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Test: Infiniti Q50

Die 1989 gegründete Luxusmarke des japanischen Autobauers Nissan Motor Co., Ltd. sollte zunächst in den Vereinigten Staaten und Kanada für ein Imagebewusstsein der Marke stehen. Nach getaner Arbeit weitete Nissan das Engagement ab 2008 unter anderem auf Europa aus. Mittlerweile drängt INFINITI mit seinen Modellen Q30, Q50, Q60 und Q70 sowie den analog dazu passenden QX Modellen sehr stark au…

Test: Renault Talisman Grandtour

Der französische Autobauer setzt mehr denn je auf Schutz und Stärke, aber auch Verlässlichkeit und Chic. Er dokumentiert dies mit seinem Vertreter in der Mittelklasse, dem Talisman, dessen Namen er weltweit vermarktet. Die Kombivariante verbindet modernes Design und Eleganz mit Fahrspaß und Nutzwert, was er bereits seit Mitte diesen Jahres präsentiert. Der Talisman Grandtour nutzt dabei die „Common Module Family…

Erste Fahrten: Audi A5 und S5 – Achtung, hier kommt der neue Audi-Zug

Nach mehr als einer Million Testkilometern, die die Ingenieure von Audi mit der zweiten Generation des A5 / S5 Coupé hinter sich gelassen haben, bieten die Ingolstädter ihr Designerstück – wie der A5 in Oberbayern genannt wird – ab Juli diesen Jahres zum Kauf an. Erste Auslieferungen werden im Herbst 2016 erwartet. Ein bereits gelungenes Chassis zu verbessern, fiel selbst bei Audi schwer. Seine Kunden generierte die erste Generation des Coupés durch sein Design und seine Sportlichkeit. Demnach setzte man den Fokus auf die Motorenpalette und das Fahrwerk des Sportlers. Seine Fahrerassistenzsysteme sollen in Kombination den nächsten Schritt in Richtung pilotiertes Fahren unterstützen und mit dem bereits bekannten Audi connect ist das Fahrzeug mit einer fest verbauten SIM Karte global vernetzt. Anders als bei dem vor einigen Wochen vorgestellten A3 und S3 bietet Audi im Moment noch keine finalen Preise und so bekommen wir zur Präsentation nur die Einstiegspreise, die beim A5 Coupé bei € 38.000 und dem S5 Coupé bei € 63.000 liegen werden, genannt.

Die neuen A5 und S5 im ersten Fahrbericht

Designer Stück mit neu konzipiertem Fahrwerk

Um ein sportliches Design noch sportlicher zu machen, braucht es Feinheiten, dachte man sich in Ingolstadt. Raus kam ein Coupé mit einer noch weiter nach unten gezogenen Motorhaube mit power dome und Scheinwerfern, die nicht nur schmaler wirken. In der Seitenansicht unterstreicht das Fahrzeug seinen Coupé-Charakter mit dem Verhältnis zwei Drittel Aluminium zu ein Drittel Glas. Diese kleinen Veränderungen lassen den Wagen noch dominanter und aggressiver auf der Strasse stehen und ziehen sich sowohl über die Karosserievarianten Coupé als auch Avant und dem in einem Jahr folgenden Cabriolet durch. Durch die aluminiumlastige Karosserie konnte man über den Leichtbau bis zu 60 Kilogramm Gewicht gegenüber dem Vorgänger sparen, was sich sowohl in den Verbrauchswerten als auch im Cw-Wert von 0,25 widerspiegelt. Um einen ersten Eindruck seiner Gesamtperformance zu bekommen, lud Audi ins Hinterland von Porto/Portugal für zwei Tage ein. Dort konnten wir auf herrlichen Serpentinen seine Dynamik testen.

Imposante Erscheinung von vorn - der A5 2.0 TFSI
Imposante Erscheinung von vorn – der A5 2.0 TFSI.

Navigation über die immer aktuelle GoogleMap

Das Audi typische virtual cockpit zeigt dem Fahrer alle Information direkt vor ihm im Armaturenbrett an. Selbst für das Navigieren des A5 können wir auf das GoogleMap basierende Navigationssystem direkt vor uns zurückgreifen. Damit der Beifahrer und die übrigen Insassen auch ein Stück des Infotainment mitbekommen, klappt das zusätzlich in der Mitte des Armaturenbretts sitzende 8,3 Zoll-Touch-Display auf. Einmal Platz genommen, kommt uns zwar die Informationsflut des Bordcomputers entgegen, doch diese lässt sich individuell einteilen. Nach ersten Änderungen, die wir vorgenommen haben, wirkt das Arbeitsfeld im A5 nicht mehr überladen. Mit dem Audi connect möchten die Ingolstädter dem anhaltenden Trend der Vernetzung standhalten und integrieren eine fest eingebaute SIM Karte. Das Freischalten ist für eine Zeit von 3 Monaten bzw. 3 Jahren möglich. Nach der jeweiligen Laufzeit kann der A5- / S5-Kunde per Optionspreis von € 350 eine weitere 3-jährige Freischaltung erwerben. Passagiere auf den Frontsitzen genießen eine großzügige Beinfreiheit. Wer im Coupé auf den hinteren Sitzen Platz nehmen muss, sollte besser eine Körperlänge von 1,70 m nicht überschritten haben. Dies ist eben der Form eines jeden Coupé geschuldet. Das Kofferraumvolumen konnte man gegenüber der ersten Generation um 10 Liter auf 465 Liter anheben.

Neu entwickeltes 3.0 Liter V6 Aggregat für den S5

Jeweils drei Benziner- und Dieselmotoren treiben den neuen A5 voran. Bei der Weiterentwicklung der Palette kamen die Ingolstädter Ingenieure auf 17 Prozent mehr Leistung bei einer gleichzeitigen Minimierung des Verbrauchs von 22 Prozent. Dabei vertraut man wie schon in der Vergangenheit der Rightsizing-Philosophie – Aufladung ersetzt Hubraum. Kombiniert werden der TFSI 2.0 Liter Vierzylinder (140 kW/190 PS und 185 kW/252 PS) und der neu entwickelte 3.0 V6 TFSI (160 kW/218 PS und 210 kW/286 PS) sowohl mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe (vollsynchronisiert) als auch einem „s tronic“ 7-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe. Darüber hinaus wird nur der S5 mit dem 3.0 Liter TFSI Aggregat mit einer 8-Stufen tiptronic mit DSP und Sportprogramm ausgeliefert. Für den Diesel 2.0 Liter TDI mit seiner Leistungsstufe 140 kW / 190 PS zieht Audi die Kombination von 6-Gang-Schalt- und 7-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe vor. Für die beiden 2.0 Liter TFSI- und TDI Motoren stehen außerdem jeweils eine Variante mit der bekannten „quattro“ Allradtechnologie bereit. Gerade die Antriebe mit Doppelkupplungsgetriebe, die wir ausschließlich testen durften, machen sich bei den ersten Fahrten positiv bemerkbar. Direkt ansprechend, ohne Schaltpause und sportlich agil, führen sie uns quer durch das Hinterland von Porto. Highlight unserer Testfahrten ist jedoch das neu abgestimmte Fahrdynamiksystem Audi drive select (Serienausstattung), das es zulässt, das Fahrwerk in verschiedene Modi zu schalten. Die ausgesuchten Strecken meistert der A5 und S5 unabhängig vom eingestellten Modus mit der elektromechanischen Servolenkung mit souveräner Leichtigkeit. Egal in welchem Winkel oder in welcher Geschwindigkeit wir eine Kurve anfahren, die Rückmeldung bleibt die Gleiche: Du und das Auto, ihr habt alles im Griff ! Hinzu kommen die Drehmomente der Motoren. Ob bei 370 Newtonmeter beim 2.0 TFSI, 400 Newtonmeter beim 2.0 TDI und schon gar bei 500 Newtonmeter des 3.0 V6 TFSI: Das Fahrzeug vermittelt das Gefühl, Kraft auf die Straße zu bringen, wann immer es auch nötig ist. Der uns präsentierte Tiefst-Verbrauchswert von 4,2 Liter beim A5 und dem 2.0 TDI Motor (140 kW/190 PS) ist an dem Tag der Veranstaltung leider nicht zu prüfen.

Beim Thema Sicherheit möchten die Ingolstädter Autobauer einen weiteren Schritt in Richtung pilotiertes Fahren machen und kombinieren Eigenschaften verschiedener Fahrerassistenzsysteme. Es werden die adaptive Geschwindigkeitsregelanlage mit dem Stop&Go System und dem Stauassistenten gekoppelt, um entspanntere Fahrten bei zähfließendem Verkehr zu erzielen. Kamerabasierende Systeme wie Verkehrszeichenerkennung, Querverkehrsassistent hinten, Ausstiegswarnung, Abbiegeassistent und Ausweichassistent dürfen im A5 und S5 nicht fehlen. Weiter zum Einsatz im Sportler der Ingolstädters kommen ein prädiktiver Effizienzassistent, der beim vorausschauenden Fahren und Kraftstoffsparen helfen soll, sowie die Bremsassistenten „Audi pre sense city, basic and rear“.

Preisliste noch nicht komplett 

Die finalen Preise und Ausstattungen stehen uns bis auf die Einstiegspreise leider noch nicht zur Verfügung. Demnach schließen wir daraus, dass es keine großen Änderungen gegenüber den Vorgängermodellen geben wird. Den Optionspreis der SIM Karte haben wir dabei aus der Vorstellung des A3 / S3 übernommen. Das Basismodell des A5 steht ab € 38.000 und der S5 ab € 63.000 zur Verfügung.

Fazit: Fahren wie auf Schienen !

Der A5 / S5 mit all`seinen Karosserie- und Antriebsvarianten bietet den totalen Fahrspaß bei maximaler Effizienz. Gerade sein Fahrwerk macht das Fahren im Mittelklasse Coupé zum Erlebnis der besonderen Art.

A5 2.0 TFSI mit jeder Menge Kraft auf der Straße.
A5 2.0 TFSI mit jeder Menge Kraft auf der Straße.

Die Kombination aus Motorisierungen und Fahrwerk bringen großen Fahrspaß. Einfach ein MUSS beim A5 / S5  Neuwagenkauf.  

Text und Bild: Stefan Beckmann

Erste Fahrten: Die neuen Renault Mégane und Talisman

Während der Talisman nach seiner Premiere auf der IAA 2015 seit Januar diesen Jahres zum ersten Mal auf Kundenfang in Deutschland geht, versucht der Mégane bereits in der vierten Generation, etwas vom Ganzen im hart umkämpften C-Segment – immerhin 56% aller verkauften Einheiten in Deutschland – ab zubekommen. Der Talisman soll gerade mit seiner mitlenkenden Hinterachse vom Fahrkomfort in der Mittelklasse überzeugen. Was der Mégane, wie schon einige Mitbewerber, mit den Features aus dem D-Segment attraktiver gestalten soll. Beide stellen sich dem Markt im typischen Renault Marken Design und das mit einem Einstiegspreis von € 16.790 für den „Kleinen“ und € 29.450 für den „Großen“.

Die neuen Renault Mégane und Talisman im ersten Fahrbericht

Zwei starke Typen aus Frankreich

Bereits mit dem R30, Safrane und Vel Satis unternahm der französische Autobauer Abstecher in die deutsch umkämpfte Mittelklasse, die mehr oder minder nicht den Verkaufswünschen der Vertriebsabteilung Rechnung zollen konnten. Der Talisman, der den viel versprechenden CMF Baukasten mit dem Espace teilt, soll dies grundlegend ändern. Hinzu kommen bereit gestellte Sicherheit und Komfort-Features, die im D-Segment mittlerweile als Standard gelten. Mit dem bereits in der vierten Generation angebotenen C-Segment Fahrzeug Mégane wächst das Angebot der Franzosen mit seinen Aufgaben. Das konkurrierende C-Segment stellt Aufgaben und Lösungen mit jedem neu erscheinenden Modell. Dessen waren sich die französischen Ingenieure bewusst und haben die „Messlatte“ nach oben korrigiert. Beide Fahrzeuge sind ab Anfang diesen Jahres im Handel erhältlich und versperren sich keiner Zielgruppe, wie uns Sprecher aus dem Hause Renault bestätigt haben.

Der Renault Mégane in der vierten Generation
Der Renault Mégane in der vierten Generation

Kein Mainstream Design

Sowohl der Mégane als auch der „Mittelständler“ Talisman reihen sich wie alle anderen Modelle (Clio, Kadjar, Espace) des französischen Autobauers in das Markenbild der Renault Familie nahtlos ein. Der sehr prominente Rhombus ziert beide Fronten und prägt schon von weitem das Firmen Design. Unterstützt werden sowohl Mégane als auch Talisman von den a-symetrisch angeordneten Scheinwerfern in Form eines „C“. Führen die Scheinwerfer des Mégane in der imaginären Linie sehr sportlich ans Heck, betonen die Sicken am Talisman eine sehr massiv ökonomische Haltung, ehe sie am gefälligen Heck enden. Die Heckleuchten beider Fahrzeuge unterstreichen wiederum die sehr souveräne, aber durchaus „understatement“-Wirkung der Franzosen.

Gut aufgehoben, wie zu Hause wohlfühlen

Beim Einsteigen in beide Fahrzeuge sticht uns das sehr große Display (8,7 Zoll) in der Mitte des Instrumentenhalters ins Auge. Vermittelt es in erster Linie die Möglichkeit, alle Fahrzeugparameter zu verändern, beherrscht es den gesamten Innenraum und gibt ihm eine gewisse Großräumlichkeit. Dennoch wirkt die Front beider Fahrzeuge nie überladen, eher ständig mit allen wichtigen Informationen bestätigt. Veränderbar sind gemäß dem in beiden Modellen installierten Online-Multimediasystems R-Link 2 Antrieb, Lenk- und Schaltkomfort, Ambientebeleuchtung sowie Sitzkomfort. Müssen vergleichsweise im Mégane Passagiere im Fond zu dritt noch ein wenig zusammenrücken, genießen Fondmitfahrer im Talisman Beinfreiheit-Luxus pur. Einem Reisen mit ausreichend Gepäck steht sowohl im C-Segment Mégane als auch im Mittelständler Talisman nichts im Wege. Raum ist genug geboten.

Übersichtliche Motorisierung nur beim Talisman

Der Mégane präsentiert sich mit jeweils drei Benziner- und Diesel Motorisierungen. Dabei zieht sich die ENERGY-Technology wie ein Leitfaden sowohl durch alle Leistungsstufen als auch Antriebsarten. Kombiniert werden der TCe 100 (74 kW/101 PS, TCe 130 (97 kW / 132 PS) und TCe 205 (151 kW / 205 PS) sowohl mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe als auch 7-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe. Bei den Dieselaggregaten (dCi 90 66 kW / 90 PS – dCi 110 81 kW / 110 PS – dCi 130 96 kW / 131 PS) ziehen die Franzosen die Kombination von 6-Gang-Schalt- und 6-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe vor. Übersichtlicher bleibt dabei der Talisman, der mit drei Diesel (dCi 100 81 kW / 110 PS, dCi 130 96 kW – 130 PS, dCi 160 118 kW / 160 PS) und zwei Benzinern (TCe 150 110 kW / 150 PS, Tee 200 147 kW / 200 PS) mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe und 6-Stufen- bzw. 7-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe gepaart wird. Gerade die Antriebe mit Doppelkupplungsgetriebe machen sich bei den ersten Testfahrten positiv bemerkbar. Direkt ansprechend und sportlich agil führen sie uns mit beiden Fahrzeugen quer durch die Eifel, rund um den Nürburgring. Die uns präsentierten Tiefst-Verbrauchswerte von 3,3 Liter beim  Mégane und 3,6 Liter beim Talisman sind an dem Tag der Veranstaltung leider nicht zu prüfen.

Hinterachse lenkt mit

Das Thema Sicherheit ist bei jedem neuen Fahrzeug ein absolutes MUSS und so stehen auch die Ingenieure von Renault dem nicht hinten an. Erwartet man im D-Segment Talisman die Systeme wie Spurhalte-Warner, Verkehrszeichenerkennung, Fernlichtassistent, Toter-Winkel Warner, Kollisionswarner, adaptive Geschwindigkeitsregelanlage und Notbremsassistent, so setzt auch der französische Autobauer im C-Segment Mégane auf diese Systeme. Keine unüberwindbare Hürde, sondern Kaufkriterium für Kunden, die den Down-Size Trend der letzten Jahre mit gestalten. Hinzu kommt die für den Talisman konzeptionierte dynamische Allradlenkung „4CONTROL“. Eine mitlenkende Hinterachse, die bei langsamen Geschwindigkeiten gegen- und schnelleren Fahrten mitlenkt gegenüber der Vorderachse. Bietet Renault diese Lenkung im Moment noch ausschließlich für den Talisman und Mégane GT an, sieht sich dieses Konzept in der gesamte Mégane Palette spätestens nächstes Jahr wieder.

Talisman mit mitlenkender Hinterachse
Talisman mit mitlenkender Hinterachs.

Ausstattung und Preise

Sechs Ausstattungslinien beim Mégane und drei Varianten beim Talisman erwarten die Käufer in Europa bzw. Deutschland. Renault bietet hier außer üppigen Ausstattungslisten auch Platz zur Individualisierung. Startet der Mégane mit dem Basispaket, dem Benziner TCe 100 (74 kW/101 PS) bei € 16.790 und endet mit dem Topmodell Diesel (dCi 130, 96 kW/131 PS) bei €  27.290, gelten für den Talisman andere Dimensionen. Für die Basis des D-Segment Fahrzeugs (TCe 150, 110 kW/150 PS) muss der Renaultkunde € 29.450 auf den Tisch legen. Das Topmodell dCi 160 (118 kW/160 PS) ist für einen Endpreis von € 41.000 zu haben. Die zum späteren Zeitpunkt erhältliche Kombi-Version lassen sich die Franzosen mit einem Aufpreis von € 1.000 vergüten. Ausnahme für den vorangegangenen Mégane ist das Modell GT, das starke Anleihen an Renaults Motorsport Abteilung genommen hat. Hier liegt der Komplettpreis bei € 29.090.

Fazit: Einheitsbrei war gestern !

Mit dem neuen Mégane und dem im D-Segment erstmals vertretenen Talisman schließt der französische Autobauer Renault eine Lücke zur restlichen Fahrzeugpalette. Beide Fahrzeuge machen hier einen stimmigen Eindruck was Technologie, Ausstattung und Preis anbetrifft.

Mégane und Talisman - Einheitsbrei war gestern !
Mégane und Talisman – Einheitsbrei war gestern !

Sowohl der Mégane als auch der Talisman sind keine Langeweiler und somit eine gute Wahl beim Neuwagenkauf. 

Text und Bild: Stefan Beckmann

Fahrbericht: Business Class – der Flüster Diesel Opel Insignia

Ein herausforderndes Gesicht mit abgeschrägter Haifischnase und schmalen, aggressiv blickenden Scheinwerfern. Muskelbepackte, in klassischer Keilform ansteigende Seiten und ein scharf geschnittenes, kraftstrotzendes Kurzheck: Das vom Opel-Designzentrum in Rüsselsheim entworfene Outfit des Insignia wirkt maskulin und energiegeladen. Die seit 2008 auf dem deutschen Markt erhältliche kompakte Mittelklasselimousine will der deutsche Autobauer fest in der Business Class etablieren.

Opel rüstet seine neu…
Photos

Bildergalerie: Präsentation des Ford Mondeo Vignale in Rom

Fotos in der Galerie: Stefan Beckmann Titelbild: Stefan Beckmann

Erste Fahrt: Ford Mondeo Vignale: Der neue Luxusliner

Ford gibt mit dem neuen Vignale Konzept ein exklusives Einkaufs- und Service-Versprechen

Alfredo Vignale - Name ist Programm
Alfredo Vignale – der Name ist Programm.

„Unter dem Namen „Vignale“ präsentiert Ford eine neue Top-Ausstattungslinie, die zugleich aber auch ein exklusives Einkaufs- und Service-Versprechen bieten soll“. Mit diesen Worten eröffnet Bernhard Mattes (Vorsitzender der Geschäftsführung der Ford-Werke GmbH) die Präsentation in Rom und verspricht, dass nach dem Mondeo und dem S-MAX noch weitere Modelle aus der Ford Familie dieser Linie folgen werden. Ford möchte mit dem neuen Konzept Kunden ansprechen, die eines nicht haben und das ist „Zeit“. Der Mondeo dient hierbei als erster Markenbotschafter und wird im September ab Preisen von € 40.700 zu den Händlern rollen.

Mit dem Künstler und Karosseriebauer „Alfredo Vignale“ verbindet der amerikanische Autobauer die Visionen des italienischen Carrossiers und Polsterers. Carrozzeria Vignale – wie seine Firma hieß – wurde 1969 von Ghia übernommen, das sich seit 1970 im Besitz der Ford Motor Company befindet. Seine Inspiration für besonders leichte Einzelanfertigungen und filigrane Verarbeitungen holte sich Alfredo Vignale von aerodynamisch optimierten Rennwagen sowie aus der Luftfahrtbranche. Das hieraus abgeleitete Know-how kombinierte er dann mit traditionellen Handwerkstechniken zu neuen Kreationen. Diese Arbeit bietet Ford nun seinen anspruchsvollen Kunden in der neuen Linie an.

Ford Mondeo Vignale - Diesel, Benziner und Hybrid
Ford Mondeo Vignale – Diesel, Benziner und Hybrid.

Der Mondeo Vignale kommt mit zwei Dieselmotoren, einem Benziner in zwei Leistungsstufen sowie einem Hybrid daher. Die beiden Diesel werden mit 155 kW (210 PS) und 132 kW (180 PS) zur Verfügung stehen. Das stärkere Aggregat hebt sich durch einen 2.0 Liter-High-Power-Diesel mit Bi-Turbo-Aufladung hervor. Die zum Einsatz kommenden 450 Newtonmeter bei 2.000 Umdrehungen bringen ordentlich Kraft auf die Straße. Der zweite Diesel – auch eine 2.0 Liter Maschine – ist mit einem intelligenten Allradantrieb und wahlweise mit einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe sowie einem Powershift-Automatikgetriebe erhältlich.

Der Benziner – ein EcoBoost mit 2.0 Litern Hubraum – verfügt wahlweise über 140 kW (203 PS) oder 176 kW (240 PS). Beide Leistungsstufen sind mit einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe kombiniert. Benzin sparend fährt man mit dem Hybrid, der mit einer Systemleistung von 140 kW (187 PS) aufwarten kann.

Serienmäßig wird Ford gerade bei den Dieselaggregaten ein aktives Geräuschunterdrückung-System (Active Noise Cancellation) einsetzen. Mit drei strategisch über den Fahrgastraum verteilten Mikrofonen analysiert das System die Motorgeräusche im Innenraum. Mit entgegengesetzt schwingenden Klangwellen „neutralisiert“ die Audiotechnologie eben diese Geräusche. Weitere fortschrittliche Technologien für die gesamte Mondeo-Baureihe sind unter anderem ein „Pre-Collision-Assistent“ mit Fußgänger-Erkennung, das Kommunikations- und Entertainmentsystem (Ford SYNC 2), der Park-Assistent mit Ein- und Ausparkfunktion (Active Park Assist), dynamische LED-Scheinwerfer sowie das Active City Stop System. Dieses System bremst das Fahrzeug selbsttätig ab, wenn ein Auffahrunfall droht. Es arbeitet im Geschwindigkeitsbereich bis zu 40 km/h.

Der Mondeo Signale ist als 4-Türer und Turnier erhältlich
Der Mondeo Signale ist als 4-Türer und Turnier erhältlich.

Das Fahrzeug wird es als 4-türige Limousine sowie als Kombi-Version Turnier geben und soll die Kunden von Ford auch im Bereich exklusives Einkaufs- und Service-Versprechen zufriedenstellen. So kann sich der Kunde auf einen Hol- und Bringdienst zu Wartungs- und Reparaturterminen verlassen. Darüber hinaus steht ihm ein Service-Leihwagen der gleichen Kategorie zur Verfügung. Weiter im Service-Angebot enthalten ist nicht nur eine erweiterte Fahrzeugreinigung nach einer Inspektion, sondern eine einmalig monatliche Fahrzeugreinigung beim verkaufenden und durchführenden Händler.

Im außergewöhnlichem Rahmen eines FordStores kann der Käufer die „Faszination Ford“ erleben. Eine exklusive eingerichtete Präsentationsfläche für die Vignale-Modellfamilie wird den Kunden für die Top-Ausstattung sensibilisieren.

Startet der EcoBoost (Benziner) bei € 40.700, so erhält man bereits für € 300 mehr die Diesel Einstiegsvariante mit 180 Pferdestärken und einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe. Für eine ökonomische Variante zeichnet sich der Hybrid verantwortlich,  der bereits ab € 41.500 zur Verfügung steht. Der stärkste Diesel (155 kW/210 PS) wird ab einem Preis von € 44.500 angeboten.

Ford Mondeo Vignale - Fahrzeugkonzept voll im Trend
Ford Mondeo Vignale – Fahrzeugkonzept voll im Trend.

Fazit:

Alles in allem will Ford seine Kunden, die nach mehr Ausstattung und Service streben, absolut zufriedenstellen und liegt mit dem Vignale-Konzept voll im Trend.

Ford Mondeo Vignale 2.0 l TDCi Bi-Turbo, Turnier

Verkaufsstart:  September 2015
Basispreis:  45.500 €
Motorleistung:  155 kW (210 PS)
Antrieb und Getriebe: PowerShift-Automatikgetriebe mit Doppelkupplung
Beschleunigung:  8.1 Sekunden von 0-100 km/h
Verbrauch – kombiniert:  5.0 Liter auf 100 km
Höchstgeschwindigkeit:  228 km/h
Länge, Breite, Höhe, Radstand  4.867, 1.852, 1.501, 2.850 mm
Fotos im Artikel: Stefan Beckmann Titelbild: Stefan Beckmann

Erste Fahrt: Motoren Offensive aus Rüsselsheim ganz leise

Die Flüster Diesel aus Rüsselsheim im Mokka und Insignia
Modernes 1.6 Dieselaggregat
Modernes 1.6 Dieselaggregat

Opel lädt wieder nach Irland ein. Im Jahr 1972 war es der 90 PS-Selbstzünder im GT, den die Rüsselsheimer auf der grünen Insel präsentierten. Heute sind es als Bestandteile der aktuellen Motorenoffensive die neuen Dieselaggregate im neuen Mokka und Insignia.

Auf der Insel angekommen, erfahren wir erst einmal, wie unser Gehirn arbeitet, wie es sich voll konzentrieren muss, um die linke Fahrbahnhälfte letztendlich dann doch als die „normale“ Seite zu akzeptieren. Wir machen uns gleich erst einmal ein Bild vom neuen 1.6 CTDI im Mokka, um den 2.0 CTDI im Insignia tags drauf dann in vollen Zügen erfahren zu können.

Nach seiner Markteinführung im Oktober 2012 legte der Mokka in Europa gleich richtig los. Bei einem Marktanteil von 17 % in 21 Ländern kann sich das kleine SUV sehen lassen. Der Dieselanteil liegt bei nicht unerheblichen ca. 40 %. Diese Situation will Opel noch verbessern und ersetzt den 1.7 Liter Diesel jetzt durch den neuen 1.6 CTDI.

Aus dem Verkehrsbild nicht mehr wegzudenken
Aus dem Verkehrsbild nicht mehr wegzudenken

Der neue Diesel

Ein neuer 1.6 CTDI Dieselmotor ? Eigentlich nicht. Wie uns das Opel Team aus Deutschland versicherte, kommt diese Motorenvariante jetzt nur erstmals im neuen Mokka. Seit 2013 arbeitet der Vollaluminium-Vierzylinder bereits in zwei Leistungsstufen im Zafira Tourer. Es folgten der Meriva mit drei Leistungsstufen und der Astra ebenfalls mit drei Leistungsstufen inklusive dem sportlichen Astra GTC. Schon in diesen Fahrzeugen sorgte das neue Aggregat für Aufsehen als temperamentvoller Flüsterdiesel. Nun soll es den fast 1,5 Tonnen schweren Mokka antreiben.

Der 1.6 CTDI leistet hier wie in den anderen Fahrzeugen auch 100 kW und 136 PS bei 3.500 – 4.000 Umdrehungen. Dank der Leichtbauweise soll der kombinierte Verbrauch nur 4,1 Liter Diesel auf 100 Kilometer betragen bei 109 Gramm CO2 pro gefahrenen Kilometer. Das Drehmoment von 320 Newtonmeter soll das Auto sehr kraftvoll nach vorne bringen.

Das bestätigt sich auf unserer Fahrt ab dem Flughafen Dublin sehr schnell. Auf der vorwiegend über die Autobahn verlaufenden Route bis zum ersten Treffpunkt zeigt der Mokka, dass er immer in der Lage ist,  souverän noch einmal zuzulegen. Das Sechs-Stufen-Automatikgetriebe bringt die Kombination aus Leistung und Antrieb sehr gut auf die Straße.

Pressekonferenz zu beiden Motoren
Pressekonferenz zu beiden Motoren

Leise? Ja!

Nach einem kurzen Stopp geht es dann vornehmlich auf typisch irischen Landstraßen weiter. Unebenheiten und Schlaglöcher nimmt der Mokka sehr gut auf und reicht sie gar nicht erst bis zu den Insassen weiter. Im Innenraum überzeugt die Geräuschdämmung und wir empfinden den Motor schon als sehr leise.

Auch für den landwirtschaftlichen Nutzen wichtig
Auch für den landwirtschaftlichen Nutzen wichtig

Opel wird den Mokka gerade in dieser Motorisierung künftig auch mehr im land- und forstwirtschaftlichen Raum einsetzen können, da im Vergleich zum vorangegangenen 1.7 CTDI die Zugkraft des Fahrzeuges um 300 kg auf 1.500 kg erhöht wurde.

Kein Regenbogenpreis mit € 18.990
Kein Regenbogenpreis mit € 18.990

Flüsternd durch Irland

Der Mokka ist mit dem manuellen Sechs-Gang-Schaltgetriebe ab einem Preis von € 24.685 erhältlich. Dies entspricht der mittleren Ausstattungslinie „Edition“, die eine reichhaltige Serienausstattung aufweist. Die nächsthöhere Ausstattungsvariante „Innovation“ bekommt man bereits für € 2.200. Fehlen nur noch das Sechs-Stufen-Automatikgetriebe mit € 1.300 und der 4×4 Allradantrieb, der mit glatten € 2.000 zu Buche schlägt.

Tag 2 in Irland mit sehr viel Sonnenschein und dem Insignia 2.0 CTDI Tourer. Der Topdiesel aus dem Hause Opel soll nicht nur wie der 1.6 CTDI sehr leise sein, sondern auch vorbildlich sauber. Das in Rüsselsheim konzipierte Bluejection-SCR-System kommt in diesem Fahrzeug zum Einsatz und lässt den Ausstoß von Stickoxiden Geschichte sein. Kleine Mengen von AdBlue® – einer Flüssigkeit aus Wasser und Harnstoff – werden dabei dem Abgas nach dem Durchströmen des Partikelfilters und vor dem SCR-Katalysator zugeführt. Der dadurch entstandene Ammoniak (NH3) wird vom SCR-Katalysator absorbiert.

Start mit dem Insignia in den nächsten Testtag
Start mit dem Insignia in den nächsten Testtag

Die Produktionszahlen des Insignia sprechen für sich, denn seit der europäischen Markteinführung im Herbst 2008 wurde das Fahrzeug bis Mitte Januar 2015 ganze 750.000 mal verkauft. Der europäische Marktanteil von 15 % in 16 Ländern bedeutet für Opel einen Meilenstein. Allerdings liegt im Gegensatz zum Mokka der Dieselanteil bei diesem Auto schon bei 83 %.

Wir wählen einen Isignia Tourer mit dem 2.0 CTDI und Sechs-Gang-Schaltgetriebe und bestreiten die zweite Testfahrt im Linksverkehr. Der Kopf spielt zwar noch ein wenig verrückt, weil er das Auto immer nach rechts ziehen will, aber das gibt sich nach den ersten fünf Kilometern.

Ein sehr maskuliner Ausdruck
Ein sehr maskuliner Ausdruck

Das 125 kW Aggregat mit seinen 170 PS, die bei 3.750 Umdrehungen anliegen, drücken uns in die Sitze. Mit 400 Newtonmetern lässt sich das Fahrzeug sehr souverän bewegen, bis wir plötzlich direkt im Hafen von Dublin stehen. Auch beim Insignia spüren wir kaum etwas von den unzureichenden Straßenverhältnissen auf der Strecke. Nachmittags zeigt sich er sich dann von seiner fotogenen Seite und wir können bei den Iren mit dem Auto einmal mehr einen Eye-Catcher setzen.

Nicht nur eine große Klappe - es passt sehr viel hinein
Nicht nur eine große Klappe – es passt sehr viel hinein

Die Preise starten beim Insignia 2.0 CTDI Tourer mit 125 kW bei € 32.215. Auch hier erwartet uns eine mehr als umfangreiche Ausstattungsvariante „Edition“ und ein Sechs-Stufen-Schaltgetriebe. Die nächsten beiden Ausstattungsstufen liegen eng beieinander. So ist die Variante „Sport“ für € 2.380 zu haben bzw. mit nur noch € 200 die Topvariante „Innovation“. Entscheidet man sich für den 4×4 Allradantrieb, gehen weitere € 3.180 über den Ladentisch. Die sehr gut abgestimmte Sechs-Stufen-Automatik schlägt mit € 1.620 zu Buche.

Sehr harmonische Züge
Sehr harmonische Züge

Fazit:

Beide Motorisierungen mit Abgasnorm 6 sind sowohl für den Mokka als auch für den Insignia nicht nur völlig ausreichend, sie lassen das Auto jeweils auch sehr harmonisch und ausbalanciert wirken. Ein rundherum Sorglos-Paket.

Opel Mokka 1.6 CTDI

Verkaufsstart:  -sofort
Basispreis:  18.990 €
Motorleistung:  100 kW (136 PS)
Antrieb und Getriebe:  6-Gang Schaltgetriebe
Beschleunigung:  9.4 Sekunden von 0-100 km/h
Verbrauch – kombiniert:  4.5 Liter auf 100 km
Höchstgeschwindigkeit:  220 km/h
Länge, Breite, Höhe, Radstand  4.913, 1.856, 1.513, 2.737 mm

Opel Insignia Tourer 2.0 CTDI

Verkaufsstart:  -sofort
Basispreis:  25.070 €
Motorleistung:  125 kW (170 PS)
Antrieb und Getriebe:  6-Gang Schaltgetriebe
Beschleunigung:  9.4 Sekunden von 0-100 km/h
Verbrauch – kombiniert:  4.5 Liter auf 100 km
Höchstgeschwindigkeit:  220 km/h
Länge, Breite, Höhe, Radstand  4.913, 1.856, 1.513, 2.737 mm
Photos

Bildergalerie: Flüster Diesel im Opel Mokka und Insignia

Fotos im Artikel: Stefan Beckmann Titelbild: Stefan Beckmann