Kia PV7: Elektro-Van als Kastenwagen und Neunsitzer – Marktstart 2027
Kia hat den PV7 auf der IAA Transportation 2026 gezeigt: ein elektrischer Van mit bis zu 8 m³ Laderaum oder neun Sitzplätzen, 460 Kilometern Reichweite und 800-Volt-Bordnetz. Nach Europa kommt er in der zweiten Hälfte 2027.

Kia hat auf der IAA Transportation 2026 in Hannover den PV7 vorgestellt, einen rein elektrischen Van, den es in zwei unterschiedlichen Ausprägungen geben wird: als Cargo-Version mit bis zu 8 m³ Laderaum und 1.200 Kilogramm Nutzlast sowie als Passenger-Version mit bis zu neun Sitzplätzen. Wer heute vor der Frage steht, ob ein Handwerksbetrieb, ein Lieferdienst oder eine große Familie elektrisch fahren kann, bekommt damit eine weitere Option – allerdings erst in der zweiten Jahreshälfte 2027. Bis dahin bleibt der PV7 eine Ankündigung, kein Fahrzeug, das man bestellen kann. Preise hat Kia bislang nicht genannt.
Der praktische Kern der Nachricht steckt in der Ladetechnik: Der PV7 arbeitet mit einer 800-Volt-Architektur. An einer 350-kW-Schnellladesäule soll die Batterie laut Kia in rund 25 Minuten von 10 auf 80 Prozent kommen. Für Fahrzeuge, die im Alltag mehrere Touren pro Tag machen, ist das oft wichtiger als die reine Reichweite – je nach Einsatzprofil.
Was der PV7 ist: zweites Modell der PBV-Reihe
Der PV7 ist das zweite Modell von Kias sogenannter Platform-Beyond-Vehicle-Reihe, kurz PBV. Dahinter steckt eine eigene Produktlinie elektrischer Nutzfahrzeuge, die Kia neben dem klassischen Pkw-Programm aufbaut. Den Anfang machte der kleinere PV5, der PV7 setzt eine Klasse darüber an.
Technisch steht das Fahrzeug auf der Plattform E-GMP.S mit flachem Fahrzeugboden. Dieses Skateboard-Prinzip – Batterie im Unterboden, keine Kardanwelle, kein Motorblock vorn – ist der Grund, warum sich aus derselben Basis ein Kastenwagen und ein Neunsitzer ableiten lassen. Die Länge gibt Kia mit bis zu 5,35 Metern an, was den PV7 in die Größenklasse gängiger mittelgroßer Transporter rückt.

Cargo oder Passenger: die beiden Varianten
Die Cargo-Variante zielt auf gewerbliche Nutzer. Bis zu 8 m³ Laderaum und 1.200 Kilogramm Nutzlast liegen auf dem Niveau, das Betriebe bislang von Diesel-Transportern dieser Größe gewohnt sind. Die Passenger-Variante bietet bis zu neun Sitzplätze und kommt damit als Shuttle, Vereinsbus oder Großfamilienauto in Frage.
Wie sich die Varianten in Reichweite und Verbrauch unterscheiden, hat Kia bisher nicht aufgeschlüsselt. Genannt ist bislang nur ein Wert für die Cargo-Version mit der großen Batterie. Wer den PV7 als Personentransporter plant, muss die Reichweitenfrage also vorerst offenlassen.
Antrieb, Reichweite und Laden
Zur Wahl stehen zwei NMC-Batterien mit 71,5 und 96,2 kWh. Mit dem großen Akku erreicht die Cargo-Version nach WLTP bis zu 460 Kilometer. Angetrieben wird der PV7 zunächst über die Vorderachse, mit bis zu 200 kW (272 PS) und 420 Nm Drehmoment. Eine Allradversion hat Kia angekündigt, ohne einen Termin zu nennen.
Zusätzlich gibt es Vehicle-to-Load-Anschlüsse mit 230 Volt. Damit lassen sich Werkzeuge oder Geräte direkt aus der Fahrzeugbatterie betreiben – für Baustellen und mobile Dienstleistungen ein praktischer Nebeneffekt der großen Batterie.
Ein Vorbehalt gehört dazu: Kia nennt die Ladezeit von rund 25 Minuten in Verbindung mit einer 350-kW-Säule, hat aber die maximale Ladeleistung des Fahrzeugs selbst nicht veröffentlicht. Erst diese Angabe würde zeigen, wie nah die Praxis an den Laborwert kommt. Ebenso gilt: WLTP-Reichweiten werden ohne Zuladung ermittelt. Ein voll beladener Transporter verbraucht mehr, wie viel genau, lässt sich derzeit nicht beziffern.
Die technischen Daten im Überblick
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Plattform | E-GMP.S |
| Länge | bis zu 5,35 m |
| Laderaum (Cargo) | bis zu 8 m³ |
| Nutzlast (Cargo) | 1.200 kg |
| Sitzplätze (Passenger) | bis zu 9 |
| Batteriekapazitäten | 71,5 kWh und 96,2 kWh (NMC) |
| Reichweite (Cargo, großer Akku) | bis zu 460 km (WLTP) |
| Leistung | bis zu 200 kW (272 PS), Frontantrieb |
| Drehmoment | 420 Nm |
| Bordnetz | 800 Volt |
| Laden 10–80 % | ca. 25 Minuten an 350-kW-Ladesäule |
| V2L | 230-Volt-Anschlüsse |
| Marktstart Europa | zweite Jahreshälfte 2027 |
Einordnung: Wo der PV7 im Markt landet
Elektrische Vans dieser Größe gibt es von mehreren Herstellern bereits im Angebot, der PV7 tritt also nicht in ein leeres Feld ein. Welche Ladetechnik die einzelnen Wettbewerber verwenden und wie schnell sie im Vergleich nachladen, lässt sich ohne belastbare Gegenüberstellung hier nicht seriös aufschlüsseln. Nach unserer Einschätzung ist das 800-Volt-Bordnetz aber der technisch auffälligste Punkt am PV7, weil davon die kurze Ladepause abhängt.
Gegenüber frühen Elektro-Transportern ist die angegebene Reichweite nach unserer Einschätzung ein deutlicher Fortschritt; belegte Vergleichswerte liegen uns dazu nicht vor. Auch Nutzlast und Laderaum erreichen Werte, die man von Diesel-Transportern kennt – und genau das war lange der Schwachpunkt elektrischer Nutzfahrzeuge.
Ob das für einen Kauf reicht, entscheidet am Ende der Preis. Den hat Kia nicht genannt, ebenso wenig Angaben zu Garantie, Wartungskosten oder gewerblichen Konditionen. Wer heute konkret ein Fahrzeug braucht, wird nicht bis dahin warten können; wer ohnehin erst in ein bis zwei Jahren ersetzt, sollte den PV7 im Blick behalten.
Was das für Interessenten jetzt bedeutet
Kurzfristig ändert sich für Käufer nichts: Der PV7 ist noch nicht bestellbar und nicht bepreist. Konkret wird es frühestens, wenn Kia vor dem Marktstart Preise, Ausstattungslinien und die maximale Ladeleistung veröffentlicht. Bis dahin bleibt der PV7 eine Option für die mittelfristige Planung – nicht mehr, aber auch nicht weniger.
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D* Kraftstoffverbrauch und CO₂-Emissionen wurden nach dem vorgeschriebenen WLTP-Messverfahren ermittelt. Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO₂-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO₂-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH (DAT) unentgeltlich erhältlich ist (Internetadresse: https://www.dat.de/co2/). Die Angaben beziehen sich nicht auf ein einzelnes Fahrzeug und sind kein Bestandteil des Angebots.
Der PV7 selbst ist im Marktplatz noch nicht gelistet, Auslieferung ab H2/2027. Wer jetzt ein Fahrzeug braucht, findet bei AutoHub Neuwagen, Jahreswagen und Gebrauchte – zum Kauf, im Leasing oder im Abo.
Wann kommt der Kia PV7 nach Europa?
Kia plant den europäischen Marktstart für die zweite Jahreshälfte 2027. Ein genaueres Datum ist bisher nicht genannt.
Wie weit kommt der Kia PV7 mit einer Ladung?
Für die Cargo-Version mit der 96,2-kWh-Batterie gibt Kia bis zu 460 Kilometer nach WLTP an. Werte für die kleinere 71,5-kWh-Batterie und für die Passenger-Variante liegen noch nicht vor.
Wie schnell lädt der Kia PV7?
Dank 800-Volt-Architektur soll der Ladestand an einer 350-kW-Schnellladestation in rund 25 Minuten von 10 auf 80 Prozent steigen. Die maximale Ladeleistung des Fahrzeugs selbst hat Kia bislang nicht veröffentlicht, deshalb lässt sich der Alltagswert noch nicht sicher einschätzen.
Gibt es den Kia PV7 mit Allradantrieb?
Zum Start fährt der PV7 mit Frontantrieb und bis zu 200 kW (272 PS). Eine Allradversion ist angekündigt, einen Termin dafür hat Kia nicht genannt.
Was kostet der Kia PV7?
Preise hat Kia noch nicht bekanntgegeben. Auch zu gewerblichen Konditionen oder Fördermöglichkeiten liegen bislang keine Angaben vor.
Wie viel kann der Kia PV7 laden und transportieren?
Die Cargo-Variante bietet bis zu 8 m³ Laderaum und 1.200 Kilogramm Nutzlast. Die Passenger-Variante bietet bis zu neun Sitzplätze.