VLN – Eine Runde mit Rolf Derscheid über die Nordschleife

Der langjährige VLN-Pilot Rolf Derscheid  und Gewinner der Saison 2014 zählt innerhalb der VLN-Familie zu den Vorzeige-Amateurpiloten. Mit einem überschaubaren Budget und jeder Menge Enthusiasmus startet er zusammen mit Michael Flehmer mit einem BMW 325i in der Klasse der VLN Produktionswagen bis 2.500 ccm Hubraum. 2013 errang er seinen 25. Klassensieg und nimmt uns mit auf eine Runde Nordschleife.

Der Grand-Prix-Kurs an sich ist nicht besonders spannend. Mit unserem 228 PS-starken E90 muss man hier vor allem sehen, dass man in allen Kurven viel Schwung mitnimmt. Durch unsere Serienbremse und ein nicht zu unterschätzendes Gesamtgewicht von 1.365 kg kann man sonst viel Zeit liegenlassen.

Wenn es endlich auf die Nordschleife geht, wird es spannend. Die schnelle Rechtskurve zu Beginn des Abschnitts Hatzenbach wird voll gefahren. Danach muss man vor allem eine weiche Linie finden und in der letzten Linkskurve vor Hocheichen den Curb etwas mitnehmen. Allerdings muss man hier aufpassen, dass es einen nicht aushebelt. Die Passage Hocheichen mag ich nicht besonders, denn hier ist es häufig glatt und das Auto wird in der abfallenden Linkskurve hinten sehr leicht. Von dort aus geht es mit Vollgas über die Kuppe und die folgenden Kurven am Flugplatz. Das passt einfach. Am Schwedenkreuz lupfe ich nur kurz und schaue dann, dass ich für die Arembergkurve den richtigen Bremspunkt erwische. Die Senke in der Fuchsröhre geht noch voll, ehe für die Linkskurve dahinter ein hartes Bremsmanöver folgt. In der Rechtskurve vor dem Adenauer Forst muss man den Curb genau treffen und danach runter bis in den dritten Gang und durch die Schikane. Diese Stelle ist mir bis heute nicht richtig in Fleisch und Blut übergegangen.

In Richtung Metzgesfeld geht es wieder voll auf‘s Gas und die erste Linkskurve wird nur leicht das Gaspedal gelupft. Die Passage Kallenhard bis Wehrseifen ist verdammt schnell im vierten Gang und es ist eher eine Kopfsache, wenn man kurz die Bremse antickt. Die Wehrseifenkurve selber nehme ich im zweiten Gang, danach geht es bis in den vierten Gang bis zur Breidscheid-Brücke. Die Mauer kommt einem schneller näher, als einem lieb ist, also gilt es den Wagen im dritten Gang auf Zug zu halten und mit so viel Speed wie möglich die Rechtskurve Exmühle nehmen.

Die folgende Bergaufpassage ist aufgrund der fehlenden Leistung nicht besonders spannend. Eine Gewissensfrage ist nur die Mutkurve im Bereich Kesselchen. Wenn man eine Zeit unter zehn Minuten erreichen will, darf man hier weder bremsen, noch lupfen. Auch kann man hier häufig beobachten, dass schnellere Fahrzeuge nach der Mutkurve auf einmal doch wieder mehrere Wagenlängen Rückstand haben… Im Karussell muss man schauen, dass man am Ausgang möglichst viel Schwung mitnimmt. Die Passage bis hoch zur Hohen Acht geht im vierten Gang voll, nur vor der letzten Rechtskurve am Hauptposten gehe ich leicht vom Gas, um gut herumzukommen.

Jetzt beginnt ein Abschnitt, den ich sehr mag. Bergab Richtung Wippermann macht bei trockener Piste eine Menge Spaß. Im Nassen ist es gut, den nötigen Respekt zu haben. Danach geht es flüssig weiter bis zum Brünnchen und ausgangs flott durch die Rechtskurve in Richtung Pflanzgarten. Hier sind am kleinen Sprunghügel trotz unserer 1.300 kg alle vier Räder in der Luft. Das klappt beim großen Sprunghügel nicht, dafür geht es danach im fünften Gang in Richtung Schwalbenschwanz. Die Passage am Kiesbett muss man ziemlich genau nehmen und sich weit heraustragen lassen um dann gleich das kleine Karussell anzupeilen. Die Steilkurve geht im dritten Gang und ich beschleunige bis in den vierten Gang nach oben Richtung Galgenkopf. Von dort aus ist Vollgas angesagt und an der Audi-Brücke lege ich den fünften Gang ein. Vor der Hohenrain-Schikane wird der Bremse noch einmal alles abverlangt, ehe man auf die Start-Ziel-Gerade einbiegt.

Wie man sieht, sind wir an vielen Stellen darauf angewiesen, den nötigen Schwung mitzunehmen. Zeit verliert man oft, wenn schnellere Fahrzeuge beim Überrunden an Stellen reinstechen, an denen es einfach nicht passt und ich so weit zurückziehen muss, dass ich diese Zeit in den folgenden Passagen nicht wieder gutmachen kann. Hier wünsche ich mir manchmal etwas mehr Weitblick…

VLN 2014: Dörr Motorsport mit Rennsieg zum Titel im TMG GT86 Cup

Grandioses Finale für Dörr Motorsport beim letzten Saisonlauf des TMG GT86 Cup. Nach einem faszinierenden und phasenweise hochspannenden Rennen gewannen  Arne Hoffmeister/Fabian Wrabetz im Toyota GT86 CS-V3 mit der Startnummer 534 den zehnten und letzten Saisonlauf des Markenpokals der TOYOTA Motorsport GmbH im Rahmen der Langstreckenmeisterschaft VLN. Das Duo von Dörr Motorsport, bereits als Tabellenführer in das letzte Rennen des Jahres gegangen, sicherte sich mit diesem Erfolg Platz eins der Gesamtwertung. Platz zwei im finalen Rennen holten sich Sarah und Nigel Moore (Vantage Motorsport) vor dem Team Leutheuser Racing & Events mit Jutta Beisiegel, Pawel Ledwon und Ralf Goral. In der Gesamtwertung ergaben sich an der Spitze damit keine Verschiebungen mehr. Hinter den neuen Meistern verteidigte Martin Tschornia (Leutheuser Racing & Events) seinen zweiten Platz. Rang drei behaupteten die Moore-Geschwister (Endstand vorbehaltlich der Bestätigung durch VLN und DMSB).

„Mit einem Sieg Meister werden – besser geht es doch gar nicht. Wir wollten unbedingt aus eigener Kraft den Cup-Sieg unter Dach und Fach bringen. Das haben wir eindrucksvoll geschafft. Ich bin einfach nur glücklich“, jubelte Uwe Isert, Team-Manager bei Dörr Motorsport nach dem Zieleinlauf seines Duos. Einer der ersten Gratulanten in der Box war Nico Ehlert, Leiter Kundensport bei TMG. „Hoffmeister/Wrabetz sind ohne Frage verdiente Meister. Sie waren die ganze Saison über schnell, haben sich keine Fehler geleistet und regelmäßig Punkte gesammelt“, lobte Ehlert die neuen Cup-Sieger.

Das Rennen bot mal wieder alles, was Motorsport auf dem Nürburgring ausmacht. Nach 26 Minuten musste das Saisonfinale wegen aufziehenden Nebels unterbrochen werden. Genau 118 Minuten hatte sich die Wetterlage soweit verbessert, dass ein Neustart erfolgen konnte. Drei Stunden und sechs Minuten war von da an die verbleibende Rennzeit, die trotz einbrechender Dämmerung voll genutzt wurde. Im TMG GT86 Cup lieferten sich die neuen Meister vom Start weg mit dem Auto von Vantage Motorsport ein tolles Duell um die Führung. Nach Abschluss der dritten Runde jagten beide Autos so dicht hintereinander über die Start- und Zielgerade, dass wohl kaum mehr als eine Briefmarke zwischen die Stoßstangen der beiden Toyota gepasst hätte.

Kurz nach der Hälfte des Rennens hatten sich Hoffmeister/Wrabetz etwas  von ihren Verfolgern absetzten können. Doch eine Gelbphase auf der Döttinger Höhe machte den kleinen Vorsprung wieder zunichte. „Da hingen wir hinter dem Werksbentley fest. Der ist mit 40 statt der erlaubten 60 km/h langgeschlichen“, erklärte Isert nach dem Rennen. „Aber was soll’s, letztlich ist ja alles gut gegangen. 29,476 Sekunden Vorsprung hatte sein Duo nach 18 Runden im Ziel vor dem Auto von Vantage-Motorsport.

Nico Ehlert, Principal Engineer Customer Motorsport: „Wir sind mit unserem Markenpokal angetreten, weil Kundensport praktizieren wollten. Nach zwei Jahren kann ich feststellen, dass dieses Konzept aufgegangen ist. In der ersten Saison mussten unsere Kunden uns erst kennenlernen. Jetzt haben sie Vertrauen in unsere Arbeit gefasst und gemerkt, dass wir Hilfe leisten wo immer es möglich ist und für alle Teams gleichermaßen da sind. Deshalb ist diese zweite Saison für mich noch erfolgreicher verlaufen als unser erstes Jahr. Die Zufriedenheit unserer Teams spiegelt sich auch darin wieder, dass bereits zum jetzigen Zeitpunkt viele ihren Start in der nächsten Saison angekündigt haben und einige Teams ihr Engagement 2015 sogar ausbauen wollen.“

VLN 2014: Das ‚Schinkenrennen’ beendet die VLN-Saison 2014

Das Saisonfinale ist stets ein Wechselbad der Gefühle. Auf der einen Seite ist das Motorsportjahr nun vorbei und man kann stolz auf das Geleistete zurückblicken. Auf der anderen Seite ist dem eingefleischten Motorsportler auch bewusst: Nun folgen Tage und Wochen, an denen sich buchstäblich kein Rad dreht. Mit einer Traditionsveranstaltung endet am Samstag, 25. Oktober die Langstreckensaison in der ‚Grünen Hölle’. Der 39. DMV Münsterlandpokal – den Teilnehmern unter dem Namen ‚Schinkenrennen’ bekannt – bildet den krönenden Abschluss des 38. Jahres der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. Der Name ist Programm, denn den Siegern winkt bei der abendlichen Siegerehrung neben dem obligatorischen Pokal ein Westfälischer Schinken als zusätzlicher Bonus. Diese Tatsache ist für die mehr als 165 Teams zusätzliche Motivation, denn die kulinarische Köstlichkeit aus der Heimat des veranstaltenden MSC Münster möchte sich niemand entgehen lassen. Rund um die Nordschleife ist das Erlebnis Langstreckenmeisterschaft kostenlos. Für die geöffneten Tribünen am Grand-Prix-Kurs und einen Besuch im Fahrerlager inklusive Startaufstellung sind pro Person familienfreundliche 15 Euro zu entrichten. Jugendliche unter 14 Jahren haben freien Eintritt. Tickets sind an den Tageskassen vor Ort erhältlich. Alle Informationen rund um die populärste Breitensportserie Europas gibt es im Internet auf der Webseite www.vln.de.

Den Preis für die weiteste Anreise darf man guten Gewissens schon vor dem Rennen vergeben. Wenn Tony Richards am Samstagmorgen im Aston Martin V8 Vantage das Training aufnimmt, hat der Neuseeländer bereits eine mehr als 18.000 Kilometer weite Anreise hinter sich. Richards, der sich das Cockpit des britischen Supersportlers mit Aston-Martin-Boss Dr. Ulrich Bez und dem Schweizer Andreas Bänziger teilt, ist der perfekte Beweis dafür, dass der Reiz der berüchtigten Nürburgring Nordschleife ungebrochen ist. Und er ist nur einer von vielen: Dem Ruf der ‚Grünen Hölle’ folgen Piloten aus den USA, Russland und Thailand genauso wie aus den europäischen Nachbarländern. Der Faszination der schönsten und anspruchsvollsten Rennstrecke der Welt kann sich eben niemand entziehen.

Ähnlich wie das Aston-Martin-Trio setzen auch Guy Smith, Steven Kane und Andy Meyrick auf Rennsporttechnik von der britischen Insel. Die drei Sportwagenspezialisten pilotieren beim VLN-Finale zum zweiten Mal den bulligen Bentley Continental GT3. Nach der Premiere beim neunten Lauf, die durch eine Kollision und anschließende Reparaturarbeiten geprägt war, schickt sich das Werksteam nun an, weitere Erfahrungen im Renneinsatz auf der Nordschleife zu sammeln.

Die Konkurrenz wird es dem Neuling allerdings erneut nicht leicht machen. Erfahrene VLN-Teams stehen Gewehr bei Fuß, um noch einmal voll zu punkten. Der Favoritenrolle können sich Klaus Abbelen, Sabine Schmitz (beide Barweiler) und Patrick Huisman (Niederlande) mit drei Saisonsiegen nicht entziehen. Das Trio wird im Porsche 911 GT3 R von Frikadelli Racing zum wiederholten Mal von Frank Stippler (Bad Münstereifel) unterstützt. Der etatmäßige Audi-Pilot fuhr beim neunten Lauf einen neuen Rundenrekord auf der 24,358 Kilometer langen Kombination auf Nürburgring Sprintkurs und Nordschleife. Dass dieser nicht in die offiziellen Statistiken eingehen wird – Stippler erzielte die Rundenzeit im Zeittraining – dürfte ihn dabei nur wenig stören. Vielmehr hat er sich die Hochachtung seiner Mitstreiter erfahren.

Die Teams Weiland Racing, Car Collection Motorsport und Hofor Racing setzen auf den starken Mercedes-Benz SLS AMG GT3, der in diesem Jahr schon für drei Gesamtsiege gut war. Nicht verstecken müssen sich auch die beiden Besatzungen des Team Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop. Die beiden BMW Z4 GT3 sind immer für eine vordere Platzierung gut. Selbiges gilt auch für den Porsche 911 GT3 RSR des Wochenspiegel Team Manthey, den Audi R8 LMS ultra der Brüder Dennis und Marc Busch (beide Bensheim), den McLaren MP4 12C GT3 von Dörr Motorsport und den Ford GT3 von Jürgen Alzen Motorsport. Spannung ist in jedem Fall garantiert.

Der 39. DMV Münsterlandpokal führt über die gewohnte Distanz von vier Stunden. Die Startplätze werden im Zeittraining von 8:30 bis 10 Uhr vergeben. Das Rennen beginnt pünktlich um 12 Uhr.

Nürburgring Drift Cup in der Müllenbachschleife
Für alle Driftfans findet vom 24. bis 26. Oktober 2014 der vierte und letzte Lauf des Nürburgring Drift Cup statt. In der Müllenbachschleife treffen sich Driftexperten aus ganz Europa, um die Zuschauer mit quietschenden Reifen und soundstarken Motoren zu beeindrucken. Unterstützt von FALKEN High Performance Tyres, der AUTO BILD Sportscars und Skylimit, veranstaltet der Nürburgring eines der größten Drift-Events in Deutschland. Tickets sind im info°center und an den Tageskassen erhältlich. Inhaber eines VLN Tickets erhalten eine Ermäßigung auf das Samstag- und Sonntag-Ticket.

VLN 2014 – Lauf 9: ROWE Racing siegt beim ‚Heimrennen’

Besser hätte der neunte Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring nicht enden können – zumindest aus Sicht von VLN-Partner ROWE, die das Titelpatronat für die Veranstaltung des AC Monheim übernahmen. Nach 4:03:49,73 Stunden wurden Christian Hohenadel (Illingen) und Maro Engel (Monaco) im Mercedes-Benz SLS MG GT3 von ROWE Racing als Sieger abgewinkt. Der Vorsprung auf die zweitplatzierten Marco Werner (Schweiz), Christopher Haase (Kulmbach) und Markus Winkelhock (Berglen-Steinach) im Audi R8 LMS ultra der Audi race experience betrug im Ziel 50,317 Sekunden. Für den dreifachen Le-Mans-Sieger Werner, der in der Langstreckenmeisterschaft vor 30 Jahren sein erstes Rennen fuhr, schloss sich mit seinem ersten Podiumserfolg der Kreis. Auch Platz drei ging an Audi. Marc Basseng (Rosenbach) und Frank Stippler (Bad Münstereifel) pilotierten den Audi R8 LMS ultra von Phoenix Racing und büßte über die Distanz von vier Stunden 3:52,920 Minuten ein. In der Fahrerwertung der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring liegen Rolf Derscheid (Much) und Michael Flehmer (Overath) mit ihrem BMW 325i nach neun Rennen uneinholbar in Führung. Unter normalen Umständen ist dem Duo der Titel nicht mehr zu nehmen, so dass ihnen beim Saisonfinale am 25. Oktober die Meisterehren zuteil werden. Eine 30-minütige Zusammenfassung des neunten Laufs zeigt der Sender Sport 1 am 18. Oktober um 16:25 Uhr.

„Ein toller Erfolg – vor allem für das Team ROWE Racing“, sagte Hohenadel. „Beim Heimspiel den zweiten Saisonsieg zu feiern – besser kann die Saison 2014 nicht zu Ende gehen. Wir sind heute sehr taktisch gefahren und das Rennen sehr überlegt angegangen. Das war heute das Geheimnis unseres Erfolges.“ Der ROWE-SLS war im Zeittraining am Morgen eines von drei Fahrzeugen, die bei besten Witterungsbedingungen die 8-Minuten-Marke unterboten. Hohenadel / Engel mussten sich nur Basseng / Stippler sowie Jürgen Alzen (Kausen) und Dominik Schwager (München) geschlagen geben. Stippler markierte in 7:57,474 Minuten einen neuen, inoffiziellen Rundenrekord. Im Rennen konnte der offizielle Bestwert nicht unterboten werden. Werner/Haase/Winkelhock fuhren den Bestwert in 8:07.662 Minuten.
„Meine nächsten Ziele? Ganz einfach – auch die nächsten Jahre noch eine Menge Spaß am Rennfahren haben“, lachte Werner im Ziel, nachdem er zum ersten Mal eine VLN-Siegerehrung miterlebt hatte. „Es war nicht mein ausgesprochenes Ziel, hier einen Podestplatz zu erringen. Umso schöner, dass es geklappt hat. Mit dem Audi R8 LMS ultra auf der Nordschleife zu fahren, das ist einfach super. Da genieße ich jede Runde. Ich habe in meiner Karriere sehr viel erreicht. Das Rennfahren nehme ich natürlich in gewisser Weise noch ernst, aber ich gehe das ganze viel entspannter an.“

Hinter dem Spitzentrio fuhren Marc und Dennis Busch (beide Bensheim) im privat eingesetzten Audi R8 LMS ultra auf Platz vier. Georg Weiss (Monschau), Oliver Kainz (Kottenheim), Michael Jacobs (Roetgen-Rott) und Jochen Krumbach (Eschweiler) belegten im Porsche 911 GT3 RSR Platz fünf. Den Markenmix an der Spitze komplettierten Stuart Leonard und Paul Wilson (beide Großbritannien) im Aston Martin Vantage GT3 und Stefan Aust (Münster), Felipe Laser (Hamburg) und Ralf Oeverhaus (Osnabrück) im BMW Z4 GT3 des Team Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop.

Eine durchwachsene Nordschleifen-Premiere erlebte das Bentley-Werksteam. Der Continental GT3 wurde in Runde zwei in einen Auffahrunfall in der Fuchsröhre verwickelt. Das Team setzte den Schaden im Verlauf des Rennens instand und die drei Briten Guy Smith, Steven Kane und Andy Meyrick nutzten die verbleibende Zeit, um Nordschleifen-Erfahrungen zu sammeln. Im Zeittraining hatte das Trio mit Rang sieben die Leistungsfähigkeit des Bentley bereits unter Beweis gestellt.

Meisterschaft: Derscheid/Flehmer liegen uneinholbar an der Tabellenspitze
Die Fahrerwertung der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring ist de facto entschieden. Unter normalen Umständen ist den BMW-Fahrern Derscheid / Flehmer der Titel nicht mehr zu nehmen. Mit ihrem BMW 325i errang das Duo den siebten Klassensieg im achten gewerteten Rennen der Saison 2014 und liegen vor der Anwendung des einzigen Streichergebnisses uneinholbar in Führung. Die beiden Privatiers werden nach dem Saisonfinale am 25. Oktober symbolisch die Startnummer 1 in Empfang nehmen.

Entschieden ist auch der BMW M235i Racing Cup. Daniel Zils (Bendorf), Norbert Fischer (Köln) und Uwe Ebertz (Sinn-Fleisbach) des Teams Adrenalin Motorsport reichte ein vierter Platz um den Titel in der Fahrerwertung und der Teamwertung klar zu machen. Teamchef Matthias Unger: „Wir haben unsere Mission erfüllt. Ich bin mit der Saison sehr zufrieden. Wir haben starke Rennen gezeigt und hatten auch das nötige Glück, das man für so einen Erfolg braucht.” Offen ist die Entscheidung im Opel Astra OPC Cup. Den Tagessiegern Thorsten Wolter (Berlin) und den Brüdern Heinz-Otto und Jürgen Fritzsche (beide Hückeswagen) fehlen zwei Zähler zum Titel. Mit Platz zwei hielten Jari Nuoramo, Juha Hannonen (beide Finnland) und Peter Bonk (Senden) den Titelkampf offen. Vantage Motorsport mit den Geschwistern Sarah und Nigel Moore (beide Großbritannien) sowie Arne Hoffmeister (Lutter) und Fabian Wrabetz (Bad Soden) von Dörr Motorsport lieferten sich einen tollen Zweikampf um den Sieg im TMG GT86 Cup. Nach mehreren Führungswechseln im Verlauf des Vier-Stunden-Rennens sicherte sich das Vantage-Duo den vierten Sieg in dieser Saison. Allerdings kann das Team Dörr Motorsport auch mit Platz zwei gut leben, weil ihre direkten Verfolger Alexander und Wolfgang Kudrass (beide Lohmar) nach einem Ausrutscher in der ersten Runde diesmal ohne Punkte blieben.

Das Saisonfinale der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring findet am 25. Oktober statt. Der 39. DMV Münsterlandpokal führt über die gewohnte Distanz von vier Stunden und beschließt das 38. Jahr der populärsten Breitensportserie Europas. Der nächste Termin im VLN-Kalender ist die Essen Motor Show. Vom 29. November bis 7. Dezember präsentiert sich die einzigartige Nordschleifen-Serie mit einem großzügigen Stand in Halle 6 und ist mit ausgesuchten Rennfahrzeugen fester Programmpunkt des Action-Showprogramms in Halle 7.

VLN 2014: Der neunte Lauf schreibt gleich mehrfach Geschichte

Es ist in der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring eine nicht selten genutzte Phrase, aber doch so häufig zutreffend: Beim neunten Lauf, dem ROWE DMV 250-Meilen-Rennen des AC Monheim, ist alles am Start, was Rang und Namen hat. Rund 190 Fahrzeuge werden beim vorletzten Vier-Stunden-Rennen der Saison 2014 an den Start gehen. Dabei feiert der bullige GT3-Bolide aus dem traditionsreichen Hause Bentley eine Weltpremiere und nimmt zum ersten Mal im Renneinsatz die legendäre Nürburgring Nordschleife unter die Räder. Der britische Supersportler hört auf den klangvollen Namen Continental GT3 und wird von den drei britischen Werkspiloten Guy Smith, Steven Kane und Andy Meyrick pilotiert. Daneben gibt es eine Reihe kleiner Anekdoten, die dafür sorgen werden, dass das Rennen gleich in mehrfacher Hinsicht Geschichte schreiben wird. Rund um die Nordschleife ist das Erlebnis Langstreckenmeisterschaft kostenlos. Für die geöffneten Tribünen am Grand-Prix-Kurs und einen Besuch im Fahrerlager inklusive Startaufstellung sind pro Person familienfreundliche 15 Euro zu entrichten. Jugendliche unter 14 Jahren haben freien Eintritt. Tickets sind an den Tageskassen vor Ort erhältlich. Alle Informationen rund um die populärste Breitensportserie Europas gibt es im Internet auf der Webseite www.vln.de.

Der Bentley Continental GT3 wartet mit Zahlen auf, die die Herzen aller Motorsport-Fans höher schlagen lassen. Für Leistung sorgt ein vier Liter V8-Motor. Gegenüber dem Serienmodell, das in der automobilen Oberliga eher im Komfortsegment einzuordnen ist, verordnete der britische Hersteller dem Rennsport-Pendant eine radikale Schlankheitskur, die mehr als eine Tonne Gewichtsersparnis mit sich bringt. So war der GT3-Bolide in seiner Debütsaison auf Anhieb erfolgreich. In dem europäischen GT3-Championat ‚Blancpain Endurance Series’ fuhr Bentley-Motorsport auf Anhieb auf Rang zwei in der Fahrer- und Teamwertung.

Die Konkurrenz wird es dem Neuen in der ‚Grünen Hölle’ allerdings nicht leicht machen und die Protagonisten sind geschlossen am Start, ihrerseits die Lorbeeren einzufahren. Die Bandbreite der GT3-Renner reicht von Aston Martin Vantage GT3 über Audi R8 LMS ultra, BMW Z4 GT3, Ford GT3, McLaren MP4 12C GT3, Mercedes-Benz SLS AMG GT3, Nissan GT-R NISMO GT3 bis hin zum Porsche 911 GT3 R. Für die deutsche Sportwagen-Speerspitze aus Zuffenhausen steht nach wie vor ein Rekord ins Haus, denn der legendäre 911er errang in der Geschichte der Langstreckenmeisterschaft bislang 199 Siege.

Etwas bescheidener geht Le-Mans-Sieger Marco Werner (Schweiz) ins Rennen. Der langjährige Audi-Werksfahrer feiert beim neunten VLN-Lauf sein 30-jähriges Motorsport-Jubiläum. Die Wurzeln des gebürtigen Dortmunders liegen in der populärsten Breitensportserie Europas und hier hat er heute auch wieder seine bevorzugte Heimat gefunden. Ein kleiner Wermutstropfen: Werner hat in der VLN noch nie den Sprung auf das Podest geschafft. So erfolgreich seine Karriere auch verlief – er trug sich neben drei Erfolgen in Le Mans auch in Daytona und in Sebring in die Siegerlisten ein – auf der Nordschleife hat es noch nicht geklappt. Das ROWE DMV 250-Meilen-Rennen bestreitet Werner zusammen mit Christopher Haase (Kulmbach) und Markus Winkelhock (Berglen-Steinbach) im Audi R8 LMS ultra der Audi race experience. Ein Podestplatz ist in dieser Konstellation in greifbarer Nähe und es wird rund um die Nordschleife kaum einen VLN-Fan geben, der ihm diesen Erfolg nicht gönnen würde.

Ein Erfolgserlebnis ist für VLN-Pilot Tim Scheerbarth (Dormagen) bereits der Blick auf die Teilnehmerliste. Der VLN-Champion von 2011 hat in den vergangenen sieben Jahren eine steile Erfolgskurve in der Langstreckenmeisterschaft hingelegt und bestreitet beim neunten Lauf zum ersten Mal ein Rennen in einem gesamtsiegfähigen Fahrzeug. Scheerbarth teilt sich das Cockpit des Mercedes-Benz SLS AMG GT3 mit dem Schweden Andreas Simonsen, Hubert Haupt (München) und David Jahn (Speyer). Dass er auf der Nordschleife auch in leistungsstarken Fahrzeugen schnell ist, hat Scheerbarth 2013 und 2014 bereits mit Klassensiegen im Porsche bei den VLN-Specials bis 4.000 ccm Hubraum unter Beweis gestellt. Im Flügeltürer aus Affalterbach peilt er ein Top-5-Ergebnis an.

Ihr Renndebüt in der ‚Grünen Hölle’ feiert beim 250-Meilen-Rennen Lena Strycek (Dehrn). Die Tochter von Volker Strycek (Dehrn), 1984 erster DTM-Champion, langjähriger Opel-Sportchef und regelmäßiger VLN-Teilnehmer, wagt nach einer fundierten Ausbildung in der RCN-Leistungsprüfung – einer Mischung aus Gleichmäßigkeitsrunden und Sprint-Abschnitten auf der Nürburgring Nordschleife – jetzt den nächsten Schritt in den echten Rennsport. Die 24-Jährige teilt sich das Cockpit eines Opel Astra GTC/OPC mit Uwe Stein (Meerbusch) und Peter Venn (Großbritannien). Damit haben nun beide Sprösslinge aus dem Hause Strycek ihren Weg in die Langstreckenmeisterschaft gefunden. Bereits 2012 debütierte ihr Bruder Robin und sammelte mit Fahrzeugen von Honda, BMW und schließlich Opel seine ersten Erfahrungen. Bei der Veranstaltung des AC Monheim ist selbstverständlich auch Vater Volker mit von der Partie. Er bestreitet das Rennen auf gleich zwei Fahrzeugen: dem kultigen Opel Manta rund um Olaf Beckmann und im Opel Astra OPC Cup zusammen mit Stefan Kissling (Bad Münstereifel).

Das ROWE DMV 250-Meilen-Rennen führt über die gewohnte Distanz von vier Stunden auf der 24,358 Kilometer langen Kombination aus Nürburgring Sprintkurs und Nordschleife. Der Startschuss fällt pünktlich um 12 Uhr, zuvor werden im Zeittraining von 8:30 bis 10 Uhr die Startplätze ausgefahren

VLN 2014: Achter Lauf aufgrund von Nebel abgebrochen

Der achte Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring konnte aufgrund von starkem Nebel nicht gestartet werden. Um 14:05 Uhr gab VLN-Geschäftsführer Karl Mauer (Üxheim) der Abbruch des 46. ADAC Barbarossapreis des MSC Sinzig bekannt. „Die Witterungsbedingungen ließen heute keinen Start zu“, sagte Mauer und DMSB-Präsident Hans-Joachim Stuck (Ellmau), der in die Entscheidung der Rennleitung involviert war, bestätigte: „Das macht so einfach keinen Sinn – und wir bitten alle Teilnehmer und Zuschauer um Verständnis.“

„Die Sicht war viel zu gering, als dass wir dem Start des Rennens hätten zustimmen können“, erläutert Rennleiter Peter Bröcher (Olpe), der in enger Abstimmung mit der Rennleitung, dem veranstaltenden MSC Sinzig und der VLN bis zum letztmöglichen Zeitpunkt abwartete, ehe er schlussendlich den Abbruch formulierte. „Neben der Beeinträchtigung der Sicht für die Teilnehmer war vor allem auch die Tatsache, dass der Rettungshubschrauber unter diesen Bedingungen nicht hätte starten können, für unsere Entscheidung ausschlaggebend. Zudem sagten unterschiedliche Wetterdienste keine Besserung voraus, so dass auch ein verkürztes Rennen keine Option war.“

Am Morgen war das VLN-Zeittraining aufgrund der Witterungsbedingungen mit leichter Verspätung aufgenommen worden. Die Protagonisten gingen zunächst unter Gelber Flagge rund um den Grand-Prix-Kurs auf die Strecke. Zu diesem Zeitpunkt war die Sicht auf der Nordschleife noch gut. Nach rund 50 Minuten sah sich die Rennleitung dann gezwungen, das Training vorzeitig mit der Roten Flagge abzubrechen. „Von diesem Zeitpunkt an, wurde der Nebel immer stärker“, sagte Bröcher.

Die Bestzeit sicherten sich Klaus Abbelen, Sabine Schmitz (beide Barweiler), Patrick Huisman (Niederlande) und Patrick Pilet (Frankreich) im Porsche 911 GT3 R von Frikadelli-Racing mit einer Zeit von 8:05,714 Minuten. Der Vorsprung auf die zweitplatzierten Hubert Haupt (München), Andreas Simonsen (Schweden) und Yelmer Buurman (Niederlande) im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 von Black Falcon betrug 5,337 Sekunden. Auf den weiteren Positionen folgten Peter Dumbreck (Großbritannien) und Wolf Henzler (Nürtingen) im Porsche 911 GT3 R von Falken Motorsports, Rudi Adams (Ahütte), Kevin Estre (Österreich) und Arno Klasen (Karlshausen) im McLaren MP4 12C GT3 von Dörr Motorsport sowie der Haribo-Porsche mit den Fahrern Uwe Alzen (Betzdorf) und Mike Stursberg (Wermelskirchen).

Aufgrund des Abbruchs des 46. ADAC Barbarossapreis umfasst die Wertung der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring 2014 voraussichtlich neun Rennen – es kommt am Ende der Saison dementsprechend nur ein Streichergebnis zur Anwendung.

Der neunte Lauf der Saison findet am 11. Oktober statt. Das ROWE DMV 250-Meilen-Rennen des MSC Monheim führt über die gewohnte Distanz von vier Stunden.

VLN 2014: ROWE Racing holt das Triple beim 6h-Rennen

Dieser Sieg war kein Geschenk, sondern harte Arbeit: ROWE Racing feierte nach 2012 und 2013 den dritten Sieg beim OPEL 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen in Folge. Jan Seyffarth (Querfurt-Leimbach) und Thomas Jäger (München) überquerten im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 nach 6:08:03,684 Stunden und einer zurückgelegten Distanz von 36 Runden als Sieger die Ziellinie. Der Vorsprung auf das zweitplatzierte Haribo Racing Team betrug 3:09,079 Minuten. Norbert Siedler (Österreich), Uwe Alzen (Betzdorf) und Mike Stursberg (Wermelskirchen) holten im Porsche 911 GT3 R mit dem berühmten Goldbären das beste Saisonergebnis für das Haribo Racing Team. Das schönste Geburtstagsgeschenk hat sich Oliver Kainz (Kottenheim) selber gemacht. Zusammen mit Georg Weiss (Monschau), Michael Jacobs (Roetgen-Rott) und Jochen Krumbach (Eschweiler) pilotierte der erfahrene Langstreckenpilot den Porsche 911 GT3 RSR des Wochenspiegel Team Manthey auf Rang drei. Der Saisonhöhepunkt war von wechselnden Witterungsbedingungen in der ‚Grünen Hölle’ geprägt und eine Reihe von Favoriten blieben nach Unfällen auf der Strecke. Eine 30-minütige Zusammenfassung des siebten Laufs der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring zeigt der Sender Sport1 am 30. August um 17 Uhr.

ROWE Racing hielt sich in der teils hektischen Anfangsphase zurück. Bei schwierigen Witterungsbedingungen übernahm das Duo erst in Runde 20 die Führung und gab diese bis ins Ziel nicht mehr ab. „Das war der wertvollste Sieg, denn das Wetter war heute ein enormer Faktor im Rennen“, sagte Seyffarth, der an allen drei aufeinanderfolgenden Siegen für ROWE Racing beteiligt war. „Unsere Mannschaft hat heute alles richtig gemacht und hat immer zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Reifen aufgezogen. Besonders wichtig ist der Sieg für die Jungs in der Boxengasse, die nach vielen Rückschlägen nun endlich einen richtigen Grund zum Feiern haben.“

Auch wenn sie den 200. Porsche-Sieg in der VLN-Geschichte verpasst haben, waren die Fahrer des Haribo Racing Team zufrieden. „Wir haben an diesem Wochenende sehr hart gearbeitet, um die Performance des Porsche zu verbessern“, sagte Alzen. „Am Ende haben wir ein gutes Setup erarbeitet – trotzdem ist der Frikadelli-Porsche bei den 911ern im Moment das Maß der Dinge. Wir hatten eine gute Strategie – Patrick Huisman konnte ich in der Startphase trotzdem nicht halten.“ Alzen wird auch beim achten VLN-Lauf für das Haribo Racing Team an den Start gehen, nachdem sein BMW Z4 GT3 beim letzten Rennen nachhaltig beschädigt wurde. Im Oktober kommt dann voraussichtlich wieder das GT3-Coupé aus Bayern zum Einsatz.

„Toll endlich wieder auf dem Podium zu stehen“, freute sich Krumbach. „Wir haben uns in den letzten Rennen konstant gesteigert – Platz fünf beim sechsten Lauf war schon in Ordnung und Platz drei war heute das Maximum, das wir herausholen konnten. Trotzdem freuen wir uns, weil wir diesen tollen Erfolg im wahrsten Sinn erfahren haben.“

Zum Teil starke Regenfälle im mittleren Renndrittel führten zu einem Favoritensterben. Von Beginn an dominierte Frikadelli-Racing das Geschehen an der Spitze. Die dreifachen Saisonsieger schieden nach einem Unfall auf nasser Strecke in Runde 18 in der Eiskurve aus. Dieses Pech ereilte auch das Team Falken Motorsports – ebenfalls mit einem GT3-Porsche am Start. Peter Dumbreck (Großbritannien) und Alexandre Imperatori (China) fuhren im Zeittraining die schnellste Runde mit einer Zeit 8:15,379 Minuten und sicherten sich die Pole-Position. Im Rennen übernahm das Duo die Führung, nachdem sich das Frikadelli-Team bei einsetzendem Regen verpokerte und eine Runde zu spät die Box zum Reifenwechsel ansteuerte. Sieben Runde währte die Führung – das Aus nach einem Unfall im Streckenabschnitt Kallenhard ereignete sich im 19. Umlauf. Nach starker Performance endete auch das Rennen von Stefan Mücke (Berlin) und Pedro Lamy (Portugal) im Aston Martin Vantage GT3 vorzeitig. Grund dafür war ebenfalls ein Unfall auf regennasser Fahrbahn in Runde zwölf. Während die drei vorgenannten Teams ohne Feindkontakt auf der Strecke blieben, wurde Sascha Bert (Ober-Ramstadt) mit dem McLaren MP4 12C in einen Unfall verwickelt. Der britische Supersportler traf eingangs der 22. Runde in Kurve eins ein zu überrundendes Fahrzeug. Starke Beschädigungen am McLaren verhinderten die Weiterfahrt der bis zum Unfall Sechstplatzierten Dörr-Mannschaft.

Hinter dem Spitzentrio brachten Harald Hennes (Eschweiler), Thomas Gerling (Uchte), Thomas Kappler (Bad Saulgau) und Peter Scharmach (Neuseeland) den schnellsten Cup-Porsche auf Position vier ins Ziel. Die Seriensieger in dieser Klasse, Adam Osieka (Meuspath), Christopher Mies (Heiligenhaus) und Steve Jans (Luxemburg), mussten sich in dieser Saison erstmalig geschlagen geben und wurden Fünfte. Platz sechs ging an Niclas Kentenich (Neuss), Henry Walkenhorst (Melle), Peter Posavac (Essen) und Anders Buchardt (Norwegen) im BW Z4 GT3 von Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop. Auf den Positionen sieben und acht kamen die beiden Audi TTRS2 von LMS Engineering ins Ziel – die bestplatzierten Fronttriebler.

WTCC-Stars Tarquini und Monteiro sammeln Nordschleifen-Erfahrung
Bei ihrem ersten Nordschleifen-Test mit Ausblick auf das Gastspiel der Tourenwagen-Weltmeisterschaft auf der Nürburgring Nordschleife in der Saison 2015 fuhren die beiden WTCC-Stars Gabriele Tarquini (Italien) und Tiago Monteiro (Portugal) 27 Runden im Honda Civic Type R. „Ich kannte die Nordschleife nur aus Videos und von Computerspielen“, sagte Tarquini. „Es war so für uns nicht einfach, uns gleichzeitig an die Strecke und den Verkehr zu gewöhnen – vor allem bei diesen erschwerten Bedingungen wie heute. Trotzdem hatten wir eine Menge Spaß und haben viel gelernt. Ich bin sicher, wir werden bald wiederkommen.“

Fantastisches Jubiläum für den Opel Manta: Klassensieg beim 100. Einsatz
„Es ist einfach unglaublich, was dieses Auto zu leisten imstande ist“, sagte Olaf Beckmann (Oststeinbeck) mit sichtlicher Rührung. „Der Opel Manta auf der Nordschleife – das ist eine ganz, ganz große Liebe.“ Das immer-junge Sportcoupé aus Rüsselsheim absolvierte beim Opel 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen seinen 100. Renneinsatz seit seinem Debüt im Jahr 1994. Zusammen mit seinen langjährigen Mitstreitern Peter Hass (Lorsbach) und Volker Strycek (Dehrn) fuhr Beckmann zum 39. Klassensieg. „Der Manta hat 71.302 Rennkilometer auf der anspruchsvollen Nordschleife auf dem Buckel“, sagte Strycek. „Das ist eine unglaubliche Leistung. Dem Team rund um Olaf gebührt großes Lob und Anerkennung.“

Nach dem Highlight biegt die Saison 2014 der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring langsam aber sicher auf die Zielgerade ein. Am 13. September steht mit dem 46. ADAC Barbarossapreis der achte Lauf des Jahres auf dem Programm. Das Rennen des MSC Sinzig führt über die gewohnte Distanz von vier Stunden.

6. VLN-Wochenende: Falken überreicht Spendenscheck an Nürburgring Streckensicherungsverein Benefiz Corso e. V.

Start frei für die zweite Saisonhälfte der VLN: Martin Ragginger und Alexandre Imperatori pilotierten beim sechsten Lauf den Falken Porsche. Doch bevor es an den Start ging, überreichte Falken Tyre Europe einen Spendenscheck über 1.500 Euro an Klaus Korn vom Benefiz Corso e. V.Bei traumhaftem Eifelwetter freuten sich am Samstag nicht nur alle angereisten Motorsportfans auf den 6. VLN-Lauf am Nürburgring, sondern auch Klaus Korn, Erster Vorsitzender des Benefiz-Corso e. V., über eine Falken-Spendenaktion. Unter dem Motto „Schneller als der Profi!“ hatte Falken ein Bobby-Car-Rennen für den guten Zweck im Rahmen des 24h-Rennens veranstaltet. Für jeden Teilnehmer spendete Falken fünf Euro an den Benefiz-Corso e. V., einem Verein, der die Nürburgring-Streckenposten unterstützt, die im ehrenamtlichen Einsatz an der Strecke zu Schaden gekommen sind.

Überreicht wurde der Spendenscheck an Benefiz Corso e. V. von Stefanie Olbertz, Marketing Motorsports & Events Falken Tyre Europe GmbH und Falken-Fahrer Martin Ragginger. Zusammengekommen waren mehr als 1.000 Euro. Falken hatte den Betrag dann auf 1.500 Euro aufgestockt.


„Wir freuen uns riesig über diese Spende und möchte uns herzlich im Namen aller Mitglieder und Streckenposten bedanken“, sagte Korn im Rahmen der Übergabe.

„Ohne die unzähligen ehrenamtlichen Streckenposten, die an jedem Rennwochenende für die Sicherheit am Ring sorgen, wäre die VLN nicht möglich“, so Falken-Sprecherin Nadine Cerone-Schatz. „Mit unserer Aktion wollten wir etwas zurückgeben und uns bedanken.“

Beim Lauf Nummer 6 – dem 37. RCM DMV Grenzlandrennen – zeigten Martin Ragginger und Alexandre Imperatori sehr gute Leistungen. Zeitweise fuhr Falken im Feld der Top 3 mit, schied jedoch rund 30 Minuten vor Ende aufgrund einer Ölspur im Bereich Metzgesfeld aus.

In drei Wochen startet das Falken-Team erneut – im Rahmen des Opel 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennens.

24h in Spa 2014 – Eine Rückschau

24h-Rennen sind das Salz in der Motorsport-Suppe. Und um bei diesem Vergleich zu bleiben: Wenn man auf einer Rennstrecke neben der olfaktorischen-Melange des Motorsports, gebildet aus verbranntem Gummi, warmen ausdünstendem Motoröl, unverbranntem Kraftstoff und dem süßlichen Dampf von belasteter Kupplung und gestresster Bremsbeläge noch den Geruch von frischen Waffeln und fettigen Pommes wahrnimmt, dann ist man in Spa.

Spa-Franchorchamps im Herzen Belgiens, gerne als die Ardennen-Achterbahn bezeichnet und im Herzen der alten Boxengasse bereits ein pittoresker Ort der Erinnerungen, zur gedanklichen Einkehr an die großen Rennen des letzten Jahrhunderts und weniger ein Rahmen für die Langstrecken-Rennen von High-Tech-GT-Fahrzeugen. Doch Spa ist mehr als nur eine alte Boxengasse, eine schlecht gepflegte Infrastruktur und ein, famos über die Ardennen gelegtes, Asphaltband. Spa ist Kult.

Und 24h-Rennen sind es dort auch.

24h Spa 2014 – Total24hours

Kein quattro, aber ein Tripple!

Audi feiert den dritten Sieg bei einem 24h-Rennen.

Spa ist ein Abenteuer. Ein rasend schnelles. Und ein „altes“ dazu. Die alten Boxenanlagen und die Zuschauer-Toiletten an der alten Haupttribüne gehen glatt als Zeitzeugen für die 90 jährige Geschichte durch, die man hier in den Ardennen in diesem Jahr feierte. Doch das sind nicht die Hauptdarsteller der High-Speed-Party. Es ist das Rennen an sich.

Das Feld der 24h in Spa ist deutlich überschaubarer als beim Eifel-Klassiker, dafür reinrassig von GT3-Rennern gebildet die ansonsten in der Blancpain-Endurance Series unterwegs sind. Unterteilt werden die Teilnehmer in drei Klassen: Die Profis in der GT3 Pro Cup-Klasse, den erfahreneren Amateuren in der Pro-Am und den reinen Herrenfahrern im Gentlemen-Cup.

Für das 24h-Rennen 2014 waren in Spa 61 Teams gemeldet, die größte Startgruppe bildete dabei die Pro-AM Klasse in der sich die Fahrerpaarungen nach den Klassen des SRO durchmischen müssen. Das ist alles ein wenig kompliziert, am Ende bleibt es jedoch unterhaltsam.

Das Starterfeld

Der „Belgian Audi Club“ brachte drei Audi R8 LMS ultra an den Start. Alle drei Fahrzeuge glänzten mit interessanten Fahrerpaarungen. Frank Stippler, Christopher, Mies, Andre Lotterer, Marcel Fässler, Rene Rast, Markus Winkelhock, Laurens Vanthoor, Benoit Treluyer und James Nash gingen für die Marke Audi an den Start. Ganz klar mit Favoriten-Rolle angereist, die zwei BMW von MarcVDS. Auch hier war man nicht minder gut besetzt: Maxime Martin, Augusto Farfus, Jörg Müller, Lucas Luhr, Dirk Werner und Markus Paltalla sollten für die BMW Sports Trophy-Truppe in das Rennen starten.

Neben den Audi R8 startete eine zweite Konzern-Marke. Nein, die Rede ist nicht von Porsche. Die ließen sich in Spa vom Team Manthey vertreten und das auch nur kurz – sondern von Bentley. Der Continental wird eigentlich nicht mit einem Rennwagen verwechselt, anders als einem dies eventuell mit dem ähnlich bulligen Nissan GT-R GT3 passieren könnte und dennoch hat Bentley ein eigenes GT3 Programm auf die Beine gestellt. Denn der Motorsport gehört zu den Charakter-Eigenschaften der britischen Marke, wie der Big Ben zu London. Und Big Ben ist dann auch der Name, der mit zuerst einfiel, als ich die Bentley GT3 zum ersten Mal durch Eau Rouge donnern sah. Big Boys named Ben – running throuh the Ardennes

Zurück zum Starterfeld:

Über mangelnde Abwechslung konnte sich niemand beklagen. Neben den drei Audi R8 standen drei McLaren MP4-12C, vier Mercedes SLS, die zwei MarcVDS Z4, die zwei Bentley und ein Aston Martin in der Top-Klasse zur Disposition. In der noch stärker besetzen Pro-Am Cup wurde das Feld noch bunter.

Zahlreiche Ferrari 458, zwei Nissan Nismo GT-R, weitere R8 und Z4, ein Jaguar und ein Lamborghini LP600 sorgten für erhöhten Blutdruck bei den Motorsport-Fans. In der Gentlemen-Trophy waren es dann die Ferrari 458 die den Ton angaben. Gleich 8 Stück sollten hier die 24h-Hatz angehen. Oder sollte ich sagen: Wollten?

24h-Spa-Das Rennen

Wer dachte, der Nürburgring hätte ein Problem mit Kernschrott, der stand ab Rennstunde zwei bis Rennstunde sechs mit offenem Mund an der Rennstrecke.

Den Anfang macht der Ferrari 458 mit der Startnummer 100. Ein ordentlicher Abflug am Ende der Eau Rouge sorgte für ein frühes Renn-Ende des Ferrari und die erste Safety-Car Phase. Am Steuer saß zum Zeitpunkt des Abfluges der Russe Maleev. Wenn gleich der 458 relativ blind für die anderen Rennfahrer auf der Kuppe der Eau Rouge lag, so ging doch in der Folge alles gut aus. Kurz nach dem Re-Start war dann der Ryan Racing McLaren mit der Startnummer 101 der nächste, der für Gelb – Safety-Car und Kernschrott sorgte. Während man beim ersten Abflug noch über das Talent diskutieren konnte, saß hier der McLaren Werkspilot Tim Mullen am Steuer. Was den – vermutlich stark abgekühlten und damit ursächlichen – Pirelli-Rennslicks jedoch egal war. In der Blanchimont verlor Tim Mullen die Kontrolle über den MP4-12 und landete heftigst in der Streckenbegrenzung.

Und auch nach dieser Safety-Car Phase dauerte es nicht lange, bis der nächste abflog. Dieses Mal wieder in der Eau Rouge und noch ein McLaren. Die Startnummer 15 mit Karim Ojjeh  verusachte die dritte Safety-Car Phase in kurzer Abfolge. Als die Sonne über den Ardennen unterging, musste man Angst um das restliche Feld haben. Sollte es so weiter gehen? Dann würde vermutlich niemand die Zielflagge sehen.

Und auch nach der dritten Safety-Car Phase dauerte es nicht lange bis zur nächsten Renn-Unterbrechung. Wieder die Eau Rouge, wieder ein Ferrari. Am Steuer des AF Corse 458 der Kanadier Andrew Danyliw. Doch anders als einige Stunden zuvor bei Maleev, sorgte der Abflug in der Radillion für einen heftigen Folge-Crash. Vier weitere Fahrzeuge wurden in den Unfall verwickelt, keiner davon konnte am Ende weiterfahren.  Und wieder gab es eine Safety-Car Phase, Nummer vier um genau zu sein.

Nachdem diese Safety-Car Phase beendet war, blieb es für einige Minuten bei einem normalen Rennen – bis ein weiterer Crash für offene Münder rund um die Strecke sorgte. Dieser Crash war jedoch heftiger als die vorangegangen und wieder waren zwei Herrenfahrer auf ihren F458 beteiligt.

Im Bereich der Stavelot knallten die Startnummer 333 und 111 zusammen. Der Ferrari von von GT Corse (333) stand danach in Flammen, der Fahrer (Vadim Kogay) konnte sich jedoch selbst befreien. Der Neuseeländer Marcus Mahy hatte jedoch nicht ganz soviel Glück. Bewusstlos hing er in den Sitzgurten des Ferrari 458. Der Unfall führte zu einem Rennabruch und einem Rettungshubschrauber der anstelle der Rennwagen auf die Rennstrecke kam. (Mahy soll es mittlerweile wieder besser gehen…)

Nach dem Rennabruch und dem gut eine Stunde später folgenden Neustart, entwickelte sich dann langsam so etwas wie ein Auto-Rennen. Wobei nicht nur die verbleibende Rennzeit, sondern auch die Rundenzeiten der Top-Fahrzeuge nicht an ein Langstrecken-Rennen erinnerten. Es war vielmehr ein brutal langes Sprint-Rennen. Die Audi R8 und die MarcVDS BMW dominierten die Spitzenpositionen.

Die HTP-Mercedes SLS spielten, trotz eines Bernd Schneider auf der Startnummer 84 keine große Rolle. Neben Bernd Schneider saß Primat auf dem Stuttgarter-Viech, aber Fahrer Nummer drei und auch die drei Fahrer auf der Startnummer 85 waren nicht ganz in der Leistungsklasse des DTM-Meisters zu Hause. Schwesterauto Nummer drei (#86) wurde zwar von SLS-Profis Maximilian Buhk und Götz gelenkt, aber auch hier war der dritte Fahrer nicht ganz in der Gewichtsklasse der Profis zu Hause.  Die Rundenzeiten der HTP-SLS blieben so im gesamten unter den Möglichkeiten.

Über die angedachten Möglichkeiten hinweg, ging Rene Rast. Nachdem sein Co-Pilot Nummer zwei, Laurens Vanthoor, der Pole-Fahrer des Trainings, über Nacht mit Übelkeit zu kämpfen hatte, teilte er sich im Prinzip das Cockpit des Sieger-R8 mit Markus Winkehock. Doppel-Stints und längere Boxen-Pausen, sowie ein größerer Verschleiß der Bremsen konnten nicht verhindern, dass der R8  #1 in einem Herzschlag-Finale als erstes über die Ziellinie ging. Von den 24-Stunden, kämpften der MarcVDS BMW mit der #77 und der R8 mit Rene Rast, locker 6 Stunden Kopf an Kopf.

Und so gehen die 24-Stunden von Spa 2014 nicht nur als Crash-Derby in die 90-Jährige Geschichte des Kurses ein, sondern auch als eines der spannendsten 24-Stunden-Rennen die man jemals bei Waffeln und Pommes erleben konnte.

 Impressionen aus der Eau Rouge:

Und die vollständige Galerie der 24h von Spa:

VLN 5 – Zweiter Saisonsieg für Frikadelli-Racing

Die Sieger des 54. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennens heißen Sabine Schmitz, Klaus Abbelen (beide Bahrweiler), Patrick Huisman (Niederlande) und Frank Stippler (Bad Münstereifel). Im Porsche 911 GT3 R von Frikadelli-Racing wurde das Quartett nach 2:45:15,791 Stunden in Führung liegend abgewinkt. Für das Team aus Barweiler nahe des Nürburgrings ist es erst der dritte Sieg in der Teamgeschichte und bereits der zweite Erfolg in der aktuellen Saison. Zudem ist Frikadelli-Racing das erste Team, das in diesem Jahr einen Sieg wiederholen konnte. Die Zuffenhausener Überlegenheit beim fünften Lauf komplettierten auf dem Siegerpodest Adam Osieka (Meuspath), Christopher Mies (Heiligenhaus) und Steve Jans (Luxemburg) im Cup-911er von Getspeed Performance sowie Dominik Brinkmann (Dortmund), Felipe Laser (Hamburg) und Markus Paltalla (Belgien) im Pendant von raceunion Teichmann Racing. Die Distanz des auf vier Stunden angesetzten Rennens wurde aufgrund von zahlreichen Strafen, die nach Geschwindigkeitsübertretungen im Zeittraining geahndet werden mussten, verkürzt. Um 14:05 Uhr gestartet, wurde das Rennen nach 165 Minuten abgewinkt. Damit geht das Rennen mit voller Punktzahl in die Wertung ein. Eine 30-minütige Zusammenfassung zeigt der Sender Sport 1 am 12. Juli um 16 Uhr.

Im Anschluss an das Zeittraining hatte das Team rund um Rennleiter Andreas Thamm (Wuppertal) viel zu tun. „Nach einem Unfall im Streckenabschnitt Flugplatz gab es dort eine Doppelt-Gelb-Phase, um das Fahrzeug zu bergen“, sagte Thamm. „Dabei hielten sich ungewöhnlich viele Fahrer nicht an die vorgeschriebene Geschwindigkeitsbegrenzung von 60 km/h. Wir haben jeden Verstoß individuell und gewissenhaft bearbeitet – dabei konnten wir den Zeitplan leider nicht einhalten.“ Acht Fahrzeugen wurden aufgrund hoher Geschwindigkeitsübertretungen sämtliche Trainingsrunden gestrichen, so dass die Teilnehmer vom Ende ihrer jeweiligen Wertungsgruppe in das Rennen starten mussten. Bei zahlreichen weiteren Fahrzeugen wurde die schnellste Rundenzeit gestrichen und das Trainingsergebnis entsprechend korrigiert. Von den Strafen betroffen, war auch das später siegreiche Frikadelli-Team. „Wir haben die Strafe zurecht erhalten, weil Sabine schlichtweg zu schnell gefahren ist“, sagte Teamchef Klaus Abbelen. „Die Rennleitung hat vollkommen richtig gehandelt, auch wenn wir so nicht über die volle Distanz fahren konnten.“ Sabine Schmitz nahm das Rennen vom Ende der ersten Startgruppe auf und kehrte als Vierte aus Runde eins zurück: „Das hat eine Menge Spaß gemacht und ich konnte meinen Fehler aus dem Zeittraining wieder gutmachen. Ich habe mich bei leichtem Nieselregen für Slicks entschieden und hatte zunächst Probleme, meine Reifen auf Temperatur zu bekommen. Aber die Reifenwahl erwies sich als goldrichtig und ich konnte schnell zur Spitze aufschließen.“

Jürgen Alzen (Betzdorf) und Dominik Schwager (München) konnten die erste Pole-Position des Ford GT3 unter der Bewerbung von H&R Spezialfedern nicht lange verteidigen. Am Ende büßte das Duo nach einem Reifenschaden wertvolle Zeit ein und beendete das Rennen auf Rang 13. Der Mann der ersten Runde war Oliver Kainz (Kottenheim) im Porsche 911 GT3 RSR des Wochenspiegel Team Manthey. Der Routinier setzte für die Startphase auf Intermediates und kehrte mit einem Vorsprung von 15,2 Sekunden aus Runde eins zurück. Schnell klagte er allerdings über mangelnde Leistung und schied wenig später mit technischem Defekt vorzeitig aus.

Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop feiert 1.500 Klassensieg für BMW
Es ist vollbracht: Das Team Walkenhorst powered by Dunlop feierte mit den Fahrern Michael Schrey (Wallenhorst) und Emin Akata (Friedrichshafen) den 1.500 Klassensieg für BMW seit dem Beginn der Statistikerfassung im Jahr 1990. Mit einem Vorsprung von einer Runde setzte sich das Duo gegen die Zweitplatzierten, Jörg Wisirchen (Euskirchen), David Griesner (Österreich) und David Ackermann (Döttingen), durch. Fünf weitere Klassensiege gingen in den Klassen SP8T, V2, V4, V5 und VT2 an Teams, die auf Fahrzeuge von BMW vertrauen. Ihren zweiten Sieg in der Opel Astra OPC Cup-Klasse sicherten sich Tim Schrick (München) und Hannu Luostarinen (Finnland) in Diensten des Team Kissling Motorsport. Den schnellsten Toyota GT86 Cup pilotierte das Dörr-Motorsport-Trio Maciej Dreszer (Aachen), Arne Hoffmeister (Lutter) und Fabian Wrabetz (Bad Soden).

Mit ihrem fünften Klassensieg im fünften Rennen verteidigten Rolf Derscheid (Much) und Michael Flehmer (Overath) im BMW 325i des MSC Wahlscheid die Tabellenführung in der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. Der Vorsprung auf die zweitplatzierten Frank Kräling (Winterberg), Marc Gindorf (Monaco) und Christopher Brück (Köln) im Porsche 911 GT3 Cup beträgt 2,32 Punkte.

Das Ergebnis des 54. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennens und der Tabellenstand sind aufgrund von Protesten vorläufig. Der sechste Lauf des Jahres, das 37. RCM DMV Grenzlandrennen, startet am 2. August über die Distanz von vier Stunden.

 

Quelle: VLN.de

VLN 6 – Und die Frage: Daumen hoch?

Es ist diese Tage nicht leicht, etwas über die VLN zu schreiben. Obwohl es mehr als genug Themen gibt. Aber man überspringt nur allzu schnell die Schwelle vom Sport und fällt in den Sumpf der parteiischen Meinungen. Es ist einfach ein tragisches Jahr am Ring. Dennoch – jetzt zum Lauf 6 – will ich einen kurzen Rückblick zu den letzten Wochen am Ring versuchen.

VLN ’14 – Kernschrott am grünen Band

Die ersten Saisonhälfte hat für viel Kleinholz gesorgt. Schäden die für kleine Teams eine echte finanzielle Hürde darstellen. Auf der anderen Seite stehen die Top-Teams, die GT3-Brenner, nicht selten von den Automobil-Werken unterstützt und bei diesen sind Totalausfälle im Budget eingeplant. Mit Fahrern im Cockpit die nur eine Gangart kennen: Vollgas. Und dann die GT3-Piloten die Talent mit Geld aufwiegen können. Doch ein GT3 – der im übrigen in unter 8 Minuten über die VLN-Strecke sprinten kann – der hat eben andere fahrdynamische Grenzen. Reich und ambitioniert zu sein, reicht da eben nicht aus.

Privatiers, kleine Motorsport-Helden, echte Talente, Werksfahrer und Herrenfahrer. Bunt gemischt und durchgewürfelt auf der anspruchsvollsten Strecke der Welt. Das sorgt für Probleme. Leider.

Es gibt ein paar echte Größen am Ring, die sich mit einer klaren Meinung in der kleinen Medienwelt der VLN wiederfinden. Ein Christian Menzel zum Beispiel. Es gab genug Aussagen von ihm, dass es „so keinen Spaß mehr macht“ . Und er hat Recht wenn er einige Rennen als „fast schon eine Schlacht“ betitelt. Was die erste Saison-Hälfte und auch das 24h-Rennen an Materialschaden verursacht hat, dürfte eigentlich für zwei VLN-Saisons ausreichen.

Fast schon verständlich wenn der Veranstalter dann – nach dem 24h-Rennen – ordentlich durchgreifen will und mit aller Härte die Regularien in die Rennfahrer-Schädel zu klopfen versucht. Nicht zu verstehen jedoch, wenn deswegen ein Rennen so weit eingedampft wird, dass Teams zum Teil nur einen der drei eingeplanten Fahrer zum Einsatz bringen können. VLN 5 war eine, nicht einmal 3 Stunden dauernde Veranstaltung, mit vielen Verlierern. Verloren hatten vor allem die Organisatoren, die es nicht fertig brachten die Regeln durchzusetzen, ohne das gesamte Rennen aufs Spiel zu setzen. Die gesamte Kommunikation zur Start-Verschiebung war zudem mehr als mangelhaft.

Was war passiert? 

Im Training zu Lauf 5 gab es fast 100 Teams die eine Doppel-Gelb-Phase im Bereich Flugplatz nicht beachteten. Bei 8 Teams war man zur Überzeugung gekommen, die Übertretung der Tempo 60 Beschränkung wäre so massiv gewesen, dass man deren Trainigszeiten komplett strich. Das führte dann unter anderem dazu, dass die Frikadelli-Truppe an das Ende der eigenen Startgruppe verbannt wurde und das Team von Uwe Alzen sich gleich ganz vom Rennen zurück zog. Sportsgeist sieht anders aus. Nicht nur bei der Frage nach „Ursache und Wirkung“. Sicherlich war die Rennleitung an diesem Tag unter besonderem Druck. Man wollte den wilden Hühnerstall VLN endlich wieder einnorden und musste die Teams auf Linie bringen. Ein massiver Rundumschlag erschien den Verantwortlichen am sinnvollsten. Darüber lässt sich diskutieren – aber, beleidigt die sieben Sachen einzupacken und das Rennen ganz abzuschreiben, dass ist einfach nur schlechter Sportsgeist.

Das ein letzter Startplatz bei einem Langstrecken-Rennen, okay – VLN 5 war eher ein Sprint-Rennen, aber das ein letzter Startplatz nicht entscheidend ist, zeigte Sabine Schmitz bereits in der ersten Runde des fünften Laufs auf beeindruckende Weise:

OnBoard – Frikadelli-Porsche VLN Lauf 5

Am Ende gewann die Frikadelli-Truppe den fünften Lauf. Der Rückzug des Alzen BMW bleibt da nur als Trotz-Reaktion in Erinnerung.

Hinter den Kulissen und die 8 Minuten

Der erfolgreiche Lauf der Frikadelli-Truppe konnte nicht über die Wellen hinwegtäuschen, die im Hintergrund am toben waren. Die VLN leidet unter den unsicheren Bedingungen am Ring, der Druck wird auf alle Beteiligten weiter getragen.

Zugleich hat die VLN ihre eigenen Baustellen zu klären. Wie geht es weiter mit Doppel-Gelb und Tempo 60? Wie wird man durchgreifen? Wann sind Strecken-Posten gefährdet und wann haben Strecken-Posten selbst einen Fehler gemacht? Öffentlich diskutiert niemand gerne über die Fehlerquelle Mensch und natürlich wäre die VLN ohne die vielen Helfer nicht auf die Beine zu stellen. Was man aber teilweise in Foren und Facebook-Gruppen liest, lässt mich persönlich erschaudern. Eine Diskussion über die möglichen Fehler von Streckenposten wird dort im Keim erstickt. Ob das wirklich hilfreich ist? Denn klar muss sein: Bei mehreren hundert Streckenposten bleiben auch die Fehlerquellen des menschlichen Versagens an dieser Stelle nicht ohne Bedeutung.

Wichtiger und noch schwieriger wird die Diskussion bei den Fragen der GT3 und den Amateur-Rennfahrern. An diesem Wochenende  zum VLN 6, ist zum ersten Mal die 8 Minuten-Schallmauer durchstoßen worden. Ausgerechnet ein BMW Z4 vom Team Schubert war so schnell wie nie zuvor. Während man noch bei Lauf 4 im Training nicht unter eine 8:07.467 kam, knackte Klingmann den Rundenrekord nun – nach dem 24h-Rennen – mit einer 7:59,045 und zwar im Rennen! Der Laie freut sich, der Fachmann wundert sich. Würden andere Teams ihre eigene Leistung ebenso evolutionär entwickeln, ein Audi R8 oder ein Falken-Porsche müssten schon lange unter die 8 Minuten Marke gefallen sein. Es scheint als hätte nur BMW soviel Potential übrig gehabt. Glück für die Münchner-Jungs, dass man diese Leistung erst gegen Anfang der zweiten VLN-Saison und nach dem 24h-Rennen findet. Die Balance-of-Performance hätte unter anderen Vorzeichen sicher noch einmal über den Speed der GT3 Z4 nachgedacht.

Nun sind wir also bei „unter 8 Minuten“ angekommen. Der Betzdorfer-Bub Alzen dürfte sich in den Hintern beißen, dass nicht er die magische Grenze unterschritten hat. Dabei hätte er es vermutlich schon in Lauf 5 geschafft, hätte er seinen Frust nicht in eine Trotz-Reaktion gewandelt, sondern in das Lenkrad gebissen und heftigst Attacke geritten.

Das ist die Fahrer- und Team-Seite der letzten Läufe. Doch auch hinter den Kulissen der Verantwortlichen brodelt es. Es gibt viele offene Fragen. Zum Beispiel die, wann ein Vertrag für die Saison 2015 (mit der Rennstrecke) unterzeichnet wird – und mit wem.

Während man die Frage, mit wem man einen Vertrag unterzeichnen wird, kaum selbst steuern kann, bleiben andere Baustellen die man als Organisator lösen muss.

Was tut man um die Gefahren der Doppel-Gelb-Situationen besser in den Griff zu bekommen und wie bekommt man die Rennfahrer zurück in das Reich der Vernunft? Aber auch: Wie man Rennfahrer vor sich selbst schützt und was man tut um die unterschiedlichen Klassen auch weiterhin zusammen in das Rennen schicken zu können. Und sind 8:30 nun die Grenze, oder nicht? Viele Dinge kann man diskutieren – manche leider nicht.

Der Rücktritt von Karl Mauer

Er war im Vorstand der VLN, verantwortlicher Geschäftsführer für Marketing, Sponsoring und Medien und Ur-Gestein der VLN, und er ist am 29.7.2014 zurückgetreten. Die Presse-Meldung zu seinem Rücktritt ist so aalglatt, dass man die Untiefen und Probleme die zu diesem Schritt geführt haben, förmlich riechen kann. Soweit mir aktuell bekannt, wird Karl Mauer der VLN dennoch weiter zu Diensten sein – nur die Verantwortung will er nicht mehr übernehmen. Ein deutlicher Schritt, eine klare Aussage. Und vermutlich nicht der Endpunkt im aktuellen Prozess der Selbstfindung.

Die N-Lizenz

Ein erster Schritt und ein richtiger Schritt ist die Einführung des DMSB, für die Nordschleife eine eigene Lizenz zu etablieren. So müssen Neulinge ab 2015 erst einmal Erfahrungen auf „langsamen“ Fahrzeugen sammeln, bevor sie mit den „dicken Dingern“ los ballern dürfen. Mehr dazu auf motorsport-total.com.

Das ist durchaus ein sinnvoller Schritt. Schützt er doch auch den ambitionierten Geldbörsen-Rennfahrer vor seinem eigenen Talent-Defizit.

VLN – Geht es dir gut? Die Daumen hoch?

Lauf 6 war wieder einmal ein „Frikadellen-Lauf“ – das zweite Rennen in Folge konnte die Truppe rund um Klaus Abbellen und Sabine Schmitz für sich entscheiden – es war aber auch wieder ein Lauf, der nicht frei von Pannen war. Die Kurioseste? Der Rennleiter winkt das Rennen zu früh ab und die „Sieger“ ballern noch einmal im Renn-Tempo über die Nordschleife.  Es war ein Rennen mit gutem Motorsport und umsichtigen Fahrern – so mein Eindruck. Bei einer Doppel-Gelbphase im Bereich Schwalbenschwanz war zumindest niemand schneller als Tempo 60 unterwegs – soweit der eigenen Eindruck.

Den gesamten Rennbericht zum VLN Lauf 6 gibt es auch hier – mehr Bilder hier in der Galerie

Bei der ganzen Politik-Scheiße die derzeit am Ring und in seinem Umfeld abläuft, kann man manchmal die Nerven und den Glauben verlieren. Aber: Am Ende wird immer alles gut und ist es nicht gut, ist es noch nicht das Ende!

In diesem Sinne: Daumen hoch! 

 

 

 

 

 

VLN-Livestream – klick 

 

 

 

VLN 6 – Unter acht Minuten

Da war sie gefallen, einfach so, plötzlich im Rennen – diese ominöse 8 Minuten Marke für die VLN-Streckenvariante aus Nürburgring-GP Kurs und Nordschleife.

7:59,045 Minuten für die Geschichtsbücher

Vroom Vroom Klingmann

Jens Klingmann wird in den Geschichtsbüchern stehen, der erste der unter 8 Minuten über die VLN-Variante am Nürburgring fuhr. Sein Werkzeug? Der BMW Z4 GT3 vom Team BMW Sports Trophy Team Schubert, mit der Startnummer #20. Im Training noch mit einer 8:00,973 unterwegs – knallte das Team in der zweiten Runde, am Steuer der Leimener Jens Klingmann, den neuen Streckenrekord in die Geschichtsbücher.

VLN-Livestream – klick 

VLN 6 – Racereport

Wiederholungstäter aus Barweiler: Frikadelli Racing

Der Start in die zweite Saisonhälfte der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring ist den Lokalmatadoren des Frikadelli Racing Team geglückt: Klaus Abbelen, Sabine Schmitz (beide Barweiler) und Patrick Huisman (Niederlande) feierten beim 37. RCM DMV Grenzlandrennen ihren dritten Saisonsieg, den zweiten Triumph in Folge. Das Trio wurde nach 27 Runden mit einem Vorsprung von 3:00,284 Minuten vor dem BMW Z4 GT3 des BMW Sports Trophy Team Schubert – mit den Piloten Max Sandritter (Raubling), Thomas Jäger, Dominik Baumann (beide Österreich) und Jens Klingmann (Leimen) – abgewinkt. Das Podium komplettierten Michael Zehe (Flörsheim-Dalsheim) und Jan Seyffarth (Querfurt-Leimbach) im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 von ROWE Racing. Insgesamt starteten 168 Fahrzeuge zum sechsten Lauf des Jahres; bei strahlendem Sonnenschein kamen 128 in Wertung ins Ziel. Eine 30-minütige Zusammenfassung zeigt der Sender Sport 1 am 9. August um 15:30 Uhr.

Das Rennen des Rheydter Club für Motorsport startete mit einem besonderen Moment. Im Zeittraining sicherte sich der Schubert Z4 GT3 mit einer Zeit von 8:00,973 Minuten die Pole-Position. Im Rennen fuhr Klingmann dann im zweiten Umlauf einen neuen, offiziellen Rundenrekord auf der 24,358 Kilometer langen Kombination aus Nürburgring Kurzanbindung und Nordschleife. In 7:59,045 Minuten unterbot er als erster Fahrer die Acht-Minuten-Marke. „Was für eine Runde!“, freute sich Klingmann nach dem Rennen. „Ich bin stolz, der Erste zu sein, der diese magische Schallmauer durchbrechen konnte. Wir wussten, dass wir grundsätzlich den Speed hatten, um unter acht Minuten zu bleiben. Aber planen kann man die Bestmarke auf so einer langen und anspruchsvollen Strecke nicht.“

vln-2014-08-02-019

 

In Runde zehn übernahm Frikadelli Racing die Spitzenposition und gab diese bis ins Ziel nicht mehr ab. „Der Sieg ist unglaublich“, freute sich Schmitz, die einen schleichenden Plattfuß zum Ende ihres Stints zu beklagen hatte, sich davon aber nicht beirren ließ. „Wir haben ein unglaublich tolles Team und es macht gerade richtig viel Spaß.“ Huisman analysierte die Faktoren des Erfolges: „Der Sieg war sehr wichtig, denn wir haben ihn in Stammbesetzung und aus eigener Kraft geholt. Unsere kontinuierliche Arbeit trägt Früchte, alle Piloten waren sehr gut unterwegs. Vor allem Klaus wächst mehr und mehr über sich hinaus – so kann es weitergehen.“

Zufriedene Gesichter gab es bei ROWE Racing. „Die Freude ist groß“, jubelte Seyffarth. „Platz drei, was wollen wir mehr?“ Zehe, Teameigner und Fahrer in Personalunion ergänzte: „Ein perfekter Tag mit einem sehr fairen Miteinander auf der Strecke.“

Neben den Teams Schubert und Frikadelli sammelten auch Dörr-Motorsport mit dem McLaren MP4-12C und das Wochenspiegel Team Manthey mit dem Porsche 911 GT3 RSR Führungskilometer. Während der britische Supersportler nach einem unverschuldeten Unfall vorzeitig die Segel streichen musste, wurde die Mannschaft rund um Georg Weiss (Monschau) auf einem guten fünften Rang abgewinkt. Neben den drei Erstplatzierten mussten sich Weiss/Kainz/Jacobs/Krumbach lediglich dem Team Walkenhorst powered by Dunlop geschlagen geben. Ralf Oeverhaus (Osnabrück), Peter Posavac (Essen) und Henry Walkenhorst (Melle) feierten im BMW Z4 GT3 als Vierte ihr bestes Saisonergebnis.

Die Tabellenführer haben weiterhin eine weiße Weste
Mit ihrem sechsten Klassensieg im sechsten Rennen verteidigten Rolf Derscheid (Much) und Michael Flehmer (Overath) im BMW 325i des MSC Wahlscheid die Tabellenführung in der Fahrerwertung der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. Jörg Viebahn (Engelskirchen), der zusammen mit Moritz Kranz (Wimbach) und Marko Stipp (Herford) den Porsche 911 GT3 (Baureihe 991) von Pro Sport Performance in der Klasse der VLN-Specials bis 3.500 ccm Hubraum zum Sieg pilotierte, hat sich auf den zweiten Tabellenrang nach vorne geschoben. Der Rückstand auf die Spitze beträgt 2,51 Punkte. Derscheid / Flehmer führen auch die Wertung der VLN-Produktionswagen an. In der VLN Junior Trophäe liegt Max Partl (Pyrbaum) in Führung, der im Team Scheid-Partl Motorsport zusammen mit Jörg Weidinger (Happurg) den dritten Klassensieg im BMW M235i Racing CUP feierte. Eine deutliche Führung haben die Tagessieger vom Team Frikadelli Racing in der VLN Speed Trophäe.

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Das 37. RCM DMV Grenzlandrennen wurde aufgrund einer Fehlinformation der Rennleitung rund 150 Sekunden vor Ablauf der Vier-Stunden-Distanz abgewinkt. Gemäß Paragraph 22 des Rundstreckenreglements, war dieser Zeitpunkt für die Wertung maßgebend.

Mit dem Opel 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen steht in drei Wochen, am 23. August, der Saisonhöhepunkt der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring auf dem Programm.

 

VLN-Livestream – klick 

Quelle: VLN.de

VLN: Lauf 5 – 54. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen

Das 24h-Rennen ist erst ein paar Tage vorbei, da geht es auf der Nordschleife des Nürburgringes schon wieder flott her. Der fünfte Lauf der VLN, das 54. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen steht an.

Wer nicht live vor Ort sein kann, der sucht vermutlich den Livestream und den findet man nach diesem Link: VLN-Livestream!

VLN – Lauf 5 – 54.ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen

In den ersten vier VLN-Läufen gab es vier unterschiedliche Sieger und auch am heutigen Samstag bietet das Starterfeld eine bunte Mischung aus hochkarätigen Startern. Ob Porsche, BMW, Audi , Mercedes-Benz oder auch Ford – das VLN-Starterfeld bietet eine bunte Mischung an erstklassigen Fahrzeugen.

Traditionell ist der VLN-Lauf nach dem 24h-Rennen dünner besetzt als die anderen VLN-Läufen, doch hier oben in der Eifel bedeutet ein „dünnes Starterfeld“ noch immer ein Feld von rund 150 Fahrzeugen.

Die Top-Favoriten für den Tagessieg fahren in meinen Augen einen BMW Z4 GT3 und sind vom Team H&R-Spezialfedern. Am Steuer der Betzdorfer Uwe Alzen und der Holländer Buurman. Ebenso top aufgestellt und mit einem flotten Gast-Starter am Volant kommt die „rasende Frikadelle“ zum Start. Der Frikadelli-Porsche hat es bereits gezeigt, auch er kann gewinnen. Beim fünften Lauf drehen neben Sabine Schmitz, Klaus Abbelen und Patrick Huismann der erwähnte Gaststarter Stippler am Steuer des Porsche 911.

Walkenhorst BMW Z4 powered by Dunlop

Auch den Z4 GT3 des Walkenhorst-Teams sollte man nicht unterschlagen. Der einzige Top-GT3 der in diesem Jahr mit Dunlop-Reifen an den Start geht, warum das so ist, dazu später in einem gesonderten Artikel noch mehr. Das Feld der Top-Fahrzeuge abrunden, können der Ford GT3 von Jürgen Alzen und Dominik Schwager sowie der Ferrari F458 Italia GT3 von GT Corse by Rinaldi. Neben diesen Top-Rennern aus der SP9-Klasse sind in der SP8 noch einige Exoten vertreten: Zwei bulligen Lexus ISF zum Beispiel und der Aston Martin V12 Vantage und einem in Eigenregie aufgebauten Audi R8 ebenfalls Exoten am Start.

Starkes Teilnehmerfeld auch jenseits der Spitzengruppe
Zwei absolute Publikumslieblinge bereichern beim fünften Lauf zum ersten Mal in diesem Jahr das Teilnehmerfeld. Andreas und Ralf Schall (Dornstadt) bringen endlich wieder ihren Mercedes-Benz 190 E an den Start. Und mit Jürgen Freiburg und Norbert Kraft (beide Hagen) kehrt der Volkswagen Corado in die ‚Grüne Hölle’ zurück.

Stark besetzt präsentieren sich die Cup-Klassen zum Ende der ersten Saisonhälfte. In der vorläufigen Teilnehmerliste befinden sich 13 Opel Astra OPC, 6 Porsche Carrera, 8 Toyota TMG GT86, 9 Renault Clio und schließlich 11 BMW M235i Racing. Die Markenpokale innerhalb der VLN Langstreckenmeisterschaft bieten spannenden Motorsport, weil die Protagonisten mit identischem Material auf Augenhöhe um jede Zehntelsekunde auf der Rennstrecke kämpfen.

Wer wird Halbzeitmeister?
Nach vier von zehn Rennen führen Rolf Derscheid (Much) und Michael Flehmer (Overath) im BMW 325i des MSC Wahlscheid die Tabelle an. Dem erfahrenen Duo gelangen vier Klassensiege und Mit 38,05 Punkten beträgt der Vorsprung auf Max Partl (Pyrbaum) und Jörg Weidinger (Happurg), die für das Team Scheid-Partl Motorsport im BMW M235i Racing Cup an den Start gehen, 2,14 Punkte. Die Zweitplatzierten haben ihrerseits mit 0,42 Zählern Vorsprung kein großes Polster auf Frank Kräling (Winterberg), Marc Gindorf (Monaco) und Christopher Brück (Köln) im Porsche 911 GT3 Cup. Platz vier belegen Karsten Quadder (Solingen) und Stefan Kniesburges (Pulheim), die mit ihrem Ford Focus beim vierten Lauf den 13 Klassensieg in Folge einfuhren und damit den bestehenden Rekord von Dirk Adorf (Hennef) und Harald Thönnes (Mülheim-Kärlich) einstellten.

PDF-Download – Starterliste Lauf 5 – 2014 2014-07-05s

 

N24h – Die erste Rennrunde von Felix Baumgartner

Gegen 20:20 hat Stratosphären-Springer Felix Baumgartner den Audi Race Experience R8 mit der Startnummer 502 übernommen und ist in seine erste Rennrunde während des 24h-Rennens gegangen. Die bisherige Top-Zeit im Rennen war eine 8:30,974, die letzte Runde von Frank Biela, von dem Felix Baumgartner den R8 übernahm, war eine 8:50, 145 – die erste Runde von Felix dauerte  9:11, 016 und die Outlap aus der Box war eine 12:29,523. Wenn das so bleibt, dann hat Felix Baumgartner einen ordentlichen Job abgeliefert. Wenngleich im Verkehr derzeit durchaus auch 8:37 gefahren wird, zum Beispiel von Christopher Haase auf der Startnummer 4!

Aktuell ist der R8 mit der Startnummer 502 eine Runde zurück und liegt nicht in den Top 10.

 

 

 

 

N24h: Schulze Motorsport fühlt sich gut gerüstet

175 Rennfahrzeuge, tausende Fans und die über 20 Kilometer lange Nürburgring-Nordschleife – das 24 Stunden-Rennen in der Eifel ist die ultimative Rennsport-Herausforderung. Das Privatteam Schulze Motorsport aus Tagewerben wird sich dieser einmaligen Aufgabe am kommenden Wochenende (19. bis 22. Juni) erneut stellen. Mit dem Nissan GT-R GT3 tritt die Mannschaft gegen zahlreiche werksunterstützte Teams an. Darauf haben sich die Brüder Tobias und Michael Schulze, der Japaner Kazunori Yamauchi und Jordan Tresson aus Frankreich optimal vorbereitet.

Vor allem bei der Generalprobe, dem 24h-Qualifikationsrennen auf dem Nürburgring im April, glänzte Schulze Motorsport mit einer starken Leistung. Das Nissan-Team kämpfte nicht nur lange Zeit um die Spitzenpositionen, sondern sicherte sich auch einen Startplatz für das Top-30-Qualifying. Bei dem spannenden Einzelzeitfahren werden am Wochenende die vorderen Startplätze herausgefahren. „Wir können daher mit der nötigen Ruhe in die Trainings gehen und die Zeit nutzen, um letzte Abstimmungsarbeiten an unserem Auto vorzunehmen“, erklärt Tobias Schulze. Dies sorgt bei Teamchef Wolfram Schulze ebenfalls für Optimismus: „Wir sind gut vorbereitet und freuen uns, wieder beim 24-Stunden-Rennen dabei zu sein. Jetzt ist es unser Ziel, problemlos und fehlerfrei über die Distanz zu kommen. Wenn das gelingt, bin ich mir sicher, dass wir an unsere Performance vom Qualifikationsrennen anschließen können.“

Wenn am Samstagnachmittag um 16 Uhr der Startschuss zum härtesten Rennen des Jahres fallen wird, könnten dem Team Schulze Motorsport auch die Witterungsbedingungen in die Karte spielen. Obwohl die Eifel eigentlich für ihr wechselhaftes Wetter bekannt ist, soll es am Wochenende trocken bleiben. „Auf trockener Fahrbahn kommen wir mit dem Nissan sehr gut zurecht. Und den Fans, die rund um die Strecke ihre Zelte aufschlagen, wäre das natürlich auch zu wünschen“, freut sich Tobias Schulze.

Während die Zuschauer bereits die ersten Campingplätze rund um den Nürburgring bezogen haben, wird es für Schulze Motorsport am Donnerstagnachmittag mit dem Freien Training endgültig ernst. Wer das Rennwochenende nicht vor Ort verfolgen kann, darf sich auf eine umfangreiche TV-Berichterstattung freuen. Sport1 wird mehr als 15 Stunden live aus der Eifel im Fernsehen übertragen. Auf www.24h-rennen.de gibt es außerdem einen Live-Stream und alle wichtigen Informationen rund um den Langstreckenklassiker auf dem Nürburgring.

Pressemeldung

N24h: Vier Tage Action rund um die Nordschleife

Fans und Zuschauer müssen sich nicht mehr lange gedulden. Noch in dieser Woche fällt der Startschuss zum ADAC Zurich 24h-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife. BMW will nach seinem Pech im vergangenen Jahr endlich den Siegerpokal mit nach Hause nehmen – doch die Titelverteidiger auf AMG-Mercedes werden alles daran setzen, genau das zu verhindern. Nach ihren Siegen beim dritten VLN-Lauf und dem Qualifikationsrennen scheinen die beiden Werksteams der Bayern im Vorteil zu sein. Aber auch die Konkurrenz von Audi, Aston Martin, Ferrari, McLaren, Nissan und Porsche schläft nicht – denn all diese Marken sind mit Privat-, Kundensport- oder Werksteams in der Spitzengruppe vertreten.

Die beiden Teams, die BMW beim diesjährigen ADAC Zurich 24h-Rennen an den Start bringt, gehören eindeutig in den Kreis der Favoriten. Das Team Marc VDS und das Team Schubert treten mit jeweils zwei BMW Z4 GT3 an. Im Fahrerkader sind auch drei DTM-Piloten eingeplant: Martin Tomczyk (Kolbenmoor), Marco Wittmann (Fürth) und DTM-Neueinsteiger Maxime Martin (Monaco). Der Belgier hatte im vergangenen Jahr die Fans mit seiner spektakulären Fahrt über die Nordschleife verzaubert und wurde zum „Mann der letzten Stunde“. Bei nassen Streckenbedingungen flog er nahezu über die Nordschleife und brachte das Team Marc VDS von Platz vier auf Rang zwei nach vorne.

2010 konnte BMW zum letzten Mal die Siegertrophäe entgegennehmen. Das ist schon ein paar Jahre her und entsprechen heiß sind die Weiß-Blauen. Doch die Konkurrenz ist hart. Titelverteidiger Black Falcon tritt wieder mit einem Mercedes SLS AMG GT3 und einer starken Mannschaft an. Jeroen Bleekemolen (Monaco), Andreas Simonsen (Göteborg), Christian Menzel (Kelberg) und Lance David Arnold (Duisburg) starten hier das Projekt Titelverteidigung.

Vier Marken kämpfen um den Sieg

Und es gibt noch weitere Marken, die im Kampf um den Gesamtsieg ein Wörtchen mitreden wollen. Audi sicherte sich 2012 zusammen mit Phoenix Racing und dem Audi R8 LMS ultra den Gesamtsieg. Phoenix wird auch in diesem Jahr mit zwei Fahrzeugen angreifen und hat mit Marc Basseng (Neusalza), Frank Stippler (Bad Münstereifel) und Christopher Haase (Kulmbach) unter anderem die Sieger vom ADAC Zurich 24h-Rennen 2012 im Kader. Das Prosperia C. Abt Team nimmt zum ersten Mal am ADAC Zurich 24h-Rennen teil. Doch auch diese beiden Audi R8 sind stark besetzt: unter anderem mit dem Briten Richard Westbrook und Christopher Mies (Heiligenhaus). Nicht zu vergessen das Porsche-Lager, wo drei Teams herausstechen: Zum einen Frikadelli Racing, die den zweiten VLN-Lauf für sich entscheiden konnten. Das Team aus Barweiler kennt die Nordschleife wie seine Westentaschen. Auch das Haribo Racing Team hat Chancen auf vordere Plätze. Hier hat Porsche-Werksfahrer Jörg Bergmeister angedockt. Nicht zuletzt ist das Werksteam von Reifenhersteller Falken immer für eine Überraschung gut, setzt es doch auf einen starken Fahrerkader und hat in Punkto Reifen stets ein Ass im Ärmel.

Volles Programm für die Fans

Doch beim ADAC Zurich 24h-Rennen gibt es nicht nur jede Menge Action auf der Strecke. Fans, die sich eine Pause von den Campingplätzen und Grillwürsten gönnen wollen, finden im Bereich der Grand-Prix-Strecke zahlreiche Alternativen und natürlich kommt auch das Thema Fußball nicht zu kurz: Die Spiele der deutschen Elf werden im ring°boulevard auf der riesigen Monitorwand live übertragen. Den Auftakt zum 24h-Rennen bildet der Adenauer Racing Day am Mittwochabend mit einem Korso der Rennfahrzeuge von Nordschleifenausfahrt Adenau-Breidscheid über die Hauptstraße Richtung Kirchplatz. Zusätzlich stehen noch zahlreiche Autogrammstunden und zahlreiche weitere Highlights auf dem Programm – die vollständige Liste samt Fan-Zeitplan gibt es auf der 24h-Homepage (www.24h-rennen.de) im Bereich „Service“.

Sponsored Post: Felix Baumgartner und der Sprung in die grüne Hölle

Als Bub hat er davon geträumt, einmal ein Auto-Rennen zu fahren. Als Bub sprang er auch von Bäumen. Wenn er auf die Bäume klettern konnte, dann konnte er da auch runter springen. Aus einigen Zentimetern sind am Ende ein Sprung aus einer Höhe von mehr als 39.000 Metern geworden. Felix Baumgartner, der Mann der aus der Stratosphäre sprang. Ein irrwitziger Stunt.  Und nun erfüllt er sich einen anderen Buben-Traum: Er fährt ein Auto-Rennen. Nicht irgendeines. Er fährt gleich einmal „DAS Autorennen“. Die 24-Stunden am Nürburgring.

#felix24hours

24h-Rennen am Nürburgring im Audi R8 LMS ultra

Wer bereits mehr als 2.600 mal mit dem Fallschirm gesprungen ist, wer sich bei einem irrwitzigen Stunt aus einer Art Raumkapsel stürzt, der hat nicht mehr viel zu verlieren. Könnte man meinen. Doch beim bevorstehenden 24h-Rennen am Nürburgring wird es ungewöhnlich ernst für den Stratosphären-Springer. Einen Rennwagen durch die Nacht, über die gefährlichste Rennstrecke der Welt, inmitten von 174 weiteren Rennfahrzeugen zu bewegen – das ist nichts was man einfach so macht. Auch nicht als Extrem-Sportler.

Felix Baumgartner

Die Vorbereitung

Wenn Felix Baumgartner am 21. Juni in den Audi R8 LMS ultra GT3 einsteigt, dann hat er bereits mehrere VLN-Rennen hinter sich. Und auch in diese Rennen ist er nicht ohne das benötigte Training gegangen. Der Audi R8 wird unter der Nennung der „Audi race experience“ an den Start gehen und der sportliche Leiter dieser Truppe, der Österreicher Sepp Haider hat Felix Baumgartner lange vor dem Rennen auf diesen Tag vorbereitet. Dutzende Runden auf der Nordschleife wurden zurückgelegt, einige davon waren schneller zu Ende als andere – aber darüber will man zu diesem Zeitpunkt nicht mehr reden.

Es ist ein ambitioniertes Programm, dass sich Felix Baumgartner aufgeladen hat. Rennfahrer wird man nicht über Nacht und ein Audi R8 LMS ultra GT3 mit 570 PS fährt man nicht nach wenigen Stunden Training am Limit. Am Nürburgring gehören die GT3-Fahrzeugen zu den schnellsten Rennwagen. Überholen wird in einem Feld, in dem 4/5 aller Teilnehmer langsam sein werden, eine enorme Herausforderung.

Audi R8 #22 lms ultra gt3

Das Rennen – die 24h in der Eifel

Felix Baumgartner hat sich in den beiden VLN-Rennen, die er zu Beginn der Saison fuhr, in den Rundenzeiten gesteigert. Dennoch wird eine Lücke zwischen ihm und den Profis auf den anderen Fahrzeugen klaffen. Da er vermutlich kaum mehr als 2 Stunden am Stück im Fahrzeug sitzen wird, stellt ihm Audi drei erfahrene Profis zur Seite: Mit Frank Biela, Marco Werner und Pierre Kaffer sitzen echte GT-Profis und Le Mans-Gewinner auf dem Fahrzeug von Felix.

Die Chancen stehen damit gut, dass nach dem Stratosphären-Stunt, auch der PR-Stunt in der grünen Hölle gelingen wird. Ich drücke Felix Baumgartner die Daumen, dass er ohne Kernschrott über die Zeit kommt und er am Ende die Faszination Motorsport und grüne Hölle nicht nur in PR-Erfolg und Euro sieht!

Mit diesem Video-Clip können sich die Fans von Felix Baumgartner auf das Rennen einstimmen:

Ab dem 19.6.2014 geht es rund – dann wird uns die Faszination Nordschleife und das Event rund um #felix24hours nicht mehr los lassen. Audi und Felix Baumgartner gehen multimedial in das Rennen und wer sich dafür interessiert, kann auf Twitter, instagram, Facebook und natürlich auf der Webseite zum felix24hours live und in Farbe mitfiebern.  Hier die Links im Überblick:

 

Dieser Artikel wurde gesponsert von Audi Deutschland. Das Titelbild wurde von Audi Deutschland zur Verfügung gestellt. Das Foto vom R8 auf der Nordschleife und das Foto von Felix Baumgartner mit Helm, stammen von mir.

 

24h: #eatsleepRACErepeat

Die heißesten Wochenenden des Jahres stehen uns noch bevor. Nicht weil gerade die Sommerhitze über Deutschland hergefallen ist. Pfingsten soll fast überall Temperaturen von über 30° gebracht haben. Sondern weil wir die zwei wichtigsten Motorsport-Events des Jahres vor der Haustür und im Kalender stehen haben. Die ganze Welt schaut in der nächsten Woche nach LeMans.

24h in Le Mans

Am 15. und 16. Juni geht es auf dem Circuit de la Sarthe rund. Ein gewisser Fernando Alonso, er soll für Ferrari in der Formel 1 fahren (?), wird die Startflagge schwenken und ein buntes Feld auf die Reise schicken. 24-Stunden waren dann nie länger als bei diesem Rennen. Denn dieses Mal kämpft der VW-Konzern gleich mit zwei Marken um den Sieg und gegen die Spitzenreiter aus der WEC (Toyota als Favorit für Le Mans gesetzt). Und der VW-Konzern wird Le Mans Dauersieger Audi und den Rückkehrer Porsche in das Rennen. Das könnte peinlich enden, wenn nach 24 Stunden die Toyota den Gesamtsieg einfahren. zu recht wird man sich fragen, wieso man doppelt soviel Geld ausgibt wie bisher, nur um sich von den Hybrid-Sportlern aus Japan um die Ohren fahren zu lassen?

Le  Mans fasziniert nicht nur uns Fans aus Europa. Le Mans hat einen klingenden Namen, auf der ganzen Welt und so kommt nicht nur Toyota zu dem wichtigsten Langstreckenrennen der Welt, auch Nissan sucht die Herausforderung. In diesem Fall will man aber nicht den Gesamtsieg anpeilen, sondern mit einer neuen Idee überzeugen:

Der Nissan ZEOD RC wird am Wochenende des 14./15. Juni als erster Rennwagen in der Le-Mans-Geschichte eine komplette Runde rein elektrisch zurücklegen. Danach übernimmt bis zum nächsten regulären Boxenstopp ein neu entwickelter Dreizylinder-Benziner (Nissan DIG-T R) den Vortrieb. Das per Turbolader aufgeladene Aggregat wiegt nur 40 Kilogramm und holt aus 1,5 Liter Hubraum rund 400 PS. Der Spanier Lucas Ordoñez, Satoshi Motoyama und der Belgier Wolfgang Reib, Bester des europäischen Akademie-Jahrgangs 2012 und zuletzt schwerpunktmäßig mit Testfahrten im ZEOD RC beschäftigt, pilotieren die Elektrorakete.

Berichtet das AWR-Magazin.

Nissan Zeod RC 03 Le Mans Dreizylinder

#eatsleepRACErepeat

Denn nicht nur die 24h-Stunden im französischen Niemandsland nimmt man in Angriff, auch das zweite wichtige Motorsport-Event wird bei den Japanern mit der notwendigen Ernsthaftigkeit bedacht.

24h am Nürburgring

Während in Le Mans die Sport-Prototypen das Geschehen bestimmen und den Gesamtsieg unter sich ausmachen, stehen am Nürburgring 175 Fahrzeuge aus allen Klassen am Start. Der Nürburgring bietet jedes Jahr wieder, die größte Motorsport-Party die man in der Szene kennt. Nirgendwo gehen mehr Fahrzeuge an den Start, mehr Fahrer, mehr Marken, als in der Eifel.

Neick Heidfeld startet für Nissan beim 24h-Rennen

Und Nissan wird in diesem Jahr gleich drei Nissan GT-R GT3 an den Start bringen (Godzilla kehrt zurück) und dabei auch nicht nur auf die Power der bulligen GT3-Boliden vertrauen. Hier geht es um mehr, hier will man, anders als beim ZEOD RC Experiment an der Sarthe, ein Wörtchen um den Gesamtsieg mitreden! Einer der GT3-GT-R wird deswegen auch vom Ex-Formel 1 Profi Nick Heidfeld pilotiert und auch das Kader aus Ex-Konsolen-Spielern kommt zum Einsatz. Das man mit den monströsen GT-R ordentlich angasen kann, hat man bei den letzten VLN-Läufen bereits gezeigt.

Eine Woche nach Le Mans (21.6./22.6.) geht es also in der Eifel erneut in ein 24h-Rennen. Für Motorsport-Fans werden die kommenden Tage ein echtes „Speed-Festival“. Zeit zum schlafen bleibt nach den Rennen!

Alles was man wissen muss, alles was wichtig ist -findet man hier im Blog (24h-Spezial) und bei den Kollegen vom AWR-Magazin.

 

 

Motorsport-Aufnäher- Die eBay-Kollektion

Es gab bereits drei Artikel die sich mit dem Thema der neuen eBay-Kollektionen beschäftigt haben. Kurze Rückblende: Am 17.März habe ich zum ersten Mal von meiner Beteiligung am eBay-Programm „Kollektionen“ erzählt. Da habe ich auch vor allem die Idee dahinter vorgestellt und Euch erklärt, wo Ihr diese Kollektionen – also meine – findet: Meine eBay-Kollektionen.

In der Zwischenzeit habt ihr eventuell schon Eure ganz eigenen Kollektionen angelegt? Habt Euch von eBay inspirieren lassen? Oder gar von meinen Themen-Sammlungen? Da habe ich zum Beispiel eine Kollektion die sich „Formel 1 2014“ nennt und mit aktuellen Fan-Devotionalien voll ist. Von den Red-Bull Schuhen bis zu Eintrittskarten zum Formel 1 Rennen in Hockenheim. Es findet sich eine Menge Formel 1 Fan-Zeugs in dieser Kollektion.

Im Mai habe ich Euch noch einmal von den ganzen Kollektionen berichtet und als es vor kurzem mit dem SUBARU WRX zum WRXTrip ging, habe ich Euch – freundlich wie ich bin – auf meine Kollektion zum Thema Roadtrips hingewiesen.

Roadtrip 13 Subaru WRX STI

Neue eBay-Kollektion: Motorsport-Badges

Jetzt habe ich mich aber noch einmal mit den Kollektionen von eBay beschäftigt. Ist eigentlich eine wirklich praktische Sache. Funktioniert ähnlich wie Pinterest, nur eben mit der Möglichkeit, die ganzen feinen Dinge dann auch gleich zu bestellen. eBay ist eben ein mächtiger Marktplatz und man findet wirklich eine Menge Zeugs dort.

motorsport aufnäher ebay kollektionen

In einer Woche startet in LeMans das 24h-Rennen, es ist das größte und wichtigste 24h-Rennen der Welt und mit Toyota, Audi und Porsche gibt es gleich drei Marken die um den Gesamt-Sieg fahren. In diesem Jahr scheinen die Toyota extrem gut aufgestellt zu sein und reisen gleich einmal als Spitzenreiter im WEC (World Endurance Championship) an.  Eine Woche später geht es in der Eifel, am Nürburgring, beim 24h-Rennen schon wieder um die Wurst. Nach dem Klassiker in LeMans, gehört auch das Rennen in der Eifel zu den Legenden des Motorsports. Und echte Motorsport-Fans kommen entweder gleich in den passenden Fan-Klamotten, oder sie machen sich ihre Fan-Klamotten gleich selbst.

Damit man zeigen kann, wessen Marke Fan man ist, braucht es die richtigen Aufnäher. Und genau die habe ich nun in meiner jüngsten eBay-Kollektion zusammengestellt:

eBay-Kollektion: Motorsport-Aufnäher

33 Marken, 33 Meinungen und damit genug Aufnäher um für jeden Fan etwas in der Kollektion zu haben. Wer seine eigene Motorsport-Kutte mit allen Badges versieht, der dürfte allerdings auf den Stoff der Jacke an sich, verzichten können ;).

 

Schaut Euch die Kollektion an, sagt mir was Euch fehlt. Oder wenn ihr eine Meinung zu den #eBay-Kollektionen habt, dann schreibt mir auch die in das Kommentarfeld!

Toyota: Alles auf Sieg in Le Mans

Mit dem 24-Stunden-Rennen von Le Mans steuert die Langstreckensaison ihrem Höhepunkt entgegen: Wenn am 14. Juni die Ampel auf Grün schaltet, dürfen sich Fans, Fahrer und Teams auf spannende Duelle freuen. Toyota Racing strebt trotz harter Konkurrenz beim französischen Langstreckenklassiker den nächsten Sieg an.

Das in Köln beheimatete Motorsport-Team reist als aktueller Spitzenreiter der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) zum traditionsreichen Circuit de la Sarthe. Nach zwei Siegen bei den Sechs-Stunden-Rennen in Silverstone und Spa-Franchorchamps führt Toyota Racing souverän mit 48 Punkten. In Frankreich soll nun die vorläufige Krönung folgen und nach dem zweiten Platz im vergangenen Jahr endlich der Sieg her.

Richten sollen es die beiden Toyota TS040 Hybrid. Die 1.000 PS starken Rennwagen kombinieren einen 382 kW/520 PS starken 3,7-Liter-Benziner sowie ein 353 kW/480 PS Elektro-Antriebssystem, die ihre Kraft an alle vier Räder übertragen. Trotz der im Vergleich zum Vorjahr nochmals höheren Leistung geben sich die Boliden mit rund 25 Prozent weniger Kraftstoff zufrieden. 

Am Steuer von Fahrzeug Nummer 7 sitzen Alex Wurz, Stéphane Sarrazin und Kazuki Nakajima, den Toyota Nummer 8 lenken Anthony Davidson, Nicolas Lapierre und Sébastien Buemi – allesamt erfahrene Piloten, die bereits das dritte Jahr in Folge für Toyota starten. Sie wissen, worauf sie sich einlassen: Le Mans ist ebenso anspruchsvoll wie anstrengend, mit Trainings, Qualifying und Rennen gilt es, mehr als 35 Stunden auf der gut 13,6 Kilometer langen Strecke zu absolvieren. „Es wird ein hartes Rennen so wie immer in Le Mans, aber meine Erwartungen sind hoch. Wenn ich auf das Podium komme, will ich natürlich ganz oben stehen“, gibt Alex Wurz die Marschrichtung für sich und seine Teamkollegen vor.

Die Chancen stehen gut, wenn Toyota zum 16. Mal in Le Mans startet, im dritten Jahr in Folge als Werksteam Toyota Racing. Los geht es mit dem freien Training bereits am Mittwoch (11. Juni). Nach dem Qualifying am Donnerstag startet samstags um 15 Uhr das 24-Stunden-Rennen.

Pressemeldung

VLN 4: Blick in den Toyota GT86 Cup

Der Knoten scheint geplatzt: Nach einem schwierigen Start in die Saison und dem offenbar befreienden Erfolg beim 3. Lauf des TMG GT86 Cup wurde das Team Vantage Motorsport, erst zu Saisonbeginn neu in den Cup eingestiegen, auch im vierten Rennen des Jahres als Sieger abgewunken. Vorzeitig, denn nach etwas mehr als drei Stunden Fahrzeit wurde die 45. Adenauer ADAC Simfy Trophy nach einem für die Fahrer glimpflich verlaufenen Unfall abgebrochen. Vantage Motorsport mit den Geschwistern Sarah und Nigel Moore im Cockpit des TMG GT86 CS-V3 sind damit die ersten Doppelsieger im TMG GT86 Cup in dieser Saison. Rang zwei sicherten sich Alexander und Wolfgang Kudrass mit Martin Tschornia für das Team Leutheuser Racing&Events vor dem Vater-Sohn-Duo Wolfgang und Kevin Hönscheid (WH-Motorsport). 

Beeindruckend diesmal vor allem die Überlegenheit des britischen Teams. Nigel Moore, der nach drei Pole-Position in Folge diesmal „nur“ von Startplatz zwei ins Rennen gegangen war, dominierte vom Start weg. Schon in der erste Runde übernahm der schnelle Brite die Führung in der Klasse Cup 4 und baute sie im Verlauf des weiteren Rennens kontinuierlich aus. Den Sieg fuhr Nigel Moore diesmal übrigens ganz allein heraus. Just als er auf dem Weg in die Box zum Fahrerwechsel war, wurde das Rennen abgebrochen. „Heute lief für uns nahezu alles perfekt. Im Qualifying hatten wir noch kleine Probleme mit dem Set-up, doch im Rennen hatten wir alles im Griff“, freute sich Moore nach der Siegerehrung. „Leicht war das Rennen dennoch nicht. Auf der Nordschleife darf man keine Sekunde unkonzentriert sein, sonst ist ein Rennen ganz plötzlich zu Ende“, zog Moore zufrieden Bilanz. Wie gut Vantage Motorsport diesmal unterwegs war, zeigt auch ein Blick in die VLN-Gesamtwertung. Im Feld der insgesamt 207 gestarteten Autos hatte Moore das Rennen von Platz 138 aufgenommen. Als der Lauf nach rund 200 Minuten abgebrochen wurde, lag das Auto von Vantage Motorsport auf Gesamtrang 93. 

So einsam der TMG GT86 CS-V3 mit der Startnummer 539 an der Spitze des Cup-Feldes seine Runden drehte, so spannend verlief der Kampf um die Podiumsplätze. Die beiden Autos von Leutheuser Racing&Events mit den Startnummern 540 und 545, WH-Motorsport (Startnummer 538) und das Toyota Swiss Racing Team (532) lieferten sich einen hochspannenden Kampf um die Plätze auf dem Podium. Die Verfolger jagten sich phasenweise in Sichtweite und mit knappen Sekundenabständen um die Nordschleife, ehe die rote Flaggen die Hatz durch die grüne Hölle unverhofft beendete. 

Nico Ehlert, Principal Engineer Customer Motosport: „Heute haben wir wieder alles gesehen, was die Faszination Motorsport ausmacht. Faszinierende Rennautos, Speed und spannende Zweikämpfe bei perfekten äußeren Bedingungen auf dem Nürburgring. Den Siegern Vantage Motorsport kann man zu einer erstklassigen Vorstellung nur gratulieren. Nach einem nicht ganz problemlosen Einstieg in unseren TMG GT86 Cup hat sich Vantage-Motorsport in kurzer Zeit zu der Mannschaft entwickelt, dass es nun zu schlagen gilt. Ich bin mir sicher, dass unsere etablierten Cup-Teams das als Herausforderung betrachten und beim nächsten Rennen nach der Sommerpause am 5. Juli wieder voll angreifen werden

VLN 3: Klassensieg für den AVIA-Aston Martin

Großer Jubel bei AVIA racing: Nach zwei Ausfällen in den bisherigen Saisonrennen hat sich der Rennstall mit dem Aston Martin V8 Vantage im dritten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft eindrucksvoll zurückgemeldet. Wolfgang Weber, Norbert Bermes und Hendrik Still sicherten sich mit großem Vorsprung einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg in der GT4-Klasse SP10. Außerdem fuhr das erfolgreiche Trio bei rund 200 Fahrzeugen auf die starke 31. Gesamtposition.

„Dieser Erfolg fühlt sich wahnsinnig gut an“, strahlte Hendrik Still, der die letzten Rennrunden absolviert hatte und anschließend auf Position eins über die Ziellinie gefahren war. Zuvor hatte Wolfgang Weber schon im Zeittraining ein erstes Ausrufezeichen gesetzt: Mit einer Rundenzeit von 8:55.756 Minuten holte er in der GT4-Klasse die Pole-Position. Im Rennen knüpften der Routinier und seine Teamkollegen an diese Leistung an, sodass der Triumph des Trios zu keinem Zeitpunkt in Gefahr war. „Am Ende musste ich den Sieg nur noch ins Ziel tragen. Unser Aston Martin lief absolut perfekt und nach den beiden Rückschlägen ist das eine riesige Genugtuung“, so Still glücklich.

Opel Astra #342 kleines karusell

Raphael Hundeborn, Marc Legel und Stephan Kuhs kamen im Opel Astra OPC auf der guten sechsten Position ins Ziel. Vor allem zu Beginn des Vier-Stunden-Rennens konnte das Opel-Team auftrumpfen: „Ich habe mich bis zum ersten Boxenstopp auf Rang drei vorgekämpft und die Spitze war sogar in Reichweite. Wir hatten ein fantastisches Set-up“, sagte Marc Legel, der den Start übernommen hatte. „Zum Ende hin hat sich leider ein Getriebeproblem angedeutet. Der sechste Platz ist daher ein super Ergebnis“, ergänzte Raphael Hundeborn.

BMW 235i #680 VLn 3 Training 2014

Durchwachsen verlief der dritte Saisonlauf für den BMW 235i von AVIA racing. Eine Kollision zu Beginn des Rennens kostete wertvolle Zeit, sodass das Team zurückfiel. Dennoch kam der bayrische Sportwagen auf Rang neun ins Ziel.  So konnte AVIA racing auch in diesem Rennen wichtige Testkilometer und Erfahrungswerte mit dem Fahrzeug sammeln.

„Wir freuen uns riesig über den Sieg“, sagte Stephan Hauke von AVIA racing. „Das ist die Belohnung für unser Team und nicht zuletzt auch für alle Fans, die uns immer wieder die Daumen drücken.“ Dem nächsten Rennen der VLN Langstreckenmeisterschaft (17. Mai) blickt AVIA racing nun mit großen Erwartungen entgegen: In drei Wochen sollen die nächsten Erfolge her.

VLN 3: Klassensieg für den GetSpeed Porsche #101

Klassensieg für den Cup-Porsche von GetSpeed Performance

Die Fahrer Osieka, Jans und Mies haben sich im dritten Saisonrennen der VLN Langstreckenmeisterschaft auf der Nürburgring-Nordschleife einen souveränen Sieg in der Porsche-Cup-Klasse gesichert.  

Nach dem Unfall im zweiten Lauf fanden das Team beim dritten VLN Lauf wieder zu gewohnter Stärke zurück. 

„Unsere Mechaniker hatten in den letzten Wochen unglaublich viel zu tun, denn bei dem Unfall wurde das Auto sehr stark beschädigt“, erklärte Steve Jans.

Mit dem Klassensieg und Gesamtrang elf machten der 25-Jährige Steve Jans und seine Teamkollegen deutlich, dass sich die unermüdliche Arbeit von GetSpeed Performance gelohnt hatte: „Unser Porsche hat einwandfrei funktioniert und wir hatten nicht das kleinste Problem. Diesen Erfolg hat sich die gesamte Mannschaft verdient.“

Im Zeittraining am Samstagmorgen hatte Christopher Mies im Porsche 911 GT3 Cup bereits die Pole-Position geholt. Auch im Verlauf des Vier-Stunden-Rennens ließen sich Mies, Adam Osieka und Steve Jans anschließend nicht aus der Ruhe bringen. Das Trio überzeugte mit einer gewohnt starken Performance und ließ der Konkurrenz keine Chance. Damit erkämpften sich Steve Jans und sein Team wie schon beim Saisonauftakt den ungefährdeten Start-Ziel-Sieg in der Wertungsklasse für Porsche-Cup-Fahrzeuge.

An diesen Erfolg will der Luxemburger in drei Wochen anknüpfen. Am 17. Mai findet dann der nächste Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft statt: „Natürlich greifen wir beim nächsten Rennen wieder an. Denn wir haben heute bewiesen, dass wir uns als Team von einem Rückschlag so schnell nicht stoppen lassen“, sagte Steve Jans mit einer gewohnten Portion Ehrgeiz.

VLN 2013 – Lauf 3 – So lief das Rennen

Nürburg. Bewölkt, aber trocken und vereinzelt blinzelte sogar die Sonne in die Rennwagen. Als die Fahrzeuge zum Vorstart geschoben wurden, konnte man am Wetter nichts aussetzen. Das dachten sich vermutlich auch die vielen Zuschauer. Was man bei anderen Rennserien nicht darf, gehört bei der VLN zum ganz normalen Wahnsinn. Rennfahrer und Rennfahrzeuge hautnah. Jeder Zuschauer der sich ein Fahrerlager-Ticket kauft, darf sich den Vorstart auf der Start-Ziel Geraden anschauen.

VLN Lauf 3 – 56. ADAC ACAS H&R-Cup – Das Rennen

Nachdem die Startaufstellung geräumt wurde, ging es fast pünktlich in die Einführungsrunde. Vorne weg – zum ersten Mal – ein NISSAN NISMO GT-R GT3. Am Steuer u.a. der Gewinner der GT Academy 2008 Lucas Ordonez. Als die Ampel auf der Start-Ziel Gerade ausging und das Vier-Stunden-Rennen eröffnet wurde, war es dann mit der Führung aber auch schnell wieder vorbei. Der Frikadelli-Porsche mit Startfahrer Huismann erhöhte mächtig den Druck und bis es raus auf die Nordschleife ging, war nicht nur der 911 GT3R  am Nissan vorbei, auch der SLS mit Haupt am Steuer konnte am starken Japaner vorbei gehen.

Mercedes SLS #9 VLN 3 Training 2014

Nachdem sich die BMW im Training wieder zurück gehalten hatten, gingen sie das Rennen mit mehr Elan an. Allen voran „Uns Uwe“ im BMW Z4 GT3 mit der Startnummer 2. Zwei Runden nach Start lag der Betzdorfer mit seinem Frontspoiler im quasi im Luftfilterkasten von Huismann, der Rückstand des Z4 auf den Frikadelli-Porsche betrug gerade einmal 0.165 Sekunden. Am Ende reichte es für den Alzen Z4 zum vierten Platz.

Als nach 90 Minuten die erste Runde der Boxenstopps durch waren, flogen der R8 von Phoenix Racing und der 911 GT3 von Frikadelli mit dem Abstand von weniger als zwei Sekunden über die Nordschleife.

Nach 8 Runden und einer Runden-Bestzeit bis dahin von 8:25,490,  übergab Pierre Kaffer den Audi R8 LMS ultra an den Stratosphären-Springer Felix Baumgartner auf P2 liegend. Die Rundenzeiten stiegen in der Folge auf  9:05 (Beste!) an. Der R8 wurde von den Top-Fahrern in der SP9 durchgereicht.

In Runde 18 wechselte der Race Experience Audi R8 LMS wieder zurück in die Profi-Hände von Pierre Kaffer.  Am Ende reichte es – die #22 war in der Zwischenzeit bis auf Platz 24 zurück gefallen – nur für einen 14. Platz im Gesamt-Ergebnis. (Angesichts der Frage ob man nun heulen sollte, oder froh sein, dass nichts schlimmeres passiert ist – gibt es noch einen Extra-Artikel zum „Fall Baumgartner“.)

Audi R8 #22

Nach zwei Stunden, zur Hälfte des Rennens, ein gänzlich unerwarter Führender – der McLaren von Dörr Motorsport. Bereits im Training sorgte der McLaren MP4 12C GT3 mit dem dritten Startplatz und einer 8:08,154 für aufsehen. Und dieses Mal sollte der McLaren halten und dazu auch noch ordentliche Rundenzeiten auf die Bahn legen. Die Paarung aus Zuverlässigkeit und Performance brachte den Dörr McLaren nach dem Rennen auf einen erfreulichen zweiten Platz!

#27 McLaren, Adams, Estre, Klasen
#27 McLaren, Adams, Estre, Klasen

 

Manchmal reichen 0.3 Sekunden um für lange Gesichter zu sorgen. In diesem Fall waren es die 0.3 Sekunden die beim Boxenstopp des Frikadelli-Porsche fehlten. Eine folgende Stop & Go Strafe vereitelte die Möglichkeit auf das Podest. Am Ende stand Rang 6 für die rasende Frikadelle im Ergebnis – und damit das beste Porsche-Ergebnis an diesem Renn-Samstag.

Porsche 911 GT3 #30 VLN 3 Training 2014
#30 Abbelen, Schmitz, Huismann

 

Die Sieger des dritten VLN-Lauf

Im Training erneut mit beeindruckender Ruhe unterwegs, war es der Fahrbarkeit des BMW Z4 GT3 und dem Renngott zu verdanken, dass wieder ein Marc VDS BMW auf dem Treppchen ganz oben stand.

Im Interview mit vln.de sagten die Sieger:

„Ich freue mich riesig“, sagte der dreifache VLN-Champion Adorf nach dem Rennen. „Auch wenn unser Einsatz der Vorbereitung auf das ADAC Zurich 24h-Rennen auf dem Nürburgring diente, nehme ich diesen Sieg natürlich gerne mit. Er war hart umkämpft und speziell in der Schlussphase wurde es noch einmal richtig spannend.“ Das Marc VDS-Team war von Position zwölf aus in das Rennen gestartet und wählte eine Strategie mit einem frühen Boxenstopp. Über die Distanz war der BMW dann das schnellste Fahrzeug. „Wir haben uns nur auf uns selbst konzentriert und sind – ohne besonderes Augenmerk auf unsere Mitstreiter – unser eigenes Rennen gefahren“, sagte Catsburg, der am niederländischen Nationalfeiertag seinen zweiten VLN-Sieg feierte. „Dabei war vor allem deutlich spürbar, dass unser Z4 auch neben der Ideallinie komfortabel zu bewegen war. Das ist bei einem Langstreckenrennen, bei dem man viele Fahrzeuge überrunden muss, von großer Bedeutung.“  Quelle: VLN.de

BMW Z4 GT3 #26 VLN 3 TRaining 2014

Wieder einmal waren die Marc VDS im Quali-Training langsamer unterwegs, als im Rennen. Ein Kunststück das in der SP9-Klasse sonst kein anderes Team schafft.

Nissan NISMO GT-R

Für den von der Pole gestarteten Nissan GT-R reichte es am Ende zu einem achten Platz im Gesamtergebnis. Die tolle Trainings-Performance konnte im Rennen nicht vollständing umgesetzt werden. Die Pole-Position konnte der Nissan nicht über die erste Runde retten, nach 5 Runden lag man noch auf Platz 2 – dahinter aber ein extrem gut aufgelegter Pierre Kaffer im R8. Der erste Boxenstopp war nach sieben Runden fällig und sorgte für einen ersten Platzverlust.  Nach 10 Runden war man bis auf Platz 13 zurück gefallen. Nach 19 Runden erfolgte der zweite Boxenstopp.  Am Ende lag man auf Platz 8, hinter dem Falken-Porsche. Falken, Nissan, 24h-Rennen? Da war doch mal was?

Richtig – die legendären Nissan GT-R mit Allrad fuhren damals mit Falken-Bemalung, aber das ist lange her. Für dieses Jahr plant man allerdings einen mindestens ebenso beeindruckenden Auftritt.

Zwei Nissan GT-R gelten als gesetzt. Und in einem wird es eine außerordentliche Fahrer-Paarung geben – soviel kann ich heute bereits sagen.  Mehr dazu am kommenden Montag!

 

Das Ergebnis des dritten VLN-Lauf in der Übersicht:

1 26 SP9 B BMW Sports Trophy Team Marc VDS
F Catsburg Nicky, Niederlande
F Adorf Dirk, Michelback
BMW Z4 GT3
NL26501
IC1063471
2 27 SP9 B Dörr Motorsport GmbH
F Adams Rudi, Ahütte
F Estre Kevin, Österreich
F Klasen Arno, Karlshausen
McLaren MP4 12C GT3
IC1043330
F171715
IC1063634
3 5 SP9 B PHOENIX RACING
F Basseng Marc, Rosenbach
F Fässler Marcel, Schweiz
F Stippler Frank, Bad Münstereifel
Audi R8 LMS ultra
IB1056009
CH8841
IB1039089
4 2 SP9 B H&R Spezialfedern GmbH & Co.
F Alzen Uwe, Betzdorf
F Wlazik Philipp, Gladbeck
BMW Z4 GT3
IB1057962
IC1041821
5 9 SP9 B BLACK FALCON
F Buurman Yelmer, Niederlande
F Haupt Hubert, München
F Menzel Christian, Kelberg
Mercedes-Benz SLS AMG GT3
NL20308
IB1059620
IC1061155
6 30 SP9 B Frikadelli Racing Team
F Abbelen Klaus, Barweiler
F Schmitz Sabine, Barweiler
F Huisman Patrick, Niederlande
Porsche 911 GT3 R
IC1049933
IC1051485
NL2205
7 4 SP9 B Falken Motorsports
F Henzler Wolf, Nürtingen
F Ragginger Martin, Österreich
F Imperatori Alexandre, China, Volksrepublik
Porsche 911 GT3 R
IB1038197
JA1113
IF174
8 23 SP9 B Nissan GT Academy Team RJN
F Buncombe Alex, Großbritannien
F Ordonez Lucas, Spanien
F Strauss Florian, Berlin
Nissan GT-R NISMO GT3
GB80281
IB26M
GB277743
9 35 SP9 B Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop
F Oeverhaus Ralf, Osnabrück
F Walkenhorst Henry, Melle
BMW Z4 GT3
IC1128229
IC1097171
10 458 SP9 B GT Corse by Rinaldi
F Mattschull Alexander, Bad Homburg
F Seefried Marco, Wemding
F Devigus Arturo, Schweiz
Ferrari F 458 Italia GT3
IC1037283
IB1054341
CH6403

 

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Das Titelbild ist ein Pressefoto von vln.de - alle anderen Fotos sind von mir.