Hyundai Ioniq 3: Elektro-Kompakter ab 28.950 Euro bestellbar
Hyundai öffnet die Bestellbücher für den Ioniq 3: 4,17 Meter kurz, zwei Batteriegrößen, bis zu 497 Kilometer WLTP-Reichweite. Der Einstieg kostet 28.950 Euro – die große Batterie kostet Aufpreis und leistet weniger.

Der Hyundai Ioniq 3 lässt sich ab sofort in Deutschland bestellen. Der Einstieg kostet 28.950 Euro – das gilt für die Ausstattungslinie Select mit der kleinen 42-kWh-Batterie. Wer mehr Reichweite will, zahlt ab 32.950 Euro für die Variante mit 61-kWh-Batterie. Damit bietet Hyundai ein 4,17 Meter kurzes Elektroauto für unter 29.000 Euro an.
Für Kaufinteressierte läuft die Entscheidung vor allem auf eine Frage hinaus: kleine oder große Batterie. Der Preisunterschied beträgt 4.000 Euro, die Reichweitendifferenz nach WLTP 153 Kilometer. Ungewöhnlich ist dabei, dass die teurere Variante nicht die stärkere ist.
Zwei Batterien, zwei Charaktere
Die Basisversion hat eine 42-kWh-Batterie und leistet 108 kW (147 PS), die WLTP-Reichweite liegt bei bis zu 344 Kilometern. Die 61-kWh-Variante leistet 99 kW (135 PS) und kommt auf bis zu 497 Kilometer. Diese Kombination ist im Markt unüblich, weil mehr Kapazität normalerweise mit mehr Leistung einhergeht. Eine Begründung dafür nennt Hyundai bislang nicht – eine Auslegung auf Effizienz und Reichweite statt auf Fahrleistungen ist eine naheliegende, aber unbestätigte Erklärung.
Praktisch heißt das: Wer überwiegend im Alltag pendelt und zu Hause oder am Arbeitsplatz laden kann, fährt mit der 42-kWh-Version günstiger und minimal kräftiger. Wer regelmäßig längere Strecken plant und ungern Ladestopps einbaut, greift zur 61-kWh-Batterie und nimmt die etwas geringere Motorleistung in Kauf. Angaben zu Beschleunigung, Höchstgeschwindigkeit oder Anhängelast liegen für beide Varianten noch nicht vor.
Technische Daten im Überblick
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Länge | 4,17 Meter |
| Kofferraumvolumen | 441 Liter |
| Luftwiderstandsbeiwert (cw) | 0,263 |
| Batterie Basis | 42 kWh |
| Leistung (42 kWh) | 108 kW / 147 PS |
| WLTP-Reichweite (42 kWh) | bis zu 344 km |
| Batterie groß | 61 kWh |
| Leistung (61 kWh) | 99 kW / 135 PS |
| WLTP-Reichweite (61 kWh) | bis zu 497 km |
| DC-Ladeleistung (Schnelllader) | bis zu 119 kW |
| DC-Ladedauer 10–80 % (Schnelllader) | ca. 29 Minuten |
| Preis ab (42 kWh, Select) | 28.950 Euro |
| Preis ab (61 kWh) | 32.950 Euro |
441 Liter Kofferraumvolumen sind für ein Auto dieser Länge ein solider Wert, und der Luftwiderstandsbeiwert von 0,263 spricht für eine sorgfältig abgestimmte Karosserie – das zahlt sich vor allem bei Autobahntempo auf den Verbrauch aus. Wie viel Platz im Fond bleibt und ob es einen zusätzlichen Stauraum unter der Fronthaube gibt, geht aus den verfügbaren Daten nicht hervor.
Laden: Bis zu 119 kW – für den Alltag meist ausreichend
Der Ioniq 3 steht auf der E-GMP-Plattform, die Hyundai auch beim Ioniq 5 und Ioniq 6 einsetzt. Am Schnelllader zieht er bis zu 119 kW, der Sprung von 10 auf 80 Prozent dauert damit rund 29 Minuten. Auf einer Langstrecke bedeutet das eine gute halbe Stunde Pause pro Ladestopp. Wie die Ladearchitektur ausgelegt ist und ob mehr Ladeleistung technisch möglich wäre, hat Hyundai nicht kommuniziert.
Für den Alltag relevanter als die Spitzenleistung ist ohnehin das Wechselstromladen zu Hause. Hier bietet Hyundai einen 22-kW-AC-Bordlader gegen Aufpreis an. Wer an einer 11-kW-Wallbox lädt, sollte die serienmäßige AC-Ladeleistung vor der Bestellung beim Händler klären, weil der AC-Bordlader später nicht nachrüstbar ist.
Fünf Ausstattungslinien – Details noch offen
- Select – die Einstiegslinie, mit 42-kWh-Batterie ab 28.950 Euro
- Trend
- Prime
- N Line
- N Line Evo
Was die einzelnen Linien konkret an Bord haben und welche Aufpreise oberhalb von Select fällig werden, hat Hyundai noch nicht im Detail aufgeschlüsselt. Bekannt ist bislang nur der Einstiegspreis je Batteriegröße. Wer eine der höheren Linien ins Auge fasst, kalkuliert deshalb vorerst mit einer Unbekannten und sollte die Preisliste des Händlers abwarten.
Was noch offen ist
- Auslieferungstermin für Deutschland: nicht genannt
- Serienmäßige AC-Ladeleistung: unbekannt (22 kW gibt es gegen Aufpreis)
- Ausstattungsdetails und Preise der Linien Trend, Prime, N Line und N Line Evo
- Fahrleistungen wie Beschleunigung, Höchstgeschwindigkeit und Anhängelast
- Garantiekonditionen für Deutschland
Einordnung: Wo der Ioniq 3 im Markt steht
Zwei Argumente des Ioniq 3 sind mit Zahlen belegt: der Einstiegspreis von 28.950 Euro und die bis zu 497 Kilometer WLTP-Reichweite der großen Batterie ab 32.950 Euro. Ein starkes Argument in der Kompaktklasse ist vor allem diese Reichweite zum Preis. Bei der Ladeleistung liegt der Ioniq 3 nach Einschätzung der Redaktion eher im Mittelfeld als an der Spitze; belegte Vergleichswerte der Wettbewerber liegen hier nicht vor.
Als Alternativen kommen kompakte Elektroautos wie VW ID.3, Cupra Born oder Renault 5 E-Tech infrage – das ist eine redaktionelle Einordnung, belegte Preise und Reichweiten dieser Modelle liegen hier nicht vor. Auch der Abstand zu den hauseigenen Modellen Kona Electric und Ioniq 5 lässt sich ohne aktuelle Vergleichspreise nicht beziffern; die sind tagesaktuell beim Händler zu prüfen, weil sie sich mit Ausstattung und Aktionen verschieben. Gebaut wird der Ioniq 3 im türkischen Werk Izmit.
Da der Ioniq 3 gerade erst bestellbar ist, dominieren im Markt zunächst Neuwagen- und Leasingangebote. Gebraucht- und Jahreswagen kommen erst hinzu, wenn die ersten Fahrzeuge einige Zeit auf der Straße sind. Wer flexibel bleiben will, kann in der Zwischenzeit Leasing- und Abo-Angebote vergleichen.
Was kostet der Hyundai Ioniq 3?
Der Einstiegspreis liegt bei 28.950 Euro für die Linie Select mit 42-kWh-Batterie. Die Version mit 61-kWh-Batterie startet bei 32.950 Euro. Preise für die höheren Ausstattungslinien Trend, Prime, N Line und N Line Evo hat Hyundai noch nicht veröffentlicht.
Wie groß ist die Reichweite des Hyundai Ioniq 3?
Mit der 42-kWh-Batterie sind bis zu 344 Kilometer nach WLTP angegeben, mit der 61-kWh-Batterie bis zu 497 Kilometer. Im Alltag liegen die Werte je nach Tempo, Temperatur und Fahrweise darunter.
Wie schnell lädt der Hyundai Ioniq 3?
Am Schnelllader sind bis zu 119 kW möglich, der Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent dauert rund 29 Minuten. Für Wechselstrom bietet Hyundai einen 22-kW-Bordlader gegen Aufpreis an; welche AC-Leistung serienmäßig verbaut ist, ist noch nicht bekannt.
Warum hat die größere Batterie weniger Leistung?
Die 61-kWh-Variante leistet 99 kW, die 42-kWh-Variante 108 kW. Eine Begründung hat Hyundai bislang nicht genannt. Eine Auslegung auf Effizienz und Reichweite ist die naheliegende Erklärung, offiziell bestätigt ist sie nicht.
Wo wird der Ioniq 3 gebaut?
Die Produktion läuft im türkischen Hyundai-Werk Izmit. Das Fahrzeug basiert auf der E-GMP-Plattform, die Hyundai auch für Ioniq 5 und Ioniq 6 nutzt.
Wann kommen die ersten Fahrzeuge zu den Kunden?
Ein Auslieferungstermin für Deutschland ist bislang nicht genannt. Bestellungen sind bereits möglich – den voraussichtlichen Liefertermin sollten Sie beim Händler erfragen.