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Rückruf bei VW und Audi: 954.387 Fahrzeuge in Deutschland müssen in die Werkstatt

Von AutoHub Redaktion · Redaktion des AutoHub-MagazinsMit KI erstellt, redaktionell geprüft

Eine Schraube am Lenkgetriebe kann durch Streusalz korrodieren. Betroffen sind VW Golf, Tiguan, Touran, Caddy und der Audi Q3 aus Bauzeiträumen zwischen 2013 und 2024 – die Prüfung in der Vertragswerkstatt ist kostenlos.

Ein Mechaniker in einer Werkstatt arbeitet an der Lenkungsverschraubung eines Fahrzeugs, um eine Befestigungsschraube auszutauschen
KI-generiertes Bild

Wer einen VW Golf, Tiguan, Touran oder Caddy fährt oder einen Audi Q3 besitzt, kann mit der Fahrgestellnummer beim Vertragspartner prüfen lassen, ob das eigene Auto betroffen ist. Das Kraftfahrt-Bundesamt überwacht einen Rückruf, der in Deutschland 954.387 Fahrzeuge erfasst, weltweit sind es 2.855.601. Grund ist eine Befestigungsschraube des Lenkgetriebes, die durch Streusalz korrodieren kann. Die Vertragswerkstätten prüfen die Verschraubung kostenlos und tauschen sie gegen eine korrosionsresistentere Schraube aus.

Für Halter bedeutet das einen Werkstattbesuch von bis zu einer Stunde, für den keine Kosten entstehen. Kaufinteressenten, die gerade eines dieser Modelle als Gebraucht- oder Jahreswagen anschauen, sollten sich zeigen lassen, ob die Rückrufmaßnahme bereits erledigt wurde.

Grund des Rückrufs: Korrosion an der Lenkgetriebeschraube

Nach Angaben zur Rückrufaktion kann eine Befestigungsschraube des Lenkgetriebes unter dem Einfluss von Streusalz korrodieren. In der Folge kann die Schraube abreißen. Im ungünstigsten Fall führt das zum Ausfall der Lenkfähigkeit. Genau deshalb stuft das Kraftfahrt-Bundesamt die Maßnahme als sicherheitsrelevant ein und überwacht sie.

Die Werkstatt kontrolliert die Verschraubung und setzt eine Schraube ein, die der Korrosion besser widersteht. Angaben zu bereits eingetretenen Schadensfällen oder Unfällen liegen uns nicht vor. Ob ein betroffenes Fahrzeug bis zum Werkstatttermin uneingeschränkt gefahren werden darf, sagt die Rückrufmeldung ebenfalls nicht. Diese Frage beantwortet der Volkswagen- oder Audi-Partner verbindlich.

Diese Modelle und Bauzeiträume sind betroffen

Bei Volkswagen reicht die Liste vom Golf VII bis zum Golf VIII, umfasst alle drei Tiguan-Generationen, beide Touran-Generationen und den Caddy in der dritten, vierten und fünften Generation. Bei Audi betrifft sie den Q3 in den Generationen 8U und F3. Die genauen Produktionszeiträume stehen in der folgenden Übersicht.

Marke / ModellGenerationenProduktionszeitraum
VW Golf und Golf VariantVII und VIII24.09.2013 bis 01.07.2024
VW Tiguanalle drei Generationen24.09.2013 bis 01.07.2024
VW Touranbeide Generationen24.09.2013 bis 01.07.2024
VW CaddyIII, IV und V24.09.2013 bis 01.07.2024
Audi Q38U und F331.10.2017 bis 23.05.2024

Ein Baujahr innerhalb dieser Zeiträume bedeutet nicht automatisch, dass das eigene Auto dabei ist. Maßgeblich ist die Fahrgestellnummer. Mit ihr lässt sich beim Vertragspartner oder über die Rückrufdatenbank des Kraftfahrt-Bundesamts klären, ob das konkrete Fahrzeug zur Aktion gehört.

Umfang: fast 2,9 Millionen Fahrzeuge weltweit

Weltweit umfasst die Aktion 2.855.601 Fahrzeuge, davon 2.159.054 von Volkswagen und 696.547 von Audi. Von den 954.387 betroffenen Fahrzeugen in Deutschland sind 895.832 von Volkswagen und 58.555 von Audi.

MerkmalWert
KBA-Referenznummern17016R (VW), 17014R
Herstellercodes48VS (VW), 48LG (Audi)
Fahrzeuge weltweit2.855.601 (2.159.054 VW, 696.547 Audi)
Fahrzeuge in Deutschland954.387 (895.832 VW, 58.555 Audi)
Dauer des Werkstattaufenthaltsbis zu 1 Stunde
Kosten für Halterkeine

Ablauf in der Werkstatt

Die Vertragswerkstatt prüft die Lenkungsverschraubung und ersetzt die Schraube durch eine korrosionsresistentere Ausführung. Veranschlagt ist dafür bis zu einer Stunde, für Teil und Arbeit zahlen Halter nichts.

Zwei Punkte sind nach derzeitigem Stand offen. Erstens ist nicht mitgeteilt, auf welchem Weg und in welcher Reihenfolge die Halter benachrichtigt werden. Zweitens steht kein genauer Termin fest, ab wann Termine für die Rückrufmaßnahme angeboten werden. Wer nicht warten will, kann seinen Volkswagen- oder Audi-Partner von sich aus mit der Fahrgestellnummer kontaktieren.

Was das für den Kauf bedeutet

Bei einem gebrauchten Golf, Tiguan, Touran, Caddy oder Audi Q3 aus den genannten Bauzeiträumen lohnt die Frage, ob der Rückruf bereits ausgeführt wurde. Klarheit bringt auch hier die Fahrgestellnummer, mit der ein Volkswagen- oder Audi-Vertragspartner Auskunft geben kann. Ist die Maßnahme noch offen, lässt sie sich nach dem Kauf beim Vertragspartner kostenlos nachholen. Golf, Tiguan, Touran, Caddy und Q3 finden sich auf AutoHub als Neuwagen, Jahreswagen und Gebrauchtwagen sowie für Leasing und Abo.

Welche KBA-Referenznummern und Herstellercodes gehören zum Rückruf?

Das Kraftfahrt-Bundesamt führt die Aktionen unter den Referenznummern 17016R für Volkswagen und 17014R. Die Herstellercodes lauten 48VS bei VW und 48LG bei Audi.

Ist die Reparatur für Halter kostenlos?

Die Vertragswerkstätten prüfen die Lenkungsverschraubung und ersetzen die Schraube durch eine korrosionsresistentere Ausführung, ohne dass für Halter Kosten entstehen.

Wie lange dauert der Werkstattaufenthalt?

Für die Prüfung und den Austausch ist bis zu einer Stunde veranschlagt.

Woher weiß ich, ob mein Fahrzeug betroffen ist?

Entscheidend ist die Fahrgestellnummer. Damit kann ein Volkswagen- oder Audi-Vertragspartner Auskunft geben; auch die Rückrufdatenbank des Kraftfahrt-Bundesamts führt die Aktionen.

Muss ich selbst aktiv werden oder warte ich die Einladung ab?

Wie und wann die Halter benachrichtigt werden, ist bislang nicht mitgeteilt. Wer Klarheit will, fragt mit der Fahrgestellnummer direkt beim Vertragspartner nach.

Gibt es bereits bekannte Schadensfälle?

Zu eingetretenen Schäden oder Unfällen liegen uns keine Angaben vor. Beschrieben ist das technische Risiko: Die Schraube kann korrodieren, abreißen und im ungünstigsten Fall zum Ausfall der Lenkfähigkeit führen.

Quelle der Angaben zu Rückrufnummern, Stückzahlen und Bauzeiträumen ist eine Meldung von autokiste.de zur vom Kraftfahrt-Bundesamt überwachten Aktion.

Quellen