Das Jahr 2018 ist noch gar nicht ganz zu Ende, dennoch gibt es schon die Mobilitätsstudie von Continental und die Ergebnisse sind teilweise überraschend. Oft konnten wir diese aber auch voraussehen.
Dazu muss man wissen, dass Conti bereits seit sieben Jahren die Mobilitätsstudien zu unterschiedlichen Themengebieten durchführt. 2018 befragte das Markt- und Sozialforschungsinstitut infas Logistikexperten, Spediteure, Flottenbetreiber und Fernfahrer aber auch private Autofahrerinnen und Autofahrer zu den Trends in Sachen zukünftiger Mobilität. Was sind die Antriebssystem der Zukunft? Wie sieht es aus mit dem automatisierten Fahren? Welche Chancen sieht der private Autofahrer bei dem Themengebiet Digitalisierung und Vernetzung? Wie wichtig sind Carsharing und Co? Am 12. Dezember wird die Studie im Rahmen von einem Webcasts veröffentlicht, wir haben aber bereits jetzt schon ein paar Erkenntnisse:

Mobilitätsstudie 2018 – die ersten Ergebnisse

Zwei Drittel der Teilnehmer haben angegeben, dass sie zwar Spaß am Fahren haben, aber im Stau gestresst sind. Wir denken, das kennt jeder, oder? Wer hat schon Spaß im Stau? Da übergibt man dem Fahrzeug doch gerne die Kontrolle, oder nicht?
Wie erwartet sind es vor allem diejenigen die im Umland von Großstädten wohnen die über den Stau klagen. Aber egal ob Großstadt oder Land, egal ob Dorf oder Strand: Mehr als zwei Drittel halten sich für gute bis sehr gute Autofahrer. Auch die Selbsteinschätzung dürften die meisten von euch kennen.
Die Mobilitätsstudie 2018 hat allerdings nicht nur Auswertungen aus Deutschland, sondern wirft auch den Blick in andere Länder. Während hier in Deutschland der Stresslevel in den letzten fünf Jahren eher konstant blieb, sieht es z.B. in Japan ganz anders aus. Waren es zunächst gerade einmal die Hälfte die sich über Stress im Stau beklagt hatten, sind es nun 64 Prozent der befragten Teilnehmer der Studie. In den USA sind es übrigens 53 Prozent. In China sieht man Stau entweder gelassener oder kennt es einfach nicht anders. Nur 40 Prozent der Chinesen gaben an im Stau gestresst zu sein.
Was wir allerdings so nicht erwartet hätten: Der ermittelte Stau-Stress-Faktor ist Deutschland, Japan, China und in den USA bei den Bei- und Mitfahrern fast genau so hoch wie denjenigen die hinterm Lenkrad sitzen. In China haben Bei- bzw. Mitfahrer mit 47 Prozent sogar mehr Stress als der Fahrer selbst.
Stress ist gefährlich, wir müssen Stress abbauen und ihn am besten komplett los werden. Für den Stau empfehlen sich neben den intelligenten Mobilitätslösungen, intelligenten Routenführungen vor allem auch automatisierte oder teilautomatisierte Fahrfunktionen. Selbst fahren, oder fahren lassen, dem Fahrer bleibt die Wahl und wenn er keine Lust hat, dann kann er das Auto ja einfach den Stau bewältigen lassen.

Doch wer hat mehr Spaß im Auto? Der Fahrer oder die Mitfahrer?

Die Fahrer haben immernoch Spaß beim Auto fahren, die Mobilitätsstudie 2018 von Continental hat ergeben, dass 64 Prozent der Fahrer in Deutschland immernoch Spaß beim Fahren haben. Bei den Chinesen sind es sogar 69 Prozent, damit haben sie auch die Amerikaner um 7 Prozent übertrumpft. Die Japaner sind gefrustet, nur 43 Prozent der Autofahrer verspüren noch Fahrspaß.
Spaßbefreit sind dort vor allem die Beifahrer – nur neun Prozent der Beifahrer bzw. Mitfahrer in Japan verspüren so etwas wie Fahrspaß. Die sollten unbedingt mal eine Runde durch unser wunderschönes Deutschland fahren, oder?

Was meint ihr? Wer ist der Meinung der beste Autofahrer der Welt zu sein?

Die Amerikaner führen hier mit 83 Prozent die Rangliste an. 83 Prozent der Teilnehmer aus den USA sind der Überzeugung, dass sie ein guter bis sehr guter Autofahrer sind. In China sind es 69 Prozent und in Deutschland 66 Prozent. Hier üben sich die Japaner in Zurückhaltung, gerade einmal 25 Prozent geben an ein guter Autofahrer zu sein. Falsche Bescheidenheit oder Klischee-Erfüllung? Eventuell sollten sie doch nicht unsere Landstraßen räubern.

…und wie sieht es aus mit Fahrverboten?

55 Prozent der Chinesen glauben fest an Fahrverboten in Großstädten, in Deutschland sind 40 Prozent der Überzeugung, dass Fahrverbote kommen um die Verkehrsprobleme und Umweltprobleme in den Griff zu bekommen. In den USA sind es – wen wundert es – nur 20 Prozent und in Japan nur neun Prozent, man könnte fast glauben, dass die Protagonisten keine Lust auf die Studie hatten, oder?