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BMW ruft 3er, 5er und 7er zurück: Brandgefahr durch Starterrelais

Von AutoHub Redaktion · Redaktion des AutoHub-MagazinsMit KI erstellt, redaktionell geprüft

Weltweit 189.130 Fahrzeuge, davon 5.788 in Deutschland: BMW tauscht bei älteren 3er-, 5er- und 7er-Modellen den Starter aus, weil Feuchtigkeit am Relais im Extremfall einen Brand auslösen kann.

Ein BMW der Baureihen 3er, 5er oder 7er steht in einer Werkstatt auf einer Hebebühne, ein Techniker arbeitet daran
KI-generiertes Bild

BMW ruft weltweit 189.130 Fahrzeuge der Baureihen 3er, 5er und 7er in die Werkstatt. Grund ist ein Starterrelais, das nicht ausreichend gegen eindringendes Wasser geschützt ist. Betroffen sind Autos aus dem Produktionszeitraum vom 29. Juli 2014 bis zum 12. November 2020 – in Deutschland 5.788 Stück. Die Maßnahme läuft beim Kraftfahrt-Bundesamt unter der Referenznummer 16791R. Wer ein Fahrzeug aus diesen Baujahren fährt oder gerade eines sucht, sollte den Rückrufstatus über die Fahrgestellnummer prüfen lassen; für Fahrzeuge, die nach November 2020 gebaut wurden, ändert sich nichts.

Was Besitzer und Interessenten jetzt konkret tun sollten

  • Baujahr prüfen: Nur Fahrzeuge aus der Produktion zwischen dem 29.07.2014 und dem 12.11.2020 kommen infrage.
  • Fahrgestellnummer bereithalten und damit beim BMW-Servicepartner oder über die Rückrufdatenbank des Kraftfahrt-Bundesamts den Status abfragen.
  • Sich nicht allein auf ein Anschreiben verlassen: Wer das Fahrzeug gebraucht gekauft oder umgemeldet hat, fragt den Status besser selbst ab.
  • Beim Termin die KBA-Nummer 16791R oder die Codes 0012820600 beziehungsweise 0012840600 nennen.
  • Nach Dauer des Aufenthalts, Ersatzmobilität und Kostenübernahme direkt fragen – diese Punkte sind in der Meldung nicht geregelt.

Welche BMW-Modelle sind vom Rückruf betroffen?

Die Maßnahme umfasst drei Baureihen gleichzeitig: 3er, 5er und 7er. Dasselbe Bauteil steckt in mehreren Baureihen, deshalb betrifft der Fehler alle drei. BMW nennt nicht, welche Motorisierungen oder Antriebsvarianten innerhalb der Baureihen konkret dabei sind. Verlässlich klärt das nur die Abfrage über die Fahrgestellnummer.

Detailaufnahme eines Starterrelais mit sichtbarer Feuchtigkeit im Motorraum
KI-generiertes Bild

Auffällig ist das Verhältnis der Stückzahlen: Von den 189.130 Fahrzeugen weltweit entfallen nur 5.788 auf Deutschland, also gut drei Prozent. Der weitaus größere Teil wurde in andere Märkte ausgeliefert. Eine Begründung dafür nennt die Meldung nicht.

MerkmalWert
Betroffene BaureihenBMW 3er, 5er, 7er
Fahrzeuge weltweit189.130
Fahrzeuge in Deutschland5.788
Produktionszeitraum29.07.2014 bis 12.11.2020
MangelStarterrelais unzureichend gegen Wassereintritt geschützt
AbhilfeAustausch des Starters in der Werkstatt
KBA-Referenznummer16791R
Hersteller-Rückrufcodes0012820600, 0012840600

Was am Starterrelais passieren kann

Das Starterrelais ist der elektrische Schalter, der beim Anlassen den Strom zum Starter durchlässt. Ist es nicht dicht genug, kann Feuchtigkeit eindringen. Die Folge sind Korrosion und Kurzschlüsse – und im ungünstigsten Fall ein Fahrzeugbrand. Genau diese Kette beschreibt BMW als Anlass für den Rückruf.

Ob es bereits reale Brandfälle gegeben hat, ist aus der Meldung nicht ersichtlich. Auch ob mit dem Rückruf eine Nutzungseinschränkung verbunden ist, geht daraus nicht hervor – auch das klärt am ehesten der Servicepartner. Wer sein Fahrzeug betroffen sieht, sollte den Werkstattbesuch nicht auf die lange Bank schieben.

Die Abhilfe: Der Starter wird getauscht

In der Werkstatt wird der komplette Starter ausgetauscht; das Relais wird nicht separat ersetzt oder abgedichtet. Wie lange der Werkstattaufenthalt dauert und ob ein Ersatzfahrzeug gestellt wird, geht aus der Meldung nicht hervor – das klärt der Betrieb bei der Terminvereinbarung.

Der Rückruf wird behördlich überwacht und beim Kraftfahrt-Bundesamt unter der Referenznummer 16791R geführt. Intern nutzt BMW die Rückrufcodes 0012820600 und 0012840600. Diese Nummern sind praktisch, wenn Sie in der Werkstatt oder beim Händler nachfragen: Damit ist eindeutig, um welche Maßnahme es geht. Zu den Kosten enthält die Meldung keine Angabe – wer die Kostenübernahme trägt, sollten Sie sich vorab vom Servicepartner bestätigen lassen.

Was das für Kauf, Leasing oder Abo bedeutet

Ein offener Rückruf ist kein Grund, ein Fahrzeug pauschal auszuschließen – er ist ein Grund, ihn abzuarbeiten. Wenn Sie einen 3er, 5er oder 7er aus den Baujahren 2014 bis 2020 ins Auge fassen, lassen Sie sich vor Abschluss von Kauf, Leasing oder Abo schriftlich bestätigen, ob die Maßnahme bereits durchgeführt wurde. Bei Fahrzeugen vom Händler oder aus Jahreswagen- und Leasingrückläufer-Beständen ist das in der Regel schnell geklärt, weil die Servicehistorie vorliegt. Beim Privatkauf lohnt der eigene Anruf beim Servicepartner mit der Fahrgestellnummer.

Auf den Preis oder die Rate sollte ein noch nicht erledigter Rückruf normalerweise keinen Einfluss haben, solange die Maßnahme nachgeholt werden kann. Relevant ist er eher terminlich: Planen Sie den Werkstattbesuch nach der Übernahme zeitnah ein. Passende Angebote der drei Baureihen finden Sie bei AutoHub – für Kauf, Leasing und Abo.

Diese Fragen sind noch offen

Drei Punkte lässt die bisherige Kommunikation unbeantwortet: ob im Zusammenhang mit dem Defekt bereits Brände oder andere Schäden aufgetreten sind, wie lange der Austausch des Starters in der Werkstatt dauert und ob innerhalb der drei Baureihen bestimmte Motorisierungen oder Generationen häufiger betroffen sind. Sobald dazu belastbare Angaben vorliegen, ergänzen wir sie. Bis dahin gilt: Die Prüfung über die Fahrgestellnummer ist der einzige verlässliche Weg zur Antwort auf die wichtigste Frage – ist mein Auto dabei?

Wie groß ist die Brandgefahr wirklich?

BMW nennt als Risiko, dass Feuchtigkeit am Starterrelais zu Korrosion, Kurzschlüssen und im schlimmsten Fall zu einem Fahrzeugbrand führen kann. Ob es bereits konkrete Schadensfälle gab, ist bislang nicht bekannt. Ein zeitnaher Werkstatttermin ist in jedem Fall ratsam.

Muss ich als Halter selbst aktiv werden?

Verlassen Sie sich nicht allein auf ein mögliches Anschreiben, gerade wenn Sie das Fahrzeug gebraucht gekauft oder umgemeldet haben. Fragen Sie den Status mit der Fahrgestellnummer beim BMW-Servicepartner oder über die Rückrufdatenbank des Kraftfahrt-Bundesamts selbst ab.

Wie wird der Fehler in der Werkstatt behoben?

Der Starter wird komplett ausgetauscht. Wie lange der Aufenthalt dauert und ob ein Ersatzfahrzeug bereitsteht, ist nicht veröffentlicht – das klärt der Servicepartner beim Termin.