US-Automarkt Dezember 2013 und das Jahr 2013 im gesamten

Der US-Automarkt ist weiterhin der wichtigste Automarkt der Welt. Analysten sind davon ausgegangen, dass die USA in 2013 15.8 Millionen PKW neu zulassen. Am Ende sind es immerhin 15.58 Millionen geworden. Noch immer eine ordentliche Zahle.

Schaut man sich die Wiki-Tabelle zum globalen Automobil-Absatz an: (PKW, Busse, LKW)

KFZ-Neuzulassungen[3]
Rang Land 2000 2009 2010 2011
-2011
1.  China 2.086.343 13.644.794 18.061.936 18.505.114
2.  Vereinigte Staaten 17.811.673 10.603.275 11.772.220 13.040.632
3.  Japan 5.946.471 4.609.256 4.956.136 4.210.219
4.  Brasilien 1.489.481 3.141.240 3.515.064 3.633.248
5.  Deutschland 3.693.160 4.049.359 3.198.417 3.508.456
6.  Indien 842.405 2.266.269 3.036.529 3.294.221
7.  Russland 1.209.868 1.599.488 2.109.957 2.906.472
8.  Frankreich 2.611.088 2.718.581 2.708.884 2.687.052

9.

 Vereinigtes Königreich 2.519.690 2.220.454 2.291.445 2.247.741
10.  Italien 2.679.994 2.362.821 2.170.217 2.142.181

So wird deutlich wie wichtig der US-Markt weiterhin ist. (In der Tabelle fehlen noch die Zahlen von 2012. )

Für Analysten ist daher der Fortgang der Entwicklungen in den USA besonders wichtig. Wenn es auch viele Märkte mit starkem Wachstum gibt (Indien, Russland, Brasilien) so spielt die Musik dennoch vor allem in China, den USA, in Japan und Deutschland.

Wie die automobilwoche.de nun berichtet, stechen auf dem US-Markt einige deutsche Automobil-Hersteller besonders guten Zahlen hervor. Allen voran die Marke Audi, die mit einem + von 14 % gegenüber dem Vorjahr aus dem Jahr 2013 ging. Aber auch die Marke Mercedes-Benz und der Konzern Daimler sind mit +13 %  in einer extrem guten Verfassung. Hier ziehen vor allem die neuen Modelle. Das Mercedes-Benz und Daimler doppelt geführt werden, liegt an den US-Modellen des Daimler-Konzerns, die nicht unter der Marke Mercedes-Benz verkauft werden. Zum Beispiel der Sprinter der in den USA als Dodge oder Freightliner vertrieben wird.

Der größte Gewinner am US-Markt ist allerdings die Marke Porsche mit einem Plus von 21 % auf über 40.000 verkaufte Fahrzeuge.

Die stärkste Marke am US-Markt ist jedoch der GM-Konzern mit 2.78 Millionen abgesetzten Einheiten. Allerdings hat GM gegenüber dem Vorjahr nur ein Plus von 7% geschafft. FORD hat ein Plus von 11 % in den Büchern und kommt auf 2.48 Millionen verkauften Fahrzeuge und ist damit die Nummer zwei auf dem US-Markt.

Der Verlierer am US-Markt ist ganz klar die Marke VW. Als einziger Automobil-Hersteller muss man hier einen Rückgang vermelden. Das Minus beträgt 7 Prozent. Alleine im Dezember 2013 waren es sogar -23 % gegenüber dem Vorjahr.

Zum US-Problem von Volkswagen hat die automobilwoche.de auch einen Blogbeitrag veröffentlicht, ebenso interessant in diesem Zusammenhang: Das Interview mit Jens Meiners „Exclusiv aus New York“. 

 

 

bjoern-mein-auto-blog

Mazda und die verschwundenen Millionen.

Wenn man als kleiner Publisher in meiner Branche nach Testfahrzeugen fragt, dann bekommt man – vor allem in der Anfangszeit immer die gleichen Antworten per eMail zurück. Hierüber habe ich mich bereits ausgelassen und will auch gar nicht mehr in die Details gehen. Mittlerweile sind fast alle Hersteller im Blog mit vertreten – nur Mazda, die tun sich noch immer schwer.

Daher musste ich bei einer aktuellen Meldung doch ein wenig schmunzeln.

Denn in den Absagen die man bekommt, ist immer die Rede davon: „Kleiner Importeur, wenig Budget“ usw.  Doch was musste ich nun lesen? Der Betrugsfall um den Ex-PR Präsidenten von Mazda scheint noch lange nicht beendet, sondern ist indes dabei, immer größere Kreise zu ziehen.

Mittlerweile ist die Rede von – bitte festhalten: 40 Millionen Euro Schaden. Wow. 

Es scheint das alte Prinzip von „Freundschaften“ und Klüngeleien gewesen zu sein, die es dem Ex- VP für PR bei Mazda ermöglicht hat, bis zu 14 Millionen Euro in die eigenen Taschen umzuleiten.  Da wundere ich mich allerdings nicht mehr.  PR-Aufträge im Volumen von 150 Millionen Euro wurde vergeben – hierbei ein Schaden von 40 Millionen? Und alleine 14 Millionen für Hrn. Danner selbst? Wow.

Wie man das übersehen kann? Keine Ahnung.

Aber was wäre das wohl für ein Fuhrpark gewesen? Damit hätte man die gesamte Nation aus Motor-Journalisten auf Jahre mobil halten können. Ebenso hätte man damit eine unglaubliche Online-PR aufziehen können – statt dessen sind nun eine Tübinger Event-Agentur und „Partner“ aus der Heimat von Franz Danner unter Verdacht. Mein lieber Hr. Gesangsverein.

Diese Branche ist echt unterhaltsam.  Schade das am Ende der Konzern einen Schaden wieder gut machen muss, in einer Zeit – in der Mazda in Deutschland noch einen Marktanteil von um die 2% hält. Ich vermute, damit gibt es auch in der Zukunft erst einmal keine Testfahrzeuge aus Leverkusen für mich.

Statussymbol mit immensem Wertverlust

Gute Gründe Maybach zu schliesen.

Kein Automobil-Hersteller der Welt baut Autos um diese dann mit Verlust zu verkaufen. Noch nicht einmal Mercedes-Benz kann es sich leisten, ein Produkt zu verkaufen, das keinen Gewinn einfährt und so hat man sich vor einigen Wochen entschieden, die Marke Maybach wieder still zu legen. Maybach ist damit nur die jüngste Fehlentscheidung in einer Reihe von schlechten Unternehmerischen Schachzügen des Daimler-Konzerns in den letzten 20 Jahren.

Es gibt 330.000 gute Gründe Maybach nicht fortzuführen.

Wie Georg Kacher in der britischen „Car“  gestern geschrieben hat, waren es im Schnitt 330.000€ die Daimler mit jedem verkauften Maybach verloren hat. So etwas kann sich selbst ein sonst oftmals von Verkaufszahlen verwöhnter Konzern nicht erlauben.

Zumal es bei Mercedes-Benz mehr Baustellen gibt um die man sich kümmern muss.  Da wären zum Bsp. die Rostprobleme von nicht einmal 10 Jahre alten Mercedes-Modellen. Oder die Motorenprobleme in der neuen 4-Zylinder Diesel-Baureihe, die gerade von vielen Taxi-Fahrern durchlebt werden.

Das Beste, oder nichts. 

Im Falle von Maybach ist es gut zum „Nichts“ zurück zu kehren und die immensen Kosten für Maybach in die Dauerhaltbarkeit und die Zufriedenheit der Mercedes-Käufer zu investieren, mit deren Umsatz ein Abenteuer wie Maybach erst ermöglicht wurde.

Im Gegenzug könnte man die versteckte Subvention der knapp 3.000 verkauften Maybach Modell in die Qualität der „Brot & Butter-Autos“ im Konzern stecken.  Was natürlich nicht geht, denn das Geld wurde ja bereits ausgegeben.

Statussymbol mit immensem Wertverlust

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