Automotive Allstars – Das Event für Quer- und Andersdenker der Automobilbranche

Am 26. Juni 2015 fällt der Startschuss für die Automotive Allstars in Köln. Hier kommen nicht nur die Young Professionals der Autobranche zusammen, sondern auch die „alten Hasen“ geben sich die Ehre und spornen das „Andersdenken“ an. Ein Event der Inspiration und des Austausches, mit Sprechern, die auch mal ganz neue Wege denken.

Das neue B2B-Event richtet sich an alle, die in der Automobilbranche arbeiten. Besonders aber an Ingenieure, Sales Manager, PR-Fachleute, Marketers, Gründer oder Geschäftsführer. Mittelpunkt der Veranstaltung wird das Thema „Die Zukunft der Mobilität“ sein, bei der natürlich jeder mitreden kann und soll. Dabei dreht sich alles um die zukünftigen Entwicklungen des Automobils und die Auswirkung auf die Automobilbranche.

Mit dabei sind ein paar hochkarätige Sprecher wie zum Beispiel Richard Offermann von Google. Der Industry Head Automotive von Google Deutschland beschäftigt sich heute vor allem mit der ständig vernetzten mobilen Generation. „Google Driverless Car“ ist dabei ebenfalls ein Schlagwort, das er auf der Main-Stage näher erklären wird. Auch Heinz Harald Frentzen gibt sich die Ehre. Mit knapp 160 Teilnahmen bei der Formel 1 holte er nicht nur drei Grand-Prix Siege und wurde 1997 sogar Vize-Weltmeister, auch die Werte der Formel 1 „Sportlichkeit, Fokussierung und Fairness“ lebt der heute 47-jährige noch immer aus. Aktuell fährt er bei den ADAC GT Masters und ist privat ausschließlich mit E-Fahrzeugen unterwegs. Als einer der wohl markantesten Motorsport-Profis und Pionier für neue Technologien steht er am 26. Juni 2015 Frage und Antwort.

Alle weiteren Informationen zu Tickets und Anfahrt sind hier zu finden.

Erste Fahrt: Der neue Nissan Pulsar

Hände hoch, wer erinnert sich noch an den Almera? Okay, der eine oder andere kann sich erinnern. Aber so richtig erfolgreich? Nein – bei uns konnte der Nissan Almera keinen Stich machen. Und das lag nicht nur am VW Golf, dem unumstrittenen Platzhirsch im so genannten C-Segment, auch bekannt als: „Die Golf-Klasse“. Es lag auch am kaum ausgeprägten Charakter des Almera. Nissan hat den Almera dann 2006 vom Markt genommen und danach einfach ein neues Segment erfunden: Den Crossover. Mit dem Qashqai explodierte der Erfolg von Nissan. Einen kompakten Golf-Gegner brauchte man da nicht mehr.

Jetzt lautet das Kommando: Alles zurück auf Start. Nissan ist zu der Überzeugung gekommen,  als Volumen-Marke muss man auch einen breites Produktportfolio anbieten. Und ein Golf-Gegner darf da nicht fehlen.

Bühne frei für den neuen Nissan Pulsar.

Nissan Pulsar 1.2 DIG-T

Charakterfrage in der Golf-Klasse

Der neue Nissan Pulsar im ersten Fahrbericht

Eigentlich ist der Nissan ja gar kein Japaner mehr. Gebaut wird der gefällig gezeichnete Nissan in der Nähe von Barcelona. Und das Design ist auch alles andere als fremdartig. Er schaut mit dem typischen Nissan-Gesicht in die Welt, überspielt seine Länge mit ein paar frechen Schwüngen in der Seite und endet mit einer ebenso Nissan typischen Heckansicht. So ein wenig Qashqai schwingt  am Heck schon mit. Was nichts schlechtes sein muss.

Fahrbericht 36 Nissan Pulsar 1.2 DIG-T

Innere Größe

Mit 4.39 Metern ist der Pulsar gerade noch „überschaubar“ groß. Sein Radstand von 2.70 Metern setzt in der „theoretischen“ Klasse der Kompakten jedoch einen neuen Maßstab. Das Ergebnis des langen Radstands? Eine Beinfreiheit für die zweite Reihe, die man anderswo nur eine Klasse darüber findet. Der Pulsar verwöhnt im Innenraum mit viel Platz, mit ordentlicher Verarbeitung und das Armaturenbrett will mit Klavierlack-Einsatz und einer „schwebenden“ Mittelkonsole für ein wenig mehr Ambiente sorgen. Das größte Plus im Innenraum? Es fasst sich vieles sehr wertig an und das Cockpit mit seinen großen, sauber und klar gegliederten Instrumenten wird in der Mitte von einem extrem modernen und ansprechend gestalteten Multifunktions-Instrument bereichert.

Billiger Japaner? Nicht beim ersten Blick in das Cockpit.

Am Hubraum gespart – und ein wenig an der Leistung

Während die Insassen vom Platz nur so verwöhnt werden, hat sich Nissan bei der Frage der möglichen Motorisierungen noch ein wenig zurückgehalten. Übersichtlich ist die nette Umschreibung für das aktuelle Motorenangebot.

Ein Benzinmotor mit 1.2 Liter Hubraum, Turbogebläse und 115 PS – bekannt unter anderem aus dem neuen Nissan Qashqai – und ein Dieselmotor von Allianz-Partner Renault, mit 1.5 Litern und 110 PS. Während der kleine 1.2 Liter Turbo tapfer über die Landstraße drückt, mangelt es dem 1.5 Liter dCi ein wenig an Drehfreude. Aber Nissan beeilt sich darauf hinzuweisen, in Bälde bereits den 1.6 Liter großen DIG-T mit 190 PS nachzuschieben. Da bleibt allerdings eine große Lücke zwischen dem 120 PS Benziner und den 190 PS des potenteren 1.6 Liter Turbos.

Sei es drum. Auch wenn die beiden Motoren bislang nicht die 10-Sekunden Hürde knacken, so richtig schwachbrüstig oder gar untermotorisiert fühlt man sich nicht. Auch nicht mit dem 190 Nm starken und ganz klar dem Downsizing verschriebenen 1.2 DIG-T. In 10.7 Sekunden zieht er den Pulsar aus dem Stand auf Tempo 100 und bei 190 km/h stellt er die weitere Beschleunigung ein. Der 260 Nm starke Diesel lässt sich schaltfaul fahren. Auch dieser 110 PS starke Diesel soll bis Tempo 190 beschleunigen. Im Verbrauch ist der kleine Diesel, laut Papierwerten nach NEFZ, die absolute Sparwutz! Nur 3.6 Liter sollen dem Diesel-Pulsar im Mix ausreichen. Der kleine Turbo-Benziner soll sich mit 5 Litern zufriedengeben.

So fährt er sich

GTI? Oder NISMO-Feeling? Nein. Die beiden Motorisierungen machen aus dem betont weich und komfortabel abgestimmten Pulsar keine Rennsemmel. Hier ist die Altersstufe 50+ die Zielgruppe. Sachte am Sonntagmorgen auf die Tour gehen? Im Alltag ungestresst von A nach B? Das ist eher das Ding des neuen Pulsar. Kurviges Geläuf mit sportlichen Ambitionen angehen? Lassen Sie es sein. Dabei hat sich Nissan für das Fahrwerk einiges einfallen lassen. Eine aktive „Spurkontrolle“ überwacht den Lenkwinkel, die aktuelle Geschwindigkeit und kann durch gezielte Brems-Impulse einzelner Räder die Neigung zum Untersteuern kaschieren. Bleibt das Gesamt-Paket. Der Pulsar will nicht der GT für die Landstraße sein. Er fährt sich im ausgewogenen Stil am souveränsten, man muss die Motoren dann nicht ausdrehen, kann das serienmäßige 6-Gang-Getriebe mit frühen Schaltvorgängen beglücken und bleibt am besten auch hierbei eher der ruhige Typ.

Fahrbericht 32 Nissan Pulsar 1.2 DIG-T

Auf der sicheren Seite

Nissan-Safety-Shield, Moving-Object-Detection, Blind-Spot-Warning, Lane-Departure-Warning, Notbrems-Assistent, Nissan-Connect usw. Klingt alles furchtbar kompliziert? Ist es nicht. Der Nissan Pulsar bekommt, in Abhängigkeit seiner Ausstattungsversion, die volle Packung Assistenzsysteme an Board. In der TEKNA-Version sind das Multimedia-System mit Touchscreen und alle Assistenz-Systeme mit an Board.  Ebenso an Board ist die 360° Rundumsicht aus vier einzelnen Kameras. Am Heck kann der Pulsar mit einer absoluten Besonderheit aufwarten. Damit die rückwärtige Kamera nicht ständig verschmutzt, bekam diese eine Wasser- und Druckluft-Reinigung verpasst. Damit ist man dann, auch dank der vielen elektronischen Helferlein auf der sicheren Seite und behält den Überblick.

Bleibt das Fazit:

Wenn Pulsar. Dann jetzt. Denn Nissan bietet zum Start des neuen Pulsar eine besonders attraktive „Launch-Edition“ an. Die Preisliste fängt damit nun bei 15.990 €. Der gefahrene 1.2 Liter DIG-T in der TEKNA-Version kostet 21.690 €, bietet dann aber das volle Ausstattungsglück an.

Der Pulsar ist sicherlich nicht der bessere Golf. Aber der Pulsar bietet mehr Charakter als der Almera damals. Und damit ist er eine mögliche Alternative in der Golf-Klasse. Zum Start hat sich Nissan neben der umfangreichen Sicherheitsausstattung, vor allem das Preis-Argument zu eigen gemacht. Denn was man für sein Geld bekommt, ist ordentlich verarbeitet, fährt bequem, bietet in seiner Klasse den größten Platz in der zweiten Reihe und animiert den Fahrer zu einer ruhigen Tour. Die Frage, ob das reicht den Pulsar zum Volumen-Modell werden zu lassen, bleibt da jedoch erstmal unbeantwortet.

Der Pulsar entspannt beim fahren.

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[tab title=“Technische Daten:„]

Nissan Pulsar 1.2 DIG-T

Verkaufsstart:  10.10.2014
Basispreis:  15.990 €
Motorleistung:  1.2 Liter Vierzylinder Benziner Turbo – 115 PS / 190 NM
Antrieb und Getriebe:  6-Gang Schaltgetriebe
Beschleunigung:  10.7 Sekunden von 0-100 km/h
Normverbrauch:  5.0 Liter auf 100 km
Höchstgeschwindigkeit:  190 km/h
Länge, Breite, Höhe, Radstand  4.387, 1.768, 1.520, 2.700 mm

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[tab title=“Gut zu wissen„]

Nissan Safety Shield

Der Hersteller packt unterschiedliche Sicherheits- und Assistenzsysteme in ein Paket und nennt es „Nissan Safety Shield“. Teil sind u.a. eine Bewegungs-Erkennung die zum Beispiel Objekte außerhalb des Sichtfeldes erkennt. Beim rückwärtigen rangieren nutzt dieses System die Daten der Parksensoren und der Heckklappen-Kamera und kann so vor einem Zusammenstoß mit Einkaufswagen, Kindern oder herannahenden Fahrzeugen warnen. Die Warnung erfolgt optisch im Display und akustisch.  Die einzelnen Funktionen lassen sich – sollte einem zum Beispiel der Spurhalte-Warner bei Landstraßenfahrt auf die Nerven gehen, auch deaktivieren.

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[tab title=“Link-Tipps:„]

Wie die anderen den neuen Nissan Pulsar erlebten:

  1. Kritik vom Kollegen Phil Huff
  2. spon.de
  3. rp-online
  4. tz.de

Galerien:

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Fotos im Artikel: Bjoern Habegger, Titelbild: auch

Sponsored Post: Felix Baumgartner und der Sprung in die grüne Hölle

Als Bub hat er davon geträumt, einmal ein Auto-Rennen zu fahren. Als Bub sprang er auch von Bäumen. Wenn er auf die Bäume klettern konnte, dann konnte er da auch runter springen. Aus einigen Zentimetern sind am Ende ein Sprung aus einer Höhe von mehr als 39.000 Metern geworden. Felix Baumgartner, der Mann der aus der Stratosphäre sprang. Ein irrwitziger Stunt.  Und nun erfüllt er sich einen anderen Buben-Traum: Er fährt ein Auto-Rennen. Nicht irgendeines. Er fährt gleich einmal „DAS Autorennen“. Die 24-Stunden am Nürburgring.

#felix24hours

24h-Rennen am Nürburgring im Audi R8 LMS ultra

Wer bereits mehr als 2.600 mal mit dem Fallschirm gesprungen ist, wer sich bei einem irrwitzigen Stunt aus einer Art Raumkapsel stürzt, der hat nicht mehr viel zu verlieren. Könnte man meinen. Doch beim bevorstehenden 24h-Rennen am Nürburgring wird es ungewöhnlich ernst für den Stratosphären-Springer. Einen Rennwagen durch die Nacht, über die gefährlichste Rennstrecke der Welt, inmitten von 174 weiteren Rennfahrzeugen zu bewegen – das ist nichts was man einfach so macht. Auch nicht als Extrem-Sportler.

Felix Baumgartner

Die Vorbereitung

Wenn Felix Baumgartner am 21. Juni in den Audi R8 LMS ultra GT3 einsteigt, dann hat er bereits mehrere VLN-Rennen hinter sich. Und auch in diese Rennen ist er nicht ohne das benötigte Training gegangen. Der Audi R8 wird unter der Nennung der „Audi race experience“ an den Start gehen und der sportliche Leiter dieser Truppe, der Österreicher Sepp Haider hat Felix Baumgartner lange vor dem Rennen auf diesen Tag vorbereitet. Dutzende Runden auf der Nordschleife wurden zurückgelegt, einige davon waren schneller zu Ende als andere – aber darüber will man zu diesem Zeitpunkt nicht mehr reden.

Es ist ein ambitioniertes Programm, dass sich Felix Baumgartner aufgeladen hat. Rennfahrer wird man nicht über Nacht und ein Audi R8 LMS ultra GT3 mit 570 PS fährt man nicht nach wenigen Stunden Training am Limit. Am Nürburgring gehören die GT3-Fahrzeugen zu den schnellsten Rennwagen. Überholen wird in einem Feld, in dem 4/5 aller Teilnehmer langsam sein werden, eine enorme Herausforderung.

Audi R8 #22 lms ultra gt3

Das Rennen – die 24h in der Eifel

Felix Baumgartner hat sich in den beiden VLN-Rennen, die er zu Beginn der Saison fuhr, in den Rundenzeiten gesteigert. Dennoch wird eine Lücke zwischen ihm und den Profis auf den anderen Fahrzeugen klaffen. Da er vermutlich kaum mehr als 2 Stunden am Stück im Fahrzeug sitzen wird, stellt ihm Audi drei erfahrene Profis zur Seite: Mit Frank Biela, Marco Werner und Pierre Kaffer sitzen echte GT-Profis und Le Mans-Gewinner auf dem Fahrzeug von Felix.

Die Chancen stehen damit gut, dass nach dem Stratosphären-Stunt, auch der PR-Stunt in der grünen Hölle gelingen wird. Ich drücke Felix Baumgartner die Daumen, dass er ohne Kernschrott über die Zeit kommt und er am Ende die Faszination Motorsport und grüne Hölle nicht nur in PR-Erfolg und Euro sieht!

Mit diesem Video-Clip können sich die Fans von Felix Baumgartner auf das Rennen einstimmen:

Ab dem 19.6.2014 geht es rund – dann wird uns die Faszination Nordschleife und das Event rund um #felix24hours nicht mehr los lassen. Audi und Felix Baumgartner gehen multimedial in das Rennen und wer sich dafür interessiert, kann auf Twitter, instagram, Facebook und natürlich auf der Webseite zum felix24hours live und in Farbe mitfiebern.  Hier die Links im Überblick:

 

[notification type=“notification_info“ ]Dieser Artikel wurde gesponsert von Audi Deutschland. Das Titelbild wurde von Audi Deutschland zur Verfügung gestellt. Das Foto vom R8 auf der Nordschleife und das Foto von Felix Baumgartner mit Helm, stammen von mir.[/notification]

 

Skoda Rapid

Erholsam nüchtern, sachlich – fast ein wenig emotionslos – aber damit auch in der Lage, u.a. den Preisdruck der Asiatischen Konkurrenten – mit dem Charme der pragmatischen,  zuverlässigen und modernen Familienlimousine zu kontern.

Škoda Rapid – Erster Eindruck

Was will er sein?

Der neueste Spross aus der stetig wachsenden Škoda-Familie soll ein cleverer Familienwagen sein. Eine nicht ganz klassische Stufenheck-Limousine. Ein frisch, zeitlos und klar gestalteter Pragmatiker für Menschen mit großem Platzbedarf, denen der Wunsch nach einem bezahlbaren Automobil mit viel Platz für Passagiere und Gepäck steht.

Der Automobil-Hersteller aus Tschechien sieht im neuen Rapid eine logische Erweiterung der eigenen Palette, die  vor allem im Segment der erschwinglichen Kompaktmodelle mit moderner Technik und zeitlosem Design punkten soll.

Der Rapid ist zugleich für den gesamten Volkswagen-Konzern die Antwort auf die offenen Fragen  (gestellt durch Marken wie Dacia, Hyundai und Kia) nach einem Modell im Segment der preiswerten Familienfahrzeuge. Auch für die Menschen, die auf Status-Symbole verzichten wollen und nicht im Segment der Premium-Fahrzeuge auf die Suche geht.

Große Klappe, viel Platz. 550l
Große Klappe, viel Platz. 550l

Was kann er?

Škodas Chefdesigner Josef Kaban hat eine Kompaktwagen-Limousine mit klarem Škoda-Familiengesicht gezeichnet. Man findet in seiner jüngsten Kreation aber auch durchaus die Sprache des Hauses Volkswagen wieder. Sachlich nüchtern. Mit ein wenig versteckter Eleganz. Die Bügelfalte oberhalb der Türgriffe erinnert an Audi-Modelle und die Schulter zeigt klare dynamische Züge. Doch bei aller Dynamik, bei aller Eleganz, der Rapid will sich nicht in den Vordergrund spielen. Er will sachlich verstanden werden. Sein Fähigkeiten sind klar ausgeprägt. Er bietet verschwenderischen Platz im Innenraum und dank großer Heckklappe eine fast unverschämte Freude am verladen von großen und sperrigen Gütern.

Im Innenraum spricht auch der Rapid die kühle, sachliche, fast übertrieben distanzierte Sprache des gesamten Konzerns. Es fällt schwer die Details im Innenraum wirklich zu bewundern, da in allem zuerst der Punkt der „Funktion“ abgearbeitet wird, bevor man über das Design spricht. Dank der leise klickenden Regler und einer definierten haptischen Qualität der Schalter, vergisst man dann aber doch schnell die Gedanken von einer Preußischen Amtsstube. Weit ab bleibt der sachliche Ton des Innenraums jedoch nicht.

In der gefahrenen Version mit dem 1.2 TSI Motor und einer, gut zum zurückhaltenden Auftritt passenden,  Motorleistung von 86 PS fühlt man sich nicht untermotorisiert.  Wer häufig den großen Laderaum oder die großzügigen Sitze in der zweiten Reihe nutzt, der sollte jedoch zur nächsten Leistungsstufe greifen.

Skoda kombiniert den kleinen TSI Motor mit einem manuellen 5-Gang Getriebe. Auf der Autobahn wünscht man sich zeitweise einen 6.ten Gang um die Drehzahl und damit den Verbrauch weiter zu senken, wirklich notwendig dürfte der zusätzliche Gang im Alltag jedoch nicht sein.  Auch so bleibt der 86PS TSI mit einem NEFZ-Verbrauch von 5.1l auf 100km im Rahmen.

Den 105PS starken 1.2TSI kombiniert Skoda mit einem 6-Gang Getriebe und die aktuelle Top-Motorisierung mit 1.4 Liter TSI und 122PS erhält sogar das bekannte 7-Gang DSG aus dem Konzernregal.  Hier sind dann 206 km/h Top-Speed und eine Beschleunigung von 9.5 Sekunden auf 100 km/h im Rahmen des erfahrbaren. Für diesen kraftvollen Rapid verspricht Skoda einen Verbrauch von nur 5.8l auf 100km. Das wäre sensationell und der kühle Pragmatiker damit dann auch eine perfekte Lösung für günstige Firmenwagen-Pools.

Platz. Bescheidenheit. Demut. Dazu ein makelfreies und modernes Design. Das Paket wirkt vollständig und stimmig.

Unaufgeregtes Design, ohne Spielereien.
Unaufgeregtes Design, ohne Spielereien.

Was kann er nicht?

Den Autobahn-Helden heraus hängen lassen. Der Rapid beeindruckt weder durch sportliche Talente, noch durch Luxus oder dekadentes Innenraumdesign.  Das betrifft die gefahrene 86PS Version, von einem 122PS Rapid darf man dann immerhin in der Wertung „Autobahn“ eine deutliche Steigerung erwarten.

Den Nachbarn beeindrucken. Nicht mit dem Rapid. Das Design erscheint trotz leichtem Dachschwung und kräftiger C-Säule zu frei von Emotionen. Der Innenraum wirkt, dank der umfangreichen Verwendung von schwarzem Hartplastik, als könnte man diesen nach einer langen Urlaubsreise mit dem Dampfstrahler reinigen. Vermutlich ist ein nasses Tuch trotzdem die bessere Lösung.

Single-Männer zum Kauf überzeugen. Zu viel Platz, zu sachlich. Keinerlei Punkte beim Eisdielen-Test. Wer mit dem neuen Rapid zum ersten Date fährt, wird mit einer Abfuhr rechnen müssen, noch bevor das Date begonnen hat. Zu sehr erweckt die rationelle Lösung des Gesamtkonzeptes die Erwartungshaltung, auf der Rücksitzbank bereits einen befestigten Kindersitz zu entdecken.

Sachlich. Nüchtern. Klar. Die Instrumente.
Sachlich. Nüchtern. Klar. Die Instrumente.

Was ist der neue Škoda Rapid den nun?

Er ist ein Angebot für Menschen, die keine Status-Symbole mehr benötigen. Kommt Ihnen bekannt vor. Stimmt – die Renault-Tochter Dacia wirbt mit dieser Beschreibung.  Im Gegensatz zur Billig-Marke des französischen Konzerns, muss der Rapid jedoch nicht mit den alten Klamotten seiner Schwester-Modelle in den Showroom.

Frisches und sachliches Design bekommt beim Rapid auch die notwendige Technik zur Seite gestellt. Hier sind moderne Turbo-Benziner mit Direkteinspritzung ebenso im Programm, wie ein automatisiertes 7-Gang Doppelkupplungsgetriebe. Neben Start-Stopp- Systemen wird man zusätzlich eine Green Tec Reihe auf den Markt bringen, die im besten Fall den Verbrauch auf 3.9 Liter und 104g CO2 je KM drückt.

Damit ist der neue Skoda, auf den ersten Blick, die versprochene, clevere Lösung für Familien die keinen Kombi fahren wollen!

 

Ausreichend im Alltag. 86PS 1.2TSI
Ausreichend im Alltag. 86PS 1.2TSI

Und Jens von rad-ab.com sieht das wohl ähnlich, oder?

[toggle title=“Disclosure“]Škoda hat den Trip bezahlt, den Kameramann und das „cutten“ des Clips übernommen.[/toggle]

Pirelli P Zero – Emotional Drive

Schon mal mit den falschen Schuhen in den Bergen wandern gewesen? Nein? Ich auch nicht. Liegt bei mir aber daran, dass ich nicht zum wandern in die Berge gehe. Doch, für die Exkursion zum Thema: „Wie wichtig ist eigentlich ein Autoreifen„, will ich gerne bei diesem Beispiel bleiben.

Wer in die Berge zum wandern geht, der tut das üblicherweise weder in Badeschlappen, noch in High-Heels. Auch Turnschuhe sind dafür wenig geeignet. Man braucht (ich kenne das vom hören & sagen) besonders bequeme, feste Schuhe, die einem einen guten Halt geben und den Fuß stützen und auch schützen.  Wieder anders sieht es aus, wenn man im Schnee wandert. Dann braucht man vor allem hohe und gut gefütterte, sehr warme Schuhe. Am Strand, da braucht man dann wieder nur ein paar dünne Bade-Latschen.

Denkt man ein wenig darüber nach, dann wird einem schnell bewusst – wie wichtig die Wahl der richtigen Schuhe in den unterschiedlichen Situationen ist – und ganz ähnlich ist das mit den Reifen auf unseren Autos.

Es gibt 2 Reifenarten, da ist es uns bereits geläufig wofür und warum man diese braucht: Winter- und Sommerreifen.

Aber es gibt noch mehr „Spezialisten“ auf dem Reifensektor. Zum Beispiel Sportreifen.

Pirelli P Zero

Wer mit seinem Auto  bevorzugt die schnelle Kurvenhatz im Trockenen anstrebt, der ist auf der Suche nach einem „sportlichen Reifen,“ der besondere Leistungen in diesem Bereich abliefert.  Und wer mit einem über 1.5 Tonnen schweren Blechkasten Geschwindigkeiten von 200+ km/h fährt – auch der braucht einen Reifen, der diese Ansprüche aushält und nicht das Gefühl vermittelt, man sei mit den High-Heels in die Berge zum Wandern gegangen.

Die Geschichte des Pirelli P Zero beginnt um 1987, als Ferrari für den Supersportwagen F40 auf der Suche nach besonders sportlichen Hochleistungsreifen war. Und so fragte Ferrari bei Pirelli an und dort fing man an zu tüfteln und heraus kam: der erste Pirelli P Zero.  Seitdem sind 25 Jahre vergangen und aus der P Zero Familie kam 2000 der „Rosso“ für Porsche heraus, der Zero Corsa zwischen 2003 und 2007 und jetzt zuletzt wieder der „P Zero“ für Porsche, McLaren und Lamborghini.

Weil auch sportliche Premium-Reifen für unterschiedliche Ansprüche gefertigt werden, ist die P Zero Familie mittlerweile eine recht große: Neben dem P Zero Nero gibt es den Silver, den Rosso, den „System“ und den „Corsa System“. Jeder Reifentyp ein Spezialist für sich und die geforderten Ansprüche.

Das wissen auch die Hersteller und so liefert McLaren seinen neuen Supersportwagen MP4-12 zum Beispiel in Serie mit Pirelli Sportreifen der P Zero Serie aus. Aber auch Porsche vertraut bei den 20″ bereiften Versionen des Carrera S 991 auf Pirelli Sportreifen.

Unfassbare 53 Millionen P Zero wurden bislang verkauft – das ist eine Zahl, die für sich selbst spricht. 

P Zero Sportreifen – Schwarze Magie?

In Valencia, auf dem Circuit Ricardo Tormo, bekam ich die Möglichkeit, den aktuellen P-Zero selbst zu fahren. Nicht auf irgendwelchen Autos – nein auf 2 Supersportwagen der Marke McLaren und Lamborghini. Meinen Fahrbericht – nein besser – meine kurze emotionale Selbstfindung im Boden-Boden Marschflugkörper aus Sant’Agata findet man hinter diesem Link.

Um den Pirelli P Zero bewerten zu können, waren die Fahrzeuge zu Atemberaubend.

Ernsthaft – wer zum ersten Mal in einem 700 PS Supersportwagen aus 258 km/h auf eine Kurve zubremst und dabei versucht, den Profi-Rennfahrer im Voraus-Fahrzeug nicht zu weit enteilen zu lassen, der versucht inständig, die innere Balance zu bewahren und nicht in Hektik zu verfallen. Da war meine Aufnahmefähigkeit für die Qualität der Reifen eher „mau“.

Ich erinnere mich aber gut daran, dass auf dem Porsche Carrera S, den ich auf dem Sachsenring fuhr – Pirelli P Zero montiert waren. Leider habe ich mich dort nicht auf die Reifen konzentriert – aber ich erinnere mich, wie geil ich das gesamte Package aus Porsche und Pirelli reifen fand.

Geiler wäre es, könnte man erfahren, was wirklich hinter den Leistungen von Premium-Reifen steht .. im Blindtest mit anderen Reifenmodellen .. gerne im Schnee, im Nassen und natürlich auf trockener Piste. Mal sehen was die Zukunft noch bringt.

 

 

http://motor-inside.com/2012/06/06/kurz-gefahren-2012-nissan-gt-r/

motor-inside: Nissan 2012 GT-R gefahren

Mein Blogger-Kollege Marco Stoehr war mit von der Partie, als vor ein paar Wochen die Einladung zu einem ganz besonderen Nissan Event kam.  Auch er war einer von den wenigen Glücklichen, die mit dem mattschwarzen Knallkubus von Nissan – dem Juke-R – eine Runde drehen durfte.

Neben dem Juke-R, der im Prinzip nichts anderes ist als das Ergebnis eines außergewöhnlichen Experimentes: Simpel:  Nissan GT-R Technik einen sehr kompakten Crossover packen. Neben diesem Double von Mr. Jekyll und Mr. Hyde in Automobil-Form, konnten wir auch die 2012er Generation des Nissan GT-R fahren.

550PS im aktuellen GT-R scheinen eine Hausnummer zu sein, die keinen Autofreak wirklich kalt lassen kann. Marco ist in seinem neuen Blog noch einmal auf die Fahrt im GT-R eingegangen – springt einfach mal rüber zu ihm: [klick aufs bild]

http://motor-inside.com/2012/06/06/kurz-gefahren-2012-nissan-gt-r/
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mein-auto-blog-bei-citroen

Sur une baguette par vous!

„Wir können alles außer französisch.“ So mussten sich bisher fast alle dt. Auto-Blogger entschuldigen. Aber, die Zeiten ändern sich und so hat nun auch Citroën die Türen geöffnet und den Tisch reichlich gedeckt, um sich einen ersten Eindruck von einer Gruppe „Automobil-Bloggern“ zu machen.

Am 10. Mai pilgerten aus fast allen Ecken Deutschlands die mehr oder weniger bekannten Blogger-Gesichter in das „Bergische Land“. Auf einen Kaffee, leider kein Baguette (huch, dann ist die Überschrift ja verkehrt..) und auf einen Crash-Kurs mit den Modellen von Citroën.

Zur Verfügung gestellt:

Ein paar Stunden im Bergischen Land (na, schon gegoogelt um zu schauen wo das liegt?)  sind ganz vergnüglich und es war ein prima Anfang. Wenn auch gleich die Kritik nicht hinter den Bergen verbleiben kann: Man merkte das mangelnde Konzept im Umgang mit einer neuen Generation von Medien-Arbeitern.  Auch die betonte Trennung zwischen „Journalisten“ der A-Medien und den „A-Bloggern“ war ein wenig suboptimal. Waren doch gestern tatsächlich nur Blogger vor Ort (in Fakt fehlten noch 4 Namen!) , die bislang zeigen konnten, wie ambitioniert man mit dem Thema „Auto-Journalismus 2.0“ umgehen kann. Auto-Blogger arbeiten aus dem „Spaß am Auto“ mit dem Thema, nicht weil man für „Journalistische Arbeit“ bezahlt wird.

Und so hätte man aus den vielen zur Verfügung bereit gestellten Fahrzeugen, ein Event von epischer Länge gestalten können. 

Gerade um die Potentiale eines DS3 Racing zu erfahren, bedarf es einfach einer Strecke ohne öffentlichen Nahverkehr und Polizisten mit Laserpistolen sind ebenso kontraproduktiv.  Und bei einem DS 5 Hybrid lässt sich weder seine betörende Form, noch seine technische Raffinesse binnen 25 Minuten erfahren. Wohingegen ein C4 Aircross erst gar nicht gefahren werden musste.

Und einen Jumpy müsste man in einem beruflichen Umfeld testen. Leer ein paar Meter durch das bergische Land zu rollen ist leider witzlos.

Verbleibt am Ende eines derartigen Events wieder einmal das Fazit:

Schön – einem Anfang bei zu wohnen, doch die Methodik der Öffentlichkeitsarbeit in den Automobil-Unternehmen wird sich verändern müssen. Blogger müssen aus den Schubladen befreit werden und noch mehr nach Leidenschaft, Fähigkeit und Intension angesprochen werden. Der Anfang ist gemacht … Étape suivante s’il vous plaît!

Btw: Danke an Citroen.

Dabei u.a.:

Mit dem Citigo durch Hamburg

„Kleinstwagen und ich – Na das passt ja.“

Dachte ich mir als die Einladung von Škoda ins elektronische Postfach flatterte.

Auf der anderen Seite sind Blogger und kleine unbedeutende Motor-Journalisten-Frischlinge wie ich, immer froh wenn man von den großen Marken wahrgenommen wird und die Chance bekommt das Produkt zu „er-fahren“.

Der ehemalige Tschechoslowakische Automobil-Hersteller wurde 1990 im Rahmen der Privatisierung und dem  Zerfall  des Ostblocks der Perestroika in den ehemaligen Ostblockstaaten von der Regierung an den Volkswagen-Konzern verkauft. Seit dieser Zeit entwickelt sich das Unternehmen ähnlich prächtig wie zur Blütezeit in den Dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts.

Volkswagen führte bei den Tschechen konsequent die Plattform-Techniken ein und anders als Seat, konnte sich Škoda am Markt mit günstigen, aber sehr soliden und praktischen Fahrzeugen aus dem Konzern-Baukasten etablieren.

Der Superb zum Bsp. ist als Passat-Ableger geboren und ein Geheimtipp unter den stillen Genießern von großen, aber unscheinbaren Reise-Limousinen. Als Kombi schlägt der Superb sogar die Ladefähigkeiten der Mercedes-Benz E-Klasse. Dank exzessiver Qualitäts-Sicherung ist ein „günstiger“ Škoda im Innenraum bei geschlossenen Augen, kaum von einem Volkswagen oder Audi zu unterscheiden.

Mir persönlich ein Wunder – aber die Idee des Volkswagen-Konzerns, aus dem Baukasten heraus, aber unter mehreren Labels mit eigener Marken- (oder besser Marketing-) Identität ein eigenständiges Produkt zu entwickeln und am Endkunden-Markt damit erfolgreich zu sein, funktioniert.   Für die Konzerntöchter Seat und Škoda ist die große Volkswagen-Mutter ein Quell der stetigen Produkt-Neuheiten. Mit vollen Hosen lässt es sich eben gut stinken.

Nach dem eher „glücklosen“ ersten Versuch eines günstigen und urbanen Stadtfloh mit dem Namen VW Fox, hat es sich nun ausgefuchst und der Konzern aus Wolfsburg macht ernst mit der Idee eines „Volks-Wagens“ im untersten Preissegment und mit der ideellen Heimat: „Stadt-Verkehr“.

Die  mit nur leicht  verändertem „Make-Up“ (Achtung Wortwitz!) versehenen Seat und Škoda-Zwillinge des neuen Kleinstwagens aus Wolfsburg, dem Up!, haben den Namen Mii (Seat) und Citigo (Škoda) bekommen.

Gestern von mir gefahren:

Der Škoda Citigo 3-Türer mit dem „Bigblock“ und 75PS und der 5-Türer mit dem gleichgroßen Motor, aber nur 60PS.

Einen „fachlichen“ Fahrbericht werde ich auf autofahrer-zeitung.de veröffentlichen.

Hier gibt es heute nur ein paar Gedanken zum „Urban-Individualverkehr“.

Den Namen hat Škoda gut getroffen: „Citigo“. Impliziert er doch sofort worum es geht bei diesem Fahrzeug. Die Stadt soll seine Heimat werden. Parkhäuser, Parkbuchten, Parken in zweiter Reihe. Vom Kino, zum Einkaufscenter, von der Haustür bis  auf die Arbeit. Die Wegstrecken des Citigo dürfte für die zukünftigen Besitzer, des mit preußischer Geradlinigkeit gezeichneten Citigo, überschaubar bleiben. Geradezu im Widerspruch hierzu: Die sehr bequemen Sitze mit integrierten Kopfstützen.

Denkt man über die Bedürfnisse der Stadtmenschen im Bezug auf den Individualverkehr nach, so erkennt man in der Tat eine Übereinstimmung mit den Stärken des kleinen Tscheschen und seiner Patchwork-Familie.  Parken ist dank steil stehender Scheiben, einer guten Übersichtlichkeit über die kurze Stummelhaube vorne und den optional möglichen Parksensoren hinten eine Kinderübung.  Zugleich ist der Citigo nicht viel teurer als eine Jahreskarte der Bahn. (Glaube ich.) Der Citigo kostet in seiner günstigsten Version 9.450€ .

Nachdem ich selbst ein absoluter ÖPNV-Hasser bin, wäre mir der geringe Aufpreis des Citigo im Vergleich mit den Jahresfahrkarten der Stadtwerke, kein weiterer Gedanke wert. Mein Auto, meine Fahrstrecke. Meine Musik.

Apropo Musik und Medien: Der Citigo lässt sich (wie seine Konzern-Verwandten) mit einem pfiffigen Navigations-System ausrüsten, dessen portable Ausführung nicht nur dafür sorgt, dass man damit auch im Stadt-Dschungel zurück zum geparkten Auto findet, sondern auch Freisprecheinrichtung,  Multimedia-Zentrale  und Bordcomputer darstellt. Blutooth-Streaming der auf dem Handy gespeicherten Musik ist damit ein Kinderspiel.

Kleine Autos sind zwar praktisch zum parken, aber meine alte S-Klasse ist mir lieber, damit fahre ich sicherer und im Falle eines Unfalles bin ich darin besser aufgehoben. Solche Sprüche hört man oft. Da werden alte Schleudern mit Mühe durch den Großstadt-Dschungel manövriert, nur weil man denkt, im Falle eines Falles wäre man in einem 20 Jahre alten „Hobel“ besser aufgehoben.

Bullshit. 

Skoda Citigo in Hamburg

Der Citigo ist zwar nicht einmal 4 Meter lang, aber seine 3,56m sind derart gut gebaut, das er im Euro-NCAP Crashtest 5 von 5 Sterne bekommen hat.  Damit es erst gar nicht soweit kommt, hat der Citigo jedoch etwas an Board, was man bei den vermeintlich sicheren „alten Schlitten“ vergeblich suchen wird: Einen „City Safe“ Assistenten. Dieser Notbrems-Assistent kann Unfälle im typischen Stadtverkehr vermeiden helfen. Zwischen 5 und 30 km/h misst ein Lasersensor in der Frontscheibe den Abstand und die Geschwindigkeit zum vorausfahrenden Fahrzeug.  Erkennt das System eine Gefahr, kann der Citigo vollständig bis zum Stillstand abbremsen.

Auf einem abgesperrten Platz vor den Deichtorhallen konnte ich das System selbst testen. Es kostet ein wenig Überwindung um mit knapp 30 km/h auf ein Hindernis zu zu fahren und dann die Füße von den Pedalen zu nehmen, anstelle ordentlich auf die Bremse zu treten. Aber – was soll ich sagen? Es funktioniert.

Er bremst selbst mit einer Verzögerung von bis zu 10m/s² ab und kommt vor dem Hindernis (im Test war es eine Papp-Wand) zum stehen.

Geile Sache. Dürfte bei einigen „Unkonzentrierten“ Smartphone-Usern für eine Entlastung der KFZ-Versicherung sorgen.    Diese Technik ist in Luxuslimousinen nichts ganz neues mehr, im Segment der Kleinstwagen jedoch völlig neu.

Zum 60PS und 75PS Motor, dem Fahrverhalten und meiner Einschätzung über die Qualitäten des kleinen Škoda werde ich im dezidierten Fahrbericht auf autofahrer-zeitung.de noch eingehen.

 

An dieser Stelle ist dann erst einmal genug gesagt.

Nein. Halt ;).

Merci an Škoda für die Einladung nach Hamburg.

 

 

Luxus-Leben der Motorjournalisten

Homöopathisches Essen und Stuhlgang im Quadrat

Ich habe eben beim Peter Ruch auf radical-mag.com den Beitrag für das Wochenende gefunden:

Designer-Brunz

Lustigerweise waren er und ich binnen kurzer Zeit im gleichen „Designer-Hotel“ in Nizza untergebracht damit wir beide das neueste Zuffenhausener Baby kennenlernen konnten.

Und ja, die Kloschüssel in diesem eigentlich absolut meinem Design-Stil entsprechenden Hotel waren – quadratisch. Und als ich beim ersten Mal mit meinem Po auf dieser quadratischen Klobrille die Erfahrung machen konnte, das oval doch deutlich besser zur Anatomie passt, als ein mit dem Lineal gezeichnete Klobrille, da lagen mir ein paar niveaulose Sprüche auf der Zunge. Das Handy hatte ich auch schon im Anschlag und eigentlich wollte ich meine völlig neue Erfahrung gerade twittern, als ich voller Scham bemerkte, worüber ich nun twittern wollte.

Die Hintern auf dieser Welt scheinen doch einen Unterschied zu haben, der mir nicht bekannt war.
Die Hintern auf dieser Welt scheinen doch einen Unterschied zu haben, der mir nicht bekannt war.

Ich hab es also gelassen.

Aber Peter hat ja nicht nur mit der quadratischen Kloschüssel recht. Nein, es nervt mich nicht, wenn man in 5 Sterne Hotels untergebracht wird, wobei ich doch immer ein merkwürdiges Gefühl habe, wenn mir andere Menschen meine Koffer abnehmen wollen.

Natürlich sind 5 Sterne Hotels geil, aber warum muss man das Essen in Reagenzgläsern und auf Tellern in der Größe von Bierdeckeln bekommen? Auch mit dieser Kritik hat Peter Recht. Einfach zusammen sitzen, ein Stück Fleisch und dazu ein Glas Wein, mehr brauche ich persönlich nicht für einen gelungenen Abend.

Und nein – ständig am Flughafen durch Sicherheitschecks zu stolpern und jedes mal den Gürtel vor fremden Menschen aus der Hose zu ziehen, hat wirklich nichts mit Urlaub zu tun. Ja, ich weiß wie eitel manch Motorjournalist seine Frequent Flyer Karte im Geldbeutel trägt. Und es soll sogar Kollegen geben, die bekommen mittlere Nervenzusammenbrüche, wenn mal keine Star Alliance Flüge zur Verfügung stehen.

Und ich gebe Peter völlig recht, ich will nichts anderes als Auto fahren. Mit Experten plauschen ist genial, aber das Sektgläser geklimpere tausche ich gerne gegen eine Extra Runde um den Block.

Ich habe mir diese Arbeit ausgesucht, ich habe mich nicht darum beworben. Ich will Autos erleben, erfahren und darüber schreiben, reden und Inhalte produzieren die eventuell auch irgendwann mal meine Kinder lesen und dann völlig ungläubig mit weit geöffneten Augen fragen: „Was, Ihr konntet Benzin verbrennen und Elektroautos waren nicht an jeder Ecke?“

Ich will das mich meine Kinder irgendwann mal frage: „Du, Papa – habt Ihr wirklich Spaß beim Autofahren gehabt?“.

Dafür brauch ich weder Dinnerpartys noch Designer-Hotels…

 

Quelle: Das Bild für den Beitrag stammt von: http://www.flickr.com/photos/somauritius/