Fahrbericht Volkswagen T-Roc: Crossover mit Identitätskrise

Was bin ich: Dieses ach so lustige Ratespiel, das Mitte der 1950er Jahre im TV startete und erste Ende der 1980er sein Ende fand. Passender könnte es im Falle des Volkswagen T-Roc kaum sein. Diesel-Thematik, Einsparmaßnahmen, Elektrifizierungswelle und der persistente Drang ein Premium-Hersteller sein zu wollen. Kein einfaches Pflaster für den Volkswagen T-Roc. Der SUV oder Crossover – das weiß man ja heutzutage nicht so genau – möchte aus dem etwas biederen Image, das die wahrlich nicht schlechten Modelle Golf, Passat und Co. geschaffen haben, ausbrechen und der Welt zeigen, dass man in Wolfsburg auch richtig hip und cool sein kann. Stellt sich allerdings die Frage: Ist die gewollte Coolness auch wirklich vorhanden?

Design – Same same but different

Irgendwie kommt er einem bekannt vor, der VW T-Roc. Ein bisschen Audi Q2 hier, was vor allem an der C-Säule auffällt, ein wenig Volkswagen-Identität hier und das Ganze garniert mit einem flotte, angesagten SUV-Look. Dazu eine Bi-Color-Optik mit andersfarbigem Dach und fertig ist der nächste MQB-Klon.

Ein „Servus“ nach Ingolstadt: Die Seitenlinie erinnert an den Audi Q2

Nun, ganz so einfach ist die Sache nicht. Natürlich lässt sich über Geschmack streiten, doch kann man zweifelsohne sagen, dass der Volkswagen T-Roc ein hübsches Kerlchen geworden ist. Vorausgesetzt man nimmt etwas Geld in die Hand und lässt die leider bieder wirkende Basis-Ausstattung außen vor. Denn nur wer zum Sport oder Style greift, darf auch das Dach und ein paar Anbauteile in einer Kontrastfarbe wählen – Lifestyle eben. Oder haben Sie schon mal einen günstigen Mini Cooper gesehen?

Glücklicherweise bringen die gehobenen Ausstattungen auch gleich viel fürs Auge mit. Da wäre etwa das Tagfahrlicht: Abgesetzt von den Hauptscheinwerfern übernimmt es bei Bedarf die Funktion des Blinkers und ist in seiner rechteckigen Form  eine gekonnte Abwechslung. Auch, wenn die Blinkmuffel auf unseren Straßen mittlerweile ein unerträgliches Maß angenommen haben. Vielleicht ist das ja auch der Grund dafür, dass sich Audi das Lauflicht hat einfallen lassen? Etwas Neues? Das muss man doch ausprobieren! Aber wir driften vom Thema ab.

Das Heck wirkt zurückhaltend. Bei den Auspuffrohren ist der T-Roc ein Blender

Zurück zum T-Roc: Mit kräftigen Radhäusern, dezenter Kunststoff-Beplankung und angedeutetem Unterfahrschutz vorn wie hinten macht er es sich bequem in der SUV-Schublade. Dabei bleibt der Wolfsburger mit einer Außenlänge von 4,32 m angenehm kompakt und überfordert nicht im Großstadtdschungel. Schließlich werden hier die meisten SUV eingesetzt. Hinzu kommen – je nach Geldbeutel, 16- bis 19-Zoll große Leichtmetallräder, farblich abgesetzte Elemente, wie das Dach oder die Außenspiegel und die stark „AUDI“ schreiende C-Säule. Die MQB-Verwandtschaft zeigt sich in diesem Detail deutlich, was in Anbetracht der hübschen Optik aber kein Makel ist. Am Heck hat die Designer der Mut hingegen verlassen: Auffälligkeiten oder herausragende Elemente sucht man hier vergebens. Einzig die Chromblende, die so tut, als würde sie zwei Auspuffrohre einrahmen, ist ein Blender.

Innenraum – Klopf, klopf!

Der Volkswagen T-Roc möchte also ein Lifestyler sein, wie es so schön heißt. Eine junge, urbane Klientel soll mit dem SUV angesprochen werden, der ein Tiguan zu groß ist, die aber den Gelände-Look schätzt. Diese Kundschaft vermag jedoch zu wissen, was Premium ist und hier kommt der Neuling etwas ins Straucheln.

Viel Hartplastik, aber hübsch verpackt: Das Interieur des Volkswagen T-Roc

Der Grifftest bringt schließlich zu Tage, dass sich im Interieur fast ausschließlich Hartplastik befindet. Der obere Teil des Armaturenbretts? Hart. Die Mittelkonsole? Hart. Die Türverkleidungen? Hart. Das wird manch einer monieren und den Premium-Preis des Wolfsburgers entgegenhalten. Andererseits muss man sich aber auch fragen, wie oft man den oberen Teil des Armaturenbretts wirklich berührt. Wenn man ehrlich ist… nie! Dafür bekam der T-Roc großflächige Blenden spendiert, die man nach Lust und Laune in verschiedenen Farben – passend zum Außenlack – kolorieren lassen kann. Schade nur, dass das Finish zumeist matt ausfällt und nicht in Hochglanz ausgeführt ist.

Und sonst? Nichts zu meckern! Die bisherigen Nörgeleien sind ohnehin so hochgestochen, dass sie wenig ins Gewicht fallen. Schließlich steht hier ein richtig gutes Auto. Die Bedienbarkeit? Bestens! Das Infotainment mit 8-Zoll-Display verzichtet angenehmerweise nicht auf seine Drehregler und ist in kürzester Zeit verstanden. Außerdem ist es angenehm hoch angebracht. Und noch etwas bringt der VW T-Roc mit: Digitale Instrumente, die sich frei konfigurieren lassen. Das macht Laune und passt zum Styler-Charakter des Niedersachsen.

Ohne Fehl und Tadel: Die Bedienung des 8-Zoll-Infotainments gelingt kinderleicht

Selbst beim Platz muss der T-Roc, trotz seiner 25 Minder-Zentimeter zum Tiguan, kaum federn lassen. Vorn sitzt es sich bestens und alle notwenigen Elemente lassen sich großzügig justieren. Sind die Passagiere in Reihe eins zudem keine Riesen, lässt es sich auch in Reihe zwei gut aushalten. Zumal man – natürlich optional – auf hübschen, mehrfarbigen Polstern platznimmt. Der Kofferraum passt ebenfalls zum Format und zum Lifestyle-Cluster: Je nachdem, ob man eine Variante mit oder ohne Allradantrieb 4Motion bestellt, beläuft sich das Basisvolumen auf 392 bis 445 Liter. Umgeklappt bietet der Wolfsburger bis zu 1.290 Liter bei dachhoher Beladung. Das sind keine Fabelwerte, gehen aber in Ordnung.

Fahrgefühl – Ein echter Volkswagen

Es war zu erwarten: Der Volkswagen T-Roc fährt sich bestens und tendiert in keinerlei Extrem. Weder gibt er sich über-sportlich, noch sofa-weich. Der Crossover ist einer, der beim Fahren viel Talente miteinander verbindet. Sogar die Motorenwahl ist so aufgestellt, dass man sich niemals so vorkommt, als hätte man auf irgendetwas verzichten müssen. So bietet das Einstiegsaggregat zwar nur drei Zylinder und 999 ccm Hubraum, doch ist das Output von 115 PS durchaus passabel. Zumal die Fahrleistungen mit 10,1 Sekunden für den Spurt auf 100 km/h und 187 km/h Topspeed absolut ausreichend sind.

Mehr Spaß bringt dennoch der 2.0 TDI mit seinen 150 PS. Zwar wird aus dem – bei diesem Motor stets serienmäßig allradgetriebenen – T-Roc kein Racer, doch bringt das Drehmoment von 340 Nm gute Laune. Leider schaltet das 7-Gang-DSG etwas verhalten und reagiert müde auf spontane Gasbefehle. Auch im Stop-And-Go-Verkehr neigt es dann und wann dazu, sich zu verschlucken. Die Empfehlung geht also zur 6-Gang-Handschaltung.

Der 2.0 TDI ist kräftig und sparsam. Mehr Spaß macht aber klar der 2.0 TSI mit 190 PS

Wenn man aber unbedingt auf das Selbstschalten verzichten mag, dann sollte man sich auch gleich den Top-Motor, den 2.0 TSI mit 190 PS gönnen. Der Vortrieb passt erst hier so richtig zur dynamischen Optik und lässt sich auch auf dem Datenblatt gut lesen. Nach 7,2 Sekunden liegen 100 km/h an und ein Ende ist erst bei 216 Sachen angesagt. Durchaus sportlich.

Und so lässt sich der VW T-Roc auch gerne von links nach rechts scheuchen, gefällt mit seiner zielgenauen Lenkung und dem fein ansprechenden Fahrwerkt. Grundsätzlich dynamisch ausgeprägt, lässt es nie auch nur die Idee aufkommen, unkomfortabel zu sein. Criusen mit mäßiger Geschwindigkeit? Easy! Und das sogar ohne verstellbare Dämpfer, Chapeau!

Fazit – Der VW T-Roc und die werten Mitstreiter

Erwachsener Auftritt eines Lifestylers. Aber hat er das Zeug zum Kassenschlager?

Die Wolfsburger wollen mit dem VW-Troc ein junges Publikum ansprechen, indem sie ihm ein hippes Äußeres verpassen, ohne jedoch auf ein Markengesicht zu verzichten. Angesichts der Preise, die bei 20.390 Euro starten und erst bei nahezu dem Doppelten enden (mit Vollausstattung), kann man das ein wenig in Frage stellen. Modern ist er ja, bietet eine ganze Armada an Assistenten (größtenteils gegen Aufpreis) und lässt sich nett ansehen. Aber ist er auch stark genug, um es mit der Konkurrenz aus den eigenen Reihen aufzunehmen? Der Audi Q2 ist längst zum Standard im Straßenbild geworden und der Seat Arona ist – weiß Gott – auch nicht von schlechten Eltern. Und so steckt der Volkswagen T-Roc vielleicht nicht in einer Identitätskrise, dürfte es aber auch nicht unbedingt leicht haben.

 

I´ll be back! Der VR6 lebt im Volkswagen Arteon R

Es könnte so viele schöne Wortspiele zum Thema geben. „I´ll be back“, „Nummer 6 lebt”, “Totgesagte leben länger” und was weiß ich. Schwamm drüber, denn wie es scheint, passen sie alle: Der VR6-Motor – eine Legende im VAG-Geflecht – scheint allen Unkenrufen zum Trotz wieder da zu sein. Manche liebten ihn, manche hassten ihn, sagten ihm Sauf-Attribute zu, doch der Drang der Unvernunft siegte: Im Volkswagn Arteon R soll der verblichene VR6-Motor zum turbogeladenen Muskelprotz werden. Wäre ja auch zu schade um die dynamische Form, wenn das Wolfsburger Flaggschiff nicht auch einen adäquaten Antrieb bekäme.

Der legendäre VR6 für das Topmodell

Die Kollegen vom britischen „Drivetribe“ wollen es von ihren gaskranken Freunden von „Car Throttle“ wissen: Der Volkswagen Arteon soll als R kommen und einen aufgeladenen VR6-Motor unter seiner profilierten Haube tragen. All we know: He´s called… äh, nein, das war etwas anderes.

Bereits jetzt wirkt der Volkswagen Arteon dynamisch. Kann der VR6 Turbo auch die passenden Fahrleistungen bieten?

Wie der VW Arteon Produkt Manager Martin Haube bestätigt, soll die Kraft des Limousinen-Coupés in der R-Variante aus einem Sechszylinder-Motor in VR-Anordnung stammen. Der besonders kleine Winkel des V6 macht ihn dabei nahezu zu einem Reihen-Motor und ist für den unnachahmlichen Klang verantwortlich. Die Fangemeinde weiß, was gemeint ist.

Der Audi A7 des kleinen Mannes?

Zunächst, nachdem der VR6 aus dem Golf R und anderen Modellen verbannt wurde, glaubte man an das finale Ende des nahezu historischen Antriebs. Zu dominant waren (und sind) die Elektrifizierungswelle und das Downsizing mitsamt Turbo- und Kompressor-Doping, als dass man einen trinkreudigen Hubraumriesen im Portfolio hätte behalten können. 3,6 Liter Hubraum in der letzten Ausbaustufe und eine Leistungsausbeute von rund 300 PS, die sich linear entfalteten, waren einfach nicht mehr en vogue genug. Aktuell ist das letzte frei atmende Pendant noch im VW Atlas zu finden, der für den chinesischen Markt vorgesehen ist.

Zum Glück – für alle PS-Liebhaber – besann sich Volkswagen: Der verschriene VR6 wird anscheinend in den Motorraum des Volkswagen Arteon R verpflanzt, allerdings nicht ohne ein paar entscheidende Modifikationen spendiert zu bekommen. Wie Car Throttle wissen will, soll das Aggregat kein reiner Sauger sein, sondern dank Turboaufladung auf 400+ PS kommen. Die Kraftübertragung soll ein DSG-Getriebe besorgen und die Power an alle Viere schicken. Damit dürfte Vortrieb in nahezu jeder Lebenslage garantiert sein.

Seine eigene Interpretation eines Volkswagen Arteon R zeigt Veredler „Abt“

Ob der Arteon damit aber tatsächlich zum Audi RS7 des kleinen Mannes wird, ist fraglich. Immerhin ist das aktuelle Topmodell, der Volkswagen Arteon 2.0 TSI 4Motion, schon nicht günstig und kostet mehr als 50.000 Euro. Können der Klang und der Turboschub des neuen Volkswagen Arteon R dies vergessen lassen? Oder werden wir Zeugen des letzten Aufbäumens eines Relikts aus der „guten, alten Zeit“?

Quelle: Drivetribe
Fotos: Jens Stratmann

Volkswagen Arteon – Der Klassen-Patient

#läuft – ein Hashtag, der bei Volkswagen nicht immer passend scheint. Der Volkswagen Phaeton? Ein Prestige-Objekt, ein tolles Auto, aber dennoch ein Flop. Der Volkswagen Passat CC bzw. nur „CC“ – wie er später hieß? Auch nicht gerade das, was man einen Kassenschlager nennen würde. Die Diesel-Thematik wollen wir jetzt nicht auch noch hervorkramen. Und dennoch: Volkswagen ist einer der erfolgreichsten Automobil-Konzerne der Welt, der allerdings ohne ein echtes Flaggschiff auskommen musste – bis jetzt! Dieser Aufgabe möchte sich der neue Volkswagen Arteon annehmen und gleichzeitig den CC wie auch den Volkswagen Phaeton beerben.

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Seat Alhambra: Taxi des Jahres 2017

Wer bei Taxen ausschließlich Fahrzeuge mit Stern auf der Haube vor Augen hat, sollte umdenken. Der Seat Alhambra erhielt die Auszeichnung als „Taxi des Jahres 2017“ und ging damit als Gesamtsieger aus einem Testfeld von 21 Fahrzeugen hervor. Das Branchenmagazin „taxi heute“ rief 41 Taxiunternehmer zum vierten Mal zur Wahl, die in Fulda die Fähigkeiten der Fahrzeuge unter die Lupe nahmen. Read more

Skoda Karoq – Das Trio ist komplett

Kaum war die Ankündigung des neuen Skoda Karoq erschienen, flimmerten auch schon die ersten Bilder des getarnten SUV über den Bildschirm. Klar dürfte sein, dass er den Skoda Yeti beerbt, der mit seinem Namen nicht mehr in die SUV-Nomenklatur der Tschechen passt. Eingeleitet wurde diese mit dem Skoda Kodiaq, der seinen Namen ebenfalls aus der Mundart der Ureinwohner Alaskas bezieht. Angesiedelt ist der neue Skoda Karoq auf Augenhöhe mit dem Seat Ateca und dem Volkswagen Tiguan. Ausblick auf dem Kompakt-SUV der Tschechen. Read more

VW I.D. Crozz – Der Dritte im Bunde

VW präsentiert auf der „Auto Shanghai 2017“ (19. bis 29. April) das mittlerweile dritte Modell der I.D.-Reihe. Bei dem I.D. Crozz handelt es sich um ein vollelektrisches CUV – ein „Crossover Utility Vehicle“. Der Hersteller beschreibt das Auto als „viertüriges Coupé und SUV zugleich“.

Das Fahrzeug soll als sportlicher und interaktiver Allrounder auftreten, der mit einer Reichweite von 500 Kilometer auch für längere Touren geeignet ist. Ein Allradantrieb soll außerdem Fahrten abseits befestigter Routen ermöglichen. Der E-Antrieb leistet 225 kW/306 PS und ermöglicht eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h. Die Batterien sollen sich innerhalb von 30 Minuten wieder zu 80 Prozent aufladen lasen.

Neben dem Elektro-Antrieb setzt VW bei der neuen I.D.-Studie auf einen vollautonomen Autopiloten. Dieser wird durch einen leichten Druck auf das VW-Logo im Lenkrad aktiviert, das anschließend im Armaturenbrett verschwindet und eine Einheit mit den volldigitalen Anzeige- und Bedienelementen bildet. Außerdem ist ein Clean-Air-System (ähnlich wie im Tesla Model X) an Bord. Die Scheinwerfer verfügen über LED-Technik und sollen als „Augen“ im Autopilot-Modus mit anderen Verkehrsteilnehmern kommunizieren. Der Innenraum wird – trotz kompakterer Außenmaße – auf dem Niveau des Tiguan Allspace liegen.

Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender der Marke VW, zeigt sich selbstbewusst: „Bis 2025 wollen wir den Absatz von reinen Elektrofahrzeugen auf eine Million Einheiten pro Jahr steigern. Der I.D. Crozz übernimmt dabei eine Schlüsselrolle. Die Produktion wird 2020 anlaufen“. (Max Friedhoff/SP-X)

Allianz von VW und Tata – Kooperation beim Billigauto

Der Volkswagen-Konzern und der indische Autohersteller Tata wollen kooperieren. Beide Unternehmen haben nun auf eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Ziel der Zusammenarbeit ist die Entwicklung gemeinsamer Komponenten und Fahrzeuge für den indischen Subkontinent. Die Projektleitung innerhalb des VW-Konzerns übernimmt die tschechische Tochter Skoda.

Die Kooperation soll Volkswagen den Weg auf den indischen Markt erleichtern. Bislang konnten die Wolfsburger in der Wachstumsregion noch nicht Fuß fassen, hauptsächlich, weil im großen Produktportfolio ein richtiges Billigauto fehlt. Frühere Versuche einer entsprechenden Allianz mit dem in Indien starken Suzuki-Konzern scheiterten.

Die Tata-Gruppe gehört zu den größten Konzernen auf dem Subkontinent, die Automobiltochter Tata Motors zählt neben Maruti-Suzuki, Hyundai und Mahindra zu den wichtigsten Pkw-Herstellern im Land. In Europa ist Tata vor allem als Muttergesellschaft von Jaguar Land Rover und als Hersteller des Kleinstwagens Nano bekannt. Das Modell galt bei seiner Markteinführung 2009 als billigstes Auto der Welt. (Holger Holzer/SP-X)

VW Arteon –  mehr als nur ein Passat Coupé

Weltpremiere in Genf: Der VW Arteon. Die Wolfsburger bringen einen fünftürigen Gran Turismo mit in die Schweiz, der oberhalb des Passat angesiedelt wird. Der Fünfsitzer soll Designelemente eines Sportwagens mit der Eleganz und dem Raum eines Fastbacks – also einem Fließheck – vereinen. Mit seinen serienmäßigen LED-Scheinwerfern und weiteren neuen Elementen ergibt sich eine völlig neue Frontpartie. Damit es im Inneren luftig zugeht, bietet der Wolfsburger einen langen Radstand sowie eine große Heckklappe, hinter der sich mindestens 563 Liter Kofferraumvolumen verbergen. Wir schauen uns den neuen VW Arteon genauer an. Read more

Facelift? Update? Das ist der neue Golf VII!

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Wir schreiben das Jahr 1974: Giorgetto Giugiaro wird zum größten Krisenlöser der Konzerngeschichte im Hause VW. Der italienische Stardesigner wusste nicht recht, wie ihm geschah, als er den Auftrag bekam, mit dem Golf den angeschlagenen Konzern zu retten. Doch der Plan ging auf und der Golf I schlug 1974 mit Nachdruck ein. 2017 ist es wieder ein alter Bekannter: Der Golf VII. Dabei hat dieser nicht einmal ein Facelift bekommen – zumindest im Volkswagen-Deutsch. In Wolfsburg spricht man von einem Update. Wir schauen uns einmal an was Update mit sich bringt.

Das Exterieur wirkt vorsichtig geschärft

Man sieht das Golf VII Update aktuell schon in Wolfsburg über die Straßen ziehen und stellt fest: Man muss schon zwei Mal hinsehen, um es als Modellpflege auszumachen. Die Vor-Update-Variante sieht dadurch immer noch frisch aus und wirkt keineswegs veraltet. Ein typisches VW-Mittel: Die Evolution anstelle der Revolution. So kommen beim Golf VII Update neue Lackfarben zum Tragen, die die Spanne vom klassischen Weiß oder Schwarz über hübsche Grautöne bis hin zum neuen, auffallenden Kurkuma-Gelb abdecken. Wer nicht im grauen Einheitsbrei untergehen will, darf diesen Farbton als gelungene Alternative betrachten.

Kurkuma-Gelb – Ein Farbton, der dem Golf VII Update bestens steht.

Ansonsten kommen natürlich neue Felgendesigns zum Tragen, die die Formate von 15- bis 18, bei den Sportlern à la GTI und GTD sogar in 19 Zoll, abdecken. Auffälliger sind da eher die neuen und markanteren Scheinwerfer des Kompakten. Optional sind sie mit Voll-LED-Technik erhältlich. Am Heck fallen die neuen Rückleuchten ebenso auf wie das nun erhältliche Blinker-Lauflicht, das wir in ähnlicher Form bereits von Audi kennen. Je nach Ausstattung kommen Chromleisten hinzu, während die typische Golf-Formensprache unangetastet blieb. Das bedeutet eine gehabt dynamische Silhouette mit breiter C-Säule.

Interieur: Infotainment im TV-Format

Großartige Änderungen wird man genauso wenig feststellen, wenn man den neuen Golf in der Basisausstattung bestellt. Allerdings ist hier nun das Radio Composite Color mit Farbbildschirm, Touchscreen, AUX-in und SD-Kartenleser serienmäßig. Richtig spannend wird das Interieur des Update Golfs mit dem Active Info Display. Dieser 12,3-Zoll-Bildschirm ersetzt die gewöhnlichen Rundinstrumente und zeigt die fahrtrelevanten Daten wie etwa Tempo und Drehzahl an. Zudem werden die Fahrassistenzsysteme oder die Navigationskarte angezeigt, sodass man nur noch einen Blick braucht, um alles zu erfassen, anstatt auf die Instrumente und anschließend nochmals auf das Infotainment zu schauen. Ansonsten tat sich nicht viel im Innenraum zum Golf VII Update; Geblieben sind hochwertige Materialien und eine tolle Verarbeitung – wie man es eben von einem Volkswagen gewohnt ist.

 

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Das geht was rein – der Variant bietet nach wie vor viel Laderaum.

Neues gibt es aber sehr wohl an der Front des Infotainments. Fährt die Basis bereits mit einer ansehnlichen Touchscreen-Lösung mit 6,5-Zoll-Display vor, verfügt das nächst bessere System – das Composite Media – schon über eine USB- und Bluetooth-Schnittstelle zur Koppelung von Mobiltelefonen. Zudem bekommt man hier ein 8-Zoll-Display, also das höchste der Gefühle bei der Pre-Update-Variante. Auf dieses Display greift mit der Auffrischung nun das Einstiegs-Navigationssystem zurück – das Discover Media. Richtiges TV-Format hat indes das neue Top-Gerät, das Discover Pro. Sein 9,2 Zoll großer Touchscreen mit Annäherungssensor bietet ein gestochen scharfes Bild und gefällt mit seiner klaren Bedienung. Ergänzen kann man die beiden Navigationsgeräte mit „Car Net Guide & Inform“. Diese Erweiterung bietet die Möglichkeit, sich über nützliche Ziele in der Umgebung schlau zu machen, wie etwa Parkplätze oder Tankstellen. Zudem bietet es Echtzeit-Verkehrsinformationen auf Internetbasis. Eine Schippe drauf legt man mit dem „Guide & Inform Plus“, das Zugriff auf Satellitenbilder, detailgetreue Google Earth Aufnahmen und 360° Google Streetview Bilder zulässt.

Auf Nummer sicher – Die Assistenten

Natürlich war der VW Golf VII bereits vor dem Update ein sehr sicherer Zeitgenosse. Mit der Aufwertung wurde aber nochmals Hand angelegt. So wurde der Front Assist, der nun nicht mehr sichtbar im unteren Bereich des vorderen Stoßfängers untergebracht ist, attraktiv hinter dem Markenzeichen versteckt. Das Umfeldbeobachtungssystem ist bereits ab der mittleren Ausstattungslinie „Comfortline“ serienmäßig an Bord und hält eine City-Notbremsfunktion mit Fußgängererkennung parat. Daneben gibt es natürlich den ACC, den adaptiven Abstandstempomaten. Jener lässt sich um den komfortsteigernden Stau-Assistenten ergänzen, der den Abstand zum Vordermann nicht nur konstant hält, sondern darüber hinaus wieder beschleunigen kann und in der Spur bleibt. Das System bremst den Golf sogar bis zum Stillstand ab und nimmt anschließend wieder Fahrt auf, wenn es der Stau erlaubt.

Weiterhin im Programm ist der Golf GTE mit 204 Hybrid-PS.

Ein nützliches Assistenzsystem stellt darüber hinaus der Emergency Assist dar, der die Teilsteuerung des Fahrzeugs übernimmt, sobald das System erkennt, dass der Fahrer nicht mehr fahrtauglich zu sein scheint. Wer sich nicht sicher ist, seinen Golf ohne Schaden in enge Parklücken bugsieren zu können, wird sich über den Park-Lenk-Assistenten freuen. Ergänzt wird er durch die integrierte Ausparkfunktion – schließlich muss man die enge Parklücke auch irgendwann wieder verlassen. Bekannt und beim Golf VII Update selbstverständlich mit von der Partie sind der Blind-Spot-Sensor sowie der Spurhalte-Assistent.

Antriebe – für jeden etwas dabei

Es war eigentlich schon immer so und es bleibt beim Update dabei: Die Motorenpalette des Golf ist schier riesig. Den Einstieg macht man bei den Benzinern mit einem 1.0 Liter Dreizylinder mit 85 PS. Darüber rangiert ein weiterer Dreizylinder, der 110 PS leistet und den Golf VII bereits ordentlich antreiben dürfte. Etwas mehr Fahrdynamik verspricht hingegen der 1.4 Liter Turbo-Benziner mit 125 PS, während der neue 1.5 Liter Vierzylinder mit seinen 150 PS für die meisten Fahrer durchaus sportlich wirken dürfte. Wem das nicht reicht, der kann auch weiterhin zum Golf GTI mit 230 PS oder zur um zehn PS erstarkten Top-Version Golf R greifen. Der serienmäßig mit Allradantrieb ausgestattete Sport-Golf holt 310 PS aus einem aufgeladenen 2.0 Liter Vierzylinder.

Man muss schon genau hinsehen, um das Facelift auszumachen.

Die Diesel starten, wie gewohnt, mit 1.6 Litern Hubraum. Das Basis-Aggregat leistet hier 115 PS und erfüllt, wie seine größeren Brüder, die Euro 6-Abgasnorm – die Einfahrt nach Stuttgart stellt also kein Problem dar. Darüber liegen die beiden 2.0 TDI mit 150 bzw. beim sportlichen GTD mit 184 PS. Die Verbräuche sollen sich – je nach Modell – zwischen 3,9 und 4,9 Litern einpendeln. Ebenfalls erhältlich ist eine TGI-Variante. Diesen Golf kann man alternativ mit Erdgas oder Benzin befeuern, sodass eine Gesamtreichweite von rund 1.300 km erreicht werden kann, wenn beide Tanks randvoll sind. Damit ist und bleibt der Golf ein klassenloses Vergnügen – egal, mit welcher Ausstattung oder Motorisierung.

Ergänzung, Kraftstoffangaben und DAT-Hinweis:
Golf GTI:
Kraftstoffverbrauch Golf GTI, l/100 km: innerorts 8,2 – 7,8 / außerorts 5,5 – 5,3 / kombiniert 6,4 – 6,3; CO2-Emission kombiniert, g/km: 148 – 145; Effizienzklasse: D*
Golf GTD:
Kraftstoffverbrauch Golf GTD, l/100 km: innerorts 5,6 – 5,2 / außerorts 4,5 – 4,0 / kombiniert 4,9 – 4,4; CO2-Emission kombiniert, g/km: 129 – 116; Effizienzklasse: B – A*
Golf GTE:
Kraftstoffverbrauch Golf GTE, l/100 km: kombiniert 1,8 – 1,6; Stromverbrauch, kWh/100 km: kombiniert 12,0 – 11,4; CO2-Emission kombiniert, g/km: 40 – 36; Effizienzklasse: A+*
e-Golf:
Stromverbrauch e-Golf, kWh/100 km: kombiniert 12,7; CO2-Emission kombiniert, g/km: 0; Effizienzklasse: A+*
Golf R:
Kraftstoffverbrauch Golf R, l/100 km: innerorts 10,1 – 8,7 / außerorts 6,6- 6,0 / kombiniert 7,9 – 7,0; CO2-Emission kombiniert, g/km: 180 – 160; Effizienzklasse: E – D*
Golf R Variant:
Kraftstoffverbrauch Golf R Variant, l/100 km: innerorts 8,9 / außerorts 6,2 / kombiniert 7,2; CO2-Emission kombiniert, g/km: 164; Effizienzklasse: D*

DAT-Hinweis:
Hinweis nach Richtlinie 1999/94/EG in der jeweils gegenwärtig geltenden Fassung: Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen“ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH, Hellmuth-Hirth-Straße 1, D-73760 Ostfildern oder unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.

Skoda Octavia Facelift – Der Konkurrent

Er war zwar bislang schon der Musterschüler bei Skoda, doch nach einer gewissen Zeit muss einfach ein Facelift her. Bitteschön, da ist es: Der Skoda Octavia schaut nicht mehr aus zwei konzentriert dreinblickenden Augen mit langem Liedstrich, sondern hat nun ein Vier-Augen-Gesicht bekommen. Das mag einem gefallen oder eben nicht – an den Qualitäten des tschechischen Kompakten hat das nichts geändert. Ganz im Gegenteil: Der Feinschliff am Fahrwerk lässt den Octavia gänzlich zum Konzernbruder Golf aufschließen – bei mehr Außenlänge und Radstand. Aber auch bei annähernd gleichem Preis. Was hat der Tscheche auf und vor allem im Kasten? Read more

Skoda Citigo: Frisch von der Streckbank

Ok, es sind nur drei Zentimeter – dennoch ist das Wachstum erwähnenswert. Oder etwa nicht? Mit seinem Facelift wächst der kleine Tscheche allerdings nur außen, während alle anderen Abmessungen beim alten Maß bleiben. Zurückzuführen ist der gesteigerte Länge auf die neue Front. Was sonst noch erneuert wurde, zeigen die folgenden Zeilen. Read more

VW Caddy Edition 35: Happy Birthday

35: Ein Alter, bei dem man von einer gewissen Reife ausgehen kann. Aber auch ein Alter, in dem man noch feiern kann – und genau das machen die Wolfsburger mit dem VW Caddy Edition 35. Zum Jubiläum spendieren sie ein Sondermodell, dass sowohl für den Privatgebrauch, wie auch als reines Nutztier zu bekommen ist. Auffälligstes Merkmal ist sicherlich das schwarze Dach, dass alle Edition 35 tragen. Wir zeigen, was das Sondermodell sonst noch auf dem „Kasten“ hat.

Der VW Caddy Edition 35 trägt viel Schwarz

Ob nun Kastenwagen und Familien-Van, das ist dem VW Caddy Edition 35 ganz gleich, schließlich kann man das Sondermodell für den privaten Einsatz oder auch für die Baustelle ordern. Immer mit von der Partie: Ein schwarz glänzendes Dach, schwarze Außenspiegelkappen und eine schwarz hochglänzende Dachreling. Hinzu kommen glanzgedrehte 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, abgedunkelte Rückleuchten sowie zahlreiche Schriftzüge, die das Editionsmodell als solches kennzeichnen. Erhältlich ist der Edition 35 in fünf Außenlackierungen: Einen besonders scharfen Kontrast bildet aber wohl das auf den Fotos dargestellte Candy-Weiß. Ansonsten stehen Kirschrot, ein elegantes Indiumgrau, Reflexsilber und das strahlende Acapulcoblau bereit.

Auch als Nutzfahrzeug macht der VW Caddy Edition 35 etwas her

Die Basis für den Familien-Van bildet die Comfortline und bringt schon ein paar Nettigkeiten mit. Bei ihm sind etwa das Radio Composite Colour, ein Lederlenkrad oder eine Klimaanlage serienmäßig. Beim VW Caddy Edition 35 kommen Sitzbezüge in Carbon-Optik und Lederumfänge mit abgesetzter Ziernaht hinzu, während die Dekorleisten „Dark Silver Brushed“ von der Comfortline stammen.

13 Motor-/Getriebe-Kombinationen

Zudem bringt das Sondermodell ein Multifunktionslenkrad mit, mit dem sich das Radio Composite, bzw. „Audio“ beim Nutzfahrzeug, bedienen lässt, während der Innenraum über eine LED-Innenraumbeleuchtung erhellt wird. Zudem ist das Connectivity Paket serienmäßig dabei, das darüber hinaus eine Telefon-Schnittstelle beinhaltet. Bekommen kann man den VW Caddy Edition 35 in 13 verschiedenen Motor-/Getriebe-Kombinationen – Allradversionen noch nicht eingerechnet. Die Einstiegsvariante markiert das Nutzfahrzeug als 1.2 TSI mit 84 PS. Es kostet mindestens 22.312 Euro und ist damit nicht gerade ein Schnäppchen.

 

Seat Mii Cosmopolitan – Fashion Victim

Seat feiert auf der Berliner Fashion Week ein kleines Jubiläum: Bereits im dritten Jahr kooperieren die Spanier mit dem Modedesigner Marcel Ostertag. Zwar entstand der Seat Mii Cosmopolitan nicht aus der Kooperation mit dem Modeschöpfer, doch inspirieren sich Ostertag und Seat gegenseitig. Wir schauen uns einmal das Drumherum an. Read more

App für privates Carsharing – VW öffne dich

Die Musterfamilie jedes VW-Vertriebsmanagers hat gleich mehrere Autos: Die gerade 18jährige Tochter freut sich über ihren Skoda Fabia, der Sohnemann über seinen Golf GTI als Examensgeschenk. Die Dame des Autos ist bevorzugt im praktischen Tiguan unterwegs und der Herr Papa reist standesgemäß im Audi A6. Der Holzkasten, in dem die Schlüssel der familiären Fahrzeugflotte aufbewahrt werden, muss wohl die Dimensionen eines Schuhkartons haben. Eine neue App schafft Abhilfe.

User-ID nennt Volkswagen auf neudeutsch seine neue Kreation für das Smartphone. Die Idee ist so simpel wie überzeugend: Jedes Familienmitglied kann sich über eine Cloud im geschlossenen Zirkel als Benutzer aller Fahrzeuge registrieren. So ausgestattet wird das Handy einfach in Höhe des Türschlosses ans Auto gehalten und die Türen öffnen sich wie bei einem Funkschlüssel. Über den inzwischen üblichen Startknopf wird der Motor zum Leben erweckt und die Fahrt beginnt. Der Dienst soll auch auf die anderen Konzernmarken ausgeweitet werden.

„Da stecken aber noch viele andere Möglichkeiten drin“, erläutert VW-Entwicklungsvorstand Frank Welsch. „Je nach Ausstattung des Fahrzeugs werden die Sitze automatisch eingestellt, denkbar ist auch den Lieblingssender zuvor festzulegen oder die jeweils bevorzugte Temperatur. Alle Daten sind in der Cloud hinterlegt“. Auch ein Mietwagen oder ein Ersatzfahrzeug bei einer nötigen längeren Reparatur könnten vorübergehend in den Familienverbund aufgenommen werden. Ist ein Familienmitglied oft auf einer immer gleichen Strecke unterwegs, stellt sich das Navigationssystem automatisch auf das Favoritenziel ein.

Doch die App kann noch mehr. So ist es möglich, für einzelne Mitglieder des Nutzer-Kreises persönliche Grenzen festzulegen. Zum Beispiel, welche Höchstgeschwindigkeit aus Sicherheitsgründen nicht überschritten werden darf oder in welchem Umkreis zum Sitz der Familie das Fahrzeug bewegt werden darf. Sollte also ein heißblütiger Sohn seiner neuen Freundin mit der Luxuskarosse des besorgten Vaters imponieren wollen, kann seinem Vorwärtsdrang so ein Riegel vorgeschoben werden. Verletzt er die vorher festgelegten Limits, kann seine rasante Fahrt zwar nicht gestoppt werden, aber das Auto „petzt“ per Mail. Spätere Strafmaßnahmen dürften nicht ausbleiben. „Big Brother“ fährt also mit, wenn es die Kunden denn wollen.

Über die Preise der App-Idee schweigt VW derzeit noch. Realität könnte das Smartphone als Türöffner schon bei einem der nächsten neuen VW-Modelle werden. (Peter Maahn/SP-X)

VW gibt Strom – Die I.D.-Familie wächst

Nach der Pariser VW I.D.-Studie folgt auf der Detroit Motorshow (08. bis 22. Januar) das Konzept des nächsten Modells der künftigen Elektroflotte. Während der erste I.D. den Golf der Elektrozukunft darstellt, erinnert die Detroit-Studie an den legendären Bulli und zeigt, wie ein kleiner elektrischer Van der Zukunft aussehen könnte. Selbstredend kann der neue I.D. autonom fahren. Nach einem Druck auf das VW-Logo verschwindet das Lenkrad im Cockpit. Dann orientiert sich der I.D.-Bulli per Laser, Ultraschall, Radar und mit Kameras.
Mit dem sogenannten Modularen Elektrifizierungsbaukasten MEB kann VW unterschiedliche Konzepte realisieren, was Sitzpositionen, Antriebsart oder Radstände angeht. Erste Modelle sollen 2020 auf den Markt kommen.
(Dirk Schwarz/SP-X)

VW-Sondermodelle – Klangvorteil mit Preisvorteil

Mit hochwertigen Audiosystemen und Garantieverlängerung warten die neuen „Sound“-Sondermodelle von VW auf. Erhältlich sind die Kleinstwagen Up und Polo, die Golf-Ableger Sportsvan, Beetle und Scirocco, die Vans Sharan und Touran sowie das Kompakt-SUV Tiguan. Allen gemeinsam ist ein Upgrade des serienmäßigen Infotainment-Systems auf die nächste Stufe.

Dazu gibt es je nach Modell weitere Extras wie Klimaautomatik, Leichtmetallfelgen, abgedunkelte Seitenfenster und Nebelscheinwerfer. Für die Sonderedition gilt zusätzlich kostenfrei eine dreijährige Anschlussgarantie, die nach Ablauf der zweijährigen Herstellergarantie greift. Den Preisvorteil gegenüber dem Einzelkauf der Extras gibt der Hersteller mit bis zu 2.700 Euro an. Günstigstes Modell ist der Up Sound für 12.425 Euro, den Tiguan Sound gibt es für 31.275 Euro.

(Holger Holzer/SP-X)

VW Transform 2025+: Der Langzeitplan

Diese Woche war es soweit: Volkswagen kam mit der Transform 2025+ um die Ecke und will damit zeigen, wie es in den nächsten Jahrzehnten mit dem ins Wanken geratenen Konzern weitergehen soll. Volkswagen Markenvorstand Dr. Herbert Diess fährt sogar ganz große Geschütze auf und will ein „neues Volkswagen schaffen“. Wie diese Restrukturierung und Neupositionierung im Detail aussieht, kommt jedoch nicht klar raus. Nachhaltig und mit einem profitablen Wachstum gesegnet stellt sich VW seine Zukunft vor. Die Ambitionen gehen sogar noch weiter: Die Wolfsburger wollen zum Marktführer in Sachen E-Mobilität werden – und zwar bis 2025. Außerdem will man das stärkste digitale Ökosystem der Branche aufbauen. Wir haben einmal zwischen den Zeilen gelesen und geschaut, wo das Geld für die Gratwanderung überhaupt herkommen soll. Read more

VW plant E-Auto-Offensive – Weltmarktführer bis 2025

Die Marke VW soll bis 2025 Weltmarkführer bei E-Autos werden. Das hat Markenchef Herbert Diess nun bei der Vorstellung der Strategie „Transform 2025“ angekündigt. Ab 2020 will der Autohersteller demnach eine große Elektro-Offensive starten, fünf Jahre später eine Million E-Autos pro Jahr verkaufen. Man ziele also nicht auf Nischenprodukte, sondern auf das Herz des Automobilmarktes, so Diess. Finanziert werden sollen die Elektromodelle durch den Wegfall von volumen- und ertragsschwachen konventionellen Modellen und Varianten. So sollen mehr als 2,5 Milliarden Euro frei werden.

Wie die E-Offensive aussehen könnte, hat VW kürzlich auf dem Pariser Salon in Form der Studie ID gezeigt. Der geplante Kompaktwagen basiert erstmals bei Volkswagen auf einer speziellen modularen Elektroauto-Plattform und soll über Akkus einer besonders leistungsfähigen neuen Generation verfügen, die bei zivilen Preisen eine Reichweite von rund 500 Kilometern ermöglichen. Aus dem gleichen Technik-Baukasten speisen sich weitere Modelle, auch bei anderen Konzernmarken. In Paris sprach VW von rund 30 verschiedenen Fahrzeugen. (Holger Holzer/SP-X)

VW Golf VII Facelift – Wenn die inneren Werte zählen

Es passiert nicht oft, dass ein VW Golf ein Facelift bekommt, doch beim Golf VII ist es nun soweit. Und die Rede ist nicht von einem Modelljahreswechsel, wie bei den letzten drei Generationen, sondern von einem richtigen Facelift. Das gab es zuletzt beim Golf III. Wir wollen einen Blick auf den aufgefrischten Wolfsburger Bestseller werfen.

Von einem Facelift erwartet man heute zumeist nicht mehr viel, was das Äußere betrifft: Ein paar neu geformte Stoßfänger, neue Farben und Felgendesigns, fertig. Und so ist es auch beim Golf VII – man muss schon zweimal hinsehen, um das Update zu erkennen. Doch die Wolfsburger haben nicht geschlafen – Dieselgate hin oder her – und haben bei ihrem Bestseller unter dem Blech kräftig nachgelegt.

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Vorhang auf für die neue Motorenfamilie

So zieht die neue Motorenfamilie mit dem Kürzel EA211 unter die Haube des Kompakten. Im Mittelpunkt steht hier der 1.5 TSI EVO mit 150 PS und 250 Nm maximalem Drehmoment. Dank Zylinderabschaltung soll der Reihenvierzylinder besonders sparsam sein und gerade einmal 4,9 Liter im Drittelmix konsumieren. Die BlueMotion-Variante mit 130 PS vertraut ebenfalls auf 1.5 Liter Hubraum und knausert noch mehr: hier sollen es 4,6 Liter im Durchschnitt sein. Das wird der legendäre Sportler, der Golf GTI, natürlich nicht schaffen. Bei ihm hat man aber auch nachgelegt und die Leistung – wie gewohnt – zweistufig angehoben. Der „zahme“ GTI fährt nun mit 230 PS vor, die Performance-Variante protzt gar mit 245 PS. Damit liegen die beiden 2.0 TSI 10 bzw. 15 PS über ihren jeweiligen Vorgängern. Neu beim Facelift-GTI ist das optionale 7-Gang-DSG. Serienmäßig sind beim GTI und GTE hingegen Voll-LED-Scheinwerfer, die modellspezifisch angepasste Winglets tragen. Beim GTI in Rot, beim GTE in Blau. Sie ersetzten die Xenon-Varianten vollständig.

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Neu und in Farbe: Das Infotainment

Ersetzt wurde auch das Infotainment: Hier setzten die Wolfsburger auf den modularen Infotainment-Baukasten. Was das heißt? Für den Golf-Käufer heißt das Verzicht: Kleine und monochrome Displays wurden abgeschafft – furchtbar oder? Nun darf man sich die Lesebrille sparen und auf einen mindestens 6,5 Zoll großen Bildschirm schauen, der zudem in Farbe ausgeführt ist. Das Topmodell „Discover Pro“ ist sogar 9,2 Zoll groß und verfügt über eine Gestensteuerung – Premiere in einem VW. Hinzu gesellen sich neueste Online-Services, wie etwa „Guide & Inform“, die das Autofahrerleben leichter machen. Einen Parkplatz suchen, das Wetter checken oder Echtzeit-Verkehrsdaten abrufen? Kein Problem.

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Sicher und komfortabel: Die neuen Assistenten

Erleichterung versprechen auch die neuen Assistenzsysteme. Der Einparkassistent der neuesten Generation kann nicht nur lenken, sondern selbstständig bremsen. Das kann auch der Stauassistent: Bis zu einer Geschwindigkeit von 60 km/h lenkt er und hält selbstständig den Abstand ein. Beim Stillstand muss man zudem nicht mehr selbst eingreifen, da der Golf mit diesem System selbstständig Fahrt aufnimmt und von allein wieder abbremst. Damit ist das teilautonome Fahren also vollends in der Kompaktklasse angekommen. War sonst noch etwas? Ach ja: Mit dem Facelift bekommen nun alle Golf LED-Rückleuchten. Damit man den Modelljahreswechsel – pardon –, das Facelift auch von hinten erkennt.

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Neues VW-SUV feiert Premiere in den USA – Atlas nicht für alle Welt

Der amerikanische Volkswagen-Chef Hinrich J. Woebcken muss sich wohl ein wenig wie ein Elfmeter-Schütze fühlen, der zum alles entscheidenden Schuss anläuft. Einem, der einfach treffen muss. Geht er daneben, droht der Abstieg aus der ersten Liga. Das historische Santa-Monica-Pier, Endpunkt der ebenso berühmten Route 66, ist die Arena für den Showdown von VW in den USA. Wird der hier erstmals gezeigte VW Atlas ein Flop, war´s das wohl für die Deutschen im zweitgrößten Automarkt der Welt. Nur ein neues SUV, das sich in die Herzen der kritischen Amerikaner fährt, kann den Ärger und die Enttäuschung über den Diesel-Betrug vielleicht vergessen machen.

So gesehen ist die Wahl des Namens wohl nicht zufällig. In der griechischen Sage muss Muskelmann Atlas all die Last der Welt auf seinen Schultern stemmen. Eine ähnlich tragende Rolle ist in den USA dem mit 5,04 Metern Länge ebenfalls recht imposanten rollenden Atlas zugedacht. Er muss die Wende schaffen und die Amerikaner davon überzeugen, dass VW ehrliche und gute Autos baut.

In Deutschland wird es den Siebensitzer nicht geben
In Deutschland wird es den Siebensitzer nicht geben

Natürlich muss ein neues Modell für den so wichtigen US-Markt ein lupenreines SUV sein, bevorzugt vor Ort gebaut. Hier hatte VW bislang im Gegensatz zur heimischen und asiatischen Konkurrenz nichts zu bieten, das böse Wort vom „Verschlafen“ machte die Runde. VW setzte viel zu lange auf zwei normale PKW-Modelle: Jetta und US-Passat verkauften sich anfangs glänzend, konnten aber nur solange punkten, bis die Diesel-Bombe platzte. Da die Limousinen oft mit der Mogelpackung im Motorraum unterwegs waren, brach der Absatz der beiden Modelle dramatisch ein.

VW ist aus der Schockstarre erwacht, beschleunigte die Entwicklung des Atlas, der genau ins Beuteschema der derzeit so kauffreudigen Amerikaner passt. Hochgebaut für guten Rundumblick dank erhabener Sitzposition, ein Paket an Komfort, kombiniert mit einem gewaltigen Kofferraum, in dem sogar noch Platz für eine dritte Sitzreihe bleibt. Trotz Geländewagen-Look ist Allrad nicht zwingend nötig, wird aber gern genommen. Natürlich ist auch eine serienmäßige Automatik Pflicht. Und schließlich muss sich so ein SUV-Musterknabe auch mit der Außenwelt verständigen können. Vernetzung per Smartphone ist das Stichwort. Der neue VW soll außerdem bei den Preisen mit seinen zahllosen Rivalen auf dem US-Markt mithalten können. Was nahelegt, dass er für rund 30.000 Dollar (ca. 27.500 Euro) den Besitzer wechselt. Offiziell soll der Preis des Atlas in gut zwei Wochen bekannt gemacht werden.

Der Atlas ist über fünf Meter lang
Der Atlas ist über fünf Meter lang

All diese Voraussetzungen bietet der Neuling, von dem US-Chef Woebcken sagt: „Dies ist der größte und markanteste Volkwagen, den wir je in den USA gebaut haben“. Eine Erkenntnis, die sich schon aus dem Datenblatt ergibt. Sprung über die Fünf-Meter-Marke, fast zwei Meter breit und 1,77 Meter hoch. Zu groß für mitteleuropäische Straßen und verwinkelte Altstädte. Deshalb wird der Atlas nur in den USA, später auch in Russland und Nahost angeboten. Die autohungrigen Chinesen bekommen mit dem Teramont ihr eigenes Modell, das dem Atlas aber ähnelt.

Auch wenn der Atlas nicht im Heimatland rund um Wolfsburg in den Schaufenstern stehen wird, ist er durchaus wegweisend. Das neue VW-Gesicht ist geprägt vom breitgezogenen Grill mit LED-Leuchteinheiten als seitliche Begrenzungen. Eine scharf gezeichnete Gürtellinie teilt die Seitenansicht und wölbt sich dabei recht markant über die beiden Radhäuser. Die Motorhaube ist etwas kürzer geraten als bei manchen Rivalen. Dafür trägt das Heck den klassischen Kombi-Look, der auch in der SUV-Gilde gebräuchlich ist. Keine Experimente also beim Design, bei aller Modernität herrscht sichtbare Gediegenheit auf großem Raum. Da Neuwagenkäufer meist etwas älter und demnach vornehmlich konservativ gepolt sind, darf sich VW diesem Trend nicht entziehen. Ein großer SUV muss durch seine Dimensionen punkten und nicht durch ein extravagantes Kleid.

Das Cockpit ist im typischen Markenstil gehalte
Das Cockpit ist im typischen Markenstil gehalte

Ähnliches gilt für den Innenraum. Alles muss passen, einfach zu bedienen sein und darf die Klientel nicht überfordern. VW liefert das mit dem bewährten Cockpit-Konzept, das in vielen Modellen Dienst gut. Die Zentralarmatur kann vom Fahrer nach eigenem Gusto gestaltet werden, auf dem großen Navi-Monitor können weitere Apps mittels einer Kacheloptik leicht aktiviert werden. Natürlich geht der Atlas auch online, arbeitet mit allen Smartphone-Systemen zusammen. Die Materialien machen einen durchaus gediegenen Eindruck, auch wenn sie nicht die Hochwertigkeit erreichen, die der viel teurere Touareg seinen Insassen bietet.

Ausgeklügelt ist die Nutzung des langen Innenraumes. Die im Wagenboden versenkbare dritte Sitzreihe schafft Platz für zwei weitere erwachsene Mitreisende. Der dann noch verbleibende Kofferraum entspricht immerhin dem eines Kompaktmodells, auch wenn VW noch keine genauen Daten nennt. Der Zugang für die hinteren Hinterbänkler wird übrigens durch ein klug konstruiertes Schrägstellen der Rücksitzlehnen in Reihe Zwei erleichtert, selbst groß gewachsene Mitfahrer müssen sich nicht verrenken. Bleiben die Zusatzsitze leer, kann die zweite Reihe um 20 Zentimeter nach hinten verschoben werden, was fürstliche Beinfreiheit im Fond schafft. Ist nur das Frontgestühl belegt, wächst der Laderaum um ein Vielfaches, es werden wohl um die 2.000 oder mehr Liter sein, auf denen sich Kisten, Möbel, Freizeitgeräte oder der Wocheneinkauf für eine Großfamilie ausbreiten können. Das steigert natürlich den Nutzwert des Atlas und trifft den Geschmack der US-Kunden.

Platz ist vorhanden
Platz ist vorhanden

Im Motorraum findet sich Vertrautes, aber natürlich keine Dieselmotoren. Der kleinere der beiden Benziner hat zwei Liter Hubraum, vier Zylinder und leistet dank Turboaufladung 175 kW/238 PS. Dann hat der Atlas Frontantrieb. Allrad auf Wunsch ist nur in Verbindung mit dem 3,6-Liter-Sechszylinder (206 kW/280 PS) zu haben. Beide haben serienmäßig eine Achtgang-Automatik an Bord. Bestellbar sind moderne Assistenzsysteme wie automatische Notbremsung, Abstandsradar oder aktives Spurhalten. Natürlich kann der Riese auch halbautomatisch eingeparkt werden.

Ein großes SUV zu einem attraktiven Preis also, das durchaus das Zeug zum Erfolgsmodell an Bord hat. Zusammen mit dem im Januar in Detroit debütierenden Tiguan (mit verlängertem Radstand und ebenfalls bis zu sieben Sitzen) sollte das Duo die Wende stemmen. Ein VW-Manager mit US-Pass begründet den Optimismus: „Schließlich sind wir Amerikaner nicht nachtragend“. (Peter Maahn/SP-X)

Hinter Gittern im VW load up!

Ruhig Blut! Es geht hier weder um schwedische Gardinen noch um sonst eine Art von Gefängnis, Knast oder Bau. Nein, Volkswagen bietet nun den load up! an, einen Lieferwagen, der über zwei Sitze verfügt, hinter denen ein Trenngitter installiert ist. Und damit zeigt sich schon der Haupt-Einsatzzweck des Mini-Flitzers: Kuriere, Pizzaboten und Konsorten bekommen mit dem load up! eine neue Alternative für das tägliche Liefergeschäft. Dabei darf das Ladegut sogar etwas größer ausfallen, schließlich bietet der Wolfsburger 990 Liter Ladevolumen. So darf die Pizza-Bestellung auch mal größer ausfallen.

Von außen sieht der load up! aus wie ein gewöhnlicher up!
Von außen sieht der load up! aus wie ein gewöhnlicher up!

Der VW up! gilt gemeinhin als so etwas, wie das Premium-Produkt unter den Kleinstwagen. Meist in weiß, wirkt er wie ein iPod – ganz schlicht und chic. Das geht dem load up! nicht ab, sondern nur seine Rückbank. Dafür erweitert sich hingegen der Kofferraum von der Kofferraumklappe bis zum serienmäßigen Trenngitter auf 990 Liter Volumen. Gepaart mit der Wendigkeit und Effizienz des Kleinwagen-Konzepts ergibt sich damit ein veritabler Großstadt-Transporter.

Der load up!: Innen Lieferwagen, außen iPod

Effizienz ist überhaupt ein großes Thema beim kleinen Lieferwagen. Als e-load up! wurde er in der Energieeffizienz mit einem A+ eingestuft. Das freut den Besitzer, da Stromer aktuell von der KFZ-Steuer befreit sind. Rechnet man den niedrigen Strom-Konsum hinzu, der sich auf 11,7 kWh/100 Kilometer beläuft, fährt man unter dem Strich wirklich günstig – wenn da nur der hohe Einstiegspreis nicht wäre. Rund 23.000 Euro muss man berappen, möchte man sich den elektrisch angetriebenen load up! vor den Laden stellen. Rechnet man die üppige Ausstattung mit Klimaautomatik, 15-Zoll-Leichtmetallfelgen und weiteren, vor allem optischen, Gimmick auf, fällt das Staunen über den hohen Basispreis geringer aus. Wenn man allerdings bedenkt, dass der e-load up! mit einer vollen Batterieladung nur maximal 160 km weit fährt, kommt man wiederum ins Grübeln.

vw-load-up-lieferwagen-2016-mein-auto-blog-1Doch es gibt noch andere Varianten, die weniger auf das Portemonnaie schlagen. So ist der City-Lieferwagen auch als 60 PS-Benziner mit einem Durchschnittsverbrauch von 4,4 Litern erhältlich und kostet nur noch rund 9.300 Euro. Dafür bietet er so gut wie keine Ausstattung. Doch die Preisdifferenz von rund 13.000 Euro gegenüber dem Stromer will erst herausgefahren werden. Als weitere Alternative bietet sich noch die Erdgas-Variante an, der eco-load up!. Er startet bei rund 11.800 Euro und begnügt sich mit 2,9 Kilogramm Erdgas auf 100 Kilometer. Fragt sich nur, wo man das Erdgas tanken will, schließlich sind entsprechende Tankstellen rar gesät. Bei LPG sähe das schon ganz anders aus. Aber ein Pizza-Bote kommt ja gut rum und wird sicherlich den Weg zu einer Erdgas-Tankstelle finden.

Dr. Jekyll and Mr. Hyde – Die neue Mercedes X-Klasse

Vor ein paar Stunden war es soweit: In Stockholm wurde die neue Mercedes X-Klasse gezeigt. Natürlich entspricht das, was wir aktuell noch zu sehen bekommen, nicht dem endgültigen Modell. Doch das Conceptcar ist schon sehr nah dran an der Serie, schließlich ist Ende 2017 die Marktreife geplant. Die Stuttgarter sprechen beim neuen Modell vom ersten Pickup der Firmengeschichte und wollen mit ihm eben dieses Segment umkrempeln. Das haben sie vor 20 Jahren schon einmal geschafft, als sie mit der M-Klasse die Riege der reinen Geländefahrzeuge zum Segment der SUV umfunktionierten. Werfen wir einen Blick auf die Details der neuen Mercedes X-Klasse.

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Edler Vertreter – Der VW Passat von ABT

In der Mittelklasse, sofern diese noch existent ist, fährt man als bodenständiger Pilot VW Passat. So war lange Zeig zumindest die allgemeine Stimmung. Die Diskussion um die Schere zwischen Arm und Reich, den Mittelstand und sonstigen Klassen, soll hier gar nicht geführt werden. Viel mehr geht es darum, dass der Wolfsburger Klassiker vorwiegend im Flottengeschäft eingesetzt wird. Gut 80 Prozent der Neuzulassungen fallen auf Geschäftswagen. Das war in den Anfangszeiten des Passat noch ein wenig anders: 1973 fuhr man auch gern privat ein niedersächsisches Mittelklassefahrzeug. Seitdem begleitet aber auch ABT Sportline den Wolfsburger und macht ihn nicht nur ansehnlicher, sondern auch zügiger. Schauen wir uns doch einmal an, was der aktuelle ABT Passat auf dem Kerbholz hat. Read more

120 Jahre ABT Sportsline: Innovation und Tradition II

Gestern haben wir Euch bereits die ersten beiden Jubiläumsmodelle von ABT Sportsline gezeigt, nun kommen die verbleibenden zwei. Und diese beiden haben es wahrlich in sich, ist doch die Basis bereits mit guten sportlichen Talenten gesegnet. Die Rede ist vom Audi TTS und von etwas „zivileren“ TT. Die Kemptener von ABT Sportsline haben zu ihrem 120 jährigen Firmen-Jubiläum zwei auffällige Boliden kreiert, die eine große Portion Fahrspaß mitbringen.

Ja , der Audi TTS ist von Haus aus schon kein Kind von Traurigkeit. Aber mit der ABT POWER Technologie befinden sich nun 370 rassige Rösser unter der scharfkantigen Haube des Ingolstädters, was – der Korrektheit halber – 272 kW entspricht. Serienmäßig leistet der 2.0 Liter Turbo aber bereits 310 PS und legt schon gut vor. So steigt das Drehmoment auch eher moderat von 380 auf 460 Nm. Dennoch ist die Höchstgeschwindigkeit nach der Leistungssteigerung etwas  ernüchternd: Mit 265 km/h ist der ABT TTS  nun 15 km/h schneller als das bei 250 km/h abgeriegelte Serienfahrzeug.

Der Innenraum des ABT TTS bleibt nahezu unangestatet
Der Innenraum des ABT TTS bleibt nahezu unangetastet

Dagegen ist die Optik wesentlich überzeugender und schärft die bereits dynamische Serie ordentlich nach. So wird der ABT TTS genauso lackiert, wie der ABT SQ3, den wir bereits gestern kurz vorgestellt haben. So zeigt sich die Karosserie in Daytonagrau und wird durch eine silberne Folierung und rote Elemente aufgewertet. Besonders der riesige Kühlergrill trägt das Rot und erinnert etwas an einen mit Lippenstift geschminkten Mund. Fehlen darf natürlich auch das Geburtstagslogo nicht. Ansonsten warten eine extra für das Jubiläumsmodell entworfene Frontschürze, Spiegelkappen, ein auffälliger Heckflügel und ein Heckschürzenset auf die Betrachter. Hier zeigt sich die Vierrohr-Abgasanlage sauber integriert und demonstriert das Potential des Sportlers. Abgerundet wird das Bild von 20-Zoll-Rädern vom TYP CR, die der Farbenlehre der Karosserie entsprechen.

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Grau, Rot und Schwarz: Das sind die Farben der Jubi-Modelle von ABT Sportsline

Doch auch die zivilere Variante, der Audi TT wurde von ABT angefasst und optimiert. So leistet die veredelte Version nun 310 anstatt der serienmäßigen 230 PS und trumpft mit einem Drehmoment von 440 Nm auf. Die Serie liegt bei 370 Nm. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 260 km/h und liegt nur fünf Stundenkilometer unter dem gedopten TTS. Hat ABT hier etwa Konkurrenz im eigenen Hause geschaffen?

120 Jahr ABT Sportsline: Innovation und Tradition I

Ein solches Firmenjubiläum muss natürlich gefeiert werden und deshalb legt der Kemptener Veredler ein paar besondere Eisen ins Feuer. Optimiert wurden der Audi Q3, der Audi TT und TTS sowie der Volkswagen Multivan T6. Sie sind nicht nur in ihrer Optik typische ABT, sondern überzeugen auch mit Ihrer Leistung , die bei allen angehoben wurde. Leider ist jedes Modell auf 40 Exemplare limitiert – aber das unterstreicht nur die Exklusivität der Jubi-Varianten. Read more

Startschuss für den Volkswagen unter den E-Autos – VW unter Strom

Wie versöhnt man seine aufgeschreckten Kunden? Welchen Kurs steuert ein Riesenschiff, das in rauer See von einem Unwetter ins andere schlingert? Fragen, die seit einem Jahr das neue Vorstandsteam von Volkswagen in Dauersitzungen in Atem halten. Der Diesel-Gau und der Stress mit Behörden, Gerichten und auch dem Millionenheer enttäuschter Kunden setzen vor allem der Stammmarke VW zu. „Unser Ziel ist klar“, sagt Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann. „Wir wollen die begehrteste Volumenmarke der Welt werden“. Der smarte Manager, gerade 55 Jahre alt geworden, vergisst fast seine norddeutsch-vornehme Zurückhaltung, wenn er ankündigt: „In Paris beginnt für VW ein neues Zeitalter“. Noch knapp zwei Wochen sind es bis zur größten europäischen Autoausstellung in der französischen Hauptstadt. Zwei Themen stehen für den Wolfsburger Chefverkäufer für eben jenen Neustart: Der Aufbruch in die Elektromobilität und der große Schritt hin zum Kunden.

Zuerst spricht er von den Produkten, den aktuellen neuen Modellen und denen, die in den nächsten Jahren auf den Markt drängen sollen. In Paris steht die seriennahe Studie eines kompakten Elektroautos im Mittelpunkt. Stackmann will den Namen des Showcars noch nicht preisgeben. Wohl aber, dass der der Neuling etwa Golf-Größe hat und Platz wie ein Passat bieten wird. Und dass die elektrische Reichweite die Angst vor einer schnell leer gesaugten Batterie vergessen lässt. Von gut 400 Kilometern ist die Rede. „Es wird die Geburt einer Ikone der Zukunft“, sagt Stackmann und zieht Vergleiche mit dem legendären Käfer. „Der Volkswagen unter den Elektroautos“. Er soll nicht mehr kosten als ein vergleichbares Dieselmodell.

Der Namenlose sei eine Designstudie, heißt es offiziell. Viel wichtiger aber ist das Innenleben. Als erster VW zeigt er den neuen Baukasten mit dem schwierigen Namen „Modularer Elektrifizierungs-Baukasten“, kurz als MEB bezeichnet. Er soll die Basis für künftige Neuheiten sein, nicht nur für die Mutter-Marke, sondern auch für Audi, Skoda oder Seat. VW hat Erfahrung mit solchen Baukästen. Auf der Plattform „MQB“ rollen bereits viele Modelle wie Golf oder Skoda Octavia. Der „Modulare Quer-Baukasten“ fasst Fahrzeuge mit quer eingebautem Motor zusammen. Beim „MLB“ ist das Triebwerk nach dieser Logik längs ausgerichtet. Er wird vor allem in größeren Autos eingesetzt.

„Mit dem neuen Baukasten sind diverse Modelle mit verschiedenen Maßen denkbar“, erklärt Stackmann und nennt als Beispiel die Kategorien SUV oder Cross-Over. Beispiele werden ebenfalls auf der Autoschau am Porte de Versailles zu sehen sein. Näheres will VW bis zum Vorabend der Messe noch geheim halten. Fest steht nur, dass das erste Modell in etwas mehr als zwei Jahren auf die Straße kommen soll. Damit haben die Wolfsburger allerdings wieder einmal Verspätung. Denn ebenfalls in Paris feiert die Europa-Version des Chevrolet Bolt ihre Premiere. Der bei uns Opel Ampera-e genannte Stromer schafft eine Reichweite von gut 400 Kilometern bereits ab Frühjahr nächsten Jahres. Da muss sich das Update des gegenwärtigen Golf-E hintenanstellen. Er wird in Kürze für 300 Kilometer gut sein.

Da all dies auch dem Kunden nahegebracht werden muss, fällt an der Seine auch der Startschuss für ein Umdenken beim Umgang in Sachen Service. Jürgen Stackmann: „In Zukunft wird der Kunde auch dann weiter betreut, wenn er sein neues Auto abgeholt hat“. Er stellt sich eine Art von „täglichem Update für den VW-Fahrer“ vor, dass eine Fülle von Betreuungsmaßnahmen und Informationen beinhalten soll. Mit häufigem Dialog zwischen den Kunden einerseits und den Hersteller und Händlern soll eine besondere Nähe auf Augenhöhe geschaffen werden. „Wir werden dabei neue Wege hin zum Kunden gehen“, kündigt der Vertriebsvorstand an, „und ihm Angebote über das reine Fahrzeug hinaus machen“. Eine Partnerschaft, die sich nicht nur dann bewähren soll, wenn der Neukauf eines Autos ansteht. (Peter Maahn/SP-X)

Road Trip – VW Beetle Cabrio Dune meets Brighton

Ein Sonnentag in England. Das heißt hier: Gut zwanzig Grad im Schatten, überwölbt von einem blauen Himmel mit einigen weißen Tupfen. Einer der seltenen Gelegenheiten auf der Insel, ein Cabrio auch mal mit geöffnetem Dach zu fahren. Gut, dass das bei dem goldgelben – in der VW-Farbskala „Sandstorm Yellow“ getauften VW Beetle „Dune“ binnen zehn Sekunden automatisch erledigt ist. Ebenso lange dauert das Schließen, aber darauf brauchen wir heute nicht zu vertrauen, der sonst für diese Gegend so typische britische Nieselregen pausiert langfristig. Das Spassmobil, wie man den Beetle „Dune“ in Wolfsburg auch gerne nennt, unterscheidet sich abgesehen von dieser auffälligen Sonderlackierung ( es gibt ihn aber auch noch in gemäßigteren Farben) und dem größeren Heckspoiler von der alltäglichen Version des Käfer-Enkels durch eine um Nuancen breitere Spur, eine höher gelegte Karosserie, beplankte Seiten und einen angedeuteten Unterfahrschutz. Eine Optik, die den Eindruck einer gewissen Robustheit wecken soll. Leider schätzen die Briten Offroad-Abenteurer in ihrem Land gar nicht, außerdem trauen wir dem aufgebretzelten Fronttriebler einen Ausflug ins Gelände oder ins die tückischen Untergründe sandiger Dünen lieber nicht zu. Zu peinlich, auf solchen Abwegen festzustecken oder die ebenfalls frech goldgelb lackierten Felgen zur schälen.

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Vorbei an den klaren Kanten der Kreideküste geht es von Seaford nach Brighton.
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Schickes Detail: Das in der Waqenfarbe lackierte Armaturenbrett im Beetle Dune.

Es muss hier wirklich nicht abseits sein: Spaß kommt auch so schon genug auf. Das Asphaltband windet sich von Seaford nach Brighton auf und ab wie eine Achterbahn die Küste entlang. Jäh enden die Dünen zur Linken an den steil zum Meer abfallenden Kreidefelsen. Der Geschmack von Salz legt sich auf die Lippen, während eine Brise sanft die Frisur zaust. Unter der Motorhaube des kultigen Käfernachfolgers mit dem Schriftzug „DUNE“ auf den Flanken rumort sehr diskret ein 105 PS starker Vierzylinder-Benziner. Die Höhenmeter auf der Küstenachterbahnstraße bügelt er locker weg. Unaufgeregt  federt recht geschmeidig über die Bodenwellen und lässt sich locker an den Bordsteinkanten vorbeizirkeln, die auf der dem Rechtslenker abgewandten Straßenseite lauern. Der dicke Stoffkragen des zusammengefalteten Dachs wirkt schützend wie ein halbes Windschott und das Siebengang -DSG erleichtert das Cruisen im ungewohnten britischen Linksverkehr ungemein. Hinten ist Kuscheln angesagt, viel Platz bleibt den Passagieren dort nicht. Auch das Gepäck spielt bei diesem Auto eher eine Nebenrolle, 225 Liter im Laderaum unter der Heckklappe sind nun wirklich nicht viel. Dafür sorgt der Dune aus anderen Gründen wenig später in Brighton für Aufsehen.

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Brighton, das liberalste aller britischen Seebäder, auch „London by Sea“genannt.
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Eine schöne Kulisse für den Beetle : Noble Wohnviertel mit Meerblick in der klassischen Regency Architektur.
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Lifemusik im Club Concorde 2 nahe dem Strand gehört zu den Geheimtipps von Brighton.

Das quirlige Seebad, auch „London by the sea“ genannt, ist bekannt für seine exzentrischen Bewohner und Besucher. In dem schick in der Wagenfarbe gänzenden Armaturenbrett spiegeln sich jetzt die hauswandhohen Graffities in den North Lanes wieder, jenem Stadtteil von Brighton, der hier wie kein anderer für ausgeflippte Läden, skurrile Bars und kunterbunte Straßenkunst steht. Eine der verwinkelten und unübersichtlichen Sträßchen endet blind. Welch missliche Lage für den 4,30 langen Viersitzer, der keinen wirklich guten Rundumblick bietet. Rückfahrkamera und auch für Umstehende unüberhörbare Seitenpiepser tun zwar ihr Bestes. Doch schneller geht es mit den Einweisungen der Passanten. „What a cool car“, sind sie sich einig, als sie den schrillen Herzensbrecher zurück auf den richtigen Weg gebracht haben. Im Pub um die Ecke werden die Details diskutiert: Der Beetle Dune wird in Mexiko gebaut, es gibt drei Benziner (105, 150, 220 PS) sowie zwei Diesel mit 110 und 150 PS. Ja, Spotify, Napster und so weiter können per Bluetooth oder USB-Kabel (Android Auto, Mirror Link oder Apple Car) an Bord geholt werden und in Großbritannien gibt es das Beetle Cabrio auch in einem kitschigen Pink. In Deutschland ruft VW für den Dune als Coupé 23 625 Euro auf, die Frischluftversion kostet knapp 4000 Euro mehr.

 

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Für die einen ist es ärgerlich, für die anderen Kunst: Graffiti in den North Lanes.

Restaurant-Tipp: 

Schnell die Frisur gerichtet und ab geht es in das angesagte Restaurant 64 Degrees in einer der kleinen Gassen im Brightoner Stadtteil The Lanes. In der offenen Küche kreieren bis zu sechs Köche leckere Köstlichkeiten in Tapas Art, man kann jederzeit Fragen zur Zubereitung stellen. Zum Beispiel, wie man den hauchdünnen Kohl an den Jakobsmuscheln mit Lemongras so sensationell mürbe hin bekommt. Die Antwort: dehydriert. Küchenchef Michael Bremner experimentiert gerne, was zu Geschmacksexplosionen führen kann. Der Name des Restaurants kommt übrigens von einem Ei, das genau 40 Minuten bei 64 Grad Fahrenheit kocht und unwiderstehlich schmecken soll!

http:/www.64degrees.co.uk

 

Hotel – Tipp:

Die Fassade des „Pelirocco-Hotels „in Brighton ist eher schlicht. Von außen lässt also erst einmal wenig auf das ausgefallene Innere des  „The real Rock’n Roll Hotels“ mit seinen außergewöhnlich eingerichteten Zimmern schließen. Im Doppelzimmer „Soul Supreme“ hängen Gitarren und Bilder der Motown Stars an den Wänden, ein einsatzfähiger Plattenspieler wartet nur darauf, dass eine der Soul LPs aufgelegt wird. Wer mag, bucht den „Dirty Weekend Room“ mit einem 2,5 Meter großem runden Bett, einer verspiegelten Decke,  einem 42 Zoll großen Fernseher und einer riesigen Badewanne.

http:/www.hotelpelirocco.co.uk

 

Text : Solveig Grewe / Fotos: Terry Oborne, Solveig Grewe

 

MAN TGE – Klappe, die Zweite

Er ist der erste Transporter des LKW-Spezialisten überhaupt, der MAN TGE. Warum dann aber „Klappe, die Zweite“? Das ist ganz einfach: Zuerst kam der neue Volkswagen Crafter und nun der MAN TGE. Was das miteinander gemein hat? Vieles. Aber der Reihe nach.

Der Crafter ist tot, lang lebe der Crafter – oder so. Ein paar Tage ist es her, da ließ Volkswagen seinen neuen Transporter vom Stapel laufen. Eine Eigenentwicklung, so hieß es. Ein Novum, schließlich teilte sich das Vorgängermodell – der erste Crafter – noch die Plattform und viele Komponenten mit dem Mercedes-Benz Sprinter. Das Design war auf Volkswagen zugeschnitten, wenn auch nicht mit dem weit verbreiteten Familiengesicht. Und auch die Motoren stammten von VW. Ein Blick ins Interieur offenbarte aber die Gleichteilepolitik.

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Der MAN TGE ist nicht nur als Pritsche, sondern auch als Kastenwagen oder als „Kombi“ erhältlich

Nun kommt der MAN TGE ins Spiel: Er macht den neuen Wolfsburger (bzw. Hannoveraner) nicht mehr zur Eigenentwicklung. Der neue MAN Transporter teilt sich sowohl Plattform wie auch die Motoren mit seinem Bruder, dem Crafter. Damit wird die Brücke zur Crafter-Sprinter-Kooperation geschlagen. Doch etwas ist anders: Sind Volkswagen und Mercedes zwei Großkonzerne, die an sich nicht viel miteinander zu schaffen haben, ist es mit VW und MAN anders, schließlich gehört der LKW-Spezialist zum Volkswagen Konzern. Dementsprechend viel Expertise von MAN dürfte auch im Crafter stecken.

MAN TGE und VW Crafter: Zwei aus einem Bunde

Beide treten in der Klasse der Transporter bis zu einem Gesamtgewicht von bis zu 5,5 Tonnen an. Ebenso eint sie der konkurrenzlos niedrige cw-Wert von gerade einmal 0,33, der nicht nur für eine höhere Effizienz sorgen, sondern die Fuhre gegen die Windanfälligkeit dieses Fahrzeugkonzepts besser wappnen dürfte. Erhältlich ist der MAN TGE als geschlossener Kastenwagen, verglaster Kombi oder als Pritschenwagen mit Einzel- und Doppelkabine. Zudem gibt es zwei Radstände, drei Dachhöhen sowie drei Längen. Bei der größten Version ergibt sich damit ein maximales Ladevolumen von bis zu 18,3 Kubikmetern. Außerdem kann man Anhänger mit einer Last von bis zu 3,5 Tonnen an den Haken nehmen.

Erhältlich ist der MAN TGE – genauso wie sein Konzernbruder – mit Front-, Heck- oder Allradantrieb. Die Antriebsart bedingt das Gesamtgewicht des Fahrzeugs. Unter der Motorhaube werkeln dabei Vierzylinder-Dieselmotoren mit 2.0 Litern Hubraum, die eine Leistungsspanne von 102 bis 177 PS abdecken. Kombinieren kann man sie entweder mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe oder einer 8-Gang-Automatik.

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Man kennt sich: Der MAN TGE und der VW Crafter ähneln sich, wie ein Ei dem anderen

Natürlich ist auch die Sicherheitsausstattung des MAN TGE als komplett zu benennen. So ist ein Notbremsassistent ebenso verfügbar, der im Stadtverkehr bis zum Stillstand herunterbremsen kann, wie ein Rückfahr- und Seitenwindassistent. Außerdem gibt es für den Kastenwagen einen Abstandsregeltempomaten, eine Müdigkeitserkennung sowie eine Multikollisionsbremse. Aber das kennt man ja schon aus diversen VW-Modellen.