Skoda, Fiat, Nissan, Infiniti und Dacia: Schönes, Schnelles und (Un-)Praktisches

Zum Jahresanfang schicken die Autohersteller einige attraktive Neuheiten zu den Händlern. Neben der Kombi-Version des bereits erhältlichen Skoda Fabia gibt es noch weitere praktische Fahrzeuge. Wer aber ausschließlich auf Spaß aus ist, wird auch fündig.

Skoda Fabia Combi : Nur wenige Wochen nach der Kurzheckversion ist jetzt auch der Skoda Fabia als Kombi (Combi) erhältlich. Mit einem Einstiegspreis von 13.090 Euro ist die dritte Generation des Kleinwagens 300 Euro teurer als das Vorgängermodell. Zum Verkaufsstart stehen drei Benziner und zwei Dieseltriebwerke sowie die Ausstattungslinien Active, Ambition und Style zur Wahl. Die drei Benzinaggregate decken das Leistungsspektrum von 55 kW/75 PS bis 81 kW/110 PS ab. Die neuen Dreizylinder-Diesel gibt es mit 66 kW/90 PS oder 77 kW/105 PS.

Abarth 695 Biposto: Zu einem Basispreis von 39.900 Euro kommt der Abarth 695 Biposto in den Handel. Die bislang stärkste Ausführung des Fiat 500 ist ein reiner Zweisitzer. Er wird von einem 1,4-Liter-Turbobenziner mit 140 kW/190 PS angetrieben und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h. Den Spurt aus dem Stand auf Tempo 100 absolviert der Kleinstwagen in 5,9 Sekunden. Für die Kraftübertragung kommt serienmäßig ein manuelles Fünfganggetriebe zum Einsatz, gegen Aufpreis gibt es ein sequenzielles Fünfgang-Rennsportgetriebe, das ohne Kupplungsbetätigung funktioniert und mit einem mechanischen Sperrdifferential kombiniert ist.

Nissan Juke Nismo RS: Der überarbeitete Nissan Juke feierte auf dem diesjährigen Autosalon in Genf seine Premiere und neben ihm stand sein schnellster Bruder Juke Nismo RS. Den schicken die Japaner nun für mindestens 28.200 Euro zu den Händlern. Sein 1,6-Liter-Turbobenziner mit 160 kW/218 PS macht ihn zum neuen Flaggschiff, das künftig auch den 18 PS schwächeren Juke Nismo ersetzt. Dem Mini-SUV ließen die Ingenieure auch einige aerodynamische Maßnahmen zukommen, die den Auftrieb an Front und Heck reduzieren; außerdem tiefere Stoßfänger, breitere Flügel und Seitenschweller sowie einen Dachspoiler zur besseren Kontrolle des Luftstroms.

Infiniti Q70: Infiniti ändert das Motorenangebot der Q70-Limousine. Statt des bislang als Basismotorisierung verfügbaren Dreiliter-Diesels setzt die Nissan-Nobeltochter ab Ende Januar einen 2,2-Liter-Vierzylinder ein. Der stammt vom Nissan-Renault-Kooperationspartner Mercedes und leistet 125 kW/170 PS. Damit einher geht eine deutliche Preissenkung für das Basismodell. Statt knapp 54.000 Euro, die bislang für den V6 fällig waren, verlangt Infiniti für den 2,2-Liter-Diesel im Q70 nur noch 44.500 Euro.

Dacia Dokker Stepway/Lodgy Stepway: Nach dem Sandero Stepway bietet Dacia jetzt zwei weitere Modelle im Offroad-Stil an: Zu Preisen ab 13.290 Euro ist der Dokker Stepway erhältlich, der Lodgy Stepway beginnt bei 14.490 Euro. Äußerlich erkennbar sind die Fahrzeuge an den in mattem Chrom gehaltenen Front- und Heckschürzen des Unterfahrschutzes sowie den Radlaufschutzleisten und Seitenschwellern aus schwarzem Kunststoff. Außerdem sind die Außenspiegelgehäuse sowie die Dachreling im Titan-Look ausgeführt. Als Motorisierung für beide Modelle stehen der Turbobenziner mit 85 kW/115 PS sowie der Diesel mit 66 kW/90 PS für den Dokker Stepway sowie der 79 kW/107 PS starke Selbstzünder für den Lodgy Stepway zur Wahl.

Autor: Adele Moser/SP-X

Erste Fahrt: Der neue Škoda Fabia

Es sind die jüngsten Modelle, die aus dem tschechischen Automobil-Hersteller eine echte Volumen-Marke werden lassen. Der erfolgreichste Importeur in Deutschland? Nun, wer die VW-Tochter allen Ernstes als Importeur wahrnehmen will, der muss dies wohl so sehen. Doch ganz egal, wo die Automobil-Hersteller in der EU zuhause sind, C- und B-Segment sind eigentlich „Volkswagen-Land“. VW Polo (B-Segment) und VW Golf (C-Segment) bestimmen die Marschrichtung. Umso erstaunlicher, wie viel Erfolg man der Konzern-Tochter erlaubt. Der neue Octavia? Nie war er näher an den VW-Produkten. Aber er war immer auch ein wenig größer. Beim neuen Fabia ist es anders, der ist genau in der „VW Polo-Klasse“ zu Hause.

Erste Fahrt im neuen Škoda Fabia

Der bessere Wagen für das Volk?

Sinnliche Klarheit nennen die einen ihre Design-Sprache, andere stehen für klare Linien, deutliche Kanten und große Flächen. Als zeitlos und modern würde ich die Formensprache der Tschechen beschreiben, aber immer auch ganz klar mit der Anleihe in Wolfsburg. Experimente sollen die anderen Hersteller machen. Der neue Fabia ist ein Spießgeselle, was das angeht. Dass man das Logo ein wenig größer gemacht hat und jetzt eine Art Blechnase in den Kühlergrill wächst, dürfte man als das maximale Wagnis im Design der aktuellen Skodas verstehen. Der Rest besticht durch Einfachheit. Ein Bauhaus-Stil auf Rädern.

skoda fabia 07testfahrt 2015

Ruheraum

Ein wenig merkwürdig ist es schon, aber der neue Fabia steht nicht auf der aktuellen MQB-Plattform des Konzerns, zumindest nicht vollständig. Vermutlich war es für den Fabia einfach noch nicht an der Zeit und so ein wenig Gewinn sollen ja auch die attraktiver eingepreisten Škodas noch abwerfen. Also wurde ein Misch aus bewährten Bauteilen und MQB-Baugruppen umgesetzt. Das Ergebnis ist trotzdem extrem gut!

Der neue Fabia dürfte in seiner Klasse (mit dem VW Polo) die Benchmark im Bereich Fahrgeräusche und Störgeräusche einnehmen. Der Abrollkomfort ist immens gut und irgendwie schon eine Fahrzeugklasse höher einzusortieren. Die elektrische Servolenkung lässt die Straße spüren, das Fahrwerk wurde fein ausbalanciert und der Fabia, dieser „billige“ Stadtwagen, ledert alle Wünsche nach einem noch wertigeren Fahrzeug für die Ausfahrt rund um Lissabon ab.

Sieben Motoren bietet Škoda für den neuen Fabia an, darunter einen Basis-Dreizylinder mit 1.0 Liter Hubraum und 60 und 75 PS, einen 1.2 Liter Vierzylinder mit Turboaufladung in zwei Leistungsstufen (90 und 110 PS) und drei Dieselmotoren von 75 bis 105 PS. Wer sich für den kleinen Dreizylinder entscheidet, der bekommt zudem einen Kleinwagen mit einem Leergewicht von 980 Kilogramm.

Für die ersten Testfahrten haben mich zwei Motoren interessiert. Der „so gut wie“ Basis-Benziner mit 75 PS, denn trotz eines Rekord-Leergewicht unter 1.000 Kilogramm ist das schon eine sehr besinnliche Motorisierung. Motor Nummer zwei ist der vermutlich am meisten verkaufte Motor für den neuen Fabia, der 1.2 Liter Turbo mit 90 PS. 

Škoda Fabia 1.2 TSI (90 PS) – Style

Erschreckend, wie gut sich der Fabia mit dem 90 PS Turbomotor fährt. Ein Turboloch? Nicht vorhanden. Der 160 Nm starke Vierzylinder drückt ab kurz oberhalb der Leerlaufdrehzahl an und lässt den Fabia behände über die Straße wuseln. Mehr Leistung? Der Wunsch kommt auf den tempolimitierten Autobahnen Portugals nicht auf.  Ab 1.400 bis 3.500 Umdrehungen stehen die 160 Nm vollständig zur Verfügung. Mit den 90 PS wird der Fabia nicht zur Asphaltfräse, aber zum souveränen Kleinwagen.

Dabei wirkt das gesamte Paket  „Fahrerlebnis“ im Fabia so wunderbar erwachsen. Er dröhnt nicht, er rappelt nicht, er scheppert nicht. Er rollt einfach souverän über die Straße und vermittelt ein großartiges Gefühl von Ruhe und Geborgenheit. Dass man im Polo-Segment zu diesem Preis derart komfortabel reisen kann, dürfte als Die Überraschung des Auto-Jahres 2014 zu notieren sein!

Der Innenraum überzeugt mit cleveren Details, dazu weiter unten dann mehr. Für € 16.920 bietet der 90 PS Fabia in der Style-Ausstattung leider nur ein 5-Gang Getriebe, das 6-Gang Getriebe (auch manuell) bleibt dem 110 PS Motor vorbehalten (so wie die 7-Gang DSG-Box für den 90 PS TDI und den 110 PS Benziner reserviert sind), aber dafür bietet die Style-Version eine umfangreiche Ausstattung.

Dazu gehören Sicherheits-Ausstattungen wie das Frontradar mit Notbrems-Funktion, aber auch das Radiosystem mit SD-Slot und Bluetooth, die 15-Zoll Leichtmetallräder und ein Licht-Assistent.

Škoda Fabia 1.0 MPI (75PS) – Style

Während der 90 PS Fabia mit einem Turbolader aus 1.2 Liter Hubraum immerhin 160 Nm klöppelt, muss der nur 1.0 Liter kleine Basis-Motor nicht nur auf einen Zylinder verzichten, sondern auch auf die leistungsfördernde Hilfe der Luftpumpe. Und so bleiben 95 Nm übrig, die als Kraft aus dem 999 cm³ großen Dreizylinder-Benziner gezapft werden können. Ob 60 oder 75 PS stark, macht dabei keinen Unterschied. Der 60 PS Motor hört im Prinzip nur früher auf (6.000 U/min), während der 75 PS Motor bis 6.200 Umdrehungen dreht.

Während der 90 PS Motor für ein zufriedenes Grinsen im Gesicht des Fahrers sorgt, müht sich der 75 PS Benziner bei der ersten Tour rund um Lissabon freudlos, dafür umso grummeliger im Sound. So richtig Sinn macht diese leistungsbezogene Selbstkasteiung nicht. Noch beim Gondeln durch die Stadt scheut man sich vor den Schnellstraßen innerhalb einer großen Metropole und am Berg hört der Spaß dann endgültig auf. Natürlich wird das Fahrwerk durch den saftlosen Motor nicht schlechter und auch das Leergewicht von 980 Kilogramm ist im Hinterkopf präsent und wird als „genial“ empfunden. Und auch wenn die Laufruhe des Drei-Töppers gut ist, es kommt einfach zu wenig dabei herum.

Man muss den kleinen Motor ganz schön ausquetschen, damit man auf Landstraßen in den Spaß-Bereich kommt. Denn auch der kleinste Motor hat ein sehr gut abgestimmtes Fahrwerk bekommen. Selbst Wechselkurven und abrupte Lastwechsel lassen den Fabia behände und stabil wirken. Großes Lob hierfür!

Clever ist, wer cleveres bietet

Moderne Motoren, abgespecktes Leergewicht, beeindruckendes Geräuschverhalten und dazu eine Armada an cleveren oder praktischen Ideen. Abgerundet wird das Paket an Gadgets durch die konsequente Einbindung des Smartphones.

Mirror-Link bietet die nahtlose Integration des Smartphones in das Infotainment-System im Auto. Per USB-Kabel angedockt, landet das Handy in der Ablage. Die zum Autofahren sinnvollsten Apps werden dann per Touchscreen im Armaturenbrett bedient. Das sind aktuell Apps zur Navigation, für Hörbücher oder zur Parkplatzsuche. Man spürt bei der Nutzung des Systems durchaus, in welch frühem Stadium die Technik ist, aber zum ersten Mal (okay, nach dem VW Polo) bietet ein Hersteller ein Multimedia-Connectivity-System an, das den Smartphone-Herstellern und App-Anbietern voraus ist und nicht andersherum. Dass sich das „Mirror-Link“ System durchsetzen wird, auch wenn es Stand heute nur zwei Handys gibt, die unterstützt werden, sehe ich als gegeben an.  Die Zeiten von speziellen Apps, um das eigene Auto an das Handy zu koppeln, die Zeiten von doppelten Inhalten und zu synchronisierenden Endgeräten ist mit Mirror-Link endgültig vorbei.

Neben dem modernsten Infotainment-Paket am Markt bietet der neue Fabia zudem die erwarteten cleveren Detail-Lösungen: Den bald schon legendären Eis-Kratzer in der Tankklappe, die kleinen Netze an den Seiten der Vordersitze oder den Müll-Eimer für die Tür-Ablage.

Bleibt das Fazit:

„Volks-Wagen“

Nein, billig sind die Tschechen nicht mehr. Jetzt sind sie attraktiv. Attraktiv im Preis. Attraktiv beim Design. Einfach attraktiv. Haben das modernste Infotainment-Paket im Segment, moderne Motoren und bieten zudem ein überzeugendes Fahrgefühl.

Der neue Fabia fängt bei € 11.790 an und steht ab dem 15. November beim Škoda-Händler.

Damit ist der neue Škoda Fabia der „bessere Volkswagen“.

 

Škoda Fabia 1.2 TSI (90 PS) – Style

Verkaufsstart:  ab dem 15.November beim Händler
Basispreis:  16.920 €
Motorleistung:  1.197 ccm³
Antrieb und Getriebe:  manuelles 5-Gang Getriebe
Beschleunigung:  10,9 Sekunden von 0-100 km/h
Normverbrauch:  4,7 Liter auf 100 km
Höchstgeschwindigkeit:  182 km/h
Länge, Breite, Höhe, Radstand  3.992, 1.732, 1.467, 2.470 mm

What would the Blogger order??

Ganz klar den 1.2 Liter TSI mit 90 PS. Allerdings würde mir die Ambition-Ausstattung ausreichen. Auch die peppigen Zweifarb-Lackierungen könnte ich ignorieren, dafür aber auf jeden Fall das Mirror-Link-System hinzubestellen.

Dreizylinder mit und ohne Turbo

Bei Verbrauch und Emissionen des neuen ŠKODA Fabia konnten die Entwickler deutliche Fortschritte
erzielen. Ergebnis: Der Kraftstoffverbrauch reduziert sich auf bis zu 3,1 l/100 km und die CO2-Emissionen
auf nur 82 g/km beim ŠKODA Fabia GreenLine (in 2015). Die beeindruckenden Verbesserungen sind das
Ergebnis einer komplett neu entwickelten Generation von Benzin- und Dieselmotoren sowie radikaler
Gewichtsreduzierung auf 980 Kilogramm in der Spitze und verbesserter Aerodynamik.
Insgesamt sind für den Fabia vier Benzinmotoren und drei Dieselaggregate im Angebot. Alle Motoren erfüllen
die EU-6-Abgasnorm und verfügen über Start-Stopp-Automatik und Bremsenergierückgewinnung
(Rekuperation). Das Benziner-Leistungsspektrum reicht von 44 kW (60 PS)* bis 81 kW (110 PS)*. Die neue
Dreizylinder-Dieselpalette bietet 55 kW (75 PS)* bis 77 kW (105 PS)*. Das 55-kW-Aggregat ist im Fabia
GreenLine ab 2015 erhältlich.

Wie die anderen den neuen Škoda Fabia erlebten:

  1. Autophorie
  2. Autoaid

Galerien:

 

Fotos im Artikel: Škoda / Titelbild: Škoda
Alle Fotos: Mercedes-Benz

leser-hinweis
Wenn es für den Škoda Fabia in 1:1 noch nicht reicht, dann eventuell für das passende Modellauto?

Der Škoda Fabia als 1:43 Modell Modell Car World präsentiert:
foto skoda fabia modellauto

Škoda Fabia II (2006)

Maßstab: 1:43 – Metall / Kunststoff – Fertigmodell
Abrex – Nr. 140909

Zum Webshop von Modell Car World

Der neue Škoda Fabia, meine Konfiguration

Ab dem 15. November wird der neue Škoda Fabia bei den Händlern stehen, doch zuvor werde ich mir noch einen persönlichen Eindruck vom neuen Shooting-Star aus dem Modellprogramm der Tschechen machen. In ein paar Tagen fahre ich den neuen Fabia bei der internationalen Premiere und dann gibt es natürlich auch eigene Fotos zum neuen Fabia.

Nicht immer sind die Fahrzeuge bereits online im Neuwagen-Konfigurator aufgeführt, oft fahre ich die Autos noch bevor die gesamten Informationen online verfügbar sind. Aber in diesem Fall habe ich einen späten Termin für die Präsentation gewählt und kann vorab ein paar Informationen online nachsehen. Und Škoda hat den neuen Fabia bereits im Online-Konfigurator hinterlegt. In so einem Fall spiele ich gerne vorab mit dem Neuwagen-Konfigurator und stelle das Fahrzeug so zusammen, wie ich es für sinnvoll erachte.

Meine Konfigurationdes neuen Škoda Fabia

Škoda Fabia 1.2 TSI „Active“

meine konfiguration des neuen FabiaŠkoda hat seit ein paar Tagen einen neuen Online-Konfigurator, der erlaubt die Weitergabe der eigenen Konfiguration. Ziemlich coole Sache. Wenn ihr auf das Bild (oben) klickt, dann kommt ihr zu meiner durchgeführten Konfiguration. Aber warum habe ich mich für genau diese Version entschieden?

Škoda Fabia – Neuwagen-Konfiguration im Detail

Über das Design des neuen Fabia muss ich nicht viel sagen. Die klaren Linien, die moderne und sachliche Linie hat man in Mlada Boleslav auch für den Fabia adaptiert. Keine Linie zuviel, einfach ein extrem gelungendes Design. Als Farbe für den neuen Fabia würde ich „Rallye-Grün metallic“ wählen. Ein Kompaktwagen sollte eine kräftige, eine auffällige Farbe tragen. Neben diesen traditionellen Grün-Ton hat Škoda noch ein sehr passendes rot und ein strahlendes gelb im Programm. Das wären Alternativen für mich 🙂

Motorisierung:

Ich würde zum modernen 1.2 Liter TSI Motor mit 90 PS greifen. Der Vierzylinder stemmt ab 1.400 Umdrehungen kräftige 160 Nm auf die Kurbewelle und hält diese bis 3.500 Umdrehungen hoch. Das reicht um den 1.1 Tonnen schweren Fabia auf Trab zu halten. Der Einstieg in den Fabia findet natürlich einige PS tiefer statt. Die Basis-Motorisierung ist ein 60 PS starker 1.0 Liter Saugmotor. Einen Diesel mit 1.4 Liter Hubraum und 90 PS würde es für Menschen geben, die viele Kilometer mit dem Fabia fahren. Ich denke der kraftvolle Benziner ist die sinnvollste Wahl. Zumal er laut NEFZ mit 4.7 Litern auf 100 Kilometern auskommen soll.

Ausstattung:

Bei der Ausstattung habe ich die Basis-Variante Active gewält. Der Fabia trägt dann keinen Chromschmuck und eigentlich ist alles wichtige mit an Board.  Was an Ausstattung fehlt, lässt sich für ein paar Euro in Paketen nachrüsten.  Ärgerlich ist da schon eher die Einschränkung bei den Motoren und Getrieben. Erst in der Ambition-Version würde es Versionen mit manuellen 6-Gang- oder dem 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe geben. Und auch der kräftige 110 PS PS 1.2 TSI steht erst mit der höherwertigen Ausstattung zur Verfügung.

Aber ich finde, der Fabia ist deswegen so genial, weil er auch mit einer einfacheren Ausstattung, einem kleineren Motor und normalen 5-Gang Getriebe funktioniert. Wer sich hier ein wenig einschränkt, der bekommt einen modernen Kleinwagen mit umfangreicher Sicherheitsausstattung, erstklassiger Technik und einer Übersichtlichkeit die ideal zum Stadtverkehr passt.

Aber eventuell habt Ihr ja eine ganz andere Meinung? Dann schickt mir doch Eure Konfigurations-Vorschläge zu, oder schreibt in die Kommentare, wie ihr den neuen Fabia ausstatten würdet! 

Ich freue mich auf Eure Ideen!

 

 

Links: Konfigurator, Webseite

 

 

Der internetbasierte Fahrzeug-Konfigurator von Škoda

Alles neu macht der… Oktober, jedenfalls in Skodas Fall. Hier hat der tschechische Automobilhersteller mal nicht an einem seiner Modelle herumgeschraubt, sondern an einem Teil seiner Webpräzenz. Und zwar am Fahrzeug-Konfigurator, um genau zu sein. Heutzutage funktioniert nichts ohne das Internet und für einen Autohersteller ist es natürlich enorm wichtig, seinen potenziellen Kunden eine vernünftige Webseite zur Verfügung zu stellen. Im frischen Glanz erstrahlt das neu gestaltete Online-Werkzeug und bietet seinen Besuchern nicht nur ein frisches, attraktives Design sondern auch mehr Funktionalität.

Durch die besonders detailgetreue Darstellung der Fahrzeuge, sehen Kunden ganz genau bereits auf dem Bildschirm wie ihr Wunschmodell inklusive aller Serien- und Sonderausstattungen der Bestellung ausgeliefert wird. Man kann den Hintergrund anpassen und so sehen, wie sich das gute Stück draußen vor einem Gebäude machen würde. Das Ansprechverhalten der Webseite ist gut und man muss keine langen Ladezeiten abwarten. Viele Bilder helfen bei der Auswahl und die individuelle Konfiguration kann gespeichert und zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgerufen werden. Außenfarben, Felgendesigns und auch die unterschiedlichen Innenausstattungen werden in einer naturgetreuen, drehbaren Ansicht mit dem jeweiligen Modell dargestellt. So bekommen die Kunden einen sehr genauen Überblick über das von ihnen zusammengestellte Fahrzeug und brauchen keine bösen Überraschungen am Auslieferungstag zu befürchten.

MitwenigenKlickszumTraumautoDerFahrzeugKonfiguratorunterwwwskodaautodeüberzeugtmiteinerbesondersdetailgetreuenDarstellung_20144711_17i56

Hat der Kunde sein Wunschauto zusammengestellt, erhält er eine übersichtliche Zusammenfassung mit allen wesentlichen Angaben. Netter Zusatz: Wer will kann sein Traumauto im Anschluss direkt mit seinen Facebook-Freunden teilen oder dieses direkt per QR-Code auf sein Smartphone übertragen. Die Bedienung des Konfigurators ist einfach und intuitiv. Von dem könnte sich manch Hersteller eine kleine Scheibe abschneiden, oder einen Click.

Fotos: Hersteller

Paris 2014: Der neue Škoda Fabia zeigt sich der Welt!

Škoda zeigt neuen Fabia in Paris

Skoda zeigt den komplett neu entwickelten Fabia als Kurzheck oder Kombi, dessen Kofferraum mit einem Volumen von 330 Litern einen neuen Spitzenwert im Segment aufweist. Marktstart soll für den Kleinwagen bereits der November sein. Dem Fabia wurden expressivere und emotionalere Designformen verpasst, die Elemente aus dem Motorsport erkennen lassen. Fabia und Fabia Combi werden zudem 90 mm breiter sowie 31 mm flacher als die Vorgängermodelle. Dank neuer Motoren, die vier Benziner und drei Diesel beinhalten, gezielter Gewichtsreduzierung auf 980 Kilogramm sowie verbesserter Aerodynamik sinken Verbrauch und Emissionen des Fabia um bis zu 17 Prozent. Sparsamster Fabia wird der Fabia Green-Line mit einem 1,4 TDI und 75 PS. Er kommt auf einen Dieselverbrauch von 3,1 l/100 km, das entspricht einer CO2-Emission von 82 g/km.

neuer skoda fabia 02 premiere paris neuer skoda fabia 01 premiere paris skoda-fabia cockpit

Škoda Fabia: Erstes Foto vom Cockpit des schönen Tschechen.

Das Internet, es behält nichts für sich. Jetzt ist das erste Foto vom Cockpit des neuen Škoda Fabia aufgetaucht. Und? Fesch!

Gut schaut es aus, was die Tschechen da so machen!

Klare Linien, reduzierte Knöpfchen. Alles in Reih und Glied und übersichtlich angeordnet. Da freut man sich doch auf die Messe in Paris!

skoda-fabia cockpit

 

Fahrbericht: Škoda Octavia vRS Combi

Sportlicher Alltag für Papas

Škoda Octavia Combi RS im Fahrbericht

Das mit dem Erwachsen werden ist so eine Sache. Plötzlich fährt man ein langweiliges Auto. Am Ende gar ein sinnvolles Auto. Und sobald der Nachwuchs vor der Tür steht, kommt der Pampers-Bomber auf den Parkplatz. Für manch Autofreund dürfte diese Zukunft so düster sein, wie die Erinnerung an die Abi-Party. Vorbei die…

Neuer Škoda Fabia – Premiere in Paris

Škoda präsentiert vorab zwei Fotos zum neuen Fabia. Seine Weltpremiere wird der Polo-Mitbewerber auf dem Automobil-Salon in Paris erleben.

Der neue Škoda Fabia

Kurz unter vier Meter lang, wird der neue Fabia auf dem MQB-Baukasten von Konzernmutter VW aufgebaut. Das bedeutet: Moderne Motoren, modernes Infotainment, moderne Assistenzsysteme. Wer gedacht hatte, bei den Tschechen wäre alles in Richtung billig getrimmt, der wird positiv überrascht. Der neue Fabia wird, wie zuvor der neue Octavia, ein solides, ein modernes und fröhliches Auto werden. Ein Kleinwagen der dem Konzernbruder Polo mächtig auf die Pelle rückt.

Diät geglückt

Dank der modernen Basis-Architektur, soll der neue Fabia bis zu 100 kg leichter werden als sein Vorgänger. Gut für das Handling, gut für den Verbrauch.

3.1 Liter auf 100 Kilometer

Die moderne Architektur sorgt für sparsame Motoren. Der neue 1.4 Liter TDI wird in der Version als 75 PS-Diesel mit gerade einmal 3.1 Liter auf 100 Kilometer auskommen. Zusätzlich wird es den Diesel in einer 90 und 105 PS Version geben. Wer weniger fährt, konzentriert sich auf die Benziner. Darunter der moderne 1.2 Liter TSI mit 90 und 110 PS.

Um das Preisspektrum nach unten abzurunden, wird Škoda auch simple Motoren anbieten. Nicht aufgeladene Benziner mit 60 und 75 PS.

Mehr zum neuen Fabia, spätestens aus Paris.

 

Fahrbericht: Škoda Yeti 4×4 TDI

Seit ich mich das erste Mal mit ihm beschäftigt habe, ist viel Zeit vergangen. 2012 waren eine Gruppe von Journalisten und eine Handvoll Yeti zwischen der Namib-Wüste und dem Mount Etjo unterwegs. Es war ein besonderes Erlebnis. Der Yeti zeigte sich von seiner sonnengebräunten Seite und mich überzeugte er.

Du bist erwachsen geworden, mein Freund.

Als wir uns das letzt…

Gefahren: Škoda Octavia Scout

Billiger – machen jetzt die anderen. Bei Škoda kann man neben gut und günstig, schick und praktisch, nun auch lifestylig und modisch. Während die Klasse der Kombis bereits fest im Visier der Tschechen ist – der Octavia Combi durfte sich bereits im Test beweisen – gilt es nun die Lifestyle-Offroad-Crossover-Fraktion zu erobern.  Wobei der Scout nicht völlig neu ist, bereits beim Vorgänger gab es eine Mischung aus Kombi und einem Schlechtwegefahrwerk, mit der jüngsten Generation wird dieses Paket jedoch moderner und modischer. Und er wird zum richtigen „Abschlepper“.

Škoda Octavia Scout 4×4 TDI

Große Klappe, große Freiheit

Der neue Octavia Scout im ersten Fahrbericht

Einen SUV mit überschaubaren Maßen haben die Tschechen bereits, den Yeti. Einen größeren SUV werden sie bald bekommen, was im Modellprogramm allerdings nicht fehlen darf, ist ein Crossover – einer der zwischen den Welten wandert. Nicht nur Kombi, aber auch kein echter SUV – eben ein Crossover. Mit dem neuen Octavia Combi Scout stellt die VW-Tochter nun genau diese lebensfrohe und praktische Version des Octavia Combi vor.

der octavia scout fahrbericht

Allrad?

Natürlich hat er Allrad. Der große Baukasten des Mutterkonzerns bietet alle wichtigen Zutaten und so fährt der neue Scout, wie der Octavia 4×4, mit der modernen Haldex5-Allradtechnik vor. Im Prinzip ist es ein Frontantrieb, der die Kraft auf die Hinterachse schickt, sobald es notwendig wird. Dazu arbeitet die neue Haldex5-Kupplung an der Hinterachse. Gegenüber der Vorgänger-Generation wurde der Allradantrieb leichter und reagiert noch schneller auf unterschiedliche Schlupf-Verhältnisse. Der Octavia wühlt sich damit tapfer durch Sand, Matsch und wenn es sein muss, auch fleißig den rutschigen Geröllhang hinaus. Das gesamte System funktioniert ohne Eingriffe des Fahrers. Wer eine Bergabfahrhilfe erwartet wird jedoch enttäuscht.

Trotz 17 Zentimeter Bodenfreiheit, das sind 3.1 Zentimeter mehr als im Standard Octavia,  ist eben auch der Scout kein Offroader, sondern „nur“ ein Crossover. Schotter, Geröll und matschige Waldwege sind ihm recht, wer aber den buckelnden Geländewagen für die nächste Trans-Sibirien-Tour sucht, ist beim Octavia Scout fehl am Platz.

Platz?

Ein gutes Stichwort. Denn der Scout soll, was andere Kombis können, ebenso können. Und das ist vor allem eines: Praktischer Begleiter im Alltag sein. Und hier hat der Scout alle Talente die auch die anderen Octavia besitzen, nur im Design wirkt er mehr auf Abenteuer getrimmt. Bequeme Sitze, mit einem eigenen und den Charakter formenden Sitzbezug, ein schickes Interieur mit dem sanften Duft nach Freiheit. Eben ein richtiger Scout. Ein wenig Lagerfeuer-Romantik kommt auf, streichelt man sanft über die Scout-Embleme des Innenraums. Genug Brennholz könnte er auf jeden Fall mitbringen. Der Scout verfügt wie die weniger Abenteuerlustigen normalen Octavia Combis über ein famoses Platzangebot. In Reihe eins, genug Platz, in Reihe zwei, extrem viel Platz und im Kofferraum? Da bleiben 610 Liter Laderaumvolumen über, die sich, klappt man die Rücksitzbank um (was sich im übrigen von der Heckklappe aus erledigen lässt), auf bis zu 1.740 Liter ausdehnen lassen.

Was nicht in den Kofferraum passt, nimmt der Scout an den Haken. Der neue Scout darf bis zu zwei Tonnen anhängen und wird so zum praktischen Zugpferd mit ordentlicher Traktion. Was man dafür noch braucht? Richtig, Leistung.

Leistung?

Wer sich für alles gerüstet fühlen möchte, der ordert seinen neuen Scout mit dem 184 PS starken Zweiliter-Dieselmotor und wählt hierzu das Sechsgang-DSG-Getriebe. Was auch gar nicht anders möglich wäre, denn Škoda nimmt dem Scout-Interessenten diese Frage bereits ab, in dem man den großen Diesel NUR mit dem DSG anbietet. Die 150 PS starke Diesel-Version bietet Škoda nur in Verbindung mit dem manuellen Sechsgang-Getriebe an. Die Benziner-Alternative ist der 1.8 Liter TSI-Motor mit 180 PS. Auch hier ist nur das DSG-Getriebe lieferbar. Mit seinen 380 Nm, die zudem von 1.750 bis 3.000 Umdrehungen anliegen, macht der große Diesel im neuen Scout ordentlich Spaß. Er zieht auch auf unwegsamen Geläuf ordentlich an, überzeugt mit einem ordentlichen Verbrauch (NEFZ: 5.1 Liter / 100 km) und wen es nicht Querfeldein treibt, sondern über die Autobahn, der kann bis zu 219 km/h schnell über die Autobahn pfeilen.

Das alles hat natürlich seinen Preis. Wobei der Scout aufgrund der eingeschränkten Auswahl an Triebwerken – kleine Motoren fehlen ganz –  und der gehobenen Serien-Ausstattung ein ordentliches Preis-Niveau erreicht hat. Wie gesagt: Billig machen jetzt die anderen.

octavia scout 4x4 tdi

Kosten?

Mit dem anhaltenden Erfolg werden die Preise selbstbewusster. Den Scout gibt es nicht unter 30.250 €. Der besonders unterhaltsame 184 PS Diesel kommt inklusive Allrad und DSG auf 32.650 €. Vergleichen mit einem „Nicht-Scout“ Octavia Combi lässt sich das allerdings nur schlecht. Denn die Kombination aus „dicken Diesel“, Allradantrieb und DSG bietet Škoda ansonsten nicht. Hinzu kommen die Unterschiede bei der Ausstattung.

Octavia scout 4x4 gefahren

Bleibt das Fazit:

Škoda legt ein Erfolgsmodell nach dem anderen auf. Die jüngste Octavia-Baureihe überzeugt, ganz egal in welcher Version, durch moderne Motoren, aktuelle Assistenzsysteme, verwöhnende Verarbeitung und durchdachten Design-Aspekte – der neue Scout subsummiert das in: Lifestyle auf Tschechisch. 

 

 

 

 

Wie die anderen den Octavia Scout erlebten:

  1. radical-mag
  2. autophorie.de
  3. hyyperlic.com

Video: Das Beste aus 5 Jahren Škoda Fabia Super 2000

 

Vor ein paar Wochen konnte ich die Faszination Rallye selbst erleben. Die Mitfahrt im Fabia S2000 war ziemlich prägend. Aber ebenso beeindruckend, die Arbeit der Mechaniker. Profis die binnen einer Kaffeepause ein Getriebe ein- und wieder ausbauen. Die Foto-Story zeigt mehr davon.

Motorsport ist absolut faszinierend und dieses Video packt die Leidenschaft der Škoda-Truppe gut in bewegte Bilder – schön anzuschauen, alle mal!

 

 

 

Škoda Fabia Super 2000 – Eine Offenbarung

Zur Einleitung ein Geständnis: Ich gehe üblicherweise davon aus, der Nabel der Welt zu sein (habe ich gehört). Und Autoblogger wurde ich, weil ich Auto fahren kann. Weil ich Autos beurteilen kann. So wenig, so kurz zu meinem Selbstverständnis. Und dann gibt es, seitdem ich über Autos blogge, immer wieder solche Tage, solche Ereignisse, diese Art von Erlebnisse, die einem die Augen öffnen, den Horizont verschieben und einem vorkommen wie eine Offenbarung. 🙂

Wie zum Beispiel die Mitfahrt im Škoda Fabia Super 2000 Rallye-Fahrzeug – am Steuer, der Rallyeprofi: Sepp Wiegand.

Die Rallye-Offenbarung – Škoda Fabia S2000

200 kW Leistung? Das sind ja nur 272 PS und da soll ich nicht selbst fahren, sondern festgegurtet auf dem Beifahrersitz hocken, während ein anderer am Lenkrad kurbelt? Minimiert man die Mitfahrt im Fabia Super 2000 auf diese Sichtweise, dann wird man spätestens beim starten des Motors heftigst überrascht. Erschütternd der Schrei des Vierzylinders sobald er mit Luft und Benzin gefüttert wird, die Drehfreude ejakuliert förmlich aus dem bescheidenen Endröhrchen. Wild zitternd sprotzelt der Leerlauf oberhalb der 2.000 Touren-Marke und springt wie ein wilder Hengst über 400 Umdrehungen nach oben und unten. Im Innenraum wird es derweil heiß, die Luft steht hier drinnen während Sepp, mit mir auf dem Beifahrersitz, in Richtung der provisorischen Rallye-Stage fährt. Dabei wird es nicht über die Rennstrecke von Brünn an sich gehen, sondern über die Versorgungspfade des Traditionskurses. Und diese sind kaum breiter als der Fabia selbst.

Der Kopf nickt heftig nach vorne, dabei war ich vorgewarnt und ich war auch vorbereitet, doch wenn Sepp die im Durchmesser 35.5 Zentimeter großen Bremsen des nur 1.200 Kilogramm schweren Rallye-Fabia in die Zange nimmt, dann sollte man eine geübte Hals-Muskulatur haben. Warme Slick-Reifen bieten unfassbaren Grip und meine Hals-Muskulatur ist eben nicht trainiert – zack und die Schwerkraft rupft am Helm. Zweimal geht das so, auch eine Art Training. Doch nur ein zahnlose Übung für das, was gleich folgen sollte.

skoda rallye erfahrung

Rallye-Fahrer und der berühmte Nagel im Kopf

Sepp brüllt mir via Gegensprechanlage in die Ohren, gleich würde es losgehen, wir rollen auf den simulierten Startpunkt zu und Sepp zündet die Tschechische Boden-Boden-Rakete. 200 kW fühlten sich nie stärker an – ob es wirklich nur 272 PS sind die hier unter der kurzen Haube des Fabia mit wahnwitzigen Getöse an die Arbeit gehen? Mir kommen Zweifel – konzentriere mich aber lieber auf die Strecke – immer den Horizont im Auge behalten und dem Magen nicht die Chance geben, später im Parc fermé, für peinliche Momente zu sorgen. Das Mittagessen muss drinnen bleiben. Auf jeden Fall. Also die Augen in Richtung Strecke und Horizont gerichtet, in den Ohren trommelt der zwei Liter Saugmotor auf seine Maximal-Drehzahl zu. Ungewöhnlich, die maximale Leistung liegt früher an als das maximale Drehmoment. Die 272 PS sollen bei 7.000 Umdrehungen versammelt sein, die 253 Nm des brüllenden Vierzylinders jedoch erst bei 8.250 Umdrehungen.

Mein Kopf schwingt kräftig nach rechts, Sepp hat den Fabia in eine Linkskurve geworfen die mir zuvor nicht aufgefallen ist. Das wird mein Magen nicht mögen. Im Mittelohr tobt bereits das aufkommende Unwohlsein. Noch bevor sich der gerade einmal 4 Meter lange Fabia ausgependelt hat, drückt ihn Sepp bereits wieder in eine 90° Rechtskurve und hinein in einen Tunnel. Der Fabia ist kaum kleiner als der Tunnel, es dröhnt das Gebrüll des Fabia S2000 von den Blechverschalungen der engen Röhre zurück. Am Ende des Weges steht ein Müll-Container. Ich sehe ihn. Er kommt im aberwitzigen Tempo auf uns zu – nein halt, wir auf ihn – verflucht, ich sehe ihn, also muss Sepp ihn doch auch sehen – warum reagiert dieser Rallye-Pilot denn dann nicht?

Sepp rupft an der Handbremse, spielt mit dem Lenkrad flipper und lässt den Fabia mit kaum gebremsten Elan um eine weitere 90° Rechtskurve rutschen. Aus dem staubigen Asphalt-Untergrund wird eine Schotterstrecke. Mit Löchern tief genug um einen vorlauten Auto-Blogger darin zu versenken. Sepp kümmert sich nicht um diese Löcher, er treibt den Fabia unter Volllast auf die nächste Kuppe zu. Blind nach links abbiegen, dass ist nichts was ich bisher als Hobby in meinen Lebenslauf geschrieben hätte. Doch im Augenblick kümmert das niemanden in diesem Fahrzeug. Konzentriert lässt der noch junge Sepp Wiegand den Rallye-Fabia an zwei mobilen Toiletten-Häuschen vorbeifliegen – auf dem Tacho der Onboard-Kamera werde ich später nachlesen: Knapp 160 km/h – dabei ist der Weg kaum breiter als der Rallyewagen selbst – und rechts geht es mehrere Meter eine steile Wiese hinab. Ein Fehler von Sepp Wiegand und die Welt würde einen Automobil-Blogger verlieren. Die Gedanken in diesem Augenblick werden immer kruder.

Unfassbar wie sehr ich mich auf dieses Ausfahrt gefreut hatte, jetzt – kaum zwei Minuten nachdem ich zum ersten Mal meine Halsmuskulatur strecken durfte, sehne ich das Ende herbei. Viel länger müsste es nicht mehr dauern – der heiße Stuhl, der Co-Piloten Platz im Rallye-Fahrzeug ist nicht meine Welt. Unwohlsein und Adrenalin-Kick mischen sich zu einem Emotionscocktail nach Fabia-Rezept.

Eine Handbrems-Drehung leitet die Halbzeit ein. Da ich die Strecke zuvor nicht kannte wird mir nun bewusst, wir fahren die gleichen Kurven noch einmal zurück.

Ich versuche mich auf meinen Piloten zu konzentrieren, auf seine Arbeit am Lenkrad, will einen Blick erhaschen von seinem Gesichtsausdruck. Das ist nicht leicht, während der Fabia bei Tempo 140 einen Elchtest macht und der Abhang nun links vorbeiwischt.

Nach knapp fünf Minuten und einer Punktlandung am Zielstrich nimmt Sepp Wiegand das Tempo raus, ich atme zum ersten Mal wieder bewusst ein und aus. Endorphine fluten mein Hirn und lassen das Mundwerk lose werden – ich habe auf Youtube noch einmal nachgehört, ja ich habe meinen Piloten wirklich als „total bescheuert“ bezeichnet. Aber das war im Fieber des Adrenalin, unter dem unfassbaren Eindruck von höchster Faszination, absolut als Kompliment gedacht.

Und es war eine Offenbarung

Mein Magen hat es überstanden, mein Ego weniger. Nicht einmal 80% dessen, was der junge Sepp Wiegand in einer echten Rallye-Stage geben würde, hat er hier auf der sicheren Rundstrecke abgerufen, für mich war es allerdings soviel, dass ich in der Zukunft die eigenen Nabelschau mit anderen Augen sehen werde. Hammerhart, diese Jungs! 

 

Hier geht es weiter – so wechselt das Team binnen 12 Minuten das Getriebe des Škoda Fabia Super 2000

 

 

 

 

Foto-Story: Škoda Fabia S2000 – Getriebetausch in Rekordzeit

skoda fabia rallye 06 getriebewechsel rekordzeit
15:10 – Der Škoda Fabia S2000 von Sepp Weigand kommt zu einem simulierten Boxenstopp. Das Getriebe soll getauscht werden. Das Ballett der Mechaniker startet.
24 Sekunden nachdem der Fabia in die Box kam, steht er bereits auf vier Alu-Böcken und die Mechaniker krabbeln unter das Fahrzeug
24 Sekunden nachdem der Fabia in die Box kam, steht er bereits auf vier Alu-Böcken und die Mechaniker krabbeln unter das Fahrzeug
Bis jetzt ist noch keine Minute vergangen.
Bis jetzt ist noch keine Minute vergangen.
Die Antriebswellen sind demontiert und werden entfernt.
Die Antriebswellen sind demontiert und werden entfernt.
Jetzt arbeiten vier Mechaniker am Fahrzeug.
Jetzt arbeiten vier Mechaniker am Fahrzeug.
Der S2000 verfügt über Allradantrieb. Für den Getriebetausch muss ein Mechaniker unter dem Fahrzeug die Kardanwelle für die Hinterachse vom Getriebe lösen.
Der S2000 verfügt über Allradantrieb. Für den Getriebetausch muss ein Mechaniker unter dem Fahrzeug die Kardanwelle für die Hinterachse vom Getriebe lösen.
Nach 2 Minuten und 2 Sekunden entschwindet die massive Unterboden-Verkleidung.
Nach 2 Minuten und 2 Sekunden entschwindet die massive Unterboden-Verkleidung.
Die Motorverkleidung ist zugleich Schutz für Getriebe und Achsen. Ein massives Stück Metall.
Die Motorverkleidung ist zugleich Schutz für Getriebe und Achsen. Ein massives Stück Metall.
Gut 1.5 Zentimeter dickes Metall schützt die Aggregate von unten.
Gut 1.5 Zentimeter dickes Metall schützt die Aggregate von unten.
Eine von vier Antriebswellen. Massive Ausführungen, speziell für den Rallye-Sport.
Eine von vier Antriebswellen. Massive Ausführungen, speziell für den Rallye-Sport.
Lenkgetriebe und vorderer Achsrahmen liegen neben dem Fahrzeug - gleich kann das Getriebe entfernt werden.
Lenkgetriebe und vorderer Achsrahmen liegen neben dem Fahrzeug – gleich kann das Getriebe entfernt werden.
Zwei Mechaniker liegen nun unter dem Fahrzeug und lösen die Getriebebefestigungen. Ein Mechaniker setzt von oben die Motortraverse an.
Zwei Mechaniker liegen nun unter dem Fahrzeug und lösen die Getriebebefestigungen. Ein Mechaniker setzt von oben die Motortraverse an.
Die demontierte Kardanwelle liegt quer über einem der Mechaniker, gemeinsam wird nun das Getriebe vom Motorblock gelöst.
Die demontierte Kardanwelle liegt quer über einem der Mechaniker, gemeinsam wird nun das Getriebe vom Motorblock gelöst.
Vier Minuten und 29 Sekunden sind vergangen - das Getriebe ist fast draußen.
Vier Minuten und 29 Sekunden sind vergangen – das Getriebe ist fast draußen. In der Zwischenzeit reinigt ein Mechaniker den Unterfahrschutz.
Letzte Befestigungen werden gelöst.
Letzte Befestigungen werden gelöst.
Nach sieben Minuten und sieben Sekunden ist das Getriebe ausgebaut und das neue Getriebe zurück unter dem Fahrzeug. Für das Training wurde das Getriebe demontiert - unter dem Fahrzeug hervor gezogen und dann wieder darunter geschoben.
Nach sieben Minuten und sieben Sekunden ist das Getriebe ausgebaut und das neue Getriebe zurück unter dem Fahrzeug. Für das Training wurde das Getriebe demontiert – unter dem Fahrzeug hervor gezogen und dann wieder darunter geschoben.
Der Kampf gegen die Uhr, jetzt läuft das Prozedere wieder rückwärts.
Der Kampf gegen die Uhr, jetzt läuft das Prozedere wieder rückwärts.
Voller Körpereinsatz unter dem Rallye-Fabia.
Voller Körpereinsatz unter dem Rallye-Fabia.
Jeder Mechaniker hat seinen Arbeitsbereich. Vor, neben oder unter dem Fahrzeug.
Jeder Mechaniker hat seinen Arbeitsbereich. Vor, neben oder unter dem Fahrzeug.
Nach nicht einmal 10 Minuten sieht der Fabia wieder aus, als wäre nie etwas gewesen.
Nach nicht einmal 10 Minuten sieht der Fabia wieder aus, als wäre nie etwas gewesen.
12 Minuten und 44 Sekunden später - das Getriebe wurde getauscht.
12 Minuten und 44 Sekunden später – das Getriebe wurde getauscht.
Funktions-Check, der Chef-Mechaniker startet den Rallye-Fabia und schaltet die Gänge durch.
Funktions-Check, der Chef-Mechaniker startet den Rallye-Fabia und schaltet die Gänge durch.
Back to the Track, der Fabia bekam binnen 12 Minuten ein neues Getriebe. Und wie lange braucht Ihre Werkstatt?
Back to the Track, der Fabia bekam binnen 12 Minuten ein neues Getriebe. Und wie lange braucht Ihre Werkstatt?
rapid seite hinten bild 1

Škoda Rapid – „Das Klassen-Cleverle?“ *update*

Mit knappen vier Meter „fuffzich“ ist der neue Škoda Rapid eigentlich ein typischer Vertreter in der Kompaktwagenklasse. In dem Segment, in dem der Konzernbruder VW Golf alles und allem den Stempel aufgedrückt hat.

Aber der Rapid ist mit seinem angedeuteten Stufenheck mehr als nur ein „weiterer Kompaktwagen“.

Im neuen Rapid stecken ein paar clevere Ideen und eine gehörige Portion „Alltagsnutzen“. In wie fern man hier um die Ecke gedacht und dem Kunden völlig neues bieten kann, dass will ich heraus finden.

Škoda Rapid – Klassenlose Meisterklasse?

Mein erstes Treffen mit dem cleveren Tschechen hatte ich Mitte Juli bei der internationalen Premiere zwischen Wien und Bratislava.  Bereits damals überzeugte mich das Konzept eines Familienfahrzeuges mit klaren Linien, sachlichen Ideen und einer unaufgeregten Materialwahl. Es ist kein Geheimnis was die Rolle der Tschechen im Volkswagen Konzern angeht – hier geht es um nichts weniger als die richtige Antwort auf die preisbewussten Asiaten, allen voran die aufstrebenden Koreaner, zu finden.

Da sind unnötige Eitelkeiten fehl am Platz – es geht nur um den Nutzen und die praktischen Fähigkeiten. Mein Augenmerk gilt während der nationalen Vorstellung daher vor allem dem „Nutzwert“ und den damit verbundenen cleveren Lösungen die uns Škoda am Rapid vorstellt!

10 Clevere Lösungen! Oder doch nur normal?

1. Riesen Kofferraum

Wer die Rücksitze umklappt erhält einen Kofferraum der mit bis zu 1.490 Liter unglaublich viel Volumen in dieser Klasse bietet und dank der großen Heckklappe auch besonders leicht zu beladen ist. Clever!

 

Riesige 550 Liter Kofferraum-Volumen
Riesige 550 Liter Kofferraum-Volumen

2. Praktische Ideen auch im Kofferraum:

Gepäckhaken / Wendematte

Wer kennt das nicht? Im Kofferraum nimmt man doch immer mal etwas mit, was dreckig oder feucht sein könnte – wer will sich da schon gleich die gesamte Kofferraum-Matte einsauen? Praktisch wenn die Kofferraum-Matte bereits als Wendematte mit zwei unterschiedlichen Seiten in Serie ausgeliefert wird. Clever!

Praktischer Haken, auf beiden Seiten des Kofferraums.
Praktischer Haken, auf beiden Seiten des Kofferraums.
Die praktische Wendematte. Foto: Škoda Presse
Die praktische Wendematte. Foto: Škoda Presse

3. Eiskratzer mit Lupe

Der beste Platz für den Eiskratzer? Die Antwort darauf lautet bei Škoda: In der Tankklappe. Gar nicht doof. Da stört der Eis-Schaber nicht, er bringt kein geschmolzenes Wasser mit in den Innenraum wenn er benutzt wurde und lange suchen muss man auch nicht nach ihm. Clever!

Skoda rapid Eiskratzer im Tankdeckel

4. Flaschenhalter für hinten

Die große 1,5 Liter Wasserflasche passt in diese Halterung. Damit haben die Passagiere auf der Rücksitzbank nicht nur 2 Getränkehalter in der hinteren Mittelarmlehne, sondern auch noch Platz für eine große Flasche. So wird aus der Rücksitzbank schon fast ein „Picknick-Bereich“. Clever!

 

Riesen Fußraum und praktische Flaschenhalter für die zweite Sitzreihe.
Riesen Fußraum und praktische Flaschenhalter für die zweite Sitzreihe.
Für den großen und kleinen Durst. Foto: Skoda Presse
Für den großen und kleinen Durst. Foto: Skoda Presse

5. Durchlademöglichkeit in der Mittelarmlehne

4 Personen und trotzdem ein paar Skier oder Gardinen-Stangen mitnehmen? Dank der Durchlademöglichkeit in der Mittelarmlehne, kein Problem. Clever!

6. Brillenfach

Wohin mit der Sonnenbrille an schattigen Tagen oder in der Nacht? Es gibt keinen praktischeren Platz als direkt über dem Innenspiegel in direkter Griffweite des Fahrers.  Und zusätzlich ist die empfindliche Brille in diesem Extra-Fach besonders sicher aufgehoben.  Clever!

Praktisches Brillenfach im Bereich des Innenspiegel
Praktisches Brillenfach im Bereich des Innenspiegel

 

7. 6-Gang Getriebe

Puh – hier verbaut Škoda derzeit nur im 1.2 TSI mit 105PS ein Sechsgang-Getriebe. Alle anderen zum Start angebotenen Varianten müssen mit einem 5-Gang Getriebe auskommen. Der fünfte Gang wurde von Škoda relativ lang ausgelegt, so lange man im 175Nm starken Turbo-Benziner oder dem 250Nm starken Dieselmotor unterwegs ist, ist das erträglich. Dem kleinen Basis-Benziner mit 75PS hätte eine Sechsgang-Box allerdings gut getan.  Nur normal 🙁

5-Gang Getriebe und 6-Gang Getriebe verfügbar
5-Gang Getriebe und 6-Gang Getriebe verfügbar

8. Dritte Kopfstütze

Sicherheit geht vor – der neue Rapid kommt deswegen in Serie mit 3 Kopfstützen in der zweiten Reihe, die natürlich auch in der Höhe justierbar sind.  Vor allem für Jugendliche Mitfahrer die problemlos zu dritt auf die Rücksitzbank passen, ist es besonders gut zu wissen, dass man hier auch für den mittleren Mitfahrer die Kopfstütze in der Höhe anpassen kann. Clever.

3 verstellbare Kopfstützen auf der Rücksitzbank
3 verstellbare Kopfstützen auf der Rücksitzbank

9. Längs- und Höhenverstellbares Lenkrad

In meinen Augen eine unverzichtbare Grundausstattung für jedes Auto, ganz egal in welcher Preislage und welcher Klasse. Im neuen Rapid bekommt man diese Sicherheitsrelevante Ausstattung bereits in der Serie mit! Sehr clever!

Foto: Skoda
Foto: Skoda
Lenkrad in Höhe und Länge verstellbar.
Lenkrad in Höhe und Länge verstellbar.

10. Heckwischer

Für klassische Limousinen ist ein Heckwischer eher untypisch.  Aber praktisch bleibt es dennoch – denn gerade an Regentagen ist man auch bei Fließheck-Modellen froh, wenn man die Heckscheibe reinigen kann. Auch das – ein cleveres Extra im neuen Skoda Rapid.

Praktisches Detail: Der Heckwischer.
Praktisches Detail: Der Heckwischer.

 

Bleibt am Ende doch nur ein Urteil:

Der neue Skoda Rapid ist einfach nur verflixt clever!

Rapid-Galerie:

 

Geschrieben am 10. Oktober 2012 - Zweite Version

 

Technische Daten: Škoda Octavia G-TEC Combi

Zur Vorstellung des Škoda Octavia G-TEC Combi

Technische Daten
ŠKODA Octavia G-Tec  Combi
1.4 TSI G-TEC 110 PS
 Motor R4-Turbo-Benzin-Motor mit Start-Stopp-System und Rekuperation, DOHC, 4 Ventile/Zylinder, Zahnriemen, Direkteinspritzung, Abgasturbolader ,vorn quer eingebaut
Hubraum (cm3)  1.395 ccm³
Bohrung/Hub (mm)  74,5 x 80,0
Max. Leistung bei Drehzahl (kW(PS)/min-1) 81 kW / 110 PS bei 4.800 – 6.000 Umdrehungen
Max. Drehmoment bei Drehzahl (Nm/min-1) 200 Nm bei 1.500 bis 3.500 Umdrehungen
Verdichtungsverhältnis 10,5 : 1
Schadstoffklasse/Kraftstoff EU6, CNG, Biogas, Benzin 95 Oktan
Innerorts (I/100 km) 6.9 kg
Außerorts (I/100 km) 4.5 kg
Kombiniert (I/100 km) 5.4 kg
CO2-Emissionen kombiniert (g/km) 97 Gramm / Kilometer
Effizienzklasse B
Fahreigenschaften
Höchstgeschwindigkeit (km/h) 193
Beschleunigung 0-100 km/h (s) 11,0
Wendekreis (m) 10,4
Antrieb
Antrieb Permanenter Allradantrieb6) 
Kupplung Einscheiben-Trockenkupplung
Getriebe 6-Gang-Schaltgetriebe
Getriebeübersetzung Schaltgetriebe I-3,77; II-1,96; III-1,26; IV-0,87;
V-0,86; VI-0,72; R-4,55
Achsübersetzung I-IV-3,875; V-VII-3,100
Technische Daten ŠKODA Octavia Combi
2,0l TDI CR DPF / 110 kW 4×4
Gewichte
Leergewicht (kg) (inkl. Fahrer 75 kg) 1.412
Zul. Gesamtgewicht (kg) 1.866
Zuladung (kg) (inkl. Fahrer 75 kg) 454
Max. Dachlast/Stützlast (kg) 75 / 75
Zul. Achslast vorn/hinten (kg)  840 / 1.050
Anhängelast ungebremst (max. kg) 700
Anhängelast gebremst bei 12 % Steigung (max. kg) 1.400
Karosserie
Luftwiderstandsbeiwert (CW) 0,322
Fahrwerk
Vorderachse McPherson-Federbeine mit Dreiecksquerlenkern und Torsionsstabilisator
Hinterachse Mehrlenker-Hinterachse
Bremsen Hydraulik-Zweikreisbremssystem, ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung, Bremsassistent, Multikollisionsbremse
Lenkung Direkte Zahnstangenlenkung mit elektromechanischer Lenkunterstützung
Füllmengen
Tankinhalt Benzin (I) / CNG 50 Liter / 15 Kilogramm
Ölinhalt/Kühlsystem (I) ca. 4,5 / 10,2
Außenabmessungen
Länge (mm) 4.659
Breite (mm) 1.814
Höhe (mm) 1.461 – 1.481
Radstand unbeladen/beladen (mm) 2686 / 2668
Spurweite vorn/hinten (mm) 1.543 / 1.514
Bodenfreiheit (mm) 140
Ladekantenhöhe (mm) 631
Innenabmessungen
Beinfreiheit vorn hinten (mm) – / –
Beinfreiheit hinten max./min. (mm) – / –
Kniefreiheit hinten (mm) 73
Ellenbogenfreiheit vorn/hinten (mm) 1.454 / 1.449
Effektiver Kopfraum vorn/hinten (mm) 983 / 995
Gepäckraumvolumen
ohne Reserverad/mit Reserverad 460 / –
ohne Reserverad/mit Reserverad 1.610/ –
Service
Service Variabler-Service-Intervall
nach Serviceintervall-Anzeige, bis zu 30.000 km oder max. 2 Jahre
Garantien 2 Jahre ohne Kilometerbegrenzung
3 Jahre auf Lack
12 Jahre gegen Karosseriedurchrostung
ŠKODA Mobilitätsgarantie
 Typklasseneinstufung VK/TK/KH  14 / 18 / 21

Škoda Octavia G-TEC – Pack die Kuh in den Tank

Wer nun an seine Beifahrerin denkt, irrt. Es geht hier einzig und alleine um den Treibstoff und um eine interessante Antwort auf die Frage, womit wir demnächst (oder schon morgen) die Motoren unserer Autos füttern.  Der eine oder andere hat es eventuell schon gehört, unsere Erdöl-Vorräte sollen endlich sein. Was also tun? Und was ist eigentlich ökologisch sinnvoll? Auf das Auto verzichten will ja am Ende niemand. Auch ich nicht! Nein, ich im besonderen nicht!

Bei der erfolgreichen VW-Tochter Skoda hat man sich auf die Fahne geschrieben, besonders sinnvolle und clevere Autos zu bauen. Dazu gehört auch die Suche nach der Antwort auf eine Frage die über unseren Köpfen schwebt: Was ist ökologisch korrekte Mobilität? Wie setzt man Nachhaltigkeit beim Thema Automobil um? Muss man grotesk große Schritte unternehmen, oder gibt es eine Taktik des “Fortschritts in kleinen Schritten”? Gibt es dazu eine Antwort? Skoda meint ja und entführt mich in einen Kuhstall in den Niederlanden.

Nun könnte man den gesamten Artikel mit Grundwissen zum Thema CO² füllen und über den entsprechenden Footprint den wir Menschen auf der Erde hinterlassen schreiben. Ich könnte versuchen noch einmal die Sache mit dem guten und dem bösen CO² aufzudröseln. Denn so etwas gibt es. So stammt das gute CO² zum Beispiel dem Kreislauf der Natur, das böse aus den fossilen Brennstoffen die wir tagtäglich durch unsere Auspuffrohre blasen. Aber viel tiefer soll es an dieser Stelle nicht gehen – das hier ist ein Autoblog, kein Umwelt-Gedankenspielblog.

Aber was tun wir – was tut die Automobil-Industrie –  um den übermächtig gewordenen CO²-Fußabdruck von der Erde zu tilgen?

skoda g-tec emblem

Und die Kuh fährt mit, oder so.

Der neue Skoda Octavia G-TEC

Kühe sind eine Lösung. Sagte man mir in Holland bei der Präsentation des neuen Octavia G-TEC. Aber wie fühlt es sich an, wenn man mit dem Mist einer Kuh durch die Gegend fährt?

Man spürt gar nichts. Abgesehen von einem beruhigten Gewissen. Besonders viel Spaß macht dieses “grüne Gewissen”, wenn man sich in den neuen Octavia G-TEC setzt. Umwelt, Komfort und die Fahrt von A nach B im Einklang. Eine beeindruckende Erfahrung.

In Genf der Öffentlichkeit vorgestellt, konnte ich den neuen Octavia G-TEC nun in Holland testen. Zum ersten Mal gibt es einen Octavia mit Erdgas-Antrieb. Der bivalent ausgelegte Antrieb basiert auf dem 1.4 Liter großen Vierzylinder-Turbomotor der im VW-Konzern ein alter Bekannter ist. Mit dem 15 Kilogramm großen CNG-Tank wird aus dem Octavia, von Haus aus ein komfortabler und praktischer Familienfreund, ein vollwertiges Auto, das sich mit 97 Gramm CO² je Kilometer bewegen lässt (im CNG-Betrieb). Durch die Kombination von Erdgas und Benzin steigt auch die Reichweite des Octavia G-TEC auf beeindruckende 1.330 Kilometer (Werksangabe). Neben den rund 400 Kilometern im reinen Erdgasbetrieb (3.5 Kilogramm auf 100 Kilometer lt. NEFZ), schafft der Tscheche dank seines 50 Liter fassende Benzintank nun also einen beeindruckenden Aktionsradius.

skoda cng tanken

Warum nicht mehr? Kritik an der CNG-Strategie des VW-Konzerns

Nun kann man zweigeteilter Meinung sein. Wäre es nicht noch grüner, wenn man das Verhältnis von CNG-Tank und Benzintank genau umgedreht umgesetzt hätte? Wenn man 50 Kilogramm Gas mitnehmen könnte und nur 10 Liter Benzin zur Sicherheit bunkerte? Die Umsetzung des Konzeptes CNG für den Octavia haben die Tschechen nicht alleine auf die Beine gestellt, drum kann man die Frage nach der Verteilung der Tankgrößen im gesamten VW-Konzern stellen. Die MQB-Brüder des Octavia, der Audi A3 g-tron und Golf TGI besitzen die gleichen Voraussetzungen und damit die gleichen Einschränkung.

Es bleibt daher die Frage: Wie genial wäre es gewesen, wenn der CNG-Tank 50 Kilogramm fassen würde? Das wäre eine Reichweite von an die 1.000 Kilometer, nur per Erdgas. Eine maximale Strecke unter minimalen CO²-Emissionen.

4.1 Kilogramm auf 100 Kilometer

Auf der ersten Testfahrt mit dem neuen Octavia G-TEC habe ich um die 4 Kilogramm CNG auf 100 Kilometer gebraucht. Natürlich mit dem Vorhaben, bewusst sparsam zu fahren. Bedenkt man den großen Kofferraum (480 Liter) und den fast unwirklich wirkenden, riesigen Platz für die Passagiere im Octavia an sich, dann ist dieser Verbrauch noch immer lächerlich – und selbst bei etwas weniger bedachter Fahrweise (meines Kollegen) waren Werte um die 4.7 Kilogramm auf 100 Kilometer möglich. Und wer den CNG-Vorrat an einer der 900 Tankstellen (in Deutschland) wieder auffüllt, erlebt die nächste wundervolle Seite des Erdgasbetriebes: Mit rund 1.10 € für das Kilogramm ist man dabei und so fallen nach 100 Kilometer zwischen 4 € und 5.17 € an Kraftstoffkosten an.

Rechnen Sie das mal auf Ihr Auto um.

Der Octavia G-Tec – 97 Gramm CO²/km

Knapp 4.66 Meter lang und mit ordentlich Platz für Mitfahrer und Gepäck gesegnet. Der G-Tec hat laut Datenblatt 460 Liter Ladevolumen.  Das sind einige Liter weniger als beim „nicht CNG-Modell“ (150 um genau zu sein), die aber vor allem unter der eigentlichen Ladefläche wegfallen. Der Laderaum an sich ist weiterhin, groß, praktisch und mit nützlichen Helferlein ausgerüstet. Dazu zählen die ausklappbaren Haken für Einkaufstüten ebenso, wie die Kofferraumbeleuchtung, die sich als Taschenlampe entpuppt. Simply clever, eben.

Der 1.4 Liter TSI-Motor leistet in der G-TEC Version 110 PS und bläst im CNG-Betrieb nur noch 97 Gramm CO² je Kilometer in die Luft. Und wer zuvor die Kuh in den Tank gepackt hat, der kann dies mit ruhigen Gewissen tun (Gutes CO2, böses CO² und so…). Bevor es soweit ist, die Antwort auf die Frage: Reichen 110 PS in einem vollwertigen Kombi, wie dem Octavia?

Jein. 

Zwischen 1.500 und 3.500 Umdrehungen liegen 200 Nm am manuellen Sechsganggetriebe an. Zu zweit, zu dritt an Board, wenig bis kein Gepäck und easy Gangart vorausgesetzt, reicht die Leistung um den Octavia G-TEC easy im Verkehr mitschwimmen zu lassen. Die Testfahrten auf den mit 130 km/h reglementierten Autobahnen Hollands haben jedoch ganz bewusst den Teil der „Volllast“ weg gelassen, der vermutlich die Grenzen des 110 PS Turbo im Kombi gezeigt hätten. Man spürt bereits ab Tempo 120 und im sechsten Gang: Jetzt wird es langsam zäh. Der Octavia Kombi in seiner Erdgas-Version ist etwas für Familien-Väter die es ruhiger angehen lassen.  Gerade so, wie man es im Alltag gewohnt ist – oder auf der Fahrt in den Urlaub. Alles easy, entspannt und mit ruhigem Gewissen. 

g-tec biogas

Und was war das nun mit der Kuh im Tank?

Grob vereinfacht leben zum Beispiel auf einem Milch-Kuh-Bauernhof mehrere hundert Kühe. Diese Milchkühe leben in einem hoch automatisierten Stall. Damit es den Kühen gut geht, kraulen automatisierte Bürsten, ähnlich einer Waschanlage, die Wiederkäuer auf deren Wunsch. Sicher, ein Kuhstall ist keine Wellness-Farm, aber die Kühe auf dem Foto oben, sahen alle sehr entspannt aus.Zu dieser „Kuh-Kraul-Anlage“ laufen die Kühe ebenso frei, wie zum melken. Alles passiert mit einem hohen Grad an Automation. Neben der so gewonnenen Milch fällt der Rohstoff an, auf den es Autofahrer in Zukunft abgesehen haben könnten. Kuh-Mist. Dung.

Nun ist dies kein Bio-Blog und mit Landwirtschaft kenne ich mich auch nicht aus. Aber:

Aus diesem Kuhmist wird später durch Vergärung, Biogas. Und aus diesem Biogas wird Bio-CNG gewonnen. Und schon passt diese gasförmige Duftmischung in die Druckgasbehälter des eigenen Autos. Zum Beispiel in den 14 Kilogramm großen Tank des neuen Skoda Octavia G-Tec. Womit sich der Kreis schließt und ich nach zig Wörtern wieder bei der Kuh angekommen bin, die wir in der Zukunft in den Tank packen könnten.

Das betrifft natürlich nicht nur den neuen Octavia G-TEC, auch den Citigo mit CNG-Motor. Und wer jetzt anfängt nachzurechnen, dem sei die Arbeit erleichtert: Mit dem Dung, den 5 Kühe während eines Jahres produzieren, könnte man 40.000 Kilometer Škoda Citigo G-Tec (oder Seat Mii CNG) fahren.

Da sollte man nun einmal darüber nachdenken. Denn jetzt macht es wirklich Sinn – anstatt von endlichen Öl-Vorräten auf endliche Erdgas-Vorräte umzusteigen, packt man in der Zukunft den vergärten Kuhmist in den Tank.  Und in Holland werden bereits heute, in 250 Biogas-Anlagen, 750 Millionen m³ Biogas gewonnen. Was wiederum ausreicht um 800.000 CNG-Fahrzeuge mit Bio-CNG zu betreiben.

Auch irgendwie: simply clever.

Zu den Technischen Daten Octavia G-TEC Combi

AMI 2014 – Škoda Octavia Scout

Eigentlich hat der pfiffige Cross-Combi aus Tschechien, der Octavia Scout seine Premiere bereits in Genf gefeiert. Auf der AMI in Leipzig hat Škoda aber nun nicht nur den Allrad-Kombi dem deutschen Publikum vorgestellt, sondern auch gleich noch die Preise bekannt gegeben!

Der Pfadfinder aus Mlada Boleslav

Škoda Octavia Combi Scout

Markanter Look, praktische Talente und moderne Technik unter dem Blech. Wenn es nach Škoda geht, dann ist der Octavia Combi Scout der ideale Familienwagen für Abenteurer und Freizeitsportler. Seine Karosserie wurde in den wichtigen Bereichen rund um Schnauze und Heck mit markigen Planken verstärkt und rund um das Fahrzeug zieht sich eine dicke, schwarze Kunststoffkante. Die Bodenfreiheit des Scout Combi wurde um 3.1 Zentimeter erhöht und liegt nun bei 17.1 Zentimeter. Das Schlechtwegepaket ist in Serie und schützt den Motor mit einem Unterbodenschutz.  In den luftigeren Radhäusern drehen sich 17-Zoll große Leichtmetallräder  und unter der Motorhaube brummt entweder der 180 PS starke und bekannte Turbo-Benziner oder ein zwei Liter Turbodieselmotor mit 150 oder 184 PS.  Alle Motoren erfüllen die EU6-Norm und sollen im Vergleich mit dem Vorgänger um bis zu 20% sparsamer sein.

Der Allradantrieb des Scout ist aus dem Octavia 4×4 bekannt und basiert auf der aktuellen Haldex 5-Kupplung. In Verbindung mit dem aktuellen Allradantrieb wurden die Steigfähigkeiten und das Anfahrverhalten optimiert. Zudem darf der Combi Scout bis zu 2 Tonnen schwere Anhänger an den Haken nehmen.

Und was kostet der Octavia Combi Scout nun?

Ab August ist er bestellbar und der kleinere Diesel (150 PS) startet bei 30.250 € und der 180 PS Benziner ab  31.250 €.

 

 

Skoda Octavia G-TEC: Gas geben leicht gemacht.

Das Interesse an Autos mit Erdgasantrieb wächst immer weiter. Deswegen hat sich Skoda gedacht: Schmeißen wir doch mal ein zweites erdgasbetriebenes Fahrzeug auf den Markt. Nach dem Kleinstwagen Citigo kommt jetzt der große Bruder: der Skoda Octavia. Dank bivalentem 1,4-Liter-Turbomotor stellt sich auch nie die Frage, was eigentlich passiert, wenn einem das Gas ausgeht.

skoda g-tec 02 octavia erdgas

Skoda Octavia G-Tec – Erdgas im Tank!

Durch die zwei verschiedenen Kraftstoffarten schont der Octavia, dank günstigerer Erdgaspreise, nicht nur den Geldbeutel. Im Erdgas-Modus stößt er sogar weniger CO2 aus (nur 97 g/km) als ein reiner Benziner. Die komplette Reichweite mit den beiden bis oben hin gefüllten Tanks wird mit maximal 1330 Kilometer angegeben. 410 Kilometer entfallen dabei allein auf das Erdgas. Zusätzlich erfüllt der tschechische Automobilhersteller die im September 2015 in Kraft tretende EU-6-Norm bereits jetzt.

110 PS sorgen selbst bei jedem Spargedanken für flottes Vorankommen. Das einfach zu schaltende manuelle Getriebe unterstützt den Fahrkomfort und lässt den Piloten die Kontrolle über den Erdgas-Tschechen übernehmen. Bequeme Sitze lassen auch auf langen Strecken den Komfort nicht missen und eine Menge Platz im Fond sorgt für glückliche Gesichter bei den Mitfahrern. Bis zu 460 Liter passen in den Kofferraum der Limousine, da bleibt viel Platz für den Wochenendeinkauf oder den nächsten Roadtrip. Durch geschickte Platzierung der Unterflurtanks mindert die Integration der CNG-Tanks nicht die praktischen Fähigkeiten des Octavia im Alltag.

Als wichtiger Baustein der Skoda Nachhaltigkeitsstrategie versuchen die Tschechen saubere Mobilität zu einem bezahlbaren Preis anzubieten. So startet die erdgasbetriebene Variante des Octavia in den Ausstattungslinien Active ab 21.850 Euro an. Der Skoda Octavia G-TEC kommt im Juni in den Handel und bereichert die Palette der verfügbaren Erdgasmodelle um ein „simply cleveres“ und vor allem umweltfreundlicheres Fahrzeug.

skoda g-tec 03 octavia erdgas

 

Genf 2014: Galerie Skoda Vision C

Genf 2014: Skodas Coupè-Studie – mehr als eine Vision

Die Weltpremiere des Skoda VisionC steht für den nächsten Evolutionsschritt in der Formensprache der Marke Skoda. Gemeinsam mit dem Debut der Octavia-Modelle Scout und der Monte-Carlo-Sondermodellen vom Yeti, Rapid Spaceback und Citigo, bildet der Vision C den Höhepunkt des Genf-Auftritt der Marke.

Den Vision C stellt Kollege Hoenkhaus in einem Video vor:

)

Genf 2014: Škoda Octavia Scout

Mehr Freiheit, vor allem mehr Bodenfreiheit. Der neue Octavia Scout den Škoda auf dem Genfer Automobilsalon im März erstmalig der Öffentlichkeit zeigt, bekam nicht nur einen rustikalen Offroader-Look verpasst, sondern auch mehr Bodenfreiheit.  Mit einem Plus von 3.3 Zentimetern wird der Octavia Scout nicht zum Geländewagen, aber für Ausflüge in die wilde Welt hinter dem nächsten Nah-Erholungsgebiet dürfte es ausreichen.

Škoda Octavia Scout

Den Octavia Scout gibt es nur in der Combi-Version, so wie dieser zum Beispiel vor kurzem auch im Blog einem ausgiebigen Test unterzogen wurde. (Fahrbericht Škoda Octavia TDI 4×4 Combi)

Natürlich hat der Scout Allradantrieb an Board, nur so macht die Offroad-Optik wirklich Sinn. Die 4×4-Technik basiert hierbei auf der aktuellen Haldex 5-Generation des Mutterkonzerns. Für den neuen Scout haben die Techniker aus Tschechien die Zugkraft und die Steigfähigkeit des Allradlers verbessert.

Der Octavia Scout darf bis zu 2.0 Tonnen an den Haken nehmen und räubert dank größerer Böschungswinkel durch anspruchsvolleres Gelände als der normale 4×4 Combi. Den Scout bietet Škoda mit drei Motoren an. Zwei Diesel mit 150 PS oder 184 PS und einem 180 PS starken Turbo-Benziner.  Die „simply clever“ Details der anderen Škoda hat der Scout natürlich auch an Board.

Was er kostet und ab wann er beim Händler steht? Nach der Messe in Genf sind wir schlauer!

 

Genf 2014: Škoda Studie „VisionC“

Noch eine Premiere auf dem Genfer Automobilsalon 2014

Škoda VisionC

Mit der Designstudie „VisionC“ wollen die Tschechen einen Ausblick auf die Zukunft geben. Das Design der Marke soll emotionalisiert werden. Mehr Strahlkraft, mehr Glanz, mehr Kraft. Dabei spricht Škoda jedoch nicht von einer Revolution, sondern von einer Evolution der eigenen Marke.

Das dynamisch gezeichnete Konzeptmodell könnte zudem ein Ausblick auf eine kommende Viertürige Coupé-Limousine der Tschechen sein. Ganz nach Volkswagen CC -Konzept.

Fahrbericht: Škoda Octavia Combi 4×4

Den Eiskratzer in den Tankdeckel zu packen ist nur eine simple Idee. Aber im Falle des Octavia zeigt diese Idee, was hinter den Worten zu "simply clever" wirklich steckt. Es sind diese einfachen Ideen, die man sinnvoll umsetzen muss und wenn das ganze dann auch noch auf eine solide Basis trifft, dann bekommt man einen Familien-Kombi der besser ist, al…

Škoda Rapid Spaceback – Dreitürer?

Mit dem neuen Rapid Spaceback ist Škoda in ein Segment vorgedrungen, in dem die Konzernmutter Volkswagen bislang die Zügel in der Hand hält: Die Golfklasse.

Faszinierend genug, dass man der hübschen Tochter aus Tschechien nicht nur erlaubt, schöne und praktische, günstige wie sinnvolle Autos zu bauen, nein – nun dürfen die Aufsteiger aus Mladá Boleslav sogar den König aus Wolfsburg attackieren.

Der neue Rapid Spaceback wurde von mir bereits im Fahrbericht vorgestellt – nun hat mich Theopiluschin auf eine „offene Frage“ hingewiesen:

„Warum keinen Dreitürer Spaceback?“

Skoda Rapid Spaceback Dreitürer von hinten

Die Computerretuschen von Theo wirken extrem gut gelungen und es gibt eigentlich nur einen Grund, der gegen einen Dreitürer Spaceback spricht:  Unpraktischer als der Fünftürer.

Die Tschechen sind dafür bekannt, clevere Autos zu bauen. Keine Fahrzeuge die einer Mode-Idee hinterher rennen, wobei ein Dreitürer den Platz für eine weitere Preissenkung schaffen könnte. Der normale Fünftürer fängt bei 14.990,–€ an. Nimmt man die Differenz von Volkswagen beim VW Golf mit Drei- und Fünftüren als Relation, dann könnte ein dreitüriger Rapid Spaceback unter die 14.000,– € Marke rutschen. Das macht den „Bock nicht fett“, wäre aber eine weitere Alternative gegenüber den wichtigsten Mitbewerbern.  Auch Hyundai, KIA und Honda (ect) bieten ihre Modelle in einer Version mit nur drei Türen an.

 

Škoda Rapid Spaceback – Die beiden Heckklappen-Varianten

Ein großer Fotoshop-Künstler wird wohl nicht aus mir. Aber ich wollte die beiden Heckklappen-Varianten des neuen Škoda Rapid Spaceback in einem Bild darstellen. Hier also das Ergebnis meiner Arbeit:

heckklappe

Man sieht, auch wenn ich in Photoshop versagt habe, was die lange Heckscheibe aus dem Hintern des Spaceback macht. Die bis zum Nummernschild gezogene Kante der getönten Heckscheibe lässt das Heck deutlich sportlicher erscheinen.

 

Škoda Rapid Spaceback – Erste Ausfahrt

zurück artikelanfang

Take me with you

Die Autos der Tschechen sind vor allem treue Begleiter. Keine lautmalerischen Blender, sondern Automobile zum Leben, Autos für den Alltag. Und so verstehe ich auch den Rapid Spaceback.

Natürlich gibt es Dinge die man am Spaceback vermissen kann und kein Mensch versteht, weshalb der SEAT Leon zuerst das LED-Licht im Konzern bekam, oder weshalb man Škoda-Kunden das kleine Navi zumutet. Aber vermutlich wäre ein Spaceback mit Voll-LED-Frontscheinwerfern und dem großen Navi-Multimediasystem aus dem aktuellen Golf, einfach zu perfekt.

Skoda Rapid Schnauze

Günstiger – nicht schlechter

Die Taktik dürfte aufgehen. Mit dem Spaceback bieten die Tschechen im VW-Konzern das günstige Golf-Gegenmodell. Diese ist nicht schlechter als der aktuelle Golf, zumindest wenn man das Fahrwerk der zwei nicht Kopf-an-Kopf vergleicht und auch nicht mit Herzblut für eine bessere Haptik im Innenraum kämpft. Viel Platz, gutes Design, clevere Ideen und das ganze mit einem fairen Preis auf dem Etikett. Das ist die Konzern-Alternative die gegen Koreaner und Europäer in diesem Segment auf Kundenfang geht.

Skoda Rapid Spaceback Instrumente

Instagram-Video:

Kritik:

Vor allem die Entscheidung, dem Kunden das große 8-Zoll Multimedia-System zu verwehren finde ich verkehrt, zeigt aber vermutlich, wie eng der Kampf um die Kunden im Golf-Segment ist.  Das im Cockpitbereich verwendete Hartplastik ist optisch völlig in Ordnung, nur der Kontakt mit den Fingerkuppen enttäuscht. Damit kann man leben, wenn man den Preis-Unterschied zum Primus im Hinterkopf behält.  Was nicht schön ist, sind die zum Teil scharfen Hartplastik-Kanten in den vorderen Türtaschen.

Skoda spaceback Glasdesign

 

Instagram-Video 2:

positivPositiv:

Der Spaceback hat ein sehr niedriges Leergewicht, das sorgt für agiles Handling und niedrigen Spritverbrauch.

NegativNegativ: 

Die Auswahl im Bereich der Motoren und Getriebe ist  noch sehr beschränkt. DSG ist aktuell nur für zwei Motoren im Angebot.

skoda rapid spaceback glasheck

Fazit:

Clevere Golf-Alternative

Wem das saubere und kühle Design der Tschechen gefällt, der hat ab sofort im Segment der Kompaktwagen eine völlig neue Alternative. Viel Platz zu einem fairen Preis – irgendwie nichts neues für einen Škoda, aber in der Form des Steilheck-Rapid ein Golf-Gegner ohne Preis-Handicap.

  Alle technischen Daten – Škoda Rapid Spaceback (folgt!)

Foto-Galerie Spaceback | Eigene Fotos | Hersteller-Fotos

Škoda Rapid Spaceback – Erste Ausfahrt

Das Handicap ist eine Kennzahl aus dem Golfsport und beschreibt in etwa die Spielstärke eines Golf-Spielers. Überträgt man das auf die Automobile-Welt, dann hat der Volkswagen Golf nicht nur einer ganzen Fahrzeugklasse den eigenen Namen aufgedrückt, sondern stellt seit Jahrzehnten die Benchmark in seiner Klasse und alle neuen Vertreter des Kompaktwagen-Segments müssen sich mit ihm vergleichen lassen.

Die Volkswagen-Tochter Škoda hatte sich bislang elegant aus dem direkten Wettbewerb mit dem Volkswagen Golf herausgehalten. Mit dem neuen Škoda Rapid Spaceback betritt der Konzern-Spross nun jedoch das Spielfeld der Kompaktwagen-Primus GOLF.

Ist das so clever wie man es von einem Škoda gewohnt ist?

Skoda Rapid Spaceback front

Golf ohne Preis-Handicap?

Škoda Rapid Spaceback – Ein erster Test des neuen Modells

Jung, dynamisch, elegant und sportlich – das wollen alle Fahrzeuge in ihrer Formensprache ausdrücken. Manchmal ist es nur Blabla aus der Presse-Mappe und manchmal sind die Autos wirklich so gut gelungen, dass man ihnen ein Denkmal für „gelungenes Design“ widmen möchte. Im Design der Škoda-Modelle spiegelt sich die elegante Form des „weg lassen“ wieder. Kein Pinselstrich zuviel, keine Lichtkanten die unnötig wären. Ein fast strenges, aber dennoch sympathisch modern wirkendes Blechkleid hüllt die Fahrzeuge aus Böhmen.

Der erste Kompaktwagen mit Steilheck (vulgo: Golf-Klasse) macht hier keine Ausnahme. Das Familiengesicht mit dem Škoda-Wappen in der Blechnase der Motorhaube bekommt nun Xenon-Scheinwerfer zur Seite gestellt (ab sofort auch für den Rapid mit dem Stufenheck erhältlich) und gegen Aufpreis zieht sich die getönte Heckscheibe des Spaceback bis über die Wölbung der Heckklappe.

Der Radstand entspricht mit 2.602 Millimetern fast dem des VW Golf  (2.637 mm) und dennoch teilen sich die zwei nicht die gleiche Plattform. Der große Radstand ist wichtig für das opulente Platzangebot im Innenraum. Die Tatsache das der Rapid nicht dem MQB-Baukasten entspringt, sondern auf bewährten Mischplattformen des VW-Konzerns basiert (PQ25, u.a. auch VW Polo Gen5 und Audi A1), ist wichtig für den Endpreis des Fahrzeuges.

Der Testwagen:

  • Modellbezeichnung: Škoda Rapid Spaceback
  • Fahrzeugklasse:  Kompaktklasse
  • Verkaufsstart: Oktober 2013
  • Basispreis:  14.990 €
  • Karosserieform: Steilheck Kompakt
  • Gefahrene  Motoren: 85 PS Benziner, 90 PS Diesel
  • Getriebe: 5-Gang Manuell

 

skoda rapid spaceback ausfahrt gardasee

Erste Ausfahrt

Active, Ambition und Elegance sind die drei Ausstattungsvarianten in denen Škoda den Spaceback ab Oktober zum Verkauf anbietet. Auf der Motorenseite stehen zum Start vier Benziner und zwei Diesel parat. Bei der internationalen Präsentation in Verona konnte ich auch den 75 PS starken Dreizylinder-Benziner fahren, den Škoda allerdings nicht auf dem deutschen Markt anbieten wird (erstmal?). Reden wir hier von einem Golf-Gegner, so sind jedoch zwei andere Motoren besonders interessant; Der 90 PS starke 1.6 TDI der mit der Präsentation im Spaceback nun zum ersten Mal im Rapid angeboten wird und der 85 PS starke 1.2 Liter Turbo-Benziner. Beide Motoren sind Direkteinspritzer und werden mit einem Fünfganggetriebe kombiniert.

1.2 TSI + 1.6 TDI

1.2 Liter Hubraum nur, aber immerhin vier Zylinder und einen Turbolader der dem kleinen Motor Leben einhaucht. Dank 160 NM die zwischen 1.600 und 3.500 Umdrehungen anstehen, lässt sich der kleine Benziner überraschend angenehm durch die Stadt fahren. Geht es raus auf das Land, zieht er sich tapfer durch das Drehzahlband und liefert vitale Fahrleistungen ab. Das man mit nur 85 PS und 1.2 Liter Hubraum nicht zum Verkehrshindernis wird, verdankt man auch dem hervorragenden Leichtgewicht des Rapid Spaceback: 1.150 Kilogramm. Selbst die Dieselversionen schaffen es nicht über die 1.300 Kilogramm-Marke. Damit gehört der Rapid Spaceback zu den leichtesten Vertretern im Golf-Segment!

Mehr Power, mehr Gänge

In Kürze wird ein 105 PS starker 1.6 TDI folgen und wer den stärksten Benziner im Rapid Spaceback wählt (1.4 TSI – 122 PS) der bekommt diesen mit dem bekannten Siebengang-DSG Getriebe geliefert. Ansonsten bietet Škoda im Augenblick nur den 1.2 TSI mit 105 PS mit 6-Gängen an (manuell) und auch bei den Diesel spielen derzeit noch die 5-Gang-Getriebe die größere Rolle.

skoda Rapid Spaceback von hinten

Die Fakten:

Gefahrene Motorisierungen:

  • 1.2 TSI Ambition
  • Motor: Vierzylinder Benzinmotor Direkteinspritzer Turbo
  • Hubraum: 1.197 ccm³
  • Leistung: 85 PS bei 4.800 U/min
  • Drehmoment:  160 Nm bei 1.500 – 3.500 U/min
  • Antrieb: 5-Gang Getriebe manuell – Frontantrieb
  • Höchstgeschwindigkeit: 180 km/h
  • Beschleunigung: 0-100 km/h 11.7 Sek.
  • Verbrauch nach Norm: 5.1 l / 100 km
  • Basispreis als: Ambition: 17.250 €
  • 1.6 TDI Elegance
  • Motor: Vierzylinder Dieselmotor Direkteinspritzer Turbo
  • Hubraum: 1.598 ccm³
  • Leistung: 90 PS bei  4.200 U/min
  • Drehmoment:  230 Nm bei  1.500 – 2.500 U/min
  • Antrieb: 5-Gang Getriebe manuell – Frontantrieb
  • Höchstgeschwindigkeit: 182 km/h
  • Beschleunigung: 0-100 km/h 12.1 Sek.
  • Verbrauch nach Norm: 4.5l / 100 km
  • Basispreis als:  Elegance 21.390 €

Skoda Rapid Spaceback Kofferraum

Škoda – Platz da

Im Gegensatz zum Stufenheck-Modell Rapid ist der Spaceback 18 Zentimeter kürzer und dennoch bleibt genug Platz für die Insassen und deren Gepäck. Mit 415 Litern Kofferraumvolumen ist dieses sogar größer als beim VW Golf.

Skoda Rapid Spaceback Cockpit

Das Cockpit

Ab der Ambition-Ausstattungslinie bekommt der Fahrer ein Drei-Speichen Lederlenkrad in die Hand gelegt und auch der Schaltknauf wurde mit dem edlen Material ummantelt. Der Eindruck eines günstigen Golf-Gegners kommt nur auf, wenn die Hände zu lange an den Türverkleidungen weilen. Gerade im Bereich der unteren Türfächer mangelt es an einer angenehmen haptischen Oberfläche. In anderen Worten: Das Plastik der Türverkleidungen ist schlicht zu billig geraten und die Kanten nicht genug gerundet.

weiter lesen