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Škoda Elroq und Enyaq 2027: Frunk, Strom aus dem Auto und ein günstigerer Einstieg

Von AutoHub Redaktion · Redaktion des AutoHub-MagazinsMit KI erstellt, redaktionell geprüft

Škoda überarbeitet seine Elektromodelle Elroq und Enyaq zum Modelljahr 2027: bidirektionales Laden, ein kleiner Stauraum unter der Fronthaube, neue Software und die Rückkehr der Einstiegsversionen mit LFP-Batterie ab 37.390 Euro. Bestellstart ist Ende April 2026.

Der Škoda Enyaq 2027 in Blaumetallic, Dreiviertel-Frontansicht auf einer modernen Straße
KI-generiertes Bild

Škoda überarbeitet seine beiden Elektromodelle Elroq und Enyaq zum Modelljahr 2027. Für Käuferinnen und Käufer sind vor allem drei Punkte relevant: Die Autos können künftig Strom nicht nur aufnehmen, sondern auch wieder abgeben, sie bekommen eine neue Infotainment-Software auf Android-Basis, und die günstigeren Einstiegsversionen mit der Zahl 60 im Namen kehren zurück. Der Elroq Essence 60 startet bei 37.390 Euro, der größere Enyaq Essence 60 bei 42.990 Euro. „Essence“ bezeichnet dabei die Einstiegs-Ausstattungslinie, die 60 steht für die kleinere Batteriestufe.

Wer gerade konkret sucht, sollte den Zeitplan kennen: Bestellt werden können die aktualisierten Modelle ab Ende April 2026, der Marktstart ist ab Mitte 2026 vorgesehen. Wer früher ein Auto braucht, kauft die bisherige Ausführung – wer flexibel ist, kann abwarten. Ob sich das Warten lohnt, hängt vor allem davon ab, wie wichtig Ihnen die Rückspeise-Funktion und der niedrigere Einstiegspreis sind.

Wichtig zur Einordnung: Das ist ein Modelljahres-Update, kein neues Auto. Škoda pflegt die Modelle über Software, Detailverbesserungen und eine zusätzliche Einstiegsvariante. Angaben zu einer veränderten technischen Basis oder einer neuen Elektro-Architektur gibt es bislang nicht.

Bidirektionales Laden: Was V2L und V2H im Alltag bringen

Die aus Kundensicht größte Neuerung ist das bidirektionale Laden. Vehicle-to-Load, kurz V2L, bedeutet, dass Sie externe Geräte direkt mit Strom aus der Antriebsbatterie versorgen können – vom Elektrogrill über Werkzeug bis zur Kaffeemaschine auf dem Campingplatz. Vehicle-to-Home, kurz V2H, geht einen Schritt weiter: Hier speist das Auto Strom ins Hausnetz zurück, etwa um selbst erzeugten Solarstrom am Abend zu nutzen.

Bei Škoda-Elektromodellen ist das neu. Offen ist allerdings, was genau dafür nötig ist: Ob V2H in jeder Ausstattung ab Werk funktioniert oder eine passende Wallbox beziehungsweise Zusatzhardware voraussetzt, geht aus den bisherigen Angaben nicht hervor. Für das Rückspeisen ins Hausnetz braucht es in der Regel eine bidirektionale Wallbox samt Energiemanagement, je nach Anschluss auch eine Freigabe des Netzbetreibers. Wer die Funktion konkret einplant – etwa zusammen mit einer Photovoltaikanlage –, sollte das vor der Bestellung mit dem Händler, dem Elektroinstallateur und dem Energieversorger klären.

Der neue Frunk des Škoda Enyaq 2027 mit offener Haube, Stauraum unter der Motorhaube
Der neue Frunk bietet 21 Liter Platz – praktisch für Ladekabel, aber kein echter Kofferraum-Ersatz · KI-generiertes Bild

Frunk, One-Pedal-Driving und kabelloses Laden

Unter der Fronthaube entsteht ein zusätzliches Staufach, ein sogenannter Frunk. Mit 21 Litern fällt es klein aus. Für das Ladekabel reicht das, für Einkäufe oder Gepäck nicht. Man sollte es also eher als praktische Ergänzung sehen denn als echten Zugewinn an Kofferraum.

Dazu kommt eine echte One-Pedal-Funktion: Das Auto verzögert allein über das Gaspedal bis zum Stillstand, das Bremspedal bleibt im Stadtverkehr meist unbenutzt. Nach unserer Einschätzung ist das im Stadtverkehr ein spürbarer Komfortgewinn, weil viele Elektroautos per Rekuperation zwar kräftig verzögern, das Auto bisher aber nicht bis zum Stillstand halten. Wie diese Funktion technisch umgesetzt wird und ob sie in allen Varianten verfügbar ist, hat Škoda bislang nicht im Detail erläutert.

Das induktive Laden in der Ablage vor der Mittelkonsole rüstet Škoda auf den Standard Qi2 mit aktiver Kühlung um, mit bis zu 25 Watt Ladeleistung. Wozu die Kühlung dient, hat Škoda nicht ausgeführt. Nach unserer Einschätzung soll sie verhindern, dass das Smartphone bei längerem kabellosen Laden zu warm wird und deshalb drosselt. So bliebe die Ladeleistung stabiler – auch bei Navigation und Musik-Streaming.

Neue Software mit App-Store und digitalem Schlüssel

Das Infotainment wechselt auf eine Android-Basis mit eigenem App-Store. Anwendungen wie Spotify und YouTube lassen sich damit direkt im Fahrzeug installieren, ohne Umweg über das Smartphone. So funktionieren Musik- und Video-Apps auch ohne verbundenes Handy.

Ergänzend kommt ein digitaler Fahrzeugschlüssel, der sich über das Smartphone nutzen lässt. Praktisch ist das vor allem dann, wenn mehrere Personen dasselbe Auto fahren. Offen ist bisher, ob Besitzerinnen und Besitzer bereits ausgelieferter Elroq und Enyaq Teile dieser Neuerungen per Software-Update nachrüsten können. Solange Škoda dazu nichts sagt, sollte man nicht damit rechnen.

Die Einstiegsversionen 60 kommen zurück

Für preisbewusste Käufer ist das die eigentliche Nachricht: Die Versionen mit der Bezeichnung 60 kehren ins Programm zurück. Sie nutzen eine Batterie vom Typ LFP, also Lithium-Eisenphosphat, mit bis zu 61 kWh Kapazität und leisten 140 kW (190 PS). Ob die Kapazität brutto oder netto gemeint ist, hat Škoda nicht angegeben. Zur Einordnung, unabhängig von den Herstellerangaben: LFP-Zellen gelten allgemein als robust und langlebig, haben aber typischerweise eine geringere Energiedichte als die sonst verbreiteten NMC-Zellen.

Genau hier liegt die wichtigste offene Frage: Wie weit die 60er-Versionen mit einer Ladung kommen, hat Škoda bislang nicht genannt. Auch zur maximalen Ladeleistung und damit zur Ladezeit von 10 auf 80 Prozent gibt es noch keine Angaben. Ohne diese beiden Werte lässt sich nicht seriös beurteilen, ob die günstigere Variante für längere Strecken taugt oder eher als Pendler- und Zweitwagen gedacht ist.

Preise und Daten im Überblick

MerkmalWert
BestellstartEnde April 2026
Marktstartab Mitte 2026
Einstiegspreis Elroq Essence 6037.390 Euro
Einstiegspreis Enyaq Essence 6042.990 Euro
Batterie der 60er-VersionenLFP, bis zu 61 kWh (brutto oder netto nicht angegeben)
Leistung der 60er-Versionen140 kW (190 PS)
Frunk-Volumen21 Liter
Kabelloses LadenQi2, 25 Watt, aktiv gekühlt
Bidirektionales LadenV2L und V2H
Reichweite der 60er-Versionenbislang nicht genannt
Maximale Ladeleistungbislang nicht genannt

Was noch offen ist

Neben Reichweite und Ladeleistung sind weitere Punkte ungeklärt. Ob sich am Design etwas ändert – etwa an Stoßfängern oder Leuchten – ist bisher nicht bekannt. Auch welche weiteren Ausstattungslinien und Motorisierungen zum Modelljahr 2027 angeboten werden, hat Škoda noch nicht vollständig aufgeschlüsselt.

  • Reichweite und Ladeleistung der LFP-Einstiegsversionen: offen
  • Batteriekapazität brutto oder netto: nicht angegeben
  • Optische Änderungen an Karosserie und Leuchten: nicht bestätigt
  • Vollständige Modellpalette mit allen Linien und Antrieben: noch nicht bekannt
  • Nachrüstbarkeit der Software-Neuerungen für bestehende Fahrzeuge: nicht bestätigt
  • Voraussetzungen für V2H, etwa eine passende Wallbox: nicht spezifiziert

Was das für den Kauf bedeutet

Wer ohnehin erst im Lauf des Jahres 2026 kauft, kann das Update abwarten – vor allem, wenn V2H im Zusammenspiel mit einer Solaranlage geplant ist oder der niedrigere Einstiegspreis den Ausschlag gibt. Wer dagegen früher ein Auto braucht oder eine größere Batterie will, findet in den aktuellen Elroq- und Enyaq-Varianten ein bekanntes und verfügbares Angebot. Bei den heutigen Modellen kann der Modellwechsel zudem Bewegung in Preise und Konditionen bringen – bei Kauf ebenso wie bei Leasing oder Abo.

Wann kann man die aktualisierten Škoda Elroq und Enyaq bestellen?

Der Bestellstart ist für Ende April 2026 vorgesehen. Der Marktstart soll ab Mitte 2026 folgen.

Was kosten der Elroq 60 und der Enyaq 60?

Der Elroq Essence 60 startet bei 37.390 Euro, der Enyaq Essence 60 bei 42.990 Euro. „Essence“ ist die Einstiegs-Ausstattungslinie, die 60 steht für die kleinere Batteriestufe. Preise für weitere Ausstattungslinien und Motorisierungen sind bislang nicht bekannt.

Welche Batterie steckt in den Einstiegsversionen?

Eine LFP-Batterie, also Lithium-Eisenphosphat, mit bis zu 61 kWh Kapazität; ob brutto oder netto, hat Škoda nicht angegeben. Die Leistung liegt bei 140 kW (190 PS). Angaben zu Reichweite und maximaler Ladeleistung hat Škoda bisher nicht veröffentlicht.

Können die neuen Modelle Strom zurückspeisen?

Ja, bidirektionales Laden ist über Vehicle-to-Load (V2L) für externe Geräte und Vehicle-to-Home (V2H) für die Einspeisung ins Hausnetz vorgesehen. Ob dafür zusätzliche Hardware wie eine bidirektionale Wallbox nötig ist, ist noch offen und sollte vor der Bestellung mit Installateur und Netzbetreiber geklärt werden.

Bekommen bestehende Elroq und Enyaq die neue Software?

Dazu gibt es bislang keine Angabe. Ob sich Funktionen wie das neue Infotainment oder One-Pedal-Driving nachrüsten lassen, ist nicht bestätigt.

Wie groß ist der Frunk?

Das Staufach unter der Fronthaube fasst 21 Liter. Das reicht für Ladekabel und Kleinteile, ersetzt aber keinen zusätzlichen Kofferraum.