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Hinaus aufs Land – Sommerliche Partie mit dem Jaguar F-Pace

Sommer, Sonne, eine sanfte Brise. Ein Tag wie geschaffen für eine Landpartie. In britischer Manier mit einem Jaguar. Wem jetzt sofort eine der zeitlos eleganten Limousinen oder Cabrios der Nobelmarke vorschwebt, der sollte allmählich mal umdenken. Seit April letzten Jahres schwimmt Jaguar mit dem F-Pace mit auf der SUV-Welle, was für alle traditionsbefangenen Enthusiasten ein Schlag ins Gesicht gewesen sein soll. Doch längst hat sich das Vorurteil, dass ein hochbeiniger Stadt – und Geländegänger doch kein Jaguar sein kann, gelegt. Der Erfolg des F-Pace, der im letzten Jahr als „Car of the Year“ und „Women Car of the Year“ gekürt wurde, scheint die Investition der Briten in den Bau eines SUV zu rechtfertigen. Schon hat man auch eine kleinere Variante in der Pipeline.

Unser Testwagen mit Allradantrieb und in unschuldigem Weiß rollt vor die Haustür. Optisch steckt viel F-Type im F-Pace, der seinen Namen vom lateinischen „Passus“, der Schritt, herleitet. Ein großer Schritt, mit mehr als 1,60 Meter Höhe der größte Jaguar. Hinter der aggressiv wirkenden Front mit dem geschlitzten LEDs, dem zentralem Kühlergrill und den großen Lufteinlässen erstreckt sich eine muskulöse Blechhaut mit kurzem Überhang vorne und langem hinten. Die elegante Taille und die schön geformten und nach vorne fliesenden Rückleuchten runden das sportliche Bild ab. Innen finden bis zu fünf Personen auf feinstem Leder bequem Platz, vorne gegen Aufpreis auf 14fach verstellbaren beheiz – und kühlbaren Sitzen. Trotz der leicht abfallenden Dachlinie braucht sich hinten niemand über einen Mangel an Kopffreiheit zu beklagen. Allerdings fehlt dem Fahrer insgesamt etwas der Überblick, so dass sich die Investition in die Kamera mit „surround view“ – in sehr guter Auflösung – in jedem Fall lohnt. Hinter der Sensor gesteuerten elektrischen Heckklappe bietet sich 650 und nach Umlegen der dreigeteilten Rückbank mit bis zu 1740 Liter Stauraum Platz satt im Kofferraum. Unter dem Ladeboden offenbart sich zusätzlicher Platz für Krimskrams, es sei denn, man bestellt ein Ersatzrad.

Die Materialien im Cockpit wirken fast ausnahmslos hochwertig, allein bei der sich hohl anfühlenden Instrumentenabdeckung oberhalb des Lenkrads haben die Briten offensichtlich zugunsten des Gesamtgewichts des Luxus-SUV an der Qualität des Kunststoffs gespart. Die Schalter für die elektrischen Fensterheber finden sich etwas überraschende platziert oben in der Tür. Wohl ganz einfach nur gewöhnungsbedürftig, ebenso wie die Bedienung  des Infotainmentsystems über das 10,2 Zoll große Display Touchpad mit seinen netten großen bunten Kacheln.  Je tiefer man in die Ebenen eindringt, umso unübersichtlicher werden sie. Zwar lässt sich unser Ziel im Navigationssystem eingeben, allein, um die Zielführung zu beginnen, bedarf es eines Kunstgriffs, der sich nicht sofort erschließt.

Den Startknopf gedrückt, schon hebt sich der stylische Automatik-Drehregler langsam aus der Versenkung in der Mittelkonsole. Jaguar setzt auf die Achtstufen-Wandlerautomatik von ZF. Den Arm ganz lässig abgelegt, mal eben von P auf D gedreht, Gas gegeben, schon sortiert das Getriebe ohne Gedenksekunden die passenden Gänge ein. Unter der Haube unseres Testwagens arbeitet der Sechszylinder-Biturbo-Diesel mit 300 PS und 700 Nm. Der sorgt bei einem kräftigem Druck auf das Gaspedal für ordentlich Vortrieb für den immerhin zwei Tonnen schweren SUV. Eine mit Blick auf den Verbrauch überwiegend behutsame Fahrweise quittiert er dagegen mit einer leichten Trägheit, dafür aber mit einem Durchschnittsverbrauch von 8,5 Litern anstelle der von Jaguar angegebenen 6,0 Liter. Trotzdem ein für ein Auto dieser Größe ordentlicher Wert. Alternativ bietet Jaguar für den F-Pace noch einen Vierzylinder-Diesel mit 180 PS sowie zwei Sechszylinder-Benziner mit 340 und 380 PS an. Der Einstiegspreis für den Jaguar F-Pace liegt bei 43. 560 Euro, für unseren Testwagen muss man schon mal knapp 67 000 Euro auf den Tisch legen. Ein stolzer Preis, aber für Autos dieser Klasse nicht wirklich überdimensioniert.

 

 

Text und Fotos: Solveig Grewe

 

 

Erste Fahrten: Ford Vignale Kuga und Edge

Was bereits im Jahr 2016 mit dem Mondeo und S-MAX begann, führt Ford nun mit seinen bestehenden Sport Utility Vehicels (SUVs) Kuga und Edge fort. Unter dem Namen „Vignale“ präsentiert Ford seine neue Top-Ausstattungslinie, die außerdem ein exklusives Einkaufs- und Service-Versprechen bietet. Europaweit sollen bis 2017 in ca. 500 FordStores „Vignale“ Lounges entstehen, die in einem exklusivem Ambiente gezielt auf Kundenwünsche eingehen können. Denn eines haben die potentiellen Ford Vignale Käufer nicht und das ist „Zeit“. Dies befand eine Studie im Vorfeld dieses speziellen Verkaufskonzepts. Der Kuga und Edge dienen, wie schon die bereits eingeführten Modelle als weitere Markenbotschafter und werden wie beim Kuga ab € 34.650 und Edge ab € 53.300 ihren Einstiegspreis finden.

Die neuen Ford Vignale Kuga und Edge im ersten Fahrbericht

Kuga und Edge im Luxus Modus

Lange Zeit musste Ford seine Kunden ziehen lassen, die einen gehobeneren Standard in Verbindung mit individuellen Dienstleistungen gefordert haben. Diese Philosophie versucht man nun seit letztem Jahr selbst zu entwickeln und generiert den „anspruchsvollen“ Kunden mit den bereits europaweit mehr als 360 FordStores. Im besonderen Rahmen eines solchen Stores kann nun der Käufer die „Faszination Ford“ erleben. Eine exklusive eingerichtete Präsentationsfläche speziell für die Vignale-Modellfamilie wird den Kunden für die Top-Ausstattung sensibilisieren. Damit reagiert der Kölner Autohersteller auf Umfragen unter den Nutzern von Premiumfahrzeugen. Der Künstler und Karosseriebauer „Alfredo Vignale“ und Ford verbindet gleichermaßen die Visionen des italienischen Carrossiers und Polsterers. Carrozzeria Vignale wurde 1969 von Ghia übernommen, das sich seit 1970 im Besitz der Ford Motor Company befindet. Aerodynamisch optimierte Rennwagen und die Luftfahrtbranche inspirierten Vignale damals für eine besonders leichte Einzelanfertigung und filigrane Verarbeitung.

Vignale verspricht puren Luxus
Vignale verspricht puren Luxus

Dieses Know-how verbunden mit traditioneller Handwerkstechnik für neue Kreationen ist der Grundgedanke der Luxus-Linie. Vignale definiert sich zudem über den Servicegedanken, den Ford vermittelt. Zum Beispiel im Bereich exklusives Einkaufs- und Service-Versprechen. So kann sich der Kunde auf einen Hol- und Bringdienst zu Wartungs- und Reparaturterminen verlassen. Darüber hinaus steht Ihm auch ein Service-Leihwagen der gleichen Kategorie zur Verfügung. Im Service-Angebot ist nicht nur eine erweiterte Fahrzeugreinigung nach einer Inspektion, sondern eine einmalig monatliche Fahrzeugreinigung, die der Besitzer beim verkaufenden und durchführenden Händler vornehmen lassen kann.

Kuga mit Diesel und Benziner

Der Kuga Vignale wird mit zwei Diesel und einem Benziner in zwei Leistungsstufen angeboten. Die beiden Diesel stehen mit insgesamt drei Leistungsstufen zur Verfügung. Erfahren wir beim 1.5 Liter TDCi 88 kW (120 PS), kommt der 2.0 Liter TDCi mit den Leistungen von 110 kW (150 PS) und 132 kW (180 PS) daher. Während der kleine Diesel 300 Newtonmeter bei 1.500 – 2.000 Umdrehungen liefert, bietet der 2.0 Liter Diesel in der Leistungsstufe 150 PS starke 370 Newtonmeter bei 2.000 – 2.500 Umdrehungen und in der Leistungsstufe 180 PS satte 400 Newtonmeter bei ebenfalls 2.000 – 2.500 Umdrehungen an. Leider ist der intelligente Allradantrieb nur für die stärkste Dieselmotorisierung serienmäßig erhältlich. Beim 1.5 Liter Diesel nicht lieferbar, ist das iAWD in der 150 PS, 2.0 Liter Diesel Motorisierung nur optional abrufbar. Alle Aggregate können sowohl mit einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe, als auch mit einem Powershift-Automatikgetriebe kombiniert werden.

Der Benziner – ein EcoBoost mit 1.5 Litern Hubraum – verfügt wahlweise über 110 kW (150 PS) oder 134 kW (182 PS). Im Gegensatz zur 150-PS-Benziner-Variante, die ausschliesslich als Fronttriebler mit manuellem Sechs-Gang-Getriebe zu bestellen ist, verbindet Ford die Leistungsstufe mit 182 PS nur mit dem Allradantrieb und Automatikgetriebe.

Entertainmentsystem Ford SYNC in 3. Generation

Außer einer Vielzahl von Individualisierungsmöglichkeiten für Innen und Außen präsentieren die Kölner für den Kuga weiter entwickelte Fahrerassistenzsysteme. Hierzu gehört unter anderem das  „Active-City-Stop“. Dieses System bremst das Fahrzeug selbsttätig ab, wenn ein Auffahrunfall droht. Es arbeitet im Geschwindigkeitsbereich bis 40 km/h. Weitere nützliche Assistenten sind ein Fahrspur-Assistent, Fernlicht-Assistent, Müdigkeitswarner, Verkehrsschild-Erkennungssystem sowie ein Toter-Winkel-Assistent. Das Kommunikations- und Entertainmentsystem Ford SYNC wird mittlerweile in der 3. Weiterentwicklung seinen Platz im Kuga Vignale erobern.

 

SUV mit Geräuschunterdrückung

Das SUV Angebot möchte Ford mit dem nach außen hin sehr amerikanisch wirkenden Edge abrunden. Der große SUV bietet noch mehr Platz und Komfort, als es der Kuga ohnehin schon tut. Dafür sorgt zum Beispiel das serienmäßig aktive Geräuschunterdrückung-System (Active Noise Cancellation). Mit drei strategisch über den Fahrgastraum verteilten Mikrofonen analysiert das System die Motorgeräusche im Innenraum. Mit entgegengesetzt schwingenden Klangwellen „neutralisiert“ die Audiotechnologie eben diese Geräusche. Das Serienangebot beinhaltet zudem eine Frontkamera mit „Split View“- Technologie, die an Kreuzungen mit verdeckter Sicht für den Fahrer quasi um die Ecke sieht. Wie bereits im Kuga erhältlich, verfügt auch der Edge über einen Toter-Winkel-Assistent, das Verkehrsschild-Erkennungssystem, ein Fahrspur-Assistenten und Müdigkeitswarner. Weiter setzt Ford mit besonderen Materialien und Features für Chassis und Interieur Akzente und Standards für den Luxusliner Vignale.

 

Starker Auftritt als Luxus SUV
Starker Auftritt als Luxus SUV

Edge mit übersichtliche Motorisierung 

Im Vergleich zum kleineren SUV Kuga ist die Motorenpalette übersichtlich. Zwei Dieselaggregate mit jeweils einer Leistungsstufe stehen zur Verfügung. Zur Wahl stehen ein 2.0 Liter TDCi- Turbodiesel mit 132 kW (180 PS) und Sechsgang-Schaltgetriebe sowie ein neuer Bi-Turbo-Diesel mit ebenfalls 2.0 Liter Hubraum, der seine Leistung von 154 kW (210 PS) und bis zu 450 Nm Drehmoment mit dem Ford PowerShift-Automatikgetriebe kombiniert. Beide Antriebe weißen gemäß Hersteller einen nominell kombinierten Verbrauch von 5,9 Liter/100 km aus, was einer CO2-Emission von 152 g/km entspricht.

Breite Performance beim Vignale Kuga
Breite Performance beim Vignale Kuga

Fazit:

Durch das stetig wachsende Angebot an Vignale Versionen aus der Ford Fahrzeugpalette wird Ford seine bestehende Kundschaft, die nach Außergewöhnlichem strebt halten können. Damit liegt der Kölner Autobauer im Trend seiner Mitbewerber.

 

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Luxuriös und Lifestylig – der Vignale Kuga

Kuga und Edge passen sehr gut in Fords Vignale Konzept und machen einen guten Luxus- Eindruck. 

Text und Bild: Stefan Beckmann

News: Lexus RX – Bissiger, aber sparsamer

Langweiliges Styling kann man Lexus längst nicht mehr vorwerfen. Auch der nun auf der IAA in Frankfurt (bis 27. September) vorgestellte RX zeigt scharfe Kanten und trägt dazu den womöglich größten Kühlergrill aller Messe-Debütanten. Deutlich zurückhaltender ist das Luxus-SUV beim Spritverbrauch: Neben der bekannten Hybridtechnik sorgt diesmal auch ein Turbo für Sparsamkeit. Auf den Markt kommt der RX Ende Januar.

Ende Januar kommt das große SUV nach Deutschland
Ende Januar kommt das große SUV nach Deutschland

Mit bislang rund 2,1 Millionen weltweit verkauften Modellen ist der RX mit Abstand das erfolgreichste Modell in der Palette der japanischen Marke. Das dürfte nicht zuletzt an seinem Hybridantrieb liegen – lange Zeit ein Alleinstellungsmerkmal in seiner Klasse und vor allem in den USA ein beliebtes Kaufargument. Auch die neueste Auflage setzt wieder auf die Sprit sparende Verbindung von Otto- und Elektromotor. Ein V6-Benziner und zwei E-Triebwerke entwickeln im RX 450h gemeinsam 230 kW/313 PS, benötigen laut Hersteller jedoch nur 5,3 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometern. Alternativ gibt es wie schon im Kompakt-SUV Lexus NX den neuen Turbobenziner der Marke. Der erste aufgeladene Benziner der Lexus-Geschichte schöpft im RX aus zwei Litern Hubraum 175 kW/238 PS uns ist mit einem Normverbrauch von 7,9 Litern deutlich sparsamer als der zuvor in Deutschland eingesetzte Sechszylinderbenziner. Noch 0,1 Liter genügsamer ist die Variante mit Frontantrieb. Der V6-Benziner des Vorgängers lag noch bei 10,7 Litern.

Auf Wunsch gibt es einen Hybridantrieb
Auf Wunsch gibt es einen Hybridantrieb

Optisch setzt der RX wie schon sein kleiner Bruder NX auf Dynamik. Die Front prägt der typische Diablo-Kühlergrill (benannt nach dem Jonglage-Spielzeug mit ähnlicher Silhouette), der hier größer ausfällt als in jedem anderen Modell der Marke. Flankiert wird er von zwei markanten, L-förmigen LED-Scheinwerfern und kraftvollen Radhäusern. Als gestalterischen Gag finden sich in den C-Säulen schwarze Einlagen, die das Dach gemeinsam mit den getönten Scheiben scheinbar schweben lassen. Wiedererkennungswert haben auch die L-förmigen Rückleuchten, die ein quer über die gesamte Heckklappe verlaufendes Band bilden. Luxuriös geht es im Innenraum zu, vor allem, was das noch einmal gewachsene Platzangebot im Fond angeht. Für Wohlbefinden soll auch die umfassende Sicherheitsausstattung sorgen. Hervorzuheben ist das Lexus Safety System+, das zahlreiche Systeme wie einen Fernlichtassistenten, das Pre-Crash-Safety-System und einen Spurwechselwarner umfasst. Die elektronischen Helfer können dabei auf eine umfassende Sensorik mit Kamera und Mikrowellenradar zurückgreifen. Dazu kommt ein Rundum-Airbags-Schutz.

Innen gibt es Holz und Leder
Innen gibt es Holz und Leder

Preise für den RX nennt Lexus noch nicht. Wie bei seinen Hauptkonkurrenten Mercedes GLE (früher M-Klasse), BMW X5 und Audi Q7 werden aber wohl kaum weniger als 50.000 Euro fällig werden.

Autor: Holger Holzer/SP-X