Eine Million M-Modelle: BMW baut das Münchner Stammwerk für den Elektro-M3 um
Die BMW M GmbH hat in München ihr einmillionstes Hochleistungsfahrzeug gefertigt. BMW stellt das Münchner Werk ab 2027 vollständig auf Elektroautos um. Dort soll auch der erste vollelektrische M3 entstehen.

BMW stellt sein Stammwerk in München bis 2027 vollständig auf Elektrofahrzeuge um und investiert dafür nach eigenen Angaben rund 650 Millionen Euro. Dort soll ab 2027 der erste vollelektrische M3 entstehen, intern unter dem Code ZA0 geführt und auf der Technikbasis der sogenannten Neuen Klasse aufgebaut. Anlass für die Mitteilung war ein Jubiläum: Am 2. Oktober 2026 fertigte die BMW M GmbH in München ihr einmillionstes High-Performance-Fahrzeug. Für Besitzer und Interessenten der heute erhältlichen M-Modelle ändert sich dadurch zunächst nichts.
Das einmillionste M-Modell: ein M3 Competition in Feuerorange III
Das Jubiläumsfahrzeug ist ein BMW M3 Competition der Baureihe G80 in der überarbeiteten Version, lackiert in Feuerorange III. Gefertigt wurde es am 2. Oktober 2026 in München. Mehr Angaben zum Fahrzeug selbst — etwa Ausstattung oder Verbleib — liegen bislang nicht vor.

Die Million zählt die bisher gefertigten Fahrzeuge der BMW M GmbH, also alle M-Baureihen und M-Performance-Modelle über Jahrzehnte hinweg. Sie ordnet damit vor allem die Größenordnung der Submarke ein. BMW kündigt in derselben Mitteilung den Umbau des Münchner Werks an.
650 Millionen Euro: München produziert ab 2027 nur noch elektrisch
Das Stammwerk München wird nach dem Umbau ausschließlich Elektrofahrzeuge bauen. BMW investiert die rund 650 Millionen Euro in den Umbau seines Münchner Stammwerks. In den Werken, in denen M-Modelle entstehen, liefen Verbrenner und Elektrofahrzeuge bisher nebeneinander über dieselben Linien; München gibt diese Mischform auf.
Was der Umbau für die Belegschaft bedeutet, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor. Zu Qualifizierungsprogrammen, Verlagerungen einzelner Fertigungsschritte oder zur langfristigen Standortzusage hat sich BMW in diesem Zusammenhang nicht geäußert. Auch ob weitere Werke dem Münchner Muster folgen, ist offen.
Der elektrische M3: erste Bilder, wenig Daten
Vom kommenden Elektro-M3 gibt es erste offizielle Teaser-Bilder, auf denen das Fahrzeug getarnt zu sehen ist. Erkennbar sind eine markant gestaltete Front mit gelben Lichtelementen, verbreiterte Kotflügel und ein großes Luftleitelement am Heck. Mehr lassen die Aufnahmen nicht zu; die Tarnfolie verdeckt die Flächen dazwischen.
Technische Eckdaten hat BMW nicht genannt. Leistung, Drehmoment, Batteriekapazität und Reichweite sind ebenso offen wie der Preis und der genaue Marktstart. Bekannt ist bisher nur, dass die Produktion ab 2027 in München anläuft und das Auto auf der Neuen Klasse basiert. Es wäre der erste vollelektrische M3.
2028: eine Verbrenner-Alternative mit Reihensechszylinder
Parallel plant BMW für 2028 eine Verbrenner-Alternative des M3 mit Reihensechszylinder, intern G84. Damit hält der Hersteller beide Antriebsarten in derselben Baureihe offen, während Wettbewerber ihre Topmodelle stärker auf Elektroantrieb festlegen. Für Kundinnen und Kunden, die beim Sechszylinder bleiben wollen, ist damit eine Fortsetzung in Aussicht gestellt.
Wie belastbar diese Aussicht ist, lässt sich aus den vorliegenden Angaben nicht beurteilen. Ob der G84 eine reguläre Parallellinie wird, ein Nischenmodell oder ein Angebot vor allem für bestimmte Exportmärkte, hat BMW nicht erläutert. Leistungswerte, Preis und Produktionsstandort sind ebenfalls offen. Da München ab 2027 keine Verbrenner mehr baut, müsste der Wagen an einem anderen Standort entstehen; eine Bestätigung dazu gibt es bislang nicht.
Die Eckdaten im Überblick
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Jubiläumsfahrzeug | BMW M3 Competition (Baureihe G80, überarbeitete Version) |
| Lackierung | Feuerorange III |
| Datum der Fertigung | 2. Oktober 2026 |
| Investition Werksumbau | rund 650 Millionen Euro |
| Umstellung Werk München | ab 2027 ausschließlich Elektrofahrzeuge |
| Elektrischer M3 | interner Code ZA0, Basis Neue Klasse, Produktion ab 2027 |
| Verbrenner-Alternative | Reihensechszylinder (G84), geplant für 2028 |
| Leistung, Reichweite, Preise | nicht genannt |
Was offen bleibt
Offen sind weiterhin die technischen Daten und Preise beider Modelle sowie die genauen Markteinführungstermine. Belastbar ist bislang, dass München umgebaut wird, wie viel das kostet und welche beiden Antriebsvarianten BMW für die Baureihe angekündigt hat.
Wann kommt der erste vollelektrische BMW M3?
Die Produktion soll 2027 im Münchner Stammwerk anlaufen. Das Fahrzeug basiert auf der Neuen Klasse.
Wird es weiterhin einen M3 mit Verbrennungsmotor geben?
Für 2028 ist eine Verbrenner-Alternative mit Reihensechszylinder geplant, intern G84. Ob es sich dabei um eine reguläre Parallellinie oder ein eng begrenztes Angebot handelt, hat BMW bislang nicht erläutert.
Was ändert sich ab 2027 im Stammwerk München?
Das Werk produziert dann ausschließlich Elektrofahrzeuge. BMW investiert dafür rund 650 Millionen Euro in den Umbau.
Hat die Meldung Folgen für heute erhältliche M-Modelle?
Nein. Die angekündigten Änderungen betreffen kommende Baujahre und die Produktion ab 2027.
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