Gebrauchtwagen Checklist

Das Auge kauft mit! Die AUTOHUB-Gebrauchtwagen-Checkliste! 

Dieses Motto der Profi-Verkäufer sollten Sie kennen! Natürlich ist nichts dagegen einzuwenden, wenn Gebrauchtwagen-Aufbereiter mit Erfahrung und speziellen Pflegemitteln daran gehen, die „Spuren der Jahre“ so gut wie möglich zu überdecken. Lassen Sie sich aber nicht dazu verleiten, den blitzblanken äußeren Eindruck einem genauso fabelhaften Gesamt- erhaltungszustand gleichzusetzen – ohne umfassende Bestandsaufnahme kann das leicht zum Flop werden.

Besonders problematisch ist es, einen sogenannten „Blender“ zu entlarven, ein Auto, welches zielgenau so hergerichtet wurde, dass seine zahlreichen Mängel kaum herauszufiltern sind. Um trotzdem den einen oder anderen „verdächtigen“ Anhaltspunkt finden zu können, haben erfahrene KFZ-Profis, Journalisten und Automobil-Techniker ihre Erfahrungen in dieser „Checkliste“ verarbeitet und für Sie zusammengefasst.

Die „Checkliste“ – so setzen Sie sie ein
Nachdem ein Fachmann, insbesondere bei einer unverbindlichen Erstbesichtigung, nicht immer zur Verfügung steht, sollten Sie zumindest in der Lage sein, absolut Unbrauchbares auszusondern. Nehmen Sie zusätzlich eine zweite Person mit: Die alte Weisheit „Vier Augen sehen mehr als zwei“ bewahrheitet sich gerade hier immer wieder.

Die Liste ist unterteilt in Prüfpunkte und ergänzende Erläuterungen. Lesen Sie sich vorab schon einmal alles in Ruhe durch, üben Sie damit an einem beliebigen Objekt. Zielrichtung beim Anschauen Ihres Wunschautos soll es nicht nur sein, einzelne Mängel aufzuspüren, unsere Liste ist vielmehr so aufgebaut, dass Sie in der Lage sein sollten, einen Gesamt- Eindruck zu bekommen.

Hierzu kann beitragen:

  • der Verkäufer erweckt einen zwiespältigen Eindruck
  • von Ihnen bemerkte, kaschierte Mängel

Sie sollten also zumindest annäherungsweise erkennen können, ob das Auto nur mit optischen Hilfsmitteln so „geschönt“ wurde, dass ein Super- Zustand vorgetäuscht wird.

Beim Händler oder von Privat kaufen?
Beliebter ist letzteres – dank größerem Angebot, insbesondere an älteren Baujahren sowie dem niedrigeren Preisniveau. Mehr Sicherheit bietet freilich der Kauf vom Händler: Dieser ist, unabhängig von einer eventuell angebotenen Gebrauchtwagengarantie, zu einer mindestens 12-monatigen „Sachmängelhaftung“ verpflichtet. In den ersten 6 Monaten gilt zudem eine „Beweislastumkehr“: Im Fall des Falles müsste der Händler nachweisen, dass der Mangel bei Fahrzeugübergabe noch nicht vorhanden war (was in der Praxis kaum feststellbar ist). Der Privatverkäufer hingegen kann die Sachmängelhaftung im Kaufvertrag ausdrücklich ausschließen.

Mängel-Schwerpunkte
Informieren Sie sich vorab. Verschaffen Sie sich eine Übersicht über die Schwachpunkte der von Ihnen ins Auge gefassten Modelle. Der ADAC stellt hierzu umfangreiche Informationen bereit: https://www.adac.de.

Nicht ohne meinen Fachmann
Grundsätzlich kann man das Risiko, ein schlechtes Exemplar zu erwischen, nur reduzieren durch das hinzu holen eines Fachmanns, durch eine Gebrauchtwagenuntersuchung beim ADAC, oder dem TÜV.

Die Checkliste
Bookmarken Sie sich diese Seite, damit Sie die „Gebrauchtwagen-Checkliste“ immer zur Hand haben, wenn es soweit ist.

Das Autohub-Team wünscht Ihnen jedenfalls viel Erfolg bei der Suche
nach dem neuen „Gebrauchten“.

Wie ist der Verkäufer einzuschätzen?

Ihre „Gebrauchtwagen-Untersuchung“ beginnt bereits während der Kontaktaufnahme mit dem Verkäufer!

Bei Anruf fragt der Gesprächspartner:
Für welches Auto interessieren Sie sich?
Vorsicht! Mit hoher Wahrscheinlichkeit verkappter Händler!

Rote Nummernschilder montiert?
Wenn das Auto „privat“ angeboten wurde, dann bedeutet dies in der Regel, dass dies so eben nicht stimmt, denn rote Nummernschilder gehören Profis im KFZ-Gewerbe und sind für Privatpersonen nicht verfügbar.

Der Name des Verkäufers ist nicht identisch mit dem im Kfz-Brief eingetragenen Besitzer.
Die Chance ist groß, dass Sie es mit einem verkappten Händler zu tun haben. Häufige Aussage: „Verkaufe das Auto für einen Verwandten/ Bekannten“. Das kann im Einzelfall zwar stimmen, grundsätzlich ist hier aber Vorsicht angebracht. Eventuell versucht der Händler nur der Sachmängelhaftung zu entgehen! Notieren Sie sich ggf. den/ die Namen des/der Vorbesitzer/s für eventuelle Rückfragen. Kaufen Sie niemals ohne Prüfung der Personalien des Verkäufers.

Setzt Sie der Verkäufer unter Druck?
„Sie müssen sich schnell entscheiden“ – Das ist ein gerne genutzter Verkäufer-Trick. Lassen Sie sich keinesfalls„erpressen“, überlegen Sie in Ruhe, verschieben Sie die endgültige Entscheidung lieber auf den nächsten Tag. Nehmen Sie ruhig das Risiko in Kauf, dass der Wagen dann schon verkauft ist. Die Gebrauchtwagenbörsen sind übervoll mit guten Angeboten.

Der Verkäufer redet ständig auf Sie ein, lenkt Sie ab?
Natürlich gibt es Menschen, die ein großes Mitteilungsbedürfnis haben, dahinter kann aber auch Absicht stecken. Vorsicht!

Der Verkäufer weist Sie darauf hin, dass in der letzten Zeit viele Reparaturen durchgeführt wurden?
Was hier eigentlich recht positiv klingt, hat häufig aber einen recht konkreten Hintergrund: Dem Besitzer wurden die Reparaturen zu teuer, das Auto muss jetzt endgültig weg!
Beantwortet er Ihre konkreten Nachfragen mit Floskeln?

Wenn der Motor schlecht anspringt: „Der wurde ein paar Tage nicht gefahren“, wenn sich das Getriebe kaum schalten lässt: „Das ist bei diesen Modellen immer so“.  Meist hat der Verkäufer etwas zu verbergen – was wiederum auf semi-Professionelle Händler hinweist.

Gibt auf Fragen nach Unfall-Vorschäden unpräzise Antworten. 
Vorsicht, gerade hier wird allzu häufig verharmlost, bis hin zum strafbewehrten Delikt! Typische Aussage zu einem massiven Frontschaden: »Kotflügel wurde wegen kleiner Beule neu lackiert«: Erkennbar ist der tatsächliche Reparaturaufwand nur anhand einer Rechnung oder eines Sachverständigen-Gutachtens, die aber noch nichts darüber aussagen, ob die Instandsetzung sachgerecht durchgeführt wurde. Existieren keine Unterlagen, unbedingt Fachmann hinzuziehen!

Ist nur bereit, km-Stand »laut Tacho« zu bestätigen.
»Laut Tacho« ist nicht unbedingt identisch mit der effektiven Laufleistung. Bei mehreren Vorbesitzern kann der echte Kilometerstand schwer nachvollziehbar sein.

Ist der Verkäufer nicht bereit, Zusicherungen schriftlich zu bestätigen und trifft Aussagen wie „unfallfrei“, „Austauschmotor“, oder „xy wird noch repariert“ mündlich – so ist vom Kauf Abstand zu nehmen.
Ist der Verkäufer nicht bereit zu einer Gebrauchtwagen-Untersuchung durch ADAC oder TÜV zu fahren?
Wer nichts zu verbergen hat, der braucht so eine Untersuchung nicht zu fürchten.

Was die Papiere rund ums Auto aussagen

Auch die Fahrzeugdokumente können wichtige Hinweise liefern!
Fahrzeug hat laut Brief viele Vorbesitzer
(bis 5 Jahre über 2, bis 7 Jahre über 3). Eine pauschale Aussage, wie viele Vorbesitzer noch akzeptabel sind, lässt sich nicht abgeben. Der hier genannte Rahmen kann nur ein grober Anhaltspunkt sein. Seit dem 01.10.2005 gibt es neue Papiere. In der Zulassungsbescheinigung Teil II (früher Fahrzeugbrief) sind nur noch die Daten von zwei Haltern statt zuvor bis zu sechs enthalten. Die Anzahl sämtlicher Halter ist allerdings angegeben, so dass sich feststellen lässt in wievielter Hand das Fahrzeug ist. Kann der Verkäufer hierzu keine Angaben machen – ist Vorsicht geboten!

Der derzeitige Besitzer hat das Fahrzeug noch nicht lange
Hierfür kann es viele Gründe geben, vorrangig wird es aber so sein, dass er mit dem Auto unzufrieden war.

Es liegt kein oder nur ein lückenhaftes Inspektions-Scheckheft vor
Hier besteht die Gefahr, dass eine sachkundige Wartung in der Vergangenheit nur selten oder nicht stattgefunden hat. Notwendige Reparaturen wurden dann auch häufig gar nicht oder als „Bastelarbeiten“ durchgeführt.

Korrosions-Garantie: Wurden alle Auflagen erfüllt?
Details stehen im Service-Scheckheft (wenn nicht vorhanden, gibt der ADAC, der TÜV oder der Automobil-Hersteller Auskunft).

Die nächste Hauptuntersuchung („TÜV“) wird bald fällig
Wer sein Gefährt gut verkaufen will und nichts zu verbergen hat, der wird einen in Kürze anstehenden Prüftermin vorziehen. Auf jeden Fall bedeutet es, dass die letzte Bestandsaufnahme zur Verkehrssicherheit bzw. zur Funktion abgasrelevanter Bauteile schon länger zurückliegt. Eine technische Überprüfung des Fahrzeuges durch Experten ist dringend angeraten!

Das Prüfprotokoll der letzten Hauptuntersuchung ist nicht vorhanden
Das ist negativ, weil die Prüfer die gültige Plakette auch unter der Auflage zuteilen, dass festgestellte, nicht allzu gravierende Mängel auf Zusicherung des Besitzers noch behoben werden. Auch Hinweise wie „Beginnende Korrosion am Unterboden“ (die aber die Verkehrssicherheit noch nicht beeinträchtigt) können hier aufschlussreich sein! Außerdem muss der HU-Bericht bis zur nächsten Untersuchung aufbewahrt werden!

Rundgang ums Auto

Jetzt geht es ans Fahrzeug: Wichtig ist gutes Tageslicht und trockene Witterung. Bei Nässe lassen sich einige Kontrollen, z. B. der Lackqualität, nur unzureichend durchführen.

Fahrzeug ist nicht gewaschen
Erschwert die Kontrolle der Karosserie-Oberfläche, leichte Hagelschäden oder Anomalien wie in den folgenden Punkten sind dann kaum erkennbar.

Lackspray an Reifen, Unterbodenschutz
(z. B. in Radkästen), Tür- und Fenstergummis. Die Spritzpistole oder Sprühdose kommt vorrangig zum Einsatz, um Rost oder andere partielle Beschädigungen zu verdecken. Oberflächliche Kosmetik! „Blender“!

Türschweller, Front-/Heckblech
Nachträglich aufgebrachter Unterbodenschutz. Beliebte Methode, um Rostschäden zu verdecken. Besonders gefährlich, da sich nicht abschätzen lässt, was sich darunter verbirgt!

Fahrzeug wurde „getunt“: Spoiler, Rennstreifen, tiefergelegtes Fahrwerk
Die Mehrzahl der so ausgestatteten Fahrzeuge wurde erfahrungs- gemäß auch sportlicher, d.h. verschleißfreudiger gefahren, bei eher reduziertem Wartungs- und Reparaturbewusstsein. Hier ist besondere Vorsicht angebracht. Umbaumaßnahmen wurden nicht immer fach- gerecht durchgeführt, es ist auch mit unzulässigen Änderungen zu rechnen. Erforderlich können auch Ergänzungen zur „Allgemeinen Betriebserlaubnis“ des Fahrzeugs sein (Eintrag in die Fahrzeugpapiere, wie z. B. bei Motortuning per Chip- oder durch zusätzliche Freigabe-Dokumente).

Blick entlang der Fahrzeug-Flanken/Hauben
Wellen, Farbunterschiede, matte Stellen. Bedeutet, dass mit dem Auto irgend etwas passiert ist: Das kann ein schwerer Unfallschaden gewesen sein, vielleicht war es aber auch nur eine leichte Beule. Auf jeden Fall negativ, wenn der Ver-käufer von sich aus nicht darauf hingewiesen hatte.

Karosserie-Oberfläche: Roststellen erkennbar

Kann zwar bedeuten, dass der Verkäufer, weil er keine „Kosmetik“ betrieben hat, ehrlich ist. Wie schwerwiegend die Korrosion einzustufen ist, kann allerdings nur der Fachmann entscheiden! Kleine Rostpickel oder blasenförmige Lack-Erhebungen sind jedenfalls keine leicht entfernbaren Schönheitsfehler, hier liegt bereits eine Durchrostung vor. Die Erfahrung zeigt zudem, dass bei derartigen Schadensbildern auch in weiteren, schlecht kontrollier- baren Bereichen (Unterboden, Hohlräume) mit beginnender oder schwerer Korrosion zu rechnen ist.

Reifenflanken mit schwarzer Reifen-Farbe geschwärzt
Fahrzeug vor allem optisch aufbereitet – besondere Aufmerksamkeit für die Reifen: – ungleichmäßig abgefahren, Profiltiefe unter 2,5 mm, stärkerer Verschleiß an der Innen- oder Außenschulter des Reifens kann seine Ursache in einer fehlerhaften Fahrwerksgeometrie haben, hier muss eine Werkstatt eine Diagnose stellen. Eine Profiltiefe unter 2,5 mm kann, auch wenn gesetzlich 1,6 mm zulässig sind, als nicht mehr verkehrsicher angesehen werden (Neuen Reifensatz einkalkulieren).

Reifen: Es sind Winterreifen montiert
Im Winter nichts ungewöhnliches, sofern im Kofferraum ein Satz brauchbarer Sommerräder liegt. Ansonsten ist anzunehmen, dass bis vor kurzem mit schlechter Sommerbereifung gefahren wurde. Hinweis auf bisherige Nutzung/Wartung!

Felgenkontrolle: Beschädigungen (z. B. Bordstein)
Rost, Felgenspray, verformte Felgenränder: Möglichkeiten von Folgeschäden an Radaufhängung bzw. Spurstangen der Lenkung. Hinweis auf schwere Einsatzbedingungen!

Karosserie-Check

Spaltmaße von Türen und Hauben sind ungleichmäßig?
Kann ein Hinweis auf einen vorangegangenen Unfallschaden sein.

Leuchten: Steinschlag, Risse, Sprünge, innen beschlagen, Reflektoren blind, verrostet.
Hauptscheinwerfer-Ersatz kann vor allem bei modernen Systemen sehr teuer sein!

Sichtkontrolle Bremsscheiben (soweit Felgen einenDurchblick zulassen): Riefen, verrostet?
Mit neuen Scheiben und neuen Bremsklötzen nicht immer in Ordnung zu bringen: Liegt die Ursache an schwergängigen Bremssätteln, dann sind teure Reparaturen zu erwarten. Gleiches gilt bei Feuchtigkeitsspuren in diesem Bereich (Bremsflüssigkeits- Verlust): Wird aus Kostengründen gerne auf den Nachbesitzer abgeschoben.

Blick unters Auto
Wie sieht es unter dem Auto aus? Ohne Hebebühne (steht am Verkaufsort meist nicht zur Verfügung) leider nur unzureichend zu beurteilen. Bei gravierenden Einzelmängeln oder Auffälligkeiten in den bisherigen Prüfpunkten lieber davon ausgehen, dass im
„Untergeschoss“ auch einiges im argen liegt, ohne dass man dies konkret erkennt (sinnvolle Prüfmittel: Taschenlampe, Fußmatte als Unterlage).

Bereich Motor/Getriebe

Öltropfen an der Unterseiteder Aggregate oder am Erdboden. Häufiger Schwachpunkt bei Gebrauchtwagen, hier können hohe Reparaturkosten drohen.
Unterboden/Radhäuser: Reparatur-Spuren. Unterbodenschutz sieht komplett oder stellenweise (unterschiedliche Struktur/Färbung) erneuert aus?

Kosmetik der ganz gefährlichen Art!
Falls Reparatur-Schweißungen erkennbar sind: weitere fachmännische Beurteilung notwendig.

Roststellen an den Unterseiten („Falze“) von Türen und Heckklappe. Auch bei gut gepflegten Autos ein häufiger Schwachpunkt.

Check im Motorraum

Alles glänzt wie neu (Motorwäsche, Motor-Schutzwachs).
Was einerseits einen sehr positiven Eindruck hinterlässt, kann andererseits Leckstellen verheimlichen. Konkrete Beurteilung somit nicht möglich.
Korrosion (insbesondere Seitenwände an Übergang zu den Kotflügeln/Batteriebereich).
Wenn es hier rostet, dann droht meist eine aufwendige Instandsetzung. Bei eingeschweißten Blechen: Fachmann zur Beurteilung notwendig.

Spuren von Lackspray.
Reparaturkosten wie oben! („Blender“/Unfall?)

Ölwechsel-Anhänger: Km-Stand?
Keine logische Übereinstimmung mit km-Zähler im Armaturenbrett?

Kühlwasserstand nicht in Ordnung?
Mit Nachfüllen alleine ist es meist nicht getan. Kann Hinweis auf einen Defekt sein.

Ölpeilstab:

Ölniveau unter Minimum-Markierung / Öl schwarz gefärbt.
Braucht der Motor Öl? Nachfüllmenge auf 1 000 km Fahrtstrecke schriftlich bestätigen lassen (jenseits 1 Liter wird es kritisch), Datum des letzten Ölwechsels?

Bremsflüssigkeits-Behälter Niveau nicht i. O.?
Wenn nicht: Nachfüllen reicht nicht, meist teure Reparatur notwendig. Gleiches gilt für den Vorratsbehälter der Servolenkung.

Automatik-Getriebe: Ölstand nicht in Ordnung?
(Wird i. A. bei laufendem Motor geprüft.) Hier ist unbedingt Werkstatt-Diagnose erforderlich. Ölverlust erkennbar (Motor, Getriebe, Servolenkung).
Je nach Schadstelle können die Reparaturkosten unterschiedlich hoch ausfallen, exakte Aussage nur nach Werkstattdiagnose möglich.

Eingerissene Gummimanschetten von Lenkung und Antriebswellen.
Auch für den Nichtfachmann gut erkennbar. Suchen Sie nach allem, was nach Gummi-Faltenbalg aussieht. Beschädigungen wurden häufig von Steinmardern verursacht. Reparaturen bedeuten meist hohe Lohnkosten.

Motor anlassen: Geräusche?
Ob nun vom Motor selbst oder der Auspuffanlage, Lichtmaschine oder Wasserpumpe: Die Unterscheidung zwischen normalen und anormalen Geräuschen ist für den Laien extrem schwierig. Sind Sie unsicher, dann unbedingt einen KFZ-Experten hinzuziehen.

Karosserie innen/Kofferraum

Muffiger Geruch/feuchte Bodenbeläge/Roststellen.  Hinweis auf Karosserie-Undichtigkeiten. Bereits die Fehlersuche kann aufwendig und damit auch teuer sein. Langzeit-Einwirkungen können zu Korossionsschäden führen.
Fahrersitz durchgesessen, abgewetzt, wackelt in Führungen.
Wäre aufschlussreich bei einem Auto, welches angeblich deutlich unter 100.000 km gelaufen sein soll.
Sicherheitsgurte: rollen nicht einwandfrei auf, sind ausgefranst oder eingerissen.
Kann ebenfalls ein Hinweis auf schweren Einsatz sein, bedeutet aber grundsätzlich, dass sie erneuert werden müssen.

Quick-Check zum ausdrucken

  • Funktion von Beleuchtungs-/Signalanlage nicht in Ordnung?
  • Scheinwerfer/Heckleuchten: Steinschlag, Risse, Feuchtigkeit?
  • Windschutzscheibe: Steinschlag, Kratzer, Risse?
  • Reifen: Profiltiefe unter 2,5 mm; Profil ungleichmäßig abgefahren?
  • Bremsscheiben: Riefen, Rost?
  • Motorraum: Äußerer Öl-, Kühlwasserverlust?
  • Nachlackierungen/Korrosion?
  • Batteriepole oxydiert?
  • Öl/Bremsflüssigkeit/Kühlwasserstand nicht korrekt?
  • Gummimanschetten für Antriebswellen/Lenkung beschädigt?
  • Bei laufendem Motor: anormale Geräusche?
  • Kofferraum innen: Nachlackierung/Korrosion? Feuchtigkeit unter Bodenmatten? Reserverad/Wagenheber fehlen?
  • Karosserie unten: Reparaturspuren/Korrosion erkennbar?
  • Motor, Getriebe, Differential: Ölverlust erkennbar?
  • Auspuff optisch/akustisch nicht in Ordnung?
  • Stoßdämpfer: Ölverlust?
  • Radaufhängung/Fahrwerk ohne Schäden?
  • Unterseite von Türen/Hauben: Korrosion?
  • Kraftstoff-/Bremsanlage: Feuchtigkeitsspuren?
  • Karosserie innen: Funktion Scheibenwischer/Heizung/Gebläse nicht in Ordnung

Probefahrt

Der Abschluss Ihrer Beurteilung: Die Probefahrt. 
Grundsätzlich gilt: Verkehrsarme Straßen aufsuchen, auch außerorts fahren, da sich bestimmte Mängel erst bei höheren Geschwindigkeiten/Motor-Drehzahlen zeigen.
Getriebe lässt sich nicht leicht und lautlos schalten, normale Geräusche (geöffnetes Seitenfenster).

Motor, Getriebe, Auspuff
Bei vollem Lenkeinschlag in Langsamfahrt: Knackgeräusche (Antriebswellen, Radlager)
Motor springt nicht sofort an, läuft unrund, reagiert nicht spontan aufs Gaspedal
Fahrzeug reagiert nicht spontan auf Lenkeinschläge Fahrzeug/Lenkrad vibriert (meist erst ab ca. 80 km/h feststellbar) Fahrzeug läuft auf ebener Fahrbahn nicht exakt geradeaus

Bremsvorgang: Fahrzeug bleibt nicht in der Spur, Schleifgeräusche?
Auf unebener Fahrbahn: Räder springen, Fahrzeug versetzt
seitlich in Kurven (schlechte Stoßdämpferfunktion)
Blick unter Motorraum: Tropft Öl ab?
Felgen anfassen: heiß? (bei schwergängiger Bremsmechanik)

Der ganz kurze Kurz-Check

Wollen Sie sich nochmals einen Gesamtüberblick verschaffen? Oder haben Sie soviel Erfahrung, um mit einer kleinen Checkliste auszukommen?

Dann verwenden Sie die folgende Liste!

  • Karosserie außen:
  • Lackspray an Reifen, Unterbodenschutz (z. B. in Radkästen),
  • Tür- und Fenstergummis?
  • Blick entlang der Fahrzeug-Flanken/Hauben:
  • Wellen, Farbunterschiede, matte Stellen, Rost?
  • Nachträglicher Unterbodenschutz an Türschwellern,
    Kotflügelkanten?
  • Ungleichmäßige Fugen von Türen/Hauben zur Karosserie?
  • Funktion elektrische Spiegelverstellung,
  • elektrische Fensterheber nicht in Ordnung
  • Sitze wackeln, lassen sich nicht einwandfrei einstellen Sicherheitsgurte beschädigt, rollen nicht einwandfrei auf
  • Bodenteppiche sind feucht

 

 

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