VW bringt Tasten zurück ans Lenkrad – und mehr Reichweite gleich mit
ID.4, ID.5 und ID.7 lassen sich ab sofort mit neuer Software bestellen, die Einstiegsversionen von ID.4 und ID.5 bekommen neuen Motor und LFP-Batterie – beim ID.4 Pure nennt VW bis zu 40 Kilometer mehr Reichweite. Physische Lenkradtasten folgen bei kommenden Modellen. Der ID.3-Nachfolger heißt ID.3 Neo und kommt Mitte April 2026.

Ab sofort lassen sich ID.4, ID.5 und ID.7 mit einer neuen Softwaregeneration bestellen. Die Einstiegsversionen von ID.4 und ID.5 bekommen zusätzlich einen anderen Elektromotor und eine andere Batterie. Und Volkswagen hat den Namen des ID.3-Nachfolgers genannt: Er heißt ID.3 Neo und soll Mitte April 2026 seine Weltpremiere feiern.
Kurz gesagt: Wer einen ID.4 in der Basisversion sucht, fährt künftig laut Volkswagen bis zu 40 Kilometer weiter, ohne dass sich am Fahrzeugkonzept etwas ändert. Der ID.5 Pure erhält dieselbe Antriebs- und Batterietechnik, ein Reichweitenplus nennt der Hersteller für ihn bislang aber nicht. Wer sich an den Touchflächen am Lenkrad der bisherigen ID.-Modelle gestört hat, bekommt bei kommenden Modellen wieder echte Drucktasten. Der ID.3 Neo selbst ist vorerst eine seriennahe Studie und steht noch nicht zum Verkauf.
Neuer Motor, neue Batterie: Das ändert sich bei ID.4 und ID.5 Pure
Die Einstiegsvariante heißt bei beiden Modellen „Pure" und erhält den Elektromotor APP 350 mit 140 kW, also 190 PS. Er löst den bisherigen APP 310 ab und senkt laut Volkswagen den Verbrauch. Angaben zu Drehmoment, Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit des neuen Motors hat der Hersteller bislang nicht veröffentlicht.
Dazu kommt ein Wechsel der Zellchemie: Statt der bisher üblichen Zellen setzt Volkswagen bei den Pure-Versionen künftig auf eine Lithium-Eisen-Phosphat-Batterie, kurz LFP, mit 58 kWh netto nutzbarer Kapazität. LFP-Zellen gelten als robust und günstiger in der Herstellung, kommen aber typischerweise mit etwas geringerer Energiedichte. Nach Einschätzung der Redaktion folgt Volkswagen damit einem in der Branche etablierten Trend.
Aus beiden Änderungen zusammen ergibt sich beim ID.4 Pure ein Reichweitenplus von bis zu 40 Kilometern nach WLTP. Offen bleiben eine absolute Reichweitenangabe, die Bruttokapazität der neuen Batterie und die Frage, wie stark die LFP-Zellen bei Kälte gegenüber der bisherigen Batterie an Reichweite verlieren. Das Plus lässt sich deshalb derzeit nicht unabhängig nachrechnen.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Motor (ID.4 / ID.5 Pure) | APP 350 |
| Leistung | 140 kW (190 PS) |
| Batterietyp | Lithium-Eisen-Phosphat (LFP) |
| Kapazität netto | 58 kWh |
| Reichweitenplus ID.4 Pure | bis zu 40 km (WLTP) |
| Vehicle-to-Load (neue Software, modellübergreifend) | bis 3,6 kW |
Neue Software mit „Innovision" für ID.4, ID.5 und ID.7
Die drei Modelle können ab sofort mit der neuen Softwaregeneration und dem Infotainmentsystem „Innovision" bestellt werden. Dazu gehört ein weiterentwickelter Travel Assist, der nun auch Ampeln erkennt, sowie One Pedal Driving: Das Fahrzeug rekuperiert bis zum Stillstand, sodass man im Alltag oft nur noch das Fahrpedal braucht. Beides sind Funktionen, die man aus dem Wettbewerbsumfeld bereits kennt und die viele Fahrerinnen und Fahrer bei den bisherigen ID.-Modellen vermisst haben.
Zum Paket gehört außerdem ein optionaler digitaler Fahrzeugschlüssel. Er erlaubt den Zugang per Smartphone oder Smartwatch, und zwar ohne zusätzliche App. Vor der Bestellung prüfen sollte man, ob das eigene Gerät unterstützt wird: Welche Betriebssysteme und Gerätegenerationen konkret funktionieren, geht aus der Ankündigung nicht hervor.
Neu dabei ist auch die Vehicle-to-Load-Funktion. Externe Elektrogeräte lassen sich mit bis zu 3,6 kW direkt aus der Hochvoltbatterie betreiben, etwa Werkzeug auf der Baustelle oder Kochplatte und Kühlbox beim Camping. Volkswagen gibt zudem an, dass Software und Hardware auf die Abgasnorm Euro 7, die kalifornische ZEV3-Regelung und die EU-Sicherheitsrichtlinie GSR2 ausgelegt sind – die Fahrzeuge sind damit nach Herstellerangaben für kommende Vorschriften gerüstet.
Physische Tasten am Lenkrad kommen zurück

Die Touch-Bedienflächen am Lenkrad gehörten zu den am häufigsten kritisierten Details der ersten ID.-Generation. Volkswagen reagiert darauf: Künftige ID.-Modelle bekommen an dieser Stelle wieder physische Drucktasten. Das ist keine große technische Neuerung, aber im Alltag der Punkt, den man bei jeder Fahrt spürt.
Wichtig für die Kaufentscheidung: Die Ankündigung bezieht sich auf zukünftige Modelle, nicht auf die heute bestellbaren Fahrzeuge. Ob und wie bereits ausgelieferte Fahrzeuge an die neue Software herankommen, hat Volkswagen nicht mitgeteilt. Wer ein bestehendes Fahrzeug fährt und auf Funktionen wie den erweiterten Travel Assist hofft, sollte diese Frage nicht als geklärt betrachten.
ID.3 Neo: Name und Termin, Details fehlen
Zum ID.3 Neo selbst gibt es bisher vor allem den Namen und einen groben Termin. Mitte April 2026 soll die Weltpremiere stattfinden, das genaue Datum steht nicht fest. Gezeigt wurde bislang eine seriennahe Studie, die noch nicht bestellbar ist.
Technische Daten, Reichweiten, Batteriegrößen und Preise sind offen. Auch wann der Vorverkauf startet und wie sich der ID.3 Neo preislich zum heutigen ID.3 stellt, ist nicht bekannt. Der eigene Modellname statt einer schlichten Facelift-Bezeichnung deutet nach Einschätzung der Redaktion auf mehr als eine Auffrischung hin – belegt ist das bislang aber nicht.
Was noch aussteht: ID. Polo, ID. Polo GTI und ID. Cross
Volkswagen nennt drei weitere Modelle, die „in Kürze" mit den neuen Software-Innovationen auf den Markt kommen sollen: ID. Polo, ID. Polo GTI und ID. Cross. Konkrete Markteinführungstermine oder Preise gibt es dazu nicht. Wer im Kleinwagensegment plant, hat also noch keine Planungsgrundlage – die aktualisierten ID.4 und ID.5 sind dagegen bestellbar.
Warten oder jetzt kaufen?
Für ID.4, ID.5 und ID.7 gilt: Die Updates sind da, ein Warten bringt bei diesen Modellen aktuell keinen erkennbaren Vorteil. Wichtig ist beim Konfigurieren nur, dass die gewünschte Software- und Antriebsvariante auch tatsächlich in der Bestellung steht – gerade bei kurzfristig verfügbaren Lagerfahrzeugen oder jungen Gebrauchten kann noch der bisherige Stand verbaut sein.
Wer dagegen mit einem ID.3 liebäugelt, steht vor einer echten Abwägung: Der Nachfolger kommt frühestens 2026 in den Handel, mit unbekanntem Preis. Bis dahin bleibt der aktuelle ID.3 die einzige verfügbare Option in dieser Größe – neu, als Jahreswagen, gebraucht, im Leasing oder im Abo.
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Volkswagen nennt Mitte April 2026 als Termin. Ein genaues Datum, Preise und der Start des Vorverkaufs sind bislang nicht bekannt. Aktuell existiert der ID.3 Neo als seriennahe Studie und ist nicht bestellbar.
Welche Funktionen bringt die neue Software für ID.4, ID.5 und ID.7?
Zum Paket gehören das Infotainmentsystem Innovision, ein weiterentwickelter Travel Assist mit Ampel-Erkennung, One Pedal Driving mit Rekuperation bis zum Stillstand, Vehicle-to-Load mit bis zu 3,6 kW sowie ein optionaler digitaler Fahrzeugschlüssel für Smartphone oder Smartwatch.
Was ändert sich technisch bei ID.4 Pure und ID.5 Pure?
Beide Einstiegsversionen bekommen den Elektromotor APP 350 mit 140 kW (190 PS) anstelle des APP 310 sowie eine Lithium-Eisen-Phosphat-Batterie mit 58 kWh netto. Volkswagen gibt an, dass der Verbrauch dadurch sinkt.
Wie viel mehr Reichweite hat der ID.4 Pure?
Volkswagen nennt bis zu 40 Kilometer zusätzlich nach WLTP. Eine absolute Reichweitenangabe für die neue Variante hat der Hersteller bislang nicht veröffentlicht. Für den ID.5 Pure nennt Volkswagen bisher kein Reichweitenplus.
Bekommen bereits ausgelieferte ID.-Modelle die neue Software?
Dazu macht Volkswagen in der Ankündigung keine Angaben. Genannt sind bestellbare Neufahrzeuge. Ob ein nachträgliches Update für vorhandene Fahrzeuge kommt, ist offen.
Wann kommen ID. Polo, ID. Polo GTI und ID. Cross?
Volkswagen kündigt sie „in Kürze" mit den neuen Software-Funktionen an, nennt aber weder konkrete Markteinführungstermine noch Preise.
Quellen
- Volkswagen Newsroom Pressemitteilungvolkswagen-newsroom.com
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