Warum der Kia Stinger GT keine 50.000 € wert ist

Üblicherweise trägt Peter Schreyer schwarz. Das haben viele Automobil-Designer und Künstler drauf, warum auch immer. Aber wenn man Peter Schreyer trifft, dann im schwarzen Anzug oder in einer schwarzen Stoffhose und mit einem schwarzen Rollkragen-Pullover. Peter Schreyer war jahrelang als Designer im VW-Konzern erfolgreich. Er ist der Mann, der die ikonische erste Audi TT Generation entwarf, er gab dem Golf 4 seine Form und gehört zu den wichtigsten und, wichtiger, zu den Designern in der Branche mit dem größten Renommee. Seit ein paar Jahren ist Peter Schreyer für Hyundai/KIA tätig und hat nun auch dort ein Meisterwerk abgeliefert. Den Kia Stinger GT.

Test des KIA STINGER GT mit V6 Turbo-Benziner

Korea-Knaller im Review

Die Historie an sportlichen Kia-Modellen ist überschaubar. Es gab keine. Und dann zeigt Kia auf der IAA 2011 den GT Concept und Auto-Liebhaber knien nieder. Die Fachpresse ist verliebt. Doch würden die Koreaner wirklich den Mut haben, ein Grand Coupé in einem Segment zu bauen, das von Kia so weit weg ist wie Seoul von Stuttgart?

Auf der NAIAS 2017 debütierte die Serien-Version des KIA Stinger. 2018 konnten wir den Stinger GT als 3.3 Liter V6 Turbo mit 276 kW zum Test auf dem Hof von AUTOHUB begrüßen.

370 PS und der Charme eines GT aus der oberen Mittelklasse umwehen den Auftritt des koreanischen Stachels. Doch würde er auch zustechen? Bulls-Eye? Mitten in das Herz des Auto-Nerds?

Kia bietet den Stinger in Deutschland mit drei unterschiedlichen Motoren an. Einen kleinen Vierzylinder Turbobenziner mit 255 PS, einen 2.2 Liter Diesel mit 200 PS und den Platzhirsch des Programms, den 3.3 Liter V6 mit zwei Turboladern und saftigen 510 Nm. Der Achtstufen-Automat wurde von KIA selbst entwickelt und gibt seine Kraft an alle vier Räder weiter.

Bevor es in 4.9 Sekunden auf Tempo 100 geht, muss der Innenraum befühlt werden. Bereits beim Platz nehmen im „GT“ spürt man die Andersartigkeit. Dieser KIA ist so völlig anders. Unweigerlich muss man an Audi A7 oder A5 Sportback denken, an BMW 4er GT und auch 6er. Der KIA GT ist mit seinen etwas über 4.80 Meter Gesamtlänge größer als ein A5 Sportback und kaum kürzer als der Audi A7. Dennoch sieht sich KIA eher in der oberen Mittelklasse und eben nicht nur preislich gerade nicht in der Oberklasse. Doch die Vergleiche drängen sich geradezu auf. Kollegen wollen, weil es sich so schön kontrovers anfühlt, gar den Vergleich zum Panamera von Porsche bemühen. Es ist aber auch zu schön. Der große GT aus Korea passt, schaut man nur auf die Leistung,  zwischen den Basis-Panamera mit seinen 330 PS und den 4s mit 450 PS. Und dann diese Ähnlichkeiten in der Formgebung. Lange Motorhaube, massiger Po und schnuckeliges Raumangebot für vier Personen.

Und in der Tat, bei den Fahrleistungen schenkt der Koreaner dem Stuttgarter einfach mal ein. Sowohl im Top-Speed, als auch bei dem wichtigen Stammtisch-Wert von Null auf 100 ist der Budget-GT aus Korea plötzlich vor dem Premium-Sportler aus Zuffenhausen. Und dann der Preis. Warum da nur mit 440i GT und Audi A5 vergleichen? Der Kia GT will die automobile Wertewelt auf den Kopf stellen.

Der in High-Chroma-Red gehaltene Lack scheint mit der frechen Kühlerschnauze des Stinger um die Wette zu grinsen und zu glänzen. Zudem gibt sich der Kia Stinger GT, wie erwartet, keine Blöße bei der Ausstattung. Es gibt ihn mit allem, was heute schön, wichtig und aktuell ist. Mit seinen 54.900 € ist er bereits nahezu vollständig ausgestattet. Leder und Navi sind ebenso normal wie LED-Licht. Dass sich das Navi nicht von dem System unterscheidet, was man in den Preisklassen 25.000 € darunter auch von KIA erhält, geschenkt. Geht es doch hier um eine ganz andere Disziplin. Es geht um eine Fahrzeugklasse, die durch reine Präsenz und Potenz um Attraktivität buhlt. 

Und auch sonst stimmt technisch alles. Der Motor längs eingebaut, der Allradantrieb variabel, die Achtstufenautomatik im Umgang verträglich bis zackig. Beim Sound allerdings vermissen wir ein wenig Kultur und Leidenschaft, aber hey, es ist der erste Aufschlag der Koreaner in diesem Segment. Dass der Kia mit seinen 270 m/h auf der Autobahn gut 99% der üblichen Verdächtigen davon fährt, ist nicht entscheidend für das Gesamtbild. Eher die Tatsache, dass sich der nicht gerade leicht geratene GT mit seinen knapp 1.9 Tonnen auch auf der Landstraße vehement und überzeugend bewegen lässt.

Fast wäre auch Habby auf den KIA Stinger GT hereingefallen. Hätte das hohe Loblied auf grandioses Design und begeisternde Fahrfreude mitgesungen, wäre da nicht der Preis gewesen.

Der Stinger GT ist keine 50.000 € wert.

Was? Wie? Der Panamera kostet das doppelte und auch BMW 440i und Audi A5 lassen sich nicht in dieser Ausstattung und Leistungsklasse kaufen, wenn man nicht 20.000 € aufzahlt. Was also stimmt mit Habby und seiner Wahrnehmung nicht?

Nun. Der Kia Stinger GT ist, schaut man sich die Listenpreise an, das bessere Angebot. Vom hohen Verbrauch mal abgesehen, leistet er sich keine groben Schnitzer. Und bietet vom Allrad bis zur Achtgangautomatik, was auch die Premium-Mitbewerber bieten. Nur eben keine Hausbank. Ganz unter uns : Niemand bezahlt ein 50.000 € Auto in bar. Wir sind hier in der Leasing-Fahrzeugklasse und da wird schnell klar, der Stinger GT kann noch so fein geworden sein, wenn die Leasingrate eines 440i GT bei gleicher Ausstattung und gleichen Rahmenbedingungen rund 50 € unter denen des KIA liegen, dann wird man immer zum BMW greifen. Dessen fulminanter Reihensechszylinder-Turbo ist nicht nur akustisch geiler, auch beim Verbrauch unterbietet dieser den Koreaner locker um 2-8 Liter, je nach Gangart!

Schade um das geile Design von Peter Schreyer.

BMW 640i GT “ sophisticated ftw“

Was hat er am Anfang einstecken müssen. Die erste BMW „5er GT“ Serie war aber auch anspruchsvoll. Vor allem für die Menschen, die eigentlich ein besonderes Design verlangen, dabei aber bitte auf der Spur des guten Geschmacks bleiben wollen. Die Idee eines Fließhecks ist nicht neu, Audi tut es mit dem A7, Mercedes tut es mit dem CLS und BMW tat es bereits 1971 mit dem 2002 touring. Wenn gleich dieser damals ein Zweitürer war. Und BMW tut es weiterhin, nun allerdings mit einem neuen Anlauf.

Test und Fahrbericht des BMW 640i GT

Aufgeben war keine Option

Beim Generationenwechsel hat sich der 5er GT gleich einmal aus dem eingeschränkten Business-Umfeld der 5-Serie gelöst und sich in Richtung Oberklasse orientiert. Aus „dem 5-er“ wurde ein „6er“. Der Anspruch bleibt indes ähnlich, eine Alternative bieten zur klassischen Frage: Kombi oder Limousine, und bloß kein SUV. Ein GT bitte, ein „Gran Turismo“.

Design? Sophisticated!

War die erste Variante, ab 2009, noch von einem fetten und unförmigen Hintern geprägt, hat sich der neue, jetzt seiner Oberklassen-Zuordnung endlich bewusst, in das Fitness-Studio begeben und dort an seinem Körperbau gefeilt. Die plumpe Front, das feiste Heck, beides ist verschwunden, nur die lange Dachform mit dem praktischen Heckraum, die blieb. Zudem hat BMW einen eleganten Kunstgriff angewendet, aus dem 5er GT wurde der 6er GT, und damit nun auch für Menschen mit reduzierter kognitiver Fähigkeit, klar als Oberklasse zu akzeptieren. BMW hat mit dem Kunstgriff auch im eigenen Modellprogramm ein wenig neu sortiert. Was Sinn macht. Soweit man „Sinn“ machen kann. Zugleich wuchs er um 10 Zentimeter in der Länge, verlor ein wenig Höhe und gleich noch bis zu 200 Kilogramm Gewicht.

Antrieb! Sophisticated?

Im Rahmen der Debatte um Verbrauch und Emissionen, ist der Achtzylinder aus dem Programm gefallen. Wenig schmeichelhaft für die Wahrnehmung eines echten „Gran Turismo“. Ersetzt wird er primär durch die Sechszylinder-Reihenmotoren, wobei für bescheidene Menschen sogar ein Vierzylinder-Turbobenziner mit 258 PS verfügbar ist. Im Testwagen war der Dreiliter-Reihensechser als 640i verbaut, der sch auf 340 PS und 450 Nm verlassen darf. Für echte Vielfahrer und Drehmoment-Lover gibt es zudem die Diesel-Sechszylinder mit 265 oder 320 PS und 620 oder 680 Nm Kraft.

Sophisticated Sechszylinder

Der Reihenmotor (B58B30) ist eine leidenschaftliche Antriebsquelle. Frei von Massenmomenten der ersten, zweiten und dritten Ordnung, läuft er Turbinenartig über das gesamte Drehzahlband. Der Twin-Scroll-Lader spricht spontan an und verleiht dem Motor diese famose Kombination aus Drehfreude und Drehmoment. Gäbe es einen fantastischeren Begriff für motorischen Exzellenz, hier käme er zum Einsatz. Früh liegen die 450 Nm des Reihensechszylinders an, bleiben bis 5200 Umdrehungen vollständig versammelt und verlaufen sich dann erst darüber, im Timbre seiner akustischen Kraftmalerei.  Kann „Lärm“ schön sein? Ja. Wobei Lärm. Man hört ja eigentlich doch nie etwas vom 640i GT – wer dreht schon im Alltag höher als 2.500? Es ist nicht notwendig.

Sophisticated Getriebe

Das von ZF zugelieferte Achtgang-Automatikgetriebe ist eine Allzweckwaffe im Automobilbau, basierend auf Zahnrädern und klugen Algorithmen. Und auch im 6er zeigt es wieder einmal, es gibt keine Frage, auf die dieses Getriebe keine Antwort hätte. Schaltbar, dank Aufpreis, auch per Lenkradpaddles, lernt man schnell, besser die Finger die vom „herumpfuschen“ in der Getriebelogik zu lassen. Was der Sechszylinder liefet, verwandelt der Automatik in Vortrieb. Dabei spielt er perfekt den stillen Butler. Unaufgeregt, aber immer wach. Schnell und dennoch verschliffen. Die ideale Besetzung für diese Aufgabe. Alternativ würde BMW den 6er auch mit dem xDrive-Allradantrieb und auch mit einem so genannten „Executive-Fahrwerk“ ausliefern. Das bislang nur für die 7-er Reihe erhältliche Luftfahrwerk mit zusätzlicher Wankstabilisierung und der Technik einer vorausschauende Dämpferabstimmung war im Testwagen nicht verbaut und wurde auch nicht vermisst, ebenso wie der Allradantrieb. Die „normale“ Luftfederung ist im Sechser bereits eine Offenbarung. Natürlich adaptiv verstellbar, spielt sie traumwandlerisch sicher den Part des Fahrt-Veredlers. Der Sechser entkoppelt erfolgreich von Bodenflicken und Schlaglöchern und bleibt dabei immer so verbindlich in der Gefühlsregung, wie man es von einem BMW erwartet.

Travel ftw

320 PS Benzinmotor. In einer bis zu zwei Tonnen Limousine. Der frisst einem doch die Haare vom Kopf. Äh – nein. Wir haben den 640i GT für über 2.000 Kilometer Autobahn genossen. Darunter die Dienstreise zum Automobil-Salon nach Genf. Kaum ein Auto zuvor war derart erhaben über jede Distanz. Der Turbo-Benziner spielt dabei die Rolle des souveränen Kostverächters. Zwischen 7.2 und 9.6 Litern zeigte der Bordcomputer für die unterschiedlichen Touren. Und gerade für das erreichte Tempo auf Flughöhe Null, war der 640i GT geradezu sparsam im Umgang mit dem edlen Stöffchen. Dabei gehört seine Stimme und seine Arbeitsleistung zum Besten Argument für einen Verzicht auf Elektrofahrzeuge.

Interieur ftw

Mit connected, touchscreen und der besten Kombination aus Apple CarPlay und Automobil-Nutzung kann der 6er auf der einen Seite beeindrucken. Aber das machen auch 7er und der neue Fünfer, oder auch der X3. Beim 6er kommt noch ein tolles Raumgefühl hinzu. Viel Platz für die Beine in Reihe zwei und mit der großen Fließheckklappe zudem ein praktischer Kofferraum. Und plötzlich kombiniert der 6er alles, was man von einem GT – einem Grand Turismo – erwartet.

Der perfekte Reise-GT

War sich der Autor beim ersten 5er GT noch sicher, niemals zur Zielgruppe des „dicken Dings“ zu gehören, umgarnte der 640i GT mit dem vermutlich besten Benzinmotor am Markt, einer reichhaltigen Ausstattung und den überzeugenden Genen einer Oberklassen-Reiselimousine. So viel BMW, so anders. So gut. So sophisticated! 

Fahrzeugschein
Hersteller: BMW
Typ: 640i GT (G32)
Karosserie: Limousine
Motor: 6 Zyl. / Turbo-DI / B58B30
Getriebe: Achtgang-Automatik / ZF
Antrieb: Hinterradantrieb
Hubraum: 2.998 ccm
Leistung: 340 PS (250 kW)
Drehmoment: 450 Nm
Von 0 auf 100: 5,4 s
Höchstgeschw.: 250 km/h
Verbrauch (NEFZ-Norm): 7,0 Liter
CO2-Ausstoß (NEFZ-Norm): 159 g/km
Kofferraum: 610 Liter
umgebaut: 1.800 Liter
Gewicht: 1.845 kg
Maße: 5091 / 1902 / 1538
Preis: 68.100 EUR

Fotos: Niklas Bischoff

Mercedes-AMG GLC 63 – Der neue im Studio

Man geht dreimal in der Woche trainieren, stemmt Eisen, spult zig Kilometer auf dem Laufband ab und erblickt dann ihn – den Neuen. Man gehört schon seit längerem zu den schweren Jungs im Fitnessstudio und dann kommt plötzlich der Neue und gehört einfach so dazu. Die Rede ist hier vom Mercedes-AMG GLC 63, der nun die Riege der Spitzensportler bei Mercedes komplettiert. Allerdings muss man ihm zugutehalten, dass er nicht ohne Vorwarnung da war, sondern sich seinen Weg geebnet hat. Read more

VW Arteon –  mehr als nur ein Passat Coupé

Weltpremiere in Genf: Der VW Arteon. Die Wolfsburger bringen einen fünftürigen Gran Turismo mit in die Schweiz, der oberhalb des Passat angesiedelt wird. Der Fünfsitzer soll Designelemente eines Sportwagens mit der Eleganz und dem Raum eines Fastbacks – also einem Fließheck – vereinen. Mit seinen serienmäßigen LED-Scheinwerfern und weiteren neuen Elementen ergibt sich eine völlig neue Frontpartie. Damit es im Inneren luftig zugeht, bietet der Wolfsburger einen langen Radstand sowie eine große Heckklappe, hinter der sich mindestens 563 Liter Kofferraumvolumen verbergen. Wir schauen uns den neuen VW Arteon genauer an. Read more

NAIAS 2017: Erweiterung des Mercedes-AMG GT Programms

„Let´s go to Detroit“, heißt es in einem meiner Lieblingsfilme – „Out of Sight“. Man mag über den Streifen sagen was man will, aber der Satz stimmt in diesem Jahr, wie selten. Neben der Modellpflege des Kompakt-SUV Mercedes-Benz GLA zeigen die Stuttgarter auf der NAIAS 2017 in Detroit die Auffrischung des Mercedes-AMG GT. Und sich diesen Boliden aus der Nähe anzusehen lohnt sich wirklich, schließlich sprechen wir hier von mehr als ein reines Facelift: Der Parade-Sportler wird um den Mercedes-AMG GT C ergänzt, der zwischen AMG GT S und AMG GT R positioniert wird. Zu viel Buchstaben-Wirrwarr? Wir bringen Licht ins Dunkel! Read more

C, S oder R? Mit oder mit ohne Dach? Die AMG GT Familie

Paris, die Stadt der Liebe. Paris, die Stadt, in der in Kürze die Weltpremiere des Mercedes-AMG GT Roadsters gefeiert wird. Mercedes-AMG erweitert die potente Familie der Sportwagen dabei nicht nur um eine, zugegeben erwartete, Roadster-Variante, sondern auch um eine weitere Leistungsstufe. Zwischen S und R hat man noch ein C geschoben. Das macht die Sache nicht übersichtlicher, aber spannend!

Weltpremiere

Mercedes-AMG GT C Roadster (557 PS) und Mercedes-AMG GT Roadster (476 PS)

Die vier schnellen Brüder: Mercedes-AMG GT, GT S, GT C und GT R und zwei davon nun auch ohne Dach!

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Mercedes-AMGT GT Roadster (ohne C!).

Es ist eine Doppel-Premiere. Zum einen die erwartete Roadster-Variante des AMG GT. Ohne Dach wird aus dem Sportwagen ein Frischluft-Sportstudio mit dem Reiz der sexy Linienführung. Dass der Verlust eines festen Dachs den Basispreis anhebt, mag im Widerspruch zur Menge des verbauten Blechs stehen, gehört aber zum Spiel mit den Reizen. Als Mercedes-AMG GT Roadster ist der Affalterbacher Sportwagen nun endgültig zur Alternative für Käufer Zuffenhausener Sportwagenkultur erwachsen. Eine ganze AMG GT Familie ist da erwachsen. Ein weiteres Modell fehlt noch, aber dazu vermutlich in einigen Wochen ein wenig mehr.

Zwei Karosserievarianten, vier Motorisierungen. Von 476 PS bis 585 PS. Die AMG GT-Familie bietet die ultimativen Versuchungen. Während der vor kurzem präsentierte AMG GT R die derbste Ausprägung bietet, übernimmt der neue AMG GT C nun eher die Rolle des sportlichen Oberhauptes, ohne deswegen zu Exzessen zu neigen. Den GT R wird es nicht als Roadster geben, aber die AMG GT C Version ist (erst einmal) nur „oben offen“ erhältlich. So splittet sich das Modellprogramm in Kürzel auf, die auf den ersten Blick verwirren. Der fulminante 4.0 Liter V8 mit dem „Hot-V“ Bi-Turbo ist immer unter der Haube, im Roadster und im Coupe „ohne S und ohne C“ jedoch „nur“ 476 PS stark. Während es den 510 PS starken AMG GT S als Coupé gibt, ist die nächste Roadster-Stufe erst mit dem AMG GT C erreicht. Dann 557 PS stark. Diese Motorenvariante gibt es dann auch mit dem Stoffmützerl als Dach. Darüber rangiert „the green Beast“ mit 585 PS und nur als Coupé erhältlich.

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Mercedes-AMGT GT C Roadster.

Mercedes-AMG GT C – Steht das C für Competition?

Der Mercedes-AMG GT C erhält jedoch die aufgeblusterten Backen des GT R und auch dessen Hinterachslenkung, womit der GT C als GT R „light“ zu verstehen ist. Wofür das C steht? Mercedes-AMG wollte es in der Pressemeldung zum neuen Roadster nicht verraten. Fakt ist: Als Mercedes-AMG GT C Roadster steht der offene GT extrem massiv auf der Straße. Der Mercedes-AMG GT C Roadster orientiert sich bei der Fahrdynamik daher eher in Richtung Mercedes-AMG GT R. Dank seiner 577 PS und 680 Nm katapultiert er sich binnen 3.7 Sekunden auf Tempo 100 und wer es darauf anlegt, fliegt mit 316 km/h tief über die Asphaltdecke. Die „kleine“ Variante des Roadsters nimmt sich 0.3 Sekunden mehr Zeit für den Sprint und lässt es bei 302 km/h gut sein.

Egal, ob C oder nicht, beide Roadster erhalten die aktive Aerodynamik des AMG GT R. Senkrechte Lamellen in der Frontschürze, die sich öffnen und schließen lassen und so entweder mehr Kühlung oder eine bessere Aerodynamik ermöglichen.

Fahrdynamisch dürften die Unterschiede größer ausfallen, sobald es nicht mehr um die reine Längsdynamik geht. Der Mercedes-AMG GT C Roadster erbt die Hinterachslenkung des GT-R, steht auf einer breiteren Mischbereifung (265/35-19 vorne, 305/30-20 hinten), auch das aktive Hinterachs-Sperrdifferential ist im C in Serie an Bord. Die neue Leistungsstufe des Mercedes-AMG GT C Roadsters erhält auch ein angepasstes Doppelkupplungsgetriebe. Die Gesamtübersetzung ist kürzer, der siebte Gang ist kürzer, dafür ist der erste Gang länger.

Oben ohne in 11 Sekunden

Das dreilagige Stoff-Mützchen der Roadster-Varianten lässt sich bis Tempo 50 binnen 11 Sekunden öffnen. Damit sich die „Offenbarung“ des Mercedes-AMG GT nicht im Gewicht niederschlägt, bestehen Teile des Verdecks aus Aluminium und die Heckklappe wurde aus Carbon gefertigt.

Seine offizielle Premiere feiert der Mercedes-AMG GT Roadster auf dem Automobil-Salon in Paris, auf den Markt kommen wird er im Frühjahr 2017. Was die sündige Versuchung kostet? Nun, auch da orientiert sich der Affalterbacher stark in Richtung Zuffenhausen. Und suchen Sie da mal nach einem Porsche GT3 Cabriolet 😉

 

Technische Daten:

Modell GT Roadster GT C Roadster
Motor 4,0-Liter-V8, Biturbo 4,0-Liter-V8, Biturbo
Leistung 476 PS (350 kW) bei 6.000 U/min 557 PS (410 kW) bei 5.750-6.750 U/min
Drehmoment 630 Nm bei 1.700-5.000 U/min 680 Nm bei 1.900-5.750 U/min
Getriebe 7-Gang-Doppelkupplung, Hinterradantrieb 7-Gang-Doppelkupplung, Hinterradantrieb
0-100 km/h 4,0 s 3,7 s
Höchstgeschwindigkeit 302 km/h 316 km/h
Verbrauch 9,4 l/100 km 11,4 l/100 km
CO2-Ausstoß 219 g/km 259 g/km
Gewicht (EG) 1.670 kg 1.735 kg

 

Erste Fahrt im BMW 340i Gran Turismo

Okay. Der erste Artikel zu einem neuen BMW seit? Ja. Seit wann eigentlich? Der letzte BMW, den ich gefahren bin, war der „neue“ BMW X5. Lange ist es her. Doch endlich gibt es auch BMW-Modelle auf mein-auto-blog. Frisch, aktuell und in diesem Fall wirklich brandheiß! Der neue BMW 340i stand als Gran Turismo zur ersten Fahrt bereit. 

BMW 340i Gran Turismo – Erste Ausfahrt

Wenn man sich – wie ich – ein paar Jahre nicht mit der Marke BMW beschäftigt hat, steht man erst einmal verwundert vor dem „GT“. Ein Dreier GT. Nicht, dass es generell einfach wäre, Dreier und Vierer zu unterscheiden, nein, beide gibt es zudem in einer  Karosserieform, die sich früher schlicht Fließheck geschimpft hätte, heute aber mal Gran Turismo und mal Grand Coupé nennt. Am Ende sind es Limousinen mit dem Dach eines Coupés, im Falle des GT aber sogar mit soviel Platz (bis zu 1.600 ltr. Kofferraumvolumen) dass er dem klassischen Touring Konkurrenz macht. Nein – einfach macht es mir BMW an diesem Tag nicht.

Schnellkurs im BMW-Karosserien-Mix und eine erste Fahrt im 326 PS starken Turbobenziner.

Erste Fahrt 033 BMW 340i GT Gran Turismo

Optisch weniger, technisch mehr

Seit 2013 gibt es den Dreier GT und gerade in China fahren die Käufer total auf ihn ab. Das liegt auch daran, dass der Dreier GT den langen Radstand des „Dreier lang“ bekommen hat. 10 Zentimeter mehr Radstand als die Limousine und insgesamt 20 Zentimeter mehr Länge. Das streckt den „kleinen Dreier“ nicht nur optisch in die Länge. Das Coupé-Dach bleibt den Insassen angenehm fern und die weit öffnende Heckklappe macht den Gran Turismo zum Praktiker mit Variabilität. Und weil der Dreier GT in den Hauptmärkten bereits mehr als 140.000 Käufer gefunden hat, hat sich beim „Facelift“ optisch nicht so viel getan. Man spricht jetzt von LED an den Hauptscheinwerfern und einer neuen Rückleuchtengrafik. Anderen Felgen. Anderen Farben.

Wichtiger sind die Veränderungen unter dem Blech. Drei komplett neue Benziner und gleich fünf neue Dieselmotoren hat BMW im Angebot. Das Leistungsangebot spannt sich hierbei von 150 bis 326 PS. Verkuppeln lassen sich die Aggregate mit dem 8-Gang Automaten von ZF und auch der xDrive-Allradantrieb steht für sechs Varianten zur Verfügung.

Mehr Leistung, weniger Verbrauch – spannenderweise gibt es diese Entwicklung noch immer. Richtig ausgereizt scheinen weder Benziner noch der Diesel. Wobei BMW gerade bei den Dieselmotoren schon richtig tief in die Trickkiste greift. Zwei Turbolader, einer davon mit variabler Turbinengeometrie, Commenrail-Einspritzung mit bis zu 2.700 bar. Mehr zu der jüngsten Motoren-Generation der Münchner, demnächst in einem mein-auto-blog Motoren-Spezial!

Erste Fahrt 034 BMW 340i GT Gran Turismo

So fährt sich der BMW 340i GT

Hier sollte stehen, wie er sich fährt. Der Bimmer. Doch – ich bin nicht zum Fahren gekommen. Der Kollege hat das Fahrzeug gefahren und die Route führte ziemlich stumpf über die Autobahn. Der Bimmer zoomte sich über die Autobahn und kaum waren wir eingefahren, hatten wir das Ziel erreicht. Ein Fahrertausch? Den hatten wir verschwitzt. Aber, wir holen das nach! Versprochen.

Was ich jedoch sagen kann: Ein tolles Reise-Auto für den Beifahrer. Der Turbo-Sechszylinder, natürlich als Reihenmotor, drückt auch oberhalb von 200 km/h für den Beifahrer spürbar Schmalz in den Antriebsstrang. 200 km/h erscheint als ideales Reisetempo. Souverän und wertig – soweit die Beurteilung vom Beifahrersitz. Dabei bleiben Windgeräusche weit entfernt und der Schaltkomfort des Achstufenautomaten überzeugt, ohne einen Meter gefahren zu sein.

Als Beifahrer freut man sich über das neue aufgebohrte Infotainment-System. Über eine verbessere Menüstruktur und über die Integration des neuen BMW Connected. Ach und wie er sich am Ende fährt – ist doch eigentlich eh egal. Nein?

Gut, ich hole die „Testfahrt“ im 340i GT nach und berichten dann ausführlich „wie er sich fährt“.

Bis dahin hilft die Galerie über mangelnde Testfahrten hinweg und beim BMW-Händler steht der neue 3er GT ja auch schon ab August. Die Preise fangen im übrigen bei 38.300 € an.

 

 

Renault Mégane Grandtour – Volumenmodell

Der neue Renault Mégane Grandtour steht in den Startlöchern, ab sofort in den Showrooms der Händler und ab September auf deutschen Straßen. Er startet bei sehr verträglichen 17.790 Euro und gibt sich damit familienfreundlich. Aber das war schon immer eine Domäne des französischen Kompakt-Kombis, der sich seit seiner Markteinführung im Jahr 1999 mehr als 1,2 Millionen Mal verkauft hat. Allein in Deutschland wurden fast 200.000 Exemplare des Kombis verkauft, was einen Anteil von 41 Prozent der Mégane Gesamtverkäufe ausmacht. Aber Deutschland ist eben Kombi-Land.

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Peugeot 2008 – Attraktiver Erfolgs-SUV

B-SUV – wie das schon klingt. So technisch. Kühl. Fremd. Aber sind Autos nicht etwas Emotionales? Interessieren wir uns nicht für ihr Design und ihre Wirkung? Oder ist es uns egal, womit wir von A nach B kommen? Den meisten Autointeressenten ist die Gestaltung ihres Fahrzeugs nicht egal und in der Regel zählt die Linienführung mehr, als die Technik. Aber wirklich verzichten mag man auch nicht auf den neusten Stand. Gut, dass der Peugeot 2008, der jüngst ein Facelift erfuhr, mit seiner frischen Optik und seiner modernen Technik  beide Welten miteinander verknüpft. Und wenn man einen Blick auf die muskulöse Karosserie wirft, kann von kühler Distanziertheit keine Rede mehr sein.

Aggressiv und angriffslustig steht der Peugeot 2008 mit seiner gestrafften Frontpartie da. Stattlich wirkt er, der B-SUV. Was heißt das überhaupt? SUV sind Sports Utility Vehicle und in der Vergangenheit mit alltagstauglichen Geländewagen verwechselt worden. Dabei muss ein Allradantrieb gar nicht installiert sein, schließlich dienen diese Fahrzeuge der sportlichen Fortbewegung und sollen für viele Einsatzzwecke (Utlities) geeignet sein. Vom Gedanken des Geländewagens sollten wir uns also verabschieden. Zurecht, wie ich meine. Oder wie oft waren Sie zuletzt mit ihrem SUV im Wald oder der Kiesgrube? Dementsprechend verkneift sich auch der neue Peugeot 2008 den 4×4-Antrieb. Was aber bedeutet das „B“? Es gruppiert schlicht und ergreifend die Größe ein. Die Basis für den 2008 bildet der Kleinwagen Peugeot 208 und gibt die Größe damit in etwa vor. Ein Opel Mokka beispielsweise hat dasselbe Format und basiert auf dem Kleinwagen Corsa.

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Geschärfter Blick und schwarze Akzente: Peugeot 2008 GT-Line

Praktisch beim Verzicht auf den Allradantrieb sind einige Faktoren. Zum einen können Kosten bei der Entwicklung reduziert werden und der Kunde damit ein günstigeres Fahrzeug bekommen. Sparen wird man zum anderen aber auch beim Benzinkonsum, da die zugeschaltete Achse für gewöhnlich ihren Tribut an der Zapfsäule fordert. Selbst bei der Sicherheit muss man nur wenige Abstriche hinnehmen, sofern es überhaupt welche gibt. Ein Allradantrieb mag zwar helfen, auf schwierigen Untergründen voranzukommen – und das ist der größte Vorteil – doch beim Bremsen auf Schnee, Eis und glattem Belag hilft der 4×4 herzlich wenig. Und bei den aktuellen Wintern wünscht man sich eher, dass die modernen Fahrzeuge sich zu einem Kanu verwandeln können, anstatt alle vier Räder anzutreiben.

Deshalb haben sich die Franzosen auf eine ihrer Hauptkompetenzen konzentriert – das Design. Wer denkt nicht beim Stichwort „Paris“ an Haute Couture, Chanel, Dior und Co? So kommt es also nicht von ungefähr, dass der Peugeot 2008 mit einem attraktiven Äußeren aufwartet. Oftmals werden SUV als klobig oder unförmig verschrien, aber das muss sich dieser Peugeot nicht gefallen lassen. Leicht, filigran aber dennoch stattlich steht der souveräne 2008 auf seinen 17-Zoll-Leichtmetallrädern in der dynamischen GT-Line. Mit dieser neuen Ausstattungslinie wollen die Franzosen den 2008 auch in seiner zweiten Lebenshälfte attraktiv halten. Nicht, dass er es nötig hätte, schließlich avancierte der SUV seit seiner Einführung im Jahr 2012 zum zweiterfolgreichsten Modell von Peugeot. Insgesamt rund 1.000.000 Einheiten konnten verkauft werden – ein großer Erfolg.

Damit das so bleibt, glänzt die GT-Line mit besonders sportlichen Attributen und trifft damit den Kern eines SPORT Utility Vehicles. In sportlich-elegantem Schwarz kommen der Kühlergrill, die Außenspiegel, die Dachreling und sämtliche Zierleisten daher. Außerdem tragen die Nebelscheinwerfer schwarze Umrandungen. Einen kecken Abschluss bildet der ebenfalls schwarze Dachspoiler. Für glänzende Akzente sorgen der rote Peugeot Schriftzug im Kühlergrill und die Einrahmung in Black Chrome.

Hinzu kommen getönte Scheiben ab der B-Säule, die die Dynamik des Exterieurs weiter hervorheben. Zudem spendierten die Franzosen dem 2008 GT-Line Stoßfänger mit Unterfahrschutz, um mit dem Geländewagenlook zu kokettieren. Hinten wurde die Auspuffblende integriert. Für den krönenden Abschluss sorgen die GT-Line-Logos auf den vorderen Kotflügeln und am Kofferraumdeckel. Wer ganz genau hinsieht, wird erkennen, dass die Buchstaben in Rot und Silber gehalten sind.

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Sportlich: Schwarz dominiert das Interieur und wird von roten Akzenten betont

Doch die Ausstattungsumfänge beziehen sich nicht nur auf das Äußere, sondern natürlich auch auf den Innenraum. Die Instrumente tragen eine rote LED-Umrandung und dürfen als echte Eye-Catcher gelten. Damit das Lenkrad satt in den Händen liegt, wurde es aufgepolstert und unterstreicht auf diese Weise noch mehr die Sportlichkeit des Peugeot 2008. Hinzu gesellen sich rote Ziernähte am Schaltknauf, dem Handbremshebel, an den Sitzen und den Türverkleidungen. Abgerundet wird das Farbkonzept von breiten roten Streifen auf den Sicherheitsgurten und Türgriffen, während die Pedalerie aus Aluminium für einen sicheren Tritt sorgt. Den letzten Schliff geben das Armaturenbrett und die Instrumenten-Ziffernblätter in Carbon-Optik.

Aber der Peugeot 2008 kann mehr als nur gut aussehen. Für Sicherheit sorgen moderne Assistenten, wie etwa die Active City Brake, während das aktive Parksystem mit Lenkautomatik den Komfort steigert. Die Grip-Control sorgt zudem dafür, dass man – egal bei welcher Witterung – stets mit der besten Traktion gesegnet ist. Modern ist aber auch das i-Cockpit mit seiner klaren Bedienung über den 7-Zoll-Touchscreen. Die Konnektivität ist auf dem neuesten Stand und lässt kaum Wünsche offen, während das optionale JBL-Soundsystem für ein außergewöhnliches Klangerlebnis sorgt. Und damit man nicht vom Verkehrsgeschehen abgelenkt wird, bietet der Peugeot 2008 eine Sprachsteuerung.

Auf dem neusten Stand zeigen sich selbstverständlich die Aggregate des SUV. Die Benziner verfügen allesamt über 1.2 Liter große Brennräume und verzichten damit gern auf trinkfreudigen Hubraum. Für leistungsverwöhnte Interessenten steht eine Variante mit 131 PS / 96 kW bereit, die mit ihren 230 Nm bereits ab 1.750 Touren für ordentlichen Schub sorgt. Darunter rangieren Aggregate mit 82 und 110 PS, die wahlweise mit einer Handschaltung oder eine Automatik erhältlich sind. Diesel-Freunden stehen zwei Selbstzünder zur Verfügung: Beide bieten 1.6 Liter Hubraum  und leisten 100 bzw. 120 PS. Besonders attraktiv ist, dass beide Diesel  mit 90 bzw. 96 g CO2-Ausstoß pro Kilometer sehr niedrig eingestuft sind. So ist der Peugeot 2008 nicht nur ein hübscher, sondern auch ein dynamischer und umweltschonender SUV.

Mehr über den Peugeot 2008 gibt es hier

Renault Twingo GT – Lust auf mehr

Kaum stellt Brabus seinen sportlichsten Smart vor, zieht Renault mit dem Twingo GT nach. Kein Wunder, basieren die beiden Kleinstwagen auf ein und derselben Plattform. Dass der dynamische Franzose eine Pferdestärke mehr im Heck hat? Geschenkt! Seine 110 PS  lassen Luft nach oben, wenn man bedenkt, dass es vom Vorgänger einen Twingo RS gab, der 130 PS leistete. Doch vorerst bildet der GT die größte Ausbaustufe des Franzosen. 

Der Twingo hat schon viel durchgemacht in seinen 23 Jahren. Generation eins gilt fast schon als kultig und wird ab und an mit dem R4 verglichen. Klein, niedlich und praktisch war er, der erste Twingo. Generation zwei verlor zwar an Charakter, glänzte dafür aber mit sportlichen Attributen: Als GT leistete der Kleinstwagen 101 PS, als RS sogar 130. Damit kann der aktuelle Renault Twingo GT nicht dienen, hat mit 110 PS aber erstmal mehr, als der bisherige GT. Diese Leistung holt der Turbo-Dreizylinder aus nur 900 Kubikzentimetern. Als Basis dient hierbei der bekannte TCe 90 und wird mit einer optimierten Ansaugung sowie einer überarbeiteten Motorsteuerung versehen – klassisches Motortuning also.

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Fahrleistungen bleiben die Franzosen bislang schuldig. Einzig zum Drehmoment gibt es eine Angabe: 170 Nm quetscht sich das kleine Aggregat aus den Brennräumen und gibt diese in ein angepasstes Getriebe weiter. Hand haben die Entwickler auch an das Fahrwerk gelegt: Neben einer Tieferlegung stimmten die Ingenieure das ESP neu ab und verpassten dem Renault Twingo GT eine neue justierte Lenkung. Mit der variablen Lenkungübersetzung sollen auch ein präziseres Handling und ein direkteres Lenkgefühl Einzug halten.

Optisch gibt sich der kleine Franzose aber zurückhaltend: Neben 17-Zoll-Leichtmetallrädern ist die Auspuffanlage mit zwei Endrohren das augenscheinlichste Indiz für die gesteigerte Leistung. Die Tieferlegung fällt hingegen kaum auf. Interessanter ist da schon das neue und GT-exklusive „Magma-Orange“, das den Renault Twingo GT frisch wirken lässt, während die restlichen vier Farben vor allem grau und schwarz umfassen. Außerdem bekommt der sportliche Kleinstwagen Dekorstreifen auf dem Dach, die zukünftig sicherlich auch ihren Weg auf die schwächeren Modelle finden werden. Innen zeigt sich ebenfalls Zurückhaltung: Orange Dekors, Metall an den Pedalen und am Schaltknauf – fertig. Das lässt natürlich die Vermutung zu, dass ein Renault Twingo RS im Anflug ist. Ob das der kurze Radstand kombiniert mit einem Heckmotor und Heckantrieb verkraften? Abwarten und Tee trinken. Oder einen schönen französischen Rotwein.

 

Kia Ceed GT – Hausaufgaben gemacht!

Ein Koraner – den meisten kommt beim Gedanken an einen Kia zuerst ein günstiger Preis in den Sinn. Günstige Alltagskost, die eher langweilt, als mit Sportlichkeit zu begeistern. Doch der Kia Ceed GT ist anders: Er sieht nicht nur dynamischer aus, als die zahmeren Brüder, er hat auch 204 PS unter seiner Haube. Das sind Werte, mit deinen der Golf V GTI seinerzeit für Aufsehen sorgte. Doch dieser Kia ist ein GT und kein GTI. Wir haben ihm mal auf den Zahn gefühlt und wollten sehen, wie viel Sport in ihm steckt.

Design – Sportlich, nicht aufdringlich

Äußerlich distanziert sich der Kia Ceed GT klar von seinen schwächeren Brüdern. Auffälligstes Merkmal an der Front sind sicherlich die vier LED-Tagfahrlicht-Spots pro Seite. Sie schaffen eine neue Markenidentität, die sich bei den neueren Modellen, wie etwa dem Sportage, finden. Ansonsten vertraut der Ceed GT auf übliche Stilmittel, die man auch bei anderen sportlichen Kompakten findet. So wuchsen beispielsweise die Lufteinlässe und tragen nun Waben-Gitter, was vor allem dem Markengrill guttut, da die „Tigernase“, wie er genannt wird, damit noch hervorgehoben wird. Wählt man den GT in rot, kommen die weiteren Stilelemente wenig zum Tragen. Fällt die Wahl aber auf Weiß oder Schwarz, sticht die rote Zierleiste ins Auge: Sie bildet vorn den Abschluss des unteren Lufteinlasses und weckt damit Assoziationen zu einem sportlichen Wolfsburger.

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Hinten ist von der roten Zierleiste wiederum nichts zu sehen, dafür kommt ein Diffusor zum Einsatz. Ob er wirklich eine Funktion hat ist diskutabel, dass er den Look des Hecks aber aufwertet, steht außer Frage. Links und rechts davon trägt der Ceed GT zudem zwei Endrohre, die den sportlichen Look weiter abrunden. Sie sind nicht zu groß und entlassen einen angenehmen Sound. Weiteres Stilelement des GT: Die beiden angedeuteten Luftauslässe neben dem Kennzeichen. Natürlich haben sie nicht die Funktion, Abwärme zu kanalisieren, doch nehmen sie die Rückstrahler auf und sind dem sportlichen Auftreten zuträglich. In Verbindung mit dem vergrößerten Dachspoiler haben die Designer rund um Peter Schreyer – der seinerzeit bei Volkswagen große Erfolg feierte –, also gute Arbeit geleistet.

Innenraum – Hoch auf dem gelben Wagen…

Gut, der Kia Ceed GT auf den Fotos ist nicht gelb. Aber hoch ist es auf dem Gestühl dafür dennoch. Was kleine Menschen vielleicht nicht stören mag, wird Großgewachsenen umso mehr auffallen. Die Sitze lassen sich schlicht nicht weit genug herunter fahren, um eine wirklich sportliche Sitzposition zu finden. Schade, schließlich weiß das vordere Gestühl sonst zu gefallen. Nicht nur die Optik überzeugt mit ihrem Mix als Leder und Alcantara, sondern auch der Halt. Ordentlich ausgeformt am unteren Rücken und an den Oberschenkeln, kann man sich so auf flotte Kurvenfahrten freuen. Auch das Platzangebot stimmt: Einmal den Stuhl justiert, kann man sich kaum über zu wenig Bewegungsfreiheit beklagen – mal abgesehen vom zu geringen Verstellbereich in der Höhe. Das Lenkrad ist in zwei Ebenen zu arretieren, die Mittelarmlehne passt auf Anhieb und selbst Langbeinige können ihre Greten angenehm unterbringen.

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In Reihe zwei zeigt sich ein ähnliches Bild: Die Bewegungsfreiheit rangiert auf dem Niveau der Konkurrenz und muss sich nicht verstecken. Hinzu gesellt sich die optisch, wie haptisch, attraktive Teillederausstattung, die viel zum Wohlgefühl beiträgt. Das kann auch über das optionale Panorama-Dach gesagt werden. Es lässt nicht nur viel Licht in den sonst sportlich-dunkel gehaltenen Innenraum, sondern schafft etwa zwei Zentimeter mehr Platz über den Köpfen, sofern der Innenhimmel elektrisch eingefahren wurde. Ein schönes Feature unseres fünftürigen Kia Ceed GT.  Schön ist außerdem der Klang der Soundanlage: Satte Bässe untermahlen die Klänge der digitalen Radiostationen. Leider wird das mit einem Raum- und Praktikabilitätsverlust im Kofferraum erkauft. Hat der Laderaum mit seinen 380 Litern Basisvolumen sonst ein klassenübliches, gut nutzbares Format, schränkt der direkt hinter den Rücksitzen verbaute Subwoofer das Volumen merklich ein.  Mittlerweile will Kia aber eine Variante im Angebot haben, die platzsparend in der Reserveradmulde verschwindet – Problem gelöst.

Problemlos gibt sich auch die Bedienung des Koreaners. Alles findet sich an Ort und Stelle und gibt nur wenig Rätsel auf. Das Schöne außerdem: Wer einmal in einem Kia gesessen hat – egal ob Sportage, Optima, Rio oder Ceed, der wird sich zurechtfinden. Das ähnelt dem Volkswagen-Ansatz. Natürlich halten die Asiaten am Blinkerhebel fest, der auch die Steuerung des Lichts umfasst. Aber das ist in Zeiten von Lichtsensoren längst nicht mehr zu kritisieren.

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Kritik gibt es eher für die elektrische Parkbremse – so etwas hat in einem Auto mit einem sportlichen Anspruch nichts verloren. Dafür gefällt – mir zumindest – der Mix aus analogen und digitalen Anzeigen. Grundsätzlich wird der Tacho zwar als analoges Instrument dargestellt, nutzt aber einen Bildschirm. Drückt man die „GT“-Taste auf dem Lenkrad, wandelt sich der Tacho in eine rein digitale Anzeige und bekommt ein dunkles, sportliches Thema. Ansonsten soll sich die Gasannahme noch etwas anspitzen, aber das merkt man kaum.

Ansonsten bleibt zum Innenraum nicht viel zu sagen – mal abgesehen vom Infotainment. Die Zeiten, in denen ein asiatisches Fahrzeug mit einer Nachrüstlösung daher kam, sind zum Glück vorbei. So gibt sich die Radio-Navi-Kombination säuberlich integriert und lässt sich intuitiv bedienen. Über feste Stationstasten wird das entsprechende Menü vorgewählt, den Rest regelt man via Touchscreen – alles logisch und einfach. Besonders lobend zu erwähnen: Die übersichtliche Gestaltung der Navigation. Hat man sein Ziel eingegeben und ist unterwegs, wird nicht nur die Karte angezeigt, sondern auch eine übersichtliche Pfeildarstellung. Sie lässt sich bei Nichtgebrauch schnell gegen die Anzeige der Medienauswahl oder eine reduzierte Pfeildarstellung wechseln. Überhaupt gefällt das Navigationssystem mit übersichtlichen Karten und einer schnellen Arbeitsweise. Dass Wisch-Gesten nicht verfügbar sind – Schwamm drüber. Schließlich funktioniert alles rund, leicht und eingängig. Davon kann sich manch französisches System eine dicke Scheibe abschneiden.

Fahreindrücke – Teils GT, teils GTI

204 PS, das klingt schon recht ordentlich für ein Kompaktklasse-Fahrzeug. Zumal der 1.6er Turbo sonor knurrt, wenn man ihm die Sporen gibt. Wenn das Fahrzeug warm ist und man aus Volllast Gas wegnimmt, sprotzelt er sogar ein wenig aus seinen Endrohren – schön gemacht. Zwar kann das Geknurre bei langer Fahrt vielleicht etwas strapaziös werden, aber das sei dahingestellt. Etwas zäh ist hingegen die Leistungsentfaltung. Der Spurt auf Landstraßentempo vergeht zwar in 7,7 Sekunden, doch braucht der Turbo ein wenig, bis er in Gang ist – ein klassisches Turboloch also. Ist dieses überwunden, schiebt der GT aber angenehm an, zumindest in den unteren Geschwindigkeitsbereichen. Doch das Turboloch ist keines von der Sorte, dass man einen richtigen Schlag in die Magengrube bekommt, wenn der Lader einmal vollen Schub hat. Es ist mehr wie in einer S-Bahn: Langsam aber nachdrücklich rollt man los, um dann sachte nachzulegen. Eine entspannte Auslegung also, die zum Charakter eines GT passt.

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Schade nur, dass dieser Effekt bei höheren Tempi nachlässt. Ab etwa 160 km/h geht dem Kia Ceed GT ein wenig die Puste aus. Die 204 PS scheinen etwas müde zu sein. Die Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h ist nur mit viel Anlauf zu erreichen.

Also, runter von der Autobahn, rauf auf die Landstraße. Hier fühlt sich der sportliche Koreaner sichtlich wohl. Hier kann er sein Drehmoment von 265 Nm angenehm ausspielen, hier kann sein Fahrwerk brillieren. Gibt es sich im Stadtverkehr hier und da etwas ungelenkt – beispielsweise beim Überfahren von eingelassenen Straßenbahn-Schienen – zeigt es eine wirklich schöne Straffheit beim Kurvenräubern. Die Seitenneigung der Karosserie hält sich in einem äußerst überschaubaren Rahmen, während der Fahrspaß groß ist. Dazu trägt auch die knackig Schaltung bei: Die Anschlüsse passen, die Gangwechsel sind kurz und knackig – das macht Freude. Besonders, wenn der 1.6er rau knurrt. Wenn einem dann noch ein warmer Sommerwind durch das Glasdach über den Scheitel weht und die Lieblingsmusik satt im Gehörgang ankommt, vermisst man eigentlich nichts.

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Nicht mal den GT-Mode, der am Lenkrad gewählt werden kann. Einzig die Gasannahme strafft sich etwas nach, während Lenkung, Fahrwerk und Auspuffsound gleich bleiben. An sich könnte man den Schalter weg lassen und das Fahrzeug von vornherein so auslegen. Hier haben wir vielleicht den einzigen kleinen Wermutstropfen gefunden, der sich am Kia Ceed GT finden lässt: Die Lenkung. Im Allgemeinen gibt sie sich zu leichtgängig. Lässt sie sich bei anderen Kias über eine Lenkradtaste justieren, fehlt dieses Feature beim GT. Dabei könnte sie, angesichts der tollen Fahrwerks mit GTI-Ambitionen – durchaus straffer reagieren und mehr Rückstellkräfte erfordern.

Fazit – Der Gran Turismo in der Kompaktklasse.

Er will nicht der sportlichste Vertreter der Kompaktklasse sein, er will nicht auf der letzten Rille bei Hobby-Fahrten auf der Rennstrecke überzeugen und Hundertstel herauskitzeln. Nein, der Kia Ceed GT ist kein Spitzensportler. Aber will man das im Alltag überhaupt? Will man sich von übertriebener Fahrwerkshärte und Allüren einschränken lassen? Zumindest der Ceed GT will das nicht – und das macht ihn sympathisch. Er ist sportlich, wenn man es will, lädt zu zügigen Landstraßenpartien ein, verwöhnt mit einer reichhaltigen Ausstattung und überzeugt mit einer mehr als ordentlichen Innenraumqualität. Zudem gefällt die Optik, da sie sich angenehm, aber nicht übertrieben vom Standard-Ceed und der restlichen sportlichen Kompaktklasse abhebt. Einzig die Lenkung dürft etwas schärfer gewürzt sein. Ansonsten gilt: Hausaufgaben gemacht, Kia!

Bentley Continental Speed GT Black Edition – Sportliche Wuchtbrumme

Wofür kennt man Bentley? Luxus, Prunk und Stil wird den meisten zuerst einfallen, Sportlichkeit eher weniger. Dabei gilt die englische Nobelmarke, besonders im Vergleich zu Rolls Royce als dynamisch – man denke nur mal an die Bentley-Boliden bei den 24 Stunden von Le Mans. Das wollen die beiden Briten, der überarbeitete Bentley Continental Speed GT und der Bentley Continental Speed GT Black Edition nun unterstreichen und mimen besonders sportliche Gran Tursismo. Read more

Nissan GT-R – Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit

Damit der Nissan GT-R aber nicht so schnell von der Bildfläche verschwinden muss, halten ihn die Japaner stets auf dem neuesten Stand. Beinahe alljährlich wurden Optimierungen und Änderungen am Supersportwagen gezeigt, die für das Auge der allermeisten Betrachter nahezu unsichtbar waren. Nun feiert ein weiteres Facelift des Coupés seine Weltpremiere in New York und soll so dynamisch ausfallen wie nie zuvor, dabei aber mehr Komfort bieten denn je. Außerdem beteuern die Japaner, dass das Facelift zum Jahr 2017 das umfangreichste sei, das seit der Markteinführung im Jahr 2007 je stattgefunden habe. Read more

News: Peugeot 108 – Neues Make-Up für den kleinen Löwen

Der Peugeot 108 ist bislang zumeist als eines bekannt – als Kleinstwagen. Peugeot bezeichnet ihn lieber als superkompakten Stadtflitzer, aber das macht im Endeffekt keinen Unterschied. Der Löwe, der sich die Plattform und dementsprechend das Konzept mit dem Toyota Aygo und Citroen C1 teilt, wird nun aufgefrischt und bekommt neue Ausstattungen. So soll das Modell auch weiterhin attraktiv bleiben, was die stabilen Gebrauchtwagenpreise belegen. Wir haben uns genauer angesehen, was der kleine Franzose für seine weitere Laufbahn mitbringt. Read more

News: Aston Martin DB11 – Auf der Höhe der Zeit

Schön, schnell und vor allem stilvoll: Die Rede ist von Aston Martin. Ganz gleich, ob DB 9, V8 Vantage oder Rapide – sie alle vereint die Kunst, britisches Stilgefühl mit Noblesse, Tradition und „Haben-Wollen“-Gefühl zu vereinen. Nur so ganz auf der Höhe der Zeit waren die Boliden aus England nie so recht. Die V12- und V8-Aggregate sind hier noch nicht mal an vorderster Stelle erwähnt, sondern viel mehr die Technik im Innenraum. Doch die Briten haben aufgeräumt und sich einen starken Partner ins Boot geholt: Kein geringerer als Mercedes-AMG greift Aston Martin beim DB 11 unter die Arme. Was dabei herausgekommen ist? Der stärkste DB aller Zeiten. Read more

News: Peugeot 2008 – Facelift für den Crossover

Der Peugeot 2008 schwimmt auf der Woge der Zeit: Kurze Abmessungen, ein gefälliges Design, ein höherer Einstieg, eine robste Geländeoptik – ein typischer Crossover. Der Kleinwagen, basierend auf dem Peugeot 208, mimt mit seinen Anbauteilen ein SUV, verkneift sich aber den Allradantrieb, da die meisten Interessenten eh darauf verzichten würden. Jetzt haben die Franzosen den prakischen Kleinwagen für seine zweite Lebenshälfte fit gemacht und ihm ein Facelift beschert. Read more

Opel-Fan erstellt Petition für den neuen Opel GT

Woran erkennt man den Opel GT Fahrer? Am kräftigen rechten Arm. 

Ein mächtig alter Gag und er bezog sich, die Handy-Generation kann das nicht wissen, auf die Klappscheinwerfer des „alten“, des ursprünglichen Opel GT. Denn diese wurden über einen Hebel in der Mittelkonsole, links neben dem Handbremshebel „umgeklappt“. Auf-zu-auf-zu und fertig war die Förderstunde für den Muskel im rechten Arm.

Opel GT – Concept in Genf 2016

Für Genf hat Opel die Tage ein neues Concept vorgestellt. Ein kleiner Sportwagen, einer mit Frontmittelmotor und Heckantrieb. So wie man einen kleinen Sportler eben baut. Weil das mit dem „geheim halten“ heute schon so ein Problem ist, hat Opel das Konzeptfahrtzeug noch vor der offiziellen Premiere in Genf der Öffentlichkeit präsentiert.

Petition für den Bau des Opel GT

Yannic Brose ist vermutlich ein ziemlich großer Opel-Fan. Und ein Fan des neuen Opel GT. Und weil er auf Nummer sicher gehen will, das man bei Opel aus dem „Concept“ auch wirklich einen Serien-Roadster baut – hat er auf Openpetition nun eine Petition eingerichtet.

petition bau opel gt

Seine Forderung:

Hiermit möchten wir die Adam Opel AG dazu bewegen den neuen Opel GT, welcher in diesem Jahr auf dem Autosalon in Genf vorgestellt wird, in Serie zu produzieren. Weitere Informationen findet man auf der Seite des Opel Blog: www.opel-blog.com/2016/01/27/gt-concept-zurueck-in-die-sportwagen-zukunft/

 

Bislang hat Yannick 159 Unterstützer gefunden. Wir wissen nicht, wie viele Unterstützer er braucht, bis man sich in Rüsselsheim zum Bau entscheidet, aber wir drücken Yannick schon einmal die Daumen!

Den schnittigen kleinen Roadster wollen wir ja auch fahren! 😉

 

 

 

News: Gorilla-Glas im Ford GT

Ein Smartphone-Display muss besonders stabil, aber gleichzeitig leicht sein. Das gilt auch für die Frontscheibe eines Pkw. Eigentlich kein Wunder, dass bei beiden nun die gleiche Technik eingesetzt wird.

Im neuen Sportwagen Ford GT  findet das so genannte Gorilla-Glas Verwendung. Die Frontscheibe und die gläserne Motorraum-Abdeckung im Heck sind aus dem sehr dünnen und leichten, aber trotzdem besonders harten Spezialglas gefertigt, das sonst für Smartphone-Displays eingesetzt wird.

Eine herkömmliche Windschutzscheibe besteht aus zwei laminierten Glasschichten (Verbundsicherheitsglas). Das im GT eingesetzte Gorilla-Glas ist dagegen mehrschichtig mit einer widerstandsfähigen äußeren Schicht, einer schall-absorbierenden Zwischenschicht und einer weiteren stabilisierenden Innenschicht. Zwischen drei und vier Millimeter dünn ist das Gorilla-Glas in dem Sportwagen, eine konventionelle Verbundglasscheibe wäre zwischen vier und sechs Millimeter stark. Rund 5,4 Kilogramm spart Ford damit ein, hinzukommen Vorteile bei Kratz- und Bruchfestigkeit.

Der Ford GT kommt voraussichtlich Mitte 2016 auf den Markt. Der Sportwagen hat eine Kohlefaser-Karosserie und wird von einem mehr als 600 PS starken 3,5-Liter-Sechszylinder-Biturbo angetrieben, das bisher stärkste Serienaggregat aus Fords EcoBoost-Motorenfamilie.

Auch ein anderer Sportwagen hat das Gorilla-Glas bereits: Beim BMW i8 besteht die Trennscheibe zwischen Fahrgast- und Gepäckraum aus dem Material.

VLN: Uwe Alzen, das Doppel im Visier

Nordschleifenurgestein Uwe Alzen feierte am 18. August seinen 48. Geburtstag und könnte sich nur vier Tage darauf mit einem Erfolg beim sechsten VLN-Lauf der Saison 2015 ein verspätetes Geburtstagsgeschenk machen. Es wäre der zweite Sieg in Folge, denn bereits vor drei Wochen konnte der Betzdorfer an der Seite von Dominik Schwager die oberste Stufe des Podests besteigen. Anfang August noch im Ford GT seines Bruders Jürgen Alzen unterwegs, nimmt er jetzt allerdings für Haribo Racing im Mercedes AMG SLS GT3 Platz. Damit könnte Alzen der erste Fahrer in der VLN sein, der in zwei aufeinanderfolgenden Läufen einer Saison mit zwei verschiedenen Fabrikaten gewinnt.

Du hast schon auf Porsche und BMW gewonnen – war der Triumph im Ford etwas Besonderes?
Zum einen war es etwas Besonderes, weil ich mich natürlich sehr für das Team meines Bruders Jürgen und für H&R gefreut habe, zum anderen aber auch, weil das Auto sehr schwierig zu fahren war. Man hat gesehen wie anstrengend es war, als mein Teamkollege Dominik Schwager aus dem Auto stieg. Der war völlig fertig und hatte Kreislaufprobleme.

Wie sehr musst du dich fahrerisch vom Ford auf den Mercedes umstellen?
Den SLS kannst du vergleichen mit einem gut sitzenden Schuh: Du gleitest rein, da passt die Pedalerie, da passt das Lenkrad, du kannst alles für den Fahrer individuell verstellen. Die Ergonomie was die Anordnung der Schalter angeht ist super, die Lenkung ist leichtgängig, die Bremse einfach zu betätigen – es ist ein Traum, dieses Auto zu fahren. Dabei hat der Motor ein bombiges Drehmoment, das Getriebe schaltet butterweich – einfach ein perfektes Rennauto. Der Wechsel dürfte also nicht allzu schwer fallen.

Welche Chancen rechnest du dir für das kommende Rennen aus?
Wir haben im SLS einige Renneinsätze für Haribo hinter uns und waren so oft kurz davor, zu gewinnen oder zumindest einen Platz auf dem Podium zu erreichen, haben aber leider ein ums andere Mal mit der Technik gehadert. Jetzt ist es hoffentlich endlich soweit, dass der Knoten platzt, weil das Team um Haribo Racing es wirklich verdient hat. Zudem hätte ich die Möglichkeit, in zwei aufeinanderfolgenden Rennen in zwei unterschiedlichen Fahrzeugen zu gewinnen und das muss die Zielsetzung sein. Das Auto ist gut, die Mannschaft ist gut, wir haben einen tollen Reifenpartner, zusammen also ein super Paket. Jetzt brauchen wir nur noch das nötige Quäntchen Glück und dürfen keine Fehler machen. Dann glaube ich, dass wir ein Wörtchen mitreden können wenn es um den Sieg geht.

Wie fühlt es sich an, jetzt gegen Dominik Schwager zu fahren, mit dem du dich beim vergangenen Lauf noch abgewechselt hast?
Das betrachte ich ganz nüchtern: Für mich heißt Rennfahren das Maximum zu geben. Ich schaue, was ich für ein Paket habe, ob ich mit stumpfen Waffen kämpfe oder die Chance habe, aufs Treppchen zu fahren. Und wenn ich diese Chance sehe, werde ich sie nutzen. Natürlich freue ich mich, wenn ich den Dominik irgendwo auf der Strecke sehe, in dem Auto, in dem ich selbst noch vor einigen Wochen gesessen habe. Aber letztendlich geht es darum, Rennen zu gewinnen.

Werden dich die VLN-Fans in diesem Jahr noch öfter auf der Eifelstrecke sehen?
Ich freue mich, in meinem Stammteam bei Haribo wieder Rennen zu bestreiten. Die VLN-Läufe sechs, sieben und acht sind geplant und da geht es für mich darum, Siege und Podiumsplätze einzufahren, ganz klar.

Fluchtwagen: Lexus RC-F

Weil Autos einfach Spaß machen. So lautet das Bekenntnis von mein-auto-blog. Spaß ist jedoch sehr subjektiv und manchmal muss man Menschen erklären, wie man Spaß erleben kann. Wie man Spaß empfindet. Ein freisaugender V8 in einer ganz klassischen Coupé-Hülle könnte der richtige Ansatz sein. Eine klassische Berg-Rennstrecke als Fluchtpunkt eine gute Hilfe.

Freiheit, die ich meine. Spaß, den ich liebe.

Fluchtwagen des Monats: Der Lexus RC-F

Eigentlich ist Toyota und gerade die Edel-Tochter Lexus für „ökologisch Korrektes“ auf vier Rädern bekannt. Aber manchmal laufen die Japaner zu sportlicher Höchstform auf, dann kommen solche  Dinge wie die V10-Granate LFA dabei heraus. Oder ganz allgemein, die wenig bekannten F-Sport Varianten. Jüngstes Kind der sonst so sachlichen Japaner: Ein 477 PS starkes Coupé mit martialischem V8-Sound!

Test Fahrbericht22 Lexus RC-F V8

Saug noch einmal, Baby!

Saugmotoren sind out. Downsizing und Turboaufladung sind in – vielen Dank an die NEFZ-Fraktion und die EU mit ihren CO2-Vorgaben. Weil kleine Motoren effizienter durch den Messzyklus gurken, sterben die echten Sportmotoren aus. Einen freisaugenden V8 leistet sich kaum noch jemand. Von der urigen Corvette abgesehen. Und jetzt noch einmal Lexus. Der V8 unter der in purer Erotik gespannten Motorhaube ist als schützenswertes Kulturgut zu verstehen. Eine auf Wunsch wild trommelnde Hommage an die Glanzzeiten des V8. Titanventile, Schmiedepleuel und eine stufenlos variable Ventilsteuerung gehören zum 5-Liter Aggregat – nur so presst der V8 seine Lebensfreude in puren Sound und Vortrieb.

477 PS und 530 Nm erfüllen das Nippon-Sportcoupé mit ganz klassischer Fahrfreude.

Der Lexus RC-F bedient sich am Sportwagen-Ideal und richtet sich nach den klassischen GT-Tugenden. 2 Türen. 2+2 Sitze. 2 angetriebene Räder, der Motor vorne und der Antrieb natürlich hinten. Das Getriebe ist eine Aisin-Automatikbox mit 8-Gängen (AA80E) und war zugleich die erste Achtgang-Automatikbox. Für den Einsatz im RC-F hat Toyota die Box noch einmal überarbeitet. Ein Voll-Aluminiumgehäuse senkt das Gewicht und ab Gang 2 bis 6 lässt sich der Drehmomentwandler überbrücken. Per „Direct Shift“ knallen die Gänge im Wimpernschlag in die Verantwortung. Das können nur die Doppelkupplungsgetriebe von Porsche besser – aber einen klassischen 911 hat der RC-F gar nicht im Visier.

Test Fahrbericht36 Lexus RC-F V8

Mehr Komfort bis 3.5

Dass man bei Lexus den Komfort kann, das zeigen die großen Limousinen – und bis 3.500 Umdrehungen spielt auch der RC-F den Langstrecken-Schmeichler. Im Komfortmodus der Fahrprogramm-Steuerung versteckt sich auch im digitalen Cockpit alles, was zur sportlichen Hatz animieren könnte. Eine blaue Drehzahlmesser-Visualisierung weckt die Erinnerungen an die Hybrid-Bodenständigkeit und pocht auf eine ökologisch korrekte Fahrweise. Push the „Fahrprogramm-Button“ und drehe auf Sport S Modus – im Cockpit zeigt sich jetzt der Drehzahlmesser. Wer sich nun dem Leistungs-Diktat unterwirft, schaltet an den Paddeln selbst – lässt die Drehzahl aber erst einmal durch das ganze Band wandern.

Test Fahrbericht21 Lexus RC-F V8

Mehr Sex ab 3.5

Es ist eine ordinäre Klappe am Luftfilter, die bei rund 3.500 Touren den V8-Bariton zum Explodieren bringt. Tuning nach alter Väter-Sitte. Wirkt. Alleine die Gewalt, mit der es auf einmal aus dem Ansaugbereich rausposaunt, mag beim ersten Mal erschrecken. Im Sport S Modus schaltet das Getriebe bei sportlicher Gangart vor der Kurve selbstständig herunter, Zwischengas, röhrend, mit Gänsehaut und Wohlfühlaroma für den Gehörgang.

7.000 Umdrehungen bietet der Fünfliter-Kurzhuber als Spielplatz an – im Sport S+Modus nutzt er alle Reserven und hämmert sich in die Nähe des Drehzahlbegrenzers. Die Kraft reicht jederzeit für einen Drift mit beliebigen Driftwinkeln. Wer die Kraft nicht in das süßliche Aroma von französischen Gummischwaden verwandeln will, der lässt das ESP (VDIM) wenigstens im Expert-Modus. Ein Dreher sollte dann vom ESP-System noch vermieden werden, die Leine, an der sich der Fahrer der Fahrdynamik-Grenze nähern kann, bleibt jedoch bewusst lang gehalten.

Dass die Kraft, wenn sie sich denn in Rauch auflöst, gierig über beide Reifen herfällt – dafür sorgt auch das in Serie verbaute Torsen-Differential an der Hinterachse. Das optionale TVD-Differential (Torque-Vectoring) konnten wir im letzten Jahr auf der Rennstrecke erfahren – ja, es half bei der Handlichkeit – vermisst wurde es bei unserem Ausflug rund um den Herkules in Kassel jedoch nicht.

Und die ehemalige Berg-Rennstrecke bietet famose Kurven, enge Ecken, weite Kurven – Berg auf, Berg ab – der RC-F will nur bei Drehzahl gehalten sein, dann umkurvt er mit gehässigem Trompeten-Oktett die legendären Kurvenkombinationen. Zeit für den Blick und die Wasserspiele des Herkules bleibt da nicht übrig.

Test Fahrbericht23 Lexus RC-F V8

RC-F Sichtcarbon – because Racecar!

Die Motorhaube und das Dach des RC-F sind in der „RC-F Carbon“-Version nicht foliert – es ist Carbon. Es ist leichter. Es ist geiler. Und es hilft beim Gewicht reduzieren. Heckspoiler, Dach, Motorhaube und im Innenraum bekamen auch ein wenig ab davon. Wobei es da nur die Rolle des „sieht so gut aus“ übernimmt.

Die Sitze passen auch einem breiten Rücken – nur tiefer könnten sie wieder einmal gehen – aber das ist ein ständiges „Meckern“ bei den Asiaten. Lange Oberkörper fühlen sich immer ein wenig exponiert!

Das war es mit der Kritik am Innenraum. Verschachteltes Armaturenbrett? Geschenkt. Die klassische Uhr kombiniert mit dem modernen Tablet zur Bedienung des Multimedia-Systems? Wunderbare Widersprüche und Sinnbild des ganzen Fahrzeugs. Hightech-Fahrzeug und klassische Attitüden, vereint im schwungvollen Blech (und Carbon) des RC-F.

Es soll Menschen geben, die finden das Design des RC-F grässlich. Mir sagte eine Frau auf einem Parkplatz: „Schönes Auto haben sie da“! Die Dame war Mitte 50, blondiert und fuhr einen Mercedes. So absurd scheint die Formgebung des Reis-Brenners also nicht zu sein.

Test Fahrbericht30 Lexus RC-F V8

Barockes Freudenhaus: RC-F

Die Motorhaube spannt sich, die Kotflügel sind ausgestellt und die Heckansicht kokettiert mit vier Auspuffrohren. Der RC-F lebt die barocke Lust an der Zurschaustellung. Es ist eine tägliche Freude gewesen. Dass sich auch „Nicht-Hoonigans“ mit der Sinnlichkeit des RC-F anfreunden können, zeigte der kurze Kommentar der Dame vor dem örtlichen Supermarkt. Und das Foto-Shooting mit Jordi Miranda vor dem Schloß Wilhemstal belegte endgültig die Grandezza des V8-Coupés.

Auf dass uns der V8-Sauger noch lang erhalten bleibe! 

 

 

 

 

 

 

[notification type=“notification_info“ ]Alle Fotos: Jordi Miranda | Miranda Media[/notification]

News: Neue Mercedes-AMG-Modelle – Kleiner Bruder für den GT

Mercedes-AMG arbeitet an einem kleinen Bruder des Sportwagens GT. Nach Informationen der Zeitschrift „Auto Motor und Sport“ soll das kompakte Coupé auf Basis der kommenden Generation der A-Klasse entstehen und ab 2017/2018 vor allem gegen den Audi TT antreten. Auch eine Cabrio-Variante mit Stoffdach ist möglich, die endgültige Entscheidung über die neue Sportwagenfamilie ist dem Bericht zufolge aber noch nicht gefallen. Darüber hinaus plant Mercedes-AMG einen Konkurrenten für den Porsche Panamera. Die viertürige Sportlimousine soll die Plattform der für 2016 erwarteten neuen E-Klasse-Generation nutzen, sich optisch aber deutlich von dem eher gediegenen Viertürer unterscheiden.

Autor: Holger Holzer/SP-X

Ford Mustang: Vierzylinder-Wildpferd ab 35.000 Euro

Mit einem Einstiegspreis von 35.000 Euro kommt der Ford Mustang auf den deutschen Markt. Die Basisvariante wird von einem 231 kW/314 PS starken Turbobenziner mit vier Zylindern und 2,3 Litern Hubraum angetrieben. Zur Ausstattung zählen unter anderem Lederpolster, Xenonlicht und Klimaanlage. Neben dem Coupé gibt es auch ein Cabrio mit elektrischem Stoff-Faltdach, das 39.000 Euro kostet.

Wer das GT-Modell mit dem klassischen Achtzylindermotor wählt, zahlt 40.000 Euro für das Coupé und 44.000 Euro für das Cabrio. Der 5,0 Liter große Benziner liefert 308 kW/418 PS. Gegenüber der Vierzylinderversion ergänzen eine Brembo-Bremsanlage, extrabreite Hinterreifen und eine Doppelrohr-Auspuffanlage die Ausstattung. Gegen 2.000 Euro Aufpreis steht für beide Motorvarianten anstelle der manuellen Sechsgangschaltung eine Automatik mit sechs Stufen zur Wahl.

Einziger Mustang-Wettbewerber im engeren Sinne ist auf dem deutschen Markt der Chevrolet Camaro, der auch nach dem Rückzug der Marke im Handel bleibt. Ihn gibt es nur mit Achtzylinder, die Preise starten bei 39.990 Euro für das Coupé und 44.990 Euro für das Cabrio. Beide Muscle-Cars treten auch gegen deutsche Konkurrenten wie BMW 435i/M4, Audi S4 oder Mercedes C 450 AMG/C 63 AMG an, unterbieten diese preislich jedoch um fünfstellige Beträge.

leser-hinweis
Wenn es für den neuen Ford Mustang in 1:1 noch nicht reicht, dann eventuell für das Modellauto?
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Der neue Ford Mustang als 1:64 Modell Modell Car World präsentiert:
Ford Mustang GT, matt-schwarz 2015

Ford Mustang GT, matt-schwarz (2015)

Toy Fair Edition 2015
Maßstab: 1:64 – Metall / Kunststoff – Fertigmodell
Maisto – Nr. 203233

[button type=“bd_button btn_large“ url=“http://www.modelcarworld.de/de/Maisto/203233/Modellauto-Ford-Mustang-GT-matt-schwarz.htm“ target=“on“ button_color_fon=“#cc0001″ button_text_color=“#ffffff“ ]Zum Webshop von Model Car World[/button]

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Autor: Holger Holzer/SP-X

Weltpremiere: Mercedes AMG GT – Livestream

Heute um 19:30 fällt bei AMG in Affalterbach das Tuch vom neuen Sportler. Ein neuer Stern am Sportwagen-Himmel? Man darf gespannt sein. Ich selbst kann leider nicht persönlich vor Ort sein, werde mir aber den Livestream anschauen – wenn das in Spanien funktioniert.

Wenn bei AMG über Motoren gesprochen wird, geht es immer um Aggregate mit viel Technik und enormer Power. Es geht aber auch um die Seele eines Fahrzeugs!

In diesem Video (oben) erfährt man, welche Herausforderungen die Ingenieure bei der Motorentwicklung des Mercedes-AMG GT gemeistert haben

 

Und jetzt zum Live-Stream:

WELTPREMIERE: AMG GT – 19:30

Teaser: Mercedes AMG GT – Unleash the hell!

Wenn am 9.9.14 die Weltpremiere des neuen AMG GT stattfindet, dann haben der neue AMG GT und sein noch sportlicherer Bruder GT-S rund 32 Monate Entwicklungstest auf öffentlichen Straßen hinter sich. Wurden zwischen -30 und 50° Celsius durch die Testhölle geschickt, wurden die Testfahrzeuge und Erlkönige mit knapp 3.000 m² Tarnfolie beklebt. Dann haben über 50 Testfahrer den neuen Sportwagen der Mercedes-Tochter AMG getestet.

510 PS stark, der Mercedes AMG GT

Der AMG GT wurde in über 15 Ländern dieser Welt getestet und einmal stand er praktisch vor meiner Haustür. Da entstand dieses Foto:

Mercedes Erlkönig AMG GT C109 Foto

510 PS stark –  0 Kompromisse

So verspricht es Mercedes-Benz.

Die Weltpremiere findet in der Manufaktur in Affalterbach statt. Und bislang sind nur ein paar Details bekannt. Darunter zum Beispiel die Frage nach dem Kraftwerk unter der fast schon unverschämt langen Motorhaube. Es wird ein – intern als M178 bezeichneter – V8 Bi-Turbo sein, der seine Lader nicht mehr außen, sondern innen im V des Triebwerks trägt. 1.2 Bar Ladedruck sorgen für reichlich Dampf. Unter Volllast lässt das dann schon einmal die Turbos auf dem Prüfstand glühen.

Damit der Motor bei ordentlichen G-Werten in den Kurven nicht in Verlegenheit kommt, und vermutlich weil der Motor so einfach tiefer montiert werden konnte, verfügt der Achtzylinder über eine Trockensumpf-Schmierung.

650 Nm soll der Bi-Turbo an das 7-Gang Doppelkupplungsgetriebe liefern. Das Getriebe wiederum sitzt an der Hinterachse. Diese Transaxle-Bauweise sorgt für ein gute Verteilung der Achslasten.

Motor AMG GT Mercedes B8 Bi-Turbo glühende turbos

Die Leistung wird bei 462 PS den „Einstiegs-GT“ und 510 PS für den GT-S liegen. Es bleibt also noch ein wenig Luft für einen später folgenden „Black Series GT“, der dann um die 610 PS liegen dürfte.

 

Mercedes AMG GT 08 Erlkönig 2015

Das man in Stuttgart den wichtigsten Konkurrenten im eigenen Landkreis beheimatet sieht, hat Mercedes bei den Testwagen des AMG GT mit Humor bewiesen. S-GO auf dem Nummernschild steht eigentlich für die Presse-Testwagen der Zuffenhausener. Und deren 911 ist die Benchmark für den AMG GT.

Erlkönig erwischt: Mercedes-Benz GT AMG C190

Es gibt Gerüchte wonach der AMG GT, die neue und vor allem kleinere Version des Mercedes AMG SLS noch in diesem Jahr (September) seine Tarnung vollständig fallen lassen wird. Mir ist es heute gelungen einen der Testträger zu fotografieren.

Der AMG GT wird in einer Voll-Aluminium-Bauweise gefertigt, schrieb die Tage die auto, motor und sport als man dort Fotos zu einem auf dem Nürburgring fotografierten Erlkönig präsentierte.

Weiter schrieb die ams über einen Einstiegspreis von um die 130.000 € – das wäre kein Schnapper, würde sich aber am wichtigsten „Gegner“ orientieren. Die subtile Botschaft tragen die Schwaben bereits die ganze Entwicklung über im Nummernschild. S-GO – üblicherweise bekommen die Porsche Presse-Fahrzeuge das „GO“ auf die Nummernschilder geklebt. Die AMG GT Erlkönige fahren allerdings auch mit dem „Go!“ im Kennzeichen – klar, ist die Benchmark für den neuen Sportler doch der Dauerbrenner Porsche 911.

Der AMG GT wird den neuen V8 Bi-Turbo mit mehr als 500 PS bekommen, anders als der Stuttgarter-Mitbewerber wird man bei Mercedes-Benz jedoch auf eine angetriebene Achse vertrauen. 4matic ist kein Stichwort für den neuen Sportwagen aus Affalterbach. Dafür will man kräftig am Gewicht arbeiten – nach unten – und arbeitet an der aerodynamischen Effizienz des Sportlers. Auf den Fotos sieht man einen Erlkönig mit mächtiger Abrisskante am Heck.

Mercedes AMG C109 Erlkönig GT Erlkönig AMG Mercedes GT C109 Erlkönig C109 AMG GT Mercedes-Benz

 

 

Erlkönig – Mercedes AMG GT

Der „kleine Sportwagen“ von AMG, der Mercedes-Gegenspieler für den Porsche 911. Erneut erwischt, dieses Mal bei Wintertests in Skandinavien. Man erkennt gut die Formensprache nach SLS-Manier – nur kleiner. Lange und flache Haube vorne, kurzes strammes Heck hinten.  Die Heckklappe bekam einen ausfahrbaren Spoiler für gesteigerten Anpressdruck bei höheren Geschwindigkeiten und smoothes Design im Stand.

Auch bereits gut sichtbar, dass Lichtedesign mit der Fackel über den Lichtelementen. Freches Detail am Rande: Der Prototyp fährt mit der Nummernschildkombination (S-GO xxx) die üblicherweise auf den Pressefahrzeugen der Marke Porsche montiert sind.