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Projekt AutoLog abgeschlossen: Fahrerlose Fahrzeuglogistik im Hafen Emden

Von AutoHub Redaktion · Redaktion des AutoHub-MagazinsMit KI erstellt, redaktionell geprüft

Volkswagen, die Deutsche Telekom, Unikie und das Bremer Institut BIBA haben Ende Oktober 2026 ihr Forschungsprojekt AutoLog beendet. Erprobt wurde, ob sich fahrerlose und manuell gefahrene Autos eine Logistikfläche teilen können – gesteuert über ein öffentliches 5G-Netz.

Hafenlogistikfläche mit mehreren Fahrzeugen, die teilweise fahrerlos und teilweise manuell gesteuert werden, 5G-Infrastruktur sichtbar
KI-generiertes Bild

Volkswagen hat gemeinsam mit der Deutschen Telekom, dem finnischen Softwareanbieter Unikie und dem Bremer Institut für Produktion und Logistik (BIBA) das Innovationsprojekt „AutoLog“ abgeschlossen. Das Vorhaben lief mehr als zwei Jahre und endete Ende Oktober 2026. Erprobt wurde im Hafen Emden, wie sich Fahrzeuge fahrerlos über Logistikflächen bewegen lassen, während auf denselben Flächen Autos von Menschen gesteuert unterwegs sind. Für Käuferinnen und Käufer ändert sich dadurch nichts.

Was in Emden erprobt wurde

Auf den Logistikflächen im Hafen Emden werden Fahrzeuge zwischen Stellplätzen bewegt. Diese Rangierfahrten erledigen heute Menschen, die sich ans Steuer setzen. Genau sie standen im Mittelpunkt von AutoLog.

Nahaufnahme eines Fahrzeugs mit 5G- und Edge-Computing-Ausrüstung im Hafen Emden
KI-generiertes Bild

Getestet wurde nicht auf einer abgesperrten Versuchsfläche, sondern auf Logistikflächen, auf denen parallel manuell gesteuerte Fahrzeuge unterwegs waren. Das System musste also nicht nur die eigene Route abfahren, sondern auch auf die Fahrweise anderer Fahrzeuge reagieren. Dieser Mischbetrieb ist nach Einschätzung der Redaktion der Kern der Erprobung.

Die Technik: öffentliches 5G und Edge Computing

Gesteuert wurden die Fahrzeuge über ein öffentliches 5G-Netz der Deutschen Telekom, kombiniert mit Edge Computing und der Unikie Marshalling Solution. Edge Computing bedeutet, dass die Rechenleistung nicht in einem weit entfernten Rechenzentrum liegt, sondern nah am Einsatzort – das verkürzt die Zeit zwischen Sensorsignal und Steuerbefehl. Die Software von Unikie erfasst die vorgesehenen Ziele der Fahrzeuge und koordiniert ihre Bewegungen.

Im Projekt wurde ein öffentliches 5G-Netz genutzt. Nach Einschätzung der Redaktion ist das ungewöhnlich: Automatisierte Werks- und Hafenlogistik läuft bislang überwiegend über private 5G-Campusnetze oder feste Leitungen, die ein Betreiber selbst aufbaut und kontrolliert. Ein öffentliches Netz teilt sich die Kapazität mit allen anderen Nutzern in der Funkzelle. Das Projekt untersuchte unter anderem, ob ein solches Netz dauerhaft die nötige Verfügbarkeit und Reaktionszeit bietet; belastbare Messwerte dazu hat Volkswagen bislang nicht veröffentlicht.

Beteiligte und Förderung

Gefördert wurde AutoLog vom Bundesministerium für Verkehr. Wie hoch die Fördersumme ausfiel und wie sich die Kosten zwischen öffentlicher Hand und den beteiligten Unternehmen verteilten, geht aus der Mitteilung nicht hervor. Die Rollenverteilung benennt die Mitteilung nicht im Einzelnen; aus den Angaben lässt sich schließen, dass Volkswagen Fahrzeuge und Flächen für die Erprobung bereitstellte, die Telekom das Mobilfunknetz und Unikie die Steuerungssoftware, und dass das BIBA als Forschungspartner beteiligt war.

MerkmalAngabe
ProjektnameAutoLog
BeteiligteVolkswagen, Deutsche Telekom, Unikie, BIBA
Laufzeitmehr als zwei Jahre, Abschluss Ende Oktober 2026
OrtHafen Emden, Logistikflächen
Gegenstandfahrerlose Fahrzeugbewegungen im Mischbetrieb mit manuell gesteuerten Autos
Techniköffentliches 5G-Netz, Edge Computing, Unikie Marshalling Solution
FörderungBundesministerium für Verkehr, Summe nicht veröffentlicht
Serienbetriebnicht angekündigt

Was der Abschluss bedeutet – und was offen bleibt

Das Forschungsprojekt ist abgeschlossen. Volkswagen hat bisher weder Messwerte noch einen Regelbetrieb in Emden angekündigt und auch keinen Zeitplan für eine Übertragung auf andere Logistikstandorte genannt. Ob und wann aus dem Test ein Verfahren wird, das im Tagesgeschäft läuft, ist damit offen.

Ebenfalls unbeantwortet bleiben die Fragen nach Zahlen: Durchsatz, Fehlerquote und Ausfallsicherheit des öffentlichen Netzes sind in der Mitteilung nicht beziffert. Auch zur Zukunft der Kooperation zwischen den vier Partnern gibt es bislang keine Aussage. Wer wissen will, wie belastbar die Technik tatsächlich ist, wird auf weitere Veröffentlichungen warten müssen.

Für Beschäftigte in der Fahrzeuglogistik ist die Entwicklung dennoch beachtenswert. Rangierfahrten im Hafen und auf Werksgeländen sind Arbeit, die heute Menschen erledigen. Volkswagen hat sich zu möglichen Auswirkungen auf Arbeitsplätze nicht geäußert, und ohne Entscheidung über einen Regelbetrieb lässt sich dazu derzeit auch nichts Belastbares sagen.

Einordnung der Redaktion

Die folgende Einordnung steht so nicht in der Mitteilung, sie ist eine Einschätzung der Redaktion. Automatisierte Fahrzeuglogistik in der Autoindustrie wird bislang vor allem in abgeschlossenen Werksarealen erprobt. AutoLog erprobte fahrerlose Fahrten auf Logistikflächen im Hafen Emden, auf denen auch Menschen Autos steuerten.

Welche Partner waren am Projekt AutoLog beteiligt?

Volkswagen, die Deutsche Telekom, das finnische Softwareunternehmen Unikie und das Bremer Institut für Produktion und Logistik (BIBA).

Was wurde im Hafen Emden genau getestet?

Fahrerlose Fahrzeugbewegungen auf Logistikflächen – und zwar im Zusammenspiel mit Autos, die zur selben Zeit von Menschen gesteuert wurden.

Welche Technik kam zum Einsatz?

Ein öffentliches 5G-Netz der Deutschen Telekom, Edge Computing und die Unikie Marshalling Solution.

Wer hat das Projekt gefördert?

Das Bundesministerium für Verkehr. Die Höhe der Förderung wurde nicht veröffentlicht.

Kommt die Technik jetzt in den Regelbetrieb?

Dazu gibt es keine Ankündigung. AutoLog war ein Forschungsprojekt; über eine Überführung in den laufenden Betrieb ist bislang nichts entschieden.

Quellen