Porsche 911 GT3 RS von Lego – Brrrrrrrmmm!

Schon das Original ist eigentlich ein Spielzeug für Motorsportfans – eines mit 500 PS und 1,70 Meter breitem Heckspoiler. Nun hat Lego vom Rennwagen Porsche 911 GT3 RS eine Modellbauversion aufgelegt. Wer seinen Nachwuchs so an die eigene Begeisterung heranführen will, kann schon mal den Notgroschen auspacken.

Das aus 2.704 Teilen bestehende, ab 1. Juni online und im Lego-Store erhältliche Modellauto kostet 300 Euro
Das aus 2.704 Teilen bestehende, ab 1. Juni online und im Lego-Store erhältliche Modellauto kostet 300 Euro

Denn das aus 2.704 Teilen bestehende, ab 1. Juni online und im Lego-Store erhältliche Modellauto kostet 300 Euro. Gut, dass ist nur etwa ein Sechshundertstel des originalen Vorbildes, trotzdem eher nicht als Kinderspielzeug gedacht – laut Lego richtet sich das knapp 60 Zentimeter lange und 25 Zentimeter breite Bastelstück an Schrauber ab 16 Jahren.

Die bekommen dafür mehr als nur bunte Klötzchen: So zählt die Unternehmensmitteilung als besondere Highlights das „funktionstüchtige Porsche-Doppelkupplungsgetriebe mit vier Gängen und Schaltpaddles am Lenkrad“ sowie den „Sechszylinder-Boxermotor mit beweglichen Kolben unter dem aufklappbaren Heckdeckel“ auf. Nur den unverwechselbaren Boxersound, den müssen die künftigen Porsche-Fahrer noch selbst erzeugen – ganz wie früher als Kind.

News: Porsche 911 GT3 RS – Leistung rauf, Gewicht runter

Als sportliches Aushängeschild der 911-Familie debütiert der GT3 RS auf dem Genfer Salon (bis 15. März). Die stärkste Saugmotor-Variante des Coupés soll dank 368 kW/500 PS Leistung, Leichtbau und verbesserter Aerodynamik nicht nur auf öffentlichen Straßen, sondern auch auf der Rennstrecke überzeugen. Die Auslieferung des mindestens 181.690 Euro teuren Zweisitzers startet im Mai.

Den Antrieb der Hinterräder übernimmt ein 4,9-Liter-Sechszylinder-Boxer. Dank des um 0,2 Liter vergrößerten Hubraums leistet der Saugmotor 24 PS mehr als in der etwas zivileren GT3-Standardausführung. In Verbindung mit einem Doppelkupplungsgetriebe beschleunigt der Direkteinspritzer mit seinen 460 Nm Drehmoment den RS in 3,3 Sekunden von null auf Tempo 100, 200 km/h liegen nach 10,9 Sekunden an. Den Verbrauch gibt der Hersteller mit 12,7 Litern an.

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Neben dem stärkeren Motor sorgt konsequenter Leichtbau für bessere Fahrleistungen gegenüber dem Standard-GT3. Magnesiumdach, Kohlefaserhauben an Front und Heck sowie Details wie ein Wappenaufkleber anstelle der klassischen Markenplakette drücken das Gewicht um weitere zehn Kilogramm. Für Abtrieb sorgt eine ausgeklügelte Aerodynamik mit tief montiertem Frontspoiler, Kiemen an den Kotflügeln und einem großen Heckspoiler. Vor den hinteren Radkästen finden sich ansonsten nur vom Turbo bekannten Lufteinlässe.

Der Innenraum wurde entkernt, statt einer Rückbank gibt es im RS einen Überrollkäfig, an Stelle von Türgriffen Stoffschlaufen. Sportsitze und ein Lenkrad mit Mittenmarkierung sollen für zusätzliche Rennsportatmosphäre sorgen. Ganz ohne Komfort geht es aber auch nicht zu: Ein Infotainment-System ist ebenso an Bord wie die unverzichtbaren Becherhalter.

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Dass Porsche sich die sportlichste Version für den Schluss aufhebt, ist kein Zufall. Die Stuttgarter verstehen es wie kein anderer Hersteller, ihr Markenflaggschiff über die komplette Bauzeit neu und interessant zu halten. Gestartet ist die aktuelle Generation 2011 mit dem Carrera Coupé, in den Monaten darauf kamen mit Cabrio und Targa weitere Karosserieversionen hinzu, seitdem gibt es immer neue Antriebsversionen. Rechnet man alle Derivate zusammen, kommt man inklusive des RS auf 22. Im Herbst geht das Ganze dann wieder von vorne los: Dann steht das Facelift für den 911 an. Bis alle Varianten überarbeitet und eventuelle weitere Motorversionen vorgestellt sind, dürfte schon die nächste komplett neue Generation vor der Tür stehen.

Autor: Holger Holzer/SP-X