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Skoda Octavia Facelift – Der Konkurrent

Er war zwar bislang schon der Musterschüler bei Skoda, doch nach einer gewissen Zeit muss einfach ein Facelift her. Bitteschön, da ist es: Der Skoda Octavia schaut nicht mehr aus zwei konzentriert dreinblickenden Augen mit langem Liedstrich, sondern hat nun ein Vier-Augen-Gesicht bekommen. Das mag einem gefallen oder eben nicht – an den Qualitäten des tschechischen Kompakten hat das nichts geändert…

Stolz und Vorurteil: Erster Test des VW Golf Variant 1.5 TSI

Stolz und Vorurteil

Erste Fahrt im VW Golf Variant 1.5 TSI Evo. Aus zwei Blickwinkeln.

Erster Teil: Das Vorurteil

Golf Variant? Echt jetzt? Spießiger und spaßbefreiter habt Ihr es gerade nicht bei mein-auto-blog? Bjoern hat doch erst vor ein paar Tagen hier mit einem posiert, da zumindest als schneller R. Und jetzt der Allerweltskombi. Gute Nacht, ich leg mich hin.

Zweiter Teil: Der Stolz

Ein herrlich befreiendes Gefühl. Wenn man tun und lassen kann, worauf man Lust hat. Nicht unbedingt finanziell, aber befreit vom Geltungsdrang. Zudem hat die richtige Portion Sport (nicht zu viel, nicht zu wenig) dafür gesorgt, dass der Rücken noch nicht zwickt. Sollen also ruhig die Nachbarn in der Reihenhaussiedlung Tiguan fahren. Hohes Sitzen, entweder weil man muss (der Rücken!) oder mag (das Image). Oder Passat. Weil man halt Größe zeigt, auch wenn die Kinder schon aus dem Haus sind. Dass dabei ein halber Meter unnützer Platz im Fond ständig leer um Kurven gewuchtet wird: Egal!

„Sag doch einfach, wir fahren Golf!“ – dieser stilbildende Satz eines früheren VW-Werbespots passt wunderbar in die Jetztzeit. Der Golf hat seine Auffrischung bekommen. VW „demokratisiert“ man wieder, diesmal „innovative Technologien“. Was aber auch bedeutet, dass man sich nicht mehr nach oben orientieren muss.

Haken wir kurz die neuen Stoßfänger an Front und Heck ab, drücken bei den modellabhängigen Pseudo-Endrohrblenden beide Augen zu und notieren LED-Leuchten an beiden Enden des 4.567 Millimeter langen Variant: Hinten ab Werk, vorne gegen Aufpreise ab 1.085 Euro, je nach Version. Der getestete Highline hat sie serienmäßig, weitere 930 Euro kostet die adaptive Steuerung.

Jetzt aber rein: So richtig neu wird der Golf mit seinem Update erst, wenn man fleißig Kreuzchen auf dem Bestellzettel macht. Ach so, ´tschuldigung , es muss natürlich Eingabemaske heißen. Der Golf wird ja jetzt digital.

Das Active-Info-Display zieht in ihn ein: 510 Euro für großes Kino hinter dem Lenkrad. Dann nämlich, wenn man die unzähligen Anzeigemodi links liegen lässt und sich die Navigationskarte zwischen Tacho und Drehzahlmesser legt. Schneller Überblick, ohne dass das Auge zu lange von der Fahrbahn blickt. Rechts daneben die ganze Sache nochmal in groß.

Im neuen „Discover Pro“-Navigationsmodul. 9,2 Bildschirmdiagonale und einer State-of-The-Art-Auflösung des Displays. Neu sind ein konfigurierbarer Home-Bildschirm und eine Gestensteuerung. Die funktioniert nur in einigen Menus (z.B. bei der Auswahl eines Radiosenders oder eines Musikalbum-Covers), das aber nur manchmal. Also ist sie verzichtbar. Verzichtet haben die Wolfsburger aber leider auf den Drehregler für die Lautstärke. Das ist unnötig kompliziert. Also auch etwas Neues: Das erste Mal gilt bei einem VW: Die Funktion folgt der Form.

Unter der Haube des Testwagens findet sich ein neuer Motor wieder: Der 1.5 TSI mit 110 kW/150 PS löst in einigen Wochen den gleich starken 1.4 TSI ab. Und empfiehlt sich als erste Wahl für den Golf Variant-Kunden. Genügend Kraft in allen Lebenslagen, ein ruhiges Laufgeräusch und ein akzeptabler Verbrauch von knapp über sieben Litern auf 100 Kilometern laut Bordcomputer machen ihn zur Empfehlung. Wenn es etwas mehr sein darf.

Dass der neue TSI bei hohen Drehzahlen seine Stimme deutlich erhebt, dürfte die Zielgruppe nicht stören. Ist man dem Dynamikwahn doch längst entwachsen. Und ruht in sich. Da freut man sich lieber über die feinen neuen Technikbausteine im Innenraum, bei denen sogar der Schwiegersohn staunt. Dass der dunkelblaue Variant auf dem Supermarkt-Parkplatz nebenan mit seinem „Gebäudereinigung Potzblitz“ Aufkleber nicht weniger aufregend aussieht als der eigene? Mehr Genugtuung als Hindernis.

Technische Daten, Volkswagen Golf 1.5 TSI

Hubraum 1.498 ccm
Zylinder 4 in Reihe
kW / PS 110 / 150 bei 5.000 – 6.000 U/min
Max. Drehmoment 250 Nm bei 1.500 – 3.500 U/min
Beschleunigung 0-100 km/h 8,7 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit 218 km/h
NEFZ-Verbrauch kombiniert 5,1-5,2 Liter / 100 km
Bordcomputer-Verbrauch 7,2 Liter / 100 km
Grundpreis Noch nicht bekannt

 

 

 

 

Text und Fotos: Bernd Conrad

Das doppelte Flottchen: Golf R Variant im Test

Zugegeben, wir sind ein bisschen spät dran mit diesem Test. Gefahren sind wir den Volkswagen Golf R Variant bereits im vergangenen Oktober – was zur Folge hat, dass es bereits den modellgepflegten Nachfolger gibt.

Das Gute daran ist, dass sich mit der Auffrischung der siebten Generation Golf höchstens atmosphärisch ein paar Dinge geändert haben, das große Ganze ist geblieben, wie es war. Und so dürfen die Worte zum Vorgänger auch für den nun 10 PS stärkeren Nachfolger gelten.

Da wären zum einen zwei Zahlen: 300 und 60.615. Dazwischen kommt dann noch: Allrad, Kombi, Doppelkupplung. Der R ist als Variant zweifellos die teuerste Art Golf zu fahren, doch ist es auch die beste?

Fahrbericht: Golf R Variant 2016

300 PS treffen  auf 1620 Liter

Was das Geräusch angeht, zumindest nicht die schlechteste. Es spratzt und brodelt, wenn du ihn richtig forderst, es floppt beim Schalten aus allen Rohren und auf Knopfdruck intensivierst du das Ganze noch, wenn im Auspuff die Klappen aufgehen und die Software im Innenraum plötzlich Rallyemusik einspielt. Plötzlich grollt es von hinten und von vorne weht ein Timbre, das sich tatsächlich nach Fünfzylinder anhört. Wohlgemerkt das alles nur, wenn du richtig draufstehst. Ganz ohne Zwang gibt der Golf auch als R keinen falschen oder verstörenden Ton von sich – was aber auch zeigt, dass die ganze akustische Schönheit mehr Inszenierung der Abteilung Sound-Design ist, als dass sie vom 2.0 Liter-TSI selbst kommt.

Gespaltene Persönlichkeit?

Doch das ist okay, vielleicht sogar egal, denn will man nicht genau das, wenn man einen Golf als R und dann auch noch als Variant kauft? Es ist dieses Zerrissene in der Persönlichkeit, dieses Jekyll und Hyde, dieses Golf-Kombiding auf der einen und Rentier auf der anderen Seite, das uns fasziniert hat.

Denn von außen ist er nicht wirklich auffällig. Höchstens die vier Rohre am Heck verraten ihn für Eingeweihte, doch den meisten wird entgehen, dass hier ein Golf vor ihnen steht, der gerne das Dreifache des Basismodells kostet. Er liegt ein wenig tiefer, saugt ein bisschen mehr Luft ein und spannt seine Felgen über größere Bremsen – mehr nicht. Und beim richtigen Wetter dann – so richtig schön schlechtem, mit nasser Straße, kalt, gerne auch mit Laub und anderen Schmierigkeiten auf dem Belang – hängt er im Winkelwerk den richtig Schnellen der Branche locker am Heck. Und das ohne Angstschweiß hinter dem Volant zu provozieren.

Ganz im Ernst, die Abstimmung des DCC-Fahrwerks ist wirklich fein. Straff und doch mit einer Lebendigkeit, die man VW vor ein paar Jahren noch nicht zugetraut hätte. Auf der Bremse dreht er sich ein und feuert dank der gnadenlosen Allradtraktion ohne Verluste aus jeder Ecke. Es ist ganz sicher nicht so natürlich wie in einem heckgetriebenen Sportwagen und nicht so verrückt wie in einem Megane RS oder einem Mini JCW der ersten Generation, doch die lückenlose Straßenlage des Golf R macht große Freude. Doch wenn du ihn ein bisschen zu seinem Glück zwingst, mit harter Hand fährst, vielleicht sogar ein wenig eckig, dann funktioniert er am besten.

Vor allem macht er dann: Spaß! Die ganze Kompetenz, die Volkswagen in den Golf packt, steckt drin, klar. Doch wenn du richtig wild sein willst, dann ist der R dein kongenialer Partner. In dieser Spreizung gibt es das auf dem Markt einfach nicht. Auf der einen Seite wären da die bis zu 1.620 Liter Laderraum-Volumen, die Kompetenz, die Familie mit Kind und Hund in den Sommerurlaub zu fahren und dabei ganz die edle Kutsche zu mimen, die das Preisschild verrät. Solide verarbeitet, wertige Innenraumwelt, die große und ebenso wertige Welt des guten Klangs und des umfassenden Multimediasystems. Prima Sitzen tut es sich ganz nebenbei. Und auf der anderen Seite, der 300 PS-Turbomotor. Das DSG mit zackigsten Manövern, die Traktion bis zum Abwinken – verpackt in die solide Karosse der Niedersachsen. Ein Spagat so weit – dass er andere Hersteller vor Probleme stellt.

Natürlich darf man nicht vergessen, dass 60.615 EUR viel Geld sind, doch wem hier wirklich noch etwas fehlt, der sitzt im falschen Auto. Man wird, wenn man sich auf ihn einlässt, noch nicht einmal über die Verbräuche meckern, die meist über der 10-Liter-Marke liegen. Denn beschweren fällt schwer. Performance, Vielseitigkeit und Bedienerfreundlichkeit bei gleichzeitiger Unscheinbarkeit – da steht der Golf R Variant ziemlich allein auf weiter Flur.

Und er steht gut da. Seit seinem Facelift mit neuen LED-Scheinwerfern, Gestik-steuerbarem Infotainment und 10 zusätzlichen PS. Hätte es das gebraucht?

Technische Daten VW Golf Variant R
Grundpreis 43.450 €
Außenmaße Länge x Breite x Höhe 4596 x 1799 x 1467 mm
Kofferraumvolumen VDA 605 bis 1620 L
Hubraum / Motor 1984 cm³ / 4-Zylinder
Leistung 221 kW / 300 PS (380 Nm)
Höchstgeschwindigkeit 250 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h 5,1 s
Verbrauch 7,0 L/100 km

 

Edler Vertreter – Der VW Passat von ABT

In der Mittelklasse, sofern diese noch existent ist, fährt man als bodenständiger Pilot VW Passat. So war lange Zeig zumindest die allgemeine Stimmung. Die Diskussion um die Schere zwischen Arm und Reich, den Mittelstand und sonstigen Klassen, soll hier gar nicht geführt werden. Viel mehr geht es darum, dass der Wolfsburger Klassiker vorwiegend im Flottengeschäft eingesetzt wird. Gut 80 Prozent der Neuzulassungen fallen auf Geschäftswagen. Das war in den Anfangszeiten des Passat noch ein wenig anders: 1973 fuhr man auch gern privat ein niedersächsisches Mittelklassefahrzeug. Seitdem begleitet aber auch ABT Sportline den Wolfsburger und macht ihn nicht nur ansehnlicher, sondern auch zügiger. Schauen wir uns doch einmal an, was der aktuelle ABT Passat auf dem Kerbholz hat. Read more

Test: Volkswagen Passat Variant GTE

Dieselgate! Einmal muss ich das böse "D-Wort" in diesem Artikel benennen. Denn Dieselgate (ups) dürfte als Katalysator* für das dienen, was jetzt in Deutschland im Bereich Plug-In Hybride und Elektromobilität machbar wird. Und dass man bei Volkswagen diesen Wirkbeschleuniger "hier das böses D-Wort einsetzen" gar nicht nötig gehabt hätte - zeigt dieser Testwagen. Die Technik des VW Passat GTE ist erste Sahn…

Paris 2014: Neue Wege mit dem VW Golf Alltrack

Derzeit geht es bei allen Autoherstellern scheinbar um Offroad, oder wenigstens darum, Autos so aussehen zu lassen, als könnten diese auch „Off th road“ bestehen. Auch im VW-Konzern geht es darum neue Wege zu ergründen, Fahrspaß neu zu definieren. Mit dem Audi A6 Allroad und dem Skoda Octavia Scout als Vorbilder, zieht nun auch der Golf nach. Auf dem Pariser Autosalon zeigten die Wolfsburger den neuen Volkswagen Golf Alltrack, der auf Basis des Variant gebaut wurde. Mit serienmäßigem Allradantrieb 4Motion und zwei Zentimeter mehr Bodenfreiheit, ebnen dem Kombi seinen Weg in die Offroad-Rige des Wolfsburger Konzerns. Der neue Allrounder kommt in vier Motorisierungen: einem 1,8-Liter-TSI mit 180 PS, einem 1,6-Liter-TDI mit 110 PS, einem 2,0-Liter-TDI mit 150 PS und dem bislang stärksten Golf-Motor, einem 2,0-Liter-TDI der lockere 184 PS auf die Räder bringt. Damit eröffnen sich jede Menge neue Wege abseits der Straßen, oder?

 

Peugeot 308 SW – Mehr Qualität, mehr Auto

Offizielle Premiere des neuen Kompakten Kombi wird in Genf auf dem Automobilsalon sein. Bereits gestern stellte Peugeot die ersten Fotos und Informationen zum neuen Peugeot 308 Kombi, klassisch SW genannt, vor.

Peugeot 308 SW – Eleganter kombiniert

Bereits die Steilheck-Version des Peugeot 308 konnte mich überzeugen. Die Franzosen haben einen Kompakten vorgestellt, der Abschied nahm von Design-Extravaganzen und anstelle einer dicken Lippe, hat die Löwenmarke dem neuen französischen Golf eine umfangreiche Nachhilfestunde ich Qualität, Verarbeitung und Haptik verpasst.

Der Innenraum des Peugeot 308 könnte auch in Wolfsburg montiert worden sein! Es klappert nichts, es scheppert nichts und die Oberflächen strahlen eine würdige Verarbeitungsqualität aus.

So völlig abseits meiner Erwartungen an ein französisches Automobil. 

Und dann trauen sich die Franzosen auch noch einen enormen Schritt weiter. Zum ersten Mal in der Kompaktwagenklasse, empfinde ich dieses Gefühl von “Neuartigkeit”, eines echten, cleveren,  neuen – aber vor allem auch “mutigen Konzepts”.

Ein Zitat aus meinem ersten Test zum neuen Peugeot 308.

Mit dem Kombi gehen die Franzosen nun den gleichen Weg. Auf einer Länge von 4.58 Metern streckt sich eine flache (1.47 Meter) hohe Karosserie. Der neue Peugeot 308 SW wirkt gestreckt und strahlt kühle Lässigkeit aus.

Peugeot 308 SW 10 Kombi aus Frankreich neu Löwenmarke

Mit 610 dm³ Kofferraumvolumen übertrumpft der neue Peugeot 308 SW den VW Golf 7 Variant um 5 Liter und andere Mitbewerber in seiner Klasse ganz deutlich. Es sind klare Formen präsent und der Laderaum wirkt aufgeräumt und alltagstauglich. Mit einem Handgriff kann die geteilte Rückbank vom Kofferraum aus umgeklappt werden, das Ergebnis ist eine ebene Ladefläche.

Wie schon die Limousine basiert auch der neue Peugeot 308 SW auf der modularen Plattform EMP2, die im PSA-Konzern für weniger Gewicht und mehr Fahrdynamik steht. So ist der neue Peugeot 308 SW insgesamt 140 kg leichter als das Vorgängermodell.

Zur Markteinführung werden Benzin- und Dieselmotoren nach Euro-6-Norm angeboten. Eine besonders emissionsarme BlueHDi-Version (nur 85 g CO2 pro Kilometer) definiert in diesem Segment eine neue Messlatte.

Wenn der Peugeot 308 SW mit ebenso viel Liebe zum Detail überzeugen kann, wie der Peugeot 308 als Kompakter – dann vollzieht Peugeot einen wahren Qualitätssprung.

Der neue Peugeot 308 SW bezieht seine Antriebseinheiten aus den französischen Werken Trémery und Douvrin und wird in Sochaux vom Band laufen. Weltpremiere ist in Genf – im März 2014