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Zwei Milliarden Euro für die achte 3er-Generation – und Batteriestart in Shenyang

Von AutoHub Redaktion · Redaktion des AutoHub-MagazinsMit KI erstellt, redaktionell geprüft

Die BMW Group baut die nächste 3er-Reihe in München und Dingolfing, startet in China die Serienfertigung der Gen6-Batterien und meldet für 2026 mehr als 1,7 Millionen Auslieferungen. Was davon belegt ist und was offenbleibt.

Luftaufnahme eines BMW-Werks in Bayern mit Produktionshallen und Logistikbereichen.
KI-generiertes Bild

BMW investiert rund zwei Milliarden Euro in die Fertigung der achten 3er-Generation in München und Dingolfing. Die Batterien dafür kommen aus dem Werk Irlbach-Straßkirchen in Niederbayern. Parallel dazu hat der Konzern in Shenyang die Serienproduktion der Gen6-Hochvoltbatterien aufgenommen. Diese und mehrere weitere Punkte hat das Unternehmen in einer Sammelmeldung veröffentlicht.

Für Autokäuferinnen und Autokäufer ändert sich durch diese Meldungen vorerst nichts. Interessant sind sie für Beschäftigte, Zulieferer und Menschen an den betroffenen Standorten. Sie zeigen außerdem, wie der Hersteller seine Produktion zwischen Bayern und China verteilt.

Zwei Milliarden Euro für München und Dingolfing

Die Investitionssumme von rund zwei Milliarden Euro bezieht sich auf die Fertigung der achten 3er-Generation an den beiden bayerischen Standorten. Bei einem Modellwechsel dieser Größenordnung werden Pressen, Karosseriebau, Montagelinien und Logistik auf ein neues Fahrzeug umgestellt; nach Einschätzung der Redaktion ist ein Betrag in dieser Höhe dafür nicht ungewöhnlich. Dass der 3er zu den wichtigsten Baureihen der Marke gehört, ist allgemein bekannt; die Mitteilung selbst nennt dazu keine Zahlen.

Die Investition in deutsche Werke ist auch für die Debatte über Arbeitsplätze und Produktionsverlagerungen relevant. Ob sie in München und Dingolfing zusätzliche Arbeitsplätze schafft oder bestehende absichert, geht aus der Mitteilung nicht hervor. Zahlen zur Belegschaft, zum Produktionsvolumen oder zum Zeitpunkt des Serienanlaufs nennt die Quelle nicht.

Hochvoltbatterien in verschiedenen Fertigungsstadien auf einer Montagelinie.
KI-generiertes Bild

Gen6-Batterien: Irlbach-Straßkirchen und Shenyang

Gen6 bezeichnet bei BMW die sechste Generation der Hochvoltbatterien. In Shenyang läuft die Serienfertigung dieser Batterien jetzt an, in Irlbach-Straßkirchen entstehen die Akkus für den kommenden 3er. Damit fertigt der Konzern dieselbe Batteriegeneration an mehreren Standorten in unterschiedlichen Weltregionen.

Dieses Vorgehen folgt einem Muster, das BMW schon anwendete, als der Konzern früher neue Produktionslinien in Betrieb nahm: Die Technologie wird zentral entwickelt, die Montage der Batterien aber nah am jeweiligen Absatzmarkt aufgebaut. Technische Details zur Gen6 – Zellchemie, Energiedichte, Ladeleistung oder Zelllieferanten – nennt die Mitteilung nicht; diese Angaben bleiben offen.

Absatz 2026: 1,7 Millionen Fahrzeuge bis Ende September

Bis Ende September 2026 hat die BMW Group nach eigenen Angaben mehr als 1,7 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert. Die Marke MINI legte in den ersten neun Monaten um 6,8 Prozent zu. Bei den batterieelektrischen Fahrzeugen verzeichnete der Konzern in Europa über die ersten drei Quartale ein zweistelliges Vertriebswachstum; eine genaue Prozentzahl steht in der Mitteilung nicht.

Unbeantwortet bleibt, wie viel dieses Wachstums auf Privatkunden entfällt und welchen Anteil Flotten- und Leasinggeschäft daran haben; dazu liefert die Quelle keine Aufschlüsselung. Die genannten Absatzzahlen sagen auch nichts darüber aus, welche Folgen die Investitionen für Arbeitsplätze oder Modellpreise haben.

Neue Modelle: iX4 und F 450 RR

Genannt werden außerdem zwei Fahrzeuge. Der BMW iX4 ist ein vollelektrisches SUV-Coupé und gehört zur Modellfamilie der Neuen Klasse. Bei BMW Motorrad wurde die F 450 RR vorgestellt. Zu beiden Modellen fehlen in der Quelle Angaben zu Leistung, Batteriekapazität, Reichweite, Preisen und Marktstart.

Assistenzfunktionen ab 2027 – Ankündigung ohne Details

Ab 2027 will BMW navigationsgeführte Fahrerassistenzfunktionen für den Stadtverkehr einführen. Was das konkret bedeutet, bleibt offen. Die Mitteilung nennt weder eine Automatisierungsstufe noch die Märkte, in denen die Funktionen zugelassen werden sollen, noch die Systemgrenzen. Ob es sich um eine erweiterte Lenk- und Abstandsunterstützung handelt, bei der die Fahrerin durchgehend die Verantwortung trägt, oder um eine darüber hinausgehende Teilautomatisierung, geht aus der Ankündigung nicht hervor.

Die Einordnung ist deshalb wichtig, weil die Haftungsfrage an der Automatisierungsstufe hängt. Solange BMW diese Angabe nicht nachliefert, sollte die Ankündigung nicht mit autonomem Fahren gleichgesetzt werden.

Die Meldungen im Überblick

VorgangWas belegt istWas offen ist
Achte 3er-GenerationRund zwei Milliarden Euro Investition, Produktion in München und Dingolfing, Batterien aus Irlbach-StraßkirchenSerienanlauf, Stückzahlen, Beschäftigungseffekte, Preise
Gen6-HochvoltbatterienSerienproduktion in Shenyang gestartetZellchemie, Energiedichte, Lieferanten, Kapazität
Auslieferungen 2026Über 1,7 Millionen Fahrzeuge bis Ende SeptemberAufteilung nach Märkten und Kundengruppen
MINIPlus 6,8 Prozent in den ersten neun Monaten 2026Treiber des Wachstums
BEV in EuropaZweistelliges Vertriebswachstum in den ersten drei Quartalen 2026Genauer Prozentwert
BMW iX4Vollelektrisches SUV-Coupé der Neuen KlasseTechnische Daten, Preis, Marktstart
BMW Motorrad F 450 RRModell vorgestelltTechnische Daten, Preis, Marktstart
AssistenzfunktionenNavigationsgeführte Stadtfunktionen ab 2027 angekündigtAutomatisierungsstufe, Märkte, Systemgrenzen

Angaben zu Beschäftigungseffekten, Preisen und technischen Daten hat BMW bisher nicht veröffentlicht. Diese Informationen müsste der Konzern nachreichen.

Quellen