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Eine Million Fahrten ohne Fahrer: BMW weitet die automatisierte Werklogistik aus

Von AutoHub Redaktion · Redaktion des AutoHub-MagazinsMit KI erstellt, redaktionell geprüft

Neuwagen rollen in vier BMW-Werken ohne Schlüssel und ohne Fahrpersonal von der Montage zur Verladung. Eine Million solcher Fahrten hat der Konzern nach eigenen Angaben inzwischen absolviert, als nächstes Werk folgt Spartanburg.

Blick auf ein BMW Werksgelände mit Produktionshallen, Logistikflächen und geparkten Fahrzeugen
KI-generiertes Bild

Die BMW Group hat nach eigenen Angaben eine Million Fahrzeugbewegungen ohne Fahrerin oder Fahrer auf ihren Werksgeländen absolviert. Möglich macht das ein System, das der Konzern „Automatisiertes Fahren im Werk“ nennt, kurz AFW. Neuwagen fahren damit eigenständig durch Montage- und Logistikbereiche bis zur Verladung, ohne physischen Schlüssel und ohne jemanden am Steuer. Für Kundinnen und Kunden ändert sich dadurch nichts.

AFW ist inzwischen in vier Werken im Einsatz: Dingolfing, Leipzig und Regensburg in Deutschland sowie Oxford in Großbritannien. Als Nächstes soll das US-Werk Spartanburg folgen. Einen Termin dafür nennt der Konzern nicht.

Eine Million fahrerlose Fahrzeugbewegungen in der Produktion

Die Million umfasst Fahrzeugbewegungen zwischen Montage, Prüfstationen und Verladung. Ein fertig montiertes Fahrzeug muss von der Linie zu Prüfstationen, zu Pufferflächen und schließlich zum Verladepunkt für Bahn oder Lkw. Diese Strecken legten bislang Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zurück, die jedes Auto einzeln bewegten. Mit AFW übernimmt das Fahrzeug die Strecke selbst.

Fertigungshalle mit automatisierten Fahrzeugen auf gekennzeichneten Fahrspuren
KI-generiertes Bild

Mit autonomem Fahren im öffentlichen Straßenverkehr hat dieser Anwendungsfall wenig gemein. Auf dem Werksgelände gelten kontrollierte Bedingungen: feste Wege, bekannte Umgebung, keine Fremdfahrzeuge im üblichen Sinn. Rechtlich und technisch ist das deutlich leichter beherrschbar als eine Fahrt über eine Landstraße.

Im Einsatz in Dingolfing, Leipzig, Regensburg und Oxford

Für Oxford nennt der Konzern eine Einzelzahl: mehr als 53.000 automatisierte Fahrten im vergangenen Jahr. Die mehr als 53.000 Fahrten zeigen, dass das System dort regelmäßig eingesetzt wird. Für Dingolfing, Leipzig und Regensburg liegen keine entsprechenden Einzelwerte vor.

Fahrerlose Transportsysteme gehören in der Industrie seit Jahren zum Werksalltag. Bemerkenswert sind die Million Fahrzeugbewegungen und der Einsatz an vier Werken.

StandortLandStand
DingolfingDeutschlandAFW im Einsatz
LeipzigDeutschlandAFW im Einsatz
RegensburgDeutschlandAFW im Einsatz
OxfordGroßbritannienAFW im Einsatz, mehr als 53.000 automatisierte Fahrten im vergangenen Jahr
SpartanburgUSAAnbindung angekündigt, Zeitplan nicht genannt

Spartanburg soll folgen

Als Nächstes will BMW das Werk Spartanburg in South Carolina anschließen. Ein Datum für den Start nennt der Konzern nicht, ebenso wenig einen Umfang für die erste Ausbaustufe. Offen bleibt damit auch, ob dort zunächst einzelne Strecken automatisiert werden oder gleich der komplette Weg von der Montage bis zur Verladung.

BMW setzt AFW bereits an vier europäischen Standorten ein und plant den Einsatz in Spartanburg. Ob und wann weitere Standorte folgen, lässt die Mitteilung offen.

Was offen bleibt

Mehrere Fragen beantwortet die Mitteilung nicht. Für die automatisierten Fahrten ist kein Fahrpersonal nötig; wie sich das auf die Aufgaben der Beschäftigten in der Werkslogistik auswirkt, teilt BMW nicht mit. Unbeschrieben bleibt außerdem, wie die schlüssellose Steuerung technisch funktioniert, welche Sensorik oder Leitinfrastruktur mitwirkt und wie das System Hindernisse erkennt und auf Störungen reagiert. Auch dazu, welche Baureihen auf diese Weise bewegt werden und ob sich Produktionskapazität oder Lieferzeiten ändern, macht der Konzern keine Angaben.

Die Million Fahrzeugbewegungen und der Einsatz in vier Werken zeigen, dass BMW AFW regelmäßig nutzt. Die Meldung beschreibt automatisiertes Fahren innerhalb von Werken. Über Anwendungen im öffentlichen Straßenverkehr sagt sie nichts aus.

Quellen