Nur noch 16 Neuwagen unter 20.000 Euro – Renault senkt Preise, Opel-Einstieg unter 22.000 Euro
Der ADAC zählt auf dem deutschen Markt nur noch 16 Neuwagenmodelle mit einem Listenpreis unter 20.000 Euro, keines davon von einem deutschen Hersteller. Renault senkt die Preise für den 5 E-Tech, Opel bringt den Frontera Start für unter 22.000 Euro. Dazu ein Überblick über weitere Meldungen der Woche.

Wer aktuell einen günstigen Neuwagen sucht, hat immer weniger Auswahl. Laut ADAC gibt es auf dem deutschen Markt nur noch 16 Modelle mit einem Listenpreis unter 20.000 Euro – und kein einziges davon stammt von einem deutschen Hersteller. Für Käuferinnen und Käufer mit begrenztem Budget heißt das praktisch: Die Suche führt fast zwangsläufig zu Importmarken, zu Jahres- und Gebrauchtwagen oder zu Leasing- und Abo-Angeboten, bei denen die monatliche Rate zählt statt der Listenpreis.
Zwei aktuelle Meldungen laufen diesem Trend entgegen. Opel bringt mit dem Frontera Start eine Einstiegsversion für unter 22.000 Euro, und Renault senkt die Preise des elektrischen 5 E-Tech quer über alle Ausstattungslinien. Parallel dazu bleibt ein Thema offen, das nichts mit dem Preis zu tun hat: Der ADAC kommt bei Keyless-Go-Systemen erneut zu einem unbefriedigenden Ergebnis. Weitere Neuvorstellungen und Kurzmeldungen fassen wir am Ende des Artikels zusammen.
Günstige Neuwagen: Opel Frontera und die 20.000-Euro-Grenze
Der Opel Frontera Start startet nach Herstellerangaben bei unter 22.000 Euro. Damit liegt er knapp über der Marke, die der ADAC in seiner Zählung ansetzt – er gehört also nicht zu den 16 Modellen unter 20.000 Euro, ist aber deutlich näher dran als der Marktdurchschnitt. Welche Ausstattung Opel für diesen Preis mitliefert, welcher Antrieb verbaut ist und wann der Bestellstart liegt, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor; Details sollen folgen. Bei Einstiegsversionen unterscheiden sich Klimaanlage, Assistenzsysteme und Infotainment teils erheblich, und Aufpreislisten können den Abstand zur nächsthöheren Linie schnell aufzehren.
- Klimaanlage: manuell, automatisch oder gegen Aufpreis?
- Assistenzsysteme: Was ist serienmäßig, was steckt in Paketen?
- Infotainment: Display-Größe, Smartphone-Anbindung, Navigation.
- Räder und Reifen: Größe der Serienbereifung, Kosten für Winterräder.
- Bei Elektroautos zusätzlich: mitgeliefertes Ladekabel, Ladeleistung, Wärmepumpe.
Für die Kaufentscheidung lohnt sich deshalb der Blick auf die Gesamtrechnung statt auf die Schlagzeile. Ein Modell für 21.900 Euro mit nötigen Extras kann teurer werden als ein besser ausgestattetes Fahrzeug, das nominal höher startet. Wer flexibel ist, sollte junge Gebrauchte und Jahreswagen in denselben Vergleich einbeziehen – dort liegt das Preisniveau bei vergleichbarer Ausstattung häufig niedriger. Auch Leasing- und Abo-Angebote gehören in die Rechnung, wenn die monatliche Belastung das Budget bestimmt.
Renault 5 E-Tech: Preissenkung über alle Linien
Der Renault 5 E-Tech des Modelljahrs 2027 startet in Deutschland bei 26.290 Euro. Bemerkenswert ist weniger die Zahl selbst als die Richtung: Renault senkt die Preise für sämtliche Ausstattungslinien, nicht nur für die Basis. Für Interessenten bedeutet das vor allem, dass sich ein Preisvergleich mit Angeboten aus dem Vorjahr lohnt – auch bei Leasingraten, die üblicherweise mit Verzögerung auf Listenpreisänderungen reagieren. Wer bereits ein Angebot vorliegen hat, sollte es auf den neuen Listenpreis prüfen lassen.
Belastbare Zahlen zu Reichweite, Ladeleistung und Verbrauch liegen uns für den 5 E-Tech in der 2027er-Version nicht vor. Wer konkret plant, sollte diese Werte beim Händler abfragen, bevor der Preis allein den Ausschlag gibt. Sinnvoll ist außerdem die Frage, welche Ausstattungslinie um wie viel günstiger geworden ist – die Ersparnis kann je nach Version unterschiedlich ausfallen.
| Angabe | Preis bzw. Kennwert |
|---|---|
| Neuwagen unter 20.000 Euro | 16 Modelle laut ADAC, kein deutsches |
| Opel Frontera Start | unter 22.000 Euro Einstiegspreis |
| Renault 5 E-Tech (Modelljahr 2027) | ab 26.290 Euro, alle Linien günstiger |
Die Preise sind Herstellerangaben, die Zählung der Modelle unter 20.000 Euro stammt aus einer Auswertung des ADAC. Ein Stichtag wird in den vorliegenden Angaben nicht genannt, Listenpreise können sich kurzfristig ändern. Verbindlich ist immer das Angebot des Händlers inklusive Überführung und Zulassung.
ADAC-Stichprobe: Keyless-Go bleibt eine Schwachstelle
Fast die Hälfte aller vom ADAC getesteten Fahrzeuge mit Keyless-Go lässt sich weiterhin unbefugt öffnen. Das Problem ist seit Jahren bekannt: Bei einem sogenannten Relay-Angriff verlängern Täter mit zwei Geräten das Funksignal des Schlüssels aus der Wohnung bis zum Auto. Das Fahrzeug hält den Schlüssel für anwesend, entriegelt und lässt sich starten. Aufbruchspuren gibt es dabei nicht, was auch die Regulierung mit der Versicherung erschweren kann.
Zum Testzeitpunkt und zur Größe der Stichprobe liegen uns keine Angaben vor, die Zahl bezieht sich auf den Anteil der geprüften Fahrzeuge. Auch die Liste der betroffenen Modelle wurde nicht veröffentlicht; sie lässt sich beim ADAC selbst nachschlagen, sobald sie vorliegt. Wer ein Auto mit schlüssellosem Zugang besitzt, kann das Risiko trotzdem reduzieren, ohne auf die Technik zu verzichten.
- Beim Händler oder in der Bedienungsanleitung prüfen, ob der Schlüssel eine Abschaltfunktion hat – viele Modelle lassen sich per Tastenkombination oder Bewegungssensor schlafen legen.
- Schlüssel zu Hause nicht in Türnähe ablegen, sondern möglichst weit von Hauswand und Einfahrt entfernt.
- Abschirmende Etuis oder Metallbehälter nutzen und danach testen, ob das Auto wirklich nicht mehr reagiert.
- Beim Neuwagenkauf gezielt nachfragen, ob das System auf Ultrabreitband (UWB) setzt – diese Technik gilt als deutlich schwerer angreifbar.
- Im Zweifel klären, wie die eigene Teilkasko oder Vollkasko Diebstähle ohne Aufbruchspuren behandelt.
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D* Kraftstoffverbrauch und CO₂-Emissionen wurden nach dem vorgeschriebenen WLTP-Messverfahren ermittelt. Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO₂-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO₂-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH (DAT) unentgeltlich erhältlich ist (Internetadresse: https://www.dat.de/co2/). Die Angaben beziehen sich nicht auf ein einzelnes Fahrzeug und sind kein Bestandteil des Angebots.
Kurz notiert: weitere Neuvorstellungen und Meldungen
- Genesis zeigt den GV90, ein 5,29 Meter langes Elektro-SUV mit 490 kW Systemleistung und gegenläufig öffnenden Fondtüren. Angaben zu Reichweite, Ladeleistung und Preis liegen bislang nicht vor – für eine Kaufeinschätzung fehlen also die entscheidenden Zahlen.
- Beim Mercedes-AMG GT SUV kursieren eine Akkukapazität von 106,0 kWh und ein Sprintwert von rund 2,5 Sekunden auf 100 km/h. Beide Angaben sind bislang nicht bestätigt und sollten nicht als Fakt gelten.
- Larte Design bietet ein Kit für den BMW XM an. Die Leistung des Plug-in-Hybrids mit 4,4-Liter-V8 und 644 PS bleibt unverändert – es handelt sich also offenbar um ein rein optisches Paket.
- Der Hennessey Blackbird verzichtet auf Turbolader, Hybridtechnik und Bildschirme und wird über eine Handschaltung mit offener Kulisse bedient. Alle 71 Exemplare sind bereits verkauft.
- Renault will an physischen Tasten festhalten, obwohl diese in der Produktion teurer sind als reine Touch-Bedienung.
- Das Facelift des Skoda Slavia kommt nicht nach Deutschland, sondern bleibt Indien und weiteren Märkten vorbehalten.
- Für den Xpeng L03 des Modelljahrs 2026 werden 520 Kilometer Reichweite genannt. Nach welchem Messzyklus dieser Wert ermittelt wurde, ist offen.
- Der Mazda CX-5 Skyactiv-G 141 setzt weiterhin auf einen Mildhybrid-Benziner mit 141 PS statt auf einen Vollhybrid.
Was das für die Kaufentscheidung heißt
Zwei Kriterien sind derzeit in Bewegung. Erstens der Preis: Das Angebot unter 20.000 Euro schrumpft, aber einzelne Modelle wie der Opel Frontera Start und der günstiger gewordene Renault 5 E-Tech zeigen, dass sich Vergleichen lohnt – über Neuwagen, Jahreswagen, Leasing und Abo hinweg. Zweitens die Sicherheit: Keyless-Go ist bequem, bleibt aber bei einem erheblichen Teil der geprüften Fahrzeuge angreifbar. Beides lässt sich vor dem Kauf klären, indem man Ausstattungsliste und Schließsystem konkret abfragt, statt sich auf den Einstiegspreis zu verlassen.
Welche 16 Neuwagen unter 20.000 Euro sind das?
Die Modellnamen gehen aus den uns vorliegenden Angaben nicht hervor. Die Zählung stammt aus einer Auswertung des ADAC, der die zugehörige Liste selbst veröffentlicht – dort lässt sich der aktuelle Stand nachschlagen.
Welche deutschen Neuwagen kosten unter 20.000 Euro?
Nach der ADAC-Auswertung keiner. Von den 16 Neuwagenmodellen, die auf dem deutschen Markt unter einem Listenpreis von 20.000 Euro liegen, stammt kein einziges von einem deutschen Hersteller.
Was kostet der Renault 5 E-Tech in Deutschland?
Der Renault 5 E-Tech des Modelljahrs 2027 startet bei 26.290 Euro. Renault senkt die Preise dabei über alle Ausstattungslinien hinweg.
Wie sicher ist Keyless-Go laut ADAC?
Fast die Hälfte der getesteten Fahrzeuge mit Keyless-Go ließ sich unbefugt öffnen. Die Liste der betroffenen Modelle wurde nicht veröffentlicht, ebenso fehlen uns Angaben zu Testzeitpunkt und Stichprobengröße. Abschaltbare Schlüssel, abschirmende Etuis und Systeme mit Ultrabreitband-Technik senken das Risiko.
Wie groß und wie stark ist der Genesis GV90?
Der Genesis GV90 ist 5,29 Meter lang, leistet 490 kW und hat gegenläufig öffnende Fondtüren. Angaben zu Reichweite, Ladeleistung und Preis liegen bislang nicht vor.
Kann man den Hennessey Blackbird noch bestellen?
Nein. Alle 71 Exemplare sind bereits verkauft. Ob und zu welchen Preisen Fahrzeuge auf dem Zweitmarkt angeboten werden, lässt sich derzeit nicht seriös beziffern.