzernlenker Ferdinand Piëch sicher hier und da ein Spaltmaß bemängeln, doch haben sich die Azubis ordentlich ins Zeug gelegt. Das merkt man auch beim Fahren: Wer eine klapprige, auf die Schnelle zusammengezimmerte Karosserie erwartet, wird angenehm überrascht. Der Atero präsentiert sich genauso solide wie jeder Serien-Rapid und rollt mit seinen 18-Zöllern zitterfrei über die Straße; auch etwas flottere Kurven machen dem Tschechen nichts aus.

Zum dritten Mal hat Skoda seinen Azubis freie Hand gelassen und den jungen Nachwuchs-Ingenieuren, -Designern und -Entwickler die Chance gegeben, ihr Wunschfahrzeug auf die Räder zu stellen, herausgekommen ist der Atero
Zum dritten Mal hat Skoda seinen Azubis freie Hand gelassen und den jungen Nachwuchs-Ingenieuren, -Designern und -Entwickler die Chance gegeben, ihr Wunschfahrzeug auf die Räder zu stellen, herausgekommen ist der Atero

Wie in jedem Coupé sitzt man allerdings auch im Atero nur in der ersten Reihe gut. Zwar haben die Azubis umklappbare Sitze eingebaut – die braucht der sonst viertürige Rapid ja nicht –, doch ist der Zugang zur Rückbank schon recht schwierig. Und auch auf das Gepäck hat der Nachwuchs weniger geachtet. Der sonst 415 Liter große Kofferraum des Rapids musste einen Großteil seines Platzes einer Soundanlage überlassen, die jedem Heimkino Genüge tun würde. 14 Lautsprecher mit einer Gesamtleistung von 1.800 Watt sorgen für den richtigen Klang. Und übertönen auf Wunsch auch die Abgasanlage, die nach dem Willen des Nachwuchses deutlich lauter wurde als in der Serie. Der 1,4 Liter große TSI-Motor mit 92 kW/125 PS und Doppelkupplungsgetriebe dagegen blieb ebenso unberührt wie das Fahrwerk.

Gegenüber seinen Vorgänger, dem Cabrio und dem Pick-up, hat das Coupé die größte Ähnlichkeit mit einem Serienfahrzeug – und würde die Produktpalette der Tschechen auf jeden Fall bereichern. Dass der kompakte Rapid aber bald als schnittiger Zweitürer in den Schauräumen der Händler steht, bleibt aber eher ein Wunschtraum. Zwar will Skoda offiziell damit auch die Reaktion der Kunden testen, doch wird er wohl wie CitiJet und Funstar nach einigen öffentlichen Auftritten im Foyer der Skoda-Akademie enden. Dort dient dann immerhin als Motivation zukünftiger Jahrgänge, denn am Projekt Azubi Car will Skoda weiterhin festhalten. Und wenn die Modellauswahl logisch weiter geführt wird, dürfen wir 2017 mit einem umgebauten Octavia rechnen.

Test: Skoda Superb Combi 2.0 TSI

Sie finden es prima, wenn die Ehefrau mit stark angewinkelten Beinen und senkrechter Rückenlehne neben Ihnen klemmt, weil die Reboard-Babyschale samt Standfuß hinten rechts montiert ist? Und dass die Hälfte des Urlaubsgepäcks zu Hause bleiben musste, weil Kinderwagen und Windeln den Kofferraum blockieren?

Dann bitte gleich weiterklicken, am besten nach Mittelklasse-Premium-Kombis suchen. Klar kann man mit einem funkelnagelneuen BMW 3er Touring, einem Audi A4 Avant oder einer Mercedes C-Klasse Eindruck beim Nachbarn schinden. Weil so ein Ford Mondeo oder ein VW Passat einfach zu sehr nach Außendienst aussehen. Da muss man viel erklären. Sich rechtfertigen.

Fahrbericht Skoda Superb Combi

Der Kombinationskraftwagen

Vorhang auf für den Skoda Superb Combi. Auch hier muss man viel erklären. Meistens aber das Auto an sich, dabei lässt sich mit den staunenden Gartenzaun-Bekanntschaften gleich ausprobieren, ob sich im riesigen Innenraum im großen Skoda ein Echo produzieren lässt.

Während der Passat trotz stetiger Aufwertung das Vertreterimage einfach nicht los wird, hatte das der Skoda Superb Combi nie. Schon die letzte Generation (und der erste Combi, wie immer bei Skoda mit C geschrieben) sorgte für Aufsehen, ein staksiges Fahrwerk und der schmale Innenraum rochen aber doch noch zu sehr nach Kompaktklasse-Basis.

Sprengt die Fesseln der Mittelklasse

So halte ich es nicht für übertrieben, bei der aktuellen Generation des Skoda Superb die abgedroschene Vokabel des Quantensprungs zu verwenden. Weich geschäumte Kunststoffe, selbst auf Höhe des Fahrerknies, eine passgenaue Verarbeitung und das verschwenderische Platzangebot in alle Richtungen lassen den Superb die Fesseln der Mittelklasse sprengen.

Skoda Superb Baum

Behagliche Zufriedenheit

Als Testwagen schmeichelt ein Superb Style unseren Sinnen, zugegebenermaßen mit fast allen Kreuzchen in der Optionsliste. Die Passagiere nehmen, typisch Superb vorne etwas zu hoch, auf bequemen Leder-/Alcantara-Sitzen Platz. Das beige Interieur unterstreicht die Weite des Innenraums nochmals, wird aber früher oder später in Sachen Farbenlehre von frischen Jeans oder nicht ganz sauberen Kinderhänden überstimmt werden. Aber keine Sorge, den Innenraum gibt es beim Modell Style auch in schwarz – was zudem besser mit den meisten Außenfarben harmoniert. Auch die Konfiguration des Testwagens mit der Kombination aus beigem Interieur und grauem Lack ist nicht ganz geglückt.

Andere Bausteine dagegen sorgen für eine behagliche Zufriedenheit. Pflichtprogramm beim Superb-Kauf sollte das hervorragende adaptive Fahrwerk DCC sein. Der Aufpreis beträgt 910 Euro (Serie bei der L&K-Version).

Über die „Mode“-Taste an der Mittelkonsole können über vier verschiedene Stufen (Normal,  Comfort, Sport und Eco) die Fahrwerksabstimmung, das Lenkgefühl und die Reaktionsschnelle von Motor und Getriebe eingestellt werden. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, sich alle Bausteine individuell zusammenzustellen.

In der Comfort-Stellung bügelt der große Skoda die Straße vor dem Auto in Windeseile glatt, sanft wiegt man über Unebenheiten, ohne dass das Auto aber träge schaukelt. Die Bewährungsprobe mit einer leicht seekrank werdenden Beifahrerin hat der Comfort-Modus jedenfalls bestanden.

Skoda Superb Cockpit

Richtig interessant für längere Strecken ist das Eco-Programm. Der Motor wird hier nur unmerklich an die kurze Leine genommen,  sobald man vom Gas geht, trennt die Elektronik ihn jedoch vom DSG, so dass man mit möglichst geringen Reibungsverlusten „segelt“.

Die gleiche 200 Kilometer-Autobahnstrecke im Eco- und im Comfort-Modus gefahren, brachte zwar nur eine marginale Verbrauchsverbesserung um 0,2 Liter (laut Bordcomputer), aber das berühmte Kleinvieh macht auch Mist.

Ohne Motor ist kein Auto mobil, wenden wir uns also einmal dem Antrieb des Autos zu. Für die Testfahrt stand der Superb Combi als 2.0 TSI mit 220 PS bereit.

EA888 steckt unter der Haube mit dem geflügelten Pfeil. Das ist der VW-Konzernmotor mit 2,0 Litern Hubraum, der in einer fast unüberschaubaren Zahl von Leistungsstufen in verschiedene Modelle eingebaut wird: Im VW Golf GTI und R beispielsweise, ebenso im Seat Leon Cupra. Der Skoda Octavia hat als RS den Dreimalachter über der Vorderachse. Und so auch der Superb.

Skoda Superb Front

Auffallend unauffallend

Mit 220 PS und Frontantrieb markiert er die zweithöchste Leistungsstufe des großen Skoda, darüber gibt es noch eine 280 PS starke Allradversion. Der weniger stark aufgeladene Zweiliter-Skoda treibt nur die Vorderachse an.

Und das kann er sehr gut. Vom Start an fällt das Aggregat damit auf, dass es nicht auffällt. Der laufruhige Motor spielt, unterstützt von ausreichend Dämmmaterial im Vorderwagen, gekonnt Verstecken. Der Superb ist ein Reiseauto. Auch mit dem Benzinmotor. Oder gerade damit?

Der lange Radstand kommt bei zügiger Autobahnfahrt zusätzlich zum DCC zum Tragen, der Skoda liegt satt und sicher auf der Straße. Im Gegensatz zu den beiden Vorgängern ist auch der Geradeauslauf top. Mit dem intuitiv bedienbaren Lenkstockhebel ist die Geschwindigkeitsregelanlage samt adaptivem Abstandsassistenten eingestellt und einem mehrstündigen Trip stets nichts im Wege.

Skoda Superb Spiegel mit Totwinkelwarner

Der wachsame Wagen assistiert artig beim Halten der Fahrspur. Mit sanften Gegenlenkimpulsen bringt das System Dich wieder zurück auf Kurs, wenn man aus vermuteter Unachtsamkeit über die seitlichen Begrenzungen fährt. Sobald man dabei den Blinker betätigt, hält sich der Spurhalteassistent zurück. Dennoch wirkt bei aktivierter Unterstützung das Lenkgefühl leider – auch auf Landstraßen – oftmals eckig und unwirklich. Das verleitet zu schnell zur Deaktivierung über den Bordcomputer. Schade und der Sicherheit nicht dienlich.

Um die kümmert sich der Skoda Superb ansonsten zeit- und klassengerecht. Die Sensoren des ansonsten verzichtbaren Parklenkassistenten warnen sogar vor Querverkehr beim Ausparken. Die ebenfalls optionale Rückfahrkamera wartet im neuen Modelljahr sogar mit einer eigenen Waschdüse auf.

Skoda Superb Profil

Bevor ich mich nun in Kleinigkeiten verliere, wollen wir doch versuchen, den Skoda Superb nochmal in seiner Gesamtheit zu beurteilen. Und das fällt gar nicht so leicht. Denn trotz seines zackigen und kantigen Designs eckt er nirgendwo an. Er kann alles, was ein großer Kombi können muss. Andersherum: Was beim Packen für den Urlaub nicht in den 660-Liter Kofferraum passt, ist sicherlich eh zu viel dabei. Wer im mehr als opulenten Fond zu wenig Platz findet, soll bitte vor dem Einsteigen die Stelzen ausziehen.

Im Gegensatz zum noch recht pragmatisch angehauchten Vorgänger vermittelt der aktuelle Superb eine Wertigkeit und eine Ausstattungsgüte, die ihn von den genannten Mittelklasse-Kombis abhebt und durchaus eine smartere Alternative zu den teuren Kombiversionen von Audi A6, BMW 5er und Mercedes E-Klasse darstellt. Weil er günstige Mittelklasse-Preise mit einer Vielzahl von Oberklassetalenten in Einklang bringt, stellt er einen Kombinationskraftwagen im besten Sinne des Wortes dar.

Epilog:

Wer moniert, dass der Skoda Superb nur mit Vierzylindermotoren und maximal zwei Liter Hubraum angeboten wird, der denkt zurecht verklärt an starke Reihensechszylinder und andere Sahnestücke. Dabei sollte man sich aber einmal auf den Firmenwagenparkplätzen und Rastanlagen unserer Republik umsehen: A6 2.0 TDI Ultra, BMW 520d, E220d – alles brave Vierzylinder. Und Diesel. War da was? Ja! Wer wissen will, wie die für die Mehrheit der kilometerfressenden Kunden interessantere Superb Diesel-Version fährt, kann hier den Fahrbericht des 2.0 TDI mit 190 PS und Allradantrieb nachlesen.

 

Technische Daten Skoda Superb Combi 2.0 TSI

Hubraum 1984 ccm
Leistung 162 kW / 220 PS bei 4.500 – 6.200 U/min
Maximales Drehmoment 350 Nm bei 1.500 – 4.400 U/min
Beschleunigung 0-100 km/h 7,1 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit 243 km/h
Norm-Verbrauch kombiniert 6,3 Liter / 100 km
Realer Verbrauch im Testzeitraum 9,6 Liter / 100 km
Testwagenpreis 49.520 Euro

 

Text und Foto: Alle Fotos: Bernd Conrad

Skoda Kodiaq – Bäriger Name für das neue SUV

Das neue Mittelklasse-SUV von Skoda wird Kodiaq heißen, wenn es Anfang 2017 auf den Markt kommt. Namensgeber ist der in Alaska lebende Kodiakbär, die spezielle Schreibweise orientiert sich an der Sprache der Ureinwohner. Wie der große Bruder des Yeti aussehen wird, deutete die tschechische VW-Tochter bereits mit der Studie Vision S auf dem Genfer Salon an. Das Serienmodell dürfte auf der Herbstmesse in Paris sein Debüt geben.

Der Kodiaq basiert auf der gleichen Multimodell-Plattform wie der Tiguan, fällt mit 4,70 Metern Länge aber spürbar größer aus und bietet optional eine dritte Sitzreihe. Für das neue Flaggschiff darf sich Skoda zudem umfangreich aus dem VW-Technikregal bedienen und auch die modernsten Infotainment- und Assistenzsysteme nutzen. Auch beim Antrieb kommt Konzerntechnik zum Einsatz, zunächst in Form konventioneller Vierzylinder-Diesel und -Benziner mit Leistungswerten im Bereich 110 kW/150 PS bis knapp über 200 PS. Später könnte ein Plug-in-Hybrid folgen. Allradantrieb gibt es als Option.

Preislich dürfte sich der Kodiaq im Bereich von 25.000 Euro aufwärts einordnen. Zu seinen Konkurrenten zählen Nissan X-Trail, Mitsubishi Outlander und Hyundai Grand Santa Fe.

Skoda Atero – Ein Coupé, das ein Traum bleibt

Nach dem Kompakt-Cabrio Citijet und dem Pick-up Funstar haben Skodas Azubi im Stammwerk Mlada Boleslav nun ein kompaktes Coupé gebaut. Wie bei den beiden Einzelstücken zuvor ist das Projekt als Motivationsstütze für die angehenden Mitarbeiter gedacht, trotzdem ist der Zweitürer auf Basis des Kompaktmodells Rapid Spaceback komplett fahrfähig. Von der Basis unterscheidet sich das sportliche Derivat unter anderem durch schrägere C-Säulen, ein geneigtes Dach und eine stimmig ansteigende Fensterkante. Für den Antrieb sorgt ein 1,4-Liter-Turbobenziner mit 92 kW/125 PS, für Showeffekte gelochte Bremsscheiben und ein Heckspoiler. Akustisch untermalt wird der Auftritt von einer 1.800 Watt starken Audioanlage.

Im vergangenen Jahr hatten die Azubis mit dem Showcar Funstar den Kleinwagen Fabia zum Lifestyle-Pick-up umgebaut. Ein Jahr zuvor wurde aus dem Kleinstwagen Citigo ein Open-Air-Flitzer für die Innenstadt. Aussichten auf eine Serienfertigung hat keines der Modelle. Immerhin: Gerüchteweise plant Skoda tatsächlich zwei coupéartige Autos – einen besonders schnittige viertürige Variante des Octavia und ein dynamisch gestalteten Ableger des kommenden Mittelklasse-SUV Kodiaq. Als Vorbild dienen Modelle wie VW CC und Mercedes CLA beziehungsweise BMW X4 und Co.

Skoda Superb – Mit kabelloser Ladefunktion

Skoda erweitert das Ausstattungsangebot des Superb. So kann man in Mittelklasse-Limousine und Kombi nun das Smartphone kabellos aufladen, wenn man das Infotainmentsystem Bolero, Amundsen oder Columbus gewählt hat. Die beiden erstgenannten erhalten zudem den acht Zoll großen Bildschirm, der bisher dem großen Mediasystem Columbus vorbehalten war.

Darüber hinaus ist die aus dem Octavia RS bekannte Progressivlenkung optional erhältlich (Aufpreis 160 Euro). Sie steht für das Sportfahrwerk ebenso zur Wahl wie für das adaptive DCC-Fahrwerk, das für die Ausstattungslinien Ambition und Style bestellbar ist.

Beim Superb Combi sorgt auf Wunsch eine automatische Niveauregulierung (Aufpreis 640 Euro) auch bei voller Ausnutzung der zulässigen Zuladung für Federungskomfort. Höhensensoren, die den Abstand zwischen Hinterachse und Karosserie ermitteln, passen dabei die Federung der jeweiligen Fahrsituation und dem aktuellen Beladungszustand an.

Skoda Fabia – Mit exklusivem Extra

Der tschechische Autohersteller Skoda macht den Fabia attraktiver. Der Kleinwagen ist nun mit adaptivem Tempomat und Rückfahrkamera bestellbar. Zudem wird die Einstiegsversion Active aufgewertet: So kann man in der günstigsten Version die Klimaanlage nicht mehr nur im Paket, sondern auch einzeln ordern, darüber hinaus ist hier nun auch das Musiksystem Swing erhältlich.

Die Adaptive Cruise Control (ACC) kommt nach den größeren Baureihen Octavia und Superb nun auch für den Kleinwagen zum Einsatz. Der adaptive Tempomat hält das Auto bei einer vorgegebenen Geschwindigkeit bis zu 160 km/h automatisch auf Abstand zum Vordermann. Das Extra kann man für Modellvarianten mit mindestens 66 kW/90 PS ab dem Ausstattungsniveau Ambition hinzubuchen.

Mehr Sicherheit beim Einparken bietet die optionale Rückfahrkamera in der Heckklappe. Mit Einlegen des Rückwärtsgangs zeigt das Display des Infotainmentsystems deren Bilder an. Zusätzlich werden statische Fahrspuren – sogenannte Führungslinien – eingeblendet.

25 Jahre Skoda und VW – Zwei, die sich ergänzen

Sind es „schon“ oder „erst“ 25 Jahre, seit Skoda zum Volkswagen-Konzern gehört? Die älteren Auto-Enthusiasten mögen empfinden, als sei es gestern gewesen, dass der Markenname fest verknüpft war mit kleinen Heckmotor-Limousinen aus tschechischer Produktion. Bei jüngeren Autokäufern hingegen dürfte sich vor allem die Assoziation „VW-Technik mit Preisvorteil“ ergeben. Doch auch von diesem Stempel emanzipiert sich die Marke gerade.

Seit einem Vierteljahrhundert gehört die tschechische Marke Skoda zum Volkswagen-Konzern. Am 16. April 1991 trat die Vereinbarung in Kraft, die für die bis dahin weltweit kaum bekannte Marke Skoda zum Glücksfall werden sollte: Im Zuge der Privatisierung tschechoslowakischer Staatsbetriebe wurde Skoda an den Volkswagen verkauft. Schrittweise stockte der Konzern seinen Anteil auf, bis zur 100-prozentigen Übernahme im Jahr 2000. Interesse an dem in der Pionierzeit des Automobils Ende 1895 als „Laurin & Klement“ gegründeten Automobilhersteller hatten Anfang der 1990er Jahre auch BMW und Renault bekundet.

Die Skoda Felicia Modellpalette ab 1994
Die Skoda Felicia Modellpalette ab 1994

Das Produktionsvolumen lag damals bei weniger als 200.000 Fahrzeugen pro Jahr, die Modellpalette bestand aus zwei Modellreihen, einem Heckmotormodell und dem 1987 vorgestellten Kompaktwagen Favorit mit Frontmotor. Ein Vierteljahrhundert später sprechen die Zahlen eine andere Sprache: 1,06 Millionen Fahrzeuge hat Skoda 2015 ausgeliefert, in sechs Modellreihen und stehen mehr als 40 Varianten zur Wahl. Zwischen 1991 und März 2016 sind laut Skoda mehr als 300 Milliarden tschechische Kronen (rund elf Milliarden Euro) in neue Modelle, Forschung und Entwicklung sowie in die Erweiterung der Produktionskapazitäten geflossen.

Mehr als 90 Prozent der Produktion verkaufen die Tschechen mittlerweile außerhalb ihres Heimatmarktes. Am stärksten nachgefragt sind die Modelle seit einigen Jahren in China, wohin 2015 gut 280.000 Fahrzeuge verkauft wurden. Deutschland stellt mit knapp 160.000 Auslieferungen 2015 den zweitgrößten Markt.

Die kritischen, anspruchsvollen deutschen Autokäufer haben die Tschechen vor allem in den letzten Jahren im Sturm erobert, kein anderer Importeur verkauft hierzulande mehr Autos. Seit sieben Jahren hält Skoda die Spitzenposition unter den Importeuren, derzeit mit einem Marktanteil von 5,6 Prozent.

Mit solider Technik aus dem Konzern-Regal, eigenständigen Modellen wie dem zwischen VW Golf und Passat positionierten Bestseller Octavia und kühl kalkulierten Preisen überzeugt der Hersteller nicht nur, aber auch in Deutschland seine Kunden. Dabei haben es die Tschechen besser als Schwestermarke Seat geschafft, eigene Qualitäten zu etablieren.

Zwar sind die Skoda-Modelle für VW mittlerweile zur scharfen Konkurrenz aus dem eigenen Hause geworden; ein gewisser Respektabstand mag eingehalten werden, aber man muss schon suchen, um bei der neusten Generation Skodas noch Qualitätsunterschiede zum jeweils vergleichbaren VW-Modell zu finden. Doch ergänzen sich die beiden Marken auch perfekt: Während VW mit neusten Assistenzsystemen und Komfort-Extras nach Höherem strebt, holt Skoda all die Kunden ab, die mit spitzerem Bleistift rechnen – bietet eben Volks-Wagen an.

Skoda Foreman, der Kombi des Skoda Favorit
Skoda Foreman, der Kombi des Skoda Favorit

Passend zum 25-jährigen Jubiläum ist die tschechische Automarke erfolgreich wie nie: Mit dem besten ersten Quartal und dem stärksten Einzelmonat seiner 121-jährigen Unternehmensgeschichte unterstreicht der Autobauer seinen Wachstumskurs. Im März wurden mit 106.300 Einheiten (+4,2 Prozent) weltweit mehr Fahrzeuge an Kunden verkauft als je zuvor in einem Kalendermonat.

Der Erfolg gibt Skoda Freiheiten, sich weiter zu emanzipieren, das hat nicht zuletzt die neue Designlinie mit mehr Ecken und Kanten gezeigt, die die Tschechen unter Designer Jozef Kaban verfolgen. So zeigte auch die Studie „Vision S“ im Frühjahr auf dem Genfer Autosalon stramme, selbstbewusste Formen und ein Format oberhalb des VW Tiguan. Das vielbeachtete Konzeptfahrzeug gibt einen Ausblick auf das neue SUV oberhalb des kompakten Yeti, das zum Jahreswechsel Einzug in die Modellfamilie halten und dass das moderne Gesicht der Marke weiter prägen soll.

Einer der ältesten Autohersteller auf der Techno Classica – Skoda

Ja, es stimmt: Skoda baut schon seit über 100 Jahren Fahrzeuge aller Art und zeigt dies stolz auf der Techno Classica in Essen. Die Tschechen stellen 16 Exponate, die einen bunten Querschnitt durch die Firmenhistorie bieten, aus und feiern gleichzeitig vier Jubiläen.115 Jahre Motorsport, 50 Jahren Skoda 1000 MBX, 40 Jahre Skoda 105/220 und 25 Jahre Zugehörigkeit zu Volkswagen sind eine Erwähnung wert. So passt im Endeffekt auch das Motto von Skoda für die Techno Classica – „Bewegte Geschichte“. Read more

Fahrbericht Škoda Superb 4×4

Wer das Vergnügen hat, hinter einem neuen Superb auf der Autobahn herzufahren, der kommt nicht umhin, die Arbeit des Škoda-Designers Kaban zu loben. Seriös im Auftritt, aber dennoch sexy auf der Straße. Im dunklen Farbton eines braunschwarz wird aus dem Superb eine wundervolle Fließheck-Limousine. Ich bin geneigt zu sagen: Der schönere Audi A5. Der elegantere A6. Der modernere A4. De…

News: Skoda Yeti – Längst kein altes Eisen

Nach sieben Jahren Bauzeit erreicht ein Pkw langsam das Rentenalter. Auch der im Sommer 2009 erschienene Skoda Yeti steht bereits im Herbst seines Modellzyklus‘. Allerdings merkt man ihm das kaum an: Er ist immer noch einer der besten seiner Klasse – zumindest wenn man einen kleinen Nachteil akzeptiert.

In gewisser Weise zählt der Yeti zu den ersten Mini-SUV. Auch wenn sich die Welle der kleinen Crossover erst einige Jahre später aufbaute und der Skoda technisch gesehen zur Kompaktklasse zählt, zeigt er die typischen Eigenschaften der aktuellen Boom-Klasse. Nämlich vergleichsweise günstige Preise (ab 19.690 Euro) und city-taugliche Abmessungen (4,22 Meter). Dazu kommt ein ausgesprochen flottes Fahrverhalten: Säße man nicht ein wenig höher und blickte nicht auf die kantige Motorhaube, würde man sich am Steuer eines flinken Kompaktwagens wähnen. Von SUV-typischer Behäbigkeit keine Spur. Die präzise Lenkung vermittelt auf der Landstraße Agilität, der geringe Wendekreis gleiches in der Stadt. Zum flinken Gesamtcharakter passt auch das eher straff abgestimmte Fahrwerk, das für ein jederzeit verbindliches und sicheres Fahrverhalten sorgt. Dazu passt der durchzugsstarke 2,0-Liter-Diesel (110 kW/150 PS) im Testwagen gut, auch wenn er bei höherem Autobahntempo großen Durst entwickelt. Reichen ihm bei ruhiger Fahrt 6,5 Liter, werden es dann schnell knapp acht. Insgesamt kann von Alterserscheinungen keine Rede sein, stattdessen zeigt sich der Yeti dezidiert jugendlich.

Das Kompakt-SUV gibt es auch mit Allradantrieb
Das Kompakt-SUV gibt es auch mit Allradantrieb

Auch im Innenraum, wo Betagtheit oftmals besonders schnell auffällt, hält sich das Skoda-SUV gut. Das Infotainment-System ist dank der Übernahme aus dem Golf VII auf zeitgemäßem Stand, das Cockpit-Layout entspricht dem jahrelang gereiften aktuellen Konzern-Stil und Materialauswahl sowie Verarbeitung waren immer schon gut bis sehr gut. Lediglich an versteckteren Stellen findet sich kratzempfindliches Hartplastik, prominente Innenraum-Teile sind hingegen weich hinterschäumt oder wie beim Testwagen in der „Laurin & Klement“-Ausführung sogar mit Leder bespannt. Generell überzeugt das Cockpit in der höchsten Linie mit einer edlen Anmutung, die man dem preissensiblen VW-Ableger lange Zeit nicht zugetraut hätte. Dass der Yeti schon älter ist, merkt man dann allerdings besonders an den fehlenden modernen Assistenzsystemen. Neuere Helfer für Kollisionswarnung, Notbremsung oder Spurwechsel sind nicht im Angebot. Die Lücken werden sich erst bei der Neuauflage schließen, die frühestens 2017 ansteht.

Gute Verarbeitung und ein ordentlicher Qualitätseindruck kennzeichnen den Innenraum
Gute Verarbeitung und ein ordentlicher Qualitätseindruck kennzeichnen den Innenraum

Die andere kleine Yeti-Schwäche hat nichts mit Alter zu tun, sondern liegt im Konzept begründet. Denn die geringen Außenabmessungen, die im Stadtverkehr und beim Fahrverhalten positiv zum Tragen kommen, machen sich beim Platzangebot natürlich negativ bemerkbar. Vor allem in Form eines recht kleinen Kofferraums. Gerade mal 405 Liter fasst das Abteil bei voller Bestuhlung – genug für den durchschnittlichen Wochenendeinkauf, aber weniger als im durchschnittlichen Kompakt-SUV. Schon wer einen etwas größeren Kinderwagen transportieren muss, bringt den Skoda an seine Grenzen. Ausgeglichen wird das durch eine variable Rückbank, die sich nicht nur verschieben, sondern auch komplett ausbauen lässt. Im Extremfall wird der Skoda somit sogar zum Lademeister – für den Alltag ist die Demontage aber insgesamt zu umständlich. Gut, dass bei der Allradversion zur Not bis zu 2.100 Kilogramm im Anhänger mitgezogen werden können.

Der Yeti ist kürzer als andere Kompakt-SUV
Der Yeti ist kürzer als andere Kompakt-SUV

Als Gesamtpaket ist der Yeti trotz seines fortgeschrittenen Alters immer noch eine sehr gute Wahl für alle, die ein SUV nicht allein des Platzangebots wegen kaufen. Mit den anderen Vorzügen wie der erhöhten Sitzposition, dem modernen Styling und der (im Fall der 4×4-Versionen) hohen Schlechtwegekompetenz kann er aber uneingeschränkt aufwarten. Kombiniert mit durchaus zackigem Fahrverhalten und hoher Wendigkeit. Wer also ein kleines, aber erwachsenes SUV sucht, sollte zuschlagen, bevor der Yeti beim kommenden Modellwechsel voraussichtlich deutlich an Größe zulegt.

News: Skoda Vision S – Erste Details

Bislang zeigten uns die Tschechen nur ein paar digitale Entwürfe, denen man ungefähr entnehmen konnte, in welche Richtung es mit dem Skoda Vision S gehen soll. Jetzt aber gibt es detailliertere Aufnahmen vom SUV oberhalb des Yeti. Zudem liefert die Volkswagentochter einige technische Details  zur Studie, die in Genf gezeigt wird. Die wollen wir natürlich keinem Vorenthalten. Read more

News: Skoda Vision S – Eine Klasse höher

Mit der Studie Vision S gibt Skoda auf dem Genfer Salon (3. bis 13. März) einen Ausblick auf sein kommendes Mittelklasse-SUV. Das 4,70 Meter lange Showcar bietet bis zu sieben Personen in drei Sitzreihen Platz. Optisch orientiert sich der Allrader mit seinen scharf geschnittenen Karosserielinien und dem selbstbewussten Kühlergrill am Design der frisch erneuerten Modellpalette um Octavia und Superb. Die Technik kommt aus dem VW-Baukasten, den auch der gerade neu aufgelegte VW Tiguan nutzt. Mit 4,43 Metern und fünf Sitzplätzen ist dieser aber eine Nummer kleiner als das tschechische Konzeptfahrzeug.

Mit der Studie bekräftigt Skoda den geplanten Ausbau seiner SUV-Palette. Neben einer Neuauflage des aktuell einzigen Modells Yeti, ist ein Mittelklasse-SUV nach Vorbild des Konzeptfahrzeugs geplant. Als möglicher Name gilt „Kodiak“. Komplettiert wird das Programm von einem Mini-SUV unterhalb des Yeti. Die SUV-Offensive dürfte 2017 starten und zwei Jahre später vollendet sein. Ähnliche Pläne verfolgen die Schwestermarken VW und Seat, die künftig ebenfalls ein kleines, ein kompaktes und ein mittelgroßes SUV im Programm haben wollen.

Fahrbericht und Test des Škoda Octavia Scout

Die hübsche VW-Tochter aus Mlada Boleslav macht scheinbar alles richtig. Die richtige Technik, das richtige Design - die richtigen Angebote. Den Kompaktklasse Kombi Octavia haben die Tschechen in einem halben Dutzend Varianten im Angebot. Den Pampersbomber, die Vertreter-Limousine, den verkappten Sportler RS und mittlerweile auch als Lifestyle-4x4-Kombinationskraftwagen. Dieser, Scout getauft, durfte jetzt bei mein-auto-blog seine Qualitäten demonstrieren.

Škoda Octavia Scou…