Detroit 2016: Die E-Klasse -Short cut zur Zukunft

Mit der zehnten Generation der E-Klasse zieht Mercedes-Benz alle Register.

Mit der zehnten Generation der E-Klasse zieht Mercedes-Benz alle Register. Die neue Business-Limousine setzt nicht nur Maßstäbe für alle Wettbewerber, die sich gern neben oder über ihr einordnen. Sie stellt selbst den eigenen Vertreter der Automobil-Oberklasse in den Schatten, jedenfalls bis zum Facelift der S-Klasse. Die E-Klasse beweist mit ihren Assistenten, dass es auch in Deutschland Silicon Valleys gibt. Wer will, bekommt ein fast autonom fahrenden Computer, aber eben auch eine Limousine mit kraftvollem Design, passender Leistung und ungewöhnlich luxuriösem Innenleben.

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..weiter mit der Agentur-Meldung:

Gegenüber ihrem Vorgänger legt die Mercedes-Benz E-Klasse bei den Außenmaßen zu: im Radstand um 65 mm auf 2939 mm und in der Länge um 43 mm auf 4923 mm. Beim Gewicht nahm die E-Klasse dank Leichtbau ab. Kurze Überhänge, langer Radstand, lange Haube, große Räder, eine Seite mit neu interpretierter Charakterlinie und die nach Art der Coupés verlaufende Dachlinie prägen den Wagenkörper. Mit einem Luftwiderstandbeiwert von 0,23 beweist die Karosserie nicht nur ästhetische Qualitäten. Die vorbildliche Windschlüpfigkeit senkt den Verbrauch und das Geräuschniveau im Innenraum.

Im Innenraum wirkt die Sitzanlage als Blickfang. In ihrer ergonomischen Form vereinen die Sitze Langstreckentauglichkeit mit sportlicher Optik und sind je nach Line unterschiedlich gestaltet. Die Fondsitzbank kann auf Wunsch mit einer dreiteiligen Rückenlehne (40:20:40) geliefert werden. In die Mittelarmlehne sind eine Ablagebox sowie zwei Getränkehalter integriert. Auf Wunsch wird das Interieur geprägt von zwei breiten Displays mit jeweils 12,3 Zoll Bilddiagonale. Optisch verschmelzen die beiden Displays unter einem gemeinsamen Deckglas und einer gemeinsamen Hutze zu einem Cockpit, das frei zu schweben scheint. Das Design des Kombiinstruments kann der Fahrer aus drei verschiedenen Stilen wählen.

Erstmals halten Touch Controls im Lenkrad eines Autos Einzug. Wie die Oberfläche eines Smartphones reagieren sie auf horizontale und vertikale Wischbewegungen. Damit erlauben sie die Steuerung des Infotainments per Finger-Wischbewegungen, ohne dass der Fahrer die Hände vom Lenkrad nehmen muss. Zusätzlich zur lassen sich weitere Bedienmöglichkeiten nutzen: ein Touchpad mit Controller in der Mittelkonsole, das Handschriften erkennt und die Sprachsteuerung Linguiatronic. Außerdem stehen zur Bedienung Direkt-Einsprungstasten (short cuts) zur Verfügung, zum Beispiel für die Bedienung der Klimaanlage und erstmals auch für Aus- und Einschalten bestimmter Fahrerassistenzsysteme.

Display und Touch Controls sind die ersten deutlichen Hinweise auf den Anspruch, den die E-Klasse verkörpern soll. Überdeutlich wird beim Blick auf die optionalen Fahrer-Assistenzsysteme.

,,Drive Pilot“: Dieses System kann als Abstands-Pilot ,,Distronic“ auf Autobahnen und Landstraßen den Abstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen halten und folgt ihnen bis zu einer Geschwindigkeitsbereich von 210 km/h. Der Lenk-Pilot schafft dabei auch moderate Kurven ganz ohne Fahrer. Bis 130 km/h kann das System durch die Beobachtung von umgebenden Fahrzeugen und Parallelstrukturen auch bei nicht eindeutigen Linien – zum Beispiel in Baustellen – oder sogar ohne Linien weiterhin aktiv eingreifen. Die erweiterte Wiederanfahrfunktion ermöglicht den automatischen Fahrzeugstart zum Beispiel im Stau innerhalb von 30 Sekunden nach einem Stopp.

In Verbindung mit ,,Command Online“ kann die Teilfunktion Geschwindigkeitslimit-Pilot über Kamera oder die Navigationsdaten erkannte Geschwindigkeits-Beschränkungen, zum Beispiel 50 km/h innerorts, selbstständig einhalten.

Zum Drive Pilot gehört zum ersten Mal auch ein Aktiver Spurwechsel-Assistent. Sobald der Fahrer den Blinker setzt, unterstützt der Assistent den Fahrer aktiv beim Lenken auf die Nachbarspur, wenn diese als frei erkannt wurde.

Der Aktive Brems-Assistent mit Kreuzungsfunktion kann Querverkehr erkennen und bei ausbleibender Fahrerreaktion autonom bremsen sowie bei Gefahrsituationen an Stau-Enden ohne Chancen zum Ausweichen deutlich früher autonom bremsen.

Eine Ergänzung zur Fußgängererkennung des Aktiven Brems-Assistenten bietet der Ausweich-Lenk-Assistent. Wenn der Fahrer einen Ausweichvorgang initiiert, kann die Funktion den Fahrer unterstützen, indem sie der Lenkung genau berechnete zusätzliche Lenkmomente aufprägt und anschließend das Geradstellen des Fahrzeugs erleichtert.

Der Aktive Spurhalte-Assistent kann ein unbeabsichtigtes Spurverlassen mit spurkorrigierenden einseitigen Bremseingriffen auch bei gestrichelten Linien und Kollisionsgefahr, zum Beispiel durch Gegenverkehr oder überholende Fahrzeuge, verhindern helfen.

Der Aktive Totwinkel-Assistent kann jetzt auch im typischen Stadtverkehr bei niedrigen Geschwindigkeiten vor seitlichen Kollisionen warnen und oberhalb 30 km/h bei seitlicher Kollisionsgefahr spurkorrigierend eingreifen. ,,Pre-Safe Plus“ kann vor Kollisionen durch Folgeverkehr und ihren Auswirkungen auf die Insassen schützen.

Remote Park-Pilot: Dieses System erlaubt es erstmals, das Fahrzeug von außen via Smartphone-App in Garagen und Parklücken ein- und auszuparken.

Das ,,Pre-Safe Impuls Seite“ bewegt den Fahrer und Beifahrer bei einer erkannten und unmittelbar bevorstehenden Seitenkollision seitlich weg vom Gefahrenbereich. Dazu bläst das System auf der Stoßseite in Sekundenbruchteilen eine Luftkammer auf, die sich in den Seitenwangen der Vordersitzlehne befindet.

,,Pre-Safe Sound“ beruht auf einem menschlichen Reflex im Innenohr, dem sogenannten Stapediusreflex. Das System lässt bei erkannter Kollisionsgefahr ein kurzes Rauschsignal ertönen, das das Gehör der Insassen auf das zu erwartende Unfallgeräusch vorbereiten.

,,Multibeam LED-Scheinwerfer“: Das hochauflösende Lichtsystem mit je 84 einzeln angesteuerten Hochleistungs-LED pro Scheinwerfer leuchtet die Fahrbahn automatisch und mit exakt gesteuerter Lichtverteilung aus, ohne andere Verkehrsteilnehmer zu blenden.

Der Digitale Fahrzeugschlüssel nutzt die Technik der Near Field Communication und ermöglicht es, das eigene Smartphone als Fahrzeugschlüssel zu nutzen.

Die Multifunktions-Telefonie ermöglicht es, Mobiltelefone ohne Kabel oder Aufnahmeschale zu laden und mit der Außenantenne des Fahrzeugs zu verbinden.

Zurück zu guten, gewohnten Details zu Auto: In Verbindung mit der serienmäßigenStahlfederung stehen drei Direct-Control-Fahrwerke mit selektivem Dämpfungssystem zur Verfügung: ein Komfortfahrwerk, ein komfortables Avantgarde-Fahrwerk mit sportlicherem Charakter, um 15 Millimeter tiefergelegt sowie ein sportlich ausgelegtes Fahrwerk mit adaptiver Verstelldämpfung und Tieferlegung um 15 Millimeter. Alternativ kann die E-Klasse als einziges Fahrzeug in ihrem Segment mit der Mehrkammer-Luftfederung ,,Air Body Control“ ausgerüstet werden. Ergänzt wird die Luftfederung durch eine elektronisch geregelte Verstelldämpfung. Über den ,,Dynamic Select“-Schalter im Cockpit kann der Fahrer fünf unterschiedliche Charakteristika für das einstellen: ,,Komfort“, ,,Eco“, ,,Sport“ und ,,Sport +“ sowie der zusätzlichen Einstellung ,,Individual“. Außerdem bietet die Luftfederung eine Rundum-Niveauregulierung.

Für die neue E-Klasse stehen zum Marktstart zwei Motorisierungen zur Verfügung. Der E 200 mit Vier-Zylinder-Benzinmotor sowie der E 220 d mit einem völlig neu entwickelten Vier-Zylinder-Dieselmotor. Nach der Markteinführung werden weitere Modellvarianten das Angebot ergänzen. Dazu zählen der Plug-in Hybrid E 350 e. Der ermöglicht über 30 Kilometer rein elektrisches Fahren. Sein Vier-Zylinder-Ottomotor stellt im Verbund mit einem Elektromotor eine Systemleistung von 205 kW / 279 PS und ein Systemdrehmoment von 600 Newtonmetern (Nm) bereit.

Später kommen dazu ein neuer Vier-Zylinder-Dieselmotor mit 110 kW /150 PS, der den Einstieg in eine neu Motorenfamilie markiert. Trotz seines gegenüber auf knapp zwei Liter reduzierten Hubraums leistet der Selbstzünder 143 kW / 195 PS und begnügt sich im E 220 d mit einem kombinierten NEFZ-Durchschnittsverbrauch von 3,9 Liter pro 100 Kilometer. Das entspricht einem CO2-Ausstoß von 102 Gramm pro Kilometer. Stärkste Dieselvariante wird ein Sechszylinder mit der fortschrittlichen SCR-Abgastechnik, 190 kW / 258 PS Leistung und 620 Nm Drehmoment sein.

Bei den Benzinmotoren wird die Angebotspalette Vier-Zylinder-Ottomotoren mit 135 bis 180 kW (183 bis 245 PS) sowie einen Sechs-Zylinder-Benziner mit 245 kW / 333 PS umfassen. Alle Motoren sind mit Start-Stopp-Funktion ausgerüstet. Die Otto-Motoren erfüllen die Abgasvorschriften nach EU 6, der neue Vierzylinder-Dieselmotor ist bereits auf zukünftige Grenzwerte ausgelegt. Alle zur Markteinführung verfügbaren Modelle sind serienmäßig mit dem neuen Neun-Gang-Automatikgetriebe 9G-Tronic ausgerüstet.

 

 

(ampnet/Sm)

Im Rückspiegel: Erster VW im Abenteurer-Trim – 25 Jahre Golf Country

Einer der Vorreiter der heute allgegenwärtigen Fahrzeuggattung der Sport Utility Vehicles (SUV) war der Volkswagen Golf Country. Der erlebte seine Premiere auf dem Genfer Automobilsalon im März 1989, damals noch als Studie eines geländegängigen Golfs namens Montana. 1990 ging die als Golf Country in Serie. Die Nachfrage hielt sich indes in Grenzen, denn der Golf Country war seiner Zeit voraus.

Trotz der relativ kleinen Auflage von nur 7735 Einheiten gab es in den eineinhalb Jahren der Produktion zwei Sondermodelle: den in „waldgrün“ lackierten Country Allrounder, der von der Ausstattung her eher funktionell und einfach gehalten wurde, und die Chrom-Edition. Letztere war rundum nobler ausgestattet, mit cremefarbener Echtlederausstattung und schwarzer Lackierung, elektrisch betätigtem Webasto-Faltdach und verchromten Anbauteilen. Lediglich 558 Einheiten des Chrom-Modells wurden ausgeliefert. Rund 50 Exemplare des Country waren noch exklusiver. Die sogenannte Wolfsburg Edition verfügte über den GTI-Motor und wurde nur an Werksangehörige abgegeben.

Die Basis, ein Golf II Syncro CL, wurde in Wolfsburg gefertigt. Anschließend ging das Fahrzeug zu Steyr Daimler Puch, wo es aufgerüstet wurde: In Graz bekam der Golf einen Hilfsrahmen aus Stahlrohren, verstärkte Federn und einen Unterbodenschutz aus Stahl, wobei die Bodenfreiheit auf insgesamt 18 Zentimeter wuchs. Außerdem wurde der Wagen mit Rammschutzbügeln vorn und hinten ausgestattet. Das Ersatzrad erhielt seinen Platz hinten an der Heckklappe. Vor der Haube erstrahlten nun nicht mehr allein die Hauptscheinwerfer, sondern auch Zusatz- und Nebelscheinwerfer.

Heute ist der Golf Country ein gesuchtes Liebhaberfahrzeug, dem bis zum 7. Februar 2016 eine Sonderausstellung im Auto-Museum Volkswagen gewidmet ist. Die aktuelle Fortsetzung des Konzepts stellt der geräumige und fahraktive Golf Alltrack dar.

Volkswagen Golf Country feiert 25 Jähriges Jubiläum

 

(ampnet/Sm)

GTÜ testet Billigreifen für den Winter

Besonders in der kalten Jahreszeit sind Autoreifen zur Höchstleistung verdonnert! Nicht nur, dass Nässe, Schnee und Eis auf der Fahrbahn die Griffigkeit stark beeinträchtigen, allein schon die vergleichsweise niedrigen Temperaturen haben spürbare Auswirkungen auf die Fahrsicherheit. Denn je kälter, desto unelastischer wird der Gummi.

Doch Winterreifen ist nicht gleich Winterreifen. Die Bandbreite erstreckt sich von ausgesprochenen „Billigheimern“ geringer Qualität und Leistung bis hin zu echten Schneespezialisten der Premiumkategorie. Wer bei Winterreifen spart, spart am falschen Platz. Dies belegt der aktuelle GTÜ-Test mit Winterreifen der unteren Preisklasse der Größe 205/55 R16 91H. Die Sachverständigen- und Prüforganisation aus Stuttgart spricht von teilweise erschreckenden Ergebnissen.

Billig kann schlicht gefährlich sein!

Bei vermeintlich günstigen Pneus aus chinesischer und teilweise osteuropäischer Produktion ist höchste Vorsicht geboten, warnt die GTÜ. Während sich die Billigreifen beim Bremsen und Handling auf schneebedeckter Fahrbahn noch relativ wacker schlagen, versagen diese auf nassen und feuchtkalten Strecken vollkommen. Bei einer Vollbremsung bei Nässe aus einer Geschwindigkeit von 100 km/h hat der schlechteste der getesteten Reifen im Vergleich zu einem europäischen Mittelklassereifen einen um elf Meter längeren Bremsweg. „Das kann im schlimmsten Fall zu einem schweren Verkehrsunfall führen“, warnen die GTÜ-Experten.

Schlechte Ergebnisse beim Bremsen!

Bei Bremstests aus Tempo 100 stand das Referenzfahrzeug nach 50 Metern, die Testfahrzeuge mit „Billig-Reifen“ rauschten an diesem Punkt teilweise mit Geschwindigkeiten von bis zu 41 km/h daran vorbei. 41 km/h Aufprallgeschwindigkeit gegen ein paar Euro beim Kauf? Kein guter Tausch!

Wie gut oder wie schlecht ein Reifen ist, zeigt sich auch beim Handling auf nasser Fahrbahn. Schon beim Anfahren fehlt es den getesteten Reifen an Traktion und das Auto mit den Referenzreifen fährt vornweg. Die GTÜ attestiert den „Billigheimern“ schlechtes Gripniveau, mangelhafte Seitenführung, heftige Lastwechselreaktionen schon bei geringer Geschwindigkeit und wenig Traktion.

Die Winterreifen der Dimension 205/55 R16 91H wurden auf zwei serienmäßigen VW Golf auf ihre Bremsweg-, Nässe- und Handling-Eigenschaften getestet. Als Referenzprodukt diente ein europäischer Winterreifen der Marke Dunlop. Gefahren wurde der Test auf zwei ausgewiesenen Reifenteststrecken in Finnland und in Deutschland.

Linglong – der schlechteste Winterreifen!

Am schlechtesten schnitt der Linglong R6500LL ab. Mit ihm betrug der Bremsweg 61, Meter, die Restgeschwindigkeit bei 50,7 Metern (dem Punkt, ab dem der Referenzreifen steht) noch 41,4 km/h. Dahinter reihen sich der Achilles W101 (59,7 m / 38,9 k,m/h), Racealone Snoway I (59,0 m / 37,4 km/h), Ovation W586 (57,9 m / 35,2 km/h), Kormoran Snowpro B2 (57,5 m / 34,3 km/h), Infinity INF 049 (56,5 m / 32,0 km/h) und Champiro Winterpro (53,7 m / 23,6 km/h).

 

 

(Mit Material von: ampnet/jri)

News: WRC 2015 – Der Hattrick in Trier

Der Rallye-Weltmeisterschaftslauf in Trier stand ganz im Zeichen der Zahl drei. Volkswagen gewann im dritten Anlauf die Rallye Deutschland und füllte dabei alle drei Plätze auf dem Podium. Sébastien Ogier ließ seine Teamkollegen Jari-Matti Latvala mit 23 Sekunden Rückstand und Andreas Mikkelsen im dritten Polo R WRC (+ 1:56,6) hinter sich.

So eng wie an diesem Wochenende – vor mehr als 200 000 Besuchern in den Weinbergen an der Mosel – ging es selten an der Spitze des Fahrerfeldes zu. Wenn man sich beim Blick auf die WRC-Ergebnisse nur mit den VW Polos beschäftigt. Sébastien Ogier und Jari-Matti Latvala lieferten sich gleich zu Beginn am Freitag ein messerscharfes Duell auf den engen Asphalt-Pisten. Nach den vier ersten Wertungsprüfungen (WP) und rund 70 Kilometern trennte Sébastien Ogier und Jari-Matti Latvala nur eine zehntel Sekunde – ein Wimpernschlag. Der Rest der WRC-Teilnehmer folgte mit Respekt-Abstand. Im weiteren Verlauf setzte sich der amtierende Weltmeister aus Frankreich zwar etwas ab, doch der Finne blieb stets auf Schlagdistanz. Das Ergebnis des ersten Rallye-Tages rundete Volkswagen Nummer drei Andreas Mikkelsen ab, der dem Team aus Wolfsburg eine Dreifachführung bescherte.

Das Highlight der Rallye wartete am Samstag auf dem Truppenübungsplatz Baumholder auf die Teilnehmer. Die Wertungsprüfung „Panzerplatte“ ist berüchtigt unter den Fahrern und ein spektakulärer Anziehungspunkt für rund 50 000 Zuschauer, nur auf dieser Wertungsprüfung. Dreimal wurde eine Kurz-WP gefahren und zweimal die längste Prüfung der Rallye über 45,61 Kilometer – ein Spektakel für die Fans, begleitet von gleißendem Sonnenschein. Während sich die drei Volkswagen-Crews untereinander duellierten, kapitulierte die Konkurrenz vor dem Wolfsburger Tempo. Der Vorsprung der Polo R WRC am Sonnabendabend auf den Rest des Feldes: mehr als zwei Minuten.

Ungewöhnlich viel für eine Asphalt-Rallye.

Der Bann, der für VW auf der Rallye Deutschland liegt, war endlich gebrochen. In Australien steht damit die Tür für die Titelverteidigung von Weltmeister Sébastien Ogier weit offen. Außerdem steht nun fest, dass der Titelt ausschließlich unter den Volkswagen-Fahrern ausgetragen wird.
Für die Konkurrenz von Volkswagen gab es dieses Jahr in Deutschland nicht viel zu holen. Dani Sordo im besten Hyundai hatte rund zweieinhalb Minuten Rückstand auf die Spitze. Ford und Citroen waren gar rund drei Minuten zurück.

 

 

 

(ampnet/tw) Von Tim Westermann

News: Seoul 2015 – Hyundai feiert Premieren-Feuerwerk

Hyundai präsentiert auf der 11. Seoul Motor (-12.4.2015) die Weltpremiere der Design-Studie Enduro CUV Concept. Außerdem präsentiert der fünftgrößte Automobil-Hersteller der Welt sechs weitere Neuheiten.

Der Name „Enduro“ ist abgeleitet von dem englischen Wort Endurance (deutsch: Ausdauer). So kombiniert das Enduro CUV Concept das Design eines typischen SUVs mit dem eines Rallye-Motorrades. Der Fahrer fühlt sich wie im Cockpit eines Jets. Alle Bedienelemente liegen genau in Reichweite, alle Anzeigen sind auf einem integrierten Zentraldisplay ablesbar.

Das aggressiv gestylte Coupé Concept RM15 (R=Racing, M=Mittelmotor, 15=2015) symbolisiert die Leidenschaft von Hyundai für Leistung. Es basiert auf einem Aluminium Spaceframe mit einer Karosserie aus Kohlefaser. Angetrieben wird der Zweisitzer von einem Hyundai Theta 2.0 Liter-Turbo-Direkteinspritzer-Benziner, der 300 PS an die Hinterachse bringt. Die somit optimale Gewichtsverteilung sorgt für beste Traktion und Handlingeigenschaften.

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Der Sonata PHEV fährt 38 Kilometer elektrisch. Er fährt sich wie ein normaler Sonata Hybrid, kann aber bis zu 38,4 Kilometer rein elektrisch fahren. Für Fahrvergnügen sorgen die Kombination aus einem 50-kW-Elektromotor und einem 2,0-Liter-GDI-Benziner, die zusammen 205 PS Systemleistung bieten. Die 9,8 kWh große Lithium-Polymer-Batterie lädt in nur drei Stunden an einer 240-Volt-Steckdose.

Nach 17 Jahren Bauzeit erneuert Hyundai seinen Leicht-Lkw Mighty. Durch viele praktische Detaillösungen macht er es seinem Fahrer spürbar einfacher, seinen Arbeitstag zu genießen.
Der Solati ist die Bus-Version des im September 2014 vorgestellten H350 Transporters. „Solati“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „Komfort“. Der Mini-Bus ist speziell für europäische Märkte entwickelt, kommt zunächst in Korea als 14-, 15- und 16-Sitzer auf den Markt.

Autor: (ampnet/nic)

News: New York 2015 – Honda FCV kommt 2016

Honda hat auf der New York Auto Show (-12.4.2015) mit dem FCV Concept sein neues Brennstoffzellenfahrzeug vorgestellt.

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Das Serienmodell soll im Frühjahr 2016 in Japan auf den Markt kommen und anschließend auch in Europa und in den USA eingeführt werden. Der neu entwickelte Brennstoffzellenstapel ist 33 Prozent kleiner als im Vorgängermodell FCX Clarity und mit über 100 kW / 136 PS mehr Leistung.

Autor: ampnet/nic

News: Genf 2015: Neue Kleinwagenidee von Nissan

Mit der Studie Sway zeigt Nissan auf dem Automobilsalon in Genf (- 15.3.2015) seine Idee eines neuen Kleinwagens. Vom Ford B-Max übernimmt das Fahrzeug die fehlende B-Säule und vom Opel Meriva die hinten angeschlagenen Fondtüren. Das mittlerweile markentypische V im Kühlergrill erstreckt sich als markante Struktur von den Stoßfängern bis zum Heck. Auch die Gestaltung der LED-Frontscheinwerfer und den bumerang-förmigen Heckleuchten weisen auf die künftige Formensprache der Marke hin. Dazu gehört das Spiel mit Farben, in diesem Fall trifft die graue Außenlackierung auf blaue und orangene Töne im Innenraum.

 

 

 

(ampnet/jri)

Genf 2015: Mitsubishi L 200 in fünfter Auflage

Mitsubishi feiert auf dem Genfer Automobilsalon (3. – 15.3.2015) die Europapremiere des neuen L 200. Die fünfte Modellgeneration des Pick-ups erhält ein dynamischeres Design, behält als Doppelkabiner aber die charakteristisch geschwungene Karosserieform. Der L 200 verfügt über einen neu entwickelten 2,4-Liter-Diesel in den Leistungsstufen von 154 PS und 181 PS sowie Drehmomenten von 380 bzw. 430 Newtonmetern. Außerdem kommen neue Getriebe zum Einsatz. Das Automatikgetriebe verfügt künftig über Schaltpaddles hinter dem Lenkrad.

Bei vergrößertem Platzangebot hat Mitsubishi den Komfort verbessert. So wurden die Sitze und Sitzposition optimiert, das Geräuschniveau gesenkt und unter anderem auch eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik ins Programm aufgenommen. Die viersitzige Club-Cab-Version erhält geteilte Türen.

Der Mitsubishi L 200 ist künftig auch mit Spurhalteassistent, Anhängerstabilisierung und Berganfahrhilfe sowie Bi-Xenon–Scheinwerfer mit integrierten LED-Tagfahrleuchten erhältlich. Weitere Neuheiten sind Fahrer-Knieairbag, Digitalradio, Rückfahrkamera und Geschwindigkeitsregelung mit adaptiver Geschwindigkeitsbegrenzung.

Markteinführung ist im Sommer 2015.

 

 

 

 

(ampnet/jri)

Ab heute beim Händler: Der neue Ford Mondeo

Ford feiert heute den offiziellen Marktstart des Ford Mondeo. 8000 Kundenbestellungen liegen bereits vor. Der Einstiegspreis liegt bei 25 400 Euro für das ab Mitte des Jahres erhältliche und 92 kW / 125 PS starke Fließheck mit dem 1,0-Liter-Drei-Zylinder-Motor. Außer dem Kombi mit automatischer Niveauregulierung gibt es zusätzlich auch eine viertürige Limousine. Sie wird allerdings ausschließlich als Hybrid angeboten, der eine Systemleistung von 138 kW / 187 PS hat.

Weitere Motoren zum Marktstart sind der neue 1,5-Liter-Ecoboost-Benziner und der optimierte 2,0-Liter-Diesel. Mitte des Jahres folgen der neue 2,0-Liter-Diesel mit sequenzieller Bi-Turbo-Aufladung und einer Leistung von 155 kW/ 210 PS sowie einem maximalen Drehmoment von 450 Newtonmetern und dessen 1,5-Liter-Pendant. dazu kommen dann noch die Allradversionen mit dem 2,0-Liter-Diesel in den Leistungsstufen 110 kW / 150 PS und 132 kW/ 180 PS. Ein automatisches Start-Stopp-System gehört jetzt generell zur Serienausstattung aller Mondeo-Versionen und schließt auch die Modelle mit Automatikgetriebe ein.
Zu den neuen Technologien im Mondeo gehören adaptive LED-Frontscheinwerfer, der Gurt-Airbag auf den äußeren Rücksitzen und der Pre-Collision-Assistent mit Fußgängererkennung seine Weltpremiere. Das Konnektivitätssystems Sync 2 bietet eine nochmals verbesserte Sprachsteuerung – für die Restaurantsuche genügt beispielsweise der Satz „Ich bin hungrig“ – und ein acht Zoll großes, hochauflösendes Touchscreen-Farbdisplay.

 

 

(ampnet/jri)

Mercedes-Benz R-Klasse geht zu AM General

Zehn Jahre ist es her, dass Mercedes-Benz mit der R-Klasse ein neues Raumkonzept auf den Markt brachte. Der „Grand Sport Tourer“, als den man den Fünf- bis Siebensitzer damals apostrophierte, brachte es allerdings nie auf große Stückzahlen. Ganze 20 000 Einheiten wurden im besten Produktionsjahr hergestellt – im Daimler-Werk Tuscaloosa im US-Staat Alabama.

Vor einigen Jahren hätte niemand damit gerechnet, dass die R-Klasse noch einen zweiten Frühling erlebt. Doch genau dies ist passiert – und zwar in China. Während das Modell seit 2013 auf keinem anderen Markt mehr angeboten wird, hat sich die Nachfrage im Fernen Osten stabil bei rund 10 000 Einheiten pro Jahr eingependelt.

Jetzt verlegt Daimler die Produktion von Tuscaloosa zum Auftragsfertiger AM General in South Bend im US-Staat Indiana. Dort läuft unter anderem das Militärfahrzeug HMMWV, der bekannte „Hummer“, vom Band. Grund dafür ist die starke Nachfrage nach den SUV-Modellen, die Daimler in Tuscaloosa baut. Die Stuttgarter bauen dort die M-Klasse, den GL und demnächst auch das GLE Coupé.

Man hätte die R-Klasse auch in China bauen lassen können. Doch für den Standort in Indiana spricht das existierende Zuliefernetzwerk – und die Nähe zum bisherigen Fertigungsstandort. Schließlich muss ein Teil der Produktionsanlagen transportiert werden.

Es bleibt dabei, dass die R-Klasse – es gab sie einst mit bis zu 375 kW/510 PS – nur noch in China angeboten wird und zwar ausschließlich mit langem Radstand. Und ein Ende der Produktion ist nicht in Sicht. Das Raumwunder ist zum Dauerbrenner geworden.

 

 

(ampnet/jm)

Mit dem Unimog durch den Himalaya

Seit Mai 2013 ist ein Mercedes-Benz Unimog 435 des Typs 1300 L die „Honeymoon Suite“ von Jennifer (37) und Peter Glas (42). In ihrem fast 29 Jahre alten Unimog sind sie vor mehr als eineinhalb Jahren zu einer Weltreise auf unbestimmte Zeit aufgebrochen. Mittlerweile liegen über 30 000 Kilometer und der Himalaya hinter den Weltenbummlern.

„Wir sind vielleicht nicht die Schnellsten mit unserem 7-Tonnen-Zuhause, aber wir kommen überall hin und vor allem über jeden Pass“, schreiben Jennifer und Peter Glas. Und so bezwangen die beiden in ihrem Unimog gleich mehrere Superlative: Die höchste befahrbare Straße der Welt, den zweit- und den dritthöchsten Pass der Welt und die vielleicht schlechteste Straße der Welt – aber letzteres ist nur eine ganz subjektive Vermutung.

Seine Reise will das Paar nach Südostasien fortsetzen. Ein Ende ist immer noch nicht abzusehen. Ihre Erlebnisse halten Jennifer und Peter Glas unter www.glaarkshouse.com sowie auf Facebook unter „Glaarkshouse“ fest..

Fahrbericht Jaguar F-Type Coupé: Zwischen Bond und Boulevard

Le-Mans-Siege, Sportwagenweltmeisterschaften, sportliche Hochleistungslimousinen wie der S-Type und Sport-Ikonen wie der E-Type, kaum ein anderer Automobilhersteller war während der drei Jahrzehnte nach dem Krieg so konsequent von einer sportlichen DNA geprägt wie Jaguar. Mit dem Produktionsende des E-Type 1974 verloren die Briten viel von ihren dynamischen Glanzgraden. Doch spätestens seit 2013 ist die Welt im Reich der Raubkatzen wieder in Ordnung. Mit dem F-Type präsentierte Jaguar nicht nur den legitimen Nachfolger des F-Type. Er darf sich auch Puristen als „real Sportscar“ andienen. Vor allem, seit auch die Coupé-Version verfügbar ist.

„Fährt den nicht James Bond?“ – Die Frage des unbedarften Nachbarn an der Zapfsäule darf der F-Type-Fahrer auf Zeit als Kompliment auffassen, während sich das 72-Liter-Reservoire im Heck nach gut 550 flotten Kilometer mit Kraftstoff füllt. „Nein“, erhält der Unkundige eine knappe Lektion in britischer Sportwagen-Kunde, „Bond fährt Aston Martin, das hier ist der neue Jaguar F-Type.“ – Die Szene darf der sportive Zweisitzer aus dem Hause Jaguar durchaus als Kompliment verstehen. Der 4,47 Meter lange Zweitürer ist ein echter Hingucker. Das Design mit seiner langen Haube und der sanft abfallenden Dachlinie zitiert erfolgreich den legendären E-Type. Freilich ohne jedes Retroelement.

Fahrbericht Jaguar 02 F-Type coupe

Auch der Innenraum verkneift sich Retrospektives. Alu statt Leder, Ergonomie statt Nostalgie und vor allem eine Verarbeitungsqualität, die auch in Ingolstadt oder München gereift sein könnte, umfangen die beiden Passagiere solide wohltuend und ein wenig opulent. Hier dokumentiert der F-Type, dass sein Entwicklungsziel vielleicht nicht in letzter Konsequenz der Kurvenhatz auf der Nordschleife des Nürburgrings gegolten hat, sondern dass Komfort auf der Langstrecke ebenfalls zum Portfolio der Alltagseigenschaften zählen durfte. Wobei die präzise Lenkung und standfeste Bremsen Kurvenqualitäten unterstreichen, die sich ohne Wenn und Aber das Prädikat „sportiv“ ans Revers heften dürfen. Die Raubkatze folgt mit einer Konsequenz und Dynamik ihrer Spur, die den legalen Rahmen des Straßenverkehrs nicht nur ausschöpft, sondern sogar deutlich erweitert.
Jaguar bietet den F-Type in den beiden Karosserievarianten Cabriolet und Coupé in drei identischen Leistungsstufen an. Der V6 mit drei Liter Hubraum und Kompressoraufladung leistet in der Basis 250 kW / 340 PS, als „S“ 280 kW / 380 PS. Darüber thront der F-Type „R“ mit einem Fünfliter-V8 der, ebenfalls mit Aufladung, 404 kW / 550 entwickelt. Die Übertragung der Antriebskraft verwaltet eine Achtstufenautomatik, die auch die Option des manuellen Gangwechsels ermöglicht.

Fahrbericht Jaguar 01 F-Type coupe

Der Basismotor reicht vollkommen aus, um den F-Type so agil zu bewegen, wie es seinem äußeren Auftritt angemessen ist. Dank einer Karosserie aus Leichtmetall kommt das Coupé trotz umfangreicher Komfortausstattung auf ordentliche 1577 Kilo Leergewicht. Der Kompressor-V6 reißt die Fuhre aus dem Stand in 5,3 Sekunden auf Tempo 100 und stellt weiteren Vortrieb erst bei 260 km/h ein. Gegen die Leistungsentwicklung ist ebenso wenig etwas zu sagen wie gegen die Drehfreude der Vierventilers mit Direkteinspritzung und variabler Nockenwellenverstellung. Wenn es Anlass zur Kritik gibt, dann vielleicht am Sound beim vollen Ausbeschleunigen. Da käme mehr Bass und weniger Blech dem Hörgenuss wesentlich weiter entgegen.

Natürlich bereitet der F-Type einen Mordsspaß, wenn er über entlegene Seitensträßchen der Eifel räubern darf, doch wächst die echte Freundschaft mit jedem Kilometer über die lange Autobahnetappe. Hier zeigt sich, dass die Fahrwerksentwickler einen richtig guten Job abgeliefert haben. Die rund um an Dreieckslenkern aus Aluminium aufgehängten Räder rollen so sanft und geschmeidig ab, dass in diesem Fall der abgedroschene Vergleich mit den sanften Katzenpfoten trotzdem passt.

Natürlich ist ein Sportwagen keine Familienkutsche. Aber 407 Liter maximales Gepäckraumvolumen zicken weder beim Wochenendeinkauf noch beim Reisegepäck für Zwei. Gewöhnungsbedürftig ist vor allem die eher bescheidene Übersichtlichkeit der Karosserie. Beim rückwärtigen Rangieren geht eine Kamera zur Hand. Nach vorne bricht der Blickkontakt zur Front kurz hinter den Scheibenwischern ab. Das kann für die stilbildende Länge des Vorderwagens bei mangelnder Obacht Gefahren mit sich bringen.
Vor die Haltung der exotischen Raumkatze hat Jaguar keinesfalls exotische Preise gestellt. 67 500 Euro werden für das Einstiegsmodell aufgerufen. In dieser Preisklasse spendiert Porsche gerade einen Cayman S mit 325 kW / 325 PS ab 64 118 Euro. Angesichts der geschmeidigen Serienausstattung kann sich der Jaguar regelrecht als Schnäppchen rühmen. Doch in einem Punkt hat Jaguar viel vom Wettbewerb aus Stuttgart, München oder Ingolstadt gelernt. In der Preisliste lässt sich durch so manche Seite blättern mit zahlreichen Optionen, einen F-Type noch nützlicher, sportlicher oder komfortabel zu dressieren. Je nach Gusto des Dompteurs.

Der Jaguar F-Type ist als Coupé ein zeitlos schöner Sportwagen mit hohem Potential zum Klassiker. Er ist aufregend genug, um eine Dauerbeziehung zu rechtfertigen und vernünftig genug, um jeden Tag mit ihm zu verbringen. Und würde sich Mr. Bond tatsächlich für einen F-Type statt für einen Aston Martin entscheiden, könnte er mindestens 50 Prozent sparen und hätte bis an sein Lebensende seine Martinis frei. Gleichgültig, ob geschüttelt oder gerührt.

 

 

 

 

 

Text: (ampnet/tl); Fotos: Jaguar
bjoern-mein-auto-blog

Im Dialog mit Jens Meiners – Exclusiv aus New York

Was bringt 2014?  Jens Meiners hat für das Auto-Medienportal einige Fragen zum Automobiljahr 2014 beantwortet.

Üblicherweise verwende ich im Blog keine vorgefertigten Meldungen aus der Welt der kostenfreien Medien-Distribution. Aber, ich finde die sechs Fragen ganz interessant. Daher, die Fragen und Antworten aus dem Artikel und jeweils darunter, meine eigenen Gedanken zur gestellten Frage.

Exklusiv aus New York: Fragen für 2014

jens meinersMindestens fünf autorelevante Messen finden 2014 in den USA statt: Auf die Consumer Electronics Show in Las Vegas und die Automesse in Detroit im Januar folgt im April die New York Auto Show mit der Verleihung des Awards World Car of the Year. Zum Jahresende stehen die Los Angeles Auto Show und die Tuner-Messe SEMA an. Und im Sommer trifft sich die Designer- und Veteranen-Szene im kalifornischen Pebble Beach. Nach wie vor ist der US-Markt von entscheidender Bedeutung für die Branche – nicht zuletzt als Gradmesser für Trends und Entwicklungen.

Dies sind einige der wichtigsten Fragen für 2014:

Kann Fiat die Kontrolle bei Chrysler übernehmen?

JM: Konzernchef Sergio Marchionne möchte die restlichen Anteile an dem US-Konzern übernehmen, doch der Pensionsfonds der Gewerkschaft UAW – er hält 41,5 Prozent an Chrysler – versucht, den Preis nach oben zu treiben. Im Detroiter „Solidarity House“ – dort residiert die Gewerkschaft – scheint sich herumgesprochen zu haben, dass die zum Kleinwagenhersteller geschrumpften Italiener dringend auf die erstaunlichen Gewinne angewiesen sind, die von der Mannschaft in Auburn Hills mit relativ bescheidenen Mitteln generiert werden. Fiat bietet offenbar 4,3 Milliarden US-Dollar, der Fond will fünf Milliarden.

Meine Meinung:  Die Frage ist geklärt. So ist das in der Welt der Nachrichten. Manchmal wird man von den Ereignissen überrollt. FIAT übernimmt Chrysler komplett!

Wird das GM-Sorgenkind Opel profitabel?

JM: Die Überraschung was groß, als der scheidende GM-Chef Dan Akerson den Abschied von Chevrolet vom europäischen Markt verfügte. Der Rückzug der fest etablierten Marke US-Marke soll Opel zugute kommen. Doch ob sich die verlassenen Chevrolet-Kunden auf die Rüsselsheimer – bzw. ihr britisches Nostalgie-Anhängsel Vauxhall – einlassen, ist alles andere als ausgemacht. Die Hoffnungen des Weltkonzerns lasten nun auf Opel. Scheitern die Rüsselsheimer, scheitert GM in Europa.

Meine Meinung: GM ist in Europa gescheitert und das gibt den Rüsselsheimern endlich die Chance, die eigenen Produkte ohne hausgemachte Billig-Konkurrenz an den Mann zu bringen. Ich habe Opel nie als das GM-Sorgenkind gesehen, sondern die Sache andersherum betrachtet: GM war die größte Sorge von Opel. Die Rüsselsheimer bauen gute Autos, jetzt haben sie im Vertrieb endlich die Chancen, die zum wirtschaftlichen Erfolg führen werden.

Etabliert sich GM in der Oberklasse?

JM: Die als „car gal“ annoncierte, kommende GM-Chefin Mary Barra muss entscheiden, welche Modelle auf der hinterradgetriebenen „Omega“-Plattform in Serie gehen. Derzeit ist nur eine einzige Variante fest eingeplant, die im Cadillac-Modellprogramm in Rufweite oberhalb des CTS und der frontgetriebenen XTS-Limousine positioniert ist. Möglich ist jedoch auch ein „Flagship“-Modell im Segment über 100 000 Dollar – und eine Ableitung für Buick. Ohne diese Modelle dürfte GM kaum die Skaleneffekte erzielen, die man sich bei der Definition der Plattform erhofft hatte.

Meine Meinung: Ganz kurz und simpel: Nein. Oder andersherum, die Frage ist nicht genau genug. In der Europäischen Oberklasse? Niemals. In der US-Oberklasse ist der Brand Cadillac jedoch auf einem guten Weg. Der von mir gefahrene Cadillac ATS war beeindruckend, aber bis der Kunde eine „neue Marke“ in der Oberklasse akzeptiert, vergehen Jahrzehnte. Audi kann davon eine Geschichte erzählen.

Bleiben die Fans BMW treu?

JM: Das Elektroauto i3 und der Plug-in-Hybrid i8 sind die Leuchttürme der Ära Reithofer bei BMW, die Öko-Rhetorik ist beeindruckend. Und der Markterfolg der E-Fahrzeuge scheint aufs erste gesichert, für den in geringen Stückzahlen importierten i8 werden in den USA gar Wartelisten geführt. Die klassische BMW-Kundschaft in den USA ist allerdings irritiert. Sie beschäftigt sich mit anderen Fragen – beispielsweise der, ob es erstrebenswert sei, den Reihen-Sechszylinder durch Vierzylinder-Turbos zu ersetzen oder ob es eine Zukunft gibt für das klassische Schaltgetriebe. i3 und i8 sind den automobilen Lebenswelten der Kernklientel hierzulande fremd.

Meine Meinung: Ich denke BMW läuft ganz groß in Gefahr, die ehemals klaren Werte der eigenen Marke zu verlieren. Und dieser Verlust wird durch neue „i-Modelle“ nicht aufgefangen. Der i3 und vor allem der i8 könnten zu Einmal-Effekten führen. Doch der Kern der Marke BMW gerät in Vergessenheit!

Bleibt Mercedes Premium?

JM: Mit dem frontgetriebenen CLA bewegt sich Mercedes-Benz in das Segment um 30 000 Dollar, US-Chef Steve Cannon will sogar um die Kunden der in enormen Stückzahlen verkauften Honda Accord und Toyota Camry buhlen. Es bleibt abzuwarten, ob der CLA den Schritt in den hartumkämpften Massenmarkt ohne Blessuren übersteht.

Meine Meinung: Ja. Der CLA ist ein cleverer Marketing-Schachzug. Solange Qualität und Anmutung auf Europäischen Niveau bleibt, können es die Stuttgarter schaffen, die eigenen Tradition und Werte auch in neue Fahrzeug-Segmente zu liefern.

Schafft VW den Durchbruch?

JM: Die Verkaufszahlen der Wolfsburger in den USA sind ungewöhnlich schlecht. Noch immer leidet man unter dem schlechten Image, das man sich jahrelang durch qualitativ mangelhafte Autos aus mexikanischen Werken eingehandelt hat. Noch immer bleibt VW auf eng definierte Marktsegmente beschränkt, der japanischen Marke Subaru nicht unähnlich. Zu wenige Kunden sehen VW als echte Alternative. Möglicherweise bringt aber der für 2015 erwartete erwartete SUV auf Basis der MQB-Architektur den Durchbruch. Sicher ist das nicht, und klar ist schon jetzt: 2014 wird für VW zur Durststrecke.

Meine Meinung: Ich sehe das ganz ähnlich wie Jens Meiners. Der VW-Konzern hat (und damit kann er vielen anderen als abschreckendes Beispiel dienen) die eigenen Markenwerte nicht nachhaltig in die US-Produktpalette transportiert. Günstig produzieren, aber wertig verkaufen. Das ging in die Hose. Auf der anderen Seite ist der Nord-Amerikanische Markt für die Niedersachsen lange nicht mehr so wichtig, wie früher. Die Frage sollte daher lauten: Will VW einen „Durchbruch“ schaffen in den USA? Oder überlässt man das Feld der Konzernschwester Audi?