Opel Corsa ab 2028 nur noch elektrisch – geplanter Preis rund 25.000 Euro
Opel-Chef Florian Huettl kündigt an, die nächste Corsa-Generation ab 2028 ausschließlich elektrisch anzubieten – für rund 25.000 Euro und in direkter Konkurrenz zum geplanten VW-Kleinwagen, den Opel ID. Polo nennt. Für den Kauf heute ändert das zunächst nichts.

Der Opel Corsa soll ab 2028 nur noch mit Elektroantrieb zu haben sein. Das hat Opel-Chef Florian Huettl gegenüber der „Welt am Sonntag“ angekündigt. Der Preis für die nächste Generation soll bei rund 25.000 Euro liegen, als direkter Gegner ist der VW ID. Polo genannt – so bezeichnet Opel den geplanten VW-Kleinwagen, offiziell bestätigt ist dieser Serienname nicht. Für alle, die heute einen Corsa suchen, ändert sich damit zunächst nichts.
Interessant ist die Ankündigung vor allem für Käuferinnen und Käufer, die schon jetzt planen, ihren nächsten Kleinwagen möglichst lange zu fahren. Wer 2028 oder später bei Opel einen neuen Corsa kauft, bekommt nach heutigem Stand ein Elektroauto. Wer einen Corsa mit Verbrennungsmotor möchte, sollte das in seiner Zeitplanung berücksichtigen. Auf dem Gebraucht- und Jahreswagenmarkt wird ein solcher Corsa allerdings noch viele Jahre verfügbar bleiben.
Was Opel angekündigt hat
Die Aussage ist knapp, aber eindeutig: Die nächste Corsa-Generation wird ab 2028 ausschließlich elektrisch angeboten. Ein Zielpreis von rund 25.000 Euro steht im Raum. Mehr Details hat Opel bislang nicht genannt – weder zur Batteriegröße noch zur Reichweite, zur Leistung, zur technischen Basis oder zum Produktionsort. Bemerkenswert ist außerdem der Zeitpunkt der Ansage.
Zuletzt im August 2025 hatte Opel erklärt, flexibel bleiben zu wollen und die Verbrenner-Optionen nicht zwingend 2028 zu beenden. Die neue Aussage ist damit eine Kurskorrektur innerhalb weniger Monate. Nach Einschätzung der Redaktion sollte man sie als Absichtserklärung lesen, nicht als endgültig festgezurrte Planung: Wer die Linie einmal geändert hat, kann sie bis 2028 auch ein weiteres Mal anpassen.
| Merkmal | Stand der Information |
|---|---|
| Antrieb ab 2028 | rein elektrisch, keine Verbrenner-Variante geplant |
| Angestrebter Preis | rund 25.000 Euro |
| Marktstart | 2028 |
| Direkter Wettbewerber laut Opel | VW ID. Polo (Serienname nicht offiziell bestätigt) |
| Reichweite, Batterie, Leistung | nicht genannt |
| Plattform | nicht genannt |
| Produktionsstandort | nicht genannt |
25.000 Euro – ein ambitionierter Zielpreis

Der Preis ist die zentrale Aussage dieser Ankündigung. Nach Einschätzung der Redaktion liegen vollelektrische Kleinwagen heute in der Regel spürbar über dieser Marke; belegte Vergleichspreise nennt Opel zu seiner Ankündigung nicht. Ein Sprung auf rund 25.000 Euro setzt voraus, dass Opel bei Batterietechnik, Plattform oder Ausstattung wesentlich günstiger wird – wie genau, hat das Unternehmen nicht erläutert.
Hinzu kommt eine Unschärfe, die für den Geldbeutel entscheidend ist: Es ist bislang nicht klar, ob die 25.000 Euro den Einstiegs-Listenpreis meinen oder einen Preis nach möglichen Förderungen und Rabatten. Diese Unterscheidung kann mehrere tausend Euro ausmachen. Bis Opel dazu Angaben macht, bleibt die Zahl eine Orientierungsgröße und keine belastbare Kalkulation.
Die 25.000-Euro-Marke hat sich im Markt als Zielgröße für günstige Elektro-Kleinwagen etabliert – eingehalten wurde sie bislang nur selten.
Einordnung der AUTOHUB-Redaktion
Die Konkurrenz: der geplante VW-Kleinwagen
Opel nennt den VW ID. Polo ausdrücklich als Gegner, also den geplanten Elektro-Kleinwagen von Volkswagen. Zum Zeitplan dieses Modells und zu Preisen anderer Wettbewerber macht Opel keine Angaben, und belastbare Zahlen liegen uns dazu nicht vor. Klar ist nur die Zielgruppe: Beide Hersteller wollen Kundinnen und Kunden erreichen, die ein kompaktes, alltagstaugliches Elektroauto ohne großes Budget suchen.
Nach Einordnung der Redaktion richten auch weitere Hersteller ihre Kleinwagen auf Elektroantrieb aus, was den Preiswettbewerb im Segment bis Ende des Jahrzehnts verschärfen dürfte. Das ist die potenziell gute Nachricht an dieser Meldung für Käuferinnen und Käufer. Wie sich das auf die tatsächlichen Preise im Handel auswirkt, lässt sich heute allerdings noch nicht seriös beziffern.
Zeitplan und Restwert: worauf zu achten ist
Bis 2028 sind es noch mehrere Modelljahre, und damit bleibt genug Zeit für einen regulären Fahrzeugwechsel. Das aktuelle Modell wird weiterhin angeboten, mit Verbrennungsmotor ebenso wie als Corsa Electric – das entspricht dem heutigen Marktangebot und ist Hintergrundwissen der Redaktion, nicht Teil der Opel-Ankündigung. Neuwagen, Jahreswagen und Gebrauchte der aktuellen Generation werden zudem noch lange in großer Zahl verfügbar sein.
Ein Punkt ist bei der Kalkulation trotzdem im Hinterkopf zu behalten: Wenn ein Hersteller eine Baureihe konsequent auf Elektro umstellt, kann das mittelfristig auf die Restwerte der Verbrenner-Varianten wirken. Belegen lässt sich das für den Corsa heute nicht, und niemand kann seriös eine Prozentzahl nennen. Wer sein Auto ohnehin lange fährt, wird davon wenig merken; wer in drei bis vier Jahren wieder verkaufen will, sollte den Wiederverkaufswert bei der Angebotsauswahl mitprüfen.
Diese Fragen sind noch offen
- Reichweite, Batteriegröße und Leistung des Elektro-Corsa sind nicht bekannt.
- Die technische Basis – ob neue Kleinwagenplattform oder Weiterentwicklung der heutigen – hat Opel nicht genannt.
- Zum Produktionsort der nächsten Generation hat Opel keine Angaben gemacht.
- Unklar ist, ob sich die rund 25.000 Euro auf den Listenpreis oder auf einen Preis nach Förderung beziehen.
- Auch die Verbindlichkeit der Ankündigung ist offen – im August 2025 lautete die Linie noch anders.
- Ob der Wettbewerber tatsächlich als VW ID. Polo auf den Markt kommt, ist nicht offiziell bestätigt.
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C* Kraftstoffverbrauch und CO₂-Emissionen wurden nach dem vorgeschriebenen WLTP-Messverfahren ermittelt. Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO₂-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO₂-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH (DAT) unentgeltlich erhältlich ist (Internetadresse: https://www.dat.de/co2/). Die Angaben beziehen sich nicht auf ein einzelnes Fahrzeug und sind kein Bestandteil des Angebots.
Wann kommt der neue elektrische Opel Corsa?
Opel nennt 2028 als Zeitpunkt für die nächste Generation. Ein genaueres Datum für Markteinführung oder Bestellstart gibt es bislang nicht.
Was soll der elektrische Corsa kosten?
Genannt sind rund 25.000 Euro. Ob damit der Listenpreis oder ein Preis nach Förderungen gemeint ist, hat Opel nicht präzisiert. Die Angabe ist eine Zielgröße, kein festes Preisversprechen.
Gibt es ab 2028 noch einen Corsa mit Verbrennungsmotor?
Nach der aktuellen Ankündigung nicht: Die nächste Generation soll ausschließlich elektrisch angeboten werden. Zuletzt im August 2025 hatte Opel erklärt, sich Verbrenner-Optionen offenhalten zu wollen – die Planung kann sich also erneut ändern.
Kann ich jetzt noch einen Corsa mit Benziner kaufen?
Ja. Das aktuelle Modell wird weiterhin angeboten, als Neuwagen ebenso wie als Jahres- und Gebrauchtwagen, dazu als Leasing- oder Abo-Fahrzeug.
Gegen wen tritt der neue Corsa an?
Opel nennt den VW ID. Polo als direkten Konkurrenten, also den geplanten Elektro-Kleinwagen von Volkswagen. Dass das Serienmodell diesen Namen tragen wird, ist nicht offiziell bestätigt.
Wo wird der neue Corsa gebaut?
Das ist offen. Zum Produktionsort der nächsten Generation hat Opel keine Angaben gemacht.