News: Alfa Romeo 4C Spider – Am kurzen Zügel um die Kurve

Bei kaum einem Coupé drängte sich eine Cabrio-Variante derart auf wie beim Alfa Romeo 4C. Nun kommt die offene Version unter dem Namen Spider tatsächlich auf den Markt. Für 72.000 Euro.

Der Alfa Romeo 4C macht auch in der zweiten Karosserieversion eine gute Figur: schlank geschnitten, mit stark betonten Radhäusern und der weichen, fließenden Dachlinie, die auch das knappe Stoffverdeck nicht verunziert. Der Spider ist mit seinen Dimensionen von knapp vier Metern Länge, 1,86 Metern Breite und 1,18 Metern Höhe nahezu identisch mit der Coupé-Version. Neu sind die Voll-LED-Scheinwerfer vorne, die allerdings als Extra auch für das Coupé geordert werden können. Der 177 kW/237 PS starke Mittelmotor sitzt direkt hinter den beiden schlanken Sportsitzen und treibt die Hinterräder an, im Heck warten spärliche 110 Liter Kofferraumvolumen auf Beladung. Bei offener Fahrt nimmt einen Gutteil davon das Verdeck ein. Der Kraftstoffverbrauch ist mit 6,9 Litern angegeben.

Praktisch muss solch ein Auto nicht sein. Der Spider entpuppt sich als reine Fahrmaschine. Was nicht nur an seinem aufgeladenen Vierzylinder liegt, der aus eben mal 1,75 Litern 350 Nm Drehmoment schöpft. Vor allem das geringe Gewicht macht ihn unglaublich agil, ganze 45 Kilogramm schwerer als das Coupé ist er geworden wiegt schlanke 940 Kilogramm. In flinken 4,5 Sekunden beschleunigt Motor in Kombination mit einem Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe den Spider von 0 auf 100 km/h, 257 km/h Höchstgeschwindigkeit sind bei geschlossenem Dach möglich. Das wirkt außerordentlich stabil, verursacht aber stärkere Windgeräusche.

Das Einlenkverhalten des 4C ist vorbildlich, wie am kurzen Zügel geführt wirft sich der Spider in die Kurven. Nur beim Rangieren verlangt die präzise Lenkung eine starke Hand, auf eine Servolenkung wird aus Gewichtsgründen verzichtet. Dass die Federung bei all dem noch einen gewissen Komfort bietet, gereicht der Fahrwerksabstimmung zur Ehre. Dennoch ist der 4C Spider kein Auto für alle Tage, eher ein Spaßauto für jene, die es sich leisten können.

Autor: Michael Kirchberger/SP-X

News: Mazda MX-5 – Zwei Sitze für Sommer-Gefühle

Die vierte Generation des Mazda MX-5 rollt ab September hierzulande auf der Straße ist aber ab sofort bestellbar: 22.990 Euro und damit so viel wie das Vorgängermodell kostet der offene Zweisitzer in der Basis. Dann ist der 96 kW/131 PS starke Benziner an Bord.

Serienmäßig sind in der Einstiegsversion unter anderem Voll-LED-Scheinwerfer, elektrische Fensterheber, Klimaanlage, Audiosystem und 16-Zoll-Felgen. Vier Ausstattungsstufen stehen zur Wahl. Der stärkere Benziner (118 kW/160 PS) kostet mindestens 26.890 Euro und kann mit den zwei höchsten Ausstattungslinien kombiniert werden.

Zu den Händlern kommt der Roadster erst im September. Mit einer Vorverkaufsaktion weckt Mazda aber jetzt schon Begehrlichkeiten: Wer sich für die Mazda Vario-Option-Finanzierung über 48 oder 60 Monate Laufzeit entscheidet, bekommt die ersten sechs Raten erlassen – bei Kaufvertragsabschluss bis zum 12. September. Im Internet konfigurieren kann man den Kult-Roadster derzeit nur nach einer Anmeldung auf der Mazda-Homepage.

Autor: Hanne Lübbehüsen/SP-X

News: Alfa Romeo 4C Spider – Carbon-Cabrio für 72.000 Euro

Mit einem Basispreis von 72.000 Euro steht nun der Alfa Romeo 4 C Spider bei den deutschen Händlern. Der offene Mittelmotor-Sportwagen wird wie das bereits seit Ende 2013 verfügbare Coupé von einem 177 kW/240 PS starken 1,8-Liter-Turbobenziner angetrieben. Dank Carbon-Leichtbau beschleunigt der Vierzylinder den Zweisitzer in 4,5 Sekunden auf Tempo 100, maximal sind 258 km/h möglich. Den Kraftstoffverbrauch gibt der Hersteller mit 6,9 Litern auf 100 Kilometern an.

Der Aufpreis für das Cabrio gegenüber dem Coupé beträgt knapp 10.000 Euro. Alfa hatte den Grundpreis des geschlossenen Modells erst kürzlich um fast 12.000 Euro auf 62.200 Euro erhöht. Zum Ausgleich gab es mehr Ausstattung, etwa in Form einer Klimaanlage und eines Soundsystems. Beide Posten finden sich auch an Bord des Spider. Zu den Konkurrenten des Fahrspaßmobils zählen Luxus-Sportler wie der Porsche Boxster (ab 49.957 Euro) und das Jaguar F-Type Cabrio (ab 72.000 Euro), aber auch puristische Leichtbau-Exoten wie die Lotus Elise (ab 40.940 Euro).

Autor: Holger Holzer/SP-X

News: Marktübersicht Cabrios – Open-Air-Festival auf vier Rädern

Der Cabrio-Boom der Jahrtausendwende ist wieder vorbei. Für den geneigten Käufer muss das kein Nachteil sein, besinnen sich die Hersteller doch nach Abflauen der teils unansehnlichen Stahldach-Welle wieder auf die ursprünglichen Open-Air-Tugenden: Fahrspaß unter blauem Himmel und ein klein wenig Luxus.

Passend dazu feiert mit dem Mazda MX-5 nun das Modell Neuauflage, das den modernen Cabrio-Boom erst ins Rollen gebracht hat. Die nun vierte Generation verfeinert das bekannte Roadster-Erfolgsrezept noch einmal. Hinterradantrieb und ein temperamentvoller, nicht zu starker Saugmotor sorgen gemeinsam für unkomplizierten Fahrspaß, der von dem gesunkenen Gewicht und dem geschrumpften Radstand noch weitergetrieben wird. Rund 23.000 Euro wird der MX-5 kosten, wenn er im Spätsommer auf den Markt kommt.

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Konkurrenz hat der Japaner aktuell kaum zu fürchten. Einziger direkter Wettbewerber in Deutschland ist der Mini Roadster, von dem jedoch ungewiss ist, ob er nach dem aktuell laufenden Modellwechsel in der Kleinwagenfamilie noch einmal aufgelegt wird. Kommen wird auf jeden Fall eine Fiat-Version des MX-5, allerdings erst Mitte 2016. Wer einen mehr oder weniger klassischen Roadster sucht, muss daher in den gehobenen Preissegmenten schauen. Ein Sonderangebot ist dort zumindest in Anbetracht der Leistung der Nissan 370Z Roadster, der mit 241 kW/328 PS für 33.150 Euro zu haben ist. Deutlich kostspieliger sind die Modelle der Premiumhersteller. Audi nimmt für die aktuell günstigste Version seines gerade neu aufgelegten TT Roadster mindestens 37.900 Euro (169 kW/230 PS, Frontantrieb), wird allerdings auch günstigere und schwächer motorisierte Varianten nachschieben.

Ebenfalls noch relativ frisch ist das Jaguar F-Type Cabrio, das sich mit berauschendem Design und emotionalen Motoren vom Start weg in die Oberliga der offenen Traumwagen gespielt hat. Allerdings ist der Brite mit 74.000 Euro (250 kW/340 PS)alles andere als ein Schnäppchen. Selbst der mindestens 50.000 Euro teure Porsche Boxster mutet dagegen preiswert an. Der Stuttgarter bietet zwar weniger Motorleistung (ab 195 kW/265 PS), kann beim Fahrspaß aber durchaus mithalten, vor allem in der neuen, puristischen Spyder-Version mit 276 kW/375 PS (ab 79.945 Euro). In den Augen nicht weniger Sportwagenfans stößt der Boxster spätestens dann in Sachen Fahrdynamik auch den 911 vom Thron. Den Klassiker gibt es gleich in zwei Oben-Ohne-Versionen: Als klassisches Stoffdach-Cabrio (ab 257 kW/350 PS, 103.150 Euro) und als Targa mit Überrollbügel (ab 109.338 Euro).

Nicht ganz so kompromisslos auf Fahrdynamik ausgelegt sind zwei weitere prominente Vertreter des Segments, der Mercedes SLK und der BMW Z4. Schon ihr Stahlklappdach weist darauf hin, dass sie eher das schnelle Cruisen auf der Landstraße als die Rundenjagd auf der Rennstrecke schätzen. Schnell und kraftvoll sind sie trotzdem: Beim SLK reicht das Leistungsband von 135 kW/184 PS (ab 39.359 Euro) bis 310 kW/421 PS (ab 73.542 Euro), beim Z4 von 115 kW/156 PS (ab 34.250 Euro) bis 250 kW/340 PS (ab 57.900 Euro). Auf die Spitze treibt das Konzept vom Luxus-Sportler der Mercedes SL, größer, stärker und teurer als sein kleiner Bruder mit dem nachgestellten „K“. Der Stahldach-Zweisitzer kostet bereits in der Einstiegsversion mindestens 97.282 Euro (245 kW/333 PS), ist als 463 kW/630 PS starker Zwölfzylinder aber auf für 238.833 Euro zu haben.

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Während das Angebot bei Roadstern und ähnlichen offenen Sportwagen noch gut gefüllt ist, ist das Portfolio der Open-Air-Alltagsautos geschrumpft. Vor allem die zahlreichen Stahldachmodelle wie Peugeot 308 CC oder Nissan Micra C+C sind nach dem Cabrio-Hoch zu Anfang des Jahrzehnts wieder verschwunden. Mit dem VW Eos steht nun ein letzter Vertreter dieser Gattung vor dem Aus. Ersatz bieten die Wolfsburger aber schon seit vier Jahren mit dem stoffbemützten Golf Cabrio, das mit 24.500 Euro zu den bürgerlichsten Modellen auf dem Markt zählt. Noch eine Spur günstiger ist das technisch eng verwandte Beetle Cabrio (ab 22.125 Euro). Bewusst oberhalb der beiden norddeutschen Modelle hat Opel den Cascada positioniert, der zwar technisch auf dem kompakten Astra basiert, aber deutlich länger und dezidiert edler gestaltet ist (ab 26.145 Euro). Preislich eher im Segment von kompakten Premiummodellen wie Audi A3 Cabrio (ab 30.800 Euro) und BMW 2er Cabrio (vorläufig ab 35.350 Euro) einsortiert, konkurriert er bei Abmessungen und Anmutung eher mit Audi A5 Cabrio (ab 39.850 Euro), BMW 4er Cabrio (ab 43.200 Euro) und Mercedes E-Klasse Cabrio (47.838 Euro).

Für den kleinen Geldbeutel gibt es eine ganze Reihe Kleinwagen-Cabrios, die allesamt anstelle eines Verdecks nur über ein besseres Rolldach verfügen. So wie der Fiat 500 C (ab 14.750 Euro), die offene Version des Retro-Kleinstwagens. Geöffnet werden kann bei ihm eine Stoffjalousie, die hinter die Fondbank zurückfährt und so einen Teil des Himmels freigibt. Einen Teil, weil B- und C-Säule sowie die Dachholme den anderen Teil desselben verdecken. Ein ähnliches Konzept bieten das etwas größere Citroen DS3 Cabrio (18.440 Euro) sowie das Kleinstwagen-Trio Toyota Aygo (ab 13.900 Euro), Citroen C1 (12.050 Euro) und Peugeot 108 (ab 12.300 Euro) in ihren jeweiligen Rolldach-Versionen. Seit kurzem sind auch der Opel Adam sowie der im SUV-Stil gehaltene Adam Rocks mit Stoffdach zu haben. Die Preise starten bei 14.990 Euro.

Komplettiert wird das Cabrio-Angebot von den Modellen der obersten Luxusklasse. Bentley etwa hat Continental viersitzigen GTC im Programm, wahlweise mit V8 oder W12 Motor und ab 187.068 Euro teuer. Bei Rolls-Royce gibt es das Top-Modell Phantom als Drophead Coupé mit zwölf Zylindern für eine knapp halbe Million Euro. Wer es lieber sportlicher mag, wählt Modelle wie den Lamborghini Aventador Roadster (515 kW/700 PS, ab 357.000 Euro oder den Ferrari California T (412 kW/560 PS, ab 184.000 Euro).

Autor: Holger Holzer/SP-X

News: Range Rover Evoque Cabrio – Ein SUV lässt die Sonne rein

Der Range Rover Evoque kommt 2016 als Cabrio auf den Markt. Das hat der Hersteller nun am Rande des Genfer Autosalons bekannt gegeben. Das Kompakt-SUV begründet damit zumindest in Europa eine neue Fahrzeugklasse: die des offenen Crossovers. Als Basis dient das dreitürige Coupé-Modell des Evoque, erste Erlkönigbilder zeigen einen Viersitzer mit Stoffdach und ohne sichtbare Überrollbügel.

Mit Details hält sich Land Rover rund ein Jahr vor Marktstart noch zurück. Allerdings dürfte auch das Cabrio das bekannte Antriebsprogramm des frisch gelifteten SUV-Coupés nutzen. Das heißt Allradantrieb wird zumindest als Option zu bekommen sein, unter der Haube arbeiten unter anderem die neuen 2,0-Liter-Diesel der Marke mit 150 und 180 PS. Preise sind noch nicht bekannt, der geschlossene Evoque startet als Dreitürer aktuell bei rund 35.000 Euro.

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Ganz beispiellos ist ein SUV-Cabrio allerdings nicht. Nissan hat in den USA eine entsprechende Version seines großen SUV Murano im Programm, mit Cabriodach und Allradantrieb. Ein großer Erfolg ist das Modell nicht, die Produktion endet in Kürze und einen Nachfolger wird es wohl nicht geben. Darüber hinaus sind bislang nur einige kernige Geländewagen mit entfernbarem Dach zu haben.

Autor: Holger Holzer/SP-X

Audi TT Roadster: Macht den Kopf frei

Nach dem TT Coupé bringt Audi nun auch das Cabrio in der dritten Auflage auf den Markt. Der Grundpreis für die offene Stilikone mit dem 169 kW/230 PS starken Zweiliter-Benziner beträgt 37.900 Euro, das sind knapp 3.000 Euro mehr als das vergleichbare Coupé kostet. Für die besonders sportliche Variante TTS (228 kW/310 PS) werden mindestens 52.300 Euro fällig.

In der Neuauflage hat das Cabrio, wie die geschlossene Variante, einen längeren Radstand (plus 3,7 Zentimeter) und ein geschärftes Profil. Ähnlich dem Supersportwagen R8 sitzen die vier Ringe nun auf der Motorhaube und nicht mehr im Grill. Zusätzliche Verstrebungen verstärken Unterboden und Karosserie, dadurch ist der Zweisitzer mit 1.320 Kilogramm 90 Kilo schwerer als das Coupé. TT-typisch gibt es wieder stählerne Überrollbügel hinter den Sitzen. Das elektrische Stoffverdeck öffnet und schließt in zehn Sekunden, während der Fahrt bis etwa 50 km/h. Der Gepäckraum fällt mit 280 Litern etwas kleiner aus als im TT Coupé.

Das neue Interieur wirkt vor allem durch das einzige Display im Blickfeld des Fahrers puristisch und elegant. Tacho, Drehzahlmesser und Infotainmentsystem sind in dem digitalen, 12,3 Zoll-große Kombiinstrument hinter dem Lenkrad zusammengefasst. Eine verbesserte Sprachbedienung und das Touchpad auf der Oberseite des Dreh-Drückstellers soll die Bedienung vereinfachen.

Die Motoren übernimmt die offene Variante natürlich aus dem Coupé: Den Zweiliter-Benziner mit 169 kW/230 PS, außerdem den Zweiliter-Diesel mit 135 kW/184 PS und Frontantrieb, bei dem Audi einen Normverbrauch von 4,3 Litern auf 100 Kilometer angibt. Im TTS kommt der Zweiliter-Benziner in seiner stärkeren Ausbaustufe mit 228 kW/310 PS zum Einsatz. So ausgerüstet sprintet der Roadster in 4,9 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h und weiter auf elektronisch begrenzte 250 km/h Topspeed.

Beim TTS ist der permanente Allradantrieb Quattro Serie, auf Wunsch ist er auch für den kleineren Benziner erhältlich. Die elektrohydraulische Lamellenkupplung verteilt die Kraft je nach Fahrsituation, bei sportlicher Fahrweise verstärkt auf die Hinterachse. Für die Kraftübertragung stehen eine manuelle Sechsgangbox und ein Doppelkupplungsgetriebe mit ebenfalls sechs Gängen zur Wahl. Ab Werk fährt der TT zudem mit Progressivlenkung vor, die ihre Unterstützung an die Geschwindigkeit anpasst. Die adaptive Dämpferregelung ist beim TTS Roadster serienmäßig.

Autor: Hanne Lübbehüsen/SP-X

Smart Fortwo Cabrio kommt 2016

Der neue Smart Fortwo wird 2016 auch als Cabrio-Version angeboten. Präsentiert wird die Variante noch 2015, beim Händler wird sie allerdings erst im nächsten Jahr stehen, wie die Zeitschrift „Auto, Motor und Sport“ erfahren haben will.

Auf Dachbögen über den Fenstern will Smart dabei wie auch schon beim Vorgänger verzichten. Die sogenannte Tridion-Zelle des Smart ist in ihrer Grundstruktur so steif, dass sie den stützenden Bogen einer geschlossenen Dachstruktur nicht benötigt. Die Einstiegsversion wird ein Rolldach aus Stoff erhalten, das sich hinter dem Sicherheitsbügel bis zur oberen Motorabdeckung erstreckt.

Preislich orientiert sich das neue Smart Fortwo Cabrio am Vorgänger und wird damit etwa 14.000 Euro kosten. Der seit Ende November vergangenem Jahres erhältliche Smart Fortwo startet bei 10.335 Euro. Angetrieben wird er dann von einem 45 kW/60 PS starken Benziner.

Autor: Adele Moser/SP-X

Ein Tag am Meer

Ein Cabriolet kann Ausdruck besonderer Freude am Auto fahren sein oder auch einfach der Wunsch, an der Eisdiele mit neidischen Blicken bedacht zu werden. So oder so – auf jedem Fall hat der Cabrio-Fahrer mehr von seiner Tour über die Landstraßen. Ein besonderer Genuss kommt hinzu, wenn man die offene Freiheit auf vier Rädern dafür nutzt, um alle Elemente zu erleben. Eine Tour entlang am Meer eignet sich hierzu im übrigen besser als die Fahrt durch einen Sommerregen, wenn auch beide Ausfahrten mit den gleichen Elementen spielen.

Der Geruch von Salz, das Kreischen der Möwen und der Wind, der einem durch die Haare wirbelt – doch stopp – denn in der letzten Disziplin ist das E-Klasse Cabriolet nur begrenzt talentiert. Denn das E-Cabriolet schützt die Insassen vor allzu stürmischen Erlebnissen und hält sowohl den Fahrtwind als auch die steife Meeresbrise auf Sylt gekonnt auf Distanz.

E-Klasse Cabrio – Eine Tour nach Sylt

Wenn noch einmal Sommer wäre … 

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In der Balance mit dem Meeresrauschen, der Brise, dem salzigen Geruch und dem belederten Armaturenbrett geht das Verlangen nach einem Temporausch unter. Entschleunigen ist das Ziel. Entschleunigen in 5.3 Sekunden.

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Luxus ist der Genuss von Zeit, in diesem Umfeld.

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Und über dir kreischen die Möwen. Sie wollen den Himmel für sich alleine.

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..keine Werbung. Erinnerungen!

Autonews – Der Wochenrückblick KW 32

1. Quant: Jetzt wird’s sportlich

Schon auf dem Genfer Autosalon im März dieses Jahres sorgte die schnittige Studie der Quant e-Sportlimousine für jede Menge Aufsehen. Ausgestattet ist der e-Sportler mit der Redox-Flow-Zelle der Firma Nanoflowcell, die eindrucksvolle Leistungswerte verspricht. Bis zu einer Spitzengeschwindigkeit von über 350 km/h soll mit der Flusszellen-Batterie erreicht werden. Damit schafft die e-Limo den Sprint von Null auf 100 km/h locker in 2,8 Sekunden. Die viersitzige Sportlimousine soll damit mehr als 600 Kilometer weit kommen. Der Tüv Süd bescheinigte dem Fahrzeug nun die Straßentauglichkeit und somit auch die Serienreife. Wann genau die Quant e-Sportlimousine auf den Markt kommen soll ist aber noch nicht bekannt.

QUANT e-Sportlimousine mit nanoFLOWCELL¨ Technologie erhŠlt Stra§enzulassung fŸr Deutschland und Europa

2. Opel Zafira Tourer auf Flüstertour

Der Opel Zafira Tourer darf sich fortan auf leisen Sohlen bewegen. Die Familienkutsche bekommt von den Rüsselsheimern nun zusätzlich einen 1,6-CDTI-Ecoflex-Motor mit 120 PS verpasst. Dieser Motor gilt als Platzhirsch unter den Geräusch- und Vibrationsarmen Motoren und wird von Opel auch gerne „Flüsterdiesel“ genannt. In der Basisversion wird es den Zafira ab einem Preis von 26.850 Euro geben. Dabei verfügt er serienmäßig über ein Start/Stopp-System, ein reibungsarmes Sechs-Gang-Schaltgetriebe und Bremsenergie-Rückgewinnungssystem. Jetzt kann man sich auch mit einem Opel auf die stillen Wege des Lebens begeben.

Opel Zafira Tourer

3. Mercedes-Benz S 600: Bodyguard auf vier Rädern

Wer sich doppelt so sicher auf den Straßen fühlen möchte, sollte sich ein Mercedes-Benz S 600 Guard zulegen. Mit dem vierrädrigen Bodyguard aktualisieren die Stuttgarter ihr Angebot an Sonderschutzfahrzeugen. Mit einer vollumfänglichen Schutzwirkung der Schutzklasse VR9 dürfte er so mancher Attacke aus dem Hinterhalt Stand halten. Zusätzlich zur Alltagstauglichkeit kommt das Guard-Spitzenmodell mit einem Airmatic-Fahrwerk, einem V-12 Motor mit 530 PS, Assistenzsysteme und jede Menge Spezialstahl. Intelligente Überlappungssysteme sorgen für einen umfassenden ballistischen Schutz und die Scheiben sind auf der Innenseite zusätzlich gegen Splitter mit Polycarbonat beschichtet. Jede Menge Sicherheit also. Aber es heißt ja, im (Straßen)verkehr soll man sich schützen, oder?

Mercedes-Benz S-Klasse Guard

Mercedes-Benz S-Klasse Guard

4. Rolls-Royce: Bald noch mehr Luxus auf Rädern

Alles neu macht der Mai heißt es. Das hat sich Rolls-Royce nun auf die Fahne geschrieben und verkündet, ein neues Modell auf den Markt zu bringen. Der britische Autohersteller will, laut Unternehmensangaben, ein „offenes Fahrzeug“ bis Mitte 2016 auf den Markt bringen. Die derzeitigen Prototypen des neuen Luxusliners sind bereits in der Erprobung. Eigentlich wurde zuletzt ein SUV vom Luxushersteller erwartet, als die Konkurrenzmarke Bentley vom Volkswagen-Konzern ein ebensolches Fahrzeug angekündigt hatte. Nun darf man auf den Oben-ohne-Luxusliner gespannt sein.

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5. „Ettore Bugatti“ wird der letzte seiner Art

Bugatti feiert bei der „Monterey Car Week“ in Kalifornien den Abschluss seiner Sondermodellreihe „Les Légendes de Bugatti“ mit dem finalen Modell „Ettore Bugatti“.Das sechste und letzte Fahrzeug der Edition ist auch wieder nur auf drei Exemplare limitiert und basiert auf dem Bugatti Veyron 16.4 Grand Sport Vitesse. Der Supersportler wird von einem 1200 PS starken 8,0-Liter-W16-Motor auf Touren gebracht und beschleunigt von Null auf 100 km/h in stolzen 2,6 Sekunden. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 408,84 km/h macht ihn das zum schnellsten Serien-Roadster der Welt. Ettore Bugatti träumte bereits als junger Mann davon, den stärksten und luxuriösesten Serienwagen der Welt zu bauen. Mit seinen Sondermodellen hat er es geschafft.

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6. Mercedes G63 AMG 6×6: Noch mehr Luxus auf Rädern

Der in Kleinserie angefertigte Mercedes-Benz G63 AMG 6×6 gilt als kompromissloses Offroad-Gefährt mit Acht Zylindern, 544 PS, drei angetriebene Achsen und fünf Differentiale. Ein Fahrzeug für Wüstenscheichs. Jetzt wurde dem Stuttgarter noch mehr Leistung und Luxus verpasst. Ingenieure entwickelten nun für das Triebwerk des 3,85 Tonnen schweren Pick-ups das Leistungskit CK63. Damit steigt die Leistung auf 650 PS mit einem maximalen Drehmoment von 900 Newtonmetern. Die hauseigene Carlsson-Sattlerei veredelte den Innenraum nach Kundenwünschen. Da kommen dann schon mal Fußmatten aus Soft-Velours oder Merino Lammfell zum Einsatz. Zusätzliche Einstiegsleisten mit blau beleuchtetem Carlsson-Logo sowie Türverriegelungsstifte und Pedalauflagen aus Aluminium runden das luxuriöse Auftreten ab.

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7. GT 500 Eleanor: Bolide für Filmnarren

Wer PS-starke Supersportler in Filmen liebt, wird sich jetzt freuen. Den grauen Boliden aus so manchem Actionfilm können sich nun Liebhaber in Deutschland nachbauen lassen. Die Firma GT 500 Eleanor baut den gleichnamigen Wagen in rund elfmonatiger Handarbeit für solche, die ihn sich leisten können. Basierend auf einem originalen Ford Mustang von 1967 oder 1968 kommt der Retro-Sportler mit einem Aluminium-V8 mit sieben Litern Hubraum und einer modernen Einspritzeinlage. Je nach Kundenwunsch leistet dieser von 550 PS bis hin zu aggressiven 750 PS mit Kompressoraufladung. 17-Zoll-Räder mit High-Performance-Bereifung sowie ein Gewindesportfahrwerk mit Stabilisatoren vorne wie hinten optimieren das Fahrverhalten des neu aufgelegten Klassikers. Wer den Filmflitzer sein Eigen nennen will, muss aber von 150.000 bis 200.000 Euro aus der Tasche zaubern.

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Bilder: Hersteller

Der neue smart fortwo als Cabrio

Sieht so das neue smart fortwo Cabriolet aus? Der Computer-Künstler Theophiluschin hat dem neuen smart das Blechdach entrissen und ihn zum smart cabrio gemacht. Die Bilder wirken extrem überzeugend.

Die Frage ob es ein neues smart 42 Cabrio gibt, würde ich eindeutig mit JA beantworten. 

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Leider wird die Nase des neuen smart durch das wegschneiden des Daches auch nicht besser :/

 

 

Mercedes S-Klasse Cabrio – Photoshop

Dass es vom neuen S-Klasse Coupe eine Cabriolet-Version geben wird, dürfte beschlossene Sache sein. Stellt sich nur die Frage, wann genau kommt die luxuriöseste Frischluft-Version der neuen S-Klasse? Und wo – auf welcher Automobil-Messe – werden wir die ersten Studien gezeigt bekommen?

Fragen über Fragen zum neuen S-Klasse Cabrio

Das S-Klasse Cabrio dürfte Frischluft-Luxus für bis zu vier Insassen bieten und mit der gleichen Fahrwerkstechnik an den Start gehen, wie das neue S-Klasse Coupe.

Stoffverdeck beim S-Klasse Cabrio

Chrysler 200 Cabrio – Designstudie

Da hat Chrysler in Detroit noch nicht einmal das Tuch vom neuen Chrysler 200 gezogen, da hat Theo schon eine Idee, wie das Cabrio des 200 aussehen könnte.

Und? Es sieht gut aus. Allerdings wäre ein 200er Chrysler Cabrio eine zweite Plattform im neuen, großen FIAT / Chrysler Haus. Denn der nächste Alfa Spider wird zusammen mit dem Mazda MX-5 kommen. Da bleibt vermutlich keine Zeit und vor allem kein Geld für ein Cabrio des 200 übrig. Denn dieser basiert ja, wie bereits in der Vorstellung des Chrysler 200 erwähnt, auf der FIAT Compact Plattform.

Dennoch – diese Version des 200 sieht perfekt aus! Danke Theo für diese tolle Idee!

Fahrbericht Corvette Cabrio C6

Ich hatte heute (wir schreiben das Jahr 2006), das Vergnügen eine Corvette C6 über 300km zu bewegen.

[Ich entschuldige mich vorab,
300km sind eigentlich nicht fair
gegenüber einem Außenseiter,
aber mehr war damals nicht möglich.]

Zum Fahrzeug:
Corvette C6 Cabrio, Automatik,  2005er Modell.
6l V8 – 404PS und eine Menge Gadgets on Board.

Nun das Schlimmste vorneweg:  Dieses Automatikgetriebe. Eine US – amerikanische Katastrophe. Im Normalmodus vermutlich Gewerkschaftsmitglied und im Sportmodus komplett auf LSD.

Ich hoffe, es liegt nur daran, dass es noch das alte Modell ist.
Die 2006er Modelle  werden jetzt mit einer 6-Gang Automatik ausgeliefert, das von mir gefahrene Modell hatte jedoch eine völlig unbrauchbare 4-Gang Automatik.

Und das, obwohl ich wirklich ein Fan von Automatikgetrieben bin. Was aber diese 4-Gang Box praktiziert hatte, war einfach gruselig. Die Schaltvorgänge unter Last  viel zu hart und zu nervös. Ist man einigermaßen flott unterwegs ist, verdarb die Box durch ständiges Hoch- und Runterschalten auch in unpassenden Augenblicken den Charakter des ganzen Autos.

Innenraum:
Noch mehr Kritik: Was man hier an billigem Plastik geboten bekommt, muss echt erwähnt werden. (Wurde eigentlich Lada von Chevrolet gekauft?) Und dann auch noch schlecht verarbeitet. (Oder sind die Daewoo-Mechaniker im Austausch am US-Fließband?)
Links in der Tür klappert das Lautsprechergitter, in der Mitte die Mittelkonsole und rechts das Handschuhfach.

Verarbeitung allgemein:
Spaltmaß-Fetischisten sollten sich ein anderes Spielzeug suchen.
(Manche Spaltmaße sind so groß, dass man U-Boote darin versenken kann !)

Spielzeug ist dann auch das Thema:
Der Motor. Geil.
Super Elastizität. Drehfreude. Drehmoment. Schöner satter Klang.
Perfekt.

Die Faszination Corvette geht eindeutig vom Motor aus.
6l auf 8 Zylinder verteilt  sind defintiv eine feine Sache.

Dieser wunderbare simple Motor versöhnt mit allem, was man sonst an der Vette aussetzen könnte.  Die ersten Kilometer freut man sich auf jede Stop-and-Go Phase, nur damit das Brabbeln des Motors ungestört die Gehörgänge verwöhnen kann.

Super nervig:
*Piep* Egal was man im Bordcomputer oder in der Mittelkonsole drückt, jeder Schalter wird mit einem *piep* bestätigt.
(Es könnte natürlich sein, dass die Bedienelemente ständig fluchen, weil sie in so übles Plastik gezwängt wurden. Und da Amerika zwar ein freies Land tapferer Männer ist, aber nicht öffentlich geflucht werden darf – daher das Piepen?)

Mehr spielen:
Staus können nicht nur wegen dem schönen sonoren Leerlaufklang des Achtzylinders Spaß machen, nein auch der Spieltrieb wird perfekt befriedigt. Egal, ob HUD einstellen, Reifendruck abrufen  oder das Verdeck auf- und zu machen. Es gibt eine Menge Knöpfe und viel zu entdecken.

Fahrverhalten:
Für Starrachse und Blattfedern:  Beeindruckend!
Die Corvette baut sehr viel Vertrauen auf und bleibt stets klar in ihren Reaktionen. Sie steht natürlich auch nicht auf Mofa-Reifen, sondern hat die Gummis von der Breite eines wohlgenährten Elefantenhintern. Damit ist die rote Vette naturgemäß auf holperigen Straßen nervös, aber dafür umso ruhiger und stabiler, je glatter die Teerbahn ist.
Die Bremsen sind absolut ausreichend, nur ein leichtes Quieken ist zeitweise zu vernehmen. Ob das davon kam, dass die Vette länger stand oder ich zu zimperlich war, das kann ich so heute nicht feststellen.

Kommen wir zu den wichtigsten Alltagstest’s für ein US-Car:
Die Durchfahrt im McDrive gelingt auf Anhieb, die Corvette ist breit, aber übersichtlich. Die Lenkung im Stand auch für 16-jährige zu bedienen.
Negativ: Die Cupholder fassen maximal „eine große Cola“ – keine Supersize-Becher. Aber eventuell gibt es in Amiland andere Cupholder.
Stellt man das Fahrwerk anschließend auf Komfort, sollte man jedoch keine Burger während der Fahrt essen. Das Geschaukel treibt auch den letzten Ketchup-Rest auf die Hose.
(Die verstellbaren Dämpfer kann man sich also getrost sparen!) Auch als Cabrio ist und bleibt die Corvette eher ein Cruiser – übertriebene Sänfte erwartet deswegen trotzdem niemand.

Die BOSE-Soundanlage überzeugt mit fetten Bässen und kräftigen Höhen, auch Lieder, die nicht von Elvis Presley oder den FatBoys stammen, werden anstandslos vom CD-Player abgespielt.

Kofferaum:
Angeblich vorhanden. Ich hab nur eine Ablage für Jacken gefunden.

Mein Fazit:
Geiler Motor.
Gruselige Verarbeitung.
Übles 4-Gang Getriebe.
70.000€ – nicht wert … leider…

Endlich startet die Cabrio-Saison, Stimmen der Experten

Es hat ja nun wirklich lange genug gedauert – aber nun in die Cabrio-Saison endlich eingeläutet. Nachdem ich vor ein paar Wochen bereits ein Cabrio-Spezial in Zusammenarbeit mit Transparo gebracht habe, gab es nun auch von der Internet-Autobörse mobile.de ein Special. In diesem Fall allerdings – da hat man mich zu meiner Meinung gefragt.

mobile.de – Experteninterviews

Nun würde ich mich eigentlich nicht wirklich als Cabrio-Experte bezeichnen, wenn ich auch sagen kann – die letzte Ausfahrt mit dem neuen E-Klasse Cabriolet nach Sylt, war schon ein extrem geiles Erlebnis.

Nachdem sich also der Ochs zuerst genannt hat, nun auch die anderen Experten die sich zu Wort gemeldet haben: Zum Beispiel Claudia Kleinert – die ARD-Wetterfee und der Chefredakteuer des Münchner DaCabrio-Magazins: Armin Reindl.

Zum Cabrio-Spezial von mobile.de geht es da lang –> http://www.mobile.de/magazin/cabrio_interviews/

 

Cabrio-Frühling – Welche Stadt fährt am liebsten offen?

Passend zum 2013er Cabrio-Special das heute online ging, gibt es vom Partner Transparo eine Studie darüber, in welchen Städten am liebsten offen gefahren wird.

Cabrio-Alarm in München, Hamburg und Köln

Der Frühling lässt noch immer auf sich warten – und das obwohl Ostern bereits vorbei ist. Üblicherweise ist nach Ostern nicht nur die Zeit gekommen, die Winterreifen an den Autos gegen die Sommerreifen zu wechseln, nein – oftmals gab es bereits die ersten warmen Tage und damit guten Grund, mit dem Cabriolet eine Runde zu cruisen.

Doch wo wird eigentlich am häufigsten das Cabrio aus der Garage geholt?

Cabrio-studie TRansparoDas Vergleichsportal transparo hat es herausgefunden.  Ganz klar führend ist die Bayerische Landeshauptstadt München. Nun kann man natürlich sagen: Das war zu erwarten – befindet sich diese doch auch im „Süden“ unserer Republik. 😉 Aber eventuell spielt ja auch die Biergärten-Dichte und die Flaniermeilen-Quote eine Rolle? Auf Platz zwei folgt bereits die Karnevals-Hochburg am Rhein: Köln. Warum ausgerechnet hier so viel offen gefahren wird? Ich habe keine Ahnung. Und auf Platz 3 – die nördlichste Metropole: Hamburg.

Es lässt sich auch gut ablesen, dass im Osten des Landes kaum Wert gelegt wird auf das Cabrio.

Natürlich darf die Frage nach den Kosten nicht fehlen – so hat Transparo auch hier für Transparenz gesorgt (okay, das Wortspiel war simpel..) und mich mit einer Studie des Prof. Wolfgang Bischof von der Hochschule Rosenheim versorgt. Der Hr. Professor hat in den letzten 12 Monaten den „CARINDA“ Index für Cabrios berechnet und festgestellt: Die Kosten für die Versicherung eines Cabrios liegen derzeit 5% über dem Vorjahreswert.

Hierbei sind die Teilkasko-Tarife stärker gestiegen als die Vollkasko-Tarife.  Das ist insofern auch interessant, als sich die Frage lohnt, ob man sein eigenes Cabrio nun eher Voll- oder nur Teilkasko versichert. Hier lohnt sich der Blick einen möglichen Schadensfall.  Wird zum Beispiel das Stoffverdeck eines Cabrios aufgeschnitten, so zahlt die Teilkasko nur im Falle eines Diebstahls von Wertgegenständen aus dem Auto. Eine Vollkasko zahlt den kompletten Schaden.

Es lohnt sich also, die eigene Versicherung auf den Prüfstand zu stellen!

Zum Cabrio-Special:

cabrio special 2013

 

 

 

 

Citroën DS3 Cabrio THP 155 Sport Chic

Über 200.000 verkaufte DS3 in den vergangenen drei Jahren sind für den angeschlagenen PSA-Konzern Balsam für die Seele. Nun soll die Erfolgsstory mit einem Cabrio fortgesetzt werden. Dem ersten offenem Auto dieser Saison. Vorgestellt Ende Januar im fast schon sommerlichen Valencia und dessen Umgebung. Citroën hat dem kleinen Flitzer allerdings nur ein Rolldach spendiert. Ähnlich wie anno dazumal der 2CV, auch Ente genannt. Oder so ähnlich wie es Fiat dem 500C eingebaut hat.

Der Auftritt

Es macht Sinn mit einem solchen Konstrukt den Blick in den Himmel zu öffnen. Es ist nämlich bei weitem günstiger, als einem als Limousine entwickeltem Automobil das Dach komplett abzuschneiden. Was preiswerter für den Hersteller ist, sollte konsequenterweise auch für den Kunden gelten. So ist die Preisgestaltung von Citroën für das DS3 Cabrio durchaus moderat zu nennen. 17.790 Euro kostet die Einstiegsversion Chic mit dem 1,2Liter-Benziner, der 60 kW (82 PS) aus drei Zylindern auf die Vorderachse schickt.

Webasto war zusammen mit dem französischen Autohersteller für die Entwicklung des Daches verantwortlich. Im Segment einzigartig ist die Möglichkeit, das dreilagige Verdeck bis zu einer Geschwindigkeit von 120 km/h zu öffnen bzw. zu schließen. Diverse Öffnungsgrade des elektrisch bedienbaren Daches lassen mehr oder weniger Frischluft ins Wageninnere und gegen zu viel Zug hilft ein manuell aufklappbarer Windschott auf der A-Säule. Neben dem Dach verdient auch der Kofferraumdeckel besondere Erwähnung. Er fährt nach Knopfdruck nach oben und öffnet den mit 245 Liter größten Stauraum seiner Klasse.

Für die Individualisierung stehen sieben Außen- und drei Dachfarben sowie verschiedene Innenraumdesigns zur Wahl. Besonders auffällig  ist das Dach mit dem DS-Logo, das je nach Öffnungszustand andere Muster zeigt. Neben dem Chic ist das DS3 Cabrio auch als So Chic und Sport Chic zu ordern. Allerdings sind nicht alle Varianten mit den vier möglichen Motorisierungen kombinierbar.

Die Ausstattungsvarianten

Einzig beim kleinen Dreizylinder sind zwei Varianten bestellbar. Für 19.670 Euro steht der So Chic in der Liste. Dies ist die einzig mögliche Option für den Vti 120, der 21.120 Euro kostet und mit dem 1,6-Liter-Benziner 88 kW (120 PS) leistet. Der THP 155 mit der Sport Chic-Ausstattung für 23.810 Euro wird im Gegensatz zu den schwächeren Benzinern, die ein manuelles Fünfgang-Getriebe aufweisen, mit sechs Gängen geschaltet. Der im Moment sportlichste Vertreter der DS3-Cabrio-Reihe stemmt 115 kW (156 PS) in Richtung Vorderachse und flitzt in 7,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h.

Der Selbstzünder im Quartett wird mit einem elektronisch gesteuerten Sechsgang-Schaltgetriebe faktisch automatisch geschaltet. Die 68 kW (90 PS) in Verbindung mit So Chic kosten 22.920 Euro. Bereits als Chic ist das DS3 Cabrio reichlich ausgestattet. Sechs Airbags, ABS und SEP sorgen für die notwendige Sicherheit. Die hinteren Scheiben sind dunkel getönt, Nebelscheinwerfer helfen bei schlechter Sicht und die Fenster lassen sich elektrisch hoch- und runterfahren. Der Sound stammt aus einer Radio-CD-MP3-Kombination inkl. Bediensatelliten am Lenkrad.

Im So Chic ist eine Klimaanlage eingebaut und die Ambiente-Beleuchtung verleiht dem Wageninneren zusammen mit den Dekoreinsätzen in Klavierlack-Optik besonderen Glanz. Leichtmetallfelgen mit 16 Zoll sowie das markante LED-Tagfahrlicht ergänzen diese Linie.

Im Sport Chic sind die neuen 3D LED-Heckleuchten der Hingucker. Auf den gut geformten Sportsitzen dürfen sich die Insassen über ein HiFi-System mit USB-Anschluss und Bluetooth sowie eine Klimaautomatik freuen. Die 205er Reifen sind auf 17 Zoll großen Leichtmetallrädern in schwarz montiert. Weitere Optionen werden entweder einzeln oder in Verbindung mit sinnvollen Optionen angeboten.

Fahrverhalten

Wir waren ausschließlich mit dem 156 PS starken DS3 Cabrio unterwegs und hatten Mühe, das permanente Grinsen aus dem Gesicht zu bekommen. Klar macht es Freude, Ende Januar bei 20 Grad offen durch die Gegend zu düsen. Der DS3 hat zudem selbst als als Open-Air-Vertreter nichts an seiner vielfach gerühmten Agilität eingebüßt. Gerade einmal 25 kg mehr als sein geschlossenes Pendant bringt das Cabrio auf die Waage, sensationell im Vergleich zu den Mitbewerbern, die mal locker 100 kg mehr mit sich herumschleppen müssen.

Fazit

Ein witziges und freches Automobil war der DS3 ja schon immer. Mit der Öffnung nach oben kann der kleine Franzose möglicherweise noch ein paar mehr Fans gewinnen. Im geschlossenen Zustand fühlt sich das DS3 Cabrio wie sein mit festen Dach versehener Bruder an. Ein großes Lob gebührt dabei der Arbeit von Webasto, die seit Jahren in der Entwicklung und Herstellung von allen möglichen Dachkonstruktionen die führende Rolle am Weltmarkt spielen. (ds)

Citroën DS3 Cabrio – ein Gastbeitrag von Dietmar Stanka

  • Technische Daten: Citroën DS3 Cabrio THP 155 Sport Chic
  • Motor: 4-Zylinder-Benziner
  • Getriebe: Sechsgang-Schaltung
  • Hubraum: 1.598 ccm
  • Leistung in kW/PS bei xy U/min: 115 kW (156 PS)/6.000
  • Max. Drehmoment: 240 Nm bei 1.400 Umdrehungen pro Minute
  • Länge/Breite/Höhe: 3.948/1.715/1.485  in mm
  • Radstand: 2.452 in mm
  • Leergewicht: 1.250 kg
  • Zul. Gesamtgewicht: 1.619 kg
  • Kofferrauminhalt: 245 l
  • Bereifung: 205/45 R 17
  • Felgen: 7 x 17″ Leichtmetall
  • Beschleunigung: 7,4 Sekunden
  • Höchstgeschwindigkeit: 210 km/h
  • Tankinhalt: 50 l
  • Kraftstoffverbrauch Kombinierter Verkehr: 4,3 l auf 100 km
  • Preis: 23.810 Euro inkl. MwSt.

 

Text: Dietmar Stanka
Fotos: Dietmar Stanka

Genf 2013: Stingray Convertible – Das Corvette Cabriolet

Nachdem in Detroit vor ein paar Wochen die neue Corvette das Licht der Welt erblickt hat, stand in Genf nun die Premiere der offenen Sportwagen-Legende an.

Stingray Convertible

Die C7 – die siebte Generation der Corvette ist auch offen ein Quell für sportliche Fahrfreude. Mit einer Leistung von 450 PS und 610 Nm gehört der offene Sportwagen aus den USA noch immer zu den besonders potenten Vertretern seiner Klasse.

„Bei der neuen Stingray haben wir die Coupé- und Cabrioversion gleichzeitig entwickelt – mit dem Ergebnis, dass das Cabriolet hinsichtlich Leistung, Technik oder Design ebenso kompromisslos ausgelegt ist.“

Zitat: Ed Welburn – GM Vice President Global Design

Dank der neuen Karosserie mit einer um 57 Prozent steiferen und trotzdem 45 Kilogramm leichteren Konstruktion, liegt die offene Stingray Version auf Augenhöhe mit der Coupé-Version.  Das Cabrio überzeugt demnach mit den gleichen Leistungsgewichten.

Dank Zylinderabschaltung gehört das fortschrittlichen LT1-Triebwerk mit Benzindirekteinspritzung und variablen Ventilsteuerungen zu den besonders effizienten Sportwagen-Motoren.

Das Stoffverdeck mit Glas-Heckscheibe ist mehrfach gefüttert und besonders Schall isolierend und kann sowohl per Fernbedienung, als auch während der Fahrt bis 50 km/h geöffnet und geschlossen werden.

„Die Corvette soll eine Dynamik bieten, die den hohen Erwartungen an das Fahrzeug und an den Zusatznamen Stingray entspricht“ – „Weil das Fahrzeug von Beginn an auch als Cabriolet entwickelt wurde, liefert die offene Version ein ebenso kompromissloses Fahrerlebnis – egal in welcher Konfiguration.“

Zitat: Corvette-Chefingenieur Tadge Juechter

Genf 2013: Toyota FT-86 Studie

Mit einer offenen Variante des GT 86 – noch als Studie mit dem Namen FT 86 – präsentiert sich der Toyota-Stand auf dem Automobilsalon in Genf.

Ein sportlicher 2+2 Sitzer mit 200 PS und viel Frischluft-Vergnügen. Meine Meinung: Sofort bauen!

Toyota Studie FT-86 – Genf 2013

Diese Studie wird nicht lange „eine Studie“ bleiben, da bin ich mir sehr sicher. Die „oben ohne Variante“ des Toyota GT-86 dürfte in etwa ebenso viele, oder mehr Fans begeistern, als der neue Breitensportler aus dem Hause Toyota ohnehin bereits geschafft hat.

Offiziell wartet man die Publikumsreaktionen ab – ich sage: Dieser FT-86 muss gebaut werden!

Wie die geschlossene Variante, wird auch die „Oben offen“ Version ein 2+2 Sitzer sein. Das Verdeck soll als Stoffdach ausgeführt werden und eine Glasscheibe für das Heckfenster erhalten.  Leistung und Fahrwerte sollen ähnlich bleiben, da der GT-86 bereits besonders steif ausgeführt wurde und eine Cabrio-Version keinen großen Gewichtszuwachs mit sich bringen sollte.

Ich will! 😉

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Volkswagen Beetle Cabrio – Der neue und im Special: „Der Alte“

Dach auf es ist Sommer. Aktuell jedoch noch nicht. Um aber auf keinen Fall zu spät zu sein, wenn es denn dann irgendwann einmal soweit sein sollte, gab es bereits jetzt die Präsentation des Beetle Cabrios. Volkswagen hatte sich dafür die Coté d’Azur ausgesucht, dumm nur, dass es am Tag der Präsentation (der Termin meiner Kollegen) eher nach Winteranfang als nach Sommerfrische aussah.

Ganz egal – das neue Beetle Cabriolet wurde gefahren, offen, wie das sein muss und der Kollege Mechtel hat auch gleich noch ein Video zu dieser ersten Begegnung von „jung & alt“ mitgebracht:

Wer auf der Suche nach Fotos und Text ist, dem kann ich den Artikel von Kollege Gleitsmann ans Herz legen – er hat sich gleich zweimal die Mühe gemacht:

Beetle 1.6 TDI und Beetle 2.0 TDI

Von ihm habe ich auch das Foto für diesen Beitrag bekommen 🙂

 

Neue E-Klasse – Das Coupé und das Cabrio

Mercedes-Benz hat gerade erst die offiziellen Fotos der aufgefrischten E-Klasse gezeigt und so richtig vorgestellt wird diese „frische E-Klasse“ auch erst auf der NAIAS in Detroit und dennoch, es gibt schon wieder zwei wunderbare neue Fotos von der Coupé und von der Cabrio-Version. Es sind auch dieses mal keine Original-Fotos, sondern „nur“ Entwürfe von Theo.

Wenn es nach mir geht, dann dürfen E-Klasse Cabrio und Coupé genau so kommen:

Mercedes-Benz_E-Class_Cabrio

citroen weihnacht

Ein Weihnachtsgedicht

Das müssen wir nutzen, das müssen wir melden,

das bringen wir ganz groß raus.

Das ist sensationell, das macht uns zu Helden,

es ist schließlich der Nikolaus.

 

Mit neuem Wagen, stylisch und schnell,

fährt er nun, der gute Mann –

sparsam, sauber und individuell –

man ihn schon beneiden kann.

 

Im Ds3 Cabrio fährt er diesmal los,

so viel haben wir noch in der Kasse.

Der Medienwert ist riesengroß,

sein Name und sein sind klasse.

 

Wir warten auf den Pressesturm,

doch die Medien sich zieren.

Enttäuscht fragen alle nur:

„Was ist denn mit den Rentieren?“

 

Auch die Geschicht‘ hat ’ne Moral,

man lernt doch niemals aus.

Die Medien entscheiden was wichtig, was egal.

Selbst wenn es ist der Nikolaus.

 

 

Vielen Dank an die Citroën-Presse-Abteilung für dieses „äh“ Weihnachtsgedicht – an solchen Aktionen erkennt man gut, wer seinen Humor noch nicht hinter dem Compliance-Bart versteckt hat 😉

Volkswagen 004 Beetle Cabrio

Beetle Cabriolet – Premiere in Los Angeles

Während Porsche in Los Angeles einen Roadster präsentiert, der nun ein Blechdach bekam und das den neuen Cayman nennt – präsentiert Volkswagen den Beetle nun ohne Dach.

Beetle Cabriolet

Den Käfer gab es als Cabrio, den „New Beetle“ gab es als Cabrio und den aktuellen Beetle gibt es nun auch wieder als Cabriolet. Natürlich auch wieder mit vier sitzen, mehr Leistung und weniger Verbrauch. Wie das allgemein üblich ist, bei neuen Fahrzeug-Generationen.

Der Nachfolger der kultigen Käfer-Cabrio Baureihe kommt wieder mit einem Stoffdach und verwandelt sich binnen 9,5 Sekunden vom geschlossenen Beetle zum Beetle Cabriolet. Im Gegensatz zum alten Käfer Cabriolet faltet sich das verstaute Dach clever hinter die Rücksitzbank und lässt so den Blick nach hinten frei.

Für Deutschland wird Volkswagen Turbo-Benziner mit Direkteinspritzung anbieten, die eine Leistung von 105 bis 200 PS abdecken. Zusätzlich wird es zwei Dieselmotoren geben, die mit 105 und 140 PS verfügbar sein werden. Optional können alle Motoren mit dem bekannten DSG-Getriebe (6 oder 7 -Gang) kombiniert werden.

Der Startpreis liegt bei 21.350 €

 

Mazda MX-5 Fahrbericht

Mazda MX-5 Fahrbericht

Kleine handliche Roadster haben ein simples Schema: Der Motor wird vorne längs untergebracht, den Antrieb übernimmt die Hinterachse und dabei sollte das ganze Auto so klein und übersichtlich bleiben, dass man nicht einsteigt – sondern den Roadster wie einen gut sitzenden Schuh anzieht. So war es mal gedacht. Heute sind Roadster in vielen Fällen: Vom Luxus verfettete Blech-Klappdach Coupés mit Ganz-Jahres-Wohlfühl-Aroma. Dabei wollte der ursprüngliche Roadster-Fahrer doch gar keine Rund-Um-Sorglospakete mit Warmluft-Fön und Automatik-Getriebe. In dem Land, in dem der Roadster erfunden wurde – England – werden schon lange keine nennenswerten Stückzahlen mehr hergestellt. Und so verwundert es kaum, dass die beste und ehrlichste Kopie der ursprünglichen Roadster-Idee aus Fernost kommt:

Bruder Leichtfuß

Mazda MX-5 Hamaki.  Handlich, klein und unglaublich agil. Aber leider nur 126PS stark.

Ja so ist das – da stellt man eine Anfrage nach einem MX-5 und freut sich auf den kurzfristigen Termin und dann bekommt man die Hausfrauen-Variante mit dem kleinen und 126PS schwachen Vierzylinder-Brummbeutel unter der Motorhaube.

Lerneffekt Nummer 1: Ein Roadster muss keine 250 und mehr PS haben, wenn das Leergewicht stimmt und selten hat ein Auto so schnell meine Lästereien ad absurdum geführt, wie dieser kleine Bonsai-Roadster. 126PS hin – 126PS her – dank einem Leergewicht von nur 1.075kg hatte mich der MX-5 binnen weniger Meter in den Bann gezogen.

So leichtfüßig, so leidenschaftlich über die Landstraße ohne dabei den großen Drehmoment-Hammer heraus holen zu können und das putzige dünne Stoff-Dach vollständig versenkt. Nicht elektrisch, sondern per Fingerübung und mit nur einem Schwung aus dem hohlen Kreuz.  Werde ich gerade zur Hausfrau?

Gefällt mir der Japaner mit dem längs montierten 1.8 Liter Vierzylinder-Motor wirklich? Manchmal kann ein Lerneffekt schmerzhaft sein, vor allem wenn man von seinen Vorurteilen Abschied nehmen muss. Aber der MX-5 hat mich per Zeitmaschine nicht einfach nur zurück versetzt in eine Zeit, in der Autos noch leicht, handlich und ehrlich waren – sondern er hat mich schlicht verjüngt.

Der MX-5 ist vermutlich die beste Kopie der ursprünglichen Roadster-Idee dies es jemals gab, so gut – dass man die Kopie dem Original vorzieht.   Warum das so ist und wo die Qualitäten des zweisitzigen Landstraßen-Jüngers liegen, soll dieser Fahrbericht näher beleuchten.

Mazda MX-5 Der Bonsai-Roadster
Mazda MX-5 Der Bonsai-Roadster

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  • Modellbezeichnung: Mazda MX-5
  • Ausstattung:  Hamaki
  • Testwagenpreis: 23.890 
  • Grundpreis Baureihe: 22.590 €  

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  • Hubraum: 1.800 ccm³
  • Leistung: 126 PS
  • Höchstgeschwindigkeit: 194 km/h
  • Beschleunigung: 0-100: 9,9 Sekunden

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Mazda MX-5 Simple Roadsterform

[one_fourth last=“no“]Das sagt autoscout24 über das Fahrzeug:  Lebendig ist auch der Motor. Wie es sich für einen Roadster gehört, stehen für den MX-5 nur Benzinaggregate zur Wahl… – Zitat-Auszug [/one_fourth][one_fourth last=“no“]Das sagt das auto-presse.de über das Fahrzeug: Eigentliches Roadster-Revier sind aber Serpentinen, winklige Landstraßen und kurvenreiche Nebenstrecken – Zitat-Auszug[/one_fourth][one_fourth last=“no“]Das sagt sportauto.de  über das Fahrzeug: Auf Kommando lenkt der kultige Zweisitzer verzögerungsfrei und präzise ein, später dann mit dem kurzen Heck leicht, aber sicher mit. – Zitat-Auszug[/one_fourth][one_fourth last=“yes“]Das sagt der FOCUS über das Fahrzeug: Funktional ist das Interieur allemal: Becherhalter gibt es sowohl links als auch rechts von den Passagieren …
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Zur großen Mazda MX-5  Galerie – folgt!

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Das will er sein:

Ehrlicher Roadster ohne Schnick-Schnack.

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Das kann er:

Auch mit nur 126PS zum Fahrspaß-Profi werden.
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Das kann er nicht:

Noch länger in der Hausfrauen-Schublade parken.
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Design Außen: Sachlich

Früher hatte der MX-5 mal die modischen Klappscheinwerfer, seit dem es LED-Tagfahrlichter und Xenon-Scheinwerfer gibt, sind diese Requisiten allerdings Geschichten aus den vergangenen Achtzigern. Dem MX-5 hat es jedoch nicht geschadet, der wechsel zu feinen DE-Augen, die leicht abgesetzt in der Front untergebracht sind, hat ihm sogar gut getan.  Noch viel besser hat ihm die Ausformung der Kotflügel getan.  Muskulös sportlich steht der kleine Blechzwerg auf seinen 17 Zoll Felgen. Dunkel abgesetzt, wie beim gefahrenen Testwagen, wirken die Aluräder noch einen ticken sportlicher als ohnehin. Von hinten verkünden 2 Auspuffrohre von den sportlichen Absichten.

Mazda MX-5 Frontscheinwerfer
Mazda MX-5 Frontscheinwerfer

Bewertung: 7 von 10 Punkten

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Design & Haptik Innen: grmpfl

Eng. Oder übersichtlich. Je nach Körperstatur wird es im MX-5 richtig eng und Menschen mit Schuhgrößen über 45 sollten am besten ohne Schuhe einsteigen, denn die Bedienung der Pedale könnte sonst zu einer echten Herausforderung werden.   Bei den Cockpit-Instrumente, erinnern die Skalen und die Schrift  im übrigen sehr an den ersten BMW Z3 – Zufall? Oder lobenswerte Huldigung? Havannabraunes Leder mit grauen Kontrastnähten zieht sich über die Sitze und die Türverkleidungen, bleibt am Ende aber machtlos im Kampf gegen das trostlose Hartplastik-Feeling aus den Gründerjahren des Japanischen Automobilbaus im restlichen Cockpit – da hilft auch die Klavierlack schwarze Zierblende quer über das gesamte Amaturenbrett nichts mehr.

Wer Hartplastik verbaut, wird Häme ernten. Doch – geht es um das Cockpit bei einem Roadster? Wohl kaum. Die Musik spielt zwischen Lenkrad, Pedalen und dem Antriebsstrang und darüber – nur der Himmel. Und weil der MX-5 diese Disziplin perfekt beherrscht, geht er im Kapitel Haptik Innen – nicht ganz ohne Punkte aus.

 

Bewertung: 3 von 10 Punkten

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Mazda MX-5 - Sportlicher Rücken, entzückend.
Mazda MX-5 – Sportlicher Rücken, entzückend.

Fahrleistungen & Fahrgefühl: Bruder Leichtfuß

Die 126PS sorgen nicht für Erfolgsaussichten beim Ampelduell oder besondere Grimassen im Fahrergesicht während des Standardsprints auf  Tempo 100. Die Faszination des MX-5 Roadsters ist in der 126PS-Variante ganz einfach zu erfahren: Im flüssigen Kurvenschwung auf gewundenen Landstraßen.  Plötzlich reichen die 126PS zum erleben von Fahrvergnügen in Reinform. Der MX-5 lenkt nicht in Kurven ein, er stürzt sich in Kurven mit jedwedem Radius. Scheitelpunkt anvisieren, am Gas durch die Kurve ziehen und die völlige Neutralität im Eigenlenkverhalten erleben.  So fahren sonst nur alte BMWs und neue Lotus. Faszinierend. Wunderbar auch die Tatsache, dass man die Agilität des Fahrzeuges nicht durch den Verzicht auf eine spürbare Feder-Dämpfer-Abstimmung und deren sehr gutem Fahrkomfort erkauft hat. Gemessen an der Agilität ist der MX-5 geradezu unglaublich weich abgestimmt. (Das fand auch die „sportauto“ damals!)

Einzig bei direkten Vergleichsfahrten wünscht man sich mehr Drehmoment, mehr Leistung, mehr Sound. Hier hätte ein Leistungsplus zur vollen Punktzahl geführt.  Zu einem Abzug müssten die Bridgestone Reifen führen, deren Rückmeldung hölzern wirkt. In Anbetracht der schmalen Bereifung rundum, bleibt den Reifen viel Arbeit vorbehalten – hier könnte ein weicherer Gummi für mehr Grip und sanftere Reaktionen sorgen.

Bewertung: 7 von 10 Punkten

Mazda MX-5 Vor dem Kornfeld

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Cabriofaktor: Nach oben offen

Offen für Fahrspaß. So stellt man sich ein Cabrio vor. Bei einer ausgedehnten Tour an der französischen Atlantik-Küste das Salz in der Luft schmecken, bei der Fahrt durch die Alpen das Heu riechen und am Abend mit einem ordentlichen Sonnenbrand aus dem Auto fallen. Nichts eignet sich besser für die Automobile-Lusttor als ein Cabrio. Der MX-5 macht keine Ausnahme. Und er macht es vor allem grundehrlich. Jedwede Verweichlichung ist ihm fremd und den Wind kann auch das angedeutete Windschott nicht aus dem Fahrzeug ausschliesen. Aber darum geht es ja beim Roadster: Die Elemente spüren.

Bewertung: 10 von 10 Punkten

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Serien-Ausstattung: geht’so

Im Hamaki Sondermodell bekommt der Roadster-Fahrer das auf TomTom Technologie basierende Mazda-Navigations-Sysstem inklusive. Mit dem 5,8 Zoll Touchscreen gehört es nicht zu den ganz großen Geräten und auch die Grafikauflösung ist nicht auf dem Niveau der aktuellen Generationen. Auch sonst gibt es einiges an Make-Up inklusive – besonders auffallend, die 17 Zoll Leichtmetall-Felgen in dunkelstem dunkelgrau, die rundherum mit 205/45-17  bereift wurden.

Klimaanlage,Tempomat und Sitzheizung machen das Paket „Hamaki“ perfekt. Der Kunde spart bei der Wahl des Hamaki, über alles, gut 1.700€ ein. Sinnvoll.

Bewertung: 6 von 10 Punkten

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Mazda MX-5 Lenkrad

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Motor: Knurr-Hansel.

Klassisches Roadster-Konzept, klassischer Motorenbau. Der in Hub und Bohrung quadratisch ausgelegte Vierzylinder (also so viel Hub wie Bohrung!) ,  holt aus seinen 1,8 Liter Hubraum 126PS.  Für diese eher überschaubare Leistung hat man bei Mazda nicht nur Vierventil-Technik verbaut, sondern auch ein variables Ansaugsystem. Leider ist der ganze Aufwand weder in der Leistung noch im Drehmoment wieder zu finden. Mit 167 Nm bei 4.500 Umdrehungen, wird jedem klar – hier will jemand bei Drehzahlen gehalten werden damit es vorwärts geht.

Leider knurrt sich der Vierzylinder mehr durch die Drehzahlen – als das er mit einem Verbrennungs-Konzert auf sich aufmerksam machen würde.   Dafür bleibt er ein Kostverächter. Mit weniger als 7 Liter lassen sich unterhaltsame Touren fahren. Wer dem Benziner die Sporen gibt und den Motor bei Drehzahlen hält, der kommt auf knapp über 9 Liter und gehört auf der Landstraße, dank hoher Kurventempi, bereits zu den wirklich flotten.

Mehr Drehmoment, mehr Sound – wären mehr Punkte gewesen!

Bewertung: 5 von 10 Punkten

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Getriebe: „Speedybox“

Theoretisch bedient man das 5-Gang Schaltgetriebe per knackigem und extrem gut zur Hand liegendem Schaltknauf, in der Praxis greift man als Fahrer aber schlicht hinein in die Zahnradbox und wechselt die Übersetzung ohne langwieriges Zwischenspiel. So muss man ein Schaltgetriebe bedienen können – dann klappt das auch mit der vollen Punktzahl!

Mazda MX-5 Schalthebel

Bewertung: 10 von 10 Punkten

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Mazda MX-5 Kräftige Kotflügelform

Multimedia & Audio: Open Air

Das Mazda SD-Navigationssystem basierend auf einer TomTom-Lösung ist nur bedingt empfehlenswert. In Verbindung mit den Serien-Lautsprechern kommen keine Hi-Fi Gelüste auf und bei geöffnetem Verdeck kann man das System vollständig ausschalten. Einzig die simple zu nutzende Navigation macht das System für Touren, auf denen man die Route nicht kennt, interessant. Theoretisch soll das System auch über eine Bluettooth-Funktionalität für das Freisprechen mit dem Handy verfügen – während meiner Testfahrten hatte ich jedoch zu 90% das Dach offen und keinen Bedarf daran, diese Funktion zu nutzen 🙂

Die Musik im MX-5 spielt auf der Landstraße.

Bewertung: 2  von 10 Punkten

mazda mx-5 sitze

Lifestyle: 

Zweitwagen oder doch eher Drittwagen?  Natürlich kann ein zweisitziges Cabrio mit einer Grundlänge von knapp über 4 Meter nur einen Teil der täglichen Ansprüche erfüllen. Und auch wenn der Heckangetriebene Roadster mit dem klar definiertem Fahrverhalten für unterhaltsame Drifts im Winter sorgen dürfte – so richtig notwendig hat man die große Open-Air Version im Winter nicht unbedingt. Also bleiben warme Frühlingstage, der Sommer mit lauen Nächten und ein goldener Herbst – um das Roadster-Leben in vollen Zügen genießen zu können.

Wer den handlichen Open-Air Spaß als Zweitwagen realisieren kann, der wird seinen automobilen Alltag an vielen Sonnenstunden mit echtem Fahrvergnügen auffrischen können. Für jeden Single bleibt der MX-5 vor allem in der „Roadster Coupe“ Variante eine Lösung. Hier ersetzt ein Blechdach das Stoff-Mützchen. Unverändert klein allerdings der Kofferraum. Mit 150 Liter sollte man den Flüssigkeitsbedarf für Partys am Besten direkt ohne Umverpackung transportieren. In Flaschen abgefüllt und in Kästen verpackt, bleibt die Party sonst früh auf dem trockenen liegen.

Bewertung: 7 von 10 Punkten

Mazda MX-5 Innenraum
Mazda MX-5 Innenraum

Der Kostenfaktor:

23.890€ und damit knapp 24.000€ mehr als „geschenkt“ – dennoch bleibt der MX-5 mit dem kleinen Motor ein echtes Schnäppchen. So viel Fahrspaß, für so wenig Euros.  Hier kann man nur zum „jetzt zugreifen“ raten!

Bewertung: 8 von 10 Punkten

Mazda MX-5 kombiniert

Zwei Sätze zu:

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Reifen:

Mit den 205er Reifen rundherum scheint der leichte Roadster gut bereift zu sein. Einzig die knochigen Bridgestone-Reifen passen nicht so recht auf den MX-5.
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Verbrauch:

Mit unter 7 Liter lässt sich der Alltag meistern, wenn man beschaulich unterwegs ist. Mit mehr als 9 Liter wird man eher selten konfrontiert.
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Knöpfchen:

Die Spiegelverstellung links in der Armlehne, die zwei Fensterheber in der Mittelkonsole zu weit hinten montiert. Die Ergonomie hat einen ähnlichen Stellenwert erhalten, wie die Haptik.
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Kurven:

Der MX-5 ist relativ weich abgestimmt und erreicht viel Seitenneigung und dennoch wirft er sich förmlich in Kurven. Am Mazda Roadster kann man erfahren, wie wichtig ein niedriges Leergewicht für den Kurvenspaß ist.

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Mazda MX-5 Kornfeld

Fazit:

Von der Kopie der Roadster-Idee, zum Original – manchmal scheint es nur einen mutigen Hersteller zu benötigen. Mazda hat den Mut, den MX-5 bereits seit langer Zeit als echten Roadster fortzuführen. In der dritten Generation hat der MX-5 nichts von seiner Faszination verloren.  Im Gegenteil, wer mit dem Hecktriebler auf ein paar Kurven zum tanzen unterwegs war, wird sich die Frage stellen, wie viel mehr Fahrspaß ein deutlich teurer Sportwagen eigentlich liefern soll?

Der MX-5 ist ein Roadster für Menschen die auf pure Fahrfreude stehen.

Ranking: 65 von 100 Punkten

Da gibt es keinen Spielraum  für Diskussionen:  Die Punkte ergeben ein Gesamt-Ranking und sind über alle Fahrzeugklassen vergleichbar – da direkt objektiv auf Modellklasse und Zielgruppe eingerichtet. Je mehr Punkte, desto besser ist das Fahrzeug. Ein Sportwagen kann keine 100 Punkte erreichen, weil der Alltagsnutzen gering ausfällt. Ein Familien-Van fällt eventuell in der „Straight-Performance“ durch. Das Ranking ist natürlich ein völlig subjektives – es ist das mein-auto-blog Ranking. Bjoern Habegger

Links:  

Facebook  |  Hersteller-Webseite  |  Technische Daten   |  Flickr-Fotos  |  Wikipedia 

Mazda MX-5 Blogbericht

 

[toggle title=“Disclosure:“] Mein Testurteil ist  unverkäuflich und wurde daher ohne Einfluss und Kontrolle des Herstellers erstellt!
Dennoch: Danke an Mazda für das Testfahrzeug.[/toggle]

Aston Martin Virage Volante – Fahrbericht

Ich persönlich durfte den Aston Martin Volante noch nicht fahren, aber Michael Kratz ist den offenen Aristokraten-Sportler aus England gefahren. Und weil Michael Kratz auch ein geübter Schreiberling ist, hat er natürlich ein paar Worte zusammen gewürfelt und diese auf „exclusive-life.de“ veröffentlicht.

Exclusive-Life.de Macher und Inhaber Ralf Bernert ist ein persönlicher Bekannter von mir und wenn in seinem Online-Magazin die Automobil-Themen aufgegriffen werden, dann geht es im Prinzip immer nur um die besonders schönen und edlen Fahrzeuge 🙂

In diesem Sinne, eine Lese-Empfehlung am heutigen Freitag:

Aston Martin Virage Volante: British Open
Michael Kratz, Schnellfuß und Popometer-Inhaber, wollte den offenen Aston Martin testen. „Weil die Virage so schön aus sich raus gehen kann.“ Na gut, den Gefallen tun wir dem Kollegen gern. Bitte schön, die Virage samt Emotion Control zu Händen des Herrn Michael Kratz.

 

 

Das Artikelbild stammt von Ralf Bernert.

Mercedes-Benz SLK 250 cdi – Der Diesel-Roadster

In diesem Fahrbericht sind gleich 2 Premieren enthalten. Zum einen enthält der Fahrbericht eine Bewertung per „High-Score“ Methodik, und zum anderen geht es um den ersten Diesel-Roadster aus dem Haus von Mercedes-Benz. High-Score? Diesel-Roadster? Keine Sorge – beides hat irgendwie einen Sinn.

Tausche Dach gegen Drehmoment.

Sexy Eisdielen-Rockstar sucht sparsamen Diesel? So richtig sinnvoll erscheint die Kombination eines sexy Roadsters und einem Antrieb aus landwirtschaftlichen Nutzfahrzeugen nicht. Weder auf den ersten, noch auf den zweiten Blick. Aber mal ehrlich… Das Bällchen Eis ist teurer geworden und Sonnencrème kostet auch Geld. Warum also nicht einfach am Kraftstoff für den sportlichen, zweisitzigen Begleiter sparen? Im Falles des SLK 250cdi muss man noch nicht einmal auf die sportlichen Verdachtsmomente verzichten – mit 204PS und über 500Nm kann man, wenn man will, auch flott unterwegs sein. Will man?

Gerade im Kaltstart erinnert sich das Langzeit-Hirn des Fahrers jedoch viel zu schnell  und beängstigend  automatisch  an die Vielzahl der zurückgelegten Taxi-Kilometer. Zu typisch ist die Verbindung von Daimler-Stern und nagelndem Dieselmotor in den Synapsen des Fahrers.

Die Schuld hieran trägt nicht der Dieselmotor, sondern schlicht die Erwartungshaltung des Fahrers bezüglich der Klangkulisse eines sportlich gezeichneten Zweisitzer. Ist es also nur eine Frage der Umgewöhnung? Oder ist es schlicht ein Ding der Unmöglichkeit,  einen Roadster mit Dieselmotor zu fahren? Diese Frage steht im Mittelpunkt und am Ende dann hoffentlich auch eine Antwort.

Fakten zum Testwagen:

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  • Modellbezeichnung: Mercedes-Benz SLK 250 CDI BlueEFFICIENCY Roadster
  • Ausstattung: Memory-Paket, Spiegel-Paket, Sport-Paket AMG
  • Testwagenpreis: 62.463,10€
  • Grundpreis Baureihe: 39.400,90€

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  • Hubraum: 2.143 ccm³
  • Leistung: 204PS
  • Höchstgeschwindigkeit: 243km/h
  • Beschleunigung: 0-100: 6,7 Sekunden

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204PS und 500Nm - genug Argumente
204PS und 500Nm – genug Argumente

[one_fourth last=“no“]Das sagt „spiegel-online“ über das Fahrzeug: Das ist nicht schlecht. Aber für die Sparsamkeit muss ein hoher Preis gezahlt werden. Und das gar nicht mal für das Auto selbst, das auf den Cent genauso viel kostet…  –  Zitat-Auszug [/one_fourth][one_fourth last=“no“]Das sagt „Die Autozeitung“  über das Fahrzeug: Vollends verblüfft der Mercedes dann an der Tanke: Im Test begnügt er sich mit 6,0 Liter Diesel auf 100 km – fabulös für einen Roadster, der in gemessenen 6,8 Sekunden Tempo 100 ... – Zitat-Auszug[/one_fourth][one_fourth last=“no“]Das sagt „auto-news.de“ über das Fahrzeug: Aber am schönsten ist es ohnehin auf Landstraßen. Lkws werden plötzlich zum willkommenen Anlass, mit Vollgas vorbeizuziehen. Der CDI reagiert mit einer Brutalität… – Zitat-Auszug[/one_fourth][one_fourth last=“yes“]Das sagt „auto, motor und sport“  über das Fahrzeug: Doch wenige hundert Meter Fahrt später bleibt nur noch ein dumpf-kerniger Klangteppich übrig, den die neue Abgasanlage ausrollt ... – Zitat-Auszug[/one_fourth]

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Design außen: „Eisdielen Besucher sind beeindruckt.“

Mit der dritten Generation des kleinen Roadsters hat Mercedes-Benz zurückgefunden zu einer eigenen Formensprache mit klarem Layout, einer prägnanten Front und einer geradezu nach  maskuliner Aufmerksamkeit flehenden Abkehr vom Kindchen-Gesicht der ersten Klasse und der peinlichen Formel 1 Anspielung der zweiten Generation.  Die Proportionen stimmen, wenn auch in der Seitenansicht die Keilform unter den Crash-Anforderungen und der Berücksichtigung des Fußgängerschutzes und der damit einhergehenden hohen Nase gelitten hat.  Volle Aufmerksamkeit erhält der Hintern des sexy Roadsters.  Mit zwei kraftvoll ausgeformten Endrohren links und rechts, einer Abrisskante nach Münchner-Vorbild im Heckdeckel und den elegant eingeformten Rückleuchten, besticht die Rückansicht durch stimmige Proportionen.

Bewertung: 7  von 10 Punkten | Eisdielen-Besucher hätten 10 von 10 Punkten vergeben!

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Design innen: „Willkommen im Land der Düsenwürmer“

Im Testfahrzeug war der Glanz nicht künstlich. Was nach Aluminium aussieht, war Aluminium – oder perfekt kaschiert. Das sportliche, straff sitzende schwarze Leder mit der aufpreispflichtigen roten Doppelnaht gehört zur Klasse der Fingerkuppenschmeichler. Im AMG-Paket enthalten: Ein wunderbares 4-Speichen Lenkrad mit viel Aluminium und einem wulstig dicken Lederlenkradkranz. Einzig die Schaltwippen an der Rückseite aus popeligem Kunststoff dürfen als Fehltritt der Innenraumgestaltung gewertet werden. Stimmig im sportlichen Design-Mix aus Aluminium und Leder wurde der gesamte, eher übersichtliche Innenraum ausstaffiert. Wobei Mercedes-Neulinge mit der Vielzahl von Schaltern, Hebelchen und Tastern zu Beginn der Eisdielen-Tour überfordert sein dürften. Besonders geil: Die Lüftungsdüsen im Düsen-Design.

Bewertung: 9 von 10 Punkten | Captain Kirk wäre stolz auf die Schalter-Vielfalt!

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Fahrleistungen & Fahrgefühl: „Traktor auf Amphetaminen.“

Der kleine Dieselmotor bringt eine gehörige Portion Drehmoment in den übersichtlichen Roadster. Wichtiger als die 204PS Leistung sind die jederzeit gut einsetzbaren 500Nm Drehmoment. Auf der Drehmoment-Welle in der Größenordnung eines V8-Benziners lässt es sich betont lässig cruisen. Wer das Diesel-Potentiometer nur sanft durch die Sommerlatschen streichelt, der wird nicht zum Verkehrshindernis – grummelt aber locker unter der 2.000 Drehzahlmarke durch die Gänge. Es ist die Kraft eines modernen Dieselmotors, die in unerwarteter Perfektion zum Antrieb eines handlichen Zweisitzers geeignet ist. Vermisst wird nur die auditive Bestätigung des Oben-Ohne-Drivestyle durch einen gewohnten Viertakt-Verbrennungsmotor, gerne mit Hubraum größer als 5 Liter.

Ebenso wenig zum cremigen Drehmoment-Wellenreiten geeignet: Das ungehörig straffe – zum Glück – aufpreispflichtige AMG-Sportfahrwerk schüttelt auf schlechten Landstraßen den letzten Rest an Coolness aus dem Eisdielen-Cruiser.  Perfekt hingegen das High-Speed Fahrverhalten. Mit Tempo 245 durch die Kasseler Berge oder über die 3-Spuren der Autobahn zwischen Nürnberg und München. Ganz egal ob offen oder geschlossen – der Diesel dreht alle 7 Gangstufen mit echter Leidenschaft durch und lässt den vom straffen Fahrwerk auf der topfebenen Autobahn beruhigend ruhig liegenden, großen Stern im Kühlergrill mit immer mehr Macht durch den Wind schneiden.

Die Vorderachse besticht durch eine unerwartete Sensibilität, frei vom vermutet hohen Gewicht des Dieselmotors auf ihr. Derart feinfühlig lassen sich Landstraßen räubern und Kurven im Scheitelpunkt anvisieren. Die Lenkung ist eine Wucht. Eine Wucht ist auch die Kraft des Motors, die in niedrigen Gängen und auf Straßen mit geringem Reibwert, gerne Mal für rauchige Momente sorgt, trotz Diesel-Partikelfilter. Es ist teurer Gummi, der mit der Leistung und dem geringen Gewicht auf der Hinterachse nicht fertig wird und  durch kleine Momente der Haltlosigkeit auffällt.

Bewertung: 8 von 10 Punkten | Nie war ein Traktor-Motor sexy verpackt.

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Alltagsfaktor: „Die Diva vor dem Supermarkt.“

Der Alltag könnte so schön sein, wäre man immer ohne Zeitdruck und bei Sonnenschein und milden Temperaturen unterwegs. Hierfür wäre der SLK auch als Diesel ein feiner Kollege, doch mit dem begrenzten Platzangebot und der Tatsache, nicht jeden Tag offen fahren zu können, darf man realistischerweise sagen: Die Zielgruppe derer, die sowohl vor der Eisdiele als auch vor dem Supermarkt parken und jeden Tag im SLK unterwegs sein werden, ist eher übersichtlich.

Bewertung: 2 von 10 Punkten | Gewöhnungsbedürftige Mischung.

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Serien-Ausstattung: „Schwäbischer Geiz“

Kein Xenon. Eine einfache Klimaanlage. Nur ein simples Radio und geschaltet wird mit einem manuellen 6-Gang Getriebe. Die Ähnlichkeiten mit dem Testwagen sind da verschwindend gering – eine Beurteilung der Basis-Version ist daher kaum möglich.

Eine klare Aussage hingegen: Unser Testwagen hat es geschafft, den Basispreis von 39.400,90 Euro auf über 62.000 Euro zu treiben. Wer sagte, ein Daimler wäre ein Schnäppchen?

Bewertung: 2 von 10 Punkten | Jeder Euro zählt!

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Beeindruckendes Schauspiel, das Klappdach bei der Arbeit.
Beeindruckendes Schauspiel, das Klappdach bei der Arbeit.

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Motor: „Drehmoment-Protzer“

Daimlers aktuellste selbstzündende Allzweckwaffe hört auf den Namen OM651 und wird im SLK als 2.1 Liter großer Doppel-Turbo Diesel verwendet. Aber ebenso in den Baureihen ML, E, C, S, GLK und CLS verbaut. Mit 204PS und 500Nm wird auch im SLK250CDI die stärkste Entwicklungsstufe dieser Dieselmotor-Baureihe verbaut.  Mit der EU-5 Norm alleine hält sich der Diesel in diesem Fall nicht auf, Mercedes hat im stärksten Vierzylinder Diesel bereits die EU6- Norm (kommend) erfüllt.

Klanglich bleibt auch der aufwendigste Diesel ein Diesel. Schade.  Bringt der Motor doch Leistungswerte zustande, die vor einigen Jahren noch 3 Liter-großen Sechszylindern vorbehalten waren.

"Drehoment-Protz inside"
Drehoment-Protz inside

Bewertung: 9 von 10 Punkten | Dampf ja, Rauch nein.

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Getriebe: „Automatisch, besser.“

Bonanza ist eingestellt. Nicht nur im TV-Programm, auch bei Mercedes-Benz. Was früher einmal für Seekrankheit sorgte – die weiche Abstimmung der Hardware hinter dem manuellen Getriebe – ist zum Glück bereits ebenso Geschichte wie die Zeit der lahmen Getriebe-Automaten. Auch wenn Mercedes für den kleinen Roadster SLK kein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe im Programm hat, so ist der 7-Gang-Wandlerautomat immer noch die zweitbeste Getriebelösung.

Schnell schaltend im Bedarfsfall – mit leichter Gedenksekunde, wenn ein Gang übersprungen wird – aber in der adaptiven Steuerung durchaus auch für das Reiten der Drehmoment-Welle geeignet. Am Lenkrad versteckt Mercedes 2 Schaltpaddels, deren Hartplastik-Herkunft für kurzes Zucken in den Fingerkuppen sorgt.  Hier dürfte sich Aluminium breit machen. Bitte. Bleibt zu erwähnen: Selbst schalten ist überflüssig. Die Automatik macht alles besser als der Fahrer – nur bei sehr engagierten Berg-Etappen mag es zeitweise von Sinn sein, die Gänge selbst zu wählen. Leider hält der Automat die Gänge nicht, sondern schaltet selbst nach oben durch. Das ist doof. Passt aber zum Gesamtpaket besser, als das Fahrwerk…

Bewertung: 8 von 10 Punkten | Verwalten statt verschalten.

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7 gute Gründe, das Automatik-Getriebe zu wählen.
7 gute Gründe, das Automatik-Getriebe zu wählen.

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Multimedia & Audio: „Wir brauchen Bass!“

Im Testmobil war das COMAND Online System mit DVD-Wechsler und dem Harman Kardon Logic7 Surround-System verbaut. Vermutlich die beste Lösung im Zusammenspiel von Roadster und Diesel-Motor. Dank saftiger Bässe mit knackigem Druck und glasklaren Höhen rund um die Fahrer-Ohren, lässt sich die Taxi-Akustik per Knopfdruck übertönen. Das vollständige COMAND-System lässt sich über den Alu-Dreh-Drücksteller, platziert vor der Armlehne, bedienen. Auch hier benötigt man ein wenig Zeit, um sich an die Bedienmuster zu gewöhnen. Nach 700km hat man das gesamte System jedoch im Griff und arbeitet aus dem Handgelenk am Multi-Talent aus Navi, Medien-Server, Internet-Zugang und Bordcomputer.

Comand Online-System
Comand Online-System

Bewertung: 7 von 10 Punkten | Dorfdisko-Schreck.

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Spielereien: „Gadget-Night“

Wird es dunkel im Roadster, verliebt man sich als LED-Liebhaber in das Innenraum-Lichtkonzept. Rote Ziernähte, die in der Nacht durch Leuchtstreifen betont werden. Knackige kleine LEDs im Windschutzscheiben-Rahmen beleuchten bei Bedarf den Innenraum und dank adaptiven Bi-Xenon-Kurvenlicht steht man auch in der Nacht und bei voller Fahrt durch die heiße City nicht im Dunklen.

Spannend die Distronic und die Zusammenarbeit mit dem Tempomaten. Vorbei die Zeiten, in den der Stop&Go-Verkehr vor der örtlichen Eisdiele für geplagte Nerven sorgte, und auch, wer nur noch Augen für die Damenwelt in kurzen Röcken hat, wird dankbar sein für die Sicherheitsfeatures des Abstandsradars.  Ernsthaft: Gäbe es nicht bereits Tempomat-Lösungen, die in der Zusammenarbeit mit einem Abstandsradar für die Einhaltung des Abstandes zum Vordermann sorgen und dabei das Tempo selbstständig anpassen, man müsste es nun endlich erfinden. Die Mercedes-Benz Lösung funktioniert bis zum Stillstand im Stau und fährt per Befehl auch wieder los. Hierbei wird der Sicherheitsabstand dynamisch der Geschwindigkeit angepasst. Perfekt umgesetzt.

Bewertung: 8 von 10 Punkten | Wir können alles, außer langweilig.

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Der Kostenfaktor: „Premium kostet Extra.“

Mit dem Basispreis von 39.400,90 Euro ist die Welt noch völlig in Ordnung. Ein fast schon faires Angebot für die exclusive Mischung aus antriebsstarken Diesel und knackigem Roadster. Wenn jedoch, wie im Falle des Testwagens, die Option „Volle Hütte“ gewählt wird, dann kann die Aufpreispolitik der deutschen Automobil-Hersteller für echte Magenschmerzen sorgen.

Das fast schon notwendige „Iridiumsilber metallic“ kostet 725,90€ Aufpreis. Noch zu verkraften.  Deutlich heftiger: Das Sport-Paket AMG für 3.689€ -, jedoch notwendig, um den Roadster die scharfe Optik zu verpassen.  Wiederum eher unnötig: Der warme Luftschal im Nacken aus dem „Airscarf“ getauften Fön-System in der Kopfstütze. Die hierfür aufgerufenen 487,90€ kann man sich locker sparen.

Absolut notwendig: Das 7-Gang Automatikgetriebe für 2.427,60 Euro. Und so geht es weiter. Comand Online für 3.474,80 Euro,  Harman Kardon Logic7 für 833,€, Bi-Xenon Scheinwerfer mit adaptiver Lichtsteuerung für 1.309€.

Ganz schön selbstbewusst – aber irgendwie typisch für die Stuttgarter: Selbst das kleine Windschott in der Stoffausführung kostet 166,60€ und der obligatorische Regensensor 130,90€. Am Ende bleibt ein „gut“ für den Grundpreis und ein „ungenügend“ für die Aufpreispolitik.

Bewertung: 3 von 10 Punkten | Die Rechnung. Bitte. Nicht!

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Mängel am Testfahrzeug:

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  • Lenkrad stand schief. Fahrzeug fuhr jedoch tadellos gerade aus.
  • Fahrer-Kopfstütze (mit Airscarfe) blieb selten länger als wenige Minuten in der oberen Stellung. Die Arretierung scheint defekt.
  • Am letzten Tag forderte der SLK zum Kühlwasser-Check auf.

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Bewertung:

Ein schief stehendes Lenkrad, im Testwagen eine Bagatelle. Im eigenen Fahrzeug ein guter Grund die nächste Werkstatt zum Prüfen der Achseinstellung anzufahren.  Der Kühlwasser-Check indes verwirrt. Bei etwas über 10.000km durchaus merkwürdig. Die Kopfstütze ist eine Banalität. Zusammengefasst: Unüblicher Zustand eines Presse-Fahrzeuges.

Punktabzug:

Muss sein. Punkt 1 und 2 werden mit je einem Punktabzug  gewertet, der Kühlwasser-Check jedoch mit 5. Abzug daher „7 Punkte„.

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Zwei Sätze zu:

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..dem Design:

Vorbei das verkrampft wirkende Frontdesign. Vorbei aber auch die Roadstertypische Keilform. Und doch, mit dem SLK Roadster kann man sich auch als Autofahrer unter 40 bereits identifizieren.

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..dem Image:

Mercedes-Benz will zurück zu seiner alten Stärke und arbeitet mit viel Werbedruck am Wiederaufbau des, durch Kantenrost und Co., lädierten Images.  Jetzt muss es nur noch gelingen, auch Männer zurück zum Käufermix des SLK zu holen.
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.. der Effizienz:

Grandios. Unter 6 Liter sind problemlos möglich und mehr als 8 Liter auf 100km verlangen einen wirklich schweren Gasfuß.
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..dem Fahrwerk:

Schlichtweg zu sportlich für einen Diesel-Roadster. Hier wäre eine Lösung aus adaptiv arbeitenden Dämpfern die wesentlich sinnvollere und auch dem Preisrahmen angepasstere Lösung gewesen!

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Fazit: „Diesel-Roadster geht, irgendwie.“

Es ist eine mutige Mischung, die Mercedes-Benz als Testwagen zur Verfügung gestellt hatte. Anfänglich waren die Bedenken groß – doch das Talent des 204 PS starken Dieselmotors überzeugt. Dennoch: Ein Diesel-Roadster, zudem mit einem Sportfahrwerk, wird eine Nischenlösung bleiben.  Um einen wirtschaftlichen Sinn in der Wahl des Diesel-Motors sehen zu können, bedarf es der Wahl als Alltagsauto. Hierfür wiederum ist der Fahrkomfort auf vielen Straßen nicht „Mercedes-like“ genug.

Für eine Tour an die französische Südküste – schnell, geschlossen und mit lauter Musik an die Küste und später offen und mit niedrigen Touren am Meer entlang. So nah, dass das Kreischen der Möwen und die Brandung der Wellen den Diesel übertönt. Fantastisch diese Vorstellung. Und wenn ich dabei an die Sonne und das „Relax-Potential“ des Diesel-Roadsters denke, dann macht das alles doch plötzlich Sinn.

Ranking: 56 von 100 Punkten.

Da gibt es keinen Spielraum  für Diskussionen:  Die Punkte ergeben ein Gesamt-Ranking und sind über alle Fahrzeugklassen vergleichbar – da direkt objektiv auf Modellklasse und Zielgruppe eingerichtet. Je mehr Punkte, desto besser ist das Fahrzeug. Ein Sportwagen kann keine 100 Punkte erreichen, weil der Alltagsnutzen gering ausfällt. Ein Familien-Van fällt eventuell in der „Straight-Performance“ durch. Das Ranking ist natürlich ein völlig subjektives – es ist das „mein-auto-blog Ranking“. . Mecker? Kritik? Oder gar Lob? Schreib es doch einfach in den Kommentarbereich. Merci! 

Links:  

Facebook-Galerie |  Hersteller-Webseite  |  Wiki-Knows  |  Fahrbericht von Kollegen  |  Euro-NCAP  |  Flickr-Fotos  |  Google-Ergebnisse 

[toggle title=“Disclosure:“]Das Fahrzeug wurde zur Verfügung gestellt durch die Daimler AG.  Mein Testurteil ist jedoch unverkäuflich und wurde daher ohne Einfluss und Kontrolle des Herstellers erstellt!
Dennoch: Danke an die Daimler AG für die Teststellung.[/toggle]

Text/Foto: Bjoern Habegger | auto-bloggerei.de | 2012 |  by-nc-nd

Jaguar E-Typ als Erlkoenig

Jaguar F-Type Revival

Auf der New York International Auto Show hat Jaguar für Freude unter den Fans gesorgt und mit einer Meldung über ein neues Coupé und ein neues Cabrio für gute Stimmung gesorgt:

Der Jaguar F-Type kommt zurück.

Der neue F-Type soll die vierte Baureihe mit der legendären Raubkatze im Logo werden und sowohl in einer Cabrio als auch in einer Coupé Version für Furore sorgen. Deutlich handlicher und kompakter als die XK-Baureihe, wird der neue F-Type in weniger exklusiven Preis-Segmenten für neue Katzenfreunde sorgen.

Bereits zur Mitte des nächsten Jahres soll die neue Baureihe auf den Markt kommen. Erste Fotos und Videos zeigen einen stark getarnten, handlichen Roadster in der Klasse von Porsche Boxster, SLK und BMW Z4, jedoch mit typischen Jaguar Genen: Lange Haube vorne, flache Scheiben, kurze Überhänge und eine kompakte Fahrgastzelle.

Die Designstudie CX-16, die im letzten Jahr auf der IAA debütierte, dürfte einen konkreten Ausblick auf Formensprache und Größe des neuen F-Type gegeben haben.

Denkbar wäre als Antrieb ein 3l V6 Kompressor-Motor, der zusammen in Verbindung mit einer E-Maschine zu einem Hybriden-Antrieb werden könnte. Unter 5 Sekunden auf Tempo 100 und mehr als 350PS dürften als gesetzt anzusehen sein.  Darunter könnte eine Einstiegsmotorisierung mit weniger als 300PS für den ersten Anreiz sorgen und auch Roadster-Fans mit weniger sportlichen Ambitionen ansprechen.

Um sich mit den Deutschen Premium-Roadstern messen zu können, müsste Jaguar für die Einstiegsversion einen Preis von um die 45.000€ als Basis kalkulieren – wir sind gespannt, was uns Jaguar im nächsten Jahr vorstellt.

 

 

Golf GTI Cabrio

Volkswagen präsentiert in Genf auf dem Automobil-Salon die Cabrioversion seines Kultklassiker aus der Klasse der sportlichen Kompaktmodelle:

Volkswagen Golf GTI Cabriolet

210PS und 237km/h sind die Leistungseckdaten des offenen Wolfsburger Klassikers. 1976 kam der erste Golf GTI auf den Markt und begeistert trotzdem bis heute seine Fans. Drei Buchstaben die besondere Erwartungen auslösen: GTI. Nun in Verbindung mit einem weiteren Klassiker, dem Golf Cabriolet.

Mit dem 210PS starken Benzin-Direkteinspritzer Turbomotor ist das GTI Cabriolet das stärkste Serien Golf Cabriolet aller Zeiten.

Das rasende Ex-Erdbeerkörbchen wird mit einem manuellen 6 Gang Getriebe oder dem 6-Gang Doppelkupplungsgetriebe angeboten, immer mit an Board ist jedoch die XDS getaufte Quer-Differenzialsperre. Damit soll auch das offene Kurvenkratzen ohne Gripverlust möglich sein.

Das Golf GTI Cabriolet lässt sich von außen natürlich klar als GTI erkennen. Die obligatorischen Insignien der potenten Motorisierung befinden sich sowohl an der Front im Kühlergrill, als auch am knackigen Hintern des 2 Türers mit Stoffdach.  Dunkelrote LED-Rückleuchten und die 2 verchromten Auspuff-Endrohre stellen dann auch beim letzten Zweifler klar: Hier kommt die Leistungsspitze der Cabrioklasse.  In Serie rollt der GTI auf 17 Zoll Felgen mit 225er Bereifung, optional erhält man auch 18 Zoll Alufelgen mit Reifen in der gleichen Breite, aber weniger Querschnitt als bei der 17 Zoll Serien-Aluminiumfelge.

Auch im Innenraum spricht das GTI Cabriolet die sportliche Designsprache der GTI-Klasse. Natürlich sind die Sitze mit dem zeitlosen Karomuster bezogen. Die Sportsitze überzeugen mit Lordosenunterstützung und die Mensch-Maschinen Schnittstellen Lenkrad, Schalthebel und Pedale werden mit Elementen aus gebürstetem Edelstahl verfeinert.

Neben den wichtigen 7,3 Sekunden für die Beschleunigung von Null auf Einhundert ist der Wert für das öffnen des Stoffdaches von Wert: 9,5 Sekunden und der Sommer kann den Innenraum vollständig durchfluten.  Bis Tempo 30 kann man das Dach auch während der Fahrt öffnen.

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