News: 3 Fragen an Alexandre Malval – Design-Direktor von Citroen
Citroen zeigt mit dem Cactus M auf der IAA (bis 27. September) in Frankfurt ein sympathisches Cabrio in quietschbunter Surfer-Optik mit Details wie wasserfesten Sitzbezügen. Das geht zwar nicht in Serie, zeigt aber laut Design-Direktor Alexandre Malval wohin die Reise geht.
Ein Cactus-Cabrio! Ist das etwas, auf das wir auch in der Serie hoffen dürfen?
Als Designer fände ich es toll und es würde auch gut zur Marke passen. Der Cactus M spiegelt die Positionierung von Citroen genau wieder: entspannt, freundlich, freigeistig, bunt, freudig, ungezwungen. Die Autoindustrie ist in den letzten Jahrzehnten sehr konservativ geworden. Es gibt aber mittlerweile viele Menschen, die etwas anderes erwarten. Wir versuchen, diese Lücke zu füllen, wir wollen anders sein. Der Cactus M ist kein Serienauto – wir haben derzeit andere Prioritäten – aber der Geist dieser Studie wird sich in unseren neuen Autos widerspiegeln.
DS ist nun eine eigenständige Marke, umso wichtiger ist, dass sich die Citroens abheben. Wie soll das aussehen?
Wenn Sie beispielsweise den Cactus mit dem DS5 vergleichen, dann sehen Sie: Der Cactus ist sehr soft, die Proportionen sind relativ ausgeglichen, er ist überhaupt nicht aggressiv, er ist cool. Der Gesamteindruck ist sympathischer, gleichzeitig hat das Design einen hohen Wiedererkennungswert. Beim Interieur geht es uns nicht darum: Wie viel mehr Equipment kann ich noch in das Auto packen, sondern darum, was für den Kunden wirklich zählt. DS bietet mehr Equipment, das Design ist ein Ausdruck von Sportlichkeit, Maskulinität, Kraft – und damit ist es auch traditioneller. Wir sind diejenigen, die von Autos wie 2CV, Mehari, GS oder CX inspiriert werden. DS führt andere Aspekte aus der Markenhistorie weiter.
Wie werden also die künftigen Citroens aussehen?
Wir wollen nicht – wie andere – Fahrzeug-Design machen, das wie diese russischen Puppen (Matrjoschka, Anm. d. Red.) funktioniert, so dass die Menschen die einzelnen Fahrzeuge von weitem gar nicht auseinander halten können. Wir glauben, dass es etwas wie gemeinsames Blut gibt, aber jedes Auto seine eigene Persönlichkeit haben sollte. Da gilt es die Balance zu halten. Das Mainstream-Design, das derzeit alle machen, zum Beispiel mit einer aggressiven Front und großem Auspuffrohr ist wie als wenn ein Koch auf jeden Teller die gleiche Soße gibt. Ich sage nicht, dass es schlechtes Design ist, es passt sehr gut zu anderen Marken, aber wir wollen ein Kontrast sein.
Autor: Hanne Lübbehüsen/SP-X
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E* Kraftstoffverbrauch und CO₂-Emissionen wurden nach dem vorgeschriebenen WLTP-Messverfahren ermittelt. Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO₂-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO₂-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH (DAT) unentgeltlich erhältlich ist (Internetadresse: https://www.dat.de/co2/). Die Angaben beziehen sich nicht auf ein einzelnes Fahrzeug und sind kein Bestandteil des Angebots.
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