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Rückruf 013725: Hyundai Ioniq 5 und 6 sowie Kia EV6 wegen ICCU-Defekt in der Werkstatt

Von AutoHub Redaktion · Redaktion des AutoHub-MagazinsMit KI erstellt, redaktionell geprüft

Das Kraftfahrt-Bundesamt hat einen Rückruf für Elektroautos von Hyundai und Kia veröffentlicht. Ein Defekt der Ladesteuerung kann das 12-Volt-Bordnetz ausfallen lassen. Betroffen sind Fahrzeuge bestimmter Bauzeiträume.

Ein Hyundai Ioniq 5 steht in einer Werkstatt auf der Hebebühne, ein Techniker arbeitet mit Diagnosegerät an der Steuereinheit.
KI-generiertes Bild

Wer einen Hyundai Ioniq 5, einen Hyundai Ioniq 6 oder einen Kia EV6 fährt, sollte prüfen, ob sein Fahrzeug von einem neuen Rückruf des Kraftfahrt-Bundesamtes betroffen ist. Die Behörde führt die Maßnahme unter der Referenznummer 013725. Auslöser ist ein Defekt der Integrated Charging Control Unit, kurz ICCU. Diese Steuereinheit regelt in diesen Elektroautos unter anderem das Laden und die Versorgung des 12-Volt-Bordnetzes. Fällt sie aus, kann das 12-Volt-Bordnetz ausfallen und die Antriebsleistung unvermittelt nachlassen.

Betroffene Halter sollten einen Termin in einer Vertragswerkstatt vereinbaren. Dort wird eine neue Software aufgespielt und bei Bedarf Hardware getauscht. Wer einen dieser Wagen gerade als Jahres- oder Gebrauchtwagen kaufen möchte, sollte zusätzlich klären, ob der Rückruf am konkreten Fahrzeug bereits erledigt ist. Diese Auskunft lässt sich über die Fahrgestellnummer beim Händler oder beim Hersteller einholen.

Diese Modelle und Bauzeiträume sind betroffen

Der Rückruf umfasst vier Baureihen aus jeweils klar abgegrenzten Bauzeiträumen. Fahrzeuge, die nach dem genannten Stichtag gebaut wurden, fallen nach aktuellem Stand nicht darunter. Neben der KBA-Referenz gibt es je Marke einen eigenen Aktionscode, den die Werkstatt zur Einordnung benötigt.

ModellBetroffener BauzeitraumAktionscode
Hyundai Ioniq 5Bauzeitraum vor April 202441D041
Hyundai Ioniq 6Bauzeitraum vor September 202441D041
Kia EV6Bauzeitraum vor dem 15. Juni 2024240037
Kia EV6 GTBauzeitraum vor dem 15. Juni 2024240037

Wie viele Fahrzeuge insgesamt in die Maßnahme fallen, ist bislang nicht bekannt. Das Baujahr allein ist kein verlässlicher Anhaltspunkt, weil Produktions- und Zulassungsdatum auseinanderliegen können. Verbindlich ist die Abfrage über die Fahrgestellnummer.

Was der ICCU-Defekt im Fahrbetrieb bedeutet

Die ICCU übernimmt in diesen Elektroautos mehrere Aufgaben rund um die Energieverteilung. Dazu gehört, die 12-Volt-Batterie aus dem großen Antriebsakku nachzuladen. Diese kleine Batterie versorgt Steuergeräte, Licht und Bordelektronik. Ohne sie läuft das Fahrzeug nicht weiter. Das Kraftfahrt-Bundesamt nennt als mögliche Folgen des Defekts den Ausfall des 12-Volt-Bordnetzes und einen unvorhergesehenen Leistungsabfall.

Wie sich das im Alltag äußert, hängt vom Einzelfall ab. Über die beiden genannten Folgen hinaus macht die Behörde keine Angaben zum Verhalten der Fahrzeuge. Wer an seinem Auto Warnmeldungen zum 12-Volt-System, Probleme beim Laden oder einen plötzlichen Leistungsverlust bemerkt, sollte den Wagen prüfen lassen, ohne auf ein Anschreiben zu warten.

Was in der Werkstatt passiert

Die Nachbesserung besteht aus zwei Stufen. Zunächst spielt die Werkstatt eine neue Software für die Integrated Charging Control Unit auf. Zeigt die Prüfung, dass die Hardware bereits Schaden genommen hat, werden zusätzlich das Steuergerät und eine 125-A-Sicherung erneuert. Damit geht die Maßnahme über ein reines Software-Update hinaus. Wie lange der Werkstattaufenthalt im Einzelfall dauert, ist bislang nicht angegeben.

Üblich ist bei amtlichen Rückrufen, dass Hersteller und Händler die betroffenen Halter anschreiben. Wer sein Fahrzeug gebraucht gekauft und noch keinen Halterwechsel in den Herstellersystemen hinterlegt hat, erreicht ein solches Schreiben unter Umständen nicht. In diesem Fall lohnt der eigene Anruf beim Servicepartner.

Die Kostenfrage und der Wartungsnachweis

Ob Halter für die Reparatur zahlen müssen, ist nicht abschließend geklärt. Nach der vorliegenden Darstellung ist die Kostenübernahme im Rahmen der achtjährigen Herstellergarantie an einen lückenlos erbrachten Wartungsnachweis gebunden. Was passiert, wenn dieser Nachweis Lücken hat, und welche Summe dann fällig würde, ist bislang offen.

Diese Verknüpfung sollten Halter hinterfragen. Ein Sicherheitsrückruf des Kraftfahrt-Bundesamtes ist eine Pflicht des Herstellers zur Mängelbeseitigung und in der Regel unabhängig davon, ob eine Garantie greift oder das Scheckheft vollständig ist. Die Garantie ist eine freiwillige Zusage des Herstellers und folgt eigenen Bedingungen. Wer mit einer Rechnung konfrontiert wird, sollte sich schriftlich erklären lassen, auf welcher Grundlage sie entsteht, und die Frage gegebenenfalls über den Hersteller-Kundendienst klären.

Einordnung: beide Marken betroffen

Der Rückruf trifft Modelle von Hyundai und Kia, weil in Ioniq 5, Ioniq 6 und EV6 dieselbe Steuereinheit verbaut ist. Ob weitere Baureihen der beiden Marken denselben Defekt aufweisen, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor. Hinweise auf frühere Rückrufe zur ICCU in anderen Märkten lassen sich anhand der vorliegenden Quelle nicht überprüfen und bleiben hier unberücksichtigt. Belegt ist die deutsche Maßnahme mit der Referenznummer 013725.

Wer eines dieser Modelle aus den genannten Bauzeiträumen gebraucht kaufen möchte, sollte vor dem Kauf den Rückrufstatus prüfen. Fragen Sie anhand der Fahrgestellnummer nach, ob die Rückrufaktion am Fahrzeug bereits abgeschlossen wurde; Hyundai führt sie unter dem Aktionscode 41D041, Kia unter 240037. Lassen Sie sich außerdem den Wartungsverlauf zeigen. Falls bei der Rückrufreparatur eine Kostenforderung entsteht, können diese Nachweise für die Klärung wichtig sein. Ob sich der Rückruf auf die Preise auswirkt, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht belegen.

Ioniq 5, Ioniq 6 und EV6 finden sich auf AutoHub als Neuwagen, Jahreswagen und Gebrauchtwagen sowie in Leasing- und Abo-Angeboten. Die Fahrgestellnummer und damit die Abfrage zum Rückrufstatus erhalten Sie beim jeweiligen Anbieter.

Unter welcher Nummer läuft der Rückruf?

Das Kraftfahrt-Bundesamt führt die Maßnahme unter der Referenznummer 013725. Der herstellerspezifische Aktionscode lautet 41D041 bei Hyundai und 240037 bei Kia.

Welche Fahrzeuge sind betroffen?

Der Hyundai Ioniq 5 aus dem Bauzeitraum vor April 2024, der Hyundai Ioniq 6 aus dem Bauzeitraum vor September 2024 sowie Kia EV6 und Kia EV6 GT aus dem Bauzeitraum vor dem 15. Juni 2024.

Welche Störungen kann der ICCU-Defekt auslösen?

Laut Kraftfahrt-Bundesamt kann die schadhafte Integrated Charging Control Unit den Ausfall des 12-Volt-Bordnetzes und einen unvorhergesehenen Leistungsabfall verursachen.

Was wird in der Werkstatt gemacht?

Aufgespielt wird eine neue Software. Je nach Befund werden zusätzlich das Steuergerät und eine 125-A-Sicherung erneuert. Wie lange das im Einzelfall dauert, ist nicht angegeben.

Muss ich für die Reparatur zahlen?

Nach der vorliegenden Darstellung greift die achtjährige Herstellergarantie nur bei lückenlos erbrachtem Wartungsnachweis. Welche Kosten bei fehlendem Nachweis entstehen, ist offen. Da es sich um einen amtlichen Sicherheitsrückruf handelt, sollten Halter eine Kostenforderung schriftlich begründen lassen und beim Hersteller nachfassen.

Wie finde ich heraus, ob mein Auto betroffen ist?

Verbindlich ist die Abfrage über die Fahrgestellnummer bei einem Vertragshändler oder beim Hersteller-Kundendienst. Betroffene Halter werden in der Regel angeschrieben; nach einem Gebrauchtwagenkauf erreicht ein solches Schreiben den neuen Besitzer aber nicht immer.

Quellen