Erste Fahrten: Ford Vignale Kuga und Edge

Was bereits im Jahr 2016 mit dem Mondeo und S-MAX begann, führt Ford nun mit seinen bestehenden Sport Utility Vehicels (SUVs) Kuga und Edge fort. Unter dem Namen „Vignale“ präsentiert Ford seine neue Top-Ausstattungslinie, die außerdem ein exklusives Einkaufs- und Service-Versprechen bietet. Europaweit sollen bis 2017 in ca. 500 FordStores „Vignale“ Lounges entstehen, die in einem exklusivem Ambiente gezielt auf Kundenwünsche eingehen können. Denn eines haben die potentiellen Ford Vignale Käufer nicht und das ist „Zeit“. Dies befand eine Studie im Vorfeld dieses speziellen Verkaufskonzepts. Der Kuga und Edge dienen, wie schon die bereits eingeführten Modelle als weitere Markenbotschafter und werden wie beim Kuga ab € 34.650 und Edge ab € 53.300 ihren Einstiegspreis finden.

Die neuen Ford Vignale Kuga und Edge im ersten Fahrbericht

Kuga und Edge im Luxus Modus

Lange Zeit musste Ford seine Kunden ziehen lassen, die einen gehobeneren Standard in Verbindung mit individuellen Dienstleistungen gefordert haben. Diese Philosophie versucht man nun seit letztem Jahr selbst zu entwickeln und generiert den „anspruchsvollen“ Kunden mit den bereits europaweit mehr als 360 FordStores. Im besonderen Rahmen eines solchen Stores kann nun der Käufer die „Faszination Ford“ erleben. Eine exklusive eingerichtete Präsentationsfläche speziell für die Vignale-Modellfamilie wird den Kunden für die Top-Ausstattung sensibilisieren. Damit reagiert der Kölner Autohersteller auf Umfragen unter den Nutzern von Premiumfahrzeugen. Der Künstler und Karosseriebauer „Alfredo Vignale“ und Ford verbindet gleichermaßen die Visionen des italienischen Carrossiers und Polsterers. Carrozzeria Vignale wurde 1969 von Ghia übernommen, das sich seit 1970 im Besitz der Ford Motor Company befindet. Aerodynamisch optimierte Rennwagen und die Luftfahrtbranche inspirierten Vignale damals für eine besonders leichte Einzelanfertigung und filigrane Verarbeitung.

Vignale verspricht puren Luxus
Vignale verspricht puren Luxus

Dieses Know-how verbunden mit traditioneller Handwerkstechnik für neue Kreationen ist der Grundgedanke der Luxus-Linie. Vignale definiert sich zudem über den Servicegedanken, den Ford vermittelt. Zum Beispiel im Bereich exklusives Einkaufs- und Service-Versprechen. So kann sich der Kunde auf einen Hol- und Bringdienst zu Wartungs- und Reparaturterminen verlassen. Darüber hinaus steht Ihm auch ein Service-Leihwagen der gleichen Kategorie zur Verfügung. Im Service-Angebot ist nicht nur eine erweiterte Fahrzeugreinigung nach einer Inspektion, sondern eine einmalig monatliche Fahrzeugreinigung, die der Besitzer beim verkaufenden und durchführenden Händler vornehmen lassen kann.

Kuga mit Diesel und Benziner

Der Kuga Vignale wird mit zwei Diesel und einem Benziner in zwei Leistungsstufen angeboten. Die beiden Diesel stehen mit insgesamt drei Leistungsstufen zur Verfügung. Erfahren wir beim 1.5 Liter TDCi 88 kW (120 PS), kommt der 2.0 Liter TDCi mit den Leistungen von 110 kW (150 PS) und 132 kW (180 PS) daher. Während der kleine Diesel 300 Newtonmeter bei 1.500 – 2.000 Umdrehungen liefert, bietet der 2.0 Liter Diesel in der Leistungsstufe 150 PS starke 370 Newtonmeter bei 2.000 – 2.500 Umdrehungen und in der Leistungsstufe 180 PS satte 400 Newtonmeter bei ebenfalls 2.000 – 2.500 Umdrehungen an. Leider ist der intelligente Allradantrieb nur für die stärkste Dieselmotorisierung serienmäßig erhältlich. Beim 1.5 Liter Diesel nicht lieferbar, ist das iAWD in der 150 PS, 2.0 Liter Diesel Motorisierung nur optional abrufbar. Alle Aggregate können sowohl mit einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe, als auch mit einem Powershift-Automatikgetriebe kombiniert werden.

Der Benziner – ein EcoBoost mit 1.5 Litern Hubraum – verfügt wahlweise über 110 kW (150 PS) oder 134 kW (182 PS). Im Gegensatz zur 150-PS-Benziner-Variante, die ausschliesslich als Fronttriebler mit manuellem Sechs-Gang-Getriebe zu bestellen ist, verbindet Ford die Leistungsstufe mit 182 PS nur mit dem Allradantrieb und Automatikgetriebe.

Entertainmentsystem Ford SYNC in 3. Generation

Außer einer Vielzahl von Individualisierungsmöglichkeiten für Innen und Außen präsentieren die Kölner für den Kuga weiter entwickelte Fahrerassistenzsysteme. Hierzu gehört unter anderem das  „Active-City-Stop“. Dieses System bremst das Fahrzeug selbsttätig ab, wenn ein Auffahrunfall droht. Es arbeitet im Geschwindigkeitsbereich bis 40 km/h. Weitere nützliche Assistenten sind ein Fahrspur-Assistent, Fernlicht-Assistent, Müdigkeitswarner, Verkehrsschild-Erkennungssystem sowie ein Toter-Winkel-Assistent. Das Kommunikations- und Entertainmentsystem Ford SYNC wird mittlerweile in der 3. Weiterentwicklung seinen Platz im Kuga Vignale erobern.

 

SUV mit Geräuschunterdrückung

Das SUV Angebot möchte Ford mit dem nach außen hin sehr amerikanisch wirkenden Edge abrunden. Der große SUV bietet noch mehr Platz und Komfort, als es der Kuga ohnehin schon tut. Dafür sorgt zum Beispiel das serienmäßig aktive Geräuschunterdrückung-System (Active Noise Cancellation). Mit drei strategisch über den Fahrgastraum verteilten Mikrofonen analysiert das System die Motorgeräusche im Innenraum. Mit entgegengesetzt schwingenden Klangwellen „neutralisiert“ die Audiotechnologie eben diese Geräusche. Das Serienangebot beinhaltet zudem eine Frontkamera mit „Split View“- Technologie, die an Kreuzungen mit verdeckter Sicht für den Fahrer quasi um die Ecke sieht. Wie bereits im Kuga erhältlich, verfügt auch der Edge über einen Toter-Winkel-Assistent, das Verkehrsschild-Erkennungssystem, ein Fahrspur-Assistenten und Müdigkeitswarner. Weiter setzt Ford mit besonderen Materialien und Features für Chassis und Interieur Akzente und Standards für den Luxusliner Vignale.

 

Starker Auftritt als Luxus SUV
Starker Auftritt als Luxus SUV

Edge mit übersichtliche Motorisierung 

Im Vergleich zum kleineren SUV Kuga ist die Motorenpalette übersichtlich. Zwei Dieselaggregate mit jeweils einer Leistungsstufe stehen zur Verfügung. Zur Wahl stehen ein 2.0 Liter TDCi- Turbodiesel mit 132 kW (180 PS) und Sechsgang-Schaltgetriebe sowie ein neuer Bi-Turbo-Diesel mit ebenfalls 2.0 Liter Hubraum, der seine Leistung von 154 kW (210 PS) und bis zu 450 Nm Drehmoment mit dem Ford PowerShift-Automatikgetriebe kombiniert. Beide Antriebe weißen gemäß Hersteller einen nominell kombinierten Verbrauch von 5,9 Liter/100 km aus, was einer CO2-Emission von 152 g/km entspricht.

Breite Performance beim Vignale Kuga
Breite Performance beim Vignale Kuga

Fazit:

Durch das stetig wachsende Angebot an Vignale Versionen aus der Ford Fahrzeugpalette wird Ford seine bestehende Kundschaft, die nach Außergewöhnlichem strebt halten können. Damit liegt der Kölner Autobauer im Trend seiner Mitbewerber.

 

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Luxuriös und Lifestylig – der Vignale Kuga

Kuga und Edge passen sehr gut in Fords Vignale Konzept und machen einen guten Luxus- Eindruck. 

Text und Bild: Stefan Beckmann

Ford Kuga Facelift – Aufgefrischt ins neue Jahr

Mit schon fast 17.000 verkauften Einheiten in diesem Jahr spielt der Kuga eine große Rolle für Ford; nur der Focus verkauft sich noch besser. Damit die Zahlen auch weiterhin so erfreulich ausfallen, erfährt das geräumige 4,52-Meter-SUV Anfang 2017 ein Facelift – natürlich mit den üblichen optischen Verjüngungsmaßnahmen an Front und Heck, einem neuen Dieselmotor und einem überarbeiteten Infotainment-System. Am Einstiegspreis ändert sich dagegen nichts, der liegt auch zukünftig bei 23.300 Euro

Wer sich für das Basis-Modell entscheidet, fährt mit einem 88 kW/120 PS starken 1,5-Liter-Turbo-Benziner vom Hof und hat immer ein Radiosystem mit großem Bildschirm, elektrische Fensterheber, Tempomat und Klimaanlage an Bord. Außerdem lässt sich die Lehne der 60:40 geteilten Rückbank immer in der Neigung verstellen. Der schwächste Otto fährt, wie sein stärkerer 150-PS-Bruder, ausschließlich mit Frontantrieb und Sechsgang-Schaltgetriebe vor, den Verbrauch gibt Ford bei beiden mit durchschnittlich 6,2 Litern an. Die dritte Ausbaustufe des Anderthalb-Liter-Motors kommt auf 134 kW/182 PS und verfügt stets über Allradantrieb und eine Sechsgang-Wandlerautomatik. Die schluckt allerdings reichlich Leistung: Mit 10,1 Sekunden dauert der Standarsprint vier Zehntel länger als beim schwächeren Bruder. Der Normverbrauch steigt dafür auf 7,4 Liter.

Die Preislistet startet weiterhin bei 23.300 Euro
Die Preislistet startet weiterhin bei 23.300 Euro

Allen drei Benzinern stehen nicht gerade üppige 240 Newtonmeter Drehmoment zur Verfügung. Die von uns gefahrene 150-PS-Version (0-100 km/h: 9,7 Sekunden, Vmax 195 km/h) wirkt damit wenig spritzig; der Griff zum Schalthebel ist beim Überholen obligatorisch. Allerdings reicht die Kraft auf leicht feuchter Straße locker aus, um die angetriebene Vorderachse in Schwierigkeiten zu bringen – hier könnte der nicht erhältliche Allradantrieb wertvolle Dienste leisten. Selbst bei gemütlicher Fahrt zeigt sich das frontgetriebene SUV ziemlich durstig: Knapp unter zehn Liter Verbrauch bescheinigt uns der Bordcomputer.

Die drei angebotenen Selbstzünder-Varianten haben nahezu die gleichen Leistungswerte wie die Benziner. Neuerdings schöpft auch der ebenfalls nur mit Frontantrieb erhältliche Einstiegs-Diesel (88 kW/120 PS, ab 27.150 Euro) seine Kraft aus 1,5 Liter Hubraum. Die mittlere Variante (110 kW/150 PS) fährt weiterhin mit zwei Liter Brennraum vor und ist wahlweise mit 2×4- oder 4×4-Antrieb erhältlich. Wer sich für die 2.000 Euro teure, nur bei Bedarf eingreifende Allradtechnik entscheidet, kann zusätzlich ein Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe (1.800 Euro) ordern. Diese Wahl hat man auch beim 132 kW/180 PS starken Top-Diesel (ab 34.050 Euro), der seine Kraft immer über alle vier Räder auf die Straße schickt. Den Verbrauch der kultivierten Selbstzünder gibt Ford mit 4,4 bis 5,2 Liter an.

Selbst bei gemütlicher Fahrt zeigt sich das frontgetriebene SUV ziemlich durstig
Selbst bei gemütlicher Fahrt zeigt sich das frontgetriebene SUV ziemlich durstig

Bis auf den Basis-Otto ist mit dem Facelift die neue Ausstattungslinie ST-Line (ab 30.600 Euro) für alle Motoren erhältlich. Dem sportlichen Anspruch wird optisch durch spezielle Stoßfänger und Seitenschweller Ausdruck verliehen, außerdem sind 18-Zöller Serie. Die ST-Line-Modelle liegen einen Zentimeter tiefer, sind etwas straffer abgestimmt als ihre Brüder und die direkte Lenkung wurde noch etwas nachgeschärft. So überzeugt das ohnehin agile SUV mit einer Extra Portion Verbindlichkeit und Präzision – ohne dass der Komfort leidet. Nur über Querfugen rollt der ST-Line etwas hölzerner als die anderen Versionen. Wer mehr Wert auf Luxus als auf Dynamik legt, kann zukünftig statt der ST-Line auch die auf edle Optik getrimmte Vignale-Edition (ab 36.450 Euro) bestellen.

Im Innenraum, wo Fahrer und Beifahrer immer noch auf etwas kleinen, dafür aber ziemlich hoch montierten Sesseln mit nur mäßigem Seitenhalt Platz nehmen, sticht vor allem das neue Sync-3-Infotainmentsystem ins Auge. Wie das Standarddisplay ist leider auch der Touchscreen leicht zurückversetzt in der mit reichlich Hartplastik ausgekleideten Mittelkonsole montiert. Das erschwert die Bedienung und man kommt öfters aus Versehen auf die vorgelagerten Tasten. Das System selbst überzeugt dagegen mit einfacher Logik und auch Smartphones lassen sich über Apple CarPlay oder Android Auto problemlos anbinden.

Zum Facelift gibt es auch mehr Assistenzsysteme
Zum Facelift gibt es auch mehr Assistenzsysteme

Doch nicht nur in Sachen Infotainment ist der überarbeitete Kuga auf dem aktuellen Stand, sondern auch bei den Fahrerassistenzsystemen: Er warnt vor Fahrzeugen im Toten Winkel, versucht Auffahrunfälle selbstständig zu vermeiden, schubst sich zurück auf die Spur, wenn er leicht abdriftet, knipst das Fernlicht automatisch an, ermahnt den Fahrer zur Pause, wenn der übermüdet wirkt und hält auf Wunsch den Abstand zum Vordermann konstant. Serienmäßig allerdings ist davon nichts. Ebenfalls nur auf der Aufpreisliste zu finden – und zwar für jede Ausstattungsvariante – sind Komfortextras wie Xenon-Licht, Sitz- und Lenkradheizung, Panoramadach oder die elektrisch bestätigte Heckklappe. (Michael Gebhardt/SP-X)

Im Innenraum sticht vor allem das neue Sync-3-Infotainmentsystem ins Auge
Im Innenraum sticht vor allem das neue Sync-3-Infotainmentsystem ins Auge

News: Lifting für Ford Kuga – Ein kleiner Edge

Ford bringt Anfang 2017 eine überarbeitete Version des Kuga auf den Markt. Premiere feiert das geliftete Kompakt-SUV nun jedoch bereits auf dem Mobile World Congress in Barcelona (22. Bis 25. Februar). Bestellbar ist es voraussichtlich ab Juni.

Die modernisierte Version startet 2017
Die modernisierte Version startet 2017

Hintergrund für das Messedebüt an ungewöhnlichem Ort: Im Kuga feiert die neueste Generation des Ford-Infotainment-System Premiere, das vor allem eine bessere Vernetzung mit dem Smartphone und eine komfortablere Sprachsteuerung bieten soll. Das Bediensystem wird darüber hinaus deutlich vereinfacht, die Knöpfchenflut auf dem Armaturenbrett eingedämmt.

Der Innenraum wurde entrümpelt
Der Innenraum wurde entrümpelt

Unter der Motorhaube ersetzt ein 88 kW/120 PS starker 1,5-Liter-Diesel das bisher angebotene 2,0-Liter-Triebwerk mit gleicher Leistung. Der Verbrauch des Vierzylinders soll in der Frontantriebsvariante 4,4 Liter betragen, 0,3 Liter weniger als beim Vorgänger. Das übrige Antriebsprogramm bleibt unverändert: Außerdem gibt es auf Dieselseite es einen 2,0-Liter-Motor mit wahlweise 110 kW/150 PS oder 132 kW/180 PS, das Benzinerprogramm besteht aus drei 1,5-Liter-Motoren mit 88 kW/120 PS, 110 kW/150 PS und 134 kW/182 PS. Allradantrieb ist bei den stärksten Triebwerken jeder Bauart serienmäßig an Bord, ansonsten teilweise gegen Aufpreis zu haben.

Die Überarbeitung des Kuga kommt zur rechten Zeit, da auch die Ko

Fahrbericht: Ford Kuga – praktisch, preiswert und mit Pep

Mit der zweiten Generation des Kuga kommt das US-Crossovermodell nun endgültig in der Stadt an und präsentiert sich mehr und mehr als Familienauto – praktisch, preiswert und doch mit Pep. Mit dem 180 PS starken Topdiesel bleibt nämlich auch der Fahrspaß nicht auf der Strecke. Mit dem stärksten Selbstzünder unter der Haube startet der neue Kuga bei einem Grundpreis von 31.750 Euro.

Der Ford Kuga gibt sich mehr denn je als Familienauto

Test Ford Kuga 2.0 „4×4“ Titanium

 

Eine komplette Neuentwicklung - der Ford Kuga
Eine komplette Neuentwicklung – der Ford Kuga.

Die zweite Generation des Kuga ist eine komplette Neuentwicklung. Die Front prägt eine schwungvoll zu den Seiten hochgezogene Schürze. Prominent wird das Markenemblem von langen Linien eingefasst, die seitliche Rundung der Frontscheinwerfer setzt sich in einer geraden Sicke über die gesamte Fahrzeuglänge fort, bevor sie bogenförmig bei den Heckleuchten wieder abfällt. Am Heck sorgen die Scheinwerfer für einen starken Auftritt.

Die Dachreling ist fest mit dem Dach verbunden. Das verbessert die Aerodynamik. Der Wagen ist zudem vier Millimeter schmaler und acht Millimeter niedriger im Vergleich zur ersten Generation. Die optimierte Windschlüpfrigkeit macht sich bei Kraftstoffverbrauch (5,2 Liter im Normtest) und Abgasemission (135 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer) positiv bemerkbar. Überhaupt ist sein Offroadlook nicht mehr so ausgeprägt –  der ausschließlich als Fünfsitzer erhältliche Kuga ist heute mehr als Städter unterwegs, was ja auch seinem eigentlichen Einsatzzweck als Familienauto entspricht.

Als Städter unterwegs, was ja auch seinem eigentlichen Einsatzzweck als Familienauto entspricht
Als Städter unterwegs, was ja auch seinem eigentlichen Einsatzzweck als Familienauto entspricht.

Im Innenraum sorgen der hohe Level der Materialien, wie zum Beispiel Softtouchoberflächen und die Verarbeitungsqualität für ein gediegenes Ambiente. Gut finden wir die leicht zum Fahrer hin geneigten Bedienelemente. Zur Grundausstattung gehören Klimaautomatik und Tempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzer, sieben Airbags sowie eine Berganfahrhilfe. Die Armaturen bieten dem Fahrer sehr viele nützliche Informationen, wobei das Display des Bordcomputers nie überladen wirkt. Hingegen staunen wir beim Navigationsgerät nicht schlecht, als wir das Fünf-Zoll-Display sehen.

In Sachen Flexibilität und Assistenzsysteme hat der Kuga deutlich zugelegt. Dank eines neuen Klappmechanismus für die Rücksitzbank wuchs das Laderaumvolumen auf stolze 1653 Liter. Bei voller Bestuhlung, auf der fünf Personen bequem Platz finden, passen immer noch sehr gute 456 Liter in den Kofferraum. Die Dreiersitzbank im Fond verfügt über eine praktische Einstiegshilfe, die Türen klappen weit auf.

Das schon für die Einstiegsvariante zum Aufpreis von 1300 Euro zur Verfügung stehende Technologie-Paket beinhaltet das System Active City Stop, das Auffahrunfälle bis zu einer Geschwindigkeit von 30 km/h verhindert. Ebenfalls an Bord sind ein Assistent für den toten Winkel, ein Fahrspur-Assistent inklusive Müdigkeitswarner sowie ein Fernlicht-Assistent und ein Verkehrsschild-Erkennungssystem.

Eine gehörige Portion Fahrspaß vermittelt der souveräne und neu ins Motorenprogramm aufgenommene 180-PS-Diesel. Mit einem Drehmomentmaximum von 400 Newtonmetern zwischen 2000 bis 2500 Umdrehungen kann das Aggregat jederzeit noch einmal spürbar nachlegen. Kombiniert ist es mit einem kurz abgestuftem Sechsgang-Schaltgetriebe oder einer Power-Shift-Automatik. Gerade für den europäischen Geschmack ist die Lenkung ausgesprochen spursicher ausgelegt. In Verbindung mit dem kleinen Wendekreis ist so in der Stadt ein sehr entspanntes Fahren und Einparken möglich.

Als Fronttriebler als auch mit elektronisch geregeltem Allrad-Antriebssystem erhältlich
Sowohl als  Fronttriebler als auch mit elektronisch geregeltem Allrad-Antriebssystem erhältlich.

Der Kuga, den es sowohl als Fronttriebler als auch mit elektronisch geregeltem Allrad-Antriebssystem gibt, ist ab einem Preis von 24.800 Euro zu haben. Dafür bietet Ford einen frontgetriebenen 1.5-Liter Benziner mit 150 PS an. Die Dieselmotorisierungen wiederum starten mit einem frontgetriebenen Aggregat mit 120 PS und dem Sechsgang-Schaltgetriebe zum Preis von 26.900 Euro.

Die Preisunterschiede zwischen den vier Ausstattungslinien Trend, Sync, Titanium und Individual sind moderat gehalten. So liegt beim stärksten Diesel die Differenz zwischen der Basisausstattung Trend und der Topausstattung Individual bei gerade mal 5000 Euro. Dabei sind bereits inbegriffen ein Sony-Audiosystem inklusive AppLink, Bi-Xenon-Scheinwerfer vorn und hinten mit Scheinwerfer-Reinigungsanlage und dynamischer Leuchtweitenregelung, ein Park-Pilot-System  für vorn und hinten sowie ein Stylingpaket.

Imposanter und peppiger Auftritt
Imposanter und peppiger Auftritt.

Technische Daten: Ford Kuga 2.0 l „4×4“ Titanium

Hersteller:  Ford
Typ:  Kuga 2.0 l „4×4“
Kasse:  SUV
Motor:  R4
Getriebe:  Sechs-Gang-Schaltgetriebe
Antrieb:  Allradantrieb
Hubraum:  1.997 ccm
Leistung:  132 Kw (180 PS)
Drehmoment:  400 Nm bei 2000 – 2500 U/min.
Gewicht Fahrfertig:  1.707 kg
Von 0 von 100:  9.2 s
Höchstgeschw.:  202 km/h
Verbrauch (NEFZ):  5,2 Liter
CO2-Ausstoß (NEFZ)  135 g/km
Emmissionsklasse  EU 6
Effizienzklasse  A
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Fotos im Artikel und Titelbild: Stefan Beckmann

Die Spannung sinkt

Zulieferer Schaeffler hat ein seriennahes Konzeptfahrzeug entwickelt, das anstelle des heute gängigen Hochvoltsystems mit einem milden 48-Volt-Hybridsystem arbeitet. Diese Bordspannung soll gegenüber konventionellen Hybridfahrzeugen Kostenvorteile bei Herstellung und Wartung bieten. Premiere feiert das Mittelklasse-SUV auf der Detroit Motor Show (12. bis 25. Januar).

Das Konzeptfahrzeug basiert auf dem Ford Kuga. Durch die milde Hybridisierung mit 48 Volt werden laut Schaeffler bereits jetzt Vorgaben erreicht, wie sie erst in zehn Jahren gelten werden. Auch die sogenannten amerikanischen CAFE-Standards für das Jahr 2025 werden erfüllt. CAFE steht für Corporate Average Fuel Economy und beschreibt die gesetzlichen Flottenverbrauchsvorschiften.

Neben der milden Hybridisierung kommen im Konzeptfahrzeug weitere Technologien zum Einsatz, unter anderem eine Allrad-Trennkupplung sowie Maßnahmen zur Dämpfung und Reibungsoptimierung im Antriebsstrang.

Schaeffler arbeitet schon seit längerer Zeit an der Hybrid-Antriebstechnik. Vor wenigen Monaten zeigte der Zulieferer in Kooperation mit dem Reifenhersteller Continental am Beispiel eines 92 kW/125 PS starken Ford Focus mit 1,0-Ecoboost-Benziner, wie man schon heute mittels eines milden Hybridstranges bis zu 17 Prozent Kraftstoff einsparen kann.

Die Kostenbremse setzt das 48-Volt-Hybridantrieb auch an anderer Stelle an: Konventionelle Hybride benötigen bis zu 400 Volt Spannung. Um beispielsweise bei Rettungsmaßnahmen Ersthelfer nicht mit einem lebensgefährlichen Stromstoß zu gefährden, ist eine teure und aufwendige Schutzvorrichtung nötig. Kfz-Mechaniker brauchen für die Wartung solcher Fahrzeuge zudem eine spezielle Ausbildung. Beides wird bei Autos mit 48-Volt-Netz nicht benötigt.

Autor: Adele Moser/SP-X

Premiere: Der Ford Edge für Europa

Die Diskussion über Sinn oder Unsinn von SUVs ist längst entschieden, wenn es nach den Kunden geht. Die lieben ihre SUVs und das in allen Größen. Bei Ford gab es in Europa lange Zeit nur einen SUV im Angebot. Der Ford Kuga zählt dabei zu den erfolgreichen Kompakt-SUVs im Segment. Ganz neu, der kleine SUV mit dem Namen EcoSport. Dieser wurde zu Beginn des Jahres vorgestellt und nun will man bei FORD das Angebot nach oben abrunden und bringt einen „großen SUV“.

Premiere des FORD EDGE

Think bigger!

Ford Edge premiereErst in der zweiten Jahreshälfte des kommenden Jahres (Q3/2015) wird dieser große SUV an die deutschen Kunden ausgeliefert. Eine lange Zeit die man nun, von der Präsentation, bis zu dem Tag an dem man mit dem Familien-SUV vom Hof des Händlers rollen kann, überbrücken muss. Das hat man den deutschen Ford-Kunden bereits mit dem neuen Mustang angetan und nun wiederholt man diese lange Anlaufphase.

One Ford – Drei SUVs

Der Ford Kuga ist am deutschen Markt eine feste Größe, der neue Ford Ecosport rundet das Angebot der Ford SUV-Modelle nach unten ab. Der neue Edge soll das Top-Modell der SUVs im Programm der Kölner werden.

Volle Kante

Der Ford Edge wurde mit 4.81 Metern üppig lang. Die Front besteht fast nur aus dem massiven Chrom-Kühlergrill im „super-size-me Format“.  Kleine Andeutungen von Blechfalten, ähnlich der Powerdoms früher Muscle-Cars, teilen die große Fläche der Motorhaube dezent in drei Bereiche auf. In der Seite wirken vor allem die 20-Zoll Räder des Edge imposant. Die Seitenlinie bekam eine nach hinten stärker ausgeformte Schulterlinie. Und die Blechnase vor dem Hinterrad soll an den dynamischen Körperbau eines Geparden erinnern. Nun denn.  Über optische Spielereien und die philosophischen Eskapaden der Designer, kann man endlos lange diskutieren.  Als gelungen empfinde ich die Heckpartie des neuen Edge, wenngleich mich die Details der Rückleuchten und der Übergang in die Seitenlinie an den neuen Jeep Cherokee erinnern.

Fakten über die man nicht diskutieren kann

Ford wird den Edge in drei Ausstattungslinien anbieten. Wobei in dieser Klasse vor allem das Titanium-Topmodell und der auf Dynamik getrimmte Sport die Marktanteile holen sollen.

Bei der Motorisierung bekommt der Kunde vorerst keine Wahl. Unter der Haube wird ein Diesel mit zwei Liter Hubraum und vier Zylindern seine Arbeit verrichten. Die TDCi-Motoren werden zu einer neuen (überarbeiteten) Generation gehören und entweder 180 PS oder 210 PS leisten. Wer den großen SUV automatisch schalten lassen möchte, der bekommt ein 6-Gang Doppelkupplungsgetriebe und die 210 PS-Motorisierung in Kombination. Der 180 PS Diesel wird als 6-Gang Handschalter ausgeliefert.

Während die Motorisierungsmöglichkeiten noch sehr mager ausfallen, packt FORD beim Thema Sicherheit und Assistenz eine Extra-Portion oben drauf. So wird der neue Ford Edge der erste Ford sein, der eine adaptive Lenkung erhält. Das ist nichts umwerfend neues in der Automobil-Industrie, aber eben zum ersten Mal in einem Ford erhältlich. Die Vorteile sind mehr Handlichkeit in der Stadt und mehr Fahrspaß durch eine direkte Lenkung bei höheren Geschwindigkeiten.  Der Edge wird zudem der erste Ford in Deutschland sein, der Gurt-Airbags für die Passagiere in der zweiten Reihe anbietet. Gurt-Airbags werden wie normale 3-Punkt Gurte angelegt, enthalten aber, im quer über die Brust verlaufenden Gurtband, einen Airbag der sich im Bedarfsfall binnen 40 Millisekunden aufbläst und so die Aufprallenergie besser auf den Oberkörper verteilt.  Ein Notbrems-Assistent für die Stadt, ein Assistent zum ein- und ausparken und auch ein System dass aus den Parklücken heraus schaut und so heran nahende Fahrzeuge erkennen soll, wird an Board sein.

An der Front wird man mit LED-Scheinwerfern in die Nacht leuchten und das neue, frisch wirkende und vor allem von vielen Knöpfen befreite Cockpit spricht dank dem Ford Sync2 System auch mit den Insassen und wer nicht sprechen will, der bedient das Multimedia-System über das neue 8-Zoll große Touchscreen.

Ein praktischer Typ für die ganze Familie?

So eine statische Präsentation lässt kein endgültiges Urteil über ein Auto zu. Was ich in Köln begutachten konnte, war vor allem ein großer SUV mit ordentlich Platz im Innenraum, einem maskulinen Außendesign und einem frischen Cockpit-Design. Ob am Ende die Verarbeitung dem Anspruch an ein „Top-SUV“ gerecht wird, ob man mit nur einem Motor und der strikten Verknüpfung der beiden Leistungsstufen an je eine Getriebe-Möglichkeit zudem erfolgreich am Markt der „Premium-SUVs“ angreifen kann – will ich vorab bezweifeln.

Das der neue FORD Edge  für Familien mit dem Wunsch nach einem attraktiven und geräumigen SUV, eventuell sogar zu einem Kampfpreis, gerecht werden kann – dass will ich nicht vorab bezweifeln.

 

Über den Preis schweigt sich FORD derzeit noch aus, ich persönlich würde 33.900 als Basispreis vermuten.