ADAC-Wochenbericht: Teurerer Sprit im Westen, Keyless-Lücken und Stau am Wochenende

Mit KI erstellt, redaktionell geprüft

Der ADAC meldet Mitte August 2026 steigende Kraftstoffpreise durch das Rhein-Niedrigwasser und anhaltende Sicherheitslücken bei Fahrzeugen mit schlüssellosem Zugang. Was das für Autokäufer und Reisende konkret bedeutet.

Tankstelle mit mehreren Zapfsäulen an einem Sommernachmittag, Flusslandschaft im Hintergrund
KI-generiertes Bild

Für Autofahrerinnen und Autofahrer sind Mitte August 2026 zwei Meldungen des ADAC wichtig. Im Westen Deutschlands ist Tanken teurer geworden, weil das Niedrigwasser am Rhein die Versorgung stört. Und wer ein Auto mit schlüssellosem Zugang kauft oder least, sollte wissen: Nach zehn Jahren Testreihe lässt sich fast die Hälfte der geprüften Fahrzeuge weiterhin illegal öffnen. Dazu kommen eine Stauprognose für das Wochenende vom 21. bis 23. August 2026 und eine Bilanz zur gelockerten Sonntagsfahrverbotsregel für Lkw in Bayern.

Für Kaufinteressierte ist vor allem der Keyless-Punkt relevant, weil er eine Ausstattung betrifft, die in vielen Neu-, Jahres- und Gebrauchtwagen serienmäßig verbaut ist. Für alle anderen zählen die kurzfristigen Fragen: Wo tanke ich sinnvollerweise, und wann fahre ich los? Wir ordnen die Meldungen für Autokauf und Reiseplanung ein und sagen, welche Zahlen der ADAC offenlässt.

Keyless-Systeme: Viele Modelle bleiben angreifbar

Der ADAC testet seit zehn Jahren Fahrzeuge mit schlüssellosem Zugang. Gemeint sind Systeme, bei denen sich das Auto öffnen und starten lässt, sobald der Funkschlüssel in der Nähe ist. Die Datenbank des Clubs umfasst inzwischen über 850 untersuchte Fahrzeuge. Fast die Hälfte davon lässt sich nach wie vor illegal öffnen, eine spürbare Verbesserung über den Testzeitraum hinweg ist nicht erkennbar.

MerkmalWert
Dauer der ADAC-Keyless-Tests10 Jahre
Fahrzeuge in der Keyless-Datenbanküber 850
Anteil illegal zu öffnender Fahrzeugefast die Hälfte
Genannte betroffene Modellekeine
Nahaufnahme eines modernen Funkschlüssels mit mehreren Tasten
KI-generiertes Bild

Wichtig ist eine Einschränkung: Konkrete Modelle und die Testmethodik im Detail bleiben offen. Ohne Angaben dazu, welche Angriffsart geprüft wurde und welche Systemtypen betroffen sind, lässt sich die Quote nicht auf ein bestimmtes Auto übertragen. Die Zahl beschreibt einen Trend über zehn Jahre, keine Bewertung eines einzelnen Fahrzeugs.

Für den Kauf heißt das nicht, dass schlüsselloser Zugang ein Ausschlusskriterium wäre. Fragen Sie beim Händler oder Anbieter aber gezielt nach: Nutzt das Fahrzeug die neuere UWB-Technik zur Abstandsmessung? Hat der Schlüssel einen Bewegungsmelder oder einen Schlafmodus, der ihn in Ruhephasen abschaltet? Und lässt sich die Keyless-Funktion fürs Entriegeln und Starten bei Bedarf deaktivieren? Sinnvoll ist außerdem die Frage, ob der Hersteller für das Baujahr eine überarbeitete Schlüsselgeneration anbietet.

Wer sein Auto bereits besitzt, kann selbst etwas tun. Den Schlüssel zu Hause nicht in Türnähe ablegen, sondern möglichst weit von der Hauswand oder Einfahrt entfernt aufbewahren. Ein Funkabschirm-Etui schirmt das Signal zusätzlich ab. Auf dem AutoHub-Marktplatz lässt sich die Ausstattung über die Filter eingrenzen, sodass sich Angebote mit und ohne schlüssellosen Zugang vergleichen lassen – für Kauf, Leasing und Abo gleichermaßen.

Automarkt: weniger Neuwagen unter 20.000 Euro

Ein weiterer Punkt aus dem ADAC-Bericht betrifft ebenfalls die Kaufentscheidung: Die Zahl der Neufahrzeuge unter 20.000 Euro sinkt deutlich. Um wie viele Modelle das Angebot geschrumpft ist, bleibt offen. Der Befund passt zu einer Entwicklung, die seit Jahren zu beobachten ist – günstige Kleinwagen verschwinden nach und nach aus den Preislisten. Wer ein Einstiegsfahrzeug sucht, sollte deshalb auch Jahreswagen, junge Gebrauchte sowie Leasing- und Abo-Angebote in den Vergleich einbeziehen, statt nur auf den Neuwagenpreis zu schauen.

Spritpreise: Niedrigwasser am Rhein verteuert das Tanken im Westen

Die Kraftstoffpreise haben laut ADAC im Wochenvergleich deutlich zugelegt. Als Grund nennt der Club das Niedrigwasser am Rhein: Wenn Binnenschiffe weniger laden dürfen, wird der Nachschub für die angebundenen Regionen teurer und aufwendiger. Besonders betroffen sind laut ADAC die Bundesländer entlang des Rheins. Konkrete Cent-Angaben fehlen.

Die Erklärung dahinter ist einfacher, als sie klingt: Regionen werden unterschiedlich versorgt – über Pipelines, über die Schiene oder eben per Binnenschiff. Wo der Wasserweg dominiert, schlägt eine Störung schneller auf die Zapfsäule durch. Umgekehrt heißt das, dass die Preisunterschiede zwischen Bundesländern derzeit größer ausfallen können als üblich. Ein Preisvergleich vor dem Tanken lohnt sich damit stärker als sonst.

Drei Dinge lassen sich sofort umsetzen. Prüfen Sie die Preise vor der Abfahrt in einer Tank-App statt spontan an der nächsten Säule. Innerhalb eines Tages schwanken die Preise, abends ist Tanken erfahrungsgemäß günstiger als am frühen Morgen. Und wer es einrichten kann, meidet Autobahntankstellen und plant den Tankstopp vor oder nach der Rheinschiene ein.

Ob der Effekt kurzfristig bleibt oder sich hinzieht, hängt an den Pegelständen und ist offen. Die Ursache sollte man aber nicht überdehnen: Die Rheinschifffahrt versorgt nicht nur den Westen, auch süddeutsche Standorte hängen an dieser Route. Die Zuspitzung auf eine einzelne Region ist eine Vereinfachung.

Stauprognose für das Wochenende vom 21. bis 23. August 2026

Für das Wochenende vom 21. bis 23. August 2026 rechnet der ADAC weiterhin mit hohem Verkehrsaufkommen durch den Reiseverkehr. Konkrete Strecken oder Zeitfenster nennt die Prognose nicht. Als allgemeine Erfahrungswerte gelten Freitagnachmittag, Samstagvormittag und der Sonntagnachmittag mit der Rückreise als Spitzen – das ist eine Einschätzung und keine Angabe des ADAC. Wer flexibel ist, fährt außerhalb dieser Fenster in der Regel entspannter und plant mit den höheren Preisen im Westen den Tankstopp gleich mit ein.

Lkw-Sonntagsfahrverbot: Bayern zieht eine positive Bilanz

Wegen des Niedrigwassers hat Bayern eine Ausnahme vom Sonntagsfahrverbot für Lkw erlassen. So können Kraftstoff und andere Güter auf der Straße transportiert werden, die sonst per Schiff kämen. Das erste Wochenende mit der gelockerten Regel hat laut ADAC zu keinen zusätzlichen Verkehrsproblemen auf den bayerischen Autobahnen geführt. Auch in vielen weiteren Bundesländern ist das Sonntagsfahrverbot aufgehoben, welche das im Einzelnen sind, bleibt offen.

Für Privatfahrten ändert sich dadurch nichts: Die Regelung betrifft den gewerblichen Güterverkehr, nicht den Individualverkehr. Praktisch bedeutet es lediglich, dass sonntags mehr Lastwagen unterwegs sein können als gewohnt. Es handelt sich um eine befristete Ausnahme wegen einer Notlage, nicht um eine dauerhafte Änderung der Regeln.

Das ist noch offen

  • Welche Modelle konkret von den Keyless-Sicherheitslücken betroffen sind und mit welcher Methode getestet wurde
  • Wie stark die Spritpreise im Wochenvergleich in Cent gestiegen sind
  • In welchen Bundesländern das Sonntagsfahrverbot für Lkw genau aufgehoben wurde und wie lange
  • Um wie viele Fahrzeuge das Neuwagenangebot unter 20.000 Euro geschrumpft ist
  • Welche Strecken und Zeitfenster der ADAC für das Reisewochenende als kritisch einstuft
Warum ist Tanken im Westen Deutschlands gerade teurer?

Das Niedrigwasser am Rhein stört die Versorgung per Binnenschiff. Regionen, die stark über den Wasserweg beliefert werden, spüren das zuerst an der Zapfsäule. Der ADAC nennt die Bundesländer entlang des Rheins als besonders teuer, beziffert den Anstieg aber nicht.

Wie kann ich beim Tanken kurzfristig sparen?

Vergleichen Sie die Preise vor der Abfahrt in einer Tank-App, statt spontan die nächste Station anzufahren. Abends ist Tanken erfahrungsgemäß günstiger als am frühen Morgen. Autobahntankstellen sind in der Regel die teuerste Variante.

Wie sicher sind Keyless-Systeme laut ADAC?

Von über 850 untersuchten Fahrzeugen lässt sich fast die Hälfte weiterhin illegal öffnen. Über zehn Jahre Testreihe hat sich daran wenig geändert. Welche Modelle betroffen sind, bleibt offen.

Sollte ich beim Autokauf auf Keyless verzichten?

Das lässt sich pauschal nicht sagen, weil die Sicherheit vom jeweiligen System und Baujahr abhängt. Fragen Sie beim Anbieter nach UWB-Technik, nach einem Schlüssel mit Bewegungsmelder oder Schlafmodus und danach, ob sich die Keyless-Funktion abschalten lässt. Zu Hause hilft es, den Schlüssel nicht in Türnähe zu lagern oder ein Funkabschirm-Etui zu nutzen.

Wann ist am Wochenende vom 21. bis 23. August 2026 mit Stau zu rechnen?

Der ADAC erwartet durchgehend hohes Verkehrsaufkommen durch den Reiseverkehr, nennt aber weder Strecken noch Spitzenzeiten. Als allgemeine Erfahrungswerte gelten Freitagnachmittag, Samstagvormittag und Sonntagnachmittag.

Betrifft die Lkw-Ausnahme in Bayern auch Privatfahrten?

Nein. Die Ausnahme vom Sonntagsfahrverbot gilt dem gewerblichen Güterverkehr. Für Privatfahrten ändert sich nichts, es können sonntags aber mehr Lkw unterwegs sein.