Erste Fahrt: Mercedes-AMG GT 63s 4matic+ 4-Türer Coupé

Früher waren die Dinge mal ganz einfach. Porsche baute Sportwagen, Mercedes-Benz baute Limousinen und Luxus-Limousinen. Aber irgendwann brach das klassische Weltbild zusammen. Wer daran Schuld trägt? Keine Ahnung, aber das Ergebnis ist eindeutig. Bei Porsche verkaufen sich heute die SUV besser als die klassischen Sportwagen, zumindest tragen diese weniger zum Gesamt-Ergebnis bei. Und bei Mercedes-Benz? Da hat man AMG zu Mercedes-AMG geadelt und baut seit einiger Zeit veritable PS-Granaten, die nicht mehr nur geradeaus schnell sind. Und das jetzt auch noch für die ganze Familie. GT kultiviert.

Eine schrecklich schnelle Familie

Erste Fahrt im neuen Mercedes-AMG GT Viertürer

Sportwagen für die ganze Familie – braucht niemand, wird sich aber verkaufen

Einst war der Porsche Panamera ein Außenseiter. Ein ungewünschtes Kind in der Porsche-Familie. Und doch, er verkaufte sich prima. Nicht unbedingt in Wanne-Eickel und Stuttgart-Feuerbach, aber rund um die Welt. Das Prestige der Sportwagen-Marke, die Power eines Sportwagens, die Fahrfreude eines Sportwagens und der Platz einer Limousine – so müssen moderne GTs gestrickt werden. Das hat auch Mercedes-AMG verstanden und präsentiert den Mercedes-AMG GT 4-Türer. Ja, so wenig attraktiv ist der Name wirklich. Aber es bleibt nur bei diesem Makel, über den man als Panamera-Fahrer lächeln könnte. Ansonsten dürfte Noch-Porsche Kunden das Lachen im Gesicht einfrieren. Denn das „GT 4-Door Coupé“ präsentiert sich als AMG GT auf Basis einer rezeptpflichtigen Anabolika-Kur. Doch auch wenn der Name es nahe legt und die Optik eines gedopten russischen Zehnkämpfers unter dem matten Lack steckt, der AMG GT 4-Door hat mit dem „Originalen GT“ nicht viel mehr gemein als den Panamericana-Grill und den Willen zur absoluten PS-Protzerei.

GT sind doch nur zwei Buchstaben

Sehr cool, sowohl im Vergleich zum Mercedes-AMG GT – dem Zweitürer – als auch im Vergleich zum Zuffenhausener Gegner, den neuen Mercedes-AMG GT 4-Türer wird es von Anfang mit einer spannenden Bandbreite an Motoren geben. Und keiner davon, nicht einmal die Einstiegsmotorisierung, ist ein langweiliger V6. Nagelneue Reihensechszylinder, mit Turboaufladung und Hybrid-Boost, sind die Basis und ganz oben steht ein V8-Bi-turbo, der noch mehr Bumms hat als der GT R – der schärfste GT, den Mercedes-AMG bislang zu bieten hat. Da will man glatt vergessen, wie weit Viertürer und Zweitürer voneinander entfernt sind, betrachtet man deren technische Basis.

Während der Zweitürer als Transaxle-Hardcore-Sportler die Gene einer Kleinserie in sich trägt, hat der Viertürer die Allerwelts-DNA von Mercedes C-, E-, und S-Klasse. Man nennt es MRA (Mercedes Modular Rear Architectur) und muss deswegen dennoch nicht den Geist des GT verneinen. Doch ist der GT Viertürer damit nur ein CLS von AMG? Nein. Denn Mercedes-AMG griff für den Viertürer tiefer in die Trickkiste als dies üblich ist.

Die Karosserie wurde nicht nur an den „üblichen Stellen“ versteift, wie zwischen den Domen, sie wurde gänzlich neu berechnet. Drei Verstrebungen unterhalt des Kardantunnels versteifen die Bodenstruktur, neuartige Dome aus dicken Aluminiumbauteilen versteifen nicht nur deren Platz, sondern senken auch strukturell die Verteilung der Gewichtsbalance. Eine neuartige Unterbodenverkleidung aus massiven Materialien lässt den Motorträger steifer werden. Streben zwischen Fahrschemel, Achsen und Schwellern bilden auch hier steife Verbindungen, eine Reserveradmulde und eine optionale Rückbankverstrebung aus Carbon senken das Gewicht und steigern die Stabilität der gesamten Struktur im Heck. Dazu gibt es neue Achsschemel, eine breitere Spur, beim 63s in Serie eine aktive Hinterachslenkung und auch einen 4matic+ Antrieb, der betont die Hinterachse überfallen will. Damit lässt sich der Stammbaum des GT 4-Türers nicht verleugnen, aber doch an dessen Talenten weiter feilen.

So geht Turbo

Es muss nicht unbedingt ein GT 63s sein. Sicher. Dessen Vierliter-Hot V V8 ist die aktuelle Endstufe auf der Skala der motorischen Geilheiten, aber – rein preislich liegt der eben auch schon fast bei 170.000 € – dem Gegenwert eines kleinen Eigenheims. Gut, dass man mit dem GT 43 auch deutlich tiefer – ab 95.000 € – einsteigen kann. Nein, von Schnäppchen hat niemand gesprochen.

Die Sechszylinder-Varianten GT 43 und GT 53 sind mit 367 PS (+22 PS) und 435 PS (+22 PS) ganz sicher keine Kastrations-Lösungen. Gerade für den Alltag als Autobahn-Schnellverkehrslösung sind diese modernen 3.0 Liter Triebwerke mit 48 Volt-Bordnetz und den 22 PS starken integrierten E-Motoren eine echte Alternative. Zumal alle Triebwerke in Serie mit einem 9-Gang Getriebe kommen und nur die „kleinen“ R6 einen Wandler bekommen – dem Komfort dürfte das gut tun. Die fetten Endstufen 63 und 63s sind mit 585 und 639 PS derart gut im Futter, dass deren Triebwerke per nasser Anfahrkupplung an das 9-Gang Getriebe gekoppelt werden. Die bis zu 900 Nm des 63s lassen jeden Zweifel an der Machtstellung des Triebwerks vergessen.

Kino-Kirmes-Kinkerlitzchen

Natürlich kann man es, gerade mit dem AMG GT 63s 4-Türer, ganz hervorragend auf einer Rennstrecke krachen lassen. Muss man aber gar nicht. Dank Widescreen-Cockpit und den beiden riesigen 12,3″ TFT-Screens im Cockpit (Serie beim 63er), wirkt der AMG GT 4-Türer im Inneren erst einmal wie seine Brüder aus der E-, S-, und CLS-Baureihe und ebenso wie in diesen lässt es sich wunderbar genüßlich gondeln, unterstützt durch das derzeit modernste Paket an Assistenzsystemen. Unterhalten von der famosen Burmester-Soundanlage, die jeden Zweifel über die Frage nach dem Sinn davon bläst.

Im Innenraum versprüht der Viertürer GT deutlich mehr Eleganz und Sportlichkeit als der ach so ähnliche CLS. Doch den GT 4-Türer gibt es nicht nur mit mehr Kopffreiheit, sondern auch mit der Option auf drei unterschiedliche Rücksitzbank-Layouts. Als 2+2+1 Sitzer, nein, ein Fünfsitzer wird auch mit durchgehender Rücksitzbank nicht aus dem GT 4-Türer, als 2+2 Sitzer mit Cupholdern oder als 2+2 Sitzer mit High-End Mittelkonsole auch in der Reihe zwei.

Überhaupt. Diese Mittelkonsole. Massiv zwängt sie sich zwischen Fahrer und Beifahrer, will lauthals die Idee des AMG GT in den Viertürer tragen und wird doch nur für ein halbes Dutzend Taster mit klitzekleinen TFT-Monitörchen benötigt.

Zeit, in Stuttgart-Zuffenhausen die Uhren neu zu stellen …

Die 435 Liter Kofferraumvolumen sind sicherlich nicht das größte Argument, auch die Idee mit der Fließheckklappe anstelle des Kofferraumdeckels ist zwar praktisch, aber kein Killerargument. Und dennoch, die Mischung macht es einfach. Der AMG GT 4-Türer ist auf Anhieb eine ganze Nummer spannender als der Porsche Panamera. Optisch mag man diskutieren, aber das ging uns beim Panamera damals auch nicht anders. Technisch ist Mercedes-AMG jedoch auf Anhieb das überzeugendere Paket gelungen.

Mercedes-AMG GT 63s 4matic+ 4-Türer

Verkaufsstart:  sofort
Basispreis:  167.017,00 €
Motorleistung:  3.982 ccm³
Antrieb und Getriebe:  9-Gangautomatik nasse Anfahrkupplung
Beschleunigung:  3.2 Sekunden von 0-100 km/h
Normverbrauch:  11,3 Liter auf 100 km
Höchstgeschwindigkeit:  315 km/h
Länge, Breite, Höhe, Radstand 5,05m, 1,87m, 1,44m, 2,95m

Galerie

Alle Fotos: Mercedes-Benz

Mercedes-AMG GLC 63 – Der neue im Studio

Man geht dreimal in der Woche trainieren, stemmt Eisen, spult zig Kilometer auf dem Laufband ab und erblickt dann ihn – den Neuen. Man gehört schon seit längerem zu den schweren Jungs im Fitnessstudio und dann kommt plötzlich der Neue und gehört einfach so dazu. Die Rede ist hier vom Mercedes-AMG GLC 63, der nun die Riege der Spitzensportler bei Mercedes komplettiert. Allerdings muss man ihm zugutehalten, dass er nicht ohne Vorwarnung da war, sondern sich seinen Weg geebnet hat. Read more

Fahrbericht: Mercedes-AMG GT, die Buchhalter-Seele?

Da wartet man 4 Monate auf diesen Termin. 7 Tage waren eingeplant. Nur 7 kurze Tage. Mit einem Sportwagen, nach dem sich derzeit jede Redaktion die Finger leckt. Die Weltpremiere damals live erlebt. Die Fahrveranstaltung in Laguna Seca, live erlebt und dennoch – der Mercedes-AMG GT, er musste noch einmal zu Besuch kommen. Das Herz des Auto-Bloggers erwärmen, verzücken, einem Defibrilator gleich den Herzschlag beschleunigen. Und dann? Dann hast du Rücken. Der Testwagen kommt und du hast Rücken. Den schlimmsten Rücken aller Zeiten. Nerven? Muskeln? Bandscheibe? Bestialische Rückenschmerzen und vor der Bürotür: 462 PS.

Test und Fahrbericht: Mercedes AMG GT

„Buchhalter-Glück“

Einen GT ohne S? Freiwillig nicht das 510 PS starke Topmodell anfragen? Sondern die Krämerseele sich an der Basisversion laben lassen? Nur 462 PS. Kein adaptives Fahrwerk. Keine aktive Akustik für den Auspuff. Kein aktives Differential, nur das einfache, mechanische. Das oberste der Gefühle? Keramik für die Bremse. 116.382,00 € stehen auf dem Wunschzettel. Mindestens. Ganz ohne Extras. Ohne den Klimbim der sonstigen Testwagen. Der Test sollte den puren AMG GT zeigen. Adaptives Fahrwerk? Hat man doch früher auch nicht gebraucht. Und sollte ein Sportwagen nicht pur sein?

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Da war mehr drin

Vier Tage hat sich der Fotograf mit dem Mercedes-AMG vergnügt. Am vorletzten Tag wurde der Medizinschrank geplündert. Ibuprofen dosiert, um ein Pferd ruhig zu stellen. Der GT musste seiner Bestimmung zugeführt werden. Zwei schnelle Stunden auf den geschwungenen Pfaden im Spessart.

462 PS können sich auch wie 510 PS anfühlen. Vermutlich ist es nicht einmal eine Sache des Presse-Testfahrzeuges, Turbotriebwerke stehen einfach zu oft sehr gut im Futter. Der Mercedes-AMG GT – ohne S – war nicht zimperlich. Herzhaft sein Druck in jeder Drehzahl. Rennwagen-Feeling, ganz ohne S-Getue. Natürlich verstehe ich die Idee hinter dem „Basis-Modell“ und dem „Top-Modell“. Und ich verstehe die lange Aufpreisliste. Wer sich am Schaufenster der 120.000 € Liga nicht die Nase platt drückt, sondern mit der goldenen Kreditkarte zum Shopping antritt, dem ist das eine oder andere Kilo auf der Preisliste egal. Wird ja eh geleast. 1.200 € Leasing oder 1.400 €? Welchen Unterschied macht das noch? Dacia-Käufer müssen leicht verstört schauend zurückzucken, aber „hello and welcome“, das hier ist eben eine gänzlich andere Welt. Umso spannender die Grenzerfahrung des Verzichts. Das Buchhalter-Modell gewählt, alles weggelassen, was sonst am Stammtisch für Verwirrung sorgt. V8, Turbo, Heckantrieb und Transaxle, das muss reichen.

Und wie das reicht. Der Mercedes-AMG GT spielt die Drama-Queen ab der ersten Zündung. Leise? Kann sie nicht. Es rockt immer aus den Trompeten am Heck. Keine aktive Akustik bedeutet auch, hier ist immer Party-Stimmung. Das mag nach der dritten Autobahnstunde anstrengend werden, zwei Stunden im Spessart unterhält es köstlich. Atemraubend und hinterlässt ein leichtes Klingeln in den Ohren und schummrige Gedanken, wobei, das kann auch von 800 mg Ibu kommen.

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Tief eingebaut, sitzt man als Pilot im Cockpit des Affalterbacher-Porscheschrecks. Eine innige Beziehung aufbauend. Der Herzschlag synchronisiert sich mit dem Hot-V Turbotriebwerk. Wummernd jagen die Bässe seiner Verbrennungslustmaschine durch den Körper.

Ansatzlos reagiert der GT auf das Schild und die Botschaft: Hier endet die Ortschaft. Wild hämmernd jagen sich die acht Kolben in Richtung 7.200 Umdrehungen. Hier mit Geschwindigkeitsangaben zu prahlen, würde bedeuten, den freiwilligen Verzicht auf die Fahrerlaubnis zu verkünden. Es muss langen zu sagen: Der AMG GT geht, ohne S, ansatzlos und gnadenfrei gen Waldrand und weit darüber hinaus. Zwei Turbos sollen dort Druck machen? Druck ja. Verzögerung? Vermutlich auch ohne Ibuprofen nicht spürbar.

Ohne AMG-Ride-Control, ohne die adaptiven Dämpfer braucht es noch viel mehr eine gute Balance bei der Abstimmung des Fahrwerks. Das Getriebe in Richtung Hinterachse zu packen und den Motor beinah auf den Schoss des Fahrers, es hilft dabei. Dabei bleibt der AMG GT trotz allem so schön klassisch im Layout. Eine lange Schnauze, ein kurzer Arsch, kurze Überhänge, Heckantrieb und das alles kombiniert in eine erotische Hülle, die Porsche 911 Käufer kurz zum Weinen bringt. Der erste Aufschlag der AMG-Jungs, der SLS, war mächtig, der zweite Aufschlag ist brutal. Und effektiv. Die Balance des AMG GT – frei von adaptiven Spielereien – unterstützt nur von einem mechanischen Differential und den Grip-Sachverständigen aus Frankreich, den Michelin Pilot Super Sport, ist phänomenal. Du kennst jederzeit den Reibwert, du sprichst sofort eine Sprache mit der Vorderachse, da nuschelt niemand was von undefinierten Lenkwinkeln. Du befiehlst, der AMG GT führt aus.

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Zwei Stunden müssen ausreichen

Braucht es das „S“? Nur für den Stammtisch. Wer den AMG GT richtig ran nimmt, wer ihn ausführt und die Grenzen seiner Dynamik auslotet, der verliert binnen Minuten den Führerschein. Wer es nicht tut, braucht auch keinen AMG GT-S, einzig der Komfort steigt. Das mag jetzt überraschend sein, aber wer schnell sein will, wer am Wochenende auf dem kleinen Kurs von Hockenheim die Stuttgarter-Stadtmeisterschaft ausfahren will, der kommt mit der Buchhalter-Version gut zurecht. Wer im Alltag nicht immer die letzte Rille sucht, lange Strecken gänzlich ohne Ibuprofen fahren will, der freut sich über die Möglichkeit des optionalen Sportauspuffs, denn der kann auch leise. Und das optionale AMG Dynamic-Ride Fahrwerk kann auch sanfter als der AMG GT. So wird am Ende klar, das S steht für „Sänfte“ – nicht für Sport – denn den puren Sportler, den bekommt man bereits für 116.382,00 € 😉

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Alle Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf, Guido ten Brink

Binnen 4 Stunden zum Favoriten für das 24h-Rennen 2016!

Rennbericht zum VLN 2016 Lauf am 14.05.2016 – 58. ADAC ACAS H&R-Cup

So schnell geht das. Während ich selbst beim N24h-Pre-Qualirace den BMW ein tief stapeln unterstellt habe, hat man – der BOP zum Trotze – nun beim letzten VLN-Rennen vor dem 24-Stunden-Rennen die „Hosen heruntergelassen“. Der weiß-blaue Himmel spornte die Armada der BMW M6 GT 3 wohl ordentlich an.  Bereits nach dem Training standen drei BMW M6 GT3 auf den ersten drei Startplätzen.

Training VLN 2015 Lauf 3 Ergebnisse

Mit einer 7:59,746 zeigte der BMW M6 GT3 von Schubert Motorsport dann auch, in welche Richtung die Reise geht. So richtig knapp dahinter, der M6 von Walkenhorst, powered by DUNLOP.

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VLN 3 – Der erste Sieg für den BMW M6 GT3

„Ein perfektes Rennen“, schwärmte Jörg Müller. „Das Auto lief ohne Probleme.“ Das war bei den vorangegangenen VLN-Rennen nicht der Fall – da hatte der GT3-Debütant aus München sein Potenzial noch nicht ausschöpfen können. „Im Vergleich zum Vorgänger, dem Z4 GT3, haben wir jetzt einen deutlich längeren Radstand, was sich sehr positiv auf das Fahrverhalten auswirkt. Zudem ist der M6- Motor einfach sensationell“, so Müller.

Dass das Rennen kein Spaziergang war, betonte BMWWerksfahrer Lucas Luhr. „Von außen sah das alles vielleicht ganz easy aus – im Auto haben wir aber wirklich alles gegeben“, sagte er. „Wir haben von Beginn des Rennens an voll gepusht, weil wir einfach sehen wollten, was mit dem neuen M6 GT3 geht.“ Der BMW-Dreifacherfolg war zu keinem Zeitpunkt in Gefahr, die Verteilung der Podestplätze entschied sich hingegen erst auf den letzten Metern. Die Sieger retteten einen hauchdünnen Vorsprung von gerade einmal 0,382 Sekunden ins Ziel. Die Führung wechselte fast ausschließlich innerhalb der drei BMWCrews. Einzige Ausnahme war der Audi R8 LMS von Markus Winkelhock, Christopher Mies und Christian Mamerow, der in Runde acht für einen Umlauf lang die Nase vorne hatte. Das Phoenix-Trio wurde am Ende auf Rang vier abgewinkt. Auf Platz fünf fuhr der schnellste Werks-Porsche 911 GT3 R mit Michael Christensen und Fred Makowiecki am Steuer. Den schnellsten Mercedes-AMG GT3 pilotierten Stefan Mücke, Ranger van der Zande und Christian Hohenadel – für das AMG-Team HTP-Motorsport im Einsatz – auf Rang sieben.

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GT3-Rookie Tom Blomqvist feiert ersten Podestrang

Eine steile Lernkurve verzeichnet DTM-Star Tom Blomqvist. Der Sohn von Rallye-Legende Stig Blomqvist fuhr beim dritten VLN-Lauf erst sein zweites Rennen im GT3-Boliden. Zuvor hatte der 22-jährige Brite zwei Rennen – den VLN-Saisonauftakt und das 24h-Qualifikationsrennen – zur Erlangung seiner DMSB Permit Nordschleife Stufe A erfolgreich absolviert. „Das war eine ganz wichtige Erfahrung für mich“, so Blomqvist. „Die Nordschleife ist eine einzigartige Rennstrecke, und diese im BMW M235i Racing Cup zu erfahren, hat mir extrem viel gebracht.“ Groß war die Freude über seinen ersten Podestrang: „Ich bin stolz, so früh den Weg aufs Podium gefunden zu haben – ein tolles Ergebnis. Das Walkenhorst-Team ist sehr professionell aufgestellt und für mich genau richtig, um zu lernen und mich kontinuierlich zu steigern.“

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Wechsel an der Tabellenspitze

Nach dem dritten VLN-Lauf wechselte die Tabellenführung. Da die beiden GT3-Piloten Frank Stippler und Anders Fjordbach, nach zwei Siegen in zwei Rennen bislang Leader in der Meisterschaft, nicht am Start waren, rangieren nun Alexander Mies und Michael Schrey vom Team Bonk Motorsport auf Platz eins. Nach einem packenden Duell mit Thomas Jäger und Rudi Adams (Team Scheid – Honert Motorsport) in der Cup5-Klasse feierten Mies und Schrey im BMW M235i Racing Cup den dritten Klassensieg. Dieses Kunststück gelang auch zwei weiteren Teams auf den Tabellenrängen zwei und drei. Dominik Thiemann, Hajo Müller und Jens Riemer gewannen die Klasse der VLN-Produktionswagen bis 3.000 ccm Hubraum (V5). Claudius Karch und Ivan Jacoma gewannen im Porsche Cayman S die Klasse V6 (VLNProduktionswagen bis 3.500 ccm Hubraum).

Vorfreude auf das 24h-Rennen in 14 Tagen

BMW und Mercedes-AMG, die heißen Kandidaten für den Rennsieg!

Nach dieser souveränen Vorstellung ist klar, der Rennsieg wird beim 24-Stunden Rennen 2016 zwischen den Mercedes-AMG und den BMW M6 GT3 ausgefochten. Die Porsche wird man nie unterschätzen dürfen, aber entweder stapeln die Porsche noch immer tief, damit man die BOP beeinflussen kann – oder man ist einfach 5-7 Sekunden pro Runde langsamer. Die vom Erfolg verwöhnten Audi werden es in diesem Jahr schwerer haben. Tritt man bei Audi doch mit einem reduzierten Werksaufgebot an. Die Favoriten-Rollen fallen daher ganz klar den BMW und Mercedes-AMG zu. Wer jetzt noch schnell Karten für das 24h-Rennen gewinnen möchte, der sollte hier klicken! Wir verlosen noch 3x 2 Eintrittskarten für das gesamte Wochenende!

 

[notification type=“notification_info“ ]Eine 30-minütige Zusammenfassung des 58. ADAC ACAS H&R Cups zeigt der Sender Sport1 am 21. Mai um 21:30 Uhr. Der vierte Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring findet am 25. Juni statt. Die 47. Adenauer ADAC Deutsche Payment-Trophy führt über die gewohnte Distanz von vier Stunden.[/notification]

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Alle Fotos: SB-Medien, Stefan Baldauf und Guido ten Brink

Mercedes-AMG GT S maritim interpretiert

Bei der International Boat Show in Miami (- 16.2.2015) präsentieren Cigarette Racing und Mercedes-AMG das jüngste Modell ihrer langjährigen Kooperation: das Cigarette Racing 50 Marauder GT S Concept – die maritime Übersetzung des neuen Sportwagens Mercedes-AMG GT S, der ebenfalls in Miami zu sehen ist. Das Hochleistungsboot mit dem stärksten Serien-Twin-Motor des Motorbootherstellers Cigarette ist vom Mercedes-AMG GT S inspiriert. Lackiert in der Exklusivfarbe AMG Solarbeam mit matt-schwarzen Akzenten verweist das Konzeptboot auf den dynamischen Charakter des 375 kW / 510 PS starken Sportwagens aus Affalterbach.

Das Cigarette Racing 50 Marauder GT S Concept wird von zwei Mercury-Rennmotoren angetrieben. Der Motorraum ist in AMG Solarbeam lackiert. Durch intelligente Leichtbauweise konnten rund 450 Kilogramm Gewicht gegenüber dem Standard-Homologationsgewicht eingespart werden. Das 50 Fuß (ca. 15 Meter) lange und acht Fuß (ca. 2,40 Meter) breite Powerboot erreicht damit eine geschätzte Spitzengeschwindigkeit von mehr als 217 km/h.

Das Exterieur glänzt mit einem schwarzen Rumpf und AMG Logo in AMG Solarbeam mit matt-schwarzen Akzenten. Im handgefertigten Innenraum dominiert die Farbkombination Schwarz und AMG Solarbeam mit Alcantara-Akzenten. Der Preis für das Boot liegt bei 1,2 Millionen US-Dollar (ca. 1.05 Mrd. Euro).

Die Kooperation von Mercedes-AMG und Cigarette Racing besteht seit 2007 und ist primär in gemeinsamen Kunden- und Marketingaktivitäten begründet. Beide Unternehmen haben sich aus dem Rennsport entwickelt. Die 38 bis 55 Fuß (11,6 – 16,87 Meter) langen Powerboote des amerikanischen Spezialisten zählen wie die -Fahrzeuge von Mercedes-AMG zu den schnellsten und zugleich exklusivsten Boliden der Welt.

 

 

(ampnet/jri)

Mercedes-Benz Superbowl Clip 2015

Superbowl. Immer wieder ein Ereignis. Wobei sich in den letzten Jahren der Schwerpunkt vom „Field Goal“ mehr hin zum „Werbe-Clip“ verändert hat. Es ist in den USA die beste Sendezeit: In der Pause des „Superbowl“ schauen gut und gerne 100 Millionen Menschen zu – kein Wunder also, wenn die Sendeminute mit 9 Millionen Euro berechnet wird.

Hase, Schildkröte und Mercedes-AMG

Der 60-Sekunden Spot von Mercedes-Benz wird das alte Rennen zwischen Hase und Igel neu interpretieren. Ich persönlich kannte nur die Geschichte zwischen dem Hasen und dem Igel, die Variante von Mercedes-Benz mit der Schildkröte ist mir neu gewesen. Anders als in der mir bekannten Geschichte mit dem Igel geht es in der Variante mit der Schildkröte auch nicht darum zu betrügen. Im Falle des Wettlaufes von Hase und Schildkröte geht es um Hochnäsigkeit und Ausdauer. Das passt dann auch besser zur Werbung, wer will sich schon erzählen lassen, er hätte betrogen.

Mit dem 4.0 Liter V8 Bi-Turbo unter der sexy Haube hat die Schildkröte auf jeden Fall den richtigen „Rennwagen“ für dieses Rennen gefunden … nun darf man dreimal raten, wie der Werbeclip ausgeht 🙂

 

 

Erste Fahrt: Mercedes-AMG GT S

Langsam, ganz langsam. Ausgerechnet im neuen Vorzeige-Sportler von Mercedes-AMG geht es zum Start betont langsam voran. Vor uns die Hotelausfahrt, hinaus auf die Straßen von San Francisco. Doch es ist nicht die Angst vor dem Einsatz von Kojak, die uns einbremst, es ist die hohe Bordsteinkante. Später auf der Rennstrecke darf der Abstand zum Boden ruhig minimiert werden. Hier, beim ersten Roll-Out mit dem eingeschränkten Blickfeld aus dem intimen Cockpit der neuen 510 PS starken Affalterbacher-Wuchtbrumme, hält man sich erst einmal zurück.

Bereit für eine neue Zeitrechnung?

Erste Fahrt im neuen Mercedes-AMG GT S

Handcrafted by Racers. Sie meinen es ernst in Affalterbach. Die Mannschaft rund um AMG-Chef Tobias Moers meint es ernst. Wer einen Porsche-Gegner auf die Räder stellen will, der darf das Thema Sportwagen nicht imitieren, der muss es leben. Der muss sich messen lassen an Fakten, an brutalen Messwerten und an emotionalen Momenten. Ohne Emotionen kein Sportwagen. Ohne kühle Messwerte kein anerkennendes Kopfnicken. Später in Laguna Seca wird es darum gehen, ob der Mercedes-AMG GT S nur das Zeug dazu hat, einen in Grunde und Boden zu ängstigen oder ob er das Talent besitzt und aus 600 Nm und 3.33 PS/Kilogramm die Welt der Sportwagen auf den Kopf stellt. Begeisterung, Leistung und mehr als schwäbische Sportwagen-Potenz. Die Ziele sind hoch gesteckt für diesen AMG GT, erst recht als AMG GT S.

AMG GT Laguna Seca 033 2014

Einsatz in San Francisco

Wild grummelnd zieht der AMG GT S vor dem Hotel in San Francisco die Blicke auf sich. Dass hier ein Muscle-Car aus „good ol‘ germany“ geweckt wird, lockt auch die Aufmerksamkeit der in Vielzahl bereits lautlos Tesla fahrenden Kalifornier. Das Thema Emotionen? Nach einem Druck auf die Starter-Taste bereits abgehakt. So klingen vier Liter Hubraum, acht Zylinder und eine geöffnete Spaß-Klappe im Sport-Auspuff.

Wir lassen die Golden Gate Bridge rechts liegen. Raus aus der Stadt. Rein in den Spaß. Dass dieser neuer AMG GT zum Porsche-Killer aufsteigen soll, liegt auf der Hand. Spötter arbeiten sich am Hintern des AMG GT ab. Ja, man erkennt ein wenig Zuffenhauser Dialekt, eventuell ist es aber auch einfach schwäbisch und die können ja bekanntlich alles – mit Ausnahme von?

Am Volant des neuen AMG GT S sitzend, spielt der Hintern eh keine Rolle mehr. Zumindest nicht dessen Optik. Es ist eher das Gewicht, die Frage nach der Balance. Immerhin bringt der AMG GT S über 1.5 Tonnen (1.540 kg) auf die Waage. Und anders als beim Klassiker, „dem Elfer„, pocht das Sportlerherz im AMG GT unter der langen vorderen Haube. Und weil man aus dem Vollen schöpfen kann, braucht es keine Beschränkung auf sechs Zylinder. 8 sind es geworden. Mit zwei Turbos. Extrem nah am Zylinderkopf montiert, innen im V liegend. Das lässt den 3.982 ccm³ großen Achtzylinder spontan am Gas hängen, von Turboloch keine Spur. Zudem wurde die Ölwanne gegen einen Trockensumpf getauscht, damit lässt sich der V8 noch eine Spur tiefer montieren. Und das Getriebe wurde an die Hinterachse geflanscht. Es ist immer die Summe aus einer Vielzahl von perfekten Details, die echte Begeisterung entfacht. Und die im Falle des AMG GT dann auch noch die Balance schafft. Trotz Frontmotor sind es nun 53 Prozent des Gewichts, die auf der Hinterachse ruhen. Ruhen?

Die perfekte Balance des AMG GT hat eines zum Ergebnis: Ruhen will keiner. Niemand hinter dem Wildleder-Lenker träumt von Entspannung und Ruhe. Es ist Lust und Leistung, die man kombinieren will. Man will ihn erleben. Den Sound, die Reaktionen des Fahrwerks, die perfekte Balance. Das sind die Zutaten für den Führerscheinverlust. In den USA mag man die Freiheit als Exportschlager erfunden haben, für die Freiheit des Geschwindigkeitsrausches konnte man sich bislang nicht begeistern. Runter vom US-Highway #1, rauf in die Woodsides von Kalifornien.

AMG GT Laguna Seca 059 2014

Die Testfahrt mit dem AMG GT S führte von San Francisco Downtown über den Golden Gate Park hinaus auf den US-Highway #1, bis es bei San Gregorio in Richtung Osten abging. Weg vom Meer, in Richtung La Honda. Über die Skywoods-Skylonda zur Thomas Fogarty Winery. Von dort weiter die Lexington Hills in Richtung Santa Cruz. Erneut über den US-Highway #1 bis Monterey und dann den Salinas Highway nach Laguna Seca. Und wie sich der AMG GT S in Laguna Seca fährt – liest man in diesem Artikel (klick).

Mehr Sport wagen?

Der AMG GT ist kürzer als sein indirekter Vorgänger SLS. Fast 10 Zentimeter. Aber er ist genauso breit. Und weil man es ernst meint, spart man sich auch gleich die Flügeltüren. Die waren eine tolle Show. Zum Einsteigen und Aussteigen sind die klassischen Türen besser. Und weil der SLS eine Show war, ja, eine tolle, der neue AMG GT aber ernst genommen werden soll, passen auch diese „normalen“ Türen soviel besser zum Charakter des neuen Sportlers. Straffer, kürzer, aber immer noch bullig.

Als es vom US-Highway #1 abgeht, zeigt der AMG GT sein zweites Gesicht. Eben noch bulliger Cruiser. Mit adaptivem Motorlager die komfortable Note gespielt, im Comfort-Modus von Getriebe und Motorsteuerung den Alltagshelden gemimt. Einparken vor der Shopping-Mall, lässige Ampel-Sprints, lockere Drehzahlen, gedämpfter Motorensound. Der AMG GT kann den freundlichen Part übernehmen. Er kann unstressig sein. Es gibt Sportwagen, die nerven einfach nur. Die können nur 101% liefern, die können nicht für den Alltag genutzt werden. Die wollen geprügelt werden. Und wenn man sie nicht prügelt, dann teilen sie aus. Es gibt diese gestörten Kameraden. Die sind geil, wenn man sich den Frust vom Leib fahren will. Beim nächsten Trackday an den eigenen Grenzen feilen will. Einfach von A nach B? Da bocken sie. Die größte Stärke eines Porsche 911 war immer, dass er eben beides kann: Sport und Alltag. Unstressig für den Alltag, aber höchst belastbar im Gym. Dieser Spagat war das Wahrzeichen, der Ur-Charakter eines 911er. Sein Alleinstellungsmerkmal.

AMG GT Laguna Seca 101 2014

Damit ist es nun vorbei.

Eben noch Pupperlhutschen, im nächsten Augenblick ernsthafter Vollstrecker.

Wer als Nicht-Profi mit einem Auto an den Grenzbereich gehen will, ohne sich dabei eine blutige Nase zu holen, der braucht ein Auto mit dem Mitteilungsbedürfniss einer Quasselstrippe. Da muss man spüren, was die Lenkung noch rüber bringen kann, man muss die Hinterachse in ihren dynamischen Talenten richtig einsortieren. Man braucht das Gefühl, die Straße lesen zu können, Kurvenradien wollen ohne Korrektur genommen werden. Es gibt Autos, die unfassbar schnell sind. Auch ohne Slick-Bereifung die Querdynamik über das allgemein verträgliche Niveau katapultieren. Und es gibt Sportwagen, die machen das mit einem Gefühl, als würde man als Fahrer einem unfairen Bitchfight beistehen. Jeder Moment kann der Moment der verpassten Chancen sein. Nur einen Augenblick nicht aufgepasst und man nippt nicht mehr vom Trank der Begeisterung, sondern muss das bittere Brot der Demut kosten. Nein, ein Spaß für den Alltag sind solche Autos nicht.

Im AMG GT S switcht man vom Alltag zur Rennstrecke. Und zurück. Und die einzige Nebenwirkung ist das körpereigene Adrenalin. Der Körper schüttet es massenhaft aus, während wir den AMG GT S in Richtung Laguna Seca lenken. In den Lexington Hills wirft sich der AMG GT S von Kurvenradius zu Kurvenradius. Die Lenkung flüstert vor sich hin, du verstehst einfach jeden Satz, verstehst den Sinn, kannst ihren Ausführungen folgen. Der AMG GT S wirkt jetzt, hier, weit oberhalb des 30-Meilen-Limits, derart in der Balance, man will nie wieder etwas anderes tun.

Während der V8-Turbo durch die Performance-Auspuffanlage die Lebensfreude in die Freiheit grunzt, rotzt und brüllt – lacht man sich hinter dem Lenkrad über alte Sportfahrer-Weisheiten schlapp: Echte Sportwagen haben einen Saugmotor? Oh, Mann. Das muss vor diesem AMG V8-Turbo gewesen sein. Echte Sportwagen haben kein ESP? Oh, Mann, das muss gewesen sein, bevor man sich in drei Stufen an das eigene Limit heran robben durfte. Dieser AMG GT S hat in der Dynamik-Stellung seines ESP die lange Leine für den Alltag parat. Da darf man auch mal quer in die nächste Doppellinks grätschen. Ohne deswegen vom Oberaufpasser die Lichter im Motorsteuergerät ausgeknipst zu bekommen.

AMG GT Laguna Seca 067 2014

AMG GT S

Kurz vor der Thomas Fogerty Winery treffen sich an einem Sonntagmorgen die Kalifornier, die noch Benzindämpfe atmen und genießen, an einer kleinen Kreuzung von La Honda Road und Skyline Boulevard, den Klang von verbrennendem Benzin. Zwischen „Alice’s“ Station und der Mountain-Terrace stehen Ferrari, Lamborghini und Porsche. Motorradfahrer cruisen im „so werde ich gesehen Tempo“ vorbei.

Wir parken unseren AMG GT S und beobachten für ein paar Minuten die Situation. Die Hitze der ersten Etappe lässt den Stuttgarter leise knacken. „Oh boy, what a car“ „what is it“? Der AMG GT provoziert Gespräche. Wer einen Tropfen Sprit im Blut hat, fühlt sich magisch angezogen. Die Wirkung von „atemberaubenden Proportionen, kraftvollen Flächen und fließenden Formen“ (Zitat Gorden Wagener) fordert die Zuschauer heraus.

Wer ernst genommen werden will

Der muss Ernsthaftigkeit nachweisen. Der AMG GT tut dies. Seine Kombination aus Leistung, Performance und Design ist keine Mogelpackung. Mit der zweiten Eigenentwicklung von Mercedes-AMG formt sich zum ersten Mal ein echter Porsche-Gegner.

AMG GT Laguna Seca 100 2014

Zeit, in Stuttgart-Zuffenhausen die Uhren neu zu stellen …

Mit dem neuen AMG GT zeigt Mercedes-Benz, was es bedeutet, wenn eine Firma von den richtigen Menschen geführt wird. Um einen Sportwagen zu konstruieren, muss man Techniker und Rennfahrer um ihre Meinung bitten. Man muss den Job denen überlassen, die Benzin im Blut haben. Wie der Chef von AMG: Tobias Moers.

War der SLS AMG noch ein Amboss, der pure Leistung als Droge immer kurz vor der Überdosis servierte, ist der neue AMG GT – vor allem als S – ein faszinierendes, ein mitreißendes und begeisterndes Feinwerkzeug für Sportfahrer. Ein Vollblut-Sportler der obersten Geilheitsklasse.

 

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[tab title=“Technische Daten:„]

Mercedes-AMG GT S

Verkaufsstart:  sofort
Basispreis:  134.351,00 €
Motorleistung:  3.982 ccm³
Antrieb und Getriebe:  7-Gang Doppelkupplung Transaxle
Beschleunigung:  3.8 Sekunden von 0-100 km/h
Normverbrauch:  9.4 Liter auf 100 km
Höchstgeschwindigkeit:  310 km/h (begr.)
Länge, Breite, Höhe, Radstand  4.546, 1.939, 1.288, 2.63 mm

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[tab title=“WWTBO?„]

What would the Blogger order??

AMG GT oder AMG GT S? In diesen Sphären ist der Kaufpreis nicht mehr relevant. Der AMG GT wird 19.000 € „günstiger“ angeboten als der GT S.  Und dennoch muss es der GT S sein. So wie es bei Porsche immer ein Carrera S sein muss. Oder ein GT3. Oder ein GTS :).

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[tab title=“Gut zu wissen„]

Hot-V?

Im neuen AMG-V8 kommt eine Biturboaufladung zum Einsatz, bei der die beiden Lader nicht außen an den Zylinderbänken, sondern dazwischen im Zylinder-V angeordnet sind – Fachleute sprechen vom „heißen Innen-V“. Die Vorteile: kompakte Motor-Bauweise, optimales Ansprechverhalten der Turbolader und geringe Abgasemissionen durch bestmögliche Anströmung der motornahen Katalysatoren. Die Trockensumpfschmierung stellt auch bei hohen Querkräften die Ölversorgung sicher und ermöglicht eine tiefe Einbaulage des Aggregates. Dies führt zu einer Absenkung des Schwerpunkts und liefert so die Grundlage für hohe Querbeschleunigungen. Der neue V8-Biturbomotor von Mercedes-AMG ist weltweit der erste Sportwagenmotor mit heißem Innen-V und Trockensumpfschmierung.

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[tab title=“Link-Tipps:„]

Mercedes-AMG GT – Link-Empfehlungen:

  1. radical-mag
  2. motor-talk
  3. teymur für heldth.com
  4. Ein anderer GTS – aber dafür von Fabian!
  5. Stefan Anker für welt.de

Galerien:

  • folgt

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Alle Fotos: Bjoern Habegger

Mercedes-AMG GT – Putzt der V8-Turbo den Porsche weg?

In Laguna Seca wird der neue Mercedes-AMG GT an diesem Wochenende zeigen dürfen, was er drauf hat. Wie fährt sich der 510 PS starke AMG GT S, wie ist die Balance des Transaxle-Front-Mittelmotor-Sportlers?  Mehr darüber in Kürze im Blog!

Doppelquerlenkerachsen aus dem Motorsport
Fahrdynamik und Langstreckenkomfort, Rennstrecken-Performance und Alltagstauglichkeit: Der neue Mercedes-AMG GT erfüllt beide Eigenschaften. Bei der Konzeption, Entwicklung und Erprobung wurde großer Wert auf die integrierte Abstimmung sämtlicher mechanischer und elektronischer Systeme gelegt. Ob Fahrwerk, 3-Stufen-ESP®, Sperrdifferenzial, Lenkung, Aerodynamik, Reifen oder Bremse – erst die gekonnte Feinarbeit und die konsequente Vernetzung der einzelnen Fachbereiche führt zum gewünschten Ergebnis und somit zum faszinierenden Sportwagen-Fahrerlebnis, charakterisiert durch höchste Präzision und klares Feedback.
Der AMG GT bietet dafür perfekte Voraussetzungen: Er nutzt die technologische DNA des Mercedes-Benz SLS AMG, einem der erfolgreichsten Sportwagen der letzten Jahre. Dank optimaler Gewichtsverteilung von 47 Prozent vorn zu 53 Prozent hinten, dem tiefen Fahrzeugschwerpunkt und dem gewählten Fahrwerkslayout profitiert der Fahrer vom präzisen Einlenkverhalten, bestechender Agilität, geringer Massenträgheit bei Richtungswechseln und hervorragender Traktion. Vorn und hinten kommen Doppelquerlenkerachsen zum Einsatz – eine direkt aus dem Motorsport übernommene Technik.
Zur Reduzierung der ungefederten Massen sind Dreieckslenker, Achsschenkel und Radträger an Vorder- und Hinterachse komplett aus geschmiedetem Aluminium gefertigt. Das Doppelquerlenker-Konzept führt das Rad mit geringsten elastischen Bewegungen in eindeutiger Weise. Die hohe Sturz- und Spursteifigkeit führt nicht nur zu hohen Kurvengeschwindigkeiten, sie vermittelt dem Fahrer auch optimalen Fahrbahnkontakt im weit oben angesiedelten Kurvengrenzbereich. Eine besonders direkte Anbindung des Stoßdämpfers am hinteren Radträger reduziert Schwingungen und unerwünschte Radlastschwankungen. Hohe Neutralität und definierte, berechenbare Reaktionen an der Reifenhaftgrenze waren wichtige Entwicklungsziele für die Fahrdynamikexperten von Mercedes-AMG.
(Quelle: Mercedes-AMG)

Mercedes-AMG GT – Daily Dosis

Der völlig neu entwickelte AMG 4,0-Liter-V8-Biturbomotor
Ein Druck auf den Taster startet das neue High-Performance-Triebwerk: Schon der Sound beim Starten erzeugt Gänsehaut. Der 4,0-Liter-V8-Biturbomotor wurde speziell für den GT entwickelt. Der innovative Achtzylinder, als neuestes Mitglied der BlueDIRECT Motorenfamilie, zeichnet sich durch überragende Kraftentfaltung, Leistungswerte auf Rennsportniveau, Leichtbau sowie hohe Effizienz und Umweltverträglichkeit aus. Sein emotionaler, markentypischer V8-Motorsound fasziniert ebenso wie das spontane Ansprechverhalten und die hohe Durchzugskraft.
Darüber hinaus begeistert der neue Achtzylinder durch seine fein dosierbare Leistungsabgabe, die der eines Saugmotors in nichts nachsteht. Ein Entwicklungsziel, in das die Motorenspezialisten von AMG ganz besonders viel Herzblut investiert haben und das ihre hohe Kompetenz unterstreicht. Den Fahrer überzeugt der intern M178 genannte AMG Motor, speziell im M- oder Race-Modus der anwählbaren Fahrprogramme, durch eine lineare Leistungsentfaltung, was die Beherrschbarkeit im Grenzbereich wesentlich vereinfacht. Um dies zu gewährleisten, bezieht die aufwändige Steuer­elektronik des Motors sogar den momentanen Fahrzustand mit ein und regelt die Kennlinie des Gaspedals in Abhängigkeit der auftretenden Querkräfte.
Der Achtzylinder mit 3982 Kubikzentimetern Hubraum nutzt einige Technologien, die bereits beim 2,0-Liter-Turbomotor aus A 45 AMG, CLA 45 AMG und GLA 45 AMG zum Einsatz kommen – dem aktuell stärksten serienmäßigen Vierzylindermotor der Welt. So verfügen beide Motoren über ein identisches Bohrung-/Hub-Verhältnis – Grundlage für ausgeprägte Drehfreude. Die Gemischaufbereitung übernimmt die bei Mercedes-Benz eingesetzte Piezo-Benzin-Direkteinspritzung. Das strahlgeführte Brennverfahren wurde in der dritten Generation für alle zukünftigen Gesetzesanforderungen weiterentwickelt. Der hocheffiziente und sparsame AMG 4,0-Liter-V8-Biturbomotor erfüllt die Euro-6-Abgasnorm inklusive der erst ab 2016 geltenden Regelung für den maximalen Partikelausstoß.
(Quelle: Mercedes-AMG)

Autonews – Der Wochenrückblick KW 37

1. Neue Ära für die Briten: Der Jaguar XE

Nach dem doch recht heftigen Desingwechsel bei Jaguar, folgt nun ein weiterer Richtungswechsel mit einem etwas kleineren Jaguar. Doch der Erfolg gibt den Briten Recht, wie die Neuvorstellung des Jaguar XE zeigt. Seine sportliche Silhouette ist flach, breit, mit langer Motorhaube, mit kurzen Heck. Nahe am Hatchback jedoch immer noch Sportlimousine. Die typische Jaguar Front mit großen Lufteinlässen und dem charakteristischen Kühlergrill hat man ihm aber gelassen. Überraschend: der neue Ingenium-Vierzylinder, eine Eigenentwicklung vom englischen Autohersteller. Die sparsamste Variante, der zwei 2,0-Diesel Motoren kommt angeblich mit 3,8 Litern auf 100 Kilometer aus. Natürlich dank überarbeiteter Aerodynamik und einem Start-Stopp-System, das die Energie zurückführt. Preislich liegt die kleine Mieze bei 36.500 Euro. Da fängt man doch an zu schnurren.

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2. Neue Ikone: Audi TTS

Der erste Audi TT aus 1998 war schon ein Star unter den Coupés. Mit der dritten Generation kommt eine Neuinterpretation, die beim neuen Audi TT und Audi TTS Quatro S-Tronic nicht nur Wert auf Äußerlichkeiten legt. An der Front dominieren Horizontalen und der Singleframe-Grill ist breit und flach eingesetzt. Im Profil erkennt man noch immer das Urgestein. Das Coupé mit 2.0 TFSI wiegt nur 1230 Kilogramm und ist damit bis zu 50 Kilogramm leichter als sein Vorgänger. Zum Verkaufsstart stehen für den neuen TT ein TDI und ein TFSI zur Wahl, die zwischen 184 PS und 310 PS leisten und trotzdem weniger Kraftstoff verbrauchen, als ihre Vorgänger. Ab 35.900 Euro geht es beim Audi TT Coupé 2,0 TDI ultra los. Für den Audi TTS Coupé 2,0 TTS Quatro S-tronic werden lockere 51.250 Euronen fällig.

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3. AMG zeigt erstmalig den GT

Der jüngste Stern am Mercedes-Himmel ist der GT. Ein neu entwickelter 4,0-Liter V8-Motor schafft allein in der Basis-Variante schon stolze 462 PS. Als S-Version kommen noch ein paar drauf und er bringt es auf 510 PS und 650 Newtonmetern. Nach EU-Norm sollen die Motoren mit weniger als 9,5 Litern Benzin je 100 Kilometer auskommen. Geschmeidiges Design und präzise Verarbeitung mit wertvollen Materialien sind hier an der Tagesordnung. Viel Edelstahl, Karbon und Holzoberflächen zieren das Interieur und verleihen dem GT eine Portion Sinnlichkeit kombiniert mit Emotion. Genauee Preise werden noch nicht verraten, aber man kann in der Basis-Variante wohl mit einem Preis um 130.000 Euro rechnen. Für die S-Variante dürfte ein ordentlicher Aufschlag dazu kommen.

Mercedes-AMG GT (C 190) 2014

4. Am Puls der Zeit: der Nissan Pulsar

Als Almera-Nachfolger präsentiert Nissan den Pulsar. Mit deutlich größerer Karosserie, kommt der Pulsar aktuell mit einem Benzin- und Dieselmotor sowie einer Sechsgang-Schaltung und drei Ausstattungsvarianten auf den Markt. Äußerlich erinnert die Schrägheck-Limousine an seinen Bruder den Qashqai. Mit seinem Radstand von 2,70 Meter bietet er in seiner Gesamtheit gute Raumverhältnisse und kann damit mit so manch Mittelklassewagen mithalten. Für den Vortrieb sorgen ein 1,2-Liter-Direkteinspritzer mit 115 PS und ein 1,5-Liter Selbstzünder mit 110 PS. Der Einstiegspreis des Pulsar beginnt bei 15 990 Euro für den 1,2-Liter Visia mit 115 PS, der Diesel mit 110 PS kostet 17 940 Euro. Die Preise sind allerdings nur bis zum 31. Dezember für die Launch Edition gültig. Danach liegt der Einstiegspreis für den Benziner bei 17 940 Euro bzw. 19 890 Euro.

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5. Opel kommt mit neuen 2,0 CDTI

Opel feiert mit seinem neuen Dieselaggregat 2,0 CDTI auf dem Pariser Autosalon sein Debut. Der 170 PS starke 2.0 CDTI ersetzt den 163 PS im Insignia und den 165 PS starken Diesel im Zafira Tourer. Mit knapp 4% mehr Power, legt das neue Kraftpaket im Drehmoment sogar 14% zu. Der 2,0 CDTI ist ab 2015 erhältlich und leitet damit eine neue Generation großer Dieselmotoren ein. Die Minimierung der Motorengeräusche und Vibrationen stand bei der Entwicklung, zuzüglich der Effizienz-Steigerung, ganz weit oben. Und dank des BlueInjection-SCR-Systems sind die Abgase des neuen 2,0-Liter-Diesels so sauber wie bei einem Benzinmotor und erreicht damit die strenge Euro-6-Abgasnorm problemlos.

Opel Zafira Tourer

6. Urban-SUV von Honda

Honda lässt tief blicken. Noch vor der Premiere auf dem Autosalon in Paris zeigt der japanische Autohersteller sein erstes Urban-SUV für Europa. Der HR-V ist der erste kleine SUV für den europäischen Markt, der ein wenig an einen Coupé mit klaren und schwungvollen Linien erinnert. Im Innenraum präsentiert sich der kleine Große geräumig und dank der Honda Magic Seats, die sich wie im Kino nach oben klappen lassen, wird hinter den Vordersitzen zusätzlicher Stauraum frei für beispielsweise großes und sperriges Gepäck. Legt man zusätzlich die Sitze um, entsteht sogar ein ebener Ladeboden. Weitere Features und Details werden wohl erst nach der Weltpremiere bekannt. Man darf also gespannt sein.

Germany

7. Gestatten? Mein Name ist Karl

Opel bringt im Sommer 2015 einen neuen Kleinwagen auf den Markt. Name: Karl. Das steht angeblich für die Markenwerte: deutsch, emotional und nahbar. Dazu ist der Name noch kurz und einprägsam. Nach Adam, verhilft der neue Karl Opel zum stärksten Mini- und Kleinwagenportfolio der bisherigen Geschichte des Rüsselsheimer Konzerns. Der kompakte Karl verfügt über fünf Türen und ebenfalls fünf Sitzplätze. Er soll das neue Einstiegsmodell der Marke werden. Als Hommage an einen der Söhne des Firmengründers wird der neue Karl kommendes Jahr für Furore sorgen.

Opel Karl: The new five-door entry-level model expands Opel’s small car range

Video: Final Testdrive AMG GT

Am 9. September eröffnet Mercedes-Benz ganz offiziell die Jagd auf den Porsche 911. Mit der Präsentation des neuen AMG GT und AMG GT-S wird morgen der „kleine“ Sportler aus Affalterbach seine Premiere feiern und es soll die bislang heftigste Attacke im Stadt-Derby der Schwaben werden.

Die offizielle Weltpremiere wird der neue AMG GT dann auf dem Automobil-Salon in Paris feiern! 

Wer sich die Enthüllung des neuen AMG GT live anschauen will, der sollte sich diesen Artikel für morgen Abend bookmarken: AMG GT- LIVE

 

Teaser: Mercedes AMG GT – Unleash the hell!

Wenn am 9.9.14 die Weltpremiere des neuen AMG GT stattfindet, dann haben der neue AMG GT und sein noch sportlicherer Bruder GT-S rund 32 Monate Entwicklungstest auf öffentlichen Straßen hinter sich. Wurden zwischen -30 und 50° Celsius durch die Testhölle geschickt, wurden die Testfahrzeuge und Erlkönige mit knapp 3.000 m² Tarnfolie beklebt. Dann haben über 50 Testfahrer den neuen Sportwagen der Mercedes-Tochter AMG getestet.

510 PS stark, der Mercedes AMG GT

Der AMG GT wurde in über 15 Ländern dieser Welt getestet und einmal stand er praktisch vor meiner Haustür. Da entstand dieses Foto:

Mercedes Erlkönig AMG GT C109 Foto

510 PS stark –  0 Kompromisse

So verspricht es Mercedes-Benz.

Die Weltpremiere findet in der Manufaktur in Affalterbach statt. Und bislang sind nur ein paar Details bekannt. Darunter zum Beispiel die Frage nach dem Kraftwerk unter der fast schon unverschämt langen Motorhaube. Es wird ein – intern als M178 bezeichneter – V8 Bi-Turbo sein, der seine Lader nicht mehr außen, sondern innen im V des Triebwerks trägt. 1.2 Bar Ladedruck sorgen für reichlich Dampf. Unter Volllast lässt das dann schon einmal die Turbos auf dem Prüfstand glühen.

Damit der Motor bei ordentlichen G-Werten in den Kurven nicht in Verlegenheit kommt, und vermutlich weil der Motor so einfach tiefer montiert werden konnte, verfügt der Achtzylinder über eine Trockensumpf-Schmierung.

650 Nm soll der Bi-Turbo an das 7-Gang Doppelkupplungsgetriebe liefern. Das Getriebe wiederum sitzt an der Hinterachse. Diese Transaxle-Bauweise sorgt für ein gute Verteilung der Achslasten.

Motor AMG GT Mercedes B8 Bi-Turbo glühende turbos

Die Leistung wird bei 462 PS den „Einstiegs-GT“ und 510 PS für den GT-S liegen. Es bleibt also noch ein wenig Luft für einen später folgenden „Black Series GT“, der dann um die 610 PS liegen dürfte.

 

Mercedes AMG GT 08 Erlkönig 2015

Das man in Stuttgart den wichtigsten Konkurrenten im eigenen Landkreis beheimatet sieht, hat Mercedes bei den Testwagen des AMG GT mit Humor bewiesen. S-GO auf dem Nummernschild steht eigentlich für die Presse-Testwagen der Zuffenhausener. Und deren 911 ist die Benchmark für den AMG GT.