Renault 5 E-Tech Electric: mehr Reichweite und eine neue Einstiegsversion
Renault überarbeitet den 5 E-Tech Electric: Beide bisherigen Batterievarianten kommen jetzt weiter, und eine neue Basisversion namens „Five“ fährt mit LFP-Akku und serienmäßigem DC-Schnelllader vor. Preise, Marktstart und der Deutschland-Start der „Five“ sind noch offen.

Wer gerade einen kompakten Elektro-Neuwagen vergleicht, bekommt beim Renault 5 E-Tech Electric zwei neue Argumente. Die beiden bisherigen Batterievarianten kommen nach einem technischen Update weiter als zuvor: Die 52-kWh-Version schafft laut Hersteller nun bis zu 430 statt 410 Kilometer nach WLTP, die 40-kWh-Version bis zu 315 statt 312 Kilometer. Unter dem Namen „Five“ kommt außerdem eine neue Einstiegsversion dazu, die trotz kleinerer Batterie serienmäßig an der Schnellladesäule laden kann. Was die Sache offen lässt: Preise und Termine hat Renault zu diesen Neuerungen bislang nicht genannt. Ob die „Five“ in Deutschland angeboten wird, ist ebenfalls noch offen.
Mehr Reichweite ohne neuen Akku
Es handelt sich ausdrücklich nicht um eine neue Generation, sondern um eine Modellpflege mit technischen Detailverbesserungen. Der Reichweitenzuwachs kommt entsprechend nicht aus einer größeren Batterie, sondern aus Feinarbeit. Renault nennt aerodynamische Optimierungen am Unterboden und an den Außenspiegeln sowie eine verbesserte Batterieelektronik. Das Ergebnis sind bei der 52-kWh-Variante („Comfort Range“, 150 PS) 20 Kilometer mehr auf dem Papier, bei der 40-kWh-Variante („Urban Range“, 120 PS) drei Kilometer.
Für die Praxis heißt das: Die 52-kWh-Version macht einen spürbaren, wenn auch keinen dramatischen Sprung — rund fünf Prozent mehr Normreichweite. Bei der 40-kWh-Version bewegt sich der Unterschied im Bereich der Messtoleranz und wird im Alltag kaum auffallen. Wer bereits einen Renault 5 fährt und sich fragt, ob die Verbesserung nachträglich aufgespielt werden kann: Dazu liegen uns keine Angaben vor. Da ein Teil des Gewinns aus geänderter Hardware stammt, halten wir eine vollständige Nachrüstung per Software für unwahrscheinlich — das ist eine Einschätzung der Redaktion, kein Herstellerhinweis.
Die neue Einstiegsversion „Five“
Interessanter für preisbewusste Käufer ist die neue Basisvariante. Sie trägt den Namen „Five“, leistet 80 kW (110 PS) und bezieht ihren Strom aus einer 36,5 kWh großen Batterie mit LFP-Zellen in Cell-to-Pack-Bauweise. Beides sind Fachbegriffe aus der Batterietechnik, die wir hier allgemein einordnen: LFP steht für Lithium-Eisenphosphat, Cell-to-Pack bezeichnet Batterien, bei denen die Zellen ohne Zwischenmodule direkt ins Gehäuse eingebaut werden. Welche Vor- oder Nachteile Renault daraus für dieses Modell ableitet, teilt der Hersteller nicht mit.
Die WLTP-Reichweite liegt bei bis zu 305 Kilometern und damit nur zehn Kilometer unter der 40-kWh-Version. Geladen wird mit bis zu 6,6 kW Wechselstrom (AC) an der Wallbox und mit bis zu 80 kW Gleichstrom (DC) an der Schnellladesäule. Renault nennt für die „Five“ beide Lader serienmäßig. Zur DC-Ausstattung der anderen Varianten macht der Hersteller in seiner Mitteilung keine Angabe. Belastbar ist damit: Die „Five“ kann ab Werk DC-schnellladen.

Zur Ladekurve, also dazu, wie lange die 80 kW tatsächlich anliegen und wie viele Minuten ein Ladestopp von 10 auf 80 Prozent dauert, macht Renault bislang keine Angaben. Auch zum Kälteverhalten der Batterie liegen keine Herstellerwerte vor. Allgemein reagieren LFP-Batterien oft empfindlicher auf niedrige Temperaturen — belastbare Zahlen für die „Five“ gibt es dazu aber nicht. Wer im Winter regelmäßig längere Strecken fährt, sollte diese Werte abwarten oder eine Probefahrt bei kühlen Temperaturen einplanen.
Einordnung: Wo der Renault 5 damit steht
Gegenüber dem bisherigen Stand ist das ein Update, kein Neuanfang. Antrieb und Batterien der beiden etablierten Versionen bleiben, die Reichweitengewinne stammen aus Effizienzarbeit. Wer den Wagen bereits auf der Liste hatte, muss seine Kalkulation deshalb nicht neu aufsetzen — das Auto ist dasselbe, nur ein wenig sparsamer unterwegs.
Die neue Basisversion ist die relevantere Nachricht. Sie liegt bei der Normreichweite fast auf dem Niveau der 40-kWh-Version, bringt aber weniger Leistung mit. Dass ein DC-Lader in der Einstiegsversion serienmäßig an Bord ist, halten wir für den praktisch wichtigsten Punkt des Updates — in dieser Fahrzeugklasse ist das nicht selbstverständlich; das ist eine Einschätzung der Redaktion. Ob daraus am Ende ein attraktives Angebot wird, entscheidet der Preis — und der ist noch nicht bekannt.
Die Varianten im Vergleich
| Version | Batterie | Leistung | WLTP neu | WLTP bisher |
|---|---|---|---|---|
| Five (neu) | 36,5 kWh, LFP (Cell-to-Pack) | 80 kW (110 PS) | bis zu 305 km | — |
| Urban Range | 40 kWh | 120 PS | bis zu 315 km | 312 km |
| Comfort Range | 52 kWh | 150 PS | bis zu 430 km | 410 km |
Was sich sonst noch ändert
- Neue Außenfarbe Flammenrot
- Gekühltes Qi2-Ladepad für das Smartphone
- Zusätzlicher Fahrmodus „Smart“
- Für die Einstiegsversion „Five“: 80-kW-DC-Lader und 6,6-kW-AC-Lader serienmäßig
Diese Fragen sind noch offen
Drei Punkte sind für eine Kaufentscheidung entscheidend und bislang unbeantwortet: Renault hat weder Preise für die überarbeiteten Versionen noch für die neue „Five“ genannt. Ein Marktstart- oder Auslieferungstermin steht ebenfalls nicht fest. Und ob die Einstiegsversion überhaupt für den deutschen Markt vorgesehen ist, ist derzeit nicht bestätigt. Wer konkret plant, sollte diese Angaben abwarten, bevor er die „Five“ fest einplant.
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A* Kraftstoffverbrauch und CO₂-Emissionen wurden nach dem vorgeschriebenen WLTP-Messverfahren ermittelt. Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO₂-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO₂-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH (DAT) unentgeltlich erhältlich ist (Internetadresse: https://www.dat.de/co2/). Die Angaben beziehen sich nicht auf ein einzelnes Fahrzeug und sind kein Bestandteil des Angebots.
Wie weit kommt der Renault 5 E-Tech Electric nach dem Update?
Die 52-kWh-Version (Comfort Range, 150 PS) schafft nach WLTP bis zu 430 Kilometer, zuvor waren es 410. Die 40-kWh-Version (Urban Range, 120 PS) kommt auf bis zu 315 statt bisher 312 Kilometer. Die neue Einstiegsversion „Five“ erreicht bis zu 305 Kilometer.
Welche Batterie und welche Leistung hat die Einstiegsversion „Five“?
Die „Five“ hat eine 36,5 kWh große LFP-Batterie in Cell-to-Pack-Bauweise und einen Motor mit 80 kW (110 PS). LFP steht allgemein für die Zellchemie Lithium-Eisenphosphat; weitere Angaben dazu macht Renault nicht.
Kann die Basisversion an der Schnellladesäule laden?
Ja. Renault gibt für die „Five“ einen serienmäßigen 80-kW-DC-Lader an, dazu einen 6,6-kW-AC-Lader. Angaben zur Ladedauer oder zur Ladekurve liegen bislang nicht vor.
Was kostet die neue Einstiegsversion?
Renault hat bislang keine Preise genannt — weder für die „Five“ noch für die überarbeiteten Versionen. Auch ein Marktstarttermin steht noch nicht fest.
Kommt die „Five“ auch nach Deutschland?
Das ist derzeit nicht bestätigt. Ob und wann die Einstiegsversion hierzulande angeboten wird, hat Renault nicht mitgeteilt.
Profitieren bereits ausgelieferte Fahrzeuge von der höheren Reichweite?
Dazu gibt es keine Angaben; eine reine Software-Nachrüstung erscheint wegen der geänderten Hardware am Unterboden und an den Außenspiegeln unwahrscheinlich.
Quellen
- Autogazette.devertexaisearch.cloud.google.com