Toyota: Rückkehr der großen Namen

Toyota holt Supra und Camry wieder nach Europa, tauft Auris in Corolla um und schickt in zwei Jahren den Highlander zu uns.

Nie zuvor hat es in Deutschland eine größere und vermutlich teurere Plakat-Werbeaktion gegeben als im Jahre 2007 jene von Toyota. Damals versuchte der japanische Autobauer, in einem gigantischen Marketing-Feldzug einen neuen Namen ins Bewusstsein der Bevölkerung zu pressen: Auris. Davor hieß das Kompaktmodell jahrzehntelang Corolla, so wie überall auf der Welt. Wirklich verstanden hat den Kraftakt keiner. Wirklich erfolgreich war der Auris auch nicht. Jetzt rudert man zurück. Der Auris heißt wieder Corolla und basiert wie Prius, C-HR und RAV4 auf der global eingesetzten TNGA-Plattform. Dadurch werden Package, Sicherheit und Komfort verbessert, Gewicht und Verbrauch reduziert.

Den Corolla wird es in drei Karosserievarianten geben, als Fünftürer, als Fließheck und als Kombi. Letzterer soll mit nahezu ähnlichen Innenraumabmessungen die Avensis-Kunden bei der Marke halten. Seinen Mittelklasse-Kombi hat Toyota voriges Jahr eingestellt. In diesem Segment soll zukünftig der Camry – zweites Comeback eines großen Namens – seine Position einnehmen. Die Limousine gehört zu den meistverkauften Autos weltweit. In Deutschland wird der Camry den neuen 2,5-Liter-Hybridantrieb des RAV4 erhalten und soll weniger als vier Liter Sprit verbrauchen. Toyota plant, mit dem Camry verstärkt Business- und Flottenkunden anzusprechend, die das Diesel-Thema leid sind.

Weder vom RAV4 noch vom Camry stellt Toyota eine Plug-in-Hybrid-Version in Aussicht.* Zu hoch wären Aufpreis und Gewicht, zu gering wäre die Effizienzverbesserung gegenüber einem normalen Hybrid und zu schlecht waren die Absatzzahlen des Prius Plug-in. Nein, Toyota setzt bei der Volumenmotorisierung weiterhin voll und ganz auf Hybrid und verkauft bei uns schon heute mehr als die Hälfte seine Fahrzeuge mit dieser Technik. In Einzelfällen wie beim RAV4 sind es über 80 Prozent.*

Das Comeback Nummer drei – nach 17 Jahren – heißt Supra, genauer: GR Supra. Die Abkürzung steht für Gazoo Racing, Toyotas Sportabteilung. Der zweisitzige GT wurde zusammen mit BMW entwickelt, trägt unter seiner Karosserie sogar bayerische Technik in Form des Reihensechszylinder-Turbobenziners B58. Supra-Fans müssen sich allerdings noch gedulden. Erst zum Ende des Jahres steht die Markteinführung auf dem Plan. Und laut Zuteilungsschlüssel soll es für 2019 nur 300 Exemplare geben. Nächste schlechte Nachricht: Alle GR Supra sind bereits verkauft. Und wer auf ein Cabrio spekuliert, wird ebenfalls enttäuscht. Es bleibt beim Coupé.

So viel Pulver Toyota 2019 verschießt – inklusive des Prius Facelifts sind es sieben neue Modelle – so behutsam geht es 2020 weiter, zumindest in Deutschland. Erneuert wird der in Frankreich gebaute Kleinwagen Yaris. Auch in diesem Segment wollen die Japaner ihren Hybridanteil weiter festigen. Ebenso wird die Beziehung zum französischen PSA-Konzern vertieft. Schon im nächsten Jahr soll es einen „japanischen Berlingo“ geben. Toyota leitet aus dem praktischen Hochdachkombi seine Version ab. Name: noch unbekannt, aber sicher etwas in Anlehnung an den Transporter/Bus Proace. 

Seit Jahren fragen sich viele Menschen, warum ein auf Nachhaltigkeit getrimmtes Unternehmen wie Toyota nicht endlich auch ein batterieelektrisches Auto auf die Straße bringt? Genau dies soll ebenfalls 2020 passieren. Welche Art von Fahrzeug das wird, darüber gibt es nur Spekulationen. Vermutlich ein kompaktes Crossover-Modell. Extravaganz leistet sich Toyota nicht. Denn auch ein BEV (Battery Electric Vehicle) muss Geld verdienen.

Und weil Japans größter Autobauer als Hauptsponsor der kommenden drei Olympischen Sommer- und Winterspiele auftritt und die nächste bereits im Sommer 2020 in Tokio stattfindet, möchte man hier umso deutlicher zukünftige Mobilität zur Schau stellen. Branchenkenner erwarten daher das Debüt der zweiten Generation des Mirai. Die Brennstoffzellen-Limousine käme aber erst 2021 nach Deutschland, etwa zeitgleich mit dem nächsten Prius.

*Update:
Wir wir aus gut informierten Quellen erfahren haben, wird es in naher Zukunft einen rund 300 PS starken RAV4 Plug-in Hybrid geben. /tbd

Weltpremiere des GR Toyota Supra

17 Jahre lang war es ruhig geworden um den Toyota Supra. Jetzt legen die Japaner den Sportwagen-Klassiker wieder auf – mit Schützenhilfe von BMW.

Sushi-Röllchen sollte man des rohen Fischs wegen am besten direkt verzehren, andere japanische Schmankerl brauchen durchaus ein wenig Reifezeit. Der neue Toyota Supra zum Beispiel: 2002 hat der Autobauer den Sportwagen-Klassiker eingestellt, seitdem hofft die Fangemeinde auf eine Wiedergeburt. Erst recht, seit Toyota 2014 mit der ersten Supra-Studie auf der Auto Show in Detroit Lust auf den Nachfolger gemacht hat. Erst fünf Jahre später, wieder in Detroit, enthüllen die Japaner nun endlich die Serienversion. Der neue Supra, der gemeinsam mit BMW entstanden ist, firmiert als erstes Toyota-Modell unter dem neuen Sportmarken-Namen GR (für Gazoo Racing). Dass bei uns zwischen GR und Supra dennoch Toyota eingefügt wird, liegt an den Markenrechten: Supra allein ist in Europa geschützt und darf nicht verwendet werden.

Die breiten Scheinwerfer, die mit je sechs LED-Linsen scharf nach vorn blicken, die auffälligen Lufteinlässe an der Front, die (angedeuteten) Luftschlitze auf der langen Motorhaube, das Double-Bubble-Dach – der Supra hat in Detroit einen markanten Auftritt

Einen Vorgeschmack hat Toyota schon auf dem Goodwood Festival of Speed im vergangenen Sommer mit einem nur noch in Tarnfolie gehüllten Supra gegeben. Doch die Details des 4,38 Meter langen Sportlers werden erst jetzt sichtbar: Die breiten Scheinwerfer, die mit je sechs LED-Linsen scharf nach vorn blicken, die auffälligen Lufteinlässe an der Front, die (angedeuteten) Luftschlitze auf der langen Motorhaube, das Double-Bubble-Dach, mächtige Seitenschweller, die ausgestellten Radhäuser und das knackige Hingucker-Heck mit zahlreichen Kanten, Bürzel-Spoiler und zwei armdicken Endrohren. Wer ein bisschen in der Geschichte kramt, erkennt zahlreiche Anleihen früherer Supra-Generationen, auch den legendären Toyota-Sportler 2000GT haben sich die Designer zum Vorbild genommen.

Den Japanern ist es gelungen, die Verwandtschaft zum BMW Z4 gut zu verleugnen. 2012 haben Toyota und BMW beschlossen, gemeinsame Sache zu machen und Gerüchte, wer in der Entwicklung für was verantwortlich sein wird, gab es viele. Inzwischen ist klar: Die Technik kommt zum Großteil aus Bayern. Z4 und Supra nutzen BMWs Heckantriebs-Plattform CLAR, auf der vom neuen 3er bis zum 8er, vom X3 bis zum X7 zahlreiche Modelle der Münchner aufbauen. Auch der Antrieb kommt vom deutschen Premium-Hersteller: An den Start geht der Supra mit dem 3,0-Liter-Reihensechszylinder, der im Z4 unter dem Namen M40i die Top-Version markiert. Hier wie da entwickelt das turbogeladene Aggregat 250 kW/340 PS und 500 Newtonmeter Drehmoment, auch der Verbrauch ist mit 7,1 Litern identisch. Doch beim Standardsprint hängt der Supra den Z4 ab: Nach 4,3 Sekunden zeigt der Toyota-Tacho Tempo 100, der BMW braucht drei Zehntel länger.

Das knackige Hingucker-Heck mit zahlreichen Kanten, Bürzel-Spoiler und zwei armdicken Endrohre beeindrucken ebenfalls

Grund dafür sind bessere Aerodynamik, anders ausgelegtes Fahrwerk und ein paar Kilogramm weniger auf den Rippen. Denn während der Z4 ausschließlich als Roadster vorfährt, gibt es den leer gut 1,5 Tonnen schweren Supra nur als geschlossenes Coupé, das wegen der im Gegensatz zum Cabrio nicht notwendigen zusätzlichen Karosserieversteifungen etwas leichter ist. Die Kraftübertragung übernimmt beiderseits eine Achtgang-Automatik von ZF, außerdem sorgt zusätzlich ein aktives Differenzial an der Hinterachse für optimale Drehmomentverteilung zwischen den beiden angetriebenen 19-Zoll-Rädern. Das soll mehr Stabilität im Grenzbereich garantieren. Überhaupt haben die Japaner bei der Feinabstimmung viel Wert auf Agilität und perfektes Handling gelegt: Das Fahrwerk mit adaptiven Dämpfern hat Toyota speziell an die gegenüber dem BMW etwas breitere Spur angepasst. Um die 50:50-Gewichtsverteilung trotz geänderter Karosserie beizubehalten, wird eine Kofferraumklappe aus Carbon eingesetzt.

Wieviel Gepäck in den Kofferraum geht, verrät Toyota nicht: Während BMW beim Roadster von 281 Litern spricht, hört man bei den Japanern nur, dass der Supra eigentlich gar keinen richtigen Kofferraum hat. Denn: Hinter den beiden erstaunlich bequemen Sportsitzen ist keine Wand, sondern man kann bis ins Gepäckabteil durchgreifen. Fakt ist, dass vier Räder oder ein Golfbag in den Supra passen.

An den Start geht der Supra mit dem 3,0-Liter-Reihensechszylinder, der im Z4 unter dem Namen M40i die Top-Version markiert

Der Innenraum selbst erinnert stark an den BMW Z4. Zwar hat Toyota das Design der digitalen 8,8-Zoll-Instrumente angepasst, die Lufteinlässe überarbeitet und eine andere Klima-Steuerung eingebaut. Doch Lenkradtasten, der BMW-typische Automatikwählhebel, der aufgesetzte, ebenfalls 8,8 Zoll große Infotainment-Bildschirm und nicht zuletzt der iDrive-Bedienknubbel zeugen vom Münchner Einfluss. Erstaunlich: Dank der Ausbeulungen im Dach sitzen auch fast zwei Meter große Fahrer ziemlich gut im Supra und der Ein- und Ausstieg fällt leichter als vermutet.

Auf BMW-Niveau ist der Preis: 62.900 Euro ruft Toyota für den ab Sommer erhältlichen Supra auf, nur 850 Euro weniger als die Münchner für den gleichstarken Roadster haben wollen. Immer an Bord sind Abstandstempomat, digitale Instrumente, LED-Lichter, Infotainmentsystem und eine umfangreiche Sicherheitsausstattung mit Querverkehrswarner sowie Parksensoren mit Bremsfunktion. Für 2.000 Euro extra gibt es ein Premium-Paket mit schwarzer Leder-Ausstattung, Head-up-Display und induktiver Smartphone-Ladefunktion. Wem mehr als 60.000 Euro zu viel sind für den Sportler, der muss sich gedulden: Analog zur BMW-Motorenpalette sind auch für den Supra kleinere Aggregate denkbar. Die Münchner bieten den Z4 derzeit noch mit einem Zweiliter-Vierzylinder mit 145 kW/197 PS und 190 kW/258 PS an; der günstigste Roadster liegt bei 46.450 Euro.




Michael Gebhardt/SP-X

Toyota GR Supra 3.0 – 運転を楽しむ

Toyota will in Zukunft stärker auch als sportliche Automarke wahrgenommen werden. Doch ein erstes Aushängeschild dieser neuen Dynamikambitionen setzt vor allem auf bayerische Technik.

Schon seit Jahren brodelt die Gerüchteküche um eine Rückkehr der Toyota-Sportwagenikone Supra. Jetzt ist es soweit: Die Neuauflage des in enger Kooperation mit BMW entwickelten Zweisitzer-Coupés wird offiziell auf der North American International Auto Show in Detroit (bis 27. Januar 2019) vorgestellt. In Deutschland soll die 250 kW/340 PS starke Version GR Supra 3.0 ab Spätsommer zu Preisen ab rund 63.000 Euro verfügbar sein.

In der Seitenansicht lassen sich schon eher gewisse BMW-Gene erkennen

Anders als den offenen Technik-Bruder Z4 wird Toyota den Supra als geschlossenes Coupé anbieten. Optisch unterscheidet sich dieses trotz einer ähnlichen Silhouette recht deutlich vom BMW-Pendant. Markante Details sind breite Scheinwerfer mit Sechs-Linsen-LED-Einheiten und langgezogenen LED-Tagfahrlicht-Lidschatten sowie ein Double-Bubble-Dach. Auch das Aerodynamik-Design der Front, spezielle Belüftungsschlitze in Motorhaube und den Flanken sowie kräftig herausgestellte Radhäuser hinten verleihen dem Supra eine erfreulich eigenständige Optik.

Im Spätsommer bringt Toyota den Supra 3.0 an den Start

Beim Antrieb wurden die BMW-Gene hingegen nicht kaschiert. Wie bei der derzeitigen Topmotorisierung des Z4 kommt beim Supra GR 3.0 ein Reihensechszylinder in Kombination mit einer Achtgang-Automatik zum Einsatz. Mit dem 500 Newtonmeter leistenden Kraftwerk und der Unterstützung einer Launch Control soll eine Sprintzeit aus dem Stand auf Tempo 100 in 4,3 Sekunden möglich sein. Eine paritätische Achslastverteilung von 50:50, Zweigelenk-MacPherson-Federbeine vorne und eine Fünflenker-Hinterachse sowie ein aktives Differenzial, ein adaptives Fahrwerk und die ebenfalls serienmäßigen 19-Zoll-Leichtmetallfelgen versprechen ihrerseits Agilität auf hohem Niveau.

Die Serienausstattung umfasst unter anderem Abstandstempomat, Zwei-Zonen-Klimaanlage, schlüsselloses Zugangs- und Startsystem, Sportsitze, Rückfahrkamera oder ein Infotainmentsystem mit 8,8-Zoll-Display und Navigation. Optional wird ein Premium-Paket angeboten, welches unter anderem Ledersitze, JBL-Soundsystem und Head-up-Display beinhaltet. Eine auf 90 Exemplare limitierte Start-Edition namens A90 bietet neben diesen Extras außerdem noch grauen Mattlack, schwarze Alufelgen und rote Sitzbezüge.

Mario Hommen/SP-X

Toyota Yaris – Hilfreich und bunt

Etwas mehr als ein nur ein klassisches Facelift hat Toyota seinem Kleinwagen Yaris spendiert und gleich über 900 Teile am Fahrzeug erneuert. Die seit 2011 erhältliche dritte Generation fährt ab dem 24. April mit verbesserter Sicherheitsausstattung, überarbeiteten Motoren sowie aufgefrischter Optik vor. Außerdem ersetzt ein neuer 1,5-Liter-Motor mit 82 kW/111 PS das bisherige 1,33-Liter-Aggregat. Wie gehabt bieten die Japaner ihre…

Toyota GT86 Tiger – Ein paar Streifen und viel Ausstattung

Mit orangem Lack und schwarzen Zierstreifen an den Türen will der Toyota GT86 als Sondermodell „Tiger“ an das gleichnamige Raubtier erinnern. Neben der lediglich zurückhaltend gestreiften Karosserie zählen ein schwarzer Heckspoiler und 17-Zoll-Felgen in Anthrazit zu den Erkennungsmerkmalen der in Deutschland auf 30 Einheiten limitierten Edition. Zur Ausstattung zählen darüber hinaus Sport-Stoßdämpfer von Sachs, beheizbare Leder-Alcantara-Sitze und eine Türeinsätze i…

Toyota i-Tril Concept – Neigung zu Kleinstadt-Müttern

Nicht viel breiter als ein Motorroller, aber geräumig wie ein Kleinstwagen: Das elektrische Mini-Mobil i-Tril könnte in Zukunft den Innenstadtverkehr revolutionieren. Zumindest, wenn es nach Autohersteller Toyota geht, der das schmale Vierrad als Studie zum Verkehr der Zukunft auf dem Genfer Autosalon (bis 19. März) vorgestellt hat. Das Micromobil ist mit 2,83 Metern von Bug bis Heck nur wenig länge…

Toyota C-HR – Die neue japanische Leichtigkeit

Nichts ist unmöööglich – bei Toyooota. Das wissen wir ja, seit die Japaner etwa ab Mitte der 80er-Jahre diesen Markenslogan kreierten. So gesehen überrascht es nicht, dass die bislang vor allem für Langzeitqualität und ihren Hybridantrieb bekannte Marke, beim Design einiger neuer Modelle offenkundig einen radikalen Kurswechsel vornimmt. Im C-HR finden sich weder die biederen Linien eines Auris oder Avensi…

Toyota Prius PHEV – Nur noch kurz die Welt retten

Schon mal Hybrid gefahren? Egal, wie die Antwort ausfällt: Man kann sich denken, dass es ein ganz besonderes Erlebnis ist. In meinem Fall kann ich die Eingangsfrage mit „ja“ beantworten. Dennoch schwang ein seltsames Gefühl der Ungewissheit vor der ersten Fahrt mit dem Toyota Prius PHEV mit. Was würde mich erwarten? Der Kompakte mit dem grünen Gewissen macht es eine…

Toyota Prius Plug-in – Extra-Reichweite aus der Steckdose

Ein konventioneller Hybridantrieb ist sparsam, erlaubt aber nur wenig elektrisches Fahren. Toyota bietet seinen Ökoauto-Pionier Prius daher auch in der neuen Generation wieder als Plug-in-Hybrid mit großer Reichweite im emissionsfreien Modus an. Wer den 90 kW/122 PS starken Prius mit Steckdosenanschluss ab Anfang April erwerben möchte, muss mindestens 37.550 Euro investieren. Mit 50 Kilometern elektrischer Fahrt kommt die neue Generatio…

Toyota Yaris Facelift – Schönheitskur, Sparmotor und Sportversion

Statt eine neue Generation aufzulegen, spendiert Toyota im Frühjahr 2017 dem Kleinwagen Yaris nach der umfangreichen Modellüberarbeitung im Jahr 2014 ein zweites Facelift. Dieses beschert dem Japaner im Sommer neben einer aufgefrischten Optik gleich noch einen neuen Benziner und eine Sportversion. Die Karosserie des Yaris bleibt unverändert, allerdings hat Toyota die Softteile an Front und Heck modifiziert. Das prägnante …

Toyota Prius Plug-in – Aufgeladen weiter

Ran an den Stecker: Toyota bringt Anfang April wieder eine Plug-in-Version seines Hybrid-Bestsellers Prius an den Start. Der Teilzeitstromer ermöglicht nun in seiner Neuauflage eine rein elektrische Fahrt von 50 Kilometern. Das ist im Vergleich zur vorigen Version, die von 2012 bis 2016 angeboten wurde, mehr als eine Verdopplung der elektrischen Reichweite. Wer den Prius mit Steckdosenanschluss erwerben möchte, mus…

Toyota Prius Plug-in-Hybrid – Der Strom kommt aus der Steckdose

Toyota legt auch in der neuen Generation des Prius wieder ein Plug-in-Hybridmodell auf. Damit profitiert der Ökoauto-Klassiker erstmals auch von der deutschen E-Auto-Prämie. Vom Listenpreis von rund 36.000 Euro können Kunden also gleich 3.000 Euro abziehen. Teurer als das für rund 28.000 Euro angebotene Standardmodell wird der Stecker-Prius trotzdem. Als Gegenwert gibt es neben einem Steckdosenanschluss auch leistungsfähigere Technik. Stat…

Toyota Aygo X-Pose – Sondermodell im Dreifarb-Look

Als Sondermodell „X-Pose“ betont der Toyota Aygo nun seine bunte Seite. Der Kleinstwagen kombiniert eine weiße Karosserie mit schwarzen Klavierlack-Ziereilen und roten Applikationen. Die Signalfarbe findet sich unter anderem am Kühlergrill, an den 15-Zoll-Leichtmetallelgen und am Stoff-Faltdach des Viersitzers. Auch der Innenraum ist in Schwarz, Weiß und Rot gehalten. Zur Ausstattung zählen unter anderem Teilledersitze, ein Multimediasystem mit Rückfahrkamera sowi…

Markenausblick Toyota – Japaner unter Strom

Man kann nicht behaupten, Toyota hätte keine Erfahrung mit Elektroantrieben. Im Gegenteil: Kaum einer hat mehr. Seit 20 Jahren ist der Prius auf dem Markt, ihn gibt es mittlerweile auch als Plug-in-Hybriden. Hinzu kommt die Brennstoffzellenlimousine Mirai, die seit Ende 2015 auch in Deutschland erhältlich ist. Mittlerweile haben Toyota und die Premium-Tochter Lexus weltweit neun Millionen Hybridautos auf der Straße…

Neuer Motor für den Toyota Yaris – Up – statt Downsizing

Toyota ersetzt im Yaris den bisherigen 1,33-Liter-Benziner durch ein 1,5-Liter-Aggregat. Der neue Saugbenziner soll eine bessere Performance bei weniger Verbrauch ermöglichen. Für den hubraumstärkeren Vierzylinder gibt Toyota im Yaris 82 kW/111 PS sowie 136 Newtonmeter Drehmoment an. Im Vergleich zum 72 kW/98 PS und 118 Nm starken 1,33-Liter-Modell soll sich dadurch die Sprintzeit um 0,8 auf 11 Sekunden verkürzen. Auc…

Toyota GT86 – Unbekannte Größe

Den GT86 werden nicht alle Toyota-Kunden als Fahrzeug ihrer Marke einordnen. Nutzer anderen Hersteller kommen eher nicht auf die Idee, den Zweisitzer dem vernünftigen, aber im Image doch eher biederen Konzern zuzuschreiben. Wobei das mit den biederen Autos so ganz nicht mehr stimmt, sehen ja sogar die Mittelklasse-Offerten Auris und Avensis nach den letzten Optimierungen ganz fesch aus, ganz z…

Toyota Yaris – Sportmodell zum Rallyestart

Toyota feiert die Rückkehr in die WRC-Rallye-WM mit einer Sportversion des Kleinwagens Yaris. Die Premiere der Hochleistungsausführung ist für den Genfer Salon (9. Bis 19. März) angesetzt. Mit schwarz-roten Designakzenten ist der Dreitürer optisch an das Wettbewerbsfahrzeug angelehnt, vom Standardmodell unterscheiden ihn außerdem ein großer Dachspoiler und ein mittig montiertes Endrohr in Trapezform. Für den Antrieb verspricht der Hersteller ein…

Toyota Camry Generation 8 – Donalds Darling

Europäische Kunden sind mit dem in Deutschland bereits im Jahr 2006 eingestellten Toyota Camry nie so recht warm geworden. In den USA ist die Stufenhecklimousine hingegen seit vielen Jahren ein Verkaufsschlager. Entsprechend groß war auch das Interesse an der jetzt auf der Detroit Auto Show (bis 22. Januar) vorgestellten Neuauflage. Optisch kam der Camry stets als Biedermann daher. Doch de…

Testfahrt: Toyota C-HR (2017) – Erster Fahrbericht

Was erlaube Toyota?!

Coupé High Rider, C-HR, heißt der jüngst Spross aus dem Hause Toyota. Damit wird der Markttrend zum SUV ebenso bedient wie die Nische der viertürigen Coupés. Das Fahrzeug ist laut Hersteller eigentlich nur für Europa gedacht, zielt auf eine neue Klientel und es soll ruhig polarisieren.

„Der C-HR ist ein Auto als Ausdruck der Persönlichkeit, anders als andere und für Toyota ein Game-Changer“, erklärt Fabio Capano, Direktor Produktkommunikation & Marketing Operations bei Toyota Motor Europe. Vielleicht ist der C-HR auch ein wenig wie ein gebotoxter Nissan Juke, aber er erinnert etwas an den mit Wasserstoff betriebenen Toyota Mirai. Über Geschmack lässt sich nicht streiten.

Bei einer ersten Ausfahrt mit dem 4,36 Meter langen Crossover jedenfalls ließ sich erkennen, dass er die Aufmerksamkeit anderer Verkehrsteilnehmer weckt. „Für uns ist das kein Nischenmodell“, so Capano. Rund 1000 Vorbestellungen liegen auf dem Tisch des Hauses, schon bis zum 21. Januar 2017 will Toyota  1500 Fahrzeuge verkauft haben. Im Laufe des kompletten Jahres 2017 sollen in Deutschland 14 000 C-HR und europaweit 100 000 abgesetzt werden. Das klingt ambitioniert.

2016_c_hr_static_11__mid

Es wird ein Verkaufsanteil von rund 75 Prozent für den Hybrid-C-HR erwartet. Hier ist ein mit 13:1 hoch verdichteter 1,8 Liter großer Reihenvierzylinder mit einer Nickel-Metallhybrid-Batterie und einem permanent erregten Synchronmotor kombiniert. 163 Nm maximales Drehmoment und 90 kW/ 122 PS Systemleistung stehen zur Verfügung. Das reicht für 170 km/h Spitze (Werksangabe) und eine Beschleunigung aus dem Stand auf 100 km/h in elf Sekunden. Es fühlt sich langsamer an. Das CVT-Getriebe arbeitet weitgehend unauffällig, doch beim Beschleunigen wünscht man sich mehr Vortrieb und weniger Getöse.

Alternativ zum ökologisch korrekten Hybridantrieb können Interessenten einen 1,2 Liter großen Turbo-Reihenvierzylinder wählen. Mit einer Nennleistung von 116 PS ist er nur unwesentlich schwächer, bringt aber mit 185 Nm das höhere Drehmoment an die Antriebsräder als die Hybrid-Variante.  Als Höchstgeschwindigkeit werden 190 km/h angegeben. Mit diesem Triebwerk wirkt der C-HR etwas spritziger als mit dem Hybridantrieb, zumal wenn er mit dem manuellen Getriebe kombiniert ist. Nur als 1.2T kann der C-HR wahlweise mit Front- oder Allradantrieb geordert werden und neben dem Multidrive S genannten CVT-Getriebe ist die manuelle Gangwahl erhältlich.

Der C-HR basiert auf der neuen TNGA Plattform (Toyota New Global Architecture).  Hier weist sie einen Radstand von 2 640 Millimetern auf, das Fahrzeug selbst misst 4,36 Meter in der Länge und erreicht 1,55 Meter Höhe. Von der Coupélinie nimmt der dachhoch montierte Spoiler etwas Schwung weg, doch die hinteren Türen sind gut kaschiert – die Türgriffe sind hier erst auf den zweiten Blick erkennbar. Mit stark ausgestellten Radhäusern und markanten Beleuchtungseinheiten (optional mit LED-Technik) vorn und hinten, seinen schwungvoll umrahmten Lufteinlässen und markanten Sicken ist der neue Toyota eine eigenständige Erscheinung.

Toyota dem Neuen sogar das Zeug zu, eine “Stilikone” zu werden, die das neue Gesicht der Marke prägt
Toyota dem Neuen sogar das Zeug zu, eine “Stilikone” zu werden, die das neue Gesicht der Marke prägt

Mit dem modisch-gefühlsstarken Auftritt will Toyota neue Kunden ansprechen – Reisende, Fashion-affine, Early Adopters – der Wagen soll cool ´rüberkommen. Völlig ungerührt zeigt sich der C-HR, wenn es auf der Straße flott um die Ecke gehen soll. Da hilft die neue Struktur: „Das Fahrzeug ist 65 Prozent steifer als die bisherige C-Plattform und der Schwerpunkt liegt 25 Millimeter niedriger als im Segment üblich“, so Herwig Daenens aus der Abteilung Driving Dynamics bei Toyoto Motor Europe. Dazu wurde der Motor tiefer und weiter hinten im Fahrzeug verbaut. Die Batterie des Hybrid ist nun vor der Hinterachse verbaut. Es gibt neue Radaufhängungen (vorne: McPherson-Federbeine, hinten Doppelquerlenker) und eine neue Lenkung.

Rein in die Stadt

In der Praxis erweist sich der C-HR als wendig und kompakt im Stadtverkehr. Die Rundumsicht ist nach schräg hinten aber erheblich begrenzt. Auf der Landstraße sorgt die direkte und gefühlvolle Lenkung für eine exzellente Rückmeldung. So lässt sich der Wagen zielgenau über gewundene Landstraßen zirkeln. Auf der Autobahn überzeugt er mit stoischem Geradeauslauf. Das ist also sehr gelungen. Außerdem bleibt der Antrieb akustisch meist dezent. Nur bei höheren Drehzahlen knurrt der Vierzylinder vernehmlich. Im mittleren Bereich summt der kleine 1,2 Turbo angenehm und sonor. Gut gedämmt sind auch die Windgeräusche. So kann der C-HR trotz knapper Motorisierung auch auf längeren Strecken überzeugen.

Einen positiven Eindruck hinterlässt zudem der Innenraum des neuen Crossover. Die vorderen Sitze sind gut konturiert, nur im Schulterbereich könnten sie etwas mehr Seitenhalt bieten. Fahrer über 1,90 Meter Größe wünschen sich eine etwas größere Verstellmöglichkeit, und auch etwas mehr Schenkelauflage wäre nicht zu verachten. Schon eine Neigungsverstellung würde hier helfen.

Das Cockpit ist fahrerorientiert gestaltet: Das Lenkrad liegt gut zur Hand, die Armaturen sind klar gezeichnet und das mittige Display ist leicht zum Fahrer hin geneigt. Drei kleine Schalter in Höhe des linken Fahrerknies liegen allerdings etwas deplatziert außerhalb des Blickfeldes. Der Schalthebel und die Hand finden perfekt zueinander: Die Gangwechsel erfolgen mühelos auf kurzen Wegen. Überzeugend ist auch der Qualitätseindruck und der Materialmix: Die Kunststoffe wirken hochwertig, farbige Akzente verbinden links und rechts, es gibt Klavierlack, der in der Sonne glitzert und einzelne Chromapplikationen glänzen.

2016_c_hr_static_09__mid

Im Fond bleibt auch für Erwachsene genügend Platz. Hier schränkt die abfallende Dachlinie den Kopfraum nur geringfügig ein. Zu dritt wird es allerdings ziemlich gemütlich. Mit 377 Litern Volumen ist der Gepäckraum ausreichend groß.

Zur anvisierten Zielgruppe passend bietet Toyota ein eigens entwickeltes Soundsystem von JBL für den C-HR an. Es umfasst einen Achtkanal-Verstärker mit 576 Watt Leistung und neun Lautsprechern. Es soll für ein ultimatives Klangerlebnis sorgen, was sich aber bei der praktischen Überprüfung nur teilweise erfüllte: Da hätte etwas mehr Druck aufs Trommelfell stattfinden dürfen.  Überraschend ist außerdem, dass C-HR-Fahrer zwar Mirror-Link nutzen können, es aber weder Apple Car Play noch Android-Auto gibt. Und wo ist die gute Ablagemöglichkeit für das Smartphone? Und die induktive Lademöglichkeit? Was erlaube Toyota?!

Ohne Frage gut ausgerüstet ist das viertürige SUV-Coupé mit modernsten Sicherheitssystemen. Toyota Safety Sense ist serienmäßig vorhanden und umfasst ein Pre-Collision-System mit Notbremsassistent und autonomer Bremsfunktion sowie Fußgänger-Erkennung. Noch gibt es keine Crash-Wertung nach NCAP, aber die Höchstwertung wird der C-HR wohl erreichen. Spurhalteassi mit aktiver Lenkunterstützung, Verkehrszeichenassistent, Fernlichtassistent und adaptive Temporegelanlage mit Geschwindigkeitsbegrenzer sind ebenfalls verbaut. Optional gibt es zudem Toter-Winkel-Warner und den Rückfahrassistent sowie einen intelligenten Parkassistent.

Kommen wir zu den Preisen

Der Basispreis des C-HR beträgt 21 990 Euro. Diese Version mit dem 1.2 Turbo wird wohl weniger gefragt sein, obwohl auch sie schon ordentlich ausgestattet ist. Allerdings gibt es nur 17 Zoll-Stahlfelgen und ein 3,7 Zoll großes Display sowie eine manuelle Klimaanlage. Drei Ausstattungslinien werden oberhalb der Basis angeboten: Flow, Style und Lounge. Beim Flow ist die Verkehrszeichenerkennung ebenso Serie wie Aluräder, Klimaautomatik, Rückfahrkamera, 4,2 Zoll-Display, Lederlenkrad, Regensensor und mehr. Hier beginnen die Preise bei 24 390 Euro. Der Hybrid kommt auf 27 390 Euro, der Benziner mit Allrad auf 27 690 Euro.

Die Ausführung Style beginnt bei 26 390 Euro, der Hybrid kostet 29 390 Euro und der Turbo mit Allradantrieb und Multidrive-Getriebe erreicht 29 690 Euro. Da sind dann die 18 Zoll-Alus ebenso mit enthalten wie Metallic-Lackierung, abgedunkelte Verglasung hinten, Sitzheizung, Dekoreinlagen und mehr. Einparkhilfe, beheizbares Lederlenkrad, Teilledersitze, Toter-Winkel-Warner und Rückfahrassistent sind zusätzlich bei der Top-Version Lounge vorhanden. Her beginnen die Preise bei 27 390 Euro, der Allradler erreicht 30 690 Euro.

Die leichtgängige Lenkung vermittelt guten Kontakt zum Untergrund, die Bremsen sprechen feinfühlig und kraftvoll an
Die leichtgängige Lenkung vermittelt guten Kontakt zum Untergrund, die Bremsen sprechen feinfühlig und kraftvoll an

Der C-HR ist Türke

Im türkischen Sakarya ist Anfang November 2016 der erste Toyota C-HR vom Band gerollt. Der kompakte Crossover ist das achte Modell der Marke aus europäischer Fertigung und das dritte auch als Hybrid erhältliche Fahrzeug. Der C-HR wird zusammen mit dem Corolla und dem Verso produziert.

Mit dem neue Modell steigt das Produktionsvolumen im türkischen Werk von 150 000 auf 280 000 Fahrzeuge pro Jahr. Toyota investierte weitere 350 Millionen Euro in die 1994 eröffnete Anlage und stellte 2000 zusätzliche Mitarbeiter ein. Die Japaner haben nun rund 5000 Beschäftigte in Sakarya.

Toyota C-HR – Hauptsache anders

Olé! ist der erste Kommentar, der dem Reporter bei der Begegnung mit dem Toyota C-HR in den Sinn kommt. Das liegt sicher am Vorstellungsort Madrid - aber auch an dem Objekt, dass gleich seine Leistungen belegen soll. Denn der kompakte Crossover, den die Japaner ab 21. Januar für mindestens 21.990 Euro (1,2-Liter-Turbobenziner mit 116 PS) anbieten, er ist eine optisch…

Toyota plant reine Elektroautos – Hybrid alleine reicht nicht mehr

Toyota will in die Großserienproduktion von Elektroautos einsteigen. Einem Bericht der japanischen Wirtschaftszeitung „Nikkei“ zufolge sollen die ersten Modelle 2020 auf den Markt kommen, parallel zum Start der Olympischen Spiele in Tokio. Die Fahrzeugplattform könnte vom Hybridauto Prius oder vom Kompaktmodell Corolla übernommen werden, als Reichweite sind dem Bericht zufolge rund 300 Kilometer vorgesehen. Bislang setzt Toyota zur Emissionsreduzierung nahez…

Toyota Land Speed Cruiser – Weltrekord-Anwärter

220 Meilen pro Stunde oder umgerechnet 354 km/h – auf diese Rekordmarke will Toyota seinen Land Cruiser treiben. Das speziell für den angestrebten SUV-Topspeed-Weltrekord aufgebaute Fahrzeug namens Land Speed Cruiser feiert derzeit auf der Tuningmesse SEMA in Las Vegas sein Debüt. Das Power-SUV sieht beeindruckend giftig aus. Der schwarze Land Cruiser wurde extrem tief gelegt, was einen umfassenden Umbau de…

Toyota CH-R – Kleines SUV-Coupé ab 22.000 Euro

Zu Preisen ab 21.990 Euro ist ab 4. Oktober der Toyota CH-R bestellbar. Das coupéhaft gestaltete Mini-SUV verfügt in der Basisversion über einen 85 kW/116 PS starken 1,2-Liter-Turbobenziner, der mit Front- oder Allradantrieb kombinierbar ist. Alternativ ist ein Hybridantrieb mit 100 kW/122 PS zu haben. Den Verbrauch dieser Variante gibt der Hersteller mit 3,8 Litern an, der Preis beträgt 27.39…

Toyota führt neues Telematik-System ein

Der gläserne Fahrer

Mit dem neuen Proace führt Toyota das Telematik-System „ProBusiness Fleet Telematics“ ein. Flottenmanager werden sich freuen, denn damit lassen sich die Betriebskosten senken. Mit Signalen vom CAN-Bus des Fahrzeugs erhalten sie wichtige Informationen. Dazu zählen der Fahrzeugstandort (via GPS), Angaben über Kraftstoffverbrauch und Laufleistung, es gibt Wartungsmeldungen, Protokolle über dienstliche und private Fahrten und nicht zuletzt eine Fahrstil-Analyse zur Förderung einer wirtschaftlichen Fahrweise.

Die Dienste stellt das Toyota Insurance Management über ein Portal für kleine und mittlere Firmen zur Verfügung. Die Rohdaten lassen sich auch von großen Flotten individuell verarbeiten und sind für PC, Tablet und Smartphone verfügbar.

ProBusiness Fleet Telematics dürfte der Schrecken für alle sein, die auf Dienstreisen mal eben einen kleinen Abstecher zur Freundin oder sonstige Umwege fahren. Jeder gefahrene Meter ist nachvollziehbar, jeder Beschleunigungs- und Verzögerungsvorgang wird aufgezeichnet. Das Flunkern kannst Du Dir in Zukunft sparen: Dein Chef weiß schon längst, wo und wie Du wirklich unterwegs warst!

53507-der-neue-toyota-proace

Erste Fahrt: Der neue Toyota Proace

Mit drei Karosserielängen und zwei verschiedenen Radständen ist der bullige Toyota Proace vielseitig. Er tritt wahlweise robust als karger Transporter oder elegant als luxuriöser Van auf.

Toyota hat den Proace erneuert und dabei die Baureihe erweitert. Das Angebot reicht nun vom Transporter mit schlichter Ausstattung bis zur edlen Großraumlimousine. Ganz neu ist eine kompakte Version mit nur 4,60 Metern Gesamtlänge dabei, die ergänzend zu den beiden Ausführungen mit 4,96 und 5,30 Metern Länge im Programm steht. Ob Kastenwagen, Kombi oder Bus – das typische Toyota-Familiengesicht zeigen alle Proace-Varianten.

„Bisher fehlten uns ein Bus und ein Kombi“, gibt Bart Eelen zu, verantwortlich für Produkt-Kommunikation bei Toyota. Das Manko ist also behoben. Dennoch hatte sich der Vorgänger im Markt der Medium Duty Vans gut behauptet. Mit dem neuen, bulligen Auftritt stehen die Chancen für einen Markterfolg noch besser.

53552-der-neue-toyota-proace

Der Bulli von Volkswagen ist nur ein Wettbewerber, dem Toyota dank erweiterter Vielfalt Paroli bieten will. Der Japaner ist verwandt mit den Modellen Traveller und SpaceTourer von Peugeot und Citroen. Bei einer ersten Probefahrt im Rahmen der Produktvorstellung im polnischen Warschau konnte nun dem Neuling auf den Zahn gefühlt werden. Es ging los mit dem Proace als Transporter mit einem 85 kW/ 115 PS starkem 1,6 Liter-Dieselmotor.  Mit gleichem Hubraum sind auch 70 kW/95 PS zu bekommen, der Zweiliter leistet 90 kW/ 122 PS, 10 kW/ 150 PS oder sogar 130 kW/ 177 PS.

Wie erwartet, ist die Funktionalität hoch. Die Orientierung im Cockpit gelingt auf Anhieb und gibt keine Rätsel auf. Das Lenkrad steht trotz Verstellmöglichkeiten etwas flach, aber der Schalthebel liegt gut zur Hand, die Instrumente sind klar gezeichnet. Je nach Motorisierung gibt es fünf manuell schaltbare Gänge, sechs automatisierte, sechs manuelle oder eine Sechsgang-Automatik. Letztere ist nur in Kombination mit dem stärksten Motor zu haben.

Mit den 115 PS zieht der (leere) Proace nach Überwindung der Anfahrschwäche munter los. Der Antrieb arbeitet weich und akustisch zurückhaltend. Bei nur 1750 U/min liegt bereits das maximale Drehmoment von 300 Nm an. So lässt es sich sparsam fahren. Der Normverbrauch wird mit 5,1 bis 5,2 l/100 km angegeben. Bei 160 km/h ist aber bereits die Höchstgeschwindigkeit erreicht. Mit einer Breite von 1,92 Metern (mit Spiegeln: 2,20 m) und einer Höhe von 1,89 bis 1,905 Metern wird es in Baustellen eng, aber – gut gemacht – für Tiefgaragen reicht es.

53523-der-neue-toyota-proace

Die Übersichtlichkeit nach hinten schränkt die Trennwand ein, nach vorne sind es die breiten A-Säulen. Aber es gibt Piepser. Die sprechen etwas zu nervös an und legen schon los, wenn an der Ampel ein Hintermann etwas dichter auffährt. Mit 12,4 Metern Wendekreis zwischen den Bordsteinkanten bleiben mittlere und lange Version ausreichend handlich, der Kompakte schafft den Wendekreis mit nur 11,3 Metern auf kleinerem Raum.

Apropos Raum: Die kurze Ausführung bietet mehr als zwei Meter Laderaumlänge, über 1,6 Meter Breite (1,25 zwischen den Radkästen) und über 1,8 Meter Höhe. Zwei Europaletten steckt er also locker weg.  In die Langversion passen auch drei Paletten auf über 2,8 Meter Laderaumlänge. Und für die Freunde des Zollstocks: Die Ladekantenhöhe liegt bei knapp 55 Zentimetern (Langversion: 60 cm). 4,6 bis 6,6 Kubikmeter beträgt das Laderaumvolumen bei einer Zuladung von 1000 bis 1360 Kilogramm. Wem das nicht reicht: Es dürfen 1,8 bis 2,5 Tonnen am Haken gezogen werden.

Wenn wir das bequeme Fahrergestühl neben den beiden Beifahrersitzen des Proace Transporters gegen die Plätze im komfortableren Proace Verso tauschen, finden sich im Heck wahlweise unterschiedliche Sitzkonzepte. Es gibt dann neben dem Fahrer bis zu acht Plätze in der Version „Familiy“ oder sieben im Executive. Sie sind je nach Ausführung faltbar, falt-, verschieb-  und vorklappbar oder sogar drehbar.

53548-der-neue-toyota-proace

Der Zweiliter mit 150 PS reicht für 170 km/h Höchstgeschwindigkeit und verkürzt die Beschleunigung auf 100 km/h im Vergleich zur 115 PS-Motorisierung um gut zwei Sekunden. Da wird die Landstraßen-Höchstgeschwindigkeit nach elf Sekunden erreicht. Der Verbrauch liegt immer noch bei gut fünf Litern (5,3 – 5,5 l/100km). Der Verso bietet optisch und technisch mehr, es gibt beispielsweise chromumrandete Instrumente und nette Zierleisten aber auch ein Head-up-Display und manche Annehmlichkeit mehr.

Auch beim Proace Verso sind fünf Dieselmotor-Antriebsvarianten für die Ausstattungsversionen „Shuttle“, „Familiy“ und „VIP/Executive“ wählbar.  Es gibt sie als „Kompakt“, „Medium“ und „Lang“ mit zahlreichen komfortablen Ausstattungsdetails wie einer separat aufklappbaren Heckscheibe, per Fußbewegung elektrisch öffnenden Schiebetüren oder großem Panorama-Glasdach über dem Fond. Nicht alles gibt es für jede Version, das Angebot ist verschachtelt und erfordert eine gründliche Auswahl. So bietet etwa die Version „Familiy“ innen wie außen schmucke Chromapplikationen, Nebelscheinwerfer und vieles mehr – wie Einzelsitze für Fahrer und Beifahrer, Isofix an den sechs rückwärtigen Plätzen und praktische Klapptischchen.

Ist ja alles ausgesprochen nett, aber mal im Ernst: Wie steht es um die Sicherheit? Im Euro-NCAP-Crashtest hat der Proace Verso fünf Sterne erhalten.  So weit, so gut. Es gibt noch mehr: Dabei hilft das Toyota Safety Sense System, ein optionales Paket.  Radar und Kamera-Technologie können hier kritische Fahrsituationen früh erkennen. Es gibt einen Kollisionswarner, autonomen Notbrems-, Spurhalte-, Tempo- und Totwinkel-Assi. Adaptive Scheinwerfer samt Fernlichtassistent runden die Sache ab.

Ab dem 17. September, also kurz vor dem Start der Nutzfahrzeug-IAA in Hannover, startet der Verkauf. Der Einstieg beim Transporter kostet netto ab 20 900 Euro – die Mehrwertsteuer kann hier ja abgesetzt werden. Der Proace Verso ist ab 35 300 Euro zu bekommen. Erst ab November ist dann die Langversion zu bestellen. Hier können dann auch über 52 000 Euro auf der Rechnung stehen, was dank Ausstattung, Garantieversprechen und Qualitätseindruck keineswegs zu viel erscheint. In der Klasse der Medium Duty Vans ist er damit eine attraktive Alternative zu Vito, Bulli und Transit.

53534-der-neue-toyota-proace 53539-der-neue-toyota-proace

 

15 Jahre Toyota Yaris

Erst vor kurzem war es soweit: Das dreimillionste Fahrzeug ist in Frankreich – genauer gesagt in Valenciennes – vom Band gelaufen. Der Toyota Yaris ist also auch in der dritten Generation ein echter Erfolg, durchlebt aber aktuell einen Wandel. So ist mittlerweile jeder dritte neue Yaris ein Hybrid. Ergebnis des ökologischen Fortschritts: Die Verbräuche und Emissionen haben sich fast halbiert. Einen großen Anteil hat daran natürlich auch die Produktion, die einen nachhaltigeren Umgang mit Wasser, Abfall und Energie betreibt.

Toyota-Yaris-15-Jahre-Kleinwagen-Mein-Auto-Blog (1)
Generation 1 des japanischen Kleinwagens

Über die Jahre hat sich das grüne Gewissen verändert  – auch beim Toyota Yaris. Er wurde also immer grüner und halbierte so seine Bilanz, was den Verbrauch und die CO2-Emissionen anbelangt. Spannend aber ist, dass das Gewicht und die Leistung über die Jahre wuchsen. Ein Tribut an die Sicherheit und den Komfort. Einen nicht zu unterschätzenden Anteil am Sinken der Ausstöße und Verbräuche trägt der Toyota Yaris Hybrid, der 2012 eingeführt wurde. Sein Vorteil gegenüber Hybrid-Fahrzeugen, die den meisten sofort ins Gedächtnis springen, wenn man an das Konzept denkt: Der Kleinwagen sieht nicht seltsam aus. Nein, der Toyota Yaris bleibt auch also Hybrid ein gewöhnlicher Kleinwagen.

Auf das grüne Potential abgestimmt zeigt sich – sinnvollerweise – auch die Produktion des japanischen Kleinwagens. Dank niedriger Bauweise wirkt das Gebäude in seiner Umgebung nicht fremd, sondern angepasst, während die Lagerplätze platzsparend angelegt wurden. Beste Ergebnisse zeigen sich beim Wirtschaften mit Wasser, Abfall und Energie: Aktuell verbraucht die Produktion 90 Prozent weniger Wasser, also noch im Jahre 2002. Recycling ist hier das Stichwort: Wasser aus öffentlichen Leitungen wird nicht verwendet, sondern nur Regen- oder wiederaufbereitetes Wasser. Zudem kommen klar reduzierte Energieaufwendungen durch eine gute Wärmedämmung und energiesparende Beleuchtung zustande.

Toyota-Yaris-15-Jahre-Kleinwagen-Mein-Auto-Blog (6)
Der dreimillionste Toyota Yaris – ein Grund zum Feiern

Bleibt nur zu hoffen, dass weitere Hersteller auf diesen Zug aufspringen und ebenfalls an die Nachhaltigkeit bei der Produktion von Fahrzeugen denken. Nur so kann man heutzutage hohe Stückzahlen verkaufen. Der dreimillionste Toyota Yaris etwa, der an eine Französin ging, ist das beste Beispiel für den Erfolg mit dem grünen Daumen.

Toyota GT86 Facelift – Erst der Anfang?

2012: Ein Ruck ging durch die Sportwagenwelt – der Toyota GT86 und das Schwestermodell, der Subaru BRZ erblickten das Licht der Welt. Klein, leicht, erschwinglich und heckgetrieben zeigten die beiden japanischen Racer, dass wir viel zu lange auf einen veritablen Sportler aus Fernost warten musste. Die 200 PS aus dem 2.0 Liter Boxermotor klangen recht vielversprechend. Doch das Fahrzeug geriet so gut austariert und bietet eine solch schöne Balance, dass die Motorleistung eher nach einem Einstieg, denn nach dem Ende der Fahnenstange, klingt. Nun zeigt Toyota das Facelift des GT86 und bietet von allem mehr – nur die Leistung bleibt gleich.

Toyota-GT86-Facelift-2016-Mein-Auto-Blog (3)
Neue Heckpartie, alter Spoiler. Wie immer Geschmackssache

Das Design des Toyota GT86 zeigt die typische Linienführung eines Coupés: Lange Motorhaube, kurzes Heck, gestreckter Radstand. Daran ändert auch das Facelift nichts. Doch die Linienführung gibt sich gestrafft. So wuchs der Kühlergrill etwas, während die Frontschürze frischer wirkt. Neu ist aber, dass der Toyota GT86 eine komplette LED-Ausstattung mitbringt. Sowohl die Haupt, wie auch die Nebelscheinwerfer und das Tagfahrlicht weisen diese Technik auf. Hinzu kommen Rückleuchten, die ebenfalls von LEDs illuminiert werden. Auch hier wurde die Linienführung gestrafft und gibt sich eine Idee ansehnlicher, ohne den Vorgänger aber alt aussehen zu lassen. Geblieben ist lediglich der Heckspoiler, der wie ein Fremdkörper wirkt.

Fremd dürften die beiden Ausstattungslinien indes nicht sein: Sowohl das Topmodell, der Toyota GT86, wie auch die Einstiegsversion, der Toyota GT86 Pure, behielten ihren Namen, gefallen aber sogar in der Basis mit einer reichhaltigen Ausstattung. Auf eine Klimaanlage, ein Multimedia-Audiosystem oder etwa Sportsitze muss man im japanischen Coupé nie verzichten. Das höherwertige Modell bietet neben Leichtmetallfelgen ein zusätzliches 4,2 Zoll Display, das allerlei Fahrzeugdaten anzeigen kann: Von der Drehmoment- und Leistungskurve, über Rundenzeiten, bis hin zu den Fliehkräften.

Toyota-GT86-Facelift-2016-Mein-Auto-Blog (1)
Hier im Bild: Die US-Version, die aufgrund der allgegenwärtigen Tempolimits ohne einen Spoiler auskommt

Alles schön und gut, für den Sportwagenfan sind aber die Optimierungen unter dem Blech interessanter. So bietet der Toyota GT86 mit der Modellpflege eine noch feinere Fahrwerksabstimmung mit einer veränderten Federung und Dämpfung. Mit von der Partie ist zudem die knackige Sechsgangschaltung, die einfach besser zum Sportwagen passt, als das komfortbetonte Sechsgang-Automatikgetriebe. Doch mit diesen Optimierungen stellt sich eine Frage: Wo bleibt das Plus an Leistung? Wo der Druck aus unteren Drehzahlen? Wo das motorische Potential, um an die Grenzen des Fahrzeugs zu gehen? Wir hoffen, dass da noch etwas kommt!

BMW Z4-Nachfolger und Toyota Supra kommen aus Österreich – Gemeinsam sportlich

Bekanntlich kooperieren BMW und Toyota bei der Entwicklung eines Sportwagens. Für den japanischen Hersteller soll dabei der neue Supra rausspringen, den vor wenigen Jahren die Studie FT-1 angedeutet hat. Für BWM wird es der Z4-Nachfolger sein.

Nach Informationen der Grazer Tageszeitung „Kleine Zeitung“ soll Magna den Zuschlag für die Produktion der Sportwagen erhalten haben. Unter anderem produziert Magna derzeit für BMW die Mini-Modelle Countryman und Paceman. Dieser Auftrag soll für Magna enden, im Gegenzug sollen die Österreicher die Verantwortung für die Supra/Z4-Produktion übernehmen.

Angesichts der recht niedrigen Stückzahlen, die solche Sportwagen am Markt erzielen, dürfte der Nachfolger des Z4 aus Kostengründen ein Streichkandidat gewesen sein. Toyota und BMW haben aber wohl entsprechende Synergien entdeckt und ein gemeinsames Projekt angestoßen, das sich für beide rechnen könnte. Federführend in der Entwicklungsarbeit dürfte BMW sein, denn es wurden bereits Erlkönige gesichtet, die ganz klar als Z4-Nachfolger erkennbar sind.

Vermutlich wird der Z4-Nachfolger im Vergleich zum Vorgänger in den Außenabmessungen zulegen und gleichzeitig maskuliner und bulliger als bisher auftreten. Neben einer Variante mit variablem Dach dürfte es auch eine Coupéversion mit Festdachkonstruktion geben, die als Basis für den Toyota Supra herhalten dürfte.

Vermutlich wird BMW die konventionellen Antriebe beisteuern. Derzeit rangiert das Leistungsspektrum des Z4 zwischen 156 und 340 PS, in der Neuauflage dürfte das Leistungsniveau insgesamt steigen. Aufgeladene Zweiliter-Vierzylinder-Benziner sind sichere Antriebskandidaten. Ob es noch für einen Sechszylinder reicht oder die Zeit schon reif für einen Dreizylinder ist, bleibt abzuwarten. Gut möglich, dass Toyota mit seiner Hybridkompetenz technische Lösungen für zukunftsfähige CO2-Werte beisteuern wird.

2018 soll es mit dem Marktstart soweit sein. Bleibt die spannende Frage, welcher der beiden Hersteller wann die ersten Fahrzeuge in den Markt bringen wird. Preislich dürfte sich BMW in etwa am Niveau des aktuellen Z4 orientieren, der in der Version sDrive18i knapp 34.000 Euro kostet. (Mario Hommen/SP-X)