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Volvo kündigt 13 neue Modelle bis 2030 an und lockert sein Elektro-Ziel

Von AutoHub Redaktion · Redaktion des AutoHub-MagazinsMit KI erstellt, redaktionell geprüft

Volvo Cars will bis Ende 2030 dreizehn neue Modelle einführen – sieben für westliche Märkte, sechs für China. Gleichzeitig gilt für 2030 nicht mehr das Ziel von 100 Prozent Elektroautos, sondern ein Korridor von 90 bis 100 Prozent für E-Autos und Plug-in-Hybride.

Ingenieure und Designer arbeiten in einem modernen Entwicklungsstudio an neuen Fahrzeugkonzepten und CAD-Designs.
KI-generiertes Bild

Volvo Cars hat seine Modellplanung bis zum Ende des Jahrzehnts umrissen: Bis Ende 2030 sollen 13 neue Modelle debütieren. Sieben davon sind für westliche Märkte einschließlich Europa vorgesehen, sechs ausschließlich für China. Technisch stützt sich das Programm im Westen auf die Fahrzeugplattformen SPA2 und SPA3 sowie auf die Rechenplattform HuginCore. Volvo plant rein elektrische Fahrzeuge und neue Hybridmodelle.

Volvo hat außerdem sein Absatzziel für 2030 geändert. Für dieses Jahr peilt das Unternehmen einen Absatzanteil von 90 bis 100 Prozent vollelektrischer Autos und Plug-in-Hybride an, bis zu zehn Prozent dürfen Mildhybride ausmachen. Für Kunden ändert sich durch die Ankündigung derzeit nichts.

13 neue Modelle, geteilt zwischen Westen und China

Die Aufteilung sieben zu sechs ist der auffälligste Teil der Planung. Sechs der 13 geplanten Modelle sind für China vorgesehen. Volvo trennt sein Portfolio damit regional, statt überall dieselbe Baureihenfamilie anzubieten.

Welche Modelle das im Einzelnen sein werden, hat Volvo nicht aufgeschlüsselt. Bezeichnungen, Karosserieformen und die Reihenfolge der Markteinführungen bis Ende 2030 bleiben offen. Ebenso offen ist, ob einzelne der sechs China-Modelle später doch nach Europa kommen oder dem dortigen Markt vorbehalten bleiben. Auch was die Planung für bestehende Werke und ihre Auslastung bedeutet, beantwortet die Mitteilung nicht.

SPA2, SPA3 und die Rechenplattform HuginCore

Für die westlichen Märkte nennt Volvo drei technische Bausteine. SPA2 ist die bereits eingeführte Architektur, SPA3 folgt als nächste Generation. Dazu kommt HuginCore, das Volvo als Rechenplattform bezeichnet. Gemeint ist nach unserer Einordnung die zentrale Elektronik- und Software-Basis der Fahrzeuge; welche Funktionen Volvo darüber steuert, führt das Unternehmen nicht aus.

Schnittdarstellung einer modernen Elektrofahrzeug-Batterie mit sichtbaren Zellmodulen.
KI-generiertes Bild

Den Anfang für SPA3 macht laut Volvo das Mittelklasse-SUV EX60. Damit ist zumindest ein Modellname aus den 13 angekündigten Fahrzeugen bekannt. Leistungsdaten, Batteriegrößen oder Reichweiten hat Volvo zu diesem Zeitpunkt nicht genannt; auch ein konkretes Marktstartdatum liegt nicht vor. Offen ist außerdem, in welchen weiteren Modellen Volvo SPA3 einsetzen wird.

Unklar bleibt ebenfalls, welche Plattformen und Rechenarchitekturen Volvo in den sechs China-Modellen einsetzt. Die Nennung von SPA2, SPA3 und HuginCore bezieht sich im vorliegenden Material ausdrücklich auf die westlichen Märkte. Ob Volvo HuginCore auch für bereits ausgelieferte Modelle bereitstellt, ist nicht bekannt.

Das Elektrifizierungsziel für 2030 im Detail

Die neue Zielformel lautet: 90 bis 100 Prozent des Absatzes im Jahr 2030 sollen auf vollelektrische Autos und Plug-in-Hybride entfallen, bis zu zehn Prozent auf Mildhybride. Ein Plug-in-Hybrid lässt sich an der Steckdose laden und fährt eine begrenzte Strecke rein elektrisch. Ein Mildhybrid kann das nicht – bei ihm unterstützt ein kleiner Elektromotor den Verbrenner, geladen wird ausschließlich während der Fahrt.

Volvo will 2030 also weiterhin Plug-in-Hybride und möglicherweise auch Mildhybride verkaufen. Als Hintergrund gilt, dass das Unternehmen 2021 für dieses Jahr ausschließlich Elektroautos angekündigt hatte; im vorliegenden Material ist diese frühere Ankündigung nicht dokumentiert. Gründe für die Anpassung – Nachfrage, Kosten, Regulierung – nennt das vorliegende Material ebenfalls nicht.

Für Zulieferer ist vor allem der Zehn-Prozent-Korridor für Mildhybride die relevante Zahl. Er hält bis 2030 eine Nachfrage nach Verbrennerkomponenten offen, die ein reines Elektro-Ziel ausgeschlossen hätte. Wie groß dieser Anteil am Ende wirklich ausfällt, hängt von Märkten und Regulierung ab und ist heute nicht absehbar.

Die Eckdaten im Überblick

MerkmalAngabe
Neue Modelle bis Ende 203013
Aufteilung7 für westliche Märkte (inkl. Europa), 6 für China
AntriebsmixRein elektrische Fahrzeuge (BEV) und neue Hybridmodelle
Plattformen westliche MärkteSPA2, SPA3, Rechenplattform HuginCore
Erster Einsatz von SPA3Mittelklasse-SUV EX60
Absatzziel BEV und Plug-in-Hybrid 203090 bis 100 Prozent
Maximaler Mildhybrid-Anteil 2030bis zu 10 Prozent
Wie viele neue Modelle plant Volvo bis Ende 2030?

13 neue Modelle. Sieben davon sind für westliche Märkte einschließlich Europa vorgesehen, sechs für China. Die Modellbezeichnungen und Karosserieformen hat Volvo bisher nicht vollständig genannt.

Welches Fahrzeug nutzt die Plattform SPA3 zuerst?

Das Mittelklasse-SUV EX60. Ein konkretes Marktstartdatum sowie Angaben zu Leistung, Batterie und Reichweite liegen bisher nicht vor.

Wie lautet das Elektrifizierungsziel von Volvo für 2030?

90 bis 100 Prozent des Absatzes sollen 2030 auf vollelektrische Autos und Plug-in-Hybride entfallen. Bis zu zehn Prozent dürfen Mildhybride ausmachen.

Was ist HuginCore?

HuginCore ist die Rechenplattform, die Volvo für die neuen Modelle auf den westlichen Märkten nennt. Nach unserer Einordnung ist damit die zentrale Elektronik- und Software-Basis der Fahrzeuge gemeint. Ob Volvo HuginCore auch für bereits ausgelieferte Modelle bereitstellt, ist nicht bekannt.

Ändert sich durch die Ankündigung etwas für heutige Volvo-Fahrer oder -Interessenten?

Nein. Die Ankündigung betrifft künftige Modelle und Absatzziele, nicht das aktuell erhältliche Programm.